TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Schienenfahrzeugtechnik betrifft einen Schienenfahrzeugwagen
für den Personennah-, Regional- und Personenfernverkehr mit einem Wagendach mit einem
Flachdachbereich und einem Erhöhungsbereich.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Moderne Schienenfahrzeugwagen, insbesondere solche mit einem hohen Niederfluranteil,
tragen einen Großteil der Traktionsausrüstung auf dem Dach, da wegen des geringen
Bauraums unterhalb des Niederflurbereichs nur wenig Platz für die Traktionsausrüstung
verbleibt. Wegen des Bedarfs, den Innenraum der Schienenfahrzeugwagen möglichst optimal
für die Fahrgäste auszunutzen und die Sitzplatzanzahl zu maximieren, besteht ebenfalls
nur ein begrenzter Bauraum für technische Ausrüstungen innerhalb des Schienenfahrzeugwagens
zur Verfügung. Ein Teil dieser technischen Ausrüstungskomponenten wird daher oberhalb
der Innendecke und zwischen Innendecke und dem eigentlichen Wagendach untergebracht.
[0003] Aus ästhetischen und strömungstechnischen Gründen wird ein Wagendach eines Schienenfahrzeugwagens
mit möglichst gleicher Höhe über der gesamten Länge des Schienenfahrzeugwagens angestrebt.
Einige der technischen Ausrüstungskomponenten sind jedoch voluminös und haben einen
erhöhten Platzbedarf. Um diese auf dem Wagendach unterbringen zu können, werden häufig
sogenannte Dachwannen zur lokalen Absenkung im Wagendach vorgesehen, wodurch zusätzlicher
Platz geschaffen wird. Allerdings benötigen Dachwannen eine Entwässerung, damit Regenwasser
abfließen kann. Darüber hinaus kann sich Schmutz leicht in einer Dachwanne ansammeln,
sodass diese regelmäßig gereinigt werden muss. Außerdem sind in Dachwannen untergebrachte
Komponente wegen der grundsätzlich dort erhöhten Feuchtigkeit einer höheren Korrosion
ausgesetzt.
[0005] Aus der
EP 3 450 277 A1 und
EP 3 369 637 A1 sind Triebfahrzeuge mit einem Installationsraum zwischen Wagendach und Innendecke
bekannt, in dem Fahrzeugkomponenten untergebracht sind.
[0006] Vor diesem Hintergrund besteht daher grundsätzlich Bedarf für eine verbesserte Lösung,
erforderliche Ausrüstungskomponenten platzsparend unterzubringen.
ERFINDUNGSGEMÄSSE LÖSUNG
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Schienenfahrzeugwagen gemäß Anspruch 1. Weitere
Ausführungsformen, Ausgestaltungen und Vorteile ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung.
[0008] Gemäß einer Ausführungsform weist ein Schienenfahrzeugwagen einen Wagenkasten mit
Seitenwänden und ein die Seitenwände verbindendes Wagendach mit einem Flachdachbereich,
sowie eine Innendecke auf, welche vom Wagendach beabstandet ist und einen Installationsraum
zwischen dem Wagendach und der Innendecke begrenzt. Im Wagendach ist eine Erhöhung
vorgesehen, welche einen Erhöhungsbereich des Wagendachs definiert und den Installationsraum
zwischen dem Wagendach und der Innendecke lokal erweitert. Im Installationsraum innerhalb
des Erhöhungsbereichs ist eine Innenkomponente untergebracht, beispielsweise teilweise
oder vollständig.
[0009] Im Gegensatz zu lokalen Dachwannen, welche lokal die Höhe des Wagendachs verringern,
wird hier vorgeschlagen, das Wagendach insgesamt abzusenken, d. h. der Flachdachbereich
weist eine geringere Höhe auf, sodass größere Außenkomponenten auf dem Flachdachbereich
montiert werden können, ohne dass eine Dachwanne erforderlich ist. Aufgrund der Gesamtabsenkung
des Wagendachs verringert sich jedoch der Installationsraum unterhalb des Wagendaches.
Dieser Installationsraum wird nach unten durch die Innendecke begrenzt, die nicht
beliebig abgesenkt werden kann. Für größere Innenkomponenten würde daher kein ausreichender
Platz mehr vorhanden sein, um diese im Installationsraum zwischen der Innendecke und
dem Wagendach unterzubringen.
[0010] Daher wird vorgeschlagen, im Wagendach eine Erhöhung vorzusehen um lokal das Wagendach
zu erhöhen. Dadurch wird zusätzlicher Platz für größere Innenkomponenten im Installationsraum
geschaffen. Die Erhöhung kann im Wesentlichen mit einem flachen Dachbereich ausgestaltet
sein, der gegenüber dem Flachdachbereich einen gewissen Abstand hat. Der Erhöhungsbereich
ist damit insbesondere gegenüber dem Flachdachbereich erhöht, d.h. er erhebt sich
vertikal über den Flachdachbereich.
[0011] Der Installationsraum kann im Erhöhungsbereich einen ersten Bereich oberhalb einer
Unterkante des Flachdachbereichs bis zur maximalen Innenhöhe der Erhöhung und einen
zweiten Bereich oberhalb der Innendecke bis zur Unterkante des Flachdachbereichs aufweisen.
Der Installationsraum ist daher im Erhöhungsbereich des Wagendachs vertikal gegenüber
dem Installationsraum im Flachdachbereich erweitert, d.h. er geht von der Innendecke
durchgehend bis zur maximalen Innenhöhe der Erhöhung. Der Installationsraum im Erhöhungsbereich
kann daher eine größere vertikale Ausdehnung aufweisen als der Installationsbereich
außerhalb des Erhöhungsbereichs, d.h. im Flachdachbereich. Die im Erhöhungsbereich
in dem Installationsraum untergebrachte Innenkomponente kann sich vom zweiten Bereich
bis hinein in den ersten Bereich erstrecken. Der zweite Bereich kann sich lateral
bis in den Flachdachbereich erstrecken.
