[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein autonom geführtes Flurförderzeug, umfassend
einen Fahrzeugrahmen, welcher in einer Draufsicht auf das Flurförderzeug abschnittsweise
einen Fahrzeugumriss definiert und wenigstens ein Antriebsrad, welches dem Fahrzeugrahmen
zugeordnet ist, um unterhalb davon auf einem Fahruntergrund aufzustehen.
[0002] Es ist bekannt, dass in autonom geführten Flurförderzeugen dieses Typs Scanner-Einheiten
vorzusehen sind, welche einerseits als Personenschutz-Scanner und andererseits als
Navigations-Scanner zum Einsatz kommen können. Derartige Scanner-Einheiten müssen
hierbei einen möglichst großen Winkelbereich um das Flurförderzeug herum abdecken,
um sowohl die Sicherheit von sich in der Umgebung befindlichen Personen als auch die
Navigationsfähigkeit des Flurförderzeugs sicherstellen zu können.
[0003] Zu diesem Zweck sitzen in bisher bekannt gewordenen derartigen autonom geführten
Flurförderzeugen die Scanner-Einheiten meist außerhalb der Rahmengeometrie bzw. des
Fahrzeugumrisses im Bereich des Fahrzeugrahmens, da an dem Fahrzeugrahmen des entsprechenden
Flurförderzeugs verbaute Komponenten, wie beispielsweise Stützrollen und ähnliches,
welche in Breitenrichtung des Fahrzeugs möglichst weit außen anzuordnen sind, ansonsten
den Sichtbereich der entsprechenden Scanner-Einheiten einschränken und die notwendige
Rundumsicht beeinträchtigen könnten. Weiterhin sind in bereits bekannten autonom geführten
Flurförderzeugen die Scanner-Einheiten häufig relativ hoch angeordnet, da in niedriger
liegenden Bereichen der entsprechenden Fahrzeuge funktionelle Komponenten davon, wie
beispielsweise die bereits erwähnten Stützräder, angeordnet sind, welche aus den genannten
Gründen ebenfalls die Funktion der Scanner-Einheiten beeinträchtigen könnten.
[0004] Aus der eben beschriebenen Konfiguration von bisher bekannten autonom geführten Flurförderzeugen
wird deutlich, dass diese sowohl hinsichtlich ihrer Fahrzeugbreite aufgrund der außerhalb
der Rahmengeometrie angeordneten Scanner-Einheiten als auch der vertikalen Positionierung
der Scanner-Ebene ihrer Scanner-Einheiten wenig flexibel und daher nicht für sämtliche
denkbaren Anwendungsfälle geeignet sind. Insbesondere erscheint es aus den oben genannten
Gründen äußerst schwierig, mit dieser bisher bekannten Konfiguration von autonom geführten
Flurförderzeugen diese für einen Einsatz in Logistikeinrichtungen mit Blocklagerung
einsatzfähig zu machen, in welchen handelsübliche Paletten auf dem Fahruntergrund
nebeneinander stehend gelagert sind. Diese Art der Lagerung von Paletten erfordert
nämlich zum einen Flurförderzeuge, welche schmaler als die Paletten selbst sind, um
sich frei zwischen Ihnen bewegen zu können, also beispielsweise schmaler als etwa
800 mm im Fall von Euro-Paletten, und andererseits eine besonders niedrige Positionierung
ihrer horizontal ausgerichteten Scan-Ebene, um auch leere Paletten auf dem Boden stehend
erfassen zu können, was durch eine höhere Anordnung der Scanner-Einheiten unmöglich
gemacht würde und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte.
[0005] Aus ähnlichen Gründen sind auch ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannte Flurförderzeuge
mit drei oder vier angetriebenen Rädern für diesen Anwendungsfall nur unzureichend
geeignet, da derartig angetriebene Räder in aller Regel ebenfalls eine erhöhte Bauhöhe
aufweisen und somit dem Einsatz von Scanner-Einheiten an den oben beschriebenen gewünschten
Positionen innerhalb des Fahrzeugumrisses im Bereich des Fahrzeugrahmens sowie auf
einer vertikal niedrigen Höhe entgegenstehen.
[0006] Demzufolge ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein autonom geführtes Flurförderzeug
der oben beschriebenen gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass die genannten
Nachteile von aus dem Stand der Technik bekannten Flurförderzeugen ausgeräumt werden
und die Möglichkeit geschaffen wird, bei einer verminderten Fahrzeugbreite und einer
im Wesentlichen beliebig wählbaren vertikalen Höhe einer Scan-Ebene über dem Fahruntergrund
dennoch eine vergleichbare Leistungsfähigkeit hinsichtlich der räumlichen Winkelabdeckung
der Scanner-Einheiten sowie der übrigen mechanischen und betriebsmäßigen Leistungsparameter
des Flurförderzeugs zu erzielen.
