[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, ein Verfahren zum Betreiben
einer Geschirrspülmaschine sowie ein Computerprogrammprodukt.
[0002] Es sind Geschirrspülmaschinen bekannt, die unterschiedliche Sprühvorrichtungen aufweisen,
wobei es einem Benutzer beispielsweise möglich ist, zwischen den unterschiedlichen
Sprühvorrichtungen manuell umzuschalten. Eine der Sprühvorrichtungen kann dazu ausgebildet
sein, eine Sonderspülzone bereitzustellen, die eine besonders hohe Reinigungsleistung
erreicht oder für in bestimmter Weise geformtes Spülgut eingerichtet ist. So zeigt
die
US 2015/0250374 A1 eine Geschirrspülmaschine, bei der mittels eines manuell schaltbaren Ventils eine
Flaschenspüleinrichtung zuschaltbar ist. Die
WO 2015/090433 offenbart eine ähnliche Vorrichtung, bei der ein spezieller Spülguthalter, aufweisend
integrierte Sprühdüsen, mit Spülflotte versorgt werden kann, so dass einerseits Spülflotte
mittels der integrierten Sprühdüsen gezielt auf das zu reinigende Spülgut gerichtet
wird und andererseits das Spülgut während eines Spüldurchgangs durch den Halter sicher
gehalten wird.
[0003] Die Schaltposition solcher zusätzlichen Sprüheinrichtungen kann sich dabei auf das
Reinigungsergebnis der Geschirrspülmaschine auswirken, wenn beispielsweise nicht genügend
Spülflotte im Spülkreislauf vorhanden ist, um alle Sprüheinrichtungen mit Spülflotte
zu versorgen, oder weil ein Flüssigkeitsdruck der Spülflotte zu gering ist. Es ist
daher vorteilhaft, wenn die Schaltposition der zusätzlichen Sprüheinrichtung bekannt
ist, so dass adäquat hierauf reagiert werden kann. Allerdings ist es aufwändig und
teuer, einen entsprechenden Sensor im Spülraum einer solchen Geschirrspülmaschine
anzuordnen. Ferner wäre ein solcher Sensor aufgrund der Bedingungen im Spülraum fehleranfällig.
[0004] Die
DE 10 2007 017 274 A1 beschreibt ein Verfahren zum Erkennen der Lage eines Verschlusselements in einer
Wasserweiche eines Geschirrspülers. Dabei wird ein Signalwert der Umwälzpumpe erfasst
und mit einem abgespeicherten Signalwert, der einer Referenzlage des Verschlusselements
entspricht, verglichen. Auf diese Weise lässt sich erkennen, wann das Verschlusselement
in der Referenzlage ist. Die
WO 2014/071980 A1 offenbart ein Verfahren zum Erkennen der Schaltstellung einer zusätzlichen Sprüheinrichtung,
das auf einer Messung eines Pumpenstroms bei unterschiedlichen Drehzahlen der Umwälzpumpe
basiert.
[0005] Die
DE 10 2017 216 947 A1 offenbart eine Geschirrspülmaschine, bei der anhand einer Differenz des Pumpenstroms
einer Umwälzpumpe zwischen einem Beaufschlagen einer ersten Sprühvorrichtung und beim
Beaufschlagen einer zweiten Sprühvorrichtung mit Spülflotte ermittelt wird, ob eine
zuschaltbare Intensivspülzone aktiviert ist oder deaktiviert ist. Pumpenströme früherer
Spülprogrammdurchläufe werden dabei nicht berücksichtigt. Die
DE 10 2017 217 989 A1 offenbart eine Geschirrspülmaschine, bei der ein Spülprogramm in Abhängigkeit einer
zugeschalteten Intensivspülzone angepasst wird.
[0006] Vor diesem Hintergrund ist eine Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Geschirrspülmaschine
bereitzustellen.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt wird eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine,
mit einer Steuerungsvorrichtung zum Durchführen eines Spülprogramms zum Spülen von
in einer Spülkammer der Geschirrspülmaschine angeordnetem Spülgut mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Die Geschirrspülmaschine umfasst eine erste Sprühvorrichtung
und eine zweite Sprühvorrichtung, die über eine Pumpeinrichtung wahlweise mit Spülflotte
zum Ausbilden einer jeweiligen Spülzone beaufschlagbar sind, und zusätzlich eine Intensiv-Sprühvorrichtung,
die der ersten oder der zweiten Sprühvorrichtung zugeordnet ist und die mittels eines
Schaltventils in einen aktivierten oder einen deaktivierten Zustand verbringbar ist.
Die Steuerungsvorrichtung ist zum Erfassen eines ersten Pumpenstroms während einem
Beaufschlagen der ersten Sprühvorrichtung mit Spülflotte und zum Erfassen eines zweiten
Pumpenstroms während einem Beaufschlagen der zweiten Sprühvorrichtung mit Spülflotte
und zum Bilden eines aktuellen Differenzwerts in Abhängigkeit des erfassten ersten
und zweiten Pumpenstroms eingerichtet. Weiterhin ist die Steuerungsvorrichtung zum
Ermitteln eines aktuellen Schaltzustands der Intensiv-Sprühvorrichtung in Abhängigkeit
des aktuellen Differenzwerts, einer Anzahl von gespeicherten früheren Differenzwerten
und einem vorgegebenen Klassendifferenzwert eingerichtet. Ferner ist die Steuerungsvorrichtung
zum Anpassen des Spülprogramms in Abhängigkeit des ermittelten aktuellen Schaltzustands
eingerichtet. Einem früheren Differenzwert ist ein Schaltzustand zugeordnet und der
Klassendifferenzwert beschreibt einen charakteristischen Unterschied im Pumpenstrom
zwischen aktivierter und deaktivierter Intensiv-Sprühvorrichtung.
[0008] Diese Geschirrspülmaschine weist den Vorteil auf, dass ohne einen zusätzlichen Sensor
anhand des Pumpenstroms erkannt werden kann, ob die Intensiv-Sprühvorrichtung aktiviert
ist oder nicht, und das Spülprogramm kann entsprechend angepasst werden. Indem bei
der Ermittlung auf frühere Differenzwerte anstelle von fest vorgegebenen Werten zurückgegriffen
wird, wird eine langsame Veränderung der Differenzwerte, die beispielsweise aufgrund
einer Alterung von Bauteilen und/oder einer Verschmutzung von Hydraulikleitungen und
dergleichen verursacht werden kann, automatisch berücksichtigt. Das heißt, dass eine
Fehlerkennung aufgrund einer solchen langsamen Veränderung vermieden wird. Weiterhin
kann eine Fehlermittlung aufgrund eines unzuverlässigen Stromnetzes, bei dem eine
Netzspannung größere Schwankungen aufweist, vermieden werden.
[0009] Die Intensiv-Sprühvorrichtung ist zum Ausbilden einer Intensivspülzone oder Intensivsprühzone
eingerichtet. Die Intensiv-Sprühvorrichtung kann beispielsweise an einer der Spülgutaufnahmen
angeordnet sein. Die Intensiv-Sprühvorrichtung kann jedoch auch an Seitenwänden des
Spülbehälters, an einer Decke desselben oder an einer Rückwand des Spülbehälters positioniert
sein. Vorzugsweise sind die erste und die zweite Sprühvorrichtung als Sprüharme ausgebildet.
Dies ist jedoch nicht zwingend.
[0010] Die Intensiv-Sprühvorrichtung ist mittels des Schaltventils wahlweise in einen aktivierten
Schaltzustand, in dem die Intensiv-Sprühvorrichtung fluidisch mit der zugeordneten
Sprühvorrichtung verbunden ist, oder in einen deaktivierten Schaltzustand, in dem
die Intensiv-Sprühvorrichtung fluidisch von der zugeordneten Sprühvorrichtung getrennt
ist, verbringbar. Unter einem "Schaltventil" ist vorliegend insbesondere ein Ventil
zu verstehen, das es ermöglicht, die Intensiv-Sprühvorrichtung zwischen dem aktivierten
Zustand und dem deaktivierten Zustand hin und her zu schalten, ohne dass Zwischenpositionen
angefahren werden können. Das Schaltventil ist vorzugsweise ein manuell zu betätigendes
Ventil. Alternativ kann das Schaltventil jedoch auch elektrisch angesteuert sein.
Beispielsweise kann das Schaltventil ein Magnetventil sein. Der Schaltzustand kann
damit genau einen von genau zwei Zuständen aufweisen.
[0011] In Ausführungsformen sind die erste und die zweite Sprühvorrichtung mit Hilfe einer
gemeinsamen Zuleitung mit der Pumpeinrichtung verbunden. Alternativ können die beiden
Sprühvorrichtungen auch jeweils eine eigene Zuleitung haben.
[0012] Insbesondere verzweigt sich die gemeinsame Zuleitung, wobei an der Verzweigung eine
Wasserweiche vorgesehen sein kann, mittels welcher eine Spülflotte wahlweise zu der
ersten oder der zweiten Sprühvorrichtung geleitet werden kann. Je nachdem, wie die
Wasserweiche ausgebildet ist, kann diese zwei bis vier Schaltstellungen aufweisen.
In einer ersten Schaltstellung wird ausschließlich die erste Sprühvorrichtung mit
Spülflotte beaufschlagt. In einer zweiten Schaltstellung wird ausschließlich die zweite
Sprühvorrichtung mit Spülflotte beaufschlagt. Diese beiden Schaltstellungen sind immer
vorzusehen. In einer dritten Schaltstellung werden beide Sprühvorrichtungen mit Spülflotte
beaufschlagt und in einer vierten Schaltstellung wird keine Sprühvorrichtung mit Spülflotte
beaufschlagt. Die dritte und vierte Schaltstellung sind optional. Die Wasserweiche
ist insbesondere durch die Steuerungsvorrichtung kontrollierbar.
[0013] Die Pumpeinrichtung ist vorzugsweise eine Umwälzpumpe der Geschirrspülmaschine. Die
Pumpeinrichtung kann insbesondere an einem Pumpensumpf eines Spülbehälters vorgesehen
sein. Der Pumpensumpf wiederum ist an einem Boden des Spülbehälters angeordnet. Dass
die Pumpeinrichtung den die Sprühvorrichtungen mit Spülflotte "beaufschlagt", bedeutet
vorliegend, dass die Pumpeinrichtung die Spülflotte durch ein Hydrauliksystem zu der
jeweiligen Sprühvorrichtung pumpt. Die Pumpeinrichtung kann, muss jedoch nicht, Teil
des Hydrauliksystems sein.
