[0001] Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifen mit zumindest
einer an zumindest einer Seite von einer Umfangsrille begrenzten Profilrippe, welche
mit in die Umfangsrille einmündenden, zur axialen Richtung unter Winkel von 0° bis
55° verlaufenden Querrillen mit jeweils einer an der Laufstreifenperipherie ermittelten
Breite von 2,75 mm bis 12,00 mm und einer maximalen Tiefe von 70% bis 100% der Profiltiefe
versehen ist, wobei die Querrillen die Profilrippe in blockartige Profilelemente mit
Kantenbereichen an den Querrillen gliedern, wobei an zumindest jeweils einem Kantenbereich
eine in Draufsicht langgestreckte Ausnehmung mit einer an der Laufstreifenperipherie
liegenden radial äußeren Begrenzungskante und einer an der Querrille liegenden radial
inneren Begrenzungskante ausgebildet ist.
[0002] Ein derartiger Fahrzeugluftreifen ist beispielsweise aus der
EP 2 748 018 B1 bekannt. Der Reifen weist einen Laufstreifen mit einer bestimmten Einschnittdichte
und einer bestimmten Anzahl an Querrillen auf, wodurch gute Traktionseigenschaften
auf trockener und auf schneebedeckter Fahrbahn erzielt werden sollen. Bei einem Ausführungsbeispiel
weist der Laufstreifen eine beidseitig von Umfangsrillen begrenzte Profilrippe mit
in die Umfangsrillen einmündenden Querrillen auf. Die Querrillen weisen eine Breite
von 2,0 mm bis 4,0 mm auf und sind an ihrer einen Rillenflanke mit einer zur Laufstreifenperipherie
verlaufenden Fase versehen, welche eine langgestreckte Ausnehmung an der Querrille
begrenzt. Die Fase ist für die Bremseigenschaften auf trockener Fahrbahn und die Traktionseigenschaften
auf Schnee von Vorteil. Der erste Effekt der Fase ist dadurch begründet, dass sich
beim Bremsen die Rillenkanten nicht mehr "Einrollen". Der zweite Effekt wird vor allem
deshalb erreicht, weil die Fasen die Größe der Rippenaußenfläche etwas verringern,
sodass zwischen dieser und dem Untergrund ein größerer Druck wirkt und derart ein
Eindringen der jeweiligen Kanten in den Schnee begünstigt wird.
[0003] Es ist ferner bekannt, dass sich beim Fahren auf Schnee in den Querrillen des Laufstreifens
Schnee ansammelt und verdichtet. Über den Effekt der Schnee-Schnee-Reibung können
in der Folge Vorteile im Hinblick auf die Schneeperformance erzielt werden. Dieser
Effekt tritt jedoch erst bei ausreichend hoher Schneelage auf, da andernfalls keine
ausreichende Verdichtung des Schnees in der Querrille möglich ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Fahrzeugluftreifen der
eingangs genannten Art die Schneeperformance bei geringer Schneelage zu verbessern.
[0005] Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch,
dass die Ausnehmung nutförmig ist und in der Ausnehmung eine an die Querrille angrenzende,
über die Länge der Ausnehmung verlaufende und die radial innere Begrenzungskante aufweisende
Erhebung ausgebildet ist, wobei die Ausnehmung an der der Querrille abgewandten Seite
der Erhebung mit einer die Erhebung entlangverlaufenden Einbuchtung versehen ist,
welche durch einen im Querschnitt bogenförmig sowie durch die tiefste Stelle der Ausnehmung
verlaufenden Boden begrenzt ist, an welchen eine von der radial äußeren Begrenzungskante
ausgehende, zumindest abschnittsweise bogenförmig verlaufende Seitenfläche der Ausnehmung
stetig anschließt.
