[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers,
der eine Hohlkörperwand aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung
des Hohlkörpers verlaufende Hohlkörperachse aufweist,
- mit einer Umformmatrize, die zur Anordnung an der Außenseite des Hohlkörpers ausgebildet
ist und die mit einer zur Aufnahme des Hohlkörpers ausgebildeten Matrizenöffnung versehen
ist,
- mit einem Dorn, der zur Anordnung im Innern des Hohlkörpers ausgebildet ist und der
an seinem Umfang mit einem formgebenden Dornprofil versehen ist mit Dornprofilvorsprüngen
und zwischen den Dornprofilvorsprüngen ausgebildeten Dornprofilzwischenräumen, wobei
an dem im Innern des Hohlkörpers angeordneten Dorn die Dornprofilvorsprünge und die
Dornprofilzwischenräume längs der Hohlkörperachse verlaufen und sich die Dornprofilzwischenräume
zu der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand hin öffnen sowie
- mit einem Umformantrieb, der einen Matrizenantrieb aufweist, mittels dessen die Umformmatrize
mit einer axialen Matrizenbewegung längs der Hohlkörperachse relativ zu dem Hohlkörper
und dabei längs des im Innern des Hohlkörpers angeordneten Dorns bewegbar ist, wobei
aufgrund der axialen Matrizenbewegung und eines damit verbundenen Überschreitens der
Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand Material der Hohlkörperwand unter Ausbildung
eines Innenprofils der Hohlkörperwand in die Dornprofilzwischenräume des Dorns fließt.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem eine Anordnung zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers,
der eine Hohlkörperwand aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung
des Hohlkörpers verlaufende Hohlkörperachse aufweist,
- wobei die Anordnung eine erste Umformvorrichtung und eine zweite Umformvorrichtung
umfasst und die zweite Umformvorrichtung der ersten Umformvorrichtung in einem Umformprozess
nachgeordnet ist,
- wobei die erste Umformvorrichtung ausgebildet ist zur Erzeugung einer Vorform eines
fertig umgeformten Hohlkörpers aus dem Hohlkörper in einem Ausgangszustand,
- wobei die Vorform als rohrartiger Hohlkörper mit einer Vorformwand aus einem plastisch
verformbaren Werkstoff und mit einer mit der Hohlkörperachse zusammenfallenden Vorformachse
ausgebildet ist und
- wobei die zweite Umformvorrichtung ausgebildet ist zur Erzeugung einer Folgeform der
Vorform, insbesondere zur Erzeugung des fertig umgeformten Hohlkörpers, die eine Folgeformwand
aufweist.
[0003] Weiterhin betrifft die Erfindung mit der vorgenannten Vorrichtung und mit der vorgenannten
Anordnung durchführbare Verfahren zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers, der
eine Hohlkörperwand aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung
des Hohlkörpers verlaufende Hohlkörperachse aufweist.
[0004] Beispielweise bei der Fertigung von Hohlwellen für Kraftfahrzeuge sind Wellenrohlinge
aus plastisch verformbaren metallischen Werkstoffen mit Außen- und/oder Innenverzahnungen
zu versehen und insbesondere über Teillängen in ihrem Durchmesser und/oder in ihrer
Wandstärke zu reduzieren. Ein gängiges Fertigungsverfahren zur Herstellung von Verzahnungen
an Wellenrohlingen ist das Axialformen mittels eines Umformwerkzeugs, das eine den
Wellenrohling an der Außenseite umschließende Umformmatrize und einen den Wellenrohling
in dessen Innern stützenden Dorn umfasst. Je nach Anwendungsfall ist die Umformmatrize
und/oder der Dorn mit einer formgebenden Verzahnung versehen. Ein zur Durchmesser-
und/oder Wandstärkenreduzierung von Wellenrohlingen gebräuchliches Fertigungsverfahren
ist das Einziehen.
[0006] Dieses Dokument betrifft ein Werkzeug und ein Verfahren zum axialen Umformen eines
Rohres. Das Werkzeug umfasst eine an der Außenseite des Rohres geführte ringförmige
Matrize und einen im Innern des Rohres geführten Dorn. Gleichzeitig mit einer Wandstärkenreduzierung
wird die Rohrwand mit einer Innenverzahnung versehen. Zur Herstellung der Innenverzahnung
an der Rohrwand wird ein Dorn mit einem zahnradförmigen Querschnitt verwendet. In
den Zahnzwischenräumen an dem Dorn werden durch das aufgrund des Umformprozesses plastifizierte
Material der Rohrwand die Zähne der Innenverzahnung ausgebildet.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Vorrichtungen und Verfahren
bereitzustellen, mittels derer ein rohrartiger Hohlkörper mit einer Innenverzahnung
hoher Qualität versehen werden kann.
[0008] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe durch die Vorrichtung gemäß Patentanspruch
1, die Anordnung gemäß Patentanspruch 9 und die Verfahren gemäß den Patentansprüchen
15 und 16.
[0009] Im Falle der Erfindung wird zur Erzeugung einer Innenverzahnung an einem rohrartigen
Hohlkörper aus einem vorzugsweise metallischen Werkstoff und mit einem vorzugsweise
kreisförmigen Querschnitt ein Umformwerkzeug verwendet, das eine Umformmatrize mit
einer profilierten Matrizenöffnung und einen Dorn mit einem profilierten Umfang aufweist.
Erfindungswesentlich ist der Umstand, dass die Umformmatrize und der Dorn um die Achse
des umzuformenden Hohlkörpers relativ zueinander derart gedreht sind, dass an der
einen Seite der Hohlkörperwand angeordnete Matrizenprofilvorsprünge der Umformmatrize
und an der anderen Seite der Hohlkörperwand angeordnete Dornprofilzwischenräume einander
in radialer Richtung der Hohlkörperachse gegenüberliegen. Aufgrund der erfindungsgemäßen
gegenseitigen Positionierung der Matrizenprofilvorsprünge und der Dornprofilzwischenräume
bewirken die Matrizenprofilvorsprünge während des Umformprozesses eine vollständige
Füllung der Dornprofilzwischenräume mit plastifiziertem Material der Hohlkörperwand
sowie unter Umständen auch noch eine Verdichtung des in die Dornprofilzwischenräume
geflossenen Wandmaterials. Infolgedessen erzeugt der Dorn, dessen Profil die Soll-Geometrie
des zu erstellenden Innenprofils der Hohlkörperwand als Negativ abbildet, das Innenprofil
der Hohlkörperwand mit einer Ist-Geometrie die allenfalls minimal von der Soll-Geometrie
abweicht und die folglich eine außerordentlich hohe Qualität besitzt.
[0010] Erfindungsgemäß kann die Erzeugung des Innenprofils der Hohlkörperwand in einem einstufigen
oder in einem mehrstufigen Prozess realisiert werden.
[0011] Mittels der Umformvorrichtung gemäß Patentanspruch 1 und nach dem Verfahren gemäß
Patentanspruch 15 wird die Hohlkörperwand in einem Schritt mit einem Innenprofil mit
Soll-Geometrie versehen.
[0012] Mittels der Anordnung gemäß Patentanspruch 9 und nach dem Verfahren gemäß Patentanspruch
16 wird die Erstellung des Innenprofils mit Soll-Geometrie auf mehrere Verfahrensstufen
verteilt.
[0013] In der ersten Verfahrensstufe wird mittels einer ersten Umformvorrichtung aus dem
Hohlkörper im Ausgangszustand eine Vorform des fertig umgeformten Hohlkörpers erzeugt.
Das Innenprofil der Vorform wird anschließend optimiert.
[0014] Die Optimierung des Innenprofils der Vorformwand folgt in wenigstens einer weiteren
Verfahrensstufe, in welcher mittels einer weiteren Umformvorrichtung aus dem Innenprofil
der Vorformwand das Innenprofil einer Folgeform der Vorform, insbesondere das Innenprofil
des fertig umgeformten Hohlkörpers, erzeugt wird.
[0015] Erfindungsgemäß wird als mehrstufige Anordnung eine Anordnung mit zwei Umformvorrichtungen
zur Durchführung eines zweistufigen Umformverfahrens bevorzugt. In diesem Fall wird
aus der Vorform als Folgeform unmittelbar der fertig umgeformte Hohlkörper mit der
Soll-Geometrie des Innenprofils an der Hohlkörperwand erzeugt.
[0016] Die axiale Matrizenbewegung kann im Falle der erfindungsgemäßen Vorrichtungen und
Verfahren als kontinuierliche Bewegung in der Umformrichtung aber auch als Bewegung
mit abwechselnd ausgeführten langen Hüben in Umformrichtung und kurzen Rückhüben in
Gegenrichtung ("rekursives Axialformen") ausgeführt werden.
[0017] Besondere Ausführungsarten der Vorrichtungen und Verfahren nach den unabhängigen
Patentansprüchen 1, 9, 15 und 16 ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen
2 bis 8 und 10 bis 14.
[0018] Die Maßnahmen der abhängigen Patentansprüche 2 bis 8 können in entsprechender Weise
auch im Falle der erfindungsgemäßen Anordnung mit mehreren Umformvorrichtungen und
zur Durchführung eines mehrstufigen Umformverfahrens vorgesehen sein.
[0019] Gemäß Patentanspruch 2 wird in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung als Innenprofil
an der Hohlkörperwand eine Innenverzahnung erstellt.
[0020] Erfindungsgemäß kann bei der Erstellung des Innenprofils der Hohlkörperwand die Größe
des Hohlkörperquerschnitts unverändert bleiben, der sich senkrecht zu der Hohlkörperachse
erstreckt.
[0021] In diesem Fall wird an der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1 eine
profilierte Umformmatrize eingesetzt mit einem Matrizenprofil, dessen Fußlinie in
der senkrechten Projektion auf die Stirnseite der Hohlkörperwand im Ausgangszustand
außerhalb der Hohlkörperwand liegt oder mit der Außenseite der Hohlkörperwand zusammenfällt.
Die Kopflinie des Matrizenprofils liegt in der senkrechten Projektion auf die Stirnseite
der Hohlkörperwand im Ausgangszustand in einem Bereich, der von dem Inneren der Hohlkörperwand
bis in das Innere des Hohlraums des Hohlkörpers reichen kann.
[0022] Im Falle von Anwendungen, bei denen eine Umformmatrize, die eine kreisförmige Matrizenöffnung
mit einer formgebenden Verzahnung aufweist, zum Umformen eines zylindrischen Hohlkörpers
eingesetzt wird, besitzt dementsprechend der als Fußlinie vorgesehene Fußkreis der
Matrizenverzahnung einen Fußkreisdurchmesser der größer oder ebenso groß ist wie der
Außendurchmesser des umzuformenden Hohlkörpers im Ausgangszustand. Der Durchmesser
des Kopfkreises der Matrizenverzahnung ist kleiner als der Außendurchmesser des zylindrischen
Hohlkörpers im Ausgangszustand.
[0023] Entsprechend stellen sich die Verhältnisse an Bauarten der erfindungsgemäßen mehrstufigen
Anordnung dar, im Falle derer mittels der ersten Umformvorrichtung aus dem Hohlkörper
im Ausgangszustand eine Vorform mit unveränderter Querschnittsgröße und/oder mittels
der zweiten Umformvorrichtung aus der Vorform eine Folgeform mit unveränderter Querschnittsgröße
gefertigt wird.
[0024] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die erfindungsgemäße Vorrichtung
und die erfindungsgemäße Anordnung sowie die erfindungsgemäßen Verfahren derart beschaffen,
dass die Erstellung des Innenprofils der Hohlkörperwand beziehungsweise der Vorformwand
und/oder der Folgeformwand mit einer Reduzierung des Hohlkörper- beziehungsweise des
Vorformquerschnitts einhergeht (Patentansprüche 3, 14).
[0025] Unter einer Querschnittsreduzierung im Sinne der Erfindung ist zu verstehen
- eine Reduzierung ausschließlich des Hohlraumquerschnitts des umzuformenden Hohlkörpers
beziehungsweise der umzuformenden Vorform (im Falle von zylindrischen Rohren des Innendurchmessers
des Rohres) bei unveränderter Dicke der Hohlkörperwand beziehungsweise der Vorformwand
oder
- eine Reduzierung ausschließlich der Dicke der Hohlkörperwand beziehungsweise der Vorformwand
bei unverändertem Hohlraumquerschnitt des Hohlkörpers beziehungsweise der Vorform
oder
- eine Reduzierung sowohl des Hohlraumquerschnitts des umzuformenden Hohlkörpers beziehungsweise
der umzuformenden Vorform als auch der Dicke der Hohlkörperwand beziehungsweise der
Vorformwand.
