(19)
(11) EP 4 149 718 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.09.2026  Patentblatt  2026/36

(21) Anmeldenummer: 21723123.2

(22) Anmeldetag:  16.04.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B24B 5/35(2006.01)
B24B 5/307(2006.01)
B24B 55/02(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B24B 5/35; B24B 55/02; B24B 5/307
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2021/100351
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2021/228309 (18.11.2021 Gazette  2021/46)

(54)

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM SPITZENLOSEN SCHLEIFEN

DEVICE AND METHOD FOR CENTERLESS GRINDING

DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE RECTIFICATION SANS CENTRES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 11.05.2020 DE 102020112633

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.03.2023  Patentblatt  2023/12

(73) Patentinhaber: Schaeffler Technologies AG & Co. KG
91074 Herzogenaurach (DE)

(72) Erfinder:
  • SCHOENHOFER, Stephan
    77948 Friesenheim (DE)
  • RIETSCHE, Wolfgang
    77955 Ettenheim (DE)
  • GIEDEMANN, Markus
    77977 Rust (DE)

(74) Vertreter: Schaeffler Technologies 
Industriestraße 1-3
91074 Herzogenaurach
91074 Herzogenaurach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CN-A- 110 802 448
JP-A- 2004 202 655
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Oberführung beim spitzenlosen Durchgangsschleifen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum spitzenlosen Durchgangsschleifen.

    [0002] Eine gattungsgemäße Oberführungsvorrichtung, welche zur Verwendung beim spitzenlosen Schleifen vorgesehen ist, ist aus der DD 242 020 A1 bekannt. Eine Oberführung eines Werkstücks in einem Schleifspalt ist hierbei vorgesehen, sobald eine Greifereinrichtung das Werkstück ablegte und den Schleifspalt verlässt, wobei auch eine Handhabung extrem dünner Werkstücke im Schleifspalt möglich sein soll. Die Oberführungsvorrichtung nach der DD 242 020 A1 hat die Form einer gekrümmten Schiene, welche von einem Hohlraum durchzogen ist. Wird in dem Hohlraum ein Vakuum erzeugt, so kann damit ein Werkstück angesaugt werden. Alternativ können an einer zur Kontaktierung des Werkstücks vorgesehenen Berührungsfläche der bekannten Oberführungsvorrichtung Druckdüsen angeordnet sein, um das Werkstück von einer Auflageschiene nach unten abzuführen.

    [0003] Die DD 116 779 A1 offenbart ein Verfahren und einen Regelkörper zum Durchgangsschleifen von Tonnenrollen auf spitzenlosen Rundschleifmaschinen. Tonnenrollen werden hierbei im Schleifspalt zwischen einer Schleifscheibe und einem mit einer Transportwendel versehenen Regelkörper bearbeitet. Die Tonnenrollen werden unter Veränderung ihrer Achslage in einer Ebene, welche durch die Schleifscheibenachse verläuft, von der Transportwendel durch den Schleifspalt geführt.

    [0004] Eine kompakt gestaltete spitzenlose Schleifmaschine, welche in der DE 102014 115 149 B3 beschrieben ist, umfasst zwei angetriebene Spindeln, nämlich eine Schleifspindel und eine Regelspindel, welche relativ zueinander beweglich und auf eine Werkstückauflage zustellbar sind.

    [0005] Eine mögliche Gestaltung einer Auflageschiene für eine Spitzenlosschleifmaschine ist im Detail in der DE 10 2015 106 060 A1 beschrieben. Die Auflageschiene, auf welcher das zu bearbeitende Werkstück aufliegt, weist eine Trägerschiene und eine an dieser angeordnete Werkstückauflageschiene auf. Mit Hilfe von Spannelementen ist die Werkstückauflageschiene auf der Trägerschiene verspannbar.

    [0006] In der DE 10 2016 215 065 A1 ist eine Werkzeugmaschine zum Schleifen von Rundkörpern beschrieben, welche auch das Trennen eines rohrförmigen Halbzeugs mit Hilfe eines Schleifkörpers ermöglicht.

    [0007] Die DE 199 16 002 A1 offenbart eine Anordnung zur Versorgung einer Schleifeingriffsstelle mit Kühlschmierstoff. Diese Anordnung umfasst eine Zuführdüse, deren Düsenmündung unter Bildung eines engen Auftragspaltes gegen die Umfangsfläche einer Schleifscheibe angestellt ist.

