[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Untergestell für ein Boxspringbett, wie es beispielsweise
mit dem Gegenstand der
EP 1 410 742 B2 bekannt geworden ist. Ein solches Untergestell für Boxspringbetten besteht im Wesentlichen
aus einer durchgehenden flachen Liegefläche, die gegenüber dem Untergestell mithilfe
von Taschenfederpolsterungen abgefedert ist.
[0002] Das Boxspringbett, auch Amerikanisches Bett oder Continentalbett oder Komfortbett
genannt, ist ein Schlafsystem, bei dem anstelle eines Lattenrostes ein gefedertes
Untergestell die Basis bildet. Boxspring bedeutet Federkernkasten und beschreibt im
Wesentlichen den Aufbau des Untergestells. Das Boxspring, also das Untergestell, besteht
aus einem Rahmen, der meist aus Massivholz gefertigt ist und die Federung umgibt.
[0003] Meist sind Boxsprings mit Federkern (Bonellfedern oder Taschenfederkern) ausgestattet.
Je nach Hersteller können bereits im Boxspringuntergestell mehrere unterschiedliche
Lagen an Federn verarbeitet sein. Auf dem Boxspring liegt eine Matratze und, je nach
Aufbauvariante, noch ein zusätzlicher Topper auf. Besonders populär sind Boxspringbetten
in den Vereinigten Staaten und Kanada, aber auch in Skandinavien haben sie eine lange
Tradition. In Europa ist die Nachfrage nach dem ursprünglich unter der Bezeichnung
Kastenmatratze geführten System steigend.
[0004] Es gibt verschiedene mögliche Aufbauten bei Boxspringbetten. Im Gegensatz zu den
üblicherweise verwendeten Betten in Deutschland liegt die Matratze nicht auf einem
Lattenrost, sondern die Basis bildet bei allen Varianten das Boxspring. Darauf liegt
eine Matratze. Beim so genannten Amerikanischen Boxspringbett handelt es sich meist
um eine sehr dicke Matratze, die häufig bis 30 Zentimeter in der Höhe misst. Oft wird
zusätzlich eine Matratzenauflage, ein so genannter Topper, aufgelegt, und die Matratze
ist meist im Bezugsstoff des Bettes bezogen.
[0005] Durch die Übereinanderschichtung der bis zu drei Bestandteile erreicht man mit dem
Boxspringbett eine Komforthöhe, welche besonders älteren Menschen das Ein- und Aussteigen
erleichtert.
[0006] Bei Boxspringbetten besteht die Technik allgemein darin, dass man auf einem Untergestell
eine erste Lage einer Matratze anordnet, die bevorzugt als Taschenfederkernmatratze
ausgebildet ist. Es handelt sich also allgemein um eine Federungsauflage, die bevorzugt
aus Taschenfederkernen besteht, worauf die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist.
[0007] Oberhalb dieser unteren Polsterauflage ist eine weitere Polsterschicht angeordnet,
welche die gesamte Polsterung des Untergestells abdeckt und auf dieser Polsterschicht
ist eine weitere Taschenfederkernmatratze oder allgemein eine Liegematratze angeordnet,
die bevorzugt aus Taschenfederkernen bestehen, worauf die Erfindung jedoch nicht beschränkt
ist. Es können auch Schaumstoffauflagen verwendet werden.
[0008] Zusätzlich kann es vorgesehen werden, dass auf der Oberseite der Liegematratze noch
eine Topperauflage angeordnet ist, die dann schließlich die Liegefläche für die auf
der dreischichtigen Polsterauflage liegenden Person bildet.
[0009] Das Boxspringbett bietet eine gleichbleibende, vorzugsweise punktuelle Unterstützung
über die gesamte Liegefläche hinweg und weist daher meist keine den Körper unterstützende
Mehrzonen-Einteilung auf, wie es bei Schaumstoffmatratzen der Fall ist. Aufgrund der
Verwendung von taschenförmig eingehausten Federkernen erfolgt eine punktuelle Abstützung
der Körperbereiche, was zu einer feinfühligeren Anpassung der Liegefläche an den Körper
des Benutzers führt.
[0010] Es besteht daher das Bedürfnis, die Liegefläche an bestimmte Körperzonen individuell
anzupassen, um eine auf den Benutzer abgestimmte individuelle Modulation der Liegefläche
zu erreichen.
[0011] Zur Modulation der Liegefläche ist es aus der
EP 1 410 742 B2 bekannt, bestimmte Bereiche unterhalb der Liegefläche mit manuell einstellbaren Hubtischen
auszurüsten, um bei vertikaler Einstellung der Hubtische eine körperangepasste Modulation
der Liegefläche zu erreichen. So ist es beispielsweise bei diesem Stand der Technik
möglich, im Schulterbereich eines Benutzers einen abgesenkten Liegebereich zu schaffen
und andererseits auch im Oberschenkel- und Unterschenkelbereich erhöhte Bereiche auf
der Liegefläche vorzusehen. Jeder Hubtisch muss manuell eingestellt werden, was mit
großem Aufwand verbunden ist. Weiterer Nachteil eines solchen bekannten Boxspringbettes
ist, dass nur eine ebene Liegefläche geschaffen ist, ohne dass die Möglichkeit besteht,
die Liegefläche mindestens im Kopf- oder Schulterbereich schräg anzuheben und dementsprechend
einzustellen.
[0012] Nachdem die gezeigten Hubtische in der
EP 1 410 742 B2 nur manuell einstellbar sind und dies mithilfe von kreuzförmigen, drehbaren und im
Durchmesser sich unterscheidenden Abstützfüßen erfolgt, kann nur ein sehr geringer
Einstellbereich für die Modulation der Liegefläche erreicht werden.
[0013] Mit dem Gegenstand der
EP 3 370 575 B1 ist ein weiteres Untergestell für ein Boxspringbett bekannt geworden, das motorisch
einstellbare Hubtische offenbart, die den Schulterbereich und den Beckenbereich des
Benutzers über einen größeren Hubbereich modulieren können, jedoch eine durchgehend
ebene Liegefläche zeigen, die einen gewünschten Sitzkomfort nicht bietet.
