[0001] Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem zur Beleuchtung eines Gebäudes.
[0002] Beleuchtungssysteme zur Beleuchtung eines Gebäudes sind grundsätzlich aus dem Stand
der Technik bekannt. Ein Beleuchtungssystem umfasst für gewöhnlich eine Mehrzahl von
Leuchten, die jeweils ein Leuchtmittel aufweisen. Zusätzlich zu den Leuchten kann
das Beleuchtungssystem Sensoren, wie beispielsweise Bewegungsmelder, und ein zentrales
Steuerungssystem umfassen. Über Kommunikationsverbindungen kann das Steuerungssystem
mit jedem der Leuchten und gegebenenfalls mit jedem der Sensoren verbunden sein, um
beispielsweise Steuersignale an die Leuchten über die jeweiligen Kommunikationsverbindungen
zu senden oder um Sensorsignale von den Sensoren über die jeweiligen Kommunikationsverbindungen
zu empfangen. Außerdem können Kommunikationsverbindungen zwischen den Sensoren und
den Leuchten bestehen. Bei den Kommunikationsverbindungen handelt es sich oftmals,
wenn auch nicht notwendigerweise, um protokollbasierte Kommunikationsverbindungen,
die eine vorherige Anpassung des Steuerungssystems, der Sensoren und der Leuchten
bedarf. Für die protokollbasierte Kommunikationsverbindung bedarf es beispielsweise
der vorherigen Bestimmung von eindeutigen Netzwerkadressen für jeden Teilnehmer, im
vorliegenden Beispiel also eine eindeutige Netzwerkadresse für jede der Leuchten,
für das Steuerungssystem sowie für jeden der Sensoren.
[0003] In der Praxis wurde festgestellt, dass spezifisches Fachwissen notwendig ist, um
die Konfiguration von Vorrichtungen eines Beleuchtungssystems vornehmen zu können,
sodass die Vorrichtungen untereinander eine Kommunikationsverbindung aufbauen können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach konfigurierbares Beleuchtungssystem
zur Beleuchtung eines Gebäudes bereitzustellen.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Beleuchtungssystem mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorgesehen ist also ein Beleuchtungssystem zur Beleuchtung eines
Gebäudes, wobei das Beleuchtungssystem mehrere Vorrichtungen aufweist. Jede Vorrichtung
weist eine Kommunikationseinheit zum Empfangen und/oder Senden von Kommunikationssignalen
auf, wobei mindestens eine der Vorrichtungen als Primärvorrichtung und die mindestens
eine übrige Vorrichtung der Vorrichtungen als Sekundärvorrichtung bezeichnet sind.
Außerdem ist entweder jede Primärvorrichtung oder jede Sekundärvorrichtung als Leuchte
mit Leuchtmittel ausgebildet. Jeder Primärvorrichtung ist jeweils ein von der Primärvorrichtung
körperlich getrennter, erster Transponder zugeordnet, der zur drahtlosen Nahfeldkommunikation
ausgebildet ist, wobei von jedem ersten Transponder erste Identifikationsdaten gespeichert
sind, über die die zugeordnete Primärvorrichtung identifizierbar ist. Außerdem weist
jede Sekundärvorrichtung zusätzlich zur zugehörigen Kommunikationseinheit eine Nahfeld-Funkeinheit
auf, die zum insbesondere automatischen Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung
mit jedem ersten Transponder und zum Auslesen der jeweiligen ersten Identifikationsdaten
über die jeweilige Nahfeld-Funkverbindung ausgebildet ist. Jede Sekundärvorrichtung
ist ausgebildet, vorzugsweise automatisch mittels der jeweils zugehörigen Kommunikationseinheit
eine Kommunikationsverbindung zu jeder Primärvorrichtung unter Verwendung der jeweils
identifizierenden, ersten Identifikationsdaten aufzubauen, wenn die jeweiligen ersten
Identifikationsdaten zuvor von der jeweiligen Sekundärvorrichtung ausgelesen worden
sind.
[0006] Das Beleuchtungssystem bietet aufgrund des mindestens einen ersten Transponders,
der jeweils einer ersten Primärvorrichtung zugeordnet ist, und der Fähigkeit der jeweiligen
Sekundärvorrichtung zum Auslesen von ersten Identifikationsdaten aus dem jeweiligen
Transponder den Vorteil, dass eine Kommunikationsverbindung zwischen der Sekundärvorrichtung
und der jeweiligen Primärvorrichtung automatisch hergestellt werden kann, ohne dass
es hierzu besondere technische Fähigkeiten einer Person bedarf, die das Beleuchtungssystem
in einem Gebäude installieren möchte. Vielmehr kann diese Person im Wesentlichen ohne
technische Vorkenntnisse über die Konfiguration zur Herstellung von Kommunikationsverbindungen
zunächst die bauseitige Befestigung und Installation von Vorrichtungen des Beleuchtungssystems,
inklusive der mindestens einen Primärvorrichtung und der mindestens einen Sekundärvorrichtung,
vornehmen und im Anschluss den mindestens einen ersten Transponder verwenden, um diesen
in die Nähe der jeweiligen Sekundärvorrichtung zu bringen, sodass diese Sekundärvorrichtung
die auf dem ersten Transponder gespeicherten, ersten Identifikationsdaten automatisch
auslesen kann. Die Sekundärvorrichtung ist ausgebildet, unter Verwendung dieser ersten
Identifikationsdaten eine Kommunikationsverbindung zu der Primärvorrichtung automatisch
aufzubauen, die dem ersten Transponder zugeordnet ist. Die das Beleuchtungssystem
bauseitig installierende Person muss deshalb keine weitere Anpassung eines Kommunikationsnetzwerks
oder eines Steuerungssystems vornehmen, um einen Austausch von Steuersignalen über
die Kommunikationsverbindungen zwischen den Vorrichtungen des Beleuchtungssystems
zu gewährleisten.
[0007] Das Beleuchtungssystem kann auch als System zur Beleuchtung eines Gebäudes bezeichnet
und/oder als solches verstanden werden.
[0008] Das Beleuchtungssystem weist mehrere Vorrichtungen auf. Jede dieser Vorrichtungen
ist vorzugsweise direkt oder indirekt ausgebildet, um zur Beleuchtung eines Gebäudes
zu dienen und/oder dazu beizutragen. Eine Leuchte mit einem Leuchtmittel kann beispielsweise
eine dieser Vorrichtungen bilden, die direkt ausgebildet ist, um ein Gebäude zu beleuchten.
Ein Sensor, wie beispielsweise ein Bewegungssensor oder ein Sensor zur Erfassung der
Lichtintensität, kann indirekt ausgebildet sein, um zur Beleuchtung eines Gebäudes
zu dienen. So kann der Sensor beispielsweise zur Erfassung einer Bewegung einer Person
oder zu Erfassung einer Lichtintensität ausgebildet sein. Das von dem Sensor erzeugte
Sensorsignal kann über eine Kommunikationsverbindung direkt oder indirekt zu der Leuchte
gesendet werden, sodass die Leuchte das Emittieren von Licht mittels des Leuchtmittels
basierend auf dem Sensorsignal verursacht.
[0009] Jede Vorrichtung des Beleuchtungssystems weist eine zugehörige Kommunikationseinheit
auf, die zum Empfangen und/oder zum Senden von Kommunikationssignalen ausgebildet
ist. Ein Kommunikationssignal kann beispielsweise ein protokollbasiertes Kommunikationssignal
sein. Mehrere Kommunikationseinheiten in einem gemeinsamen Kommunikationsnetzwerk
können basierend auf einem gemeinsamen Kommunikationsprotokoll Kommunikationssignale
austauschen. Jedes Kommunikationssignal kann als ein Datensignal verstanden werden,
das zugehörige Daten repräsentiert. Als Kommunikationsprotokoll kann beispielsweise
eines der folgenden Protokolle verwendet werden: DALI, KNX oder Matter. Weitere bekannte
Protokolle, insbesondere Netzwerkprotokolle, wie TCP/IP, zur Datenübertragung können
ebenfalls als Kommunikationsprotokoll verwendet werden.
[0010] Außerdem kann jede Kommunikationseinheit zum leitungsgebundenen Senden und/oder Empfangen
der Kommunikationssignale (beispielsweise über Ethernet) und/oder zum drahtlosen Senden
und/oder Empfangen der Kommunikationssignale (beispielsweise über Bluetooth oder WLAN)
ausgebildet sein.
[0011] Grundsätzlich weist das Beleuchtungssystem mehrere Vorrichtungen auf. Vorzugsweise
sind die Vorrichtungen jeweils als einzeln handhabbare Einheit oder jeweils als ein
einzeln handhabbares Gerät ausgebildet. Mindestens eine der Vorrichtungen wird als
Primärvorrichtung bezeichnet. Von den übrigen Vorrichtungen der mehreren Vorrichtungen
wird mindestens eine als Sekundärvorrichtung bezeichnet. So kann es vorgesehen sein,
dass das Beleuchtungssystem mehrere Primärvorrichtungen und/oder mehrere Sekundärvorrichtungen
aufweist. Außerdem kann es vorgesehen sein, dass die mehreren Vorrichtungen des Beleuchtungssystems
jeweils entweder eine Primärvorrichtung oder eine Sekundärvorrichtung sind. Jeder
Primärvorrichtung ist ein erster Transponder zugeordnet. In diesem Fall kann das Beleuchtungssystem
ausschließlich von der mindestens einen Primärvorrichtung, dem mindestens einen zugehörigen,
ersten Transponder und der mindestens einen Sekundärvorrichtung gebildet sein. Der
Prefix "Primär" sowie der Prefix "Sekundär" dienen ausschließlich zu Unterscheidungszwecken,
und insbesondere nicht zur Bestimmung einer Rangordnung zwischen den Vorrichtungen
des Beleuchtungssystems.
[0012] Das Beleuchtungssystem weist mindestens eine Leuchte mit einem Leuchtmittel auf.
Es ist deshalb vorgesehen, dass entweder jede Primärvorrichtung als Leuchte mit Leuchtmittel
oder jede Sekundärvorrichtung als Leuchte mit Leuchtmittel ausgebildet ist. Das Leuchtmittel
ist vorzugsweise ein elektrisches Leuchtmittel. Es ist deshalb ebenfalls vorgesehen,
dass die Leuchte als elektrische Leuchte ausgebildet und/oder als solche bezeichnet
werden kann. Eine Lampe im Sinne der DIN 5039 ist ein technisches Bauteil einer Leuchte,
das durch Energieumwandlung Licht erzeugt und der Beleuchtung dient. Für elektrische
Lampen wird häufig der Begriff Leuchtmittel verwendet. Das Leuchtmittel einer Leuchte
kann deshalb vorzugsweise als eine Lampe im Sinne der DIN 5039 verstanden werden.
Eine Leuchte des Beleuchtungssystems kann derart in einem Gebäude angeordnet und/oder
befestigt sein, um das Gebäude zu beleuchten.
[0013] Die jeweils andere Vorrichtung der mindestens einen Primärvorrichtung und der mindestens
einen Sekundärvorrichtung, die nicht als Leuchte ausgebildet ist, ist vorzugsweise
als ein Sensor zu Erfassung einer Lichtintensität oder zu Erfassung einer Bewegung
einer Person ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, dass die jeweils andere Vorrichtung,
die nicht als Leuchte ausgebildet ist, eine andere Art von Vorrichtung ist.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform des Beleuchtungssystems umfasst das Beleuchtungssystem
mehrere Primärvorrichtungen, die jeweils als Leuchte mit einem Leuchtmittel ausgebildet
sind, und mehrere Sekundärvorrichtungen, die jeweils als Sensor, insbesondere als
Bewegungssensor oder als Helligkeitssensor, ausgebildet sind. In dieser vorherhaften
Ausführungsform des Beleuchtungssystems kann somit jeder Leuchte ein erster Transponder
zugeordnet sein. Jeder Sensor weist in dieser vorteilhaften Ausführungsform eine Nahfeld-Funkeinheit
auf, die zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zu jedem der ersten Transponder
ausgebildet ist.
[0015] Grundsätzlich ist es jedoch nicht festgelegt, dass jede der Primärvorrichtungen als
Leuchte ausgebildet ist. In einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform des Beleuchtungssystems
umfasst das Beleuchtungssystem nämlich mehrere Primärvorrichtungen, die jeweils als
Sensor, insbesondere als Bewegungssensor oder als Helligkeitssensor, ausgebildet sind,
und mehrere Sekundärvorrichtungen, die jeweils als Leuchte mit einem Leuchtmittel
ausgebildet sind. In dieser vorteilhaften Ausführungsform des Beleuchtungssystems
kann jedem Sensor ein erster Transponder zugeordnet sein. Jede Leuchte hingegen weist
in dieser vorteilhaften Ausführungsform eine Nahfeld-Funkeinheit auf, die zum Aufbau
einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zu jedem der ersten Transponder ausgebildet
ist.
[0016] Die beiden zuvor erläuterten, vorteilhaften Ausführungsformen des Beleuchtungssystems
zeigen, dass die Primärvorrichtungen und die Sekundärvorrichtungen vorzugsweise voneinander
abweichen, jedoch grundsätzlich nicht festgelegt ist, welche der Vorrichtungen beispielsweise
als Leuchte und welche der Vorrichtungen beispielsweise als Sensor ausgebildet sind.
