| (19) |
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(11) |
EP 4 139 999 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.2026 Patentblatt 2026/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.04.2021 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2021/060697 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2021/214301 (28.10.2021 Gazette 2021/43) |
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| (54) |
CRIMPWERKZEUG
CRIMPING TOOL
OUTIL SERTISSEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
24.04.2020 CH 4872020
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.03.2023 Patentblatt 2023/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Agro AG |
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5502 Hunzenschwil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FUHRER, Stefan
5614 Sarmenstorf (CH)
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| (74) |
Vertreter: Rentsch Partner AG |
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Kirchenweg 8
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A1- 2010 000 788
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US-A1- 2018 013 253
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Crimpwerkzeug zum axialen Befestigen eines
Kabelgeflechts eines Kabels zwischen einer auf dem Kabel angeordneten Crimphülse und
einer Stützhülse durch Vercrimpen.
[0002] US2018013253A1 offenbart ein Werkzeug zum Montieren eines Koaxialkabels an einem ersten Verbinder,
wobei das Koaxialkabel, das sich entlang einer ersten Achse erstreckt, so angepasst
ist, dass es durch eine erste äußere Hülse des ersten Verbinders hindurchgeht, wobei
das Werkzeug einen Stößel umfasst; und eine Form, die ein oberes Formscharnier und
ein unteres Formscharnier umfasst, wobei das obere Formscharnier schwenkbar mit dem
unteren Formscharnier verbunden ist, um das obere Formscharnier relativ zu dem unteren
Formscharnier in Bezug auf eine Rotationsachse zu drehen, und eine zweite axiale Richtung
der Rotationsachse parallel zu der ersten axialen Richtung ist, wobei der Stößel angepasst
ist, um den ersten Verbinder zu drücken, um das obere Formscharnier und das untere
Formscharnier zu zwingen, die erste äußere Hülse zu drücken, um die erste äußere Hülse
radial zu verformen.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist bekannt ein Kabelgeflecht, insbesondere eine Kabelschirmung,
eines Kabels mit einer Crimphülse zu vercrimpen. Die Crimphülse kann im montierten
Zustand am Kabel zur Kontaktierung der Schirmung und/oder Ableitung von Leitungsstörungen
dienen.
[0004] In der Regel wird das Kabelgeflecht mit der Crimphülse in radialer Richtung vercrimpt.
Bei dieser Methode treten jedoch oftmals unzureichende elektrische Kontaktierungen
der Schirmung auf, was zu einer schlechten Qualität der Schirmung mit hohen Schirmungsverlusten
führt. Eine unzureichende elektrische Kontaktierung kann beispielsweise bei einer
zu hohen als auch zu niedrigen Verpressung des Geflechts auftreten. Eine radiale Vercrimpung
kann weiter zur Folge haben, dass das Kabel derart deformiert wird, dass es einen
ovalen Querschnitt erhält. Dies kann u.a. einen späteren Einbau, insbesondere das
Abdichten, des vercrimpten Kabels erschweren. Des Weiteren kann die Kabelisolierung
durch das radiale Crimpen beschädigt werden.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin ein Crimpwerkzeug bereitzustellen für eine
verbesserte Vercrimpung eines Kabelgeflechtes mit einer Crimphülse.
[0006] Ein Crimpwerkzeug gemäss der Erfindung dient zum axialen Befestigen eines Kabelgeflechts
eines Kabels zwischen einer auf dem Kabel angeordneten Crimphülse und einer Stützhülse
durch Vercrimpen. Das Crimpwerkzeug umfasst hierzu eine erste Pressbacke mit einer
ersten Durchgangsöffnung, welche sich in eine axiale Richtung erstreckt und zur Aufnahme
des Kabels während dem Vercrimpen dient. Weiterhin umfasst das Crimpwerkzeug eine
zweite Pressbacke mit einer in axialer Richtung angeordneten zweiten Durchgangsöffnung
zur Aufnahme des Kabels während dem Vercrimpen. Die zweite Durchgangsöffnung ist zur
ersten Durchgangsöffnung im Wesentlichen koaxial. Die erste und die zweite Pressbacke
sind relativ zueinander in axialer Richtung verschiebbar. Hierzu können die erste
und die zweite Pressbacke mit einem (Press-) Gerät über Wirkverbindungsmittel wirkverbunden
sein. Das Pressgerät dient zum Verschieben der ersten und/oder der zweiten Pressbacke
und zum Aufbringen einer Presskraft. Zum Vercrimpen kann ebenfalls lediglich eine
der beiden Pressbacken zur anderen Pressbacke verschiebbar angeordnet sein. Mit Vorteil
ist die zweite Pressbacke in Relation zur ersten Pressbacke verschiebbar.
[0007] Für die Vercrimpung weist die erste Pressbacke mindestens eine Abstützfläche zum
Abstützen der Crimphülse in axialer Richtung auf. Die Abstützfläche kann ringförmig
um die erste Durchgangsöffnung ausgestaltet sein. Mit Vorteil ist die Abstützfläche
auf einer Schulter innerhalb der ersten Durchgangsöffnung angeordnet und normal zur
axialen Richtung ausgerichtet. Wenn die erste Pressbacke einen ersten Presseinsatz
umfasst, wie weiter unter beschrieben, ist die Abstützfläche mit Vorteil auf dem ersten
Presseinsatz angeordnet. Die Crimphülse kann aus der axialen Richtung und aus Richtung
der zweiten Pressbacke in die erste Durchgangsöffnung einschiebbar sein bis diese
an der Abstützfläche anliegt. Mit Vorteil wird das Kabel mit bereits montierter Crimphülse
eingebracht. Die auf dem Kabel (lose) montierte Crimphülse sitzt in radialer Richtung
auf einer in dieser angeordneten Stützhülse. Zwischen der Stützhülse und der Crimphülse
ist das Kabelgeflecht angeordnet. Das Kabelgeflecht wird in der Regel aufgeweitet
und anschliessend um die Stützhülse umgelegt und die Crimphülse über die Stützhülse
und das Kabelgeflecht geschoben. In einem eingelegten Zustand des Kabels in dem Crimpwerkzeug
erstreckt sich dieses vorteilhafterweise durch die erste und durch die zweite Pressbacke.
