[0001] Die Erfindung betrifft ein vergrößerbares Kleidungsstück nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines vergrößerbaren Kleidungsstücks
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 16.
[0002] Vergrößerbare Kleidungsstücke sind in einer Vielzahl von Ausbildungsformen allgemein
bekannt. Eine Vergrößerung eines Kleidungsstücks in seiner Länge ist insbesondere
für Kinder entsprechend deren Wachstums bekannt und eine Vergrößerung in der Weite
ist zur Anpassung an einen sich vergrößernden Leibesumfangs eines Trägers bekannt.
[0003] Dazu ist es bekannt, eine oder mehrere Stofffalten mit wenigstens einem Nähfaden
abzunähen. Zur Vergrößerung des Kleidungsstücks ist dann die Kettenstichnaht auftrennbar
und die Stofffalte in die zur Vergrößerung erforderliche Richtung entfaltbar.
[0004] Konkret ist hier beispielshaft eine mitwachsende Schürze bekannt (
DE 197 15 134 A1), die über einen oder mehrere abwickelbare, mit einem Faden an der Schürze befestigte
Querstreifen verfügt, welche nach Entfernen des Fadens um die doppelte Höhe jedes
Querstreifens verlängerbar ist.
[0005] Eine ähnliche Verlängerungseinrichtung für ein Kleid ist aus
US 2,570,777 bekannt.
[0006] Die bekannten Stofffaltungen und Elemente zur Kleidungsstückvergrößerung haben den
Nachteil, dass der Faltungs-, Näh- und ein späterer Auftrennaufwand meist groß ist,
wobei zudem eine Mehrzahl übereinander gelegter Falten unansehnlich aufträgt und für
einen Kleidungsträger durch Druckstellen unbequem ist. Die Elemente zur Vergrößerung
des Kleidungsstücks sind dabei meist so angeordnet, dass keine kombinierte Vergrößerung
in der Weite und Länge möglich ist.
[0007] Ein Problem bei Babykleidung, zum Beispiel bei Baby-Bodys, Baby-Sweatshirts oder
Baby-Jogginghosen, ist das schnelle Babywachstum nach der Geburt. Die erste Babykleidungs-
bzw. Konfektionsgröße 50 passt in der Regel schon nach 1 Monat, die dritte Konfektionsgröße
62 nach ca. 2 Monaten und die fünfte Konfektionsgröße 74 nach ca. 3 Monaten nicht
mehr. Wegen sich schnell ändernder Trends hinsichtlich des Designs und der Materialien
ist das Vorhalten von Babykleidung kleiner Größen nicht zweckmäßig, ebenso wie der
Versuch getragene Babykleidung zu verkaufen oder zu verschenken. Somit wird sehr oft
teure Babykleidung umweltschädlich ohne Nachhaltigkeit als Wegwerfartikel entsorgt.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein vergrößerbares Kleidungsstück, insbesondere
ein vergrößerbares Baby- oder Kleinkindbekleidungsstück, nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 so weiterzubilden, dass eine Stofffaltung mit einem relativ geringen Faltungs-,
Näh- und späteren Auftrennaufwand mit einem optimierten Vergrößerungspotential herstellbar
ist, das zudem nachhaltig und umweltfreundlich verwendbar ist.
[0009] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der darauf rückbezogenen Unteransprüche.
[0010] Gemäß Anspruch 1 ist das vergrößerbare Kleidungsstück, insbesondere ein vergrößerbares
Baby- oder Kleinkindbekleidungsstück, mit wenigstens einer an einer Stoffbahn des
Kleidungsstückes ausgebildeten und/oder angeordneten Stofffalte versehen bzw. ausgerüstet,
die mit wenigstens einem Nähfaden abgenäht und mit der Stoffbahn verbunden ist, wobei
zur Vergrößerung des Kleidungsstücks der wenigstens eine Nähfaden auftrennbar und
die Stofffalte entfaltbar ist.
[0011] Erfindungsgemäß ist die wenigstens eine Stoffalte eine Quetschfalte oder eine Kellerfalte,
die zwei einseitig gelegte Stofffaltenelemente aufweist, vorzugsweise aus zwei einseitig
gelegten Stofffaltenelementen besteht, wobei die Stofffaltenelemente entgegengesetzt
gearbeitet sind.
[0012] Bei der Kellerfalte stoßen in der Regel die Kanten zweier zueinander gelegter Falten
in etwa in der Mitte der Faltentiefe aneinander. Die beiden Falten werden so an dem
darunterliegenden Stoff angenäht, dass sie eine Springfalte ausbilden, die nach außen,
zu einem Betrachter hin, aufspringt. Kellerfalten sind beispielsweise an Röcken, Kleidern
sowie am Rücken von Hemden, Sakkos oder Lodenmänteln gebräuchlich. Als Dekoration
an der Kleidung sind zudem Quetschfalten weit verbreitet, wobei eine Quetschfalte
eine umgekehrte Kellerfalte ist und die Vorderseite damit der Rückseite der Kellerfalte
und umgekehrt entspricht.
[0013] Beim erfindungsgemäßen Kleidungsstück ist im Herstellzustand, in einer Grundgröße
als kleinster, erster Größe, die Kellerfalte oder Quetschfalte beidseitig über die
gesamte Faltenlänge mit jeweils wenigstens einer, vorzugsweise genau einer, Kettenstichnaht
abgenäht und mit der Stoffbahn verbunden.
[0014] In einer demgegenüber vergrößerten zweiten Größe des Kleidungsstücks ist eine der
beidseitigen Kettenstichnähte aufgetrennt und das zugeordnete eine Stofffaltenelement
entfaltet, wobei das andere Stofffaltenelement abgenäht verbleibt.
[0015] In einer demgegenüber vergrößerten dritten Größe, als größte Größe des Kleidungsstücks,
sind beide Kettenstichnähte aufgetrennt und beide Stofffaltenelemente entfaltet.
[0016] Eine solche erfindungsgemäße Stofffaltung ist mit großem Entfaltungspotential relativ
einfach herstellbar und auftrennbar, so dass eine zweistufige Vergrößerung des Kleidungsstücks
an einer Quetschfalte oder Kellerfalte bei wenig Stofflagen möglich ist, damit wenig
aufträgt und nicht drückt und zudem das Kleidungsstück auch bei sich verändernder
Gestalt des Trägers umweltfreundlich und nachhaltig weiterverwendbar ist. Insbesondere
für die Nachhaltigkeit ist die erfindungsgemäße Lösung von einem wesentlichen Vorteil,
da sich dadurch bei den Textilien eine Ressourceneinsparung von bis zu 80% ergibt.