[0026] Für eine Querschnittsreduzierung des Hohlkörpers durch Verringerung der Dicke der
Hohlkörperwand ist eine Bauart der erfindungsgemäßen Vorrichtung beziehungsweise der
erfindungsgemäßen Anordnung ausgelegt, im Falle derer der gemeinsame Querschnitt des
Dorns und der Hohlkörperwand im Ausgangszustand größer ist als der Öffnungsquerschnitt
der Matrizenöffnung beziehungsweise im Falle derer der gemeinsame Querschnitt des
ersten Dorns und der Hohlkörperwand im Ausgangszustand größer ist als der Öffnungsquerschnitt
der ersten Matrizenöffnung und/oder im Falle derer der gemeinsame Querschnitt des
zweiten Dorns und der Vorformwand im Ausgangszustand größer ist als der Öffnungsquerschnitt
der zweiten Matrizenöffnung.
[0027] Gemäß Patentanspruch 4 ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung für den Hohlkörper
ein ortsfestes axiales Widerlager vorgesehen, an welchem sich der Hohlkörper bei der
Beaufschlagung durch die Umformmatrize in der Richtung der axialen Matrizenbewegung
abstützt.
[0028] Die Vorrichtung gemäß Patentanspruch 5 und das mit dieser Vorrichtung durchgeführte
Umformverfahren sind für Anwendungsfälle vorgesehen, in denen die Gefahr besteht,
dass es aufgrund der axialen Matrizenbewegung zu Stauchungserscheinungen an dem umzuformenden
Hohlkörper kommt.
[0029] Um eine Stauchung des Hohlkörpers zu vermeiden, weist der Umformantrieb zusätzlich
zu dem Matrizenantrieb einen Dornantrieb auf. Mittels des Matrizenantriebs wird die
an der Außenseite des Hohlkörpers angeordnete Umformmatrize mit der axialen Matrizenbewegung
aktiv längs der Hohlkörperachse bewegt. Aufgrund der aktiven Bewegung der Umformmatrize
relativ zu dem Hohlkörper wird die von der Umformmatrize beaufschlagte Hohlkörperwand
durch die Umformmatrize in der Richtung der axialen Matrizenbewegung aktiv auf Druck
beansprucht. Gleichzeitig wird die Hohlkörperwand infolge der zu der axialen Matrizenbewegung
gegenläufigen axialen Dornbewegung in der Richtung der axialen Dornbewegung auf Zug
beansprucht.
[0030] Mittels der Antriebssteuerung des erfindungsgemäßen Umformantriebs werden die aktive
axiale Dornbewegung und die aktive axiale Matrizenbewegung der an der Außenseite des
Hohlkörpers angeordneten Umformmatrize einander überlagert. Aufgrund der Überlagerung
der beiden genannten Bewegungen werden die Druckspannungen, die sich in der Hohlkörperwand
aufgrund der Beaufschlagung durch die Umformmatrize über den Wandquerschnitt aufbauen,
wenigstens teilweise kompensiert durch die Zugspannungen in der Hohlkörperwand infolge
der aktiven axialen Dornbewegung.
[0031] Bei entsprechender, beispielsweise empirischer Bemessung und gegenseitiger Abstimmung
der Druckbeanspruchung des Hohlkörpers durch die Umformmatrize und der Zugbeanspruchung
des Hohlkörpers durch den Dorn wird ein unerwünschtes Stauchen der Hohlkörperwand
an der in der Richtung der axialen Matrizenbewegung gelegenen Seite der die Hohlkörperwand
beaufschlagenden Umformmatrize auch ohne zusätzliche Armierung des Hohlkörpers zumindest
weitestgehend vermieden. Gleichzeitig lassen sich infolge der Überlagerung der aktiven
Matrizenbewegung und der aktiven Dornbewegung hohe Umformgeschwindigkeiten erzielen.
[0032] Generell kann sowohl die axiale Dornbewegung als auch die axiale Matrizenbewegung
sowohl positions- als auch kraftgeregelt werden.
[0033] Die Umformgeschwindigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist von der Werkstofffestigkeit des umzuformenden Hohlkörpers weitgehend
unabhängig. Bei hochfesten Werkstoffen bedarf es zwar relativ hoher Umformkräfte,
gleichzeitig ist die Stauchungsneigung von Hohlkörpern aus hochfesten Werkstoffen
aber relativ gering. Umgekehrt neigen rohrartige Hohlkörper aus Werkstoffen geringer
Festigkeit zwar relativ stark zur Stauchung, eine Querschnittsreduzierung derartiger
Hohlkörper ist aber bereits mit relativ geringen Umformkräften möglich.
[0034] Ausweislich Patentanspruch 6 wird im Falle der Erfindung mittels der Antriebssteuerung
des Umformantriebs das Verhältnis der Geschwindigkeiten der axialen Dornbewegung und
der axialen Matrizenbewegung der an der Außenseite des Hohlkörpers angeordneten Umformmatrize
in Abhängigkeit von dem Verhältnis der Größe des Querschnitts des Hohlkörpers im Ausgangszustand
und der Querschnittsgröße des Hohlkörpers nach dem Umformprozess eingestellt. Insbesondere
im Falle einer Querschnittsreduzierung kann der Betrag der Geschwindigkeit der axialen
Matrizenbewegung der an der Außenseite des Hohlkörpers angeordneten Umformmatrize
größer aber auch kleiner sein als der Betrag der Geschwindigkeit der axialen Dornbewegung.
Im Rahmen einer versuchsweisen Anwendung der Erfindung konnten qualitativ hochwertige
Bearbeitungsergebnisse bei einer Matrizengeschwindigkeit von 30 mm/s bis 60 mm/s und
einer Dorngeschwindigkeit von 21 mm/s bis 43 mm/s erzielt werden.
[0035] Ausweislich Patentanspruch 7 ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
dass das Verhältnis der Beträge der axialen Dornbewegung und der axialen Matrizenbewegung
während des Umformvorgangs reziprok ist zu dem Verhältnis der Geschwindigkeiten der
axialen Dornbewegung und der axialen Matrizenbewegung während des Umformvorgangs.
Dadurch ist gewährleistet, dass die zur Umformung eines Hohlkörpers über eine Umformlänge
ausgeführten aktiven Dorn- und Umformmatrizenbewegungen trotz unterschiedlicher Geschwindigkeiten
des Dorns und der Umformmatrize bei Erreichen der Umformlänge gleichzeitig enden.
[0036] Patentanspruch 8 sieht in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung vor,
dass die Umformmatrize mittels des Matrizenantriebs mit einer Positionierbewegung
aus einer Position abseits des umzuformenden Hohlkörpers in eine Position bewegbar
ist, in welcher die Umformmatrize an der Außenseite des Hohlkörpers angeordnet ist
und dass mittels der Antriebssteuerung des Vorrichtungsantriebs der Matrizenantrieb
und der Dornantrieb derart gesteuert werden, dass der Dornantrieb die axiale Dornbewegung
einleitet, bevor die Umformmatrize aufgrund der Positionierbewegung die Hohlkörperwand
beaufschlagt. Bei dem erstmaligen Kontakt der Umformmatrize mit dem umzuformenden
Hohlkörper befinden sich der Dorn und der von diesem längs der Hohlkörperachse angetriebene
und während des Umformprozesses auf Zug beanspruchte Hohlkörper demnach bereits in
Bewegung. Vorzugsweise wird die Positionierbewegung der Umformmatrize in der Richtung
der axialen Matrizenbewegung ausgeführt.
[0037] Zur Durchführung des mehrstufigen Umformverfahrens können Umformvorrichtungen eingesetzt
werden, deren Dorne Dornprofilzwischenräume mit unterschiedlich großen Zwischenraumquerschnitten
aufweisen. Mittels des zweiten Dorns wird aus dem Innenprofil der Vorform vorzugsweise
das Innenprofil mit Soll-Geometrie erzeugt. Dabei wird den in den Dornprofilzwischenräumen
der ersten Umformmatrize erzeugten Profilvorsprüngen des Innenprofils der Vorform
durch die zweite Umformmatrize Wandmaterial zugeführt. Die ersten Dornprofilzwischenräume
des ersten Dorns haben dementsprechend weniger Wandmaterial aufzunehmen als die zweiten
Dornprofilzwischenräume des zweiten Dorns. Ist gleichzeitig der Querschnitt der ersten
Dornprofilzwischenräume größer bemessen als der Querschnitt der zweiten Dornprofilzwischenräume,
so weisen die ersten Dornprofilzwischenräume gegenüber dem an dem ersten Dornprofil
erzeugten Innenprofil der Vorform ein Übermaß auf, aufgrund dessen nach Abschluss
der ersten Verfahrensstufe der erste Dorn und die Vorform mit relativ geringem Kraftaufwand
voneinander getrennt werden können.
[0038] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung stimmen das erste formgebende Dornprofil
des ersten Dorns und das zweite formgebende Dornprofil des zweiten Dorns in ihrer
Geometrie miteinander überein (Patentanspruch 10). Auf diese Weise kann in besonderem
Maße sichergestellt werden, dass der mittels des zweiten Dorns ausgeführte Umformprozess
zu einer Optimierung des mittels des ersten Dorns erzeugten Innenprofils führt. Die
Geometrie des mittels des ersten Dorns erzeugten Innenprofils wird an der zweiten
Umformvorrichtung mittels der zweiten Umformmatrize und des mit dieser zusammenwirkenden
zweiten Dorns mit der durch das identische Dornprofil vorgegebenen Soll-Geometrie
in Übereinstimmung gebracht oder zumindest weiter an die Soll-Geometrie angenähert.
[0039] Qualitativ besonders hochwertige Bearbeitungsergebnisse lassen sich erzielen, wenn
in der zweiten Verfahrensstufe der gleiche Dorn eingesetzt wird wie in der ersten
Verfahrensstufe (Patentanspruch 11). In diesem Fall kann der Dorn nach Beendigung
der ersten Verfahrensstufe im Innern der dann vorliegenden Vorform verbleiben. Der
Bearbeitung der Vorform durch die zweite Umformvorrichtung muss folglich kein die
Bearbeitungsqualität möglicherweise beeinträchtigender Dornwechsel an der Vorform
vorausgehen.
[0040] Gemäß Patentanspruch 12 weist die erste Umformmatrize der mehrstufigen Umformanordnung
in Weiterbildung der Erfindung eine Matrizenöffnung mit einer glatten Wand auf. Die
erfindungsgemäß optimierte Füllung der Dornprofilzwischenräume mit plastifiziertem
Material der Hohlkörperwand erfolgt dementsprechend ausschließlich in dem zweiten
Verfahrensschritt des erfindungsgemäßen Umformverfahrens.
[0041] Hiervon abweichend sind im Falle der Erfindungsbauart gemäß Patentanspruch 13 auch
bereits an der ersten Umformvorrichtung der mehrstufigen Anordnung Vorkehrungen für
eine optimierte Füllung der Dornprofilzwischenräume mit plastifiziertem Material der
Hohlkörperwand getroffen.
[0042] Nachfolgend wird die Erfindung anhand beispielhafter schematischer Darstellungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein umzuformendes Rohr in einem Ausgangszustand,
- Figur 2
- eine einstufige Vorrichtung zum Umformen des Rohres gemäß Figur 1 in einem einstufigen
Umformverfahren mit einer Querschnittsreduzierung und mit einer Profilierung der Rohrwand,
- Figur 3a
- eine erste Umformvorrichtung einer zweistufigen Umformanordnung zur Erzeugung einer
Vorform eines fertig umgeformten Rohres im Rahmen eines zweistufigen Umformverfahrens,
- Figur 3b
- eine zweite Umformvorrichtung der zweistufigen Umformanordnung zur Erzeugung des fertig
umgeformten Rohres aus der Vorform gemäß Figur 3a im Rahmen des zweistufigen Umformverfahrens
und
- Figur 4
- eine einstufige Vorrichtung zum Umformen des Rohres gemäß Figur 1 in einem einstufigen
Umformverfahren mit einer Profilierung der Rohrwand aber ohne Querschnittsreduzierung
der Rohrwand.
[0043] Gemäß Figur 1 ist als umzuformender Hohlkörper ein Rohr 1 aus einem plastisch verformbaren
metallischen Werkstoff vorgesehen. Das Rohr 1 weist als Hohlkörperwand eine Rohrwand
2 und als Hohlkörperachse eine in Längsrichtung des Rohres 2 verlaufende Rohrachse
3 auf. Das Rohr 1 ist zylindrisch ausgebildet mit einem in der stirnseitigen Ansicht
des Rohres 1 in Figur 1 erkennbaren kreisförmigen Rohrquerschnitt 4 als Hohlkörperquerschnitt
und mit einem kreisringförmigen Wandquerschnitt.
