ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK
[0001] Die Erfindung betrifft eine Sensoreinheit zur Anbringung an einem Flüssigkeitsspender
sowie einen Flüssigkeitsspender mit einer derartigen Sensoreinheit.
[0002] Eine Sensoreinheit im Sinne der Erfindung ist eine separat handhabbare Einheit, die
zur Ankoppelung an einem Flüssigkeitsspender vorgesehen ist und die mindestens einen
Sensor aufweist, der zur Erfassung der Handhabung des Flüssigkeitsspenders geeignet
ist. Ein solcher Sensor kann beispielsweise als Bewegungssensor ausgebildet sein,
der die Bewegung des Flüssigkeitsspenders erfasst, oder als Kraft- oder Drucksensor,
der die Betätigung des Spenders zum Zwecke des Flüssigkeitsaustrags erfasst.
[0003] Die gattungsgemäße Sensoreinheit ist zur lösbaren Anbringung am Bodenabschnitt eines
Flüssigkeitsspeichers vorgesehen. So ist es möglich, die Sensoreinheit nacheinander
oder ggf. auch im Wechsel an verschiedenen Flüssigkeitsspeichern verschiedener Flüssigkeitsspender
zu nutzen. Ist ein Flüssigkeitsspeicher leer, so kann die Sensoreinheit hiervon gelöst
werden, der Flüssigkeitsspeicher oder der gesamte Flüssigkeitsspender mitsamt Flüssigkeitsspeicher
ausgetauscht werden und die Sensoreinheit an einem neuen Flüssigkeitsspeicher befestigt
werden.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sensoreinheit zur Verfügung zu stellen, die den
genannten Wechsel des Flüssigkeitsspeichers in zuverlässiger Art und Weise ermöglicht.
Aufgabe der Erfindung ist es weiterhin, einen Flüssigkeitsspender mit einer solchen
Sensoreinheit zur Verfügung zu stellen.
[0005] Erfindungsgemäß wird eine Sensoreinheit gattungsgemäßer Art vorgeschlagen, die zur
Befestigung am Bodenabschnitt eines Flüssigkeitsspeichers vorgesehen ist. Diese Sensoreinheit
weist mindestens einen Sensor auf, der geeignet ist, die Handhabung des Flüssigkeitsspenders
zu erfassen, insbesondere dessen Bewegung und/oder dessen Betätigung.
[0006] Eine erfindungsgemäße Sensoreinheit weist eine ringförmige Wandstruktur auf, die
einen durch einen Aufnahmeraumboden bodenseitig geschlossenen Aufnahmeraum zur Aufnahme
des Bodenabschnitts des Flüssigkeitsspeichers umgibt. Der Aufnahmeraum ist vorzugsweise
im wesentlichen rotationssymmetrisch und weiterhin vorzugsweise zur Aufnahme von Flüssigkeitsspeichern
mit kreiszylindrischer Mantelfläche ausgebildet. Die Wandstruktur kann umlaufend geschlossen
sein. Sie kann jedoch auch Unterbrechungen aufweisen oder durch eine Mehrzahl von
Wandsegmenten gebildet sein.
[0007] Der Aufnahmeraum ist nach oben offen und dient dem Einschieben des Bodenabschnitts
des Flüssigkeitsspeichers von diesem offenen Ende aus. Der Flüssigkeitsspeicher wird
im Bereich des Aufnahmeraums mit der Sensoreinheit in lösbarer Art und Weise gekoppelt.
[0008] Hierfürwerden erfindungsgemäß vier Varianten vorgeschlagen, die auch in Kombination
verwendbar sind, um einen möglichst sicheren Halt der Sensoreinheit am Flüssigkeitsspeicher
zu gewährleisten. Den Varianten ist gemein, dass sie die Wiederverwendung der Sensoreinheit
mit wiederholt gewechselten Flüssigkeitsspeichern gestatten.
[0009] Gemäß der ersten Variante ist ein Klebeelement vorgesehen, welches zwischen dem Aufnahmeraumboden
und dem Bodenabschnitt des Flüssigkeitsspeichers angeordnet ist und den Flüssigkeitsspeicher
derart im Aufnahmeraum sichert.
[0010] Gemäß der zweiten Variante ist an der Innenseite der ringförmigen Wandstruktur mindestens
eine nach innen weisende und radial verlagerbare Klemmfläche zur sichernden Anlage
an einer Mantelfläche des Flüssigkeitsspeichers vorgesehen.
[0011] Gemäß der dritten Variante ist an der Innenseite der ringförmigen Wandstruktur eine
umlaufende Dichtung vorgesehen, die zur Anlage an einer Mantelfläche des Flüssigkeitsspeichers
vorgesehen ist und die gemeinsam mit der Mantelfläche und dem Bodenabschnitt des Flüssigkeitsspeichers
einen isolierten Druckraum begrenzt.
[0012] Gemäß der vierten Variante ist an der Innenseite der ringförmigen Wandstruktur eine
Gewindestruktur vorgesehen, die zur sichernden Anlage an einer Mantelfläche des Flüssigkeitsspeichers
vorgesehen, wobei die Gewindestruktur einen Innendurchmesser aufweist, der kleiner
als ein Außendurchmesser der Mantelfläche ist.
[0013] Nachfolgend werden Besonderheiten und Details der vier Varianten beschrieben.
[0014] Bei der ersten Variante ist ein Klebeelement vorgesehen, welches mindestens an einer
Kontaktfläche klebend befestigt ist. Diese mindestens eine Kontaktfläche kann am Bodenabschnitt
des Flüssigkeitsspeichers oder am Aufnahmeraumboden des Aufnahmeraums vorgesehen sein.
Die nach innen weisende Seite der Wandstruktur ist vorzugsweise frei von klebefähigen
Flächen, so dass ausschließlich am Bodenabschnitt eine klebende Verbindung geschaffen
ist. Dies erleichtert die Handhabung und gestattet die Verwendung der Sensoreinheit
mit Flüssigkeitsspeichern unterschiedlicher Durchmesser.
[0015] Wenngleich Gestaltungen möglich sind, bei denen das Klebeelement an der jeweils anderen
Kontaktfläche ohne Klebeverbindung angebracht ist, ist es bevorzugt, wenn das Klebeelement
als beidseitig mit Klebeflächen versehenes Klebeelement ausgebildet ist, so dass es
sowohl an der Kontaktfläche des Bodenabschnitts als auch des Aufnahmeraumbodens klebend
befestigt ist.
[0016] Im Falle der Verwendung eines beidseitig mit Klebeflächen versehenen Klebeelements
wird es als bevorzugt angesehen, wenn die am Aufnahmeraumboden anhaftende Klebefläche
eine größere Trennkraft als die am Bodenabschnitt des Flüssigkeitsspeichers anhaftende
Klebefläche aufweist. Das Klebeelement verbleibt daher beim Trennen der Sensoreinheit
vom Flüssigkeitsspeicher an der Sensoreinheit haften und wird bestimmungsgemäß wiederverwendet,
falls die verbleibende Klebekraft dies gestattet. Die größere Trennkraft auf der Seite
des Bodenabschnitts kann unter anderem durch die Gestaltung der jeweiligen Oberflächen
und/oder durch eine unterschiedlich große Kontaktfläche bewirkt werden.
[0017] Insbesondere kann das Klebeelement aus einem Polymer-Gel mit haftenden Eigenschaften
gebildet sein. Derartige Klebeelemente bewahren ihre Haftkraft über lange Zeit und
sind daher besonders gut für die Wiederverwendbarkeit geeignet.
[0018] Das Klebeelement ist vorzugsweise derart angeordnet, dass es am Aufnahmeraumboden
anliegt. Es kann diesen flächig überdecken. Bevorzugt ist jedoch eine ringförmige
Struktur mit einem mittigen Ausschnitt. Dies erleichtert die Montage. Zudem ist im
Falle üblicher Bodenabschnitte von Flüssigkeitsspeichern, die über eine zentrale Vertiefung
verfügen, in der Mitte kein Anhaften möglich, so dass die Ringstruktur keine Verschlechterung
der Haltekraft bewirkt.
