[0001] Die Erfindung betrifft einen Klemmkörper mit einer Öffnung für ein Einsteckteil,
welcher aus einem einstückigen Blechstanzteil durch Biegevorgänge gebildet ist.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Verbindungsklemme für einen elektrischen
Leiter als Einsteckteil aufweisend den oben genannten Klemmkörper.
[0003] Das Gebiet der Erfindung betrifft die Benutzung von Klemmen zur elektrischen Kontaktierung
von Leitern mit der Klemme, wobei es vorteilhaft ist, wenn der Leiter mit der Klemme
lösbar verbunden ist.
[0004] Die
EP 3 118 938 A1, die
US 2011/0207372 A1 und die
US 9 735 515 B2 offenbaren jeweils Verbindungsklemmen mit Klemmkörpern, mit welchem elektrische Leiter
kontaktiert werden können. Von Nachteil ist es bei den Gegenständen der genannten
Offenbarungen, dass jeweils ein Werkzeug zum Lösen des Leiters aus der Klemme benötigt
wird.
[0005] Damit ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Klemmkörper bzw. eine Verbindungsklemme
bereitzustellen, bei welcher ein werkzeugloses Lösen des Leiters aus der Klemmer ermöglicht
wird.
[0006] Für den eingangs genannten Klemmkörper mit einer Öffnung für ein Einsteckteil, welcher
aus einem einstückigen Blechstanzteil durch Biegevorgänge gebildet ist, wird die Aufgabe
dadurch gelöst, dass das Blechstanzteil einen Mittelabschnitt, an dem zu einer ersten
Seite ein Federarmabschnitt und zu einer zweiten Seite ein Anpressflächenabschnitt
angeordnet ist, aufweist und ausgehend von dem Mittelabschnitt der Federarmabschnitt
in einen ersten Teil und einen anschließenden zweiten Teil mit einem freien Ende aufgeteilt
ist, dabei ist der erste Teil nahezu senkrecht hochgebogen und der anschließende zweite
Teil ist wieder derart nach unten gebogen angeordnet, dass das freie Ende dem ebenfalls
vom Mittelabschnitt nahezu senkrecht hochgebogenen Anpressflächenabschnitt gegenübersteht,
wobei der Mittelabschnitt der Öffnung gegenüberliegt, wobei der nach unten gebogene
zweite Teil in der Öffnung eine Führungsfläche für das einzusteckende Einsteckteil
bildet, der erste Teil übt eine Federkraft in Richtung des Anpressflächenabschnitts
aus, wodurch ein über die Führungsfläche eingestecktes Einsteckteil fixiert ist und
wobei zusätzlich die Führungsfläche dazu dient, dass mittels einer Schwenkbewegung
das Einsteckteil parallel auf der Führungsfläche aufliegt und eine der Federkraft
entgegengerichtete Kraft ausübt, wodurch das Einsteckteil werkzeuglos aus der Öffnung
ausziehbar ist.
[0007] Im Falle eines Leiters als Einsteckteil kann nun der Leiter durch eine einfache Schwenkbewegung
aus einem Klemmbereich des Klemmkörpers herausbewegt werden und dann ohne einen Widerstand
aus einem Klemmengehäuse gezogen werden. Der Klemmkörper besteht vorzugsweise aus
einem federnden Metallblech mit einem geringen elektrischen Widerstand. Dieses Blech
ist so zugeschnitten bzw. ausgestanzt und gebogen, dass ein trichterförmiges Gebilde
entsteht, in welches entweder ein starrer Leiter oder ein flexibler Leiter mit einer
Adernhülse eingeführt werden kann.