[0044] Aus dem Rohr 1 ist eine Lenkwelle für ein Kraftfahrzeug zu fertigen.
[0045] Zu diesem Zweck werden in Figur 2 und Figur 4 dargestellte einstufige Vorrichtungen
5, 5a oder alternativ eine in den Figuren 3a und 3b gezeigte mehrstufige, in dem dargestellten
Beispielsfall zweistufige Anordnung 6 eingesetzt. Die zweistufige Anordnung 6 umfasst
eine erste Umformvorrichtung 7 und eine zweite Umformvorrichtung 8.
[0046] Die Vorrichtungen 5, 5a und die Umformvorrichtungen 7, 8 mit den jeweils umgeformten
Werkstücken sind in Figur 2 und in den Figuren 3a, 3b und 4 jeweils in einer stark
schematisierten Seitenansicht und außerdem in einer Ansicht auf die in der Seitenansicht
rechte Stirnseite gezeigt.
[0047] Die Vorrichtung 5 gemäß Figur 2 ist an einer Axialformmaschine herkömmlicher Bauart
montiert, beispielsweise an einer Axialformmaschine, wie sie von der Firma FELSS Systems
GmbH, 75203 Königsbach-Stein, Deutschland, unter dem Produktnamen "Aximus" angeboten
wird.
[0048] Eine zur Anordnung an der Außenseite des Rohres 1 ausgebildete Umformmatrize 9 der
Vorrichtung 5 ist in einer längs der Rohrachse 3 beweglichen Werkzeugaufnahme der
Axialformmaschine eingebaut. Ein ebenfalls längs der Rohrachse 3 beweglicher Dornhalter
der Axialformmaschine dient zur Fixierung eines Dorns 10 der Vorrichtung 5. Die Werkzeugaufnahme
für die Umformmatrize 9 und der Dornhalter für den Dorn 10 sind in Figur 2 der Einfachheit
halber nicht gezeigt.
[0049] Die Umformmatrize 9 weist eine zur Aufnahme des Rohres 1 ausgebildete Matrizenöffnung
11 ("Kalibrierstrecke") auf. An der Matrizenöffnung 11 ist die Umformmatrize 9 mit
einem formgebenden Matrizenprofil in Form einer formgebenden Matrizenverzahnung 12
versehen. Die Matrizenverzahnung 12 weist Matrizenzähne 13 als Matrizenprofilvorsprünge
und zwischen den Matrizenzähnen 13 ausgebildete Matrizenzahnzwischenräume 14 als Matrizenprofilzwischenräume
auf. Der Fußkreisdurchmesser der Matrizenöffnung 11 ist kleiner als der Durchmesser
des Rohrquerschnitts 4 im Ausgangszustand bei noch unverformtem Rohr 1.
[0050] Der Dorn 10 ist zur Anordnung im Innern des Rohres 1 ausgebildet und an seinem Umfang
mit einem als formgebende Dornverzahnung 15 ausgebildeten formgebenden Dornprofil
versehen. Die formgebende Dornverzahnung 15 wird gebildet von Dornprofilvorsprüngen
in Form von Dornzähnen 16 und von zwischen den Dornzähnen 16 als Dornprofilzwischenräume
angeordneten Dornzahnzwischenräumen 17.
[0051] An der auf der Außenseite des Rohres 1 aufsitzenden Umformmatrize 9 verlaufen die
Matrizenzähne 13 und die Matrizenzahnzwischenräume 14 längs der Rohrachse 3. Die Matrizenzahnzwischenräume
14 öffnen sich dabei zu der achsparallelen Außenseite der Rohrwand 2 hin.
[0052] An dem Dorn 10 im Innern des Rohres 1 verlaufen die Dornzähne 16 und die Dornzahnzwischenräume
17 ebenfalls längs der Rohrachse 3. Die Dornzahnzwischenräume 17 öffnen sich zu der
achsparallelen Innenseite der Rohrwand 2 hin.
[0053] Um die Rohrachse 3 sind die Umformmatrize 9 und der Dorn 10 relativ zueinander derart
positioniert, dass die an der achsparallelen Außenseite der Rohrwand 2 angeordneten
Matrizenzähne 13 und die an der achsparallelen Innenseite der Rohrwand 2 angeordneten
Dornzahnzwischenräume 17 sowie die an der achsparallelen Außenseite der Rohrwand 2
angeordneten Matrizenzahnzwischenräume 14 und die an der achsparallelen Innenseite
der Rohrwand 2 angeordnete Dornzähne 16 jeweils einander an der Rohrwand 2 in radialer
Richtung der Rohrachse 3 gegenüberliegen.
[0054] Mittels der Vorrichtung 5 wird der Rohrquerschnitt 4, im Einzelnen die Wandstärke
der Rohrwand 2, reduziert und gleichzeitig die Rohrwand 2 an der Innenseite mit einem
Innenprofil in Form einer Innenverzahnung 18 versehen.
[0055] Zur Erzeugung einer hierzu erforderlichen axialen Matrizenbewegung der Umformmatrize
9 dient ein Matrizenantrieb 19 eines Umformantriebs 20 der Vorrichtung 5. Zusätzlich
zu dem Matrizenantrieb 19 umfasst der Umformantrieb 20 einen Dornantrieb 21 und eine
Antriebssteuerung 22.
[0056] Zu Beginn des Umformprozesses bewegt der Matrizenantrieb 19 die Werkzeugaufnahme
der Axialformmaschine gemeinsam mit der Umformmatrize 9 längs der Rohrachse 3, bis
die Umformmatrize 9 aus einer Position abseits des Rohres 1 an das in Figur 1 rechte
Ende des Rohres 1 gelangt und dieses Rohrende der rohrseitigen Mündung der Matrizenöffnung
11 unmittelbar benachbart ist. Das Rohr 1 befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch in
seinem unverformten Ausgangszustand.
[0057] Außerdem verfährt der Dornantrieb 21 den Dornhalter der Axialformmaschine mit dem
Dorn 10 längs der Rohrachse 3 ausgehend von einer Position in Figur 1 links des Rohres
1 nach rechts, bis der an dem Dornhalter fixierte Dorn 10 im Innern des Rohres 1 die
Position gemäß Figur 2 einnimmt.
[0058] Das umzuformende Rohr 1 ist an der Axialformmaschine mit seinem in den Figuren 1
und 2 linken Ende an einem längs der Rohrachse 3 stationären axialen Widerlager 23
gelagert.
[0059] Zum Umformen des Rohres 1 wird die Umformmatrize 9 nun mittels des Matrizenantriebs
19 ausgehend von ihrer Ausgangsposition an dem rechten Ende des Rohres 1 mit einer
axialen Matrizenbewegung relativ zu dem an dem stationären axialen Widerlager 23 abgestützten
und folglich gleichfalls stationären Rohr 1 in Richtung auf das stationäre axiale
Widerlager 23 bewegt. Bei der axialen Matrizenbewegung verfährt die Umformmatrize
9 längs der Rohrachse 3 relativ zu dem Rohr 1 und dabei auch längs des im Innern des
Rohres 1 angeordneten Dorns 10. Die Bewegungsrichtung der Umformmatrize 9 bei der
axialen Matrizenbewegung ist in Figur 2 durch einen Pfeil 24 veranschaulicht.
[0060] Aufgrund des Übermaßes des unverformten Rohrquerschnitts 4 gegenüber dem Öffnungsquerschnitt
der Matrizenöffnung 11 bewirkt die axiale Matrizenbewegung der Umformmatrize 9, dass
an der in der Richtung des Pfeils 24 gelegenen Seite der Umformmatrize 9 die Fließgrenze
des Materials der Rohrwand 2 überschritten wird. Der Rohrquerschnitt 4 wird aufgrund
der axialen Matrizenbewegung reduziert und Material der Rohrwand 2 fließt unter Ausbildung
der Innenverzahnung 18 der Rohrwand 2 und bei gleichzeitiger Längung der Rohrwand
2 in die Dornzahnzwischenräume 17 des Dorns 10.
[0061] Dabei sorgen die Matrizenzähne 13 der Matrizenverzahnung 12 aufgrund ihrer Anordnung
gegenüber den Dornzahnzwischenräumen 17 des Dorns 10 dafür, dass die Dornzahnzwischenräume
17 vollständig mit dem fließenden Material der Rohrwand 2 gefüllt werden und die Innenverzahnung
18 der Rohrwand 2 folglich exakt mit ihrer durch die Dornverzahnung 15 vorgegebenen
Soll-Geometrie erzeugt wird.
[0062] In Figur 2 ist ein Zeitpunkt des Umformprozesses veranschaulicht, zu welchem die
Bearbeitung des Rohres 1 noch nicht abgeschlossen ist und die Umformmatrize 9 folglich
noch einen Restweg in Richtung auf das axiale Widerlager 23 zurückzulegen hat.
[0063] Besteht im Falle des Rohres 1 etwa aufgrund der Rohrlänge die Gefahr einer Stauchung
des Rohres 1 während des Umformprozesses wird die vorstehende Kinematik des Umformprozesses
abgewandelt.
[0064] Abweichend von den vorstehend beschriebenen Abläufen wird zur Vermeidung einer Stauchung
des Rohres 1 der axialen Matrizenbewegung der Umformmatrize 9 mittels der Antriebssteuerung
22 eine zu der axialen Matrizenbewegung gegenläufige und in Richtung eines Pfeils
25 in Figur 2 ausgeführte axiale Dornbewegung des Dorns 10 überlagert.
[0065] Die Geschwindigkeiten der axialen Matrizenbewegung und der axialen Dornbewegung können
dabei unterschiedlich bemessen sein. Beispielsweise kann mittels der Antriebssteuerung
22 die Geschwindigkeit der axialen Matrizenbewegung der Umformmatrize 9 in Richtung
des Pfeils 24 auf 60 mm/s und die Geschwindigkeit der axialen Dornbewegung des Dorns
10 in Richtung des Pfeils 25 auf 15 mm/s eingestellt werden.
[0066] Mit dem Einlaufen des freien Endes des Rohres 1 in die Matrizenöffnung 11 zu Beginn
des Umformprozesses wird die Rohrwand 2 in dem betreffenden Bereich gegen den Dorn
10 gedrückt. Dadurch wird zwischen der Rohrwand 2 und dem Dorn 10 ein Kraftschluss
erzeugt.
[0067] Gleichzeitig wird die Rohrwand 2 aufgrund der axialen Matrizenbewegung durch die
Umformmatrize 9 an deren in Richtung des Pfeils 24 gelegenen Seite auf Druck beansprucht
und dadurch die Fließgrenze des Materials der Rohrwand 2 überschritten. Das axiale
Widerlager 23, welches das von der Umformmatrize 9 beaufschlagte Rohr 1 abstützt,
ist auch bei gegenseitiger Überlagerung einer axialen Matrizenbewegung und einer axialen
Dornbewegung während der Beaufschlagung des Rohres 1 durch die Umformmatrize 9 längs
der Rohrachse 3 ortsfest.
[0068] Infolge des Kraftschlusses zwischen der Rohrwand 2 und dem Dorn 10 wird die an der
Außenseite von der Umformmatrize 9 beaufschlagte Rohrwand 2 mittels des Dorns 10 in
Richtung des Pfeils 25 auf Zug beansprucht. Der mittels des Dornantriebs 21 angetriebene
Dorn 10 zieht folglich die Rohrwand 2 aktiv in Richtung des Pfeils 25 durch die Matrizenöffnung
11 und die Dicke der Rohrwand 2 wird reduziert bei gleichzeitiger Längung des Rohres
1 und bei gleichzeitiger Erzeugung der Innenverzahnung 18 an der Rohrwand 2.
[0069] Aufgrund einer entsprechenden Abstimmung der axialen Matrizenbewegung in Richtung
des Pfeils 24 und der axialen Dornbewegung in Richtung des Pfeils 25, d.h. durch entsprechende
Steuerung des Matrizenantriebs 19 und des Dornantriebs 21 mittels der Antriebssteuerung
22, erfolgt die Umformung der Rohrwand 2, ohne dass es an der in Richtung des Pfeils
24 gelegenen Seite der Umformmatrize 9 zu einer Stauchung des Rohres 1 kommt. Infolgedessen
bedarf es zur Vermeidung einer Stauchung des Rohres 1 im Falle der Vorrichtung 5 auch
keiner zusätzlichen Armierung an der Außenseite des Rohres 1.