[0014] Die
EP 3 369 345 B1 zeigt einen gattungsfremden Lattenrost mit einem in verschiedenen Schwenklagen einstellbaren
Rückenteil, das Federlatten als Abstützelemente zeigt. Der Einsatz dieser Schwenkmechanik
bei Untergestellen von Boxspringbetten war bisher nicht möglich, denn es bedurfte
besonderer konstruktiver Maßnahmen, um den untergestellseitigen Hubtisch eines Boxspring-Untergestells
als schwenkbares Rückenteil auszubilden.
[0015] Bei derartigen Boxspringbetten besteht jedoch das Bedürfnis, eine starke, ohne besonderen
Bedienungsaufwand individuell einstellbare Modulation der Liegefläche zu erreichen,
wobei eine solche Modulation nicht nur mit im Schulter- oder Hüftbereich angeordneten
Hubtischen erfolgen sollte, sondern auch noch zusätzlich die Möglichkeit geboten werden
soll, ein anhebbares und absenkbares Rückenteil zu schaffen, welches bei Beibehaltung
der Vorteile eines Boxspringbettes einen zusätzlichen Sitzkomfort bietet.
[0016] Dementsprechend hat sich die Erfindung ausgehend von einem Stand der Technik nach
der
EP 3 370 575 B1 die Aufgabe gestellt, ein Untergestell eines Boxspringbettes so weiterzubilden, dass
eine einstellbare Verschwenkung des Rückenteils möglich ist, dass aber die Vorteile
eines Boxspringbettes mit Modulation der Liegefläche im Rückenteil beibehalten sind.
[0017] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0018] Bevorzugtes Merkmal der Erfindung ist, dass für die Nutzung des Boxspringbettes mit
der zusätzlichen Option eine Sitzposition zu schaffen, ein in einer horizontalen Schwenkachse
schwenkbares, plattenförmiges Rückenteil vorhanden ist und dass der dem Rücken- und
Schulterbereich zugeordnete Hubtisch im schwenkbaren Rückenteil angeordnet ist.
[0019] Bisher waren lediglich Boxspringbetten mit einer horizontalen, durchgehenden Liegefläche
bekannt. Mit der Erfindung ist es erstmals möglich, bei einem Boxspringbett eine komfortable,
in der Neigung stufenlos einstellbare Sitzposition im Rückenteil zu schaffen, die
in ihrer Formgebung modulierbar ist und den Komfort einer punktförmigen Körperabstützung
eines Boxspringbettes beibehält.
[0020] Bevorzugtes Merkmal der Erfindung ist demnach, dass das Untergestell ein in einer
horizontalen Achse schwenkbar angetriebenes Rückenteil aufweist, in dem ein bevorzugt
elektrisch ansteuerbarer heb- und senkbarer Hubtisch angeordnet ist.
[0021] Mit dieser technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass die Liegefläche eines
solchen Boxspringbettes wesentlich stärker moduliert werden kann, denn durch die in
einer horizontalen Schwenkachse erfolgende Anhebung und Absenkung des Rückenteils
mit gleichzeitiger Integration eines Hubtisches im schwenkbaren Rückenteil besteht
der Vorteil, dass eine an sich bei Boxspringbetten bekannte Schulterabsenkung oder
Schultererhöhung durch den Hubtisch auch im schwenkbaren Rückenteil in der liegenden
Stellung und in der Sitzstellung erreicht wird.
[0022] Zwar ist es allgemein bekannt, dass man schwenkbare Rückenteile vorsieht, wie es
beispielsweise aus der vorgenannten eigenen
EP 3 369 345 B1 bekannt ist. Dort wird ein einfaches Rückenteil mit Neigungseinstellung an einem
Lattenrost beschrieben, welches jedoch nicht für Boxspringbetten geeignet ist. Die
Liegefläche weist voneinander beabstandete, zueinander parallele Federleisten auf,
die nur eine bereichsweise Federung der Liegefläche, insbesondere im Randbereich ergeben
und keine punktuelle Abstützung der auf einer Liegefläche aufliegenden Person ermöglichen,
weil es am Taschenfederkernprinzip einer punktuellen Abstützung der Körperregion fehlt.
[0023] Auch die Auflage einer Taschenfederkernmatratze auf eine solche übliche Liegefläche
nach der
EP 3 369 345 B1 würde nicht eine Schulterabsenkung oder eine Absenkung in den mittleren Bereich des
Körpers ermöglichen, weil Hubtische fehlen.
[0024] Die Erfindung hat deshalb den Vorteil, dass es erstmals möglich ist, ein Untergestell
für ein Boxspringbett zu schaffen, bei dem eine starke Modulation der Liegefläche
durch mindestens einen eingebauten Hubtisch gegeben ist und zusätzlich die Möglichkeit
vorhanden ist, das Rückenteil schwenkbar auszubilden und die rückenteilseitige Liegefläche
zusätzlich mithilfe eines eingebauten Hubtisches mit einer Schulterabsenkung oder
Schultererhöhung zu versehen.
[0025] Demnach liegt die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darin, dass in einem Rückenteil,
welches einseitig in einer horizontalen Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, ein
Hubtisch angeordnet ist, der eine heb- und senkbare, gegen die Rückenfläche des Benutzers
gerichtete Hubplatte ausbildet.
[0026] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass der im
Rückenteil verankerte Hubtisch einen im Hubtisch angeordneten Antriebsmotor mit einer
zugeordneten Hubmechanik aufweist, wobei der Antriebsmotor bevorzugt elektrisch angetrieben
ist.
[0027] Damit wird der Vorteil erreicht, dass die Vorteile eines Boxspringbettes mit an sich
bekannten Hubtischen nunmehr mit einem einseitig schwenkbaren Rückenteil verbunden
werden, wodurch eine starke Modulation der rückenseitigen Liegefläche auch in der
Sitzposition und jeder zwischen der Sitz- und Liegeposition möglichen Schwenklage
gewährleistet ist.
[0028] Das Rückenteil kann in einem Schwenkwinkel von bis zu 65° verschwenkt werden, wodurch
eine steile Rückenanlagefläche für eine Sitzposition eines Benutzers unter Beibehaltung
der Vorteile eines Boxspringbettes, nämlich eine individuelle Abstützung der Körperregionen,
gewährleistet ist.
[0029] Weiterer Vorteil ist, dass in Abhängigkeit von der Hubstellung des im Rückenteil
integrierten Hubtisches nunmehr eine rückenlehnenseitige Vertiefung durch die Absenkung
des Hubtisches oder auch eine Erhöhung durch die Anhebung des Hubtisches mit einer
passgenauen Anpassung an die Schulterpartie des Benutzers auch in der Sitzposition
vorgenommen werden kann.
