[0001] Die Erfindung betrifft ein Halbleiterbauteil zum Ausgeben eines Steuerparameters.
An der Decke montierte Leuchten unterscheiden sich oft hinsichtlich ihrer Leistung
und damit hinsichtlich der von ihnen ausgegebenen Lichtstärke. Auch andere Parameter
wie die Lichtfarbe können von Leuchte zu Leuchte unterschiedlich sein. Zu diesem Zweck
gibt es Steuergeräte an den Leuchten, mit denen zum Beispiel die Lichtstärke und der
Lichtfarbe eingestellt werden können. Dieses Einstellen kann zum Beispiel dadurch
erfolgen, dass ein Installateur bestimmte Anschlüsse der Steuergeräte entweder durch
Drahtbrücken miteinander verbindet oder diese Anschlüsse freilässt und nicht kontaktiert.
Es ist gewünscht, dass dieses Einstellen mit weniger Aufwand erfolgt, ohne dass sich
Anzahl und Qualität der einstellbaren Optionen verringern.
[0002] Es ist Aufgabe dieser Erfindung ein Halbleiterbauteil bereitzustellen, mit dem Steuerparameter,
wie zum Beispiel für Leuchten, eingestellt werden können. Diese Aufgabe wird durch
den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0003] In einer Ausführungsform wird ein Halbleiterbauteil zum Ausgeben eines Steuerparameters
bereitgestellt, der eine Empfangseinheit, eine Speichereinheit und eine Ausgabeeinheit
enthält. Zudem enthält das Halbleiterbauteil Antennenanschlüsse, Versorgungsanschlüsse
und zumindest einen Ausgabeanschluss zum Ausgeben eines Steuerparametersignals. Die
Empfangseinheit enthält Anschlüsse zum Verbinden mit einer Antenne, von der die Empfangseinheit
Signale erhält. Die Empfangseinheit wandelt die von der Antenne empfangenen Signale
in Daten um. Die Daten werden in der Speichereinheit gespeichert. Das Halbleiterbauteil
gibt ein Ausgabesignal basierend auf den in der Speichereinheit gespeicherten Daten
an dem Ausgabeanschluss aus. Zusätzlich enthält das Halbleiterbauteil eine Berechnungseinheit,
die die Betriebsstunden des Halbleiterbauteils ermittelt. Das Ausgabesignal hängt
sowohl von den in der Speichereinheit gespeicherten Daten als auch von den ermittelten
Betriebsstunden ab.
[0004] Es versteht sich, dass die Betriebsstunden nicht in Einheiten, die ganzen Stunden
entsprechen, gespeichert werden müssen. Es genügt sie in einer Form zu speichern,
aus der Vielfache oder Brüche von Betriebsstunden berechenbar sind.
[0005] Mit der gezeigten Vorrichtung ist es möglich, drahtlos das Halbleiterbauteil zu programmieren,
wodurch die Zeit für die Installation verringert wird. Ein Installateur, der zum Beispiel
eine Leuchte einstellen möchte, braucht keine Kabel mehr zu verdrahten, sondern kann
mit seinem Handy über das Halbleiterbauteil fahren und es dabei programmieren. Die
programmierten Einstellungen, die über das drahtlose Signal mittels der Antenne von
der Empfangseinheit empfangen werden, werden als Daten in den Speicher abgespeichert,
so dass sie für den Betrieb zur Verfügung stehen. Die Einstellungen sind beispielsweise
die gewünschte Leuchtstärke oder gewünschte Lichtfarbe bei Leuten oder die Drehzahl
bei Motoren, also steuerbare Eigenschaften eines zu treibenden Geräts.
[0006] Zugleich wird darauf Rücksicht genommen, dass sich mit zunehmender Betriebsstundenzahl
auch die Eigenschaft des anzusteuernden Gerätes ändern kann. Beispielsweise verringert
sich die abgegebene Lichtstärke mit zunehmendem Alter des Leuchtmittels. Dem kann
entgegengewirkt werden, indem der Strom, der durch das Leuchtmittel fließt, mit zunehmendem
Alter der Leuchte erhöht wird. Entsprechend ändert sich das ausgegebene Signal, das
beispielsweise signalisiert, dass ein höherer Strom eingeprägt werden soll, wenn die
Lampe älter wird.