[0014] Unter Spülflotte wird vorliegend insbesondere jegliche Flüssigkeit verstanden, die
zum Spülen des Spülguts dient. Hierbei kann es sich um Frischwasser, um mit einem
Reinigungsmittel versetztem Wasser oder um mit gelöstem Schmutz versetztem Wasser
handeln. Die Spülflotte wird während eines Spülprogramms vorzugsweise mehrfach ausgetauscht.
In einzelnen Teilprogrammschritten des Spülprogramms wird die Spülflotte vorzugsweise
durch eine Heizeinrichtung auf eine bestimmte Temperatur gebracht, die beispielsweise
in dem Bereich zwischen 35 °C - 70°C liegt.
[0015] Die beiden Sprühvorrichtungen unterscheiden sich insbesondere in einem Volumenstrom
an Spülflotte, die bei einem bestimmten Druck durch die jeweilige Sprühvorrichtung
in der Spülkammer versprüht wird. Daher ergibt sich ein Unterschied in dem von der
Pumpeinrichtung aufgenommenen Pumpenstrom, wenn die erste oder die zweite Sprühvorrichtung
mit Spülflotte beaufschlagt wird. Dieser Unterschied hängt insbesondere davon ab,
wie ein jeweiliges Hydrauliksystem der Sprühvorrichtung ausgebildet ist. Unter Hydrauliksystem
wird beispielsweise die gesamte Zuleitung von der Pumpeinrichtung bis zu der Sprühvorrichtung
und die Sprühvorrichtung selbst verstanden. Je größer ein Strömungswiderstand in einem
Hydrauliksystem ist, umso geringer ist ein Volumenstrom bei einem bestimmten Druck.
Der Druck hängt insbesondere von der Drehzahl der Pumpeinrichtung ab. Wenn die Intensiv-Sprühvorrichtung
aktiviert ist, reduziert sich der Strömungswiderstand für das jeweilige Hydrauliksystem,
womit sich der Volumenstrom erhöht und damit auch der Pumpenstrom im Vergleich zu
deaktivierter Intensiv-Sprühvorrichtung.
[0016] Es ergibt sich ein charakteristischer Unterschied im Pumpenstrom zwischen aktivierter
und deaktivierter Intensiv-Sprühvorrichtung, der vorliegend durch den Klassendifferenzwert
beschrieben wird. Der Klassendifferenzwert kann hierbei eine auf eine beliebige Skala
bezogene Größe sein, es muss sich nicht um einen Stromwert handeln. Der Klassendifferenzwert
ist beispielsweise fest vorgeben. In Ausführungsformen kann auch eine Kalibrationsmessung
des Klassendifferenzwerts vorgesehen sein, indem der Pumpenstrom bei aktivierter Intensiv-Sprühvorrichtung
und bei deaktivierter Intensiv-Sprühvorrichtung erfasst wird, wobei anschließend die
Differenz der beiden Stromwerte ermittelt und als der Klassendifferenzwert festgelegt
wird.
[0017] Indem die Differenz zwischen den erfassten Werten des Pumpenstroms beim Beaufschlagen
der ersten und der zweiten Sprühvorrichtung gebildet wird, werden Effekte, die zu
einer Veränderung des Pumpenstroms bei beiden Sprühvorrichtungen führen, wie eine
schwankende Eingangsspannung oder dergleichen, ausgeglichen. Vorzugsweise wird der
erste Pumpenstrom und der zweite Pumpenstrom zeitlich kurz nacheinander erfasst, beispielsweise
direkt vor einem Umschalten von der ersten Sprühvorrichtung auf die zweite Sprühvorrichtung
und direkt nach dem Umschalten.
[0018] Bei jedem Spülprogrammdurchlauf erfasst die Steuerungsvorrichtung die beiden Werte
des Pumpenstroms und bildet daraus den jeweils aktuellen Differenzwert. Diesen speichert
sie beispielsweise in einer Speichereinheit ab, so dass dieser bei späteren Spülprogrammdurchläufen
verfügbar ist. Aufgrund des Zusammenhangs zwischen dem Differenzwert, dem Klassendifferenzwert
und dem vorliegenden Schaltzustand lässt sich bei Kenntnis von zwei dieser Größen
die dritte Größe bestimmen.
[0019] Zum Ermitteln des aktuellen Schaltzustands vergleicht die Steuerungsvorrichtung beispielsweise
den aktuellen Differenzwert mit einer Anzahl gespeicherter früherer Differenzwerte.
Für wenigstens einen der gespeicherten früheren Differenzwerte ist dabei der Schaltzustand
bekannt. Dieser frühere Differenzwert kann dann als Referenzwert oder als Startwert
dienen. Wenn der aktuelle Differenzwert nahe dem Referenzwert liegt, dann wird als
der aktuelle Schaltzustand der Schaltzustand des Referenzwerts ermittelt. Wenn der
aktuelle Differenzwert sich um etwa den Klassendifferenzwert von dem Referenzwert
unterscheidet, wird als der aktuelle Schaltzustand der andere Schaltzustand ermittelt.
[0020] Die Steuerungsvorrichtung kann hardwaretechnisch und/oder softwaretechnisch implementiert
sein. Bei einer hardwaretechnischen Implementierung kann die Steuerungsvorrichtung
zum Beispiel als Computer oder als Mikroprozessor ausgebildet sein. Bei einer softwaretechnischen
Implementierung kann die Steuerungsvorrichtung als Computerprogrammprodukt, als eine
Funktion, als eine Routine, als Teil eines Programmcodes oder als ausführbares Objekt
ausgebildet sein.
[0021] Die Steuerungsvorrichtung ist dazu eingerichtet, in Abhängigkeit von dem ermittelten
Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung das Spülprogramm der Haushalts-Geschirrspülmaschine
anzupassen, beispielsweise so dass ein Druck in einem Hydraulickreislauf der Haushalts-Geschirrspülmaschine
in dem deaktivierten Schaltzustand zumindest einem Druck in dem Hydraulikkreislauf
in dem aktivierten Schaltzustand entspricht.
[0022] Insbesondere entspricht auch ein Volumenstrom in dem Hydraulikkreislauf in dem deaktivierten
Schaltzustand zumindest einem Volumenstrom in dem Hydraulikkreislauf in dem aktivierten
Schaltzustand. Darüber hinaus können für eine verbesserte Spülleistung auch die Temperaturen
während des Spülprogramms erhöht werden. Auch können die Ansteuerzeiten, beispielsweise
im Oberkorbbetrieb, erhöht werden. Dies verbessert ebenfalls die Spülleistung. Jede
der vorgenannten Modifikationen kann in jedem Abschnitt des Spülprogramms, beispielsweise
beim Vorspülen, Zwischenspülen, Reinigen oder Klarspülen, vorgenommen werden.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Intensiv-Sprühvorrichtung
bei dem erstmaligen Durchführen des Spülprogramms mit der Geschirrspülmaschine in
einem vorbestimmten Schaltzustand.
[0024] Auf diese Weise ist sichergestellt, dass ein Referenzwert für die Ermittlung des
aktuellen Schaltzustands vorhanden ist. Man kann hierbei auch von einem Kalibrierspülgang
sprechen. Beispielsweise ist für den Kalibrierspülgang vorgesehen, dass die Intensiv-Sprühvorrichtung
deaktiviert ist. Vorzugsweise ist hierzu ein auflösbarer Stopfen in der Zuleitung
zu der Intensiv-Sprühvorrichtung angeordnet, der sich während und/oder nach der erstmaligen
Verwendung auflöst. Alternativ kann auch Nutzerdialog vorgesehen sein, der den Nutzer
dazu anleitet, die Intensiv-Sprühvorrichtung in den vorbestimmten Schaltzustand zu
verbringen.
[0025] Wenn in einem nachfolgenden Spülprogrammdurchlauf ein aktueller Differenzwert ermittelt
wird, der sich um den vorgegebenen Klassendifferenzwert von dem früheren Differenzwert
unterscheidet, wird ermittelt, dass die Intensiv-Sprühvorrichtung in dem anderen Schaltzustand
ist.
[0026] Erfindungsgemäß ist die Steuerungsvorrichtung zum Speichern von wenigstens einem
früheren Differenzwert mit einem dem früheren Differenzwert zugeordneten Schaltzustand
eingerichtet.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Steuerungsvorrichtung
zum Speichern des gebildeten aktuellen Differenzwerts zusammen mit dem ermittelten
aktuellen Schaltzustand eingerichtet.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Steuerungsvorrichtung
dazu eingerichtet, den aktuellen Schaltzustand auf Basis der gespeicherten früheren
Differenzwerte der letzten N durchgeführten Spülprogramme zu ermitteln, wobei N eine
natürliche Zahl aus dem Intervall [0,100] ist.
[0029] Vorzugsweise werden mehrere frühere Spülprogrammdurchläufe berücksichtigt. Indem
nicht nur ein einziger Spülprogrammdurchlauf berücksichtigt wird, kann ausgeschlossen
werden, dass aufgrund eines einzelnen Ausreißers alle folgenden Ermittlungen fehlerhaft
sind. In bevorzugten Ausführungsformen ist N = 25. Die Anzahl N kann auch variabel
sein, insbesondere kann die Anzahl bei einer neuen Geschirrspülmaschine, die noch
nicht häufig verwendet wurde, mit jeder Verwendung ansteigen, bis die bevorzugte Anzahl
erreicht ist.
[0030] Insbesondere beim erstmaligen Durchführen des Spülprogramms, also beim erstmaligen
Verwenden der Geschirrspülmaschine, ist N = 0.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Steuerungsvorrichtung
dazu eingerichtet, auf Basis des aktuellen Differenzwerts und des ermittelten aktuellen
Schaltzustands einen virtuellen Differenzwert zu ermitteln. Der virtuelle Differenzwert
entspricht bei aktiviertem Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung einer Differenz
des aktuellen Differenzwerts und dem vorgegebenen Klassendifferenzwert, und entspricht
bei deaktiviertem Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung einer Summe des aktuellen
Differenzwerts und dem vorgegebenen Klassendifferenzwert. Die Steuerungsvorrichtung
ist ferner zum Speichern eines Wertepaars umfassend den aktuellen Differenzwert und
den ermittelten virtuellen Differenzwert eingerichtet.