[0006] Gemäß der Erfindung ist in einer nutförmigen Ausnehmung eine Kombination aus einer
Erhebung und einer Einbuchtung ausgebildet. Durch die bogenförmig verlaufende Seitenfläche
der Ausnehmung und den bogenförmig verlaufenden Boden der Einbuchtung werden die Ansammlung
und nachfolgende Verdichtung von Schnee zunächst in der Einbuchtung und anschließend
in der gesamten nutförmigen Ausnehmung begünstigt, wobei dafür bereits geringe Schneemengen
ausreichen. Die zumindest abschnittsweise bogenförmig verlaufende Seitenfläche begünstigt
dabei vor allem den Schneetransport in Richtung Einbuchtung. Über den Effekt der Schnee-Schnee-Reibung
wird bei mit Schnee gefüllter Ausnehmung die Schneeperformance bei geringer Schneelage
deutlich verbessert.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausführung weist die Ausnehmung an ihrer tiefsten Stelle
in radialer Richtung eine maximale Tiefe von 15% bis 30%, insbesondere von zumindest
20%, der Profiltiefe auf. Eine solche Ausnehmung füllt sich bei geringer Schneelage
besonders zügig mit Schnee, wobei der für die Schneeperformance vorteilhafte Effekt
über einen gewissen Laufstreifenabrieb erhalten bleibt.
[0008] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung weist die Ausnehmung, im Querschnitt
betrachtet, zwischen der radial äußeren Begrenzungskante und einer in die Laufstreifenperipherie
projizierten Bezugskante, welche sich durch in radialer Richtung erfolgte Projektion
der radial inneren Begrenzungskante ergibt, eine Breite von 1,0 mm bis 1,8 mm, insbesondere
von 1,2 mm bis 1,6 mm, auf. Diese Maßnahme trägt dazu bei, dass sich die Ausnehmung
bei geringer Schneelage besonders zügig mit Schnee füllt, wobei sich in der Ausnehmung
ein für die Schneeperformance vorteilhaft breiter, komprimierter "Schneebalken" bildet.
[0009] Eine weitere bevorzugte Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung
eine auf ihre radial äußere Begrenzungskante bezogene, in die axiale Richtung projizierte
Länge von 25% bis 100%, insbesondere von zumindest 50%, bevorzugt von zumindest 70%,
der an der Laufstreifenperipherie in axialer Richtung ermittelten maximalen Breite
der Profilrippe aufweist, wobei die maximale Breite bei schulterseitigen Profilrippen
innerhalb der Bodenaufstandsfläche ermittelt ist. Da die Ausnehmung, wie bereits erwähnt,
an einem an einer Querrille liegenden Kantenbereich eines Profilelementes ausgebildet
ist, ist die Länge der Ausnehmung entsprechend auf die Länge der Querrille abgestimmt,
reicht also nicht über diese hinaus. In Ausnehmungen der angegebenen Länge bildet
sich beim Fahren auf Schnee ein für die Schneeperformance vorteilhaft langer, komprimierter
"Schneebalken".
[0010] Weitere bevorzugte Ausführungen betreffen den Boden der Einbuchtung.
[0011] Bei einer diesbezüglich bevorzugten ersten Ausführung verläuft der Boden der Einbuchtung,
im Querschnitt betrachtet, entlang eines Kreisbogens mit einem Radius von 0,1 mm bis
0,5 mm, insbesondere von 0,2 mm bis 0,4 mm. Dies ist für die Verdichtung von Schnee
im Bereich der Einbuchtung vorteilhaft.
[0012] Bei einer diesbezüglich bevorzugten zweiten Ausführung, welche mit der ersten Ausführung
kombinierbar ist, endet der Boden der Einbuchtung an einer an der Erhebung ausgebildeten
scharfen Kante. Dies trägt zu einem guten Halt von Schnee in der Einbuchtung bei.