In den einzelnen, vorteilhaften Ausgestaltungen des Beleuchtungssystems und in der
Beschreibung zu den Figuren wird dies genauer anhand von weiteren, vorteilhaften Merkmalen
spezifiziert.
[0017] Jeder Primärvorrichtung ist ein jeweils zugehöriger, erster Transponder zugeordnet.
Es ist deshalb vorgesehen, dass jeder erste Transponder einen Teil des Beleuchtungssystems
bildet. Von jedem ersten Transponder sind erste Identifikationsdaten gespeichert,
über die die zugehörige Primärvorrichtung identifizierbar ist. Die ersten Identifikationsdaten
können also die zugehörige, erste Primärvorrichtung identifizieren bzw. zur Identifikation
der ersten Primärvorrichtung ausgestaltet sein. Vorzugsweise ist der erste Transponder
selbst nicht über die ersten Identifikationsdaten identifizierbar. Sofern das Beleuchtungssystem
mehrere Primärvorrichtungen umfasst, ist auch eine entsprechende Anzahl von ersten
Transpondern vorgesehen. Die ersten Identifikationsdaten der ersten Transponder unterscheiden
sich, so dass jede Primärvorrichtung eindeutig über die ersten Identifikationsdaten
des zugeordneten, ersten Transponders identifizierbar ist. Die ersten Identifikationsdaten
können Daten sein, mittels der eine Kommunikationseinheit der jeweiligen Primärvorrichtung
in einem protokollbasierten Kommunikationsnetzwerk eindeutig identifiziert und/oder
adressiert werden kann, um Kommunikationssignale an diese identifizierte und/oder
adressierte Kommunikationseinheit zu übertragen. Die von einem ersten Transponder
gespeicherten Identifikationsdaten erlauben es deshalb einer Kommunikationseinheit
einer Sekundärvorrichtung, eine Kommunikationsverbindung zu der Kommunikationseinheit
der Primärvorrichtung aufzubauen, die durch die jeweiligen Identifikationsdaten identifizierbar
und/oder adressierbar ist.
[0018] Jeder erste Transponder ist körperlich von der zugeordneten Primärvorrichtung getrennt
ausgebildet. Dennoch kann jeder erste Transponder lösbar an der jeweils zugeordneten
Primärvorrichtung befestigt sein. Dies gilt vorzugsweise vor der Installation der
Primärvorrichtung in einem Gebäude. So kann der erste Transponder beispielsweise mittels
eines lösbaren Klebestreifens an der Primärvorrichtung lösbar befestigt sein. Es ist
jedoch auch möglich, dass der erste Transponder gemeinsam mit der Primärvorrichtung
in einer Verkaufsverpackung gebündelt ist, sodass eine Person die Primärvorrichtung
aus dieser Verkaufspackung entnehmen kann, um sie anschließend in dem Gebäude zu installieren.
Der ebenfalls in der Verkaufsverpackung befindliche, erste Transponder kann anschließend
verwendet werden, um eine Kommunikationsverbindung einer Sekundärvorrichtung zu dieser
ersten Primärvorrichtung herzustellen.
[0019] Jeder erste Transponder kann als eine erste Transpondervorrichtung bezeichnet und/oder
ausgestaltet sein. Jeder erste Transponder kann als ein kartenförmiger Transponder,
insbesondere im Scheckkartenformat, ausgestaltet sein. Derartige erste Transponder
können auch kurz als erste Karte bezeichnet sein. Vorzugsweise weist jeder erste Transponder
eine Größe auf, die dem Standard nach ISO/IEC 7810 entspricht. Das Trägermaterial
eines jeden ersten Transponders ist vorzugsweise Kunststoff.
[0020] Durch die körperliche Trennung eines ersten Transponders von der jeweils zugeordneten
Primärvorrichtung ist es möglich, dass der jeweilige erste Transponder besonders einfach
gehandhabt werden kann, insbesondere um die zuvor genannte Kommunikationsverbindung
zu konfigurieren.
[0021] Jeder erste Transponder kann einen Datenspeicher aufweisen, der zur Speicherung der
jeweiligen, ersten Identifikationsdaten ausgebildet ist. Außerdem kann jeder erste
Transponder eine Funkeinheit aufweisen, die ausgebildet ist, sodass eine Nahfeld-Funkeinheit
einer Sekundärvorrichtung eine Nahfeld-Funkverbindung zu der Funkeinheit des ersten
Transponders aufbauen kann.
[0022] Um die ersten Identifikationsdaten von einem ersten Transponder drahtlos auslesen
zu können, weist jede Sekundärvorrichtung eine Nahfeld-Funkeinheit auf. Außerdem ist
jeder erste Transponder zur drahtlosen Nahfeldkommunikation ausgebildet. Diese Ausbildung
ermöglicht es, dass eine Sekundärvorrichtung mittels der zugehörigen Nahfeld-Funkeinheit
eine dedizierte, drahtlose Nahfeld-Funkverbindung zu dem jeweiligen, ersten Transponder
automatisch aufbauen kann. Da die vom ersten Transponder gespeicherten, ersten Identifikationsdaten
über die Nahfeld-Funkverbindung ausgelesen werden können, ist der erste Transponder
auch zur drahtlosen Nahfeldkommunikation ausgebildet. Jeder erste Transponder ist
vorzugsweise als ein passiver Transponder ausgebildet, sodass die Nahfeld-Funkverbindung
aktiv ausschließlich von einer Sekundärvorrichtung aufgebaut werden kann.
[0023] Die Nahfeld-Funkeinheit einer jeweiligen Sekundärvorrichtung baut eine drahtlose
Nahfeld-Funkverbindung zu einem ersten Transponder vorzugsweise nur dann automatisch
auf, wenn der jeweilige erste Transponder in das Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit der
jeweiligen Sekundärvorrichtung gebracht ist. Ist der jeweilige, erste Transponder
außerhalb des Nahfelds der Nahfeld-Funkeinheit der Sekundärvorrichtung, wird keine
Nahfeld-Funkverbindung zu dem jeweiligen, ersten Transponder aufgebaut. Folglich findet
auch kein Auslesen der von dem jeweiligen, ersten Transponder gespeicherten ersten
Identifikationsdaten statt, sodass ebenfalls keine Kommunikationsverbindung zwischen
der Sekundärvorrichtung und der jeweiligen Primärvorrichtung, dem der jeweilige erste
Transponder zugeordnet ist, hergestellt.
[0024] Ein und derselbe, erste Transponder, der einer jeweiligen Primärvorrichtung zugeordnet
ist, kann nacheinander von einer Person händisch in unterschiedliche Nahfelder von
einer entsprechenden Mehrzahl von Nahfeld-Funkeinheiten von Sekundärvorrichtungen
gebracht werden. Nacheinander kann somit jeweils eine Nahfeld-Funkverbindung zum Auslesen
der ersten Identifikationsdaten aufgebaut werden, sodass ebenfalls nacheinander unterschiedliche
Sekundärvorrichtungen eine Kommunikationsverbindung zu ein und derselben, ersten Primärvorrichtung
aufbauen.
[0025] Unter einem Nahfeld wird vorzugsweise ein Bereich mit einem maximalen Abstand von
1,5 m, insbesondere mit einem maximalen Abstand von 50 cm, und weiter bevorzugt mit
einem maximalen Abstand von 10 cm, um eine Nahfeld-Funkeinheit verstanden. So kann
die Nahfeld-Funkeinheit einer jeweiligen Sekundärvorrichtung beispielsweise zum Aufbau
einer Nahfeld-Funkverbindung zu einem Transponder, insbesondere einem ersten Transponder,
allein innerhalb eines entsprechenden Nahfelds um die Nahfeld-Funkeinheit ausgebildet
sein. Diese Funkverbindung wird auch als Nahfeld-Funkverbindung bezeichnet. Ist der
Transponder außerhalb des Nahfelds, kann die Nahfeld-Funkeinheit vorzugsweise keine
Nahfeld-Funkverbindung zu dem Transponder herstellen. Die Beschränkung zum Aufbau
einer Nahfeld-Funkverbindung auf das Nahfeld bietet den Vorteil, dass eine Person,
die die Vorrichtungen des Beleuchtungssystems in einem Gebäude installiert, jeden
ersten Transponder zumindest an eine der Nahfeld-Funkeinheiten der Sekundärvorrichtungen
halten kann und dadurch gewährleistet wird, dass eine Kommunikationsverbindung zu
diesem ersten Transponder ausschließlich durch die Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen
Sekundärvorrichtung aufgebaut werden kann. Hieraus resultiert auch, dass allein diese
Sekundärvorrichtung durch das Einbringen des ersten Transponders in das zugehörige
Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit dieser Sekundärvorrichtung die Möglichkeit zum Auslesen
der von dem jeweiligen ersten Transponder gespeicherten, ersten Identifikationsdaten
erhält. Die Sekundärvorrichtung ist vorzugsweise ausgebildet, die auf dem ersten Transponder
gespeicherten, ersten Identifikationsdaten automatisch mittels der zugehörigen Nahfeld-Funkeinheit
auszulesen. Eine Person kann deshalb durch das händische Einbringen eines ersten Transponders
in das Nahfeld einer Nahfeld-Funkeinheit einer Sekundärvorrichtung bestimmen, dass
diese Sekundärvorrichtung eine Kommunikationsverbindung zu derjenigen Primärvorrichtung
aufbauen kann und soll, die über die vom ersten Transponder gespeicherten, ersten
Identifikationsdaten identifizierbar ist. Detaillierte Fachkenntnisse über die Konfiguration
der Primärvorrichtung, der Sekundärvorrichtung oder eines Kommunikationsnetzes benötigt
die Person nicht.
[0026] Die Kommunikationsverbindung zwischen einer Sekundärvorrichtung und einer Primärvorrichtung
kann zum Übertragen von Steuersignalen und/oder Sensorsignalen ausgebildet sein. Die
Steuersignale und/oder Sensorsignale können zum direkten oder indirekten Steuern der
Primärvorrichtung dienen. Ist eine Primärvorrichtung beispielsweise als eine Leuchte
mit einem Leuchtmittel ausgebildet, so können Sensorsignale über die Kommunikationsverbindung
zu der jeweiligen Primärvorrichtung übertragen werden, sodass das zugehörige Leuchtmittel
in Abhängigkeit von dem Sensorsignal gesteuert wird, beispielsweise in der Art, dass
die Lichtintensität und/oder Lichtfarbe des von dem Leuchtmittel erzeugten Lichts
in Abhängigkeit des Steuersignals von der jeweiligen Primärvorrichtung gesteuert wird.
[0027] Der erste Transponder und die Nahfeld-Funkeinheit der Sekundärvorrichtung können
ausgebildet sein, sodass als Nahfeld-Funkverbindung eine RFID-Funkverbindung und/oder
eine NFC-Funkverbindung zwischen dem ersten Transponder und der Nahfeld-Funkeinheit
aufgebaut werden kann. Somit kann jede Nahfeld-Funkeinheit beispielsweise als eine
RFID-Funkeinheit oder als eine NFC-Funkeinheit ausgebildet sein. Jeder erste Transponder
kann in entsprechender Weise zur drahtlosen RFID-Funkkommunikation oder zur drahtlosen
NFC-Funkkommunikation ausgebildet sein. Der Begriff RFID steht dabei für Radio Frequency
Identification. Der Begriff NFC steht für Near Field Communication. Eine NFC-Funkverbindung
kann nach dem relevanten NFC Standard ausgestaltet sein. Hierzu korrespondierend können
die Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen Sekundärvorrichtung und der jeweilige erste
Transponder ausgebildet sein. So kann jeder erste Transponder beispielsweise als RFID-Transponder
oder als NFC-Transponder ausgebildet sein. Die Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen
Sekundärvorrichtung kann in entsprechender Weise als eine RFID-Funkeinheit oder als
eine NFC-Funkeinheit ausgebildet sein.
[0028] Eine Nahfeld-Funkverbindung kann jedoch auch durch eine auf ein Nahfeld begrenzte
WLAN-Funkverbindung oder durch eine auf ein Nahfeld begrenzte Bluetooth-Funkverbindung
gebildet sein. Auch in diesem Zusammenhang können die Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen
Sekundärvorrichtung und der erste Transponder in entsprechender Weise ausgebildet
sein.
[0029] In jeder der Sekundärvorrichtungen können die zugehörige Kommunikationseinheit und
die zugehörige Nahfeld-Funkeinheit integral ausgebildet sein, jedoch stellen sie unterschiedliche
Kommunikationswege bereit.
[0030] Vorzugsweise ist jede Sekundärvorrichtung ausgebildet, um mindestens eine Primärvorrichtung
über die jeweils entsprechende Kommunikationsverbindung zu steuern.
[0031] Jede der Vorrichtungen kann eine Steuereinheit aufweisen, die zum Steuern der zugehörigen
Kommunikationseinheit ausgebildet ist.
