[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verhindern von Eisbildung
und/oder zum Abtauen bestehenden Eises in einer Wanne zum Sammeln von Kondensat eines
Verdampfers einer Wärmepumpe, insbesondere eines von Umgebungsluft durchströmten Verdampfers.
[0002] Wärmepumpen, die der Umgebungsluft Wärme entziehen und damit ein Gebäude und/oder
Brauchwasser erwärmen, sind in vielen Ausführungen bekannt. Gemeinsam ist solchen
Wärmepumpenanlagen, dass sie einen von Umgebungsluft durchströmbaren Wärmetauscher
(meistens ist dies ein Verdampfer eines Wärmepumpenkreislaufs bzw. ein Kondensator
im Kältekreislauf) aufweisen, der bei niedrigen Lufttemperaturen vereisen kann. Dann
sammelt sich Eis auf den Wärmetauscher-Flächen des Wärmetauschers, welches abgetaut
werden muss, bevor der Wärmeübergang zu gering wird oder der Wärmetauscher gar beschädigt
wird. Bei diesem Abtauvorgang und manchen anderen Betriebsbedingungen tropft Wasser
(abgetautes Eis oder Kondenswasser) vom Wärmetauscher in eine Auffangwanne, die das
Wasser sammelt und durch einen Abfluss ableitet. Bei ungünstigen Temperatur- und/oder
Feuchtigkeitsverhältnissen kann auch diese Auffangwanne vereisen und/oder ihr Abfluss
von Eis verstopft werden, was verhindert werden sollte.
[0003] Zu diesem Zweck ist es bekannt, eine Auffangwanne zu beheizen, wofür verschiedene
Systeme vorgeschlagen wurden. Es sind elektrische Heizungen bekannt, aber auch Methoden,
bei denen Wärme aus anderen Teilen einer Wärmepumpenanlage zur Beheizung der Auffangwanne
abgezweigt und z. B. über ein Wärmeträgerfluid dorthin transportiert wird.
[0004] Ein Problem dabei ist die Größe einer typischen Auffangwanne, die die Verteilung
von Wärme in alle Bereiche, in denen Wasser in die Auffangwanne tropfen (und evtl.
dort gefrieren) kann, erschwert. Da außerdem Boden und Wände der Auffangwanne aus
Kostengründen nicht beliebig dick sein können (und nicht unbedingt aus gut wärmeleitendem
Material bestehen), leiten diese auch nur in geringem Umfang Wärme von einer beheizten
Stelle weiter in andere Bereiche. Daher sind Heizeinrichtungen für Auffangwannen oft
recht aufwändig gestaltet oder ineffektiv. Insbesondere Heizmatten, die in eine Auffangwanne
gelegt werden, haben oft keinen guten wärmeleitenden Kontakt zu einem Wannenboden,
so dass Wärme ungenutzt verloren gehen kann. Um zu verhindern, dass sich Wasser in
Teilbereichen einer Auffangwanne ansammelt und dort gefriert und evtl. Schäden anrichtet,
werden Auffangwannen meist so gestaltet, dass ihr Boden überall ein Mindestgefälle
zu einem Abfluss hin aufweist, was eine gewisse Bauhöhe bedeutet und außerdem erfordert,
Auffangwannen recht genau horizontal ausgerichtet aufzustellen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die im Zusammenhang mit dem Stand der
Technik geschilderten Probleme zumindest zu lindern und insbesondere ein Verfahren
und eine Vorrichtung zu schaffen, die ein Vereisen einer Wanne zum Sammeln von Kondensat
eines Wärmetauschers einer Wärmepumpenanlage verhindert.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß den unabhängigen
Ansprüchen. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den jeweiligen
abhängigen Ansprüchen angegeben, auf die die vorliegende Erfindung jedoch nicht beschränkt
ist.
