[0001] Die Erfindung betrifft einen Eimer mit einem Boden und mit einer umlaufenden Seitenwand,
die im Bereich einer Öffnung einen umlaufenden Rand mit einem Eingriffsbereich zum
Zusammenwirken mit einem Deckel aufweist. Die Erfindung betrifft auch ein Gebinde
mit einem solchen Eimer und mit einem Deckel.
[0002] Unter einem Eimer wird im Sinne dieser Anmeldung ein Behälter mit einer umlaufenden,
in der Regel leicht konisch geneigten Seitenwand und einer Öffnung verstanden, die
sich typischerweise über die gesamte Oberseite des Eimers erstreckt. Die Grundform
des Eimers, die typischerweise der Grundform des Bodens entspricht, ist beliebig.
Der Eimer kann beispielsweise eine ovale, runde, rechteckige oder quadratische Grundform
aufweisen. Unter einem Eimer wird im Sinne dieser Anmeldung auch ein dosenförmiger
Behälter verstanden, bei dem die Seitenwand zylinderförmig ausgebildet ist.
[0003] Aus der
EP 3848176 A2 der Anmelderin ist ein Behälter aus Kunststoff in Form eines Eimers bekannt geworden,
bei dem an einer Innenseite der umlaufenden Seitenwand und an einer Innenseite des
Bodens mindestens ein In-Mould-Label oder mindestens ein Label angebracht ist. Das
bodenseitige (In-Mould-)Label weist einen sich entlang der Innenseite der Seitenwand
erstreckenden Abschnitt auf, der mit dem wandseitigen (In-Mould-)Label überlappt.
Bei einer geeigneten Materialauswahl können die (In-Mould-)Label die Barriere-Eigenschaften
des Behälters gegen Sauerstoff, Wasserdampf oder auch die Beständigkeit gegenüber
aggressiven Füllgütern verbessern. Das wandseitige (In-Mould-)Label kann als Ganzes
lösbar (peelbar) mit der Innenseite der umlaufenden Seitenwand verbunden sein und
das bodenseitige In-Mould-Label kann als Ganzes lösbar (peelbar) mit der Innenseite
des Bodens bzw. mit der umlaufenden Seitenwand verbunden sein, so dass die (In-Mould-)Label
in der Art einer lösbaren und konturgetreuen Innenhülle wirken. Die (In-Mould-)Label
können nach dem Gebrauchsende des Behälters vollständig von diesem getrennt werden,
indem diese von einem Bediener aktiv von dem Behälter gelöst bzw. abgezogen werden.
Auf diese Weise kann das Kunststoff-Material des Behälters, an dem in diesem Fall
typischerweise kein Füllgut mehr anhaftet, einfacher recycelt werden oder der Behälter
kann erneut mit einem Füllgut befüllt werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Eimer und ein Gebinde mit einer möglichst
konturgetreuen Innenhülle bereitzustellen, die auf einfache Weise in den Eimer eingebracht
und wieder vom Eimer gelöst werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt durch einen Eimer der eingangs genannten
Art gelöst, der mindestens einen formstabilen ringförmigen Aufsatz aufweist, der lösbar
mit dem umlaufenden Rand verbunden ist, wobei der Aufsatz einen Flanschabschnitt aufweist,
der den Eingriffsbereich überdeckt, und wobei an dem Aufsatz eine Innenhülle mit einem
Hüllenboden und einer umlaufenden Hüllenwand angebracht ist, wobei der Hüllenboden
und/oder die umlaufende Hüllenwand ganz oder teilweise aus einer Folie gebildet sind.
[0006] Bei diesem Aspekt der Erfindung wird vorgeschlagen, eine lösbare und konturgetreue
Innenhülle nicht durch die Anbringung von (In-Mould)-Labeln an der umlaufenden Seitenwand
bzw. an dem Boden zu realisieren, sondern durch die Anbringung der Innenhülle an einem
formstabilen Aufsatz, der auf den umlaufenden Rand der umlaufenden Seitenwand aufgesetzt
ist und der lösbar mit dem umlaufenden Rand verbunden ist. Die Innenhülle, d.h. der
Hüllenboden und die Hüllenwand ,können ganz oder ggf. nur teilweise aus einer Folie
gefertigt sein. Die Innenhülle weist in der Regel keine Öffnungen oder dergleichen
auf. Ein Füllgut, das in die Innenhülle eingefüllt wird, kommt daher nicht direkt
mit der Innenseite der umlaufenden Seitenwand und der Innenseite des Bodens in Kontakt.
Auf diese Weise ist es möglich, den Eimer nach dem Entleeren des Füllguts wiederzuverwenden.
Die Innenhülle weist daher dieselben Vorteile hinsichtlich der Materialersparnis auf,
die sich auch bei der Verwendung einer Innenhülle von aus Folie gebildeten (In-Mould-)Labeln
einstellen.
[0007] Im Gegensatz zu den (In-Mould-)Labeln kann aber nach der Entnahme der Innenhülle,
bei welcher der Aufsatz vom umlaufenden Rand des Eimers gelöst wird, ein neuer Aufsatz
auf den umlaufenden Rand aufgebracht und eine neue Innenhülle in den Eimer eingebracht
werden, was bei der Verwendung einer Innenhülle in Form von (In-Mould-)Labeln nicht
ohne weiteres möglich ist.
[0008] Unter dem Begriff "formfest" wird im Sinne dieser Anmeldung verstanden, dass ein
Bauteil, z.B. der ringförmige Aufsatz, während des normalen Gebrauchs seine Form nicht
verändert und ohne erheblichen Kraftaufwand höchstens elastisch verformbar ist. Im
Vergleich zu einem formfesten Bauteil, das typischerweise eine Dicke von mindestens
0,6 mm aufweist, ist ein Bauteil, das als Folie ausgebildet ist, deutlich dünner.
Die Dicke des Hüllenbodens und der umlaufenden Hüllenwand liegen in der Regel bei
mehr als ca. 50 µm und bei weniger als ca. 300µm. Der Hüllenboden und die umlaufende
Hüllenwand - sofern diese vollständig als Folie ausgebildet sind - sind flexibel,
d.h. es handelt sich nicht um formfeste Bauteile.
[0009] Bei einer Ausführungsform weist der Aufsatz ein oberes Klemmprofil zum Zusammenwirken
mit einem Klemmprofil auf, das an einer Innenseite eines Randes des Deckels oder an
einer Innenseite eines weiteren formfesten ringförmigen Aufsatzes gebildet ist. Das
obere Klemmprofil des Aufsatzes ermöglicht es, wie bei einem herkömmlichen Eimer die
Öffnung an dem Eimer rastend und dichtend mit einem Deckel zu verschließen, wobei
auch ein mehrmaliges Öffnen und Wiederverschließen des Eimers möglich ist. Der Eimer
kann daher von einem Bediener wie ein herkömmlicher Eimer gehandhabt werden, um die
Füllsubstanz(en) aus dem Eimer, genauer gesagt aus der Innenhülle, zu entleeren.
[0010] Das obere Klemmprofil des Aufsatzes ist typischerweise auch ausgebildet, um mit einem
(unteren) Klemmprofil eines weiteren, im Wesentlichen baugleichen Aufsatzes zusammenzuwirken.
Dies vereinfacht die Stapelung mehrerer formfester Aufsätze übereinander, bevor die
entsprechenden Innenhüllen an diesen befestigt werden. Zudem ist es möglich, auf einen
Aufsatz, der auf dem oberen Rand der umlaufenden Wand des Eimers aufgesetzt ist, einen
oder mehrere weitere Aufsätze aufzusetzen und somit mehrere Aufsätze auf dem oberen
Rand des Eimers übereinander zu stapeln. Dies ist insbesondere günstig, wenn die Innenhüllen,
die an den Aufsätzen befestigt sind, eine vergleichsweise geringe Höhe aufweisen und
in der Art von Schalen ausgebildet sind, um das Mischen von Füllgütern zu ermöglichen,
die sich in den jeweiligen Innenhüllen befinden, wie dies weiter unten näher beschrieben
ist.
