[0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschebehandlungsgerät mit folgenden Merkmalen:
einer Behandlungskammer, bevorzugt eine Trommel, zum Aufnehmen von Wäsche, die einen
Lufteinlass und einen Luftauslass aufweist;
ein Aggregat mit
- einer Wärmepumpe mit einem Verflüssiger als Heizeinrichtung und einem Verdampfer als
Kondensationseinrichtung;
- einem Lüfter zum Fördern von Prozessluft durch einen durch die Behandlungskammer und
die Heizeinrichtung führenden Kreislauf;
- einen Prozessluftkanal zur Verbindung des Aggregats mit dem Lufteinlass und dem Luftauslass
der Behandlungskammer;
- ein in dem Prozessluftkanal befindlichen zusätzlichen Heizelement;
- einer Steuereinrichtung zum Aktivieren und Deaktivieren der Aktoren zur Durchführung
eines automatischen Behandlungsablaufs.
[0002] Wäsche ist zum Teil nicht optisch schmutzig aber mit Geruchs- und Schadstoffen belastet.
In der Regel wird die Wäsche daher nach gewisser Zeit oder Beanspruchung gewaschen
und anschließend im Trockner oder auf der Leine getrocknet. Das Waschen und anschließende
Trocknen erfordert viel Zeit, Energie und händische Tätigkeiten seitens des Benutzers.
[0003] Die
EP 2 415 926 A2 offenbart einen Wäschetrockner mit einem Dampferzeuger zur Wäschebehandlung. Als
Dampferzeuger dient das Heizelement zum Erhitzen der Prozessluft, wobei eine Rohrleitung
vom Wassertank bis nah zum Heizelement geführt ist, um auf einen Teilbereich Wasser
zuzuführen. Die Verteilung des Wassers erfolgt dadurch, dass die Rohrleitung Zickzack-artig
über dem besagten Teilbereich des Heizelements geführt ist.
[0004] Der hier vorgestellte Ansatz stellt sich die Aufgabe, ein verbessertes Wäschebehandlungsgerät
mit einem Dampferzeuger zum zu schaffen.
[0005] Erfindungsgemäß wird unter anderem diese Aufgabe durch ein Wäschebehandlungsgerät
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Durch den hier vorgestellten Ansatz wird auf einfache Art und Weise eine Möglichkeit
geschaffen, die zu behandelnde Wäsche gezielt nachzubehandeln, beispielsweise zu glätten
und/oder Geruchsstoffe schonend aus dem Behandlungsgut zu entfernen und abzutransportieren
und/oder Duftstoffe zuzuführen.
[0007] Das Wäschebehandlungsgerät weist dabei einen Dampferzeuger mit
- einem Wassertank zur Aufnahme bzw. Bevorratung von Wasser;
- einer Zuführleitung zum Leiten des Wassers aus dem Wassertank in den Kanalabschnitt,
in dem das Heizelement angeordnet ist;
- einem Dosierelement welches der Zuführleitung vorgeschaltet ist zum Duschlassen des
Wassers oder zum Sperren des Wasserflusses durch die Leitung;
- einem Verteilelement zum Verteilen des aus der Zuführleitung austretenden Wassers
auf. Damit wird das ohnehin vorhandene Zusatzheizelement, das zum schnellen Aufheizen
der Prozessluft verwendet wird, zusätzlich zur Erzeugung von Dampf verwendet. Dazu
wird das Heizelement aktiviert, wodurch es sich erhitzt, wobei Wasser aus der Zuführleitung
auf das Heizelement geführt wird. Hierbei wird das ragt das Ende der Zuführleitung
nicht direkt zum Heizelement, da zwischen Leitungsende und Heizelement ein Verteilelement
angeordnet ist, um den Wasserstrahl auf die stirnseitige Oberfläche des Heizelements
zu verteilen. Der Dampf wird also im Kanal vor dem Eintritt in die Behandlungskammer
erzeugt und gelangt mit der strömenden Prozessluft in die Behandlungskammer. In der
Behandlungskammer entfaltet der Dampf in den dort herumwirbelnden Wäschestücken seine
Wirkung, beispielsweise glättend, geruchsentfernend und/oder reinigend und/oder desinfizierend.