[0032] Sofern eine Vorrichtung weitere Teile, wie eine Nahfeld-Funkeinheit, einen Datenspeicher,
Display, etc. umfasst, kann die Steuereinheit der jeweiligen Vorrichtung mit jedem
dieser Teile gekoppelt sein und/oder das jeweilige Teil steuern.
[0033] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch aus,
dass jede Vorrichtung des Beleuchtungssystems zur stationären Befestigung an einer
Decke und/oder einer Wand eines Gebäudes ausgebildet sind. Zur Beleuchtung eines Gebäudes
können beispielsweise Leuchten an einer Decke oder einer Wand eines Gebäudes befestigt
werden. Eine Leuchte kann eine beispielhafte Ausgestaltung einer Vorrichtung des Beleuchtungssystems
sein. Ein Sensor, der zur Erfassung einer Bewegung einer Person oder zu Erfassung
einer Lichtintensität ausgebildet ist, kann ein weiteres Beispiel für eine Vorrichtung
des Beleuchtungssystems sein. Ein derartiger Sensor kann auch als Melder bezeichnet
oder als ein Teil eines Melders ausgebildet sein. Bei den Vorrichtungen des Beleuchtungssystems
handelt es sich deshalb vorzugsweise um in einem Gebäude installierbare Vorrichtungen,
die direkt oder indirekt zur Beleuchtung des Gebäudes beitragen.
[0034] Die Vorrichtungen des Beleuchtungssystems sind vorzugsweise stationär installierbare
Vorrichtungen. Eine Leuchte ist beispielsweise eine derartige Vorrichtung, die stationär
an einer Decke oder einer Wand eines Gebäudes befestigt und damit installiert werden
kann. Ein Teil der Vorrichtungen oder sämtliche Vorrichtungen des Beleuchtungssystems
können alternativ jedoch als mobile Vorrichtungen ausgebildet sein. Eine mobile Vorrichtung
kann beispielsweise eine mobile Leuchte sein. Eine mobile Leuchte kann durch eine
Batterie mit elektrischer Energie versorgt sein. Eine mobile Leuchte kann von mindestens
einer Person gegriffen und gehandhabt werden, ohne dass sie stationär an der Wand
oder Decke des Gebäudes befestigt ist. Eine mobile Leuchte kann beispielsweise eine
Stehleuchte sein. Sie kann über ein Kabel für eine Steckdose mit elektrischer Energie
versorgt werden. Ein Sensor kann ein Teil eines mobilen Melders sein, der ein weiteres
Beispiel für eine mobile Vorrichtung des Beleuchtungssystems bildet. Derartige Melder
oder Sensoren können durch Batterien mit elektrischer Energie versorgt sein.
[0035] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass jede Sekundärvorrichtung zur stationären Befestigung an der Decke und/oder
Wand eines Gebäudes und jede Primärvorrichtung als mobile Primärvorrichtung ausgebildet
sind. Jede Sekundärvorrichtung kann beispielsweise von einem stationär an der Decke
und/oder Wand befestigbaren Sensor gebildet sein, der zur Erkennung einer Bewegung
einer Person oder zur Erkennung der Lichtintensität ausgebildet ist. Jede Primärvorrichtung
kann als eine mobile Leuchte ausgebildet sein, die ein Leuchtmittel sowie einen elektrischen
Energiespeicher, wie eine Batterie, aufweist. Die Leuchten können nach Bedarf beispielsweise
in einem Raum platziert werden, um diesen Raum des Gebäudes zu beleuchten. Jeder erste
Transponder dieser Leuchten kann beispielswiese an die mindestens eine Nahfeld-Funkeinheit
der mindestens einen Sekundärvorrichtung gehalten werden, die an der Decke oder der
Wand dieses Raums des Gebäudes stationär befestigt sein kann. In diesem Fall werden
die Sekundärvorrichtungen, die die ersten Identifikationsdaten ausgelesen haben, entsprechende
Kommunikationsverbindungen zu den Leuchten herstellen, sodass die mindestens eine
Sekundärvorrichtung Steuersignale über Kommunikationsverbindungen an die dadurch gekoppelten
Leuchten senden kann, um die Leuchten mittels der Steuersignale zu steuern.
[0036] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass jede Primärvorrichtung zur stationären Befestigung an der Decke und/oder
Wand eines Gebäudes und jede Sekundärvorrichtung als mobile Sekundärvorrichtung ausgebildet
sind. Auch in dieser vorteilhaften Ausgestaltung können die Primärvorrichtungen als
Leuchten ausgebildet sein, die jeweils ein Leuchtmittel aufweisen. Jede der Leuchten
kann zur stationären Befestigung an der Decke oder der Wand des Gebäudes ausgebildet
sein. Bei den Leuchten handelt es sich deshalb vorzugsweise um stationäre Leuchten.
Jeder der Leuchten ist ein eigener, erster Transponder zugeordnet. Jede Sekundärvorrichtung
dieser vorteilhaften Ausgestaltung des Beleuchtungssystems kann als mobiler Sensor
ausgebildet sein, der beispielsweise zur Erkennung einer Bewegung einer Person oder
zur Erfassung der Lichtintensität ausgebildet ist. Jeder mobile Sensor kann auch als
mobiler Melder bezeichnet sein und/oder entsprechend ausgebildet sein. So kann jeder
mobile Sensor beispielsweise von einer Person händisch gehandhabt werden und an einem
beliebigen Ort innerhalb eines Raums des Gebäudes platziert werden. Dadurch ist eine
besonders einfache Bewegungsüberwachung oder Überwachung der Lichtintensität des Raums
möglich. Jeder erste Transponder kann beispielswiese an die mindestens eine Nahfeld-Funkeinheit
des mindestens einen Sensors gehalten werden. In diesem Fall werden die Sensoren,
die die ersten Identifikationsdaten ausgelesen haben, entsprechende Kommunikationsverbindungen
zu den Leuchten herstellen, sodass der mindestens eine Sensor Steuersignale über Kommunikationsverbindungen
an die dadurch gekoppelten Leuchten senden kann, um die Leuchten mittels der Steuersignale
zu steuern.
[0037] Außerdem hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn mindestens eine Sekundärvorrichtung
als mobile Vorrichtung ausgebildet ist. So kann beispielsweise mindestens eine der
Sekundärvorrichtungen als ein Mobiltelefon mit Nahfeld-Funkeinheit, insbesondere mit
einer NFC-Funkeinheit, ausgebildet sein. Über das Mobiltelefon kann mindestens eine
der Leuchten gesteuert werden.
[0038] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass jede Primärvorrichtung ebenfalls eine Nahfeld-Funkeinheit zusätzlich zu
der zugehörigen Kommunikationseinheit aufweist. Über die Nahfeld-Funkeinheit kann
eine Konfiguration der jeweiligen Primärvorrichtung vorgenommen werden. So kann die
Nahfeld-Funkeinheit der Primärvorrichtung ebenfalls zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung
zu einem Transponder und zum Auslesen der auf dem jeweiligen Transponder gespeicherten
Daten ausgebildet sein. Über diese Daten kann eine Konfiguration der jeweiligen Primärvorrichtung
vorgenommen werden.
[0039] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass das Beleuchtungssystem mehrere, insbesondere mindestens fünf Primärvorrichtungen
und maximal drei, insbesondere genau eine Sekundärvorrichtung aufweist. Dies bietet
den Vorteil, dass jede Sekundärvorrichtung mit mehreren Primärvorrichtungen über entsprechende
Kommunikationsverbindungen gekoppelt werden kann. Jede der Sekundärvorrichtungen kann
beispielsweise ausgebildet sein, mehrere der Primärvorrichtungen über Steuersignale
zu steuern, die die Sekundärvorrichtung über die Kommunikationsverbindungen an die
jeweiligen Primärvorrichtungen senden kann.
[0040] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass jede Primärvorrichtung als eine Leuchte mit Leuchtmittel ausgebildet ist.
In diesem Fall kann jeder Leuchte ein körperlich getrennter, erster Transponder zugeordnet
sein. Diese körperlich getrennte Zuordnung des Transponders erlaubt es, dass die Leuchte
kompakt ausgebildet ist. Außerdem ist es bevorzugt vorgesehen, dass keine der Sekundärvorrichtungen
als Leuchte ausgebildet ist. Vielmehr ist es bevorzugt vorgesehen, dass jede der Leuchten
zum Empfang von einem Steuersignal ausgebildet ist, das zur Steuerung der jeweiligen
Leuchte dient. Außerdem kann jede der Leuchten ausgebildet sein, dass zugehörige Leuchtmittel
basierend auf einem empfangenen Steuersignal zu steuern. So kann beispielsweise die
Lichtfarbe oder Lichtintensität des von dem Leuchtmittel erzeugten Lichts basierend
auf einem empfangenen Steuersignal von der Leuchte gesteuert werden.
[0041] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass jede Sekundärvorrichtung als eine Vorrichtung der folgenden Gruppe ausgebildet
ist: Bewegungsmelder, mobiles Endgerät, Gerät mit Benutzerschnittstelle zum Steuern
von Leuchten, übergeordnete Steuerungseinheit und Netzwerkbrücke. Beispielsweise kann
eine Sekundärvorrichtung als ein Bewegungsmelder ausgebildet sein, der einen Sensor
zur Erfassung einer Bewegung einer Person umfasst. Von einem Bewegungsmelder ist auch
die Ausgestaltung eines Präsenzmelders erfasst. Ein Bewegungsmelder kann vorzugsweise
noch weitere Sensoren, insbesondere zur Erfassung von einer Lichtintensität, einer
Temperatur, Schallwellen, einer Luftfeuchte, einem Luftdruck und/oder einer Luftgüte
(wie beispielsweise VOC-Gehalt oder CO
2-Wert), aufweisen.
[0042] Eine Sekundärvorrichtung kann jedoch auch gemäß der zuvor genannten, vorteilhaften
Ausgestaltung des Beleuchtungssystems als ein mobiles Endgerät, wie ein mobiles Telefon,
ausgebildet sein. Das mobile Endgerät ist vorzugsweise als ein Mobiletelefon mit einem
Touchscreen ausgebildet. Das mobile Endgerät kann zum Aufbau einer Funkverbindung
eine entsprechende Funkeinheit aufweisen, die eine Kommunikationseinheit des mobilen
Telefons bildet. Beispielsweise kann das mobile Endgerät als Kommunikationseinheit
eine WLAN-Funkeinheit zum Aufbau einer WLAN-Funkverbindung und/oder eine Bluetooth-Funkeinheit
zum Aufbau einer Bluetooth-Funkverbindung aufweisen. Außerdem kann das Mobiltelefon
als Nahfeld-Funkeinheit beispielsweise eine NFC-Funkeinheit aufweisen. Die weiteren
Alternativen der Gruppe der zuvor genannten, vorteilhaften Ausgestaltung des Beleuchtungssystems
bilden jeweils mögliche Beispiele einer Sekundärvorrichtung. Eines dieser Beispiele
betrifft eine Netzwerkbrücke. Die Netzwerkbrücke ist vorzugsweise zum Aufbau einer
Kommunikationsverbindung mit einem Gebäudemanagement-System ausgebildet.
[0043] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass von jedem ersten Transponder außerdem erste Gruppendaten gespeichert sind,
über die eine erste Gruppe von Primärvorrichtungen identifizierbar ist, wobei jeder
Primärvorrichtung jeweils ein von der Primärvorrichtung körperlich getrennter, zweiter
Transponder zugeordnet ist, der zur drahtlosen Nahfeldkommunikation ausgebildet ist,
wobei von jedem zweiten Transponder zweite Gruppendaten gespeichert sind, über die
eine zweite Gruppe von Primärvorrichtungen identifizierbar ist, wobei die Nahfeld-Funkeinheit
einer jeden Sekundärvorrichtung zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung
mit jedem ersten und zweiten Transponder und zum Auslesen der jeweiligen Gruppendaten
über die jeweilige Nahfeld-Funkverbindung ausgebildet ist, wobei jede Sekundärvorrichtung
ausgebildet ist, die Primärvorrichtungen vorzugsweise automatisch der ersten und/oder
zweiten Gruppe basierend auf den ausgelesenen ersten und zweiten Gruppendaten zuzuordnen,
und wobei jede Sekundärvorrichtung ausgebildet ist, die Primärvorrichtungen gruppenweise
entsprechend ihrer jeweiligen Zuordnung zur ersten und/oder zweiten Gruppe über Kommunikationssignale
zu steuern.
[0044] Zuvor wurde bereits ausgeführt, dass jeder Primärvorrichtung jeweils ein von der
Primärvorrichtung körperlich getrennter, erster Transponder zugeordnet ist, von dem
erste Identifikationsdaten gespeichert sind, über die die zugeordnete Primärvorrichtung
identifizierbar ist. Gemäß der zuvor genannten, vorteilhaften Ausgestaltung des Beleuchtungssystems
ist jeder Primärvorrichtung außerdem ein körperlich getrennter, zweiter Transponder
zugeordnet. Der einer jeweiligen Primärvorrichtung zugeordneten, erste und zweite
Transponder sind voneinander verschieden. Insbesondere unterscheiden sie sich in den
gespeicherten Gruppendaten. Von dem zweiten Transponder können aber ebenfalls erste
Identifikationsdaten gespeichert sein, über die die zugeordnete Primärvorrichtung
identifizierbar ist. Für den zweiten Transponder wird deshalb vorzugsweise auf die
vorteilhaften Erläuterungen, bevorzugten Merkmale, technischen Effekte und Vorteile
in analoger Weise Bezug genommen, wie sie zuvor im Zusammenhang mit der Identifizierung
einer Primärvorrichtung basierend auf den von dem ersten Transponder gespeicherten
ersten Identifikationsdaten erörtert worden sind.