    [0008] Die CN 110 802 448 A beschreibt eine Vorrichtung zum Schleifen des Außendurchmessers eines Stahlstabs mittels eines spitzenloses Rundschleifverfahrens. Die Kühlanordnung umfasst eine Begrenzungsrolle mit äquidistant und über den Umfang der Begrenzungsrolle angeordneten Wasserdurchlassöffnungen für Kühlwasser, wobei die Unterseite der Begrenzungsrolle in Kontakt mit der Oberseite des Werkstücks steht. Das Kühlwasser tritt über die Wasserdurchlassöffnungen überall am Umfang der Begrenzungsrolle aus und kühlt den darunter angeordneten Stahlstab.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, gegenüber dem genannten Stand der Technik weiterentwickelte Möglichkeiten des spitzenlosen Durchgangsschleifens anzugeben, welche sich durch eine besonders hohe Prozesssicherheit, auch unter Bedingungen der Serienfertigung, auszeichnen.

    [0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung zur Oberführung beim spitzenlosen Durchgangsschleifen gemäß Anspruch 1. Ebenso wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum spitzenlosen Durchgangsschleifen, nach Anspruch 9. Im Folgenden im Zusammenhang mit dem Schleifverfahren erläuterte Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung gelten sinngemäß auch für die Oberführungsvorrichtung und umgekehrt.

    [0011] Die Oberführungsvorrichtung umfasst mindestens einen Fluidkanal, welcher als Kühlschmiermittelkanal mit einer Zuleitungsöffnung und einer Mehrzahl an Austrittsöffnungen ausgebildet ist.

    [0012] Die Oberführungsvorrichtung stellt somit ein Bauteil mit Mehrfachnutzen dar. Aufgrund der Integration der Kühlschmiermittelzuführung in die Oberführungsvorrichtung ist auch bei beengten Platzverhältnissen eine zuverlässige, gezielte Kühlschmiermittelleitung zu dem Arbeitsbereich möglich. Mit Hilfe der Mehrzahl an Austrittsöffnungen ist hierbei das Kühlschmiermittel in definierter Weise verteilbar.

    [0013] Erfindungsgemäß sind die Austrittsöffnungen der Oberführungsvorrichtung in Reihe angeordnet. Damit wird aus mehreren aus der Oberführungsvorrichtung austretenden Einzelstrahlen an Kühlschmiermittel ein Fächer oder Vorhang gebildet, welcher auf das Werkstück gerichtet wird.

    [0014] In einer erfindungsgemäß besonders schlanken Bauform weist die Oberführungsvorrichtung einen flächigen Grundkörper und einen auf diesen aufgeschraubten Deckel auf, wobei zumindest ein Abschnitt des Kühlschmiermittelkanals, insbesondere der größte Teil des Kühlschmiermittelkanals, zwischen dem Grundkörper und dem Deckel gebildet ist.

    [0015] Der, in möglicher Ausgestaltung verzweigte, Kühlschmiermittelkanal kann hierbei durch Aussparungen im Grundkörper und/oder im Deckel gebildet sein.

    [0016] Die längs einer Geraden angeordneten Austrittsöffnungen befinden sich erfindungsgemäß unmittelbar an einer Kante des Deckels, welcher am Grundkörper anliegt. Beispielsweise können Austrittsöffnungen mit kreisrundem Querschnitt durch Aussparungen mit halbkreisförmiger Kontur, welche sowohl in den Grundkörper als auch in den Deckel eingeformt sind, gebildet sein. Ebenso ist es möglich, die Aussparungen ausschließlich im Grundkörper oder ausschließlich im Deckel vorzusehen, während das jeweils andere Teil eine durchgehend glatte Kante aufweist.

    [0017] Unabhängig von der geometrischen Gestaltung der einzelnen Austrittsöffnungen sind insgesamt zum Beispiel 40, 80 oder mehr Austrittsöffnungen in kurzen Abständen hintereinander angeordnet, so dass das aus der Oberführungsvorrichtung austretende Kühlschmiermittel praktisch als geschlossener Film auf das zu bearbeitende Werkstück auftrifft.

    [0018] Gemäß einer möglichen Weiterbildung deckt der Deckel lediglich einen Teil des Grundkörpers der Oberführungsvorrichtung ab. In Bereichen des Grundkörpers, welche über den Deckel seitlich hinausragen, können sich Befestigungskonturen, insbesondere in Form von Befestigungsschlitzen, befinden, welche die Befestigung der Oberführungsvorrichtung in einer Umgebungskonstruktion ermöglichen. Eine besonders flexible Anpassung an unterschiedliche Umgebungskonstruktionen ist in Ausgestaltungen möglich, in welchen sich beidseitig des Deckels jeweils ein Befestigungsschlitz befindet, wobei eine in Längsrichtung mittig durch beide Befestigungsschlitze gelegte Gerade eine Befestigungsachse definiert, die parallel von einer durch sämtliche Austrittsöffnungen der Oberführungsvorrichtung gelegten Gerade angeordnet ist.

