[0001] Die Erfindung betrifft eine Gehäusewanne mit einem Bodenelement, in welchem mindestens
eine Öffnung ausgebildet ist, welche mittels eines Verschlusselementes verschließbar
ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Gehäusewanne
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12.
[0003] Derartige Gehäusewannen werden insbesondere an Motoren oder Getrieben von Maschinen,
insbesondere Fahrzeugen, eingesetzt und werden häufig als Ölwanne bezeichnet.
[0004] Bei Motoren und Getrieben ist es insbesondere aus Wartungsgründen regelmäßig erforderlich,
im Motor oder Getriebe befindliches Öl zu wechseln. Hierzu ist das Gehäuse in einem
unteren Bereich mit einer Gehäusewanne mit Ablassöffnung vorgesehen. Die Ablassöffnung
ist typischerweise mit einer lösbaren Schraube dicht verschlossen.
[0005] Aus der
DE 10 2014 201 887 A1 ist eine Gehäusewanne mit einem Verschlusssystem bekannt, wobei in ein Bodenelement
eine Ablassöffnung mit einem Innengewinde eingebracht ist. In das Innengewinde kann
eine Verschlussschraube mit einem entsprechenden Außengewinde und einem Dichtring
eingeschraubt werden, um so die Ablassöffnung flüssigkeitsdicht zu verschrauben.
[0006] Für das Einschneiden eines Innengewindes in eine Bohrung ist für ein sicheres Einschrauben
eine gewisse Bohrungstiefe und damit eine bestimmte Materialdicke notwendig. Für ein
sicheres Einschrauben einer Verschlussschraube mit einem metrischen Gewinde ist dabei
eine Gewindelänge von 1 bis 2 cm nötig.
[0007] Weiter ist es bekannt, zum Erreichen einer ausreichenden Gewindelänge ein dünnwandiges
Bodenelement vorzusehen, wobei an der Ablassöffnung eine Hülse mit einem Innengewinde
angebracht wird. Dies kann insbesondere mittels Schweißen erfolgen. Allerdings ist
ein Schweißen arbeitsaufwändig und birgt die Gefahr einer Undichtigkeit an der Gehäusewanne
in sich.
[0008] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Gehäusewanne und ein Verfahren zur Herstellung der Gehäusewanne anzugeben,
welche einen besonders einfachen Aufbau hat und eine gute Herstellbarkeit ermöglicht.
[0009] Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Gehäusewanne mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 beziehungsweise durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11
gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0010] Die erfindungsgemäße Gehäusewanne ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Umfangsrand
der Öffnung mit mindestens zwei gegenüber dem Bodenelement geneigten Rampenabschnitten
ausgeformt ist, welche jeweils eine ansteigende Anlagefläche aufweisen, und dass das
Verschlusselement einen ringförmigen Dichtabschnitt und mindestens zwei radial gerichtete
Eingriffsnasen aufweist, welche derart ausgebildet sind, dass bei Einstecken des Verschlusselementes
in die Öffnung und anschließendes Verdrehen jeweils eine Eingriffsnase mit einer Anlagefläche
der Rampenabschnitte in Verbindung kommt und dabei der Dichtabschnitt des Verschlusselementes
gegen das Bodenelement gespannt wird.
[0011] Eine Grundidee der Erfindung bestehe darin, unmittelbar am Umfangsrand der Öffnung
geneigte Rampenabschnitte auszuformen, welche jeweils eine ansteigende Anlagefläche
für radial gerichtete Eingriffsnasen an dem Verschlusselement aufweisen. Die Rampenabschnitte
erstrecken sich dabei nur um einen Teilbereich oder Teilkreis einer vorzugsweise kreisförmigen
Öffnung. Bei lediglich zwei Rampenabschnitten können die sich jeweils über einen Teilbereich
von ca. 180° entlang des Umfangrandes erstrecken. Entsprechend wird zum Öffnen und
Verschließen der Durchlass- oder Ablassöffnung durch das Verschlusselement jeweils
nur eine Verdrehung um bis zu 180°, vorzugsweise um ca. 90°, jedoch kein Verschrauben
um mehrere Drehungen wie bei einer herkömmlichen Schraube, benötigt.