[0007] In einer Ausführungsform enthält die Berechnungseinheit einen Zähler, der die Betriebsstunden
zählt. Ein solcher Zähler wird immer aktiviert, wenn Spannung von der Leuchte bereitgestellt
wird. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass bei vorhandener Spannung auch die
Leuchte betrieben wird. Die Zeit des Betriebes der Leuchte entspricht der Zeit, in
der das Halbleiterbauteil von den Versorgungsanschlüssen mit Spannung versorgt. In
einer Ausführungsform wird der Zähler nicht aktiviert, wenn keine Versorgungsspannung
über die Versorgungsanschlüsse bereitgestellt wird. Wenn das Halbleiterbauteil lediglich
über die Antennenanschlüsse mit Spannung versorgt wird, geht man davon aus, dass die
Lampe nicht an ist.
[0008] Nach einer Ausführungsform ist das Ausgabesignal eine analoge Spannung. Eine solche
analoge Spannung kann von derjenigen Schaltung, die die Lampe betreibt, als Steuerparameter
empfangen werden, um beispielsweise den Strom, der durch die Lampe fließen soll, einzustellen.
[0009] In einer anderen Ausführungsform wird das Ausgabesignal durch ein pulsweiten-modelliertes
Signal realisiert. Durch die Verwendung eines pulsweitenmodulierten Signals können
die Signale mit relativ hoher Auflösung übertragen werden.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform ist die Spannungsversorgung des Halbleiterbauteils
in einem ersten Modus durch die zwei Versorgungsanschlüsse und in einem zweiten Modus
durch Energie, die aus den Signalen an den Antennenanschlüssen gewonnen wird, gesichert.
Damit kann das Halbleiterbauteil auch programmiert werden, wenn die Leuchte nicht
mit externer Spannung versorgt wird, was Installateure bei der Montage von Lampen
in der Regel bevorzugen.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform ist ein Zählerstand des Zählers in der Speichereinheit
gespeichert und der Zähler liest vor dem jeweiligen Beginn des Zählens den Zählerstand
aus der Speichereinheit aus. Damit ist gesichert, dass die Betriebsstunden auch gespeichert
bleiben, wenn keine externe Spannungsversorgung vorliegt.
[0012] Wenn der Zählerstand durch von der Antenne empfangene Signale programmiert werden
kann, ist der Austausch der Leuchtmittel ohne Austausch des Halbleiterbauteils leicht
möglich.
[0013] Dadurch dass in einer Ausführungsform in der Speichereinheit Speicherplatz für Kennwerte
vorgesehen ist, die die Abhängigkeit des Ausgabesignals von den Betriebsstunden beschreiben,
und dass die Kennwerte durch die Empfangseinheit verändert werden können, können auch
Leuchtmittel durch Leuchtmittel eines anderen Typs leicht ausgetauscht werden.
[0014] Die Erfindung betrifft auch eine Leuchte mit einem Halbleiterbauteil, wobei das Halbleiterbauteil
mit einem Steuer-Eingangsanschluss eines Leuchten-Treibers verbunden ist.
[0015] Es sei erwähnt, dass unter dem Ausdruck "Verbindung" nicht nur eine unmittelbare
Verbindung gemeint ist, sondern auch eine indirekte, bei der weitere Elemente zwischen
den zu verbundenen Einheiten vorgesehen sind. Es muss aber ein Signal oder Energiefluss
zwischen beiden Elementen bestehen.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindungen werden im Folgenden anhand der Figuren erläutert.
Dabei zeigen
Figur 1 eine Leuchte mit einem Halbleiterbauteil, mit dessen Hilfe ein Steuerparameter
für die Leuchte ausgegeben werden kann;
Figur 2 einen Prinzip-Schaltplan des Halbleiterbauteils aus Figur 1;
Figur 3 den Verlauf der von einer LED abgegebene Lichtstärke bei konstantem Strom
über der Zeit;
Figur 4 den von dem Halbleiterbauteil aus Figur 2 abgegebenen Steuerparameter über
der Zeit.