[0007] Erfindungsgemäß wird dementsprechend ein autonom geführtes Flurförderzeug der oben
beschriebenen Gattung vorgeschlagen, in welchem der Fahrzeugrahmen drei in vertikaler
Richtung übereinander angeordnete Strukturebenen mit unterschiedlichen Umrissen umfasst,
nämlich eine untere Strukturebene, in welcher eine Grundstruktur angeordnet ist, eine
obere Strukturebene mit einer Verkleidung sowie eine mittlere Strukturebene, welche
eine Rahmenstruktur zum Verbinden der unteren Strukturebene und der oberen Strukturebene
umfasst.
[0008] Hierbei versteht es sich, dass die Umrisse der drei genannten Strukturebenen auf
horizontale Querschnitte davon beziehen. Die Breitenrichtung sowie die Längsrichtung
des Flurförderzeugs werden hierin in der üblicherweise verwendeten Nomenklatur derart
benutzt, dass die Längsrichtung einer Geradeausfahrrichtung des Flurförderzeugs entspricht,
wobei sich ggf. vorhandene Gabelzinken eines Lastteils entgegen der Längsrichtung
erstrecken und die Breitenrichtung horizontal senkrecht auf der Längsrichtung steht.
Ferner umfasst das erfindungsgemäße Flurförderzeug ferner wenigstens eine derartige
Scanner-Einheit, vorzugsweise ein Paar von einander in Breitenrichtung gegenüberliegenden
Scanner-Einheiten, welche derart vollständig innerhalb des Umrisses des Fahrzeugrahmens
angeordnet ist/sind, dass ihre Scan-Ebene wenigstens abschnittsweise vertikal im Bereich
der mittleren Strukturebene liegt. Hierbei kann die mittels der wenigstens einen Scanner-Einheit
aufgespannte Scan-Ebene im Wesentlichen horizontal oder leicht schräg nach unten ausgerichtet
sein, um eine optimale Erfassung von Hindernissen und Wegmarken in der Umgebung des
Flurförderzeugs bewerkstelligen zu können.
[0009] In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können die untere Strukturebene
und die obere Strukturebene wenigstens abschnittsweise im Wesentlichen den selben
Umriss aufweisen, was unter anderem den Vorteil bietet, dass auf diese Weise in den
entsprechenden Bereichen die mittlere Strukturebene sowohl von oben als auch von unten
von in gleicher Weise in Breitenrichtung und/oder Längsrichtung vorstehenden Fahrzeugrahmenteilen
umgeben ist, was wiederum das Eindringen von Gegenständen aus der Umgebung des Flurförderzeugs
in den Bereich der mittleren Strukturebene erschwert und somit die dort befindlichen
Komponenten, beispielsweise die bereits angesprochenen Scanner-Einheiten, vor Beschädigungen
schützt. Ferner wird durch diese bauliche Maßnahme eine einheitliche Silhouette des
Flurförderzeugs in einer Seiten- und Vorderansicht geschaffen, was neben der bereits
angesprochenen Funktion des Schutzes vor Beschädigung auch ästhetisch als ansprechend
wahrgenommen wird.
[0010] Wenngleich in bestimmten Ausführungsformen das erfindungsgemäße Flurförderzeug beispielsweise
auch als Dreirad ausgebildet sein könnte, welches lediglich ein einzelnes gelenkte
Antriebsrad im zentralen Bereich des Fahrzeugrahmens sowie zwei beabstandet davon,
beispielsweise im Bereich von Lastarmen, angeordnete Lasträder umfasst, so kann in
anderen Ausführungsformen das erfindungsgemäße Flurförderzeug ebenfalls vier- oder
fünfrädrig ausgebildet sein und ferner ein Paar von einander in Breitenrichtung gegenüberliegenden
Stütz- oder Antriebsrollen umfassen, welche dem Fahrzeugrahmen zugeordnet und bezogen
auf die vertikale Richtung vollständig innerhalb der unteren Strukturebene aufgenommen
sind. Auf diese Weise kann durch das Vorsehen derartiger, besonders flach ausgebildeter
und sich daher nicht von unten über die untere Strukturebene hinaus erstreckender
Stütz- oder Antriebsrollen sichergestellt werden, dass die mittlere Strukturebene
an der Position dieser Stütz- oder Antriebsrollen frei von Bauteilen ist, welche den
Sichtbereich bzw. die Funktion der bereits angesprochenen Scanner-Einheiten negativ
beeinflussen könnten.
[0011] Während in vierrädrigen Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Flurförderzeugs
lediglich ein Paar von einander in Breitenrichtung gegenüberliegenden Rollen im Bereich
des Fahrzeugrahmens zum Einsatz kommt, können in einer fünfrädrigen Ausführungsform
die Stütz- oder Antriebsrollen rein als Stützrollen ausgebildet sein und es kann ferner
ein einzelnes gelenktes Antriebsrad vorgesehen sein, welches bezogen auf die Breitenrichtung
des Flurförderzeugs zentral dem Fahrzeugrahmen zugeordnet ist, um unterhalb davon
auf dem Fahruntergrund aufzustehen, wobei die Grundstruktur eine Durchbrechung zur
Aufnahme des einzelnen zentralen Antriebsrads aufweist.