[0030] Damit ergibt sich der Vorteil, dass auch bei dem angehobenen oder hochgeschwenkten
Rückenteil die Anbringung einer Vertiefung oder einer Erhöhung im Bereich des Hubtisches
in der Liegefläche möglich ist, wodurch eine besonders günstige Körperanpassung auch
bei angehobenem Rückenteil mit individueller Abstützung der Körperstellen des Benutzers
im Rückenbereich möglich ist.
[0031] Gleichzeitig werden aber auch die Vorteile eines üblichen Boxspringbettes erreicht,
wenn das Rückenteil in seine vollkommen abgeschwenkte Lage eine Ebene mit der Liegefläche
bildet, weil auch in diesem Fall der in dem Rückenteil integrierte Hubtisch angehoben
oder abgesenkt werden kann, um so ebenfalls die gewünschte Modulation der Liegefläche
zu erreichen.
[0032] In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Untergestell auch
einen Hubtisch im mittleren Bereich der Liegefläche, etwa im Hüft- oder Gesäßbereich
einer Person vorsieht, was mit einer zusätzlichen Modulationsfähigkeit der Liegefläche
verbunden ist. Darauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. In einer einfachen
Ausführung der Erfindung kann der im mittleren Bereich angeordnete Hubtisch auch entfallen.
[0033] Von besonderem Vorteil dabei ist, dass es mithilfe einer Fernsteuerung oder einer
anderen geeigneten (drahtlosen oder drahtgebundenen) Steuerung möglich ist, die beiden
Hubtische separat voneinander oder gemeinsam stufenlos anzusteuern, wodurch eine besonders
feinfühlige Modulation der Liegefläche im Liegezustand, aber auch im Sitzzustand des
Rückenteils möglich ist.
[0034] Nach einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass
der Oberschenkel- und Unterschenkelbereich des Untergestells aus einer Knickplatte
besteht, was bedeutet, dass die Knickplatte aus zwei zueinander in einer horizontalen
Achse schwenkbar gelagerten Platten besteht, nämlich einer Oberschenkelplatte, die
zur Abstützung des Oberschenkels des Benutzers geeignet ist und aus einer sich daran
anschließenden Unterschenkelplatte, wobei die Platten gegeneinander verschwenkt werden
können, und so einen Winkel zwischen den Auflageebenen von z. B. bevorzugt im Bereich
von 15 - 50 Winkelgrad bilden.
[0035] Auf diese Weise kann eine abgeknickte Sitzposition für den Oberschenkel und Unterschenkel
des Benutzers erreicht werden. Die genannte Knickplatte kann jedoch auch aus einer
einheitlich durchgehenden Platte bestehen, die ebenfalls anhebbar oder absenkbar ist.
[0036] Die Unterteilung in zwei zueinander schwenkbar gelagerte Platten, nämlich einer Oberschenkelplatte
und einer Unterschenkelplatte, erhöht jedoch den Liege- und Sitzkomfort des Benutzers,
denn in der Sitzposition werden das Becken und die Oberschenkelpartie des Benutzers
zusätzlich gegen eine Verschiebung auf der Liegefläche in Richtung der Körperlängsachse
gestützt.
[0037] In einer bevorzugten weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass für die Verschwenkbarkeit
der zweiteiligen Knickplatte ein einziger Antriebsmotor vorgesehen ist, sodass die
beiden Platten zwangsgeführt in eine bestimmte angehobene abgewinkelte und eine vollkommen
abgesenkte und ebene Lage gebracht werden können.
[0038] In einer Weiterbildung der Erfindung kann es jedoch vorgesehen sein, dass die Neigung
der Oberschenkelplatte unabhängig von der Neigung der Unterschenkelplatte separat
einstellbar ist.
[0039] Bei der Verwirklichung dieses Projektes eines neuartigen Untergestells hat es besondere
Schwierigkeiten bei der Unterbringung der beiden Antriebsmotoren für die Neigungseinstellung
des Rückenteils und der beinwärts gelegenen Knickplatte gegeben. Der Bauraum eines
solchen Untergestells ist stark begrenzt, weil man bei einem solchen Untergestell
von maximalen Breiten von 90 bis 100 cm ausgeht bei bevorzugten Längen im Bereich
von 2 m bis 2,20 m.
[0040] Als besonders vorteilhafte Lösung hat sich herausgestellt, dass der Antriebsmotor
für den Schwenkantrieb des Rückenteils und der Antriebsmotor für den Schwenkteil der
beinwärts gelagerten Knickplatte im mittleren Bereich der Liegefläche, und zwar im
Seitenbereich des mittleren Hubtisches, angeordnet sind, wobei von besonderem Vorteil
ist, dass die beiden Antriebsmotoren für die Schwenkantriebe an einem gemeinsamen
Befestigungsgehäuse an der inneren Seitenwand des Längsschenkels des Rahmens angeordnet
sind, was den Bauraum weiter minimiert.
[0041] Außerdem ergibt sich der Vorteil, dass im Untergestell im Seitenbereich der Aussparung
für den mittleren Hubtisch der dort vorhandene Bauraum für die Anordnung der Schubstangen
für den Schwenkantrieb des Rückenteils und für den Schwenkantrieb der beinwärts gerichteten
Knickplatte genutzt werden kann, was mit einer weiteren Platzersparnis verbunden ist.
[0042] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es im Übrigen vorgesehen, dass
jeder Hubtisch, das heißt also der Hubtisch sowohl im Rückenteil als auch der Hubtisch
im mittleren Bereich der Liegefläche mit einem Scherengestell arbeiten, was mit dem
Vorteil verbunden ist, dass das Scherengestell einen besonders großen Hub bei stabiler
Führung erlaubt. Dementsprechend können bevorzugt Hubwege von 0 bis 150 mm mit derartigen
Scherengestellen und dazugehörenden elektrischen Antrieben erreicht werden.
[0043] Dabei wird es bevorzugt, wenn die Antriebsmotoren für die Hubgestelle direkt in den
Hubtischen integriert sind und dort auf die angeordneten Scherengestelle einwirken.