[0008] In einer weiter optimierten Ausgestaltung, ist bei dem Klemmkörper der Federarmabschnitt
als ein erster Federarm und als ein zweiter Federarm ausgestaltet, die Federarme sind
v-förmig am Mittelabschnitt angeordnet und jeder Federarm weist jeweils einen ersten
Teil und einen anschließenden zweiten Teil mit einem freien Ende auf, dabei ist der
jeweilige erste Teil nahezu senkrecht hochgebogen und der jeweilige anschließende
zweite Teil ist wieder derart nach unten gebogen angeordnet, dass das jeweilige freie
Ende dem ebenfalls vom Mittelabschnitt nahezu senkrecht hochgebogenen Anpressflächenabschnitt
gegenübersteht, wobei die jeweiligen nach unten gebogenen zweiten Teile in der Öffnung
eine erste und eine zweite Führungsfläche für das einzusteckende Einsteckteil bilden,
der jeweilige erste Teil übt jeweils eine Federkraft in Richtung des Anpressflächenabschnitts
aus, wodurch das über die Führungsflächen eingesteckte Einsteckteil fixiert ist und
wobei zusätzlich die Führungsflächen dazu dienen, das mittels einer Schwenkbewegung
des Einsteckteils das Einsteckteil parallel zu den Führungsflächen liegt und eine
den Federkräften entgegengerichtete Kraft ausübt, wodurch das Einsteckteil werkzeuglos
aus der Öffnung ausziehbar ist.
[0009] Der Leiter kann beispielsweise in einer axialen Richtung in den Trichter gesteckt
werden, wo er bei dieser Ausgestaltung von zwei Federelementen an eine Anpressfläche
gedrückt wird. Durch diese Federkraft wird ein elektrischer Kontakt zwischen dem Leiter
und dem Klemmkörper bzw. der Anpressfläche hergestellt. Gleichzeit graben sich scharfkantige
Enden der freien Enden der jeweils zweiten Teile der Federarme in eine Oberfläche
des Leiters ein und verhindern dadurch ein Herausfallen des Leiters aus dem Klemmkörper.
[0010] Für einen weiter verbesserten sicheren Halt des Leiters in dem Klemmkörper ist dieser
derart ausgestaltet, dass der zweite Teil des ersten Federarms kürzer ausgestaltet,
ist als der zweite Teil des zweiten Federarms dadurch stehen die jeweils freien Enden,
dem ebenfalls von Mittelabschnitt nahezu senkrecht hochgebogenen Anpressflächenabschnitt
an unterschiedlichen Stellen gegenüber. Durch diese Ausgestaltung gibt es nun Klemmstellen
auf unterschiedlichen Höhen des eingesteckten Leiters, welches zu einm besseren Halt
führt.
[0011] Für eine verbesserte Kontaktfähigkeit weisen die jeweils freien Enden scharfkantig
ausgestaltete Schneiden auf.
[0012] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Verbindungsklemme für einen elektrischen
Leiter als Einsteckteil aufweisend einen Klemmkörper nach einem der zuvor genannten
Ansprüche, aufweisend eine Isolierkammer, in dem der Klemmkörper angeordnet ist, wobei
über der Öffnung ein Deckel auf der Isolierkammer angeordnet ist und der Deckel eine
Aussparung mit einer Umfangslinie aufweist, wobei ausgehend von der Umfangslinie ein
sich in Richtung eines Mittelpunktes der Aussparung verjüngender erster Steg und ein
sich verjüngender zweiter Steg derart v-förmig angeordnet sind, dass bei einer Schwenkbewegung
des eingesteckten Leiters der erste Steg und der zweite Steg durch den Leiter gespreizt
werden und wenn der Leiter sich nicht mehr zwischen den Stegen befindet diese zurückschnappen
und den Leiter für ein erleichtertes Ausziehen in einer durch die Schwenkbewegung
erreichten Schrägposition halten.
[0013] Dadurch, dass der erste Steg und der zweite Steg den eingesteckten Leiter quasi umklammern
und durch die Schwenkbewegung leicht auseinandergespreizt werden und wenn der Leiter
durch die Stege hindurchgeführt ist, bis diese zurückschnappen wird durch den ersten
Steg und dem zweiten Steg ein Sperrsystem gebildet. Der Leiter kann nun in dieser
Position leicht herausgezogen werden.