[0011] Bei einer weiteren Ausführungsform weist der Aufsatz in dem Flanschabschnitt ein
unteres Klemmprofil auf, das zum Zusammenwirken mit einem Klemmprofil an dem Eingriffsbereich
des umlaufenden Randes des Eimers ausgebildet ist. Das untere Klemmprofil entspricht
typischerweise einem Klemmprofil, das an der Innenseite des Deckels gebildet ist,
um mit dem Eingriffsbereich des umlaufenden Randes zusammenzuwirken. Auf diese Weise
kann der Aufsatz in der Art eines Deckels auf den umlaufenden Rand des Eimers aufgesetzt
und dort (rastend) fixiert werden. Anders als bei dem Deckel ist bei dem Aufsatz eine
Dichtwirkung zum umlaufenden Rand der umlaufenden Seitenwand nicht zwingend erforderlich
bzw. nicht gewollt (s.u.). Das untere Klemmprofil kann auch dazu dienen, mit einem
oberen Klemmprofil eines weiteren, baugleichen Aufsatzes zusammenzuwirken, um mehrere
Aufsätze übereinander zu stapeln (s.o.).
[0012] Bei dem Klemmprofil an dem Eingriffsbereich bzw. bei dem oberen Klemmprofil des Flanschabschnitts
kann es sich beispielsweise um eine Nut handeln, die mit einem entsprechenden Klemmprofil
in Form eines Rastrandes zusammenwirkt, der an dem Deckel bzw. an der Unterseite eines
Flanschabschnitts eines weiteren Aufsatzes gebildet ist, oder umgekehrt. Es versteht
sich, dass das Klemmprofil des Eingriffsbereich, die Klemmprofile an dem Flanschabschnitt
des Aufsatzes und das Klemmprofil des Deckels auch auf andere Weise ausgebildet sein
können.
[0013] Bei einer Weiterbildung ist zwischen einer Unterseite des Flanschabschnitts des Aufsatzes
und einer Oberseite des umlaufenden Randes der umlaufenden Seitenwand ein Luftspalt
gebildet. In diesem Fall liegt der Aufsatz nicht an der Oberseite des umlaufenden
Randes auf, wie dies bei einem Deckel der Fall wäre, um eine Dichtwirkung zu erzielen,
sondern ist von der Oberseite des umlaufenden Randes der umlaufenden Seitenwand beabstandet.
Hierdurch kann eine Entlüftung eines Zwischenraums zwischen der Außenseite der Innenhülle
und der Innenseite der umlaufenden Seitenwand bzw. des Bodens des Eimers erfolgen,
wenn bei auf den umlaufenden Rand aufgesetztem Aufsatz das Füllgut in die Innenhülle
eingefüllt wird. Die in dem Zwischenraum vorhandene Luft kann über den Spalt zwischen
der Unterseite des Flanschabschnitts und der Oberseite des umlaufenden Randes des
Eimers aus dem Zwischenraum entweichen. Die Breite bzw. die Höhe des Spalts kann beispielsweise
in der Größenordnung von ca. 0,2 mm bis 1 mm liegen.
[0014] Bei einer weiteren Ausführungsform weist die Hüllenwand einen Befestigungsabschnitt
auf, der mit dem Aufsatz, insbesondere mit einem Seitenwandabschnitt des Aufsatzes,
über den der Flanschabschnitt nach außen übersteht, fest oder lösbar, insbesondere
peelfähig lösbar, verbunden ist. Der Befestigungsabschnitt bildet typischerweise einen
Abschnitt am oberen, freien Ende der umlaufenden Hüllenwand, die in der Regel vollständig
aus einer Folie gebildet ist.
[0015] Der Befestigungsabschnitt kann mit dem Aufsatz, genauer gesagt mit dem Seitenwandabschnitt
des Aufsatzes, auf unterschiedliche Weise verbunden werden. Beispielsweise kann eine
unlösbare Verbindung durch Kunststoff-Schweißen hergestellt werden oder indem die
Hüllenwand bei der Herstellung des Aufsatzes in einem Spritzgießverfahren mit dem
Kunststoff-Material des Aufsatzes umspritzt wird. Für den Fall, dass die Folien-Hüllenwand
lösbar, insbesondere peelfähig lösbar, mit dem Aufsatz verbunden wird, ist das Kunststoff-Material
der Folien-Hüllenwand nicht mit dem Kunststoff-Material des Aufsatzes kompatibel,
so dass bei der Herstellung der Verbindung kein gemeinsamer Schmelze-Verbund gebildet
wird. Die lösbare Verbindung der Hüllenwand der Innenhülle mit dem Seitenwandabschnitt
des formfesten Aufsatzes ist vorteilhaft, da in diesem Fall die umlaufende Hüllenwand
zusammen mit dem Hüllenboden und der Aufsatz nach dem Gebrauch des Eimers getrennt
entsorgt oder recycelt werden können.
[0016] Grundsätzlich ist es möglich, die Hüllenwand mit der Innenseite oder mit der Außenseite
des Seitenwandabschnitts des Aufsatzes zu verbinden. In der Regel ist es günstig,
wenn die Hüllenwand mit der Innenseite des Seitenwandabschnitts des Aufsatzes verbunden
wird, da in diesem Fall in der Regel vermieden werden kann, dass das Füllgut mit dem
Seitenwandabschnitt in Berührung kommt (s.u.). Wenn die Hüllenwand in dem Befestigungsabschnitt
lösbar mit dem Aufsatz verbunden wird, kann in diesem Fall ggf. der Aufsatz wiederverwendet
werden.
[0017] Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform erstreckt sich der Befestigungsabschnitt
der Hüllenwand an der Innenseite des Aufsatzes, bevorzugt an der Innenseite des Seitenwandabschnitts
des Aufsatzes, bis zu einem Kontaktbereich mit dem Deckel. In dem Kontaktbereich kommt
die Innenseite des Befestigungsabschnitts der Folien-Hüllenwand mit der Innenseite
des Deckels in Kontakt. Durch die Überdeckung der Innenseite des Aufsatzes bis zu
dem Kontaktbereich ist - sobald der Eimer mit dem Deckel verschlossen wird - sichergestellt,
dass der Aufsatz bzw. der Seitenwandabschnitt des Aufsatzes an seiner Innenseite nicht
mit dem Füllgut in Berührung kommt.
[0018] Weist in diesem Fall der Deckel ein innenseitiges Label bzw. In-Mould-Label aus einem
lebensmittelkonformen Material oder ggf. eine Beschichtung oder dergleichen aus einem
lebensmittelkonformen Material auf oder ist der Deckel selbst aus einem lebensmittelkonformen
Material gebildet, kann das entsprechende Gebinde als Ganzes Lebensmittelkonformität
aufweisen, auch wenn das Kunststoff-Material des formfesten umlaufenden Aufsatzes
selbst nicht lebensmittelkonform ist, beispielsweise weil das Kunststoff-Material
des Aufsatzes ganz oder teilweise aus einem nicht lebensmittelkonformen Regenerat-Kunststoff
gebildet ist.
[0019] Bei einer weiteren Ausführungsform bildet der Hüllenboden eine erste Folie und die
Hüllenwand bildet eine zweite Folie, die in einem Überlappungsbereich fest oder lösbar,
insbesondere peelfähig lösbar, miteinander verbunden sind.
[0020] Der Hüllenboden und die Hüllenwand der Innenhülle können grundsätzlich ein gemeinsames
Folien-Formteil bilden, das typischerweise durch Tiefziehen hergestellt wird. Für
den Fall, dass die Hüllenwand eine vergleichsweise große Höhe aufweist, ist eine Herstellung
durch Tiefziehen aber ggf. nicht ohne weiteres möglich. Entsprechend ist es günstig,
wenn der Hüllenboden und die umlaufende Hüllenwand zwei getrennte Folien-Bauteile
bilden, die in einem Überlappungsbereich typischerweise fest, beispielsweise über
eine Schweißverbindung, miteinander verbunden sind. Auf diese Weise können auch Innenhüllen
mit vergleichsweise großen Abmessungen hergestellt werden.
[0021] Bei einer Weiterbildung weist der Hüllenboden einen sich entlang der Hüllenwand erstreckenden
Abschnitt auf, der in dem Überlappungsbereich mit der umlaufenden Hüllenwand, bevorzugt
mit einer Außenseite der Hüllenwand, überlappt. Es hat sich als günstig erwiesen,
wenn der Überlappungsbereich am unteren Ende der Hüllenwand gebildet wird. Auf diese
Weise kann der Hüllenboden als Flachfolie ausgebildet werden, deren umlaufender Rand
umgeklappt bzw. gefaltet wird, um in dem Überlappungsbereich mit der Hüllenwand verbunden
zu werden. Da der sich entlang der Hüllenwand erstreckende Abschnitt abhängig von
der Geometrie des Eimers ggf. Einschnitte aufweist, ist es günstig, den sich entlang
der Hüllenwand erstreckenden Abschnitt mit der Außenseite der Hüllenwand zu verbinden.