[0017] Die erfindungsgemäße Quetschfalte oder Kellerfalte kann zum Beispiel einfach und
funktionssicher einstückig und/oder materialeinheitlich an einer durchgehenden Stoffbahn
ausgebildet werden. Alternativ dazu kann die Quetschfalte oder Kellerfalte aber auch,
insbesondere zur Erhöhung der Flexibilität bei der Herstellung des Kleidungsstückes
bzw. zur Vergrößerung der Individualität des Kleidungsstückes, einen eingesetzten
Streifen, zum Beispiel einen eingesetzten Stoffstreifen aus demselben oder einem anderen
Material als die Stoffbahn, aufweisen, der mit aneinander angrenzenden Seitenrändern
zweier Teilstoffbahnen zur Ausbildung einer durchgehenden Stoffbahn vernäht ist. Dieser
eingesetzte Streifen ist vorzugsweise mittels einer zweiten Kettenstichnaht, bevorzugt
mittels einer Überwendlich-Kettenstichnaht als zweiter Kettenstichnaht, mit der jeweils
zugeordneten Teilstoffbahn vernäht, wobei die zweite Kettenstichnaht gegenüber der
ersten Kettenstichnaht, die eine in Querrichtung äußere Kettenstichnaht ausbildet,
in Querrichtung nach innen versetzt ist. Der eingesetzte Streifen ist dabei mit seinen
in Querrichtung gegenüberliegenden Endbereichen vorzugsweise nach innen, in Richtung
Stoffbahn umgeschlagen. Hierbei ist weiter bevorzugt vorgesehen, dass lediglich die
umgeschlagene Lage des eingesetzten Streifens mittels der zweiten Kettenstichnaht
mit der jeweils zugeordneten Teilstoffbahn vernäht ist.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante sind zwei miteinander zu einer durchgehenden
Stoffbahn zu vernähende Teilstoffbahnen vorgesehen, die durch wenigstens eine, vorzugsweise
genau eine, Verbindungsnaht zu einer durchgehenden Stoffbahn verbunden sind, wobei
diese Verbindungsnaht dann ein Teil der Quetschfalte oder Kellerfalte ist. Dabei können
die zwei Teilstoffbahnen, von denen vorzugsweise eine als nach innen in Richtung Stoffbahn
umgeschlagener Seitenrand ausgebildet ist, in Hochachsenrichtung über- und/oder aufeinanderliegen
und mittels der, in Hochachsenrichtung verlaufenden Verbindungsnaht verbunden sein.
"Nach innen in Richtung Stoffbahn umgeschlagen" bedeutet dabei, dass die Seitenränder
nicht in Richtung der Außenseite der jeweiligen Quetsch- oder Kellerfalte umgeschlagen
sind. Insgesamt ergibt sich hier eine erhöhte Flexibilität bei der konkreten Herstellung
der Quetsch- oder Kellerfalte an einem Kleidungsstück.
[0019] Besonders bevorzugt ist die Verbindungsnaht, insbesondere für einen optisch besonders
ansprechenden Gesamteindruck, in etwa in deren Längsmitte der Quetschfalte oder Kellerfalte
angeordnet.
[0020] Gemäß einer konkreten Ausgestaltung ist das einseitig gelegte Stofffaltenelement,
im Querschnitt betrachtet, zweilagig ausgebildet und weist, jeweils bezogen auf die
Hochachsenrichtung, eine obere Faltenlage und eine untere Faltenlage auf. Damit lassen
sich insbesondere folgende Abnähungen einfach und vorteilhaft herstellen:
So kann die Kettenstichnaht zum einen durch alle beiden Faltenlagen des jeweils zugeordneten
Stofffaltenelementes durchgenäht und mit der zugeordneten Stoffbahn vernäht sein.
[0021] Alternativ kann die Kettenstichnaht aber auch nur durch die untere Faltenlage des
jeweils zugeordneten Stofffaltenelementes durchgenäht und mit der zugeordneten Stoffbahn
vernäht sein.
[0022] Zudem ist es insbesondere für eine einfache Handhabung besonders vorteilhaft, wenn
die, auf in Querrichtung gegenüberliegenden Seiten der Quetsch- oder Kellerfalte liegenden
Kettenstichnähte jeweils gleich ausgebildet sind. Grundsätzlich könnten sie aber auch
unterschiedlich ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die als Quetschfalte oder Kellerfalte
ausgebildete Stofffalte hinsichtlich ihrer Breite so auszubilden, dass die individuell
für das Kleidungsstück gewünschte Vergrößerung erfolgen kann. Besonders vorteilhaft
ist hierbei jedoch ein konkreter Aufbau, gemäß dem die Quetsch- oder Kellerfalte zum
Beispiel eine Breite von 2cm bis 8cm, bevorzugt von 4cm bis 6cm, aufweist, um zum
Beispiel eine Babykleidung der Größe 50 über die Größe 62 bis zur Größe 74 vergrößerbar
auszubilden.
[0023] Gemäß einer besonders vorteilhaften konkreten Ausführung weist das Kleidungsstück,
zum Beispiel ein Baby-Body oder ein Sweatshirt, ein Bodyteil auf, das beidseitige
Ärmel, vorzugsweise einen Kopf-Schlupfausschnitt und beidseitige Ärmel, aufweist.
Für eine Erweiterung des Ärmelumfangs ist wenigstens eine auftrennbare Ärmelnaht als
Quetschfalte oder Kellerfalte an jedem Ärmel über die Ärmellänge angebracht. Dabei
sind zweckmäßig die Ärmelnähte an der Ärmelunterseite und/oder gegebenenfalls an der
Ärmeloberseite angebracht. Für eine Erweiterung des Bodyteilumfangs ist wenigstens
eine auftrennbare, über dessen Länge verlaufende Bodyteilnaht als Quetschnaht oder
Kellernaht angebracht.
[0024] Weiter sollen die Ärmel jeweils ein endseitiges Saumbündchen aus einem doppelten,
festgenähten Umschlag aufweisen, der für eine Ärmelverlängerung teilweise oder ganz
auftrennbar ist. Um eine Ärmelerweiterung mittels einer Ärmelquetschnaht nicht zu
behindern, soll der saumbündchenseitige Bereich der Ärmelnähte von der wenigstens
einen Umschlagnaht der Saumbündchen ausgespart werden, so dass eine ungehinderte kombinierte
Weiten- und Längenvergrößerung eines Ärmels möglich ist.