[0007] Zur Lösung trägt ein Verfahren bei zum Verhindern einer Vereisung in einer Auffangwanne
für Wasser, welches von einem von Umgebungsluft durchströmbaren Wärmetauscher einer
Wärmepumpenanlage abtropft, wobei in der Auffangwanne Wasser bis zu einer vorgebbaren
Höhe angestaut und danach durch einen Überlauf und/oder Abfluss abgeführt wird und
wobei der Auffangwanne und/oder dem angestauten Wasser bei Gefahr des Einfrierens
so viel Wärme zugeführt wird, dass das angestaute Wasser eine vorgebbare Mindesttemperatur
nicht unterschreitet.
[0008] Soweit hier ein Wärmetauscher angesprochen wird, ist dies der Luft-Wärmetauscher,
der entweder als Verdampfer im Heizbetrieb oder als Kondensator im Kühlbetrieb fungiert.
Die Wärmepumpe kann in einem Außenbereich angeordnet sein und damit zumindest teilweise
den Wetterbedingungen der Umgebung. Die Auffangwanne ist so zum Wärmetauscher positioniert,
dass an dem Wärmetauscher entstehendes Wasser (z.B. Kondensat) und/oder dort hinströmendes
Wasser (Regen, Tau, Eis, Schnee) bevorzugt unterhalb des Wärmetauschers aufgefangen
und in vorgegebenem Maße gespeichert werden kann. Dabei ist die Auffangwanne so gestaltet,
dass diese ein vorgegebenes Volumen (Wasser, Schnee, etc.) aufnehmen kann und für
den Fall, dass sich dort mehr Wasser/Schnee etc. ansammelt, dieser Überschuss abtransportiert
wird, beispielsweise über einen Überlauf, Abfluss, etc.. Hierfür weist die Auffangwanne
insbesondere eine Höhe auf, die ein vorgegebenes Auffangvolumen für Wasser definiert.
Weiter ist nun vorgesehen, dass für einen vorgegebenen Zeitpunkt Wärme zur Auffangwanne
und/oder darin befindlichen Wasser/Schnee, etc. zugeführt wird, dass (sicher) eine
Mindesttemperatur des Wassers eingehalten werden kann. Die Mindesttemperatur beträgt
dabei eine solche, bei der insbesondere keine Eisbildung möglich ist. Der Zeitpunkt
kann anhand einer Gefahr des Einfrierens vorgegeben werden. Wann eine "Gefahr des
Einfrierens" vorliegt, kann anhand verschiedener Parameter und/oder Messwerte (automatisch)
vorgegeben werden. Die "Gefahr" kann umfassen, dass aktuell oder (zukünftig) Umgebungsbedingungen
zum Einfrieren von Wasser vorliegen. "Einfrieren" kann insbesondere bedeuten, dass
das angestaute Wasser überwiegend oder gar vollständig gefriert. Abzugrenzen ist dies
insbesondere von dem Fall des Auftauens eines bereits (vollständig) gefrorenen Wassers
in der Auffangwanne.
[0009] Diese Vorgehensweise bietet mehrere erhebliche Vorteile:
[0010] Das angestaute (warme bzw. erwärmte) Wasser selbst unterstützt die Verteilung von
Wärme einer Heizeinrichtung durch Wärmeleitung und Konvektion unabhängig davon, wo
und wie die Wärme der Auffangwanne und/oder dem Wasser zugeführt wird. Es ist nicht
mehr erforderlich, einen Boden der Auffangwanne möglichst gleichmäßig zu beheizen,
und es geht auch keine Wärme z. B. von in die Auffangwanne gelegten Heizmatten mehr
direkt an die Umgebung verloren, statt zunächst das Wasser zu beheizen. Gleichzeitig
wirkt das Wasser auch als Wärmespeicher, so dass bei kurzzeitig niedrigen Außentemperaturen
nicht sofort ein Gefrieren zu befürchten ist.
[0011] Darüber hinaus kommt es nicht mehr auf die Formgebung und genau waagerechte Ausrichtung
des Bodens der Auffangwanne an, solange dessen Unebenheiten und Erhebungen im Wesentlichen
von Wasser bedeckt sind. So können Heizmatten oder Rohrschlangen zum Heizen innen
in der Auffangwanne angeordnet sein, ohne den Abfluss des (angestauten) Wassers zu
beeinträchtigen.