Dies ist aber nicht zwingend erforderlich, d.h. der überstehende Abschnitt kann alternativ
in dem Überlappungsbereich mit der Innenseite der Hüllenwand überlappen. Die Verbindung
kann durch Kunststoff-Schweißen oder auf andere Weise hergestellt werden. Der Überlappungsbereich
erstreckt sich entlang der Hüllenwand typischerweise über eine Höhe von ca. 5-15 mm.
[0022] Bei einer weiteren Ausführungsform sind zwei in Umfangsrichtung gegenüberliegende
Kanten der umlaufenden Hüllenwand an einer Überlappungsnaht fest oder lösbar, insbesondere
peelfähig lösbar, miteinander verbunden. In diesem Fall kann die Folien-Hüllenwand
aus einer Flachfolie, d.h. aus einem flachen Folienzuschnitt, hergestellt werden.
Entlang der Überlappungsnaht können die beiden Kanten z.B. miteinander verschweißt
werden. Wie weiter oben in Zusammenhang mit dem Befestigungsabschnitt der Hüllenwand
beschrieben wurde, kann die Verbindung dauerhaft oder lösbar, insbesondere peelfähig
lösbar, ausgebildet sein. Auf diese Weise vereinfacht sich die Entsorgung der Folien-Hüllenwand.
Letzteres ist typischerweise nur für den Fall günstig, dass das Füllgut fest ist,
z.B. wenn es sich um gefrorenes Füllgut handelt. Für den Fall, dass ein flüssiges
Füllgut verwendet wird, besteht die große Gefahr, dass das flüssige Füllgut ungewollt
ausläuft. Grundsätzlich ist es bei einem festen Füllgut aber möglich bzw. günstig,
die Verbindung lösbar auszubilden, wenn die Hüllenwand durch einfaches Aufreißen der
Peelnaht bzw. der peelfähigen Verbindung schnell und einfach entfernt werden kann.
[0023] Bei einer weiteren Ausführungsform umfasst der Eimer einen formfesten Stützring,
der ein unteres Ende der Hüllenwand und bevorzugt einen an die Hüllenwand angrenzenden
Bereich des Hüllenbodens umgibt und der fest oder lösbar, insbesondere peelfähig lösbar,
mit der Außenseite der Hüllenwand und/oder mit der Außenseite des Hüllenbodens verbunden
ist. Der formfeste Stützring stabilisiert die Innenhülle am unteren Ende der Hüllenwand.
Der formfeste Stützring kann insbesondere dazu dienen, den Überlappungsbereich am
unteren Ende der Hüllenwand zu überdecken. Wie weiter oben in Zusammenhang mit dem
Befestigungsabschnitt und mit der Überlappungsnaht der Hüllenwand beschrieben wurde,
kann der formfeste Stützring fest oder lösbar mit der Außenseite der Seitenwand und/oder
mit der Außen- bzw. der Unterseite des Hüllenbodens verbunden sein.
[0024] Grundsätzlich ist es möglich, einen formfesten Bodenbereich fest oder lösbar, insbesondere
peelfähig lösbar, mit der Außen- bzw. Unterseite des Hüllenbodens der Innenhülle zu
verbinden. Der Bodenbereich kann vollflächig oder partiell, d.h. teilweise, mit der
Außen- bzw. Unterseite des Folien-Hüllenbodens verbunden sein. Durch den formfesten
Bodenbereich kann die Innenhülle zusätzlich stabilisiert werden, beispielsweise um
deren Standfestigkeit zu erhöhen. Eine solche Stabilisierung ist aber nicht zwingend
erforderlich. Für den Fall, dass der Eimer den weiter oben beschriebenen formfesten
Stützring aufweist, kann der formfeste Bodenbereich an der Außenseite des Hüllenbodens
innerhalb des formfesten Stützrings angebracht sein, der mit der Außenseite des Hüllenbodens
verbunden ist, oder der formfeste Bodenbereich überdeckt den Hüllenboden auch im Bereich
des formfesten Stützrings und der formfeste Stützring überdeckt den Bodenbereich teilweise.
[0025] Bei einer weiteren Ausführungsform ist an dem Aufsatz, insbesondere in dem Flanschabschnitt,
mindestens eine Traghilfe angebracht. Bei der Traghilfe kann es sich beispielsweise
um einen Tragbügel handeln, der an zwei Halterungsstellen oder ggf. mehr als zwei
Halterungsstellen an dem Aufsatz befestigt ist. Bei der Traghilfe kann es sich auch
um einen bandförmigen Tragbügel handeln, der an den Aufsatz angeformt ist. Bei der
Traghilfe kann es sich aber auch um (mindestens) einen Tragegriff oder dergleichen
handeln, der es einem Bediener erleichtert, den Aufsatz von dem umlaufenden Rand des
Eimers abzuheben sowie ggf. von diesem zu trennen. Ein solcher Tragegriff kann beispielsweise
Eingriffsöffnungen für einen Bediener aufweisen, der das Anheben des Aufsatzes erleichtert.
[0026] Bei einer weiteren Ausführungsform weist der umlaufende Rand einen über die umlaufende
Seitenwand überstehenden Abschnitt auf, an dem der Eingriffsbereich gebildet ist und
es schließt sich an den überstehenden Abschnitt eine von der umlaufenden Seitenwand
beabstandete, umlaufende Schürze an. In dem überstehenden Abschnitt weist der umlaufende
Rand typischerweise den Eingriffsbereich mit einem Klemmprofil zum Zusammenwirken
mit einem Klemmprofil an einer Innenseite eines Randes des Deckels auf.
[0027] In diesem Fall bildet der Rand des Eimers einen Doppelrand, der einen über die umlaufende
Seitenwand radial nach außen überstehenden Abschnitt aufweist, an den sich die von
der umlaufenden Seitenwand beabstandete Schürze anschließt. Die Schürze verläuft typischerweise
unmittelbar unterhalb des Eingriffsbereichs zur Befestigung des Deckels, der an dem
überstehenden Abschnitt des umlaufenden Randes gebildet ist. Zur Versteifung der Schürze
sind in der Regel Versteifungsrippen vorgesehen, die sich von der Außenseite der umlaufenden
Seitenwand bis zur Innenseite der Schürze erstrecken.
[0028] Der Eimer kann eine Öffnungshilfe z.B. in Form einer Öffnungslasche aufweisen, die
sich ausgehend von der Schürze in den Eingriffsbereich erstreckt, um das Abnehmen
des Deckels für einen Anwender zu vereinfachen. An dem umlaufenden Rand können auch
andere Bauelemente angebracht sein, die von herkömmlichen Eimern bekannt sind und
die Handhabung des Eimers für einen Bediener vereinfachen, beispielsweise Halteelemente
für einen Tragbügel, Tragegriffe oder dergleichen. Entsprechendes gilt auch für den
formstabilen Aufsatz. Insbesondere kann der Aufsatz eine Öffnungshilfe, beispielsweise
eine Öffnungslasche oder dergleichen, aufweisen, um das Abheben des Deckels von dem
Aufsatz zu vereinfachen. Mit Hilfe der Öffnungslasche, die an dem umlaufenden Rand
des Eimers angebracht ist, kann zwar grundsätzlich der Aufsatz von dem umlaufenden
Rand gelöst werden, aber nicht der Deckel von dem Aufsatz.
[0029] Bei einer Weiterbildung weist der Aufsatz einen an den Flanschbereich angrenzenden
Schürzenabschnitt auf, der die Schürze überdeckt. Mit Hilfe des Schürzenabschnitts
kann verhindert werden, dass beim Ausgießen von flüssigem Füllgut aus dem Eimer der
umlaufende Rand des Eimers, genauer gesagt die Schürze, verschmutzt. Da das Füllgut
in einem Füllvolumen in der Innenhülle gelagert ist und beim Entleeren des Füllguts
aufgrund des Schürzenabschnitts idealerweise nicht mit der Schürze bzw. mit dem umlaufenden
Rand des Eimers in Kontakt kommt, kann der Eimer nach dem Abnehmen des Aufsatzes ggf.
ohne Reinigung wiederverwendet werden, beispielsweise indem ein neuer Aufsatz mit
einer Innenhülle auf diesen aufgesetzt wird oder indem der Eimer direkt mit einem
Füllgut befüllt wird.