Mit der Auffächerung des auf das Heizelement gerichteten Wasserstrahls wird eine gleichmäßige
Verteilung erreicht und dadurch zuverlässig ein vollständiges Verdampfen des zugeführten
Wassers sichergestellt. Insgesamt wird eine gute Qualität des Dampfes erreicht, wobei
die Bildung von Wassertropfen in der Prozessluft vermieden wird.
[0008] Das Heizelement ist bevorzugt als flaches Bauteil, bevorzugt mit Kühlrippen, ausgebildet
und senkrecht, also längs zur Strömungsrichtung des Prozessluftstromes, im rückseitigen
Luftkanal angebracht. Die Zuführleitung ragt in den Luftkanalabschnitt, in dem sich
das Heizelement befindet, hinein, wobei zwischen Leitungsende und Zusatzheizung ein
Verteilelement angeordnet ist, um das aus dem Leitungsende strömende Wasser zu verteilen
bzw. den Wasserstrom aufzufächern. Dadurch wird der austretende Wasserstrahl in mehrere
Strahlen aufgefächert, um einen größeren Bereich der stirnseitigen Oberfläche der
Zusatzheizung mit Wasser zu beaufschlagen.
[0009] Das Wäschebehandlungsgerät kann beispielsweise als Trockner oder Waschtrockner oder
Trockenschrank ausgebildet sein. Im Folgenden wird die Behandlungskammer auch als
Trommel bezeichnet, wobei die Trommel zum Einsatz kommt, wenn diese während der Behandlung
des Reinigungsgutes gedreht wird zum Durchmischen Reinigungsgutes. In einem Trockenschrank
ist die Behandlungskammer der Behandlungsraum, in den das Reinigungsgut ausgehängt
werden, wobei hierbei der Behandlungsraum nicht bewegt wird während des Behandlungsprozesses.
Unter dem Reinigungsgut können beispielsweise Textilien verstanden werden. Der Reinigungsprozess
kann beispielsweise ein Reinigungsprogramm abbilden, das ein Nutzer des Reinigungsgeräts
wählen und entsprechend einstellen kann. Der Reinigungsprozess kann unter Verwendung
von Einrichtungen des Wäschebehandlungsgerät automatisch durchgeführt werden. Die
Trommel kann als drehbarer Aufnahmebehälter ausgeformt sein. Das zusätzliche Heizelement
kann eine unabhängig von der Wärmepumpe aktivierbare elektrische Heizeinrichtung sein,
die beispielsweise zumindest einen Heizwiderstand umfasst. Die Zuführeinrichtung kann
beispielsweise als ein steuerbares Ventil oder als eine Pumpe ausgeformt sein, sodass
die zuzuführende Wassermenge der Zusatzheizung kontrolliert zugeführt werden kann.
[0010] Das Wäschebehandlungsgerät kann beispielsweise als ein Haushaltgerät ausgebildet
sein, aber auch entsprechend im Zusammenhang mit einem gewerblichen oder professionellen
Gerät. Ferner kann es als Trommeltrockner ausgebildet sein, umfassend ein Gehäuse
und eine in dem Gehäuse angeordneten, mittels eines Motors antreibbaren, über eine
horizontale oder geneigte Achse drehbar gelagerten Trommel, die die Behandlungskammer
bildet.
[0011] In einer insgesamt zweckmäßigen Ausführung ist das Heizelement im Kanal in einem
zumindest überwiegend senkrechten Abschnitt vor dem Lufteinlass der Kammer und das
Verteilelement oberhalb des Heizelements angeordnet. Bevorzugt ist das Leitungsende
in einem Abstand zur Oberseite des zusätzlichen Heizelements bzw. oberhalb des Verteilelements
angeordnet. Dadurch ist das in den Kanal ragende Leitungsstück keiner starken Erwärmung
ausgesetzt, wenn die Zusatzheizung eingeschaltet ist.
[0012] In einer weiteren, insgesamt vorteilhaften Ausführung umfasst das Heizelement Heizrippen
zur Übertragung der Wärme an die vorbeiströmende Prozessluft. Die Kühlrippen sind
bevorzugt ebenfalls senkrecht ausgerichtet. Dadurch wird der Luftstrom nicht oder
nur wenig beeinträchtigt.