[0017] Figur 1 zeigt eine Leuchte 1 sowie ein Handy 2, mit dessen Hilfe ein Steuerparameter
für die Leuchte 1 eingestellt werden kann. Die Leuchte 1 enthält einen AC-DC Wandler
3, ein Halbleiterbauteil 4, eine Antenne 9, einen LED-Treiber 5, einen Kondensator
6, einen Kondensator 10, eine erste Leuchtdioden 7 und eine zweite Leuchtdiode 8.
[0018] Die Leuchte 1 empfängt an ihrem AC-DC Wandler 3 eine Wechselspannung, die dieser
AC-DC Wandler 3 in eine Gleichspannung zwischen dem Knoten KVDD und dem Knoten KGND
umwandelt. Diese Gleichspannung ist beispielsweise 3 V groß. Zwischen diesen beiden
Knoten ist ein Kondensator 10 vorgesehen, der elektrische Energie speichern kann.
Das Halbleiterbauteil 4 aus Figur 1 weist fünf Anschlüsse auf. Ein erster Anschluss
A1 und ein zweiter Anschluss 2 sind mit den zwei Enden der Antenne 9 verbunden Das
Halbleiterbauteil 4 ist zudem an zwei Versorgungsanschlüssen mit den Spannungsversorgungsknoten
KVDD und dem Spannungsversorgungsknoten KGND verbunden. Der fünfte Anschluss OUT ist
ein Ausgabeanschluss, der ein Signal für einen Steuerparameter ausgibt. Der Steuerparameter
ist hier ein Maß für die Lichtstärke.
[0019] Der Ausgabeanschluss OUT ist über einen Widerstand 11 mit dem Knoten KSET verbunden,
der zudem mit einem ersten Anschluss des Kondensator 6 verbunden ist, dessen zweiter
Anschluss mit der dem Versorgungsknoten KGND verbunden ist. An dem Kondensator liegt
somit die Spannung VSET - VGND an. Der LED-Treiber 5 enthält ebenfalls zwei Versorgungsanschlüsse,
die mit dem Knoten KVDD bzw. dem Knoten KGND verbunden sind. An einem Eingang ISET
ist der LED-Treiber mit dem Knoten KSET verbunden. Ein Ausgangsanschluss POUT ist
mit der Anode der ersten Leuchtdioden 7 verbunden, deren Katode mit der Anode der
zweiten Leuchtdiode 8 verbunden ist. Deren Katode wiederum ist mit dem Knoten KGND
verbunden. Es versteht sich, dass die Anzahl und Anordnung der LEDs rein bespielhaft
ist.
[0020] Der LED-Treiber 5 erzeugt an seinem Ausgangsanschluss POUT einen Strom, dessen Betrag
von dem an dem Eingang ISET empfangenen Eingangssignal abhängig ist. Die Leuchtdioden
7 und 8 leuchten, wenn der durch sie fließende Strom einen vorgegebenen Betrag übersteigt.
Die Helligkeit der Leuchtdioden und damit ihre Leuchtstärke hängen von der Höhe des
Stroms und von dem Alter der Leuchtdioden ab. Je nach Platzierung im Raum wird mehr
oder weniger Leuchtstärke benötigt. Sind beispielsweise weitere Leuchtquellen in der
Nähe der Leuchte, kann ein Installateur eine geringere Leuchtstärke der Leuchte einstellen
als bei Leuchten, die weit entfernt von weiteren Lichtquellen vorgesehen sind. Der
Installateur programmiert die Leuchten 1 entsprechend mit seinem Handy 2.
[0021] In einer Ausführungsform gibt das Halbleiterbauteil 4 an seinem Ausgabeanschluss
OUT ein pulsweiten-moduliertes Signal aus. Dieses Pulsweiten-moderierte Signal wird
mithilfe des Widerstands 11 und des Kondensator 6 derart Tiefpassgefiltert, dass sich
am Knoten KSET ein analoges Potenzial VSET ergibt, dass bei konstantem Pulsweitenverhältnis
des Ausgangssignals am Ausgangsanschluss OUT, bezogen wieder auf das Massepotential
VGND, konstant ist. Der Betrag dieses analogen Potentials VSET ist proportional zu
dem Taktgrad (dem Duty-Cycle) des Pulsweitenmodulierten (PWM) Signals.
