[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine automatische Türdichtung mit einem Träger,
Verbindungselemente und einer Dichtungsleiste umfassend ein Dichtungselement, wobei
der Träger und die Verbindungselemente durch ein Teil gebildet sind.
[0002] Das Dokument
US 5 454 192 A offenbart eine automatische Dichtung für eine Tür, die einen an der Tür anbringbaren
Träger, an dem Träger befestigte Verbindungselemente und eine von den Verbindungselementen
getragene Dichtungsleiste aufweist. An der Halteleiste ist ein Dichtungselement befestigt.
Die Halteleiste und das Dichtungselement bilden zusammen eine Dichtungsleiste.
[0003] Die Vielzahl von Verbindungselementen koppeln die Dichtungsleiste und den Träger
und halten die Dichtungsleiste in einer Freigabestellung, wobei die Dichtungsleiste
in der Freigabestellung einen Abstand zu einer Gegenfläche, zum Beispiel einem Fußboden,
einer Decke, einer Wand, einer Schwelle oder einem Rahmenteil eines Türrahmens oder
anderem, hat, so dass die Tür bewegt werden kann, ohne dass das Dichtungselement an
der Gegenfläche schleift.
[0004] Die Verbindungselemente sind flexibel und/oder die Verbindung zwischen den Verbindungselementen
und dem Träger und der Dichtungsleiste sind flexibel. Die Verbindungselemente, der
Träger und die Dichtungsleiste bilden einen Parallellenker, bei dem die Dichtungsleiste
parallel zum Träger und gleichzeitig in ihrer Längsrichtung verschoben werden kann.
Dazu kann eine Kraft auf die Dichtungsleiste in der Längsrichtung der Dichtungsleiste
ausgeübt werden.
[0005] Zur Betätigung der Dichtung kann damit eine Kraft in die Dichtungsleiste eingeleitet
werden, die die Dichtungsleiste in eine Dichtstellung drückt, in der die Dichtungsleiste
gegen die Gegenfläche, zum Beispiel einen Fußboden, eine Decke, eine Wand, eine Schwelle
oder ein Rahmenteil eines Türrahmens, gedrückt wird, um die Tür abzudichten.
[0006] In verschiedenen Ausführungsformen der in dem Dokument
US 5 454 192 A offenbarten Dichtung können die Verbindungselemente mit dem Träger und mit einer
der Dichtungsleisten, nämlich einer Halteleiste ein Teil bilden. Bei diesem Teil kann
es sich insbesondere um ein Kunststoffspritzgussteil handeln.
[0007] Durch die einteilige Ausführung des Trägers, der Verbindungselemente und der Halteleiste
wird die Anzahl der für die Herstellung der Dichtung notwendigen Teile reduziert.
Das hat Vorteile für die Herstellung der Dichtung. Durch die Verwendung eines einfach
herzustellenden Teils, das einen großen Teil der bei einer herkömmlichen automatischen
Dichtung allein für die Realisierung des Mechanismus zum Anheben und Absenken notwendigen
Teile ersetzt, ist es möglich Kosten zu reduzieren.
[0008] Die aus dem Dokument
US 5 454 192 A bekannte Dichtung weist neben dem den Träger, die Verbindungselemente und die Halteleiste
bildenden Teil weitere Teil auf, nämlich zumindest ein Dichtungsprofil oder -element
als weiteren Teil der Dichtungsleiste und eine Abdeckung, die den Träger und die Verbindungselemente
und in der Freigabestellung auch die Dichtungsleiste abdeckt. Zumindest diese beiden
Teile müssen zu Herstellung einer Dichtung mit dem den Träger, die Verbindungselemente
und die Halteleiste bildenden Teil verbunden werden.
[0009] Hier setzt die Erfindung an.
[0010] Der Erfindung lag die Aufgabe zu Grunde, eine Dichtung der eingangs genannter Art
so zu verbessern, dass der Montageaufwand zur Herstellung der Dichtung reduziert ist.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Dichtung eine Abdeckung
und eine Dichtungsleiste einschließlich eines Dichtungselementes aufweist, und zumindest
entweder die Abdeckung oder das Dichtungselement oder die Abdeckung und das Dichtungselement
zusammen mit dem Träger, den Verbindungselementen und der Halteleiste ein Teil bilden.