[0019] Im Falle der zweiten Variante ist mindestens eine radial verlagerbare Klemmfläche
im Bereich der Wandstruktur der Sensoreinheit vorgesehen, die sich durch radiale Verlagerung
an der Mantelfläche des Flüssigkeitsspeichers anlegt und diese derart einklemmt, dass
eine Trennung des Flüssigkeitsspeichers von der Sensoreinheit ausreichend erschwert
wird, um bei üblicher Belastung im Alltag hieran gesichert zu bleiben.
[0020] Mindestens müssen zur Erzielung der gewünschten Klemmwirkung zwei Klemmflächen vorgesehen
sein, von denen allerdings nur eine radial beweglich sein muss. Von Vorteil ist es,
wenn mehr als zwei Klemmflächen vorgesehen sind, so dass der Flüssigkeitsspeicher
hierdurch sicherer gehalten ist. Die mindestens zwei Klemmflächen drücken in einem
klemmenden Zustand von außen auf die Mantelfläche des Flüssigkeitsspeichers, so dass
der Flüssigkeitsspeicher reibschlüssig durch die Klemmflächen gehalten wird. Zusätzlich
können die Klemmflächen auch einen Formschluss bewirken, sofern der Bodenabschnitt
des Flüssigkeitsspeichers einen vergrößerten Querschnitt aufweist, oberhalb dessen
die Klemmflächen an der Mantelfläche anliegen.
[0021] Diese zweite Variante umfasst sowohl Ausgestaltungen, bei denen die Klemmfläche oder
die Klemmflächen durch ein Schaltmittel ausgelenkt werden können, damit nachfolgend
der Flüssigkeitsspeicher in den Aufnahmeraum eingesetzt wird, als auch Ausgestaltungen,
bei denen die Klemmflächen durch das Einschieben des Flüssigkeitsspeicher ausgelenkt
werden.
[0022] Vorzugsweise sind die Klemmflächen derart gegeneinander verlagerbar, dass Flüssigkeitsbehälter
mit unterschiedlichen Durchmessern sicher gehalten werden können. Insbesondere vorzugsweise
ist dabei vorgesehen, dass mindestens Flüssigkeitsspeicher mit um 5% voneinander abweichendem
Durchmesser sicher gehalten werden können.
[0023] Eine mögliche Gestaltung der zweiten Variante der Erfindung sieht vor, dass mehrere
diskrete Klemmflächen umfänglich verteilt vorgesehen sind, insbesondere zwei, vier,
sechs oder acht Klemmflächen. Unter diskreten Klemmflächen wird verstanden, dass zwischen
diesen Klemmflächen jeweils Bereiche vorgesehen sind, in denen die Sensoreinheit nicht
an der Mantelfläche anliegt. Die diskreten Klemmflächen sind jedoch dennoch vorzugsweise
zumindest zum Teil Abschnitte eines einstückigen Bauteils. Wie oben erläutert, müssen
nicht alle Klemmflächen radial verlagerbar sein. Vorzugsweise jedoch ist vorgesehen,
dass alle Klemmflächen radial verlagerbar sind, bspw. mittels eines gemeinsamen Spanngliedes,
wie im Weiteren noch erläutert wird.
[0024] Eine alternative Gestaltung sieht vor, dass die mindestens eine Klemmfläche durch
eine einzige um mehr als 180° die Mantelfläche umspannende oder eine schraubenförmigen
Klemmfläche gebildet wird. Eine solche Klemmfläche kann die Klemmwirkung entfalten,
indem sie aufgrund elastischer Verformung umlaufend oder über einen großen Winkelbereich
eine radiale Kraft auf den Flüssigkeitsspeicher ausübt. So kann eine um mehr als 180°
die Mantelfläche umgreifende Klemmfläche allein die gewünschte Klemmwirkung entfalten.
Eine schraubenförmige Klemmfläche mit mindestens einer Windung kann umlaufend an der
Mantelfläche des Flüssigkeitsspeichers anliegen.
[0025] Vorzugsweise ist die mindestens eine Klemmfläche an einem zumindest partiell radial
elastisch auslenkbaren Klemmelement vorgesehen. Dies gestattet es, ohne zusätzliches
Schaltmittel den Flüssigkeitsspeicher gegen die Rückstellkraft des Klemmelements in
den Aufnahmeraum einzuschieben. Wenn ein Schaltmittel vorhanden ist, sind auch Gestaltungen
möglich, bei denen es nicht auf die Elastizität der Bauteile des Klemmmechanismus
ankommt.
[0026] Bei einer baulich vergleichsweise einfach gestalteten Variante ist vorgesehen, dass
mindestens ein Klemmelement als einstückig mit der ringförmigen Wandstruktur ausgebildetes
Klemmelement ausgebildet ist. Insbesondere können mehrere oder alle Klemmelemente
einstückig mit der Wandstruktur ausgebildet sein. Eine solche einstückige Gestaltung
ist zur Erzielung eines geringen Herstellungspreises vorteilhaft. Die einstückig mit
der Wandstruktur vorgesehenen Klemmelemente sind vorzugsweise mit einem radial komprimierbaren
Verformungsbereich versehen. Dieser Vorformungsbereich ist dabei insbesondere vorzugsweise
durch einstückige Teilabschnitte der Wandstruktur gebildet.
[0027] Alternativ zu einersolchen einstückigen Gestaltung kann auch mindestens ein von der
ringförmigen Wandstruktur getrenntes Klemmelementvorgesehen sein, welches relativ
zur ringförmigen Wandstruktur auslenkbar oder aufweitbar ist, um ein Einsetzen des
Flüssigkeitsspeichers zu gestatten. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass
das Klemmelement durch ein Schaltmittel manuell ausgelenkt oder aufgeweitet wird,
bevor anschließend der Flüssigkeitsspeicher in den Aufnahmeraum eingeführt wird.
[0028] Bei einer möglichen Gestaltung dessen ist dieses Klemmelement als aufweitbarer Ring
ausgebildet, der den Flüssigkeitsspeicher zumindest zum überwiegenden Teil umgibt,
oder als aufweitbare Schenkelfeder, die den Flüssigkeitsspeicher mindestens einfach
umgibt. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass ein Ende des Rings oder der Schenkelfeder
ortsfest zur ringförmigen Wandstruktur oder direkt an dieser Wandstruktur befestigt
ist und das andere Ende des Rings oder der Schenkfeder zur Aufweitung des Rings oder
der Schenkelfeder beweglich ist, wobei dieses andere Ende vorzugsweise mit einer Handhabe
verbunden ist, um das Ende bequem in Umfangsrichtung verlagern zu können und hierdurch
den Innendurchmesser des Rings oder der Schenkelfeder elastisch aufzuweiten.
[0029] Eine andere bevorzugte Bauweise sieht vor, dass mindestens zwei Klemmflächen vorgesehen
sind, die einander gegenüberliegend an der Innenseite eines umlaufenden Klemmrings
angeordnet sind. Dieser Klemmring weist im maximal elastisch entspannten Zustand eine
ovale Formgebung auf, die durch mittelbare oder unmittelbare radiale Kraftbeaufschlagung
elastisch in Richtung einer kreisrunden Formgebung verformbar ist. Die ovale Formgebung
weist eine kleine Halbachse auf, die kleiner als der Durchmesser des Flüssigkeitsspeichers
ist. Aus dieser Bauweise ergibt sich, dass der Klemmring durch externe Kraftbeaufschlagung
derart verformbar ist, dass der Flüssigkeitsbehälter kraftlos eingeschoben werden
kann. Entfällt die externe Kraftbeaufschlagung, legt er sich an den Flüssigkeitsbehälter
an und klemmt diesen hierdurch ein.
[0030] Wenngleich ein einzelner derartiger Klemmring bereits eine ausreichende Kraft zum
Einklemmen des Flüssigkeitsspeichers entfalten kann, ist es von Vorteil, wenn mindestens
zwei und insbesondere vorzugsweise genau zwei derartige Klemmringe vorgesehen sind.
[0031] Diese Klemmringe sind vorzugsweise gegeneinander rotativ versetzt angeordnet oder
in eine rotativ versetzte Anordnung verdrehbar, so dass der Flüssigkeitsspeicher im
eingeklemmten Zustand von mindestens vier umfänglich verteilten Klemmflächen eingeklemmt
ist. Bei einer Gestaltung, bei der die Klemmringe verdrehbarsind, kann vorgesehen
sein, dass die Klemmringe in übereinstimmender Winkelstellung zur Einfügung des Flüssigkeitsspeichers
verformt werden und nach dem Festklemmen des Flüssigkeitsspeichers einer der Klemmringe
verdreht wird, beispielsweise um 90°.