[0070] Durch entsprechende Steuerung des Matrizenantriebs 19 und des Dornantriebs 21 wird
dafür Sorge getragen, dass bei Erreichen der gewünschten Umformlänge an dem Rohr 1
der Matrizenantrieb 19 und der Dornantrieb 21 gleichzeitig stillgesetzt werden können.
[0071] Aufgrund des Umstands, dass gleichzeitig eine axiale Matrizenbewegung und eine dazu
gegenläufige axiale Dornbewegung ausgeführt werden, lässt sich eine hohe Umformgeschwindigkeit
erzielen. Ungeachtet der hohen Umformgeschwindigkeit ergibt sich ein qualitativ hochwertiges
Bearbeitungsergebnis an dem Rohr 1.
[0072] Während mittels der Vorrichtungen 5, 5a gemäß Figur 2 und gemäß Figur 4 die Innenverzahnung
an der Rohrwand 2 in einem einstufigen Umformprozess erzeugt wird, dient die in den
Figuren 3a und 3b dargestellte Anordnung 6 mit der ersten Umformvorrichtung 7 und
der zweiten Umformvorrichtung 8 zur Durchführung eines zweistufigen Umformverfahrens.
[0073] Die erste Umformvorrichtung 7 der Anordnung 6 (Figur 3a) umfasst eine erste Umformmatrize
26 zur Anordnung an der Außenseite des Rohres 1 sowie einen ersten Dorn 27 zur Anordnung
im Innern des Rohres 1.
[0074] Die erste Umformmatrize 26 der ersten Umformvorrichtung 7 ist mit einer ersten Matrizenöffnung
28 zur Aufnahme des Rohres 1 ausgebildet. Die erste Matrizenöffnung 28 ist in dem
dargestellten Beispielsfall glattwandig. Der Durchmesser der ersten Matrizenöffnung
28 entspricht dem Fußkreisdurchmesser der verzahnten Matrizenöffnung 11 an der Umformmatrize
9 gemäß Figur 2 und ist folglich ebenfalls kleiner als der Durchmesser des Rohrquerschnitts
4 des Rohres 1 im unverformten Ausgangszustand.
[0075] Der erste Dorn 27 der ersten Umformvorrichtung 7 weist an seinem Umfang als erstes
formgebendes Dornprofil eine erste formgebende Dornverzahnung 29 auf mit ersten Dornprofilvorsprüngen
in Form von ersten Dornzähnen 30 und zwischen den ersten Dornzähnen 30 ausgebildeten
ersten Dornzahnzwischenräumen 31 als erste Dornprofilzwischenräume. An dem im Innern
des Rohres 1 angeordneten ersten Dorn 27 verlaufen die ersten Dornzähne 30 und die
ersten Dornzahnzwischenräume 31 längs der Rohrachse 3. Die ersten Dornzahnzwischenräume
31 öffnen sich zu der achsparallelen Innenseite der Rohrwand 2 hin. Die Verzahnungsgeometrie
des verzahnten ersten Dorns 27 der ersten Umformvorrichtung 7 bildet die Soll-Geometrie
der verzahnten Innenseite der Rohrwand 2 an dem fertig umgeformten Rohr ab.
[0076] In einer ersten Verfahrensstufe des zweistufigen Umformprozesses wird aus dem unverformten
Rohr 1 im Ausgangszustand eine Vorform 32 des fertig umgeformten Rohres erzeugt.
[0077] Die Abläufe der ersten Verfahrensstufe des zweistufigen Umformprozesses entsprechen
grundsätzlich den vorstehend im Einzelnen beschriebenen Abläufen des einstufigen Umformverfahrens
gemäß Figur 2.
[0078] Ein erster Matrizenantrieb 33 eines ersten Umformantriebs 34 der ersten Umformvorrichtung
7 erzeugt eine axiale Matrizenbewegung der auf dem Rohr 1 aufsitzenden ersten Umformmatrize
26 relativ zu dem Rohr 1 längs der Rohrachse 3 und längs des im Inneren des Rohres
1 angeordneten ersten Dorns 27.
[0079] Bei Stauchgefahr wird der axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize 26 eine
mittels eines ersten Dornantriebs 35 des Umformantriebs 34 ausgeführte und zu der
axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize 26 gegenläufige axiale Dornbewegung
des ersten Dorns 27 überlagert. Die aktive axiale Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize
26 und die aktive axiale Dornbewegung des ersten Dorns 27 werden gegebenenfalls von
einer ersten Antriebssteuerung 36 des ersten Umformantriebs 34 aufeinander abgestimmt
gesteuert.
[0080] Als Produkt der ersten Verfahrensstufe des zweistufigen Umformprozesses ergibt sich
die Vorform 32 des fertig umgeformten Rohres mit einer mit der Rohrachse 3 zusammenfallenden
Vorformachse 37 und einer Vorformwand 38. Die Wandstärke der Vorformwand 38 ist gegenüber
der Wandstärke der Rohrwand 2 reduziert. Außerdem ist die Vorformwand 38 mit einem
Innenprofil in Form einer Innenverzahnung 39 versehen.
[0081] Da die Geometrie der Innenverzahnung 39 an der Vorformwand 38 gegenüber der Soll-Geometrie
des fertig umgeformten Rohres noch eine zu große Toleranz aufweist, schließt sich
an die erste Verfahrensstufe gemäß Figur 3a die mittels der zweiten Umformvorrichtung
8 durchgeführte zweite Verfahrensstufe des zweistufigen Umformprozesses an.
[0082] Gemäß Figur 3b umfasst die zweite Umformvorrichtung 8 eine zweite Umformmatrize 40
zur Anordnung an der Außenseite der Vorform 32 und einen zweiten Dorn 41 zur Anordnung
im Inneren der Vorform 32.
[0083] Eine zweite Matrizenöffnung 42 der zweiten Umformmatrize 40 ist zur Aufnahme der
Vorform 32 ausgebildet und weist an der Öffnungswand eine formgebende Matrizenverzahnung
43 als formgebendes Matrizenprofil auf. Die formgebende Matrizenverzahnung 43 wird
gebildet von Matrizenprofilvorsprüngen in Form von Matrizenzähnen 44 und zwischen
den Matrizenzähnen 44 als Matrizenprofilzwischenräume ausgebildeten Matrizenzahnzwischenräumen
45.
[0084] Bei auf der Außenseite der Vorform 32 angeordneter zweiter Umformmatrize 40 verlaufen
die Matrizenzähne 44 und die Matrizenzahnzwischenräume 45 längs der Vorformachse 37.
Die Matrizenzahnzwischenräume 45 öffnen sich zu der achsparallelen Außenseite der
Vorformwand 38 hin. Der Fußkreisdurchmesser der Matrizenverzahnung 43 an der zweiten
Matrizenöffnung 42 der zweiten Umformmatrize 40 entspricht dem Durchmesser der glattwandigen
ersten Matrizenöffnung 28 an der ersten Umformmatrize 26 der ersten Umformvorrichtung
7.
[0085] Der zweite Dorn 41 der zweiten Umformvorrichtung 8 ist baugleich mit dem ersten Dorn
27 der ersten Umformvorrichtung 7.
[0086] Der zweite Dorn 41 weist an seinem Umfang als zweites formgebendes Zahnprofil eine
zweite formgebende Dornverzahnung 46 auf mit zweiten Dornprofilvorsprüngen in Form
von zweiten Dornzähnen 47 und mit zweiten Dornprofilzwischenräumen in Form von zweiten
Dornzahnzwischenräumen 48. Auch die zweite formgebende Dornverzahnung 46 bildet die
an dem fertig umgeformten Rohr zu erstellende Innenverzahnung mit ihrer Soll-Geometrie
ab.
[0087] An dem im Innern der Vorform 32 angeordneten zweiten Dorn 41 verlaufen die zweiten
Dornzähne 47 und die zweiten Dornzahnzwischenräume 48 längs der Vorformachse 37. Die
zweiten Dornzahnzwischenräume 48 öffnen sich zu der achsparallelen Innenseite der
Vorformwand 38 hin.
[0088] Um die Vorformachse 37 sind die zweite Umformmatrize 40 und der zweite Dorn 41 relativ
zueinander derart angeordnet, dass die an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand
38 angeordneten Matrizenzähne 44 und die an der achsparallelen Innenseite der Vorformwand
38 angeordnete zweiten Dornzahnzwischenräume 48 sowie die an der achsparallelen Außenseite
der Vorformwand 38 angeordneten Matrizenzahnzwischenräume 45 und die an der achsparallelen
Innenseite der Vorformwand 38 angeordneten zweiten Dornzähne 47 jeweils einander an
der Vorformwand 38 in radialer Richtung der Vorformachse 37 gegenüberliegen. Die Dornzahnzwischenräume
48 nehmen dabei zu Beginn der zweiten Verfahrensstufe des Umformprozesses das in der
ersten Verfahrensstufe erzeugte Innenprofil 39 der Vorform 32 auf.
[0089] Auch die Abläufe der zweiten Verfahrensstufe des zweistufigen Umformprozesses entsprechen
grundsätzlich den Abläufen des mittels der Vorrichtung 5 durchgeführten einstufigen
Umformprozesses gemäß Figur 2.
[0090] Ein zweiter Matrizenantrieb 49 eines zweiten Umformantriebs 50 bewegt die auf der
Vorform 32 aufsitzende zweite Umformmatrize 40 mit einer axialen Matrizenbewegung
relativ zu der Vorform 32 längs der Vorformachse 37 und längs des im Inneren der Vorform
32 angeordneten zweiten Dorns 41.
[0091] Bei Stauchgefahr wird der axialen Matrizenbewegung der zweiten Umformmatrize 40 eine
mittels eines zweiten Dornantriebs 51 erzeugte gegenläufige axiale Dornbewegung des
zweiten Dorns 41 überlagert. Dabei werden der zweite Matrizenantrieb 49 und der zweite
Dornantrieb 51 durch eine zweite Antriebssteuerung 52 des zweiten Umformantriebs 50
aufeinander abgestimmt gesteuert.
[0092] Während der zweiten Verfahrensstufe sorgen die Matrizenzähne 44 der Matrizenverzahnung
43 an der zweiten Umformmatrize 40 aufgrund ihrer Anordnung gegenüber den zweiten
Dornzahnzwischenräumen 48 des zweiten Dorns 41 dafür, dass die zweiten Dornzahnzwischenräume
48 vollständig mit dem fließenden Material der Vorformwand 38 gefüllt werden und dass
sich folglich an dem fertig umgeformten Rohr als Innenprofil eine Innenverzahnung
53 ergibt, deren Geometrie exakt ihrer durch die zweite Dornverzahnung 46 vorgegebenen
Soll-Geometrie entspricht.
[0093] Ebenso wie die Vorrichtung 5 gemäß Figur 2 und auch die Umformvorrichtungen 7, 8
gemäß den Figuren 3a, 3b ist auch die Vorrichtung 5a gemäß Figur 4 an einer Axialformmaschine
herkömmlicher Bauart montiert.
[0094] Eine Umformmatrize 9a der Vorrichtung 5a weist eine zur Aufnahme des Rohres 1 ausgebildete
Matrizenöffnung 11a ("Kalibrierstrecke") auf. An der Matrizenöffnung 11a ist die Umformmatrize
9a mit einem formgebenden Matrizenprofil in Form einer formgebenden Matrizenverzahnung
12a versehen. Die Matrizenverzahnung 12a weist Matrizenzähne 13a als Matrizenprofilvorsprünge
und zwischen den Matrizenzähnen 13a ausgebildete Matrizenzahnzwischenräume 14a als
Matrizenprofilzwischenräume auf.
[0095] Abweichend von der Umformmatrize 9 gemäß Figur 2 ist an der Umformmatrize 9a der
Fußkreisdurchmesser der Matrizenverzahnung 12a größer als der Außendurchmesser des
Rohres 1 im Ausgangszustand bei noch unverformtem Rohr 1. Der Kopfkreisdurchmesser
der Matrizenverzahnung 12a ist geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des Rohres
1 im Ausgangszustand.
[0096] Ein Dorn 10a ist zur Anordnung im Inneren des Rohres 1 ausgebildet und an seinem
Umfang mit einem als formgebende Dornverzahnung 15a ausgebildeten formgebenden Dornprofil
versehen. Die formgebende Dornverzahnung 15a wird gebildet von Dornprofilvorsprüngen
in Form von Dornzähnen 16a und von zwischen den Dornzähnen 16a als Dornprofilzwischenräume
angeordneten Dornzahnzwischenräumen 17a.