[0025] Insbesondere ein Baby-Body hat zudem meist eine untere, mit einem Latz verschließbare
Öffnung, wobei die Öffnung im verschlossenen Zustand des Latzes zwei Beinausschnitte
ausbildet. Dabei ist der Latz vorzugsweise eine rückseitige Verlängerung des Bodyteils,
der nach vorne zum Verschließen der unteren Bodyteilöffnung unter Ausbildung von Beinöffnungen
klappbar und mit einem vorderen unteren Rand des Bodyteils mittels einer Verbindungseinrichtung
verbindbar ist. Für eine Längenvergrößerung des Bodyteils soll diese Verbindungseinrichtung
verstellbar sein.
[0026] Dazu werden in einer ersten Alternative eine oder mehrere übereinander liegende Druckknopfreihen,
vorzugsweise drei Druckknopfreihen, am Latz und eine Gegendruckknopfreihe am unteren
Bodyteilrand verwendet. Mit anderen Worten wird gemäß dieser ersten Variante also
die verstellbare Verbindungseinrichtung zur Längenerweiterung des Bodyteils aus quer
verlaufenden und in Längsrichtung des Bodyteils versetzten Druckknopfreihen am rückwärtigen
Latz und einer Gegendruckknopfreihe am vorderen unteren Rand des Bodyteils gebildet.
[0027] Die verstellbare Verbindungseinrichtung kann für eine kontinuierliche Längenverstellung
des Bodyteils alternativ oder zusätzlich auch als Klettverbindung ausgebildet sein,
insbesondere mit einem Haken- bzw. Klettband an der Innenseite des unteren Bodyteilrands
und mit einem an der Latzhinterseite aufgenähten Stoffteil, zum Beispiel einem Flauschstoff,
als variabel klettbares Gegenstück. Grundsätzlich ist die Anordnung natürlich auch
umgekehrt möglich, also der Latz durch eine vorderseitige Verlängerung gebildet und
dann mit einem unteren hinteren Rand des Bodyteils mittels einer Verbindungseinrichtung
verbindbar.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform ist ein Vorderteil des Kleidungsstückes als separates
Stoffteil ausgebildet, welches vorzugweise mittels einer bereichsweise umlaufenden
Klettverschlussverbindung, mit dem übrigen Bodyteil verbunden ist, vorzugsweise austauschbar
verbunden ist. Dabei sind die einander zugeordneten Gegenteile des Klettverschlusses
so breit überlappend ausgebildet, dass je nach Überlappungsbreite bei der Verbindung
eine stufenlose Größenverstellung des Bodyteils möglich ist. Insbesondere können hier
unterschiedliche Vorderteile mit unterschiedlichen Mustern und Aufdrucken für ein
variables Aussehen des Bodyteils zur Verfügung gestellt und je nach Wunsch ausgetauscht
werden.
[0029] In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann das Kleidungsstück auch ein Sweatshirt
(umfasst als Oberbegriff auch Pullover, T-Shirts als Oberbekleidungsstücke), insbesondere
für ein Baby oder Kleinkind, sein, das eine, in Hochachsenrichtung gesehen, nach unten
offene Öffnung aufweist, wobei anstelle des vorstehend beschriebenen Latzes ein umlaufender
Saum aus einem doppelten, festgenähten Umschlag angebracht ist, der für eine Verlängerung
des Bodyteils des Sweatshirts zweistufig auftrennbar ist. Auch hier ist bevorzugt
vorgesehen, dass der saumbündchenseitige Bereich der Bodyteilnähte von der wenigstens
einen Umschlagnaht der Saumbündchen ausgespart ist.
[0030] Das Kleidungsstück kann in einer weiteren bevorzugten und konkreten Ausführungsform
eine Hose sein, vorzugsweise als Jogginghose oder Leggings, zum Beispiel für ein Baby,
wobei für eine Hosenbund- und Hosenbeinerweiterung vorteilhaft jeweils eine auftrennbare,
längs an jeder Hosenseite vom Hosenbund bis zur Hosenbeinunterseite verlaufende Hosennaht
als Quetschnaht oder Kellernaht angebracht sein kann.
[0031] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform hierzu kann der Hosenbund mittels
eines Knopfloch-Gummibands und/oder einer Kordel weitenverstellbar sein, wobei der
Hosenbund zudem als Saum in doppelter Bundhöhe umgeschlagen und für eine Höhenverlängerung
hochklappbar sein kann, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass der saumseitige Bereich
der Hosennähte von der wenigstens einen Umschlagnaht ausgespart ist.
[0032] Alternativ oder zusätzlich können an der Unterseite der Hosenbeine Saumbündchen jeweils
durch einen doppelten, für eine zweistufige Hosenbeinverlängerung auftrennbaren Umschlag
ausgebildet sein, wobei auch hier wiederum in analoger Weise bevorzugt vorgesehen
ist, dass der saumbündchenseitige Bereich der Hosennähte von der wenigstens einen
Umschlagnaht der Saumbündchen ausgespart ist.
[0033] Eine besonders kostengünstige, umweltfreundliche und nachhaltige Lösung besteht darin,
dass nach dem Auftrennen der Falten und Säume für die dritte, größte Größe des Kleidungsstücks,
die Falten und/oder Säume zur Herstellung des Herstellzustands mit der kleinsten Größe
wiedereinnähbar sind, so dass zum Beispiel eine Babybekleidung bei der Geburt eines
weiteren Babys oder bei der Weitergabe des Kleidungsstückes wieder verwendbar ist.
[0034] Die sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ergebenden Vorteile sind identisch mit
den vorstehend genannten Vorteilen des Kleidungsstückes. Insofern wird zur Vermeidung
von Wiederholungen auf die zuvor gemachten Ausführungen verwiesen.
[0035] Anhand einer Zeichnung werden beispielhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert.
