[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Blocken einer Linse gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 16 und eine Verwendung einer Blockform zum Blocken
einer Linse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 13.
[0002] Linsen, insbesondere Brillengläser, werden zur Bearbeitung üblicherweise an einem
sogenannten Blockstück als Halter mittels eines sogenannten Blockmaterials geblockt,
also befestigt bzw. gehalten. Das Blockstück dient dazu, die daran befestigte - also
geblockte - Linse sehr präzise und definiert für eine oder mehrere Bearbeitung(en)
zu halten. Danach wird die Linse wieder abgeblockt, also von dem Blockstück gelöst.
Im Hinblick auf eine kostengünstige Linsenfertigung sollen das Blocken und Abblocken
auf einfache Weise effizient und schnell erfolgen.
[0003] Als Blockmaterial können Legierungen mit niedriger Schmelztemperatur oder Thermoplaste,
also thermoplastische Materialien, oder nicht-thermoplastische Materialien, insbesondere
aushärtende Klebstoffe, eingesetzt werden. Je nach eingesetztem Blockmaterial ergeben
sich unterschiedliche Anforderungen bzw. Verfahrensabläufe beim Blocken der Linse
an dem Blockstück mittels des Blockmaterials.
[0004] In Abhängigkeit vom Durchmesser der Linse bzw. des Blockstücks und/oder in Abhängigkeit
von der Krümmung der zu blockenden Seite der Linse ist ein unterschiedlicher Durchmesser
bzw. eine unterschiedliche Höhe zur Verbindung von Linse und Blockstück mittels des
Blockmaterials, also eine unterschiedliche Blockgröße, erforderlich bzw. wünschenswert.
Dementsprechend ist dann auch ein Wechsel der die Blockgröße bestimmenden Blockform
insbesondere beim Blocken mit Legierungen als Blockmaterial erforderlich.
[0005] Die
DE 39 30 503 C2 offenbart eine Vorrichtung zum Blocken einer Linse mittels eines metallischen Blockmaterials
auf einem Blockstück. Das Blockstück ist in einer drehbaren Aufnahme gehalten. Der
Zwischenraum zwischen der Linse und dem Blockstück wird von einer plattenförmigen
Blockform für das Blockmaterial seitlich begrenzt. Die Blockform ist über Stellantriebe
motorisch kippbar und stützt die zu blockende Linse ab. Ein Austausch der Blockform
zur Realisierung unterschiedlicher Blockgrößen wäre aufgrund der Stellantriebe sehr
aufwendig und ist nicht vorgesehen.
[0006] Die
DE 10 2004 021 696 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Blocken von Linsen auf einem Blockstück mittels eines
Blockmaterials in Form einer Legierung. Eine als Aufblockform bezeichnete Aufnahme
hält das jeweilige Blockstück. Ein Auflagering ist mittels eines Roboterarms einem
Magazin mit verschiedenen Auflageringen entnehmbar und auf einem Positionslager oberhalb
der Aufnahme bzw. des Blockstücks positionierbar. Der Auflagering dient als Auflager
der zu blockenden Linse und begrenzt seitlich den Zwischenraum zwischen der Linse
und dem Blockstück für das einzufüllende Blockmaterial, bildet also eine Gieß- bzw.
Blockform. Der Roboterarm dient auch der Manipulation und Positionierung der Linsen
in verschiedenen Bearbeitungseinheiten, wie einer Beschichtungseinheit zum Aufbringen
einer Folie auf die Linse und einer Erkennungseinheit zum Auslesen des Linsentyps
bzw. zur Bestimmung der relativen Drehlage der Linse zum Blockstück bzw. Auflagering.
Der Wechsel der Auflageringe ist aufwendig und verringert den Durchsatz.
[0007] Die
DE 10 2011 011 418A1 offenbart ein Magazin für Blockstücke, wobei die Blockstücke in rohrförmigen Magazineinheiten
vorgehalten werden. Die Blockstücke werden vereinzelt von unten entnommen und in eine
gewünschte Drehlage rotiert, wobei die Drehlage des Blockstücks mittels einer Detektionseinheit
erfasst wird. Anschließend wird das ausgerichtete Blockstück einer Blockstation zugeführt.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und eine
Verwendung einer Blockform zum Blocken einer Linse anzugeben, wobei ein besonders
einfacher Wechsel der Blockgröße und/oder ein einfacher bzw. kostengünstiger Aufbau
und/oder ein schnelles Blocken mit hohem Durchsatz ermöglicht wird bzw. werden.
[0009] Die obige Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 16 oder durch
eine Verwendung gemäß Anspruch 13 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0010] Ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Vorrichtung bzw.
deren Blockstation vorzugsweise eine Blockform (Gießform) mit mehreren Blocköffnungen
zur Bildung unterschiedlicher Blockgrößen aufweist. So wird ein Wechsel von einer
Blocköffnung zur anderen zur Realisierung einer anderen Blockgröße sehr einfach und
schnell möglich, wobei insbesondere ein zeitaufwendiges Umrüsten bzw. Austauschen
der Blockform vermieden werden kann.
[0011] Die unterschiedlichen Blockgrößen unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich Durchmesser,
Form (Kontur) und/oder axialer Höhe, um beispielsweise in Abhängigkeit des Linsendurchmessers
und/oder der Linsendickenvariation bzw. -krümmung die jeweilige Linse optimal am Blockstück
befestigen und für nachfolgende Bearbeitungen halten zu können.
[0012] Ein schneller Wechsel der Blockgröße gestattet einen hohen Durchsatz bei der Bearbeitung
auch von unterschiedlichen Linsen und eine schnelle Anpassung an die jeweiligen Erfordernisse.
[0013] Besonders bevorzugt sind die Blocköffnungen hintereinander bzw. in Reihe angeordnet,
sodass sehr schnell von einer Blocköffnung zur nächsten Blocköffnung, insbesondere
durch Drehen oder lineares Bewegen bzw. Verschieben der Blockform, gewechselt werden
kann. Dies ist auch einer einfachen Realisierung, einer kompakten Bauweise und einem
hohen Durchsatz zuträglich.
[0014] Die Blocköffnungen bzw. darin aufnehmbare oder aufgenommene - insbesondere ringförmige
- Blockeinsätze unterscheiden sich vorzugsweise in ihrem Innendurchmesser und/oder
ihrer axialen Höhe und/oder ggf. in ihrer Innenkontur, um dementsprechend unterschiedliche
Blockgrößen zu erzeugen.
[0015] Eine vorschlagsgemäße Verwendung einer Blockform zum Blocken einer Linse auf einem
Blockstück mittels eines Blockmaterials, insbesondere einer Legierung, zeichnet sich
insbesondere dadurch aus, dass die Blockform mehrere Blocköffnungen aufweist, die
zur Bildung unterschiedlicher Blockgrößen unterschiedlich ausgebildet und/oder mit
unterschiedlichen Blockeinsätzen versehen sind, wobei eine Blocköffnung der Blockform
zum Blocken der Linse ausgewählt und verwendet wird, also die ausgewählte Blocköffnung
bzw. ein ihr zugeordneter Blockeinsatz den Zwischenraum zwischen der Linse und dem
Blockstück für das Blockmaterial beim Blocken seitlich begrenzt. So ergeben sich entsprechende
Vorteile.
[0016] Die Blockform ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet.
Dies gestattet eine einfache Herstellung und/oder eine optimierte Kühlung, da insbesondere
eine große Oberfläche und damit Kühlfläche gebildet wird. Eine gute Kühlung ist nämlich
einem schnellen Verfestigen des Blockmaterials und damit einem hohen Durchsatz zuträglich.
[0017] Gemäß einem zweiten, auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung
weist die Blockform vorzugsweise mindestens einen Kühlmittelkanal auf. Dadurch ist
die Blockform sehr einfach und effektiv kühlbar. Dies ist wiederum einem hohen Durchsatz
beim Blocken zuträglich.
[0018] Die bevorzugte Kombination des vorzugsweise integrierten Kühlmittelkanals mit einer
zumindest im Wesentlichen plattenförmigen Ausbildung der Blockform gestattet eine
besonders effektive Kühlung und einfache Realisierung.
[0019] Gemäß einem dritten, auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung
weist die Vorrichtung vorzugsweise einen Wechselantrieb zum ausschließlichen Bewegen
der Blockform bzw. zum ausschließlichen Wechsel zwischen verschiedenen Blocköffnungen
der Blockform und damit Blockgrößen auf. Dies ist wiederum einem einfachen und schnellen
Wechsel von einer Blocköffnung zur anderen zur Realisierung einer anderen Blockgröße
und damit auch einem hohen Durchsatz zuträglich.
[0020] Besonders bevorzugt weist die Vorrichtung bzw. deren Blockstation eine Wechseleinrichtung
mit dem Wechselantrieb und einer Führung auf, wobei die Führung insbesondere als Linearführung
ausgebildet und/oder die Blockform lösbar mit der Führung verbunden ist. Dies gestattet
einen einfachen Aufbau und/oder einen schnellen Wechsel der Blockform.
[0021] Insbesondere dient die Wechseleinrichtung einem ausschließlichen Wechseln zwischen
verschiedenen Blocköffnungen der Blockform, sodass ein Wechsel den Durchsatz nicht
verlangsamt.
[0022] Gemäß einem vierten, auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung
weist die Vorrichtung vorzugsweise zwei Blockstationen entlang bzw. parallel zu einer
Linearachse zur Beladung mit zu blockenden Linsen, zur Beschickung mit Blockstücken
und/oder zur Entladung von geblockten Linsen auf. Dies ermöglicht einen kompakten
und/oder einfachen Aufbau bei hohem Durchsatz.
[0023] Gemäß einem fünften, auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung
weist die Vorrichtung vorzugsweise eine Ladeeinrichtung zur Beladung der Blockstation(en)
mit zu blockenden Linsen und/oder eine insbesondere unabhängig von der Ladeeinrichtung
arbeitende Entladeeinrichtung zur Entladung der Blockstation(en) von geblockten Linsen
und/oder eine insbesondere unabhängig von der Ladeeinrichtung arbeitende Beschickungseinrichtung
zur Beschickung der Blockstation(en) mit Blockstücken auf, insbesondere wobei mindestens
zwei der Einrichtungen eine Linearachse aufweisen und diese besonders bevorzugt parallel
zueinander verlaufen. Dies ist wiederum einem einfachen Aufbau und/oder einem hohen
Durchsatz zuträglich.
[0024] Insbesondere eine Kombination des vierten und fünften Aspekts ermöglicht einen einfachen
Aufbau bei hohem Durchsatz sowie ein optimiertes Handling.
[0025] Gemäß einem sechsten, auch unabhängig realisierbaren Aspekt der vorliegenden Erfindung
weist die Vorrichtung vorzugsweise ein Magazin für insbesondere gestapelte Blockstücke
und eine Beschickungseinrichtung zur einzelweise Entnahme der Blockstücke, insbesondere
aus dem Magazin, insbesondere von oben, auf. Dies ermöglicht einen einfachen Aufbau
bei hohem Durchsatz, insbesondere wenn die Beschickungseinrichtung unabhängig von
der Ladeeinrichtung und/oder Entladeeinrichtung arbeitet.
[0026] Einzelne der vorgenannten und nachfolgenden Aspekte und Merkmale der vorliegenden
Erfindung können beliebig miteinander kombiniert, aber auch unabhängig voneinander
realisiert werden.
[0027] Weitere Aspekte, Merkmale, Vorteile und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform anhand der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt eines Teils einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung bzw. Blockstation
zum Blocken einer Linse auf einem Blockstück mittels einer vorschlagsgemäßen Blockform;
- Fig. 2
- eine ausschnittsweise Vergrößerung von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Blockstation;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Blockform von oben;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der Blockform von unten;
- Fig. 6
- einen schematischen Schnitt der Blockform;
- Fig. 7
- einen schematischen Schnitt der Blockform mit einem optionalen Blockeinsatz;
- Fig. 8
- eine schematische Draufsicht der Vorrichtung;
- Fig. 9
- eine vereinfachte Seitenansicht einer Ladeeinrichtung und Messstation der Vorrichtung;
- Fig. 10
- eine schematische Ansicht einer Entladeeinrichtung und einer Beschickungseinrichtung
bzw. eines Blockstückmanipulators der Vorrichtung; und
- Fig. 11
- eine schematische Seitenansicht der Beschickungseinrichtung und eines Magazins für
Blockstücke.