[0012] Bei bisherigen Schienenfahrzeugwagen wurde die Höhe des Wagendachs danach bestimmt,
dass alle Ausrüstungskomponenten (Innenkomponenten), die unterhalb des Wagendachs
integriert werden sollen, dort integriert werden können, ohne die Innendecke absenken
zu müssen. Für Ausrüstungskomponente auf dem Wagendach (Außenkomponenten), die einen
hohen vertikalen Platzbedarf haben, wurde dagegen durch die Dachwanne zusätzlicher
Bauraum auf dem Wagendach vorgesehen.
[0013] Die hier vorgestellte Lösung geht einen anderen Weg. Das Wagendach wird insgesamt
etwas tiefer festgelegt, sodass alle Ausrüstungskomponente, die auf dem Wagendach
montiert werden müssen, d. h. die Außenkomponenten, ausreichend Platz haben. Beispielsweise
kann der Flachdachbereich eine Höhe ausgehend von der Schienenoberkante zwischen etwa
3450 mm und 3550 mm betragen, bevorzugt etwa 3500 mm. Nur an den Stellen, an denen
größere Innenkomponenten im Installationsraum zwischen dem Wagendach und der Innendecke
montiert werden sollen, wird das Wagendach lokal erhöht und damit der Installationsraum
erweitert.
[0014] Anstelle einer Dachwanne für eine große Außenkomponente wird daher im Wagendach eine
Erhöhung für große Innenkomponenten vorgesehen.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform, die mit weiteren hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist - bei Betrachtung auf das Wagendach - ein Flächenverhältnis
zwischen Flachdachbereich und Erhöhungsbereich größer als 1:1, bevorzugt größer als
6:4, weiterhin bevorzugt größer als 7:3, und insbesondere größer als 3:1. Der Flachdachbereich
nimmt daher mindestens 50 % des Wagendachs ein, bevorzugt deutlich mehr. Da im Flachdachbereich
größere Außenkomponenten untergebracht werden können, wird durch die hier vorgestellte
Lösung der Raum für die Installation von größeren Außenkomponenten erweitert. Bei
bisherigen Lösungen mit Dachwanne war der Raum für die Installation von größeren Außenkomponenten
auf den Bereich der Dachwanne begrenzt, die typischerweise deutlich weniger als 50
% der Gesamtfläche des Wagendachs eingenommen hat.
[0016] Bevorzugt weist daher das Wagendach keine nach Innen gewölbte Dachwanne auf. Auf
eine zusätzliche Entwässerungsvorrichtung und notwendige periodische Reinigung kann
daher verzichtet werden.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform, die mit weiteren hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist eine weitere Innenkomponente außerhalb des Erhöhungsbereichs
im Installationsraum zwischen der Innendecke und dem Wagendach angeordnet. Der Installationsraum
kann sich auch außerhalb des Erhöhungsbereichs bis in Bereiche erstrecken, die nach
oben nur vom Flachdachbereich begrenzt werden. Es ist auch möglich, dass sich der
Installationsraum zwischen Innendecke und Wagendach über die gesamte Länge des Schienenfahrzeugwagens
erstreckt. Unterhalb des Flachdachbereichs ist bei konstanter Höhe der Innendecke
der Installationsraum in vertikaler Richtung gesehen geringer als im Erhöhungsbereich.
Kleinere Innenkomponenten, welche keinen hohen vertikalen Bauraum beanspruchen, können
daher auch im Installationsraum unterhalb des Flachdachbereichs montiert werden.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform, die mit weiteren hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist die Erhöhung, in einer Richtung quer zu einer
Längsrichtung des Schienenfahrzeugwagens gesehen, von der jeweiligen Seitenwand des
Wagenkastens beabstandet ist. Zwischen der Erhöhung und der jeweiligen Seitenwand
kann dann ein schmaler Streifen des Flachdachbereichs verlaufen, d. h. der Flachdachbereich
setzt sich seitlich neben dem Erhöhungsbereich in Längsrichtung fort. Im Querschnitt
quer zur Längserstreckung des Schienenfahrzeugwagens gesehen, kann die Außenkontur
des Wagendachs von der Seitenwand beginnend, oder von einem Übergang zwischen Seitenwand
und Wagendach, zunächst erst im Wesentlichen flach verlaufen und dann mit einer Stufe
in die Erhöhung übergehen. An der gegenüberliegenden Seite geht dann das Wagendach
über eine weitere Stufe wieder in einen flachen Verlauf bis zur gegenüberliegenden
Seitenwand oder dem dortigen Übergang zwischen Seitenwand und Wagendach über.
[0019] Wird das Wagendach als Dachplatte angesehen, so ist das Wagendach innerhalb der Dachplatte
erhöht und von seitlichen Rändern der Dachplatte und damit von den Seitenwänden des
Schienenfahrzeugwagens beabstandet. Dies ermöglicht eine kostengünstige Herstellung
des Wagendachs mit der Erhöhung.
[0020] Außerdem muss durch das Beabstanden der Erhöhung von der Seitenwand konstruktiv nicht
in den Übergangsbereich zwischen Seitenwand und Wagendach eingegriffen werden. Besonders
dieser Bereich ist hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Auch wird dort in eventuell
vorhandenen tragenden Strukturen konstruktiv nicht eingegriffen, und diese werden
lokal nicht geschwächt.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist der Wagenkasten mit den Seitenwänden und dem
Wagendach in einer selbsttragenden Bauweise mit selbsttragenden Strukturen bzw. Strukturelementen
ausgeführt. Die Erhöhung des Wagendachs ist Teil der selbsttragenden Struktur des
Wagendachs. Die Erhöhung muss daher nicht durch andere Strukturelemente verstärkt
werden. Darüber hinaus kann eine auf der Erhöhung befindliche Außenkomponente direkt
durch die Erhöhung getragen werden, ohne dass andere tragende Strukturen vorzusehen
sind.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist der Wagenkasten mit den Seitenwänden und dem
Wagendach in einer selbsttragenden Bauweise mit selbsttragenden Strukturen bzw. Strukturelementen
ausgeführt ist. Die Erhöhung des Wagendachs ist nicht integraler Teil der selbsttragenden
Struktur des Wagendachs. In diesem Fall muss das Wagendach konstruktiv so ausgelegt
werden, dass die Stabilität des Wagendachs trotz der nicht oder nur unwesentlich zur
Stabilität des Wagendachs beitragenden Erhöhung gewährleistet ist. Beispielsweise
kann im Wagendach umlaufend um die Erhöhung ein geeigneter Träger vorgesehen sein,
auf dem sich die Erhöhung abstützt und der diesem Bereich eine ausreichende Stabilität
verleiht. Der Träger kann unterhalb des Wagendachs, in der Ebene des Wagendachs verlaufen,
oder auf dem Wagendach verlaufen und eine Öffnung in der selbstragenden Struktur des
Wagendachs verstärken, auf der sich dann die Erhöhung abstützt.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist der Wagenkasten mit den Seitenwänden und dem
Wagendach in Integralbauweise ausgebildet. Die selbsttragenden Strukturen sind selbsttragende
Strangpressprofile, welche Teile der Außenhaut des Schienenfahrzeugwagens bilden.