[0032] Vorzugsweise können die die Klemmringe jedoch derart angeordnet sein, dass die größeren
Halbachsen der jeweils maximal entspannten ovalen Formgebungen gegeneinander um einen
festen Winkel angestellt sind, vorzugsweise um 90°. Im Falle einer solchen Anordnung
findet auch die Kraftbeaufschlagung zum Zwecke des Aufweitens in Richtung einer runden
Form um diesen Winkel versetzt statt.
[0033] Zur Kraftbeaufschlagung des mindestens einen Klemmrings können Schaltelemente zur
manuellen Kraftbeaufschlagung vorgesehen sein, wobei diese Schaltelemente vorzugsweise
durch die ringförmige Wandstruktur hindurchragen und/oder wobei diese Schaltelemente
vorzugsweise einstückig an den jeweiligen Klemmringen angebracht sein können.
[0034] Diese Schaltelemente sind vorzugsweise zum Zwecke der Verformung der Ringelemente
radial eindrückbare Schaltelemente. Die Schaltelemente können insbesondere an einander
gegenüberliegenden Enden der ovalen Ringform fluchtend mit der großen Halbachse des
Ovalform vorgesehen sein.
[0035] Insbesondere bei einer Gestaltung mit zwei versetzten Klemmringen, aber auch bei
einer Gestaltung mit nur einem Klemmring, kann es von Vorteil sein, wenn zur Kraftbeaufschlagung
des mindestens einen Klemmrings mindestens ein gegenüber der Wandstruktur bewegliches
Schaltelement vorgesehen ist, welches als gegenüber dem Klemmring separates Bauteil
ausgebildet ist. An der Innenseite dieses vom Klemmring separaten Schaltelements ist
bei einer bevorzugten Gestaltung eine Kraftbeaufschlagungsfläche zur Kraftbeaufschlagung
des mindestens einen Klemmrings vorgesehen.
[0036] Bei einer solchen Gestaltung ist demnach ein separates Bauteil vorgesehen, welches
unmittelbar vom Nutzer manuell kraftbeaufschlagt wird und mittelbar hierdurch den
Klemmring oder die Klemmringe kraftbeaufschlagt. Insbesondere kann vorzugsweise vorgesehen
sein, dass das genannte Schaltelement als drehbarer und vorzugsweise umlaufender Schaltring
ausgebildet ist. Dieser Schaltring wird bestimmungsgemäß zum Zwecke des Aufweitens
des mindestens einen Klemmrings verdreht. Die am Schaltelement vorgesehene Kraftbeaufschlagungsfläche
ist vorzugsweise eine gegenüber der Drehrichtung schräggestellte Gleitfläche, so dass
mittelbar eine radiale Verlagerung des Klemmrings und hiermit einhergehend eine Verformung
stattfindet. Im Falle von zwei versetzten Klemmringen kann ein Schaltelement als gemeinsames
Schaltelement durch entsprechende Gleitflächen beide Klemmringe gleichzeitig verformen
und somit den zum Einschub des Flüssigkeitsspeichers geeigneten nicht klemmenden Zustand
besonderes bequem herstellen.
[0037] Eine andere Ausgestaltung der zweiten Variante der Erfindung sieht vor, dass die
Klemmfläche durch eine innenseitige Fläche eines Klemmelements gebildet ist, das aus
einem elastisch komprimierbaren Material besteht und vorzugsweise eine umlaufende
Hülsenstruktur aufweist. Insbesondere kann hier Schaumstoff oder ein ähnliches Material
Verwendung finden. Die Stauchhärte des Materials liegt vorzugsweise bei maximal 6
Kilopascal. Die Dicke des Materials im unkomprimierten Zustand liegt vorzugsweise
bei mindestens 0,5 mm, insbesondere vorzugsweise bei mindestens 1 mm. Auch größere
Dicken können zweckmäßig sein, insbesondere um die Nutzbarkeit der Sensoreinheit für
Flüssigkeitsspeicher mit unterschiedlichem Durchmesser zu verbessern.
[0038] Beim Eindrücken des Flaschenkörpers wird das Material des Klemmelements komprimiert,
so dass es anschließend eine Klemmkraft auf den Flaschenkörper ausübt. Das insbesondere
hülsenförmige Klemmelement oder die mehreren Klemmelemente sind an der Innenseite
der Wandstruktur der Wandstruktur vorgesehen.
[0039] Von Vorteil kann eine Kombination mit dem oben genannten Klebeelement sein, so dass
der Flüssigkeitsspeicher einerseits vom Klebeelement durch die Klebewirkung gehalten
und andererseits seitlich von dem komprimierbaren Klemmelement gestützt und reibschlüssig
gehalten ist.
[0040] Eine weitere Gestaltung der zweiten Variante der Erfindung sieht vor, dass eine zumindest
auch axial bewegliche Spannhülse vorgesehen ist, wobei die Spannhülse insbesondere
eine Gewindehülse sein kann, die in einer überlagerten rotativen und axialen Bewegung
verlagerbar ist. Die Gewindehülse ist vorzugsweise außenseitig mit einer Grifffläche
versehen, um manuell gedreht zu werden, so dass mittelbar die axiale Verlagerung stattfindet.
[0041] Weiterhin ist gemäß dieser Gestaltung eine Mehrzahl von Klemmflächen vorgesehen,
die durch axiale Verlagerung der Spannhülse radial verlagert werden, um sich von außen
an die Mantelfläche des Flüssigkeitsspeichers anzulegen und diesen einzuklemmen. Diese
Klemmelemente können an einem von der Spannhülse getrennten Bauteil vorgesehen sein.
Insbesondere vorzugsweise sind sie jedoch an der Spannhülse selbst vorgesehen.
[0042] Die radiale Verlagerung der Klemmflächen erfolgt insbesondere über einen Keiltrieb,
durch den die axiale Bewegung der Spannhülse in die radiale Bewegung der Klemmflächen
überführt wird.
[0043] Gemäß der dritten Variante ist die Sensoreinheit derart ausgebildet, dass sie gemeinsam
mit dem Flüssigkeitsspeicher einen zumindest temporär isolierten Druckraum bildet.
Dieser Druckraum hält den Flüssigkeitsspeicher dadurch, dass beim Herausziehen des
Flüssigkeitsspeichers ein Unterdruck im Druckraum gebildet oder verstärkt wird, der
das Herausziehen erschwert. Im einfachsten Falle ist die Sensoreinheit mit einer Dichtlippe
versehen, die beim Einschieben des Flüssigkeitsspeichers den Druckraum isoliert, jedoch
den entstehenden Überdruck zumindest zum Teil durch kurzes Ablösen der Dichtlippe
von der Mantelfläche abbaut. Hierdurch wird erreicht, dass ein anschließendes Herausziehen
den beschriebenen Unterdruck entstehen lässt.
[0044] Eine mögliche zusätzliche Maßnahme sieht vor, dass der Druckraum einen volumetrisch
veränderlichen Teilraum aufweist, dessen Volumen mittels eines Schaltelements manuell
änderbar ist. Dies gestattet es, das Einschieben des Flüssigkeitsspeichers bei minimalem
Volumen des Teilraums vorzunehmen und nach erfolgtem Einschieben den Teilraum zu vergrößern,
so dass der Unterdruck hierdurch erhöht wird.
[0045] Eineandere Möglichkeit zur Weiterbildung der dritten Variante einer erfindungsgemäßen
Sensoreinheit liegt darin, einen Druckausgleichskanal vorzusehen, der den Druckraum
mit einer Umgebung verbindet, wobei weiterhin ein manuell schaltbares Ventil vorgesehen
ist, mittels dessen der Druckausgleichskanal geschlossen werden kann, so dass der
Druckraum hierdurch isoliert wird.