[0012] Am Ende der Rampenabschnitte oder einer anderen geeigneten Stelle können Anschläge
ausgebildet sein, so dass ein Überdrehen des Verschlusselementes verhindert ist. Zusätzlich
oder alternativ hierzu können an den Rampenabschnitten Rastelemente, etwa Rastausnehmungen
ausgebildet sein, mit welchen die Eingriffsnasen in der Verschlussposition verrasten.
Hierdurch kann eine zusätzliche Lagesicherung des Verschlusselementes in der Verschlussposition
erreicht werden.
[0013] An dem Verschlusselement, welches stopfenartig ausgebildet sein kann, sind korrespondierend
zu den Rampenabschnitten entsprechend radial gerichtete Eingriffsnasen angeordnet,
welche beim Einstecken und Verdrehen des Verschlusselementes mit den Anlageflächen
der geneigten Rampenabschnitte in Verbindung kommen. Dabei wird der Verschlussstopfen
durch die ansteigenden Anlageflächen axial in Richtung auf das Bodenelement bewegt
oder gespannt, so dass ein Dichtabschnitt am Verschlusselemente die Öffnung dicht
verschließen kann. Durch eine entsprechende entgegengesetzte Verdrehbewegung kann
ein Lösen des Verschlusselementes und damit ein Öffnen der Durchlassöffnung bewirkt
werden.
[0014] Die erfindungsgemäße Gehäusewanne kann insbesondere als eine Ölwanne am Boden eines
mit Schmieröl gefüllten Gehäuses vorgesehen sein, wobei die Öffnung als Ablassöffnung
für das Öl dient. Aber die Erfindung ist hierauf nicht beschränkt. Die Gehäusewanne
kann auch in einem seitlichen Gehäusebereich oder in einem oberen Deckbereich etwa
als Gehäusedeckel eingesetzt werden, wobei die Öffnung dann als Durchlassöffnung etwa
zum Befüllen von Öl oder einer anderen Flüssigkeit dienen kann.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die Rampenabschnitte
einstückig mit dem Bodenelement gebildet sind und die gleiche Materialdicke wie das
Bodenelement aufweisen. Dies ermöglicht eine materialsparende, einfache und insgesamt
kostengünstige Herstellung einer Gehäusewanne.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es nach einer Ausführungsvariante der Erfindung, dass das
Bodenelement mit den Rampenabschnitten aus einem Blech geformt ist. Das Metallblech
kann dabei vorzugsweise eine Dicke von wenigen Millimetern aufweisen. Durch das Formen
der Randabschnitte, insbesondere durch Prägen, kann zudem eine Kaltverfestigung in
dem Metallmaterial des Blechs im Bereich der Rampenabschnitte bewirkt werden, so dass
besonders stabile kaltverfestigte Rampenabschnitte erzeugt werden können.
[0017] Besonders zweckmäßig ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass die Öffnung
etwa kreisförmig mit Radialausnehmungen entsprechend der Anzahl und Anordnung der
Eingriffsnasen an dem Verschlusselement ausgebildet ist. Die zueinander beabstandeten
Eingriffsnasen an dem Verschlusselement ragen über die kreisförmige Kante der Öffnung
radial nach außen hinaus. Entsprechend der Anordnung dieser radial vorstehenden Eingriffsnasen
sind an der Öffnung entsprechende Radialausnehmungen vorgesehen, so dass die Radialausnehmungen
in einen Bereich hinter der Öffnung hineinragen und so dort mit den ansteigenden Anlageflächen
der Rampenabschnitte in Eingriff kommen können. Vorzugsweise sind zwei, drei oder
vier Radialausnehmungen an der Öffnung gleichmäßig um den kreisförmigen Umfang der
Öffnung verteilt angeordnet.