[0014] Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es zeigt:
- FIG 1
- einen Klemmkörper in einer dreidimensionalen perspektivischen Darstellung,
- FIG 2
- den Klemmkörper aus FIG 1 in einer Seitenansicht,
- FIG 3
- den Klemmkörper in einer Draufsicht,
- FIG 4
- eine Verbindungsklemme mit einer Isolierkammer und einen Deckel und eingestecktem
Einsteckteil in Form einer Adernhülse,
- FIG 5
- den Deckel aus FIG 4 in einer Detaildarstellung zur Veranschaulichung einer Öffnung
im Deckel, wodurch einem Anwender geholfen wird, richtig mit der Klemme umzugehen,
- FIG 6
- den Klemmkörper mit einer eingesteckten Adernhülse als Leiter und
- FIG 7
- den Klemmkörper als eine perspektivische Darstellung einer Abwicklung.
[0015] Mit der FIG 1 ist ein Klemmkörper 3 mit einer Öffnung 5 für ein Einsteckteil 6 (siehe
FIG 6) dargestellt. Der Klemmkörper 3 ist aus einem einstückigen Blechstanzteil 4
durch Biegevorgänge gebildet. Zur Erläuterung der Biegevorgänge, um das Endergebnis
des Klemmkörpers 3 zu erreichen, wird die FIG 7 herangezogen. In der FIG 7 ist die
Abwicklung des Klemmkörpers 3 in einer perspektivischen Darstellung gezeigt.
[0016] Zur näheren Erläuterung der Entstehung des Klemmkörpers 3 durch die Biegevorgänge
wird zunächst die FIG 7 betrachtet. Gemäß FIG 7 zeigt sich ein Blechstanzteil 4, welches
einen Mittelabschnitt 10 aufweist, an dem zu einer ersten Seite 11 ein Federabschnitt
13 und zu einer zweiten Seite 12 ein Anpressflächenabschnitt 14 angeordnet ist. Ausgehend
von dem Mittelabschnitt 10 ist der Federarmabschnitt 13 in einen ersten Teil 13a und
einen zweiten Teil 13b mit einem freien Ende 15 aufgeteilt. Gemäß FIG 7 ist der Federarmabschnitt
13 als ein erster Federarm 21 und ein zweiter Federarm 22 ausgestaltet, welche v-Förmig
am Mittelabschnitt 10 angeordnet sind und jeder Federarm 21,22 jeweils in einen ersten
Teil 13a und einen anschließenden zweiten Teil 13b mit jeweils einem freien Ende 15
aufgeteilt ist.
[0017] An der zweiten Seite 12 des Mittelabschnittes 10 ist ein Anpressflächenabschnitt
14 angeordnet. Damit der Klemmkörper 3 gemäß FIG 1 durch Biegevorgänge entstehen kann,
sind in dem Blechstanzteil 4, gemäß FIG 7, für die späteren Biegebögen 41,42,43,44
eine erste Biegelinie 41', eine zweite Biegelinie 42', eine dritte Biegelinie 43'
und eine vierte Biegelinie 44' eingezeichnet.
[0018] Demnach entsteht der Klemmkörper 3 gemäß FIG 1 dadurch, dass der erste Teil 13a nahezu
senkrecht hochgebogen und der anschließende zweite Teile 13b wieder derart nach unten
gebogen angeordnet ist, dass das freie Ende 15 dem ebenfalls vom Mittelabschnitt 10
nahezu senkrecht hochgebogenen Anpressflächenabschnitt 14 gegenübersteht. Dabei ist
der Mittelabschnitt 10 der Öffnung 5 gegenüberliegend angeordnet. Der nach unten gebogene
zweite Teil 13b stellt in der Öffnung 5 eine Führungsfläche 16 für das in einer Einsteckrichtung
7 einzusteckende Einsteckteil 6 zur Verfügung.
