[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zur symmetrischen Signalübertragung.
Insbesondere ist, ohne darauf beschränkt zu sein, ein Steckverbinder zur differentiellen
Datenübertragung bereitgestellt.
[0002] Bei der leitungsgebundenen symmetrischen, beispielsweise differentiellen, Datenübertragung
ist der Wellenwiderstand zur Erhaltung der Signalintegrität ein entscheidender Parameter
der Übertragungsstrecke und soll möglichst für die gesamte Übertragungsstrecke an
jeder Stelle einheitlich sein. Der Wellenwiderstand, genauer der differentielle Wellenwiderstand,
bezeichnet hierbei den entlang der Übertragungsstrecke ortsbezogenen Wellenwiderstand.
Dieser kann beispielsweise der Eingangsimpedanz einer hypothetischen unendlich langen
Leitung entsprechen, deren einheitlicher Querschnitt so aufgebaut ist, wie der Querschnitt
der jeweils betrachteten Stelle. Der Wellenwiderstand kann auch als Wellenimpedanz
oder kurz als Impedanz bezeichnet werden.
[0003] Abweichungen vom einheitlichen Wert des Wellenwiderstands führen zu einer Reflektionsdämpfung
(fachsprachlich auch als "return loss attenuation" oder RL bezeichnet), welche die
Signalintegrität negativ beeinflusst. Der Wellenwiderstand ist hauptsächlich von der
geometrischen Anordnung der Leiter und den elektromagnetischen Eigenschaften des umgebenden
Materials der Leiter beeinflusst. Beispielsweise kann im Hochfrequenzbereich der Wellenwiderstand
Z durch den lokalen Induktivitätsbelag
L' und den lokalen Kapazitätsbelag
C' an der jeweils betrachteten Stelle durch