Damit können effizient verschiedene Querschnittsgeometrien realisiert werden.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform hat die Erhöhung, im Querschnitt quer zur Längsrichtung
gesehen, einen Abstand von der Seitenwand bzw. dem Übergang zwischen Seitenwand und
Wagendach von etwa 380 mm bis 450 mm, bevorzugt von etwa 400 mm bis etwa 440 mm, insbesondere
von etwa 420 mm. In den Bereichen zwischen der Erhöhung und der Seitenwand bzw. dem
Übergang ist das Wagendach bevorzugt flach ausgebildet, d. h. der Flachdachbereich
erstreckt sich auch seitlich neben der Erhöhung.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform, hat die Erhöhung eine Höhe gegenüber dem Flachdachbereich
von etwa 50 mm bis etwa 200 mm, bevorzugt von etwa 50 mm bis etwa 150 mm, insbesondere
von etwa 100 mm, beispielsweise bei den weiter oben angegebenen Höhen des Flachdachbereichs
über der Schienenoberkante, z. B. von 3450 mm. Je tiefer der Flachdachbereich ist,
desto höher kann die Erhöhung sein.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist beidseitig neben der Erhöhung jeweils eine Befestigungsschiene
auf dem Wagendach befestigt, die jeweils in Längsrichtung des Schienenfahrzeugwagens
verläuft. Die Befestigungsschienen, die beispielsweise C-Schienen sein können, dienen
zur Befestigung der Außenkomponente oder anderer Ausrüstungseinrichtungen. Beispielsweise
können die Befestigungsschienen in Strangpressprofilen des Wagenkastens integriert
sein.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist mindestens auf einer Seite neben der Erhöhung,
insbesondere auf beiden Seiten der Erhöhung, ein auf dem Wagendach in Längsrichtung
des Schienenfahrzeugwagens verlaufendes Kabel oder verlaufende Kabel mit dem Vorteil
der direkten Kabelführung befestigt. Bevorzugt sind diese Kabel durch geeignete Befestigungsmittel
direkt mit dem Wagendach verbunden und werden nicht durch einen Kabelkanal geführt.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, weist der Schienenfahrzeugwagen einen Innenfußboden,
einen Hochflurbereich und einen Niederflurbereich auf. Der Innenfußboden hat im Hochflurbereich
eine Höhe über Schienenoberkante, die höher ist als die Höhe des Innenfußbodens im
Niederflurbereich. Gemäß einer Ausführungsform hat die Innendecke sowohl im Hochflurbereich
als auch im Niederflurbereich überwiegend oder gänzlich eine einheitliche Höhe über
der Schienenoberkante. Die Innendecke ist daher bevorzugt durchgehend durch den Schienenfahrzeugwagen
mit einer einheitlichen Höhe ausgestattet. Sie folgt damit nicht der unterschiedlichen
Höhe des Fußbodens im Niederflurbereich und Hochschulbereich. Dies ist für die konstruktive
Gestaltung der Innendecke von Vorteil. Außerdem wird dadurch ein ansprechendes Erscheinungsbild
der Innenausstattung des Schienenfahrzeugwagens erreicht.
[0029] Der Innenfußoden im Hochflurbereich kann im Vergleich zu bisherigen Schienenfahrzeugwagen
relativ niedrig ausgestaltet sein. Unterflur werden dazu weniger Komponenten angeordnet,
d.h. Druckluftversorgung-/geräte, Fahrmotorenlüfter. Extra flach gestaltete Bordnetzbatterien
werden im Niederflurbereich angeordnet. Größere Komponenten werden dann entweder auf
dem Wagendach oder in den Installationsraum integriert.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist im Flachdachbereich auf dem Wagendach mindestens
eine Außenkomponente montiert, bei der es sich um einen Transformator, Stromrichter,
Traktionsbatterien oder Traktionskühlanlage handeln kann. Gemäß einer Ausführungsform
können auch mindestens zwei, mindestens drei oder mehrere Außenkomponenten im Flachdachbereich
montiert sein.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, ist auf der Erhöhung mindestens eine weitere Außenkomponente
montiert, bei der es sich um Hochspannungsausrüstung und/oder eine Klimaanlage handeln
kann.
[0032] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, kann es sich bei der Innenkomponente, welche insbesondere
im Erhöhungsbereich des Wagendachs untergebracht ist, um Steuerungskomponenten, Klimaluftverteilung
oder Druckluftkomponenten handeln.
[0033] Aufgrund der vorteilhaften Ausgestaltung des Wagendachs können deutlich mehr Ausrüstungskomponenten
auf dem Wagendach oder im Installationsraum unterhalb des Wagendachs montiert werden.
Insbesondere durch die flächenmäßig vergleichsweise große Ausgestaltung des Flachdachbereichs,
der in etwa auf gleicher Höhe liegen kann wie der Boden bisheriger Dachwannen, steht
erheblich mehr Bauraum für größere Außenkomponenten zur Verfügung. Darüber hinaus
lassen sich Innenkomponenten, die bisher beispielsweise im Passagierraum hinter Seitenverkleidungen
oder in Schaltschränken untergebracht waren, in den Installationsbereich und insbesondere
in den durch die Erhöhung zusätzlich erweiterten Installationsraum unterbringen. Dadurch
wird mehr Platz für Fahrgäste geschaffen.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, umfasst das Wagendach mindestens zwei Flachdachbereiche,
die sich jeweils an den stirnseitigen Enden des Schienenfahrzeugwagens und oberhalb
von Laufwerken (z. B. Drehgestellen) des Schienenfahrzeugwagens befinden, und mindestens
einen Erhöhungsbereich mit mindestens einer Erhöhung zwischen den zwei Flachdachbereichen.