[0028] In den Figuren werden für gleiche Komponenten und Bauteile die gleichen Bezugszeichen
verwendet, wobei sich entsprechende Eigenschaften und Vorteile ergeben, auch wenn
eine wiederholte Beschreibung weggelassen ist.
[0029] Fig. 1 zeigt in einem schematischen Schnitt eine vorschlagsgemäße Vorrichtung 1 bzw.
Blockstation 10 zum Blocken - also temporären Befestigen - einer Linse 2 auf einem
Blockstück 3. Vorzugsweise ist die Vorrichtung 1 derart ausgebildet, dass mehrere
Linsen 2 nacheinander und/oder zumindest teilweise zeitlich überlappend geblockt werden
können, beispielsweise durch mehrere Blockstationen 10 und/oder ein paarweises Blocken
von Linsen 2 in einer Blockstation 10.
[0030] Besonders bevorzugt handelt es sich bei der Linse 2 um ein sogenanntes Brillenglas,
also eine Linse für eine Brille.
[0031] Die Linse 2 besteht vorzugsweise aus Kunststoff, kann gegebenenfalls aber auch aus
Glas oder dergleichen bestehen.
[0032] Die Linse 2 weist vorzugsweise einen Durchmesser von mehreren Zentimetern, insbesondere
von mehr als 3 Zentimetern auf.
[0033] Vorschlagsgemäß wird die Linse 2 auf dem zugeordneten Blockstück 3 mittels eines
Blockmittels bzw. Blockmaterials 4 geblockt, also temporär befestigt.
[0034] Das Blockmaterial 4 ist besonders bevorzugt eine (metallische) Legierung, insbesondere
mit einem Schmelzpunkt von unter 80 °C. Optional kann es sich aber auch um ein sonstiges
Material handeln.
[0035] Optional ist auf der dem Blockmaterial 4 bzw. Blockstück 3 zugewandten Seite bzw.
Blockseite der Linse 2 eine Schutzschicht, beispielsweise ein Schutzlack oder eine
Schutzfolie, angeordnet oder vorgesehen. Dies dient insbesondere einem Schutz dieser
insbesondere schon fertig bearbeiteten bzw. geformten und dem Blockstück 3 zugewandten
Flachseite bzw. Blockseite der Linse 2.
[0036] Fig. 2 zeigt eine ausschnittsweise Vergrößerung von Fig. 1. In dem schematischen
Schnitt gemäß Fig. 1 und 2 ist die Linse 2 bereits geblockt, also mittels des Blockmaterials
4 mit dem Blockstück 3 verbunden.
[0037] Der Zwischenraum zwischen dem Blockstück 3 und der Linse 2, der mit dem Blockmaterial
4 gefüllt wird und im geblockten Zustand den "Block" bildet, wird seitlich bzw. umfangsseitig
von einer Blockform 20 begrenzt, die insbesondere eine Gießform für das Blockmaterial
4 bildet und die Größe (insbesondere Form, Durchmesser und axiale Höhe) des Blocks,
also die Blockgröße bestimmt. Weiter bildet die Blockform 20 vorzugsweise ein Auflager
für die Linse 2 beim Blocken.
[0038] Die Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 weist eine Aufnahme 30 für das Blockstück
3 auf, um das Blockstück 3 für das Blocken - insbesondere mit gewünschter Ausrichtung
bzw. Kipplage und/oder Drehlage relativ zur Linse 2 - zu halten.
[0039] Das Blockstück 3 ist insbesondere auf seiner der Linse 2 abgewandten Seite zu einer
Einspannung mit definierter Drehlage für eine Bearbeitung der zugeordneten Linse 2
ausgebildet. Zum Blocken wird das Blockstück 3 insbesondere von der Aufnahme 30 der
Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 in einer definierten Lage relativ zur Linse 2 gehalten.
[0040] Die Aufnahme 30 hält das Blockstück 3 auf einer Seite (hier Unterseite) der Blockform
20 und die zu blockende Linse 2 wird auf der anderen Seite (hier Oberseite) der Blockform
20 angeordnet, so dass die Blockform 20 mit der Innenwandung einer Blocköffnung 21
den Block- bzw. Zwischenraum zwischen Linse 2 und Blockstück 3 zumindest im Wesentlichen
seitlich bzw. umfangsmäßig begrenzt.
[0041] Die Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 weist vorzugsweise eine Blockmittelzuführung
bzw. Blockmaterialzuführung 40 bzw. einen Zuführkopf 41 zur Zuführung von Blockmittel
bzw. Blockmaterial 4 in den Zwischenraum bzw. in die Blockform 20 auf, wie in Fig.
1 schematisch angedeutet.
[0042] Der Zuführkopf 41 kann das Blockmaterial 4 insbesondere über eine Zuführspitze 42
dem Zwischen- bzw. Blockraum zwischen der Linse 2 und dem Blockstück 3 zuführen.
[0043] Der Zuführkopf 41 ist vorzugsweise mit einem in der Nähe des Auslasses angeordneten
Sperrventil 43 versehen, um die Blockmaterialzuführung 40 bei Bedarf unmittelbar sperren
zu können.
[0044] Der Zuführkopf 41 ist vorzugsweise über eine Blockmittelleitung bzw. Blockmaterialleitung
44 mit dem Blockmaterial 4 versorgbar.
[0045] Fig. 3 zeigt in einer schematischen perspektivischen Ansicht einen Teil der vorschlagsgemäßen
Vorrichtung 1 bzw. die Blockstation 10 in einer für das Blocken bzw. Einfüllen des
Blockmaterials 4 bevorzugten Kipplage bzw. geneigten Blocklage.
[0046] Die Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 weist vorzugsweise einen insbesondere plattenförmigen
Träger 11 auf, auf dem die Blockform 20 angeordnet ist bzw. wird. Insbesondere bildet
der Träger 11 eine Lager- oder Grundplatte für die Blockform 20 und/oder Halterung
für die Aufnahme 30.
[0047] Insbesondere weist der Träger 11 eine Durchbrechung auf, um den Blockraum zu bilden
bzw. die Aufnahme 30 und/oder das Blockstück 3 aufzunehmen bzw. das Blockstück 3 mit
der Linse 2 über das Blockmaterial 4 direkt verbinden zu können. Beim Darstellungsbeispiel
ist vorzugsweise ein insbesondere ringförmiges Anschlussteil 19 in der Durchbrechung
angeordnet.
[0048] Die Blockform 20 weist vorzugsweise mehrere Blocköffnungen 21, insbesondere zwei
oder drei Blocköffnungen 21, zur Bildung unterschiedlicher Blockgrößen auf, wie in
Fig. 3, 4 und 5 angedeutet, wobei Fig. 4 bzw. 5 die vorschlagsgemäße Blockform 20
in einer Perspektive von oben bzw. unten zeigt.
[0049] Die Blockform 20 ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen plattenförmig und/ oder
auf mindestens einer Flachseite zumindest im Wesentlichen eben ausgebildet.
[0050] Die Blockform 20 ist vorzugsweise einstückig oder zumindest im Wesentlichen einstückig
ausgebildet.
[0051] Die Blockform 20 ist vorzugsweise aus Metall, insbesondere Aluminium, oder einem
sonstigen gut wärmeleitenden Material im Hinblick auf eine gute Wärmeableitung hergestellt
oder besteht daraus.
[0052] Die Blocköffnungen 21 sind vorzugsweise als Durchbrechungen ausgeführt.
[0053] Die Blocköffnungen 21 sind in der Draufsicht vorzugsweise kreisrund ausgebildet.
Jedoch können die Blocköffnungen 21 bedarfsweise auch eine abweichende Innenkontur
aufweisen.
[0054] Fig. 6 zeigt die Blockform 20 bzw. eine Blocköffnung 21 in einem schematischen Schnitt.
[0055] Die Blocköffnungen 21 unterscheiden sich vorzugsweise hinsichtlich ihres Durchmessers
(Innendurchmessers) D und/oder hinsichtlich ihrer axialen Höhe H und/oder durch ihre
Innenkontur in der Draufsicht, um unterschiedliche Blockgrößen zu erzeugen.
[0056] Optional kann die jeweilige Blockgröße bzw. der jeweilige Durchmesser D benachbart
zur jeweiligen Blocköffnung 21 auf der Blockform 20 - beispielsweise durch Zahlen
- angegeben sein.
[0057] Als Durchmesser D wird vorzugsweise derjenige Durchmesser der Blocköffnung 21 angenommen,
der benachbart zu der Linse 2 liegt bzw. wo die Blocköffnung 21 oder Blockform 20
ihre Auflagekante für die Linse 2 bildet. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass
die Blocköffnung 21 ausgehend von der Auflageseite der Linse 2 sich vorzugsweise konisch
verjüngt. Dies erleichtert das Entformen, also Entnehmen der geblockten Linse 2 zusammen
mit dem Blockmaterial 4 und dem Blockstück 3 in der Darstellung gemäß Fig. 1, 2 und
6 nach oben.
[0058] Der Linsendurchmesser ist größer als der Durchmesser D der gewählten Blocköffnung
21, so dass die Linse 2 zum Blocken auf dem Rand der Blocköffnung 21 aufliegen und
abgestützt werden kann.
[0059] Beim Darstellungsbeispiel weist die Blockform 20 bzw. Blocköffnung 21 optional einen
insbesondere (axial) vorspringenden Rand (Kragen) 22 auf, der insbesondere die axiale
Höhe H der Blockform 20 bzw. Blocköffnung 21 und damit die Blockgröße in axialer Richtung
bestimmt und/oder insbesondere eine Anlage für das in Fig. 6 nicht dargestellte Blockstück
3 beim Blocken bildet.
[0060] Der Rand 22 dient insbesondere einer Abdichtung der Gießkammer nach unten bzw. zum
Blockstück 3 hin. Hierauf wird später noch näher eingegangen.
[0061] Vorzugsweise ist die Blocköffnung 21 oder jede Blocköffnung 21 mit dem vorspringenden
Rand 22 auf ihrer Unterseite und/oder der Linse 2 abgewandten Seite versehen. Alternativ
oder zusätzlich kann jedoch auch ein entsprechender Rand 22 auf der Oberseite bzw.
auf der der Linse 2 zugewandten Seite vorgesehen sein und ggf. die Anlagefläche oder
-kante für die Linse 2 beim Blocken bilden.
[0062] Alternativ oder zusätzlich können eine oder mehrere Blocköffnungen 21 optional mit
einem Blockeinsatz 23 versehen sein oder werden, wie in einem schematischen Schnitt
der Blockform 20 gemäß Fig. 7 angedeutet, sodass sich ebenfalls insbesondere durch
unterschiedliche Größe, wie axiale Höhe H, Innendurchmesser D und/oder abweichende
Innenkontur, unterschiedliche Blockgrößen beim Blocken mit der jeweiligen Blocköffnung
21 gegenüber einer anderen Blocköffnung 21 ergeben.
[0063] Optional steht der Blockeinsatz 23 axial vor, beispielsweise nach oben bzw. zur Linse
2 hin, wie in Fig. 7 angedeutet.
[0064] Vorzugsweise bildet der Blockeinsatz 23 die Auflage bzw. Anlagekante für die Linse
2 zum Blocken.
[0065] Die Wände der Blocköffnungen 21 bzw. des jeweiligen Blockeinsatzes 23 bilden also
eine Gießkammerumrandung für das Blockmaterial 4 beim Blocken.
[0066] Die Blockform 20 weist vorzugsweise eine seitliche Zuführöffnung 24, insbesondere
in Form einer rillenartigen oder nutartigen Vertiefung bzw. Ausnehmung bzw. in Form
eines radiale Kanals, und optional einen seitlichen bzw. parallelen Auslass bzw. Überlauf
25, vorzugsweise separat für jede Blocköffnung 21 auf, wie insbesondere in Fig. 4
angedeutet.
[0067] Zur Zuführung des Blockmaterials 4 in den Blockraum bzw. in die Blockform 20 ist
der Zuführkopf 41 in die Zuführöffnung 24 insbesondere mit seiner entsprechend ausgebildeten
Zuführspitze 42 einführbar, wie in Fig. 1/2 angedeutet. Wenn ein Blockeinsatz 23 vorgesehen
ist, weist dieser eine entsprechende Durchbrechung in Verlängerung der Zuführöffnung
24 auf, sodass das Blockmaterial 4 in gewünschter Weise in den Blockraum bzw. in die
Blockform 20 einströmen kann.