bestimmt sein.
[0004] Das Dokument
US 10404014 B2 zeigt Freimachungen zwischen Kontakten eines Steckverbinders mit dem Ziel ein Nebensprechen
zwischen den Kontakten zu beeinflussen. Nachteilig ist daran jedoch, dass die Kontakte
nicht frei stehen können, sondern zumindest teilweise an eine dielektrische Umgebung
mit den Freimachungen angrenzen. Dadurch sind die möglichen Geometrien der Kontakte
und die realisierbaren mechanischen Verbindungssysteme sehr eingeschränkt.
[0005] Zudem reduzieren gemäß dem angeführten Dokument
US 10404014 B2 die Freimachungen ein Übersprechen. Jedoch kann ohne eine Impedanzanpassung des Steckverbinders
eine Reflektionsdämpfung die Signalintegrität negativ beeinflussen.
US2004/121633A1 offenbart einen weiteren Steckverbinder aus dem Stand der Technik.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Steckverbinder anzugeben,
dessen Wellenwiderstand konstruktiv anpassbar ist, vorzugsweise vergrößerbar ist,
ohne den Bauraum des Steckverbinders zu vergrößern. Eine alternative oder spezifischere
Aufgabe ist, eine federelastische Verrastung des Steckverbinders zu ermöglichen, ohne
eine Wellenwiderstandsanpassung oder einen Bauraumbedarf des Steckverbinders zu verschlechtern.
[0007] Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden unter teilweiser Bezugnahme
auf die Figuren beschrieben.
[0009] Gemäß einem Aspekt umfasst ein Steckverbinder zur symmetrischen, vorzugsweise differentiellen,
Signalübertragung mindestens zwei Anschlusskontakte an einer Anschlussseite des Steckverbinders.
Ferner umfasst der Steckverbinder mindestens zwei Steckkontakte an einer der Anschlussseite
gegenüberliegenden Steckseite des Steckverbinders und mindestens zwei Leiter, die
jeweils einen Anschlusskontakt mit einem der Steckkontakte elektrisch leitend verbinden.
Der Steckverbinder umfasst ferner eine dielektrische Einfassung der mindestens zwei
Leiter. Die dielektrische Einfassung weist zwischen den Leitern zumindest einen Freiraum
auf.
[0010] Ausführungsbeispiele des Steckverbinders können mittels des mindestens einen Freiraums
in der dielektrischen Einfassung der mindestens zwei Leiter zwischen der Anschlussseite
und der Steckseite die dielektrische Umgebung der Leiter anpassen, beispielsweise
zur Abstimmung eines Wellenwiderstands (vorzugsweise eines Leitungswellenwiderstands)
des Steckverbinders, ohne dass die Einfassung oder die Geometrie der Anschlusskontakte
und/oder der Steckkontakte des Steckverbinders angepasst werden muss.
[0011] Beispielsweise können die Anschlusskontakte und/oder die Steckkontakte frei stehen,
vorzugsweise an der Anschlussseite bzw. der Steckseite auskragen. Eine Veränderung
der Umgebung der Steckkontakte, wie beispielsweise im Dokument
US 10404014 B2 gezeigt, ist nicht notwendig.
[0012] Mittels des Freiraums können Ausführungsbeispiele des Steckverbinders einen konstruktiv
angepassten Wellenwiderstand aufweisen. Beispielsweise kann durch Vergrößerung des
Freiraums (vorzugsweise Verlängerung des Freiraums längs der mindestens zwei Leiter)
der Wellenwiderstand des Steckverbinders vergrößert sein, ohne eine Vergrößerung der
Bauform des Steckverbinders. Alternative oder ergänzend kann die dielektrische Einfassung
des Steckverbinders eine effektive Permittivität aufweisen, die kleiner als die Permittivität
des für die Einfassung verwendeten Materials oder kleiner als die Permittivität eines
üblichen Kunststoffisolationsmaterialen ist.
[0013] Ein den Freiraum begrenzender Abschnitt der dielektrischen Einfassung, beispielsweise
ein Rand des Freiraums, kann federelastisch sein. Der Abschnitt kann aufgrund einer
Verformbarkeit des Freiraums federelastisch sein. Der Abschnitt kann als Federelement
bezeichnet werden.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel des Steckverbinders kann mehrteilig aufgebaut sein. Die einzelnen
Bauteile können miteinander (beispielsweise bei der Montage) mittels des Federelements
verrastbar sein.
[0015] Jeder Steckverbinder in einer Übertragungstrecke stellt prinzipiell eine lokale Störung
des Wellenwiderstandes dar. Ausführungsbeispiele des Steckverbinders können mittels
des Freiraums eine Abweichung des Wellenwiderstandes des Steckverbinders im Vergleich
zum Wellenwiderstand eines an der Anschlussseite angeschlossenen (d.h. mit den Anschlusskontakten
elektrisch leitend verbundenen) Kabels oder Anschlusses an einer Leiterplatte möglichst
gering halten. Beispielsweise kann der Steckverbinder eine auf der Leiterplatte montierte
oder montierbare Buchse sein. Die Leiterplatte kann an den Anschlusskontakten angeschlossen
oder anschließbar sein.
[0016] Konstruktiv ist man in Steckverbindern häufig im Bauraum und/oder durch eine einzuhaltende
Hochspannungsfestigkeit beschränkt. Der mindestens eine Freiraum ermöglicht eine den
Bauraum erhaltende oder einhaltende Maßnahme zur Beeinflussung des Wellenwiderstandes
des Steckverbinders sein.
[0017] Durch den mindestens einen Freiraum in der dielektrischen Einfassung zwischen den
Leitern kann ein Material der dielektrischen Einfassung verwendet werden, dessen relative
Permittivität
εr herkömmlicherweise zu groß ist bzw. das zu einem zu kleinen Wellenwiderstand führen
würde. Beispielsweise können üblicherweise eingesetzte Kunststoffmaterialien mit einer
relativen Permittivität
εr zwischen 2 und 8 für die dielektrische Einfassung verwendet werden. Materialien mit
Werten von
εr unter 2 sind häufig geschäumte Materialien, die meistens nicht genügend Festigkeit,
Langzeitstabilität und/oder Isolationswiderstand aufweisen, um als dielektrische Einfassung
der Leiter (d.h. als Träger der Steck- und/oder Anschlusskontakte, kurz: Kontaktträger)
zu fungieren.
[0018] Durch den mindestens einen Freiraum (beispielsweise eine Öffnungen und/oder einen
Hohlraum) im Material der dielektrischen Einfassung können Ausführungsbeispiele eine
durch einen herkömmlichen Steckverbinder entstehende Störung des Wellenwiderstands
ausgeglichen, ohne die Umgebung oder Geometrie der Steck- und/oder Anschlusskontakte
einzuschränken. Alternativ oder ergänzend kann der mindestens eine Freiraum zwischen
den Leitern und zwischen der Steckseite und der Anschlussseite den Bauraum für eine
mechanische Funktion nutzen, beispielsweise zur federelastischen Verformung bei der
Montage des Steckverbinders.
[0019] Eine Ausnehmung oder Durchgangsöffnung in der dielektrischen Einfassung kann den
Freiraum umfassen. Die Ausnehmung oder die Durchgangsöffnung kann sich (beispielsweise
abschnittsweise) zwischen die mindestens zwei Leiter erstrecken. Alternativ oder ergänzend
kann der Freiraum eine Ausnehmung oder Durchgangsöffnung in der dielektrischen Einfassung
sein. Alternativ oder ergänzend kann der Freiraum mit einer Umgebung des Steckverbinders
in Fluidverbindung stehen.
[0020] Der Freiraum kann ein gasdichter Hohlraum sein. Der Hohlraum kann mit Luft oder einem
Edelgas gefüllt sein oder evakuiert sein, beispielsweise mit einem Restdruck von weniger
als 30.000 Pa. Durch die Gasfüllung und/oder den Restdruck kann die effektive relative
Permittivität der dielektrischen Einfassung und damit der Wellenwiderstand des Steckverbinders
konstruktiv bestimmbar sein.
[0021] Die dielektrische Einfassung kann integral-einstückig sein. Alternativ oder ergänzend
kann die dielektrische Einfassung ein Spritzgussteil sein.
[0022] Die dielektrische Einfassung kann sich von der Anschlussseite zur Steckseite erstrecken.
Die Anschlussseite und die Steckseite können jeweils Endflächen der dielektrischen
Einfassung sein, vorzugsweise aus denen die Anschlusskontakte bzw. die Steckkontakte
auskragen.
[0023] Die dielektrische Einfassung kann jeden der mindestens zwei Leiter umschließen. Beispielsweis
kann die dielektrische Einfassung jeweils an mindestens einer Stelle zwischen der
Anschlussseite und der Steckseite oder durchgehend zwischen der Anschlussseite und
der Steckseite jeden der mindestens zwei Leiter umschließen. Das Umschließen eines
jeden Leiters kann ein umlaufend geschlossenes Einfassen des jeweiligen Leiters sein.
[0024] Die dielektrische Einfassung kann durch Umspritzen der mindestens zwei Leiter hergestellt
sein. Alternativ oder ergänzend kann die dielektrische Einfassung zwischen der Anschlussseite
und der Steckseite die mindestens zwei Leiter (vorzugsweise durchgehend) isolieren.
[0025] Die dielektrische Einfassung kann jeden der mindestens zwei Leiter an jeweils der
Steckseite und der Anschlussseite umschließen. Die dielektrische Einfassung kann aus
einem Material gefertigt sein, das eine relative Permittivität von mindestens 1,5
oder 2 und/oder höchstens 8 aufweist.
[0026] Die dielektrische Einfassung zwischen den Leitern in einem Querschnitt quer zu einer
Längsrichtung der Leiter durch den Freiraum kann eine effektive relative Permittivität
aufweisen, die kleiner als 1,5 oder 2 ist. Die effektive relative Permittivität,