Die Crimphülse kann zum Vercrimpen bereits an der Abstützfläche der ersten Pressbacke
anliegen.
[0008] Die zweite Pressbacke umfasst gemäss der Erfindung weiter eine um die zweite Durchgangsöffnung
herum angeordnete Umformfläche zum Vercrimpen der Crimphülse gegenüber der Stützhülse.
Die Umformfläche ist trichterförmig ausgestaltet. Mit Vorteil ist die Umformfläche
innerhalb der zweiten Durchgangsöffnung angeordnet. D.h. die Umformfläche kann die
zweite Durchgangsöffnung zumindest bereichsweise mit ausformen. Ein Durchmesser der
trichterförmigen Umformfläche verringert sich also vorteilhafterweise (in axialer
Richtung) mit zunehmenden Abstand von der ersten Pressbacke. Die trichterförmige Umformfläche
kann zumindest bereichsweise konisch ausgestaltet sein. Mit Vorteil ist die trichterförmige
Umformfläche jedoch in Richtung einer Mittelachse der zweiten Durchgangsöffnung gewölbt.
[0009] Je nach Ausgestaltung kann die trichterförmige Umformfläche in mehrere ringförmige
Flächenbereiche unterteilt werden. Die Flächenbereiche können in axialer Richtung
hintereinander angeordnet sein. Mit Vorteil gehen benachbarte Flächenbereiche ineinander
über. Jeder Flächenbereich kann einen unterschiedlichen Öffnungswinkel zur Mittelachse
(der zweiten Durchgangsöffnung) aufweisen. D.h. die jeweiligen Flächenbereiche können
im Wesentlichen je konisch ausgestaltet sein. Die Öffnungswinkel der jeweiligen Flächenbereiche
nehmen mit Vorteil in axialer Richtung und in Richtung der ersten Pressbacke hin zu.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei Flächenbereiche vorgesehen, welche
ineinander übergehen. Der erste Flächenbereich kann beispielsweise einen (ersten)
Öffnungswinkel von 15° - 25° (grad) zur Mittelachse aufweisen. Der zweite Flächenbereich
kann hingegen einen (im Vergleich zum ersten Öffnungswinkel) grösseren zweiten Öffnungswinkel
aufweisen. Der zweite Öffnungswinkel kann 50° - 60° (grad) zur Mittelachse aufweisen.
Weiterhin kann der zweite Flächenbereich in die (zweite) Pressfläche, wie unten beschrieben,
übergehen. Der erste Flächenbereich kann hingegen in einen zylinderförmigen Bereich
der zweiten Durchgangsöffnung übergehen.
[0010] Ein innerer Durchmesser der Umformfläche, respektive der Durchmesser des zylinderförmigen
Bereiches der zweiten Durchgangsöffnung, ist mit Vorteil derart gewählt, dass dieser
dem Durchmesser des zu vercrimpenden Kabels und eines zusätzlichen Spaltmasses entspricht.
Das Spaltmass kann je nach Presskraft zwischen ca. 0 - 0.4 mm gross sein. Auf diese
Weise wird die Kabelisolierung beim Vercrimpen minimal beschädigt. Für eine platzsparende
Vercrimpung auf dem Kabel kann die Umformfläche in radialer Richtung innerhalb der
Abstützfläche angeordnet sein. D.h. ein äusserer Durchmesser der Umformfläche ist
mit Vorzug kleiner als ein innerer Durchmesser der Abstützfläche. Die Umformfläche
kann rotationssymmetrisch ausgebildet sein. In machen Ausführungen kann jedoch ebenfalls
eine nicht rotationssymmetrische Umformfläche vorteilhaft sein. Beispielsweise kann
die Umformfläche entlang des Umfangs gewellt und/oder gezackt und/oder andersartig
gemustert ausgestaltet sein.
[0011] Um die Bearbeitung des Kabels zu erleichtern, insbesondere das Einbringen und das
Entfernen des Kabels in oder aus der entsprechenden Durchgangsöffnung, kann mindestens
eine Pressbacke entlang einer Trennebene durch die entsprechende Durchgangsöffnung
teilbar sein. Mit Vorteil ist zumindest die zweite Pressbacke entlang einer Trennebene
durch die entsprechende zweite Durchgangsöffnung teilbar. Die teilbare Pressbacke
kann in ein erstes Backenteil und ein zweites Backenteil teilbar sein. Das erste Backenteil
kann zur Wirkverbindung mit dem Pressgerät dienen. Das zweite Backenteil kann zum
Vercrimpen entlang der Trennebene mit dem ersten Backenteil wirkverbunden werden.
Dies hat den Vorteil, dass in einer geöffneten Position, in welcher das erste und
das zweite Backenteil voneinander zumindest bereichsweise gelöst sind, das Kabel seitlich
in die Pressbacke einbringbar ist. Diese Einbringung von der Seite ist besonders einfach
und kann z.B. einhändig durchgeführt werden. In einer geschlossenen Position können
das erste Backenteil und das zweite Backenteil die entsprechende Durchgangsöffnung
ausbilden.