    [0019] Beim Grundkörper und beim Deckel der Oberführungsvorrichtung handelt es sich beispielsweise um spanabhebend, insbesondere durch Fräsen bearbeitete Metallteile. Auch urformende Fertigungsverfahren, zum Beispiel Gießen oder pulvermetallurgische Verfahren, kommen zur Herstellung der einzelnen Komponenten der Oberführungsvorrichtung in Betracht.

    [0020] Insgesamt ermöglicht die Oberführungsvorrichtung eine integrierte Prozesskühlung beim spitzenlosen Durchgangsschleifen. Die Montage einer gesonderten Kühlmitteldüse an einer Vorrichtung zur Oberführung eines Werkstücks ist dementsprechend nicht mehr erforderlich.

    [0021] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen:
    Fig. 1
    eine Vorrichtung zur Oberführung beim spitzenlosen Durchgangsschleifen in perspektivischer Ansicht,
    Fig. 2
    eine Schnittdarstellung eines Grundkörpers der Oberführungsvorrichtung nach Figur 1,
    Fig. 3
    den Grundkörper in Seitenansicht,
    Fig. 4
    eine weitere Schnittdarstellung des Grundkörpers,
    Fig. 5
    ein aus dem Grundkörper und einem Anschlussstück für ein Kühlschmiermittel gebildetes Basiselement der Oberführungsvorrichtung in Seitenansicht,
    Fig. 6
    die Anordnung nach Figur 5 in perspektivischer Darstellung,
    Fig. 7
    einen Deckel der Oberführungsvorrichtung in Seitenansicht,
    Fig. 8
    eine Schnittdarstellung des Deckels,
    Fig. 9
    den Deckel in Draufsicht,
    Fig. 10
    den Deckel in perspektivischer Ansicht.


    [0022] Eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnete Vorrichtung ist zur Oberführung beim spitzenlosen Durchgangsschleifen vorgesehen. Hinsichtlich der prinzipiellen Funktion der Oberführungsvorrichtung 1 wird auf den eingangs zitierten Stand der Technik verwiesen.

    [0023] Die Oberführungsvorrichtung 1 ist aus einem flächigen Grundkörper 2, einem ebenfalls flächigen Deckel 3 und einem Anschlussstück 4 für ein Kühlschmiermittel aufgebaut. Der Grundkörper 2 mit angesetztem Anschlussstück 4 wird als Basiselement 5 der Oberführungsvorrichtung 1 bezeichnet. Ein Fluidkanal 6 für das Kühlschmiermittel, welches beim spitzenlosen Durchgangsschleifen verwendet wird, ist größtenteils durch einen zwischen dem Grundkörper 2 und dem Deckel 3 gebildeten Hohlraum gegeben. Die Zuführung von Kühlschmiermittel in die Oberführungsvorrichtung 1 erfolgt durch eine Zuleitungsöffnung 7 im Anschlussstück 4. Das Kühlschmiermittel tritt durch eine Vielzahl an Austrittsöffnungen 8 aus der Oberführungsvorrichtung 1 aus.

    [0024] Der Deckel 3 ist mit dem Grundkörper 2 verschraubt. Bohrungen im Deckel 3 sind mit 9, Gewindebohrungen im Grundkörper 2 mit 10 bezeichnet. Im Ausführungsbeispiel ist der Deckel 3 mit insgesamt achtzehn Schrauben 11 am Grundkörper 2 befestigt.

    [0025] Der Deckel 3 weist in der Seitenansicht einen breiten Abschnitt 12 und einen vergleichsweise schmalen Abschnitt 13 auf, wobei zwischen diesen Abschnitten 12, 13 ein Übergangsabschnitt 14 gebildet ist. Ein mit 15 bezeichneter, vom Anschlussstück 4 ausgehender Einleitungsabschnitt des Fluidkanals 6 ist durch eine Ausnehmung im Grundkörper 2 gebildet und durch den breiten Abschnitt 12 sowie Übergangsabschnitt 14 des Deckels 3 abgedeckt. Der Einleitungsabschnitt 15 geht in einen Verteilungsabschnitt 16 über, welcher sich über nahezu die gesamte Breite des Deckels 3 erstreckt. Die Breite des Deckels 3 ist mit B3, die mit der Breite der gesamten Oberführungsvorrichtung 1 identische Breite des Grundkörpers 2 mit B2 bezeichnet. Die Breite B3 des Deckels 3 beträgt mehr als 50 % der Gesamtbreite B2 der Oberführungsvorrichtung 1.