[0035] Gemäß einer alternativen Ausführungsform, die mit anderen hierin beschriebenen Ausführungsformen
geeignet kombiniert werden kann, umfasst das Wagendach einen (einzigen) Flachdachbereich,
der sich an einem stirnseitigen Ende des Schienenfahrzeugwagens und oberhalb eines
an diesem stirnseitigen Ende befindlichen Laufwerks (z. B. Drehgestell) des Schienenfahrzeugwagens
befindet, und einen (einzigen) Erhöhungsbereich mit einer Erhöhung, der sich an den
Flachdachbereich anschließt und bis zum anderen stirnseitigen Enden des Schienenfahrzeugwagens
erstreckt.
[0036] Der Schienenfahrzeugwagen kann damit entweder eine Erhöhung etwa in der Mitte - bezogen
auf die Längserstreckung des Schienenfahrzeugwagens - oder eine sich bis zu einem
stirnseitigen Ende des Schienenfahrzeugwagens erstreckende Erhöhung aufweisen. Damit
können Schienenfahrzeugwagen je nach ihrer Funktion unterschiedlich gestaltet werden.
So kann beispielsweise bei einem Triebzug, der mehrere Schienenfahrzeugwagen umfasst,
das Wagendach des führenden Schienenfahrzeugwagens anders gestaltet sein als beispielsweise
ein nachfolgender Schienenfahrzeugwagen.
FIGUREN
[0037] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsformen näher erläutert, ohne
dass diese den durch die Schutzansprüche definierten Schutzbereich einschränken sollen.
[0038] Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen Ausführungsformen und dienen zusammen
mit der Beschreibung der Erläuterung der Prinzipien der Erfindung. Die Elemente der
Zeichnungen sind relativ zueinander und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu.
Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines Schienenfahrzeugwagens mit einem Flachdachbereich,
der sich bis zu einem stirnseitigen Ende des Schienenfahrzeugwagens erstreckt, und
einen Erhöhungsbereich, der sich bis zum gegenüberliegenden stirnseitigen Ende des
Schienenfahrzeugwagens erstreckt.
Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Schienenfahrzeugwagens mit einem
Erhöhungsbereich etwa in der Mitte des Schienenfahrzeugwagens.
Figur 3 zeigt einen Teilquerschnitt durch einen Schienenfahrzeugwagen gemäß einer
weiteren Ausführungsform.
Figur 4 zeigt einen Teilquerschnitt durch einen Schienenfahrzeugwagen gemäß einer
weiteren Ausführungsform.
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0039] Figur 1 zeigt ein Schienenfahrzeugwagen 100 gemäß einer ersten Ausführungsform, bei
dem es sich beispielsweise um einen Steuerwagen eines Triebzugs handeln kann. Der
Schienenfahrzeugwagen 100 umfasst einen Wagenkasten, der sich auf zwei Laufwerken
bzw. Drehgestellen 101 abstützt. Ein Innenfußboden 122 des Schienenfahrzeugwagens
100 umfasst einen Niederflurbereich 124 zwischen den Drehgestellen 101 sowie jeweils
einen Hochflurbereich 123 oberhalb der Drehgestelle 101. Der Innenfußboden 122 im
Hochflurbereich 123 hat gegenüber der Oberkante der Schiene 131 einen größeren Abstand
als im Niederflurbereich 124. Die Hochflurbereiche 123 können eine Höhe von etwa 1100
mm oberhalb der Schienenoberkante haben. Der Niederflurbereich 124 dagegen eine Höhe
von 600 mm oder 800 mm.
[0040] Der Schienenfahrzeugwagen 100 umfasst weiterhin ein Wagendach 111 mit einem Flachdachbereich
151 und einem Erhöhungsbereich 152 auf. Der Flachdachbereich 151 nimmt in der hier
gezeigten Ausführungsform mehr als 50 % der Gesamtlänge des Wagendachs 111 ein und
erstreckt sich bis zum führenden Stirnende des Schienenfahrzeugwagens, d. h. bis zum
Triebkopfende. Der Erhöhungsbereich 152 wird durch eine Erhöhung 112 des Wagendachs
111 definiert, die sich in der vorliegenden Ausführungsform am anderen Ende des Schienenfahrzeugwagens
100 befindet.
[0041] Unterhalb des Wagendachs 111 erstreckt sich beabstandet zu diesem eine Innendecke
121, welche gleichzeitig die dachseitige Innenverkleidung bildet. Die Innendecke 121
hat in der hier gezeigten Ausführungsform durchgehend eine gleichmäßige Höhe sowohl
in den beiden Hochflurbereichen 123 als auch im Niederflurbereich 124. Ein Installationsraum
153 wird nach oben durch das Wagendach 111 und nach unten durch die Innendecke 121
begrenzt.
[0042] In Figur 1 ist weiterhin mit 132 eine Oberkante des Lichtraumprofils für Ausrüstungskomponenten
angedeutet. Bei dieser Oberkante handelt es sich nicht um die Oberkante des gesamten
Lichtraumprofils, sondern um das Lichtraumprofil, dass für fest installierte Ausrüstungskomponenten
außer dem Pantographen gilt.
[0043] Im Flachdachbereich 151 sind große Außenkomponenten 141 montiert, die bei bisherigen
Lösungen beispielsweise in einer Dachwanne untergebracht werden mussten. Dagegen sind
im Erhöhungsbereich 152 kleinere Außenkomponenten 143 sowie der Pantograph 142 montiert.
Bei den großen Außenkomponenten 141 kann es sich insbesondere um für die Traktion
erforderliche Ausrüstungskomponenten handeln, wie zum Beispiel Transformator, Stromrichter,
Traktionsbatterien und Traktionskühlanlage. Bei den kleinen Außenkomponenten 143 kann
es sich um Ausrüstungskomponenten für die Hochspannung oder um einen Teil der Klimaanlage
oder die gesamte auf dem Wagendach 111 montierte Klimaanlage handeln.