[0036] Es zeigen:
- Figur 1A, B, C
- derselbe Baby-Body in drei unterschiedlichen Größen mit Schnitten a-a, b-b durch Säume
und Quetschfalten,
- Figur 2A, B, C
- eine weitere ähnliche Ausführungsform eines Baby-Bodies mit entsprechenden Schnitten
a-a, b-b durch Säume und Quetschfalten,
- Figur 3
- ein Baby-Body ohne Vorderteil mit umlaufendem Klettverschlussgegenelement, zum Beispiel
einem Flauschstoff,
- Figur 3B
- ein separates Vorderteil mit einem rückseitig aufgenähten Klett-Haken-Band,
- Figur 3C
- den kompletten Baby-Body mit eingesetztem Vorderteil,
- Figur 4A, B, C
- dasselbe Sweatshirt in drei Größen mit Schnitten a-a, durch Säume und b-b durch Quetschnähte,
- Figur 5A, B, C
- eine Hose, hier beispielhaft als Jogginghose, in drei verschiedenen Größen,
- Figur 6A, B, C
- eine zur Ausführungsform der Fig. 1A, B, C alternative Ausgestaltung der Vernähung
der Kettenstichnaht,
- Figur 7A, B, C
- eine weitere alternative Ausführungsform mit einem zwei Teilstoffbahnen zu einer durchgehenden
Stoffbahn verbindenden, eingesetzten Streifen, und
- Figur 8A, B, C
- eine zur Ausführungsform der Fig. 7A, B, C alternative Ausgestaltung der Vernähung
der äußeren Kettenstichnaht.
[0037] In Figur 1 ist als Kleidungsstück beispielhaft jeweils derselbe Baby-Body 1 in der
kleinsten Größe (Figur 1A) entsprechend einer Babykleidungsgröße 50 im Herstellzustand,
in einer zweiten Größe (Figur 1B) in der Babykleidungsgröße 62 und in der größten
Größe entsprechend der Babykleidungsgröße 74 (Figur 1C) dargestellt.
[0038] Der Baby-Body 1 weist einen Kopf-Schlupfausschnitt 2 für ein leichtes Anziehen, auch
bei wachsendem Kopfumfang auf, der keine drückenden Verschlüsse hat.
[0039] Für eine Erweiterung des Bodyteilumfangs ist beidseitig eine auftrennbare, über die
Länge des Baby-Bodys 1 verlaufende Bodyteilnaht 3, 3' als Quetschnaht angebracht,
die sich für eine Ärmelerweiterung als auftrennbare Ärmelnaht 4, 4' an jedem Ärmel
5, 5' an dessen Unterseite fortsetzt.
[0040] Für eine Ärmelverlängerung weisen die Ärmel 5, 5' endseitig jeweils ein Saumbündchen
6, 6' aus einem mit Umschlagnähten 6-1 und 6-3 doppelten festgenähten Umschlag (sh.
Schnitt a-a, Figur 1Aa) auf, die zur Verlängerung der Ärmel 5, 5' teilweise oder ganz
auftrennbar sind. Ferner ist eine nicht auftrennbare Umschlagnaht 6-2 vorgesehen.
[0041] In Figur 1Ab ist ein Schnitt jeweils entlang der Linie b-b durch die Bodyteilnaht
3, 3' bzw. die Ärmelnaht 4, 4' dargestellt, die jeweils als Quetschnaht ausgebildet
sind mit einem ersten (linken) Stofffaltenelement 7 und einem zweiten (rechten) Stofffaltenelement
7'. Die beiden Stofffaltenelemente 7, 7' sind jeweils einseitig gelegt und im Querschnitt
betrachtet zweilagig ausgebildet, so dass diese, jeweils bezogen auf die Hochachsenrichtung,
eine obere Faltenlage 7-3 und eine untere Faltenlage 7-4 aufweisen. Beide Stofffaltenelemente
7, 7' sind hier beispielhaft jeweils mittels einer einzigen Kettenstichnaht 7-1 mit
einer zugehörigen durchgehenden Stoffbahn 25 vernäht, so dass die Quetschfalte in
diesem Beispiel einstückig und materialeinheitlich an der durchgehenden Stoffbahn
25 ausgebildet ist. Beispielsweise beträgt die Breite der oberen Faltenlage Falte
7-3 und die Breite der unteren Faltenlage 7-4 ca. 2 cm, also von der strichlierten
Mittellinie ausgehend 1 cm nach links und rechts, so dass sich hier eine Breite von
insgesamt ca. 4 cm als Auslassbreite ergibt.
[0042] Die Kettenstichnähte 7-1 sind hier durch alle beiden Faltenlagen 7-3 und 7-4 der
jeweils zugeordneten Stofffaltenelemente 7, 7' durchgenäht und mit der Stoffbahn 25
vernäht.
[0043] Figur 1A zeigt den Baby-Body 1 in der Babykleidungsgröße 50, die im Alter von 0 bis
ca. 1 Monat passt.
[0044] In Figur 1B ist derselbe Baby-Body 1 in der vergrößerten Babykleidungsgröße 62 dargestellt,
die in einem Alter von ca. 3 bis 6 Monaten passt. Dazu wurde ein Umschlag der Saumbündchen
6, 6' für eine Ärmelverlängerung aufgetrennt und ausgeklappt (Figur 1Ba). Konkret
wurde hier die erste Umschlagnaht 6-1 aufgetrennt, so dass (siehe Figur 1Ba) nur noch
die beiden Umschlagnähte 6-2 und 6-3 verbleiben und die Saumbündchen 6, 6' in einer
ersten Stufe ausgelassen sind.
[0045] Weiter wurde die eine (rechte) Falte 7' aufgetrennt und entfaltet (sh. Figur 1Bb),
wodurch eine Erweiterung um die doppelte Faltenbreite 7' erreicht wurde. Die erste
(linke) Falte 7 ist dabei weiter abgenäht.
[0046] In Figur 1C ist derselbe Baby-Body 1 in der Babykleidungsgröße 74, die in etwa einem
Alter von 9 bis 12 Monaten passt, dargestellt. Dabei wurden ausgehend von der Größe
62 die Saumbündchen 6, 6' um einen weiteren Umschlag ausgeklappt (sh. Figur 1Ca).
Konkret wurde hier nun die Umschlagnaht 6-3 aufgetrennt, so dass (siehe Figur 1Ca)
nur noch die Umschlagnaht 6-2 verbleibt und die Saumbündchen 6, 6' in einer zweiten
Stufe ausgelassen sind.
[0047] Zudem wurde auch die erste (linke) Falte 7 der Bodynähte 3, 3' und Ärmelnähte 4,
4' aufgetrennt und entfaltet (sh. Figur 1Cb).
[0048] Weiter ist bevorzugt vorgesehen, dass der saumbündchenseitige Bereich der Ärmelnähte
4, 4' von den Umschlagnähten 6-1, 6-3 der Saumbündchen 6, 6' ausgespart ist, was hier
aber nicht im Detail dargestellt ist.