[0045] Die von einem jeweiligen ersten Transponder gespeicherten, ersten Gruppendaten sind
geeignet, um die erste Gruppe zu identifizieren. So können diese ersten Gruppendaten
beispielsweise die Kennung "erste Gruppe" repräsentieren. Von dem jeweiligen zweiten
Transponder sind zweite Gruppendaten gespeichert, um die zweite Gruppe zu identifizieren.
Die zweiten Gruppendaten können beispielsweise die Kennung "zweite Gruppe" repräsentieren.
Zwar ist jeder Primärvorrichtung jeweils ein erster Transponder und jeweils ein zweiter
Transponder zugeordnet, jedoch wird erst durch eine Sekundärvorrichtung automatisch
bestimmt, ob die jeweilige Primärvorrichtung der ersten Gruppe und/oder der zweiten
Gruppe zugeordnet wird. Die jeweilige Sekundärvorrichtung führt die automatische Zuordnung
aber erst dann aus, wenn eine Person zumindest einen der beiden Transponder in das
Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen Sekundärvorrichtung bringt, sodass
die Nahfeld-Funkeinheit die jeweiligen Gruppendaten, also die ersten Gruppendaten
und/oder die zweiten Gruppendaten, aus dem mindestens einen Transponder auslesen kann.
[0046] Verwendet eine Person, die mehrere Primärvorrichtungen in einem Gebäude installiert
hat, die beiden Transponder jeder der mehreren Primärvorrichtungen derart, dass eine
erste Untermenge der ersten Transponder, also eine Anzahl, die kleiner als die Gesamtanzahl
der installierten Primärvorrichtung ist, nacheinander in das Nahfeld einer Nahfeld-Funkeinheit
einer Sekundärvorrichtung und anschließend eine zweite Untermenge der zweiten Transponder
nacheinander in das Nahfeld der gleichen Nahfeld-Funkeinheit der genannten Sekundärvorrichtung
gebracht werden, so wird die Sekundärvorrichtung ausschließlich die den ersten Transpondern
der ersten Untermenge zugeordneten Primärvorrichtungen der ersten Gruppe von Primärvorrichtungen
und ausschließlich die den zweiten Transpondern der zweiten Untermenge zugeordneten
Primärvorrichtungen der zweiten Gruppe von Primärvorrichtungen zuordnen. Die die Primärvorrichtungen
in dem Gebäude installierende Person kann deshalb durch die Handhabung der ersten
und zweiten Transponder besonders einfach und zugleich ohne technisches Fachwissen
bestimmen, welche der installierten Primärvorrichtungen mittels der Sekundärvorrichtung
der ersten Gruppe von Primärvorrichtungen und/oder der zweiten Gruppe von Primärvorrichtungen
zugeordnet wird. Grundsätzlich ist es möglich, dass die ersten und zweiten Transponder
derart gehandhabt werden, dass die in dem Gebäude installierten Primärvorrichtungen
entweder der ersten Gruppe von Primärvorrichtungen oder der zweiten Gruppe von Primärvorrichtungen
zugeordnet werden. Es ist jedoch auch möglich, dass mindestens eine der installierten
Primärvorrichtungen durch Einbringung beider zugeordneter Transponder in das Nahfeld
der Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen Sekundärvorrichtung beiden Gruppen mittels
der Sekundärvorrichtung zugeordnet wird. Zu erwarten ist jedoch, dass nicht sämtliche,
installierte Primärvorrichtungen beiden Gruppen zugeordnet werden. Vielmehr wird es
oftmals eintreten, dass zwar eine kleinere Anzahl von installierten Primärvorrichtungen
beiden Gruppen zugeordnet ist, jedoch die übrigen, installierten Primärvorrichtungen
entweder der ersten Gruppe oder der zweiten Gruppe mittels der Sekundärvorrichtung
zugeordnet werden.
[0047] Bis auf die gespeicherten Gruppendaten können der einer Primärvorrichtung zugeordnete,
erste Transponder und der gleichen Primärvorrichtung zugeordnete, zweite Transponder
gleich ausgebildet sein. Sie können also in analoger Weise zur drahtlosen Nahfeldkommunikation
ausgebildet sein. Deshalb ist es auch möglich, dass die Nahfeld-Funkeinheit einer
Sekundärvorrichtung zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zu dem ersten
Transponder einer jeweiligen Primärvorrichtung und zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung
zu dem zweiten Transponder der genannten Primärvorrichtung ausgebildet ist. Vorzugsweise
wird der Aufbau der beiden Nahfeld-Funkverbindungen nacheinander erfolgen. Zu dem
Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zwischen der Nahfeld-Funkeinheit einer
Sekundärvorrichtung und dem zweiten Transponder wird auf die vorteilhaften Erläuterungen,
bevorzugten Merkmale, technischen Effekte und Vorteile in analoger Weise Bezug genommen,
wie sie zu dem Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zwischen der Nahfeld-Funkeinheit
der Sekundärvorrichtung und dem ersten Transponder zuvor bereits erläutert worden
sind. Entsprechendes gilt für das Auslesen der zweiten Gruppendaten. So wird für das
Auslesen der zweiten Gruppendaten, die auf einem zweiten Transponder gespeichert sind,
auf die vorteilhaften Erläuterungen, bevorzugten Merkmale, technischen Effekte und
Vorteile in analoger Weise Bezug genommen, wie sie zu dem Auslesen der ersten Gruppendaten
eines ersten Transponders zuvor erläutert worden sind.
[0048] Jede der Sekundärvorrichtungen ist ausgebildet, die der ersten Gruppe zugeordneten
Primärvorrichtungen und die der zweiten Gruppe zugeordneten Primärvorrichtungen gruppenweise,
also entsprechend ihrer jeweiligen Zuordnung zu der ersten Gruppe und/oder der zweiten
Gruppe, über Kommunikationssignale zu steuern. Kommunikationssignale können beispielsweise
Steuersignale sein, die von der jeweiligen Sekundärvorrichtung über die Kommunikationsverbindungen
zu jeder Primärvorrichtung der zu steuernden Gruppe von Primärvorrichtungen versendet
werden können, um die Primärvorrichtungen der zu steuernden Gruppe von Primärvorrichtungen
zu steuern. Jeder Primärvorrichtung der zu steuernden Gruppe von Primärvorrichtungen
kann das gleiche Steuersignal von der Sekundärvorrichtung gesendet werden. Ist jede
der Primärvorrichtungen als eine Leuchte mit einem Leuchtmittel ausgebildet, so kann
die Sekundärvorrichtung das gleiche Steuersignal an jede Primärvorrichtung der zu
steuernden Gruppe von Primärvorrichtungen versenden, um beispielsweise die Lichtintensität
und/oder Lichtfarbe des Lichts zu verändern, das von den Leuchtmitteln der Leuchten
emittiert wird, die die zu steuernde Gruppe von Primärvorrichtungen bilden. Da die
Sekundärvorrichtung zuvor die Zuordnung der Primärvorrichtungen in die erste und/oder
zweite Gruppe bestimmt hat, ist die Sekundärvorrichtung auch dazu konfiguriert, die
Steuersignale gezielt und ausschließlich an die zu steuernde Gruppe von Primärvorrichtungen
zu versenden. Das Versenden der Steuersignale erfolgt dabei über die Kommunikationsverbindungen
zwischen den Primärvorrichtungen der zu steuernden Gruppe von Primärvorrichtungen
und der Sekundärvorrichtung.
[0049] Die zu steuernde Gruppe von Primärvorrichtungen kann die erste Gruppe von Primärvorrichtungen
oder die zweite Gruppe von Primärvorrichtungen sein. Dadurch ist es möglich, dass
die Sekundärvorrichtung die erste Gruppe von Primärvorrichtungen und anschließend
die zweite Gruppe von Primärvorrichtungen über entsprechende Kommunikationssignale,
insbesondere Steuersignale, steuert. Die jeweilige Sekundärvorrichtung kann außerdem
konfiguriert sein, die erste Gruppe von Primärvorrichtungen nach einem ersten Steuerungsschema
und die zweite Gruppe von Primärvorrichtungen nach einem zweiten Steuerungsschema
zu steuern, wobei sich die beiden Steuerungsschemata unterscheiden. So kann das erste
Steuerungsschema beispielsweise die Helligkeit von zu emittierendem Licht und das
zweite Steuerungsschema beispielsweise die Lichtfarbe von zu emittierendem Licht betreffen.
Die beiden Steuerungsschemata können sich jedoch auch durch andere Lichtparameter
unterscheiden.
[0050] Ohne Beschränkung des grundlegenden Erfindungsgedankens sei angemerkt, dass sich
die folgenden vier, vorteilhaften Ausgestaltungen des Beleuchtungssystems allein beispielhaft
und nur vorzugsweise von den zuvor beschriebenen vier, vorteilhaften Ausgestaltungen
des Beleuchtungssystems dadurch unterscheiden können, dass die Primärvorrichtungen
und die Sekundärvorrichtungen zumindest teilweise umgekehrte und/oder unterschiedliche
Funktionen erfüllen können. Für die zuvor beschriebenen vier, vorteilhaften Ausgestaltungen
des Beleuchtungssystems und die nachfolgenden vier, vorteilhaften Ausgestaltungen
des Beleuchtungssystems wird deshalb nur bevorzugt und wechselweise in analoger Weise
auf die jeweils vorteilhaften Erläuterungen, bevorzugten Merkmale, technischen Effekte
und Vorteile Bezug genommen.
[0051] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass das Beleuchtungssystem mehrere, insbesondere mindestens fünf Sekundärvorrichtungen,
und maximal drei, insbesondere genau eine Primärvorrichtung aufweist. Jede der Primärvorrichtungen
kann beispielsweise ausgebildet sein, mehrere der Sekundärvorrichtungen über Steuersignale
zu steuern, die die jeweilige Primärvorrichtung über die Kommunikationsverbindungen
an die jeweiligen Sekundärvorrichtungen senden kann.
[0052] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass jede Primärvorrichtung als eine Vorrichtung der folgenden Gruppe ausgebildet
ist: Bewegungsmelder, mobiles Endgerät, Gerät mit Benutzerschnittstelle zum Steuern
von Leuchtmitteln, übergeordnete Steuerungseinheit und Netzwerkbrücke. Beispielsweise
kann eine Primärvorrichtung als ein Bewegungsmelder ausgebildet sein, der einen Sensor
zur Erfassung einer Bewegung einer Person umfasst. Von einem Bewegungsmelder ist auch
die Ausgestaltung eines Präsenzmelders erfasst. Ein Bewegungsmelder kann vorzugsweise
noch weitere Sensoren, insbesondere zur Erfassung von einer Lichtintensität, einer
Temperatur, Schallwellen, einer Luftfeuchte, einem Luftdruck und/oder einer Luftgüte
(wie beispielsweise VOC-Gehalt oder CO
2-Wert), aufweisen. Außerdem ist jeder Primärvorrichtung ein körperlich getrennter,
erster Transponder zugeordnet. Die körperlich getrennte Zuordnung des ersten Transponders
erlaubt es, dass die jeweilige, zugehörige Primärvorrichtung, vorzugsweise ausgestaltet
als ein Bewegungsmelder oder ein mobiles Endgerät, besonders kompakt ausgestaltet
ist. Außerdem ist es bevorzugt vorgesehen, dass keine der Primärvorrichtungen als
Leuchte ausgebildet ist.
[0053] Eine Primärvorrichtung kann gemäß der zuvor genannten, vorteilhaften Ausgestaltung
des Beleuchtungssystems als ein mobiles Endgerät, wie ein mobiles Telefon, ausgebildet
sein. Das mobile Endgerät ist vorzugsweise als ein Mobiletelefon mit einem Touchscreen
ausgebildet.
[0054] Das mobile Endgerät kann zum Aufbau einer WLAN-Funkverbindung eine entsprechende
WLAN-Funkeinheit aufweisen, die eine Kommunikationseinheit des mobilen Telefons bildet.
Die weiteren Alternativen der Gruppe der zuvor genannten, vorteilhaften Ausgestaltung
des Beleuchtungssystems bilden jeweils mögliche Beispiele einer Primärvorrichtung.
Eines dieser Beispiele betrifft eine Netzwerkbrücke. Die Netzwerkbrücke ist vorzugsweise
zum Aufbau einer Kommunikationsverbindung mit einem Gebäudemanagement-System ausgebildet.