[0030] Der Schürzenabschnitt kann sich in Umfangsrichtung entlang der gesamten Schürze erstrecken,
um diese vor dem Füllgut zu schützen. Um Material einzusparen ist es aber günstig,
wenn der Schürzenabschnitt sich nur entlang eines Abschnitts des Umfangs der umlaufenden
Schürze erstreckt, in dem das Füllgut aus dem Eimer ausgegossen wird. Die beiden Abschnitte
entlang des Umfangs des Eimers, an denen das Füllgut ausgegossen werden kann, befinden
sich typischerweise im Wesentlichen mittig zwischen den beiden Halterungsstellen des
Tragbügels. Für den Fall, dass der Schürzenabschnitt sich nur über einen Teil des
Umfangs des umlaufenden Randes bzw. der Schürze erstreckt, ist eine geeignete Ausrichtung
des Aufsatzes relativ zum umlaufenden Rand des Eimers erforderlich. Eine solche Ausrichtung
kann beispielsweise durch ein Indexierelement an dem Aufsatz realisiert werden, das
eine Ausrichtung relativ zu den Halterungsstellen ermöglicht. Beispielsweise kann
zu diesem Zweck die weiter oben beschriebene Traghilfe so ausgebildet sein, dass diese
mit der Halterungsstelle des Tragbügels derart zusammenwirkt, dass der Aufsatz nicht
gegenüber dem umlaufenden Rand der Seitenwand in Umfangsrichtung verdreht werden kann.
[0031] Bei einer weiteren Ausführungsform weisen der Hüllenboden und/oder die umlaufende
Hüllenwand eine Mehrzahl von Folien-Schichten auf, die bevorzugt peelfähig lösbar
miteinander verbunden sind. Die Folien für den Hüllenboden und für die Hüllenwand
können auch mehrlagig aufgebaut sein, um einzelne Lagen nach dem Gebrauch herauslösen
zu können. Auf diese Weise steht nach dem Herauslösen der einzelnen Folienschichten,
die mit dem Füllgut in Kontakt gekommen sind, wieder eine saubere, wiederbefüllbare
Innenhülle zur Verfügung.
[0032] Bei einer Ausführungsform erstreckt sich die Hüllenwand der Innenhülle entlang der
umlaufenden Seitenwand bis zum Boden des Eimers. In diesem Fall füllt die Innenhülle
das in dem Eimer zur Verfügung stehende Füllraumvolumen praktisch vollständig aus.
Bei der Verwendung einer solchen Innenhülle kann der Eimer in der Regel wiederverwendet
werden, da dieser nicht mit dem Füllgut in Kontakt kommt. Nach dem Entleeren des Füllguts
aus der Innenhülle kann der Aufsatz abgenommen und durch einen anderen Aufsatz ersetzt
werden, dessen Innenhülle erneut mit einem Füllgut befüllt werden kann.
[0033] Bei einer alternativen Ausführungsform weist die Hüllenwand der Innenhülle des Aufsatzes
eine Höhe auf, die kleiner ist als die Höhe der umlaufenden Seitenwand und die bevorzugt
weniger als 90% und bevorzugt mehr als 10% der Höhe der umlaufenden Seitenwand entspricht.
Die Höhe der umlaufenden Seitenwand wird hierbei entlang der Hochachse des Eimers
vom Boden bis zur Oberseite des umlaufenden Randes gemessen. Die Höhe der Hüllenwand
wird entsprechend vom Hüllenboden bis zum Ende des Befestigungsabschnitts gemessen,
an dem die Hüllenwand an dem Aufsatz befestigt ist. Die Höhe der Hüllenwand ist von
der jeweiligen Anwendung abhängig.
[0034] Bei dieser Ausführungsform dient die Innenhülle typischerweise nicht zum Schutz des
Eimers vor Verschmutzung, sondern weist eine andere Funktion auf. Der Aufsatz mit
der Innenhülle kann auch in diesem Fall zur Lagerung eines Füllguts dienen, das in
der Innenhülle aufgenommen ist. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn in dem
Eimer ein anderes Füllgut enthalten ist und die beiden Füllgüter im Innenvolumen des
Eimers miteinander vermischt werden sollen. Eine solche separate Lagerung von zwei
Füllgütern im Innenvolumen des Eimers bzw. in einer Innenhülle eines Aufsatzes kann
z.B. sinnvoll sein, wenn die Füllgüter nach der Mischung schnell verbraucht werden
sollen. Die Mischung der Füllgüter kann in diesem Fall erfolgen, indem der Hüllenboden
der Innenhülle mittels eines geeigneten Werkzeugs durchbrochen wird, so dass das Füllgut
in das Innenvolumen des Eimers gelangt. Es ist auch möglich, dass der weiter oben
beschriebene Aufsatz, dessen Hüllenwand sich bis zum Boden des Eimers erstreckt, auf
den umlaufenden Rand aufgesetzt wird und dass der hier beschriebene Aufsatz auf den
weiter oben beschriebenen Aufsatz aufgesetzt wird. In diesem Fall kann der Eimer nicht
nur vor, sondern auch nach dem Mischen vor dem Füllgut bzw. den Füllgütern geschützt
werden.
[0035] Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform ist auf den Aufsatz ein weiterer Aufsatz
aufgebracht, der eine weitere Innenhülle aufweist, die in die Innenhülle des Aufsatzes
hineinragt. In diesem Fall wird in dem Innenvolumen des Eimers typischerweise ein
erstes Füllgut gelagert, das mit einem zweiten, in dem Aufsatz gelagerten Füllgut
und mit einem dritten, in dem weiteren Aufsatz gelagerten Füllgut gemischt werden
soll. Die jeweiligen Hüllenböden des Aufsatzes und des weiteren Aufsatzes können auch
in diesem Fall mit einem geeigneten Werkzeug durchstoßen werden, um die Füllgüter
zu vermischen. Es versteht sich, dass auch mehr als zwei Aufsätze mit mehr als zwei
Innenhüllen und darin gelagertem Füllgut auf den Eimer aufgesetzt werden können.
[0036] Eine weitere Anwendung des hier beschriebenen Aufsatzes besteht darin, den nicht
mit einem Füllgut gefülltes Kopfraumvolumen des Innenvolumens des Eimers auszufüllen,
wodurch Sauerstoff aus dem Kopfraumvolumen verdrängt wird und nicht mit dem Füllgut
reagieren kann. In diesem Fall ist die Innenhülle mit Luft gefüllt und wird mit dem
Deckel verschlossen, der ggf. ein Ventil aufweist (s.u.), um in dem Zwischenraum zwischen
der Innenhülle und dem Deckel einen Überdruck aufzubauen. Auf diese Weise kann die
Innenhülle, insbesondere den Hüllenboden der Innenhülle, gegen den Füllspiegel des
Füllguts angedrückt und das Kopfraumvolumen vollständig ausgefüllt werden. Durch den
dicht abschließenden Deckel baut sich jedoch ohnehin ein Überdruck in dem Füllraumvolumen
auf, sofern der Füllspiegel des Füllguts geringfügig höher liegt als die Eintauchtiefe
des Hüllenbodens der Innenhülle in das Innenvolumen des Eimers, so dass auf das Vorsehen
des Ventils an dem Deckel ggf. verzichtet werden kann.
[0037] Bei einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der in der Einleitung beschriebene
Eimer eine Innenhülle auf, die aus einer Folie gebildet ist, wobei die Innenhülle
einen Hüllenboden und eine umlaufende Hüllenwand aufweist, die einen umgestülpten
Flanschabschnitt aufweist, der den Eingriffsbereich des umlaufenden Randes und bevorzugt
eine von der umlaufenden Seitenwand beabstandete, umlaufende Schürze des umlaufenden
Randes überdeckt. Die Innenhülle kann in diesem Fall wie die Innenhülle ausgebildet
sein, die in Zusammenhang mit dem ersten Aspekt der Erfindung beschrieben wurde. Insbesondere
kann der Hüllenboden eine erste Folie und die Hüllenwand kann eine zweite Folie bilden,
die in einem Überlappungsbereich fest oder lösbar, insbesondere peelfähig lösbar,
miteinander verbunden sind. Auch das Anbringen eines formfesten Stützrings an der
Innenhülle ist möglich.