[0013] In einer insgesamt zweckmäßigen Ausführung ist das Dosierelement eine Pumpe oder
Ventil, welches mittels der Steuereinrichtung aktivierbar, um Wasser zum Heizelement
zu fördern. Besonders die Ausführung mit Ventil und der Anordnung des Wassertanks
oberhalb des Heizelements ist sehr einfach und zuverlässig auszubilden, weil bei geöffnetem
Ventil das Wasser aufgrund der Schwerkraft auf das Verteilelement gelangt und dort
in mehrere Ströme aufgeteilt wird. Die Ausnutzung der Schwerkraft zur Bereitstellung
des Wasserflusses gilt für alle Ausführungen.
[0014] In einer insgesamt zweckmäßigen Ausführung ist das Wäschebehandlungsgerät ein Kondensationstrockner,
umfassend einen Sammelbehälter für Kondensat, welches beim Trocknungsvorgang entsteht,
wobei der Sammelbehälter den Wassertank bildet und das Kondensat zur Dampferzeugung
verwendet werden kann. Hierbei wird das beim Trocknungsvorgang anfallende Kondensat
zur Dampferzeugung verwendet, sodass der Benutzer kein oder nur wenig Wasser in den
Tank nachfüllen muss.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung umfasst das Verteilelement einen
Basiskörper mit einem darin eingebrachten rinnenartigen ersten Kanal, in den die Leitung
mündet, wobei von diesem ersten Kanal weitere Kanäle abzweigen, um eine Auffächerung
des auf das Heizelement zugeführten Wasserstrahls zu bewirken. Dies ist sehr einfach
durch Fräsen herzustellen und die offene Ausführung kann nicht verstopfen. Ferner
treten Ablagerungen nur in geringem Umfang auf, weil die Kanäle offen im Luftstrom
liegen und durch diesen stets freigeblasen werden.
[0016] In einer bevorzugten Weiterbildung ist der Basiskörper derart ausgebildet, dass von
dem ersten Kanal zumindest vier weitere Kanäle abzweigen. Ferner können von den weiteren
Kanälen nochmal jeweils mehrere, weitere Kanäle abzweigen. Insgesamt sind die Kanäle
so geführt, dass sie sich auf der Oberfläche des Basiskörpers zu zwei gegenüberliegenden
Seiten hin erstrecken und den einzelnen eintretenden Wasserstrahl in mehrere, zueinander
beabstandete Wasserstrahlen aufteilt.
[0017] In einer insgesamt bevorzugten Ausführung ist der Basiskörper als Platte oder Block,
bevorzugt aus einem Metall, wie Aluminium oder einem hitzebeständigen Kunststoff,
ausgebildet und, schräggestellt im Zuluftkanal angeordnet ist, wobei die offenen Seiten
der Rinnen auf der Oberseite der Platte angeordnet sind.
[0018] In einer insgesamt zweckmäßigen Ausführung ist die Platte oder der Block derart dimensioniert,
dass die Platte oder der Block eine Dicke im Bereich von 2 mm bis 10 mm, bevorzugt
3 bis 5 mm, die Rinnen eine Breite im Bereich von 1 mm bis 10 mm, bevorzugt 2 mm bis
4 mm, und eine Tiefe im Bereich von 0,5 mm bis 5 mm, bevorzugt 1 mm bis 2 mm, aufweisen.
Damit wird eine sichere Führung des auf die Platte auftreffenden Wasserstrahls in
die Verzweigungen bereitgestellt. Ein unkontrolliertes Abfließen des Wasserstrahls
in unerwünschte Bereiche wird vermieden.
[0019] In einer insgesamt vorteilhaften Ausführung ist der Basiskörper auf der Oberseite,
insbesondere die Rinnen, mit einer hydrophoben Oberfläche versehen. Dadurch ist ein
vollständiges Abfließen des Wassers vom Verteilelement sichergestellt.