[0012] Insbesondere könnten hierbei die Stützrollen als Teil von Stützrollen-Anordnungen
mit einem Gehäuse ausgebildet sein, welches Gehäuse abschnittsweise den Umriss der
unteren Strukturebene definiert. In einem solchen Fall wären in der Grundplatte im
Bereich ihres Umrisses entsprechende Ausnehmungen vorzusehen, in welchen die Stützrollen-Anordnungen
montiert sind, um selbst einen Teil des Umrisses der so gebildeten Grundplatten-Anordnung
zu definieren. Auf diese Weise kann ein maximaler Abstand der beiden Stützrollen-Anordnungen
hinsichtlich der Breitenrichtung des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs erreicht werden,
was beim Tragen von größeren Lasten und schnellen Kurvenfahrten zu einer erhöhten
Stabilität des Fahrzeugs hinsichtlich in Breitenrichtung wirkender Kräfte führt.
[0013] Während die Grundstruktur in der unteren Strukturebene beispielsweise durch eine
aus mehreren verschweißten Rahmenteilen oder verschraubten Bauteilen gebildete Baugruppe
gebildet sein könnte, so kann ebenfalls an Ausführungsformen gedacht werden, in welchen
die Grundstruktur eine Grundplatte umfasst oder durch diese gebildet ist, die einstückig
ausgebildet sein und und/oder die in fünfrädrigen Gestaltungen des Fahrzeugs ggf.
eine Durchbrechung zur Aufnahme des einzelnen zentralen Antriebsrads aufweisen kann.
[0014] Sollten in gewissen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Fahrzeugs, beispielsweise
in Hochhub-Flurförderzeugen, noch größere in Breitenrichtung wirkende Kräfte zu erwarten
sein, so können die entsprechenden Stützrollen bzw. Stützrollen-Anordnungen auch über
andere Teile des Fahrzeugumrisses in diesem Bereich überstehen, was jedoch wiederum
zu einer erhöhten Breite des Fahrzeugs führen kann und dieses ggf. für bestimmte Anwendungsfälle,
wie die oben bereits angesprochenen Logistikeinrichtungen mit Blocklagerung, ungeeignet
machen könnte.
[0015] Wie bereits angesprochen, kann das erfindungsgemäße Flurförderzeug ebenfalls ferner
zwei Radarme umfassen, welchen jeweils wenigstens ein Lastrad zugeordnet ist und welche
im Bereich der unteren Strukturebene fest mit dem Fahrzeugrahmen verbunden sind und
sich von diesem gemäß einer Längsrichtung des Flurförderzeugs nach hinten erstrecken.
Indem auf diese Weise die Radarme ebenfalls vollständig der unteren Strukturebene
zugeordnet sind, stellen auch diese kein Hindernis für die angesprochenen Scanner-Einheiten
dar und erzeugen somit ebenfalls keine Winkelbereiche, welche von den Scanner-Einheiten
nicht abgedeckt werden können.
[0016] Weiterhin kann die wenigstens eine Scanner-Einheit einen bauartbedingten Scan-Winkel
von etwa 270° aufweisen und/oder eine Scan-Feldbreite in vertikaler Richtung von etwa
50 mm. Derartige Scanner-Einheiten sind am Markt problemlos erhältlich und verwenden
in der Regel Lasertechniken für den Personenschutz sowie die Navigation der mit ihnen
ausgerüsteten Flurförderzeuge. Hierbei versteht es sich, dass der Begriff der Ebene
nicht streng geometrisch auszulegen ist, sondern die betreffende Scan-Ebene eine endliche
Ausdehnung in vertikaler Richtung aufweist.
[0017] Die oben bereits beschriebene Gestaltung des Umrisses der mittleren Strukturebene
erlaubt es, das Paar von Scanner-Einheiten derart anzuordnen, dass die Scan-Ebene
durch die beiden Scanner-Einheiten vollständig im Bereich von 360° um das Fahrzeug
herum abgedeckt werden kann. Hierbei kann jedoch beispielsweise vor dem Fahrzeug ein
schmaler dreieckiger, nicht durch die Scanner-Einheiten überwachter Totbereich auftreten,
dessen Ausdehnung durch die genaue Ausgestaltung der zulaufenden Form der Rahmenstruktur
am vorderen Ende des Flurförderzeugs festgelegt ist. Abgesehen von diesem unter Umständen
auftretenden äußerst kleinen Totbereich kann jedoch die gesamte Umgebung des erfindungsgemäßen
Flurförderzeugs durch die beiden Scanner-Einheiten vollständig überwacht werden, wobei
zudem redundante Abschnitte bzw. Winkelbereiche vor und hinter dem Fahrzeug denkbar
sind, welche von beiden Scanner-Einheiten abgedeckt werden.