    [0026] Eine umlaufende, den Einleitungsabschnitt 15 und den Verteilungsabschnitt 16 umfassende Begrenzungskontur, welche durch den Grundkörper 2 gebildet ist, ist mit 17 bezeichnet. Um eine fluiddichte Verbindung zwischen dem Grundkörper 2 und dem Deckel 3 an der Begrenzungskontur 17 herzustellen, können an sich bekannte Dichtmittel vorgesehen sein. Ein Abschnitt der Begrenzungskontur 17 stellt eine Unterkante 18 des Fluidkanals 6 dar. Der Begriff "Unterkante" signalisiert die typische, jedoch nicht einzig mögliche Einbausituation der Oberführungsvorrichtung 1. Die Unterkante des Deckels 3 ist mit 19 bezeichnet. Sämtliche Austrittsöffnungen 8 befinden sich, in einer einzigen Reihe angeordnet, an der Unterkante 19, wobei sie durch Aussparungen im Deckel 3 gebildet sind. Eine an der Unterkante 19 an die Austrittsöffnungen 8 angelegte Gerade wird als Bezugsgerade BG bezeichnet. Durch die eng nebeneinander liegenden Austrittsöffnungen 8 tritt das Kühlschmiermittel in Form eines Kühlschmiermittelvorhangs praktisch flächig aus der Oberführungsvorrichtung 1 aus.

    [0027] Nahe der mit 23 bezeichneten Oberkante des Grundkörpers 2 weist dieser zwei Befestigungsschlitze 20, 21 zur Halterung der Oberführungsvorrichtung 1 in einer Umgebungskonstruktion auf. Die Höhe des Grundkörpers 2 ist mit H2, die Höhe des Deckels 3 mit H3 bezeichnet. D2 bezeichnet die Dicke des Grundkörpers 2, D3 die Dicke des Deckels 3. Insgesamt hat die Oberführungsvorrichtung 1 einen schmalen, flächigen Aufbau, welcher auch die Verwendung unter beengten Platzverhältnissen ermöglicht, wobei zugleich durch die linienförmig angeordneten Austrittsöffnungen 8 eine sehr gute, definierte Versorgung mit Kühlschmiermittel beim spitzenlosen Durchgangsschleifen gegeben ist.

    [0028] Die Befestigungsschlitze 20, 21 befinden sich jeweils in Verlängerung eines Langloches 22, welches im Grundkörper 2 oberhalb des schmalen Abschnitts 13 des Deckels 3 angeordnet ist. Eine längs durch beide Befestigungsschlitze 20, 21 gelegte, auch durch das Langloch 22 laufende Gerade ist als Befestigungsachse BA bezeichnet und parallel von der Bezugsgeraden BG beabstandet.

    Bezugszeichenliste



    [0029] 
    1
    Oberführungsvorrichtung
    2
    Grundkörper
    3
    Deckel
    4
    Anschlussstück
    5
    Basiselement
    6
    Fluidkanal, Kühlschmiermittelkanal
    7
    Zuleitungsöffnung
    8
    Austrittsöffnung
    9
    Bohrung
    10
    Gewindebohrung
    11
    Schraube
    12
    breiter Abschnitt
    13
    schmaler Abschnitt
    14
    Übergangsabschnitt
    15
    Einleitungsabschnitt
    16
    Verteilungsabschnitt
    17
    Begrenzungskontur
    18
    Unterkante des Fluidkanals
    19
    Unterkante des Deckels
    20
    Befestigungsschlitz
    21
    Befestigungsschlitz
    22
    Langloch
    23
    Oberkante
    BA
    Befestigungsachse
    BG
    Bezugsgerade
    B2
    Breite des Grundkörpers, Gesamtbreite
    B3
    Breite des Deckels
    D2
    Dicke des Grundkörpers
    D3
    Dicke des Deckels
    H2
    Höhe des Grundkörpers
    H3
    Höhe des Deckels