[0022] Der LED-Treiber 5 enthält das so generierte analoge Signal VSET an seinem Eingang
ISET und stellt entsprechend des Betrages dieses analogen Signals den Ausgangsstrom
IOUT ein.
[0023] Mithilfe des Handys 2 kann die Leuchte 1 eingestellt werden. Ein Benutzer führt das
Handy 2 in die Nähe der Antenne 9 derart, dass beispielsweise eine NFC (Near-Field
Communication) Verbindung zwischen dem Handy 2 und dem Halbleiterbauteil 4 über die
Antennen 9 hergestellt wird. Dabei können hochfrequente Signale über die Antenne 9
übertragen werden. Diese hochfrequenten Signale enthalten aufmodulierte Signale, die
vom Halbleiterbauteil 4 entschlüsselt werden können. Die aufmodulierten Signale kodieren
beispielweise Daten, die den Wert der gewünschten Leuchtstärke angeben.
[0024] Aus den hochfrequenten Signalen kann das Halbleiterbauteil aber auch Energie ernten
(englisch: energy harvesting), so dass die Spannungsversorgung zumindest in einem
Betriebsmodus des Halbleiterbauteils 4 über die Übertragung der hochfrequenten Signale
erfolgt.
[0025] Figur 2 zeigt einen Prinzip-Schaltplan des Halbleiterbauteils aus Figur 1. Das Halbleiterbauteil
4 enthält einen Spannungsgenerator 41, eine Empfangseinheit 42, einen Demultiplexer
43, einen Oszillator 44, einen Zähler 45, eine Arithmetik-Einheit 46, ein Pulsweiten-Signal-Generator
47, eine Steuerlogik 48, eine Speichereinheit 49, einen Antennentreiber 55 und eine
Start-Stopp-Automatik 50. An den Antennenanschlüssen A1 und A2 ist das Halbleiterbauteil
4, wie oben beschrieben, mit den Enden der Antenne 9 verbunden. Diese Anschlüsse sind
zum einen mit dem Spannungsgenerator 41 und zum anderen mit der Empfangseinheit 42
verbunden.
[0026] Der Spannungsgenerator 41 dient dazu, Energie aus dem hochfrequenten Signal an den
Anschlüssen A1 und A2 zu ernten. Diese Energie wird so umgewandelt, dass am Ausgang
des Spannungsgenerators 41 ein Potential von beispielsweise 3 V gegenüber dem Massepotential
VSS ausgegeben wird. Auf das hochfrequente Signal, das mittels der Antenne an die
Anschlüsse A1 und A2 geliefert wird, hatte das Handy Daten zu Übertragung an das Halbleiterbauteil
4 aufmoduliert. Diese aufmodulierten Daten werden von der Empfangseinheit 42 demoliert
und in die Speichereinheit 49 gespeichert. Diese Speichereinheit 49 ist als ein nicht
flüchtiger Speicher ausgebildet, der seine Daten auch behält, wenn das Halbleiterbauteil
nicht mehr mit Spannung versorgt ist.
[0027] Der Demultiplexer 43 enthält als Eingangssignale zum einen die vom Spannungsgenerator
41 bereitgestellte Spannung EXT und zum andern die von den Spannungsversorgungsanschlüssen
bereitgestellte Spannung VDD. Beide Spannungen sind auf das Massepotenzial VSS am
Versorgungsanschluss VSS referenziert. Der Demultiplexer 43 gibt an seinem Ausgang
eine Spannung Vin aus. Solange am Anschluss VDD Spannung anliegt, wird die Spannung
VIN aus VDD erzeugt. Liegt diese nicht an, wird die Spannung Vin aus der Spannung
EXT, soweit vorhanden, erzeugt. Dies heißt, dass die meisten Komponenten des Halbleiterbauteil
4 werden sowohl in dem Modus, in dem einer Spannungsversorgung an den Versorgungsanschlüssen
anliegt, als auch im Modus, in dem Energie nur aus dem hochfrequenten Signal generiert
wird, betrieben. Allerdings werden der Oszillator 44, die Arithmetik-Einheit 46, der
Pulsweiten-Signal-Generator 47 und der Start-Stopp-Automat 50 nur von der von extern
bereitgestellten Spannung VDD versorgt.