, kann entsprechen oder bestimmt sein durch

worin d = Σ
j dj der Abstand zwischen den Leitern im Querschnitt ist und

die relative Permittivität im zugehörigen Abschnitt der Breite
dj des Querschnitts ist. Die relative Permittivität des Freiraums kann

oder

sein, d.h. im Abschnitt des Quermaßes,
dj, des Freiraums.
[0027] Die dielektrische Einfassung ist in einer ersten Querrichtung quer zu einer Längsrichtung
der mindestens zwei Leiter federelastisch unter Deformation des Freiraums (beispielsweise
unter Verkleinerung des Quermaßes des Freiraums) und/oder unter Durchbiegung der oder
eines der mindestens zwei Leiter.
[0028] Der Steckverbinder kann ferner ein Gehäuseteil umfassen. Das Gehäuseteil kann eine
Innenfläche und mindestens eine Rastausnehmung in der Innenfläche aufweisen. Ferner
kann das Gehäuseteil eine zur Innenfläche mündende Aufnahmeöffnung aufweisen. Die
Aufnahmeöffnung kann dazu ausgebildet sein, die dielektrische Einfassung in der Längsrichtung
aufzunehmen. Die dielektrische Einfassung kann ein Rastelement (beispielsweise als
das Federelement) aufweisen. Das Rastelement kann dazu angeordnet sein, bei der Aufnahme
der dielektrische Einfassung im Gehäuseteil (beispielsweise unter Kontraktion des
Freiraums in der ersten Querrichtung) über die Innenfläche zu gleiten und im aufgenommenen
Zustand der Einfassung im Gehäuseteil (beispielsweise unter Weitung des Freiraums
in der ersten Querrichtung) in die Rastausnehmung zu greifen, vorzugsweise zur reversiblen
Verriegelung des aufgenommenen Zustands.
[0029] Der Freiraum kann sich entlang einer zweiten Querrichtung, die quer zur ersten Querrichtung
und quer zur Längsrichtung ist, zum Äußeren der dielektrischen Einfassung hin weiten.
Beispielsweise kann sich der Freiraum bezüglich der ersten Querrichtung weiten und/oder
entlang von Schrägen. Die Schrägen können sich in der Längsrichtung erstrecken.
[0030] Der Steckverbinder kann ferner ein an der Anschlussseite mit den mindestens zwei
Anschlusskontakten elektrisch leitend verbundenes Kabel oder eine an der Anschlussseite
mit den mindestens zwei Anschlusskontakten elektrisch leitend verbundene Leiterplatte
umfassen oder mit dem Kabel oder der Leiterplatte elektrisch leitend verbindbar sein.
Die Anschlussseite kann mit einem Anschluss der Leiterplatte elektrisch und/oder mechanisch
verbunden oder verbindbar sein.
[0031] Ein Quermaß des Freiraums in der dielektrischen Einfassung quer zu einer Längsrichtung
der mindestens zwei Leiter kann einen Wellenwiderstand des Steckverbinders beeinflussen.
Der (beispielsweise konstruktiv) mittels des Freiraums beeinflusste oder beeinflussbare
Wellenwiderstand des Steckverbinders kann an einen Wellenwiderstand des Kabels oder
des Anschlusses der Leiterplatte angepasst sein.
[0032] Der Wellenwiderstand des Steckverbinders kann umgekehrt proportional zur Quadratwurzel
der effektiven relativen Permittivität,

, sein.
[0033] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand bevorzugter
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0034] Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Steckverbinders gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
in einem geöffneten Zustand;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Steckverbinders gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im geöffneten
Zustand;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Steckverbinders gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
in einem montierten Zustand;
- Fig. 4A
- eine Schnittdarstellung des Steckverbinders gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im
montierten Zustand;
- Fig. 4B
- eine Seitenansicht des Steckverbinders gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im montierten
Zustand;
- Fig. 5A
- eine Längsschnittdarstellung einer dielektrischen Einfassung, die im ersten Ausführungsbeispiel
des Steckverbinders einsetzbar ist;
- Fig. 5B
- eine Seitenansicht der dielektrischen Einfassung, die im ersten Ausführungsbeispiel
des Steckverbinders einsetzbar ist;
- Fig. 5C
- eine Schnittdarstellung der dielektrischen Einfassung in einer ersten Querschnittsebene,
die im ersten Ausführungsbeispiel des Steckverbinders einsetzbar ist;
- Fig. 5D
- eine Schnittdarstellung der dielektrischen Einfassung in einer zweiten Querschnittsebene,
die im ersten Ausführungsbeispiel des Steckverbinders einsetzbar ist;
- Fign. 6A bis 6I
- jeweils schematische Querschnitte senkrecht zur Längsrichtung weiterer Ausführungsbeispiele
der dielektrischen Einfassung; und
- Fign. 7A bis 7P
- jeweils schematische Querschnitte parallel zur Längsrichtung weiterer Ausführungsbeispiele
der dielektrischen Einfassung.
[0035] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines
allgemein mit Bezugszeichen 100 bezeichneten Steckverbinders zur symmetrischen, vorzugsweise
differentiellen, Signalübertragung. Der Steckverbinder 100 umfasst mindestens zwei
Anschlusskontakte 112 an einer Anschlussseite 102 des Steckverbinders 100, und mindestens
zwei Steckkontakte 111 an einer der Anschlussseite 102 gegenüberliegenden Steckseite
101 des Steckverbinders 100.
[0036] Mindestens zwei Leiter verbinden (vorzugsweise in einer eineindeutigen Zuordnung)
jeweils elektrisch leitend einen Anschlusskontakt 112 mit einem der Steckkontakte
111. Der Steckverbinder 100 umfasst ferner eine dielektrische Einfassung 110 der mindestens
zwei Leiter. Die dielektrische Einfassung 110 kann stoffschlüssig oder formschlüssig
mit den mindestens zwei Leitern verbunden sein und/oder die mindestens zwei Leiter
voneinander elektrisch isolieren. Die dielektrische Einfassung 110 weist in einem
Raum zwischen den mindestens zwei Leitern zumindest einen Freiraum 114 auf. Der Freiraum
114 kann ein Hohlraum oder eine Durchgangsausnehmung in der dielektrischen Einfassung
sein.
[0037] Die dielektrische Einfassung 110 kann auch als Kontaktträger bezeichnet werden. Die
dielektrische Einfassung 110 ist vorzugsweise integral-einstückig aus einem dielektrischen
Material, beispielsweise einem Kunststoff gespritzt.
[0038] Die jeweils miteinander elektrisch leitend verbundenen Steckkontakte 111, Leiter
und Anschlusskontakte 112 können jeweils ein durchgehender metallischer Stift sein.
[0039] Das erste Ausführungsbeispiel des Steckverbinders 100 umfasst mehrere Bauteile, nämlich
die Einfassung 110 und ein Gehäuseteil 120. Im in Fig. 1 gezeigten Zustand sind die
Bauteile 110 und 120 des Steckverbinders 100 in einem geöffneten oder demontierten
Zustand.
[0040] Das Gehäuseteil 120 weist eine Aufnahmeöffnung 122 zur Aufnahme der dielektrischen
Einfassung 110 auf. Zur Sicherstellung der Polung (d.h. zur Vermeidung einer Verpolung)
weist die Einfassung 110 Polungskodierungen 119A und 119B auf, welche bezüglich einer
Drehung der Einfassung um 180° um die Längsrichtung nicht symmetrisch sind. Die Aufnahmeöffnung
122 mündet in eine Innenfläche des Gehäuseteils 120, die Polungskodierungen 129A und
129B aufweist, die komplementär zu den Polungskodierungen 119A und 119B der Einfassung
110 geformt sind.
[0041] Seitlich am Freiraum 114 umfasst die Einfassung 110 Rastelemente 118, beispielsweise
Rastnocken. Bei der Aufnahme der Einfassung 110 in das Gehäuseteil 120 (beispielsweise
bei der Montage des Steckverbinders 110) werden die Rastelemente 118 in der ersten
Querrichtung (beispielsweise in der vertikalen Richtung in Fig. 1) zusammengedrückt
und gleiten entlang der Innenfläche des Gehäuseteils 120 bis die Rastelemente 118
in Rastausnehmungen 128 der Innenfläche des Gehäuseteils 120 eingreifen. Der Freiraum
114 ermöglicht durch Kontraktion des Quermaßes 115 des Freiraums 114 in der ersten
Querrichtung die Federelastizität der Rastelemente 118.
[0042] Ergänzend zum Freiraum 114 können mittels optionaler Schrägen 116 am Freiraum 114
mechanische und/oder elektromagnetische (insbesondere dielektrische) Eigenschaften
des Steckkontakts 100 konstruktiv angepasst sein. Beispielsweise kann eine Federkonstante
der zusammendrückbaren Rastelemente 118 und/oder der Wellenwiderstand des Steckkontakts
110 unabhängig voneinander bestimmbar sein.
[0043] Die Anpassung des Wellenwiderstands des Steckverbinders an den Wellenwiderstand eines
an der Anschlussseite 102 angeschlossenen Kabels oder einer an der Anschlussseite
102 angeschlossenen Leiterplatte kann einen Reflexionsfaktor minimieren. Bei der Ausbreitung
einer beliebig geformten elektromagnetischen Welle entlang des Kabels (bzw. durch
den Anschluss der Leiterplatte und/oder entlang Leiterbahnen der Leiterplatte) und
der Leiter des Steckverbinders 100 erfolgt eine Reflexion, falls sich der Wellenwiderstand
(der auch als Wellenimpedanz bezeichnet werden kann) an der Anschlussstelle 102 ändert.
Bei linearem Verhalten (beispielsweise bei einer linearen dielektrischen Funktion
der Einfassung 110) beschreibt ein dimensionsloser Reflexionsfaktor, wie die reflektierte
Spannungs- und Stromwelle aus der ankommenden Welle erzeugt wird. Selbst bei einer
verzerrungsfreien oder verlustlosen Signalübertragung kann aufgrund eines reellwertigen
Reflexionsfaktors die dem Quadrat des Reflexionsfaktors entsprechende Reflexionsdämpfung
auftreten. Der reellwertige Reflexionsfaktor ist Null, wenn die Wellenwiderstände
des Kabels und des Steckverbinders 100 übereinstimmen.
[0044] Optional weist das Gehäuseteil 120 eine mechanische Kabelbefestigung, beispielsweise
eine Zugentlastung des Kabels, und/oder eine Verkleidung 124 der freistehenden Steckkontakte
111 auf. Die Verkleidung 124 kann der mechanischen Verbindung des Steckverbinders
100 mit einem komplementären Steckverbinder dienen, welcher ein weiteres Ausführungsbeispiel
des Steckverbinders 100 sein kann. Beispielsweise können die komplementären Steckverbinder
100 mittels eines Bajonett-Verschlusses an der Verkleidung 124 mechanisch verbindbar
sein.
[0045] Alternativ oder ergänzend weist das Gehäuseteil 120 in der Verkleidung 124 ein Rastfenster
126 auf. In einem Ausführungsbeispiel ist der gesamte Steckverbinder 100 (d.h. der
Steckverbinder 100 mit der darin aufgenommenen dielektrischen Einfassung 110, beispielsweise
als Stecker) mit den Anschlusskontakten 112 in einer Leiterplatte verlötet. Auf der
Steckseite 101 wird ein komplementärer Steckverbinder (vorzugsweise ein an einem Kabelende
angeschlossener freier Steckverbinder, beispielsweise eine Kupplung) in die Verkleidung
124 des Steckverbinders 100 eingeführt. Eine Verrastung des komplementären Steckverbinders
greift in das Rastfenster 126.
[0046] Während der Steckverbinder 100 im ersten Ausführungsbeispiel als Stecker ausgeführt
ist, kann eine Variante jedes Ausführungsbeispiels auch als Buchse ausgeführt sein.
[0047] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Steckverbinders 100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
im geöffneten (d.h. demontierten) Zustand. Bezugszeichen, die mit jenen der Fig. 1
übereinstimmen, bezeichnen übereinstimmende oder austauschbare Merkmale.
[0048] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Steckverbinders 100 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel in einem montierten Zustand. Bezugszeichen, die mit jenen der
Fig. 1 oder 2 übereinstimmen, bezeichnen übereinstimmende oder austauschbare Merkmale.
[0049] Fig. 4A zeigt eine Schnittdarstellung des Steckverbinders 100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
im montierten Zustand. Die mindestens zwei Leiter sind allgemein mit Bezugszeichen
113 bezeichnet.
[0050] Der Freiraum 114 kann zylindrisch sein. Der Freiraum 114 kann sich parallel der Längsrichtung
der Leiter 113 erstrecken. Der Freiraum 114 kann sich entlang eines Teilabschnitts
der Leiter 113 erstrecken. Dadurch sind die freistehenden Steckkontakte 111 und die
Anschlusskontakte 112 von der mittels des Freiraums 114 realisierten Anpassung des
Wellenwiderstands unbeeinflusst, insbesondere hinsichtlich ihrer Form und/oder Umgebung.
[0051] Fig. 4B zeigt die der Schnittdarstellung der Fig. 4A entsprechende Seitenansicht
des Steckverbinders 100.
[0052] Fig. 5A zeigt eine Schnittdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der dielektrischen
Einfassung 110, die im ersten Ausführungsbeispiel des Steckverbinders 100 einsetzbar
ist. Die gezeigte Schnittebene ist parallel zur Längsrichtung (beispielsweise die
horizontale Richtung der Fig. 5A) und in der Ebene der Leiter 113. Mit anderen Worten,
die in Fig. 5A gezeigte Schnittebene umfasst die Längsrichtung und die erste Querrichtung.
Fig. 5B zeigt eine entsprechende Seitenansicht der dielektrischen Einfassung 110 mit
Blickrichtung entlang der zweiten Querrichtung.
[0053] Fig. 5C zeigt eine Schnittdarstellung des ersten Ausführungsbeispiels der dielektrischen
Einfassung 110 in einer ersten Querschnittsebene, welche die erste Querrichtung und
die zweite Querrichtung umfasst. Fig. 5D zeigt eine Schnittdarstellung in einer zweiten
Querschnittsebene, die parallel zur ersten Querschnittsebene ist und die näher an
der Anschlussseite 102 ist.
[0054] Die Fign. 6A bis 6I zeigen jeweils schematisch Querschnitte weiterer Ausführungsbeispiele
der dielektrischen Einfassung 110, die jeweils als Variante oder Weiterbildung des
ersten Ausführungsbeispiels realisierbar sind. Die erste Querrichtung ist vertikal
und die zweite Querrichtung ist horizontal in den Fign. 6A bis 6I.
[0055] Der Freiraum 114 kann quaderförmig sein, beispielsweise wie in den Fign. 6A bis 6F
gezeigt. Alternativ oder ergänzend kann der Freiraum 114 an der zugewandten Seite
der Leiter 113 enden, beispielsweise wie in den Fign. 6A, 6C, 6D und 6E gezeigt, vorzugsweise
mit unterschiedlichen Ausdehnungen des Freiraums 114 in der zweiten Querrichtung.
[0056] Alternativ oder ergänzend kann der Freiraum 114 zylindrisch sein, beispielsweise
wie in den Fign. 6G bis 6I gezeigt.
[0057] Die Fign. 7A bis 7P zeigen jeweils schematisch Querschnitte weiterer Ausführungsbeispiele
der dielektrischen Einfassung 110, die jeweils als Variante oder Weiterbildung des
ersten Ausführungsbeispiels und/oder in Kombination mit Merkmalen einer der Fign.
6A bis 6I realisierbar sind. Die erste Querrichtung ist vertikal und die Längsrichtung
ist horizontal in den Fign. 6A bis 6I.
[0058] Gleich schraffierte Flächen bezeichnen gleiche Merkmale innerhalb jeder Figur und/oder
entsprechende Merkmale im Vergleich verschiedener Figuren. Zur besseren Übersichtlichkeit
sind nur in den Fign. 7D, 7H, 7L und 7P Bezugszeichen eingezeichnet.
[0059] Der Freiraum 114 kann kugelförmig oder zylinderförmig sein, wie beispielsweise in
den Fign. 7M bis 7P gezeigt. Die Fig. 7J kann dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen.
[0060] Der mindestens eine Freiraum 114 kann ein zusammenhängender Raum sein. Alternativ
kann der mindestens eine Freiraum 114 mehrere Freiräume 114 oder Kompartimente umfassen,
wie beispielsweise in den Fign. 7C, 7D, 7G, 7H, 7K, 7L und 7P gezeigt.
[0061] Alternativ oder ergänzend kann der Freiraum 114 zur Anschlussseite 102 oder zur Steckseite
101 hin offen sein, wie beispielsweise in den Fign. 7A, 7D, 7E, 7H, 7I und 7L gezeigt.
[0062] Obwohl die Erfindung in Bezug auf exemplarische Ausführungsbeispiele beschrieben
worden ist, ist für Fachkundige ersichtlich, dass verschiedene Änderungen vorgenommen
werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können. Ferner können viele
Modifikationen vorgenommen werden, um eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes
Material an die Lehre der Erfindung anzupassen. Folglich ist die Erfindung nicht auf
die offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst alle Ausführungsbeispiele,
die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen.
Bezugszeichenliste
[0063]
| Steckverbinder |
100 |
| Steckseite |
101 |
| Anschlussseite |
102 |
| Dielektrische Einfassung, auch: Kontaktträger |
110 |
| Steckkontakte |
111 |
| Anschlusskontakte |
112 |
| Leiter |
113 |
| Freiraum |
114 |
| Quermaß des Freiraums |
115 |
| Schräge zum Freiraum |
116 |
| Rastelement, vorzugsweise Ausbauchung quer zur Längsrichtung |
118 |
| Polungskodierung der Einfassung |
119A, 119B |
| Gehäuseteil |
120 |
| Aufnahmeöffnung |
122 |
| Verkleidung der Steckkontakte |
124 |
| Rastfenster |
126 |
| Rastausnehmung |
128 |
| Polungskodierung des Gehäuseteils |
129A, 129B |
1. Steckverbinder (100) zur symmetrischen, vorzugsweise differentiellen, Signalübertragung,
umfassend:
- mindestens zwei Anschlusskontakte (112) an einer Anschlussseite (102) des Steckverbinders
(100);
- mindestens zwei Steckkontakte (111) an einer der Anschlussseite (102) gegenüberliegenden
Steckseite (101) des Steckverbinders (100);
- mindestens zwei Leiter (113), die jeweils einen Anschlusskontakt (112) mit einem
der Steckkontakte (111) elektrisch leitend verbinden; und
- eine dielektrische Einfassung (110) der mindestens zwei Leiter (113), wobei die
dielektrische Einfassung (110) zwischen den Leitern (113) zumindest einen Freiraum
(114) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die dielektrische Einfassung (110) in einer ersten Querrichtung quer zu einer Längsrichtung
der mindestens zwei Leiter (113) federelastisch ist unter Deformation des Freiraums
(114), vorzugsweise unter Verkleinerung des Quermaßes (115), und/oder unter Durchbiegung
der mindestens zwei Leiter (113).
2. Steckverbinder (100) nach Anspruch 1, wobei eine Ausnehmung oder Durchgangsöffnung
in der dielektrischen Einfassung (110) den Freiraum (114) umfasst.
3. Steckverbinder (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Freiraum (114) ein gasdichter
Hohlraum ist, vorzugsweise gefüllt mit Luft oder einem Edelgas oder evakuiert.
4. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die dielektrische Einfassung
integral einstückig ist und/oder ein Spritzgussteil ist.
5. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei sich die dielektrische
Einfassung (110) von der Anschlussseite (102) zur Steckseite (101) erstreckt.
6. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die dielektrische Einfassung
(110) jeden der mindestens zwei Leiter (113) umschließt, vorzugsweise jeweils an mindestens
einer Stelle zwischen der Anschlussseite (102) und der Steckseite (101) oder durchgehend
zwischen der Anschlussseite (102) und der Steckseite (101).
7. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die dielektrische Einfassung
jeden der mindestens zwei Leiter an jeweils der Steckseite und der Anschlussseite
umschließt.
8. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei ein Material der dielektrischen
Einfassung eine relative Permittivität von mindestens 1,5 oder 2 und/oder höchstens
8 aufweist.
9. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die dielektrische Einfassung
(110) zwischen den Leitern (113) in einem Querschnitt quer zu einer Längsrichtung
der Leiter (113) durch den Freiraum (114) eine effektive relative Permittivität kleiner
als 2 aufweist.
10. Steckverbinder (100) nach Anspruch 9, wobei die effektive relative Permittivität,

, bestimmt ist durch

worin d = Σ
j dj der Abstand zwischen den Leitern (113) im Querschnitt ist und

die relative Permittivität im zugehörigen Abschnitt der Breite
dj des Querschnitts ist, vorzugsweise wobei

oder

im Abschnitt des Quermaßes (115),
dj, des Freiraums (114) ist.
11. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, ferner ein Gehäuseteil (120)
umfassend, wobei das Gehäuseteil (120) aufweist:
- eine Innenfläche und mindestens eine Rastausnehmung (128) in der Innenfläche; und
- eine zur Innenfläche mündende Aufnahmeöffnung (122), die dazu ausgebildet ist, die
dielektrische Einfassung (110) in der Längsrichtung (113) aufzunehmen,
wobei die dielektrische Einfassung (110) ein Rastelement (118) aufweist, das dazu
angeordnet, bei der Aufnahme der dielektrische Einfassung (110) im Gehäuseteil (120)
unter Kontraktion in der ersten Querrichtung über die Innenfläche zu gleiten und im
aufgenommenen Zustand der Einfassung (110) im Gehäuseteil (120) unter Weitung in der
ersten Querrichtung in die Rastausnehmung (128) zu greifen, vorzugsweise zur reversiblen
Verriegelung des aufgenommenen Zustands.
12. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei sich der Freiraum (114)
entlang einer zweiten Querrichtung, die quer zur ersten Querrichtung und quer zur
Längsrichtung ist, zum Äußeren der dielektrischen Einfassung hin weitet, vorzugsweise
mit einer Weitung in der ersten Querrichtung und/oder entlang von sich in der Längsrichtung
erstreckenden Schrägen (116).
13. Steckverbinder (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, ferner umfassend:
ein an der Anschlussseite mit den mindestens zwei Anschlusskontakten elektrisch leitend
verbundenes Kabel oder Anschluss einer Leiterplatte, wobei ein Quermaß (115) des Freiraums
(114) in der dielektrischen Einfassung (110) quer zu einer Längsrichtung der mindestens
zwei Leiter (113) einen Wellenwiderstand des Steckverbinders (100) beeinflusst, der
an einen Wellenwiderstand des Kabels beziehungsweise des Anschlusses der Leiterplatte
angepasst ist.
14. Steckverbinder (100) nach Anspruch 13 in Verbindung mit Anspruch 9 oder 10, wobei
der Wellenwiderstand des Steckverbinders (100) umgekehrt proportional zur Quadratwurzel
der effektiven relativen Permittivität,

, ist.
1. Plug-in connectors (100) for symmetrical, preferably differential, signal transmission,
comprising:
- at least two connection contacts (112) on a connection side (102) of the plug-in
connector (100);
- at least two plug-in contacts (111) on a plug-in side (101) of the plug-in connector
(100), the plug-in side being situated opposite the connection side (102);
- at least two conductors (113), each of which electrically conductively connects
a connection contact (112) to one of the plug-in contacts (111); and
- a dielectric enclosure (110) of the at least two conductors (113), wherein the dielectric
enclosure (110) has at least one clearance (114) between the conductors (113),
characterized in that the dielectric enclosure (110) is spring-elastic in a first transverse direction
transversely to a longitudinal direction of the at least two conductors (113) with
deformation of the clearance (114), preferably with a reduction in the transverse
dimension (115), and/or with deflection of the at least two conductors (113).
2. Plug-in connector (100) according to Claim 1, wherein a recess or passage opening
in the dielectric enclosure (110) surrounds the clearance (114).
3. Plug-in connector (100) according to Claim 1 or 2, wherein the clearance (114) is
a gas-tight cavity, preferably filled with air or an inert gas or evacuated.
4. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 3, wherein the dielectric
enclosure is integrally in one piece and/or is an injection-moulded part.
5. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 4, wherein the dielectric
enclosure (110) extends from the connection side (102) to the plug-in side (101).
6. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 5, wherein the dielectric
enclosure (110) encloses each of the at least two conductors (113), preferably each
at at least one point between the connection side (102) and the plug-in side (101)
or continuously between the connection side (102) and the plug-in side (101).
7. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 6, wherein the dielectric
enclosure encloses each of the at least two conductors on the plug-in side and the
connection side respectively.
8. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 7, wherein a material of the
dielectric enclosure has a relative permittivity of at least 1.5 or 2 and/or at most
8.
9. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 8, wherein the dielectric
enclosure (110) between the conductors (113) has an effective relative permittivity
of less than 2 in a cross section transverse to a longitudinal direction of the conductors
(113) through the clearance (114).
10. Plug-in connector (100) according to Claim 9, wherein the effective relative permittivity,

, is determined by

where d = Σ
jd
j is the distance between the conductors (113) in cross section and

is the relative permittivity in the associated portion of the width d
j of the cross section, preferably where

or

is the relative permittivity in the portion of the transverse dimension (115), d
j, of the clearance (114).
11. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 10, further comprising a housing
part (120), wherein the housing part (120) has:
- an inner surface and at least one detent recess (128) in the inner surface; and
- a receiving opening (122) which opens into the inner surface and is designed to
receive the dielectric enclosure (110) in the longitudinal direction (113),
wherein the dielectric enclosure (110) has a detent element (118) which is arranged
to slide over the inner surface with contraction in the first transverse direction
when the dielectric enclosure (110) is received in the housing part (120) and to engage
into the detent recess (128) with widening in the first transverse direction in the
state in which the enclosure (110) is received in the housing part (120), preferably
for reversibly locking of received state.
12. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 11, wherein the clearance
(114) widens along a second transverse direction, which is transverse to the first
transverse direction and transverse to the longitudinal direction, to the outside
of the dielectric enclosure, preferably with widening in the first transverse direction
and/or along slopes (116) extending in the longitudinal direction.
13. Plug-in connector (100) according to any of Claims 1 to 12, further comprising:
a cable or connection of a printed circuit board, which cable or connection is electrically
conductively connected to the at least two connection contacts on the connection side,
wherein a transverse dimension (115) of the clearance (114) in the dielectric enclosure
(110) transverse to a longitudinal direction of the at least two conductors (113)
influences a wave impedance of the plug-in connector (100), which wave impedance is
adapted to a wave impedance of the cable or the connection of the printed circuit
board.
14. Plug-in connector (100) according to Claim 13 in conjunction with Claim 9 or 10, wherein
the wave impedance of the plug-in connector (100) is inversely proportional to the
square root of the effective relative permittivity,

.
1. Connecteur enfichable (100) pour la transmission de signal symétrique, de préférence
différentielle, comprenant :
- au moins deux contacts de raccordement (112) sur un côté de raccordement (102) du
connecteur enfichable (100) ;
- au moins deux contacts enfichables (111) sur un côté d'enfichage (101) du connecteur
enfichable (100) faisant face au côté de raccordement (102) ;
- au moins deux conducteurs (113), qui connectent de manière électriquement conductrice
respectivement un contact de raccordement (112) à un des contacts enfichables (111)
; et
- une enceinte (110) diélectrique des au moins deux conducteurs (113), l'enceinte
(110) diélectrique comportant entre les conducteurs (113) au moins un espace libre
(114),
caractérisé en ce que l'enceinte (110) diélectrique est élastique dans une première direction transversale
transversalement à une direction longitudinale des au moins deux conducteurs (113)
tout en déformant l'espace libre (114), de préférence en réduisant la dimension transversale
(115) et/ou en fléchissant les au moins deux conducteurs (113).
2. Connecteur enfichable (100) selon la revendication 1, un évidement ou une ouverture
de passage dans l'enceinte (110) diélectrique comprenant l'espace libre (114).
3. Connecteur enfichable (100) selon la revendication 1 ou 2, l'espace libre (114) étant
une cavité étanche aux gaz, de préférence remplie d'air ou d'un gaz noble ou mise
sous vide.
4. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 3, l'enceinte diélectrique
étant d'un seul tenant et/ou étant une pièce moulée par injection.
5. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 4, l'enceinte diélectrique
(110) s'étendant depuis le côté de raccordement (102) au côté d'enfichage (101).
6. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 5, l'enceinte (110)
diélectrique renfermant chacun des au moins deux conducteurs (113), de préférence
respectivement sur au moins un emplacement entre le côté de raccordement (102) et
le côté d'enfichage (101) ou en continu entre le côté de raccordement (102) et le
côté d'enfichage (101).
7. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 6, l'enceinte diélectrique
renfermant chacun des au moins deux conducteurs sur respectivement le côté d'enfichage
et le côté de raccordement.
8. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 7, un matériau de l'enceinte
diélectrique présentant une permittivité relative d'au moins 1,5 ou 2 et/ou de 8 au
maximum.
9. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 8, l'enceinte (110)
diélectrique entre les conducteurs (113) présentant, dans une section transversale
transversalement à une direction longitudinale des conducteurs (113) à travers l'espace
libre (114), une permittivité relative effective inférieure à 2.
10. Connecteur enfichable (100) selon la revendication 9, la permittivité relative effective,

, étant déterminée par

dans laquelle d = Σ
jd
j désigne la distance entre les conducteurs (113) dans la section transversale et

désigne la permittivité relative dans la section associée de la largeur d
j de la section transversale, de préférence

ou

dans la section de la dimension transversale (115), d
j, de l'espace libre (114).
11. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 10, comprenant en outre
une partie de boîtier (120), la partie de boîtier (120) comportant :
- une face intérieure et au moins un évidement d'enclenchement (128) dans la face
intérieure ; et
- une ouverture de réception (122) débouchant vers la face intérieure, qui est formée
pour recevoir l'enceinte (110) diélectrique dans la direction longitudinale (113),
l'enceinte (110) diélectrique comportant un élément d'enclenchement (118) qui est
disposé pour glisser sur la face intérieure lors de la réception de l'enceinte (110)
diélectrique dans la partie de boîtier (120) en se contractant dans la première direction
transversale et pour s'engager dans l'évidement d'enclenchement (128) en s'élargissant
dans la première direction transversale lorsque l'enceinte (110) est reçue dans la
partie de boîtier (120), de préférence pour le verrouillage réversible de l'état reçu.
12. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 11, l'espace libre
(114) s'élargissant vers l'extérieur de l'enceinte diélectrique le long d'une deuxième
direction transversale, qui est transversale à la première direction transversale
et transversale à la direction longitudinale, de préférence avec un élargissement
dans la première direction transversale et/ou le long de biseaux (116) s'étendant
dans la direction longitudinale.
13. Connecteur enfichable (100) selon l'une des revendications 1 à 12, comprenant en outre
:
un câble ou un raccord d'une carte de circuits imprimés connecté de manière électriquement
conductrice aux au moins deux contacts de raccordement sur le côté de raccordement,
une dimension transversale (115) de l'espace libre (114) dans l'enceinte (110) diélectrique
exerçant une incidence sur une impédance caractéristique du connecteur enfichable
(100) transversalement à une direction longitudinale des au moins deux conducteurs
(113), laquelle est adaptée à une impédance caractéristique du câble ou du raccord
de la carte de circuits imprimés.
14. Connecteur enfichable (100) selon la revendication 13 en lien avec la revendication
9 ou 10, l'impédance caractéristique du connecteur enfichable (100) étant inversement
proportionnelle à la racine carrée de la permittivité relative effective

.