[0097] An der auf der Außenseite des Rohres 1 aufsitzenden Umformmatrize 9a verlaufen die
Matrizenzähne 13a und die Matrizenzahnzwischenräume 14a längs der Rohrachse 3. Die
Matrizenzahnzwischenräume 14a öffnen sich dabei zu der achsparallelen Außenseite der
Rohrwand 2 hin.
[0098] An dem Dorn 10a im Innern des Rohres 1 verlaufen die Dornzähne 16a und die Dornzahnzwischenräume
17a ebenfalls längs der Rohrachse 3. Die Dornzahnzwischenräume 17a öffnen sich zu
der achsparallelen Innenseite der Rohrwand 2 hin.
[0099] Um die Rohrachse 3 sind die Umformmatrize 9a und der Dorn 10a relativ zueinander
derart positioniert, dass die an der achsparallelen Außenseite der Rohrwand 2 angeordneten
Matrizenzähne 13a und die an der achsparallelen Innenseite der Rohrwand 2 angeordneten
Dornzahnzwischenräume 17a sowie die an der achsparallelen Außenseite der Rohrwand
2 angeordneten Matrizenzahnzwischenräume 14a und die an der achsparallelen Innenseite
der Rohrwand 2 angeordnete Dornzähne 16a jeweils einander an der Rohrwand 2 in radialer
Richtung der Rohrachse 3 gegenüberliegen.
[0100] Aufgrund der Bemessung des Kopf- und des Fußkreisdurchmessers an der Matrizenverzahnung
12a erzeugt die Vorrichtung 5a an der Innenseite der Rohrwand 2 ein Innenprofil in
Form einer Innenverzahnung 18a, ohne dass dabei die Wandstärke der Rohrwand 2 reduziert
wird.
[0101] Die Abläufe bei der Umformung des Rohres 1 mittels der Vorrichtung 5a entsprechen
ebenfalls den Abläufen an der Vorrichtung 5 gemäß Figur 2.
[0102] Zur Erzeugung einer axialen Matrizenbewegung der Umformmatrize 9a dient ein Matrizenantrieb
19a eines Umformantriebs 20a der Vorrichtung 5a. Zusätzlich zu dem Matrizenantrieb
19a umfasst der Umformantrieb 20a einen Dornantrieb 21a und eine Antriebssteuerung
22a.
[0103] Zum Umformen des Rohres 1 wird die Umformmatrize 9a mittels des Matrizenantriebs
19a ausgehend von ihrer Ausgangsposition an dem rechten Ende des Rohres 1 mit einer
axialen Matrizenbewegung relativ zu dem an dem stationären axialen Widerlager 23 abgestützten
und folglich gleichfalls stationären Rohr 1 in Richtung auf das stationäre axiale
Widerlager 23 bewegt. Bei der axialen Matrizenbewegung verfährt die Umformmatrize
9a in Richtung des Pfeils 24 längs der Rohrachse 3 relativ zu dem Rohr 1 und dabei
auch längs des im Innern des Rohres 1 angeordneten Dorns 10a.
[0104] Aufgrund des Übermaßes der unverformten Rohrwand 2 gegenüber dem Kopfkreisdurchmesser
der Matrizenverzahnung 12a fließt Material der Rohrwand 2 unter Ausbildung der Innenverzahnung
18a der Rohrwand 2 in die Dornzahnzwischenräume 17a des Dorns 10a.
[0105] Auch die Matrizenzähne 13a der Matrizenverzahnung 12a sorgen aufgrund ihrer Anordnung
gegenüber den Dornzahnzwischenräumen 17a des Dorns 10a dafür, dass die Dornzahnzwischenräume
17a vollständig mit dem fließenden Material der Rohrwand 2 gefüllt werden und die
Innenverzahnung 18a der Rohrwand 2 folglich exakt mit ihrer durch die Dornverzahnung
15a vorgegebenen Soll-Geometrie erzeugt wird.
1. Vorrichtung zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• mit einer Umformmatrize (9, 9a), die zur Anordnung an der Außenseite des Hohlkörpers
(1) ausgebildet ist und die mit einer zur Aufnahme des Hohlkörpers (1) ausgebildeten
Matrizenöffnung (11, 11a) versehen ist,
• mit einem Dorn (10, 10a), der zur Anordnung im Innern des Hohlkörpers (1) ausgebildet
ist und der an seinem Umfang mit einem formgebenden Dornprofil (15, 15a) versehen
ist mit Dornprofilvorsprüngen (16, 16a) und zwischen den Dornprofilvorsprüngen (16,
16a) ausgebildeten Dornprofilzwischenräumen (17, 17a), wobei an dem im Innern des
Hohlkörpers (1) angeordneten Dorn (10, 10a) die Dornprofilvorsprünge (16, 16a) und
die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen und
sich die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) zu der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand
(2) hin öffnen sowie
• mit einem Umformantrieb (20, 20a), der einen Matrizenantrieb (19, 19a) aufweist,
mittels dessen die Umformmatrize (9, 9a) mit einer axialen Matrizenbewegung längs
der Hohlkörperachse (3) relativ zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im Innern
des Hohlkörpers (1) angeordneten Dorns (10, 10a) bewegbar ist, wobei aufgrund der
axialen Matrizenbewegung und eines damit verbundenen Überschreitens der Fließgrenze
des Materials der Hohlkörperwand (2) Material der Hohlkörperwand (2) unter Ausbildung
eines Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in die Dornprofilzwischenräume
(17, 17a) des Dorns (10, 10a) fließt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umformmatrize (9, 9a) an der Matrizenöffnung (11, 11a) mit einem formgebenden
Matrizenprofil (12, 12a) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) und
zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(14, 14a), wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter Umformmatrize (9, 9a)
• die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) und die Matrizenprofilzwischenräume (14,
14a) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(14, 14a) zu der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(13, 13a) und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete
Dornprofilzwischenräume (17, 17a) sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand
(2) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (14, 14a) und an der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornprofilvorsprünge (16, 16a) jeweils einander
an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse (3) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) Material der Hohlkörperwand (2) unter
Ausbildung des Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in Richtung auf die den
Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) gegenüberliegenden Dornprofilzwischenräume (17,
17a) beaufschlagen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
• dass als formgebendes Dornprofil (15, 15a) ein dornseitiges Verzahnungsprofil mit Dornzähnen
als Dornprofilvorsprünge (16, 16a) und mit Dornzahnzwischenräumen als Dornprofilzwischenräume
(17, 17a) vorgesehen ist und
• dass als formgebendes Matrizenprofil (12, 12a) ein matrizenseitiges Verzahnungsprofil
mit Matrizenzähnen als Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) und mit Matrizenzahnzwischenräumen
als Matrizenprofilzwischenräume (14, 14a) vorgesehen ist,
wobei an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenzähne
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornzahnzwischenräume
sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenzahnzwischenräume
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornzähne
jeweils einander an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse
(3) gegenüberliegen und wobei die Matrizenzähne Material der Hohlkörperwand (2) unter
Ausbildung des Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in Richtung auf die den
Matrizenzähnen gegenüberliegenden Dornzahnzwischenräume beaufschlagen.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrizenöffnung (11) einen Öffnungsquerschnitt aufweist, der kleiner ist als
ein sich senkrecht zu der Hohlkörperachse (3) erstreckender Hohlkörperquerschnitt
(4) in einem Ausgangszustand und dass aufgrund der axialen Matrizenbewegung und eines
damit verbundenen Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand
(2) der Querschnitt (4) des Hohlkörpers (1) reduziert wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Hohlkörper (1) ein axiales Widerlager (23) vorgesehen ist, an welchem der
Hohlkörper (1) in der Richtung der axialen Matrizenbewegung abgestützt ist und welches
bei der von der Umformmatrize (9) relativ zu dem Hohlkörper (1) ausgeführten axialen
Matrizenbewegung längs der Hohlkörperachse (3) ortsfest ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
• dass der Umformantrieb (20, 20a) zusätzlich zu dem Matrizenantrieb (19,19a) einen Dornantrieb
(21, 21a) sowie eine Antriebssteuerung (22, 22a) aufweist,
• dass mittels des Dornantriebs (21, 21a) der im Innern des Hohlkörpers (1) angeordnete
Dorn (10, 10a) mit einer der axialen Matrizenbewegung entgegen gerichteten axialen
Dornbewegung längs der Hohlkörperachse (3) durch die Matrizenöffnung (11, 11a) bewegbar
ist,
• dass die Hohlkörperwand (2) aufgrund der axialen Dornbewegung mittels des Dorns (10, 10a)
in einer Richtung der axialen Dornbewegung auf Zug beanspruchbar und dadurch relativ
zu der Umformmatrize (9, 9a) in der Richtung der axialen Dornbewegung durch die Matrizenöffnung
(11, 11a) ziehbar ist und
• dass mittels der Antriebssteuerung (22, 22a) des Umformantriebs (20, 20a) der Dornantrieb
(21, 21a) und der Matrizenantrieb (19, 19a) derart steuerbar sind, dass die axiale
Dornbewegung und die axiale Matrizenbewegung einander überlagert sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Antriebssteuerung (22, 22a) der Matrizenantrieb (19, 19a) und der Dornantrieb
(21, 21a) derart steuerbar sind, dass das Verhältnis der Geschwindigkeiten der axialen
Dornbewegung und der axialen Matrizenbewegung abhängig ist von dem Verhältnis des
Querschnitts des Hohlkörpers (1) im Ausgangszustand und des Querschnitts des Hohlkörpers
(1) nach dem Umformprozess.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Beträge der axialen Dornbewegung und der axialen Matrizenbewegung
reziprok ist zu dem Verhältnis der Geschwindigkeiten der axialen Dornbewegung und
der axialen Matrizenbewegung.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
• dass die Umformmatrize (9, 9a) mittels des Matrizenantriebs (19, 19a) mit einer Positionierbewegung
aus einer Position abseits des umzuformenden Hohlkörpers (1) in eine Position bewegbar
ist, in welcher die Umformmatrize (9, 9a) an der Außenseite des Hohlkörpers (1) angeordnet
ist und
• dass mittels der Antriebssteuerung (22, 22a) der Matrizenantrieb (19, 19a) und der Dornantrieb
(21, 21a) derart steuerbar sind, dass der Dornantrieb (21, 21a) die axiale Dornbewegung
einleitet, bevor die Umformmatrize (9, 9a) aufgrund der Positionierbewegung der Umformmatrize
(9, 9a) an der Außenseite des Hohlkörpers (1) angeordnet ist.