[0044] Eine besonders konstruktive Herausforderung ergab sich durch die Tatsache, dass die
schwenkbar gelagerte, an- und absenkbare Rückenlehne mit einem darin integrierten
Hubtisch und mit einem darin integrierten Antriebsmotor im unbelasteten Zustand ein
Gewicht im Bereich von 15-25 kg aufweist. Im belasteten Zustand mit aufgelegter Liegematratze
und dem Körpergewicht eines durchschnittlichen Benutzers ist von einem Gewicht im
Bereich von 30-60 kg auszugehen, welches von der Antriebsmechanik des Schwenkantriebes
bewältigt werden muss. Die Schwenkmechanik muss in der Lage sein, das beträchtliche
Gewicht des Gesamtaufbaus des Rückenteils samt Aufbau und Körpergewicht des Benutzers
mit dem integrierten Hubtisch geräuschlos und reibungsarm auf den mittleren Rahmenbereich
des Untergestells zu übertragen.
[0045] Der den Schwenkantrieb des Rückenteils ausführende, schwenkbar angetriebene Schwenkarm
legt sich mit seinem freien Ende an der Rückseite der Rückenplatte an und ist drehfest
mit einem drehend angetriebenen horizontalen Drehrohr im Untergestell verbunden. Mit
dem Drehrohr ist eine Hebellasche fest verbunden, an welcher die Schubstange des Antriebsmotors
angreift. Die auf den Antriebsmotor wirkende Schwenkkraft wird auf ein rahmenseitiges
Befestigungsgehäuse für den Antriebsmotor abgeleitet. Das Befestigungsgehäuse ist
an rahmenseitigen Stützprofilen befestigt, sodass die rückenlehnenseitige Stützlast
von bis zu 60 kg störungsfrei auf das Untergestell eingeleitet werden kann.
[0046] Statt eines einseitigen Schwenkarmes, der mit seinem freien Ende lediglich auf eine
Seite der Rückenplatte wirkt, können auch zwei zueinander parallele und im gegenseitigen
Abstand zueinander angeordnete Schwenkarme angeordnet sein, die sich mit ihren freien
Enden an den beiden Seiten an der Rückseite der Rückenplatte abwälzen und mit ihren
entgegengesetzten Enden jeweils drehfest mit dem Drehrohr verbunden sind..
[0047] Schließlich kann es in einer dritten Ausführung vorgesehen sein, dass die beiden
zueinander parallelen Schwenkarme als U-förmiger Schwenkbügel ausgebildet sind. In
diesem Fall sind die oberen freien Enden der Schwenkarme durch einen die beiden Enden
verbindenden Basisschenkel miteinander verbunden, was zu einem U-förmigen Schwenkbügel
führt.
[0048] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0049] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0050] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0051] Es zeigen:
Figur 1: Schematisierter Schnitt durch ein Boxspringbett nach dem Stand der Technik
Figur 2: Die Draufsicht auf das Untergestell, nämlich die Trägerplatte, des Boxspringbettes
nach dem Stand der Technik mit Darstellung der Hubtische
Figur 3: Eine perspektivische schematisierte Darstellung des Boxspringbettes nach
Figur 1 und 2 gemäß dem Stand der Technik
Figur 4: Eine perspektivische Ansicht des Untergestells für ein Boxspringbett nach
der Erfindung
Figur 5: Eine perspektivische Unteransicht des Untergestells nach Figur 4
Figur 6: Eine weitere Unteransicht des Untergestells nach den Figuren 4 und 5
[0052] Das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Boxspringbett hat in an sich bekannter Weise
ein Untergestell 1, welches im Wesentlichen bevorzugt einen umlaufenden Rahmen 2 aufweist,
der eine umlaufende Polsterung 3 trägt. Der Rahmen 2 hat zueinander parallele Längsschenkel
2a, die stirnseitig durch Querschenkel miteinander verbunden sind. Der Rahmen 2 ist
bevorzugt aus Holz; er kann aber auch aus Kunststoff- oder Leichtmetallprofilen bestehen.
[0053] Nach dem Stand der Technik ist es bei den Boxspringbetten gemäß den Figuren 1 bis
3 lediglich bekannt, im Bereich des Untergestells 1 zwei Hubtische 7, 8 anzuordnen,
um eine gewisse Modulation der Liegefläche im Bereich des Beckens und im Bereich der
Schulter einer Person 49 zu ermöglichen. Dazu ist es bekannt, dass jeder der Hubtische
7, 8 in den Pfeilrichtungen 19, 20 vertikal einstellbar ist, so wie dies nach dem
Stand der Technik aus der
EP 1 410 742 B2 bekannt ist.
[0054] Im Übrigen zeigen die Figuren 2 und 3, dass die Liegefläche des Untergestells aus
miteinander zusammenhängenden Fixpolsterbereichen 4, 5, 6 besteht, die auf einer unteren
Trägerplatte 15 aufliegen und im Bereich der Fixpolsterbereiche, Ausnehmungen 11,
12 für den Durchgriff der Hubtische 7, 8 mit deren zugeordneten Polsterelementen 17,
18 vorgesehen sind. Die Polsterelemente 17, 18 bestehen bevorzugt aus Taschenfedern.
Sie können jedoch auch aus anderen Polsterelementen, wie z. B. Schaumstoff bestehen.
[0055] Dabei ist es ebenfalls bekannt, dass die dadurch gebildete Unterfederungslage 13,
die in einer bekannten Ausführungsform aus Taschenfedern 14 besteht, von einer oberen
Polsterschicht 47 abgedeckt ist.
[0056] Auf die Polsterschicht 47 wird dann in an sich bekannter Weise eine weitere Liegematratze
9 aufgelegt, die bevorzugt ebenfalls aus Taschenfederkernen besteht. Diese Liegematratze
9 kann jedoch auch als Schaumstoffmatratze oder als andere Polsterauflage ausgebildet
sein.
[0057] Ebenso ist es bekannt, als zusätzliche Auflage noch einen Matratzentopper als Topperauflage
48 für die Bildung der Liegefläche 61 vorzusehen.
[0058] Die Figuren 1 bis 3 nach dem Stand der Technik definieren demnach ein Untergestell
1 für ein Boxspringbett, welches allerdings mit dem Nachteil verbunden ist, dass eine
schwenkbare Anhebung in bestimmten Bereichen des Untergestells 1 nicht möglich ist.