[0046] Dies gestattet es, den durch die Sensoreinheit und die Außenseite des Flüssigkeitsspeichers
begrenzten Druckraum während des Einschiebens des Flüssigkeitsspeichers mit der Umgebungzu
verbinden, so dass hier kein oder nur ein geringer Überdruck entsteht. Sobald der
Flüssigkeitsspeicher eingeschoben ist, wird das Ventil geschossen, so dass der Druckraum
isoliert ist und einer Zugkraft am Flüssigkeitsspeicher ein Unterdruck entgegenwirkt.
Soll der Flüssigkeitsspeicher gewechselt werden, so wird das Ventil geöffnet und der
Flüssigkeitsspeicher kann bei gleichzeitigem Druckausgleich leicht herausgezogen werden.
Das Ventil ist vorzugsweise durch eine Federkraft in die geschlossene Stellung gedrückt
und wird durch manuelle Kraftbeaufschlagung geöffnet.
[0047] Gemäß der vierten Variante ist die Sensoreinheit mit einer als Innengewinde ausgebildeten
Gewindestruktur ausgebildet. Die Gewindestruktur kann aus einzelnen helixförmigen
Abschnitten oder aus einem oder mehreren durchgehenden Gewindegängen gebildet sein.
Der Flüssigkeitsspeicher kann im Bereich der Mantelfläche korrespondierende Vertiefungen
in Art eines Außengewindes vorsehen, die bereits bei der Herstellung hier eingebracht
sind. Von Vorteil ist es jedoch, wenn der Flüssigkeitsspeicher eine kreiszylindrische
Mantelfläche aufweist, da dies bei nicht spezifisch auf Sensoreinheiten angepassten
Flüssigkeitsspeichern üblicherweise gegeben ist. Die Mantelfläche wird dann beim Aufschrauben
der Sensoreinheit zumindest in geringem Maße im Bereich der Gewindestruktur der Sensoreinheit
komprimiert. Auch ist es möglich, die Gewindestruktur an der Sensoreinheit derart
scharfkantig auszugestalten, dass sie beim Aufschrauben auf den Flüssigkeitsspeicher
hier ein Gewinde hineinschneidet.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0048] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung,
die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind.
Fig. 1A und 1B zeigen den Grundaufbau einer erfindungsgemäßen Sensoreinheit.
Fig. 2A bis 2D zeigen die bestimmungsgemäße Verwendung der Sensoreinheit als Teil
eines Flüssigkeitsspenders mit Sensoreinheit.
Fig. 3A bis 3C zeigen eine Sensoreinheit gemäß der ersten Variante der Erfindung.
Fig. 4A bis 4C zeigen eine Sensoreinheit gemäß der zweiten Variante der Erfindung,
bei der elastisch auslenkbare Klemmflächen umfänglich verteilt vorgesehen sind.
Fig. 5A bis 5C zeigen eine Sensoreinheit gemäß der zweiten Variante der Erfindung,
bei der eine Klemmfläche durch die Innenseite einer Schenkelfeder gebildet wird.
Fig. 6A bis 6C zeigen eine Sensoreinheit gemäß derzweiten Variante der Erfindung,
bei der eine elastisch komprimierbare Hülse vorgesehen ist, deren Innenseite eine
Klemmfläche bildet.
Fig. 7A bis 7D zeigen eine Sensoreinheit gemäß der zweiten Variante der Erfindung,
bei der ein verformbarer Ovalring Klemmflächen aufweist.
Fig. 8A bis 8D zeigen eine Sensoreinheit gemäß derzweiten Variante der Erfindung,
bei der zwei verformbare Ovalringe Klemmflächen aufweisen.
Fig. 9A bis 9D zeigen eine Sensoreinheit gemäß der zweiten Variante der Erfindung,
bei der zwei verformbare Ovalringe Klemmflächen aufweisen und zusätzlich ein Schaltelement
zur gemeinsamen Handhabung der Ovalringe vorgesehen ist.
Fig. 10A bis 10C zeigen eine Sensoreinheit gemäß der zweiten Variante der Erfindung,
bei der eine axial verlagerbare Spannhülse Klemmflächen aufweist.
Fig. 11A bis 11C zeigen eine Sensoreinheit gemäß der dritten Variante der Erfindung,
bei der eine Druckkammer der Sensoreinheit über einen Druckausgleichskanal mit der
Umgebung verbindbar ist.
Fig. 12A bis 12C zeigen eine Sensoreinheit gemäß der dritten Variante der Erfindung,
bei der die Druckkammer eine volumetrisch veränderliche Teilkammer aufweist.
Fig. 13A und 13B zeigen eine Sensoreinheit gemäß der vierten Variante der Erfindung,
bei der die Sensoreinheit ein Innengewinde aufweist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0049] Die Fig. 1A und 1B zeigen eine erfindungsgemäße Sensoreinheit 10, die bestimmungsgemäß
am Bodenabschnitt 104 des Flüssigkeitsspeichers 102 eines Flüssigkeitsspenders 100
angebracht wird. Die Fig. 1A und 1B sowie die nachfolgenden Fig. 2A bis 2D dienen
zunächst dem Zweck, die grundsätzliche Funktionsweise zu verdeutlichen. Die jeweiligen
Fixierungsmittel zur Befestigung des Bodenabschnitts 104 des Flüssigkeitsspeichers
102 sind in den weiteren Figuren dargestellt.
[0050] Die grundsätzliche Bauform einer erfindungsgemäßen Sensoreinheit 10 sieht entsprechend
Fig. 1A vor, dass die Sensoreinheit 10 eine in etwa napfartige Struktur mit einem
Aufnahmeraumboden 14 und einer umgebenden Wandstruktur 12 aufweist. Wenngleich die
Wandstruktur 12 in den Ausführungsbeispielen als umlaufende Wandstruktur dargestellt
ist, sind auch Bauweisen möglich, bei denen in der Wandstruktur Unterbrechungen vorgesehen
sind. So können beispielsweise drei sich jeweils über 90° erstreckende Elemente, die
voneinander umfänglich beabstandet sind, ebenfalls eine Wandstruktur im Sinne der
Erfindung bilden.
[0051] Wie anhand derschematischen Schnittdarstellung der Fig. 1B verdeutlicht, weist eine
erfindungsgemäße Sensoreinheit 10 elektronische Komponenten auf, die der Erfassung
der Handhabung des Flüssigkeitsspenders 100 dienen. Exemplarisch dargestelltsind in
Fig. 1B eine Platine 20, auf dereine Batterie 21, ein Mikroprozessor 22, Sensoren
23 bis 25, ein Funkkommunikationsmodul 26 sowie eine Status-LED 27 vorgesehen sind.
Diese elektronischen Komponenten sind in einem Bodenbereich der durch ein Gehäuse
18 außenseitig begrenzten Sensoreinheit 10 angeordnet.
[0052] Die elektronischen Komponenten gestatten die Erfassungvon Sensordaten, um fürdie
Handhabung und/oder Betätigung des Flüssigkeitsspenders charakteristische Sensordaten
und Sensordatenverläufe zu erfassen. Im vorliegenden Fall sind diese Sensoren exemplarisch
ein Bewegungssensor 23, der die Lage und Beschleunigung der Sensoreinheit 10 erfassen
kann, ein akustischer Sensor 24, der Geräusche im Zusammenhang mit der Betätigung
oder Handhabung erfassen kann, sowie ein Temperatursensor 25, der beispielsweise genutzt
werden kann, um einen Temperaturanstieg im Zusammenhang mit dem Ergreifen des Spenders
zu detektieren. Der Mikroprozessor 22 verarbeitet die Daten der Sensoren, wobei im
einfachsten Falle diese Verarbeitung sich auf einen drahtlosen Versand über die Kommunikationseinrichtung
26 beschränken kann, beispielsweise der Versand an ein Smart Phone des Anwenders oder
an einen Auswertungsserver. Bei anderweitigen Ausgestaltungen ist auch denkbar, dass
der Mikroprozessor 22 selbst die Auswertung der Daten durchführt, ohne dass es hierfür
der Kommunikation mit einem externen System bedarf.
[0053] Die Erfassung der Daten zur Handhabung kann verschiedenen Zwecken dienen. Insbesondere
kann die Erfassung der Erkennung von Nutzungsvorgängen und der Überprüfung der richtigen
Handhabung durch den Anwender dienen.