[0019] Gemäß FIG 1 ist ein Ausführungsbeispiel mit einem ersten Federarm 21 und einem zweiten
Federarm 22 dargestellt. Der erfindungsgemäße Klemmkörper lässt sich aber ebenfalls
durch nur einen Federarm 21,22 realisieren, welches hier in dem Ausführungsbeispiel
nicht durch eine Zeichnung beschrieben ist, aber anhand der Erklärung und des Anspruchs
1, durchaus offenbart ist.
[0020] Als erfindungswesentlich wird daher angesehen, dass der nach unten gebogene zweite
Teil 13b eines Federarm, egal ob er in einer einfachen Federarmausführung oder in
einer zweifachen Federarmausführung realisiert ist, eine Führungsfläche für das einzusteckende
Einsteckteil 6 bildet, wobei der erste Teil 13a eine Federkraft F1 in Richtung des
Anpressflächenabschnittes 14 ausübt, wodurch ein über die Führungsfläche 16 eingestecktes
Einsteckteil 6 fixiert ist und wobei zusätzlich die Führungsfläche dazu dient, dass
mittels einer Schwenkbewegung 17 (siehe FIG 4 und FIG 6) des Einsteckteils 6 das Einsteckteil
6 parallel auf der Führungsfläche 16,16a,16b aufliegt oder zur Führungsfläche 16,16a,16b
parallel liegt und eine der Federkraft F1 entgegengerichtete Kraft FG ausübt, wodurch
das Einsteckteil 6 werkzeuglos aus der Öffnung 5 ausziehbar ist.
[0021] Im Falle, dass das Einsteckteil 6 ein Leiter 2 ist, kann nun der Leiter 2 durch eine
einfache Schwenkbewegung aus dem Klemmbereich des Klemmkörpers 3 herausbewegt werden
und ohne Widerstand aus dem Klemmengehäuse gezogen werden.
[0022] Für den Fall, dass eine Ausführungsform des Klemmkörpers 3 mit nur einem Federarm
21 realisiert ist, gibt es dementsprechend eine Führungsfläche 16. Aber für den Fall,
dass der Klemmkörper 3 mit einem ersten Federarm 21 und einem zweiten Federarm 22
realisiert ist, welche ungefähr in einen Winkel von 120° Grad an den Mittelteil angeordnet
sind, gibt es dementsprechend eine erste und eine zweite Führungsfläche 16a,16b für
das einzusteckende Einsteckteil 6.
[0023] Gemäß FIG 1 ist der Klemmkörper 3 mit einem ersten Federarm 21 und einem zweiten
Federarm 22 ausgestaltet, welche v-förmig am Mittelabschnitt 10 in einen Winkelabstand
von ungefähr 120° Grad angeordnet sind. Bei einer Fertigung des Klemmkörpers 3 wird
jeweils der erste Teil 13a nahezu senkrecht hochgebogen und der jeweilige anschließende
zweite Teil 13b wieder derart nach unten gebogen, dass das jeweilige freie Ende 15
dem ebenfalls vom Mittelabschnitt 10 nahezu senkrecht hochgebogenen Anpressflächenabschnitt
14 gegenübersteht. Dabei bilden die jeweiligen nach unten gebogenen zweiten Teile
13b in der Öffnung 5 die erste und die zweite Führungsfläche 16a,16b für das einzusteckende
Einsteckteil 6. Der jeweilige erste Teil 13a des jeweiligen ersten Federarms 21 bzw.
des zweiten Federarms 22 übt jeweils eine Federkraft F1 in Richtung des Anpressflächenabschnittes
14 aus.
[0024] Für ein werkzeugloses Lösen eines einmal eingesteckten Einsteckteils dienen die Führungsflächen
16a,16b dazu, dass mittels einer Schwenkbewegung 17 des Einsteckteils 6 das Einsteckteil
6 parallel zu den Führungsflächen 16a,16b liegt, und durch die Schwenkbewegung eine
den Federkräften F1 entgegengerichtete Kraft FG auf die jeweils ersten Teile 13a des
ersten Federarms 21 bzw. des zweiten Federarms 22 ausübt, wodurch das Einsteckteil
werkzeuglos aus der Öffnung 5 ausziehbar ist.