9. Anordnung zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• wobei die Anordnung eine erste Umformvorrichtung (7) und eine zweite Umformvorrichtung
(8) umfasst und die zweite Umformvorrichtung (8) der ersten Umformvorrichtung (7)
in einem Umformprozess nachgeordnet ist,
• wobei die erste Umformvorrichtung (7) ausgebildet ist zur Erzeugung einer Vorform
(32) eines fertig umgeformten Hohlkörpers aus dem Hohlkörper (1) in einem Ausgangszustand,
• wobei die Vorform (32) als rohrartiger Hohlkörper mit einer Vorformwand (38) aus
einem plastisch verformbaren Werkstoff und mit einer mit der Hohlkörperachse (3) zusammenfallenden
Vorformachse (37) ausgebildet ist und
• wobei die zweite Umformvorrichtung (8) ausgebildet ist zur Erzeugung einer Folgeform
der Vorform (32), insbesondere zur Erzeugung des fertig umgeformten Hohlkörpers, die
eine Folgeformwand aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass als erste Umformvorrichtung (7) eine Umformvorrichtung vorgesehen ist,
• mit einer ersten Umformmatrize (26), die zur Anordnung an der Außenseite des Hohlkörpers
(1) ausgebildet ist und die mit einer zur Aufnahme des Hohlkörpers (1) ausgebildeten
ersten Matrizenöffnung (28) versehen ist,
• mit einem ersten Dorn (27), der zur Anordnung im Innern des Hohlkörpers (1) ausgebildet
ist und der an seinem Umfang mit einem ersten formgebenden Dornprofil (29) versehen
ist mit ersten Dornprofilvorsprüngen (30) und zwischen den ersten Dornprofilvorsprüngen
(30) ausgebildeten ersten Dornprofilzwischenräumen (31), wobei an dem im Innern des
Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorn (27) die ersten Dornprofilvorsprünge (30)
und die ersten Dornprofilzwischenräume (31) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen
und sich die ersten Dornprofilzwischenräume (31) zu der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) hin öffnen sowie
• mit einem ersten Umformantrieb (34), der einen ersten Matrizenantrieb (33) aufweist,
mittels dessen die erste Umformmatrize (26) mit einer axialen Matrizenbewegung längs
der Hohlkörperachse (3) relativ zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im Innern
des Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorns (27) bewegbar ist, wobei aufgrund der
axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize (26) und eines damit verbundenen
Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand (2) Material der Hohlkörperwand
(2) unter Ausbildung eines Innenprofils (39) der Vorformwand (38) in die ersten Dornprofilzwischenräume
(31) des ersten Dorns (27) fließt, und
dass als zweite Umformvorrichtung (8) eine Umformvorrichtung vorgesehen ist,
• mit einer zweiten Umformmatrize (40), die zur Anordnung an der Außenseite der Vorform
(32) ausgebildet ist und die eine zur Aufnahme der Vorform (32) ausgebildete zweite
Matrizenöffnung (42) aufweist,
• mit einem zweiten Dorn (41), der zur Anordnung im Innern der Vorform (32) ausgebildet
ist und der an seinem Umfang mit einem zweiten formgebenden Dornprofil (46) versehen
ist mit zweiten Dornprofilvorsprüngen (47) und zwischen den zweiten Dornprofilvorsprüngen
(47) ausgebildeten zweiten Dornprofilzwischenräumen (48), wobei an dem im Innern der
Vorform (32) angeordneten zweiten Dorn (41) die zweiten Dornprofilvorsprünge (47)
und die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) längs der Vorformachse (37) verlaufen
und wobei sich die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) zu der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) hin öffnen und das Innenprofil (39) der Vorformwand (38) aufnehmen
sowie
• mit einem zweiten Umformantrieb (50), der einen zweiten Matrizenantrieb (49) aufweist,
mittels dessen die zweite Umformmatrize (40) mit einer axialen Matrizenbewegung längs
der Vorformachse (37) relativ zu der Vorform (32) und dabei längs des im Innern der
Vorform (32) angeordneten zweiten Dorns (41) bewegbar ist, wobei aufgrund der axialen
Matrizenbewegung der zweiten Umformmatrize (40) und eines damit verbundenen Überschreitens
der Fließgrenze des Materials der Vorformwand (38) Material der Vorform (32) unter
Ausbildung eines Innenprofils (53) der Folgeformwand in die zweiten Dornprofilzwischenräume
(48) des zweiten Dorns (41) fließt,
wobei die zweite Umformmatrize (40) an der zweiten Matrizenöffnung (42) mit einem
formgebenden Matrizenprofil (43) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen (44) und
zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (44) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(45) und wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter zweiter Umformmatrize
(40)
• die Matrizenprofilvorsprünge (44) und die Matrizenprofilzwischenräume (45) der zweiten
Umformmatrize (40) längs der Vorformachse (37) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(45) zu der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(44) und an der achsparallelen Innenseite der Vorformwand (38) angeordnete zweite
Dornprofilzwischenräume (48) sowie an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand
(38) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (45) und an der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) angeordnete zweite Dornprofilvorsprünge (47) jeweils einander
an der Vorformwand (38) in radialer Richtung der Vorformachse (37) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (44) Material der Vorformwand (38) unter Ausbildung
des Innenprofils (53) der Folgeformwand in Richtung auf die den Matrizenprofilvorsprüngen
(44) gegenüberliegenden zweiten Dornprofilzwischenräume (48) beaufschlagen.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste formgebende Dornprofil (29) des ersten Dorns (27) und das zweite formgebende
Dornprofil (46) des zweiten Dorns (41) in ihrer Geometrie miteinander übereinstimmen.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als zweiter Dorn (41) der erste Dorn (27) vorgesehen ist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Matrizenöffnung (28) der ersten Umformmatrize (26) eine glatte Öffnungswand
aufweist.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Umformmatrize (26) an der ersten Matrizenöffnung (28) mit einem ersten
formgebenden Matrizenprofil versehen ist mit ersten Matrizenprofilvorsprüngen und
zwischen den ersten Matrizenprofilvorsprüngen ausgebildeten ersten Matrizenprofilzwischenräumen,
wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter erster Umformmatrize (26)
• die ersten Matrizenprofilvorsprünge und die ersten Matrizenprofilzwischenräume längs
der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die ersten Matrizenprofilzwischenräume
zu der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Matrizenprofilvorsprünge
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Dornprofilzwischenräume
sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Matrizenprofilzwischenräume
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Dornprofilvorsprünge
jeweils einander an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse
(3) gegenüberliegen, wobei die ersten Matrizenprofilvorsprünge Material der Hohlkörperwand
(2) unter Ausbildung des Innenprofils (39) der Vorformwand (38) in Richtung auf die
den ersten Matrizenprofilvorsprüngen gegenüberliegenden ersten Dornprofilzwischenräume
beaufschlagen und
dass die zweite Umformmatrize (40) als formgebendes Matrizenprofil ein zweites formgebendes
Matrizenprofil aufweist mit zweiten Matrizenprofilvorsprüngen und zwischen den zweiten
Matrizenprofilvorsprüngen ausgebildeten zweiten Matrizenprofilzwischenräumen.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
• dass die erste Matrizenöffnung (28) der ersten Umformmatrize (26) einen Öffnungsquerschnitt
aufweist, der kleiner ist als ein sich senkrecht zu der Hohlkörperachse (3) erstreckender
Hohlkörperquerschnitt (4) des Hohlkörpers (1) im Ausgangszustand, wobei aufgrund der
axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize (26) und eines damit verbundenen
Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand (2) der Querschnitt
(4) des Hohlkörpers (1) reduziert wird und/oder
• dass die zweite Matrizenöffnung (42) der zweiten Umformmatrize (40) einen Öffnungsquerschnitt
aufweist, der kleiner ist als ein sich senkrecht zu der Vorformachse (37) erstreckender
Vorformquerschnitt der Vorform (32), wobei aufgrund der axialen Matrizenbewegung der
zweiten Umformmatrize (40) und eines damit verbundenen Überschreitens der Fließgrenze
des Materials der Vorformwand (38) der Querschnitt der Vorform (32) reduziert wird.
15. Verfahren zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• wobei an der Außenseite des Hohlkörpers (1) eine Umformmatrize (9, 9a) angeordnet
wird, die mit einer zur Aufnahme des Hohlkörpers (1) ausgebildeten Matrizenöffnung
(11, 11a) versehen ist,
• wobei im Innern des Hohlkörpers (1) ein Dorn (10, 10a) angeordnet wird, der an seinem
Umfang mit einem formgebenden Dornprofil (15, 15a) versehen ist mit Dornprofilvorsprüngen
(16, 16a) und zwischen den Dornprofilvorsprüngen (16, 16a) ausgebildeten Dornprofilzwischenräumen
(17, 17a), wobei an dem im Innern des Hohlkörpers (1) angeordneten Dorn (10, 10a)
die Dornprofilvorsprünge (16, 16a) und die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) längs
der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) zu
der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• wobei die Umformmatrize (9, 9a) mittels eines Matrizenantriebs (19, 19a) eines Umformantriebs
(20, 20a) mit einer axialen Matrizenbewegung längs der Hohlkörperachse (3) relativ
zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im Innern des Hohlkörpers (1) angeordneten
Dorns (10, 10a) bewegt wird, wobei aufgrund der axialen Matrizenbewegung und eines
damit verbundenen Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand
(2) Material der Hohlkörperwand (2) unter Ausbildung eines Innenprofils (18, 18a)
der Hohlkörperwand (2) in die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) des Dorns (10, 10a)
fließt,
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels des Matrizenantriebs (19, 19a) mit der axialen Matrizenbewegung eine Umformmatrize
(9, 9a) relativ zu dem Hohlkörper (1) bewegt wird, die an der Matrizenöffnung (11,
11a) mit einem formgebenden Matrizenprofil (12, 12a) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen
(13, 13a) und zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(14, 14a), wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter Umformmatrize (9, 9a)
• die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) und die Matrizenprofilzwischenräume (14,
14a) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(14, 14a) zu der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(13, 13a) und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete
Dornprofilzwischenräume (17, 17a) sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand
(2) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (14, 14a) und an der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornprofilvorsprünge (16, 16a) jeweils einander
an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse (3) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) Material der Hohlkörperwand (2) unter
Ausbildung des Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in Richtung auf die den
Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) gegenüberliegenden Dornprofilzwischenräume (17,
17a) beaufschlagen.
16. Verfahren zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• wobei das Verfahren eine erste Verfahrensstufe und eine zweite Verfahrensstufe umfasst
und die zweite Verfahrensstufe der ersten Verfahrensstufe in dem Verfahren nachfolgt,
• wobei in der ersten Verfahrensstufe aus dem Hohlkörper (1) in einem Ausgangszustand
eine Vorform (32) eines fertig umgeformten Hohlkörpers erzeugt wird,
• wobei die Vorform (32) als rohrartiger Hohlkörper (1) mit einer Vorformwand (38)
aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und mit einer mit der Hohlkörperachse (3)
zusammenfallenden Vorformachse (37) ausgebildet ist und
• wobei in der zweiten Verfahrensstufe eine Folgeform der Vorform (32), insbesondere
der fertig umgeformte Hohlkörper erzeugt wird, die eine Folgeformwand aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der ersten Verfahrensstufe
• eine erste Umformmatrize (26) einer ersten Umformvorrichtung (7) an der Außenseite
des Hohlkörpers (1) angeordnet wird, derart, dass die erste Umformmatrize (26) den
Hohlkörper (1) an einer ersten Matrizenöffnung (28) aufnimmt,
• im Innern des Hohlkörpers (1) ein erster Dorn (27) der ersten Umformvorrichtung
(7) angeordnet wird, der an seinem Umfang mit einem ersten formgebenden Dornprofil
(29) versehen ist mit ersten Dornprofilvorsprüngen (30) und zwischen den ersten Dornprofilvorsprüngen
(30) ausgebildeten ersten Dornprofilzwischenräumen (31), wobei an dem im Innern des
Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorn (27) die ersten Dornprofilvorsprünge (30)
und die ersten Dornprofilzwischenräume (31) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen
und sich die ersten Dornprofilzwischenräume (31) zu der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• die erste Umformmatrize (26) mittels eines ersten Matrizenantriebs (33) eines ersten
Umformantriebs (34) der ersten Umformvorrichtung (7) mit einer axialen Matrizenbewegung
längs der Hohlkörperachse (3) relativ zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im
Innern des Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorns (27) bewegt wird, wobei aufgrund
der axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize (26) und eines damit verbundenen
Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand (2) Material der Hohlkörperwand
(2) unter Ausbildung eines Innenprofils (39) der Vorformwand (38) in die ersten Dornprofilzwischenräume
(31) des ersten Dorns (27) fließt, und
dass in der zweiten Verfahrensstufe
• eine zweite Umformmatrize (40) einer zweiten Umformvorrichtung (8) an der Außenseite
der Vorform (32) angeordnet wird, derart, dass die zweite Umformmatrize (40) die Vorform
(32) an einer zweiten Matrizenöffnung (42) aufnimmt,
• im Innern der Vorform (32) ein zweiter Dorn (41) der zweiten Umformvorrichtung (8)
angeordnet wird, der an seinem Umfang mit einem zweiten formgebenden Dornprofil (46)
versehen ist mit zweiten Dornprofilvorsprüngen (47) und zwischen den zweiten Dornprofilvorsprüngen
(47) ausgebildeten zweiten Dornprofilzwischenräumen (48), wobei an dem im Innern der
Vorform (32) angeordneten zweiten Dorn (41) die zweiten Dornprofilvorsprünge (47)
und die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) längs der Vorformachse (37) verlaufen
und wobei sich die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) zu der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) hin öffnen und das Innenprofil der Vorformwand (38) aufnehmen
und
• die zweite Umformmatrize (40) mittels eines zweiten Matrizenantriebs (49) eines
zweiten Umformantriebs (50) der zweiten Umformvorrichtung (8) mit einer axialen Matrizenbewegung
längs der Vorformachse (37) relativ zu der Vorform (32) und dabei längs des im Innern
der Vorform (32) angeordneten zweiten Dorns (41) bewegt wird, wobei aufgrund der axialen
Matrizenbewegung der zweiten Umformmatrize (40) und eines damit verbundenen Überschreitens
der Fließgrenze des Materials der Vorformwand (38) Material der Vorform (32) unter
Ausbildung eines Innenprofils (53) der Folgeformwand in die zweiten Dornprofilzwischenräume
(48) des zweiten Dorns (41) fließt,
wobei mittels des zweiten Matrizenantriebs (49) mit der axialen Matrizenbewegung eine
zweite Umformmatrize (40) relativ zu der Vorform (32) bewegt wird, die an der zweiten
Matrizenöffnung (42) mit einem formgebenden Matrizenprofil (43) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen
(44) und zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (44) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(45), wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter zweiter Umformmatrize (40)
• die Matrizenprofilvorsprünge (44) und die Matrizenprofilzwischenräume (45) der zweiten