[0038] Bei diesem Aspekt der Erfindung ist die Innenhülle nicht an einem formfesten Aufsatz
befestigt, vielmehr dient ein über den umlaufenden Rand des Eimers umgestülpter Flanschabschnitt
der Hüllenwand dazu, die Innenhülle lösbar an dem Eimer zu befestigen. Die Befestigung
erfolgt in diesem Fall durch das Aufsetzen des Deckels auf den umgestülpten Flanschabschnitt
der Innenhülle, welche den Eingriffsbereich überdeckt.
[0039] Hierbei wird ausgenutzt, dass die Innenhülle so dünn ist, dass der Klemmbereich des
Deckels mit dem Eingriffsbereich an dem umlaufenden Rand des Eimers auch dann zusammenwirken
kann, wenn die Innenhülle den Eingriffsbereich des umlaufenden Randes überdeckt.
[0040] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Gebinde, umfassend: einen Eimer, der
wie weiter oben beschrieben ausgebildet ist, sowie einen Deckel, der zum Verschließen
der Öffnung mit dem Flanschabschnitt des formstabilen umlaufenden Aufsatzes oder mit
dem von dem Flanschabschnitt der Innenhülle bedeckten Eingriffsbereich des umlaufenden
Randes zusammenwirkt.
[0041] Wie weiter oben beschrieben wurde, kann der Deckel an seiner Innenseite ein (In-Mould-)Label
aus einem lebensmittelkonformen Material oder ggf. eine Beschichtung oder dergleichen
aus einem lebensmittelkonformen Material aufweisen. Sind in diesem Fall auch der Hüllenboden
und die umlaufende Hüllenwand, die sich in den Kontaktbereich mit dem Deckel erstreckt,
ebenfalls aus einem lebensmittelkonformen Material gebildet bzw. bestehen aus einem
lebensmittelkonformen Material, so kann das Gebinde als Ganzes Lebensmittelkonformität
aufweisen, auch wenn es sich bei dem Material des Aufsatzes nicht um ein lebensmittelkonformes
Material handelt. Auf diese Weise kann auch eine effektive Barrierewirkung gegenüber
dem Füllgut erreicht werden, die z.B. die Verlängerung des Mindesthaltbarkeitsdatums
des Füllguts zur Folge haben kann.
[0042] Bei einer Ausführungsform weist der Deckel ein Ventil zur Beaufschlagung eines Zwischenraums
zwischen dem Deckel und der Innenhülle des Aufsatzes mit einem Überdruck auf. Wie
weiter oben beschrieben wurde, dient der Aufsatz in diesem Fall zum Verdrängen des
Kopfraumvolumens des Eimers, wodurch Sauerstoff aus dem Kopfraumvolumen verdrängt
wird und nicht mit dem Füllgut reagieren kann. Auch kann in diesem Fall die Antrocknung
des Füllguts an der Innenseite des Deckels und des Eimers reduziert werden. Mit Hilfe
des in dem Deckel angebrachten Ventils kann in dem Zwischenraum bzw. in dem Kopfraumvolumen
ein gewünschter Innen- bzw. Überdruck erzeugt werden.
[0043] Bei einer Ausführungsform ist an einer Innenseite des Deckels ein Folien-Bauteil
in Form eines Labels aufgebracht, das bevorzugt eine Mehrzahl von Folien-Schichten
aufweist, die insbesondere peelfähig lösbar miteinander verbunden sind. Bei einem
solchen Folien-Bauteil, welches die Innenseite des Deckels ganz oder teilweise überdeckt,
kann es günstig sein, einzelne Lagen nach dem Gebrauch herauslösen zu können, insbesondere,
wenn diese mit dem Füllgut in Kontakt gekommen sind.
[0044] Die weiter oben beschriebenen Folien-Bauteile sowie die formfesten Bauteile sind
typischerweise aus für Eimern üblichen Kunststoffen, insbesondere aus recyclingfähigen
Kunststoffen, gebildet. Bei den Kunststoffen kann es sich beispielsweise um Polyamide
(PA), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polybutylenterephthalat (PBT) bzw. allgemein
um Polyolefine handeln. Es können aber auch Kunststoffe auf Basis nachwachsender Ressourcen,
biologisch abbaubare Kunststoffe , Verbundwerkstoffe und Pappe/Papier verwendet werden.
[0045] Wie weiter oben beschrieben wurde, müssen insbesondere die Folien-Bauteile, d.h.
insbesondere der Hüllenboden und die umlaufende Hüllenwand, nicht zwingend aus einem
einzigen Material bestehen, es kann sich vielmehr auch um Laminate handeln. Bei einem
Laminat sind mehrere Folien-Schichten miteinander verklebt, wobei die Klebe-Verbindung
beispielsweise peelfähig ausgebildet sein kann (s.o.). Die Folien-Bauteile, insbesondere
die umlaufende Hüllenwand, können auch bedruckt und/oder eingefärbt sein. Auch die
Verwendung von transparenten Folien-Bauteilen ist möglich. Der Aufbau der Folien-Bauteile
richtet sich nach dem Anforderungsprofil des Eimers in Abhängigkeit vom jeweiligen
Füllgut und kann individuell angepasst werden. Beispielsweise können durch die Wahl
geeigneter Folien-Materialien die Barriere-Eigenschaften des Eimers gegen Sauerstoff,
Wasserdampf oder auch die Beständigkeit des Eimers gegenüber aggressivem Füllgut erhöht
werden.
[0046] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
[0047] Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen die:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Gebindes mit einem Eimer, einem Aufsatz, der
eine Innenhülle aufweist, sowie mit einem Deckel,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Gebindes von Fig. 1,
- Fig. 3a,b
- Detaildarstellungen der Befestigung des Aufsatzes und des Deckels an einem umlaufenden
Rand des Eimers sowie eines Überlappungsbereichs eines Hüllenbodens mit einer umlaufenden
Hüllenwand der Innenhülle,
- Fig. 4a
- eine perspektivische Darstellung eines Eimers analog zu Fig. 1 mit einem an den Aufsatz
angeformten Haltegriff und einem an den Aufsatz angeformten Schürzenabschnitt,
- Fig. 4b
- eine Detaildarstellung eines umlaufenden Randes des Eimers von Fig. 4a, der eine Schürze
aufweist, und mit dem Aufsatz, dessen Schürzenabschnitt die Schürze überdeckt,
- Fig. 5
- einen Eimer analog zu Fig. 1 mit einem Aufsatz, dessen Hüllenwand eine reduzierte
Höhe aufweist, sowie mit einem weiteren Aufsatz, der auf den Aufsatz aufgesetzt ist,
- Fig. 6
- eine Darstellung eines Aufsatzes, der wie in Fig. 5 ausgebildet ist, sowie eines Deckels,
der ein Ventil aufweist,
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung eines Eimers, der eine Innenhülle in Form einer Folie
aufweist, die einen über den oberen Rand des Eimers überstehenden Abschnitt aufweist,
sowie
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung des Eimers von Fig. 7, bei dem der überstehende Abschnitt
umgestülpt ist.
[0048] Das in
Fig. 1 gezeigte Gebinde
1 umfasst einen Behälter in Form eines Eimers
2 und einen Deckel
3. Der Eimer 2 weist einen Boden
4 und eine umlaufende Seitenwand
5 auf, die leicht konisch verläuft. Der Boden 4 und die umlaufende Seitenwand 5 sind
formfest. Der Eimer 2, genauer gesagt die umlaufende Seitenwand 5, weist einen umlaufenden,
formfesten Rand
6 auf, der im Bereich einer Öffnung
7 am oberen Ende des Eimers 2 angeordnet ist. Der Rand 6 weist einen Eingriffsbereich
8 auf, um mit dem Deckel 3 zusammenzuwirken und die Öffnung 7 des Eimers 2 zu verschließen.
[0049] Das Gebinde 1 weist auch einen formfesten ringförmigen Aufsatz
9 auf, der lösbar mit dem umlaufenden Rand 6 verbunden werden kann. Der Aufsatz 9 weist
einen Flanschabschnitt
10 auf, der den Eingriffsbereich 8 im aufgesetzten Zustand überdeckt. An dem Aufsatz
9 ist eine Innenhülle
11 befestigt, die einen Hüllenboden
12 und eine Hüllenwand
13 aufweist. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel ist die Innenhülle 11 zweiteilig ausgebildet,
d.h. der Hüllenboden 12 bildet eine Bodenfolie und die Hüllenwand 13 bildet eine Wandfolie
bzw. diese bestehen jeweils aus einer Folie.