[0018] Hierbei ist die genaue Position der wenigstens einen Scanner-Einheit hinsichtlich
der Längs- bzw. Breitenrichtung des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs zunächst einmal
in gewissen Grenzen frei wählbar, es kann jedoch vorteilhaft sein, wenn sie in Längsrichtung
des Flurförderzeugs hinter den Stütz- oder Antriebsrollen angeordnet ist. Hierdurch
kann insbesondere sichergestellt werden, dass im hinteren Bereich um das Flurförderzeug
herum eine optimale Abdeckung durch die entsprechende Scanner-Einheit erzielt wird,
wenngleich auch Ausführungsformen denkbar sind, in welchen die wenigstens eine Scanner-Einheit
in Längsrichtung des Flurförderzeugs vor oder über den Stützrollen angeordnet ist.
[0019] Weiterhin kann das erfindungsgemäße Flurförderzeug ein vertikal verlagerbar an dem
Fahrzeugrahmen geführtes Lastteil zur Aufnahme einer Last sowie vorzugsweise Hubprofile
zum Führen des Lastteils umfassen, welche sich in vertikaler Richtung lediglich im
Bereich der oberen Strukturebene erstrecken. Indem auf diese Weise die Hubprofile
ebenfalls nicht in den Bereich der mittleren Strukturebene hineinragen, können auch
diese keine Hindernisse für die Scanner-Einheit bilden und demzufolge keine Totbereiche
in der Scan-Ebene oder andere nachteilige Effekte hervorrufen. Alternativ zu einem
Lastteil könnte das erfindungsgemäße Flurförderzeug jedoch auch als Schlepperfahrzeug
ausgeführt sein und dann beispielsweise ein Kupplung oder eine Schnittstelle für Lastaufnahmemittel
umfassen.
[0020] In ähnlicher Weise kann das Lastteil des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs zwei Gabelzinken
und einen die Gabelzinken verbindenden Lastanschlag oder eine Monogabel mit einem
Lastanschlag aufweisen, wobei der Lastanschlag zwei einander in Breitenrichtung gegenüberliegende
Ausnehmungen aufweisen kann, welche in einem maximal abgesenkten Zustand des Lastteils
mit der mittleren Strukturebene ausgerichtet sind. Als Monogabel werden üblicherweise
Lastaufnahmevorrichtungen bezeichnet, in welchen zwei sich von dem Lastanschlag horizontal
erstreckende Abschnitte durch einen Verbindungsabschnitt verbunden sind, so dass keine
Einfahrt in eine übliche Palette damit mehr möglich ist, jedoch Gitterrollwagen, Rollcontainer
und ähnliche Objekte sicher transportiert werden können.
[0021] Durch die eben beschriebene Maßnahme werden im Bereich der mittleren Strukturebene
Sichtfester geschaffen, welche ebenfalls dazu beitragen, einen möglichst großen Winkelbereich
für eine Überwachung durch die Scanner-Einheiten zu öffnen und beispielsweise dafür
zu sorgen, dass die Gabelzinken in ihrem maximal abgesenkten Zustand teilweise überscannt
werden können, d.h. sich die effektive Scan-Ebene über die Gabelzinken hinweg erstreckt.
[0022] Die bauliche Maßnahme des Vorsehens von Ausnehmungen an dem Lastanschlag des Lastteils
kann es hierbei erfordern, dass die Befestigung der Gabelzinken bzw. der Erstreckungsabschnitte
der Monogabel an dem Lastanschlag lediglich an zentralen Positionen erfolgt, da in
den äußeren Bereichen durch das Vorsehen der Ausnehmungen keine entsprechenden Befestigungspunkte
mehr vorliegen können. Die notwendige Steifigkeit des Lastteils kann in derartigen
Ausführungsformen beispielsweise dadurch erzielt werden, dass eine in Breitenrichtung
weiter innen liegende Strebe der Gabelzinken verstärkt ausgebildet wird und in dieser
Weise einen Großteil der durch eine zu tragende Last eingewirkten Kräfte aufnimmt.
[0023] Hinsichtlich der Rahmenstruktur der mittleren Strukturebene ist denkbar, diese zu
auszugestalten, dass sie bezüglich der Breitenrichtung vollständig innerhalb und beabstandet
von dem Umriss des Fahrzeugrahmens liegt und/oder die Durchbrechung der Grundplatte
umgibt und/oder in einem bezogen auf die Längsrichtung vorderen Abschnitt eine zulaufende
Form aufweist und/oder einen Scan-Bereich von wenigstens einer der Scanner-Einheiten
zumindest abschnittsweise begrenzt.