[0054] So ist es beispielsweise möglich, zu überwachen, ob ein Patient Medikamente gemäß
Medikationsplan einnimmt. Dies kann insbesondere auch zweckmäßig sein, um eine hohe
Datenqualität bei klinischen Studien zu erzielen. Ebenfalls ist es möglich, eine Sensoreinheit
10 der beschriebenen Art zu verwenden, um hierüberein Zählwerk zu realisieren, mittels
dessen der Anwender abschätzen kann, wie viele Applikationen mit der Flüssigkeit im
Flüssigkeitsspeicher 102 noch möglich sind. Bei Gestaltung als Zählwerk ist es von
Vorteil, wenn zusätzlich zu den beschriebenen elektronischen Komponenten auch eine
Anzeigeeinrichtung vorgesehen ist.
[0055] Die Fig. 2A bis 2D verdeutlichen die bestimmungsgemäße Verwendung einer Sensoreinheit
10. Im Rahmen dieser Verwendung wird, wie in Fig. 2A dargestellt, ein Flüssigkeitsspender
100 mit dem Bodenabschnitt 104 seines Flüssigkeitsspeichers 102 in den Aufnahmeraum
16 der Sensoreinheit 10 eingeschoben, wo mittels der im Weiteren noch beschriebenen
Mittel ein fester Halt gewährleistet ist. Bei manchen der im Folgenden beschriebenen
Gestaltungen ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit zwischen einem klemmenden und
einem nicht klemmenden Zustand manuell umschaltbar ist. Der Flüssigkeitsspeicher 102
wird in solchen Fällen eingeschoben, nachdem zunächst der nicht klemmende Zustand
bewirkt wurde. Anschließend wird die Sensoreinheit 10 dann in den klemmenden Zustand
überführt. Bei anderen Gestaltungen erfolgt das Einschieben ohne vorherige Vorbereitung
der Sensoreinheit 10, beispielsweise indem elastisch auslenkbare Elemente beim Einschieben
selbst ausgelenkt werden und dann eine Klemmkraft auf den eingeschobenen Flüssigkeitsspeicher
102 ausüben.
[0056] Im gekoppelten Zustand, der in Fig. 2B dargestellt ist, kann der Medikamentenspender
bestimmungsgemäß verwendet werden, wobei die Sensoreinheit aufgrund der Befestigung
am Flüssigkeitsspeicher stets mitbewegt wird. Eine Verwendung des Flüssigkeitsspenders
100 ist exemplarisch für einen Tropfenspender in Fig. 2C verdeutlicht. Der Flüssigkeitsspeicher
102 ist im Falle dieses Ausführungsbeispiels als Quetschflasche ausgebildet. Wenn
in der dargestellten Überkopflage des Flüssigkeitsspenders 100 mit angekoppelter Sensoreinheit
10 die Mantelfläche 106 des Flüssigkeitsspeichers 102 beidseitig kraftbeaufschlagt
wird, so kann hierdurch ein Tropfenaustrag bewirkt werden.
[0057] Sobald der Flüssigkeitsspeicher 102 leer ist, wird der Flüssigkeitsspender 100 als
Ganzes von der Sensoreinheit 10 gelöst, wie in Fig. 2D dargestellt ist. Einen ausreichenden
Kraftaufwand vorausgesetzt, ist das Herausziehen des Flüssigkeitsspeichers 102 aus
der Sensoreinheit 10 unproblematisch, je nach Ausgestaltung nach vorheriger Überführung
der Sensoreinheit in den nicht klemmenden Zustand. Grundsätzlich wird angestrebt,
dass bei erfindungsgemäßen Sensoreinheiten die Zugkraft zum Herausziehen des Flüssigkeitsspeichers
102 aus dem befestigten beziehungsweise eingeklemmten Zustand mehr als 5 Newton beträgt,
so dass ein unbeabsichtigtes Trennen üblicherweise nicht zu erwarten ist.
[0058] Nach Entfernen des leeren Flüssigkeitsspeichers kann die Sensoreinheit 10 an einen
neuen Flüssigkeitsspenders 100 angebracht werden.
[0059] Die elektronischen Komponenten sind insbesondere dafür ausgebildet, die Lageänderung
des Flüssigkeitsspenders 100 im Zusammenhang mit einem Austrag zu erkennen. So ist
der Fig. 2C gut zu entnehmen, dass der Spender eine charakteristische Lage einnimmt,
wenn er für den Austrag genutzt wird. Diese Lage und gegebenenfalls Bewegungsabläufe
bis zum Erreichen dieser Lage oder nach dem Erreichen dieser Lage können erkannt werden
und als Zeichen für einen erfolgenden Austrag gewertet werden. Die Sensoreinheit 10
kann Sensoren aufweisen oder mit zusätzlichen Sensoren verbunden werden, um die Betätigung
oder den Austrag selbst zu erfassen, beispielsweise mittels des beschriebenen akustischen
Sensors 24 oder eines baulich von der Sensoreinheit 10 getrennten Sensormoduls zur
Erfassung von Tropfen im Bereich der Austragöffnung 112. Es ist für viele Anwendungsfälle
jedoch ausreichend, lediglich den Bewegungsablauf des Flüssigkeitsspenders 100 mit
angekoppelter Sensoreinheit 10 zu analysieren, um mit ausreichender Sicherheit einen
Austragvorgang zu erfassen.
[0060] Die Fig. 3A bis 3C zeigen eine erste Ausgestaltung einer Sensoreinheit 10 und des
daran angekoppelten Flüssigkeitsspeichers 102 zur Schaffung einer dauerhaften, jedoch
lösbaren, Verbindung. Wie insbesondere anhand der Fig. 3B zu erkennen ist, ist am
Aufnahmeraumboden 14 ein ringförmiges Klebeelement 40 vorgesehen. Dieses weist haftungsfähige
Klebeflächen 42, 44 an seiner Oberseite und Unterseite auf. Insbesondere kann es sich
bei dem Klebeelement 40 um einen Klebstoff aus einem Polymer-Gel mit haftenden Eigenschaften
handeln. Mit der unteren Klebefläche 42 haftet das Klebeelement 40 am Aufnahmeraumboden
14. Mit der oberen Klebefläche 44 haftet das Klebeelement 40 im Zustand der Fig. 3B
am Bodenabschnitt 104 des Flüssigkeitsspeichers 102. Die Ringform erleichtert die
Montage und führt bei den typischerweise mit einer Vertiefung versehenen Bodenabschnitten
104 von üblichen Medikamentenflaschen nicht zu einer deutlichen Verkleinerung der
Kontaktfläche.
[0061] Das Klebeelement 40 ist vorzugsweise aufgrund der größeren Haftfläche oder der jeweiligen
Materialeigenschaften stärker am Aufnahmeraumboden 14 als am Flüssigkeitsspeicher
102 befestigt. Wird der Flüssigkeitsspeicher 102 willentlich aus der Sensoreinheit
10 herausgezogen, so verbleibt das Klebeelement daher an der Sensoreinheit 10. Anschließend
kann ein neuer Flüssigkeitsspender 100 mit Flüssigkeitsspeicher 102 gegen die Klebefläche
44 gedrückt werden, um erneut einen starken Halt zu bewirken. Das bereits genannte
Polymer-Gel mit haftenden Eigenschaften gestattet bei geeigneter Wahl des Polymer-Gels,
üblicherweise mehrfach, insbesondere mindestens fünf Mal bis zehn Mal, die Anbringung
der gleichen Sensoreinheit 10 an neuen Flüssigkeitsspeichern 102, bevor die Klebekraft
dies nicht mehr zulässt. In dem Fall kann der Anwender ein neues Klebeelement 40 verwenden.
[0062] Die Fig. 4A bis 4C zeigen eine Gestaltung der Sensoreinheit 10, bei der an der Innenseite
der Wandstruktur 12 insgesamt zwölf Klemmelemente 66 vorgesehen sind, die einen Verformungsbereich
68 mit gegeneinander angewinkelten Flächenelementen sowie eine innenseitige Klemmfläche
50 aufweisen. Die Klemmflächen 50 sind umfänglich angeordnet, wobei sie im Zustand
der Fig. 4A gemeinsam einen Durchmesser definieren, der geringer als der Durchmesser
des Flüssigkeitsspeichers 102 ist. Wenn der Flüssigkeitsspeicher 102 in der in Fig.