[0012] Schließlich kann es auch nicht mehr vorkommen, dass überhaupt Wasser irgendwo in
der Auffangwanne zu Eis wird, dessen Auftauen kurzfristig viel mehr Wärmeenergie benötigen
würde als das Aufrechterhalten einer Temperatur oberhalb des Gefrierpunktes bei Umgebungstemperaturen
unter dem Gefrierpunkt.
[0013] Auf die Methode zum Aufstauen des Wassers kommt es dabei nicht an. Am einfachsten
kann dies durch einen in der vorgebbaren Höhe liegenden Überlauf erfolgen, es ist
jedoch auch möglich, einen tief gelegenen Abfluss mittels eines Ventils, z. B. eines
Schwimmerventils, zu verschließen, welches nur öffnet, wenn und solange der Wasserstand
die vorgebbare Höhe überschreitet.
[0014] Auch die Regelung der Temperatur des Wassers kann (mit üblicher Regelungstechnik)
auf unterschiedliche Weise erfolgen. Zunächst kann bei Außentemperaturen oberhalb
des Gefrierpunktes generell auf eine Beheizung verzichtet werden. Bei Umgebungstemperaturen
unter dem Gefrierpunkt oder in dessen Nähe kann eine Temperaturregelung vorgenommen
und das angestaute Wasser in einem gewünschten Temperaturbereich etwas oberhalb des
Gefrierpunktes, z. B. zwischen 2 und 5 °C [Grad Celsius] gehalten werden. So besteht
kein Risiko des Einfrierens, auch nicht in Außenbereichen der Auffangwanne oder am
Überlauf und/oder Abfluss.
[0015] Bevorzugt werden die Auffangwanne und/oder das angestaute Wasser elektrisch beheizt.
Dies erlaubt eine einfache Installation von Heizeinrichtungen und von deren Regelung.
Insbesondere können jetzt Heizmatten, Heizstäbe, Heizwicklungen und dergleichen einfach
in der Auffangwanne angeordnet werden, wo sie von Wasser bedeckt ihre Wärme an Wasser
und Auffangwanne gleichmäßig verteilt abgeben. Es können aber auch irgendwo außen
an der Auffangwanne Heizeinrichtungen vorgesehen werden, da das angestaute Wasser
hilft, die Wärme zu verteilen.
[0016] Zusätzlich oder alternativ werden die Auffangwanne und/oder das angestaute Wasser
mit Wärme aus anderen Teilen der Wärmepumpenanlage erwärmt. Auch dabei treten die
schon erwähnten Vorteile der gleichmäßigeren Verteilung der Wärme auf. Insbesondere
stören im Inneren der Auffangwanne verlegte Heizleitungen nicht mehr den Ablauf des
Wassers.
[0017] Besonders bevorzugt wird das Wasser so hoch angestaut, dass sich eine zusammenhängende
Wasseroberfläche (aus allen möglichen Wasserflächen) in der Auffangwanne bildet, unabhängig
von der genauen Form eines Bodens der Auffangwanne und dessen Lage zu einer Waagerechten
(bzw. Horizontalen). Dies führt zu einem besonders geringen Risiko, dass an irgendwelchen
Stellen eine Vereisung auftritt, weil das Wasser irgendwo zugeführte Wärme überall
hin transportiert.
[0018] Zur Lösung der Aufgabe trägt auch eine Vorrichtung bei zum Verhindern einer Vereisung
in einer Auffangwanne für Wasser, welches von einem von Umgebungsluft durchströmbaren
Wärmetauscher einer Wärmepumpenanlage abtropft, wobei die Auffangwanne einen mit einem
Überlauf verbundenen Abfluss aufweist und der Überlauf so hoch und so angeordnet ist,
dass sich in der Auffangwanne Wasser mit einer zusammenhängenden Wasseroberfläche
anstaut, bevor Wasser durch den Überlauf abfließt und wobei in oder an der Auffangwanne
mindestens eine Heizeinrichtung angeordnet ist, durch die bei Gefahr des Einfrierens
so viel Wärme zuführbar ist, dass das angestaute Wasser eine vorgebbare Mindesttemperatur
nicht unterschreitet.