Umformmatrize (40) längs der Vorformachse (37) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(45) zu der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(44) und an der achsparallelen Innenseite der Vorformwand (38) angeordnete zweite
Dornprofilzwischenräume (48) sowie an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand
(38) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (45) und an der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) angeordnete zweite Dornprofilvorsprünge (47) jeweils einander
an der Vorformwand (38) in radialer Richtung der Vorformachse (37) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (44) Material der Vorformwand (38) unter Ausbildung
des Innenprofils (53) der Folgeformwand in Richtung auf die den Matrizenprofilvorsprüngen
(44) gegenüberliegenden zweiten Dornprofilzwischenräume (48) beaufschlagen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• mit einer Umformmatrize (9, 9a), die zur Anordnung an der Außenseite des Hohlkörpers
(1) ausgebildet ist und die mit einer zur Aufnahme des Hohlkörpers (1) ausgebildeten
Matrizenöffnung (11, 11a) versehen ist,
• mit einem Dorn (10, 10a), der zur Anordnung im Innern des Hohlkörpers (1) ausgebildet
ist und der an seinem Umfang mit einem formgebenden Dornprofil (15, 15a) versehen
ist mit Dornprofilvorsprüngen (16, 16a) und zwischen den Dornprofilvorsprüngen (16,
16a) ausgebildeten Dornprofilzwischenräumen (17, 17a), wobei an dem im Innern des
Hohlkörpers (1) angeordneten Dorn (10, 10a) die Dornprofilvorsprünge (16, 16a) und
die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen und
sich die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) zu der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand
(2) hin öffnen sowie
• mit einem Umformantrieb (20, 20a), der einen Matrizenantrieb (19, 19a) aufweist,
mittels dessen die Umformmatrize (9, 9a) mit einer axialen Matrizenbewegung längs
der Hohlkörperachse (3) relativ zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im Innern
des Hohlkörpers (1) angeordneten Dorns (10, 10a) bewegbar ist, wobei aufgrund der
axialen Matrizenbewegung und eines damit verbundenen Überschreitens der Fließgrenze
des Materials der Hohlkörperwand (2) Material der Hohlkörperwand (2) unter Ausbildung
eines Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in die Dornprofilzwischenräume
(17, 17a) des Dorns (10, 10a) fließt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Umformmatrize (9, 9a) an der Matrizenöffnung (11, 11a) mit einem formgebenden
Matrizenprofil (12, 12a) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) und
zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(14, 14a), wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter Umformmatrize (9, 9a)
• die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) und die Matrizenprofilzwischenräume (14,
14a) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(14, 14a) zu der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(13, 13a) und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete
Dornprofilzwischenräume (17, 17a) sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand
(2) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (14, 14a) und an der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornprofilvorsprünge (16, 16a) jeweils einander
an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse (3) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) Material der Hohlkörperwand (2) unter
Ausbildung des Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in Richtung auf die den
Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) gegenüberliegenden Dornprofilzwischenräume (17,
17a) beaufschlagen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
• dass als formgebendes Dornprofil (15, 15a) ein dornseitiges Verzahnungsprofil mit Dornzähnen
als Dornprofilvorsprünge (16, 16a) und mit Dornzahnzwischenräumen als Dornprofilzwischenräume
(17, 17a) vorgesehen ist und
• dass als formgebendes Matrizenprofil (12, 12a) ein matrizenseitiges Verzahnungsprofil
mit Matrizenzähnen als Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) und mit Matrizenzahnzwischenräumen
als Matrizenprofilzwischenräume (14, 14a) vorgesehen ist,
wobei an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenzähne
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornzahnzwischenräume
sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenzahnzwischenräume
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornzähne
jeweils einander an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse
(3) gegenüberliegen und wobei die Matrizenzähne Material der Hohlkörperwand (2) unter
Ausbildung des Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in Richtung auf die den
Matrizenzähnen gegenüberliegenden Dornzahnzwischenräume beaufschlagen.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Hohlkörper (1) ein axiales Widerlager (23) vorgesehen ist, an welchem der
Hohlkörper (1) in der Richtung der axialen Matrizenbewegung abgestützt ist und welches
bei der von der Umformmatrize (9) relativ zu dem Hohlkörper (1) ausgeführten axialen
Matrizenbewegung längs der Hohlkörperachse (3) ortsfest ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
• dass der Umformantrieb (20, 20a) zusätzlich zu dem Matrizenantrieb (19,19a) einen Dornantrieb
(21, 21a) sowie eine Antriebssteuerung (22, 22a) aufweist,
• dass mittels des Dornantriebs (21, 21a) der im Innern des Hohlkörpers (1) angeordnete
Dorn (10, 10a) mit einer der axialen Matrizenbewegung entgegen gerichteten axialen
Dornbewegung längs der Hohlkörperachse (3) durch die Matrizenöffnung (11, 11a) bewegbar
ist,
• dass die Hohlkörperwand (2) aufgrund der axialen Dornbewegung mittels des Dorns (10, 10a)
in einer Richtung der axialen Dornbewegung auf Zug beanspruchbar und dadurch relativ
zu der Umformmatrize (9, 9a) in der Richtung der axialen Dornbewegung durch die Matrizenöffnung
(11, 11a) ziehbar ist und
• dass mittels der Antriebssteuerung (22, 22a) des Umformantriebs (20, 20a) der Dornantrieb
(21, 21a) und der Matrizenantrieb (19, 19a) derart steuerbar sind, dass die axiale
Dornbewegung und die axiale Matrizenbewegung einander überlagert sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Antriebssteuerung (22, 22a) der Matrizenantrieb (19, 19a) und der Dornantrieb
(21, 21a) derart steuerbar sind, dass das Verhältnis der Geschwindigkeiten der axialen
Dornbewegung und der axialen Matrizenbewegung abhängig ist von dem Verhältnis des
Querschnitts des Hohlkörpers (1) im Ausgangszustand und des Querschnitts des Hohlkörpers
(1) nach dem Umformprozess.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Beträge der axialen Dornbewegung und der axialen Matrizenbewegung
reziprok ist zu dem Verhältnis der Geschwindigkeiten der axialen Dornbewegung und
der axialen Matrizenbewegung.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
• dass die Umformmatrize (9, 9a) mittels des Matrizenantriebs (19, 19a) mit einer Positionierbewegung
aus einer Position abseits des umzuformenden Hohlkörpers (1) in eine Position bewegbar
ist, in welcher die Umformmatrize (9, 9a) an der Außenseite des Hohlkörpers (1) angeordnet
ist und
• dass mittels der Antriebssteuerung (22, 22a) der Matrizenantrieb (19, 19a) und der Dornantrieb
(21, 21a) derart steuerbar sind, dass der Dornantrieb (21, 21a) die axiale Dornbewegung
einleitet, bevor die Umformmatrize (9, 9a) aufgrund der Positionierbewegung der Umformmatrize
(9, 9a) an der Außenseite des Hohlkörpers (1) angeordnet ist.
8. Anordnung zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• wobei die Anordnung eine erste Umformvorrichtung (7) und eine zweite Umformvorrichtung
(8) umfasst und die zweite Umformvorrichtung (8) der ersten Umformvorrichtung (7)
in einem Umformprozess nachgeordnet ist,
• wobei die erste Umformvorrichtung (7) ausgebildet ist zur Erzeugung einer Vorform
(32) eines fertig umgeformten Hohlkörpers aus dem Hohlkörper (1) in einem Ausgangszustand,
• wobei die Vorform (32) als rohrartiger Hohlkörper mit einer Vorformwand (38) aus
einem plastisch verformbaren Werkstoff und mit einer mit der Hohlkörperachse (3) zusammenfallenden
Vorformachse (37) ausgebildet ist und
• wobei die zweite Umformvorrichtung (8) ausgebildet ist zur Erzeugung einer Folgeform
der Vorform (32), insbesondere zur Erzeugung des fertig umgeformten Hohlkörpers, die
eine Folgeformwand aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass als erste Umformvorrichtung (7) eine Umformvorrichtung vorgesehen ist,
• mit einer ersten Umformmatrize (26), die zur Anordnung an der Außenseite des Hohlkörpers
(1) ausgebildet ist und die mit einer zur Aufnahme des Hohlkörpers (1) ausgebildeten
ersten Matrizenöffnung (28) versehen ist,
• mit einem ersten Dorn (27), der zur Anordnung im Innern des Hohlkörpers (1) ausgebildet
ist und der an seinem Umfang mit einem ersten formgebenden Dornprofil (29) versehen
ist mit ersten Dornprofilvorsprüngen (30) und zwischen den ersten Dornprofilvorsprüngen
(30) ausgebildeten ersten Dornprofilzwischenräumen (31), wobei an dem im Innern des
Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorn (27) die ersten Dornprofilvorsprünge (30)
und die ersten Dornprofilzwischenräume (31) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen
und sich die ersten Dornprofilzwischenräume (31) zu der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) hin öffnen sowie
• mit einem ersten Umformantrieb (34), der einen ersten Matrizenantrieb (33) aufweist,
mittels dessen die erste Umformmatrize (26) mit einer axialen Matrizenbewegung längs
der Hohlkörperachse (3) relativ zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im Innern
des Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorns (27) bewegbar ist, wobei aufgrund der
axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize (26) und eines damit verbundenen
Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand (2) Material der Hohlkörperwand
(2) unter Ausbildung eines Innenprofils (39) der Vorformwand (38) in die ersten Dornprofilzwischenräume
(31) des ersten Dorns (27) fließt, und
dass als zweite Umformvorrichtung (8) eine Umformvorrichtung vorgesehen ist,
• mit einer zweiten Umformmatrize (40), die zur Anordnung an der Außenseite der Vorform
(32) ausgebildet ist und die eine zur Aufnahme der Vorform (32) ausgebildete zweite
Matrizenöffnung (42) aufweist,
• mit einem zweiten Dorn (41), der zur Anordnung im Innern der Vorform (32) ausgebildet
ist und der an seinem Umfang mit einem zweiten formgebenden Dornprofil (46) versehen
ist mit zweiten Dornprofilvorsprüngen (47) und zwischen den zweiten Dornprofilvorsprüngen
(47) ausgebildeten zweiten Dornprofilzwischenräumen (48), wobei an dem im Innern der
Vorform (32) angeordneten zweiten Dorn (41) die zweiten Dornprofilvorsprünge (47)
und die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) längs der Vorformachse (37) verlaufen
und wobei sich die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) zu der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) hin öffnen und das Innenprofil (39) der Vorformwand (38) aufnehmen
sowie
• mit einem zweiten Umformantrieb (50), der einen zweiten Matrizenantrieb (49) aufweist,
mittels dessen die zweite Umformmatrize (40) mit einer axialen Matrizenbewegung längs
der Vorformachse (37) relativ zu der Vorform (32) und dabei längs des im Innern der
Vorform (32) angeordneten zweiten Dorns (41) bewegbar ist, wobei aufgrund der axialen
Matrizenbewegung der zweiten Umformmatrize (40) und eines damit verbundenen Überschreitens
der Fließgrenze des Materials der Vorformwand (38) Material der Vorform (32) unter
Ausbildung eines Innenprofils (53) der Folgeformwand in die zweiten Dornprofilzwischenräume
(48) des zweiten Dorns (41) fließt,
wobei die zweite Umformmatrize (40) an der zweiten Matrizenöffnung (42) mit einem
formgebenden Matrizenprofil (43) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen (44) und
zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (44) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(45) und wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter zweiter Umformmatrize
(40)
• die Matrizenprofilvorsprünge (44) und die Matrizenprofilzwischenräume (45) der zweiten
Umformmatrize (40) längs der Vorformachse (37) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(45) zu der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(44) und an der achsparallelen Innenseite der Vorformwand (38) angeordnete zweite
Dornprofilzwischenräume (48) sowie an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand
(38) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (45) und an der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) angeordnete zweite Dornprofilvorsprünge (47) jeweils einander
an der Vorformwand (38) in radialer Richtung der Vorformachse (37) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (44) Material der Vorformwand (38) unter Ausbildung
des Innenprofils (53) der Folgeformwand in Richtung auf die den Matrizenprofilvorsprüngen
(44) gegenüberliegenden zweiten Dornprofilzwischenräume (48) beaufschlagen.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste formgebende Dornprofil (29) des ersten Dorns (27) und das zweite formgebende
Dornprofil (46) des zweiten Dorns (41) in ihrer Geometrie miteinander übereinstimmen.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als zweiter Dorn (41) der erste Dorn (27) vorgesehen ist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Matrizenöffnung (28) der ersten Umformmatrize (26) eine glatte Öffnungswand
aufweist.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Umformmatrize (26) an der ersten Matrizenöffnung (28) mit einem ersten
formgebenden Matrizenprofil versehen ist mit ersten Matrizenprofilvorsprüngen und
zwischen den ersten Matrizenprofilvorsprüngen ausgebildeten ersten Matrizenprofilzwischenräumen,
wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter erster Umformmatrize (26)
• die ersten Matrizenprofilvorsprünge und die ersten Matrizenprofilzwischenräume längs
der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die ersten Matrizenprofilzwischenräume
zu der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Matrizenprofilvorsprünge
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Dornprofilzwischenräume
sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Matrizenprofilzwischenräume
und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete erste Dornprofilvorsprünge
jeweils einander an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse
(3) gegenüberliegen, wobei die ersten Matrizenprofilvorsprünge Material der Hohlkörperwand
(2) unter Ausbildung des Innenprofils (39) der Vorformwand (38) in Richtung auf die
den ersten Matrizenprofilvorsprüngen gegenüberliegenden ersten Dornprofilzwischenräume
beaufschlagen und
dass die zweite Umformmatrize (40) als formgebendes Matrizenprofil ein zweites formgebendes
Matrizenprofil aufweist mit zweiten Matrizenprofilvorsprüngen und zwischen den zweiten
Matrizenprofilvorsprüngen ausgebildeten zweiten Matrizenprofilzwischenräumen.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
• dass die erste Matrizenöffnung (28) der ersten Umformmatrize (26) einen Öffnungsquerschnitt
aufweist, der kleiner ist als ein sich senkrecht zu der Hohlkörperachse (3) erstreckender
Hohlkörperquerschnitt (4) des Hohlkörpers (1) im Ausgangszustand, wobei aufgrund der
axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize (26) und eines damit verbundenen
Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand (2) der Querschnitt
(4) des Hohlkörpers (1) reduziert wird und/oder
• dass die zweite Matrizenöffnung (42) der zweiten Umformmatrize (40) einen Öffnungsquerschnitt
aufweist, der kleiner ist als ein sich senkrecht zu der Vorformachse (37) erstreckender
Vorformquerschnitt der Vorform (32), wobei aufgrund der axialen Matrizenbewegung der
zweiten Umformmatrize (40) und eines damit verbundenen Überschreitens der Fließgrenze
des Materials der Vorformwand (38) der Querschnitt der Vorform (32) reduziert wird.