[0020] In einer weiteren, insgesamt vorteilhaften Ausführung ist der Basiskörper mit den
rinnenartigen Kanälen derart dimensioniert, dass er die stirnseitige Fläche des Heizelements
zu 30% bis 70%, bevorzugt 40% bis 60%, überdeckt. Ferner ist der Basiskörper bevorzugt
in einem Winkel im Bereich von 20° bis 60° zur Horizontalen, bevorzugt 30° bis 45°
zur Horizontalen im Zuluftkanal angeordnet.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1:
- eine schematische Darstellung der Komponenten der Wärmepumpe und
- Fig. 2:
- eine detaillierte, perspektivische Ansicht des Dampferzeugers.
[0022] Fig. 1 zeigt den erfindungsgemäßen Wärmepumpen-Trockner 1 in einer schematischen
Schnittdarstellung. Hier ist zu erkennen, dass die Wärmepumpeneinrichtung 13 einen
Kältemittelkreislauf umfasst, bei dem Kältemittel in einem Leitungssystem mit einem
Verdampfer 15, einem Kompressor 14 zum Verdichten des Kältemittels, einem Verflüssiger
16 und einer Drossel 15a zirkuliert, wobei der Wärmetauscher den Verdampfer 15 und
die Heizung den Verflüssiger 16 der Wärmepumpe 13 enthält. Der Verdampfer 15 und der
Verflüssiger 16 sind im Kanal 8 derart angeordnet, dass die feuchte Prozessluft PL
aus dem Auslass 7 der Behandlungskammer 3 im Kanal 8 zuerst den Verdampfer 15 durchströmt,
damit sie aufgrund der Abkühlung und der daraus folgenden Kondensation entfeuchtet
wird. Anschließend durchströmt sie den nachgeschalteten Verflüssiger 16, der als Heizung
wirkt und die Prozessluft PL aufheizt, sodass die erwärmte Prozessluft PL durch den
Lufteinlass 6 in die Trommel 3 eingelassen und damit der zu behandelnden Textilien
zugeführt wird. In der Auffangwanne 18 wird anfallendes Kondensat aufgefangen und
mittels der Kondensatpumpe 17 zum Sammelbehälter 4 gepumpt. Der Behälter 4 kann in
einer anderen Ausführung auch als Tank für Frischwasser ausgebildet sein, wenn Dampf
mit Frischwasser erzeugt werden soll. Zur Dampferzeugung umfasst das Behandlungsgerät
1 einen Dampferzeuger 20, zu dem auch der Tank 4 zugeordnet werden kann. Am Tank bzw.
in der Zuführungsleitung 21 ist als Dosierelement 22 ein Ventil angebracht, welches
von der Steuereinrichtung 19 geöffnet und geschlossen werden kann, um Wasser durch
die Leitung 21 zum Zusatzheizelement 23 strömen zu lassen. Um Dampf zu erzeugen, wird
das Zusatzheizelement 23 aktiviert, sodass die Oberfläche heiß ist und das darauf
strömende Wasser verdampft. Der Dampf wird also in dem Luftkanalabschnitt 8a vor dem
Einlass 6 des Luftkanals 8 erzeugt, der unmittelbar der Behandlungskammer 3 vorgeschaltet
ist. Oberhalb des Heizelements 23 ist ein Verteilelement 24 angeordnet, in dem ein
Kanalsystem 31, 32, 33 (Fig. 2) zur flächigen Aufteilung des punktuell einströmenden
Wassers angebracht bzw. eingeformt ist.
[0023] Das bodenseitige Funktionsmodul 5 umfasst ferner den Motor 10, der hier das Gebläse
9 und die Trommel 3 antreibt. Das Gebläse 9 ist bevorzugt als Radiallüfter mit gekrümmten
Schaufeln ausgebildet, sodass es in einer Vorzugsrichtung einen höheren Volumenstrom
verursacht, als in der Gegendrehrichtung. Die als drehbare Trommel 3 ausgebildete
Behandlungskammer ist mittels einer horizontalen oder geneigten Drehachse 40 im Gehäuse
2 oder an einem Tragwerk gelagert.
[0024] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Innenansicht des der Behandlungskammer 3 in Strömungsrichtung
vorgeschalteten Kanalabschnitt 8a, in dem sich das Zusatzheizelement 23 befindet.