[0019] Die mindestens eine Heizeinrichtung ist insbesondere so eingerichtet, dass sie, wenn
eine Gefahr des Einfrierens für das angestaute Wasser ermittelt wird und/oder besteht,
(stets) so viel Wärme zuführen kann bzw. zuführt, dass das angestaute Wasser eine
vorgebbare Mindesttemperatur (zur Beibehaltung eines flüssigen Aggregatzustands) nicht
unterschreitet bzw. unterschreiten kann. Die mindestens eine Heizeinrichtung ist insbesondere
in direktem Kontakt mit dem angestauten Wasser, bevorzugt erfolgt also eine Wärmeleitung
von (einer Komponente der) Heizeinrichtung hin zum angestauten Wasser. Die Wärme kann
von der (lokalen) Heizeinrichtung über das Wasser in andere, von der Heizeinrichtung
entfernte Bereiche des Wassers bzw. der Auffangwanne hingeleitet bzw. übertragen,
so dass ein Einfrieren mit geringem energetischen Aufwand vermieden werden kann. Zur
Wärmeübertragung kann das Wasser also selbst verwendet werden, insbesondere wenn es
gezielt in der Auffangwanne angestaut bzw. strömen kann.
[0020] Es kann eine Regelung der Heizeinrichtung vorgesehen sein, die situations- und/oder
bedarfsgerecht einen Heizvorgang initiieren und/oder beenden kann. Es ist möglich,
dass die Regelung mit Sensoren zusammenwirkt, die Daten bzw. Informationen bereitstellen,
anhand derer die Gefahr des Einfrierens bestimmbar oder vorhersehbar ist. Diese Sensoren
können beispielsweise dazu dienen bzw. eingerichtet sein, Signale zur Bestimmung der
(aktuelle und/oder zukünftige) Temperatur (Bauteil, Umgebung, etc.), die (aktuelle
und/oder zukünftige) Luftfeuchtigkeit, die (aktuelle und/oder zukünftige) Wassermenge
in der Auffangwanne, etc. bereitzustellen. Diese Signale können von der Regelung interpretiert
bzw. bewertet werden, und in Abhängigkeit davon den Betrieb der Heizeinrichtung regeln,
insbesondere mit Fokus auf eine berechnete und/oder variabel angepasste Mindesttemperatur
des angestauten Wassers.
[0021] Bevorzugt ist der Überlauf aus einem auf den Abfluss aufgesetzten, im Wesentlichen
vertikal verlaufenden Rohrstück gebildet, welches in einer vorgebbaren Höhe mindestens
eine Öffnung hat. Durch das (oben offene) Rohrstück fließt immer nur dann Wasser ab,
wenn der Wasserstand diese Höhe überschreitet, ohne dass es einer Regelung bedarf.
Im Betrieb wird daher Wasser immer bis zu dieser Höhe in der Auffangwanne stehen.
Es ist bevorzugt, dass die mindestens eine Heizeinrichtung in dem Bereich nahe bzw.
um den Abfluss angeordnet ist, dem sich das Wasser (zuerst bzw. bis zum Überlauf)
ansammelt.
[0022] Dabei kann ein Boden der Auffangwanne Unebenheiten aufweisen und/oder nicht an einer
Waagerechten ausgerichtet und/oder nicht mit einem Gefälle zum Abfluss hin versehen
sein. Anders als bei bisherigen Konstruktionen kommt es nicht mehr auf solche Einzelheiten
an, weil nicht mehr versucht werden muss, die Auffangwanne immer möglichst vollständig
zu entleeren. Auch kommt es nicht auf einen möglichst großflächigen Kontakt von Heizeinrichtungen
im Inneren der Auffangwanne zum Boden an, weil das angestaute Wasser Wärme auch ohne
einen solchen Kontakt aufnimmt und verteilt. Es ist bevorzugt, dass die mindestens
eine Heizeinrichtung in/an der mindestens einen Unebenheit angeordnet ist, wo sich
das Wasser ansammelt. Es ist möglich, dass die Unebenheiten nach Art von Rillen, Stegen,
etc. ausgebildet sind, in denen ein ausreichendes Volumen für die Heizeinrichtung
und anzustauendes Wasser bereitgestellt wird.