[0025] Mit der FIG 2 ist der Klemmkörper 3 aus FIG 1 in einer Seitenansicht dreidimensional
perspektivisch dargestellt. Eine eingezeichnete strichpunktierte Hilfslinie soll das
nahezu senkrechte Hochbiegen der Federarmabschnitte 13 bzw. des ersten Federarms 21
und des zweiten Federarms 22 verdeutlichen. Der am Mittelabschnitt 10 angeordnete
Federarmabschnitt 13 ist an der ersten Biegelinie 41' (siehe FIG 7) nahezu senkrecht
hochgebogen, wobei das nahezu senkrechte Hochbiegen durchaus eine Überbiegung über
einen Winkel von 90° Grad beinhaltet. Der sich an den ersten Teil 13a anschließende
zweite Teil 13b wird wiederum an der zweiten Biegelinie 42' (siehe FIG 7) derart nach
unten gebogen, dass das freie Ende 15 den ebenfalls vom Mittelabschnitt 10 nahezu
senkrecht hochgebogenen Anpressflächenabschnitt 14 gegenübersteht. Durch die Biegevorgänge
an den mit der FIG 7 dargestellten Biegelinien 41',42',43',44' entstehen an dem Klemmkörper
3 gemäß FIG 2 ein erster Biegebogen 41, ein zweiter Biegebogen 42, ein dritter Biegebogen
43 und ein vierter Biegebogen 44.
[0026] Mit der FIG 3 ist eine Draufsicht auf den Klemmkörper 3 dargestellt. Neben den bekannten
Teilen wird gemäß FIG 3 noch einmal der Anpressflächenabschnitt 14 verdeutlicht, welcher
sich in einen ersten Anpressflächenabschnitt 14a und einen zweiten Anpressflächenabschnitt
14b aufteilt. Der erste Anpressflächenabschnitt 14a ist zusätzlich an seinen Enden
derart zu einer Wannenform gebogen, dass ein später einsteckender Leiter 2 nicht seitlich
verrutschen kann. Der zweite Anpressflächenabschnitt 14b ist entgegengesetzt zu einer
Wanne gebogen um zusätzliche Stabilität insbesondere im Hinblick auf eine später genutzte
Isolierkammer 30 um den Klemmkörper 3, zu gewährleisten.
[0027] Ebenfalls mit der FIG 3 wird eine Ausgestaltungsvariante des Klemmkörpers 3 verdeutlicht,
welche sich darauf bezieht, dass der zweite Teil 13b des ersten Federarms 21 kürzer
ausgestaltet ist, als der zweite Teil des zweiten Federarms 22 und dadurch die jeweils
freien Enden 15 den ebenfalls vom Mittelabschnitt 10 nahezu senkrecht hochgebogenen
Anpressflächenabschnitt 14 an unterschiedlichen Stellen S1, S2 gegenüberstehen. Der
zweite Teil 13b des ersten Federarms 21 steht dementsprechend an einer ersten Stelle
S1 und der zweite Teil 13b des zweiten Federarms 22 steht an einer zweiten Stelle
S2. Wobei die erste Stelle S1 in Bezug auf den einzuklemmenden Leiter 2 höher angeordnet
ist, als die zweite Stelle S2.
[0028] Die FIG 4 zeigt eine Verbindungsklemme 1 für einen elektrischen Leiter 2 bzw. ein
Einsteckteil 6. Die Verbindungsklemme 1 weist einen Klemmkörper 3 nach den Figuren
1 bis 3 auf. Der Klemmkörper 3 ist von einer Isolierkammer 30 umgeben, wobei über
der Öffnung 5 des Klemmkörpers 3 ein Deckel 31 auf der Isolierkammer 30 angeordnet
ist und der Deckel 31 eine Aussparung 32 mit einer Umlauflinie 35 (siehe FIG 5) aufweist.