[0059] Hier setzt die Erfindung gemäß den Figuren 4 bis 6 ein, die in einer bevorzugten
Ausgestaltung vorsieht, dass der für den Schulterbereich vorgesehene Hubtisch 8 in
einem in einer horizontalen Achse schwenkbar angetriebenen Rückenteil 22 angeordnet
ist, welches seinerseits bevorzugt mindestens den Fixpolsterbereich 4 trägt, und mindestens
teilweise den Fixpolsterbereich 5.
[0060] Damit ergibt sich der Vorteil, dass durch die Integration des Hubtisches 8 im heb-
und senkbaren Rückenteil 22 auch die Liegefläche des Rückenteils in einem großen Verstellbereich
moduliert werden kann. Dies ist sogar im Sitzen oder im Halbliegen oder in der abgesenkten
Stellung des Rückenteils 22 möglich, weil das Rückenteil 22 in den Pfeilrichtungen
21 frei um eine horizontale Schwenkachse 60 schwenkbar ausgebildet ist, welche durch
die verbindenden mittleren Schwenkbolzen von Schwenkarmen 27 gebildet ist. Die beiden
parallel und im Abstand zueinander angeordneten Schwenkarme 27 bilden demnach die
beiden Schwenkgelenke 54 für die Schwenklagerung des Rückenteils 22 am Rahmen 2 des
Untergestells 1 und zentrieren das Rückenteil 22 während der Verschwenkung in Bezug
zum Untergestell 1.
[0061] Zur Aufnahme der relativ großen Schwenklast, welche von dem schwenkbaren Rückenteil
22 auf die Längsschenkel 2a des Rahmens 2 übertragen werden soll, ist es bevorzugt,
wenn die der Verschwenkung des Rückenteils 22 dienende Antriebsmechanik in besonderer
Weise mit dem mit den Längsschenkeln 2a des Rahmens 2 verbunden ist.
[0062] Die den Schwenkantrieb des Rückenteils 22 ausführenden schwenkbar angetriebene Schwenkarme
30 sind jeweils als einarmiger Hebel ausgebildet und legen sich mit ihren oberen freien
Enden jeweils mit einer Rolle 31 an der Rückseite der Rückenplatte 32 an und gleiten
- je nach Schwenkstellung - an der Rückenplatte 32 entlang. Das untere Ende der Schwenkarme
30 ist drehfest mit einem drehend angetriebenen horizontalen Drehrohr 36 verbunden.
Mit dem Drehrohr 36 ist eine Hebellasche 37 drehfest verbunden, an deren freien Ende
die Schubstange 38 des Antriebsmotors 39 angreift. Die auf den Antriebsmotor 39 wirkende
Schubkraft des Rückenteils 22 wird auf ein rahmenseitiges Befestigungsgehäuse 42 abgeleitet.
Das Befestigungsgehäuse 42 ist an rahmenseitigen Stützprofilen 26 befestigt.
[0063] Zur Ableitung der großen Schwenklast des Rückenteils 22 dienen die am Untergestell
befestigten Stützprofile 26, die in einer bevorzugten Ausführung einen umlaufenden,
in sich geschlossenen Metallrahmen bilden, dessen Ecken bevorzugt über Knotenbleche
versteift sind, um die auf das Befestigungsgehäuse 42 wirkenden Schubkräfte der Schubstangen
38 und 44 auf den Rahmen 2 einzuleiten.
[0064] Dabei kann es in einer Weiterbildung vorgesehen sein, dass der Metallrahmen aus abgekanteten
Metallprofilen besteht, die sich sowohl an der Oberseite der Längsschenkel 2a als
auch an den Innenseiten der Längsschenkel 2a lastübertragend anlegen und dort angeschraubt
sind.
[0065] Anstatt der Verwendung von Metallmaterialien für das Stützprofil 26, 26a oder dem
daraus gebildeten Metallrahmen können auch andere Materialien, wie z. B. Kunststoff-,
Karbonfaser- oder Glasfaser-Profile verwendet werden. Der Begriff "Stützprofil 26,
26a" ist deshalb nur beispielhaft zu verstehen.
[0066] Die Einstellung der Schwenklage des Rückenteils 22 erfolgt über die vorher beschriebenen
motorisch schwenkbar angetriebenen Schwenkarme 30, die sich mit jeweils einer Rolle
31 an einer Seite der Rückenplatte 32 oberhalb der horizontalen Schwenkachse 60 abstützen.
[0067] In einer anderen Ausführung wird es bevorzugt, wenn am Drehrohr 36 die beiden Enden
eines U-förmigen Schwenkbügels drehfest befestigt sind, der sich mit den gegenüberliegenden
Enden oder einem Basisschenkel am Rückenteil 22 verschiebbar abstützt.
[0068] Im Innenraum des Hubtisches 7 ist ein Antriebsmotor 50 angeordnet, der über ein Scherengestell
51 die heb- und senkbare Hubplatte 52 des Hubtisches 7 ansteuert und diese in den
Pfeilrichtungen 20 heb- und senkbar antreibt.
[0069] Ferner ist auch der mittlere Hubtisch 7 im vorher erwähnten Stützprofil 26, 26a oder
Metallrahmen verankert und trägt an seiner Unterseite einen Antriebsmotor 41, der
auf den Scherentisch 43 arbeitet, auf dem die heb- und senkbare Hubplatte 53 angeordnet
ist, welche in den Pfeilrichtungen 19 vertikal einstellbar ist.
[0070] Von besonderem Vorteil ist, dass der seitliche Bauraum im Untergestell 1 seitlich
neben dem mittleren Hubtisch 7 für den Einbau der Antriebsmotoren 39, 40 für die Verschwenkung
des Rückenteils 22 und die Verschwenkung einer beinwärts gerichteten Knickplatte 16
genutzt wird.
[0071] Die beinwärts gerichtete Knickplatte 16 besteht aus zwei schwenkbaren über eine Schwenkachse
25 miteinander gelenkig verbundenen Platten, wobei die eine Platte als Oberschenkelplatte
23 zur Auflage des Oberschenkelbereichs und die andere Platte als Unterschenkelplatte
24 zur Auflage des Unterschenkelbereichs einer Person 49 dient.
[0072] Die Verschwenkung der beiden Platten 23, 24 erfolgt zwangsgeführt, weil die eine
Seite der Oberschenkelplatte 23 in einem Schwenkarm 28 in einer horizontalen Achse
verschwenkbar gelagert ist und der Schwenkantrieb der beiden Platten 23, 24 über einen
Schwenkarm 34 erfolgt, der in zwei verschiedenen Schwenkstellungen 34, 34' gezeichnet
ist.