[0068] Der Überlauf 25 ermöglicht ein Austreten von überschüssigem Blockmaterial 4 und/oder
eine Kontrolle des Füllens mit Blockmaterial 4.
[0069] Der Überlauf 25 ist vorzugsweise benachbart zu der Zuführöffnung 24 der jeweiligen
Blocköffnung 21 angeordnet und/oder insbesondere als nutartige bzw. rillenartige oder
wannenartige Ausnehmung bzw. Vertiefung bzw. als radialer Kanal ausgebildet.
[0070] Die Wände der Blocköffnungen 21 bzw. des jeweiligen Blockeinsatzes 23 bilden also
eine Gießkammerumrandung für das Blockmaterial 4 beim Blocken.
[0071] Die Blockform 20 weist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise eine unterseitige Ausnehmung
26 auf, wie in Fig. 5 bis 7 angedeutet, insbesondere für das Anschlussteil 19, wie
in Fig. 1/2 angedeutet. Hierauf wird später noch näher eingegangen.
[0072] Die Blockform 20 ist vorzugsweise - insbesondere auch unabhängig von der Realisierung
einer oder mehrerer Blocköffnungen 21 - mit mindestens einem Kühlmittelanschluss 27
und/oder einem - insbesondere integrierten - Kühlmittelkanal 28 versehen, wie insbesondere
in Fig. 4 angedeutet, um insbesondere eine direkte Kühlung bzw. Flüssigkeitskühlung
der Blockform 20 und dadurch ein schnelleres und/oder definiteres Blocken zu ermöglichen.
[0073] Beim Darstellungsbeispiel weist die Blockform 20 vorzugsweise zwei Kühlmittelanschlüsse
27 für die Zu- und Rückführung von Kühlmittel, insbesondere einem flüssigen Kühlmittel,
über in Fig. 3 nicht dargestellte Kühlleitungen oder sonstige fluidische Verbindungen
auf.
[0074] Der Kühlmittelkanal 28 verläuft vorzugsweise U-förmig und/oder schleifenförmig und/oder
in Richtung einer Haupterstreckung und/oder benachbart zu der Blocköffnung 21 bzw.
den Blocköffnungen 21 und/oder zumindest im Wesentlichen gradlinig in oder an der
Blockform 20.
[0075] Der Kühlmittelkanal 28 ist vorzugsweise durch eine oder mehrere Bohrungen bzw. Nuten
in der Blockform 20 bzw. einem plattenförmigen Grundkörper der Blockform 20 gebildet
und/oder durch eine Abdeckung 29 abgedeckt, wie in Fig. 1 bis 3 gezeigt.
[0076] Beim Darstellungsbeispiel wird die Abdeckung 29 vorzugsweise in einer Vertiefung
der Blockform 20 aufgenommen, insbesondere sodass eine weitgehend glatte Oberseite
gebildet wird, wie in Fig. 1/2 angedeutet. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen
möglich.
[0077] Alternativ kann der Kühlmittelkanal 28 auch nur durch ein oder mehrere Bohrungen
oder sonstigen Öffnungen gebildet sein, die ggf. endseitig geschlossen sind, sodass
keine (separate) Abdeckung 29 erforderlich ist.
[0078] Die Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 weist vorzugsweise eine Wechseleinrichtung
12 zum automatisierten bzw. motorischen Wechseln zwischen den Blocköffnungen 21 bzw.
zur Auswahl einer der Blocköffnungen 21 und damit zur Auswahl einer gewünschten Blockgröße
zum Blocken auf, wie in Fig. 3 gezeigt.
[0079] Die Wechseleinrichtung 12 ist vorzugsweise ausschließlich zum Bewegen, insbesondere
Verschieben und/oder Drehen, der Blockform 20 relativ zum Träger 11 bzw. zur Aufnahme
30 ausgebildet, um wahlweise eine der Blocköffnungen 21 über der Aufnahme 30 bzw.
koaxial zu dieser je nach gewünschter Blockgröße auszurichten bzw. zu positionieren.
[0080] Beim Darstellungsbeispiel erfolgt vorzugsweise eine insbesondere ausschließlich lineare
Bewegung bzw. Verschiebung der Blockform 20 relativ zum Träger 11 bzw. zur Aufnahme
30 zum Wechsel von einer Blocköffnung 21 zur anderen in der in Fig. 3 angedeuteten
Bewegungsrichtung B.
[0081] Jedoch ist grundsätzlich auch eine sonstige Bewegung, beispielsweise ein Drehen oder
Schwenken und/oder eine der Linearbewegung überlagerte Bewegung möglich.
[0082] Vorzugsweise erfolgt die Bewegung zum Wechseln von einer Blocköffnung 21 zur anderen
im Wesentlichen oder ausschließlich quer zur Linsen- bzw. Blockstückachse und/oder
parallel zur Blocköffnungsebene der Blocköffnungen 21 bzw. Plattenebene E der Blockform
20 und/oder des Trägers 11.
[0083] Anstelle des vorgenannten Querverschiebens und/oder Drehens bzw. Rotierens in der
genannten Bewegungsebene ist alternativ oder zusätzlich auch ein Anheben bzw. Abheben
der Blockform 20 vom Träger 11 bzw. Anschlussteil 19 möglich.
[0084] Beim Darstellungsbeispiel weist die Wechseleinrichtung 12 vorzugsweise einen Wechselantrieb
13 und/oder eine Führung 14 auf.
[0085] Der Wechselantrieb 13 ist vorzugsweise als Linearantrieb bzw. Stellzylinder, insbesondere
Pneumatik- oder Hydraulikzylinder, ausgeführt. Jedoch sind hier auch andere technische
Realisierungen möglich.
[0086] Die Wechseleinrichtung 12 bzw. der Wechselantrieb 13 ist vorzugsweise ausschließlich
zum Bewegen der Blockform 20 zum Wechsel zwischen den Blocköffnungen 21 vorgesehen.
[0087] Die Wechseleinrichtung 12 bzw. der Wechselantrieb 13 ist beim Darstellungsbeispiel
vorzugsweise neben der Führung 14 und/oder auf der der Blockform 20 abgewandten Seite
der Führung 14 und/oder auf dem Träger 11 angeordnet.
[0088] Die Führung 14 ist vorzugsweise als Linearführung ausgeführt und/oder vorzugsweise
an einer Längsseite der Blockform 20 angeordnet.
[0089] Die Führung 14 hält die Blockform 20 vorzugsweise verschiebbar auf dem Träger 11
bzw. in der Blockstation 10.
[0090] Die Blockform 20 ist vorzugsweise lösbar bzw. wechselbar mit der Führung 14 bzw.
Wechseleinrichtung 12 verbunden bzw. verbindbar, insbesondere verschraubt.
[0091] Das Verbinden der Blockform 20 mit der Führung 14 bzw. Wechseleinrichtung 12 und/oder
sonstigen Komponenten der Blockstation 10 erfolgt vorzugsweise über einen Schnellverschluss,
ein Verbindungselement, eine Schraube o.dgl., wie in Fig. 1 und 3 nur schematisch
angedeutet, um einen schnellen und einfachen Wechsel der Blockform 20, insbesondere
zu Reinigungszwecken oder zum Umrüsten, zu ermöglichen.
[0092] Die vorgesehene Führung 14 gestattet beim Darstellungsbeispiel, dass die Blockform
20 von dem Träger 11 bzw. Anschlussteil 19 - beispielsweise manuell - angehoben bzw.
abgeklappt werden kann, beispielsweise um eine einfache Reinigung zu ermöglichen.
Dies wird hier insbesondere durch die seitliche Anordnung der Führung 14 und/oder
Ausrichtung der linearen Bewegungsachse parallel zu einer Seite der Blockform 20 ermöglicht
oder erleichtert.
[0093] Vorzugsweise liegt die Blockform 20 nur lose und/oder durch ihre Gewichtskraft -
insbesondere auf dem Anschlussteil 19 - zumindest beim Wechsel von einer Blocköffnung
21 zu einer anderen Öffnung 21 auf.
[0094] Insbesondere ist die Blockform 20 nur einseitig bzw. im Bereich eines Randes verschiebbar
geführt und/oder im Wesentlichen in seiner Plattenebene bewegbar geführt bzw. gehalten.
[0095] Die Bewegungsrichtung B bzw. Bewegungsebene E verläuft vorzugsweise quer oder senkrecht
zur zentralen Achse der Blocköffnung(en) 21 bzw. Aufnahme 30 und/oder zumindest im
Wesentlichen parallel zu der Plattenebene oder Hauptebene des Trägers 11, der Blockform
20 und/oder der zum Blocken positionierten Linse 2. Diese bevorzugte Querbewegung
führt zu mehreren Vorteilen.
[0096] Die Querbewegung gestattet einen sehr einfachen und/oder schnellen Wechsel von einer
Blocköffnung 21 zur nächsten Blocköffnung 21, wobei ein einfacher und/oder kompakter
Aufbau ermöglicht wird.
[0097] Die Querbewegung ist vorteilhaft, um Verschmutzungen entgegenzuwirken, da eine Art
Selbstreinigungseffekt erreicht wird.
[0098] Besonders bevorzugt bildet die Blockform 20 insbesondere mit ihrem Rand 22 eine relativ
schmale bzw. definierte Anlagefläche bzw. flächige Dichtung zum Anschlussteil 19,
wobei die Blockform 20, insbesondere durch die Ausnehmung 26 und/oder das Anschlussteil
19 und/oder der Träger 11 außerhalb der Anlagefläche bzw. des Dichtungsbereichs freigeschnitten
ist, sodass evtl. auftretende oder austretende Blockmaterialreste aufgenommen und/oder
insbesondere durch die Querbewegung weggeschoben werden können, um auch bei Wechsel
von einer Blocköffnung 21 zur anderen wiederum eine gute Abdichtung für das Blockmaterial
4 zwischen Blockform 20 und Anschlussteil 19 zu erreichen. Jedoch sind auch andere
konstruktive Lösungen möglich.
[0099] Beim Darstellungsbeispiel ist das Anschlussteil 19 vorzugsweise in den Träger 11
eingesetzt bzw. daran angeordnet. Jedoch kann das Anschlussteil 19 bedarfsweise auch
unmittelbar von dem Träger 11 oder einem sonstigen Bauteil gebildet werden.
[0100] Beim Darstellungsbeispiel erfolgt vorzugsweise ein einzelweises Blocken der Linse
2 in der Blockstation 10. Jedoch ist beispielsweise auch ein paarweises Blocken, also
ein gleichzeitiges Blocken von zwei Linsen 2, möglich. Die Blockform 20 weist dann
vorzugsweise zwei entsprechende Blocköffnungen 21 auf. Alternativ können einer Blockstation
10 auch zwei Blockformen 20 zugeordnet sein.
[0101] Gemäß einer weiteren Alternative kann die Blockform 20 auch schwenkbar oder drehbar,
insbesondere als drehbarer Teller bzw. Platte ausgebildet sein, um wahlweise ein oder
zwei Blocköffnungen 21 zum Blocken zur Verfügung zu stellen und durch Drehen der Blockform
20 die Blocköffnung(en) 21 bedarfsweise zu wechseln.
[0102] Beim Darstellungsbeispiel erfolgt vorzugsweise ein automatisiertes bzw. motorisches
Bewegen der Blockform 20 bzw. Wechseln der Blocköffnung 21. Jedoch kann dies alternativ
auch manuell erfolgen. In diesem Fall ist dann beispielsweise kein Wechselantrieb
13 erforderlich.
[0103] Die Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 bzw. Wechseleinrichtung 12 oder Führung 14
kann bedarfsweise auch mit einer Rastung und/oder Arretierung versehen werden, um
die Blockform 20 bei korrekter bzw. zentrischer Positionierung der Blocköffnung 21
über der Aufnahme 30 insbesondere formschlüssig oder kraftschlüssig gegen ein Bewegen
bzw. Verschieben und/oder Abheben bzw. Hochklappen zu sichern.
[0104] Die Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 weist vorzugsweise einen insbesondere schwenkbaren
Niederhalter 15 auf, der die Linse 2 nach dem Positionieren der Linse 2 zum Blocken,
also insbesondere auf der Blockform 20 bzw. dem Rand der gewählten Blocköffnung 21
bzw. dem optional vorhandenen Blockeinsatz 23, in der gewünschten Position fixiert
bzw. hält, wie in Fig. 1 und 3 beispielhaft angedeutet.
[0105] Besonders bevorzugt ist der Niederhalter 15 über einen Halterantrieb 16, wie in Fig.