[0024] Indem diese Maßnahmen bei der Gestaltung der mittleren Strukturebene entweder individuell
oder in einer beliebigen Kombination davon getroffen werden, kann bei einer entsprechenden
Anordnung des Paars von Scanner-Einheiten eine Rundumsicht davon in einem Winkelbereich
um das gesamte Fahrzeug herum frei von durch die Scanner-Einheiten nicht erfassbaren
Totbereichen erzielt werden. Weiterhin kann die Rahmenstruktur zum Verbinden der unteren
Strukturebene und der oberen Strukturebene wenigstens zwei im Wesentlichen in Längsrichtung
verlaufende Verbindungsstreben umfassen, welche sich zwischen einem vorderen und einem
hinteren Abschnitt des Fahrzeugrahmens und abschnittsweise sowohl in der mittleren
als auch der oberen Strukturebene erstrecken, im Längsbereich der zulaufenden Form
der Rahmenstruktur jedoch lediglich in der oberen Strukturebene. Diese Verbindungsstreben
sorgen dafür, dass eine ausreichende Verstärkung der Verbindung zwischen unterer und
oberer Strukturebene und den darin enthaltenen Komponenten, insbesondere der Grundplatte
und der Verkleidung, sichergestellt werden kann, da sie dafür sorgen, dass ein Kraftschluss
zwischen der unteren und der oberen Strukturebene in einer geeigneten Weise stattfinden
kann.
[0025] Hierbei können zwei dieser Verbindungsstreben die Rahmenstruktur abschnittsweise
in Breitenrichtung nach außen begrenzen und somit Seitenwände dieser Rahmenstruktur
bilden.
[0026] Wie bereits weiter oben im konkreten Anwendungsfall für Logistikeinrichtungen mit
Blocklagerung angesprochen, kann das erfindungsgemäße Flurförderzeug in Breitenrichtung
eine Ausdehnung von etwa 800 mm oder weniger aufweisen, um die Außenmaße von Euro-Paletten
zu unterschreiten.
[0027] Alternativ oder zusätzlich kann für eine optimale vertikale Platzierung der Scan-Ebene
im Verhältnis zu derartigen Paletten sich in vertikaler Richtung und die untere Strukturebene
bis zu einer Höhe von etwa 75 mm über dem Fahrzeuguntergrund erstrecken, sich die
mittlere Strukturebene von einer Höhe von etwa 75mm bis zu einer Höhe von etwa 125
mm erstrecken und sich die obere Strukturebene ab einer Höhe von etwa 125 mm nach
oben erstrecken. Somit kann die Scan-Ebene bezogen auf einen Fahruntergrund in einer
mittleren Höhe von etwa 100 mm liegen und ihre Breite von +/- 25mm in vertikaler Richtung
vollständig von der mittleren Strukturebene abgedeckt sein.
[0028] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden
Beschreibung einer Ausführungsform davon noch deutlicher, wenn diese zusammen mit
den beiliegenden Figuren betrachtet wird. Diese zeigen im Einzelnen jeweils in schematischer
Darstellung:
Fig. 1A und 1B ein erfindungsgemäßes autonom geführtes Flurförderzeug in Ansichten
von oben und unten;
Fig. 2 das erfindungsgemäße Flurförderzeug in einer Ansicht von vorne;
Fig. 3 das erfindungsgemäße Flurförderzeug in einer Ansicht von der Seite; und
Fig. 4A und 4B das erfindungsgemäße Flurförderzeug in isometrischen Ansichten von
schräg vorne und schräg hinten.
[0029] In den Fig. 1A bis 4B ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen autonom geführten
Flurförderzeugs schematisch in unterschiedlichen Ansichten dargestellt, wobei in einigen
der Abbildungen aus Gründen der Übersichtlichkeit einige der Komponenten des Flurförderzeugs
weggelassen sind.
[0030] Das in den Figuren dargestellte Flurförderzeug ist ganz allgemein mit dem Bezugszeichen
10 bezeichnet und umfasst einen Fahrzeugrahmen 12 sowie ein vertikal verlagerbar an
dem Fahrzeugrahmen 12 geführtes Lastteil 14 mit zwei Gabelzinken 14a und 14b sowie
einem die Gabelzinken 14a, 14b verbindenden Lastanschlag 14c zur Aufnahme einer Last,
welches mittels Hubprofilen 16 geführt ist, auf weiche weiter unten noch näher eingegangen
werden wird.
[0031] In den Fig. 1A und 1B ist ebenfalls zu erkennen, dass das Flurförderzeug 10 zwei
Radarme 18a und 18b umfasst, welche lediglich schematisch dargestellte Lasträder 20a,
20b im Bereich ihrer dem Fahrzeugkörper 12 abgewandten Enden aufweisen. Ferner sind
in den Fig. 1A und 1B jeweils eine Längs- und eine Breitenachse L bzw. B eingezeichnet,
welche in üblicher Weise die entsprechenden Richtungen in dem Flurförderzeug 10 abbilden
und eine horizontale Ebene aufspannen.