[0055] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass jede Sekundärvorrichtung als Leuchte mit Leuchtmittel ausgebildet ist. Eine
als Leuchte ausgebildete Sekundärvorrichtung ist über die zugehörige Nahfeld-Funkeinheit
zum vorzugsweise automatischen Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zu einem
ersten Transponder ausgebildet, sobald dieser erste Transponder in das Nahfeld der
jeweiligen Nahfeld-Funkeinheit gebracht wird. Außerdem ist die Nahfeld-Funkeinheit
zum Auslesen der von diesem ersten Transponder gespeicherten ersten Identifikationsdaten
ausgebildet. Die als Leuchte ausgebildete Sekundärvorrichtung kann deshalb vorzugsweise
automatisch mittels der zugehörigen Kommunikationseinheit eine Kommunikationsverbindung
zu der Primärvorrichtung unter Verwendung der zuvor ausgelesenen, ersten Identifikationsdaten
aufbauen. Diese Kommunikationsverbindung kann verwendet werden, sodass die Primärvorrichtung
ein Kommunikationssignal an die Sekundärvorrichtung sendet. Es ist jedoch auch möglich,
dass diese Kommunikationsverbindung verwendet werden kann, sodass die Sekundärvorrichtung
ein Kommunikationssignal an die Primärvorrichtung sendet. Jede der Kommunikationsverbindungen
kann deshalb zum bidirektionalen Austausch von Kommunikationssignalen ausgebildet
und/oder verwendet werden. Sobald also eine Kommunikationsverbindung zwischen einer
als Leuchte ausgebildeten Sekundärvorrichtung und einer Primärvorrichtung hergestellt
ist, kann die Primärvorrichtung beispielsweise ein als Steuersignal ausgestaltetes
Kommunikationssignal an die als sekundäre Vorrichtung ausgebildete Leuchte senden.
Jede der Leuchten kann zum Empfang eines Steuersignals ausgebildet sein, das zur Steuerung
der jeweiligen Leuchte, und insbesondere zur Steuerung des zugehörigen Leuchtmittels,
dient. Außerdem kann jede der Leuchten ausgebildet sein, das zugehörige Leuchtmittel
basierend auf einem empfangenen Steuersignal zu steuern. So kann beispielsweise die
Lichtfarbe oder die Lichtintensität des von dem Leuchtmittel erzeugten Lichts basierend
auf einem empfangenen Steuersignal von der Leuchte gesteuert werden.
[0056] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Beleuchtungssystems zeichnet sich dadurch
aus, dass von jedem ersten Transponder außerdem erste Gruppendaten gespeichert sind,
über die eine erste Gruppe von Sekundärvorrichtungen identifizierbar ist, wobei jeder
Primärvorrichtung jeweils ein von der Primärvorrichtung körperlich getrennter, zweiter
Transponder zugeordnet ist, der zur drahtlosen Nahfeldkommunikation ausgebildet ist,
wobei von jedem zweiten Transponder zweite Gruppendaten gespeichert sind, über die
eine zweite Gruppe von Sekundärvorrichtungen identifizierbar ist, wobei die Nahfeld-Funkeinheit
einer jeden Sekundärvorrichtung zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung
mit jedem ersten und zweiten Transponder und zum Auslesen der jeweiligen Gruppendaten
über die jeweilige Nahfeld-Funkverbindung ausgebildet ist, wobei jede Sekundärvorrichtung
ausgebildet ist, sich der ersten und/oder zweiten Gruppe basierend auf den ersten
und zweiten Gruppendaten zuzuordnen, und wobei jede Primärvorrichtung ausgebildet
ist, die Sekundärvorrichtungen gruppenweise entsprechend ihrer jeweiligen Zuordnung
zur ersten und/oder zweiten Gruppe über Kommunikationssignale zu steuern.
[0057] Zuvor wurde bereits ausgeführt, dass jeder Primärvorrichtung jeweils ein von der
Primärvorrichtung körperlich getrennter, erster Transponder zugeordnet ist, von dem
erste Identifikationsdaten gespeichert sind, über die die zugeordnete Primärvorrichtung
identifizierbar ist. Gemäß der zuvor genannten, vorteilhaften Ausgestaltung des Beleuchtungssystems
ist jeder Primärvorrichtung außerdem ein körperlich getrennter, zweiter Transponder
zugeordnet. Der einer jeweiligen Primärvorrichtung zugeordneten, erste und zweite
Transponder sind voneinander verschieden. Insbesondere unterscheiden sie sich in den
gespeicherten Gruppendaten. Von dem zweiten Transponder können aber ebenfalls erste
Identifikationsdaten gespeichert sein, über die die zugeordnete Primärvorrichtung
identifizierbar ist. Für den zweiten Transponder wird deshalb vorzugsweise auf die
vorteilhaften Erläuterungen, bevorzugten Merkmale, technischen Effekte und Vorteile
in analoger Weise Bezug genommen, wie sie zuvor im Zusammenhang mit der Identifizierung
einer Primärvorrichtung basierend auf den von dem ersten Transponder gespeicherten
ersten Identifikationsdaten erläutert worden sind.
[0058] Die von einem jeweiligen ersten Transponder gespeicherten, ersten Gruppendaten sind
geeignet, um die erste Gruppe zu identifizieren. So können diese ersten Gruppendaten
beispielsweise die Kennung "erste Gruppe" repräsentieren. Von dem jeweiligen zweiten
Transponder sind zweite Gruppendaten gespeichert, um die zweite Gruppe zu identifizieren.
[0059] Die zweiten Gruppendaten können beispielsweise die Kennung "zweite Gruppe" repräsentieren.
[0060] Zwar ist jeder Primärvorrichtung jeweils ein von der jeweiligen Primärvorrichtung
körperlich trennbarer und/oder einzeln handhabbarer, erster Transponder und jeweils
ein von der jeweiligen Primärvorrichtung körperlich trennbarer und/oder einzeln handhabbarer,
zweiter Transponder zugeordnet, jedoch dienen die von den beiden Transpondern gespeicherten
Gruppendaten nicht dazu, um die jeweilige Primärvorrichtung zumindest einer der beiden
Gruppen zuzuordnen. Vielmehr dienen die von den beiden Transpondern gespeicherten
Gruppendaten optional zur Zuordnung einer Sekundärvorrichtung zu einer oder zu beiden
der beiden Gruppen. Ob eine Sekundärvorrichtung der ersten Gruppe von Sekundärvorrichtungen
und/oder der zweiten Gruppe von Sekundärvorrichtungen zugeordnet wird, wird allein
durch die jeweilige sekundäre Vorrichtung automatisch bestimmt. Die jeweilige Sekundärvorrichtung
führt die automatische Zuordnung aber erst dann aus, wenn eine Person zumindest einen
der beiden Transponder in das Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen Sekundärvorrichtung
bringt, sodass die Nahfeld-Funkeinheit die jeweiligen Gruppendaten, also die ersten
Gruppendaten und/oder die zweiten Gruppendaten, aus dem mindestens einen Transponder
auslesen kann.
[0061] Verwendet eine Person, die mehrere Sekundärvorrichtungen in einem Gebäude installiert
hat, die beiden Transponder einer jeden Primärvorrichtung derart, dass zunächst beispielsweise
der erste Transponder vorzugsweise nacheinander in jedes Nahfeld einer Nahfeld-Funkeinheit
einer ersten Untermenge der Sekundärvorrichtungen, also einer Anzahl die kleiner als
die Gesamtanzahl der Sekundärvorrichtungen des Beleuchtungssystems ist, gebracht wird,
so wird die jeweilige Nahfeld-Funkeinheit die auf dem ersten Transponder gespeicherten,
ersten Gruppendaten auslesen. Grundsätzlich ist jede Sekundärvorrichtung vorzugsweise
ausgebildet, sich insbesondere automatisch dann der ersten Gruppe von Sekundärvorrichtungen
zuzuordnen, wenn die jeweilige Sekundärvorrichtung erste Gruppendaten über die zugehörige
Nahfeld-Funkeinheit ausgelesen hat. In dem zuvor genannten Fall ordnen sich deshalb
ausschließlich die Sekundärvorrichtungen der ersten Untermenge von Sekundärvorrichtungen
der ersten Gruppe von Sekundärvorrichtungen zu. Diese Zuordnung erfolgt vorzugsweise
selbsttätig und/oder automatisch durch die jeweilige Sekundärvorrichtung der ersten
Untermenge. Anschließend kann die Person den zweiten Transponder der gleichen Primärvorrichtung
derart verwenden, dass der zweite Transponder vorzugsweise nacheinander in jedes Nahfeld
einer Nahfeld-Funkeinheit einer zweiten Untermenge der Sekundärvorrichtungen, also
eine Anzahl, die ebenfalls kleiner als die Gesamtanzahl der Sekundärvorrichtungen
des Beleuchtungssystems ist, gebracht wird, so die jeweilige Nahfeld-Funkeinheit die
auf dem zweiten Transponder gespeicherten, zweiten Gruppendaten ausliest. Grundsätzlich
ist jede Sekundärvorrichtung vorzugsweise ausgebildet, sich insbesondere automatisch
dann der zweiten Gruppe von Sekundärvorrichtungen zuzuordnen, wenn die jeweilige Sekundärvorrichtung
zweite Gruppendaten über die zugehörige Nahfeld-Funkeinheit ausgelesen hat. In dem
zuvor genannten Fall ordnen sich deshalb ausschließlich die Sekundärvorrichtungen
der zweiten Untermenge von Sekundärvorrichtungen der zweiten Gruppe von Sekundärvorrichtungen
zu. Diese Zuordnung erfolgt vorzugsweise selbsttätig und/oder automatisch durch die
jeweilige Sekundärvorrichtungen der zweiten Untermenge.
[0062] Jede der Sekundärvorrichtungen kann ausgebildet sein, ihre jeweilige Zuordnung zu
der ersten und/oder zweiten Gruppe von Sekundärvorrichtungen an die jeweilige Primärvorrichtung,
von dessen mindestens einen zugeordneten Transponder die entsprechenden Gruppendaten
ausgelesen wurden, durch ein entsprechendes Kommunikationssignal, das die jeweilige
Zuordnung repräsentiert, über die jeweilige Kommunikationsverbindung zu der jeweiligen
Primärvorrichtung zu übertragen. Mehrere Sekundärvorrichtungen können beispielsweise
nacheinander erste Gruppendaten von dem gleichen ersten Transponder, der einer Primärvorrichtung
zugeordnet ist, auslesen. Jede dieser Sekundärvorrichtungen ordnen sich daraufhin
der ersten Gruppe von Sekundärvorrichtungen zu. Außerdem sendet jede dieser Sekundärvorrichtungen
separat ein Kommunikationssignal, das repräsentierte, dass sich die jeweilige Sekundärvorrichtung
der ersten Gruppe von Sekundärvorrichtungen zugeordnet hat, an die Primärvorrichtung,
der der zuvor von den Sekundärvorrichtungen ausgelesene, gleiche, erste Transponder
zugeordnet ist.
[0063] Werden der erste Transponder und der zweite Transponder der gleichen Primärvorrichtung
von einer Person nacheinander an unterschiedliche Untermengen von Sekundärvorrichtungen
gehalten, so das die entsprechenden Gruppendaten von den jeweiligen Sekundärvorrichtungen
ausgelesen werden können, erhält die jeweilige Primärvorrichtung im Anschluss die
relevanten Informationen, welche der Sekundärvorrichtungen der ersten Gruppe und welche
der Sekundärvorrichtungen der zweiten Gruppe zugeordnet sind.
[0064] Die die Sekundärvorrichtungen in dem Gebäude installierende Person kann deshalb durch
die Handhabung der ersten und zweiten Transponder besonders einfach und zugleich ohne
technisches Fachwissen bestimmen, welche der installierten Sekundärvorrichtungen mittels
der ersten Gruppe von Sekundärvorrichtungen und/oder der zweiten Gruppe von Sekundärvorrichtungen
zugeordnet wird. Grundsätzlich ist es möglich, dass die ersten und zweiten Transponder
derart gehandhabt werden, dass die in dem Gebäude installierten Sekundärvorrichtungen
entweder der ersten Gruppe von Sekundärvorrichtungen oder der zweiten Gruppe von Sekundärvorrichtungen
zugeordnet werden. Es ist jedoch auch möglich, dass mindestens eine der installierten
Sekundärvorrichtungen durch Einbringung beider zugeordneter Transponder in das Nahfeld
der Nahfeld-Funkeinheit der jeweiligen Sekundärvorrichtung beiden Gruppen zugeordnet
wird. Zu erwarten ist jedoch, dass nicht sämtliche, installierte Sekundärvorrichtungen
beiden Gruppen zugeordnet werden. Vielmehr wird es oftmals eintreten, dass zwar eine
kleinere Anzahl von installierten Sekundärvorrichtungen beiden Gruppen zugeordnet
sind, jedoch die übrigen, installierten Sekundärvorrichtungen entweder der ersten
Gruppe oder der zweiten Gruppe zugeordnet werden.