[0044] Eine konkrete Ausgestaltung der Anordnung der Außenkomponenten umfasst beispielsweise
Klimaanlagen als Außenkomponenten 143 auf der Erhöhung 112 im Erhöhungsbereich 152
und Stromrichter, Traktionskühlanlage und Transformator als Außenkomponente 141 auf
dem Flachdachbereich 151. Eine andere konkrete Ausgestaltung umfasst die Anordnung
von Traktionsbatterien als Außenkomponente 141, insbesondere bei batteriebetriebenen
Schienenfahrzeugwagen. Da der Flachdachbereich 151 im Vergleich zur Höhe des Daches
von bisherigen Schienenfahrzeugwagen insgesamt etwas tiefer liegt, können auch größere
Traktionsbatterien auf dem Flachdachbereich 151 montiert werden. Dadurch lassen sich
(voll- oder teilbetriebene) batteriebetriebene Schienenfahrzeugwagen bzw. Triebzuge
mit einer höheren Reichweite bei Batteriebetrieb herstellen.
[0045] Im Installationsraum 153 sind unterhalb des Flachdachbereichs 151 kleinere Innenkomponenten
146 und unterhalb des Erhöhungsbereichs 152 größere Innenkomponenten 145 untergebracht,
wobei sich die Angabe kleiner bzw. größer auf die vertikale Ausdehnung bezieht. Bei
den größeren Innenkomponenten 145 handelt es sich insbesondere um Steuerungskomponenten
für den Schienenfahrzeugwagen, Klimaluftverteilungen und Druckluftkomponenten, da
diese einen gewissen Bauraum beanspruchen. Bei den kleineren Innenkomponenten 146
kann es sich dagegen beispielsweise um Klimakanäle handeln.
[0046] In Figur 2 ist eine andere Ausgestaltung eines Schienenfahrzeugwagens 200 gezeigt,
bei dem es sich beispielsweise um einen Mittelwagen eines Triebzugs handeln kann.
[0047] Im Gegensatz zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform hat der Schienenfahrzeugwagen
200 einen in Längsrichtung des Schienenfahrzeugwagens gesehen mittigen Erhöhungsbereich
152. Ausgehend von diesem erstrecken sich zwei Flachdachbereiche 151 bis zu den jeweiligen
stirnseitigen Enden der Schienenfahrzeugwagens 200.
[0048] Die Anordnung der Flachdachbereiche 151 an den jeweils stirnseitigen Enden des Schienenfahrzeugwagens
200 hat den Vorteil, dass dort nicht nur vertikal hohe Außenkomponenten 141 sondern
auch vergleichsweise breite Außenkomponenten montiert werden können. Bekanntermaßen
schert der mittlere Bereich eines Schienenfahrzeugwagens zwischen den Drehgestellen
101 bei Kurvenfahrten deutlich stärker aus als die Endbereiche eines Schienenfahrzeugwagens.
Daher müssen auf dem Wagendach 111 montierte Außenkomponenten schmaler sein, wenn
sie in der Längsmitte des Schienenfahrzeugwagens befestigt werden. Größere Außenkomponenten
141 werden daher bevorzugt in dem Bereich oberhalb der Drehgestelle 101 montiert.
Insbesondere der Transformator wird wegen seines Volumens und Gewichts auf dem Wagendach
111 über dem Drehgestell 101 befestigt.
[0049] Figur 3 zeigt einen Teilquerschnitt durch einen Schienenfahrzeugwagen gemäß einer
weiteren Ausführungsform. Gezeigt ist ein oberer Teil eines Wagenkastens 110, der
eine Seitenwand 114, eine Abschrägung 115 im oberen Teil der Seitenwand 114 sowie
einen Übergang 116 zwischen Seitenwand 114 und Wagendach 111 umfasst. Der Wagenkasten
110 ist in der hier gezeigten Ausführungsform eine selbsttragende Struktur in Integralbauweise,
die durch miteinander verbundene Strangpressprofile realisiert ist.
[0050] Auf dem Wagendach 111 in Längsrichtung des Schienenfahrzeugwagens verlaufend ist
jeweils eine Befestigungsschiene 113, konkret eine C-Schiene, benachbart zum Übergang
116 zwischen der Seitenwand 114 und dem Wagendach 111 montiert. Zwischen den außenliegenden
Befestigungsschienen 113 und der Erhöhung 112 sind beidseitig verlaufend Kabel 118
auf dem Wagendach 111 befestigt.
[0051] In der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform bildet die Erhöhung 112 keine selbsttragende
Struktur des Wagenkastens 110. Die Erhöhung 112 wird daher vom Wagenkasten 110, konkret
vom Wagendach 111 (Dachplatte) getragen. Zu diesem Zweck kann das Wagendach 111 Aussteifungen
119 oder Querträger 119 aufweisen, damit das Wagendach 111 auch im Bereich der hier
gezeigten Öffnung des selbsttragenden Wagenkastens 110 eine ausreichende Stabilität
aufweist. Der hier gezeigte Querträger 119 erstreckt sich in Querrichtung der Schienenfahrzeugwagens
und dient gleichzeitig dazu, die Innenkomponente 145 zu halten. Alternativ oder zusätzlich
kann auch ein die Öffnung umlaufender Träger vorgesehen sein.
[0052] Die in der selbsttragenden Struktur des Wagenkastens 110 gebildete Öffnung wird von
der Erhöhung 112 bedeckt. Die Erhöhung 112 ist in der hier gezeigten Ausführungsform
in Form einer Haube ausgebildet. Die Außenkontur des Wagendachs 111 weist daher eine
Stufe auf, welche seitlich beabstandet zum Übergang 116 zwischen Wagendach 111 und
Seitenwand 114 ist. In diesem seitlichen Bereich setzt sich der Flachdachbereich 151
fort. Die Befestigungsschienen 113 und die Kabel 118 sind auf dem Flachdachbereich
151 befestigt.
[0053] Da die Erhöhung 112 beabstandet von der Seitenwand 114 bzw. vom Übergang 116 zwischen
Seitenwand 114 und dem Wagendach 111 ist, wird der Übergang 116 durch die im Wagendach
111 gebildete Öffnung nicht geschwächt.