Auch dieses eine Teil kann vorzugsweise ein Kunststoffspritzgussteil sein. Das Teil
kann aus einer Komponente, zwei Komponenten oder mehr Komponenten hergestellt sein,
wodurch sich in unterschiedlichen Bereichen des Teils unterschiedliche Materialeigenschaften
realisieren lassen. So kann das Dichtungselement aus einer Komponente aus einem elastischen
Material hergestellt sein, welches als Dichtungsmaterial gut geeignet ist. Ein Bereich
der Dichtungsleiste, der die Funktion der Halteleiste hat, und/oder der Träger und/oder
die Verbindungselemente und/oder die Abdeckung hingegen können aus einem gegenüber
dem elastischen Material härterem Material hergestellt sein, um die Festigkeit zu
geben, die für die Zweckbestimmung dieser Elemente sinnvoll oder notwendig ist. Bereiche
zwischen den Elementen aus hartem Material, insbesondere zwischen dem Träger und den
Verbindungselementen, den Verbindungselementen und der Halteleiste und dem Träger
und der Abdeckung können aus einem weichen und/oder elastischen Material hergestellt
sein. Es ist auch möglich, dass in einen Bereich der Dichtungsleiste und/oder in die
Verbindungselemente und/oder in den Träger und/oder in die Abdeckung Elemente aus
einem harten Material, zum Beispiel eine Armierung eingebettet sind. Eine solche Einbettung
könnte zum Beispiel durch Umspritzen hergestellt sein.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile von Ausführungsbeispielen der Erfindung werden unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen nachfolgend beschrieben. Dabei werden für gleiche oder
ähnliche Teile und für Teile mit gleichen oder ähnlichen Funktionen dieselben Bezugszeichen
verwendet. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Spritzgussteils, aus dem eine erfindungsgemäße
Dichtung hergestellt werden kann,
- Fig. 1a
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Dichtung mit einer Dichtleiste
in einer Freigabestellung, hergestellt aus dem Spritzgussteil gemäß Fig. 1,
- Fig. 1b
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Dichtung mit einer Dichtleiste
in einer Dichtstellung hergestellt aus dem Spritzgussteil gemäß Fig. 1,
- Fig. 2
- eine stirnseitige Ansicht des Spritzgussteils aus Fig. 1,
- Fig. 2a
- eine stirnseitige Ansicht der Dichtung aus Fig. 1a,
- Fig. 2b
- eine stirnseitige Ansicht der Dichtung aus Fig. 1b,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Spritzgussteils aus Fig. 1 und 2 von vorne,
- Fig. 3a
- eine Ansicht der Dichtung aus Fig. 1a und 2a von vorne,
- Fig. 3b
- eine Ansicht der Dichtung aus Fig. 1b und 2b von vorne,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht des Spritzgussteils aus Fig. 1, 2 und 3,
- Fig. 4a
- eine Schnittansicht der Dichtung aus Fig. 1a, 2a und 3a,
- Fig. 4b
- eine Schnittansicht der Dichtung aus Fig. 1b, 2b und 3b.
[0013] Es ist nicht notwendig, dass eine erfindungsgemäße Dichtung alle nachfolgend beschriebenen
Merkmale aufweist. Es ist auch möglich, dass eine erfindungsgemäße Vorrichtung nur
einzelne Merkmale der nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele aufweist.
[0014] Das in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Kunststoffspritzgussteil kann zur Herstellung
einer erfindungsgemäßen Dichtung verwendet werden. Eine solche erfindungsgemäße Dichtung
ist mit der Dichtungsleiste in der Freigabestellung in den Figuren 1a bis 4a und mit
der Dichtungsleiste in der Dichtstellung in den Figuren 1b bis 4b dargestellt.
[0015] Das Kunststoffspritzgussteil weist einen Träger 1, Abdeckungen 2, Verbindungselemente
3 und eine Dichtungsleiste 4 auf. Eine Halteleiste und ein Dichtungselement, wie man
sie von andere automatischen Türdichtungen kennt, sind integrale Bestandteile der
Dichtungsleiste.
[0016] Der Träger 1 ist ebenso wie die Abdeckungen und ein mittlerer Bereich 41 und Randbereiche
42 der Dichtungsleiste leistenförmig.