[0049] Es versteht sich hier zudem, dass die einzelnen, in den Schnittdarstellungen der
Figuren 1Aa, 1Ba und 1Ca gezeigten Lagen in der Praxis selbstverständlich keinen Abstand
voneinander aufweisen, sondern im Wesentlichen an- und aufeinanderliegen. Die Beabstandung
in der zeichnerischen Darstellung ist hier somit nur der besseren Darstellbarkeit
geschuldet.
[0050] Der Baby-Body 1 weist im hier gezeigten Beispielfall zudem eine untere, mit einem
Latz 8 verschließbare Öffnung 9 auf, wobei der Latz 8 hier nach vorne zum Verschließen
der Öffnung 9 mit einem vorderen unteren Rand 10 des Bodyteils mittels Druckknopftechnik
verbindbar ist. Am Latz 8 sind hierzu beispielhaft rückseitig drei übereinander liegende
Druckknopfreihen 11 vorgesehen, denen am unteren Bodyrand 10 eine Druckknopfreihe
12 mit Druckknopfgegenelementen zugeordnet ist, wie dies insbesondere aus Figur 1C
ersichtlich ist.
[0051] In der kürzesten Version des Baby-Bodys 1 (Größe 50, Figur 1A) ist der Latz 8 ganz
eingeschlagen und im vorliegenden Beispielfall mit der letzten der drei Druckknopfreihen
11 am unteren Rand 10 des Baby-Bodys 1 verbunden.
[0052] In der Version nach Figur 1B mit vergrößerter Länge zur Größe 62 ist der Latz 8 weniger
weit eingeschlagen und mit der mittleren Druckknopfreihe 11 am unteren Rand 10 des
Baby-Bodys 1 verbunden. Entsprechend ist dann für eine Längenvergrößerung zur Größe
74 (Figur 1C) der Latz 8 nur noch wenig eingeschlagen und mit der ersten Druckknopfreihe
11 aus den hier beispielhaft drei Druckknopfreihen 11 mit dem unteren Rand 10 des
Baby-Bodys 1 verbunden.
[0053] Alternativ zu der eben in Verbindung mit insbesondere den Figuren 1Ab, 1Bb und 1Cb
beschriebenen Ausführungsvariante könnten die Kettenstichnähte 7-1 aber auch nur durch
die untere Faltenlage 7-4 des jeweils zugeordneten Stofffaltenelementes 7, 7' durchgenäht
und mit der Stoffbahn 25 vernäht sein, wie dies in den Figuren 6A, 6B und 6C alternativ
und schematisch dargestellt ist. Auch ist es grundsätzlich möglich, die linke und
rechte Seite mit unterschiedlich durch die Stofflagen durchgängigen Kettenstichnähten
7-1 auszubilden, also zum Beispiel auf einer Seite durch beide Faltenlagen 7-3 und
7-4 und auf der anderen Seite nur durch die untere Faltenlage 7-4, was hier aber nicht
weiter gezeigt ist.
[0054] Weiter alternativ zu der Ausführungsform der Figuren 1A, 1B und 1C kann die Quetschfalte
oder Kellerfalte einen eingesetzten Streifen 25-1 aufweisen, der mit aneinander angrenzenden
Seitenrändern zweier Teilstoffbahnen 25-2, 25-3 zur Ausbildung einer durchgehenden
Stoffbahn 25 vernäht ist, wie dies in den Figuren 7A, 7B und 7C gezeigt ist. Der eingesetzte
Streifen 25-1 ist vorzugsweise ein Stoffstreifen aus demselben oder einem anderen
Material als die Stoffbahn 25. Die Teilstoffbahnen 25-2 bzw. 25-3 sind hier mit ihren
Seitenrändern lediglich beispielhaft voneinander beabstandet und können selbstverständlich
auch unmittelbar aneinander angrenzen.
[0055] Wie dies aus der Figur 7A weiter ersichtlich ist, ist der eingesetzte Streifen 25-1
mittels einer zweiten Kettenstichnaht, bevorzugt mittels einer Überwendlich-Kettenstichnaht
als zweiter Kettenstichnaht, mit der jeweils zugeordneten Teilstoffbahn 25-2, 25-3
vernäht, wobei die zweite Kettenstichnaht 7-2 gegenüber der ersten Kettenstichnaht
7-1, die eine in Querrichtung äußere Kettenstichnaht ausbildet, in Querrichtung nach
innen versetzt ist.
[0056] Wie dies aus der Figur 7A weiter ersichtlich ist, ist der eingesetzte Streifen 25-1
mit seinen in Querrichtung gegenüberliegenden Endbereichen nach innen, in Richtung
Stoffbahn 25 umgeschlagen, wobei lediglich die, eine untere Faltenlage 7-4 ausbildende,
umgeschlagene Lage des eingesetzten Streifens 25-1 mittels der zweiten Kettenstichnaht
7-2 mit der jeweils zugeordneten Teilstoffbahn 25-2 bzw. 25-3 vernäht ist.
[0057] In den Figuren 7B und 7C ist dann der Fall gezeigt, dass zunächst (Figur 7B) die
in der Bildebene rechte Kettenstichnaht 7-1 aufgetrennt wird und dann anschließend
(Figur 7C) die in der Bildebene linke Kettenstichnaht 7-1, so dass sich dadurch Entfaltungen
im Wesentlichen analog zu denjenigen der Figuren 1Bb und 1Cb ergeben. Zur Vermeidung
von Wiederholungen wird auf die dortigen Ausführungen verwiesen.
[0058] In den Figuren 8A, 8B und 8C ist dann im Unterschied zur Ausführungsform der Figuren
7A, 7B und 7C, bei denen die Kettenstichnähte 7-1 entsprechend der Ausführungsvariante
gemäß der Figuren 1A, 1B und 1C durch alle Lagen durchgenäht sind, der Fall gezeigt,
bei dem die Kettenstichnähte 7-1 entsprechend der Variante gemäß den Figuren 6A, 6B
und 6C nur durch die untere Faltenlage 7-4 des jeweils zugeordneten Stofffaltenelementes
7, 7' durchgenäht und mit der jeweils zugeordneten Teilstoffbahn 25-2 bzw. 25-3 vernäht
sind. Ansonsten ist der Aufbau identisch zu demjenigen der Figuren 7A, 7B und 7C.
Auch in Verbindung mit den Ausführungsvarianten der Figuren 7 und 8 ist es grundsätzlich
möglich, die linke und rechte Seite unterschiedlich auszubilden.