[0023] Bevorzugt (und am leichtesten regelbar) ist die Heizeinrichtung eine elektrische
Heizung, insbesondere in Form mindestens einer Heizmatte, Heizwicklung oder eines
Heizstabes. Solange diese von Wasser bedeckt sind, ist eine gute Wärmeverteilung sichergestellt.
Eine elektrische Heizung funktioniert üblicherweise nach dem Prinzip der Ohm'schen
Widerstandserwärmung, so dass diese Wärmeerzeugt, wenn diese von elektrischem Strom
durchflossen wird.
[0024] Additiv oder alternativ ist die Heizeinrichtung durch ein Wärmeträgerfluid mit Wärme
aus der Wärmepumpenanlage aufheizbar. Dies spart elektrische Energie und kann je nach
räumlicher Anordnung von Komponenten der Wärmepumpenanlage mit kurzen Kreisläufen
erreicht werden. Heizleitungen können dabei in der Auffangwanne verlegt werden, ohne
den Wasserablauf zu stören.
[0025] Bevorzugt ist der Überlauf so gestaltet, dass Wasser bis zu einer Höhe von 1 bis
10 cm [Zentimeter], insbesondere 2 bis 5 cm gestaut wird. Die Auffangwanne braucht
z. B. nur 0,5 bis 2 cm höher zu sein als diese Höhe, da lediglich ein Überlaufen an
anderer Stelle als am Überlauf verhindert werden muss.
[0026] Die Erläuterungen zum Verfahren können auch zur Charakterisierung der Vorrichtung
herangezogen werden, und umgekehrt. Die Vorrichtung kann eingerichtet sein, das vorgeschlagene
Verfahren (automatisch) durchzuführen.
[0027] Schematische Ausführungsbeispiele der Erfindung, auf die diese jedoch nicht beschränkt
ist, und die Funktionsweise des Verfahrens werden nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es stellt dar:
- Fig. 1:
- einen Wärmetauscher mit Auffangwanne und
- Fig. 2:
- einen schematischen Längsschnitt durch eine Auffangwanne mit Heizeinrichtungen und
angestautem Wasser.
[0028] Figur 1 zeigt schematisch eine Auffangwanne 1 unter einem Wärmetauscher 3, beispielsweise
einem Verdampfer einer Wärmepumpenanlage 4, der von Umgebungsluft 9 durchströmbar
ist. Von diesem Wärmetauscher 3 tropft unter bestimmten Betriebsbedingungen Wasser
2 ab (meist Kondenswasser), welches in der Auffangwanne 1 gesammelt und bis zu einer
Höhe H angestaut wird. Diese Höhe H kann beispielsweise 1 bis 10 cm, vorzugsweise
2 bis 5 cm betragen. Dies erfolgt im einfachsten Fall mittels eines Rohrstückes 10,
welches auf einen Abfluss 6 aufgesetzt ist und an seinem oberen Ende einen Überlauf
5 bildet. Das Rohrstück 10 kann dazu einfach oben offen sein oder mindestens eine
Öffnung in der Höhe H aufweisen. Durch die Länge des Rohrstückes 10 (kann auch veränderbar
sein) bzw. die Lage von Öffnungen wird die Höhe H, also der Wasserstand in der Auffangwanne
bestimmt. Dies kann alternativ (allerdings mit etwas mehr Aufwand) auch ohne Rohrstück
10 durch Verschließen des Abflusses 6 (z. B. mittels eines Ventils, insbesondere mit
Hilfe eines Schwimmers) und Öffnen nur bei Wasserstands-Überschreitung der Höhe H
erreicht werden. Das ständig in der Auffangwanne 1 bis zur Höhe H vorhandene Wasser
2 bringt verschiedene Vorteile mit sich, insbesondere in Bezug auf die Verhinderung
von Vereisung im gesamten Bereich der Auffangwanne 1. Zunächst hat dieses Wasser 2
eine gewisse Wärmekapazität, die ein schnelles Einfrieren verhindert, was bei geringen
Wassermengen in der Auffangwanne 1 vorkommen kann, wenn die Außentemperatur schnell
und/oder weit unter den Gefrierpunkt fällt. Außerdem können nunmehr Heizeinrichtungen