[0032] Damit ist für jeden Spülprogrammdurchlauf ein Wertepaar vorhanden. Dies kann in Abhängigkeit
der verwendeten Vergleichsmethode bei einem späteren Vergleich eines aktuellen Differenzwerts
mit früheren Differenzwerten vorteilhaft sein.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine umfasst der vorgegebene
Klassendifferenzwert zum Ermitteln des virtuellen Differenzwerts einen ersten Wert
für den aktivierten Schaltzustand und einen zweiten Wert für den deaktivierten Schaltzustand.
[0034] Beispielsweise wird zum Ermitteln des virtuellen Differenzwerts zu einem aktuellen
Differenzwert, auf dessen Basis der aktivierte Schaltzustand ermittelt wurde, der
erste Wert des Klassendifferenzwerts verwendet, und zum Ermitteln des virtuellen Differenzwerts
zu einem aktuellen Differenzwert, auf dessen Basis der deaktivierte Schaltzustand
ermittelt wurde, wird der zweite Wert des Klassendifferenzwerts verwendet. Auf diese
Weise kann ein Unterschied, der sich beispielsweise aus der Schaltrichtung ergibt,
berücksichtigt werden.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Steuerungsvorrichtung
dazu eingerichtet, den aktuellen Schaltzustand in Abhängigkeit einer Anzahl von gespeicherten
Wertepaaren zu ermitteln, wobei die Steuerungsvorrichtung zum Bilden eines oberen
Mittelwerts, der ein Mittelwert von den jeweils höheren Werten der Anzahl von gespeicherten
Wertepaaren ist, und zum Bilden eines unteren Mittelwerts, der ein Mittelwert von
den jeweils niedrigeren Werten der Anzahl von gespeicherten Wertepaaren ist, und zum
Vergleichen des aktuellen Differenzwerts mit dem oberen Mittelwert und dem unteren
Mittelwert eingerichtet ist.
[0036] Der Schaltzustand, den die höheren Werte aufweisen, wird hierbei auch dem oberen
Mittelwert zugeordnet. Ebenso wird der Schaltzustand, den die niedrigeren Werte aufweisen,
dem unteren Mittelwert zugeordnet.
[0037] Beispielsweise wird ein Abstand des aktuellen Differenzwerts von dem oberen und dem
unteren Mittelwert ermittelt. Der aktuelle Schaltzustand wird als derjenige Schaltzustand
ermittelt, der dem Mittelwert zugeordnet ist, zu dem der geringere Abstand ermittelt
wird.
[0038] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Steuerungsvorrichtung
dazu eingerichtet, den aktuellen Schaltzustand in Abhängigkeit einer Auswahl von gespeicherten
Wertepaaren zu ermitteln, wobei die Steuerungsvorrichtung zum Ermitteln einer Anzahl
von nächstliegenden Werten aller von der Auswahl gespeicherter Wertepaare umfassten
Werte und zum Ermitteln des Schaltzustands eines jeweiligen Werts der Anzahl nächstliegender
Werte eingerichtet ist.
[0039] Man kann dieses Verfahren als Nearest-Neighbor-Verfahren bezeichnen. Die Auswahl
gespeicherter Wertepaare umfasst beispielsweise die Wertepaare der letzten fünf Spülprogrammdurchläufe.
Damit umfasst die Auswahl insgesamt zehn Einzelwerte, deren jeweiliger Schaltzustand
bekannt ist.
[0040] Die nächstliegenden Werte sind jene Werte, deren Differenz zu dem aktuellen Differenzwert
im Vergleich am geringsten ist. Vorzugsweise wird eine ungerade Anzahl nächstliegender
Werte ermittelt, so dass eine Patt-Situation ausgeschlossen ist. In bevorzugten Ausführungsformen
werden 3, 5 oder 7 nächstliegende Werte ermittelt. Vorteilhaft werden höchstens so
viele nächstliegende Werte ermittelt, wie die Auswahl Wertepaare umfasst. Wenn eine
geringere Anzahl gespeicherter Wertepaare vorhanden ist, als für die Auswahl vorgesehen
sind, dann wird vorzugsweise die nächstkleinere ungerade Anzahl gespeicherter Wertepaare
verwendet. Beispielsweise ist vorgesehen, dass die Auswahl fünf Wertepaare umfasst,
aber nur vier gespeicherte Wertepaare vorhanden sind. Dann werden nur drei der gespeicherten
Wertepaare für die Auswahl herangezogen.
[0041] Der Schaltzustand wird als der Schaltzustand ermittelt, der in den nächstliegenden
Werten am häufigsten vorkommt.
[0042] In einem Fall, in dem die für die Anzahl noch ein letzter nächstliegender Wert gesucht
wird und zwei Werte mit gleichem Abstand zu dem aktuellen Differenzwert gefunden werden,
kann beispielsweise festgelegt werden, dass der ältere Wert berücksichtigt wird. Falls
die beiden Werte auch das gleiche Alter aufweisen, kann beispielsweise der Wert, der
dem deaktivierten Schaltzustand entspricht, berücksichtigt werden, oder umgekehrt.
Alternativ hierzu kann bei einem solchen Fall auf die nächstkleinere ungerade Anzahl
an Werten zurückgegangen werden.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist das Schaltventil
zum Setzen des Schaltzustands der Intensiv-Sprühvorrichtung durch einen Benutzer der
Geschirrspülmaschine manuell bedienbar.
[0044] Insbesondere ist das Schaltventil manuell in den aktivierten Schaltzustand oder in
den deaktivierten Schaltzustand verbringbar.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Steuerungsvorrichtung
zum Durchführen einer Plausibilitätsprüfung einer Zuordnung eines Schaltzustands zu
einem gespeicherten früheren Differenzwert in Abhängigkeit des vorgegebenen Klassendifferenzwerts
und einer Differenz des früheren Differenzwerts und des aktuellen Differenzwerts eingerichtet.
[0046] Beispielsweise wird bei deaktiviertem Schaltzustand eine Reduzierung des Differenzwerts
um den Klassendifferenzwert erwartet, wenn auf den aktivierten Schaltzustand umgeschaltet
wird, und umgekehrt. Eine Zunahme des Differenzwerts wird nur bei gleichbleibendem
Schaltzustand erwartet, wobei nur kleine Änderungen erwartet werden. Wird eine große
Zunahme, die größer als ein vorgegebener Schwellwert, insbesondere größer als der
Klassendifferenzwert, ist, ermittelt, kann die Plausibilität überprüft werden. Beispielsweise
wird der Benutzer dazu aufgefordert, den aktuellen Schaltzustand zu verifizieren.
Alternativ oder zusätzlich kann ein neuer Kalibrierspülgang unter Kontrolle des Benutzers
durchgeführt werden, um einen neuen Referenzwert für den Schaltzustand zu ermitteln.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Geschirrspülmaschine ist die Steuerungsvorrichtung
zum Betreiben der Pumpeinrichtung mit einer vorgegebenen Drehzahl während dem Erfassen
des ersten und zweiten Pumpenstroms eingerichtet.
[0047] Gemäß einem zweiten Aspekt wird ein Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine,
insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine, vorgeschlagen. Die Geschirrspülmaschine
umfasst eine Steuerungsvorrichtung zum Durchführen eines Spülprogramms zum Spülen
von in einer Spülkammer der Geschirrspülmaschine angeordnetem Spülgut und eine erste
Sprühvorrichtung und eine zweite Sprühvorrichtung, die über eine Pumpeinrichtung wahlweise
mit Spülflotte zum Ausbilden einer jeweiligen Spülzone beaufschlagbar sind. Ferner
ist eine Intensiv-Sprühvorrichtung vorhanden, die der ersten oder der zweiten Sprühvorrichtung
zugeordnet ist und die mittels eines Schaltventils in einen aktivierten oder einen
deaktivierten Zustand verbringbar ist. In einem ersten Schritt wird ein erster Pumpenstrom
während einem Beaufschlagen der ersten Sprühvorrichtung mit Spülflotte erfasst. In
einem zweiten Schritt wird ein zweiter Pumpenstrom während einem Beaufschlagen der
zweiten Sprühvorrichtung mit Spülflotte erfasst. In einem dritten Schritt wird ein
aktueller Differenzwert in Abhängigkeit des erfassten ersten und zweiten Pumpenstroms
gebildet. In einem vierten Schritt wird ein aktueller Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung
auf Basis eines Vergleichs des aktuellen Differenzwerts mit gespeicherten früheren
Differenzwerten, die mit einem dem früheren Differenzwert zugeordneten Schaltzustand
gespeichert sind, und einem vorgegebenen Klassendifferenzwert, der einen charakteristischen
Unterschied im Pumpenstrom zwischen aktivierter und deaktivierter Intensiv-Sprühvorrichtung,
beschreibt, ermittelt. In einem fünften Schritt wird das Spülprogramm in Abhängigkeit
des ermittelten aktuellen Schaltzustands angepasst.
[0048] Das Verfahren wird vorzugsweise mit einer Geschirrspülmaschine gemäß dem ersten Aspekt
durchgeführt.
[0049] Das Verfahren weist die gleichen Vorteile auf, wie zu der Geschirrspülmaschine des
ersten Aspekts erläutert. Die für die vorgeschlagene Geschirrspülmaschine beschriebenen
Ausführungsformen und Merkmale gelten für das vorgeschlagene Verfahren entsprechend.
[0050] Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens ist die Intensiv-Sprühvorrichtung bei
dem erstmaligen Durchführen des Spülprogramms mit der Geschirrspülmaschine in einem
vorbestimmten Schaltzustand.
[0051] Gemäß einem dritten Aspekt wird ein Computerprogrammprodukt vorgeschlagen, welches
Befehle umfasst, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen
veranlassen, das Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt auszuführen.
[0052] Ein Computerprogrammprodukt, wie z.B. ein Computerprogramm-Mittel, kann beispielsweise
als Speichermedium, wie z.B. Speicherkarte, USB-Stick, CD-ROM, DVD, oder auch in Form
einer herunterladbaren Datei von einem Server in einem Netzwerk bereitgestellt oder
geliefert werden. Dies kann zum Beispiel in einem drahtlosen Kommunikationsnetzwerk
durch die Übertragung einer entsprechenden Datei mit dem Computerprogrammprodukt oder
dem Computerprogramm-Mittel erfolgen.
[0053] Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte
Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen
Merkmale oder Ausführungsformen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen
oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Erfindung hinzufügen.