[0018] Grundsätzlich kann das Boden- oder Wandelement der Gehäusewanne vollständig oder
weitgehend eben ausgebildet sein, wobei die Öffnung in den ebenen Bereich unmittelbar
eingebracht ist. Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich
dadurch, dass die Öffnung in dem Bodenelement in einer Einsenkung angeordnet ist.
Vorzugsweise ist die Einsenkung von der Außenseite nach innen gerichtet. Durch die
Einsenkung kann, insbesondere wenn diese durch Umformung in einem Blech erzeugt ist,
eine Verfestigung des Bereiches um die Öffnung erzielt werden. Dies kann noch weiter
dadurch erhöht werden, wenn Sicken oder Rippen in dem Bereich der Einsenkung eingeformt
werden. Die Einsenkung kann dabei so ausgebildet sein, dass diese einen Kopf des Verschlusselementes
ganz oder zumindest teilweise aufnimmt. Insbesondere bei einem Fahrzeug wird so eine
rückgezogene Anordnung des Verschlusselementes in der Einsenkung erreicht, wobei das
Verschlusselement besser gegen Beschädigungen von außen geschützt ist.
[0019] Insbesondere zum Erzielen eines flüssigkeitsdichten Verschlusses ist es nach einer
weiteren Ausführungsvariante der Erfindung bevorzugt, dass an dem Bodenelement um
die Öffnung eine ringförmige Dichtfläche angeordnet ist, an welche der ringförmige
Dichtabschnitt des Verschlusselementes in der Verschlussposition anlegbar ist. Die
ringförmige Dichtfläche ist dabei an der Gehäusewanne nach außen gerichtet, während
die Anlagefläche der geneigten Rampenabschnitte an der Öffnung nach innen weisen.
Die ringförmige Dichtfläche kann eben oder mit einem Neigungswinkel zu einer Mittenachse
ausgebildet sein, wobei sich eine etwa kegelstumpfförmige Dichtfläche ergibt.
[0020] Zum Erzielen einer besonders guten Andruckkraft in der Verschlussposition und damit
für ein besonders gutes kraftschlüssiges Halten der Verschlusselementes in der Verschlussposition
ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft, dass drei oder mehrere
Rampenabschnitte am Umfangsrand der Öffnung ausgeformt sind und dass entsprechend
drei oder vier Eingriffsnasen an dem Verschlusselement ausgebildet sind. Bei drei
Rampenabschnitten und drei Eingriffsnasen kann sich eine Verdrehbewegung etwa von
bis zu 120° ergeben, während bei vier Rampenabschnitten und einer entsprechenden Anzahl
von Eingriffsnasen eine Verdrehbewegung von bis zu 90° zum Verschließen oder Öffnen
vorgesehen sein kann. Dies ermöglicht ein relativ schnelles Öffnen und Schließen,
wobei gleichzeitig hinreichend große und stabile Rampenabschnitte an der Öffnung ausgeformt
werden können. Hierdurch wird ein zuverlässiges kraftschlüssiges Halten des Verschlusselementes
in der Verschlussposition an der Öffnung sichergestellt.
[0021] Grundsätzlich kann die Gehäusewanne und insbesondere ein Seitenrand der Gehäusewanne
beliebig gestaltet sein. Besonders zweckmäßig ist es nach einer Ausführungsform der
Erfindung, dass an einem Außenrand des Bodenelementes ein Befestigungsbund ausgebildet
ist. Der Befestigungsbund kann insbesondere ebenfalls durch Stanzen und/oder Prägen
gebildet sein, wobei auch hier eine Kaltverfestigung des Befestigungsbundes erzeugt
werden kann. Entlang des Befestigungsbundes können Befestigungsöffnungen etwa zum
Durchtritt von Schrauben für eine Schraubbefestigung vorgesehen sein.