14. Verfahren zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• wobei an der Außenseite des Hohlkörpers (1) eine Umformmatrize (9, 9a) angeordnet
wird, die mit einer zur Aufnahme des Hohlkörpers (1) ausgebildeten Matrizenöffnung
(11, 11a) versehen ist,
• wobei im Innern des Hohlkörpers (1) ein Dorn (10, 10a) angeordnet wird, der an seinem
Umfang mit einem formgebenden Dornprofil (15, 15a) versehen ist mit Dornprofilvorsprüngen
(16, 16a) und zwischen den Dornprofilvorsprüngen (16, 16a) ausgebildeten Dornprofilzwischenräumen
(17, 17a), wobei an dem im Innern des Hohlkörpers (1) angeordneten Dorn (10, 10a)
die Dornprofilvorsprünge (16, 16a) und die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) längs
der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) zu
der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• wobei die Umformmatrize (9, 9a) mittels eines Matrizenantriebs (19, 19a) eines Umformantriebs
(20, 20a) mit einer axialen Matrizenbewegung längs der Hohlkörperachse (3) relativ
zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im Innern des Hohlkörpers (1) angeordneten
Dorns (10, 10a) bewegt wird, wobei aufgrund der axialen Matrizenbewegung und eines
damit verbundenen Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand
(2) Material der Hohlkörperwand (2) unter Ausbildung eines Innenprofils (18, 18a)
der Hohlkörperwand (2) in die Dornprofilzwischenräume (17, 17a) des Dorns (10, 10a)
fließt,
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels des Matrizenantriebs (19, 19a) mit der axialen Matrizenbewegung eine Umformmatrize
(9, 9a) relativ zu dem Hohlkörper (1) bewegt wird, die an der Matrizenöffnung (11,
11a) mit einem formgebenden Matrizenprofil (12, 12a) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen
(13, 13a) und zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(14, 14a), wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter Umformmatrize (9, 9a)
• die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) und die Matrizenprofilzwischenräume (14,
14a) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(14, 14a) zu der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(13, 13a) und an der achsparallelen Innenseite der Hohlkörperwand (2) angeordnete
Dornprofilzwischenräume (17, 17a) sowie an der achsparallelen Außenseite der Hohlkörperwand
(2) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (14, 14a) und an der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) angeordnete Dornprofilvorsprünge (16, 16a) jeweils einander
an der Hohlkörperwand (2) in radialer Richtung der Hohlkörperachse (3) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (13, 13a) Material der Hohlkörperwand (2) unter
Ausbildung des Innenprofils (18, 18a) der Hohlkörperwand (2) in Richtung auf die den
Matrizenprofilvorsprüngen (13, 13a) gegenüberliegenden Dornprofilzwischenräume (17,
17a) beaufschlagen.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite des Hohlkörpers (1) eine Umformmatrize (9) angeordnet wird mit
einer Matrizenöffnung (11), deren Öffnungsquerschnitt kleiner ist als ein sich senkrecht
zu der Hohlkörperachse (3) erstreckender Hohlkörperquerschnitt (4) in einem Ausgangszustand
und dass aufgrund der axialen Matrizenbewegung und des damit verbundenen Überschreitens
der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand (2) der Querschnitt (4) des Hohlkörpers
(1) reduziert wird.
16. Verfahren zum Umformen eines rohrartigen Hohlkörpers (1), der eine Hohlkörperwand
(2) aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und eine in Längsrichtung des Hohlkörpers
(1) verlaufende Hohlkörperachse (3) aufweist,
• wobei das Verfahren eine erste Verfahrensstufe und eine zweite Verfahrensstufe umfasst
und die zweite Verfahrensstufe der ersten Verfahrensstufe in dem Verfahren nachfolgt,
• wobei in der ersten Verfahrensstufe aus dem Hohlkörper (1) in einem Ausgangszustand
eine Vorform (32) eines fertig umgeformten Hohlkörpers erzeugt wird,
• wobei die Vorform (32) als rohrartiger Hohlkörper (1) mit einer Vorformwand (38)
aus einem plastisch verformbaren Werkstoff und mit einer mit der Hohlkörperachse (3)
zusammenfallenden Vorformachse (37) ausgebildet ist und
• wobei in der zweiten Verfahrensstufe eine Folgeform der Vorform (32), insbesondere
der fertig umgeformte Hohlkörper erzeugt wird, die eine Folgeformwand aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der ersten Verfahrensstufe
• eine erste Umformmatrize (26) einer ersten Umformvorrichtung (7) an der Außenseite
des Hohlkörpers (1) angeordnet wird, derart, dass die erste Umformmatrize (26) den
Hohlkörper (1) an einer ersten Matrizenöffnung (28) aufnimmt,
• im Innern des Hohlkörpers (1) ein erster Dorn (27) der ersten Umformvorrichtung
(7) angeordnet wird, der an seinem Umfang mit einem ersten formgebenden Dornprofil
(29) versehen ist mit ersten Dornprofilvorsprüngen (30) und zwischen den ersten Dornprofilvorsprüngen
(30) ausgebildeten ersten Dornprofilzwischenräumen (31), wobei an dem im Innern des
Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorn (27) die ersten Dornprofilvorsprünge (30)
und die ersten Dornprofilzwischenräume (31) längs der Hohlkörperachse (3) verlaufen
und sich die ersten Dornprofilzwischenräume (31) zu der achsparallelen Innenseite
der Hohlkörperwand (2) hin öffnen und
• die erste Umformmatrize (26) mittels eines ersten Matrizenantriebs (33) eines ersten
Umformantriebs (34) der ersten Umformvorrichtung (7) mit einer axialen Matrizenbewegung
längs der Hohlkörperachse (3) relativ zu dem Hohlkörper (1) und dabei längs des im
Innern des Hohlkörpers (1) angeordneten ersten Dorns (27) bewegt wird, wobei aufgrund
der axialen Matrizenbewegung der ersten Umformmatrize (26) und eines damit verbundenen
Überschreitens der Fließgrenze des Materials der Hohlkörperwand (2) Material der Hohlkörperwand
(2) unter Ausbildung eines Innenprofils (39) der Vorformwand (38) in die ersten Dornprofilzwischenräume
(31) des ersten Dorns (27) fließt, und
dass in der zweiten Verfahrensstufe
• eine zweite Umformmatrize (40) einer zweiten Umformvorrichtung (8) an der Außenseite
der Vorform (32) angeordnet wird, derart, dass die zweite Umformmatrize (40) die Vorform
(32) an einer zweiten Matrizenöffnung (42) aufnimmt,
• im Innern der Vorform (32) ein zweiter Dorn (41) der zweiten Umformvorrichtung (8)
angeordnet wird, der an seinem Umfang mit einem zweiten formgebenden Dornprofil (46)
versehen ist mit zweiten Dornprofilvorsprüngen (47) und zwischen den zweiten Dornprofilvorsprüngen
(47) ausgebildeten zweiten Dornprofilzwischenräumen (48), wobei an dem im Innern der
Vorform (32) angeordneten zweiten Dorn (41) die zweiten Dornprofilvorsprünge (47)
und die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) längs der Vorformachse (37) verlaufen
und wobei sich die zweiten Dornprofilzwischenräume (48) zu der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) hin öffnen und das Innenprofil der Vorformwand (38) aufnehmen
und
• die zweite Umformmatrize (40) mittels eines zweiten Matrizenantriebs (49) eines
zweiten Umformantriebs (50) der zweiten Umformvorrichtung (8) mit einer axialen Matrizenbewegung
längs der Vorformachse (37) relativ zu der Vorform (32) und dabei längs des im Innern
der Vorform (32) angeordneten zweiten Dorns (41) bewegt wird, wobei aufgrund der axialen
Matrizenbewegung der zweiten Umformmatrize (40) und eines damit verbundenen Überschreitens
der Fließgrenze des Materials der Vorformwand (38) Material der Vorform (32) unter
Ausbildung eines Innenprofils (53) der Folgeformwand in die zweiten Dornprofilzwischenräume
(48) des zweiten Dorns (41) fließt,
wobei mittels des zweiten Matrizenantriebs (49) mit der axialen Matrizenbewegung eine
zweite Umformmatrize (40) relativ zu der Vorform (32) bewegt wird, die an der zweiten
Matrizenöffnung (42) mit einem formgebenden Matrizenprofil (43) versehen ist mit Matrizenprofilvorsprüngen
(44) und zwischen den Matrizenprofilvorsprüngen (44) ausgebildeten Matrizenprofilzwischenräumen
(45), wobei bei mit der axialen Matrizenbewegung bewegter zweiter Umformmatrize (40)
• die Matrizenprofilvorsprünge (44) und die Matrizenprofilzwischenräume (45) der zweiten
Umformmatrize (40) längs der Vorformachse (37) verlaufen und sich die Matrizenprofilzwischenräume
(45) zu der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) hin öffnen und
• an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand (38) angeordnete Matrizenprofilvorsprünge
(44) und an der achsparallelen Innenseite der Vorformwand (38) angeordnete zweite
Dornprofilzwischenräume (48) sowie an der achsparallelen Außenseite der Vorformwand
(38) angeordnete Matrizenprofilzwischenräume (45) und an der achsparallelen Innenseite
der Vorformwand (38) angeordnete zweite Dornprofilvorsprünge (47) jeweils einander
an der Vorformwand (38) in radialer Richtung der Vorformachse (37) gegenüberliegen,
wobei die Matrizenprofilvorsprünge (44) Material der Vorformwand (38) unter Ausbildung
des Innenprofils (53) der Folgeformwand in Richtung auf die den Matrizenprofilvorsprüngen
(44) gegenüberliegenden zweiten Dornprofilzwischenräume (48) beaufschlagen.