1 und 3 schematisch angedeutet, o. dgl. in gewünschter Weise bewegbar bzw. aktuierbar
oder schwenkbar, insbesondere so dass die Linse 2 mit gewünschter Haltkraft oder Vorspannung
in der gewünschten Position zum Blocken gehalten und/oder die Blockform 20 fixiert
bzw. gegen das Anschlussteil 19 gedrückt wird.
[0106] Die Blockstation 10 kann vorzugsweise eine Kipplage bzw. Blocklage, wie in Fig. 3
angedeutet, zum Blocken - genauer gesagt zum Einfüllen des Blockmaterials 4 - einnehmen,
so dass das von der oben liegenden Seite über die Zuführöffnung 24 zugeführte Blockmaterial
4 den Block- bzw. Zwischenraum zwischen Linse 2 und Blockstück 3 möglichst blasenfrei
ausfüllen und die darin befindliche Luft insbesondere über den Überlauf 25 ungehindert
entweichen kann, so dass eine weitestgehend vollständige Füllung des Zwischenraums
durch das Blockmaterial 4 erfolgt, bevor dieses sich verfestigt bzw. erstarrt.
[0107] Das Beschicken der Blockstation 10 mit dem zu blockenden Blockstück 3 und der zu
blockenden Linse 2 erfolgt hingegen vorzugsweise bei zumindest im Wesentlichen horizontaler
Ausrichtung (insbesondere der Linse 2 bzw. Blockform 20 bzw. des Trägers 11 bzw. des
Blockstücks 3) in einer sogenannten Beschickungsposition bzw. in einer Horizontallage.
Die Entnahme der geblockten Linse 2 erfolgt vorzugsweise ebenfalls in der Beschickungsposition.
[0108] Zum Wechsel zwischen der Beschickungsposition und der Kipplage und umgekehrt ist
die Blockstation 10 bzw. der Träger 11 vorzugsweise um eine Schwenkachse S kippbar
und weist die Vorrichtung 1 bzw. Blockstation 10 vorzugsweise eine entsprechende Schwenkeinrichtung,
insbesondere eine Schwenklagerung 17 und/oder einen Schwenkantrieb 18, auf.
[0109] Die Schwenkachse S verläuft vorzugsweise benachbart oder parallel zu einer Längskante
oder Längsachse des Trägers 11 bzw. der Blockform 20.
[0110] Beim Darstellungsbeispiel hält die Schwenklagerung 17 den Träger 11 vorzugsweise
im Wesentlichen im Bereich einer Längsseite und greift der Schwenkantrieb 18, wie
ein Stellzylinder o. dgl., insbesondere im Bereich der anderen Längsseite des Trägers
11 an. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich.
[0111] In Fig. 1 und 2 ist die Blockstation 10 mit im Wesentlichen horizontaler Ausrichtung
aus Veranschaulichungsgründen dargestellt. Die Befüllung mit dem Blockmaterial 4 mittels
des dargestellten Zuführkopfs 41 oder auf sonstige Weise erfolgt jedoch vorzugsweise
in der genannten Kipplage, wie bereits erläutert.
[0112] Die Aufnahme 30 weist vorzugsweise eine Halterung 31 zum Halten des Blockstücks 3
insbesondere in einer definierten Drehlage auf.
[0113] Das Blockstück 3 ist vorzugsweise auf seiner der Linse 2 abgewandten Seite bzw. Halteseite
mit einem oder mehreren Vorsprüngen, einer Vertiefung, insbesondere einer V-förmigen
Nut, einer Orientierungsnut und/oder sonstigen Orientierungsmitteln o. dgl. versehen,
um ein Halten bzw. Einspannen in einer nicht dargestellten Bearbeitungsmaschine mit
definierter Drehlage für eine Bearbeitung der geblockten Linse 2 zu ermöglichen. Die
Halterung 31 ist entsprechend ausgebildet, um das Blockstück 3 mit definierter Drehlage
aufzunehmen bzw. für das Blocken zu halten.
[0114] Insbesondere weist die Halterung 31 beim Darstellungsbeispiel stirnseitig eine vorzugsweise
ringförmige Aufnahmenut und/oder zentrische Vertiefung auf, sodass das Blockstück
3 im aufgenommenen Zustand peripher von der Halterung 31 bzw. einem Haltebereich 39
der Halterung 31 (vgl. Fig. 2) mit einem relativ engen Sitz umgeben und/oder insbesondere
mit definierter Drehlage durch axialen/radialen Eingriff gehalten wird.
[0115] Die Aufnahme 30 weist insbesondere ein - vorzugsweise zumindest im Wesentlichen hohlzylindrisches
- Lagergehäuse 32 zur drehbaren Lagerung der Halterung 31 auf.
[0116] Die Halterung 31 und das Blockstück 3 sind um eine Drehachse C drehbar, und zwar
vorzugsweise mittels eines Drehantriebs 33, der insbesondere als Servomotor ausgeführt
ist und/oder über eine getriebliche Kopplung bzw. ein Getriebe 34, wie einen Zahnriemen,
ein Treibrad und/oder ein oder mehrere Zahnräder derart gekoppelt ist, dass die Halterung
31 und damit das Blockstück 3 in definierter Weise, vorzugsweise um bis zu 360°, drehbar
und in einer gewünschten Drehlage positionierbar sind.
[0117] Der Drehantrieb 33 ist vorzugsweise axial versetzt zu der Drehachse C bzw. Halterung
31 angeordnet und/oder derart mit der Halterung 31 gekoppelt, dass die Halterung 31
vorzugsweise ohne Demontage des Drehantriebs 33 demontierbar, insbesondere axial ausbaubar
ist, beispielsweise zu Reinigungs- und Wartungszwecken.
[0118] Die Halterung 31 ist vorzugsweise mit einem axial beweglichen Stempel 35 versehen,
der dem das Blockstück 3 aufnehmenden Ende zugeordnet ist, um eine zentrale Ausnehmung
in dem Blockstück 3 blockmaterialdicht verschließen und/oder nach dem Blocken ein
axiales Auswerfen bzw. Entnehmen des Blockstücks 3 zusammen mit der geblockten Linse
2 - bei der Darstellung in Fig. 1/2 durch axiales Aufwärtsbewegen - bewirken oder
zumindest unterstützen zu können. Besonders bevorzugt wird der Stempel 35 pneumatisch
gesteuert bzw. bewegt.
[0119] Die Aufnahme 30 bzw. die Halterung 31 mit dem Blockstück 3 ist vorzugsweise ausgehend
von einer nicht verkippten Normalstellung (in der die Zentralachse bzw. Drehachse
C senkrecht zu der Auflageebene bzw. des Auflagerands der Blockform 20 bzw. entsprechenden
Blocköffnung 21 für die Linse 2 bzw. senkrecht zu der Haupt- oder Plattenebene E der
Blockform 20 bzw. des Trägers 11 verläuft) in eine gewünschte Blockstellung kippbar,
wie in Fig. 1 angedeutet, um beim Blocken eine entsprechende Verkippung zwischen der
Linse 2 und dem Blockstück 3 - insbesondere für eine spätere prismatische Korrektur
durch die Linse 2 - zu erreichen.
[0120] Beim Darstellungsbeispiel ist die Aufnahme 30 bzw. das Lagergehäuse 32 daher vorzugsweise
kippbar an der Blockstation 10 bzw. dem Träger 11, insbesondere über das Anschlussteil
19 oder ein sonstiges Bauteil gelagert.
[0121] Das Anschlussteil 19 sitzt vorzugsweise in einer entsprechenden Blocköffnung oder
Durchbrechung des Trägers 11 und springt beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise auf
der der Blockform 20 zugewandten Seite vor, insbesondere um in deren Ausnehmung 26
einzugreifen und/oder zwischen dem Anschlussteil 19 einerseits und der Blockform 20
bzw. deren Rand 22 andererseits eine vorzugsweise direkte Anlage bzw. vorzugsweise
flächige oder ringförmige Abdichtung herzustellen, damit das Blockmaterial 4 beim
Blocken nicht unerwünscht entweicht.
[0122] Die Halterung 31 bzw. deren Haltebereich 39 liegt vorzugsweise mit der Umfangs- oder
Außenfläche an dem Anschlussteil 19 innenseitig an, um den Block- bzw. Gießraum für
das Blockmaterial 4 abzudichten, insbesondere auch im verkippten Zustand. Hierzu wird
insbesondere eine kalottenartige Lagerung bzw. Anlage oder Kalottenführung zwischen
der Halterung 31 bzw. dem Haltebereich 39 einerseits und dem Anschlussteil 19 oder
einem sonstigen dem Träger 11 zugeordneten Bauteil andererseits gebildet, wie insbesondere
aus Fig. 2 ersichtlich. So kann ein unerwünschtes Entweichen von Blockmaterial 4 vermieden
werden. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich.
[0123] Das Anschlussteil 19 ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen ringförmig ausgebildet
und/oder steht auf der der dem Lagergehäuse 32 zugewandten Seite axial vor.
[0124] Besonders bevorzugt bildet das Anschlussteil 19 mit der Aufnahme 30 bzw. dem vorzugsweise
außen am Anschlussteil 19 anliegenden Lagergehäuse 32 zusätzlich oder alternativ eine
Kipp- bzw. Kalottenlagerung, die ein Verkippen der Aufnahme 30 ausgehend von der Normalstellung
in alle Richtungen in die Blockstellung ermöglicht, besonders bevorzugt koaxial zur
Lagerung des Haltebereichs 39 bzw. der Halterung 31 im Anschlussteil 19.
[0125] Besonders bevorzugt liegt die Kippachse der Aufnahme 30 bzw. der Halterung 31 zumindest
im Wesentlichen im Bereich des Blockstücks 3, hier im Wesentlichen im Bereich des
oberen bzw. blockseitigen Endes des Blockstücks 3.
[0126] Bei der Darstellung in Fig. 1 ist die Aufnahme 30 nach rechts verkippt.
[0127] Die maximale Verkippung beträgt vorzugsweise mindestens 4°, insbesondere etwa 5°,
ausgehend von der Normalstellung.
[0128] Gemäß einem besonders bevorzugten Aspekt ist die Aufnahme 30 bzw. das Lagergehäuse
32 über ein oder mehrere axiale Federn 36 gehalten und/oder gegen den Träger 11 bzw.
das Anschlussteil 19 vorgespannt. Dies ermöglicht eine sehr einfache Montage und Demontage
und/oder eine Gewichtskompensation.
[0129] Zum definierten Verkippen der Aufnahme 30 sind vorzugsweise zwei Stellantriebe 37
vorgesehen (in Fig. 1 ist nur ein Stellantrieb 37 auf der linken Seite dargestellt),
die um 90° versetzt an der Aufnahme 30 bzw. deren Lagergehäuse 32 oder damit verbundenen
Komponenten - quer bzw. radial zur Drehachse C - angreifen. Durch diesen Versatz kann
ein Verkippen um jede gewünschte (Orientierung der senkrecht zur Drehachse C bzw.
parallel zur Plattenebene E des Trägers 11 verlaufenden) Kippachse erreicht werden.
[0130] Die Stellantriebe 37 arbeiten vorzugsweise pneumatisch.
[0131] Die Stellantriebe 37 wirken vorzugsweise quer zur Drehachse C und/oder über Druckstempel
auf die Aufnahme 30 bzw. das Lagergehäuse 32 oder damit verbundene Komponenten. Die
Rückstellung erfolgt vorzugsweise über Rückstellfedern 38, wie in Fig. 1 schematisch
angedeutet. So ergibt sich eine einfache Konstruktion. Jedoch sind auch andere konstruktive
Lösungen möglich.
[0132] Die Aufnahme 30 bzw. das Lagergehäuse 32, der Drehantrieb 33, die Federn 36, die
Stellantriebe 37 und/oder die Rückstellfedern 38 ist bzw. sind vorzugsweise - mittelbar
oder unmittelbar - an der Blockstation 10 bzw. am Träger 11 - insbesondere auf der
der Blockform 20 abgewandten Seite des Trägers 11 - angeordnet bzw. befestigt.
[0133] Ein besonders bevorzugter Aufbau der vorschlagsgemäßen Vorrichtung 1 wird nachfolgend
anhand der schematischen Draufsicht gemäß Fig. 8 näher erläutert.
[0134] Die Vorrichtung 1 weist mindestens eine Blockstation 10, besonders bevorzugt zwei
oder mehr Blockstationen 10 auf. Die Blockstationen 10 sind vorzugsweise zumindest
im Wesentlichen gleichartig oder identisch aufgebaut, wie bereits voranstehend erläutert.