4B ersichtlichen Weise in die Sensoreinheit 10 hineingedrückt wird, so werden die
Verformungsbereiche 68 dabei verformt, da die Klemmflächen 50 radial nach außen gedrückt
werden. Durch diese elastische Verformung der Verformungsbereiche 68 wirkt von den
Klemmelementen 66 jeweils eine Klemmkraft auf die Mantelfläche 106 des Flüssigkeitsspeichers
102, so dass dieser ausreichend gehalten ist.
[0063] Die Fig. 5A bis 5C zeigen eine weitere Gestaltung. Insbesondere anhand von Fig. 5B
ist zu erkennen, dass die Besonderheit dieser Gestaltung der Sensoreinheit 10 darin
liegt, dass eine Schenkelfeder 60 im Randbereich des Aufnahmeraums 16 angeordnet ist.
Ein Schenkelende 60A dieser Schenkelfeder 60 ist fest an der Wandstruktur 12 der Sensoreinheit
10 befestigt. Das andere Schenkelende 60B ist an einer in Umfangsrichtung der Sensoreinheit
10 beweglichen Handhabe 62 befestigt.
[0064] Dies gestattet es, durch Bewegen der Handhabe 62 gegenüber dem Gehäuse 18 entsprechend
dem Pfeil in Fig. 5A der Sensoreinheit 10 die Schenkelfeder 60 zu spannen und hierbei
den Innendurchmesser ihrer Windungen zu vergrößern. In diesem vergrößerten Zustand
kann dann der Flüssigkeitsspeicher 102 ohne erheblichen Kraftaufwand in den Aufnahmeraum
16 eingeschoben werden. Wenn anschließend die Kraftbeaufschlagung der Handhabe 62
entfällt, verringert sich der Innendurchmesser der Schenkelfeder 60 wieder, so dass
die Innenseiten der Windungen, die gleichzeitig Klemmflächen 52 bilden, sich außenseitig
umfänglich an die Mantelfläche 106 des Flüssigkeitsspeichers 102 anlegen. Hierdurch
wird eine große Haltekraft bewirkt, die ein Trennen des Flüssigkeitsspeichers 102
von der Sensoreinheit 10 verhindert, bis durch erneute Verlagerung der Handhabe 62
die Schenkelfeder 60 wieder geweitet wird, um den Flüssigkeitsspeicher 102 zu entnehmen
und durch einen neuen zu ersetzen.
[0065] Wenngleich die dargestellte Schenkelfeder 60 mit 2,5 Windungen dargestellt ist, kann
auch eine geringere Anzahl von Windungen vorgesehen sein. Wenn nur 1,5 Windungen vorgesehen
sind, so kann durch eine Verlagerung des Schenkelendes 60B mittels der Handhabe 62
um nur 20° der Innendurchmesser um etwa 4% vergrößert werden.
[0066] Die Fig. 6A bis 6C zeigen eine Gestaltung, bei der an der Innenseite der Wandstruktur
12 ein Schaumstoffring 70 als Klemmelement eingefügt ist. Dieser Schaumstoffring 70
bildet mit seiner Innenseite eine Klemmfläche 54. Wird der Flüssigkeitsspeicher 102
in den Aufnahmeraum 16 eingeschoben, so wird in der aus Fig. 6B ersichtlichen Weise
der Schaumstoffring 70 radial gestaucht, so dass die erforderliche Haltekraft erzielt
wird. Bei ausreichendem Kraftaufwand kann der Flüssigkeitsspeicher 102 jedoch zum
Wechseln desselben aus der Sensoreinheit 10 und dem dortigen Klemmelement 70 herausgezogen
werden. Das Klemmelement 70 kann an der Wandstruktur 12 in nicht näher dargestellter
Art und Weise durch mechanische Mittel oder auch durch einen Klebstoff fixiert sein.
Alternativ kann der Schaumstoffring 70 auch außenseitig ein gewisses Übermaß aufweisen,
um ohne zusätzliche Fixierungsmittel sicher im Aufnahmeraum 16 zu verbleiben. Dies
hat den Vorteil, dass bei Bedarf der Schaumstoffring 70 gewechselt werden kann.
[0067] Bei der Gestaltung gemäß der Fig. 7A bis 7D ist vorgesehen, dass im Aufnahmeraum
16 ein Klemmelement in Form eines im entspannten Zustand etwa ovalen Klemmrings 74
vorgesehen ist. An zwei gegenüberliegenden Enden dieses Klemmrings 74 sind Schaltelemente
76 vorgesehen, die sich durch nicht näher dargestellte Durchbrechungen derWandstruktur
12 erstrecken und hierdurch von außen kraftbeaufschlagbar sind. Wie in Fig. 7D verdeutlicht
ist, führt eine Kraftbeaufschlagung im Bereich der Schaltelemente 76 aufeinander zu
zu einer Verformung des Klemmrings 74 in Richtung einer eher kreisrunden Form. In
diesem nicht klemmenden Zustand der Fig. 7D kann der Flüssigkeitsspeicher 102 in den
Aufnahmeraum 16 eingeschoben werden. Entfällt dann die Kraftbeaufschlagung der Schaltelemente
76, so kehrt der Klemmring 74 elastisch so weit in seine Ausgangslage zurück, wie
es der eingeschobene Flüssigkeitsspeicher 102 erlaubt. Die Innenseite des Klemmrings
74 bildet, jeweils um 90° versetzt zu den Schaltelementen 76, zwei Klemmflächen 56,
die sich dabei an den Flüssigkeitsspeicher 102 anlegen und diesen einklemmen.
[0068] Soll der Flüssigkeitsspeicher 102 entnommen werden, so werden wiederum die Schaltelemente
76 eingedrückt, die Klemmflächen 56 lösen sich von der Mantelfläche 106 des Flüssigkeitsspeichers
102 und ein weitgehend kraftloses Heranziehen des Flüssigkeitsspeichers 102 aus dem
Aufnahmeraum 16 ist möglich.
[0069] Die Gestaltung der Fig. 8A bis 8D ist ähnlich der Gestaltung der Fig. 7A bis 7D geartet.
Allerdings sind hier zwei Klemmringe 74A, 74B vorgesehen, die gegeneinander um 90°
versetzt sind und die jeweils über Schaltelemente 76A, 76B verfügen. Die Funktionsweise
jedes einzelnen Klemmrings 74A, 74B ist mit dem vorgenannten Ausführungsbeispiel identisch.
Die Besonderheit liegt darin, dass durch die zwei Klemmringe 74A, 74B insgesamt vier
Klemmflächen 56 gebildet sind, die nach Loslassen der Schaltelemente 76A, 76B an der
Außenseite des Flüssigkeitsspeichers 102 anliegen.
[0070] Bei der Gestaltung gemäß der Fig. 9A bis 9D sind wiederum zwei Klemmringe 74A, 74B
vorgesehen, die entsprechend der Gestaltung der Fig. 8A bis 8C um 90° gegeneinander
versetzt sind. Abweichend von der Gestaltung der Fig. 8A bis 8D ist jedoch bei der
Gestaltung der Fig. 9A bis 9D ein Schaltring 78 vorgesehen, dessen Außenseite von
einer Grifffläche 78A gebildet wird und der an seiner Innenseite vier gegenüber der
Tangentialrichtung leicht schräg gestellte Kraftbeaufschlagungsflächen 78B aufweist.
Statt einer unmittelbaren manuellen Kraftbeaufschlagung der Schaltelemente 76A, 76B
der Klemmringe 74A, 74B ist vorgesehen, dass einzig der Schaltring 78 unmittelbar
manuell vom Anwender verlagert wird, nämlich in Art einer Drehbewegung. Mittelbar
werden hierdurch, wie Fig. 9D zeigt, von den Kraftbeaufschlagungsflächen 78B alle
vier Schaltelemente 76A, 76B eingedrückt, so dass mit nur einem einzigem Handgriff
beide Klemmringe 74A, 74B in die eher runde Formgebung der Fig. 9D gebracht werden
können, in der der Flüssigkeitsspeicher 102 einfach eingesetzt und wieder entnommen
werden kann.