11, 12 einfacher angeordnet werden, da es nicht mehr erforderlich ist, die ganze Auffangwanne
1 möglichst gleichmäßig zu beheizen. Insbesondere können Heizeinrichtungen 11, 12
in die Auffangwanne 1, insbesondere auf einen Boden 8 der Auffangwanne 1, gelegt werden,
ohne dass sie dort den Ablauf des Wassers 2 behindern oder wegen Unebenheiten 15 nur
schlechten Wärmekontakt zur Auffangwanne 1 haben. Es sollte nur sichergestellt werden,
dass das Wasser 2 die Heizeinrichtungen 11, 12 bedeckt, insbesondere eine zusammenhängende
Wasseroberfläche 7 bildet. Dann hilft das Wasser 2, eingebrachte Wärme durch Wärmeleitung
und Konvektion zu verteilen, und zwar fast unabhängig von dem Ort, an dem die Wärme
eingebracht wird. Zur Beheizung kommen elektrische Heizeinrichtungen 11, z. B. Heizmatten
13, in Betracht. Es kann aber auch eine fluidische Heizeinrichtung 12 vorgesehen werden,
die Wärme mittels eines Wärmeträgermediums von Komponenten der Wärmepumpenanlage 4
dem Wasser 2 zuführt.
[0029] Fig. 2 zeigt einen schematischen Längsschnitt durch die oben beschriebene Auffangwanne
1 mit angestautem Wasser 2, wobei der Schnitt durch den Überlauf 5 und den Abfluss
6 geführt ist. Zur Veranschaulichung von Vorteilen der Erfindung ist der Boden 8 mit
(übertreiben dargestellten) Unebenheiten 15 versehen und schräg zu einer Waagerechten
16 montiert. Außerdem ist als Beispiel für eine (elektrische) Heizeinrichtung 11 eine
Heizmatte 13 auf den Boden 8 der Auffangwanne 1 gelegt. Man erkennt, dass sich wegen
der Unebenheiten 15 zwischen Boden 8 und Heizmatte 13 Spalte 14 bilden, die eine Wärmeübertragung
auf die Auffangwanne 1 verringern würden, wenn kein Wasser 2 vorhanden ist. Durch
das Anstauen von Wasser 2 bis zur Höhe H werden jedoch alle vorher nachteiligen Effekte
von Unebenheiten 15 und schräger Montage aufgehoben. Das Wasser 2 bedeckt die Heizmatte
13 (füllt meist auch die Spalte 14) und nimmt so Wärme auf, die sonst nutzlos an die
Umgebung abgeflossen wäre, und verteilt diese. Im Ergebnis wird weniger Energie benötigt,
um ein Einfrieren zu verhindern, und die Auffangwanne 1 kann trotzdem mit größeren
Toleranzen gefertigt und weniger präzise aufgestellt werden. Wegen der Unebenheiten
15 und einer eventuell schrägen Einbaulage der Auffangwanne 1 ist die Höhe H nicht
unbedingt überall gleich, so dass von einer mittleren Höhe H über dem Boden 8 auszugehen
ist.
[0030] Es sei erwähnt, dass eine Beheizung des aufgestauten Wassers 2, z. B. durch Einschalten
der elektrischen Heizeinrichtung 11 mittels eines Schalters 18 als Verbindung zu einer
Stromquelle 17, nur erfolgen muss, wenn die Umgebungstemperatur sonst ein Einfrieren
bewirken könnte. Dann sollte so viel Wärme zugeführt werden, dass das Wasser 2 eine
Temperatur mit einem gewissen Sicherheitsabstand zum Gefrierpunkt behält. Die Wärmeverluste
sind dabei nicht größer als beim Beheizen einer leeren Auffangwanne 1, eher sogar
kleiner, weil das Wasser die Wärme gleichmäßig verteilt und nicht einzelne Bereiche
wärmer sind als andere. Auch die Oberfläche ändert sich nur geringfügig. Dabei ist
es wünschenswert, dass das Wasser 2 nicht nur eine zusammenhängende Wasseroberfläche
7 bildet (was noch "Inseln" oder unregelmäßige Ränder zulassen würde), sondern eine
die Auffangwanne 1 komplett ausfüllende Wasseroberfläche 7. Dann ist die Wirkung der
Erfindung am besten.