[0135] Jeder Blockstation 10 ist vorzugsweise ein eigener Zuführkopf 41 zugeordnet.
[0136] Der Zuführkopf 41 weist vorzugsweise - insbesondere zusätzlich zu der Zuführspitze
42 für das Blockmaterial 4 - auch einen Füllstandsensor 45 zur Erfassung der Füllung
des Zwischenraums zwischen Linse 2 und Blockstück 3 bzw. der Blockform 20 mit Blockmaterial
4 auf. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich.
[0137] Der Zuführkopf 41 ist vorzugsweise linear aus der in Fig. 1/2 gezeigten Zuführposition
in eine abgerückte Warteposition (wie in Fig. 8 gezeigt) und umgekehrt bewegbar, wobei
die Bewegungsachse bzw. -richtung vorzugsweise parallel zu der geneigten Hauptebene
in der Blocklage und/oder in Verlängerung der Zuführöffnung 24 derjenigen Blocköffnung
21, die sich über der Aufnahme 30 befindet, erfolgt.
[0138] Die Blockmaterialzuführung 40 weist vorzugsweise ein insbesondere gemeinsames Reservoir
46 für das Blockmaterial 4 auf, sodass die Zuführköpfe 41 über entsprechende Blockmaterialleitungen
44 mit dem Blockmaterial 4 versorgbar sind.
[0139] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise mindestens eine Kühleinrichtung 50 zur Versorgung
der Blockform 20 bzw. deren Kühlmittelkanal 28 mit Kühlmittel auf. Die Kühleinrichtung
50 ist insbesondere über Kühlmittelleitungen 51 an die Kühlmittelanschlüsse 27 bzw.
den Kühlmittelkanal 28 der jeweiligen Blockform 20 angeschlossen.
[0140] Aufgrund der Bewegbarkeit bzw. Verschiebbarkeit der Blockform 20 - insbesondere in
der Bewegungsrichtung B - und aufgrund der bevorzugten Schwenkbewegung zwischen der
Beschickungsposition und Kipplage muss die Kühlmittelzuführung bzw. müssen die Kühlmittelleitungen
51 entsprechend flexibel ausgebildet und beweglich geführt sein, um diese Bewegungen
zu ermöglichen und gleichzeitig die Kühlmittelversorgung aufrechtzuerhalten.
[0141] In Fig. 8 ist aus Vereinfachungsgründen lediglich ein Anschluss der Kühlmittelversorgung
bzw. Kühleinrichtung 50 an die untere Blockstation 10 bzw. deren Blockform 20 dargestellt.
[0142] Die vorschlagsgemäße Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine Fördereinrichtung 60 zur
Zuförderung von zu blockenden Linsen 2 und/oder Wegförderung von geblockten Linsen
2 auf.
[0143] Die Fördereinrichtung 60 ist besonders bevorzugt als Förderband oder Gurtförderer
ausgebildet.
[0144] Die zu blockenden Linsen 2 werden vorzugsweise auf oder in Transportträgern 70 zugeführt.
Besonders bevorzugt sind die Transportträger 70 als Transportkisten ausgebildet und/oder
dienen jeweils der Aufnahme von zwei Linsen 2.
[0145] Vorzugsweise werden die Transportträger 70 auch zur Wegförderung von geblockten Linsen
2 verwendet.
[0146] Fig. 8 zeigt einen Transportträger 70 in einer Entladeposition zur Entnahme einer
zu blockenden Linse 2 und gestrichelt in einer Beladeposition zum Beladen mit einer
geblockten Linse 2. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich. Beispielsweise
können für geblockte Linsen 2 auch andere Transportträger 70 als für zu blockenden
Linse 2 verwendet werden.
[0147] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine Messstation 80 für die Linsen 2 auf, um
die Linsen 2 vorzugsweise einzelweise zu "vermessen", also insbesondere eine Drehlage
und/oder Position und/oder Kennzeichen, Markierungen o. dgl., die Lage einer optischen
aktiven Fläche (oben oder unten) o. dgl. zu erfassen.
[0148] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise ein Magazin 90 für Blockstücke 3 auf.
[0149] Die Messstation 80 und das Magazin 90 sind vorzugsweise auf entgegengesetzten Seiten
der Blockstation(en) 10 und/oder in Förderrichtung F der Fördereinrichtung 60 (beim
Darstellungsbeispiel gemäß Fig. 8 von links nach rechts) versetzt bzw. nacheinander
angeordnet.
[0150] Alternativ kann das Magazin 90 auch benachbart zu der bzw. auf der selben Seite wie
die Messstation 80 und/oder in Förderrichtung F stromauf zu der Messstation 80 bzw.
einer Ladeeinrichtung 100 angeordnet sein.
[0151] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine Ladeeinrichtung 100 zur Zuförderung von
zu blockenden Linsen 2 zu der Blockstation 10 bzw. den Blockstationen 10 auf. Insbesondere
ist die Ladeeinrichtung 100 derart ausgebildet, dass die Linsen 2 - vorzugsweise einzelweise
- von der Fördereinrichtung 60 bzw. dem Transportträger 70 zu der jeweiligen Blockstation
10 bzw. zunächst zu der optionalen Messstation 80 und von dort zu der jeweiligen Blockstation
10 oder nur von der Messstation 80 zu der jeweiligen Blockstation 10 gefördert bzw.
transportiert werden.
[0152] Insbesondere nimmt die Ladeeinrichtung 100 die Linsen 2 von dem jeweiligen Transportträger
70 auf, fördert diese zunächst zu der optionalen Messstation 80 und anschließend an
die jeweiligen Blockstation 10, bevorzugt wahlweise an eine der Blockstationen 10.
[0153] Anstelle der bevorzugten einzelweisen Förderung kann auch eine paarweise Förderung
der Linsen 2 erfolgen. Insbesondere erfolgt dann auch ein paarweises Messen in der
Messstation 80 und/oder ein paarweises Blocken in der Blockstation 10.
[0154] Vorzugsweise weist die Ladeeinrichtung 100 eine erste Linsenfördereinrichtung 110,
um eine zu blockende Linse 2 von der Fördereinrichtung 60 bzw. dem sich in der Entladeposition
befindlichen Transportträger 70 zu der Messstation 80 zu fördern, und/oder eine zweite
Linsenfördereinrichtung 120 zur Weiterförderung der Linse 2 an die jeweilige Blockstation
10 auf.
[0155] Fig. 9 zeigt in einer schematischen Seitenansicht einen besonders bevorzugten Aufbau
der Messstation 80. Diese weist insbesondere einen Messtisch bzw. Messträger 81, eine
Beleuchtungseinrichtung 82 und/oder eine Erfassungseinrichtung bzw. Kamera 83 auf.
[0156] Die Linse 2 wird vorzugsweise an die Messstation 80 übergeben bzw. auf dem Messtisch
oder Messträger 81 der Messstation 80 abgelegt, wie in Fig. 9 angedeutet.
[0157] Die Messstation 80 erkennt vorzugsweise Gravuren und/oder Kennzeichnungen, Markierungen
und/oder optische Wirkungsbereiche der Linse 2.
[0158] Die Messstation 80 bzw. deren Beleuchtungseinrichtung 82 weist vorzugsweise einen
Projektor, Bildschirm o. dgl. auf, der beispielsweise ein Muster (Streifen- oder Gittermuster)
durch die Linse 2 schickt oder auf diese projiziert, sodass die optische Wirkung der
Linse 2 sowie Kennzeichnungen und Gravuren verzerrt werden und entsprechend eine Erfassung
der optischen Wirkung der Linse 2, der Gravuren und Kennzeichnungen u. dgl. ermöglicht
wird.
[0159] Die Beleuchtungseinrichtung 82 beleuchtet oder durchleuchtet die Linse 2 vorzugsweise
mit einem Streifen- oder Gittermuster-je nach Bedarf im sichtbaren und/oder unsichtbaren
Wellenlängenbereich bzw. ggf. auch mit unterschiedlichen Mustern und/oder Wellenlängen
- vorzugsweise von einer Seite bzw. unten. Jedoch ist auch eine reflektorische Messung
bzw. Beleuchtung möglich.
[0160] Die Erfassungseinrichtung bzw. Kamera 83 ist vorzugsweise auf der entgegengesetzten
Seite bzw. oberhalb des Messträgers 81 angeordnet.
[0161] Die Messstation 80 kann mittels der Erfassungseinrichtung bzw. Kamera 83 vorzugsweise
die Art und/oder die Ausrichtung der Linse 2, insbesondere durch Auswertung des Kamerabilds
erfassen. Hierbei kann insbesondere erfasst werden, auf welcher Seite die Linse 2
liegt und/oder in welcher Drehlage bzw. Position sich die Linse 2 befindet. Weiter
können auch Markierungen oder sonstige Kennzeichen der Linse 2 erfasst und/oder ausgewertet
werden.
[0162] Die Ladeeinrichtung 100 bzw. die erste und/oder zweite Linsenfördereinrichtung 110
bzw. 120 kann bzw. können je nach Bedarf zur Lagekorrektur der Linse 2 in der Messstation
80 verwendet werden. Beispielsweise kann die erste Linsenfördereinrichtung 110 die
Linse 2 bei Bedarf nochmals aufnehmen und drehen und wieder ablegen. Die zweite Linsenfördereinrichtung
120 kann beispielsweise die Linse 2 umfangsseitig greifen und zentrieren. Jedoch sind
auch sonstige Manipulationen möglich.
[0163] Beim Darstellungsbeispiel handelt es sich bei der ersten Linsenfördereinrichtung
110 und der zweiten Linsenfördereinrichtung 120 vorzugsweise um voneinander getrennte
bzw. separat arbeitende Fördereinrichtungen. Dies ist einem optimierten Durchsatz
und/oder einem einfachen Aufbau mit wenigen Bewegungsachsen zuträglich. Jedoch können
die beiden auch durch eine gemeinsame Einrichtung, beispielsweise einen mehrachsigen
Roboterarm o. dgl. gebildet werden.
[0164] Die Ladeeinrichtung 100 bzw. erste Linsenfördereinrichtung 110 weist vorzugsweise
einen ersten Linsenmanipulator 111 insbesondere mit einer Saugeinrichtung 112 oder
einem sonstigen Organ zum Aufnehmen und Halten der Linse 2 auf, wie in Fig. 8 und
9 angedeutet, um eine zu blockende Linse 2 aufzunehmen und zur Messstation 80 zu transportieren,
insbesondere dort auf dem Messträger 81 abzulegen.
[0165] Vorzugsweise ist der Linsenmanipulator 111 entlang einer (ersten) Linearachse L1
bzw. Führung oder Schiene 113 bewegbar bzw. positionierbar, insbesondere über einen
daran verschiebbar geführten Schlitten 114 und einen entsprechenden Antrieb.
[0166] Der Linsenmanipulator 111 bzw. die Saugeinrichtung 112 ist vorzugsweise quer bzw.
senkrecht zu der Linearachse L1 und/oder vertikal bewegbar, insbesondere um die Linse
2 anheben und ablegen zu können. Dies erfolgt insbesondere über einen geeigneten Antrieb,
wie einen Hubzylinder o.d.gl.
[0167] Weiter ist der Linsenmanipulator 111 bzw. dessen Saugeinrichtung 112 oder sonstiges
Halteorgan für die Linse 2 insbesondere um eine vertikale Achse bzw. die Linsenachse
drehbar, um die Linse 2 in ihrer Drehlage ausrichten zu können.
[0168] Insbesondere wird die Ladeeinrichtung 100 bzw. erste Linsenfördereinrichtung 110
bzw. der erste Linsenmanipulator 111 oder dessen Saugeinrichtung 112zum Drehen der
Linse 2 nach einer ersten Erfassung bzw. Vermessung in der Messstation 80 eingesetzt,
sofern die Linse 2 nicht die gewünschte Drehlage aufweist. Hierzu nimmt der Linsenmanipulator
111 die Linse 2 vorsorglich nochmals vom Messträger 81 auf und dreht diese in die
gewünschte Drehlage und legt diese dann wieder auf dem Messträger 81 ab.
[0169] Danach erfolgt optional eine Kontrollmessung und/oder Weiterförderung der Linse 2
an die Blockstation 10.