    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Oberführung beim spitzenlosen Durchgangsschleifen, mit einem flächigen Grundkörper (2) und einem auf diesen aufgeschraubten Deckel (3), wobei eine Breite (B3) des Deckels (3) mehr als 50 % einer Gesamtbreite (B2) der Oberführungsvorrichtung (1) beträgt, und mit mindestens einem Fluidkanal (6), wobei der Fluidkanal (6) als Kühlschmiermittelkanal (6) mit einer Zuleitungsöffnung (7) und einer Mehrzahl an lediglich in einer Reihe angeordneten Austrittsöffnungen (8) ausgebildet ist, wobei zumindest ein Abschnitt des Kühlschmiermittelkanals (6) zwischen dem Grundkörper (2) und dem Deckel (3) gebildet ist, und wobei die Austrittsöffnungen (8) durch Aussparungen an einer am Grundkörper (2) anliegenden Kante (19) des Deckels (3) und eng nebeneinander liegend gebildet sind, derart, dass ein flächiger Austritt eines Kühlschmiermittels in Form eines Kühlschmiermittelvorhangs aus der Oberführungsvorrichtung (1) erzielt wird.
     
    2. Oberführungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Deckel (3) in einer Seitenansicht einen breiten Abschnitt (12) und einen dazu vergleichsweise schmalen Abschnitt (13) aufweist, wobei zwischen diesen Abschnitten (12, 13) ein Übergangsabschnitt (14) gebildet ist.
     
    3. Oberführungsvorrichtung nach Anspruch 2, wobei ein von einem Anschlussstück (4) ausgehender Einleitungsabschnitt (15) des Fluidkanals (6) durch eine Ausnehmung im Grundkörper (2) gebildet und durch den breiten Abschnitt (12) sowie Übergangsabschnitt (14) des Deckels (3) abgedeckt ist, wobei der Einleitungsabschnitt (15) in einen Verteilungsabschnitt (16) übergeht, welcher sich über nahezu die gesamte Breite des Deckels (3) erstreckt.
     
    4. Oberführungsvorrichtung nach Anspruch 3, wobei eine den Einleitungsabschnitt (15) und den Verteilungsabschnitt (16) umfassende Begrenzungskontur (17), welche durch den Grundkörper (2) gebildet ist, vorhanden ist, wobei an der Begrenzungskontur (17) zur Ausbildung einer fluiddichten Verbindung zwischen dem Grundkörper (2) und dem Deckel (3) Dichtmittel vorgesehen sind.
     
    5. Oberführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens 40 Austrittsöffnungen (8) für Kühlschmiermittel aufweist.
     
    6. Oberführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (3) lediglich einen Teil des Grundkörpers (2) abdeckt.
     
    7. Oberführungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) in seinen über den Deckel (3) hinausragenden Abschnitten mindestens einen Befestigungsschlitz (20, 21) aufweist.
     
    8. Oberführungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch zwei beidseitig des Deckels (3) angeordnete Befestigungsschlitze (20, 21) eine Befestigungsachse (BA) definiert ist, welche parallel zu einer durch sämtliche Austrittsöffnungen (8) gelegten Gerade (BG) angeordnet ist.
     
    9. Verfahren zum spitzenlosen Durchgangsschleifen, wobei Kühlschmiermittel durch eine Oberführungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchgeleitet und in mehreren aus der Oberführungsvorrichtung (1) austretenden Einzelstrahlen auf ein Werkstück gerichtet wird, wobei durch die Mehrzahl an Einzelstrahlen ein flächiger Kühlschmiermittelvorhang gebildet wird.
     


    Claims

    1. A top-guide device for centreless throughfeed grinding, having a flat main body (2) and a cover (3) screwed onto it, wherein a width (B3) of the cover (3) is greater than 50% of a total width (B2) of the top-guide device (1), and having at least one fluid channel (6), wherein the fluid channel (6) is designed as a cooling lubricant channel (6) with an inlet opening (7) and a plurality of outlet openings (8) merely arranged in a row, wherein at least a section of the cooling lubricant channel (6) is formed between the main body (2) and the cover (3), and wherein the outlet openings (8) are formed by recesses in an edge (19) of the cover (3) that rests against the main body (2) and are arranged closely next to one another, such that an even discharge of a cooling lubricant in the form of a cooling lubricant curtain from the top-guide device (1) is achieved.
     
    2. The top-guide device according to claim 1, wherein the cover (3) has, in a side view, a wide section (12) and a section (13) that is comparatively narrow in relation thereto, wherein a transition section (14) is formed between these sections (12, 13).
     