[0012] Um die Bearbeitung weiter zu vereinfachen kann das erste Backenteil und das zweite
Backenteil über mindestens ein Gelenk miteinander wirkverbunden sein. Auf diese Weise
kann das zweite Backenteil schnell und einfach über das mindestens eine Gelenk weggeklappt
werden. Das mindestens eine Gelenk kann beispielsweise eine Gleitlagerbuchse oder
ein Scharnier, wie z.B. ein Schnappscharnier, umfassen. In der geschlossenen Position
kann das zweite Backenteil zum Vercrimpen ergänzend über einen Schliessmechanismus
an dem ersten Backenteil fixiert werden. Zum Öffnen und Schliessen des ersten und
des zweiten Backenteils kann das zweite Backenteil einen Griff umfassen. Dieser kann
zur Fixierung in einer zum Griff korrespondierende Ausnehmung im ersten Backenteil
eingelegt werden.
[0013] Alternativ oder in Ergänzung kann das zweite Backenteil in der geöffneten Position
und/oder in der geschlossenen Position an dem ersten Backenteil über mindestens einen
Magneten fixierbar sein. Hierzu kann mindestens je ein Magnet in dem ersten und dem
zweiten Backenteil angeordnet sein, welche in der geöffneten und/oder in der geschlossenen
Position magnetisch interagieren. Eine definierte Position des zweiten Backenteils
in der geöffneten Position als auch in der geschlossenen Position hat den Vorteil,
dass eine Beschädigung durch versehentliches Schliessen in einer Zwischenposition
eher vermieden werden kann. Zum Fixieren des zweiten Backenteils in der geschlossenen
Position kann mindestens ein Magnet, vorzugsweise zwei gegenüberliegende Magneten,
an der Trennebene angeordnet sein.
[0014] Zum Vercrimpen kann die zweite Pressbacke relativ zu der ersten Pressbacke von einer
Startposition zu einer Endposition verschiebbar sein. In der Startposition sind die
erste und die zweite Pressbacke mit Vorteil zueinander beabstandet. In der Startposition
kann das Kabel, die Crimphülse und die Stützhülse in dem Crimpwerkzeug positioniert
werden. Anschliessend können die erste und die zweite Pressbacke in axialer Richtung
relativ zueinander verschoben werden. Zum gegenseitigen Zentrieren kann die erste
und/oder die zweite Pressbacke einen Zentrierabschnitt aufweisen. Beim Verschieben
von der Startposition in die Endposition kann ein Zentrierabschnitt angeordnet an
der ersten Pressbacke in einen Zentrierabschnitt angeordnet an der zweiten Pressbacke
ineinander eingreifen und eine Ausrichtung der Pressbacken zueinander zum Vercrimpen
erzeugen. Eine gute Zentrierung wird weiterhin erreicht, wenn eine Pressbacke bei
der Verschiebung von der Startposition in die Endposition bereichsweise in die andere
Pressbacke geschoben wird. Besonders vorteilhaft ist, wenn die zweite Pressbacke,
insbesondere das erste und das zweite Backenteil der teilbaren zweiten Pressbacke,
bereichsweise in die erste Pressbacke geschoben werden kann. In der Endposition ist
die zweite Pressbacke mit Vorteil zumindest bereichsweise in radialer Richtung in
der ersten Pressbacke angeordnet.
[0015] Beim weiteren Zusammenschieben der Pressbacken tritt die Umformfläche mit der in
der ersten Pressbacke angeordneten Crimphülse in Kontakt und ein Crimpbereich der
Crimphülse kann verformt werden. Mit Vorteil gleitet der Crimpbereich entlang der
Umformfläche ab. Die Trichterform der Umformfläche bewirkt hierbei eine schonende
und möglichst spanlose Umformung des Crimpbereiches. Der Crimpbereich, respektive
die Crimphülse, schmieg sich in Folge um das Kabel und legt sich um die in der Crimphülse
angeordnete Stützhülse. Das Anschmiegen wirkt sich zudem positiv auf den Knickschutz
des vercrimpten Kabels aus. Das Kabelgeflecht wird bei diesem Vorgang zwischen der
Stützhülse und der Crimphülse verquetscht. In der Endposition ist die gewünschte Vercrimpung,
respektive plastische Verformung der Crimphülse und ggf. der Stützhülse, erreicht.
Für eine klar definierte Endposition können zwei Pressflächen vorgesehen sein, welche
in der Endposition in axialer Richtung aufeinander aufliegen. Jedoch sind auch Varianten
denkbar, bei denen die Pressbacken in der Endposition nicht auf Anschlag gehen, d.h.
keine Pressflächen in Kontakt miteinander stehen. Die Endposition kann dann über einen
Parameter des Pressgerätes, wie einem hydraulischen Druck oder eine bestimmte Spindelverdrehung
oder ähnliches, definiert sein. Eine erste und eine zweite Pressfläche, welche in
der Endposition aneinandergepresst sind, haben jedoch den Vorteil, dass ein Pressdruck
zwischen der ersten und der zweiten Pressfläche z.B. über einen Sensor messbar ist.
Für einen gut messbaren Pressdruck ist es hierbei von Vorteil, wenn die erste und
die zweite Pressfläche nahe der Vercrimpung angeordnet sind. Mit Vorteil umgibt daher
die erste Pressfläche die erste Durchgangsöffnung und/oder die zweite Pressfläche
die zweite Durchgangsöffnung ringförmig. Mit Vorteil umgibt die erste Pressfläche
die Abstützfläche und/oder die zweite Pressfläche die Umformfläche.
[0016] Je nach Anwendung kann das Crimpwerkzeug einen Prägestempel umfassen. Dieser kann
auf der ersten und/oder auf der zweiten Pressbacke, insbesondere auf dem ersten und/oder
dem zweiten Presseinsatz, angeordnet sein. Mit Vorteil ist der Prägestempel in die
axiale Richtung ausgerichtet. Der Prägestempel dient zum Aufbringung einer Prägung
auf die Crimphülse. Mit Vorzug ist der Prägestempel auf der zweiten Pressbacke, insbesondere
auf dem zweiten Presseinsatz angeordnet. Der Prägestempel kann auf der Umformfläche,
insbesondere auf einem Flächenbereich der Umformfläche neben der Pressfläche, angeordnet
sein. Der Prägestempel kann auf der zweiten Pressbacke in axialer Richtung gegenüberliegend
der Abstützfläche der ersten Pressbacke angeordnet sein. Die Prägung kann eine Information
über die verwendeten Crimpparameter, wie z.B. Werkzeugparameter, Anzahl der Verpressungen,
Presskraft, Herstellerlogo, etc. aufzeigen.