[0017] Der Träger 1 hat zwei Längsseiten. Jede der Längsseiten des Trägers 1 ist über ein
Filmscharnier mit einer der beiden Abdeckungen 2 und zwar mit einer Längsseite der
Abdeckungen 2 verbunden. Der Träger 1 und die Abdeckungen 2 liegen in einer Ebene.
[0018] An einer Unterseite des Trägers 1 sind die Verbindungselemente 3 angebracht. Die
Verbindungselemente 3 sind stabartig und haben ein erstes Ende und ein zweites Ende.
Das erste Ende jedes Verbindungselementes 3 ist mit der Unterseite des Trägers 1 verbunden.
Die Verbindungselemente 3 sind parallel und mit Abstand zueinander angeordnet und
sie schließen mit dem Träger 1 einen Winkel zwischen 20° und 70° ein.
[0019] Die zweiten Enden der Verbindungselemente 3 sind mit der Dichtungsleiste 4 verbunden
und zwar mit einer Oberseite des mittleren Bereichs 41 der Dichtungsleiste 4. Der
mittlere Bereich 41 ist parallel zu dem Träger 1 angeordnet. Auch der mittlere Bereich
41 hat zwei Längsseiten. An jeder Längsseite ist über je ein Filmscharnier einer der
leistenförmigen Randbereich 42 der Dichtungsleiste 4 angeschlossen. Die Randbereiche
42 kragen von dem mittleren Bereich 41 seitlich und leicht nach oben ausgerichtet
aus.
[0020] Die Verbindungen zwischen dem Träger 1 und den Verbindungselementen 3 wie auch die
Verbindungen zwischen den Verbindungselementen 3 und dem mittleren Bereich 41 sind
flexibel und sie ermöglichen dadurch eine Drehung zwischen dem Träger 1 und den Verbindungselementen
3 einerseits und den Verbindungselementen 3 und der Dichtungsleiste 4 andererseits.
Der Träger 1, die Verbindungselemente 3 und die Dichtungsleiste 4 bilden dadurch einen
Parallellenker, das bedeutet, dass die Dichtungsleiste 4 und der Träger 1 parallel
ausgerichtet relativ zueinander bewegt werden können, wobei sich der Abstand zueinander
ändert. Gleichzeitig kommt es zu einer Längsverschiebung des Trägers 1 und der Dichtungsleiste
4.
[0021] Die Dichtungsleiste 4 kann aus einem Material hergestellt sein, das elastischer und
weicher ist als das Material aus dem insbesondere der Träger 1 und die Abdeckungen
2 und evtl. auch die Verbindungselemente hergestellt sind. Durch die Elastizität der
Dichtungsleiste 4 kann eine gute Abdichtung erreicht werden. Die größere Steifigkeit
oder Härte des Trägers 1 und der Verbindungselemente sind für eine gute Kraftübertragung
und damit für das ermöglichen der Relativbewegung von Träger 1 und Dichtungsleiste
4 wichtig. Auch die Dichtungsleiste 4 braucht insbesondere in der Richtung, in der
eine Kraft zur Bewegung der Dichtungsleiste 4 in die Dichtungsleiste 4 eingeleitet
wird, eine Mindeststeifigkeit zur Kraftübertragung. Um diese gleichzeitig bei für
die Dichteigenschaften wichtiger Flexibilität zu erreichen, könnte die Dichtungsleiste
4 aus einer weichen, flexiblen und einer harten, steifen Komponente hergestellt sein.
Möglich ist auch die Herstellung aus einer weichen, flexiblen Komponente, die dann
durch eine Armierung ausgesteift ist. Dazu kann zum Beispiel bei dem dargestellten
Kunststoffspritzgussteil ein Draht oder Stab in die Dichtungsleiste 4 eingebettet
sein. Diese Armierung kann einspritzt bzw. umspritzt sein oder nachträglich in die
Dichtungsleiste 4 eingezogen sein.
[0022] Aus diesem Kunststoffspritzgussteil können in wenigen Schritten die in den Figuren
1a bis 4a und 1b bis 4b dargestellten Dichtungen hergestellt werden. Dazu kann das
Kunststoffspritzgussteil zunächst auf eine gewünschte Länge gebracht werden. Anschließend
werden dann die Randbereiche 42 nach oben geschwenkt, bis sie in etwa 90° zu dem mittleren
Bereich 41 stehen. Dann können die Abdeckungen 2 nach unten geschwenkt werden, bis
diese in etwa 90° zu dem Träger 1 stehen. Die freien Seitenränder der Randbereiche
42 liegen dann an den nun innen liegenden Seitenflächen der Abdeckungen 2 an.