[0054] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Im Weiteren wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigelegten Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
einer Geschirrspülmaschine;
Fig. 2 zeigt eine stark vereinfachte schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Geschirrspülmaschine;
Fig. 3 zeigt ein Diagramm mit beispielhaften Strommesswerten;
Fig. 4 zeigt ein Diagramm mit beispielhaften Differenzwerten;
Fig. 5 zeigt ein Diagramm mit einer beispielhaften Häufigkeitsverteilung; und
Fig. 6 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens
zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine.
[0055] In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen
versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist.
[0056] Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer
Geschirrspülmaschine 1. Die Geschirrspülmaschine 1 ist hier als eine Haushalts-Geschirrspülmaschine
1 ausgebildet. Die Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 umfasst einen Spülbehälter 2,
der durch eine Tür 3, insbesondere wasserdicht, verschließbar ist. Hierzu kann zwischen
der Tür 3 und dem Spülbehälter 2 eine Dichteinrichtung vorgesehen sein (nicht dargestellt).
Der Spülbehälter 2 ist vorzugsweise quaderförmig. Der Spülbehälter 2 kann in einem
Gehäuse der Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 angeordnet sein. Der Spülbehälter 2 und
die Tür 3 können eine Spülkammer 4 zum Spülen von Spülgut bilden.
[0057] Die Tür 3 ist in der Fig. 1 in ihrer geöffneten Stellung dargestellt. Durch ein Schwenken
um eine an einem unteren Ende der Tür 3 vorgesehene Schwenkachse 5 kann die Tür 3
geschlossen oder geöffnet werden. Mit Hilfe der Tür 3 kann eine Beschickungsöffnung
6 des Spülbehälters 2 geschlossen oder geöffnet werden. Der Spülbehälter 2 weist einen
Boden 7, eine dem Boden 7 gegenüberliegend angeordnete Decke 8, eine der geschlossenen
Tür 3 gegenüberliegend angeordnete Rückwand 9 und zwei einander gegenüberliegend angeordnete
Seitenwände 10, 11 auf. Der Boden 7, die Decke 8, die Rückwand 9 und die Seitenwände
10, 11 können beispielsweise aus einem Edelstahlblech gefertigt sein. Alternativ kann
beispielsweise der Boden 7 aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sein.
[0058] Die Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 weist ferner zumindest eine Spülgutaufnahme
12, 13, 14 auf. Vorzugsweise können mehrere, beispielsweise drei, Spülgutaufnahmen
12, 13, 14 vorgesehen sein, wobei die Spülgutaufnahme 12 eine untere Spülgutaufnahme
oder ein Unterkorb, die Spülgutaufnahme 13 eine obere Spülgutaufnahme oder ein Oberkorb
und die Spülgutaufnahme 14 eine Besteckschublade sein kann. Wie die Fig. 1 weiterhin
zeigt, sind die Spülgutaufnahmen 12, 13, 14 übereinander in dem Spülbehälter 2 angeordnet.
Jede Spülgutaufnahme 12 bis 14 ist wahlweise in den Spülbehälter 2 hinein- oder aus
diesem herausverlagerbar. Insbesondere ist jede Spülgutaufnahme 12, 13, 14 in einer
Einschubrichtung E in den Spülbehälter 2 hineinschiebbar und entgegen der Einschubrichtung
E in einer Auszugsrichtung A aus dem Spülbehälter 2 herausziehbar.
[0059] Die Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 weist daneben eine erste Hydraulikanordnung
110 mit einer ersten Sprühvorrichtung 112, die als ein Sprüharm ausgebildet ist, eine
zweite Hydraulikanordnung 120 mit einer zweiten Sprühvorrichtung 122, die ebenfalls
als ein Sprüharm ausgebildet ist, sowie eine der zweiten Sprühvorrichtung 122 zugeordnete
Intensiv-Sprühvorrichtung 132 auf. Die Intensiv-Sprühvorrichtung 132 ist damit ein
Bestandteil der zweiten Hydraulikanordnung 120. Der erste Sprüharm 112 ist an dem
Boden 7 des Spülbehälters 2 angeordnet, der zweite Sprüharm 122 ist an der Decke 8
des Spülbehälters 2 und die Intensiv-Sprühvorrichtung 132, die als eine Anzahl von
Sprühdüsen ausgebildet ist, ist an der Seitenwand 9 des Spülbehälters 2 angeordnet.
Eine Pumpeinrichtung 140 ist zum Beaufschlagen der ersten Sprühvorrichtung 112 und
der zweiten Sprühvorrichtung 112 und optional der Intensiv-Sprühvorrichtung 132 mit
Spülflotte F (siehe Fig. 2) eingerichtet, wobei die Spülflotte F durch die jeweilige
Hydraulikanordnung 110, 120 gepumpt wird. In der Zuleitung zu der Intensiv-Sprühvorrichtung
132 ist ein Schaltventil 133 angeordnet, welches zum Öffnen oder Verschließen der
Zuleitung eingerichtet ist. Bei geöffnetem Schaltventil 133 ist die Intensiv-Sprühvorrichtung
132 in einem aktivierten Schaltzustand und bei geschlossenem Schaltventil 133 ist
die Intensiv-Sprühvorrichtung 132 in einem deaktivierten Schaltzustand.
[0060] Ferner ist eine Steuerungsvorrichtung 150 gezeigt, die an der Tür 3 der Haushaltsgeschirrspülmaschine
1 angeordnet ist. Die Steuerungsvorrichtung 150 ist insbesondere dazu eingerichtet,
einen Pumpenstrom 142 (siehe Fig. 3) zum Betreiben der Pumpeinrichtung 140 zu erfassen.
Indem die Steuerungsvorrichtung 150 den Pumpenstrom 142 bei einem Beaufschlagen der
ersten Sprühvorrichtung 112 mit Spülflotte F und bei einem Beaufschlagen der zweiten
Sprühvorrichtung 122 mit Spülflotte F erfasst, einen aktuellen Differenzwert ΔI0 (siehe
Fig. 4 oder 5) bildet und diesen mit gespeicherten früheren Differenzwerten ΔI1 -
ΔI8 (siehe Fig. 4 oder 5) vergleicht, kann die Steuerungsvorrichtung 150 den aktuellen
Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung 132 ermitteln.
[0061] Die Fig. 2 zeigt eine stark schematisierte Ansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Geschirrspülmaschine 1, die als eine Haushalts-Geschirrspülmaschine ausgebildet
ist. Nachfolgend wird nur auf Unterschiede zu der Haushalts-Geschirrspülmaschine 1
gemäß den Fig. 1 eingegangen.
[0062] An dem Boden 7 ist ein Pumpensumpf 15 vorgesehen. An dem Pumpensumpf 15 ist die Pumpeinrichtung
140 angeordnet. Beispielsweise kann die Pumpeinrichtung 140 mit Hilfe einer Zuleitung
16 mit dem Pumpensumpf 15 verbunden sein. Stromabwärts der Pumpeinrichtung 140 ist
eine Wasserweiche 102 vorgesehen. Die Wasserweiche 102 ist beispielsweise mit Hilfe
einer Zuleitung 17 mit der Pumpeinrichtung 140 gekoppelt. Neben dem Spülbehälter 2
umfasst die Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 einen Basisträger 20, welcher den Spülbehälter
2 trägt. Der Basisträger 20 ist beispielsweise ein Kunststoffbauteil, insbesondere
ein Kunststoffspritzgussbauteil.
[0063] Die Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 weist weiterhin einen Hydraulikkreislauf 100
auf, der die erste Hydraulikanordnung 110 mit der ersten Sprühvorrichtung 112 und
die zweite Hydraulikanordnung 120 mit der zweiten Sprühvorrichtung 122 umfasst. Die
erste Sprühvorrichtung 112 ist als in dem Spülbehälter 2 drehbar gelagerter Sprüharm
ausgebildet, der beispielsweise der unteren Spülgutaufnahme 12 (siehe Fig. 1) zugeordnet
ist. Die zweite Sprühvorrichtung 122 ist ebenfalls als drehbar in dem Sprühbehälter
2 vorgesehener Sprüharm ausgebildet, der beispielsweise der mittleren Spülgutaufnahme
13 (siehe Fig 1) zugeordnet ist. Jede Sprühvorrichtung 112, 122 umfasst eine Vielzahl
an Sprühdüsen zum gleichmäßigen Verteilen von Frischwasser und/oder Spülflotte F in
dem Spülbehälter 2.
[0064] Die Sprühvorrichtung 112 ist mittels einer Zuleitung der ersten Hydraulikanordnung
110 mit der Wasserweiche 102 gekoppelt. Die Sprühvorrichtung 122 ist mittels einer
Zuleitung der zweiten Hydraulikanordnung 120 mit der Wasserweiche 102 gekoppelt. Mit
Hilfe der Wasserweiche 102 können beispielsweise während des Ablaufs eines Spülprogramms
entweder nur die erste Sprühvorrichtung 112, nur die zweite Sprühvorrichtung 122 oder
beide Sprühvorrichtungen 112, 122 gleichzeitig mit Frischwasser und/oder Spülflotte
F beaufschlagt werden.
[0065] Weiterhin umfasst der Hydraulikkreislauf 100 eine Intensiv-Sprühvorrichtung 132,
die in diesem Beispiel der zweiten Sprühvorrichtung 122 zugeordnet ist. Auch die Intensiv-Sprühvorrichtung
132 umfasst eine Vielzahl an Sprühdüsen. Beispielsweise kann die Intensiv-Sprühvorrichtung
132 an der Spülgutaufnahme 13 befestigt sein. Die Intensiv-Sprühvorrichtung 132 ist
über die Zuleitung der zweiten Hydraulikanordnung 120 fluidisch mit der Pumpeinrichtung
140 gekoppelt. Hierbei ist jedoch zwischen der Zuleitung 120 und der Intensiv-Sprühvorrichtung
132 ein Schaltventil 133 vorgesehen, mit dessen Hilfe die Intensiv-Sprühvorrichtung
132 fluidisch von dem Hydraulikkreislauf 100 entkoppelt oder deaktiviert und wieder
mit diesem gekoppelt oder aktiviert werden kann. Das Schaltventil 133 ist insbesondere
manuell von einem Benutzer betätigbar, so dass dieser die Intensiv-Sprühvorrichtung
132 deaktivieren und aktivieren kann.