[0054] Der oberhalb der Innendecke 121 befindliche Installationsraum 153 umfasst im Erhöhungsbereich
152 des Wagendachs 111 einen ersten Bereich 154 und einen zweiten Bereich 155 auf.
In Figur 3 ist die vertikale Ausdehnung dieser Bereiche angedeutet. Der zweite Bereich
155 erstreckt sich oberhalb der Innendecke bis zur Unterkante des Flachdachbereichs
151. In Querrichtung erstreckt sich der zweite Bereich 155 über die gesamte Breite
des Schienenfahrzeugwagens. Der erste Bereich 154 erstreckt sich dagegen oberhalb
der Unterkante des Flachdachbereichs 151 bis zur maximalen Innenhöhe der Erhöhung
112.
[0055] Nicht dargestellt ist ein Querschnitt durch einen Schienenfahrzeugwagen, der ausschließlich
durch einen Flachdachbereich 151 verläuft. Unterhalb der Bereiche des Wagendachs 111,
in denen ausschließlich ein Flachdachbereich 151 ist, erstreckt sich lediglich der
zweite Bereich 155 des Installationsraums 153.
[0056] Der erste Bereich 154 vergrößert den Installationsraum 153 lokal in vertikaler Richtung.
Daher ist in diesem Bereich mehr Platz für vergleichsweise große Innenkomponenten
145, wie beispielsweise in Figur 3 dargestellt. Eine derartige Innenkomponente 145
kann sich sowohl vom zweiten Bereich 155 bis hinein in den ersten Bereich 154 erstrecken.
Alternativ ist es möglich, dass die Innenkomponente 145 lediglich oder überwiegend
im ersten Bereich 154 untergebracht ist.
[0057] Die Erhöhung 112 ist in der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform so hoch, dass nur
wenig Raum für eine Außenkomponente unterhalb der Oberkante 132 des Lichtraumprofils
verbleibt.
[0058] Figur 4 zeigt einen Teilquerschnitt durch einen Schienenfahrzeugwagen einer weiteren
Ausführungsform. Der wesentliche Unterschied zu Figur 3 besteht dahin, dass hier die
Erhöhung 112 integraler Teil des Wagenkastens 110 ist und damit als tragende Struktur
des Wagenkastens 110 anzusehen ist. In diesem Fall ist eine Aussteifung nicht erforderlich.
Allerdings ist auch in Figur 4 ein Querträger 119 vorgesehen, der mit dem Wagendach
111 verbunden ist, um die Innenkomponente 145 am Wagendach 111 im Installationsraum
153 zu befestigen. Die Innenkomponente 145 erstreckt sich auch hier vom zweiten Bereich
155 des Installationsraums 153 bis hinein in den ersten Bereich 154 des Installationsraums
153.
[0059] Die Erhöhung 112 weist in der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform eine etwas geringere
Höhe auf als die Erhöhung 112 in Figur 3. Daher verbleibt Raum für die Montage einer
Außenkomponente 143, die auf der Erhöhung 112 montiert ist.
[0060] Die Erhöhung 112 bildet auch in dieser Ausführungsform jeweils eine Stufe mit dem
angrenzenden Flachdachbereich 151, sodass die Erhöhung 112 auch hier innerhalb der
Dachplatte ausgebildet ist.
[0061] Wenngleich hierin spezifische Ausführungsformen dargestellt und beschrieben worden
sind, liegt es im Rahmen der vorliegenden Erfindung, die gezeigten Ausführungsformen
geeignet zu modifizieren, ohne vom durch die beiliegenden Ansprüche definierten Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0062]
- 100, 200
- Schienenfahrzeugwagen
- 101
- Laufwerk / Drehgestell
- 110
- Wagenkasten
- 111
- Wagendach
- 112
- Erhöhung
- 113
- C-Schiene / Befestigungsschiene
- 114
- Seitenwand
- 115
- Abschrägung
- 116
- Übergang Seitenwand / Wagendach
- 118
- Kabel
- 119
- Aussteifung /Querträger
- 121
- Innendecke / Innenverkleidung
- 122
- Innenfußboden
- 123
- Hochflurbereich
- 124
- Niederflurbereich
- 131
- Schiene
- 132
- Oberkante des Lichtraumprofil für Ausrüstungskomponenten
- 141
- Außenkomponente groß
- 142
- Pantograph
- 143
- Außenkomponente klein
- 145
- Innenkomponente groß
- 146
- Innenkomponente klein
- 151
- Flachdachbereich
- 152
- Erhöhungsbereich
- 153
- Installationsraum
- 154
- erster Bereich des Installationsraums
- 155
- zweiter Bereich des Installationsraums
1. Schienenfahrzeugwagen, aufweisend:
einen Wagenkasten (110) mit Seitenwänden (114) und ein die Seitenwände verbindendes
Wagendach (111) mit einem Flachdachbereich (151);
eine Innendecke (121), welche vom Wagendach (111) beabstandet ist und einen Installationsraum
(153) zwischen dem Wagendach (111) und der Innendecke (121) begrenzt;
eine Erhöhung (112) im Wagendach (111), welche einen Erhöhungsbereich (152) des Wagendachs
(111) definiert und den Installationsraum (153) zwischen dem Wagendach (111) und der
Innendecke (121) lokal erweitert;
eine im Erhöhungsbereich (152) in dem Installationsraum (153) untergebrachte Innenkomponente
(145).
2. Schienenfahrzeugwagen nach Anspruch 1, weiterhin aufweisend eine weitere Innenkomponente
(146), die außerhalb des Erhöhungsbereichs (152) im Installationsraum (153) zwischen
der Innendecke (121) und dem Wagendach (111) angeordnet ist.
3. Schienenfahrzeugwagen nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Erhöhung (112), in einer Richtung
quer zu einer Längsrichtung des Schienenfahrzeugwagens gesehen, von der jeweiligen
Seitenwand (114) des Wagenkastens (100) beabstandet ist.
4. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei beidseitig neben
der Erhöhung (112) jeweils mindestens eine Befestigungsschiene (113) auf oder an dem
Wagendach (111) befestigt ist, beispielsweise integraler Bestandteil des Wagendachs
(111) ist, wobei die jeweilige Befestigungsschiene (113) in Längsrichtung des Schienenfahrzeugwagens
verläuft.
5. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens auf
einer Seite neben der Erhöhung (112), insbesondere auf beiden Seiten der Erhöhung
(112), ein auf dem Wagendach (111) in Längsrichtung des Schienenfahrzeugwagens verlaufendes
Kabel (118) befestigt ist.
6. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schienenfahrzeugwagen
einen Innenfußboden (122), einen Hochflurbereich (123) und einen Niederflurbereich
(124) aufweist, und der Innenfußboden (122) im Hochflurbereich (123) eine Höhe über
Schienenoberkante aufweist, die höher ist als die Höhe des Innenfußbodens (122) im
Niederflurbereich (124).
7. Schienenfahrzeugwagen nach Anspruch 6, wobei die Innendecke (121) sowohl im Hochflurbereich
(123) als auch im Niederflurbereich (124) überwiegend oder gänzlich eine einheitliche
Höhe über Schienenoberkante aufweist.
8. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Wagendach
(111) keine nach Innen gewölbte Dachwanne aufweist.
9. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei im Flachdachbereich
(151) auf dem Wagendach (111) mindestens eine Außenkomponente (141) montiert ist,
wobei die Außenkomponente (141) ausgewählt ist aus Transformator, Stromrichter, Traktionsbatterien,
und Traktionskühlanlage.
10. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auf der Erhöhung
(112) mindestens eine weitere Außenkomponente (142, 143) montiert ist, wobei die weitere
Außenkomponente (142, 143) ausgewählt ist aus Hochspannungsausrüstung und Klimaanlage.
11. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Innenkomponente
(145) ausgewählt ist aus Steuerungskomponenten, Klimaluftverteilung, Druckluftkomponenten.
12. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Wagendach
(111) mindestens zwei Flachdachbereiche (151), die sich jeweils an den stirnseitigen
Enden des Schienenfahrzeugwagens und oberhalb von Laufwerken (101) des Schienenfahrzeugwagens
befinden, und mindestens einen Erhöhungsbereich (152) mit mindestens einer Erhöhung
(112) zwischen den zwei Flachdachbereichen (151) aufweist.
13. Schienenfahrzeugwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das Wagendach (111)
einen Flachdachbereich (151), der sich an einem stirnseitigen Ende des Schienenfahrzeugwagens
und oberhalb eines von an diesem stirnseitigen Ende befindlichen Laufwerks (101) des
Schienenfahrzeugwagens befindet, und einen Erhöhungsbereich (152) mit einer Erhöhung
(112) aufweist, der sich an den Flachdachbereich (151) anschließt und sich bis zum
anderen stirnseitigen Enden des Schienenfahrzeugwagens erstreckt.
14. Schienenfahrzeugwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wagenkasten
(110) mit den Seitenwänden (114) und dem Wagendach (111) in einer selbsttragenden
Bauweise mit selbsttragenden Strukturen ausgeführt ist und die Erhöhung (112) des
Wagendachs (111) Teil der selbsttragenden Struktur des Wagendachs (111) ist.
15. Schienenfahrzeugwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Wagenkasten (110)
mit den Seitenwänden (114) und dem Wagendach (111) in einer selbsttragenden Bauweise
mit selbsttragenden Strukturen ausgeführt ist und die Erhöhung (112) des Wagendachs
(111) nicht Teil der selbsttragenden Struktur des Wagendachs (111) ist.
16. Schienenfahrzeugwagen nach Anspruch 13 oder 14, wobei der Wagenkasten (110) mit den
Seitenwänden (114) und dem Wagendach (111) in Integralbauweise ausgebildet ist und
die selbsttragenden Strukturen selbsttragenden Strangpressprofile sind, welche Teile
der Außenhaut des Schienenfahrzeugwagens bilden.
1. Rail vehicle car, comprising:
a car body (110) with side walls (114) and a car roof (111) connecting the side walls
and having a flat roof area (151);
an interior ceiling (121) which is spaced from the car roof (111) and delimits an
installation space (153) between the car roof (111) and the interior ceiling (121);
a raising (112) in the car roof (111), which defines a raised area (152) of the car
roof (111) and locally extends the installation space (153) between the car roof (111)
and the interior ceiling (121);
an interior component (145) accommodated in the raised area (152) in the installation
space (153).
2. Rail vehicle car according to claim 1, further comprising a further interior component
(146) which is arranged outside the raised area (152) in the installation space (153)
between the interior ceiling (121) and the car roof (111).
3. A rail vehicle car according to claim 1 or 2, wherein the raising (112), as seen in
a direction transverse to a longitudinal direction of the rail vehicle car, is spaced
from the respective side wall (114) of the car body (100).
4. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein at least one fastening
rail (113) is fastened on or to the car roof (111) on both sides adjacent to the raising
(112), for example as an integral part of the car roof (111), wherein the respective
fastening rail (113) extends in the longitudinal direction of the rail vehicle car.
5. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein at least on one
side adjacent to the raising (112), in particular on both sides of the raising (112),
a cable (118) extending on the car roof (111) in the longitudinal direction of the
rail vehicle car is fastened.
6. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein the rail vehicle
car comprises an interior floor (122), a high-floor area (123) and a low-floor area
(124), and the interior floor (122) in the high-floor area (123) has a height above
the top of rail which is higher than the height of the interior floor (122) in the
low-floor area (124).
7. Rail vehicle car according to claim 6, wherein the interior ceiling (121) has a uniform
height above the top of rail, predominantly or entirely, both in the high-floor area
(123) and in the low-floor area (124).
8. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein the car roof (111)
does not have an inwardly curved roof pan.
9. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein at least one external
component (141) is mounted in the flat roof area (151) on the car roof (111), wherein
the external component (141) is selected from a transformer, a power converter, traction
batteries and a traction cooling system.
10. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein at least one further
external component (142, 143) is mounted on the raising (112), wherein the further
external component (142, 143) is selected from high-voltage equipment and air conditioning.
11. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein the internal component
(145) is selected from control components, air conditioning distribution components,
compressed air components.
12. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein the car roof (111)
has at least two flat roof areas (151), which are located respectively at the front
ends of the rail vehicle car and above running gears (101) of the rail vehicle car,
and at least one raised area (152) with at least one raising (112) between the two
flat roof areas (151).