[0059] Die in den Figuren 1Aa, 1Ba und 1Ca gezeigten Schnitte durch die Säume gelten in
Verbindung mit den alternativen Ausführungsformen der Figuren 6, 7 und 8 im Übrigen
unverändert.
[0060] In den Figuren 2A, 2B, 2C ist eine zweite Ausführungsform des Baby-Bodys 1 dargestellt,
die weitestgehend der ersten Ausführungsform nach den Figuren 1A, 1B, 1C (inklusive
der Varianten in den Figuren 6A, 6B und 6C) entspricht, so dass die dortigen Bezugszeichen
auch entsprechend in der zweiten Ausführungsform verwendet sind. Der Unterschied der
zweiten zur ersten Ausführungsform liegt zum einen darin, dass der Latz 8 mittels
eines Klettverschlusses 13 mit dem unteren vorderen Rand 10 des Baby-Bodys 1 verbunden
ist. Zudem sind hier zwei Stoffteile als Teilstoffbahnen 25-2, 25-3 in der Mitte der
Bodyteilnaht 3, 3' und der Ärmelnaht 4, 4' mit einer Verbindungsnaht 14 zu einer durchgehenden
Stoffbahn 25 verbunden.
[0061] Die zwei Teilstoffbahnen 25-2, 25-3 weisen hierzu Seitenränder auf, die in Hochachsenrichtung
über- und/oder aufeinanderliegen und mittels der, hier ebenfalls in Hochachsenrichtung
verlaufenden Verbindungsnaht 14 verbunden sind, die hier beispielhaft als Überwendlich-Kettenstichnaht
ausgebildet ist. Die Verbindungsnaht 14 liegt hier zudem in etwa in der Längsmitte
der Quetschfalte 3, 3', 4, 4'. Wie den Figuren 2Ab, 2Bb und 2Cb weiter zu entnehmen
ist, ist der in der Bildebene obere Seitenrand der Teilstoffbahn 25-2 hier beispielhaft
als nach innen in Richtung Stoffbahn umgeschlagener Seitenrand ausgebildet, während
der in der Bildebene untere Seitenrand der Teilstoffbahn 25-3 einlagig ausgebildet
ist und unter dem umgeschlagenen Seitenrand liegt. Es versteht sich auch hier, dass
die einzelnen Lagen in der Praxis selbstverständlich keinen Abstand voneinander aufweisen,
sondern eng an- und aufeinanderliegen. Die Beabstandung in der zeichnerischen Darstellung
ist somit auch hier wiederum nur der besseren Darstellbarkeit geschuldet.
[0062] Mit dem Klettverschluss 13 ist eine kontinuierliche Längenerweiterung des Bodyteils
1 durchführbar, wobei hier lediglich beispielhaft ein Klettband an der Innenseite
des unteren Bodyteilrands 10 und ein relativ großes Stoffteil als variabel klettbares
Gegenstück an der Latzhinterseite aufgenäht ist.
[0063] Eine dritte Ausführungsform eines Baby-Bodys 1 ist in Figur 3C dargestellt, wobei
hier der Baby-Body 1 zweiteilig ausgeführt ist. Ein erster Baby-Bodyteil 15 besteht
gemäß Figur 3A aus einem Rückenteil mit Ärmeln 5, 5' mit oberseitigen Ärmelnähten
4, 4'. An den Rändern des ersten Baby-Bodyteils 15 und am Latz 8 ist ein Teil einer
wenigstens bereichsweise umfangsseitig umlaufenden Klettverschlussverbindung 16 angebracht.
Die Klettverschlussverbindung ist hier zum Beispiel durch mehrere Blenden 16-1 aus
einem zum Beispiel Flauschstoff als Gegenstück zu einem hier lediglich strichliert
eingezeichneten Hakenband 16-2 als weiterem Bestandteil der Klettverschlussverbindung
16 gebildet. Das Hakenband 16-2 ist auf der der Bildebene der Figur 3A abgewandten
Rückseite des zweiten Baby-Bodyteils 17 angeordnet (siehe Figur 3B). Die Breite bzw.
Länge der Klettverschlussverbindung 16 ist hier so gewählt, dass eine jeweils gewünschte
Quer- bzw. Längserweiterung einstellbar ist.
[0064] Das zweite Baby-Bodyteil 17 ist in Figur 3B dargestellt und ist ein gegebenenfalls
austauschbares und wechselbares Vorderteil, vorzugsweise als Stoffteil, welches nach
Verbindung mit dem ersten Baby-Bodyteil 15 den vollständigen Baby-Body 1 nach Figur
3C ergibt.
[0065] Für eine Veränderung des Aussehens des Baby-Bodys 1 können Vorderteile 17 mit unterschiedlichen
Aufdrucken verwendet werden.
[0066] In den Figuren 4A, 4B, 4C ist ein Sweatshirt bzw. Baby-Sweatshirt 18 dargestellt,
das weitgehend dem Baby-Body 1 nach den Figuren 1A, 1B, 1C entspricht, so dass die
dortigen Bezugszeichen auch beim Baby-Sweatshirt 18 entsprechend verwendet sind. Der
Unterschied liegt beim Baby-Sweatshirt darin, dass hier die untere Öffnung 9 durchgehend
groß und nicht durch einen Latz 8 verschließbar ist.
[0067] Anstelle des Latzes 8 ist beim Baby-Sweatshirt 18 ein an der Öffnung 9 umlaufender
Saum 19 angebracht, und zwar vorzugsweise entsprechend den Ärmelbündchen 6, 6' aus
Figur 1A, so dass der Saum 19, wie dort in Verbindung mit den Figuren 1Aa, 1Ba und
1Ca gezeigt, für eine Längenvergrößerung in zwei Stufen entfaltbar ist. Auch hier
ist der saumbündchenseitige Bereich der Bodyteilnähte 4, 4' von der Umschlagnaht 6-1,
6-3 der Saumbündchen vorzugsweise ausgespart.
[0068] In den Figuren 5A, 5B, 5C ist ein vergrößerbares Kleidungsstück als Hose, insbesondere
als Baby-Jogginghose 20, dargestellt, mit Hosenbeinen 21, 21' und einem Hosenbund
22. Für eine Hosenbeinverlängerung in zwei Stufen sind an der Unterseite der Hosenbeine
21, 21' jeweils Saumbündchen 23, 23' entsprechend der Saumbündchen 6, 6' nach Figur
1A angebracht. Für eine Hosenverlängerung nach oben kann zudem alternativ oder zusätzlich
der Hosenbund 22 in doppelter Bundhöhe umgeschlagen (sh. Figur 5A, 5B) sein. In der
größten Länge (Figur 5C) ist der Hosenbund 22 dann bei dieser beispielhaften Ausführungsform
mit doppelter Bundhöhe hochgeklappt.