    3. The top-guide device according to claim 2, wherein an introduction section (15) of the fluid channel (6), originating from a connecting piece (4), is formed by a recess in the main body (2) and is covered by the wide section (12) and the transition section (14) of the cover (3), wherein the introduction section (15) merges into a distribution section (16) that extends across nearly the entire width of the cover (3).
     
    4. The top-guide device according to claim 3, wherein a boundary contour (17) comprising the introduction section (15) and the distribution section (16) and formed by the main body (2) is provided, and wherein sealing means are provided at the boundary contour (17) in order to form a fluid-tight connection between the main body (2) and the cover (3).
     
    5. The top-guide device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that it has at least 40 outlet openings (8) for cooling lubricant.
     
    6. The top-guide device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the cover (3) covers only a portion of the main body (2).
     
    7. The top-guide device according to claim 6, characterised in that the main body (2) has at least one mounting slot (20, 21) in its sections extending beyond the cover (3).
     
    8. The top-guide device according to claim 7, characterised in that two mounting slots (20, 21) arranged on both sides of the cover (3) define a mounting axis (BA) that is arranged in parallel to a straight line (BG) passing through all outlet openings (8).
     
    9. A method for centreless throughfeed grinding, wherein cooling lubricant is passed through a top-guide device (1) according to any one of claims 1 to 8 and directed onto a workpiece in multiple individual jets that emerge from the top-guide device (1), wherein the plurality of individual jets forms an even cooling lubricant curtain.
     


    Revendications

    1. Dispositif de guidage supérieur pour la rectification sans centres en enfilade, comportant un corps de base (2) uniforme et un couvercle (3) vissé sur celui-ci, une largeur (B3) du couvercle (3) dépassant 50 % d'une largeur totale (B2) du dispositif de guidage supérieur (1), et comportant au moins un canal pour liquide (6), le canal pour liquide (6) étant conçu comme un canal pour liquide de coupe (6) comportant une ouverture d'alimentation (7) et une pluralité d'ouvertures de sortie (8) agencées sur une seule rangée, au moins une section du canal pour liquide de coupe (6) étant formée entre le corps de base (2) et le couvercle (3), les ouvertures de sortie (8) étant formées par des évidements sur un bord (19) du couvercle (3) adjacent au corps de base (2) et étroitement les unes à côté des autres, de façon à obtenir une sortie uniforme d'un liquide de coupe sous forme d'un rideau de liquide de coupe à partir du dispositif de guidage supérieur (1).
     
    2. Dispositif de guidage supérieur selon la revendication 1, le couvercle (3) présentant, en vue latérale, une section large (12) et une section comparativement étroite (13), une section de transition (14) étant formée entre ces sections (12, 13).
     
    3. Dispositif de guidage supérieur selon la revendication 2, une section d'entrée (15) du canal pour liquide (6) émanant d'une pièce de raccordement (4) étant formée par une gorge dans le corps de base (2) et est recouverte par la section large (12) et la section de transition (14) du couvercle (3), la section d'entrée (15) se transformant en une section de distribution (16) qui s'étend sur presque toute la largeur du couvercle (3).
     
    4. Dispositif de guidage supérieur selon la revendication 3, un contour de délimitation (17) comprenant la section d'entrée (15) et la section de distribution (16), formé par le corps de base (2), étant prévu, des moyens d'étanchéité étant prévus sur le contour de délimitation (17) pour former une liaison étanche aux fluides entre le corps de base (2) et le couvercle (3).
     
    5. Dispositif de guidage supérieur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il présente au moins 40 ouvertures de sortie (8) pour le liquide de coupe.
     
    6. Dispositif de guidage supérieur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le couvercle (3) ne recouvre qu'une partie du corps de base (2).
     
    7. Dispositif de guidage supérieur selon la revendication 6, caractérisé en ce que le corps de base (2) présente au moins une fente de fixation (20, 21) dans ses sections dépassant au-delà du couvercle (3).
     
    8. Dispositif de guidage supérieur selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un axe de fixation (BA) est défini par deux fentes de fixation (20, 21) agencées de part et d'autre du couvercle (3), lequel axe est agencé parallèlement à une ligne droite (BG) passant par toutes les ouvertures de sortie (8).
     
    9. Procédé de rectification sans centres, dans lequel un liquide de coupe est acheminé à travers un dispositif de guidage supérieur (1) selon l'une des revendications 1 à 8 et dirigé sur une pièce à usiner sous la forme de plusieurs jets individuels sortant du dispositif de guidage supérieur (1), un rideau de liquide de coupe uniforme étant formé par la pluralité de jets individuels.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente