[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Formen von Borstenbündeln,
eine Bürstenherstellungsmaschine mit einer derartigen Vorrichtung sowie die Verwendung
einer solchen Vorrichtung bei der Herstellung von Bürsten.
[0002] Bürsten, z.B. Zahnbürsten, werden in großer Vielfalt für die unterschiedlichsten
Anwendungsfälle angeboten. Dabei heben sich die angebotenen Bürsten maßgeblich durch
ihr Design voneinander ab. Dabei kann das Design auch technische Aspekte der Bürsten
betreffen, die die Eigenschaften der Bürsten positiv beeinflussen können. So ist es
folgerichtig nicht zuletzt das Design der Bürsten, das aus Sicht der Konsumenten ein
wesentliches Kaufkriterium darstellt.
[0003] Dementsprechend bemühen sich Bürstenhersteller zunehmend, die von ihnen angebotenen
Bürsten durch aufwendige Gestaltung zu individualisieren, um die Bürsten dadurch für
die Konsumenten attraktiver zu machen. Hierbei ist es zum Beispiel üblich geworden,
Bürsten mit einem Borstenbesatz aus unterschiedlich farbigen Borstenfilamenten zu
versehen oder auch die Bürstengriffe und Bürstenköpfe der Bürsten hinsichtlich ihrer
Form und Farbe unterschiedlich zu gestalten. Zur Individualisierung der Bürsten werden
außerdem unterschiedliche Materialien miteinander kombiniert.
[0004] Obwohl es also diverse Möglichkeiten gibt, Bürsten zu gestalten, besteht weiterer
Bedarf an Möglichkeiten zur Individualisierung von Bürsten.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die bisher vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten
zur Individualisierung von Bürsten zu erweitern.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung zum Formen von Borstenbündeln vorgeschlagen,
die die Mittel und Merkmale des unabhängigen, auf eine derartige Vorrichtung gerichteten
Anspruchs aufweist.
[0007] Zur Lösung der Aufgabe wird somit insbesondere eine Vorrichtung um Formen von Borstenbündeln
eines Borstenbesatzes einer Bürste, der zumindest zwei Borstenbündel umfasst, vorgeschlagen,
wobei die Vorrichtung wenigstens eine Bündeltasche mit zumindest zwei darin ausgebildeten
Bündelaufnahmen und eine Heizvorrichtung aufweist, mit der in die Bündelaufnahmen
eingebrachte Borstenbündel erwärmbar sind. Die Bündelaufnahmen sind bündelformend
und dazu eingerichtet, in die Bündelaufnahmen eingebrachte Borstenbündel im Vergleich
zu ihrer vor dem Einführen in die Bündelaufnahmen vorliegenden Gestalt unter Einwirkung
von der Heizvorrichtung abgegebener Wärme umzuformen, um die durch die Bündelaufnahmen
vorgegebene Formgebung der in die Bündelaufnahmen eingebrachten Borstenbündel zu fixieren.
Die Bündeltasche weist erfindungsgemäß zumindest zwei Bündelaufnahmen auf, die in
einen gemeinsamen Bündelaufnahmeabschnitt münden. Zusätzlich oder alternativ dazu
kann die Bündeltasche zumindest eine Bündelaufnahme aufweisen, die zur Aufnahme von
wenigstens zwei Borstenbündeln eingerichtet ist und einen gemeinsamen Bündelaufnahmeabschnitt
für zumindest zwei Borstenbündel umfasst. Auf diese Weise ist es möglich, eine Bürste
mit einem Borstenbesatz zu schaffen, der zumindest zwei Borstenbündel aufweist, die
in einem gemeinsamen Bündelabschnitt vereinigt sind.
[0008] Die Heizvorrichtung kann zum Erwärmen der zumindest einen Bündeltasche eingerichtet
sein. Bei einer Ausführungsform ist die Bündeltasche mit einer Einführöffnung für
ein Borstenbündel und mit wenigstens einem seitlichen Ausbruch versehen. Durch die
Einführöffnung der Bündeltasche kann zumindest ein Borstenbündel in die Bündeltasche
eingeführt werden. Durch den seitlichen Ausbruch der Bündeltasche kann ein Verdrängermittel
der Vorrichtung zur Profilierung eines in die Bündeltasche eingeführten Borstenbündels
in die Bündeltasche eingebracht werden.
[0009] Die Vorrichtung ist mittels der Bündeltasche dazu eingerichtet, ein in die Bündeltasche
eingeführtes Borstenbündel ausgehend von einer unverformten Ausgangsform in eine gewünschte
Ziel-Form unter Einwirkung von Wärme, die von der Heizvorrichtung auf die Bündeltasche
und damit auch auf das darin befindliche Borstenbündel abgegeben wird, umzuformen.
[0010] Auf diese Weise wird eine Vorrichtung zum Formen von Borstenbündeln geschaffen, die
eine Individualisierung von Borstenbündeln gestattet und damit letztendlich die Gestaltungsmöglichkeiten
zur Individualisierung von Bürsten, die mit den geformten Borstenbündeln ausgestattet
werden, erweitert. Darüber hinaus bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung auch die
Möglichkeit, die Wirksamkeit von Borstenbündeln durch Aufprägung einer technisch wirksamen
Form zu verbessern. Je nach Anwendungsfall ist es denkbar, die Borstenbündel in unterschiedlichste
Formen zu bringen. So ist es denkbar, beispielsweise besonders spitz zulaufende Borstenbündel,
Borstenbündel deren Borstenfilamente einer Schraubenlinie folgen oder auch Borstenbündel,
die an ihrem einen Ende eine erste Querschnittsform und an ihrem zweiten Ende eine
zweite Querschnittsform aufweisen, während sich der Querschnitt des Borstenbündels
im Verlauf vom ersten Ende hin zum zweiten Ende fließend verändert, herzustellen.
[0011] Dem in die Bündeltasche der Vorrichtung eingeführten Borstenbündel wird die von der
Bündeltasche vorgegebene Form aufgeprägt. So kann das noch unverformte Borstenbündel,
bevor es in die Bündeltasche eingeführt wird, beispielsweise eine zylindrische oder
leicht konische Ausgangsform aufweisen. Hat nun die Bündeltasche, insbesondere eine
Aufnahme der Bündeltasche, in die das Borstenbündel eingeführt wird, eine von dieser
Ausgangsform abweichende Form, passt das Borstenbündel seine Form oder Gestalt beim
Einführen in die Bündeltasche zwangsweise an die von der Bündeltasche vorgegebene
Form an.
[0012] Durch die über die Bündeltasche auf das darin befindliche zumindest eine Borstenbündel
abgegebene Wärme der Heizvorrichtung kann die von der Bündeltasche vorgegebene Form,
die das in der Bündeltasche befindliche Borstenbündel angenommen hat, fixiert werden.
Die von der Heizvorrichtung abgegebene Wärme bewirkt eine Art Spannungsarmglühen des
in der Bündeltasche verformt gehaltenen Borstenbündels. So können die von und/oder
in der Bündeltasche verformt gehaltenen Borstenfilamente des Borstenbündels unter
Einwirkung der Wärme ihre Struktur entsprechend ändern, wodurch letztendlich die geänderte
Formgebung des Borstenbündels fixiert werden kann.
[0013] Über den seitlichen Ausbruch der Bündeltasche kann das Verdrängermittel in die Bündeltasche
und dabei zwischen Borstenfilamente des zumindest einen in der Bündeltasche befindlichen
Borstenbündels eingeführt werden. Durch das Verdrängermittel werden Borstenfilamente
des Borstenbündels seitlich verdrängt. Mithilfe des Verdrängermittels kann das in
der Bündeltasche befindliche Borstenbündel mit einer innerhalb des Borstenbündels
ausgebildeten Ausnehmung versehen werden. Die von der Heizvorrichtung abgegebene Wärme
bewirkt hierbei, dass die von dem Verdrängermittel innerhalb des Borstenbündels erzeugte
Ausnehmung nach Entfernen des Borstenbündels aus der Bündeltasche erhalten bleibt.
Hierbei kann es vorteilhaft sein, das Verdrängermittel in seiner Verdrängerstellung
innerhalb der Bündeltasche zu belassen, während die Bündeltasche und das darin befindliche
Borstenbündel mittels der Heizvorrichtung erwärmt werden. Das Verdrängermittel kann
quer oder rechtwinklig zu einer Einführrichtung eines Borstenbündels in die Bündeltasche
einführbar sein und/oder eingeführt werden.
[0014] Mithilfe der Vorrichtung zum Formen von Borstenbündeln lassen sich so besonders aufwändig
gestaltete Borstenbündel erzeugen, die einen hohen Individualisierungsgrad damit ausgestatteter
Bürsten ermöglichen.
[0015] Die Bündeltasche kann zwei sich gegenüberliegende, seitliche Ausbrüche aufweisen.
Die beiden Ausbrüche können so an der Bündeltasche angeordnet sein, dass ein Aufnahmeraum
der Bündeltasche, in den das zumindest eine Borstenbündel eingeführt werden kann,
zwischen den beiden Ausbrüchen liegt. Das Verdrängermittel der Vorrichtung kann durch
den einen Ausbruch durch den Aufnahmeraum der Bündeltasche hindurch gesteckt werden
und durch den anderen Ausbruch der Bündeltasche aus dieser austreten. Somit wird sichergestellt,
dass das Verdrängermittel die Bündeltasche, insbesondere ihren Aufnahmeraum, vollständig
durchragt und dadurch die gewünschte Ausnehmung innerhalb des Borstenbündels durch
Verdrängung der Borstenfilamente eines in der Bündeltasche befindlichen Borstenbündels
erzeugt.
[0016] Der zumindest eine Ausbruch der Bündeltasche kann so groß sein, dass er eine Ausnehmung
in dem Borstenbündel erzeugt, die einerseits durch einen ersten geschlossenen Bündelabschnitt,
der zwischen der Ausnehmung und einem freien Ende des Borstenbündels liegt, und andererseits
durch einen zweiten geschlossenen Bündelabschnitt, der zwischen der Ausnehmung und
einem borstenträgerseitigen Ende des Borstenbündels liegt, begrenzt wird.
[0017] Der geschlossene Bündelabschnitt, der benachbart zum freien Ende des Borstenbündels
angeordnet ist, kann, ebenso wie der geschlossene Bündelabschnitt, der benachbart
zum borstenträgerseitigen Ende des Borstenbündels angeordnet ist, beispielsweise eine
Länge aufweisen, die 5 % einer Gesamtlänge des Borstenbündels, gemessen in Längserstreckungsrichtung
der Borstenfilamente des Borstenbündels, beträgt.
[0018] Übertragen auf die Bündeltasche kann dies bedeuten, dass ein erster geschlossener
oder ausbruchsfreier Abschnitt der Bündeltasche, der zwischen dem Ausbruch und der
Einführöffnung der Bündeltasche angeordnet ist, und ein zweiter geschlossener oder
ausbruchsfreier Abschnitt der Bündeltasche, der zwischen dem Ausbruch und einem der
Einführöffnung der Bündeltasche gegenüberliegend angeordneten Ende der Bündeltasche
angeordnet ist, eine Länge von jeweils zumindest 5 % einer Gesamtlänge der Bündeltasche
betragen.
[0019] Der zumindest eine Ausbruch der Bündeltasche kann bei einer Ausführungsform der Vorrichtung
eine zwischen der Einführöffnung der Bündeltasche und einem der Einführöffnung der
Bündeltasche gegenüberliegend angeordneten Ende der Bündeltasche gemessene Länge aufweisen,
die zwischen 10% und 90% oder 95%, insbesondere zwischen 50 % und 90 % der in derselben
Richtung gemessenen Gesamtlänge der Bündeltasche beträgt.