[0022] Das Verschlusselement kann aus jedem geeigneten Material gebildet sein, insbesondere
aus Metall oder vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial. Bevorzugt ist es nach einer
Ausführungsform der Erfindung, dass das Verschlusselement einen ringförmigen Körper
aufweist, welcher einen ersten Bereich mit dem ringförmigen Dichtabschnitt und zapfenförmigen
zweiten Bereich umfasst, von welchen die Eingriffsnasen radial nach außen vorstehen.
Am Dichtabschnitt kann bei Bedarf ein separater Dichtring angeordnet sein oder ein
Dichtmittel aufgetragen werden. Zudem kann an einem nach außen gerichteten Kopfbereich
des Verschlusselementes ein Betätigungsabschnitt ausgebildet sein, etwa mit einer
äußeren oder inneren Polygonkontur, beispielsweise zur Betätigung mittels eines Schraubenschlüssels
oder eines Innen-Sechskant- oder Innen-Vierkant-Schraubwerkzeuges. Es kann auch ein
einfacher Schlitz oder ein Kreuzschlitz zur Betätigung mittels eines entsprechenden
Schraubendrehers vorgehen sein.
[0023] Besonders zweckmäßig ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass die Eingriffsnasen
jeweils eine Eingriffsfläche aufweisen, welche mit der Anlagefläche des jeweiligen
Rampenabschnittes in Kontakt kommt und von dem ringförmigen Dichtabschnitt axial beabstandet
ist. Die Eingriffsflächen der Eingriffsnasen können dabei so auf die Anordnung und
Ausgestaltung der geneigten Rampenabschnitte abgestimmt sein, dass zumindest in der
Verschlussposition eine Selbsthemmung gegeben ist.
[0024] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, dass ein axialer Abstand der Eingriffsfläche
von dem Dichtabschnitt etwa der Materialdicke des Bodenelementes entspricht. Vorzugsweise
kann der Abstand zum Bilden einer leichten Presspassung ausgebildet sein, so dass
hierdurch eine kraftschlüssige Lagesicherung des Verschlusselementes in der Verschlussposition
unterstützt wird.
[0025] Grundsätzlich kann die erfindungsgemäße Gehäusewanne mit jedem geeigneten Herstellungsverfahren
gefertigt werden. Ein besonders effizientes Herstellungsverfahren besteht nach der
Erfindung darin, dass ein Bodenelement aus einem Blech geformt wird, wobei mindestens
eine Öffnung ausgestanzt wird und ein Umfangsrand der Öffnung mit mindestens zwei
Rampenabschnitten ausgeformt wird.
[0026] Das Herstellen der Gehäusewanne aus einem Blech ist schnell und kosteneffizient.
Durch gezielte Kaltverfestigungen beim Umformen des Bleches können gewünschte Festigkeitseigenschaften
im Material eingestellt werden, insbesondere im Bereich der geneigten Rampenabschnitte.
[0027] Dabei ist es insbesondere vorteilhaft, dass das Ausformen der Rampenabschnitte durch
Prägen durchgeführt wird. Vorausgehend können eine Außenkontur sowie die Öffnung durch
Stanzen gebildet werden. Mit einem formgebenden Prägen können gewünschte Konturbereiche
an dem Blech ausgeformt werden. Auch ein Befestigungsbund am Außenrand der Gehäusewanne
kann durch Prägen erzeugt werden.
[0028] Für eine geschützte Anordnung des Verschlusselementes ist es weiterhin vorteilhaft,
dass im Bereich der Öffnung eine Einsenkung eingeformt wird und das Bodenelement wannenförmig
ausgeformt wird. Die Einsenkung im Bereich der Öffnung kann dabei nach innen gerichtet
sein. Durch ein Formen eines ebenen Boden- oder Wandelementes aus Blech zu einer Wannenform
wird eine Erhöhung der Werkstückfestigkeit erzielt. Hierzu können auch weitere Sicken
und Einformungen in das üblicherweise weitgehend ebene Bodenelement eingebracht werden.