[0066] Stromaufwärts des Schaltventils 133 ist in diesem Beispiel ein Verschluss 121 aus
einem wasserlöslichen Material vorgesehen. Der Verschluss 121 kann an oder in einem
Verteilelement 104 vorgesehen sein, das geeignet ist, das Frischwasser und/oder die
Spülflotte F auf die Sprühvorrichtungen 122, 132 zu verteilen. Der Verschluss 121
kann jedoch auch stromabwärts des Ventils 133 vorgesehen sein. "Stromaufwärts" bedeutet
vorliegend in einer Strömungsrichtung des Frischwassers und/oder der Spülflotte F
betrachtet vor dem Ventil 133 angeordnet. "Stromabwärts" bedeutet vorliegend in der
Strömungsrichtung des Frischwassers und/oder der Spülflotte F betrachtet nach dem
Ventil 133 angeordnet. Der Verschluss 121 dient bei der ersten Inbetriebnahme der
Haushalts-Geschirrspülmaschine 1 dazu, dass sichergestellt ist, dass unabhängig von
der Schaltstellung des Schaltventils 133 die Intensiv-Spülvorrichtung 132 in dem deaktivierten
Schaltzustand ist. Damit ist die Intensiv-Sprühvorrichtung 132 in einem vorgegebenen
Referenz-Schaltzustand, was es ermöglicht, eine Kalibriermessung für den ersten Pumpenstrom
I0 (siehe Fig. 3) und den zweiten Pumpenstrom I1, I2 (siehe Fig. 3) durchzuführen.
Der Verschluss 121 löst sich während oder nach dem ersten Spülprogrammdurchlauf auf,
so dass in weiteren Spülprogrammdurchläufen die Stellung des Schaltventils 133 den
Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung 132 festlegt. Der Schaltzustand kann beispielsweise
wie nachfolgend anhand der Fig. 3 - 5 detailliert erläutert durch die Steuerungsvorrichtung
150 ermittelt werden.
[0067] Fig. 3 zeigt ein schematisches beispielhaftes Diagramm D eines Pumpenstroms 142 über
einen Zeitraum von einem Startzeitpunkt t0 bis zu einem Endzeitpunkt t2. Der dargestellte
Pumpenstrom 142 wird beispielsweise beim Betrieb einer Haushalts-Geschirrspülmaschine
1 der Fig. 1 oder Fig. 2 erfasst. Zu einem Umschaltzeitpunkt t1, der zwischen dem
Startzeitpunkt t0 und dem Endzeitpunkt t2 liegt, wird beispielsweise eine Wasserweiche
102 (siehe Fig. 2) umgestellt, so dass beispielsweise anstatt der ersten Sprühvorrichtung
112 (siehe Fig. 1 oder 2) nunmehr die zweite Sprühvorrichtung 122 (siehe Fig. 1 oder
2) mit Spülflotte F (siehe Fig. 2) beaufschlagt wird. Das heißt, dass in dem Zeitraum
t0 - t1 die erste Sprühvorrichtung 112 und in dem Zeitraum t1 - 12 die zweite Sprühvorrichtung
122 mit Spülflotte F beaufschlagt wird.
[0068] Auf der Ordinatenachse des Diagramms D ist der Pumpenstrom 142 aufgetragen. Insbesondere
sind drei Werte I0, I1 und I2 markiert. In diesem Beispiel entspricht I0 beispielsweise
dem Pumpenstrom 142, der bei einem Beaufschlagen der ersten Sprühvorrichtung 112 mit
Spülflotte F benötigt wird. Dieser Pumpenstrom 142 kann auch als erster Pumpenstrom
I0 bezeichnet werden. I1 entspricht beispielsweise dem Pumpenstrom 142, der bei einem
Beaufschlagen der zweiten Sprühvorrichtung 122 benötigt wird, wenn die Intensiv-Sprühvorrichtung
132 (siehe Fig. 1 oder 2) in dem deaktivierten Schaltzustand ist, das heißt dass das
Schaltventil 133 (siehe Fig. 1 oder 2) geschlossen ist. I2 entspricht beispielsweise
dem Pumpenstrom 142, der bei einem Beaufschlagen der zweiten Sprühvorrichtung 122
benötigt wird, wenn die Intensiv-Sprühvorrichtung 132 in dem aktivierten Schaltzustand
ist, das heißt dass das Schaltventil 133 geöffnet ist. Damit wird auch die Intensiv-Sprühvorrichtung
132 mit Spülflotte F beaufschlagt. I1 und I2 können jeweils als zweiter Pumpenstrom
bezeichnet werden.
[0069] Es ist in dem Diagramm D dargestellt, wie sich der Pumpenstrom 142 zu dem Umschaltzeitpunkt
t1, wenn von der ersten Sprühvorrichtung 112 auf die zweite Sprühvorrichtung 122 umgeschaltet
wird, verändert. Dabei sind die beiden Möglichkeiten bezüglich des aktuellen Schaltzustands
der Intensiv-Sprühvorrichtung 132 dargestellt, wobei die durchgezogene Linie den Pumpenstrom
142 in dem deaktivierten Schaltzustand und die gestrichelte Linie den Pumpenstrom
142 in dem aktivierten Schaltzustand darstellt. Es ist ersichtlich, dass der Pumpenstrom
142 in den beiden Schaltzuständen unterschiedlich ist. Ferner ist für jeden Schaltzustand
die Differenz zwischen dem ersten Pumpenstrom I0 und dem zweiten Pumpenstrom I1, I2
als ΔI01, ΔI02 eingezeichnet. Die Differenz zwischen den beiden möglichen Werten des
zweiten Pumpenstroms I1, I2 ist als K eingezeichnet. K wird auch als Klassendifferenzwert
bezeichnet. Der Klassendifferenzwert K ist für einen vorgegebenen Hydraulikkreislauf
100 (siehe Fig. 2) im Wesentlichen konstant. Veränderungen des Klassendifferenzwerts
K können beispielsweise aufgrund einer von Verschmutzung von einzelnen Sprühdüsen
der Sprühvorrichtungen 112, 122, 132 auftreten.
[0070] Die Steuerungsvorrichtung 150 (siehe Fig. 1) ist dazu eingerichtet, den aktuellen
Differenzwert ΔI01, ΔI02 zu bestimmen und auf Basis eines Vergleichs mit gespeicherten
früheren Differenzwerten ΔI1 - ΔI8 (siehe Fig. 4 oder 5) und dem vorgegebenen Klassendifferenzwert
K den aktuellen Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung 132 zu ermitteln. Dies
ist nachfolgend beispielhaft anhand der Fig. 4 und 5 näher erläutert.
[0071] Fig. 4 zeigt ein Diagramm D mit beispielhaften Differenzwerten ΔI1 - ΔI8, die bei
der Durchführung von Spülprogrammen erfasst und gespeichert wurden. Die horizontale
Achse zeigt die Nummer des Spülprogrammdurchlaufs N. Die vertikale Achse zeigt den
jeweils ermittelten Differenzwert ΔI1 - ΔI8 in beliebigen Einheiten (a.u. = arbitrary
units). In dem Diagramm D sind weiterhin für jeden der Differenzwerte ΔI1 - ΔI8 korrespondierende
virtuelle Differenzwerte ΔI1v - ΔI8v dargestellt. Der jeweilige virtuelle Differenzwert
ΔI1v - ΔI8v entspricht der Differenz oder der Summe, abhängig von dem Schaltzustand,
des entsprechenden Differenzwerts ΔI1 - ΔI8 mit dem Klassendifferenzwert K. Der erste
Spülprogrammdurchlauf N = 1 wurde mit einem vorgegebenen Referenzschaltzustand durchgeführt,
wie beispielsweise anhand der Fig. 2 erläutert, wobei der virtuelle Differenzwert
ΔI1v der Differenz des Differenzwerts ΔI1 und des Klassendifferenzwerts K entspricht.
[0072] Bei den weiteren Spülprogrammdurchläufen, N = 2 - N = 8, wurde jeweils der aktuelle
Differenzwert ΔI0, der je nach Schaltstellung der Differenz ΔI01 oder ΔI02 der Fig.
3 entspricht, ermittelt und gespeichert. Außerdem wurde anhand des aktuellen Differenzwerts
ΔI0 der jeweilige Schaltzustand durch Vergleich mit gespeicherten früheren Differenzwerten
ermittelt. Es ist ersichtlich, dass leichte Schwankungen des jeweiligen Differenzwerts
bei gleicher Schaltstellung auftreten können, die beispielsweise von einer Schmutzfracht
in der Spülflotte F und/oder einer Verschmutzung der Sprühvorrichtungen 112, 122,
132 verursacht sein können.
[0073] Beispielsweise bei dem vierten Spülprogrammdurchlauf, N = 4, wurde der Schaltzustand
umgeschaltet, beispielsweise von deaktiviert nach aktiviert, so dass der virtuelle
Differenzwert ΔI4v in diesem Fall der Summe aus dem Differenzwert ΔI4 und dem Klassendifferenzwert
K entspricht.
[0074] Es wird gerade der neunte Spülprogrammdurchlauf durchgeführt, N = 9. Der aktuelle
Schaltzustand ist unbekannt. Auf Basis des ersten Pumpenstroms I0 (siehe Fig. 3) und
des zweiten Pumpenstroms I1, I2 (siehe Fig. 3) wurde der aktuelle Differenzwert ΔI0
ermittelt. Die Steuerungsvorrichtung 150 (siehe Fig. 1 oder 2) lädt eine Auswahl SEL
umfassend die gespeicherten früheren Differenzwerte ΔI4 - ΔI8 oder Wertepaare der
letzten fünf Spülprogrammdurchläufe (N = 4 - 8).
[0075] Wenn nur Einzelwerte gespeichert sind, ist vorzugsweise der jeweilige Schaltzustand
mit dem Einzelwert gespeichert. Dann lassen sich aus den Einzelwerten und dem Klassendifferenzwert
K die Wertepaare bilden. Wenn Wertepaare gespeichert sind, ergibt sich der Schaltzustand
eines jeweiligen Werts aus seiner Relation zu dem weiteren Wert in dem Wertepaar,
so dass der Schaltzustand nicht unbedingt ebenfalls abgespeichert sein muss.
[0076] Die Steuerungsvorrichtung 150 ermittelt beispielsweise eine Häufigkeitsverteilung,
wie beispielhaft in der Fig. 5 dargestellt. Hierbei werden alle in der Auswahl SEL
enthaltenen Einzelwerte ΔI4 - ΔI8, ΔI4v - ΔI8v der fünf Wertepaare entsprechend ihres
Betrags in das Diagramm D eingetragen. In der Fig. 5 zeigen die gefüllten Balken die
Differenzwerte ΔI4, ΔI5, ΔI7, ΔI8 bei aktiviertem Zustand, die leeren Balken zeigen
den Differenzwert ΔI6 bei deaktiviertem Zustand und die schraffierten Balken ΔI4v,
ΔI5v, ΔI6v, ΔI7v, ΔI8v entsprechen den virtuellen Differenzwerten, die den jeweiligen
anderen Schaltzustand aufweisen.