[0028] Der Oszillator 44 erzeigt ein Taktsignal mit einer Frequenz von mehreren Megahertz.
Dieses Signal wird an den Takteingang des Zählers 45 ausgegeben. Der Zähler 45 enthält
zusätzlich als Eingangssignal das Signal STST, das den Start und den Stopp des Zählens
signalisiert. Dieses Signal STST wird von der Start-Stopp-Automatik 50 erzeugt. Diese
erzeugt ein Signal Start, wenn die Spannung VDD, nachdem sie auf einem sehr niedrigen
Niveau gewesen war, eine bestimmte Schwelle, zum Beispiel 2,6 V, überschreitet. In
diesem Fall wird angenommen, dass auch die externe Leuchte mit Spannung versorgt wird,
so dass ihre Betriebszeit fortschreitet. Der Zähler 45 zählt die Taktereignisse, die
von dem Oszillator 44 erzeugt wurden. Dazu enthält der Zähler 45 mehrere Dividierer,
so dass er zunächst die Sekunden zählt. Diese werden durch 3600 geteilt, so dass der
Zähler im Endeffekt die Stunden ausgeben kann. Die gezählten Stunden werden in einem
Teil der Speichereinheit 49 abgespeichert. Das Speichern erfolgt zum einen dann, wenn
der Zähler vier Stunden weiter gezählt hat. Zudem speichert der Zähler außerhalb dieses
4 Stunden Rhythmus den aktuellen Zählerstand ab, wenn das Signal STST ein Stopp-Signal
signalisiert. Dieses Stopp-Signal wird von der Start-Stopp-Automatik 50 erzeugt, wenn
die Spannung VDD einen bestimmten Schwellwert unterschreitet. Wenn dieser Schwellwert
unterstrichen ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Spannung noch weiter absinken
wird, so die Leuchte nicht mehr mit Spannung versorgt werden wird.
[0029] Der externe Kondensator 10, siehe Figur 1, sorgt dafür, dass die Spannung VDD nicht
zu schnell einbricht, so dass genügend Zeit besteht, den aktuellen Zählerstand in
der Speichereinheit 49 zu speichern. Wenn der Zähler 45 das nächste Mal, aufgrund
eines erneuten Startssignals, wieder los zählt, lädt der Zähler 45 den Zählerstand,
der zum letzten Mal in der Speichereinheit 49 abgespeichert worden ist, wieder in
den Zähler 45 und beginnt von diesem Zählerstand aus weiter zu zählen.
[0030] Die Empfangseinheit 42 empfängt über das hochfrequente Signal Daten, die sie in der
Speichereinheit 49 abspeichert. Diese Daten enthalten beispielsweise die Information,
mit welcher Lichtstärke die LEDs 7 und 8 leuchten sollen. Wenn Spannungsversorgung
an den Versorgungsanschlüssen VDD und VSS anliegt, wird ein entsprechender Wert als
Steuerparameter für die Leuchtdioden an dem Anschluss OUT ausgegeben werden. Beispielsweise
wurde in der Speichereinheit 49 gespeichert, dass die LEDs 7 und 8 mit einer Leuchtstärke,
die 70 % der maximalen Leuchtstärke beträgt, leuchten sollen. Dieser Wert wird von
der Logikeinheit 48 aus der Speichereinheit 49 aus gelesen und an die Arithmetik-Einheit
46 ausgegeben. Die Arithmetik-Einheit 46 multipliziert diesen Wert mit einem Faktor,
der abhängig von den gezielten Betriebsstunden ist.
[0031] Der Zähler 45 und die Arithmetik-Einheit 46 bilden eine Berechnungseinheit, die die
Betriebsstunden ermittelt und dafür das Ausgabesignal sowohl von den Betriebsstunden
als auch von den in der Speichereinheit gespeicherten Daten für den Parameter für
das angesteuerte Gerät abhängig macht.