Das Zusatzheizelement 23 umfasst einen Block 23b mit einem elektrisch betreibbaren
Widerstandsheizelement. Bei Zuführung von elektrischer Energie erhitzt sich dieser
und den umgebenden Metallblock 23b. An dem Block 23b sind Kühlrippen 23a angebracht,
bevorzugt längs zur Strömungsrichtung der Prozessluft PL in diesem Kanalabschnitt
8a. Oberhalb des Zusatzheizelements 23 endet im Inneren des Kanalabschnitts 8a die
Zuführleitung 21 mit einer Düse 21a oder einem offenen Leitungsende. Zwischen Leitungsende
und der oberen Seite des Heizelements 23 ist das Verteilelement 24 angebracht. Es
umfasst einen Basiskörper 30, der als flacher Block ausgebildet ist und in einer geneigten
Lage angebracht ist. In dem Block 30 ist auf der dem Leitungsende zugewandten Seite
ein rinnenartiges Kanalsystem eingearbeitet, welches einen punktuellen Einlass 31,
von diesem ausgehend zwei nach außen gerichtete Kanäle 32 und von diesen ausgehend
eine weitere Verzweigung in weitere Kanäle 33 umfasst. Die weiteren Kanäle 33 enden
an der Kante 34 des Blocks 30, sodass das in den Kanälen 32, 33 fließende Wasser vom
Block 30 aufgrund der Schwerkraft abtropft bzw. nach unten auf das Heizelement 23
fließt. Die Schrägstellung des Blocks 30 bewirkt, dass das auf den punktuellen Einlass
31 auftreffende Wasser aufgrund der Schwerkraft durch die Rinnen 32, 33 nach unten
strömen kann und an den offenen Enden 34 der Verzweigungen 33 abfließen kann. Der
Block 30 ist dabei in einem Winkel von 20° bis 60° zur Horizontalen, bevorzugt 30°
bis 45° in dem Kanalabschnitt 8a, auch als Zuluftkanal bezeichnet, angebracht. Das
Verteilelement 24 bzw. der Block 30 ist mit Haltemitteln 35 versehen zur Befestigung
auf oder an dem Heizelement 23. Der Block 30 kann aus einem Kunstsoff oder Metall
bestehen und weist bevorzugt eine Dicke mit einem Wert im Bereich von 2 mm 10 mm,
bevorzugt 4 mm, auf. Auf der Oberseite können die Kanäle 31, 32, 33 eingefräst sein
und weisen bevorzugt eine Breite im Bereich von 1 mm bis 10 mm, bevorzugt 2 mm bis
4 mm, und eine Tiefe im Bereich von 0,5 mm bis 5 mm, bevorzugt 1 mm bis 2 mm, auf.
Der Grund der Rinnen 31, 32, 33 kann im Profil gewölbt sein.
[0025] Alle Richtungs- und Positionsangaben beziehen sich auf die betriebsgemäße Aufstellposition
des Behandlungsgerätes 1.
1. Wäschebehandlungsgerät (1) mit folgenden Merkmalen:
einer Behandlungskammer, bevorzugt eine Trommel (3) zum Aufnehmen von Wäsche, die
einen Lufteinlass (6) und einen Luftauslass (7) aufweist;
ein Aggregat mit
- einer Wärmepumpe (13) mit einem Kompressor (14) Verflüssiger (16) als Heizeinrichtung
und einem Verdampfer (15) als Kondensationseinrichtung;
- einem Lüfter (9, 10) zum Fördern von Prozessluft (PL) durch einen durch die Behandlungskammer
(3) und die Heizeinrichtung (16) führenden Kreislauf;
- einen Prozessluftkanal (8) zur Verbindung des Aggregats (13) mit dem Lufteinlass
(6) und dem Luftauslass (7) der Behandlungskammer (3);
- ein in dem Prozessluftkanal (8, 8a) befindlichen zusätzlichen Heizelement (23);
- einer Steuereinrichtung (19) zum Aktivieren und Deaktivieren der Aktoren (10, 14,
23) zur Durchführung eines automatischen Behandlungsablaufs,
ferner umfassend
- einen Dampferzeuger (20) mit
- einem Wassertank (4) zur Aufnahme bzw. Bevorratung von Wasser;
- einer Zuführleitung (21) zum Leiten des Wassers aus dem Wassertank (4) in den Kanalabschnitt
(8a), in dem das Heizelement (23) angeordnet ist;
- einem Dosierelement (22) welches der Zuführleitung (21) vorgeschaltet ist zum Duschlassen
des Wassers oder zum Sperren des Wasserflusses durch die Leitung (21);
- einem Verteilelement (24) zum Verteilen des aus der Zuführleitung (21) austretenden
Wassers.