[0050] Wie in
Fig. 2 und insbesondere in der Detaildarstellung von
Fig. 3a gut zu erkennen ist, weist der Aufsatz 9 an der Oberseite des Flanschabschnitts 10
ein oberes Klemmprofil
14 in Form einer umlaufenden Nut auf, die mit einem Klemmprofil zusammenwirkt, das in
Form eines umlaufenden Rastrands
15 am äußeren Rand des Deckels 3 ausgebildet ist. Das obere Klemmprofil 14 an der Oberseite
des Flanschabschnitts 10 des Aufsatzes 9 entspricht einem Klemmprofil
16 in Form einer umlaufenden Nut, das an dem Eingriffsbereich 8 des umlaufenden Randes
6 der Seitenwand 5 des Eimers 2 gebildet ist. Das Klemmprofil 16 in Form der umlaufenden
Nut wirkt mit einem unteren, an der Innenseite des Flanschabschnitts 10 des Aufsatzes
9 gebildeten Klemmprofil zusammen, das ebenfalls in Form eines umlaufenden Rastrands
17 ausgebildet ist.
[0051] Wie in Fig. 3a ebenfalls zu erkennen ist, ist eine Unterseite
19 des Flanschabschnitts 10 des auf den umlaufenden Rand 6 aufgesetzten Aufsatzes 9
von einer Oberseite
18 des umlaufenden Randes 6 in Höhenrichtung beabstandet, so dass zwischen dem Aufsatz
9 und dem umlaufenden Rand 6 ein Luftspalt
20 gebildet wird. Auf diese Weise kann eine Entlüftung eines Zwischenraums
21 zwischen der Außenseite der Innenhülle 11, genauer gesagt der umlaufenden Hüllenwand
13 sowie zwischen dem Hüllenboden 12 und der Innenseite der umlaufenden Seitenwand
4 bzw. des Bodens 4 des Eimers 2 erfolgen, wenn das Füllgut in das Innenvolumen der
Innenhülle 11 eingefüllt wird. Die in dem Zwischenraum 21 vorhandene Luft kann über
den Luftspalt 20 aus dem Zwischenraum 21 entweichen. Die Höhe des Luftspalts 20 kann
beispielsweise in der Größenordnung von ca. 0,2 mm bis 1 mm liegen.
[0052] Wie in Fig. 3a ebenfalls zu erkennen ist, weist die Hüllenwand 13 an ihrem oberen
Ende einen Befestigungsabschnitt
22 auf, der mit einem Seitenwandabschnitt
23 des Aufsatzes 9, über den der Flanschabschnitt 10 nach außen übersteht, fest verbunden
ist. Alternativ kann der Befestigungsabschnitt 22 der Hüllenwand 13 der Innenhülle
11 auch lösbar, insbesondere peelfähig lösbar, mit dem Seitenwandabschnitt 23 verbunden
werden. Letzteres vereinfacht das Trennen der Innenhülle 13 von dem Aufsatz 9 nach
der Entnahme des Füllguts, um den Aufsatz 9 und die Innenhülle 13 getrennt zur recyceln.
Der Seitenwandabschnitt 23 des Aufsatzes 9 verläuft entlang der Innenseite der umlaufenden
Seitenwand 5 des Eimers 2 und grenzt an den Flanschabschnitt 10 des Aufsatzes 9 an,
der über den umlaufenden Rand 8 des Eimers 2 radial nach außen übersteht.
[0053] Bei dem in Fig. 3a gezeigten Beispiel erstreckt sich der Befestigungsabschnitt 22
der Hüllenwand 13 an der Innenseite des Seitenwandabschnitts 23 des Aufsatzes 9 bis
zu einem Kontaktbereich
24 mit dem Deckel 3. In dem Kontaktbereich 24 liegt der Deckel 3 an dem Befestigungsabschnitt
22 der Hüllenwand 13 an. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Füllgut mit dem
Seitenwandabschnitt 23 des formfesten Aufsatzes 9 in Berührung kommt.
[0054] Für den Fall, dass der Deckel 3 an seiner Innenseite ein (In-Mould-)Label aus einem
lebensmittelkonformen Material oder ggf. eine Beschichtung oder dergleichen aus einem
lebensmittelkonformen Material aufweist und der Hüllenboden 12 und die Hüllenwand
13 der Innenhülle 11 ebenfalls aus einem lebensmittelkonformem Material hergestellt
sind, kann das Gebinde 1 als Ganzes Lebensmittelkonformität aufweisen, auch wenn es
sich bei dem Material des Aufsatzes 9 oder des Eimers 2 und/oder des Deckels 3 als
Ganzes nicht um ein lebensmittelkonformes Material handelt.
[0055] Wie weiter oben beschrieben wurde, sind der Hüllenboden 12 und die Hüllenwand 13
des Aufsatzes 9 aus einer Folie hergestellt. Wie in
Fig. 3b zu erkennen ist, bildet der Hüllenboden 12 eine erste Folie, die in einem Überlappungsbereich
25 mit der aus einer zweiten Folie hergestellten Hüllenwand 13 verbunden, im gezeigten
Beispiel verschweißt, ist.
[0056] Der Hüllenboden 12 weist einen sich in Richtung der Hüllenwand 13 erstreckenden Abschnitt
26 auf, der in dem Überlappungsbereich 25 mit der Außenseite der umlaufenden Hüllenwand
13 überlappt. Wie in Fig. 3b zu erkennen ist, überdeckt ein formfester Stützring
27 den Überlappungsbereich 25 und ist indirekt, d.h. über den sich in Richtung der Hüllenwand
13 erstreckenden Abschnitt 26 des Hüllenbodens 12, mit der Außenseite der Hüllenwand
5 verbunden. Bei dem in Fig. 3b gezeigten Beispiel ist der formfeste Stützring 27
mit der Außenseite der Hüllenwand 13 verschweißt und liegt an der Außenseite des Hüllenbodens
12 an, d.h. es besteht keine feste Verbindung zwischen dem Hüllenboden 12 und dem
formfesten Stützring 27. Grundsätzlich kann der Stützring 27 aber fest oder lösbar,
beispielsweise peelfähig lösbar, mit der Außenseite der Hüllenwand 13 und/oder mit
der Außenseite des Hüllenbodens 12 verbunden werden.
[0057] Der Hüllenboden 12 ist im gezeigten Beispiel aus einem Folien-Flachzuschnitt hergestellt.
Auch die umlaufende Hüllenwand 13 wird aus einem Folien-Flachzuschnitt gebildet, indem
zwei einander gegenüberliegende Kanten des Folien-Zuschnitts entlang einer in Fig.
1 und in Fig. 2 gezeigten Überlappungsnaht
28 fest oder lösbar, beispielsweise peelfähig lösbar, miteinander verbunden werden.
[0058] Die Schutzhülle 11, genauer gesagt der Hüllenboden 12, kann ein - nicht bildlich
dargestelltes - Bodenteil aufweisen, das fest oder lösbar, insbesondere peelfähig
lösbar, an der Außen- bzw. Unterseite des Hüllenbodens 12 befestigt ist. Das Bodenteil
kann innerhalb des formfesten Stützrings 27 verlaufen, es ist aber auch möglich, dass
das Bodenteil den gesamten Hüllenboden 12 an seiner Außenseite überdeckt und der formfeste
Stützring 27 das Bodenteil an seiner Unterseite überdeckt.
[0059] Fig. 4a,b zeigen den Eimer 2 mit einem auf dessen umlaufenden Rand 6 aufgesetzten Aufsatz 9,
der eine Traghilfe in Form eines Tragegriffs
29 aufweist. Der Tragegriff 29 ist an das untere Ende des Flanschabschnitts 10 des Aufsatzes
9 angeformt und weist zwei ringförmige Teilbereiche mit Eingriffsöffnungen für einen
Bediener auf. Zwischen den ringförmigen Teilbereichen weist der Tragegriff 29 eine
Ausnehmung auf, um einen Freiraum zur Aufnahme einer Halterungsstelle
30 zu schaffen, an der ein Tragbügel
31 an den umlaufenden Rand 6 des Eimers 2 angebunden ist.