[0032] Sind die LEDs 7 und 8 noch relativ jung, beträgt dieser Faktor beispielsweise 78
%. Dieser Wert wird mit dem Ausgangswert der Logikeinheit 48 multipliziert. Deren
Ergebnis wird an den pulsweiten-Signal-Generator 49 ausgegeben, der ein pulsweiten-modelliertes
Signal ausgibt, dessen Taktgrad ein Maß für den Ergebniswertes der Arithmetik-Einheit
46 ist.
[0033] In einer alternativen, hier nicht gezeigten Ausführungsform ist anstelle eines Pulsweiten-Signal-Generator
47 ein die DA-Wandler vorgesehen, der eine analoge Gleichspannung ausgibt, die ein
Maß für das Ausgabesignal der Arithmetik-Einheit 46 ist.
[0034] In einer Ausführungsform kann über das hochfrequente Signal und die Empfangseinheit
42 auch der Zählerstand in der Speichereinheit 49 verändert werden. Beispielsweise
werden die LEDs 7 und 8 durch neue Leuchtmittel, z.B. neue LEDs, ausgetauscht. Entsprechend
kann der Installateur über sein Handy 2 einen Zählerstand in der Speichereinheit 49
abspeichern, der angibt, dass die Betriebsstunden jetzt wieder 0 sind. Entsprechend
wird der Zähler 45 in Zukunft dann die für die neuen LEDs 7 und 8 aufgelaufenen Betriebsstunden
zählen.
[0035] In der gezeigten Ausführungsform enthält das Halbleiter-Bauteil 4 auch einen Antennentreiber
55, der an die Antennenanschlüsse angeschlossen ist und die Antenne treiben kann.
Mit diesem ist es möglich, Daten vom Halbleiter-Bauteil über die Antenne an das Handy
2 zu senden. In einer Ausführungsform wird der in der Speichereinheit 49 gespeicherte
Zählerstand von dem Antennentreiber 55 ausgelesen und über die Antennenanschlüsse
A1 und A2 und die Antenne 9 an das Handy 2 übertragen. Damit kann der Installateur
oder ein anderer Nutzer den Zählerstand auslesen und kennt damit die abgelaufenen
Betriebsstunden. Außerdem ist es in Ausführungsformen möglich, weitere Teile des Speicherinhalts
auszulesen, um zum Beispiel zu prüfen, ob Teile der Speichereinheit defekt sind. Typischerweise
wird der Antennentreiber ein hochfrequentes Signal produzieren, die zu übertragenen
Daten auf das hochfrequente Signal modulieren und damit die Antennenanschlüsse treiben.
[0036] Figur 3 zeigt den Verlauf der Leuchtstärke einer typischen LED über den Betriebsstunden.
Diese nimmt beispielsweise von 100 % auf 80 % bei 100.000 Betriebsstunden ab.
[0037] Figur 4 zeigt den Verlauf des von dem Zähler 48 ausgegebenen Faktors über den Betriebsstunden.
Dieser Faktor ist am Anfang etwa 75 % und bei 120.000 Betriebsstunden bei etwa 128
%. Die dargestellte Funktion ist eine stetig ansteigende Treppenstufen-Funktionen
mit 4 Stützstellen. An diesen Stützstellen ändert sich jeweils die Höhe der Treppenstufen.
Auch die Stützstellen dieser Funktion können in einer Ausführungsform in der Speichereinheit
49 gespeichert werden. In weiteren Ausführungsformen ist möglich, diese Funktion durch
Umprogrammieren mittel des Handys 2 zu verändern. Dies beispielsweise sinnvoll, wenn
ein andere Leuchtmittel eingesetzt wird, dessen Alterungsprozesse anders als bei den
bisher eingesetzten Leuchtmitteln ist.