2. Wäschebehandlungsgerät nach Anspruch 1, welches als Trommeltrockner ausgebildet ist,
umfassend ein Gehäuse (2) und eine in dem Gehäuse (2) angeordneten, mittels eines
Motors (10) antreibbaren, über eine horizontale oder geneigte Achse (5) drehbar gelagerten
Trommel (3), die die Behandlungskammer bildet.
3. Wäschebehandlungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Heizelement (23) im Kanal
(8a) in einem zumindest überwiegend senkrechten Abschnitt vor dem Lufteinlass (6)
der Kammer (3) und das Verteilelement (24) oberhalb des Heizelements (23) angeordnet
ist.
4. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Heizelement (23)
Kühlrippen (23a) zur Übertragung der Wärme an die vorbeiströmende Prozessluft (PL)
umfasst.
5. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei das Dosierelement (22) eine Pumpe oder Ventil ist, welches mittels der Steuereinrichtung
(19) aktivierbar ist, um Wasser zum Heizelement (23) zu fördern.
6. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
ferner umfassend einen Sammelbehälter (4) für Kondensat, welches beim Trocknungsvorgang
entsteht, wobei der Sammelbehälter (4) den Wassertank bildet und das Kondensat zur
Dampferzeugung verwendet werden kann.
7. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei das Verteilelement (24) einen Basiskörper (30) mit einem darin eingebrachten
rinnenartigen ersten Kanal (32) umfasst, in den die Leitung (21) mündet.
8. Wäschebehandlungsgerät nach Anspruch 7,
wobei von diesem ersten Kanal (32) weitere Kanäle (33) abzweigen, um eine Auffächerung
des auf das Heizelement (23) zugeführten Wasserstrahls zu bewirken.
9. Wäschebehandlungsgerät nach Anspruch 7 oder 8,
wobei von dem ersten Kanal (32) zumindest zwei weitere Kanäle (33) abzweigen.
10. Wäschebehandlungsgerät nach Anspruch 8 oder 9,
wobei von den weiteren Kanälen (33) nochmal jeweils mehrere, weitere Kanäle abzweigen.
11. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
wobei der Basiskörper als Platte oder Block (30) ausgebildet und, schräggestellt im
Zuluftkanal (8a) angeordnet ist, wobei die offenen Seiten der Rinnen (31, 32, 33)
auf der Oberseite der Platte oder Blocks (30) angeordnet sind.
12. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
wobei die Platte oder Block (30) eine Dicke im Bereich von 2 mm bis 10 mm, bevorzugt
3 bis 5 mm, die Rinnen (31, 32, 33) eine Breite im Bereich von 1 mm bis 10 mm, bevorzugt
2 mm bis 4 mm, und eine Tiefe im Bereich von 0,5 mm bis 5 mm, bevorzugt 1 mm bis 2
mm, aufweisen.
13. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
wobei der Basiskörper (30) auf der Oberseite, insbesondere die Rinnen (31, 32, 33),
mit einer hydrophoben Oberfläche versehen ist / sind.
14. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
wobei der Basiskörper (30) mit den rinnenartigen Kanälen derart dimensioniert ist,
dass er die stirnseitige Fläche des Heizelements (23) zu 30% bis 70%, bevorzugt 40%
bis 60%, überdeckt.
15. Wäschebehandlungsgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 14,
wobei der Basiskörper (30) in einem Winkel im Bereich von 20° bis 60° zur Horizontalen,
bevorzugt 30° bis 45° zur Horizontalen im Zuluftkanal (8a) angeordnet ist.