[0071] Bei der Gestaltung der Fig. 10A bis 10C ist auf die Wandstruktur 12 der Sensoreinheit
10 eine Spannhülse 82 aufgesetzt, deren Außenseite durch eine Grifffläche 82A gebildet
wird. Die Spannhülse 82 ist mittels eines Gewindes 84 am Gehäuse 18 der Sensoreinheit
10 befestigt. An der Innenseite der Spannhülse 82 sind umfänglich verteilt insgesamt
zwölf Spannarme 86 vorgesehen, deren distales Ende innenseitig durch Klemmflächen
58 gebildet wird. Die Spannarme 86 liegen an einer Keilfläche 19 des Gehäuses an,
wodurch der Spannablauf der Fig. 10D und 10E ermöglicht wird.
[0072] Fig. 10D zeigt den ungespannten und daher nicht klemmenden Zustand, in welchem der
Flüssigkeitsspeicher 102 problemlos eingesetzt werden kann und entnommen werden kann.
Um den Flüssigkeitsspeicher im Aufnahmeraum 16 festzulegen, wird die Spannhülse 80
nach Einsetzen des Flüssigkeitsspeichers 102 auf das Gehäuse 18 weiter aufgeschraubt.
Hierdurch gleiten die Spannarme 86 an der Keilfläche 19 des Gehäuses 18 ab, so dass
sie sich in der in Fig. 10E verdeutlichten Weise von außen an die Mantelfläche des
Flüssigkeitsspeichers 102 anlegen und hierdurch den Flüssigkeitsspeicher 102 sicher
befestigen.
[0073] Bei der Gestaltung gemäß der Fig. 11A bis 11C ist vorgesehen, dass der Aufnahmeraum
16 an der Innenseite der Wandstruktur 12 ein umlaufendes Dichtungselement 90 aufweist.
Dieses Dichtungselement 90 führt dazu, dass der überwiegende Teil des Aufnahmeraums
16 einen gegenüber der Umgebung isolierten Druckraum 92 bildet, wenn der Flüssigkeitsspeicher
102 eingesetzt ist. Herrscht im Druckraum 92 Umgebungsdruck, so bildet sich beim unbeabsichtigten
Herausziehen des Flüssigkeitsspeichers 102 hier ein Unterdruck, der dem Herausziehen
des Flüssigkeitsspeichers 102 entgegenwirkt.
[0074] Zusätzlich ist bei der Gestaltung gemäß den Fig. 11A bis 11C ein Druckausgleichskanal
94 vorgesehen, der durch ein Ventil 96 verschlossen werden kann und aufgrund einer
Federkraft auch üblicherweise verschlossen ist. Durch Drücken eines Knopfes 97 kann
der Druckausgleichskanal 94 jedoch geöffnet werden. In diesem geöffneten Zustand kann
dann der Flüssigkeitsspeicher 102 eingeschoben werden, ohne dass sich im Druckraum
92 ein Überdruck bildet. Ist der Flüssigkeitsspeicher 102 vollständig eingeschoben,
so wird das Ventil 96 geschlossen und der Flüssigkeitsspeicher ist sicher gehalten.
Zusätzlich zu dem sich beim Herausziehen des Flüssigkeitsspeichers bildenden Unterdrucks
im Druckraum 92 bewirkt auch das Dichtungselement 90 als solches, dass das Herausziehen
des Flüssigkeitsspeichers 102 erschwert ist.
[0075] Die Gestaltung der Fig. 12A bis 12C sieht wiederum vor, dass ein Dichtungselement
90 nach Einschieben des Flüssigkeitsspeichers 102 einen gegenüber der Umgebung isolierten
Druckraum 92 schafft. Die Besonderheit ist hier, dass zusätzlich zu dem bereits aus
dem vorangegangenen Beispiel hervorgegangenen Druckraum 92 noch ein zusätzlicher Teilraum
92B vorgesehen ist, dessen Volumen über ein Kolben-Schaltelement 98 veränderbar ist.
Wird dieses Schaltelement beim Einfügen des Flüssigkeitsspeichers mittels eines Knopfes
99 eingedrückt, so ist das Volumen des Teilraums 92B gering.
[0076] Wird der Knopf 99 nach Einfügen des Flüssigkeitsspeichers losgelassen, so vergrößert
sich der Teilraum 92B und der Druck im Druckraum 92 wird verringert, so dass das Herausziehen
des Flüssigkeitsspeichers 102 zusätzlich erschwert ist.
[0077] Fig. 13Aund 13B zeigen eine Sensoreinheit gemäß der vierten Variante der Erfindung.
Die Sensoreinheit 10 weist an der Innenseite der Wandstruktur 12 eine Gewindestruktur
46 auf. Diese weist einen Innendurchmesser auf, der geringer ist als der Außendurchmesser
der Mantelfläche 106 des Flüssigkeitsspeichers 102.
[0078] Im noch nicht gekoppelten Zustand weist der Flüssigkeitsspeicher 102 kein korrespondierendes
Außengewinde auf. Dennoch gestattet er es, die Sensoreinheit 10 aufzuschrauben, wobei
es zu lokalen helixförmigen Komprimierungen an der Außenseite der Mantelfläche 106
kommt. Bei geeigneter Materialwahl und/oder bei ausreichender Scharfkantigkeit der
Gewindestruktur 46 kann sich die Gewindestruktur 46 derart in die Mantelfläche 106
eindrücken, dass hierdurch ein Außengewinde 108 entsteht.
1. Sensoreinheit (10) zur Anbringung an einem Flüssigkeitsspender (100) mit den folgenden
Merkmalen:
a. die Sensoreinheit (10) ist zur wechselbaren Anbringung am Bodenabschnitt (104)
eines Flüssigkeitsspeichers (102) vorgesehen, und
b. die Sensoreinheit (10) weist eine ringförmige Wandstruktur (12) auf, die einen
durch einen Aufnahmeraumboden (14) bodenseitig geschlossenen Aufnahmeraum (16) zur
Aufnahme des Bodenabschnitts (104) des Flüssigkeitsspeichers (102) umgibt, und
c. die Sensoreinheit (10) weist mindestens einen Sensor (23, 24, 25) zur Erfassung
der Handhabung des Flüssigkeitsspenders (100) auf, gekennzeichnet durch eines der folgenden Merkmale:
d. es ist ein Klebeelement (40) vorgesehen, welches zwischen dem Aufnahmeraumboden
(14) und dem Bodenabschnitt (104) des Flüssigkeitsspeichers (102) angeordnet ist und
den Flüssigkeitsspeicher (102) derart im Aufnahmeraum (16) sichert, oder
e. an der Innenseite der ringförmigen Wandstruktur (12) ist mindestens eine nach innen
weisende und radial verlagerbare Klemmfläche (50, 52, 54, 56, 58) zur sichernden Anlage
an einer Mantelfläche (106) des Flüssigkeitsspeichers (102) vorgesehen, oder
f. an der Innenseite der ringförmigen Wandstruktur (12) ist eine umlaufende Dichtung
(90) vorgesehen, die zur Anlage an einer Mantelfläche (106) des Flüssigkeitsspeichers
(102) vorgesehen ist und gemeinsam mit der Mantelfläche (106) und dem Bodenabschnitt
(104) des Flüssigkeitsspeichers (102) einen isolierten Druckraum (92) bildet, oder
g. an der Innenseite der ringförmigen Wandstruktur (12) ist eine Gewindestruktur (46)
vorgesehen, die zur sichernden Anlage an einer Mantelfläche (106) des Flüssigkeitsspeichers
(102) vorgesehen ist, wobei ein Innendurchmesser der Gewindestruktur (46) kleiner
als ein Außendurchmesser der Mantelfläche (106) ist.
2. Sensoreinheit nach Anspruch 1 mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale:
a. das Klebeelement (40) ist als beidseitig mit Klebeflächen (42, 44) versehenes Klebeelement
ausgebildet, wobei vorzugsweise die am Aufnahmeraumboden (14) anhaftende Klebefläche
(42) eine größere Trennkraft als die am Bodenabschnitt (104) des Flüssigkeitsspeichers
(102) anhaftende Klebefläche (44) aufweist, und/oder
b. das Klebeelement (40) besteht aus einem Polymer-Gel mit haftenden Eigenschaften,
und/oder
c. das Klebeelement (40) weist eine Ringform auf.