13. Rail vehicle car according to one of claims 1 to 11, wherein the car roof (111) has
a flat roof area (151) which is located at one front end of the rail vehicle car and
above a running gear (101) of the rail vehicle car located at this front end, and
a raised area (152) with a raising (112) which adjoins the flat roof area (151) and
extends to the other front end of the rail vehicle car.
14. Rail vehicle car according to one of the preceding claims, wherein the car body (110)
with the side walls (114) and the car roof (111) is designed in a self-supporting
manner with self-supporting structures, and the raising (112) of the car roof (111)
is part of the self-supporting structure of the car roof (111).
15. Rail vehicle car according to one of claims 1 to 13, wherein the car body (110) with
the side walls (114) and the car roof (111) is designed in a self-supporting construction
with self-supporting structures and the raising (112) of the car roof (111) is not
part of the self-supporting structure of the car roof (111).
16. Rail vehicle car according to claim 13 or 14, wherein the car body (110) with the
side walls (114) and the car roof (111) is of integral construction and the self-supporting
structures are self-supporting extruded profiles which form parts of the outer skin
of the rail vehicle car.
1. Voiture de véhicule ferroviaire, présentant :
une caisse de voiture (110) comportant des parois latérales (114) et un toit de voiture
(111) reliant les parois latérales et comportant une zone de toit plat (151) ;
un plafond intérieur (121) espacé du toit de voiture (111) et délimitant un espace
d'installation (153) entre le toit de voiture (111) et le plafond intérieur (121)
;
une élévation (112) dans le toit de voiture (111), laquelle définit une zone d'élévation
(152) du toit de voiture (111) et élargit localement l'espace d'installation (153)
entre le toit de voiture (111) et le plafond intérieur (121) ;
un composant intérieur (145) logé dans la zone d'élévation (152) dans l'espace d'installation
(153).
2. Voiture de véhicule ferroviaire selon la revendication 1, présentant en outre un autre
composant intérieur (146) disposé à l'extérieur de la zone d'élévation (152) dans
l'espace d'installation (153) entre le plafond intérieur (121) et le toit de voiture
(111).
3. Voiture de véhicule ferroviaire selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle l'élévation
(112), vue dans une direction perpendiculaire à une direction longitudinale de la
voiture de véhicule ferroviaire, est espacée de la paroi latérale (114) respective
de la caisse de voiture (100).
4. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle,
à proximité et de part et d'autre de l'élévation (112), respectivement au moins un
rail de fixation (113) est fixé sur ou au toit de voiture (111), par exemple fait
partie intégrante du toit de voiture (111), dans laquelle le rail de fixation (113)
respectif s'étend dans la direction longitudinale de la voiture de véhicule ferroviaire.
5. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
un câble (118) s'étendant sur le toit de voiture (111) dans la direction longitudinale
de la voiture de véhicule ferroviaire est fixé sur au moins un côté à proximité de
l'élévation (112), en particulier de part et d'autre de l'élévation (112).
6. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la voiture de véhicule ferroviaire présente un sol intérieur (122), une zone formant
plancher haut (123) et une zone formant plancher bas (124), et le sol intérieur (122)
présente, dans la zone formant plancher haut (123), une hauteur au-dessus du bord
supérieur de rail qui est supérieure à la hauteur du sol intérieur (122) dans la zone
formant plancher bas (124).
7. Voiture de véhicule ferroviaire selon la revendication 6, dans laquelle le plafond
intérieur (121) présente principalement ou entièrement une hauteur uniforme au-dessus
du bord supérieur de rail, aussi bien dans la zone formant plancher haut (123) que
dans la zone formant plancher bas (124).
8. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
le toit de voiture (111) ne présente pas de cuvette de toit bombée vers l'intérieur.
9. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
au moins un composant extérieur (141) est monté dans la zone de toit plat (151) sur
le toit de voiture (111), dans laquelle le composant extérieur (141) est choisi parmi
transformateur, convertisseur de puissance, batteries de traction, et système de refroidissement
de traction.
10. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
au moins un autre composant extérieur (142, 143) est monté sur l'élévation (112),
dans laquelle l'autre composant extérieur (142, 143) est choisi parmi équipement haute
tension et système de climatisation.
11. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
le composant intérieur (145) est choisi parmi composants de commande, moyen de distribution
d'air conditionné, composants à air comprimé.
12. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
le toit de voiture (111) présente au moins deux zones de toit plat (151) situées respectivement
au niveau des extrémités frontales de la voiture de véhicule ferroviaire et au-dessus
de trains de roulement (101) de la voiture de véhicule ferroviaire, et au moins une
zone d'élévation (152) comportant au moins une élévation (112) entre les deux zones
de toit plat (151).
13. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications 1 à 11, dans laquelle
le toit de voiture (111) présente une zone de toit plat (151) située au niveau d'une
extrémité frontale de la voiture de véhicule ferroviaire et au-dessus d'un train de
roulement (101) de la voiture de véhicule ferroviaire situé au niveau de ladite extrémité
frontale, et une zone d'élévation (152) comportant une élévation (112) qui se raccorde
à la zone de toit plat (151) et s'étend jusqu'à l'autre extrémité frontale de la voiture
de véhicule ferroviaire.
14. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la caisse de voiture (110) comportant les parois latérales (114) et le toit de voiture
(111) est conçue en tant que construction autoportante comportant des structures autoportantes
et l'élévation (112) du toit de voiture (111) fait partie de la structure autoportante
du toit de voiture (111).
15. Voiture de véhicule ferroviaire selon l'une des revendications 1 à 13, dans laquelle
la caisse de voiture (110) comportant les parois latérales (114) et le toit de voiture
(111) est conçue en tant que construction autoportante comportant des structures autoportantes
et l'élévation (112) du toit de voiture (111) ne fait pas partie de la structure autoportante
du toit de voiture (111).
16. Voiture de véhicule ferroviaire selon la revendication 13 ou 14, dans laquelle la
caisse de voiture (110) comportant les parois latérales (114) et le toit de voiture
(111) est réalisée en tant que construction intégrale et les structures autoportantes
sont des profilés extrudés autoportants formant des parties du revêtement de la voiture
de véhicule ferroviaire.