Der Deckel 31 mit seiner eingearbeiteten Aussparung 32 in Form einer Kulissenführung
dient dazu, dass bei einer Schwenkbewegung 17 des Einsteckteils 6, wenn einmal die
Federkräfte F1 durch die Gegenkraft FG des Einsteckteils 6 überwunden sind, das Einsteckteil
6 durch einen ersten Steg 33 und einen zweiten Steg 34 durchgleitet und danach durch
die Stege 33 und 34 in der Schrägposition 37 gehalten wird.
[0029] Die FIG 5 soll noch einmal den mit FIG 4 beschriebenen Schwenkvorgang verdeutlichen.
Gezeigt ist der Deckel 31 mit der Aussparung 32 welche die Umfangslinie 35 aufweist.
Ausgehend von der Umfangslinie 35 sind in Richtung eines Mittelpunktes 36 der Aussparung
32 ein erster verjüngender Steg 33 und ein sich verjüngender zweiter Steg 34 derart
v-förmig angeordnet, dass bei einer Schwenkbewegung 17 des eingesteckten Leiters 2
der erste Steg 33 und der zweite Steg 34 durch den Leiter 2 gespreizt werden und wenn
der Leiter 2 sich nicht mehr zwischen den Stegen 33,34 befindet diese zurückschnappen
und der Leiter 2 für ein erleichtertes Ausziehen in einer durch die Schwenkbewegung
erreichten Schrägposition 37 halten. Mit dem ersten Steg 33 und dem zweiten Steg 34
wird quasi eine Einbahnstraße für den geschwenkten Leiter 2 gebildet. Es bildet sich
ein Sperrsystem für den Leiter 2, einmal durch die beiden Stege 33,34 bewegt kann
er nicht mehr zurück.
[0030] FIG 6 verdeutlicht noch einmal den in dem Klemmkörper 3 eingesteckten Leiter 2, welcher
durch eine Schwenkbewegung 17 auf die jeweils zweiten Teile 13b der jeweiligen Federarme
21,22 eine Kraft ausübt und somit ein späteres Ausziehen ermöglicht. Ein Drehpunkt
des Leiters 2 befindet sich demnach am unteren Ende des ersten Anpressflächenabschnittes
14a.
1. Klemmkörper (3) mit einer Öffnung (5) für ein Einsteckteil (6), welcher aus einem
einstückigen Blechstanzteil (4) durch Biegevorgänge gebildet ist, wobei
das Blechstanzteil (4)
einen Mittelabschnitt (10), an dem zu einer ersten Seite (11) ein Federarmabschnitt
(13) und zu einer zweiten Seite (12) ein Anpressflächenabschnitt (14) angeordnet ist,
aufweist und ausgehend von
dem Mittelabschnitt (10) der Federarmabschnitt (13) in einen ersten Teil (13a) und
einen anschließenden zweiten Teil (13b) mit einem freien Ende (15) aufgeteilt ist,
dabei ist der erste Teil (13a) nahezu senkrecht hochgebogen und der anschließende
zweite Teil (13b) ist wieder derart nach unten gebogen angeordnet, dass das freie
Ende (15) dem ebenfalls vom Mittelabschnitt (10) nahezu senkrecht hochgebogenen Anpressflächenabschnitt
(14) gegenübersteht, wobei der Mittelabschnitt (10) der Öffnung (5) gegenüberliegt,
wobei der nach unten gebogene zweite Teil (13b) in der Öffnung (5) eine Führungsfläche
(16) für das einzusteckende Einsteckteil (6) bildet, der erste Teil (13a) übt eine
Federkraft (F1) in Richtung des Anpressflächenabschnitts (14) aus, wodurch ein über
die Führungsfläche (16) eingestecktes Einsteckteil (6) fixiert ist und wobei zusätzlich
die Führungsfläche (16) dazu dient, dass mittels einer Schwenkbewegung (17) des Einsteckteils
(6) das Einsteckteil (6) parallel auf der Führungsfläche (16) aufliegt und eine der
Federkraft (F1) entgegengerichtete Kraft (FG) ausübt, wodurch das Einsteckteil (6)
werkzeuglos aus der Öffnung (5) ausziehbar ist.