[0170] Die Ladeeinrichtung 100 bzw. zweite Linsenfördereinrichtung 120 weist vorzugsweise
einen zweiten Linsenmanipulator 121 insbesondere mit einem Greifer 122 oder sonstigen
Organ zum Aufnehmen und Halten der Linse 2 auf, wie in Fig. 8 und 9 angedeutet, um
eine zu blockende Linse 2 aufzunehmen und insbesondere wahlweise zu einer der Blockstationen
10 zu transportieren und insbesondere dort auf der Blockform 20 abzulegen.
[0171] Vorzugsweise ist der (zweite) Linsenmanipulator 121 entlang einer (zweiten) Linearachse
L2 bzw. Führung oder Schiene 123 bewegbar bzw. positionierbar, insbesondere über einen
daran verschiebbar geführten Schlitten 124 und einen entsprechenden Antrieb.
[0172] Beim Darstellungsbeispiel weist der (zweite) Linsenmanipulator 121 vorzugsweise einen
Schwenkarm 125 auf, der insbesondere schwenkbar um eine Wendeachse W am Schlitten
124 bzw. einem daran angebrachten Ausleger angeordnet ist. Der Schwenkarm 125 trägt
den vorzugsweise als Zentriergreifer ausgebildeten Greifer 122 des Linsenmanipulators
121. Insbesondere weist der Zentriergreifer 122 zwei zueinander bewegbare Haltebacken
auf, die eine Linse 2 umfangsseitig greifen und dabei zentrieren können.
[0173] Die Ladeeinrichtung 100 bzw. zweite Linsenfördereinrichtung 120 bzw. der (zweite)
Linsenmanipulator 121 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass eine zu blockende
Linse 2 von der Messstation 80 - insbesondere vom Messträger 81 - genommen, die Linse
2 gewendet und/oder der (gewünschten) Blockstation 10 - insbesondere wahlweise einer
der Blockstationen 10 - zugefördert werden kann. Insbesondere gestattet der Schwenkarm
125 ein Wenden der Linse 2.
[0174] Üblicherweise wird die Linse 2 von der Fördereinrichtung 60 bzw. mittels des Transportträgers
70 so zugefördert, dass eine schon bearbeitete bzw. nicht mehr mechanisch zu bearbeitende
Flachseite der Linse 2 oben liegt. Die Linse 2 soll mit dieser Seite - der sogenannten
Blockseite - geblockt werden, damit dann später nach dem Blocken die andere Seite
(mechanisch) bearbeitet werden kann.
[0175] Die Wendeachse W zum Wenden verläuft vorzugsweise horizontal und/oder liegt vorzugsweise
zwischen den Linsenmittelpunkt auf der Messstation 80 und dem Linsenmittelpunkt auf
der benachbarten Blockstation 10.
[0176] Der Schwenkarm 125 zusammen mit dem Greifer 122 überbrückt vorzugsweise etwa den
Abstand zwischen Linsenmitte auf der Messstation 80 zu der Linie, auf der die Mittelpunkte
der Blocköffnungen 21 der Blockform(en) 20 liegen. So ergibt sich ein sehr einfacher
Aufbau. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich.
[0177] Die Bewegung entlang der (zweiten) Linearachse L2 ermöglicht dann die wahlweise Positionierung
der zu blockenden Linse 2 auf der gewählten Blockstation 10 bzw. entsprechenden Blockform
20 / Blocköffnung 21 dieser Blockstation 10.
[0178] Durch Schwenken des Schwenkarms 125 kann die Linse 2 also ausgehend von der Position
auf der Messstation 80 vorzugsweise gewendet und ggf. ohne Linearverschiebung direkt
an die gegenüberliegende Blockstation 10 übergeben, insbesondere auf der Blockform
20 abgelegt und/oder positioniert werden.
[0179] Anstelle einer Bewegung und Positionierung entlang der (zweiten) Linearachse L2 zur
Auswahl der entsprechenden oder anderen Blockstation 10 kann jedoch auch eine sonstige
konstruktive Lösung, beispielsweise ein Bewegen der Blockstationen 10 vorgesehen werden.
[0180] Fig. 9 zeigt die erste Linsenfördereinrichtung 110 bzw. den ersten Linsenmanipulator
111 bzw. dessen Saugeinrichtung 112 im angehobenen Zustand und die zweite Linsenfördereinrichtung
120 bzw. den zweiten Linsenmanipulator 121 bzw. Greifer 122 beim Erfassen oder Positionieren
der Linse 2 auf der Messstation 80 bzw. deren Messträger 81.
[0181] Vor Zuförderung einer zu blockenden Linse 2 zu einer Blockstation 10 bzw. vor Ablage
der zu blockenden Linse 2 auf der Blockform 20 in der vorzugsweise vorgesehenen horizontalen
Beschickungsposition erfolgt vorzugsweise ein Wechsel der Blocköffnung 21 der Blockform
20 (sofern gewünscht und/oder erforderlich) und eine Beschickung der Blockstation
10 bzw. deren Aufnahme 30 mit einem Blockstück 3. Dies erfolgt vorzugsweise ebenfalls
in der horizontalen Beschickungsposition der Blockstation 10.
[0182] Das Wechseln der Blocköffnung 21 erfolgt vorzugsweise automatisch bzw. motorisch
mittels der Wechseleinrichtung 12, wie bereits erläutert.
[0183] Die bevorzugte Beschickung der Blockstation 10 mit dem Blockstück 3 wird später erläutert.
Zunächst wird näher auf den Ablauf nach dem Blocken eingegangen.
[0184] Die Vorrichtung 1 weist eine vorzugsweise unabhängig von der Ladeeinrichtung 100
und/oder ersten Linsenfördereinrichtung 110 und/oder zweiten Linsenfördereinrichtung
120 arbeitende Entladeeinrichtung 130 zum Entladen der Blockstation(en) 10 nach dem
Blocken, also zum Wegfördern der geblockten Linse 2 und insbesondere zur Übergabe
an die Fördereinrichtung 60 bzw. einen Transportträger 70 (in Fig. 8 gestrichelt auf
der rechten Seite in einer Ladeposition zur Aufnahme einer geblockten Linse 2 gezeigt)
auf.
[0185] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine gemeinsame Ladeeinrichtung 100 bzw. (zweite)
Linsenfördereinrichtung 120 zur Zuförderung der zu blockenden Linsen 2 zu den (mehreren)
Blockstationen 10 auf.
[0186] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise ebenso eine gemeinsame Entladeeinrichtung 130
mit einem (dritten) Linsenmanipulator 131 für die (mehreren) Blockstationen 10 auf.
[0187] Vorzugsweise weist die Entladeeinrichtung 130 bzw. der (dritte) Linsenmanipulator
131 eine Saugeinrichtung 132 oder ein sonstiges Organ zum Aufnehmen und Halten der
geblockten Linse 2 auf, wie in Fig. 10 schematisch angedeutet, um eine geblockte Linse
2 aufzunehmen und von der jeweiligen Blockstation 10 zu der Fördereinrichtung 60 zu
transportieren, insbesondere auf dem Transportträger 70 abzulegen.
[0188] Vorzugsweise ist der (dritte) Linsenmanipulator 131 entlang einer (dritten) Linearachse
L3 bzw. Führung oder Schiene 133 bewegbar bzw. positionierbar, insbesondere über einen
daran verschiebbar geführten Schlitten 134 und einen entsprechenden Antrieb.
[0189] Der (dritte) Linsenmanipulator 131 bzw. dessen Saugeinrichtung 132 oder sonstiges
Organ ist vorzugsweise quer bzw. senkrecht zu der Linearachse L3 und/oder vertikal
bewegbar, insbesondere um die geblockte Linse 2 zusammen mit dem Blockstück 3 anheben
und ablegen zu können.
[0190] Weiter ist der dritte Linsenmanipulator 131 bzw. dessen Saugeinrichtung 132 oder
sonstiges Halteorgan für die Linse 2 insbesondere um eine vertikale Achse bzw. die
Linsenachse drehbar, um die Linse 2 in ihrer Drehlage bedarfsweise ausrichten zu können,
bevor diese übergeben bzw. auf dem Transportträger 70 abgelegt wird.
[0191] Die erste Linearachse L1, zweite Linearachse L2 und/oder dritte Linearachse L3 verläuft
bzw. verlaufen vorzugsweise zumindest im Wesentlichen horizontal und/oder quer bzw.
senkrecht zu der Förderrichtung F der Fördereinrichtung 60 und/oder parallel zueinander.
[0192] Die erste und/oder dritte Führung bzw. Schiene 113 bzw. 133 erstreckt bzw. erstrecken
sich vorzugsweise über die Fördereinrichtung 60, insbesondere um das Entladen und
Beladen der Transportträger 70 in gewünschter Weise zu ermöglichen. Jedoch sind auch
andere konstruktive Lösungen möglich.
[0193] Die Schwenkachse S der Blockstation(en) 10, die Bewegungsrichtung B der Blockform(en)
20 zum Öffnungswechsel, die Wendeachse W der Ladeeinrichtung 100 bzw. zweiten Linsenfördereinrichtung
120 bzw. des Schwenkarms 125 und/oder mindestens eine der Linearachsen L1, L2, L3
verläuft bzw. verlaufen vorzugsweise zumindest im Wesentlichen horizontal, parallel
zueinander und/oder quer bzw. senkrecht zur Förderrichtung F der Fördereinrichtung
60.
[0194] Besonders bevorzugt sind die Blockstationen 10 und/oder deren Blockformen 20 bzw.
die Mittelpunkte der Blocköffnungen 21 einer Blockform 20 oder aller Blockformen 20
in einer Reihe oder Linie angeordnet, die insbesondere parallel zu der ersten, zweiten
und/oder dritten Linearachse L1, L2, L3 und/oder quer bzw. senkrecht zur Förderrichtung
F der Fördereinrichtung 60. bzw. des Transportträger 70 verläuft. Dies ist einem einfachen
und/oder kompakten Aufbau zuträglich.
[0195] Die Ladeposition der Transportträger 70 liegt vorzugsweise in geradliniger Verlängerung
zu den Blockstationen 10 bzw. Blockformen 20 bzw. Blocköffnungen 21.
[0196] Die Blockstationen 10 sind vorzugsweise entlang oder parallel zu der Linearachse
L2 bzw. L3 zur Beladung und/oder Entladung mit Linsen 2 bzw. zur Beschickung mit Blockstücken
3 angeordnet.
[0197] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise eine Beschickungseinrichtung 140 zur Beschickung
der Blockstation(en) 10 mit Blockstücken 3 auf, wie in Fig. 8 und 10 sowie in der
schematischen Seitenansicht gemäß Fig. 11 gezeigt.
[0198] Die Beschickungseinrichtung 140 ist insbesondere derart ausgebildet, dass ein Blockstück
3 dem Magazin 90 entnommen, vorzugsweise in einer definierten oder gewünschten Drehlage
orientiert und der jeweiligen Blockstation 10 bzw. Aufnahme 30 zugeführt, insbesondere
in die Halterung 31 der jeweiligen Aufnahme 30 eingesetzt werden kann.
[0199] Das Magazin 90 ist vorzugsweise drehbar, insbesondere um eine vertikale Achse.
[0200] Das Magazin 90 weist insbesondere rohrförmige Blockstückaufnahmen 91 zur gestapelten
Aufnahme von Blockstücken 3 auf, wie aus Fig. 11 ersichtlich. Bedarfsweise können
die verschiedenen Blockstückaufnahmen 91 mit unterschiedlichen Blockstücken 3 bestückt
sein.
[0201] Die Blockstückaufnahmen 91 erstrecken sich vorzugsweise vertikal und/oder sind oben
offen.
[0202] Durch Bewegung bzw. Drehen des Magazins 90 kann eine gewünschte Blockstückaufnahme
91 in eine Entnahmeposition bewegt werden, so dass ein gewünschtes Blockstück 3 entnommen
werden kann.
[0203] Beim Darstellungsbeispiel sind die Blockstückaufnahmen 91 vorzugsweise auf einem
Träger bzw. Drehteller 92 angeordnet und/oder an einem Stützteller 94 gehalten.
[0204] Die Blockstückaufnahmen 91 sind vorzugsweise wechselbar bzw. rastend befestigt, insbesondere
mittels Halteeinrichtungen 93 am Magazin 90 bzw. Drehteller 92 und/oder an einem Stützteller
94 angebracht bzw. gehalten.
[0205] Beim Darstellungsbeispiel weist die Vorrichtung 1 bzw. Beschickungseinrichtung 140
vorzugsweise ein oder mehrere Blockstückfördereinrichtungen, besonders bevorzugt eine
(erste) Blockstückfördereinrichtung 150, eine (zweite) Blockstückfördereinrichtung
160 und/oder eine (dritte) Blockstückfördereinrichtung 170 auf.
[0206] Die erste Blockstückfördereinrichtung 150 weist vorzugsweise einen ersten Blockstückmanipulator
151 insbesondere mit einer Saugeinrichtung 152 oder einem sonstigen Organ zum Aufnehmen
und Halten eines Blockstücks 3 auf, wie in Fig. 8 und 11 angedeutet, um ein zu blockendes
Blockstück 3 insbesondere aus dem Magazin 90 aufzunehmen und mit definierter Drehlage
weiterzugeben, insbesondere an die zweite Blockstückfördereinrichtung 160 zu übergeben
bzw. das Blockstück 3 darauf abzulegen.
[0207] Vorzugsweise ist der Blockstückmanipulator 151 entlang einer Linearachse L4 bzw.
Führung oder Schiene 153 bewegbar bzw. positionierbar, insbesondere über einen daran
verschiebbar geführten Schlitten 154 und einen entsprechenden Antrieb.
[0208] Der Blockstückmanipulator 151 bzw. dessen Saugeinrichtung 152 oder das sonstiges
Halteorgan ist vorzugsweise quer bzw. senkrecht zu der Linearachse L4 und/oder vertikal
bewegbar, insbesondere um das Blockstück 3 entsprechend anheben und ablegen zu können.
[0209] Die Entnahme eines Blockstücks 3 aus dem Magazin 90 erfolgt durch die Beschickungseinrichtung
140 bzw. (erste) Blockstückfördereinrichtung 150 bzw. den Blockstückmanipulator 151.
Die Entnahme erfolgt vorzugsweise von oben, insbesondere mittels der Saugeinrichtung
152 oder eines sonstigen Halteorgans des Blockstückmanipulators 151.
[0210] Weiter ist der Blockstückmanipulator 151 bzw. dessen Saugeinrichtung 152 oder sonstiges
Halteorgan für das Blockstück 3 insbesondere um eine vertikale Achse bzw. die Blockstückachse
drehbar, um das Blockstück 3 in seiner Drehlage ausrichten zu können.
[0211] Zur Ausrichtung des Blockstücks 3 in einer gewünschten Drehlage ist die Vorrichtung
1 bzw. Beschickungseinrichtung 140 oder Blockstückfördereinrichtung 150 bzw. der erste
Blockstückmanipulator 151 vorzugsweise mit einer Sensoreinrichtung 155 versehen, die
insbesondere optisch eine Drehlage des Blockstücks 3, beispielsweise anhand einer
Orientierungsnut o. dgl., erfassen kann.
[0212] Nach dem Entnehmen aus dem Magazin 90 kann das Blockstück 3 vor der Sensoreinrichtung
155 positioniert werden, um das Blockstück 3 in die gewünschte Drehlage zu drehen.
[0213] Besonders bevorzugt ist die Sensoreinrichtung 155 am Schlitten 154 angeordnet. So
kann das Blockstück 3 sehr einfach durch Anheben direkt vor oder benachbart zu der
Sensoreinrichtung 155 positioniert und in die gewünschte Drehlage gedreht werden.
[0214] Außerdem kann gleichzeitig während der Drehausrichtung die Linearbewegung hin zu
der (zweiten) Blockstückfördereinrichtung 160 erfolgen, um eine möglichst zügige Übergabe
des Blockstücks 3 zu ermöglichen.
[0215] Die (zweite) Blockstückfördereinrichtung 160 ist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise
als insbesondere linearer Förderer bzw. Förderband 161 und/oder zur Segmentierung
bzw. Vereinzelung der Blockstücke 3 ausgebildet.
[0216] Das in seiner Drehlage vorzugsweise ausgerichtete Blockstück 3 wird von der ersten
Blockstückfördereinrichtung 150 vorzugsweise auf der Blockstückfördereinrichtung 160
bzw. auf dem Förderer/Förderband 161 abgelegt.
[0217] Besonders bevorzugt ist das Förderband 161 mit Orientierungsmitteln, wie Nocken bzw.
Längs- oder Querrippen 162, wie in Fig. 11 angedeutet, versehen, um die gewünschte
Drehorientierung der Blockstücke 3 auf dem Förderband 161 zu gewährleisten. Jedoch
sind hier auch andere konstruktive Lösungen möglich.
[0218] Die (zweite) Blockstückfördereinrichtung 160 bzw. das Förderband 161 fördert die
Blockstücke 3 dann nacheinander - insbesondere unter der dritten Führung bzw. Schiene
133 hindurch - zu einer Aufnahmeposition für die (dritte) Blockstückfördereinrichtung
170.
[0219] Wenn das Magazin 90 auf der anderen Seite der dritten Führung bzw. Schiene 133, also
insbesondere in Förderrichtung F stromauf bzw. in Fig. 8 auf der linken Seite angeordnet
ist, wird das Förderband 161 nicht unter der dritten Führung bzw. Schiene 133, sondern
bei Bedarf insbesondere unter der ersten Führung bzw. Schiene 113 hindurch geführt.
[0220] Unabhängig davon ist die Beschickungseinrichtung 140 bzw. das Förderband 161 für
die Blockstücke 3 vorzugsweise zwischen der Blockstation 10 und der Fördereinrichtung
60 angeordnet und/oder verläuft das Förderband 161 vorzugsweise parallel zur Förderrichtung
F bzw. Fördereinrichtung 60.
[0221] Die (zweite) Blockstückfördereinrichtung 160 bzw. das Förderband 161 fördert Blockstücke
3 nacheinander in eine Aufnahmeposition zur Übergabe an die (dritte) Blockstückfördereinrichtung
170. Die Aufnahmeposition liegt vorzugsweise zwischen der ersten Führung bzw. Schiene
113 einerseits und der dritten Führung bzw. Schiene 133 andererseits und/oder zwischen
der Blockstation 10 und der Fördereinrichtung 60. Jedoch sind auch andere Anordnungen
möglich.
[0222] Wenn die Drehlage eines Blockstücks 3 nicht eindeutig erkannt werden kann oder das
Blockstück 3 aus sonstigen Gründen nicht einsetzbar ist, kann das Blockstück 3 von
der ersten Blockstückfördereinrichtung 150 bzw. dem Blockstückmanipulator 151 an eine
in Fig. 11 angedeutete (erste) Auffangeinrichtung 163 abgegeben werden, beispielsweise
durch Fallenlassen. Diese Auffangeinrichtung 163 bzw. Auffangposition ist vorzugsweise
unmittelbar vor dem Förderband 161 und/oder zwischen dem Magazin 90 und dem Förderband
161 angeordnet. Jedoch sind auch andere konstruktive Lösungen möglich. Beispielsweise
kann alternativ oder zusätzlich eine (zweite) Auffangeinrichtung 164 dem Förderband
161 unmittelbar nachgeordnet sein, um nicht verwendbare, beispielsweise nicht aufnehmbare
Blockstücke 3 - insbesondere durch Abkippen am Ende des Förderers/Förderbands 61 -
aufnehmen zu können.
[0223] Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante werden die von der (ersten) Blockstückfördereinrichtung
150 ordnungsgemäß erfassten Blockstücke 3 derart beabstandet auf das Förderband 161
abgelegt und/oder sind die Orientierungsmittel bzw. Querrippen 162 derart beabstandet,
dass nicht mehr weiter zu verwendende Blockstücke 3, beispielsweise nicht richtig
orientierbare Blockstücke 3 oder sonstige Fehler aufweisende Blockstücke 3, dazwischen
auf dem Förderband 161 abgelegt werden (können), um diese dann nicht mehr in der genannten
Aufnahmeposition zur Übergabe an die Blockstückfördereinrichtung 170 zu positionieren,
sondern durch Weiterförderung an die Auffangeinrichtung 164 am Ende des Förderbands
160 abgeben bzw. abkippen zu können. Dies ermöglicht eine sehr einfache Realisierung,
wobei insbesondere die (erste) Auffangeinrichtung 163 entfallen kann.
[0224] Anstelle der in Fig. 11 dargestellten Variante mit drei Umlenkungen ist auch eine
Realisierung mit nur zwei Umlenkungen für das Förderband 161 möglich.
[0225] Die (dritte) Blockstückfördereinrichtung 170 weist vorzugsweise einen Blockstückmanipulator
171 insbesondere mit einer Saugeinrichtung 172 oder einem sonstigen Halteorgan zum
Aufnehmen und Halten der von Blockstücken 3 auf, um ein Blockstück 3 von der (zweiten)
Blockstückfördereinrichtung 160 bzw. dem Förderband 161 - insbesondere von der beim
Darstellungsbeispiel links liegenden Aufnahmeposition in Fig. 8 - aufnehmen und der
entsprechenden Blockstation 10 bzw. Aufnahme 30 zuführen zu können und damit die Blockstation
10 mit dem Blockstück 3 für das nächste Blocken zu bestücken bzw. zu beschicken.
[0226] Die Vorrichtung 1 bzw. Beschickungseinrichtung 140 und/oder (zweite) Blockstückfördereinrichtung
160 weist vorzugsweise eine nicht dargestellte Sensoreinrichtung auf, um festzustellen,
ob sich ein Blockstück 3 bzw. welches Blockstück 3 in der Aufnahmeposition und/oder
an bzw. auf dem jeweiligen Orientierungsmittel zur Aufnahme durch die Blockstückfördereinrichtung
170 befindet. Dementsprechend kann dadurch entschieden werden, ob das Blockstück 3
von der (dritten) Blockstückfördereinrichtung 170 aufgenommen und an die Blockstation
10 übergeben wird oder stattdessen durch weitere Förderung an die Auffangeinrichtung
164 abgegeben oder abgekippt wird.
[0227] Vorzugsweise ist der Blockstückmanipulator 171 ebenfalls entlang einer Linearachse
oder Führung bzw. Schiene 173 bzw. mittels eines Schlittens 174,, insbesondere entlang
der dritten Linearachse L3 bzw. Führung oder Schiene 133 bewegbar bzw. positionierbar.
[0228] Die Blockstationen 10 sind vorzugsweise derart in einer Reihe bzw. hintereinander
angeordnet, dass der (dritte) Blockstückmanipulator 171 linear wahlweise über eine
der Blockstationen 10 bzw. über der jeweiligen Aufnahme 30 positionierbar ist.
[0229] Besonders bevorzugt ist der (zweite) Blockstückmanipulator 171 zusammen mit dem (dritten)
Linsenmanipulator 131 bewegbar bzw. verschiebbar, insbesondere mechanisch fest gekoppelt,
beispielsweise über ein Verbindungsteil 175, bzw. am gleichen bzw. gemeinsamen Schlitten
134 angeordnet, wie in Fig. 10 dargestellt.
[0230] Der Blockstückmanipulator 171 bzw. dessen Saugeinrichtung 172 oder dessen sonstiges
Halteorgan ist vorzugsweise quer bzw. senkrecht zu der dritten Linearachse L3 und/oder
vertikal bewegbar, insbesondere um das Blockstück 3 anheben und ablegen zu können.
[0231] Die Beschickungseinrichtung 140 ist insbesondere zur einzelweisen Beschickung der
Blockstation(en) 10 mit Blockstücken 3 ausgebildet. Jedoch ist grundsätzlich auch
eine paarweise Beschickung möglich.
[0232] Die Blockstücke 3 werden vorzugsweise vor oder zur Bereitstellung in der Aufnahmeposition
für die Bestückung der Blockstation 10 segmentiert bzw. vereinzelt, insbesondere mittels
der zweiten Blockstückfördereinrichtung 160 bzw. des Förderbands 161.
[0233] Das Speichern der Blockstücke 3 in dem Magazin 90, das Entnehmen und Orientieren
der Blockstücke 3, insbesondere in eine gewünschte Drehlage, und das Vereinzeln der
Blockstücke 3 erfolgt vorzugsweise mittels separater Einrichtungen, insbesondere dem
Magazin 90, der ersten Blockfördereinrichtung 150 und der zweiten Blockstückfördereinrichtung
160.
[0234] Generell ist anzumerken, dass die zu blockenden Linsen 2 den Blockstationen 10, insbesondere
abwechselnd, mittels der vorzugsweise gemeinsamen Ladeeinrichtung 100 zugefördert
werden.
[0235] Die geblockten Linsen 2 werden vorzugsweise von der separaten und/oder gemeinsamen
Entladeeinrichtung 130 von den Blockstationen 10 wieder weggefördert.