[0023] Bei der in den Figuren 1a bis 4a dargestellten Dichtung schließen die freien Seitenränder
der Abdeckungen 2 in etwa bündig mit einer Unterseite des mittleren Bereichs 41 der
Dichtungsleiste 4 ab. Die Dichtungsleiste 4 dieser Dichtung ist dann in einem Raum
zwischen dem Träger 1 und den Abdeckungen 2 aufgenommen und befindet sich in der Freigabestellung.
[0024] Bei der in den Figuren 1b bis 4b dargestellten Dichtung sind durch eine Kraft, die
in Längsrichtung auf die Dichtungsleiste 4 wirkt, der Winkel zwischen den Verbindungselementen
3 und dem Träger 1 und der Winkel zwischen den Verbindungselementen 3 und der Dichtungsleiste
4 vergrößert, wodurch der Abstand zwischen der Dichtungsleiste 4 und dem Träger 1
vergrößert ist. Dadurch wird die Dichtungsleiste 4 aus dem Raum zwischen dem Träger
1 und den Abdeckungen 2 herausbewegt und in die Dichtstellung gebracht, in der sie
an einer Gegenfläche anliegen kann.
[0025] Die Kraft kann über einen Auslöser in eine erfindungsgemäße Dichtung eingeleitet
werden. Dieser kann integraler Teil der Dichtungsleiste 4 sein. So kann zum Beispiel
ein Ende 43 der Dichtungsleiste 4 als Auslöser dienen. Ebenso ist es möglich, dass
bei der Dichtung ein besonderes Teil vorgesehen ist, das einen Auslöser bildet und
das mit der Dichtungsleiste verbunden ist.
1. Hier könnte Ihr Hauptanspruch stehen→Automatische Türdichtung mit einem Träger (1),
Verbindungselementen (3), einer Dichtungsleiste (4) und einer Abdeckung (2),
- wobei die Dichtungsleiste (4) u.a. ein Dichtungselement bildet,
- wobei die Dichtungsleiste (4) und der Träger (1) parallel zu einander angeordnet
sind,
- wobei der Träger (1) und die Dichtungsleiste (4) über die Verbindungselemente (3)
miteinander verbunden sind und einen Parallellenker bilden und durch Einwirkung einer
Kraft auf die Dichtungsleiste (4) in deren Längsrichtung der Abstand zwischen dem
Träger (1) und der Dichtungsleiste (4) verändert werden kann und so die Dichtungsleiste
(4) von einer Freigabestellung in eine Dichtstellung bewegt werden kann,
- wobei der Träger (1) und die Verbindungselemente (3) durch ein Teil gebildet sind,
- wobei die mindestens eine Abdeckung (2) zumindest den Träger (1) und die Verbindungselemente
(3) in der Dichtstellung der Dichtungsleiste (4) abdeckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest entweder die Abdeckung (2) oder die Dichtungsleiste (4) oder die Abdeckung
und die Dichtungsleiste (4) zusammen mit dem Träger (1) und den Verbindungselementen
(3) ein Teil bilden.← Der rote Text wird nicht ausgedruckt.
2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Elemente der Dichtung zusammen mit dem Träger (1), den Verbindungselementen
(3), der Dichtungsleiste (4) und der Abdeckung (2) ein Teil bilden.
3. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil ein ein- oder mehrkomponentiges Kunststoffspritzgussteil ist.
4. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Dichtungsleiste (4) und/oder dem Träger (1) und/oder der Abdeckung (2) ein
verstärkendes Element, insbesondere ein Stab oder ein Draht eingebettet ist.
5. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Bereichen der Dichtungsleiste (4) und/oder zwischen der Abdeckung (2) und
dem Träger (1) je ein Filmscharnier vorgesehen ist.
6. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung ausschließlich durch das Teil gebildet ist.
7. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung zwei Abdeckungen (2) aufweist, die an Längsseiten des Trägers (1) angeschlossen
sind.
8. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsleiste (4) einen mittleren Bereich (41) hat, der mit den Verbindungselementen
(3) verbunden ist, und zwei Randbereiche (42) hat, die sich an Längsseiten des mittleren
Bereichs (41) anschließen.