[0029] Grundsätzlich können die einzelnen Verfahrensschritte auf unterschiedlichen Fertigungsmaschinen
hergestellt werden. Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung,
dass mehrere oder alle Herstellungsschritte zum Bilden des Bodenelementes auf einer
Presse, vorzugsweise mit einem Folgeverbundwerkzeug, durchgeführt werden. Bei einem
Folgeverbundwerkzeug können mehrere Bearbeitungsschritte hintereinander an der gleichen
Presse durchgeführt werden. Die einzelnen formgebenden Vorrichtungen des Folgeverbundwerkzeuges
sind dabei über eine Fördereinrichtung so verkettet, dass nach jedem Pressenschritt
das Werkstück automatisch von der vorausgehenden Vorrichtung auf die nachfolgende
Vorrichtung übergeben wird. Auf diese Weise kann ausgehend von einem Coil aus einem
Ausgangsblech das gewünschte Bodenelement zum Bilden der Gehäusewanne effizient in
großen Stückzahlen gefertigt werden.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels weiter
beschrieben, welches schematisch in den Zeichnungen dargestellt ist. In den Zeichnungen
zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Gehäusewanne;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht der Gehäusewanne von Figur 1;
- Fig. 3
- eine Draufsicht der Gehäusewanne der Figuren 1 und 2;
- Fig. 4
- eine weitere Querschnittsansicht in Längsrichtung der Gehäusewanne nach den Figuren
1 bis 3;
- Fig. 5
- eine vergrößerte perspektivische Detailansicht zu der Gehäusewanne gemäß der Darstellung
von Figur 1;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines Verschlusselementes für die erfindungsgemäße
Gehäusewanne;
- Fig. 7
- eine Vorderansicht des Verschlusselementes von Figur 7 in verkleinertem Maßstab;
- Fig. 8
- eine Seitenansicht des Verschlusselementes von Figur 8.
[0031] Eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Gehäusewanne 10 wird nachfolgend in
Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 5 näher erläutert. Die Gehäusewanne 10 weist dabei
ein Bodenelement 12 auf, welches wannenförmig aus einem Blech geformt ist. Entlang
des Außenrandes ist ein Befestigungsbund 14 mit Befestigungslöchern 15 ausgebildet.
[0032] In einem im wesentlichen ebenen Mittenbereich des Bodenelementes 12 ist eine nach
innen ragende Einsenkung 16 eingeformt, in welcher eine Öffnung 20 eingebracht ist.
Die Öffnung 20 kann als Ablassöffnung oder Einlassöffnung für eine Flüssigkeit, insbesondere
Öl, dienen. Um die Öffnung 20 herum ist eine ringförmige Dichtfläche 18 angeordnet.
[0033] Zur lösbaren Aufnahme eines Verschlusselementes, welches nachfolgend in Zusammenhang
mit den Figuren 6 bis 9 noch näher beschrieben wird, sind an einem kreisförmigen Umfangsrand
22 der Öffnung 20 aus dem Blechmaterial Rampenabschnitte 24 ausgebildet, welche eine
nach innen weisende geneigte oder ansteigende Anlagefläche 25 aufweisen, wie in der
vergrößerten Detailansicht von Figur 5 dargestellt ist. Zum axialen Einstecken des
Verschlusselementes mit radial vorstehenden Eingriffsnasen in die Öffnung 20 in einer
Einsteck- oder Löseposition ist der Umfangsrand 22 mit entsprechenden Radialausnehmungen
23 versehen.
[0034] Weiterhin ist ein vorstehender Anschlag 26 an einem Bereich des Rampenabschnitts
24 ausgebildet, um eine Drehbewegung des Verschlusselementes zu begrenzen. Weiterhin
können an den insgesamt zwei dargestellten Rampenabschnitten im Bereich einer gewünschten
Verschlussposition Rastelemente 28 für das einzusteckende Verschlusselement vorgesehen
sein. Durch die Rastelemente 28, etwa eine Rastvertiefung, kann neben einer kraftschlüssigen
Lagesicherung auch eine gewisse formschlüssige Lagesicherung des Verschlusselementes
mittels einer daran vorgesehenen Rastvorsprung in der Verschlussposition erzielt werden.