[0017] Je nach Anwendung kann die erste Pressbacke um die erste Durchgangsöffnung einen
ersten Presseinsatz umfassen und/oder die die zweite Pressbacke um die zweite Durchgangsöffnung
einen zweiten Presseinsatz umfassen. Ein erster und ein zweiter Presseinsatz können
für einen spezifischen Kabeldurchmesser und/oder Kabeltyp ausgelegt sein. Auf diese
Weise können je nach Verwendung unterschiedliche Presseinsätze verwendet werden. Der
erste Presseinsatz kann hierbei in einer ersten Aufnahme der ersten Pressbacke und/oder
der zweite Presseinsatz in einer zweiten Aufnahme der zweiten Pressbacke angeordnet
sein. Die jeweilige Aufnahme kann eine Aufnahmeöffnung in axialer Richtung umfassen,
in welche der entsprechende Presseinsatz aufgenommen werden kann. Der erste und/oder
zweite Presseinsatz kann ein- oder mehrteilig ausgestaltet sein. Der erste und/oder
zweite Presseinsatz kann weiterhin hülsenförmig ausgestaltet sein. Im montierten Zustand
in der jeweiligen Pressbacke bildet der jeweilige Presseinsatz zumindest bereichsweise
die entsprechende Durchgangsöffnung aus. Mit Vorteil weisen der erste und/oder zweite
Presseinsatz an ihren Aussenseiten je einen Absatz auf mit einer Frontfläche auf.
Die Frontfläche dient zur Auflage in axialer Richtung an der ersten oder zweiten Aufnahme.
Der erste und/oder der zweite Presseinsatz kann aus Metall bestehen. Mit Vorteil umfasst
der erste und/oder der zweite Presseinsatz einen Kaltarbeitsstahl, insbesondere einen
zähen, gehärteten Kaltarbeitsstahl.
[0018] Der erste und/oder der zweite Presseinsatz kann mittels mindestens eines Magneten
in der Aufnahme gehalten sein. Jedoch sind auch andere Befestigungsmöglichkeiten,
wie die Befestigung mittels mindestens einer Schraube, denkbar. Ein Vorteil der Verwendung
eines Magneten ist jedoch die werkzeuglose Montage. Hierzu können mehrere Magnete
um den Umfang der jeweiligen Aufnahmeöffnung verteilt angeordnet sein. Alternativ
oder ergänzend kann mindestens ein Magnet in axialer Richtung zwischen einem Presseinsatz
und der korrespondierenden Aufnahme angeordnet sein. Mit Vorteil liegt der mindestens
eine Magnet in axialer Richtung und im montierten Zustand des Presseinsatzes an der
Frontfläche des entsprechenden Presseinsatzes an.
[0019] Alternativ oder ergänzend kann der erste und/oder der zweite Presseinsatz in der
entsprechenden Aufnahme mittels mindestens eines Federdruckelementes fixiert sein.
Dies bietet sich besonders an, wenn die Pressbacke nicht teilbar ist. D.h. mit Vorteil
ist der erste Presseinsatz über mindestens ein Federdruckelement in der ersten Aufnahme
fixierbar. Das mindestens eine Federdruckelement kann zum Beispiel in radialer Richtung
zwischen der Aufnahme und dem Presseinsatz angeordnet sein. Der Presseinsatz kann
eine Ausnehmung aufweisen, in welche das Federdruckelement eingreifen kann. Das Federdruckelement
hält somit den Presseinsatz in der Aufnahmeöffnung und ermöglichst ein schnelles und
einfaches und werkzeugloses Austauschen des Presseinsatzes.
[0020] Wenn die erste und/oder die zweite Pressbacke teilbar ist, kann auch der in der Aufnahme
der Pressbacke angeordnete Presseinsatz in eine erste und eine zweite Einsatzhälfte
teilbar sein. Je nach Herstellung kann der jeweilige Presseinsatz durch ein Schneidverfahren,
wie beispielsweise durch Drahterosion, in die erste und die zweite Einsatzhälfte geteilt
werden. Die Einsatzhälften können dann einfach in der geöffneten Position der entsprechenden
Pressbacke montiert werden. Um die beiden Einsatzhälften unverwechselbar zu montieren
können diese eine Markierung, eine Codierung oder ähnliches aufweisen. Für die Montage
können die Aufnahmeöffnungen eine umlaufende Nut umfassen, in welche ein umlaufender
Rand eines (zusammengesetzten) Presseinsatzes eingreifen kann. Die Nut und der Rand
bilden in axialer Richtung im montierten Zustand einen Hinterschnitt. Mit Vorteil
ist die zweite Pressbacke, wie oben beschrieben, in ein erstes und ein zweites Backenteil
teilbar. In jedem Backenteil kann eine Einsatzhälfte angeordnet werden. Die beiden
Einsatzhälften bilden zusammengefügt den zweiten Presseinsatz. Dieser kann einen umlaufenden
Rand aufweisen der mit einer in der Aufnahmeöffnung der zweiten Aufnahme angeordneten
Nut einen Hinterschnitt in axialer Richtung ausbildet. In der geschlossenen Position
des zweiten Backenteils formt die im ersten Backenteil angeordnete erste Einsatzhälfte
mit der im zweiten Backenteil angeordneten zweiten Einsatzhälfte zumindest bereichsweise
die zweite Durchgangsöffnung.