[0032] Insbesondere in der Ansicht aus Fig. 1B von unten ist ferner zu erkennen, dass der
Fahrzeugkörper 12 an seiner Unterseite eine Grundplatte 22 aufweist, deren Umriss
wenigstens abschnittsweise dem Umriss des Fahrzeugrahmens 12 entspricht und welche
eine zentrale Durchbrechung 24 zur Aufnahme eines beispielsweise in Fig. 3 zu erkennenden
Antriebsrads 26 aufweist. Weiter ist in Fig. 1B zu erkennen, dass die Grundplatte
22 ferner in ihren vorderen seitlichen Eckbereichen zwei Ausnehmungen 28a und 28b
aufweist, in welchen die beispielsweise in der Fig. 4A gut zu erkennenden Stützrollen-Anordnungen
30a und 30b montiert werden können, welche demzufolge ebenfalls einen Teil des Umrisses
der Grundplatten-Anordnung bilden und bezüglich der Breitenrichtung B maximal voneinander
beabstandet sind, um einen sicheren Stand des Flurförderzeugs 10 auch bei schneller
Kurvenfahrt und einer hohen Zuladung zu gewährleisten.
[0033] Zudem sind in den Fig. 1A und 1B weitere Ausnehmungen 32a und 32b in der Grundplatte
22 zu erkennen, welche dazu vorgesehen sind, untere Abschnitte von beispielsweise
in den Fig. 2 und 3 gut zu erkennenden Scanner-Einheiten 34a und 34b aufzunehmen,
welche sich von den weiteren Ausnehmungen 32a und 32b nach oben über die Grundplatte
22 hinweg erstrecken.
[0034] Demhingegen ist in der Draufsicht aus Fig. 1A eine Verkleidung 36 sowie eine Rahmenstruktur
38 zu sehen, welche sich beide oberhalb der Grundplatte 22 erstrecken und im Folgenden
anhand der Fig. 2 und 3 näher beschrieben werden sollen.
[0035] Diese Figuren zeigen das Fahrzeug 10 in einer Vorderansicht bzw. einer Seitenansicht
und es ist in ihnen gut zu erkennen, dass der Fahrzeugrahmen bzw. Fahrzeugkörper 12
drei vertikal übereinander angeordnete Strukturebenen aufweist, nämlich eine untere
Strukturebene E1, welche unter anderem die Grundplatte 22 und die Stützrollen-Anordnungen
30a und 30b umfasst und in diesem vertikalen Höhenbereich dem Umriss des Fahrzeugrahmens
in der Draufsicht aus Fig. 1A entspricht, eine mittlere Strukturebene E2, in welcher
die Rahmenstruktur 38 sowie abschnittsweise die Scanner-Einheiten 34a und 34b angeordnet
sind, wobei die Rahmenstruktur 38 in Breitenrichtung B vollständig innerhalb und beabstandet
von dem Umriss des Fahrzeugrahmens in der Draufsicht aus Fig. 1B liegt, sowie eine
obere Strukturebene E3, in welcher die Verkleidung 36 angeordnet ist und welche weitere
nicht dargestellte Komponenten des Flurförderzeugs 10 aufnimmt, beispielweise eine
Batterieanordnung, eine Steuereinheit, eine Kommunikationseinheit, elektrische und/oder
hydraulische Antriebseinheiten und ähnliche funktionelle Elemente, welche für den
Betrieb des Flurförderzeugs 10 verantwortlich sind.
[0036] Weiterhin ist zu erkennen, dass sich das gelenkte Antriebsrad 26 über alle drei Strukturebenen
E1 bis E3 in vertikaler Richtung erstreckt und in Breitenrichtung abschnittsweise
von der Rahmenstruktur 38 umgeben ist. Die Rahmenstruktur 38 läuft ferner in einen
bezogen auf die Längsrichtung L vorderen Abschnitt mit zwei unter einem Winkel zueinander
stehenden Seitenwänden 40a und 40b aufeinander zu.
[0037] Ebenfalls in der Fig. 3 ist zu erkennen, wie die durch die Scanner-Einheiten 34a
und 34b aufgespannte und im Wesentliche vertikal ausgerichtete Scan-Ebene S hinsichtlich
ihrer Höhenposition liegt, nämlich zentriert auf die mittlere Strukturebene E2, wobei
die vertikale Ausdehnung der mittleren Strukturebene E2 gerade der entsprechenden
Breite der Scan-Ebene S entsprechen soll.
[0038] Insbesondere in der teilweise durchbrochen dargestellten isometrischen schrägen Vorderansicht
aus Fig. 4A ist ferner zu erkennen, dass die Rahmenstruktur 38 neben den beiden zulaufenden
Wänden 40a und 40b auch noch zwei im Wesentlichen in Längsrichtung L verlaufende Verbindungsstreben
42a und 42b umfasst, welche einerseits eine seitliche Begrenzung, d.h. seitliche Wände,
der Rahmenstruktur 38 darstellen und sich hierzu abschnittsweise sowohl in der mittleren
E2 als auch der oberen Strukturebene E3 erstrecken, während sie jedoch im Längsbereich
der zulaufenden Wände 40a und 40b lediglich in der oberen Strukturebene E3 vorliegen.