[0035] Zum Bilden einer dicht verschlossenen Gehäusewanne 10 nach den Figuren 1 bis 5 ist
nachfolgend in den Figuren 6 bis 8 ein Verschlusselement 30 nach der Erfindung in
einem vergrößerten Maßstab dargestellt. Das Verschlusselement 30, welches vorzugsweise
einstückig aus einem Kunststoffmaterial gebildet ist, weist einen Grundkörper 32 mit
einem durchmessergrößeren ersten Bereich 34 und einem durchmesserkleineren zweiten
Bereich 38 auf. Der erste Bereich 34 ist als ein scheibenförmiger Deckel 35 geformt,
der größer als die Öffnung 20 ist und an dessen zum Bodenelement 12 gerichteten Innenseite
ein ringförmiger Dichtabschnitt 36 ausgebildet ist.
[0036] An dem ringförmigen Dichtabschnitt 36 kann bei Bedarf ein separates Dichtelement,
beispielsweise ein O-Dichtring oder eine Flachdichtung, angeordnet werden. Der ringförmige
Dichtabschnitt 36 des Verschlusselementes 30 wirkt in der Verschlussposition am Bodenelement
12 mit der ringförmigen Dichtfläche 18 zusammen, um ein flüssigkeitsdichtes Verschließen
der Öffnung 20 sicherzustellen.
[0037] An der nach unten gerichteten Außenseite des Deckels 35 kann ein Betätigungsabschnitt
37 für ein Schraubwerkzeug vorgesehen sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist
der Betätigungsabschnitt 37 als ein Vierkantloch zur Aufnahme eines Innenvierkant-Schraubwerkzeuges
ausgebildet.
[0038] Der am Grundkörper 32 ausgebildete durchmesserkleinere zweite Bereich 38 ist zapfenförmig
mit einem Außendurchmesser gebildet, welcher etwas kleiner als der etwa kreisförmige
Durchmesser der Öffnung 20 in dem Bodenelement12 ist. An zwei gegenüberliegenden Positionen
sind radial vorstehende Eingriffsnasen 40 an dem bolzenförmigen zweiten Bereich 38
ausgebildet. Die Eingriffsnasen 40 weisen an ihrer zum Dichtabschnitt 36 gerichteten
Seite jeweils eine Eingriffsfläche 42 auf, welche beim Einstecken in die Öffnung 20
und anschließendem Verdrehen mit der jeweiligen Anlagefläche 25 des angeformten geneigten
Rampenabschnittes 24 in Kontakt kommt.
[0039] Durch eine Verdrehbewegung, welche bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit
zwei gegenüberliegenden Eingriffsnasen 40 etwa 90° beträgt, wird durch das keilschieberartige
Zusammenwirken der Eingriffsnasen 40 mit den Eingriffsflächen 42 zusammen mit den
geneigten Rampenabschnitten 24 mit den Anlageflächen 25 das Verschlusselement 30 gegen
das Bodenelement 12 gezogen und in einer Verschlussposition kraftschlüssig fest gespannt.
Hierbei kommt der ringförmige Dichtabschnitt 36 an dem Verschlusselement 30 in abdichtenden
Kontakt mit der ringförmigen Dichtfläche 18, welche um die Öffnung 20 gebildet ist.
[0040] Der Abstand zwischen dem ringförmigen Dichtabschnitt 36 und der jeweils zugewandten
Eingriffsfläche 42 an der Eingriffsnase 40 entspricht etwa einer Material- oder Blechdicke
des Bodenelementes 12, wobei vorzugsweise mit dem Bodenelement 12 eine leichte Presspassung
gebildet ist. Hierdurch kann gegebenenfalls in Zusammenwirken mit Rastelementen in
der Verschlussposition eine weitere Kraft- und/oder formschlüssige Lagefixierung des
Verschlusselementes 30 in der Öffnung 20 am Bodenelement 12 bewirkt werden. Insgesamt
kann hierdurch eine kostengünstig herzustellende und besonders einfach und zuverlässig
zu verschließende Gehäusewanne 10 erzeugt werden.