2. Klemmkörper (3) nach Anspruch 1, wobei der Federarmabschnitt (13) als ein erster Federarm
(21) und ein zweiter Federarm (22) ausgestaltet sind, welche v-förmig am Mittelabschnitt
(10) angeordnet sind und jeder Federarm (21,22) jeweils ein in einen ersten Teil (13a)
und einen anschließenden zweiten Teil (13b) mit einem freien Ende (15) aufgeteilt
ist und dabei ist
der jeweilige erste Teil (13a) nahezu senkrecht hochgebogen und der jeweilige anschließende
zweite Teil (13b) ist wieder derart nach unten gebogen angeordnet, dass das jeweilige
freie Ende (15) dem ebenfalls vom Mittelabschnitt (10) nahezu senkrecht hochgebogenen
Anpressflächenabschnitt (14) gegenübersteht, wobei die jeweiligen nach unten gebogenen
zweiten Teile (13b) in der Öffnung (5) eine erste und eine zweite Führungsfläche (16a,16b)
für das einzusteckende Einsteckteil (6) bildet, der jeweilige erste Teil (13a) übt
jeweils eine Federkraft (F1) in Richtung des Anpressflächenabschnitts (14) aus, wodurch
das über die Führungsflächen (16) eingesteckte Einsteckteil (6) fixiert ist und wobei
zusätzlich die Führungsflächen (16) dazu dienen, dass mittels einer Schwenkbewegung
(17) des Einsteckteils (6) das Einsteckteil (6) parallel zu den Führungsflächen (16)
liegt und eine den Federkräften (F1) entgegengerichtete Kraft (FG) ausübt, wodurch
das Einsteckteil (6) werkzeuglos aus der Öffnung (5) ausziehbar ist.
3. Klemmkörper (3) nach Anspruch 2, wobei der zweiten Teil (13b) des ersten Federarms
(21) kürzer ausgestaltet ist als der zweite Teil des zweiten Federarms (22) und dadurch
die jeweils freien Enden (15) dem ebenfalls vom Mittelabschnitt (10) nahezu senkrecht
hochgebogenen Anpressflächenabschnitt (14) an unterschiedlichen Stellen (S1,S2) gegenüberstehen.
4. Klemmkörper (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das freie Ende (15) bzw. die
freien Enden (15) scharfkantig ausgestaltet ist bzw. sind.
5. Verbindungsklemme (1) für einen elektrischen Leiter (2) als Einsteckteil (6) aufweisend
einen Klemmkörper (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, aufweisend eine Isolierkammer
(30) in dem der Klemmkörper (3) angeordnet ist, wobei über der Öffnung (5) ein Deckel
(31) auf der Isolierkammer (30) angeordnet ist und der Deckel (31) eine Aussparung
(32) mit einer Umfangslinie (35) aufweist, wobei ausgehend von der Umfangslinie (35)
ein sich in Richtung eines Mittelpunktes (36) der Aussparung (32) verjüngender erster
Steg (33) und ein sich verjüngender zweiter Steg (34) derart v-förmig angeordnet sind,
dass bei einer Schwenkbewegung (17) des eingesteckten Leiters (2) der erste Steg (33)
und der zweite Steg (34) durch den Leiter (2) gespreizt werden und wenn der Leiter
(2) sich nicht mehr zwischen den Stegen (33,34) befindet diese zurückschnappen und
den Leiter (2) für ein erleichtertes ausziehen in einer durch die Schwenkbewegung
(17) erreichten Schrägposition (37) halten.