3. Sensoreinheit (10) nach Anspruch 1 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. es sind mehrere diskrete Klemmflächen (54) umfänglich verteilt vorgesehen, wobei
vorzugsweise mindestens zwei, vier, sechs oder acht Klemmflächen (52) vorgesehen sind,
oder
b. die mindestens eine Klemmfläche (52) wird durch eine die Mantelfläche um mindestens
180° umspannende Klemmfläche (52) und/oder schraubenförmigen Klemmfläche (52) gebildet.
4. Sensoreinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 3 mit dem folgenden zusätzlichen
Merkmal:
a. die mindestens eine Klemmfläche ist an einem zumindest partiell radial elastisch
auslenkbaren Klemmelement (60, 66, 70, 74, 74A, 74B) vorgesehen.
5. Sensoreinheit (10) nach einem der Ansprüche 1,3 oder4 mit dem folgenden zusätzlichen
Merkmal:
a. mindestens ein Klemmelement (66) ist als einstückig mit der ringförmigen Wandstruktur
(12) ausgebildetes Klemmelement (66) ausgebildet,
insbesondere vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
b. das Klemmelement (66) weist einen radial komprimierbaren Verformungsbereich (68)
auf.
6. Sensoreinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 5 mit dem folgenden zusätzlichen
Merkmal:
a. es ist ein von der ringförmigen Wandstruktur (12) getrenntes Klemmelement (60,
70, 74A, 74B) vorgesehen, welches gegenüber der ringförmigen Wandstruktur auslenkbar
oder aufweitbar ist,
insbesondere vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
b. das getrennte Klemmelement (70, 60) wird durch einen aufweitbaren Ring (70) oder
eine aufweitbare Schenkelfeder (60) gebildet, wobei vorzugsweise ein Ende des Rings
oder der Schenkelfeder (60) an der ringförmigen Wandstruktur (12) befestigt ist und
das andere Ende des Rings oder der Schenkelfeder (60) zur Aufweitung des Rings oder
der Schenkelfeder beweglich ist.
7. Sensoreinheit nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 6 mit den folgenden zusätzlichen
Merkmalen:
a. es sind mindestens zwei Klemmflächen (56) vorgesehen, die einander gegenüberliegend
an der Innenseite eines umlaufenden Klemmrings (74, 74A, 74B) angeordnet sind, und
b. der Klemmring (74, 74A, 74B) weist eine ovale Formgebung auf, die durch radiale
Kraftbeaufschlagung elastisch in Richtung einer kreisrunden Formgebung verformbar
ist.
8. Sensoreinheit nach Anspruch 7 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. es sind mindestens und vorzugsweise genau zwei Klemmringe (74A, 74B) vorgesehen,
an deren Innenseiten jeweils mindestens zwei Klemmflächen (56) einander gegenüberliegend
angeordnet sind, wobei beide Klemmringe (74A, 74B) jeweils eine ovale Formgebung aufweisen,
die durch radiale Kraftbeaufschlagung elastisch in Richtung einer kreisrunden Formgebung
verformbar ist,
vorzugsweise mit mindestens einem der folgenden Merkmale:
b. die Hauptachsen der ovalen Formgebungen sind gegeneinander um einen festen Winkel
angestellt, vorzugsweise um 90°, und/oder
c. die Klemmringe sind gegeneinander verdrehbar.
9. Sensoreinheit nach einem der Ansprüche 7 oder 8 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. zur Kraftbeaufschlagung des mindestens einen Klemmrings (74, 74A, 74B) sind eindrückbare
Schaltelemente (76, 76A, 76B) zur unmittelbaren oder mittelbaren manuellen Kraftbeaufschlagung
vorgesehen, wobei diese Schaltelemente (76, 76A, 76B) vorzugsweise durch die ringförmige
Wandstruktur (12) hindurchragen.
10. Sensoreinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 9 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. zur Kraftbeaufschlagung des mindestens einen Klemmrings (74, 74A, 74B) ist mindestens
ein gegenüber der Wandstruktur bewegliches Schaltelement (78) vorgesehen, welches
als gegenüber dem Klemmring (74, 74A, 74B) separates Bauteil ausgebildet ist, und
b. an einer Innenseite des Schaltelements (78) ist eine Kraftbeaufschlagungsfläche
(78B) zur Kraftbeaufschlagung mindestens eines Klemmrings (74, 74A, 74B) vorgesehen,
vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
c. das Schaltelement (78) ist als drehbarer und vorzugsweise umlaufender Schaltring
(78) ausgebildet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder4 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. die mindestens eine Klemmfläche (54) wird durch eine innenseitige Fläche eines
Klemmelements (70) gebildet, das aus einem elastisch komprimierbaren Material besteht,
insbesondere vorzugsweise mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale:
b. das elastisch komprimierbare Material ist Schaumstoff, und/oder
c. das elastisch komprimierbare Material weist eine Stauchhärte von maximal 6 Kilopascal
auf, und/oder
d. das Klemmelement ist (70) in Form eines umlaufend geschlossenen Klemmrings oder
eines zumindest 130° überspannenden Klemmringsegments, ausgebildet.
12. Sensoreinheit nach Anspruch 1 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. es ist eine axial bewegliche Spannhülse (82) vorgesehen, und
b. es ist eine Mehrzahl von Klemmflächen (57) vorgesehen, die durch axiale Verlagerung
der Spannhülse (82) radial verlagert werden,
vorzugsweise mit mindestens einem der folgenden Merkmale:
c. die Klemmflächen (58) sind einstückig mit der Spannhülse (82) und an der Innenseite
der Spannhülse (82) vorgesehen, und/oder
d. die Spannhülse (82) ist mittels eines Gewindes (84) axial verlagerbar, und/oder
e. die Spannhülse weist eine Grifffläche (82A) auf, die eine Außenseite der Sensoreinheit
(10) bildet.
13. Sensoreinheit (10) nach Anspruch 1 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. der Druckraum (92) weist einen volumetrisch veränderlichen Teilraum (92B) auf,
und
b. es ist ein Schaltelement (98) zur manuellen Änderung des Volumens des Teilraums
(92B) vorgesehen.
14. Sensoreinheit (10) nach Anspruch 1 oder 13 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. es ist ein Druckausgleichskanal (94) vorgesehen, der den Druckraum (92) mit einer
Umgebung verbindet, und
b. es ist ein manuell schaltbares Ventil (96) vorgesehen, mittels dessen der Druckausgleichskanal
(94) geschlossen werden kann, so dass der Druckraum (92) hierdurch von der Umgebung
isoliert wird.
15. Sensoreinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit mindestens einem der
folgenden zusätzlichen Merkmale:
a. die Sensoreinheit (10) verfügt über mindestens einen Sensor (23, 24, 25), vorzugweise
über einen Bewegungssensor (23), einen Lagesensor (23), einen Beschleunigungssensor
(23), einen akustischen Sensor (24), einen Temperatursensor (25), einen optischen
Sensor, einen Kraftsensor und/oder einen Drucksensor, und/oder
b. die Sensoreinheit (10) verfügt über ein Funkkommunikationsmodul (26), und/oder
c. die Sensoreinheit verfügt über einen Prozessor (23) sowie über einen Speicher,
der mit dem Prozessor verbunden ist oder in den Prozessor integriert ist und der Programmcode
zur Ausführung durch den Prozessor beinhaltet.
16. Flüssigkeitsspender (100) mit den folgenden Merkmalen:
a. der Flüssigkeitsspender (100) verfügt über einen Flüssigkeitsspeicher (102) sowie
über einen hieran angebrachten Austragkopf (110) mit einer Austragöffnung (112) zur
Abgabe von Flüssigkeit, und
a. der Flüssigkeitsspender (100) verfügt über eine Sensoreinheit (10) nach einem der
vorstehenden Ansprüche, die an einem dem Austragkopf (110) gegenüberliegenden Bodenabschnitt
(104) des Flüssigkeitsspeichers (102) angebracht ist.
17. Flüssigkeitsspender nach Anspruch 16 mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen
Merkmalen:
a. der Flüssigkeitsspeicher (102) wird durch eine Quetschflasche gebildet, und/oder
b. der Flüssigkeitsspender (100) ist als Sprühspender oder als Tropfenspender ausgebildet,
und/oder
c. der Flüssigkeitsspeicher (102) ist mit einer pharmazeutischen Flüssigkeit befüllt.