[0038] Die Beschreibung der Figuren erklärt die Erfindung anhand von Beispielen und soll
nicht dazu verwendet werden, den Schutzbereich ungebührlich zu verringern.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0039]
1 Vorrichtung
2 Handy
3 ACDC Wandler
4 Halbleiterbauteil
5 LED-Treiber
6 Kondensator
7 Leuchtdiode
8 Leuchtdiode
10 Kondensator
11 Widerstand
41 Generator
42 Empfangseinheit
43 Demultiplexer
44 Oszillator
45 Zähler
46 Arithmetik-Einheit
47 Pulsweiten-Signal-Generator
48 Steuerlogik
49 Speichereinheit
50 Start-Stopp-Automatik
55 Antennentreiber
1. Halbleiterbauteil (4) zum Ausgeben eines Steuerparameters, das eine Speichereinheit
(49), eine Ausgabeeinheit (47), eine Berechnungseinheit (45, 46) und mindestens fünf
Anschlüsse aufweist,
wobei die mindestens fünf Abschlüsse zwei Antennenanschlüsse (A1,A2) zum Verbinden
mit einer Antenne (9), zwei Versorgungsanschlüsse (VDD,VSS) zum Versorgen des Halbleiterbauteils
(4) mit elektrischer Energie und einen Ausgabeanschluss (OUT) zum Treiben eines Signals
zum Ausgeben des Steuerparameters aufweisen,
wobei die Empfangseinheit (42) mit den Antennenanschlüssen (A1, A2) verbunden ist
und dazu ausgebildet ist, von den Antennenanschlüssen Signale zu erhalten, die Signale
in Daten umzuwandeln und die Daten in der Speichereinheit (49) abzuspeichern,
wobei die Ausgabeeinheit (47) dazu ausgebildet ist, basierend von in der Speichereinheit
(49) gespeicherten Daten ein Ausgabesignal an dem Ausgabeanschluss (OUT) auszugeben,
wobei die Berechnungseinheit (45, 46) dazu ausgebildet ist, die Betriebsstunden des
Halbleiterbauteils (4) zu ermitteln, wobei das Ausgabesignal von den in der Speichereinheit
(49) gespeicherten Daten auch von den ermittelten Betriebsstunden abhängt, und
wobei die in der Speichereinheit (49) gespeicherten Daten eine gewünschte Leuchtstärke
einer an den Ausgangsanschluss (OUT) anschließbaren LED angeben.
2. Halbleiterbauteil nach Anspruch 1, wobei die Berechnungseinheit einen Zähler (45)
zum Zählen der Betriebsstunden aufweist.
3. Halbleiterbauteil nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Ausgabesignal eine analoge Spannung
ist.
4. Halbeleiterbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Ausgabesignal ein Pulsweiten-moduliertes
Signal ist.
5. Halbleiterbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Spannungsversorgung
des Halbleiterbauteils (4) in einem ersten Modus durch die zwei Versorgungsanschlüsse
(VDD, VSS) und in einem zweiten Modus durch Energie, die aus den Signalen an den Antennenanschlüssen
(A1, A2) gewonnen wird, erfolgt.
6. Halbleiterbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Zählerstand des
Zählers (45) in der Speichereinheit (49) gespeichert wird und der Zähler (49) vor
dem jeweiligen Beginn des Zählens den Zählerstand aus der Speichereinheit ausliest.
7. Halbleiterbauteil nach Anspruch 6, wobei der Zählerstand durch an den Antennenschlüssen
(A1, A2) empfangenen Signale programmiert werden kann.
8. Halbleiterbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche wobei in der Speichereinheit
(49) Speicherplatz für Kennwerte vorgesehen ist, die die Abhängigkeit des Ausgabesignals
von den Betriebsstunden beschreibt, und dass die Kennwerte durch die Empfangseinheit
(42) verändert werden können.
9. Halbleiterbauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die weiterhin aufweist:
einen Antennentreiber (55), der dazu eingerichtet ist, Daten aus der Speichereinheit
(49) auszulesen und die Antennenanschlüsse zum Übertragen dieser Daten zu treiben.
10. Leuchte mit einem Halbleiterbauteil (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Halbleiterbauteil (4) mit einem Steuer-Eingangsanschluss eines Leuchten-Treibers
(5) verbunden ist.