[0069] Für eine Hosenbeinerweiterung und eine Erweiterung der Baby-Jogginghose 20 insgesamt
ist jeweils eine auftrennbare, längs an jeder Hosenseite vom Hosenbund 22 bis zu den
Saumbündchen 23, 23' verlaufende Hosennaht 24, 24' angebracht, die als Quetschnaht
entsprechend der Nähte 3, 3' und 4, 4' aus Figur 1A auftrennbar und erweiterbar ist.
Auch hier ist wiederum bevorzugt vorgesehen, dass der saumseitige Bereich der Hosennähte
24, 24' im Bereich des Hosenbundes 22 und der Saumbündchen 23, 23' von der Umschlagnaht
6-1, 6-3 ausgespart ist.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1
- Baby-Body
- 2
- Kopf-Schlupfausschnitt
- 3, 3'
- Bodyteilnähte
- 4, 4'
- Ärmelnähte
- 5, 5'
- Ärmel
- 6, 6'
- Saumbündchen
- 7, 7'
- 1. Falte, 2. Falte
- 7-1
- Kettenstichnaht
- 7-2
- Überwendlich-Kettenstichnaht
- 7-3
- obere Faltenlage
- 7-4
- untere Faltenlage
- 8
- Latz
- 9
- Öffnung
- 9-1
- Beinausschnitt
- 9-2
- Beinausschnitt
- 10
- Rand
- 11
- drei Druckknopfreihen
- 12
- Druckknopfreihe
- 13
- Klettverschluss
- 14
- Verbindungsnaht
- 15
- erstes Baby-Bodyteil
- 16
- Klettverschlussverbindung
- 16-1
- Blende
- 16-2
- Hakenband
- 17
- zweites Baby-Bodyteil
- 18
- Baby-Sweatshirt
- 19
- Saum
- 20
- Jogginghose
- 21, 21'
- Hosenbeine
- 22
- Hosenbund
- 23, 23'
- Saumbündchen
- 24,24'
- Hosennähte
- 25
- Stoffbahn
- 25-1
- eingesetzter Streifen
- 25-2
- Teilstoffbahn
- 25-3
- Teilstoffbahn
1. Vergrößerbares Kleidungsstück, insbesondere vergrößerbares Baby- oder Kleinkindbekleidungsstück,
mit wenigstens einer an einer Stoffbahn (25) des Kleidungsstückes ausgebildeten und/oder
angeordneten Stofffalte, die mit wenigstens einem Nähfaden abgenäht und mit der Stoffbahn
(25) verbunden ist, wobei zur Vergrößerung des Kleidungsstücks der wenigstens eine
Nähfaden auftrennbar und die Stofffalte entfaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Stofffalte (3, 3'; 4, 4'; 24, 24') eine Quetschfalte oder Kellerfalte
ist, die zwei einseitig gelegte Stofffaltenelemente (7, 7') aufweist, die entgegengesetzt
gearbeitet sind,
dass am Kleidungsstück (1, 18, 20) im Herstellzustand in einer Grundgröße als kleinster,
erster Größe (50) die Kellerfalte oder Quetschfalte beidseitig über die Faltenlänge
mit jeweils wenigstens einer, vorzugsweise genau einer, Kettenstichnaht (7-1) abgenäht
und mit der Stoffbahn verbunden ist,
dass in einer demgegenüber vergrößerten zweiten Größe (62) des Kleidungsstücks (1, 18,
20) eine der beidseitigen Kettenstichnähte (7-1) aufgetrennt und das zugeordnete eine
Stofffaltenelement (7') entfaltet ist, wobei das andere Stofffaltenelement (7) abgenäht
verbleibt, und
dass in einer demgegenüber vergrößerten dritten Größe (74) als größter Größe des Kleidungsstücks
(1, 18, 20) beide beidseitigen Kettenstichnähte (7-1) aufgetrennt und beide Stofffaltenelemente
(7, 7') entfaltet sind.
2. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Quetschfalte oder Kellerfalte einstückig und/oder materialeinheitlich an einer
durchgehenden Stoffbahn (25) ausgebildet ist.
3. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Quetschfalte oder Kellerfalte einen eingesetzten Streifen (25-1), vorzugsweise
einen eingesetzten Stoffstreifen aus demselben oder einem anderen Material als die
Stoffbahn (25), aufweist, der mit aneinander angrenzenden Seitenrändern zweier Teilstoffbahnen
(25-2, 25-3) zur Ausbildung einer durchgehenden Stoffbahn vernäht ist.
4. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der eingesetzte Streifen mittels einer zweiten Kettenstichnaht (7-2), bevorzugt mittels
einer Überwendlich-Kettenstichnaht als zweiter Kettenstichnaht, mit der jeweils zugeordneten
Teilstoffbahn (25-2, 25-3) vernäht ist, wobei die zweite Kettenstichnaht (7-2) gegenüber
der ersten Kettenstichnaht (7-1), die eine in Querrichtung äußere Kettenstichnaht
ausbildet, in Querrichtung nach innen versetzt ist.
5. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der eingesetzte Streifen (25-1) mit seinen in Querrichtung gegenüberliegenden Endbereichen
nach innen, in Richtung Stoffbahn (25) umgeschlagen ist, wobei lediglich die umgeschlagene
Lage des eingesetzten Streifens (25-1) mittels der zweiten Kettenstichnaht (7-2) mit
der jeweils zugeordneten Teilstoffbahn (25-2, 25-3) vernäht ist.
6. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Teilstoffbahnen (25-2, 25-3) mit wenigstens einer, vorzugsweise genau einer,
Verbindungsnaht (14) zu einer durchgehenden Stoffbahn aneinandergenäht sind, wobei
die Verbindungsnaht (14) ein Teil der Quetschfalte (3, 3', 4, 4') oder Kellerfalte
ist.
7. Vergrößerbares Kleidungsstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das einseitig gelegte Stofffaltenelement (7, 7'), im Querschnitt betrachtet, zweilagig
ausgebildet ist und, jeweils bezogen auf die Hochachsenrichtung, eine obere Faltenlage
(7-3) und eine untere Faltenlage (7-4) aufweist.
8. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettenstichnaht (7-1) durch alle beiden Faltenlagen (7-3, 7-4) des jeweils zugeordneten
Stofffaltenelementes (7, 7') durchgenäht und mit der Stoffbahn (25) vernäht ist oder
dass die Kettenstichnaht (7-1) nur durch die untere Faltenlage (7-4) des jeweils zugeordneten
Stofffaltenelementes (7, 7') durchgenäht und mit der Stoffbahn (25) vernäht ist.
9. Vergrößerbares Kleidungsstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die, auf in Querrichtung gegenüberliegenden Seiten der Quetsch- oder Kellerfalte
liegenden Kettenstichnähte (7-1) jeweils gleich ausgebildet sind.
10. Vergrößerbares Kleidungsstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kleidungsstück ein Bodyteil aufweist, das beidseitige Ärmel (5, 5'), vorzugsweise
einen Kopf-Schlupfausschnitt (2) und beidseitige Ärmel (5, 5'), aufweist,
dass für eine Erweiterung des Ärmelumfangs wenigstens eine auftrennbare Ärmelnaht (4,
4') als Quetschnaht oder Kellernaht an jedem Ärmel (5, 5') über die Ärmellänge angebracht
ist, und/oder
dass für eine Erweiterung des Bodyteilumfangs beidseitig wenigstens eine auftrennbare,
über die Länge des Bodyteils (1) verlaufende Bodyteilnaht (3, 3') als Quetschnaht
oder Kellernaht angebracht ist.
11. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ärmel (5, 5') endseitig jeweils ein Saumbündchen (6, 6') aus einem doppelten,
festgenähten Umschlag aufweisen, der zur Verlängerung der Ärmellänge teilweise oder
ganz auftrennbar ist, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass der saumbündchenseitige
Bereich der Ärmelnähte (4, 4') von der wenigstens einen Umschlagnaht der Saumbündchen
(6, 6') ausgespart ist.
12. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kleidungsstück ein Baby-Body (1) ist, der eine untere, mit einem Latz (8) verschließbare
Öffnung (9) aufweist, wobei die Öffnung im verschlossenen Zustand des Latzes zwei
Beinausschnitte (9-1, 9-2) ausbildet, und
dass der Latz (8) eine rückseitige Verlängerung des Bodyteils (1) ist, der nach vorne
zum Verschließen der unteren Bodyteilöffnung (9) unter Ausbildung von Beinöffnungen
klappbar und mit einem vorderen unteren Rand (10) des Bodyteils (1) mittels einer
verstellbaren Verbindungseinrichtung (11; 12) verbindbar ist.
13. Vergrößerbares Kleidungsstück nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorderteil (17) des Kleidungsstücks als separates Stoffteil, vorzugsweise mittels
einer wenigstens bereichsweise umlaufenden Klettverschlussverbindung (16), mit dem
übrigen Bodyteil (15) verbunden ist, vorzugsweise austauschbar verbunden ist, wobei
bevorzugt vorgesehen ist, dass die zugeordneten Gegenteile der Klettverschlussverbindung
(16) so breit überlappend ausgebildet sind, dass je nach Überlappungsbreite bei der
Verbindung eine stufenlose Größenverstellung des Bodyteils erfolgt.
14. Vergrößerbares Kleidungsstück nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Kleidungsstück ein Sweatshirt (18) ist, das eine nach unten offene Öffnung (9)
mit einem umlaufenden Saum (19) aus einem doppelten, festgenähten Umschlag aufweist,
der für eine Verlängerung des Sweatshirts (18) auftrennbar ist, wobei bevorzugt vorgesehen
ist, dass der saumbündchenseitige Bereich der Bodyteilnähte von der wenigstens einen
Umschlagnaht der Saumbündchen ausgespart ist.
15. Vergrößerbares Kleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kleidungsstück eine Hose ist, vorzugsweise als Jogginghose (20) oder Leggings,
mit einem Hosenbund (22) und Hosenbeinen (21, 21'), wobei für eine Hosenbund- und
Hosenbeinerweiterung jeweils eine auftrennbare, längs an jeder Hosenseite vom Hosenbund
(22) bis zur Hosenbeinunterseite verlaufende Hosennaht (24, 24') als Quetschnaht oder
Kellernaht angebracht ist, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass der Hosenbund (22),
vorzugsweise mittels eines Knopfloch-Gummibands und/oder einer Kordel, weitenverstellbar
ist und für eine Höhenverlängerung als Saum in doppelter Bundhöhe umgeschlagen ist,
wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass der saumseitige Bereich der Hosennähte (24, 24')
von der wenigstens einen Umschlagnaht ausgespart ist.
16. Verfahren zur Herstellung eines vergrößerbaren Kleidungsstückes, insbesondere eines
vergrößerbaren Baby- oder Kleinkindbekleidungsstückes,
mit wenigstens einer an einer Stoffbahn (25) des Kleidungsstückes ausgebildeten und/oder
angeordneten Stofffalte, die mit wenigstens einem Nähfaden abgenäht und mit der Stoffbahn
(25) verbunden ist, wobei zur Vergrößerung des Kleidungsstücks der wenigstens eine
Nähfaden auftrennbar und die Stofffalte entfaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Stofffalte (3, 3'; 4, 4'; 24, 24') eine Quetschfalte oder Kellerfalte
ist, die zwei einseitig gelegte Stofffaltenelemente (7, 7') aufweist, die entgegengesetzt
gearbeitet sind,
dass am Kleidungsstück (1, 18, 20) im Herstellzustand in einer Grundgröße als kleinster,
erster Größe (50) die Kellerfalte oder Quetschfalte beidseitig über die Faltenlänge
mit jeweils wenigstens einer, vorzugsweise genau einer, Kettenstichnaht (7-1) abgenäht
und mit der Stoffbahn verbunden ist,
dass in einer demgegenüber vergrößerten zweiten Größe (62) des Kleidungsstücks (1, 18,
20) eine der beidseitigen Kettenstichnähte (7-1) aufgetrennt und das zugeordnete eine
Stofffaltenelement (7') entfaltet wird, wobei das andere Stofffaltenelement (7) abgenäht
verbleibt, und
dass in einer demgegenüber vergrößerten dritten Größe (74) als größter Größe des Kleidungsstücks
(1, 18, 20) beide beidseitigen Kettenstichnähte (7-1) aufgetrennt werden und beide
Stofffaltenelemente entfaltet sind.