[0065] Bis auf die gespeicherten Gruppendaten können der einer Primärvorrichtung zugeordnete,
erste Transponder und der gleichen Primärvorrichtung zugeordnete, zweite Transponder
gleich ausgebildet sein. Sie können also in analoger Weise zur drahtlosen Nahfeldkommunikation
ausgebildet sein. Deshalb ist es auch möglich, dass die Nahfeld-Funkeinheit einer
Sekundärvorrichtung zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zu dem ersten
Transponder einer jeweiligen Primärvorrichtung und zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung
zu dem zweiten Transponder der genannten Primärvorrichtung ausgebildet ist. Vorzugsweise
wird der Aufbau der beiden Nahfeld-Funkverbindungen nacheinander erfolgen. Zu dem
Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zwischen der Nahfeld-Funkeinheit einer
Sekundärvorrichtung und dem zweiten Transponder wird auf die vorteilhaften Erläuterungen,
bevorzugten Merkmale, technischen Effekte und Vorteile in analoger Weise Bezug genommen,
wie sie zu dem Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung zwischen der Nahfeld-Funkeinheit
der Sekundärvorrichtung und dem ersten Transponder zuvor bereits erläutert worden
sind. Entsprechendes gilt für das Auslesen der zweiten Gruppendaten. So wird für das
Auslesen der zweiten Gruppendaten, die auf einem zweiten Transponder gespeichert sind,
auf die vorteilhaften Erläuterungen, bevorzugten Merkmale, technischen Effekte und
Vorteile in analoger Weise Bezug genommen, wie sie zu dem Auslesen der ersten Gruppendaten
eines ersten Transponders zuvor erläutert worden sind.
[0066] Jede der Primärvorrichtungen ist ausgebildet, die der ersten Gruppe zugeordneten
Sekundärvorrichtungen und die der zweiten Gruppe zugeordneten Sekundärvorrichtungen
gruppenweise, also entsprechend ihrer jeweiligen Zuordnung zu der ersten Gruppe und/oder
der zweiten Gruppe, über Kommunikationssignale zu steuern. Kommunikationssignale können
beispielsweise Steuersignale sein, die von der jeweiligen Primärvorrichtung über die
Kommunikationsverbindungen zu jeder Sekundärvorrichtung der zu steuernden Gruppe von
Sekundärvorrichtungen versendet werden können, um die Sekundärvorrichtungen der zu
steuernden Gruppe von Sekundärvorrichtungen zu steuern. Jeder Sekundärvorrichtung
der zu steuernden Gruppe von Sekundärvorrichtungen kann das gleiche Steuersignal von
der Primärvorrichtung gesendet werden. Ist jede der Sekundärvorrichtungen als eine
Leuchte mit einem Leuchtmittel ausgebildet, so kann die Primärvorrichtung das gleiche
Steuersignal an jede Sekundärvorrichtung der zu steuernden Gruppe von Sekundärvorrichtungen
versenden, um beispielsweise die Lichtintensität und/oder Lichtfarbe des Lichts zu
verändern, das von den Leuchtmitteln der Leuchten emittiert wird, die die zu steuernde
Gruppe von Sekundärvorrichtungen bilden. Vorzugsweise ist der Primärvorrichtung über
entsprechende Kommunikationssignale mitgeteilt worden, welche der Sekundärvorrichtungen
der erste und/oder zweite Gruppe zugeordnet sind. Die Primärvorrichtung kann deshalb
dazu konfiguriert sein, die Steuersignale gezielt und ausschließlich an die zu steuernde
Gruppe von Sekundärvorrichtungen zu versenden. Das Versenden der Steuersignale erfolgt
dabei über die Kommunikationsverbindungen zwischen der Primärvorrichtung der zu steuernden
Gruppe von Sekundärvorrichtungen.
[0067] Die zu steuernde Gruppe von Sekundärvorrichtungen kann die erste Gruppe von Sekundärvorrichtungen
oder die zweite Gruppe von Sekundärvorrichtungen sein. Dadurch ist es möglich, dass
die Primärvorrichtung die erste Gruppe von Sekundärvorrichtungen und anschließend
die zweite Gruppe von Sekundärvorrichtungen über entsprechende Kommunikationssignale,
insbesondere Steuersignale, steuert. Die jeweilige Primärvorrichtung kann außerdem
konfiguriert sein, die erste Gruppe von Sekundärvorrichtungen nach einem ersten Steuerungsschema
und die zweite Gruppe von Sekundärvorrichtungen nach einem zweiten Steuerungsschema
zu steuern, wobei sich die beiden Steuerungsschemata unterscheiden. So kann das erste
Steuerungsschema beispielsweise die Helligkeit von zu emittierendem Licht und das
zweite Steuerungsschema beispielsweise die Lichtfarbe von zu emittierendem Licht betreffen.
Die beiden Steuerungsschemata können sich jedoch auch durch andere Lichtparameter
unterscheiden.
[0068] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele und den Figuren.
Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich
und in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung auch unabhängig von ihrer
Zusammensetzung in den einzelnen Ansprüchen oder deren Rückbezügen. In den Figuren
stehen weiterhin gleiche Bezugszeichen für gleiche oder ähnliche Objekte.
- Fig. 1
- zeigt eine erste vorteilhafte Ausführungsform des Beleuchtungssystems in einer schematischen
Darstellung.
- Fig. 2
- zeigt eine zweite vorteilhafte Ausführungsform des Beleuchtungssystems in einer schematischen
Darstellung.
- Fig. 3
- zeigt eine vorteilhafte Ausführungsform der Primärvorrichtung in einer schematischen
Darstellung.
- Fig. 4
- zeigt eine dritte vorteilhafte Ausführungsform des Beleuchtungssystems in einer schematischen
Darstellung.
[0069] In Figur 1 ist eine erste vorteilhafte Ausführungsform des Beleuchtungssystems 10
schematisch dargestellt. Das Beleuchtungssystem 10 dient zur Beleuchtung eines Gebäudes
12. Ein Gebäude 12 ist rein beispielhaft und ebenfalls schematisch in der Figur 2
dargestellt. Zunächst soll jedoch auf die vorteilhafte Ausführungsform des Beleuchtungssystems
10 aus Figur 1 eingegangen werden.
[0070] Das Beleuchtungssystem 10 weist mehrere Vorrichtungen 14 auf. Mindestens eine der
Vorrichtungen 14 ist als Primärvorrichtung 18 und mindestens eine andere Vorrichtung
14 ist als Sekundärvorrichtungen 20 bezeichnet. In der in Figur 1 schematisch dargestellten,
vorteilhaften Ausführungsform des Beleuchtungssystems 10 ist die Primärvorrichtung
18 als eine Leuchte 22 mit einem Leuchtmittel 24 ausgebildet. Die Sekundärvorrichtungen
20 aus Figur 1 ist als ein Bewegungssensor 38 mit einem Sensorelement 40 zur Erfassung
einer Bewegung einer Person ausgebildet. Der Bewegungssensor 38 kann auch als Bewegungsmelder
bezeichnet und/oder ausgebildet sein.
[0071] Die Primärvorrichtung 18 weist eine zugehörige Kommunikationseinheit 16 auf, die
zum Empfang und/oder Senden von Kommunikationssignalen ausgebildet ist. Auch die Sekundärvorrichtungen
20 weist eine zugehörige Kommunikationseinheit 42 auf, die zum Empfang und/oder Senden
von Kommunikationssignalen ausgebildet ist. Jede der beiden Kommunikationseinheiten
16, 42 kann gemäß dem gleichen protokollbasierten Kommunikationsstandard zum Empfang
und/oder Senden von Kommunikationssignalen ausgebildet sein. So können die beiden
Kommunikationseinheiten 16, 42 beispielsweise jeweils gemäß dem DALI-Standard oder
dem KNX-Standard zum Empfang und/oder Senden von entsprechenden Signalen gemäß dem
jeweiligen Standard ausgebildet sein. Grundsätzlich ist es möglich, dass die Kommunikationseinheit
16 der Primärvorrichtung 18 direkt mit der Kommunikationseinheit 42 der Sekundäreinheit
20 kommuniziert. Jedoch ist es auch möglich, dass ein Kommunikationsnetzwerk 44 vorgesehen
ist, dass sich zwischen der Kommunikationseinheit 16 der Primärvorrichtung 18 und
der Kommunikationseinheit 42 der Sekundärvorrichtungen 20 erstreckt, und wobei das
Kommunikationsnetzwerk 44 eine oder mehrere zwischengeordnete Netzwerkeinheiten 46
umfasst. Eine derartige Netzwerkeinheit 46 kann beispielsweise eine Netzwerkbrücke,
ein Server oder eine zentrale Steuerungseinheit sein.
[0072] Über das Kommunikationsnetzwerk 44 zwischen der Kommunikationseinheit 16 der Primärvorrichtung
18 und der Kommunikationseinheit 42 der Sekundäreinheit 20 kann eine Kommunikationsverbindung
aufgebaut werden, über die ein Kommunikationssignal von der Sekundärvorrichtungen
20 zu der Primärvorrichtung 18, oder umgekehrt, versendet werden kann. So ist es beispielsweise
möglich, dass ein Steuersignal als Kommunikationssignal von der als Bewegungssensor
38 ausgebildeten Sekundärvorrichtungen 20 an die als Leuchte 22 ausgebildete Primärvorrichtung
18 gesendet wird. Das Steuersignal kann Instruktionen, insbesondere in Form von Parametern,
repräsentieren, die zur Anpassung der Lichtintensität und/oder Lichtfarbe des von
dem Leuchtmittel 24 der Leuchte 22 abgegebenen Lichts dient. Empfängt die als Leuchte
22 ausgebildete Primärvorrichtung 18 das entsprechende Steuersignal über die Kommunikationsschnittstelle
16, kann dieses Steuersignal von einer lokalen Steuereinheit 48 der Primärvorrichtung
18 derart verarbeitet werden, sodass die Steuereinheit 48 das Leuchtmittel 24 derart
direkt oder indirekt steuert, um die Lichtintensität und/oder Lichtfarbe des von dem
Leuchtmittel 24 der Leuchte 22 abgegebenen Lichts entsprechend dem Steuersignal anzupassen.
Außerdem kann die Sekundäreinheit eine lokale Steuereinheit 66 umfassen.
[0073] Zwar ist in Figur 1 nur eine einzige Primärvorrichtung 18 dargestellt, jedoch gelten
die Erläuterungen zu der Primärvorrichtung 18 in analoger Weise für jede weitere,
optional mögliche Primärvorrichtung 18 des Beleuchtungssystems 10.
[0074] Der Primärvorrichtung 18 aus Figur 1 ist ein von der Primärvorrichtung 18 körperlich
getrennter, erster Transponder 26 zugeordnet. Der erste Transponder 26 ist zur Nahfeld-Kommunikation
ausgebildet. Insbesondere ist der erste Transponder 26 ein passiver Transponder, zu
dem eine Nahfeld-Funkverbindung zur Nahfeld-Kommunikation aufgebaut werden kann. Der
erste Transponder 26 kann beispielsweise als ein RFID-Tag oder als eine NFC-Karte
ausgebildet sein.
[0075] Sofern das Beleuchtungssystem 10 mehrere Primärvorrichtungen 18 aufweist, ist jeder
Primärvorrichtung 18 jeweils ein zugehöriger, erster Transponder 26 körperlich getrennt
zugeordnet. Von jedem ersten Transponder 26 sind erste Identifikationsdaten gespeichert.
Die ersten Identifikationsdaten der mehreren ersten Transponder 26 unterscheiden sich.
Denn über die ersten Identifikationsdaten eines ersten Transponders 26 ist die dem
jeweiligen ersten Transponder 26 zugeordnete Primärvorrichtung 18 identifizierbar.
Die ersten Identifikationsdaten können beispielsweise eine Netzwerkkennung, eine Netzwerkadresse
oder andere Daten zur eindeutigen Identifizierung der jeweiligen Primärvorrichtung
18 in dem Kommunikationsnetzwerk 44 sein. Über die ersten Identifikationsdaten eines
Transponders 26 kann die jeweils eindeutig zugeordnete Primärvorrichtung 18 deshalb
in dem Kommunikationsnetzwerk 44 identifiziert und adressiert werden, um der Primärvorrichtung
18 Kommunikationssignale zu senden.
[0076] Zwar ist in Figur 1 allein eine einzige Sekundärvorrichtungen 20 dargestellt, jedoch
ist es bevorzugt möglich, dass das Beleuchtungssystem 10 eine Mehrzahl von Sekundärvorrichtungen
20 aufweist. Jede der Sekundärvorrichtungen 20 kann analog zu der in Figur 1 schematisch
dargestellten Sekundärvorrichtungen 20 ausgebildet sein. Die folgenden Erläuterungen
zu der Sekundärvorrichtungen 20 können deshalb in analoger Weise für jede der Sekundärvorrichtungen
20 gelten.