[0031] Die vorliegende Erfindung erlaubt es, mit geringem Einsatz von Energie und auch bei
großen Toleranzen bei der Form und Aufstellung einer Auffangwanne 1 eine Vereisung
zu verhindern.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Auffangwanne
- 2
- Wasser
- 3
- Wärmetauscher / Verdampfer
- 4
- Wärmepumpenanlage
- 5
- Überlauf
- 6
- Abfluss
- 7
- Wasseroberfläche
- 8
- Boden
- 9
- Umgebungsluft
- 10
- Rohrstück
- 11
- Elektrische Heizeinrichtung
- 12
- Fluidische Heizeinrichtung
- 13
- Heizmatte
- 14
- Spalten
- 15
- Unebenheiten
- 16
- Waagerechte
- 17
- Stromquelle
- 18
- Schalter
- H
- Höhe (Wasserstand)
1. Verfahren zum Verhindern einer Vereisung in einer Auffangwanne (1) für Wasser (2),
welches von einem von Umgebungsluft (9) durchströmbaren Wärmetauscher (3) einer Wärmepumpenanlage
(4) abtropft, wobei in der Auffangwanne (1) Wasser (2) bis zu einer vorgebbaren Höhe
(H) angestaut und danach durch einen Überlauf (5) und/oder Abfluss (6) abgeführt wird,
und wobei der Auffangwanne (1) und/oder dem angestauten Wasser (2) bei Gefahr des
Einfrierens so viel Wärme zugeführt wird, dass das angestaute Wasser (2) eine vorgebbare
Mindesttemperatur nicht unterschreitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Auffangwanne (1) und/oder das angestaute Wasser
(2) elektrisch beheizt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Auffangwanne (1) und/oder das angestaute
Wasser (2) mit Wärme aus der Wärmepumpenanlage (4) erwärmt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Wasser (2) so hoch angestaut
wird, dass sich eine zusammenhängende Wasseroberfläche (7) in der Auffangwanne (1)
bildet, unabhängig von der genauen Form eines Bodens (8) der Auffangwanne (1) und
dessen Lage zu einer Waagerechten (16).
5. Vorrichtung zum Verhindern einer Vereisung in einer Auffangwanne (1) für Wasser (2),
welches von einem von Umgebungsluft (9) durchströmbaren Wärmetauscher (3) einer Wärmepumpenanlage
(4) abtropft, wobei die Auffangwanne (1) einen mit einem Überlauf (5) verbundenen
Abfluss (6) aufweist und der Überlauf so hoch und so angeordnet ist, dass sich in
der Auffangwanne (1) Wasser (2) mit einer zusammenhängenden Wasseroberfläche (7) anstaut,
bevor Wasser (2) durch den Überlauf (5) abfließt und wobei in oder an der Auffangwanne
(1) mindestens eine Heizeinrichtung (11; 12) angeordnet ist, durch die bei Gefahr
des Einfrierens so viel Wärme zuführbar ist, dass das angestaute Wasser (2) eine vorgebbare
Mindesttemperatur nicht unterschreitet.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei der Überlauf (5) aus einem auf den Abfluss (6)
aufgesetzten, vertikal verlaufenden Rohrstück (10) gebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, wobei ein Boden (8) der Auffangwanne (1) Unebenheiten
(15) aufweist und/oder nicht nach einer Waagerechten (16) ausgerichtet und/oder nicht
mit einem Gefälle zum Abfluss (6) hin versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die mindestens eine Heizeinrichtung
eine elektrische Heizung (11) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Heizeinrichtung (12) durch
ein Wärmeträgerfluid mit Wärme aus anderen Teilen der Wärmepumpenanlage aufheizbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei der Überlauf so gestaltet ist,
dass Wasser bis zu einer Höhe (H) von 1 bis 10 cm gestaut wird.