[0060] Anders als in Fig. 4a dargestellt ist, kann es sich bei der Traghilfe um einen Tragbügel
handeln, der an zwei Halterungsstellen an dem Aufsatz 4 befestigt ist. Bei der Traghilfe
kann es sich auch um einen bandförmigen Tragbügel handeln, der an den Aufsatz 9 angeformt
ist oder um eine andere Art von Bauteil, welche das Tragen des Aufsatzes 9 erleichtert.
[0061] Die beiden Enden des Tragbügels 31 stehen an der Halterungsstelle 30 und an einer
zweiten, diametral gegenüberliegenden Halterungsstelle nach außen über den umlaufenden
Rand 6 über. Durch die Ausnehmung an dem Tragegriff 29 wird die relative Ausrichtung
des Aufsatzes 9 zum umlaufenden Rand 6 des Eimers 2 vorgegeben. Dies ist günstig,
um einen ebenfalls an den Aufsatz 9 angeformten Schürzenabschnitt
32 relativ zu dem umlaufenden Rand 6 des Eimers 2 bzw. relativ zu den Halterungsstellen
30 des Tragbügels 31 in Umfangsrichtung geeignet (mittig) auszurichten. Auf diese
Weise kann erreicht werden, dass das (flüssige) Füllgut über den Schürzenabschnitt
32 des Aufsatzes 4 aus dem Eimer 2 ausgegossen wird. Dies ist günstig, um eine an
dem umlaufenden Rand 6 des Eimers 2 gebildete Schürze
33 vor Verschmutzung zu schützen.
[0062] Wie in Fig. 4b gut zu erkennen ist, grenzt die Schürze 33 an einen über die Seitenwand
5 des Eimers 2 überstehenden Abschnitt
34 des umlaufenden Randes 6 an, welcher den Eingriffsbereich 8 aufweist. Der umlaufende
Rand 6 des Eimers 2 ist bei dem in Fig. 4b gezeigten Beispiel als ein im Wesentlichen
U-förmiger Doppelrand ausgebildet. Die Schürze 33 verläuft unterhalb des überstehenden
Abschnitts 34 im Wesentlichen parallel zur Hochachse des Eimers 2. An den überstehenden
Abschnitt 34 schließt sich nach unten die Schürze 33 an, die von der umlaufenden Seitenwand
5 beabstandet ist und zylinderförmig umlaufend ausgebildet ist. Zur Versteifung der
Schürze 33 dienen Versteifungsrippen
35, die sich von der Außenseite der umlaufenden Seitenwand 5 bis zur Schürze 33 erstrecken.
[0063] Wie in Fig. 4b gut zu erkennen ist, überdeckt der Schürzenabschnitt 32 des Aufsatzes
9 die Schürze 33 in Richtung der Hochachse des Eimers 2 vollständig. Wie in Fig. 4a
zu erkennen ist, ist der Schürzenabschnitt 32 in Umfangsrichtung des Eimers 2 auf
einen Winkelbereich von ca. 30°-40° beschränkt. Es versteht sich, dass der Schürzenabschnitt
32 sich auch über einen größeren Winkelbereich erstrecken bzw. entlang des gesamten
Umfangs des Aufsatzes 9 verlaufen kann.
[0064] In der Regel ist es jedoch günstig, wenn der Schürzenabschnitt 32 in Umfangsrichtung
in einem Bereich unterbrochen ist, in dem an der Schürze 23 eine Öffnungslasche
36 angebracht ist. Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, erstreckt sich die Öffnungslasche
36 nach oben bis in den Eingriffsbereich 8 des umlaufenden Randes 6 hinein. Die Öffnungslasche
36 wird zum Anheben bzw. zum Lösen des Aufsatzes 4 von einem Bediener nach außen verschwenkt.
Um den Zugriff auf die Öffnungslasche 36 für den Bediener zu ermöglichen, kann der
Schürzenabschnitt 32, sofern dieser in Umfangsrichtung vollständig umläuft, im Bereich
der Öffnungslasche 36 einen abtrennbaren Bereich aufweisen, der über Sollbruchstellen,
genauer gesagt über eine Perforation, an den restlichen Schützenabschnitt 32 angebunden
ist. Um das Lösen des Deckels 3 von dem Aufsatz 9 zu erleichtern, kann auch der Aufsatz
9 eine Öffnungslasche aufweisen, die sich von dem Flanschbereich 10 des Aufsatzes
9 ausgehend nach unten erstreckt, um von einem Bediener ergriffen bzw. verschwenkt
zu werden.
[0065] Bei den weiter oben beschriebenen Beispielen erstreckt sich die Hüllenwand 13 der
Innenhülle 11 des Aufsatzes 9 entlang der umlaufenden Seitenwand 5 bis zum Boden 4
des Eimers 2. Die dort beschriebene Innenhülle 11 weist somit ein Füllvolumen auf,
das praktisch dem Innenvolumen des Eimers 2 entspricht.
[0066] Fig. 5 zeigt einen Aufsatz 9, bei dem die Hüllenwand 13 der Innenhülle 11 sich nicht bis
zum Boden 5 des Eimers 2 erstreckt. Vielmehr erstreckt sich die Hüllenwand 13 der
Innenhülle 11 des Aufsatzes 9 über eine Höhe h in Richtung der Hochachse des Eimers
2, die kleiner ist als die Höhe H der umlaufenden Seitenwand 13 und die im gezeigten
Beispiel bei weniger als 40 % der Höhe H der umlaufenden Seitenwand 13 liegt. Die
Höhe h der Hüllenwand 13 ist an die jeweilige Anwendung angepasst. Wie in Fig. 4 ebenfalls
zu erkennen ist, ist auf den Aufsatz 9 ein weiterer Aufsatz 9' aufgesetzt, der eine
weitere Innenhülle
13' aufweist, die in die Innenhülle 13 des Aufsatzes 9 hineinragt.
[0067] In dem in Fig. 5 gezeigten Beispiel ist in dem Innenvolumen des Eimers 2 ein erstes
Füllgut
A gelagert, das mit einem zweiten, in der Innenhülle 11 des Aufsatzes 9 gelagerten
Füllgut
B und mit einem dritten, in dem weiteren Aufsatz 9' gelagerten Füllgut
C gemischt werden soll. Der jeweilige Hüllenboden 12 des Aufsatzes 9 und ein weiterer
Hüllenboden 12' des weiteren Aufsatzes 9' können mit einem geeigneten Werkzeug durchstoßen
werden, um die Füllgüter A, B, C in dem Innenvolumen des Eimers 2 miteinander zu mischen,
wie in Fig. 4 durch einen Pfeil angedeutet ist. Es versteht sich, dass auch mehr als
zwei Aufsätze 9, 9', ... mit mehr als zwei Innenhüllen 11, 11', ... und darin gelagertem
Füllgut auf den umlaufenden Rand 6 des Eimers 2 aufgesetzt werden können, um diese
im Innenvolumen des Eimers 2 zu mischen.
[0068] Fig. 6 zeigt eine weitere Anwendung eines Aufsatzes, bei dem die Höhe h der Hüllenwand 13
der Innenhülle 11 gegenüber der Höhe H der umlaufenden Seitenwand 5 des Eimers 2 verkürzt
ist. Die Höhe h der Hüllenwand 13 ist in diesem Fall so gewählt, dass ein Füllspiegel
37 des Füllguts geringfügig höher liegt als die Eintauchtiefe des Hüllenbodens 12 der
Innenhülle 11 in das Innenvolumen des Eimers 2. Auf diese Weise baut sich nach dem
Aufsetzen des dicht abschließenden Deckels 3 in einem Zwischenraum
38 zwischen der Unterseite des Deckels 3 und der Innenhülle 11 ein Überdruck
p auf, der dazu führt, dass der nicht mit einem Füllgut gefüllte Kopfbereich des Innenvolumens
des Eimers 2 vollständig mit Luft gefüllt wird. Bei dem in Fig. 5 gezeigten Beispiel
weist der Deckel 3 an seinem Deckelspiegel ein Ventil
39 auf, das es ermöglicht, den Überdruck p in dem Zwischenraum 38 einzustellen, so dass
sichergestellt werden kann, dass die Innenhülle 11 das Kopfraumvolumen des Eimers
2 vollständig ausfüllt.