[0039] Hierdurch kann einerseits die strukturelle Festigkeit sowohl der Verbindung der unteren
Strukturebene E1 mit der oberen Strukturebene E3 sichergestellt werden als auch der
Kraftfluss von der Grundplatte 22 in die Verkleidung 36 bzw. weitere in der oberen
Strukturebene E3 angeordnete Komponenten, beispielsweise eine in der Figur nicht dargestellte
Blechkonstruktion, welche weitere Elemente im Bereich der oberen Strukturebene E3
tragen kann.
[0040] Zudem ist durch die Tatsache, dass die Verbindungsstreben 42a und 42b im Bereich
der zulaufenden Wände 40a und 40b lediglich oberhalb der mittleren Strukturebene E2
vorgesehen ist, sichergestellt, dass diese keine Hindernisse für das Aufspannen der
Scan-Ebene S durch die beiden Scanner-Einheiten 34a und 34b bilden.
[0041] Indem diese Scanner-Einheiten 34a und 34b jeweils mit einem bauartbedingten Scan-Winkel
von 270° vorgesehen sind, kann die in den Figuren angedeutete Winkelüberdeckung der
einzelnen Scan-Bereiche S1 und S2 durch die beiden Scanner-Einheiten 34a und 34b erzielt
werden. Hierbei ist ersichtlich, dass durch das Vorsehen der in Breitenrichtung B
zentral vorgesehenen Rahmenstruktur 38 und zusätzlich den beiden zulaufenden Wänden
40a und 40b in dem in Bezug auf die Längsrichtung L vor dem Fahrzeug 10 liegenden
Umgebungsbereich lediglich ein sehr kleiner dreieckiger Totbereich T vorliegt, während
im hinteren Bereich des Flurförderzeugs 10 durch die flache Bauweise der Radarme 38a
und 38b sowie der in maximal abgesenkten Zustand ebenfalls vollständig im Bereich
der unteren Strukturebene E1 befindlichen Gabeln 14a und 14b des Lastteils 14 eine
Überdeckung dieser Gabeln 14a und 14b in einer derartigen Weise möglich ist, dass
die Scan-Ebene S oberhalb davon läuft und somit die Lastgabeln 14a und 14b überscannt
werden.
[0042] Eine weitere Maßnahme, welche zur vollständigen Winkelabdeckung der Scan-Ebene E
beiträgt, ist das Vorsehen von einander in Breitenrichtung B gegenüberliegenden Ausnehmungen
14d in dem Lastanschlag 14c des Lastteils 14 sowie die Anordnung der Hubprofile 16
lediglich im Bereich der oberen Strukturebene E3. Auf diese Weise wird im Bereich
der mittleren Strukturebene E2 durch die Ausnehmungen 14d ein jeweiliges Fenster geschaffen,
welches eine weitere Vergrößerung der Winkelabdeckung der jeweiligen Scan-Bereiche
S1 und S2 ermöglicht, wie beispielsweise in den Fig. 4A und 4B zu erkennen ist, so
dass diese sich bereits im Bereich der Gabelzinken 14a und 14b kreuzen und somit hinter
dem Flurförderzeug 10 ein Überlapp der Scan-Bereiche S1 und S2 vorliegt, welcher insgesamt
eine vollständige Abdeckung um 360° der Scan-Ebene S ermöglicht und bewirkt.
1. Autonom geführtes Flurförderzeug (10), umfassend:
- einen Fahrzeugrahmen (12), welcher in einer Draufsicht auf das Flurförderzeug (10)
abschnittsweise einen Fahrzeugumriss definiert; und
- wenigstens ein Antriebsrad (26), welches dem Fahrzeugrahmen (12) zugeordnet ist,
um unterhalb davon auf einem Fahruntergrund aufzustehen;
dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeugrahmen (12) drei in vertikaler Richtung übereinander angeordnete Strukturebenen
(E1, E2, E3) mit unterschiedlichen Umrissen umfasst:
- eine untere Strukturebene (E1), in welcher eine Grundstruktur angeordnet ist;
- eine obere Strukturebene (E3) mit einer Verkleidung (36); und
- eine mittlere Strukturebene (E2), welche eine Rahmenstruktur (38) zum Verbinden
der unteren Strukturebene (E1) und der oberen Strukturebene (E3) umfasst,
ferner umfassend wenigstens eine Scanner-Einheit (34a, 34b), vorzugsweise ein Paar
von einander in Breitenrichtung gegenüberliegenden Scanner-Einheiten (34a, 34b), welche
derart vollständig innerhalb des Umrisses des Fahrzeugrahmens (12) angeordnet ist,
dass ihre Scan-Ebene (S) wenigstens abschnittsweise vertikal im Bereich der mittleren
Strukturebene (E2) liegt..
2. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die untere Strukturebene (E1) und die obere Strukturebene (E3) wenigstens abschnittweise
im Wesentlichen denselben Umriss aufweisen.
3. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach Anspruch 1 oder 2,
ferner umfassend ein Paar von einander in Breitenrichtung gegenüberliegenden Stütz-
oder Antriebsrollen, welche dem Fahrzeugrahmen (12) zugeordnet und bezogen auf die
vertikale Richtung vollständig innerhalb der unteren Strukturebene (E1) aufgenommen
sind.
4. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stütz- oder Antriebsrollen als Stützrollen ausgebildet sind und ferner ein einzelnes
gelenktes Antriebsrad (26) vorgesehen ist, welches bezogen auf die Breitenrichtung
(B) des Flurförderzeugs (10) zentral dem Fahrzeugrahmen (12) zugeordnet ist, um unterhalb
davon auf einem Fahruntergrund aufzustehen, wobei die Grundstruktur eine Durchbrechung
zur Aufnahme des einzelnen zentralen Antriebsrads (26) aufweist, wobei vorzugsweise
die Stützrollen als Teil von Stützrollen-Anordnungen (30a, 30b) mit einem Gehäuse
ausgebildet sind, welches Gehäuse abschnittsweise den Umriss der unteren Strukturebene
(E1) definiert.
5. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Grundstruktur eine Grundplatte (22) umfasst oder durch diese gebildet ist, die
ggf. eine Durchbrechung (24) zur Aufnahme des einzelnen zentralen Antriebsrads (26)
aufweist.
6. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es ferner zwei Radarme (18a, 18b) umfasst, welchen jeweils wenigstens ein Lastrad
(20a, 20b) zugeordnet ist und welche im Bereich der unteren Strukturebene (E1) fest
mit dem Fahrzeugrahmen (12) verbunden sind, um sich von diesem gemäß einer Längsrichtung
(L) des Flurförderzeugs (10) nach hinten zu erstrecken.
7. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Scanner-Einheit (34a, 34b) einen Scan-Winkel von etwa 270° aufweist
und/oder eine Scan-Feldbreite in vertikaler Richtung von etwa 50 mm.
8. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Paar von Scanner-Einheiten (34a, 34b) derart angeordnet ist, dass die Scan-Ebene
(S) durch die beiden Scanner-Einheiten (34a, 34b) vollständig im Bereich von 360°
abgedeckt ist.
9. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Scanner-Einheit (34a, 34b) in Längsrichtung (L) des Flurförderzeugs
(10) hinter den Stütz- oder Antriebsrollen angeordnet ist.
10. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner ein vertikal verlagerbar an dem Fahrzeugrahmen (12) geführtes Lastteil
(14) zur Aufnahme einer Last, und vorzugsweise Hubprofile (16) zum Führen des Lastteils
(14) umfasst, welche sich in vertikaler Richtung lediglich im Bereich der oberen Strukturebene
(E3) erstrecken.
11. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lastteil (14) zwei Gabelzinken (14a, 14b) und einen die Gabelzinken verbindenden
Lastanschlag (14c) oder eine Monogabel mit einem Lastanschlag aufweist, wobei der
Lastanschlag (14c) zwei einander in Breitenrichtung gegenüberliegende Ausnehmungen
(14d) aufweist, welche in einem maximal abgesenkten Zustand des Lastteils (14) mit
der mittleren Strukturebene (E2) ausgerichtet sind.
12. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenstruktur (38) der mittleren Strukturebene (E2):
- bezüglich der Breitenrichtung (B) vollständig innerhalb und beabstandet von dem
Umriss des Fahrzeugrahmens (12) liegt; und/oder
- die Durchbrechung (24) der Grundplatte (22) umgibt; und/oder
- in einem bezogen auf die Längsrichtung (L) vorderen Abschnitt eine zulaufende Form
aufweist; und/oder
- einen Scan-Bereich (S1, S2) von wenigstens einer der Scanner-Einheiten (34a, 34b)
zumindest abschnittsweise begrenzt.
13. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenstruktur (38) wenigstens zwei im Wesentlichen in Längsrichtung verlaufende
Verbindungsstreben (42a, 42b) umfasst, welche sich zwischen einem vorderen und einem
hinteren Abschnitt des Fahrzeugrahmens (12) und abschnittsweise sowohl in der mittleren
(E2) als auch der oberen (E3) Strukturebene erstrecken, im Längsbereich der zulaufenden
Form der Rahmenstruktur jedoch lediglich in der oberen Strukturebene (E3), wobei vorzugsweise
zwei der Verbindungsstreben (42a, 42b) die Rahmenstruktur (38) abschnittsweise in
Breitenrichtung (B) nach außen begrenzen.
14. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es in Breitenrichtung (B) eine Ausdehnung von etwa 800 mm oder weniger aufweist.
15. Autonom geführtes Flurförderzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich in vertikaler Richtung:
- die untere Strukturebene (E1) bis zu einer Höhe von etwa 75 mm über dem Fahruntergrund
erstreckt;
- die mittlere Strukturebene (E2) von einer Höhe von etwa 75 mm bis zu einer Höhe
von etwa 125 mm erstreckt; und
- die obere Strukturebene (E3) ab einer Höhe von etwa 125 mm erstreckt.