[0021] Anhand der in den nachfolgenden Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele und der dazugehörigen
Beschreibung werden Aspekte der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Ein Crimpwerkzeug gemäss der Erfindung in einer Startposition und in einer perspektivischen
Ansicht auf einer Führungsschiene;
- Fig. 2
- Das Crimpwerkzeug gemäss Figur 1 in der Startposition in einer perspektivischen Ansicht
mit geöffneter zweiter Pressbacke und eingelegtem Kabel;
- Fig. 3
- Ein Crimpwerkzeug gemäss Figur 2 in einer geöffneten Position und in einer perspektivischen
Ansicht mit geschlossener zweiter Pressbacke;
- Fig. 4
- Ein Crimpwerkzeug gemäss Figur 2 in einer Endposition in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 5
- Eine Schnittansicht des Crimpwerkzeug gemäss Figur 4 in der Endposition.
[0022] Figur 1 zeigt ein Crimpwerkzeug 1 gemäss der Erfindung auf einer Führungsschiene 31 eines
Pressgerätes montiert. Die Führungsschiene, bzw. das Pressgerät, sind in den weiteren
Figuren nicht gezeigt.
Figur 2 bis
Figur 4 zeigen ein Crimpwerkzeug 1 gemäss der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht.
Das Crimpwerkzeug 1 umfasst eine erste Pressbacke 6 mit einer ersten Durchgangsöffnung
8 und eine zweite Pressbacke 7 mit einer zweiten Durchgangsöffnung 9. Die erste und
die zweite Durchgangsöffnung 8, 9 sind koaxial zueinander und erstrecken sich in eine
axiale Richtung (x-Richtung). Die Durchgangsöffnungen 8, 9 dienen zur Aufnahme eines
Kabels 2 während dem Vercrimpen. Die zweite Pressbacke 7 ist relativ zur ersten Pressbacke
6 in axialer Richtung von einer Startposition in eine Endposition verschiebbar. Die
Startposition ist u.a. in
Figur 1 gezeigt, während die Endposition in
Figur 4 gezeigt ist.
[0023] Die zweite Pressbacke 7 ist zum Entnehmen des vercrimpten Kabels 2 entlang einer
Trennebene 12 durch die zweite Durchgangsöffnung 9 in ein erstes Backenteil 13 und
ein zweites Backenteil 14 teilbar. Das erste Backenteil 13 dient zur Wirkverbindung
zu der Führungsschiene 31 und/oder dem Pressgerät. Das zweite Backenteil 14 kann von
einer geöffneten Position siehe
Figur 2 in eine geschlossene Position siehe
Figur 3 gebracht werden. In der geöffneten Position kann ein Kabel 2 seitlich in die zweite
Pressbacke 7 eingelegt werden. In der geschlossenen Position bilden das erste Backenteil
13 und das zweite Backenteil 14 die zweite Durchgangsöffnung 9 aus. Für eine einfache
Montage kann, wie gezeigt, das zweite Backenteil 14 in der geschlossenen Position
an dem ersten Backenteil 13 über mindestens einen Magneten 16 fixiert werden. Ein
weiterer Magnet (nicht gezeigt) kann verwendet werden um das zweite Backenteil 14
in der geöffneten Position an dem ersten Backenteil 13 zu fixieren. Das erste Backenteil
13 und das zweite Backenteil 14 sind hierbei über ein Gelenk 15 in Form einer Gleitlagerbuchse
(nur schematisch angedeutet) wirkverbunden. In der geschlossenen Position kann das
zweite Backenteil 14 ergänzend über einen Schliessmechanismus 32 an dem ersten Backenteil
13 fixiert werden. Im gezeigten Fall umfasst das zweite Backenteil 14 einen Griff,
welcher in eine korrespondierende Ausnehmung im ersten Backenteil 13 eingelegt werden
kann.
[0024] Die erste und die zweiten Pressbacke 6, 7 umfasst jeweils einen Presseinsatz 19,
20, welcher je in einer Aufnahme 21, 22 aufgenommen ist. Die Aufnahmen 21,22 der Pressbacken
6, 7 umfassen je eine Aufnahmeöffnung zum Aufnehmen der Presseinsätze 19, 20. Der
erste Presseinsatz 19 der ersten Pressbacke 6 kann in die erste Aufnahme 21, respektive
die Aufnahmeöffnung, aus der axialen Richtung eingeschoben werden bis dieser mit einer
Frontfläche 26 in axialer Richtung aufliegt. In der Aufnahmeöffnung kann der (erste)
Presseinsatz 19 über ein radial orientiertes Federdruckelement 23 (siehe
Figur 5) gehalten werden. Der zweite Presseinsatz 20 kann in zwei Einsatzhälften 24, 25 teilbar
ausgestaltet sein. Mit Vorteil ist eine erste Einsatzhälfte 24 in einer Aufnahme des
ersten Backenteils 13 angeordnet und eine zweite Einsatzhälfte 25 in einer Aufnahme
des zweiten Backenteils 14. Um die beiden Einsatzhälften 24, 25 unverwechselbar zu
montieren können diese eine Markierung und/oder Codierung 33 aufweisen. Im gezeigten
Fall umfassen das erste und das zweite Backenteil 13, 14 je einen Stift, welcher in
eine entsprechende Aussparung der ersten bzw. zweiten Einsatzhälfte 24, 25 im montierten
Zustand eingreift (siehe z.B.
Figur 1). Die Stifte, respektive die Aussparungen, sind an unterschiedlichen Umfangspositionen
in Bezug auf die zweite Durchgangsöffnung 9. Somit kann die zweite Einsatzhälfte 25
nicht in das erste Backenteil 13 eingebaut werden.