[0077] Jede Sekundärvorrichtungen 20 des Beleuchtungssystems 10 weist zusätzlich zu der
zugehörigen Kommunikationseinheit 42 eine Nahfeld-Funkeinheit 28 auf. Die Nahfeld-Funkeinheit
28 ist vorzugsweise zum automatischen und/oder insbesondere selbsttätigen Aufbau einer
drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung mit dem ersten Transponder 26 ausgebildet. Sofern
mehrere Primärvorrichtungen 18 für das Beleuchtungssystem 10 vorgesehen sind, umfasst
das Beleuchtungssystem 10 folglich auch eine entsprechende Anzahl von ersten Transpondern
26. Die Nahfeld-Funkeinheit 28 der Sekundärvorrichtungen 20 kann deshalb zu jedem
der ersten Transponder 26, vorzugsweise nacheinander, eine Nahfeld-Funkverbindung
aufbauen. Die jeweilige Nahfeld-Funkverbindung wird jedoch nur dann aufgebaut, wenn
der jeweilige erste Transponder 26 tatsächlich in ein vorbestimmtes Nahfeld um die
Nahfeld-Funkeinheit 28 gebracht wird. Das vorbestimmte Nahfeld kann durch einen vorbestimmten
Radius, insbesondere maximal 1,5 m, um die Nahfeld-Funkeinheit 28 definiert sein.
[0078] Jede Primärvorrichtung 18 ist vorzugsweise zur Befestigung an einer Decke 30 des
Gebäudes 12 oder einer Wand 32 des Gebäudes 12 ausgebildet. Die jeweilige Primärvorrichtung
18 kann deshalb auch als eine stationäre Primärvorrichtung 18 bezeichnet sein. Um
eine Kommunikationsverbindung zwischen einer Sekundärvorrichtungen 20 und einer Primärvorrichtung
18 möglichst auch ohne technisches Fachwissen über protokollbasierte Kommunikation
herstellen zu können, ist - wie zuvor erläutert - jeder Primärvorrichtung 18 ein dedizierter,
erster Transponder 26 zugeordnet. Eine Person, die die Primärvorrichtung 18 an der
Decke 30 oder der Wand 32 des Gebäudes 12 befestigt, kann im Anschluss den ersten
Transponder 26, der der installierten Primärvorrichtung 18 zugeordnet ist, handhaben
und dabei in das Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit 28 der Sekundärvorrichtungen 20 bringen,
sodass diese Nahfeld-Funkeinheit 28 eine drahtlose Nahfeld-Funkverbindung zu diesem
ersten Transponder 26 aufbaut. Die Nahfeld-Funkeinheit 28 ist außerdem zum Auslesen
der von diesem Transponder 26 gespeicherten ersten Identifikationsdaten über die zuvor
hergestellte Nahfeld-Funkverbindung ausgebildet. Sowohl der Aufbau der Nahfeld-Funkverbindung
als auch das Auslesen der ersten Identifikationsdaten erfolgt vorzugsweise automatisch,
sobald der erste Transponder 26 in das Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit 28 bewegt wird.
Hingegen erfolgt der Aufbau der Nahfeld-Funkverbindung (zu dem ersten Transponder
26) aber nicht, wenn der erste Transponder 26 außerhalb des Nahfelds der Nahfeld-Funkeinheit
28 ist. Die Person, die die Primärvorrichtung 18 an der Decke 30 oder der Wand 32
des Gebäudes 12 befestigt, kann also durch die manuelle Handhabung des ersten Transponders
26 entscheiden, ob eine Kommunikationsverbindung zwischen der Primärvorrichtung 18,
der der Transponder 26 zugeordnet ist, und der Sekundärvorrichtungen 20 hergestellt
wird.
[0079] Werden eine Vielzahl von Primärvorrichtungen 18 für ein Beleuchtungssystem 10 vorgesehen,
kann die Person, die die Vielzahl von Primärvorrichtungen 18 installiert hat, im Anschluss
über die jeweils zugehörigen ersten Transponder 26 entscheiden, welcher der Primärvorrichtungen
18 jeweils eine Kommunikationsverbindung zu der Sekundärvorrichtungen 20 aufbauen
sollen. In diesem Zusammenhang wird auf die vorteilhafte, zweite Ausführungsform aus
Figur 2 verwiesen. Für die zweite Ausführungsform gelten die vorangegangenen Erläuterungen
zu der ersten Ausführungsform aus Figur 1 in analoger Weise.
[0080] In der Figur 2 ist ein Gebäude 12 schematisch dargestellt, wobei eine erste Primärvorrichtung
50 und eine weitere, zweite Primärvorrichtung 52 jeweils an der Decke 30 eines Raums
des Gebäudes 12 befestigt sind. Die erste Primärvorrichtung 50 und die zweite Primärvorrichtung
52 sind jeweils vorzugsweise wie die Primärvorrichtung 18 aus Figur 1 ausgebildet.
Zur besseren Übersichtlichkeit werden die erste und zweite Primärvorrichtung 50, 52
jedoch vereinfacht schematisch in Figur 1 dargestellt.
[0081] Die in Figur 2 schematisch dargestellte, vorteilhafte Ausführungsform des Beleuchtungssystems
10 weist außerdem eine erste Sekundärvorrichtungen 54, eine zweite Sekundärvorrichtungen
56 und eine dritte Sekundärvorrichtungen 58 auf. Jede dieser Sekundärvorrichtungen
54, 56, 58 ist jeweils vorzugsweise wie die Sekundärvorrichtungen 20 aus Figur 1 ausgebildet.
Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Sekundärvorrichtungen 54, 56, 58 jedoch
vereinfacht in Figur 2 schematisch dargestellt. Darüber hinaus umfasst das Beleuchtungssystem
10 ein Kommunikationsnetzwerk 44, das sich zwischen den Kommunikationseinheiten 16
der Primärvorrichtungen 50, 52 und den Kommunikationseinheiten 42 der Sekundärvorrichtungen
54, 56, 58 erstreckt. Das Kommunikationsnetzwerk 44 kann mindestens eine Netzwerkeinheit
46 umfassen. Rein vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass das Gebäude 12 keinen
Bestandteil des Beleuchtungssystems 10 bildet.
[0082] Bei der zweiten, vorteilhaften Ausführungsform des in Figur 2 dargestellten Beleuchtungssystems
10 kann eine Person, die die Primärvorrichtungen 50, 52 und die Sekundärvorrichtungen
54, 56, 58 im Gebäude 12 befestigt hat, anschließend entscheiden, zwischen welcher
der mindestens einen Primärvorrichtung 50, 52 und der mindestens einen Sekundärvorrichtungen
54, 56, 58 jeweils eine Kommunikationsverbindung hergestellt wird. Denn die Person
kann beispielsweise den der ersten Primärvorrichtung 52 zugeordneten, ersten Transponder
26 wahlweise derart dicht an mindestens eine der Sekundärvorrichtungen 54, 56, 58
heranhalten, so dass die jeweils zugehörige Nahfeld-Funkeinheit 28 das Einbringen
des ersten Transponders 26 in das jeweils zugehörige Nahfeld erkennt, eine Nahfeld-Funkverbindung
zu dem ersten Transponders 26 aufbaut und anschließend die vom ersten Transponder
26 gespeicherten, ersten Identifikationsdaten ausliest. Nur die von den mehreren Sekundärvorrichtungen
54, 56, 58, die die ersten Identifikationsdaten des jeweiligen ersten Transponders
26 ausliest, kann eine Kommunikationsverbindung zu der jeweiligen Primärvorrichtung
50, 52 aufbauen, der der erste Transponder 26 zugeordnet ist, dessen erste Identifikationsdaten
die jeweilige Sekundärvorrichtungen 50, 52 zuvor ausgelesen hat. Auf diese Weise kann
die Person durch das Handhaben des ersten Transponders 26 der ersten Primärvorrichtung
50 beispielsweise bestimmen, ob die erste Sekundärvorrichtungen 54, die zweite Sekundärvorrichtungen
56 und/oder die dritte Sekundärvorrichtungen 58 jeweils eine Kommunikationsverbindung
zu der ersten Primärvorrichtung 50 aufbaut. Entsprechendes gilt für die zweite Primärvorrichtung
52. Die Person kann durch das Handhaben der beiden ersten Transponder 26 der ersten
und zweiten Primärvorrichtung 50, 52 beispielsweise bestimmen, dass die erste Sekundärvorrichtungen
54 eine Kommunikationsverbindung ausschließlich zu der ersten Primärvorrichtung 50
aufbaut. Außerdem kann die Person durch das Handhaben der beiden ersten Transponder
26 der ersten und zweiten Primärvorrichtung 50, 52 beispielsweise bestimmen, dass
die zweite und dritte Sekundärvorrichtungen 56 , 56 jeweils eine Kommunikationsverbindung
zu der zweiten Primärvorrichtung 52 aufbauen.
[0083] In der Figur 3 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Primärvorrichtung 18 dargestellt.
Dieser Primärvorrichtung 18 ist ein erster Transponder 26 und ein zweiter Transponder
36 jeweils körperlich getrennt voneinander sowie körperlich getrennt von der Primärvorrichtung
18 als solche zugeordnet. Der erste Transponder 26 speichert Identifikationsdaten,
über die die Primärvorrichtung 18, der der erst Transponder 26 zugeordnet ist, individuell
identifizierbar ist. Außerdem ist es vorgesehen, dass der erste Transponder 26 zusätzlich
zu ersten Identifikationsdaten erste Gruppendaten speichert. Über die ersten Gruppendaten
ist eine erste Gruppe von Primärvorrichtungen 18 identifizierbar. Von dem zweiten
Transponder 36 sind zweite Gruppendaten gespeichert, über die eine andere, zweite
Gruppe von Primärvorrichtungen 18 identifizierbar ist. Vorzugsweise ist es außerdem
vorgesehen, dass der zweite Transponder 36 ebenfalls die ersten Identifikationsdaten
speichert, über die die Primärvorrichtung 18, der der zweite Transponder 36 zugeordnet
ist, individuell identifizierbar ist.
[0084] In der Figur 4 ist eine weitere, dritte vorteilhafte Ausführungsform des Beleuchtungssystems
10 schematisch dargestellt. Das Beleuchtungssystem 10 weist eine erste Primärvorrichtung
50, eine zweite Primärvorrichtung 52 und eine dritte Primärvorrichtung 60 auf, die
jeweils gemäß der in Figur 3 dargestellten Primärvorrichtung 18 ausgebildet sind.
Jeder der Primärvorrichtungen 50, 52, 60 ist deshalb ein eigenes Paar von Transpondern
26, 36 zugeordnet. Mit anderen Worten unterscheiden sich der erste und zweite Transponder
26, 36 der ersten Primärvorrichtung 50 beispielsweise von dem ersten und zweiten Transponder
26, 36 der zweiten Primärvorrichtung 52. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Primärvorrichtungen
50, 52, 60 in Figur 4 vereinfacht dargestellt.
[0085] Das Beleuchtungssystem 10 aus Figur 4 weist außerdem eine erste Sekundärvorrichtungen
54, eine zweite Sekundärvorrichtungen 56 und eine dritte Sekundärvorrichtungen 58
auf. Jede dieser Sekundärvorrichtungen 54, 56, 58 ist jeweils vorzugsweise wie die
Sekundärvorrichtungen 20 aus Figur 1 ausgebildet. Zur besseren Übersichtlichkeit werden
die Sekundärvorrichtungen 54, 56, 58 jedoch vereinfacht in Figur 4 schematisch dargestellt.
Darüber hinaus umfasst das Beleuchtungssystem 10 ein Kommunikationsnetzwerk 44, das
sich zwischen den Kommunikationseinheiten 16 der Primärvorrichtungen 50, 52 und den
Kommunikationseinheiten 42 der Sekundärvorrichtungen 54, 56, 58 erstreckt. Das Kommunikationsnetzwerk
44 kann mindestens eine Netzwerkeinheit 46 umfassen.
[0086] In der Praxis kann es von Vorteil sein, wenn die Primärvorrichtungen 50, 52, 60 nicht
nur individuell, sondern auch in Gruppen 62, 64 gesteuert werden können, die jeweils
eine Anzahl von Primärvorrichtungen 50, 52, 60 umfasst, die vorzugsweise kleiner als
die Gesamtanzahl der Primärvorrichtungen 50, 52, 60 ist. Die Zuordnung einer Primärvorrichtung
50, 52 zu der ersten Gruppe 62 von Primärvorrichtungen 50, 52 kann mittels des ersten
Transponders 26 und die Zuordnung einer Primärvorrichtung 52, 60 zu der zweiten Gruppe
64 von Primärvorrichtungen 52, 60 kann mittels des zweiten Transponders 36 erfolgen.
[0087] Die ersten Gruppendaten können die Kennung "erste Gruppe" repräsentieren. Die zweiten
Gruppendaten können die Kennung "zweite Gruppe" repräsentieren.