[0236] Nach dem Entladen einer Blockstation 10 (Wegfördern der geblockten Linse 2) wird
die Blockstation 10 bzw. deren Aufnahme 30 zunächst mit einem Blockstück 3 neu bestückt
bzw. beschickt. Dies erfolgt vorzugsweise mittels der (dritten) Blockstückfördereinrichtung
170, die insbesondere mit der Entladeeinrichtung 130 kombiniert ist. Besonders bevorzugt
liegt nämlich die Aufnahmeposition für die Beschickung der Blockstation 10 mit einem
neuen Blockstück 3 bzw. für die (dritte) Blockstückfördereinrichtung 170 zwischen
der Fördereinrichtung 60 bzw. dem Transportträger 70 in der Beladeposition einerseits
und der mindestens einen Blockstation 10 andererseits. So kann bei dem Rückweg (nach
dem Ablegen einer geblockten Linse 2 in den Transportträger 70) direkt das nächste
Blockstück 3 zu der zu bestückenden Blockstation 10 transportiert werden.
[0237] Anschließend kann dann die Entladeeinrichtung 130 bzw. deren Linsenmanipulator 131
unmittelbar weiter zur nächsten Blockstation 10 bewegt werden, um diese zu entladen.
[0238] So ergibt sich ein optimierter Ablauf mit hohem Durchsatz, insbesondere da die Beladung
der Blockstation 10 mit zu blockenden Linsen 2 und/oder der Wechsel von einer Blockgröße
zur anderen Blockgröße davon unabhängig erfolgen.
[0239] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise ein nicht dargestelltes Gestell für die genannten
Einrichtungen und Stationen und/oder ein nicht dargestelltes Gehäuse zur zumindest
teilweisen und/oder zumindest im Wesentlichen vollständigen Ummantelung der genannten
Einrichtungen und Stationen auf.
[0240] Weitere auch unabhängig realisierbare, vorschlagsgemäße Aspekte und Verfahren zum
Blocken einer Linse 2 zeichnen sich insbesondere dadurch aus,
- a) dass das Laden und Entladen der Blockstation(en) 10, also das Beschicken mit zu
blockenden Linsen 2 und das Wegfördern von geblockten Linsen 2, unabhängig voneinander
bzw. mittels getrennter Einrichtungen 100, 130 erfolgt und/oder
- b) dass Beschicken der Blockstation(en) 10 mit Blockstücken 3 unabhängig von dem Laden
mit zu blockenden Linsen 2 erfolgt und/oder
- c) dass die Blockstückvorbereitung, nämlich Aufnahme aus einem Magazin, Drehen in
eine gewünschte Drehlage und Positionierung in einer Aufnahmeposition für die direkte
Zuführung zu einer Blockstation 10 unabhängig von dem Entladen der Blockstation(en)
10 nach dem Blocken erfolgt und/oder
- d) dass eine Blockform 20 und/oder die Blocköffnung 21 der Blockform 20 nur durch
Querverschiebung und/oder automatisiert mit einer dedizierten - also nur dafür bestimmten
- Wechseleinrichtung 12 erfolgt und/oder
- e) dass die Blockstationen 10 bzw. Blockformen 20 bzw. deren Blocköffnungen 21 in
einer Linie angeordnet sind, wobei die Beladung mit zu blockenden Linsen 2 mit einer
Führung oder Schiene 113 bzw. 123 von einer Seite und das Entladen der geblockten
Linsen 2 bzw. das Beschicken mit Blockstücken 3 mit einer Führung oder Schiene 133
von der anderen Seite und/oder quer bzw. senkrecht zu der Förderrichtung F der Fördereinrichtung
160 erfolgen.
[0241] Einzelne Aspekte und Merkmale der vorschlagsgemäßen Vorrichtung 1 und der vorschlagsgemäßen
Verwendung der Blockform 20 zum Blocken von Linsen 2 können auch unabhängig voneinander,
aber auch in beliebiger Kombination realisiert werden.
Bezugszeichenliste:
[0242]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Linse
- 3
- Blockstück
- 4
- Blockmaterial
- 10
- Blockstation
- 11
- Träger
- 12
- Wechseleinrichtung
- 13
- Wechselantrieb
- 14
- Führung
- 15
- Niederhalter
- 16
- Halterantrieb
- 17
- Schwenklagerung
- 18
- Schwenkantrieb
- 19
- Anschlussteil
- 20
- Blockform
- 21
- Blocköffnung
- 22
- Rand
- 23
- Blockeinsatz
- 24
- Zuführöffnung
- 25
- Überlauf
- 26
- Ausnehmung
- 27
- Kühlmittelanschluss
- 28
- Kühlmittelkanal
- 29
- Abdeckung
- 30
- Aufnahme
- 31
- Halterung
- 32
- Lagergehäuse
- 33
- Drehantrieb
- 34
- Getriebe
- 35
- Stempel
- 36
- axiale Feder
- 37
- Stellantrieb
- 38
- Rückstellfeder
- 39
- Haltebereich
- 40
- Blockmaterialzuführung
- 41
- Zuführkopf
- 42
- Zuführspitze
- 43
- Sperrventil
- 44
- Blockmaterialleitung
- 45
- Füllstandsensor
- 46
- Reservoir
- 50
- Kühleinrichtung
- 51
- Kühlmittelleitung
- 60
- Fördereinrichtung
- 70
- Transportträger
- 80
- Messstation
- 81
- Messträger
- 82
- Beleuchtungseinrichtung
- 83
- Kamera
- 90
- Magazin
- 91
- Blockstückaufnahme
- 92
- Drehteller
- 93
- Halteeinrichtung
- 94
- Stützteller
- 100
- Ladeeinrichtung
- 110
- erste Linsenfördereinrichtung
- 111
- erster Linsenmanipulator
- 112
- Saugeinrichtung
- 113
- Schiene
- 114
- Schlitten
- 120
- zweite Linsenfördereinrichtung
- 121
- zweiter Linsenmanipulator
- 122
- Greifer
- 123
- Schiene
- 124
- Schlitten
- 125
- Schwenkarm
- 130
- Entladeeinrichtung
- 131
- dritter Linsenmanipulator
- 132
- Saugeinrichtung
- 133
- Schiene
- 134
- Schlitten
- 140
- Beschickungseinrichtung
- 150
- erste Blockstückfördereinrichtung
- 151
- erster Blockstückmanipulator
- 152
- Saugeinrichtung
- 153
- Schiene
- 154
- Schlitten
- 155
- Sensoreinrichtung
- 160
- zweite Blockstückfördereinrichtung
- 161
- Förderband
- 162
- Querrippe
- 163
- erste Auffangeinrichtung
- 164
- zweite Auffangeinrichtung
- 170
- dritte Blockstückfördereinrichtung
- 171
- Blockstückmanipulator
- 172
- Saugeinrichtung
- 173
- Schiene
- 174
- Schlitten
- 175
- Verbindungsteil
- B
- Bewegungsrichtung
- C
- Drehachse
- D
- Durchmesser
- E
- Ebene
- F
- Förderrichtung
- H
- axiale Höhe
- L1
- erste Linearachse
- L2
- zweite Linearachse
- L3
- dritte Linearachse
- L4
- vierte Linearachse
- S
- Schwenkachse
- W
- Wendeachse
1. Vorrichtung (1) zum Blocken einer Linse (2) auf einem Blockstück (3) mittels eines
Blockmaterials (4), insbesondere einer Legierung,
mit einer Blockform (20) zur seitlichen Begrenzung eines Zwischenraums zwischen der
Linse (2) und dem Blockstück (3) für das Blockmaterial (4),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockform (20) mehrere Blocköffnungen (21) zur Bildung unterschiedlicher Blockgrößen
und/oder mindestens einen Kühlmittelkanal (24) aufweist, und/oder
dass die Vorrichtung (1) eine Wechseleinrichtung (12), einen dedizierten Wechselantrieb
(13) und/oder eine Führung (14) zum Bewegen bzw. Verschieben der Blockform (20) bzw.
zum Wechsel zwischen verschiedenen Blocköffnungen (21) zur Bildung unterschiedlicher
Blockgrößen aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockform (20) zumindest im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blocköffnungen (21) jeweils zumindest im Wesentlichen hohlzylindrisch mit geringer
Konizität ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blocköffnungen (21) jeweils einen axial vorstehenden Kragen bzw. Rand (22) aufweisen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der axial vorstehende Kragen bzw. Rand (22) auf einer Unterseite der Blockform (20)
ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Blocköffnungen (21) oder darin aufnehmbare bzw. aufgenommene Blockeinsätze
(23) in ihrem Durchmesser (D) und/oder ihrer axialen Höhe (H) unterscheiden.
7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockform (20) für jede der Blocköffnungen (21) jeweils eine Zuführöffnung (24)
und/oder einen Überlauf (25) für das Blockmaterial (4) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Aufnahme (30) aufweist, um das Blockstück (3) beim Blocken
zu halten, und die Blockform (20) relativ zu der Aufnahme (30) zum Wechsel der Blocköffnung
(21) bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockform (20) nur quer zu der Aufnahme (30) zum Wechsel der Blocköffnung (21)
bewegbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockform (20) in einer Ebene (E) bzw. Bewegungsrichtung (B), insbesondere nur
parallel zur Blocköffnungsebene und/oder nur in ihrer Plattenebene, oder linear zum
Wechsel der Blocköffnung (21) bewegbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen vorzugsweise plattenförmigen Träger (11) aufweist, der
die Blockform (20) sowie die Wechseleinrichtung (12), den Wechselantrieb (13), die
Führung (14) und/oder eine Aufnahme (30) für das Blockstück (3) trägt.
12. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Kühleinrichtung (50) zur Kühlung der Blockform (20), insbesondere
zur Zuführung eines vorzugsweise flüssigen Kühlmittels zur Blockform (20), aufweist.
13. Verwendung einer Blockform (20) zum Blocken einer Linse (2) auf einem Blockstück (3)
mittels eines Blockmaterials (4), insbesondere einer Legierung,
wobei die Blockform (20) einen Zwischenraum zwischen der Linse (2) und dem Blockstück
(3) für das Blockmaterial (4) seitlich begrenzt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockform (20) mehrere Blocköffnungen (21) aufweist, die zur Bildung unterschiedlicher
Blockgrößen unterschiedlich ausgebildet oder mit unterschiedlichen Blockeinsätzen
(23) versehen sind, und eine Blocköffnung (21) der Blockform (20) zum Blocken der
Linse (2) ausgewählt und verwendet wird.
14. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockform (20) während des Blockens mittels eines Kühlmittels gekühlt wird.
15. Verwendung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockform (20) nach einem der kennzeichnenden Teile der Ansprüche 2 bis 7 ausgebildet
ist.
16. Vorrichtung (1) zum Blocken einer Linse (2) auf einem Blockstück (3) mittels eines
Blockmaterials (4), insbesondere einer Legierung,
mit mindestens einer Blockstation (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (1) zwei Blockstationen (10) entlang bzw. parallel zu einer Linearachse
(L1, L2, L3) zur Beladung mit zu blockenden Linsen (2), Beschickung mit Blockstücken
(3) und/oder Entladung von geblockten Linsen (2) aufweist, und/oder
dass die Vorrichtung (1) eine Ladeeinrichtung (100) für die Blockstation (10) und/oder
eine Entladeeinrichtung (130) für die Blockstation (10) und/oder eine Beschickungseinrichtung
(140) zur Beschickung der Blockstation (10) mit Blockstücken (3) aufweist, und/oder
dass die Vorrichtung (1) ein Magazin (90) für insbesondere gestapelte Blockstücke (3)
und eine Beschickungseinrichtung (140) bzw. Blockstückfördereinrichtung (150) zur
Entnahme der Blockstücke (3) aufweist und/oder zum Drehen der Blockstücke (3) in eine
gewünschte Drehlage.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladeeinrichtung (130) und/oder die Beschickungseinrichtung (140) unabhängig
von der Ladeeinreichtung (100) arbeiten.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei der Ladeeinrichtung (100), Entladeeinrichtung (130) und Beschickungseinrichtung
(140) eine Linearachse (L1, L2, L3) aufweisen und diese insbesondere parallel zueinander
verlaufen.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungseinrichtung (140) bzw. Blockstückfördereinrichtung (150) zur einzelweisen
Entnahme der Blockstücke (3) und/oder zur Aufnahme von oben ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet ist.