[0073] Der Schwenkarm 34 ist gemäß Figur 5 über eine Schubstange 44 mit dem drehenden Teil
des Antriebsmotors 40 verbunden, sodass beim Drehantrieb des Antriebsmotors 40 die
Schubstange 44 über eine Hebellasche 45 das Drehrohr 46 betätigt, an dem das eine
Ende des Schwenkarms 34 drehfest befestigt ist, dessen anderes Ende in einer an der
Unterseite der Unterschenkelplatte 24 angeordneten Lasche aufgenommen ist.
[0074] Die Figuren 4 und 5 zeigen auch noch, dass das Stützprofil 26, 26a für den mittleren
Hubtisch 7 mithilfe von seitlichen Befestigungen 29 an der Seitenwand des Holzrahmens
2 im Bereich der Längsschenkel 2a (siehe Fig. 9) befestigt ist.
[0075] Selbstverständlich kann der Holzrahmen 2 auch durch Metall- oder Kunststoffprofile
ersetzt sein.
[0076] Der Hubantrieb für den rückenlehnenseitigen Hubtisch 8 besteht gemäß Figur 6 aus
dem Scherengestell 51, welches von dem Antriebsmotor 50 in Verbindung mit einem dort
dargestellten Getriebe beaufschlagt wird.
[0077] In Figur 5 ist ein Scherenarm des Scherengestells 51 mit dem Bezugszeichen 35 versehen.
[0078] Der Schwenkantrieb des Rückenteils 22 erfolgt über den Antriebsmotor 39, der mithilfe
eines Getriebes und einer Schubstange 38 auf das freie Ende einer Hebellasche 37 wirkt,
die in zwei verschiedenen Schwenkstellungen als Hebelasche 37 und Hebelasche 37' dargestellt
ist.
[0079] Die Hebellasche 37 ist drehfest mit einem Drehrohr 36 verbunden, an dem der Schwenkarm
30 drehfest angeordnet ist, der in zwei Schwenkstellungen als Schwenkarm 30 und Schwenkarm
30' dargestellt ist. Ebenso ist in Figur 6 die Rolle 31 am freien oberen Ende des
Schwenkarms 30 erkennbar.
[0080] Somit stützt sich der Schwenkarm 30 mit seiner Rolle 31 als einseitig schwenkbarer
Hebelarm an der Unterseite der Rückenplatte 32 des Rückenteils 22 ab und entsprechend
der Schwenkstellung des Schwenkarms 30 kann das Rückenteil 22 in eine hochgeschwenkte
Stellung in Pfeilrichtung 21 (Sitzstellung) oder in eine vollkommen abgeschwenkte
Stellung (Liegestellung) oder in jede dazwischen liegende Stellung stufenlos gebracht
werden. Die Rückenplatte 32 bildet somit eine Trägerplatte 10 (siehe Figur 2 und 3)
des Untergestells 1 aus, die in der Liegestellung vollkommen eben ist.
[0081] Diese stufenlos schwenkbar angetriebene Trägerplatte 10 bildet somit die Auflage
für die Unterfederungslage 13 des erfindungsgemäßen Untergestells 1.
[0082] Die Figuren 5 und 6 zeigen noch die besondere Anordnung eines Befestigungsgehäuses
42 für die gemeinsame Lagerung der Antriebsmotoren 39, 40 am Längsschenkel 2a des
Rahmens 2. Das Befestigungsgehäuse 42 ist etwa rohrförmig und ist mithilfe eines Profilblechs
und Befestigungsschrauben an der Seitenwand des Holzrahmens 2 und am Stützprofil 26
befestigt.
[0083] Jeweils seitlich links und rechts am Befestigungsgehäuse 42 sind die beiden Antriebsmotoren
39, 40 drehbar gelagert, weil sich diese mit der Verschwenkung der beinwärts gerichteten
Knickplatte 16 oder des Rückenteils 22 mitdrehen.
[0084] Mit dem Befestigungsgehäuse 42 wird ein einheitlicher Befestigungspunkt für zwei
zueinander parallele und im gegenseitigen Abstand zueinander angeordnete Antriebsmotoren
39, 40 auf engem Bauraum an der Seitenwand des Rahmens 2 direkt seitlich neben dem
mittleren Hubtisch 7 gebildet, was bisher nicht bekannt war.
[0085] Besonderer Vorteil der Erfindung ist, dass es erstmals möglich ist, bei einem für
Boxspringmatratzen geeigneten Untergestell 1 eine Sitzbettvariante vorzusehen und
im verschwenkbaren Rückenteil 22 die ergonomischen Verstellbarkeiten einer Boxspringauflage
mitzunehmen, was mit einer individuellen Unterstützung der rückenseitigen Körperbereiche
des Benutzers verbunden ist. Die Liegematratze 9 und die Topperauflage 48 sind so
gelenkig gestaltet, dass sie die Schwenkbewegung des Rückenteils 22 in die Sitzposition
ermöglichen und sich in jeder Schwenkplatte formschlüssig an die Rückenplatte 32 anlegen.
[0086] Damit werden die individuell einstellbaren Hubtische 7, 8 in einem Untergestellt
1 eines Boxspringbettes kombiniert mit dem Vorteil der Schaffung einer Sitzbettauflage,
was bisher nicht bekannt war.
[0087] Bisher war die Technik daran gehindert, die Hubtische in Boxspring-Untergestellen
in Sitzbettversionen zu integrieren, was erstmals mit der vorliegenden Erfindung erfolgt
ist.