1. Gehäusewanne mit
einem Bodenelement (12), in welchem mindestens eine Öffnung (20) ausgebildet ist,
welche mittels eines Verschlusselementes (30) verschließbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Umfangsrand (22) der Öffnung (20) mit mindestens zwei gegenüber dem Bodenelement
geneigten Rampenabschnitten (24) ausgeformt ist, welche jeweils eine ansteigende Anlagefläche
(25) aufweisen, und
dass das Verschlusselement (30) einen ringförmigen Dichtabschnitt (36) und mindestens
zwei radial gerichtete Eingriffsnasen (40) aufweist, welche derart ausgebildet sind,
dass bei Einstecken des Verschlusselementes (30) in die Öffnung (20) und anschließendes
Verdrehen jeweils eine Eingriffsnase (40) mit einer Anlagefläche (25) der Rampenabschnitte
(24) in Verbindung kommt und dabei der Dichtabschnitt (36) des Verschlusselementes
(30) gegen das Bodenelement (12) gespannt wird.
2. Gehäusewanne nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rampenabschnitte (24) einstückig mit dem Bodenelement (12) gebildet sind und
die gleiche Materialdicke wie das Bodenelement (12) aufweisen.
3. Gehäusewanne nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenelement (12) mit den Rampenabschnitten (24) aus einem Blech geformt ist.
4. Gehäusewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnung (20) etwa kreisförmig mit Radialausnehmungen (23) entsprechend der Anzahl
und Anordnung der Eingriffsnasen (40) an dem Verschlusselement (32) ausgebildet ist.
5. Gehäusewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnung (20) in dem Bodenelement (12) in einer Einsenkung (16) angeordnet ist.
6. Gehäusewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Bodenelement (12) um die Öffnung (20) eine ringförmige Dichtfläche (18) angeordnet
ist, an welche der ringförmige Dichtabschnitt (36) des Verschlusselementes (30) in
einer Verschlussposition anlegbar ist.
7. Gehäusewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass drei oder vier Rampenabschnitte (24) am Umfangsrand (22) der Öffnung (20) ausgeformt
sind und
dass entsprechend drei oder vier Eingriffsnasen (40) an dem Verschlusselement (30) ausgebildet
sind.
8. Gehäusewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Außenrand des Bodenelementes (12) ein Befestigungsbund (14) ausgebildet
ist.
9. Gehäusewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlusselement (30) einen ringförmigen Grundkörper (32) aufweist, welcher
einen ersten Bereich (34) mit dem ringförmigen Dichtabschnitt (36) und einen zapfenförmigen
zweiten Bereich (38) umfasst, von welchem die Eingriffsnasen (40) radial nach außen
vorstehen.
10. Gehäusewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingriffsnasen (40) jeweils eine Eingriffsfläche (42) aufweisen, welche mit der
Anlagefläche (25) des jeweiligen Rampenabschnittes (24) in Kontakt kommt und von dem
ringförmigen Dichtabschnitt (36) axial beabstandet ist.
11. Gehäusewanne nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein axialer Abstand der Eingriffsfläche (42) von dem Dichtabschnitt (36) etwa der
Materialdicke des Bodenelementes (12) entspricht.
12. Verfahren zum Herstellen einer Gehäusewanne (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Bodenelement (12) aus einem Blech geformt wird, wobei mindestens eine Öffnung
(20) ausgestanzt wird und ein Umfangsrand (22) der Öffnung (20) mit mindestens zwei
Rampenabschnitten (24) ausgeformt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ausformen der Rampenabschnitte (24) durch Prägen durchgeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Öffnung (20) eine Einsenkung (18) eingeformt und das Bodenelement
(12) wannenförmig ausgeformt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere oder alle Herstellungsschritte zum Bilden des Bodenelementes (12) auf einer
Presse, vorzugsweise mit einem Folgeverbundwerkzeug, durchgeführt werden.