[0020] Um den zumindest einen Ausbruch der Bündeltasche verschließen zu können, während
ein Borstenbündel in die Bündeltasche eingeführt wird, kann es vorteilhaft sein, wenn
die Vorrichtung zumindest ein Verschlussmittel aufweist. Das Verschlussmittel der
Vorrichtung kann dazu eingerichtet sein, den wenigstens einen seitlichen Ausbruch
der wenigstens einen Bündeltasche zumindest zeitweise zu verschließen. Mit dem Verschlussmittel
kann effektiv verhindert werden, dass Borstenfilamente eines in die Bündeltasche eingeführten
Borstenbündels aus Versehen aus dem Ausbruch der Bündeltasche herausgeschoben werden
oder geraten.
[0021] Wie zuvor bereits ausgeführt wurde, wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Formen
von Borstenbündeln eines Borstenbesatzes einer Bürste gelöst, die die Mittel und Merkmale
des auf eine derartige Vorrichtung gerichteten unabhängigen Schutzanspruchs aufweist.
Insbesondere wird zur Lösung der Aufgabe somit eine Vorrichtung zum Formen von Borstenbündeln
eines Borstenbesatzes einer Bürste, der zumindest zwei Borstenbündel umfasst, vorgeschlagen,
die wenigstens eine Bündeltasche mit zumindest zwei darin ausgebildeten Bündelaufnahmen
und eine Heizvorrichtung aufweist. Mit der Heizvorrichtung können in die Bündelaufnahmen
eingebrachte Borstenbündel erwärmt werden. Die Bündelaufnahmen sind bündelformend
und dazu eingerichtet, in die Bündelaufnahmen eingebrachte Borstenbündel im Vergleich
zu ihrer vor dem Einführen in die Bündelaufnahmen vorliegenden Gestalt unter Einwirkung
von der Heizvorrichtung abgegebener Wärme umzuformen, um die durch die Bündelaufnahmen
vorgegebene Formgebung der in die Bündelaufnahmen eingebrachten Borstenbündel zu fixieren.
[0022] Dabei können die Bündellöcher in zumindest einer Gruppe zusammengefasst sein, wobei
eine Gruppe eine Anzahl von Bündelaufnahmen umfasst, die eine Anzahl von Borstenbündeln
eines Borstenbesatzes, dessen Borstenbündel mit der Vorrichtung umgeformt werden sollen,
entspricht. Auf diese Weise können sämtliche Borstenbündel des Borstenbesatzes einer
Bürste in einem Arbeitsschritt mit der Vorrichtung zur Individualisierung der Bürste
umgeformt werden.
[0023] Zweckmäßigerweise sind die Bündelaufnahmen dazu innerhalb einer Gruppe so angeordnet,
wie die Borstenbündel in dem Borstenbesatz der zu bearbeitenden Bürste.
[0024] Zumindest eine Bündelaufnahme der Bündeltasche der Vorrichtung kann wenigstens zwei
in Bezug auf eine Längsachse der Bündelaufnahmen axial zueinander beabstandete Querschnitte
aufweisen, die sich hinsichtlich Form und/oder Größe voneinander unterscheiden. Auf
diese Weise wird eine Vorrichtung geschaffen, die eine vielfältige Individualisierung
von Bürsten erlaubt.
[0025] Bei einer Ausführungsform der zuvor beschriebenen Vorrichtung weist eine Bündelaufnahme
der Bündeltasche einen Einführkanal auf, der in zumindest zwei dem Einführkanal nachgelagerte
Kanäle der Bündelaufnahmen mündet. Mit einer solchen Vorrichtung können Borstenbündel
geformt werden, die sich in ihrem Verlauf aufspreizen. Die nachgelagerten Kanäle der
Bündelaufnahmen können Längsachsen aufweisen, die zueinander in einem definierten
Winkel, insbesondere in einem spitzen Winkel ausgerichtet sind. So kann beispielsweise
ein Borstenbündel geformt werden, das eine Y-förmige Gestalt aufweist.
[0026] Bei einer Ausführungsform der zuvor beschriebenen Vorrichtung weist zumindest eine
Bündelaufnahme der Bündeltasche einen Bündelaufnahmeabschnitt auf, der durch Mantelflächen
zweier Kegel oder Kegelstümpfe definiert ist. Dabei können Längsmittelachsen der Kegel
oder Kegelstümpfe deckungsgleich sein. Die Kegel oder Kegelstümpfe können unterschiedliche
Radien aufweisen. Mit einer solchen Vorrichtung kann ein Borstenbündel mit einem kelchförmigen
Bündelabschnitt erzeugt werden.
[0027] Bei einer Ausführungsform der zuvor beschriebenen Vorrichtung kann sich zumindest
eine Bündelaufnahme der Bündeltasche, insbesondere ausgehend von einem Querschnitt
der Bündelaufnahmen, vorzugsweise kelchförmig und/oder konisch, auffächern oder aufspreizen.
[0028] Zur Erzeugung von Borstenbündeln, die in einem Bündelabschnitt miteinander vereint
sind, weist die Bündeltasche der Vorrichtung erfindungsgemäß zumindest zwei Bündelaufnahmen
auf, die in einen gemeinsamen Bündelaufnahmeabschnitt münden.
[0029] Zur Erzeugung von Borstenbündeln, die in einem Bündelabschnitt miteinander vereint
sind, kann die Bündeltasche erfindungsgemäß zusätzlich oder alternativ auch zumindest
eine Bündelaufnahme aufweisen, die zur Aufnahme von wenigstens zwei Borstenbündeln
eingerichtet ist und die einen gemeinsamen Bündelaufnahmeabschnitt für zumindest zwei
Borstenbündel umfasst.
[0030] Um ein möglichst schnelles Umformen von Borstenbündeln zu begünstigen, kann die zumindest
eine Bündeltasche wenigstens ein Wärmetauschelement aufweisen, das einen Wärmeaustausch
begünstigt. Mithilfe des zumindest einen Wärmetauschelements der Bündeltasche kann
die Bündeltasche schneller von der Heizvorrichtung auf die für die Umformung der Borstenbündel
erforderliche Temperatur gebracht werden. Das zumindest eine Wärmetauschelement der
Bündeltasche kann nach erfolgreichem Umformen eines Borstenbündels ein Abkühlen der
Bündeltasche und eines darin befindlichen Borstenbündels beschleunigen.
[0031] Als Wärmetauschelement kann beispielsweise eine Kühl- und/oder Heizrippe und/oder
eine Kühl- und/oder Heizlamelle dienen.
[0032] Alternativ oder ergänzend zu dem zumindest einen Wärmetauschelement kann die Bündeltasche
eine Oberflächenstruktur haben, die einen Wärmeaustausch begünstigt. So ist es z.B.
möglich, die Bündeltasche an ihrer Außenseite mit einer Oberflächenrauheit Ra von
1,6 µm bis 50 µm zu versehen. Durch die Oberflächenrauheit kann eine äußere Oberfläche
der Bündeltasche vergrößert werden, was eine Wärmeaufnahme beim Erhitzen der Bündeltasche
ebenso wie eine Wärmeabgabe beim Abkühlen der Bündeltasche beschleunigt.
[0033] Für eine vorzugsweise vollautomatisierte Handhabung von Borstenbündeln und/oder Bündeltaschen
bei der Verwendung der Vorrichtung kann diese zumindest einen Bündelgreifer und/oder
zumindest einen Bündeltaschengreifer aufweisen. Sowohl der zumindest eine Bündelgreifer
als auch der zumindest eine Bündeltaschengreifer können bei einer Ausführungsform
der Vorrichtung zwischen einer Ausgangsposition und einer Bearbeitungsposition beweglich
sein.
[0034] Um ein Einführen von Borstenbündeln in die zumindest eine Bündeltasche der Vorrichtung
zu erleichtern, kann dem zumindest einen Bündeltaschengreifer und/oder dem zumindest
einen Bündelgreifer, vorzugsweise jeweils, ein Vibrator zugeordnet sein. Mithilfe
des wenigstens einen Vibrators können die Bündeltasche und/oder ein mit dem Bündelgreifer
gehaltenes Borstenbündel in Vibration versetzt werden. Durch die Vibrationen können
die Borstenfilamente des zumindest einen Borstenbündels leichter in die Bündeltasche
hineingleiten.
[0035] Die Vorrichtung kann eine Führung für einen, beispielsweise für den bereits zuvor
erwähnten, Bündelgreifer, eine Führung für das zumindest eine Verdrängermittel und/oder
eine Führung für das zumindest eine bereits zuvor erwähnte Verschlussmittel der Vorrichtung
aufweisen.
[0036] Um die Bündeltasche zur Umformung von Borstenbündeln gleichmäßig und/oder zügig erwärmen
zu können, kann die zumindest eine Bündeltasche eine Wandung mit konstanter und vorzugsweise
möglichst dünner Wandstärke aufweisen. Dabei kann eine innere Kontur der Bündeltasche
einer äußeren Kontur der Bündeltasche angeglichen sein. Dabei kann eine äußere Kontur
der Bündeltasche übereinstimmend mit einer inneren Kontur der Bündeltasche sein.
[0037] Das Einführen von Borstenbündeln in die Bündeltasche wird erleichtert, wenn die Einführöffnung
der zumindest einen Bündeltasche mit einem Einführtrichter versehen ist. Die Bündeltasche
kann ferner eine, vorzugsweise stofflich homogene, monolithische Einheit bilden oder
sein. Eine besonders hohe Gestaltungsfreiheit bezüglich der Formgebung der Bündeltasche
lässt sich erzielen, wenn die Bündeltasche 3-D-gedruckt ist. Auf diese Weise können
die Bündeltaschen besonders komplexe Innenstrukturen aufweisen. So sind Bündeltaschen
denkbar, die z.B. eine schraubenlinienförmige Innenstruktur zur Aufnahme eines Borstenbündels
aufweisen und die aufgrund ihrer Formgebung einem darin zur Umformung angeordneten
Borstenbündel eine schraubenlinienförmige Ziel-Form aufprägen.
[0038] Je nach Anwendungsfall kann es vorteilhaft sein, mithilfe der Bündeltasche umgeformte
Borstenbündel nachträglich noch zu bearbeiten. Zu diesem Zweck kann die zumindest
eine Bündeltasche der Vorrichtung eine Austrittsöffnung aufweisen, die vorzugsweise
in oder an einer der Einführöffnung der Bündeltasche gegenüberliegenden Seite der
Bündeltasche angeordnet ist. Aus dieser Austrittsöffnung können freie Filamentenden
eines in der Bündeltasche angeordneten Borstenbündels aus der Bündeltasche herausragen
und für eine Nachbearbeitung, beispielsweise für eine Fräsbearbeitung und/oder eine
Schleifbearbeitung, zugänglich sein.
[0039] Vorteilhaft kann es ferner sein, wenn die Vorrichtung zumindest ein Bearbeitungsmittel
zum Bearbeiten eines Borstenbündels aufweist, insbesondere einen Fräser und/oder einen
Schleifer.
[0040] Um ein Abkühlen der Bündeltasche und eines darin befindlichen Borstenbündels zu beschleunigen,
kann die Vorrichtung ferner eine Kühlvorrichtung aufweisen.
[0041] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung erstreckt sich die Heizvorrichtung über
einen Bereich, der ein Kreisringsegment mit einem Winkelbereich zwischen 180° und
270° abdeckt. Eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, Kühlvorrichtung der
Vorrichtung kann sich über einen Bereich erstrecken, der ein Kreisringsegment mit
einem Winkelbereich zwischen 180° und 90° abdeckt.
[0042] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung weist die Heizvorrichtung eine Heizplatte
auf, vorzugsweise die sich über einen Bereich erstreckt, der ein Kreisringsegment
mit einem Winkelbereich beispielsweise zwischen 180° und 270° abdeckt. Eine, beispielsweise
die bereits zuvor erwähnte, Kühlvorrichtung der Vorrichtung kann eine Kühlplatte aufweisen,
vorzugsweise die sich über einen Bereich erstreckt, der ein Kreisringsegment mit einem
Winkelbereich beispielsweise zwischen 180° und 90° abdeckt.
[0043] Diese Art von Heizvorrichtung und Kühlvorrichtung eignet sich in besonderem Maße
zum Einsatz bei einer Bürstenherstellungsmaschine, wie sie nachfolgend näher beschrieben
wird und die einen Rundschalttisch aufweist, mittels dessen Bündeltaschen und darin
befindliche Borstenbündel zwischen unterschiedlichen Stationen der Bürstenherstellungsmaschine
transportiert werden können.
[0044] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung ist vorgesehen, dass diese eine Bündelspreizvorrichtung
aufweist. Die Bündelspreizvorrichtung ist dazu eingerichtet, insbesondere benachbarte
Borstenbündel vor dem Einführen in die Bündeltasche, insbesondere in die Bündelaufnahmen,
zu spreizen. Dies kann das Einführen der Borstenbündel in die Bündeltasche vereinfachen.
Durch das Spreizen der Borstenbündel kann ein Abstand zwischen zwei benachbarten Bündeln
vergrößert werden.
[0045] Die Vorrichtung kann ferner eine Befeuchtungsvorrichtung zum Befeuchten und/oder
Bedampfen der Borstenbündel aufweisen. Durch das Befeuchten und/oder Bedampfen der
Borstenbündel können Borstenfilamente, aus denen die Borstenbündel bestehen, zusammengehalten
werden. So können die Borstenbündel zumindest zeitweise eine kompaktere Gestalt annehmen.
Dies begünstigt ein Einführen der Borstenbündel in die Bündeltasche, insbesondere
in die Bündelaufnahmen der Bündeltasche.
[0046] Die Vorrichtung kann eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, Steuereinheit
aufweisen, die dazu eingerichtet ist, die Heizvorrichtung so anzusteuern, dass die
Borstenbündel in der Bündeltasche gemäß definierter Wärmeverlaufskurven erwärmt werden.
Die Heizvorrichtung und/oder die Bündeltasche, hier insbesondere die Bündelaufnahmen,
können dazu eingerichtet sein, die Borstenbündel durch Wärmeleitung mittels mechanischen
Kontaktes, durch Induktion und/oder Konvektion, bevorzugt mittels eines temperierten
Fluids, und/oder mittels Wärmestrahlung zu erwärmen.
[0047] Eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, Kühlvorrichtung der Vorrichtung
kann dazu eingerichtet sein, die Borstenbündel mittels eines temperierten Fluids,
insbesondere mittels Druckluft und/oder mittels Stickstoffs zu kühlen. Die Kühlvorrichtung
kann hierzu beispielsweise eine Kaltluftpistole, ein Vortexrohr und/oder ein Wirbelrohr
umfassen.
[0048] Die Bündeltasche kann durch Erodieren und/oder durch 3D-Drucken und/oder durch Fräsen
und/oder aus dünnen, nachträglich miteinander verbundenen Schichten und/oder Platten
hergestellt sein.
[0049] Die Bündelaufnahmen der Bündeltasche können eine Oberflächenrauheit von höchstens
6,3 µm aufweisen. Dies kann ein Einführen der Borstenbündel in die Bündelaufnahmen
begünstigen. Die Bündelaufnahmen können ferner in Einschubrichtung der Borstenbündel
geschliffen, insbesondere strömungsgeschliffen, und/oder poliert sein. Auch dies kann
einen Widerstand beim Einführen der Borstenbündel reduzieren und ein zielgerichtetes
Einführen der Borstenbündel in die Bündelaufnahmen begünstigen. Ferner ist es möglich,
dass die Bündelaufnahmen eine Oberflächenbeschichtung aufweisen, um ihre Oberflächenrauheit
zu reduzieren.
[0050] Die Vorrichtung kann eine Saugvorrichtung aufweisen, mit der ein Unterdruck an die
Bündeltasche, insbesondere an die Bündelaufnahmen, anlegbar ist. Auch dies kann ein
Einführen der Borstenbündel in die Bündeltasche, insbesondere in die Bündelaufnahmen
begünstigen. Durch den angelegten Unterdruck können die Borstenbündel in die Bündelaufnahmen
der Bündeltaschen eingesaugt werden.
[0051] Die Bündeltasche kann gelocht sein, dies insbesondere seitlich. Dies kann einen Wärmeaustausch
beim Erwärmen und anschließenden Abkühlen der Borstenbündel über die Bündeltasche
begünstigen. Ferner kann die Bündeltasche zumindest einen Strömungskanal aufweisen.
So ist es möglich, beispielsweise ein erwärmtes und/oder ein gekühltes Fluid zum Wärmeeintrag
und/oder zum Abkühlen der Borstenbündel durch die Bündeltasche zuleiten.
[0052] Die Vorrichtung kann ferner eine Ableitvorrichtung aufweisen, über die mit der Heizvorrichtung
erwärmtes Fluid, insbesondere warme Luft, in die Umwelt abgeleitet werden kann. Wenn
die Vorrichtung, insbesondere die Heizvorrichtung im Umluftbetrieb betrieben werden
soll, kann es vorteilhaft sein, wenn die Vorrichtung, insbesondere die Heizvorrichtung,
ein geschlossenes System aufweist, insbesondere ein Umluftsystem, in dem von der Heizvorrichtung
erwärmtes Fluid, insbesondere erwärmte Luft, zirkulieren kann. Die Verwendung eines
geschlossenen Systems, beispielsweise eines Umluftsystems, kann helfen, Energie beim
Erwärmen der Bündeltasche und der darin befindlichen Borstenbündel zu sparen.
[0053] Zur Überwachung eines Wärmeeintrags in die Bündeltasche kann die Vorrichtung eine,
beispielsweise die bereits zuvor erwähnte Steuereinheit und/oder eine Regeleinheit
aufweisen.
[0054] Ferner kann die Vorrichtung zumindest einen Temperatursensor aufweisen, mit dem eine
Temperatur der Bündeltasche bestimmbar ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Vorrichtung sind mehrere Temperatursensoren vorgesehen, mit denen die Temperatur
der Bündeltasche an verschiedenen Stellen bestimmbar ist. Mit mehreren Temperatursensoren
lässt sich eine genauere Temperaturverteilung an und/oder zumindest mittelbar auch
in der Bündeltasche bestimmen.
[0055] Wenn zum Erwärmen der in der Bündeltasche befindlichen Borstenbündel ein temperiertes
Fluid eingesetzt werden soll, kann es zweckmäßig sein, wenn die Vorrichtung zumindest
einen Temperatursensor an der Heizvorrichtung und/oder in oder an einem Einströmkanal
und/oder in oder an einem Ausströmkanal aufweist.
[0056] Sämtliche zuvor erwähnten Temperatursensoren können bei der Überwachung des Wärmeeintrags
in die Bündeltasche durch die Steuereinheit und/oder die Regeleinheit der Vorrichtung
genutzt werden.
[0057] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung kann eine Querschnittsfläche einer Bündelaufnahme
wenigstens 20% größer als eine Gesamt-Querschnittsfläche von einzelnen Borstenfilamenten
sein, die in diese Bündelaufnahme eingeführt werden sollen. Somit weist die Bündelaufnahme
ein Übermaß zu den Borstenbündeln auf, wodurch sich die Borstenbündel leichter in
die Bündelaufnahme einführen lassen können. Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung
ist zumindest ein Teil der Heizvorrichtung in die Bündeltasche der Vorrichtung integriert.
Dies kann eine effiziente Erwärmung von in der Bündeltasche befindlichen Borstenbündeln
begünstigen.
[0058] Die zuvor genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zum Formen von Borstenbündeln
gelöst, das die Mittel und Merkmale des unabhängigen, auf ein solches Verfahren gerichteten
Anspruchs aufweist. Zur Lösung der Aufgabe wird somit insbesondere ein Verfahren zum
Formen von Borstenbündeln eines zumindest zwei Borstenbündel umfassenden Borstenbesatzes
einer Bürste vorgeschlagen, wobei zumindest zwei Borstenbündel in einem gemeinsamen
Bündelabschnitt vereinigt werden. Die Borstenbündel können insbesondere an ihren freien
Enden in einem gemeinsamen Bündelabschnitt vereinigt werden.
[0059] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens kann zumindest ein Borstenbündel ausgehend
von einer unverformten Ausgangsform in eine gewünschte Ziel-Form umgeformt werden,
wobei Borstenfilamente des Borstenbündels zur Erzeugung einer Ausnehmung in dem Borstenbündel
mithilfe eines Verdrängermittels, vorzugsweise seitlich, verdrängt werden. Anschließend
wird das Borstenbündel erwärmt, um die Ziel-Form des Borstenbündels und damit die
in dem Borstenbündel erzeugte Ausnehmung zu fixieren. Auf diese Weise kann ein Borstenbündel
geschaffen werden, das einerseits aufgrund seiner geänderten Formgebung und andererseits
aufgrund der innerhalb des Borstenbündels erzeugten Ausnehmung individualisiert ist,
was dazu führt, dass Bürsten, die mit einem solchen Borstenbündel ausgestattet werden,
ein besonderes Erscheinungsbild erhalten.
[0060] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens kann innerhalb des Borstenbündels eine Ausnehmung
erzeugt werden, die zwischen einem ersten geschlossenen Bündelabschnitt und einem
zweiten geschlossenen Bündelabschnitt des Borstenbündels angeordnet ist. Der erste
geschlossene Bündelabschnitt des Borstenbündels kann an ein freies Ende des Borstenbündels
angrenzen. Der zweite geschlossene Bündelabschnitt des Borstenbündels kann an ein
borstenträgerseitiges und/oder griffseitiges Ende des Borstenbündels angrenzen. Ferner
kann bei einer Ausführungsform des Verfahrens eine Ausnehmung in dem Borstenbündel
erzeugt werden, die einen geschlossenen, von Borstenfilamenten des Borstenbündels
definierten und/oder eingefassten Querschnitt aufweist und/oder die von Borstenfilamenten
des Borstenbündels definiert und begrenzt ist.
[0061] Zur Durchführung des Verfahrens kann die beanspruchte Vorrichtung zum Formen eines
Borstenbündels, die zuvor ausführlich beschrieben und in den auf eine solche Vorrichtung
gerichteten Schutzansprüchen beansprucht wird, verwendet werden.
[0062] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens wird vorgeschlagen, dass zumindest eines
der Borstenbündel des Borstenbesatzes einer Bürste derart umgeformt wird, dass es
zwei in Bezug seine Längsachse axial voneinander beabstandete Bündelquerschnitte aufweist,
die sich hinsichtlich Form und/oder Größe voneinander unterscheiden.
[0063] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens kann zumindest ein Borstenbündel eine helixförmige,
kegelförmige, kegelstumpfförmige oder kelchförmige Gestalt erhalten.
[0064] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens kann durch das Formen zumindest ein Borstenbündel
aufgespreizt werden.
[0065] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass die Borstenbündel in
Bündelaufnahmen einer Bündeltasche, insbesondere einer Bündeltasche der Vorrichtung
nach einem der auf die Vorrichtung gerichteten Ansprüche, eingeführt werden, wobei
die Borstenbündel vor dem Einschieben vorzugsweise gespreizt und/oder bedampft und/oder
befeuchtet werden. Wie bereits zuvor ausgeführt wurde, kann das Spreizen der Borstenbündel
vor ihrem Einschieben in die Bündelaufnahmen das Einschieben in die Bündelaufnahmen
begünstigen. Ebenso verhält es sich mit dem Bedampfen und/oder Befeuchten der Borstenbündel.
Dies begünstigt einen besseren Zusammenhalt von in einem Borstenbündel zusammengefassten
Borstenfilamenten. Somit kann das Borstenbündel zumindest zeitweise durch das Bedampfen
und/oder Befeuchten eine kompaktere Gestalt erhalten, was ein Einführen in die Bündelaufnahmen
der Bündeltasche begünstigen kann.
[0066] Wenn die Borstenbündel des Borstenbesatzes schrittweise und/oder gruppenweise verformt
werden, kann dies die Taktzeit reduzieren und/oder die Qualität der Verformung erhöhen.
So ist es beispielsweise möglich, zunächst die inneren Bündel zu verformen und anschließend
die äußeren Bündel zu verformen. Beides kann beispielsweise mit zwei nacheinander
verwendeten Bündeltaschen und/oder Bündelaufnahmen erfolgen.
[0067] Die Borstenbündel können bei einer Ausführungsform des Verfahrens derart verformt
werden, dass sie, insbesondere mit ihren Borstenfilamenten gemeinsam ein Logo und/oder
Bild im Borstenbesatz darstellen.
[0068] Die Borstenbündel können gemäß definierter Wärmeverlaufskurven erwärmt werden, was
eine Umformung der Borstenbündel und auch ihre Fixierung begünstigen kann.
[0069] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens können die Borstenbündel mittels einer in
die Bündeltasche integrierten Heizvorrichtung erwärmt werden. Ferner ist es möglich,
die Borstenbündel mittels Wärmeleitung, Induktion und/oder Konvektion, bevorzugt mittels
eines temperierten Fluids, und/oder mittels Wärmestrahlung zu erwärmen. Zweckmäßig
kann es in diesem Zusammenhang sein, wenn die bereits zuvor ausführlich erläuterte
Vorrichtung eine Heizvorrichtung aufweist, von der zumindest ein Teil in die Bündeltasche
der Vorrichtung integriert ist.
[0070] Die Borstenbündel können mit Hilfe eines temperierten Fluids abgekühlt werden, insbesondere
mittels Druckluft, mittels Stickstoff und/oder mittels Umgebungsluft abgekühlt werden.
Zum Abkühlen der Borstenbündel kann eine Kaltluftpistole, die auch als ColdGun bezeichnet
wird, ein Wirbelrohr und/oder ein Vortexrohr verwendet werden.
[0071] Um die Borstenbündel leichter in die Bündelaufnahmen einführen zu können, können
die Bündelaufnahmen der Bündeltasche mit Unterdruck beaufschlagt werden. Mittels Unterdrucks
können die Borstenbündel dann in die Bündelaufnahmen der Bündeltasche eingesaugt werden.
[0072] Der Wärmeeintrag zur Erwärmung der Borstenbündel kann über wärmeleitende Ausformungen,
vorzugsweise an einer Außenseite der Bündeltasche, erfolgen. Als wärmeleitende Ausformungen
der Bündeltasche kann beispielsweise das bereits zuvor erwähnte wenigstens eine Wärmetauschelement
der Bündeltasche verwendet werden.
[0073] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, zum Erwärmen der innerhalb
der Bündeltasche befindlichen Borstenbündel ein erwärmtes Fluid, insbesondere Luft,
durch Strömungskanäle der Bündeltasche zu leiten. Zum Abkühlen der innerhalb der Bündeltasche
befindlichen Borstenbündel kann ein gekühltes Fluid, insbesondere Luft, durch Strömungskanäle
der Bündeltasche geleitet werden.
[0074] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass ein, beispielsweise
das zuvor erwähnte Fluid, insbesondere Luft, zum Einbringen der Wärme, nach Erwärmen
der Borstenbündel in die Umwelt entlassen wird. Es ist aber auch möglich, dass zum
Erwärmen der Borstenbündel verwendete Fluid in einem geschlossenen System, insbesondere
in einem Umluft- oder Kreislaufsystem zu führen. Dies kann den Energiebedarf der Vorrichtung,
die zur Durchführung des Verfahrens verwendet wird, reduzieren.
[0075] Ein Wärmeeintrag zum Erwärmen der Borstenbündel kann mittels einer Regeleinheit oder
einer Steuereinheit überwacht werden.
[0076] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass eine, beispielsweise
die bereits zuvor erwähnte Bündeltasche, die zum Umformen der Borstenbündel verwendet
wird, auf eine Grundwärme oberhalb der Umgebungstemperatur erwärmt wird, noch bevor
die Borstenbündel in die Bündeltasche eingeführt werden.
[0077] Die Borstenbündel können ferner aus einer, beispielsweise der bereits zuvor erwähnten,
zur Umformung der Borstenbündel verwendeten Bündeltasche gezogen werden, bevor sie
ihre endgültige Abkühltemperatur erreicht haben. Dadurch lassen sich die Taktzeiten
bei der Durchführung des Verfahrens reduzieren.
[0078] Bei der Durchführung des Verfahrens können Borstenbündel mit Borstenfilamenten aus
PE, PBT, PA6.10, PA6.12, PA10.10, PA4.10 und/oder einer Mischung und/oder aus einem
Verbund der genannten Materialien verwendet werden.
[0079] Die zuvor genannte Aufgabe wird auch durch eine Bürstenherstellungsmaschine gelöst,
die die Mittel und Merkmale des unabhängigen, auf eine solche Bürstenherstellungsmaschine
gerichteten Anspruchs aufweist. Insbesondere wird zur Lösung der Aufgabe somit eine
Bürstenherstellungsmaschine vorgeschlagen, die zumindest eine Vorrichtung zum Formen
von Borstenbündeln nach einem der auf eine solche Vorrichtung gerichteten Ansprüche
aufweist.
[0080] Die Bürstenherstellungsmaschine kann einen Rundschalttisch zur Aufnahme und zum Transport
von mit Borstenbündeln bestückten Bündeltaschen aufweisen. Vorzugsweise weist der
Rundschalttisch vier, jeweils 90° zueinander versetzt angeordnete Arme auf. Die Bürstenherstellungsmaschine
kann außerdem eine Eingabestation zur Eingabe von mit Borstenbündeln bestückten Bündeltaschen,
eine Bündel-Profilierungsstation, vorzugsweise an der die Vorrichtung zum Formen von
Borstenbündeln angeordnet ist, und/oder eine Bündel-Anschmelzstation, an der Verankerungs-
oder Befestigungsköpfe der Borstenbündel durch Anschmelzen der Borstenbündel erzeugt
werden können, aufweisen.
[0081] Ferner kann die Bürstenherstellungsmaschine mit einer Entnahmestation zur Entnahme
von Bündeltaschen und/oder zumindest mit einer Weiterverarbeitungsstation ausgestattet
sein. Sämtliche der zuvor genannten Stationen können am oder um den Rundschalttisch
verteilt angeordnet sein.
[0082] Mithilfe des Rundschalttisches und seiner vorzugsweise vier Arme können mit Borstenbündeln
bestückte Bündeltaschen getaktet zu den einzelnen Stationen der Bürstenherstellungsmaschine
transportiert und darin befindliche Borstenbündel an diesen bearbeitet werden.
[0083] Außerdem wird die zuvor genannte Aufgabe auch durch die Verwendung einer Vorrichtung
zum Formen von Borstenbündeln bei der Herstellung von Bürsten gelöst, die die Mittel
und Merkmale zumindest eines der auf eine solche Vorrichtung gerichteten Ansprüche
aufweist.
[0084] Ferner betrifft die Erfindung auch eine Bürste mit den Merkmalen des unabhängigen,
auf eine Bürste gerichteten Anspruchs. Insbesondere wird somit zur Lösung der Aufgabe
eine Bürste mit einem Borstenbesatz vorgeschlagen, der zumindest zwei Borstenbündel
umfasst, wobei zumindest zwei der Borstenbündel in einem gemeinsamen Bündelabschnitt
vereinigt sind.
[0085] Die Bürste kann ferner zumindest ein Borstenbündel aufweisen, das mit zumindest einer
Ausnehmung versehen ist.
[0086] Die Ausnehmung in dem zumindest einen Borstenbündel der Bürste kann einen geschlossenen,
von Borstenfilamenten des Borstenbündels definierten Querschnitt aufweisen. Die Ausnehmung
in dem zumindest einen Borstenbündel der Bürste kann zwischen einem ersten geschlossenen
Bündelabschnitt und einem zweiten geschlossenen Bündelabschnitt des Borstenbündels
angeordnet sein. Der erste geschlossene Bündelabschnitt kann an ein freies Ende des
Borstenbündels angrenzen. Der zweite geschlossene Bündelabschnitt kann an ein borstenträgerseitiges
oder griffseitiges Ende des Borstenbündels angrenzen. Einerseits kann die Ausnehmung
durch den ersten geschlossenen Bündelabschnitt und andererseits durch den zweiten
geschlossenen Bündelabschnitt des Borstenbündels begrenzt sein. So kann die Ausnehmung
letztendlich durch Borstenfilamente des Borstenbündels definiert und seitlich begrenzt
sein, die die Ausnehmung, vorzugsweise in einem geschlossenen Ring, umgeben. Somit
kann die Ausnehmung in dem Borstenbündel auch als Fenster oder Ausschnitt bezeichnet
werden, das/der innerhalb des Borstenbündels ausgebildet ist. Die Ausnehmung kann
von einem geschlossenen Ring oder Rahmen aus Borstenfilamenten des Borstenbündels
seitlich umgeben und dadurch begrenzt sein.
[0087] Der erste geschlossene Bündelabschnitt kann zwischen der Ausnehmung und einem freien
Ende des Borstenbündels liegen. Der zweite geschlossene Bündelabschnitt des Borstenbündels
kann zwischen der Ausnehmung und einem borstenträgerseitigen oder griffseitigen Ende
des Borstenbündels angeordnet sein.
[0088] Eine Länge des ersten geschlossenen Bündelabschnitts und/oder eine Länge des zweiten
geschlossenen Bündelabschnitts kann jeweils zumindest 5 % einer Gesamtlänge des Borstenbündels
gemessen in Längserstreckungsrichtung des Borstenbündels betragen.
[0089] Das zumindest eine Borstenbündel der Bürste kann mit einem Borstenträger der Bürste
verbunden sein. Die Bürste kann ferner einen Griff aufweisen, der bei einer Ausführungsform
der Bürste, insbesondere einstückig, mit dem Borstenträger der Bürste verbunden sein
kann.
[0090] Dabei kann das zumindest eine Borstenbündel der Bürste mittels einer Vorrichtung
und/oder nach einem Verfahren umgeformt sein, wie sie bereits zuvor ausführlich erläutert
wurden und in einem der auf eine solche Vorrichtung bzw. auf ein solches Verfahren
gerichteten Schutzansprüche beansprucht werden.
[0091] Der Borstenbesatz der Bürste kann zumindest ein Borstenbündel umfassen, das zwei
in Bezug auf seine Längsachse axial zueinander beabstandete Querschnitte aufweist,
die sich hinsichtlich Form und/oder Größe voneinander unterscheiden.
[0092] Wie bereits zuvor erwähnt wurde, sind erfindungsgemäß zumindest zwei Borstenbündel
des Borstenbesatzes der Bürste in einem gemeinsamen Bündelabschnitt vereinigt. Dieser
gemeinsame Bündelabschnitt kann an den freien Enden der miteinander vereinigten Borstenbündel
ausgebildet sein. Die Borstenbündel können einen Abschnitt aufweisen, der an den gemeinsamen
Bündelabschnitt angrenzt und in dem sie voneinander getrennt sind, also als separate
Borstenbündel erkennbar bleiben.
[0093] Bei einer Ausführungsform der Bürste kann der Borstenbesatz ein helixförmiges, kegelförmiges,
kegelstumpfförmiges und/oder kelchförmiges Borstenbündel aufweisen.
[0094] Die Borstenbündel können Borstenfilamente aufweisen, die aus PE, PBT, PA6.10, PA6.12,
PA10.10, PA4.10 oder aus einer Mischung und/oder aus einem Verbund der genannten Materialien
bestehen.
[0095] Die Erfindung betrifft ferner ein Computerprogramm, das Befehle umfasst, die bewirken,
dass die mit den auf die Vorrichtung gerichteten Ansprüchen beanspruchte Vorrichtung
und/oder die mit den auf eine Bürstenherstellungsmaschine gerichteten Ansprüchen beanspruchte
Bürstenherstellungsmaschine das in den auf ein Verfahren gerichteten Ansprüchen beanspruchte
Verfahren ausführt.
[0096] Die Erfindung betrifft ferner ein computerlesbares Medium, auf dem dieses Computerprogramm
gespeichert ist. Das computerlesbare Medium kann ein Datenträger sein, der dem Endanwender
zur Verfügung gestellt wird. Das computerlesbare Medium kann auch ein Datenspeicher
in einer Cloud sein. Somit ist es möglich, das Computerprogramm in der Cloud stets
aktuell zu halten, bei Bedarf anzupassen und von dort aus einzulesen. Das computerlesbare
Medium kann somit cloudbasiert und/oder ein Datenspeicher sein, der in der Cloud vorgehalten
wird und/oder über eine Cloud zugänglich ist.
[0097] Die Vorrichtung und/oder die Bürstenherstellungsmaschine kann/können eine vorzugsweise
drahtlose Datenschnittstelle aufweisen. Über diese vorzugsweise drahtlose Datenschnittstelle
kann/können die Vorrichtung und/oder die Bürstenherstellungsmaschine eine Datenverbindung
zu einem computerlesbaren Medium, auf dem das Computerprogramm abgespeichert ist,
aufbauen, um das Computerprogramm einzulesen. Anschließend ist es möglich, das Verfahren,
wie zuvor beschrieben, vorzugsweise automatisch und/oder autonom auf der Bürstenherstellungsmaschine
und/oder auf der Vorrichtung auszuführen.
[0098] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bürstenherstellungsmaschine und/oder die Vorrichtung
dazu eingerichtet ist/sind, vorzugsweise automatisch oder autonom, eine Datenverbindung
zu einem computerlesbaren Medium, insbesondere zu einem cloudbasierten Datenspeicher,
der dann als computerlesbares Medium im Sinne von Anspruch 32 fungiert, herzustellen.
Dies mit dem Ziel, das Computerprogramm, das dort bereitgehalten wird, einzulesen
und die Bürstenherstellungsmaschine und/oder die Vorrichtung dadurch zur Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zu befähigen. Die Kommunikation mit der Cloud und
dem cloudbasierten Datenspeicher kann über ein Netzwerk, beispielsweise über das Internet,
erfolgen.
[0099] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben, ist aber
nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt. Weitere Ausführungsbeispiele ergeben
sich durch Kombination der Merkmale einzelner oder mehrerer Schutzansprüche untereinander
und/oder in Kombination einzelner oder mehrerer Merkmale des Ausführungsbeispiels.
Es zeigen in zum Teil stark schematisierter Darstellung:
Figuren 1 bis 12:
stark schematisierte Darstellungen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Formen
von Borstenbündeln zur Veranschaulichung des mithilfe der Vorrichtung durchführbaren
Umformvorgangs,
Figur 13:
eine perspektivische Darstellung einer Bürste mit einem Borstenbündel, das mithilfe
der in den Figuren 1 bis 12 dargestellten Vorrichtung umgeformt wurde,
Figur 14:
eine stark schematisierte Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Bürstenherstellungsmaschine,
die an einer ihrer Stationen eine Vorrichtung zum Formen von Borstenbündeln aufweist,
Figur 15:
eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform einer Bündeltasche einer
Vorrichtung zum Umformen von Borstenbündeln, wobei die Bündeltasche eine Anzahl unterschiedlich
geformte Bündelaufnahmen aufweist, die der Anzahl von Borstenbündeln in einem Borstenbesatz
einer Bürste entspricht,
Figur 16:
eine Stirnansicht der in Figur 15 dargestellten Bündeltasche,
Figur 17:
eine entlang der Schnittlinie A - A aus Figur 16 geschnittene Seitenansicht der in
den Figuren 15 und 16 abgebildeten Bündeltasche,
Figur 18:
eine perspektivische Ansicht einer Zahnbürste, deren Borstenbündel mit der in den
Figuren 15 bis 17 dargestellten Bündeltasche umgeformt wurden,
Figur 19:
eine perspektivische Unteransicht einer weiteren Ausführungsform einer Bündeltasche,
Figur 20:
eine perspektivische Ansicht einer Bürste, deren Borstenbündel mit der in Figur 19
dargestellten Bündeltasche umgeformt wurden, sowie
Figur 21:
ein Zeit-Temperatur-Diagramm zur Veranschaulichung einer Wärmeverlaufskurve, gemäß
der Borstenbündel erwärmt werden können.
[0100] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung erhalten die in ihrer Funktion übereinstimmenden
Elemente auch bei abweichender Gestaltung oder Formgebung übereinstimmende Bezugszeichen.
[0101] Die Figuren 1 bis 17 und 19 zeigen zumindest Teile unterschiedlicher Ausführungsformen
einer im Ganzen mit 1 bezeichneten Vorrichtung zum Formen von Borstenbündeln 2. Die
Vorrichtung 1 umfasst zumindest eine Bündeltasche 3. Die Bündeltasche 3 dient zur
Aufnahme wenigstens eines Borstenbündels 2. Zur Aufnahme eines Borstenbündels 2 weist
die Bündeltasche 3 zumindest eine Bündelaufnahme 40 auf. Die Vorrichtung 1 umfasst
ferner eine Heizvorrichtung 4, die anhand der mit einer Zickzack-Schraffur in Figur
14 markierten Fläche stark schematisiert dargestellt ist. Die Heizvorrichtung 4 dient
zum Erwärmen der zumindest einen Bündeltasche 3 und eines in der Bündeltasche 3 positionierten
Borstenbündels 2.
[0102] Durch eine Einführöffnung 5 der Bündeltasche 3 kann ein Borstenbündel 2 in die Bündeltasche
3 eingeführt werden. Die Bündeltasche 3 der in den Figuren 1 bis 12 dargestellten
Vorrichtung 1 weist zwei seitliche Ausbrüche 6 auf. Durch die seitlichen Ausbrüche
6 kann ein Verdrängermittel 7 der Vorrichtung 1 zur Profilierung eines in die Bündeltasche
3 eingeführten Borstenbündels 2 in die Bündeltasche 3 eingebracht werden. Die Figuren
6 bis 9 verdeutlichen die Verwendung des Verdrängermittels 7.
[0103] Die Vorrichtung 1 ist durch die Bündeltasche 3 dazu eingerichtet, ein in die Bündeltasche
3 eingeführtes Borstenbündel 2 ausgehend von einer unverformten Ausgangsform, die
in den Figuren 1 bis 3 zu erkennen ist, unter Einwirkung von Wärme, die von der Heizvorrichtung
4 auf die Bündeltasche 2 und das darin angeordnete Borstenbündel 2 abgegeben wird,
in eine verformte, gewünschte Ziel-Form umzuformen. Ergebnis des Umformvorgangs ist
ein Borstenbündel 2, wie es zum Beispiel in Figur 13 gezeigt ist.
[0104] Die beiden Ausbrüche 6 der Bündeltasche 3 liegen sich gegenüber, so dass das Verdrängermittel
7 zur Erzeugung einer Ausnehmung 29 innerhalb des Borstenbündels 2 durch die Bündeltasche
3 hindurchgeschoben werden kann (siehe Figuren 6 bis 9). Dabei wird das Borstenbündel
2 entsprechend profiliert oder verformt und die Ausnehmung 29 erzeugt, die besonders
gut in Figur 13 zu erkennen ist.
[0105] Um ein Austreten von Borstenfilamenten des Borstenbündels 2 beim Einführen des Borstenbündels
2 in die Bündeltasche 3 aus den zunächst noch offenen Ausbrüchen 6 zu verhindern,
weist die Vorrichtung 1 zwei Verschlussmittel 8 auf. Mithilfe der beiden Verschlussmittel
8 können die beiden seitlichen Ausbrüche 6 der Bündeltasche 3 zeitweise verschlossen
werden.
[0106] Die Figuren 1 und 2 zeigen die beiden Verschlussmittel 8 in ihrer Ausgangsposition.
Ein Vergleich der Figuren 1, 2 und 3 verdeutlicht, wie die beiden Verschlussmittel
8 ausgehend von ihrer Ausgangsposition in ihre Schließstellung an die Bündeltasche
3 herangefahren werden, um die beiden seitlichen Ausbrüche 6 zeitweise zu verschließen.
Die beiden Verschlussmittel 8 sind als Profilstifte ausgebildet, die jeweils eine
Stirnfläche 8a aufweisen. Die Stirnflächen 8a sind an den Querschnitt der Ausbrüche
6 der Bündeltasche 3 angepasst, so dass sie in Verschlussstellung der Verschlussmittel
8 an der Bündeltasche 3 gemeinsam mit Innenflächen der Bündeltasche 3 eine nahezu
versatzfreie Oberfläche bilden. Dies begünstigt das Einführen des Borstenbündels 2
in die Bündeltasche 3.
[0107] Sobald die beiden Verschlussmittel 8 ihre Schließstellung eingenommen haben, kann
das bereitgehaltene Borstenbündel 2 durch die Einführöffnung 5 in die Bündeltasche
3 eingeführt werden. Dies ist in Figur 4 dargestellt.
[0108] Die in den Figuren dargestellte Bündeltasche 3 ist mit mehreren Wärmetauschelementen
9. Die Wärmetauschelemente 9 begünstigen eine Wärmeaufnahme während der Heizphase
und eine Wärmeabgabe während einer Abkühlphase. Die Wärmetauschelemente 9 sind als
Kühl-Heiz-Rippen ausgebildet. Die Wärmetauschelemente fungieren als wärmeleitende
Ausformungen an den Außenseiten der dargestellten Bündeltasche 3.
[0109] Die Vorrichtung 1 weist außerdem einen Bündelgreifer 10 und einen Bündeltaschengreifer
11 auf. Sowohl der Bündelgreifer 10 als auch der Bündeltaschengreifer 11 sind zwischen
einer Ausgangsposition und einer Bearbeitungsposition beweglich. Der Bündelgreifer
10 dient dazu, ein Borstenbündel 2 ausgehend von der Ausgangsposition (vergleiche
Figuren 1 bis 3) in eine Bearbeitungsposition zu bewegen und dabei das Borstenbündel
2 in die Bündeltasche 3 einzuführen.
[0110] Der Bündeltaschengreifer 11 kann dazu verwendet werden, die Bündeltasche 3 zu halten
und bei Bedarf umzusetzen. Sowohl dem Bündelgreifer 10 als auch dem Bündeltaschengreifer
11 ist jeweils ein Vibrator 12 zugeordnet. Die Vibratoren 12 werden dazu verwendet,
die Bündeltasche 3 einerseits und ein Borstenbündel 2 andererseits beim Einführen
des Borstenbündels 2 in die Bündeltasche 3 in Vibration zu versetzen. Dies erleichtert
ein Hineingleiten des Borstenbündels 2 in die Bündeltasche 3.
[0111] Figur 2 zeigt eine Schnittdarstellung der Bündeltasche 3. Die Schnittdarstellung
verdeutlicht, dass die Bündeltasche 3 eine Wandung 13 mit etwa konstanter Wandstärke
aufweist. Eine innere Kontur der Bündeltasche 3 ist an eine äußere Kontur der Bündeltasche
3 angeglichen.
[0112] Die Schnittdarstellung der Bündeltasche 3 gemäß Figur 2 zeigt ferner, dass die Einführöffnung
5 der Bündeltasche 3 mit einem Einführtrichter 14 versehen ist. Der Einführtrichter
14 erleichtert ein Einführen von Borstenbündeln 2 in das Innere der Bündeltasche 3.
[0113] Die Bündeltasche 3 der in den Figuren gezeigten Vorrichtung 1 liegt als stofflich
homogene, monolithische Einheit vor, die 3-D-gedruckt ist. Mithilfe eines 3-D-Druckverfahrens
können Bündeltaschen 3 mit vergleichsweise komplexen Taschengeometrien erzeugt werden.
[0114] Die in den Figuren 11 und 12 gezeigte Ausführungsform einer Bündeltasche 3 weist
an ihrer der Einführöffnung 5 in die Bündeltasche 3 gegenüberliegenden Seite eine
Austrittsöffnung 15 auf. Aus dieser Austrittsöffnung 15 können freie Enden 31 von
Borstenfilamenten eines in die Bündeltasche 3 eingeführten Borstenbündels 2 herausragen
(siehe Fig. 12). Obwohl das Borstenbündel 2 dann innerhalb der Bündeltasche 3 angeordnet
ist, sind die freien Enden der Borstenfilamente auf diese Weise für eine weitere Bearbeitung
zugänglich.
[0115] Für die Bearbeitung der Borstenfilamente eines in der Bündeltasche 3 befindlichen
Borstenbündels 2 ist die Vorrichtung 1 mit zumindest einem Bearbeitungsmittel 16 ausgestattet.
Das in Figur 11 stark schematisiert dargestellte Bearbeitungsmittel 16 ist ein Fräser
16, mit dem die Borstenfilamente an ihren freien Enden 31 beschnitten werden können.
[0116] Das in Figur 9 gezeigte Piktogramm deutet an, dass die Vorrichtung 1 neben ihrer
Heizvorrichtung 4 auch eine Kühlvorrichtung 17 aufweist. Mithilfe der Kühlvorrichtung
17 kann die Bündeltasche 3 und das darin befindliche Borstenbündel 2 aktiv abgekühlt
werden. Dies mit dem Ziel das Borstenbündel 2 nach erfolgreicher Umformung möglichst
schnell auf eine für seine weitere Bearbeitung erforderliche Temperatur abzukühlen.
[0117] Die Vorrichtung 1 weist ferner mehrere Führungen 30 auf, die Verstellwege für das
Verdrängermittel 7, die Verschlussmittel 8, den Bündelkörper 10 und das Bearbeitungsmittel
16 vorgeben. Die Führungen 30 sind bei dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung 1 stark vereinfacht als Führungsschlitze 30 dargestellt.
[0118] Figur 5 zeigt nun die Vorrichtung 1, nachdem das Borstenbündel 2 in die Bündeltasche
3 eingeführt wurde. In Figur 6 ist das Verdrängermittel 7, hier ein profilierter Verdrängerstift,
zu erkennen. Das Verdrängermittel 7 wird zunächst durch den ersten Ausbruch 6 in die
Bündeltasche 3 eingeführt. Hierbei werden Borstenfilamente des in der Bündeltasche
3 befindlichen Borstenbündels 2 seitlich verdrängt. Das Verdrängermittel 7 wird weiter
in die Bündeltasche 3 eingeschoben, bis es durch den zweiten Ausbruch 6 aus der Bündeltasche
3 austritt (siehe Figur 7).
[0119] Das in Figur 8 gezeigte Piktogramm verdeutlicht, dass anschließend die Heizvorrichtung
4 aktiviert wird, um die Bündeltasche 3 und das in der gewünschten Ziel-Form innerhalb
der Bündeltasche 3 gehaltene Borstenbündel 2 zu erwärmen, um die von der Bündeltasche
3 und dem Verdrängermittel 7 vorgegebene Ziel-Form des Borstenbündels 2 zu fixieren.
[0120] Sobald das Borstenbündel 2 ausreichend lang erwärmt wurde, können die Heizvorrichtung
4 deaktiviert und die Kühlvorrichtung 17 der Vorrichtung 1 eingeschaltet werden, um
die Bündeltasche 3 und das darin befindliche Borstenbündel 2 aktiv abzukühlen (siehe
Figur 9).
[0121] Anschließend wird das Verdrängermittel 7 aus der Bündeltasche 3 gezogen und das verformte
Borstenbündel 2 aus der Bündeltasche 3 entfernt. Hierfür wird der Bündelkörper 10
entlang seiner Führung 30 zurück in seine Ausgangsstellung bewegt (siehe Figur 10).
Deutlich ist hierbei die mithilfe des Verdrängermittels 7 in dem Borstenbündel 2 erzeugte
Ausnehmung 29 zu erkennen.
[0122] Somit ist die Vorrichtung 1 dazu eingerichtet, das Borstenbündel 2 ausgehend von
einer unverformten Ausgangsform, die z.B. in den Figuren 1 bis 3 zu erkennen ist,
in eine gewünschte Ziel-Form umzuformen. Hierbei werden Borstenfilamente des Borstenbündels
2 zur Erzeugung der Ausnehmung 29 mithilfe des Verdrängermittels 7 insbesondere seitlich
verdrängt. Anschließend wird das Borstenbündel 2 erwärmt, um die Ziel-Form des Borstenbündels
2 und damit die in dem Borstenbündel 2 erzeugte Ausnehmung 29 zu fixieren.
[0123] Figur 13 zeigt schließlich eine Bürste 32, deren einziges Borstenbündel 2 mit der
in den Figuren 1 bis 12 dargestellten Vorrichtung 1 umgeformt wurde. Deutlich ist
die beim Umformen des Borstenbündels 2 innerhalb des Borstenbündels 2 erzeugte Ausnehmung
29 zu erkennen. Das Borstenbündel 2 ist mit einem Borstenträger 33 der Bürste 32 verbunden,
der gleichzeitig als Griff 34 der Bürste 32 fungiert. Die Bürste 32 kann auch als
Pinsel bezeichnet werden, da sie lediglich ein Borstenbündel 2 aufweist.
[0124] Figur 13 zeigt ferner, dass das Borstenbündel 2 einen ersten geschlossenen Bündelabschnitt
35 und einen zweiten geschlossenen Bündelabschnitt 36 aufweist, zwischen denen die
in dem Borstenbündel 2 ausgebildete Ausnehmung 29 angeordnet ist. Der erste geschlossene
Bündelabschnitt 35 des Borstenbündels 2 liegt zwischen der Ausnehmung 29 und einem
freien Ende 37 des Borstenbündels 2, an dem die freien Enden 31 der Borstenfilamente
des Borstenbündels 2 angeordnet sind. Der zweite geschlossene Bündelabschnitt 36 des
Borstenbündels 2 liegt zwischen der Ausnehmung 29 und einem borstenträgerseitigen
oder griffseitigen Ende 38 des Borstenbündels 2.
[0125] Der erste geschlossene Bündelabschnitt 35 und der zweite geschlossene Bündelabschnitt
36 des Borstenbündels 2 haben jeweils eine Länge, die zumindest 5 % einer Gesamtlänge
des Borstenbündels 2 entspricht. Die Gesamtlänge des Borstenbündels 2 kann die Länge
des Borstenbündels 2 sein, die zwischen dem Borstenträger 33 und dem freien Ende 37
des Borstenbündels 2 messbar ist. Die Ausnehmung 29 bildet somit einen Ausschnitt
oder ein Fenster innerhalb des Borstenbündels 2, das seitlich von einem Ring oder
Rahmen aus Borstenfilamenten des Borstenbündels 2 umgeben und damit begrenzt ist.
[0126] Die Figuren 15 bis 17 und 19 zeigen Bündeltaschen 3 einer Vorrichtung 1, die zum
Formen von Borstenbündeln 2 eines ganzen Borstenbesatzes 39 einer Bürste 32 geeignet
sind. Eine Bürste 32, nämlich eine Zahnbürste, deren Borstenbündel 2 mit der in den
Figuren 15 bis 17 gezeigten Bündeltasche 3 umgeformt wurde, ist in Figur 18 dargestellt.
Eine Bürste 32, nämlich eine Zahnbürste, deren Borstenbündel 2 mit der in Figuren
19 gezeigten Bündeltasche 3 umgeformt wurde, ist in Figur 20 dargestellt.
[0127] Diese Bündeltaschen 3 weisen mehrere Bündelaufnahmen 40 auf, in die die Borstenbündel
2 des Borstenbesatzes 39 der Bürste 32 eingeführt werden, um die Borstenbündel 2 zur
Individualisierung der Bürste 32 umzuformen.
[0128] Die Vorrichtung 1, mit der die in den Figuren 15 bis 17 und 19 gezeigten Bündeltaschen
3 verwendet werden kann, weist ebenfalls eine Heizvorrichtung 4 auf. An dieser Stelle
sei erwähnt, dass die in den Figuren 15 bis 17 und 19 gezeigte Bündeltasche 3 auf
einer Vorrichtung 1 verwendet werden kann, wie sie in den Figuren 1 bis 12 abgebildet
ist.
[0129] Die Bündelaufnahmen 40 dieser Bündeltaschen 3 sind bündelformend ausgebildet und
dazu eingerichtet, die in die Bündelaufnahmen 40 eingebrachten Borstenbündel 2 des
Borstenbesatzes 39 im Vergleich zu ihrer vor dem Einführen in die Bündelaufnahmen
40 vorliegenden Gestalt unter Einwirkung von der Heizvorrichtung 4 abgegebener Wärme
umzuformen. Dies mit dem Ziel, die durch die Bündelaufnahmen 40 vorgegebene Formgebung
der in die Bündelaufnahmen 40 eingebrachten Borstenbündel 2 zu fixieren.
[0130] Die in den Figuren 15 bis 17 und 19 jeweils gezeigte Bündeltasche 3 weist eine Gruppe
41 von Bündelaufnahmen 40 auf. In der einen Gruppe 41 sind die Bündelaufnahmen 40
der Bündeltasche 3 so angeordnet wie die Borstenbündel 2 in dem Borstenbesatz 39 der
in Figur 19 gezeigten Bürste 32. In der Gruppe 41 sind so viele Bündelaufnahmen 40
vorgesehen, wie der Borstenbesatz 39 der Bürste 32 Borstenbündel 2 aufweist.
[0131] Zumindest zwei der Bündelaufnahmen 40 der Bündeltaschen 3 weisen jeweils zwei in
Bezug auf eine Längsachse der jeweiligen Bündelaufnahme 40 axial zueinander beabstandete
Querschnitte 42 und 43 auf, die sich hinsichtlich Form und/oder Größe voneinander
unterscheiden.
[0132] Die in den Figuren 15 bis 17 gezeigte Bündeltasche 3 weist rückseitig eine Borstenträgeraufnahme
44 auf. In diese Borstenträgeraufnahme 44 kann ein Borstenträger 33 einer Bürste 32,
an dem der Borstenbesatz 39 der Bürste 32 ausgebildet ist, zum Umformen der Borstenbündel
2 des Borstenbesatzes 39 positioniert werden.
[0133] Gemäß Figur 17 weist eine Bündelaufnahme 40c der Bündeltasche 3 einen Bündelaufnahmeabschnitt
46 auf, der durch Mantelflächen zweier Kegel oder Kegelstümpfe definiert ist. Die
Längsmittelachsen der Kegel bzw. Kegelstümpfe sind deckungsgleich, jedoch weisen die
Kegel bzw. Kegelstümpfe unterschiedliche Radien auf. So entsteht eine kelchförmige
Bündelaufnahme 40c an der Bündeltasche 3, die sich ausgehend von ihrem Einführabschnitt
44 kelchförmig auffächert.
[0134] Die in den Figuren 15 bis 17 gezeigte Bündeltasche 3 weist darüber hinaus fünf Bündelaufnahmen
40b auf, deren Längsmittelachsen helixförmig sind. Ergebnis der Umformung von Borstenbündeln
2 mithilfe dieser helixförmigen Bündelaufnahmen 40 sind entsprechend helixförmige
Borstenbündel 2b, wie sie an dem Borstenträger 33 der in Figur 18 gezeigten Bürste
32 zu erkennen sind. Die letzte der insgesamt sieben Bündelaufnahmen 40 der Bündeltasche
3, die in den Figuren 15 bis 17 dargestellt ist, ist eine kegelstumpfförmige Bündelaufnahme
40a, mit der kegelstumpfförmige Borstenbündel 2a geformt werden können.
[0135] Die in Figur 18 gezeigte Bürste 32 ist eine Zahnbürste und weist insgesamt sieben
einzelne Borstenbündel 2 auf, von denen fünf Borstenbündel 2b eine Längsachse haben,
die entlang einer Schraubenlinie gewunden ist, also als helixförmige Borstenbündel
2b bezeichnet werden können. Eines der sieben Borstenbündel 2 ist ein kegelförmiges
Borstenbündel 2a. Ein weiteres Borstenbündel 2 des Borstenbesatzes 39 ist ein kelchförmiges
Borstenbündel 2c. Beim Formen des kelchförmigen Borstenbündels 2c wird dieses ausgehend
von seiner unverformten Ausgangsform hin zu der in den Figuren gezeigten Kelchform
aufgespreizt.
[0136] Bei der in Figur 19 abgebildeten Bündeltasche 3 sind mehrere Bündelaufnahmen 40 vorgesehen,
die zwei oder mehr Borstenbündel 2 gemeinsam aufnehmen und in einem gemeinsamen Bündelaufnahmeabschnitt
50 vereinen. Diese Bündelaufnahmen 40 führen zumindest zwei separate Borstenbündel
2 zusammen und vereinigen diese im Bereich ihrer freien Enden. An ihren borstenträgerseitigen
Enden 38 sind die Borstenbündel 2 auch im fertigumgeformten Borstenbesatz 39 noch
getrennt voneinander als separate Borstenbündel erkennbar.
[0137] Bei der Verwendung der in den Figuren 15 bis 17 und 19 gezeigten Bündeltasche 3 wird
zumindest eines der Borstenbündel 2 des Borstenbesatzes 39 einer Bürste 32 derart
umgeformt, dass es zwei in Bezug auf seine Längsachse axial voneinander beabstandete
Bündelquerschnitte 47 und 48 aufweist. Diese beiden Bündelquerschnitte 47 und 48 unterscheiden
sich hinsichtlich Form und/oder Größe voneinander.
[0138] Bei Verwendung der in Figur 19 gezeigten Bündeltasche 3 werden zumindest zwei Borstenbündel
2 aus dem Borstenbesatz 39 einer Bürste 32 im Bereich ihrer freien Enden in einem
gemeinsamen Bündelabschnitt 49 vereinigt. Bei der in Figur 20 gezeigten Bürste 32
werden mehrere Gruppen von beispielsweise vier oder auch fünf einzelnen Borstenbündeln
2 zu einem gemeinsamen Bündelabschnitt 49 zusammengeführt und darin vereinigt.
[0139] Die Bündelaufnahmen 40 der in den Figuren 15 bis 18 dargestellten Bündeltasche 3
sind mit Einführtrichtern 14 an ihren Einführöffnungen 5 für die Borstenbündel 2 ausgestattet.
Diese Einführtrichter 14 erleichtern ein schonendes Einführen der Borstenbündel 2
in die Bündelaufnahmen 40 der Bündeltasche 3.
[0140] Insbesondere die Schnittdarstellung der Bündeltasche 3 gemäß Figur 17 verdeutlicht,
dass die kegelstumpfförmige Bündelaufnahme 40a mit Austrittsöffnungen 15 versehen
ist, aus denen freie Enden von Borstenfilamenten austreten können und dadurch für
eine weitere Bearbeitung zugänglich sind.
[0141] Die in den Figuren 1 bis 12 und 15 bis 17 sowie 19 zumindest in Bestandteilen gezeigten
Vorrichtungen 1 zum Formen von Borstenbündeln 2 können an einer Bürstenherstellungsmaschine
18, wie sie in Figur 14 stark schematisiert dargestellt ist, eingesetzt werden. Die
in Figur 14 gezeigte Bürstenherstellungsmaschine 18 umfasst einen Rundschalttisch
19 mit insgesamt vier, jeweils 90° zueinander versetzt angeordneten Armen 20.
[0142] Jeder der Arme 20 ist zur Aufnahme von mehreren Kassetten 21 eingerichtet, die ihrerseits
mehrere Bündeltaschen 3 aufnehmen können. Die Arme 20 werden getaktet von Station
zu Station der Bürstenherstellungsmaschine 18 bewegt. Mithilfe von nicht näher dargestellten
Handhabungsvorrichtungen können die Kassetten 21 und/oder einzelne Bündeltaschen 3
zwischen den Armen 21 und den einzelnen Stationen der Bürstenherstellungsmaschine
18 transportiert werden.
[0143] Wie bereits zuvor erwähnt, weist die Bürstenherstellungsmaschine 18 unterschiedliche
Stationen auf, an denen Borstenbündel 2 bearbeitet oder gehandhabt werden können.
Eine der Stationen der Bürstenherstellungsmaschine 18 ist eine Eingabestation 22.
Mithilfe der Eingabestation 22 werden mit Borstenbündeln 2 bestückte Bündeltaschen
3 den Armen 20 des Rundschalttischs 19 zugeführt. Es sei ausdrücklich erwähnt, dass
sowohl die Bündeltaschen 3, die in den Figuren 1 bis 12 dargestellt sind, als auch
die Bündeltaschen 3, die in den Figuren 15 bis 17 sowie 19 dargestellt sind, an der
Bürstenherstellungsmaschine 18 verwendet werden können.
[0144] 90° versetzt zu der Eingabestation 22 weist die Bürstenherstellungsmaschine 18 eine
Bündel-Profilierungsstation 23 auf. Die in den Figuren 1 bis 12 gezeigte Vorrichtung
1 zum Formen von Borstenbündeln 2 ist an der Bündel-Profilierungsstation 23 der Bürstenherstellungsmaschine
18 angeordnet.
[0145] 90° versetzt zu der Bündel-Profilierungsstation 23 weist die Bürstenherstellungsmaschine
18 eine Bündel-Anschmelzstation 24 auf. In der Bündel-Anschmelzstation 24 werden die
umgeformten Borstenbündel 2 zur Erzeugung von Befestigungsköpfen einseitig angeschmolzen.
Mithilfe der Befestigungsköpfe können die Borstenbündel 2 später an einem Borstenträger
einer Bürste befestigt werden.
[0146] 90° versetzt zu der Bündel-Anschmelzstation 24 ist eine Entnahmestation 25 der Bürstenherstellungsmaschine
18 angeordnet. Mithilfe der Entnahmestation 25 können bearbeitete Borstenbündel 2
einer der Entnahmestation 25 nachgelagert angeordneten Weiterverarbeitungsstation
26 der Bürstenherstellungsmaschine zugeführt werden.
[0147] Figur 14 zeigt eine Heizplatte 27 der Heizvorrichtung 4, die die Form eines Kreisringsegments
hat und mit einer Zickzack-Schraffur hervorgehoben ist. Die kreisringsegmentförmige
Heizplatte 27 deckt einen Winkelbereich von 270° ab. Dies führt dazu, dass die an
den Armen 20 angeordneten Bündeltaschen 3 und darin befindliche Borstenbündel 2 während
ihres Transfers von der Eingabestation 22 bis hin zur Bündel-Anschmelzstation 24 mithilfe
der Heizvorrichtung 4 erwärmt bzw. auf Temperatur gehalten werden können. Der kreisringsegmentförmigen
Heizplatte 27 der Heizvorrichtung 4 schließt sich eine im Vergleich dazu kleinere,
kreisringsegmentförmige Kühlplatte 28 der bereits zuvor erwähnten Kühlvorrichtung
17 der Vorrichtung 1 an. Die kreisringsegmentförmige Kühlplatte 28 kann einen Winkelbereich
von etwa 90° abdecken.
[0148] Sämtliche der gezeigten Vorrichtungen 1 können mit einer Bündelspreizvorrichtung
versehen werden, die dazu eingerichtet ist, die Borstenbündel 2 vor dem Einführen
in die Bündelaufnahmen 40 der jeweiligen Bündeltasche 3 zu spreizen. Sämtliche der
gezeigten Vorrichtungen 1 können eine Befeuchtungsvorrichtung zum Befeuchten und/oder
Bedampfen der Borstenbündel 2 aufweisen.
[0149] Sämtliche der gezeigten Vorrichtungen 1 können eine Steuereinheit, zum Beispiel die
Steuereinheit 54, aufweisen, die dazu eingerichtet ist, die Heizvorrichtung 4 so anzusteuern,
dass die Borstenbündel 2 in der Bündeltasche 3 gemäß definierter Wärmeverlaufskurven
erwärmt werden. Figur 21 zeigt ein Zeit-Temperatur-Diagramm mit einer solchen Wärmeverlaufskurve.
In dem Diagramm ist eine Temperatur, die an einer Kontaktfläche für Borstenbündel
2 innerhalb einer Bündeltasche 3 über die Zeit aufgetragen. Demnach werden die Borstenbündel
2 innerhalb von ca. 13,5 Sekunden auf eine Temperatur von ca. 174 C° erwärmt. Für
einen Zeitraum von etwa 12 Sekunden nimmt die Temperatur der Kontaktfläche kaum ab,
wodurch die Borstenbündel 2 erwärmt werden. Dadurch wird die den Borstenbündeln 2
von der Bündeltasche 3 aufgeprägte Formgebung fixiert. Anschließend kühlt die Kontaktfläche
innerhalb von ca. 18 Sekunden auf eine Temperatur von 40 °C ab und die thermische
Umformung der Borstenbündel 2 ist abgeschlossen.
[0150] Die gezeigten Bündeltaschen 3 sind durch ihre Bündelaufnahmen 40 dazu eingerichtet,
die Borstenbündel 2 durch Wärmeleitung mittels mechanischen Kontaktes, durch Induktion
und/oder Konvektion, bevorzugt mittels eines temperierten Fluids, und/oder mittels
Wärmestrahlung zu erwärmen.
[0151] Die Kühlvorrichtung 17 der Vorrichtung 1 ist in einer Ausführungsform dazu eingerichtet,
die Borstenbündel 2 mittels eines temperierten Fluids, insbesondere mittels Druckluft
und/oder mittels Stickstoffs, zu kühlen. Dazu ist die Kühlvorrichtung 17 dann beispielsweise
mit einer Kaltluftpistole, mit einem ein Vortexrohr und/oder mit einem Wirbelrohr
ausgestattet.
[0152] Die Bündeltaschen 3 können durch Erodieren und/oder durch 3D-Drucken und/oder durch
Fräsen und/oder aus dünnen, nachträglich miteinander verbundenen Schichten und/oder
Platten hergestellt sein.
[0153] Die Bündelaufnahmen 40 weisen eine Oberflächenrauheit von höchstens 6,3 µm auf. Ferner
sind die Bündelaufnahmen 40 in Einschubrichtung der Borstenbündel 2 geschliffen, nämlich
strömungsgeschliffen und poliert. Bei Bedarf können sie mit einer Oberflächenbeschichtung
versehen werden, um ihre Oberflächenrauheit weiter zu reduzieren.
[0154] Die dargestellten Vorrichtungen 1 können mit einer Saugvorrichtung ausgestattet werden,
mit der ein Unterdruck an die Bündeltaschen 3, insbesondere an die Bündelaufnahmen
40, anlegbar ist, um ein Einführen der Borstenbündel 2 zu erleichtern. Dabei werden
die Bündelaufnahmen 40 der Bündeltaschen 3 mit Unterdruck beaufschlagt, wodurch die
Borstenbündel 2 mittels Unterdrucks in Bündelaufnahmen 40 eingesaugt werden.
[0155] Die Bündeltaschen 3 können seitlich gelocht sein und/oder zumindest einen Strömungskanal
56 aufweisen, um einen Wärmeaustausch über die Bündeltaschen 3 zu beschleunigen. Durch
den Strömungskanal 56 kann eine erwärmtes, aber auch ein gekühltes Fluid geleitet
werden, um die jeweilige Bündeltasche 3 und darin befindliche Borstenbündel 2 zu temperieren.
Ferner kann zumindest ein Teil der Heizvorrichtung 4 in die gezeigten Bündeltaschen
3 integriert sein.
[0156] Bei Verwendung von erwärmtem Fluid zum Temperieren von in den Bündeltaschen 3 befindlichen
Borstenbündeln kann eine Ableitvorrichtung vorgesehen sein, über die mit der Heizvorrichtung
4 erwärmtes Fluid, insbesondere warme Luft, abgeleitet werden kann.
[0157] Energiesparsamer ist es jedoch in der Regel, wenn die Vorrichtung 1 ein geschlossenes
System aufweist, insbesondere ein Umluftsystem, in dem von der Heizvorrichtung 4 erwärmtes
Fluid, insbesondere erwärmte Luft, zirkuliert.
[0158] Zur Überwachung eines Wärmeeintrags in die Bündeltaschen 3 kann die Steuereinheit
54 und/oder eine Regeleinheit der Vorrichtung 1 verwendet werden.
[0159] Die in den Figuren gezeigten Vorrichtungen 1 können einen oder mehrere Temperatursensoren
aufweisen, mit dem/denen eine Temperatur der Bündeltaschen 3 bestimmt werden kann.
Die Temperatursensoren können an verschiedenen Positionen an den Bündeltaschen 3 angeordnet
sein, um die Temperaturen der Bündeltaschen 3 an verschiedenen Stellen zu bestimmen.
[0160] Die Vorrichtungen 1 können ferner zumindest einen Temperatursensor an ihrer jeweiligen
Heizvorrichtung 4 und/oder in oder an einem Einströmkanal und/oder in oder an einem
Ausströmkanal aufweisen, durch die temperiertes Fluid zum Wärmeaustausch geleitet
wird.
[0161] Die Bündelaufnahmen 40 sind wenigstens 20% größer als eine Gesamt-Querschnittsfläche
von einzelnen Borstenfilamenten, die in diese Bündelaufnahmen 40 eingeführt werden
sollen.
[0162] Die Borstenbündel 2 des Borstenbesatzes 39 können schrittweise und/oder gruppenweise
verformt werden. Dabei können zunächst innere Borstenbündel 2 und anschließend äußere
Borstenbündel 2 des Borstenbesatzes 39 verformt werden.
[0163] Die Borstenbündel 2 können vor dem Einführen in die Bündelaufnahmen 40 gespreizt
und/oder bedampft und/oder befeuchtet werden. Die Borstenbündel 2 können derart verformt
werden, dass sie gemeinsam ein Logo und/oder Bild darstellen.
[0164] Die Steuereinheit 54 und/oder die Heizvorrichtung 4 der Vorrichtung 1 kann so eingestellt
sein, dass die Borstenbündel 2 mithilfe der Heizvorrichtung 4 gemäß definierter Wärmeverlaufskurve
erwärmt werden.
[0165] Die Borstenbündel 2 können auch mithilfe eines temperierten Fluids abgekühlt werden.
Die Borstenbündel 2 können insbesondere mittels Druckluft und/oder mittels Stickstoffs
und/oder mittels Umgebungsluft, und/oder mittels einer Kaltluftpistole und/oder eines
Wirbelrohrs und/oder eines Vortexrohrs abgekühlt werden.
[0166] Zum Erwärmen der innerhalb der Bündeltaschen 3 befindlichen Borstenbündel 2 kann
ein erwärmtes Fluid, insbesondere Luft, durch Strömungskanäle 56 der Bündeltaschen
3 geleitet werden. Diese Strömungskanäle 56 können auch zum Abkühlen der innerhalb
der Bündeltaschen 3 befindlichen Borstenbündel 2 genutzt werden. Hierbei wird dann
ein gekühltes Fluid, insbesondere Luft, durch die Strömungskanäle 56 der Bündeltasche
3 geleitet.
[0167] Das Fluid, insbesondere die Luft, zum Einbringen der Wärme, kann nach Erwärmen der
Borstenbündel 2 in die Umwelt entlassen und/oder in einem geschlossenen System, insbesondere
in einem Umluft- oder Kreislaufsystem, der jeweiligen Vorrichtung 1 geführt werden.
[0168] Ein Wärmeeintrag in die Bündeltaschen 3 zum Erwärmen der Borstenbündel 2 kann mittels
der Steuereinheit 54 und entsprechenden Temperatursensoren 3 überwacht werden.
[0169] Die Bündeltaschen 3 werden auf eine Grundwärme oberhalb der Umgebungstemperatur erwärmt,
bevor die Borstenbündel 2 in die Bündelaufnahmen 40 eingeführt werden. Dies hilf die
Taktzeiten zu reduzieren.
[0170] Die Borstenbündel 2 können aus den Bündeltaschen 3 gezogen werden, noch bevor sie
ihre endgültige Abkühltemperatur erreicht haben. Dadurch kann das Verfahren beschleunigt
werden.
[0171] Die Borstenbündel 2 weisen Borstenfilamente auf, die aus PE, PBT, PA6.10, PA6.12,
PA10.10, PA4.10 und/oder aus einer Mischung und/oder aus einem Verbund der genannten
Materialien bestehen können.
[0172] Die Bürstenherstellungsmaschine 18 wie auch die Vorrichtung 1 zum Formen von Borstenbündeln
2 werden zur Herstellung von Bürsten 32 verwendet.
[0173] Figur 14 zeigt, dass die Bürstenherstellungsmaschine 18 eine Datenverbindung zu einem
computerlesbaren Medium 51 aufbauen kann. Auf dem computerlesbaren Medium 51 ist ein
Computerprogramm gespeichert, das Befehle umfasst, die bewirken, dass die Vorrichtung
1 und/oder die Bürstenherstellung 18 das zuvor ausführlich beschriebene Verfahren
ausführen.
[0174] Das computerlesbare Medium 51 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 14
ein Datenspeicher 52 in einer Cloud 53. Die Bürstenherstellungsmaschine 18 weist eine
Steuereinheit 54 auf, die mit einer vorzugsweise drahtlosen Datenschnittstelle 55
ausgestattet ist. Über die Datenschnittstelle 55 kann die Bürstenherstellungsmaschine
18 über ein Netzwerk, beispielsweise das Internet, eine Datenverbindung zu der Cloud
53 aufbauen, um den dort vorgehaltenen Datenspeicher 52 anzusprechen und aus diesem
das Computerprogramm auszulesen.
[0175] Die Erfindung befasst sich mit Verbesserungen auf dem technischen Gebiet der Herstellung
und Gestaltung von Bürsten. Als Verbesserung wird unter anderem eine Vorrichtung 1
zum Formen von Borstenbündeln 2 vorgeschlagen. Die Vorrichtung 1 umfasst zumindest
eine Bündeltasche 3, die zur Aufnahme eines umzuformenden Borstenbündels 2 bestimmt
ist. Die Bündeltasche 3 weist zumindest einen seitlichen Ausbruch 6 auf. Durch diesen
Ausbruch 6 kann ein Verdrängermittel 7 der Vorrichtung 1 in die Bündeltasche 3 eingeführt
werden, um eine Ausnehmung 29 innerhalb eines umzuformenden Borstenbündels 2 zu erzeugen.
Mittels der Heizvorrichtung 4 der Vorrichtung 1 werden die Bündeltasche 3 und das
darin befindliche Borstenbündel 2 erwärmt, um die von der Bündeltasche 3 und dem Verdrängermittel
7 vorgegebene Formgebung des Borstenbündels 2 zu fixieren.
Bezugszeichenliste
[0176]
- 1
- Vorrichtung zum Formen von Borstenbündeln
- 2
- Borstenbündel
- 2a
- kegelstumpfförmiges Borstenbündel
- 2b
- helixförmiges Borstenbündel
- 2c
- kelchförmiges Borstenbündel
- 3
- Bündeltasche
- 4
- Heizvorrichtung
- 5
- Einführöffnung
- 6
- seitlicher Ausbruch in 3
- 7
- Verdrängermittel
- 8
- Verschlussmittel
- 8a
- Stirnflächen von 8
- 9
- Wärmetauschelement
- 10
- Bündelgreifer
- 11
- Bündeltaschengreifer
- 12
- Vibrator
- 13
- Wandung von 3
- 14
- Einführtrichter
- 15
- Austrittsöffnung
- 16
- Bearbeitungsmittel/Fräser
- 17
- Kühlvorrichtung
- 18
- Bürstenherstellungsmaschine
- 19
- Rundschalttisch
- 20
- Arm von 19
- 21
- Kassette
- 22
- Eingabestation
- 23
- Bündel-Profilierungsstation
- 24
- Bündel-Anschmelzstation
- 25
- Entnahmestation
- 26
- Weiterverarbeitungsstation
- 27
- Heizplatte
- 28
- Kühlplatte
- 29
- Ausnehmung in 2
- 30
- Führung für 7, 8, 10, 16
- 31
- freie Enden von Borstenfilamenten
- 32
- Bürste
- 33
- Borstenträger
- 34
- Griff
- 35
- erster geschlossener Bündelabschnitt
- 36
- zweiter geschlossener Bündelabschnitt
- 37
- freies Ende von 2
- 38
- borstenträgerseitiges Ende von 2
- 39
- Borstenbesatz
- 40
- Bündelaufnahme
- 40a
- kegelstumpfförmige Bündelaufnahme
- 40b
- helixförmige Bündelaufnahme
- 40c
- kelchförmige Bündelaufnahme
- 41
- Gruppe von 40
- 42
- erster Querschnitt von 40
- 43
- zweiter Querschnitt von 40
- 44
- Borstenträgeraufnahme
- 45
- Rand von 44
- 46
- Bündelaufnahmeabschnitt
- 47
- Bündelquerschnitt
- 48
- Bündelquerschnitt
- 49
- gemeinsamer Bündelabschnitt
- 50
- gemeinsamer Bündelaufnahmeabschnitt
- 51
- computerlesbares Medium
- 52
- Datenspeicher
- 53
- Cloud
- 54
- Steuereinheit
- 55
- Datenschnittstelle
- 56
- Strömungskanal in 3