[0077] Ausgehend von dieser Häufigkeitsverteilung ermittelt die Steuerungsvorrichtung 150
die fünf nächstliegenden Werte zu dem aktuellen Differenzwert ΔI0, der mit einer unterschiedlichen
Schraffur dargestellt ist. Dies sind in diesem Beispiel ΔI4v, ΔI5v, ΔI6, ΔI7v und
ΔI8. Die Steuerungsvorrichtung 150 ermittelt nun die Häufigkeit des aktivierten Schaltzustands
und des deaktivierten Schaltzustands in den nächstliegenden Werten. Bei diesem Beispiel
wird fünfmal der deaktivierte Schaltzustand und keinmal der aktivierte Schaltzustand
ermittelt. Damit ermittelt die Steuerungsvorrichtung 150, dass der aktuelle Schaltzustand
der deaktivierte Schaltzustand ist.
[0078] Man kann die anhand der Fig. 4 und 5 beschriebene Vorgehensweise mathematischformell
beispielsweise wie folgt formulieren. Es gebe die Wertepaare (X1, Y1),...,(Xn,Yn),
wobei ein Xi ein gespeicherter früherer Differenzwert ist und Yi der zugehörige Schaltzustand,
Yi = 0 für den deaktivierten Schaltzustand und Yi = 1 für den aktivierten Schaltzustand.
Es gebe eine Umsortierung der Wertepaare (X1', Y1'),...,(Xn',Yn'), so dass mit X*
(aktueller Differenzwert) die Reihe X1'-X* < X2'-X* < ... < Xn'-X* gilt. Es sei k
eine ungerade ganze Zahl. Falls 1/k·ΣYi' > 0,5, wobei die Summe über die Werte von
i=1 - k gebildet wird, dann ist Y* = 1, ansonsten Y* = 0.
[0079] Alternativ zu der geschilderten Vorgehensweise kann die Steuerungsvorrichtung 150
dazu eingerichtet sein, einen Mittelwert der Differenzwerte mit aktiviertem Schaltzustand
und einen Mittelwert der Differenzwerte mit deaktiviertem Schaltzustand zu ermitteln
und anhand des Abstand des aktuellen Differenzwerts von den Mittelwerten den aktuellen
Schaltzustand ermitteln. Der jeweilige Mittelwert wird hierbei auf Basis der gleichen
Anzahl an gespeicherten früheren Differenzwerten gebildet. Dabei ist es nicht unbedingt
notwendig, die Wertepaare zu speichern, sondern der zu einem Differenzwert korrespondierende
virtuelle Differenzwert kann auch erst während der Berechnung des Mittelwerts gebildet
werden und in den Mittelwert eingehen.
[0080] Fig. 6 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens
zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine 1, beispielsweise der Haushalts-Geschirrspülmaschine
der Fig. 1 oder 2.
[0081] In einem ersten Schritt S1 wird ein erster Pumpenstrom I0 (siehe Fig. 3) während
einem Beaufschlagen einer ersten Sprühvorrichtung 112 (siehe Fig. 1 oder 2) mit Spülflotte
F (siehe Fig. 2), erfasst. In einem zweiten Schritt S2 wird ein zweiter Pumpenstrom
I
1, I
2 während einem Beaufschlagen einer zweiten Sprühvorrichtung 122 (siehe Fig. 1 oder
2) mit Spülflotte F erfasst. In einem dritten Schritt S3 wird ein aktueller Differenzwert
ΔI0 (siehe Fig. 4 oder 5) in Abhängigkeit des erfassten ersten und zweiten Pumpenstroms
I0, I1, I2 (siehe Fig. 3) gebildet. In einem vierten Schritt wird ein aktueller Schaltzustand
der Intensiv-Sprühvorrichtung 132 (siehe Fig. 1 oder 2) in Abhängigkeit des aktuellen
Differenzwerts ΔI0, einer Anzahl von gespeicherten früheren Differenzwerten ΔI1 -
ΔI8 (siehe Fig. 4 oder 5) und einem vorgegebenen Klassendifferenzwert K (siehe Fig.
3 oder 4) ermittelt. In einem fünften Schritt S5 wird das Spülprogramm in Abhängigkeit
des ermittelten aktuellen Schaltzustands angepasst. Beispielsweise wird eine Pumpendrehzahl
verändert und/oder die Menge an Spülflotte wird angepasst.
[0082] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben wurde,
ist sie vielfältig modifizierbar.
[0083] So kann das beschriebene Konzept auf eine größere Anzahl an Sprühvorrichtungen und/oder
auf mehr als eine Intensiv-Sprühvorrichtung erweitert werden. Eine Bedingung ist es,
dass wenigstens eine der Sprühvorrichtungen einen bekannten oder automatisch ermittelbaren
Schaltzustand aufweist, insbesondere keine zugeordnete zuschaltbare Intensiv-Sprühvorrichtung
aufweist. Der Differenzwert für eine jeweilige Sprühvorrichtung wird immer in Bezug
auf die Sprühvorrichtung mit dem bekannten Schaltzustand ermittelt.
[0084] Beispielsweise weist die Geschirrspülmaschine zusätzlich eine dritte Sprühvorrichtung
mit wahlweise zuschaltbarer Intensiv-Sprühvorrichtung auf. Für die dritte Sprühvorrichtung
kann dann das gleiche Schema wie vorstehend beschrieben verwendet werden.
[0085] Alternativ oder zusätzlich kann die Sprühvorrichtung mit zugeordneter Intensiv-Sprühvorrichtung
eine weitere Intensiv-Sprühvorrichtung aufweisen. Dann kann vorgesehen sein, dass
nur eine der beiden Intensiv-Sprühvorrichtungen aktiviert sein kann. Alternativ kann
vorgesehen sein, dass die beiden Intensiv-Sprühvorrichtungen wahlweise einzeln oder
zusammen aktiviert sind. Hierbei wird vorzugsweise eine Mehrzahl an Klassendifferenzwerten
vorgesehen, von denen ein jeweiliger eine entsprechende Differenz zwischen dem aktivierten
und deaktivierten Schaltzustand beschreibt.
Verwendete Bezugszeichen:
[0086]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Spülbehälter
- 3
- Tür
- 4
- Spülkammer
- 5
- Schwenkachse
- 6
- Beschickungsöffnung
- 7
- Boden
- 8
- Decke
- 9
- Rückwand
- 10
- Seitenwand
- 11
- Seitenwand
- 12
- Spülgutaufnahme
- 13
- Spülgutaufnahme
- 14
- Spülgutaufnahme
- 15
- Pumpensumpf
- 16
- Zuleitung
- 17
- Zuleitung
- 20
- Basisträger
- 100
- Hydraulikkreislauf
- 102
- Wasserweiche
- 104
- Verteilelement
- 110
- erste Hydraulikanordnung
- 112
- erste Sprühvorrichtung
- 120
- zweite Hydraulikanordnung
- 121
- Verschluss
- 122
- zweite Sprühvorrichtung
- 132
- Intensiv-Sprühvorrichtung
- 133
- Schaltventil
- 140
- Pumpeinrichtung
- 142
- Pumpenstrom
- 150
- Steuerungsvorrichtung
- A
- Auszugsrichtung
- D
- Diagramm
- ΔI01
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI02
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI0
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI1
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI1v
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI2
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI2v
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI3
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI3v
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI4
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI4v
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI5
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI5v
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI6
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI6v
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI7
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI7v
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI8
- Unterschied im Pumpenstrom
- ΔI8v
- Unterschied im Pumpenstrom
- E
- Einschubrichtung
- I0
- Stromwert (erster Pumpenstrom)
- I1
- Stromwert (zweiter Pumpenstrom)
- I2
- Stromwert (zweiter Pumpenstrom)
- K
- Klassendifferenzwert
- S1
- Verfahrensschritt
- S2
- Verfahrensschritt
- S3
- Verfahrensschritt
- S4
- Verfahrensschritt
- S5
- Verfahrensschritt
- SEL
- Auswahl
- t0
- Startzeitpunkt
- t1
- Umschaltzeitpunkt
- t2
- Endzeitpunkt
1. Geschirrspülmaschine (1), insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einer Steuerungsvorrichtung
(150) zum Durchführen eines Spülprogramms zum Spülen von in einer Spülkammer (4) der
Geschirrspülmaschine (1) angeordnetem Spülgut, mit einer ersten Sprühvorrichtung (112)
und einer zweiten Sprühvorrichtung (122), die über eine Pumpeinrichtung (140) wahlweise
mit Spülflotte (F) zum Ausbilden einer jeweiligen Spülzone beaufschlagbar sind, und
mit einer Intensiv-Sprühvorrichtung (132), die der ersten (112) oder der zweiten Sprühvorrichtung
(122) zugeordnet ist und die mittels eines Schaltventils (133) in einen aktivierten
oder einen deaktivierten Zustand verbringbar ist, wobei die Steuerungsvorrichtung
(150) zum Erfassen eines ersten Pumpenstroms (I0) während einem Beaufschlagen der
ersten Sprühvorrichtung (112) mit Spülflotte (F) und zum Erfassen eines zweiten Pumpenstroms
(I1, I2) während einem Beaufschlagen der zweiten Sprühvorrichtung (122) mit Spülflotte
(F), zum Bilden eines aktuellen Differenzwerts (ΔI0) in Abhängigkeit des erfassten
ersten (I0) und zweiten Pumpenstroms (I1, I2), zum Speichern von wenigstens einem
früheren Differenzwert (ΔI1 - ΔI8) mit einem dem früheren Differenzwert (ΔI1 - ΔI8)
zugeordneten Schaltzustand und zum Ermitteln eines aktuellen Schaltzustands der Intensiv-Sprühvorrichtung
(132) auf Basis eines Vergleichs des aktuellen Differenzwerts (ΔI0) mit gespeicherten
früheren Differenzwerten (ΔI1 - ΔI8) und einem vorgegebenen Klassendifferenzwert (K),
der einen charakteristischen Unterschied im Pumpenstrom zwischen aktivierter und deaktivierter
Intensiv-Sprühvorrichtung (132) beschreibt, eingerichtet ist, und wobei die Steuerungsvorrichtung
(150) zum Anpassen des Spülprogramms in Abhängigkeit des ermittelten aktuellen Schaltzustands
eingerichtet ist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Intensiv-Sprühvorrichtung (132) bei dem erstmaligen Durchführen des Spülprogramms
mit der Geschirrspülmaschine (1) in einem vorbestimmten Schaltzustand ist.
3. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (150) zum Speichern des gebildeten aktuellen Differenzwerts
(ΔI0) zusammen mit dem ermittelten aktuellen Schaltzustand eingerichtet ist.
4. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (150) dazu eingerichtet ist, den aktuellen Schaltzustand
auf Basis der gespeicherten früheren Differenzwerte (ΔI1 - ΔI8) der letzten N durchgeführten
Spülprogramme zu ermitteln, wobei N eine natürliche Zahl aus dem Intervall [0,100]
ist.
5. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (150) dazu eingerichtet ist, auf Basis des aktuellen Differenzwerts
(ΔI0) und des ermittelten aktuellen Schaltzustands einen virtuellen Differenzwert
(ΔI1v - ΔI8v) zu ermitteln, wobei der virtuelle Differenzwert (ΔI1v - ΔI8v)
bei aktiviertem Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung (132) einer Differenz
des aktuellen Differenzwerts (ΔI0) und dem vorgegebenen Klassendifferenzwert (K) entspricht,
und
bei deaktiviertem Schaltzustand der Intensiv-Sprühvorrichtung (132) einer Summe des
aktuellen Differenzwerts (ΔI10) und dem vorgegebenen Klassendifferenzwert (K) entspricht,
wobei die Steuerungsvorrichtung (150) zum Speichern eines Wertepaars umfassend den
aktuellen Differenzwert (ΔI0) und den ermittelten virtuellen Differenzwert eingerichtet
ist.
6. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgegebene Klassendifferenzwert (K) zum Ermitteln des virtuellen Differenzwerts
(ΔI1v - ΔI8v) einen ersten Wert für den aktivierten Schaltzustand und einen zweiten
Wert für den deaktivierten Schaltzustand umfasst.
7. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (150) dazu eingerichtet ist, den aktuellen Schaltzustand
in Abhängigkeit einer Anzahl von gespeicherten Wertepaaren zu ermitteln, wobei die
Steuerungsvorrichtung (150) zum Bilden eines oberen Mittelwerts, der ein Mittelwert
von den jeweils höheren Werten der Anzahl von gespeicherten Wertepaaren ist, und zum
Bilden eines unteren Mittelwerts, der ein Mittelwert von den jeweils niedrigeren Werten
der Anzahl von gespeicherten Wertepaaren ist, und zum Vergleichen des aktuellen Differenzwerts
(ΔI0) mit dem oberen Mittelwert und dem unteren Mittelwert eingerichtet ist.
8. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (150) dazu eingerichtet ist, den aktuellen Schaltzustand
in Abhängigkeit einer Auswahl von gespeicherten Wertepaaren zu ermitteln, wobei die
Steuerungsvorrichtung (150) zum Ermitteln einer Anzahl von nächstliegenden Werten
aller von der Auswahl gespeicherter Wertepaare umfassten Werte und zum Ermitteln des
Schaltzustands eines jeweiligen Werts der Anzahl nächstliegender Werte eingerichtet
ist.
9. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltventil (133) zum Setzen des Schaltzustands der Intensiv-Sprühvorrichtung
(132) durch einen Benutzer der Geschirrspülmaschine (1) manuell bedienbar ist.
10. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (150) zum Durchführen einer Plausibilitätsprüfung einer
Zuordnung eines Schaltzustands zu einem gespeicherten früheren Differenzwert (ΔI1
- ΔI8) in Abhängigkeit des vorgegebenen Klassendifferenzwerts (K) und einer Differenz
des früheren Differenzwerts (ΔI1 - ΔI8) und des aktuellen Differenzwerts (ΔI0) eingerichtet
ist.
11. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (150) zum Betreiben der Pumpeinrichtung (140) mit einer
vorgegebenen Drehzahl während dem Erfassen des ersten (I0) und zweiten Pumpenstroms
(I1, I2) eingerichtet ist.
12. Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine (1), insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine,
mit einer Steuerungsvorrichtung (150) zum Durchführen eines Spülprogramms zum Spülen
von in einer Spülkammer (4) der Geschirrspülmaschine (1) angeordnetem Spülgut, mit
einer ersten Sprühvorrichtung (112) und einer zweiten Sprühvorrichtung (122), die
über eine Pumpeinrichtung (140) wahlweise mit Spülflotte (F) zum Ausbilden einer jeweiligen
Spülzone beaufschlagbar sind, und mit einer Intensiv-Sprühvorrichtung (132), die der
ersten (112) oder der zweiten Sprühvorrichtung (122) zugeordnet ist und die mittels
eines Schaltventils (133) in einen aktivierten oder einen deaktivierten Zustand verbringbar
ist, mit den Schritten:
Erfassen (S1) eines ersten Pumpenstroms (I0) während einem Beaufschlagen der ersten
Sprühvorrichtung (112) mit Spülflotte (F),
Erfassen (S2) eines zweiten Pumpenstroms (I1, I2) während einem Beaufschlagen der
zweiten Sprühvorrichtung (122) mit Spülflotte (F),
Bilden (S3) eines aktuellen Differenzwerts (ΔI0) in Abhängigkeit des erfassten ersten
(I0) und zweiten Pumpenstroms (I1, I2),
Ermitteln (S4) eines aktuellen Schaltzustands der Intensiv-Sprühvorrichtung (132)
auf Basis eines Vergleichs des aktuellen Differenzwerts (ΔI0) mit gespeicherten früheren
Differenzwerten (ΔI1 - ΔI8), die mit einem dem früheren Differenzwert (ΔI1 - ΔI8)
zugeordneten Schaltzustand gespeichert sind, und einem vorgegebenen Klassendifferenzwert
(K), der einen charakteristischen Unterschied im Pumpenstrom zwischen aktivierter
und deaktivierter Intensiv-Sprühvorrichtung (132), beschreibt, und
Anpassen (S5) des Spülprogramms in Abhängigkeit des ermittelten aktuellen Schaltzustands.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Intensiv-Sprühvorrichtung (132) bei dem erstmaligen Durchführen eines Spülprogramms
mit der Geschirrspülmaschine (1) in einem vorbestimmten Schaltzustand ist.
14. Computerprogrammprodukt, umfassend Befehle, die bei der Ausführung des Programms durch
einen Computer diesen veranlassen, das Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder
13 auszuführen.
1. Dishwasher (1), in particular household dishwasher, with a control apparatus (150)
for carrying out a washing program for washing items to be washed arranged in a washing
compartment (4) of the dishwasher (1), with a first spray apparatus (112) and a second
spray apparatus (122), which can selectively be supplied with washing liquor (F) via
a pump facility (140) in order to embody a respective washing zone, and with an intensive
spray apparatus (132), which is assigned to the first (112) or the second spray apparatus
(122) and can be brought into an activated or deactivated state by means of a switch
valve (133), wherein the control apparatus (150) is configured to detect a first pump
flow (10) while the first spray apparatus (112) is being supplied with washing liquor
(F) and to detect a second pump flow (11, 12) while the second spray apparatus (122)
is being supplied with washing liquor (F), to form a current differential value (ΔI0)
as a function of the detected first (10) and second pump flow (11, 12), to store at
least one earlier differential value (ΔI1 - ΔI8) with a switch state assigned to the
earlier differential value (ΔI1 - ΔI8) and to ascertain a current switch state of
the intensive spray apparatus (132) on the basis of a comparison of the current differential
value (ΔI0) with stored earlier differential values (ΔI1 - ΔI8) and a predetermined
class differential value (K), which describes a characteristic difference in the pump
flow between the activated and the deactivated intensive spray apparatus (132), and
wherein the control apparatus (150) is configured to adapt the washing program as
a function of the ascertained current switch state.
2. Dishwasher according to claim 1, characterised in that the intensive spray apparatus (132) is in a predetermined switch state the first
time the washing program is carried out with the dishwasher (1).
3. Dishwasher according to claim 1 or 2, characterised in that the control apparatus (150) is configured to store the formed current differential
value (ΔI0) together with the ascertained current switch state.
4. Dishwasher according to one of claims 1 to 3, characterised in that the control apparatus (150) is configured to ascertain the current switch state on
the basis of the stored earlier differential values (ΔI1 - ΔI8) of the last N washing
programs carried out, wherein N is a natural number from the range [0,100].
5. Dishwasher according to one of claims 1 to 4,
characterised in that the control apparatus (150) is configured to ascertain a virtual differential value
(ΔI1v - Al8v) on the basis of the current differential value (ΔI0) and the ascertained
current switch state, wherein the virtual differential value (ΔI1v - ΔI8v)
corresponds to a difference between the current differential value (ΔI0) and the predetermined
class differential value (K) in the activated switch state of the intensive spray
\apparatus (132), and
corresponds to a sum of the current differential value (ΔI10) and the predetermined
class differential value (K) in the deactivated switch state of the intensive spray
apparatus (132),
wherein the control apparatus (150) is configured to store a value pair comprising
the current differential value (ΔI0) and the ascertained virtual differential value.
6. Dishwasher according to claim 5, characterised in that the predetermined class differential value (K) for ascertaining the virtual differential
value (ΔI1v - ΔI8v) comprises a first value for the activated switch state and a second
value for the deactivated switch state.
7. Dishwasher according to claim 5 or 6, characterised in that the control apparatus (150) is configured to ascertain the current switch state as
a function of a number of stored value pairs, wherein the control apparatus (150)
is configured to form an upper mean value which is a mean value of the respectively
higher values of the number of stored value pairs and to form a lower mean value which
is a mean value of the respectively lower values of the number of stored value pairs,
and to compare the current differential value (ΔI0) with the upper mean value and
the lower mean value.
8. Dishwasher according to claim 5 or 6, characterised in that the control apparatus (150) is configured to ascertain the current switch state as
a function of a selection of stored value pairs, wherein the control apparatus (150)
is configured to ascertain a number of nearest values of all values comprised by the
selection of stored value pairs and to ascertain the switch state of a respective
value of the number of nearest values.
9. Dishwasher according to one of claims 1 to 8, characterised in that the switch valve (133) can be operated manually by a user of the dishwasher (1) to
set the switch state of the intensive spray apparatus (132).