Zeichnungslegende
| Nr. |
Bezeichnung |
| 1. |
Untergestell |
| 2. |
Rahmen 2a Längsschenkel |
| 3. |
Polsterung |
| 4. |
Fixpolsterbereich |
| 5. |
Fixpolsterbereich |
| 6. |
Fixpolsterbereich |
| 7. |
Hubtisch (Mitte) |
| 8. |
Hubtisch (Schulter) |
| 9. |
Liegematratze |
| 10. |
Trägerplatte |
| 11. |
Ausnehmung |
| 12. |
Ausnehmung |
| 13. |
Unterfederungslage |
| 14. |
Taschenfeder (von 13) |
| 15. |
Trägerplatte (von 13) |
| 16. |
Knickplatte (für Bein) |
| 17. |
Polstererelement |
| 18. |
Polstererelement |
| 19. |
Pfeilrichtung (für 7) |
| 20. |
Pfeilrichtung (für 8) |
| 21. |
Pfeilrichtung (für 22) |
| 22. |
Rückenteil |
| 23. |
Oberschenkelplatte |
| 24. |
Unterschenkelplatte |
| 25. |
Schwenkachse |
| 26. |
Stützprofil, 26a |
| 27. |
Schwenkarm (Rücken) |
| 28. |
Schwenkarm (Fuß) |
| 29. |
Befestigung (für 26) |
| 30. |
Schwenkarm 30' |
| 31. |
Rolle (von 30) |
| 32. |
Rückenplatte |
| 33. |
Hubmechanik |
| 34. |
Schwenkarm 34' |
| 35. |
Scherenarm |
| 36. |
Drehrohr |
| 37. |
Hebellasche 37' |
| 38. |
Schubstange |
| 39. |
Antriebsmotor (für 22) |
| 40. |
Antriebsmotor (für 15) |
| 41. |
Antriebsmotor (für 7) |
| 42. |
Befestigungsgehäuse |
| 43. |
Scherentisch |
| 44. |
Schubstange (für 15) |
| 45. |
Hebellasche 45' |
| 46. |
Drehrohr (für 15) |
| 47. |
Polsterschicht |
| 48. |
Topperauflage |
| 49. |
Person |
| 50. |
Antriebsmotor (für 8) |
| 51. |
Scherengestell |
| 52. |
Hubplatte (von 8) |
| 53. |
Hubplatte (von 7) |
| 54. |
Schwenkgelenk (von 27) |
| 55 |
Schwenkgelenk (von 28) |
| 56 |
Rahmenschenkel (von 26) |
| 57 |
Befestigungsbohrung (an 2, 2a) |
| 58 |
Befestigungsbohrung (für 54) |
| 59 |
Seitenschenkel (von 26a) |
| 60 |
hor. Schwenkachse (von 22) |
| 61 |
Liegefläche |
1. Untergestell (1) für ein Boxspring oder Komfortbett bestehend aus einem Rahmen (2,
2a) mit mindestens einem im Rahmen (2, 2a) angeordneten, die Liegefläche (61) modulierenden
Hubtisch (7, 8), dessen Hubplatte (52, 53) heb- und senkbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass für die Nutzung des Boxspringbettes in einer angehobenen Sitzposition ein in einer
horizontalen Schwenkachse (60) schwenkbares Rückenteil (22) im Untergestell (1) angeordnet
ist und dass der dem Rücken- und Schulterbereich zugeordnete Hubtisch (8) im schwenkbaren
Rückenteil (22) angeordnet ist.
2. Untergestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklage des Rückenteils (22) elektromotorisch einstellbar ist.
3. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubstellung des rückenteilseitigen Hubtisches (8) elektromotorisch einstellbar
ist.
4. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Hubstellung des dem Hüft- und Beckenbereich zugeordneten Hubtisches (8)
elektromotorisch einstellbar ist.
5. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei im Abstand voneinander angeordnete Hubtische (7, 8) im Untergestell
(1) angeordnet sind, dass der eine Hubtisch (8) dem Rücken- und Schulterbereich und
der andere Hubtisch (7) dem Hüft- und Unterkörperbereich einer liegenden Person (46)
zugeordnet ist, und dass in Längsrichtung des Untergestells hinter dem Hubtisch (7)
für den Hüft- und Unterkörperbereich eine Knickplatte (16) angeordnet ist, die aus
zwei im Winkel zueinander einstellbaren Platten (23, 24) besteht, deren Knickwinkel
elektromotorisch einstellbar ist.
6. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (39) für den Schwenkantrieb des Rückenteils (22) und der Antriebsmotor
(40) für die beinwärts gelagerte Knickplatte (16) im mittleren Bereich des Untergestells
(1) im Seitenbereich des mittleren Hubtisches (7) angeordnet sind.
7. Untergestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Minimierung des Einbauraums die beiden Antriebsmotoren (39, 40) an einem gemeinsamen
Befestigungsgehäuse (42) befestigt sind, das an der inneren Seitenwand des Rahmens
(2, 2a) angeordnet ist.
8. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der im Rückenteil (22) verankerte Hubtisch (8) einen im Hubtisch (8) angeordneten
Antriebsmotor (50) mit einer zugeordneten Hubmechanik (33, 35) aufweist.
9. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Untergestell (1) im Seitenbereich der Aussparung (12) für den mittleren Hubtisch
(7) der dort vorhandene Bauraum für die Anordnung der Schubstangen (38, 44) für die
Schwenkantriebe des Rückenteils (22) und der beinwärts gerichteten Knickplatte genutzt
ist.
10. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das drehend angetriebene, horizontale Drehrohr (36) mit einer Hebellasche (37) drehfest
verbunden ist, an welcher die Schubstange (38) des Antriebsmotors (39) angreift.
11. Untergestell nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Antriebsmotor (39) wirkende Belastung des Rückenteils (22) auf ein rahmenseitiges
Befestigungsgehäuse (42) abgeleitet ist, und dass das Befestigungsgehäuse (42) an
einem rahmenseitigen Stützprofil (26, 26a) befestigt ist.
12. Untergestell nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (26, 26a) einen in sich geschlossenen, umlaufenden Befestigungsrahmen
oder Metallrahmen bildet, der am Untergestell (1) befestigt ist.
13. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Schwenklage des Rückenteils (22) über motorisch schwenkbar angetriebene,
als Hebel oder als Schwenkbügel ausgebildete Schwenkarme (30) erfolgt, die sich mit
ihren freien Enden mit mindestens einer Rolle (31) an der Unterseite der schwenkbaren
Rückenplatte (32) oberhalb deren horizontalen Schwenkachse (60) abstützt.
14. Untergestell nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkantrieb des Rückenteils (22) über den Antriebsmotor (39) erfolgt, der
mithilfe eines Getriebes und einer Schubstange (38) auf das freie Ende einer Hebellasche
(37) wirkt, deren anderes Ende drehfest mit einem Drehrohr (36) verbunden ist, an
dem das eine Ende jeweils eines Schwenkarms (30) drehfest befestigt ist, deren anderes
Ende an der Unterseite der Rückenplatte (32) lastübertragend anliegt oder dass am
Drehrohr (36) die beiden Enden eines U-förmigen Schwenkbügels befestigt sind, der
sich am Rückenteil (22) verschiebbar abstützt.
15. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beinwärts gerichtete Knickplatte (16) aus zwei schwenkbar über eine Schwenkachse
(25) gelenkig miteinander verbundenen Platten (23, 24) besteht, und dass die Verschwenkung
der beiden Platten (23, 24) zwangsgeführt erfolgt, wobei die eine Seite der einen
Platte (23) in einem Schwenkarm (28) in einer horizontalen Achse verschwenkbar gelagert
ist und der Schwenkantrieb der beiden Platten (23, 24) über einen motorisch drehbar
angetriebenen Schwenkarm (34) erfolgt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Untergestell (1) für ein Boxspringbett mit einer durchgehenden Liegefläche, welche
gegenüber dem Untergestell mithilfe von Federkernpolsterungen abgefedert ist, wobei
das Untergestell (1) aus einem Rahmen (2, 2a) besteht, mit mindestens einem im Rahmen
(2, 2a) angeordneten, die Liegefläche (61) modulierenden Hubtisch (7, 8), dessen Hubplatte
(52, 53) heb- und senkbar ausgebildet ist, wobei für die Nutzung des Boxspringbettes
in einer angehobenen Sitzposition ein in einer horizontalen Schwenkachse (60) schwenkbares
Rückenteil (22) im Untergestell (1) angeordnet ist und dass der dem Rücken- und Schulterbereich
zugeordnete Hubtisch (8) im schwenkbaren Rückenteil (22) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückenteil (22) am Rahmen (2) des Untergestells (1) schwenkgelagert ist und dass
der Antriebsmotor (3) für den Schwenkantrieb des Rückenteils (22) im mittleren Bereich
des Untergestells (1) angeordnet ist.
2. Untergestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklage des Rückenteils (22) elektromotorisch einstellbar ist.
3. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubstellung des rückenteilseitigen Hubtisches (8) elektromotorisch einstellbar
ist.
4. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Hubstellung des dem Hüft- und Beckenbereich zugeordneten Hubtisches (8)
elektromotorisch einstellbar ist.
5. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei im Abstand voneinander angeordnete Hubtische (7, 8) im Untergestell
(1) angeordnet sind, dass der eine Hubtisch (8) dem Rücken- und Schulterbereich und
der andere Hubtisch (7) dem Hüft- und Unterkörperbereich einer liegenden Person (46)
zugeordnet ist, und dass in Längsrichtung des Untergestells hinter dem Hubtisch (7)
für den Hüft- und Unterkörperbereich eine Knickplatte (16) angeordnet ist, die aus
zwei im Winkel zueinander einstellbaren Platten (23, 24) besteht, deren Knickwinkel
elektromotorisch einstellbar ist.
6. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (39) für den Schwenkantrieb des Rückenteils (22) und der Antriebsmotor
(40) für die beinwärts gelagerte Knickplatte (16) im mittleren Bereich des Untergestells
(1) im Seitenbereich des mittleren Hubtisches (7) angeordnet sind.
7. Untergestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Minimierung des Einbauraums die beiden Antriebsmotoren (39, 40) an einem gemeinsamen
Befestigungsgehäuse (42) befestigt sind, das an der inneren Seitenwand des Rahmens
(2, 2a) angeordnet ist.
8. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der im Rückenteil (22) verankerte Hubtisch (8) einen im Hubtisch (8) angeordneten
Antriebsmotor (50) mit einer zugeordneten Hubmechanik (33, 35) aufweist.
9. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Untergestell (1) im Seitenbereich der Aussparung (12) für den mittleren Hubtisch
(7) der dort vorhandene Bauraum für die Anordnung der Schubstangen (38, 44) für die
Schwenkantriebe des Rückenteils (22) und der beinwärts gerichteten Knickplatte genutzt
ist.
10. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das drehend angetriebene, horizontale Drehrohr (36) mit einer Hebellasche (37) drehfest
verbunden ist, an welcher die Schubstange (38) des Antriebsmotors (39) angreift.
11. Untergestell nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Antriebsmotor (39) wirkende Belastung des Rückenteils (22) auf ein rahmenseitiges
Befestigungsgehäuse (42) abgeleitet ist, und dass das Befestigungsgehäuse (42) an
einem rahmenseitigen Stützprofil (26, 26a) befestigt ist.
12. Untergestell nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützprofil (26, 26a) einen in sich geschlossenen, umlaufenden Befestigungsrahmen
oder Metallrahmen bildet, der am Untergestell (1) befestigt ist.
13. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Schwenklage des Rückenteils (22) über motorisch schwenkbar angetriebene,
als Hebel oder als Schwenkbügel ausgebildete Schwenkarme (30) erfolgt, die sich mit
ihren freien Enden mit mindestens einer Rolle (31) an der Unterseite der schwenkbaren
Rückenplatte (32) oberhalb deren horizontalen Schwenkachse (60) abstützt.
14. Untergestell nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkantrieb des Rückenteils (22) über den Antriebsmotor (39) erfolgt, der
mithilfe eines Getriebes und einer Schubstange (38) auf das freie Ende einer Hebellasche
(37) wirkt, deren anderes Ende drehfest mit einem Drehrohr (36) verbunden ist, an
dem das eine Ende jeweils eines Schwenkarms (30) drehfest befestigt ist, deren anderes
Ende an der Unterseite der Rückenplatte (32) lastübertragend anliegt oder dass am
Drehrohr (36) die beiden Enden eines U-förmigen Schwenkbügels befestigt sind, der
sich am Rückenteil (22) verschiebbar abstützt.
15. Untergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beinwärts gerichtete Knickplatte (16) aus zwei schwenkbar über eine Schwenkachse
(25) gelenkig miteinander verbundenen Platten (23, 24) besteht, und dass die Verschwenkung
der beiden Platten (23, 24) zwangsgeführt erfolgt, wobei die eine Seite der einen
Platte (23) in einem Schwenkarm (28) in einer horizontalen Achse verschwenkbar gelagert
ist und der Schwenkantrieb der beiden Platten (23, 24) über einen motorisch drehbar
angetriebenen Schwenkarm (34) erfolgt.