[0069] Fig. 7 und
Fig. 8 zeigen einen Eimer 2 bzw. ein Gebinde 1, welches im Gegensatz zu dem weiter oben
beschriebenen Eimer 2 bzw. Gebinde 1 eine Innenhülle 13 aufweist, die nicht an einem
formfesten Aufsatz 9 befestigt ist. Vielmehr weist die Innenhülle 13 einen über den
umlaufenden Rand 6 des Eimers 2 überstehenden Abschnitt auf (vgl. Fig. 7), der nach
unten umgestülpt werden kann und im umgestülpten Zustand einen Flanschabschnitt
40 bildet, welcher den umlaufenden Rand 6 inklusive der Schürze 33 vollständig überdeckt
(vgl. Fig. 8). Die Innenhülle 11 ist ansonsten wie die weiter oben beschriebene Innenhülle
11 ausgebildet, d.h. diese weist einen in Fig. 7 und in Fig. 8 nicht bildlich dargestellten
Hüllenboden 12 und eine Hüllenwand 13 auf, die entlang eines Überlappungsbereichs
25 miteinander verbunden sind. An dem Flanschabschnitt 40 sind im Bereich der beiden
Halterungsstellen 30 des Tragbügels 31 zwei Ausnehmungen
41 vorgesehen, um zu vermeiden, dass die Innenhülle 11 bzw. der Flanschabschnitt 40
ein Verschwenken des Tragbügels 31 erschwert.
[0070] Bei dem Material des Bodens 4 und der Seitenwand 5 des Eimers 2, des Aufsatzes 9
und des Stützrings 27 sowie des Hüllenbodens 12 und der Hüllenwand 13 handelt es sich
typischerweise um Kunststoff, insbesondere um Polyethylen, Polypropylen, Polyamide,
PET oder allgemein Polyolefine, aber auch Kunststoffe auf Basis nachwachsender Ressourcen,
biologisch abbaubare Kunststoffe , Verbundwerkstoffe und Pappe/Papier können verwendet
werden.
[0071] Grundsätzlich können sowohl der Hüllenboden 12, die Hüllenwand 13 und ein nicht bildlich
dargestelltes Folien-Bauteil in Form eines Labels (ggf. eines In-Mould-Labels) an
der Innenseite des Deckels 3 eine Mehrzahl von Folien-Schichten aufweisen, die peelfähig
lösbar miteinander verbunden sind. Auf diese Weise können einzelne verschmutzte Lagen
nach dem Gebrauch herausgelöst werden und es steht wieder ein sauberes, wiederbefüllbares
Gebinde 1 zur Verfügung.
1. Eimer (2) mit einem Boden (4) und mit einer umlaufenden Seitenwand (5), die im Bereich
einer Öffnung (7) des Eimers (2) einen umlaufenden Rand (6) mit einem Eingriffsbereich
(8) zum Zusammenwirken mit einem Deckel (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Eimer (2) mindestens einen formfesten ringförmigen Aufsatz (9, 9') aufweist,
der lösbar mit dem umlaufenden Rand (6) verbunden ist, wobei der Aufsatz (9, 9') einen
Flanschabschnitt (10, 10') aufweist, der den Eingriffsbereich (8) überdeckt, und wobei
an dem Aufsatz (9, 9') eine Innenhülle (11, 11') mit einem Hüllenboden (12, 12') und
einer umlaufenden Hüllenwand (13, 13') angebracht ist, wobei der Hüllenboden (12,
12') und/oder die umlaufende Hüllenwand (13, 13') ganz oder teilweise aus einer Folie
gebildet sind.
2. Eimer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (9) ein oberes Klemmprofil (14) zum Zusammenwirken mit einem Klemmprofil
(15) aufweist, das an einer Innenseite eines Randes des Deckels (3) oder an einer
Innenseite eines weiteren Aufsatzes (9') gebildet ist.
3. Eimer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (9) an dem Flanschabschnitt (10) ein unteres Klemmprofil (17) aufweist,
das zum Zusammenwirken mit einem Klemmprofil (16) an dem Eingriffsbereich (8) ausgebildet
ist, wobei bevorzugt zwischen einer Unterseite (19) des Flanschabschnitts (10) des
Aufsatzes (9) und einer Oberseite (18) des umlaufenden Randes (6) der umlaufenden
Seitenwand (5) ein Luftspalt (20) gebildet ist.
4. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllenwand (13) einen Befestigungsabschnitt (22) aufweist, der mit dem Aufsatz
(9), insbesondere mit einem Seitenwandabschnitt (23) des Aufsatzes (9), über den der
Flanschabschnitt (10) nach außen übersteht, fest oder lösbar, insbesondere peelfähig
lösbar, verbunden ist, wobei bevorzugt der Befestigungsabschnitt (22) der Hüllenwand
(13) an der Innenseite des Aufsatzes (9), insbesondere an der Innenseite des Seitenwandabschnitts
(23), sich bis zu einem Kontaktbereich (24) mit dem Deckel (3) erstreckt.
5. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, der Hüllenboden (12) eine erste Folie und die Hüllenwand (13) eine zweite Folie
bilden, die in einem Überlappungsbereich (25) fest oder lösbar, insbesondere peelfähig
lösbar, miteinander verbunden sind, wobei bevorzugt der Hüllenboden (12) einen sich
entlang der Hüllenwand (13) erstreckenden Abschnitt (26) aufweist, der in dem Überlappungsbereich
(25) mit der umlaufenden Hüllenwand (13), insbesondere mit einer Außenseite der Hüllenwand
(13), überlappt.
6. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in Umfangsrichtung gegenüberliegende Kanten der umlaufenden Hüllenwand (13)
an einer Überlappungsnaht (28) fest oder lösbar, insbesondere peelfähig lösbar, miteinander
verbunden sind.
7. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen formfesten Stützring (27), der ein unteres Ende der Hüllenwand (13) und bevorzugt
einen an die Hüllenwand (13) angrenzenden Bereich des Hüllenbodens (12) umgibt und
der fest oder lösbar, insbesondere peelfähig lösbar, mit der Außenseite der Hüllenwand
(13) und/oder mit der Außenseite des Hüllenbodens (12) verbunden ist.
8. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Aufsatz (9), insbesondere in dem Flanschabschnitt (10), mindestens eine Traghilfe
(29) angebracht ist.
9. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der umlaufende Rand (6) einen über die umlaufende Seitenwand (5) überstehenden Abschnitt
(34) aufweist, an dem der Eingriffsbereich (8) gebildet ist, und dass sich an den
überstehenden Abschnitt (34) eine von der umlaufenden Seitenwand (5) beabstandete,
umlaufende Schürze (33) anschließt, wobei bevorzugt der Aufsatz (9) einen an den Flanschbereich
(10) angrenzenden Schürzenabschnitt (32) aufweist, der die Schürze (33) überdeckt.
10. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Hüllenboden (12) und/oder
die umlaufende Hüllenwand (13) eine Mehrzahl von Folien-Schichten aufweisen, die bevorzugt
peelfähig lösbar miteinander verbunden sind.
11. Eimer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllenwand (13) der Innenhülle (11) des Aufsatzes (9) sich entlang der umlaufenden
Seitenwand (5) bis zum Boden (4) des Eimers (2) erstreckt.
12. Eimer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllenwand (13) der Innenhülle (11) des Aufsatzes (4) eine Höhe (h) aufweist,
die kleiner ist als die Höhe (H) der umlaufenden Seitenwand (5) und die bevorzugt
weniger als 90% und bevorzugt mehr als 10% der Höhe (H) der umlaufenden Seitenwand
(5) entspricht, wobei bevorzugt auf den Aufsatz (9) ein weiterer formstabiler ringförmiger
Aufsatz (9') aufgesetzt ist, der eine weitere Innenhülle (13') aufweist, die in die
Innenhülle (13) des Aufsatzes (9) hineinragt.
13. Gebinde (1), umfassend:
einen Eimer (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, sowie einen Deckel (3), der
zum Verschließen der Öffnung (7) mit dem Flanschabschnitt (10) des formstabilen umlaufenden
Aufsatzes (9, 9') zusammenwirkt.
14. Gebinde nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (3) ein Ventil (39) zur Beaufschlagung eines Zwischenraums (38) zwischen
dem Deckel (3) und der Innenhülle (11) des Aufsatzes (9) mit einem Überdruck (p) aufweist.
15. Gebinde nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Innenseite des Deckels (3) ein Folien-Bauteil in Form eines Labels aufgebracht
ist, das bevorzugt eine Mehrzahl von Folien-Schichten aufweist, die insbesondere peelfähig
lösbar miteinander verbunden sind.