[0025] Die erste und/oder die zweite Einsatzhälften 24, 25 können in der geöffneten Position
der zweiten Pressbacke 7 seitlich eingebracht werden. Der zweiteilige zweite Presseinsatz
20 kann einen umlaufenden Rand 30 aufweisen, welcher in eine entsprechende Nut der
zweiten Aufnahme 22 eingreift und mit dieser einen Hinterschnitt in die axiale Richtung
ausbildet. Ergänzend können die Presseinsätze 19, 20 je mittels mindestens eines Magneten
16 gehalten werden. Mit Vorteil sind mehrere Magneten 16 um die jeweilige Durchgangsöffnung
8, 9 und/oder entlang der Frontflächen 26 verteilt angeordnet (wie in
Figur 5 schematisch angedeutet).
[0026] Während des Verschiebens der Pressbacken werden die Presseinsätzen19, 20 ineinandergeschoben.
Hierbei kann mindestens ein Zentrierabschnitt 28 angeordnet auf dem ersten und/oder
zweiten Presseinsatz 19, 20 für eine korrekte Ausrichtung der Presseinsätze zueinander
dienen (siehe
Figur 5). Nach der Zentrierung und in der Endposition liegen zwei ringförmige Pressflächen
17, 18 aufeinander auf. Die Endposition in einer geschnittenen Ansicht ist in
Figur 5 dargestellt. Die Pressflächen 17, 18 sind jeweils auf der ersten und der zweiten
Pressbacke 7, 7, respektive auf den jeweiligen Presseinsätzen 19, 20 angeordnet. Bei
Erreichen eines maximalen Pressdruckes auf die Pressflächen 17, 18 ist eine gewünschte
Vercrimpung erreicht und das Crimpwerkzeug 1, respektive die erste und die zweite
Pressbacke 6, 7, können auseinandergeschoben werden und das vercrimpte Kabel 2 entnommen
werden. In
Figur 5 ist ersichtlich, dass die erste Pressbacke 6, respektive der erste Presseinsatz 19
eine Abstützfläche 10 zum Abstützen einer Crimphülse 4 in axialer Richtung aufweist.
Die zweite Pressbacke 7, respektive der zweigeteilte zweite Presseinsatz 20, weist
hingegen eine um die zweite Durchgangsöffnung 9 herum angeordnete trichterförmige
Umformfläche 11 zum Vercrimpen des Kabelgeflechts 3 zwischen der Crimphülse 4 und
einer in dieser angeordneten Stützhülse 5 auf. Die trichterförmige Umformfläche 11
ist in Richtung einer Mittelachse 29 der zweiten Durchgangsöffnung 8 gewölbt. Die
Umformfläche 11 tritt mit Vorteil bei der relativen Verschiebung der Pressbacken 6,
7 zueinander als erstes mit der in der ersten Pressbacke 6 angeordneten Crimphülse
4 in Kontakt. Über den Kontakt wird ein Crimpbereich der Crimphülse 4 verformt. Die
trichterförmige Umformfläche 11 bewirkt hierbei, dass der Crimpbereich entlang der
Umformfläche 11 abgleitet und sich wie dargestellt um das Kabel 2 schmiegt und um
die in der Crimphülse 4 angeordnete Stützhülse 5 legt. Das Kabelgeflecht 3 wird bei
diesem Vorgang zwischen der Stützhülse 5 und der Crimphülse 4 verquetscht und fixiert.
Für eine Qualitätssicherung im Sinne einer nachvollziehbaren Vercrimpung, kann das
Crimpwerkzeug 1 zudem einen Prägestempel 27 umfassen. Im gezeigten Fall ist der Prägestempel
27 auf der zweiten Pressbacke 7, insbesondere auf dem zweiten Presseinsatz 20, angeordnet.
Der Prägestempel 27 ist auf der Umformfläche 11 angeordnet. Der Prägestempel 27 dient
zum Aufbringung einer Prägung, welche z.B. Ausschluss über Crimpparameter, Hersteller
etc. geben kann.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0027]
| 1 |
Crimpwerkzeug |
18 |
Zweite Pressfläche |
| 2 |
Kabel |
19 |
Erster Presseinsatz |
| 3 |
Kabelgeflecht |
20 |
Zweiter Presseinsatz |
| 4 |
Crimphülse |
21 |
Erste Aufnahme |
| 5 |
Stützhülse |
22 |
Zweite Aufnahme |
| 6 |
Erste Pressbacke |
23 |
Federdruckelement |
| 7 |
Zweite Pressbacke |
24 |
Erste Einsatzhälfte |
| 8 |
Erste Durchgangsöffnung |
25 |
Zweite Einsatzhälfte |
| 9 |
Zweite Durchgangsöffnung |
26 |
Frontfläche |
| 10 |
Abstützfläche |
27 |
Prägestempel |
| 11 |
Umformfläche |
28 |
Zentrierabschnitt |
| 12 |
Trennebene |
29 |
Mittelachse |
| 13 |
Erstes Backenteil |
30 |
Rand |
| 14 |
Zweites Backenteil |
31 |
Führungsschiene |
| 15 |
Gelenk |
32 |
Schliessmechanismus |
| 16 |
Magneten |
33 |
Markierung / Codierung |
| 17 |
Erste Pressfläche |
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1. Crimpwerkzeug (1) zum axialen Befestigen eines Kabelgeflechts (3) eines Kabels (2)
zwischen einer auf dem Kabel (2) angeordneten Crimphülse (4) und einer Stützhülse
(5) durch Vercrimpen, umfassend
a. eine erste Pressbacke (6) mit einer ersten Durchgangsöffnung (8), welche sich in
eine axiale Richtung (x) erstreckt und zur Aufnahme des Kabels (2) während dem Vercrimpen
dient; und
b. eine zweite Pressbacke (7) mit einer in axialer Richtung angeordneten zweiten Durchgangsöffnung
(9), welche zur ersten Durchgangsöffnung (8) koaxial angeordnet ist und zur Aufnahme
des Kabels (2) während dem Vercrimpen dient; wobei
c. die erste und die zweite Pressbacke (6, 7) relativ zueinander in axialer Richtung
verschiebbar sind;
d. die erste Pressbacke (6) eine Abstützfläche (10) zum Abstützen der Crimphülse in
axialer Richtung aufweist; und
e. die zweite Pressbacke (7) eine um die zweite Durchgangsöffnung (9) herum angeordnete
trichterförmige Umformfläche (11) zum Vercrimpen der Crimphülse (4) gegenüber der
Stützhülse (5) umfasst.
2. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die trichterförmige Umformfläche (11) in Richtung einer Mittelachse der zweiten Durchgangsöffnung
(8) gewölbt ist.
3. Crimpwerkzeug (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Pressbacke (7) entlang einer Trennebene (12) durch die zweite Durchgangsöffnung
(9) in ein erstes Backenteil (13) und ein zweites Backenteil (14) teilbar ist.
4. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Backenteil (14) von einer geöffneten Position in eine geschlossene Position
bringbar ist, sodass in der geöffneten Position ein Kabel (2) seitlich in die zweite
Pressbacke (7) einbringbar ist.
5. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Backenteil (14) in der geöffneten Position und/oder in der geschlossenen
Position an dem ersten Backenteil (13) über mindestens einen Magneten (16) fixierbar
ist.
6. Crimpwerkzeug (1) gemäss einem der Patentansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Backenteil (13) und das zweite Backenteil (14) über ein Gelenk (15) wirkverbunden
sind.
7. Crimpwerkzeug (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Pressbacke (7) relativ zu der ersten Pressbacke (6) von einer Startposition
zu einer Endposition verschiebbar ist.
8. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Endposition die zweite Pressbacke (7) zumindest bereichsweise in einer radialen
Richtung in der ersten Pressbacke (6) angeordnet ist.
9. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Endposition eine erste Pressfläche (17) der ersten Pressbacke (6) an einer
zweiten Pressfläche (18) der zweiten Pressbacke (7) anliegt.
10. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressfläche (17) die erste Durchgangsöffnung (8) und die zweite Pressfläche
(18) die zweite Durchgangsöffnung (9) ringförmig umgeben.
11. Crimpwerkzeug (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Pressbacke (6, 7) einen Prägestempel (27) zum Aufbringung
einer Prägung auf die Crimphülse (4) umfasst.
12. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägestempel (27) auf der Umformfläche (11) angeordnet ist.
13. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Prägestempel (27) an der zweiten Pressbacke (7) gegenüberliegend der Abstützfläche
(10) der ersten Pressbacke (6) angeordnet ist.
14. Crimpwerkzeug (1) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pressbacke (6) um die erste Durchgangsöffnung (8) einen ersten Presseinsatz
(19) umfasst und/oder die die zweite Pressbacke (7) um die zweite Durchgangsöffnung
(9) einen zweiten Presseinsatz (20) umfasst.
15. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Presseinsatz (19) in einer ersten Aufnahme (21) der ersten Pressbacke (6)
und/oder zweite Presseinsatz (20) in einer zweiten Aufnahme (22) der zweiten Pressbacke
(7) mittels mindestens eines Magneten (16) gehalten wird.
16. Crimpwerkzeug (1) gemäss Patentanspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Presseinsatz (19) in der ersten Aufnahme (21) mittels mindestens eines
Federdruckelementes (23) fixiert wird.
17. Crimpwerkzeug (1) gemäss einem der Patentansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presseinsatz (20) in eine erste und eine zweite Einsatzhälfte (24, 25)
teilbar ist.
1. Crimp tool (1) for axially securing a cable braid (3) of a cable (2) between a crimp
sleeve (4) arranged on the cable (2), and a support sleeve (5) by crimping, comprising
a. a first pressing jaw (6) with a first through-opening (8) which extends in an axial
direction (x) and for receiving the cable (2) during crimping; and
b. a second pressing jaw (7) with a second through-opening (9) arranged in the axial
direction, which is arranged coaxially with the first through-opening (8) and for
receiving the cable (2) during crimping; wherein
c. the first and second pressing jaws (6, 7) are displaceable relative to each other
in the axial direction;
d. the first pressing jaw (6) has a supporting surface (10) for supporting the crimp
sleeve in the axial direction; and
e. the second pressing jaw (7) comprises a funnel-shaped forming surface (11) arranged
around the second through-opening (9) for crimping the crimp sleeve (4) against the
support sleeve (5).
2. Crimp tool (1) according to claim 1, characterized in that the funnel-shaped forming surface (11) is curved in the direction of a center axis
of the second through-opening (8).
3. Crimp tool (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the second pressing jaw (7) is dividable along a separation plane (12) through the
second through-opening (9) into a first jaw part (13) and a second jaw part (14).
4. Crimp tool (1) according to claim 3, characterized in that the second jaw part (14) is bringable from an open position into a closed position,
such that in the open position a cable (2) is insertable laterally into the second
pressing jaw (7).
5. Crimp tool (1) according to claim 4, characterized in that the second jaw part (14) is fixable to the first jaw part (13) in the open position
and/or in the closed position by means of at least one magnet (16).
6. Crimp tool (1) according to one of claims 3 to 5, characterized in that the first jaw part (13) and the second jaw part (14) are interconnected via a joint
(15).
7. Crimp tool (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the second pressing jaw (7) is displaceable relative to the first pressing jaw (6)
from a start position to an end position.
8. Crimp tool (1) according to claim 7, characterized in that in the end position, the second pressing jaw (7) is arranged at least in some regions
in a radial direction in the first pressing jaw (6).
9. Crimp tool (1) according to claim 7 or 8, characterized in that, in the end position, a first pressing surface (17) of the first pressing jaw (6)
bears against a second pressing surface (18) of the second pressing jaw (7).
10. Crimp tool (1) according to patent claim 9, characterized in that the first pressing surface (17) surrounds the first through-opening (8) and the second
pressing surface (18) annularly surrounds the second through-opening (9).