10. Dishwasher according to one of claims 1-9, characterised in that the control apparatus (150) is configured to carry out a plausibility check of an
assignment of a switch state to a stored earlier differential value (ΔI1 - ΔI8) as
a function of the predetermined class differential value (K) and a difference between
the earlier differential value (ΔI1 - ΔI8) and the current differential value (ΔI0).
11. Dishwasher according to one of claims 1 to 10, characterised in that the control apparatus (150) is configured to operate the pump facility (140) at a
predetermined rotational speed during the detection of the first (10) and second pump
flow (11, 12).
12. Method for operating a dishwasher (1), in particular a household dishwasher, with
a control apparatus (150) for carrying out a washing program for washing items to
be washed arranged in a washing compartment (4) of the dishwasher (1), with a first
spray apparatus (112) and a second spray apparatus (122), which can selectively be
supplied with washing liquor (F) via a pump facility (140) in order to embody a respective
washing zone, and with an intensive spray apparatus (132), which is assigned to the
first (112) or the second spray apparatus (122) and can be brought into an activated
or deactivated state by means of a switch valve (133), with the steps:
detecting (S1) a first pump flow (10) while the first spray apparatus (112) is being
supplied with washing liquor (F),
detecting (S2) a second pump flow (11, 12) while the second spray apparatus (122)
is being supplied with washing liquor (F),
forming (S3) a current differential value (ΔI0) as a function of the detected first
(10) and second pump flow (11, 12),
ascertaining (S4) a current switch state of the intensive spray apparatus (132) on
the basis of a comparison of the current differential value (ΔI0) with stored earlier
differential values (ΔI1 - ΔI8), which are stored with a switch state assigned to
the earlier differential value (ΔI1 - ΔI8), and a predetermined class differential
value (K), which describes a characteristic difference in the pump flow between the
activated and the deactivated intensive spray apparatus (132), and
adapting (S5) the washing program as a function of the ascertained current switch
state.
13. Method according to claim 12, characterised in that the intensive spray apparatus (132) is in a predetermined switch state the first
time a washing program is carried out with the dishwasher (1).
14. Computer program product, comprising commands which, on execution of the program by
a computer, cause the computer to carry out the method according to one of claims
12 or 13.
1. Lave-vaisselle (1), en particulier lave-vaisselle ménager, avec un dispositif de commande
(150) pour la réalisation d'un programme de lavage pour le lavage de vaisselle disposée
dans une chambre de lavage (4) du lave-vaisselle (1), avec un premier dispositif de
pulvérisation (112) et un deuxième dispositif de pulvérisation (122), lesquels peuvent
être alimentés via un dispositif de pompage (140) au choix en bain de lavage (F) pour
la formation d'une zone de lavage respective, et avec un dispositif de pulvérisation
intensive (132) affecté au premier (112) ou au deuxième dispositif de pulvérisation
(122) et qui peut être déplacé au moyen d'une soupape de commande (133) dans un état
activé ou un état désactivé, dans lequel le dispositif de commande (150) est aménagé
afin de détecter un premier courant de pompe (I0) durant une alimentation du premier
dispositif de pulvérisation (112) en bain de lavage (F) et pour la détection d'un
deuxième courant de pompe (I1, I2) durant une alimentation du deuxième dispositif
de pulvérisation (122) en bain de lavage (F), pour l'établissement d'une valeur différentielle
actuelle (ΔI0) en fonction du premier (I0) et du deuxième courant de pompe (I1, I2)
détecté, pour l'enregistrement d'au moins une valeur différentielle antérieure (ΔI1
- ΔI8) avec un état d'actionnement affecté à la valeur différentielle antérieure (ΔI1
- ΔI8) et pour la détermination d'un état d'actionnement actuel du dispositif de pulvérisation
intensive (132) sur la base d'une comparaison de la valeur différentielle actuelle
(ΔI0) par rapport aux valeurs différentielles antérieures enregistrées (ΔI1 - ΔI8)
et à une valeur de différence de classe prédéfinie (K), laquelle décrit une différence
caractéristique du courant de pompe selon que le dispositif de pulvérisation intensive
(132) est activé ou désactivé, et dans lequel le dispositif de commande (150) est
aménagé afin d'adapter le programme de lavage en fonction de l'état d'actionnement
actuel déterminé.
2. Lave-vaisselle selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de pulvérisation intensive (132) est dans un état d'actionnement prédéfini
lors de la première réalisation du programme de lavage avec le lave-vaisselle (1).
3. Lave-vaisselle selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de commande (150) est aménagé afin d'enregistrer la valeur différentielle
actuelle établie (ΔI0), avec l'état d'actionnement actuel déterminé.
4. Lave-vaisselle selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de commande (150) est aménagé afin de déterminer l'état d'actionnement
actuel sur la base des valeurs différentielles antérieures enregistrées (ΔI1 - ΔI8)
des derniers N programmes de lavage réalisés, dans lequel N est un entier naturel
compris dans l'intervalle [0,100].
5. Lave-vaisselle selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de commande (150) est aménagé afin de déterminer, sur la base de la
valeur différentielle actuelle (ΔI0) et de l'état d'actionnement actuel déterminé,
une valeur différentielle virtuelle (ΔI1v - ΔI8v), dans lequel la valeur différentielle
virtuelle (ΔI1v - ΔI8v) correspond, en présence d'un état d'actionnement activé du
dispositif de pulvérisation intensive (132), à une différence entre la valeur différentielle
actuelle (ΔI0) et la valeur de différence de classe prédéfinie (K), et, en présence
d'un état d'actionnement désactivé du dispositif de pulvérisation intensive (132),
à une somme de la valeur différentielle actuelle (ΔI10) et de la valeur de différence
de classe prédéfinie (K), dans lequel le dispositif de commande (150) est aménagé
afin d'enregistrer un couple de valeurs comprenant la valeur différentielle actuelle
(ΔI0) et la valeur différentielle virtuelle déterminée.
6. Lave-vaisselle selon la revendication 5, caractérisé en ce que la valeur de différence de classe prédéfinie (K) pour la détermination de la valeur
différentielle virtuelle (ΔI1v - ΔI8v) comprend une première valeur pour l'état d'actionnement
activé et une deuxième valeur pour l'état d'actionnement désactivé.
7. Lave-vaisselle selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le dispositif de commande (150) est aménagé afin de déterminer l'état d'actionnement
actuel en fonction d'un nombre de couples de valeurs enregistrés, dans lequel le dispositif
de commande (150) est aménagé afin d'établir une valeur moyenne supérieure, qui est
une valeur moyenne des valeurs supérieures respectives du nombre de couples de valeurs
enregistrés, et afin d'établir une valeur moyenne inférieure, qui est une valeur moyenne
des valeurs inférieures respectives du nombre de couples de valeurs enregistrés, et
afin de comparer la valeur différentielle actuelle (ΔI0) à la valeur moyenne supérieure
et à la valeur moyenne inférieure.
8. Lave-vaisselle selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le dispositif de commande (150) est aménagé afin de déterminer l'état d'actionnement
actuel en fonction d'une sélection de couples de valeurs enregistrés, dans lequel
le dispositif de commande (150) est aménagé afin de déterminer un nombre de valeurs
les plus proches de l'ensemble des valeurs comprises dans la sélection de couples
de valeurs enregistrés et afin de déterminer l'état d'actionnement d'une valeur respective
du nombre de valeurs les plus proches.
9. Lave-vaisselle selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la soupape de commande (133) peut être actionnée manuellement par un utilisateur
du lave-vaisselle (1) afin d'établir l'état d'actionnement du dispositif de pulvérisation
intensive (132).
10. Lave-vaisselle selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le dispositif de commande (150) est aménagé afin de réaliser un contrôle de vraisemblance
d'une affectation d'un état d'actionnement à une valeur différentielle antérieure
enregistrée (ΔI1 - ΔI8) en fonction de la valeur de différence de classe prédéfinie
(K) et d'une différence entre la valeur différentielle antérieure (ΔI1 - ΔI8) et la
valeur différentielle actuelle (ΔI0).
11. Lave-vaisselle selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de commande (150) est aménagé afin d'exploiter le dispositif de pompage
(140) selon une vitesse de rotation prédéfinie durant la saisie du premier (I0) et
du deuxième courant de pompe (I1, I2).
12. Procédé d'exploitation d'un lave-vaisselle (1), en particulier d'un lave-vaisselle
ménager, avec un dispositif de commande (150) pour la réalisation d'un programme de
lavage pour le lavage de vaisselle disposée dans une chambre de lavage (4) du lave-vaisselle
(1), avec un premier dispositif de pulvérisation (112) et un deuxième dispositif de
pulvérisation (122), lesquels peuvent être alimentés via un dispositif de pompage
(140) au choix en bain de lavage (F) pour la formation d'une zone de lavage respective,
et avec un dispositif de pulvérisation intensive (132) affecté au premier (112) ou
au deuxième dispositif de pulvérisation (122) et qui peut être déplacé au moyen d'une
soupape de commande (133) dans un état activé ou un état désactivé, comprenant les
étapes : détection (S1) d'un premier courant de pompe (I0) durant une alimentation
du premier dispositif de pulvérisation (112) en bain de lavage (F), détection (S2)
d'un deuxième courant de pompe (I1, I2) durant une alimentation du deuxième dispositif
de pulvérisation (122) en bain de lavage (F), établissement (S3) d'une valeur différentielle
actuelle (ΔI0) en fonction du premier (I0) et du deuxième courant de pompe (I1, I2)
détecté, détermination (S4) d'un état d'actionnement actuel du dispositif de pulvérisation
intensive (132) sur la base d'une comparaison de la valeur différentielle actuelle
(ΔI0) par rapport aux valeurs différentielles antérieures enregistrées (ΔI1 - ΔI8),
lesquelles sont enregistrées avec un état d'actionnement affecté à la valeur différentielle
antérieure (ΔI1 - ΔI8), et à une valeur de différence de classe prédéfinie (K), laquelle
décrit une différence caractéristique du courant de pompe selon que le dispositif
de pulvérisation intensive (132) est activé ou désactivé, et adaptation (S5) du programme
de lavage en fonction de l'état d'actionnement actuel déterminé.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif de pulvérisation intensive (132) est dans un état d'actionnement prédéfini
lors de la première réalisation d'un programme de lavage avec le lave-vaisselle (1).
14. Produit de programme informatique comprenant des instructions faisant en sorte que
lors de l'exécution du programme par un ordinateur, celui-ci exécute le procédé selon
l'une des revendications 12 ou 13.