[0088] Eine Person, die die Primärvorrichtungen 50, 52, 60 und/oder Sekundärvorrichtungen
54, 56, 58 in dem Gebäude 12 befestigt hat, kann anschließend den ersten Transponder
26 der ersten Primärvorrichtung 50 und den ersten Transponder 26 der zweiten Primärvorrichtung
52 nacheinander in das Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit 28 der ersten Sekundärvorrichtungen
54 bringen, sodass die erste Sekundärvorrichtungen 54 die erste Primärvorrichtung
50 basierend auf den ausgelesenen, ersten Gruppendaten, die von dem der ersten Primärvorrichtung
50 zugeordneten, ersten Transponder 26 gespeichert sind, und die zweite Primärvorrichtung
52 basierend auf den ausgelesenen, ersten Gruppendaten, die von dem der zweiten Primärvorrichtung
52 zugeordneten, ersten Transponder 26 gespeichert sind, jeweils der ersten Gruppe
62 von Primärvorrichtungen 50, 52 zuordnen. Hieraus resultiert, dass sowohl die erste
Primärvorrichtung 50 als auch die zweite Primärvorrichtung 54 mittels der ersten Sekundärvorrichtungen
54 der ersten Gruppe zugeordnet sind. Diese Zuordnung kann lokal für die erste Sekundärvorrichtungen
54 bestehen. Es ist jedoch auch möglich, dass die Zuordnung der ersten und zweiten
Primärvorrichtung 50, 52 zur ersten Gruppe 62 über das Kommunikationsnetzwerk 44 an
die Netzwerkeinheit 46 und/oder an zumindest eine der beiden weiteren Sekundäreinheiten
56, 58 weitergeleitet wird.
[0089] Die Person, die die Primärvorrichtungen 50, 52, 60 und/oder Sekundärvorrichtungen
54, 56, 58 in dem Gebäude 12 befestigt hat, kann anschließend beispielsweise den zweiten
Transponder 36 der zweiten Primärvorrichtung 52 und den zweiten Transponder 36 der
dritten Primärvorrichtung 60 nacheinander in das Nahfeld der Nahfeld-Funkeinheit 28
der zweiten Sekundärvorrichtungen 56 bringen, sodass die zweite Sekundärvorrichtungen
56 die zweite Primärvorrichtung 52 basierend auf den ausgelesenen, zweiten Gruppendaten,
die von dem der zweiten Primärvorrichtung 52 zugeordneten, zweiten Transponder 36
gespeichert sind, und die dritte Primärvorrichtung 60 basierend auf den ausgelesenen,
zweiten Gruppendaten, die von dem der dritten Primärvorrichtung 60 zugeordneten, zweiten
Transponder 36 gespeichert sind, jeweils der zweiten Gruppe 64 von Primärvorrichtungen
52, 60 zuordnen. Hieraus resultiert, dass sowohl die zweite Primärvorrichtung 52 als
auch die dritte Primärvorrichtung 60 mittels der zweiten Sekundärvorrichtungen 56
der zweiten Gruppe zugeordnet sind. Diese Zuordnung kann lokal für die zweite Sekundärvorrichtungen
56 bestehen. Es ist jedoch auch möglich, dass die Zuordnung der zweiten und dritten
Primärvorrichtung 52, 60 zur zweiten Gruppe 64 über das Kommunikationsnetzwerk 44
an die Netzwerkeinheit 46 und/oder an zumindest eine der beiden weiteren Sekundäreinheiten
52, 58 weitergeleitet wird.
[0090] Durch die Handhabung der ersten und zweiten Transponder 26, 36 kann eine Person ohne
detailliertes Fachwissen über Kommunikationsnetzwerke, insbesondere protokollbasierte
Kommunikationsnetzwerke, eine erste Gruppe 52 von Primärvorrichtungen 50, 52 und eine
zweite Gruppe 64 von Primärvorrichtungen 52, 60 festlegen. Darüber hinaus ist das
Beleuchtungssystem 10 mittels der Sekundärvorrichtungen 54, 56 derart ausgebildet,
dass die Primärvorrichtungen 50, 52 entsprechend ihrer Zuordnung zu der ersten Gruppe
52 und die Primärvorrichtungen 56, 60 entsprechend ihrer Zuordnung zu der zweiten
Gruppe 64 über unterschiedliche Steuersignale von den Sekundärvorrichtungen 54, 56
gesteuert werden können. So ist es beispielsweise möglich, dass die erste Sekundärvorrichtung
54 ein Steuersignal an die erste Gruppe 62 der Primärvorrichtungen 50, 52 sendet,
sodass beispielsweise die Lichtintensität und/oder Lichtfarbe des Lichts, das von
den Primärvorrichtungen 50, 52 der ersten Gruppe 62 erzeugt wird, basierend auf dem
jeweils empfangenen Steuersignal von jeder der beiden Primärvorrichtungen 50, 52 parallel
angepasst wird. Die Primärvorrichtungen 50, 52 der ersten Gruppe 62 können somit gruppenweise
von der ersten Sekundärvorrichtungen 54 gesteuert werden. In entsprechender Weise
können die Primärvorrichtungen 52, 60 der zweiten Gruppe 64 von der zweiten Sekundärvorrichtungen
56 gesteuert werden.
[0091] Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass "aufweisend" keine anderen Elemente oder Schritte
ausschließt und "ein" oder "eine" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Merkmale, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben
worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
Bezugszeichenliste:
[0092]
- 10
- Beleuchtungssystem
- 12
- Gebäude
- 14
- Vorrichtung
- 16
- Kommunikationseinheit
- 18
- Primärvorrichtung
- 20
- Sekundärvorrichtung
- 22
- Leuchte
- 24
- Leuchtmittel
- 26
- erster Transponder
- 28
- Nahfeld-Funkeinheit
- 30
- Decke
- 32
- Wand
- 34
- Nahfeld-Funkeinheit (der Primärvorrichtung)
- 36
- zweiter Transponder
- 38
- Bewegungssensor
- 40
- Sensorelement
- 42
- Kommunikationseinheit
- 44
- Kommunikationsnetzwerk
- 46
- Netzwerkeinheit
- 48
- Steuereinheit der Primärvorrichtung
- 50
- erste Primärvorrichtung
- 52
- zweite Primärvorrichtung
- 54
- erste Sekundärvorrichtung
- 56
- zweite Sekundärvorrichtung
- 58
- dritte Sekundärvorrichtung
- 60
- dritte Primärvorrichtung
- 62
- erste Gruppe
- 64
- zweite Gruppe
- 66
- Steuereinheit der Sekundärvorrichtung
1. Beleuchtungssystem (10) zur Beleuchtung eines Gebäudes (12), aufweisend:
mehrere Vorrichtungen (14),
wobei jede Vorrichtung (14) eine Kommunikationseinheit (16, 42) zum Empfang und/oder
Senden von Kommunikationssignalen aufweist,
wobei mindestens eine der Vorrichtungen (14) als Primärvorrichtung (18) und die mindestens
eine übrige Vorrichtung (14) der Vorrichtungen (14) als Sekundärvorrichtung (20) bezeichnet
sind,
wobei entweder jede Primärvorrichtung (18) oder jede Sekundärvorrichtung (20) als
Leuchte (22) mit Leuchtmittel (24) ausgebildet ist,
wobei jeder Primärvorrichtung (18) jeweils ein von der Primärvorrichtung (18) körperlich
getrennter, erster Transponder (26) zugeordnet ist, der zur drahtlosen Nahfeldkommunikation
ausgebildet ist,
wobei von jedem ersten Transponder (26) erste Identifikationsdaten gespeichert sind,
über die die zugeordnete Primärvorrichtung (18) identifizierbar ist,
wobei jede Sekundärvorrichtung (20) zusätzlich zur zugehörigen Kommunikationseinheit
(42) eine Nahfeld-Funkeinheit (28) aufweist, die zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung
mit jedem ersten Transponder (26) und zum Auslesen der jeweiligen ersten Identifikationsdaten
über die jeweilige Nahfeld-Funkverbindung ausgebildet ist, und
wobei jede Sekundärvorrichtung (20) ausgebildet ist, mittels der jeweils zugehörigen
Kommunikationseinheit (42) eine Kommunikationsverbindung zu jeder Primärvorrichtung
(18) unter Verwendung der sie jeweils identifizierenden, ersten Identifikationsdaten
aufzubauen, wenn die jeweiligen ersten Identifikationsdaten zuvor von der jeweiligen
Sekundärvorrichtung (20) ausgelesen worden sind.
2. Beleuchtungssystem (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Vorrichtung (14) des Beleuchtungssystems (10) zur stationären Befestigung an
einer Decke (30) und/oder einer Wand (32) eines Gebäudes (12) ausgebildet sind.
3. Beleuchtungssystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass entweder jede Sekundärvorrichtung (20) zur stationären Befestigung an der Decke (30)
und/oder Wand (32) eines Gebäudes (12) und jede Primärvorrichtung (18) als mobile
Primärvorrichtung (18) ausgebildet sind oder jede Primärvorrichtung (18) zur stationären
Befestigung an der Decke (30) und/oder Wand (32) eines Gebäudes (12) und jede Sekundärvorrichtung
(20) als mobile Sekundärvorrichtung (20) ausgebildet sind.
4. Beleuchtungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Primärvorrichtung (18) ebenfalls eine Nahfeld-Funkeinheit zusätzlich zu der
zugehörigen Kommunikationseinheit (16) aufweist.
5. Beleuchtungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beleuchtungssystem (10) mehrere, insbesondere mindestens fünf Primärvorrichtungen
(18) und maximal drei, insbesondere genau eine Sekundärvorrichtung (20) aufweist.
6. Beleuchtungssystem (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Primärvorrichtung (18) als eine Leuchte (22) mit Leuchtmittel (24) ausgebildet
ist.
7. Beleuchtungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sekundärvorrichtung (20) als eine Vorrichtung der folgenden Gruppe ausgebildet
ist: Bewegungsmelder, mobiles Endgerät, Gerät mit Benutzerschnittstelle zum Steuern
von Leuchten (22), übergeordnete Steuerungseinheit und Netzwerkbrücke.
8. Beleuchtungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
von jedem ersten Transponder (26) außerdem erste Gruppendaten gespeichert sind, über
die eine erste Gruppe (62) von Primärvorrichtungen (18, 50, 52) identifizierbar ist,
wobei jeder Primärvorrichtung (18, 50, 52, 60) jeweils ein von der Primärvorrichtung
(18, 50, 52, 60) körperlich getrennter, zweiter Transponder (36) zugeordnet ist, der
zur drahtlosen Nahfeldkommunikation ausgebildet ist,
wobei von jedem zweiten Transponder (36) zweite Gruppendaten gespeichert sind, über
die eine zweite Gruppe (64) von Primärvorrichtungen (18, 52, 60) identifizierbar ist,
wobei die Nahfeld-Funkeinheit (28) einer jeden Sekundärvorrichtung (20, 54, 56, 58)
zum Aufbau einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung mit jedem ersten und zweiten Transponder
(26, 36) und zum Auslesen der jeweiligen Gruppendaten über die jeweilige Nahfeld-Funkverbindung
ausgebildet ist,
wobei jede Sekundärvorrichtung (20, 54, 56, 58) ausgebildet ist, die Primärvorrichtungen
(18, 50, 52, 60) der ersten und/oder zweiten Gruppe (62, 64) basierend auf den ausgelesenen,
ersten und zweiten Gruppendaten zuzuordnen, und
wobei jede Sekundärvorrichtung (20, 54, 56, 58) ausgebildet ist, die Primärvorrichtungen
(18, 50, 52, 60) gruppenweise entsprechend ihrer jeweiligen Zuordnung zur ersten und/oder
zweiten Gruppe (62, 64) über Kommunikationssignale zu steuern.
9. Beleuchtungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Beleuchtungssystem (10) mehrere, insbesondere mindestens fünf Sekundärvorrichtungen
(20), und maximal drei, insbesondere genau eine Primärvorrichtung (18) aufweist.
10. Beleuchtungssystem (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Primärvorrichtung (18) als eine Vorrichtung der folgenden Gruppe ausgebildet
ist: Bewegungsmelder, mobiles Endgerät, Gerät mit Benutzerschnittstelle zum Steuern
von Leuchten, übergeordnete Steuerungseinheit und Netzwerkbrücke.
11. Beleuchtungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sekundärvorrichtung (20) als Leuchte mit Leuchtmittel ausgebildet ist.
12. Beleuchtungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
von jedem ersten Transponder (26) außerdem erste Gruppendaten gespeichert sind, über
die eine erste Gruppe von Sekundärvorrichtungen (20) identifizierbar ist,
wobei jeder Primärvorrichtung (18) jeweils ein von der Primärvorrichtung (18) körperlich
getrennter, zweiter Transponder (36) zugeordnet ist, der zur drahtlosen Nahfeldkommunikation
ausgebildet ist,
wobei von jedem zweiten Transponder (36) zweite Gruppendaten gespeichert sind, über
die eine zweite Gruppe von Sekundärvorrichtungen (20) identifizierbar ist,
wobei die Nahfeld-Funkeinheit (28) einer jeden Sekundärvorrichtung (20) zum Aufbau
einer drahtlosen Nahfeld-Funkverbindung mit jedem ersten und zweiten Transponder (26,
36) und zum Auslesen der jeweiligen Gruppendaten über die jeweilige Nahfeld-Funkverbindung
ausgebildet ist,
wobei jede Sekundärvorrichtung (20) ausgebildet ist, sich der ersten und/oder zweiten
Gruppe basierend auf ausgelesenen ersten und zweiten Gruppendaten zuzuordnen, und
wobei jede Primärvorrichtung (18) ausgebildet ist, die Sekundärvorrichtungen (20)
gruppenweise entsprechend ihrer jeweiligen Zuordnung zur ersten und/oder zweiten Gruppe
über Kommunikationssignale zu steuern.