11. Crimp tool (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the first and/or second pressing jaw (6, 7) comprises an embossing stamp (27) for
applying an embossing to the crimp sleeve (4).
12. Crimp tool (1) according to patent claim 11, characterized in that the embossing stamp (27) is arranged on the forming surface (11).
13. Crimp tool (1) according to patent claim 11 or 12, characterized in that the embossing stamp (27) is arranged on the second pressing jaw (7) opposite the
supporting surface (10) of the first pressing jaw (6).
14. Crimp tool (1) according to one of the preceding patent claims, characterized in that the first pressing jaw (6) comprises a first press insert (19) around the first through-opening
(8) and/or the second pressing jaw (7) comprises a second press insert (20) around
the second through-opening (9).
15. Crimp tool (1) according to patent claim 14, characterized in that the first press insert (19) is held in a first receptacle (21) of the first pressing
jaw (6) and/or the second press insert (20) is held in a second receptacle (22) of
the second pressing jaw (7) by means of at least one magnet (16).
16. Crimp tool (1) according to patent claim 14 or 15, characterized in that the first press insert (19) is fixed in the first receptacle (21) by means of at
least one spring pressure element (23).
17. Crimp tool (1) according to one of claims 14 to 16, characterized in that the second press insert (20) is dividable into a first and a second insert half (24,
25).
1. Outil de sertissage (1) pour fixer axialement une tresse de câble (3) d'un câble (2)
entre une douille de sertissage (4) arrangée sur le câble (2) et une douille de support
(5) par sertissage, comprenant
a. une première mâchoire de sertissage (6) avec une première ouverture de passage
(8) qui s'étend dans une direction axiale (x) et pour recevoir le câble (2) pendant
le sertissage ; et
b. une deuxième mâchoire de sertissage (7) avec une deuxième ouverture de passage
(9) arrangée dans la direction axiale, qui est arrangée de manière coaxiale par rapport
à la première ouverture de passage (8) et pour recevoir le câble (2) pendant le sertissage
; dans lequel
c. les première et deuxième mâchoires de sertissage (6, 7) sont déplaçables l'une
par rapport à l'autre dans la direction axiale;
d. la première mâchoire de sertissage (6) présente une surface d'appui (10) pour appuyer
la douille de sertissage dans la direction axiale ; et
e. la deuxième mâchoire de sertissage (7) comprend une surface de formage en forme
d'entonnoir (11) arrangée autour de la deuxième ouverture de passage (9) pour sertir
la douille de sertissage (4) par rapport à la douille de support (5).
2. Outil de sertissage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de formage en forme d'entonnoir (11) est courbée dans la direction d'un
axe central de la deuxième ouverture de passage (8).
3. Outil de sertissage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième mâchoire de sertissage (7) est séparable le long d'un plan de séparation
(12) par la deuxième ouverture de passage (9) en une première partie de mâchoire (13)
et une deuxième partie de mâchoire (14).
4. Outil de sertissage (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la deuxième partie de mâchoire (14) pouvant être amenée d'une position ouverte dans
une position fermée, de sorte que, dans la position ouverte, un câble (2) est introduisible
latéralement dans la deuxième mâchoire de sertissage (7).
5. Outil de sertissage (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que la deuxième partie de mâchoire (14) est fixable à la première partie de mâchoire
(13) dans la position ouverte et/ou dans la position fermée au moyen d'au moins un
aimant (16).
6. Outil de sertissage (1) selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que la première partie de mâchoire (13) et la deuxième partie de mâchoire (14) sont interconnectées
par une articulation (15).
7. Outil de sertissage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième mâchoire de sertissage (7) est déplaçable par rapport à la première mâchoire
de sertissage (6) d'une position de départ à une position finale.
8. Outil de sertissage (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que, dans la position finale, la deuxième mâchoire de sertissage (7) est arrangée au
moins par zones radialement à l'intérieur de la première mâchoire de sertissage (6).
9. Outil de sertissage (1) selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que, dans la position finale, une première surface de sertissage (17) de la première
mâchoire de sertissage (6) repose contre une deuxième surface de sertissage (18) de
la deuxième mâchoire de sertissage (7).
10. Outil de sertissage (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que la première surface de sertissage (17) entoure de manière annulaire la première ouverture
de passage (8) et la deuxième surface de sertissage (18) entoure de manière annulaire
la deuxième ouverture de passage (9).
11. Outil de sertissage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première et/ou la deuxième mâchoire de sertissage (6, 7) comprend un poinçon d'estampage
(27) pour apposer un estampage sur la douille de sertissage (4).
12. Outil de sertissage (1) selon la revendication 1 1, caractérisé en ce que le poinçon d'estampage (27) est arrangé sur la surface de formage (11).
13. Outil de sertissage (1) selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le poinçon d'estampage (27) est arrangé sur la deuxième mâchoire de sertissage (7)
à l'opposé de la surface d'appui (10) de la première mâchoire de sertissage (6).
14. Outil de sertissage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première mâchoire de sertissage (6) comprend un premier insert de presse (19)
autour de la première ouverture de passage (8) et/ou la deuxième mâchoire de sertissage
(7) comprend un deuxième insert de presse (20) autour de la deuxième ouverture de
passage (9).
15. Outil de sertissage (1) selon la revendication 14, caractérisé en ce que le premier insert de presse (19) est maintenu dans un premier logement (21) de la
première mâchoire de sertissage (6) et/ou le deuxième insert de presse (20) est maintenu
dans un deuxième logement (22) de la deuxième mâchoire de sertissage (7) au moyen
d'au moins un aimant (16).
16. Outil de sertissage (1) selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que le premier insert de presse (19) est fixé dans le premier logement (21) au moyen
d'au moins un élément de pression à ressort (23).
17. Outil de sertissage (1) selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que le deuxième insert de presse (20) est séparable en une première et une deuxième demi-insert
(24, 25).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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