[0013] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der zweiten Ausführung weist die Einbuchtung
eine ausgehend von der scharfen Kante parallel zur Laufstreifenperipherie gemessene,
konstante Breite von 35% bis 45% der Breite der Ausnehmung auf. In einer derart schmalen
Ausnehmung verdichtet sich der Schnee besonders effektiv, sodass die Schneeperformance
bei geringen Schneelagen weiter verbessert ist.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der zweiten Ausführung weist die
Einbuchtung in radialer Richtung eine gegenüber dem Niveau der scharfen Kante in radialer
Richtung ermittelte maximale Tiefe von 0,10 mm bis 0,30 mm, insbesondere von 0,15
mm bis 0,25 mm, auf. In einer derart seichten Ausnehmung verdichtet sich Schnee ebenfalls
effektiv, sodass die Schneeperformance bei geringen Schneelagen ebenfalls weiter verbessert
ist.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung
eine gegenüber der tiefsten Stelle der Einbuchtung in radialer Richtung ermittelte
maximale Höhe von 0,10 mm bis 0,30 mm, insbesondere von 0,15 mm bis 0,25 mm, aufweist.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung weist die Erhebung eine parallel zur
Laufstreifenperipherie verlaufende Deckfläche auf.
[0017] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der zuletzt genannten bevorzugten Ausführung
weist die Erhebung eine auf die bereits erwähnte Breite der Ausnehmung abgestimmte
Breite auf, wobei diese Weiterbildung dadurch gekennzeichnet ist, dass die Erhebung,
im Querschnitt betrachtet, eine an der Deckfläche ermittelte Breite von 20% bis 30%
der Breite der Ausnehmung aufweist. Dies sorgt insbesondere für eine gute Stabilität
der Erhebung, was für die Schneeverdichtung in der angrenzenden Einbuchtung und der
die Einbuchtung umfassenden Ausnehmung günstig ist.
[0018] Einer weitere bevorzugte Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Seitenfläche
der Ausnehmung aus einem radial äußeren Flächenabschnitt und einem radial inneren
Flächenabschnitt zusammensetzt, wobei der radial äußere Flächenabschnitt gerade sowie
zur radialen Richtung unter einem Winkel von 0° bis 3°, insbesondere von höchstens
2°, verläuft und in radialer Richtung bis in eine Tiefe von 0,30 mm bis 0,70 mm, insbesondere
0,40 mm bis 0,60 mm, reicht, wobei der radial innere Flächenabschnitt stetig an den
radial äußeren Flächenabschnitt anschließt und bogenförmig sowie zumindest über den
Großteil seiner Erstreckung entlang eines Kreisbogens mit einem Radius r
1 von 1,3 mm bis 1,7 mm verläuft. Der radial innere Flächenabschnitt begünstigt die
Ansammlung und nachfolgende Verdichtung von Schnee zunächst in der Einbuchtung und
anschließend in der gesamten nutförmigen Ausnehmung. Durch den "steilen" radial äußeren
Flächenabschnitt ist eine für den Schneegriff scharfe Griffkante bei neuem und wenig
abgefahrenem Reifen an der Laufstreifenperipherie zur Verfügung gestellt.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung ist an den Querrillen jeweils ausschließlich
an einem Kantenbereich eine Ausnehmung ausgebildet und der andere Kantenbereich ist
von einer Blockkante gebildet.
[0020] Eine weitere bevorzugte Ausführung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Laufstreifen
laufrichtungsgebunden ausgeführt ist, sodass von den Kantenbereichen der blockartigen
Profilelemente der eine ein beim Abrollen des Reifens bei Vorwärtsfahrt zuerst in
den Untergrund eintretender, einlaufender Kantenbereich und der andere ein auslaufender
Kantenbereich ist, wobei die Ausnehmungen zumindest, insbesondere ausschließlich,
an den auslaufenden Kantenbereichen ausgebildet sind. Der auslaufende Kantenbereich
wird vor allem beim Bremsen stark beansprucht. Da sich die Ausnehmung am auslaufenden
Kantenbereich befindet, wird ein "Einrollen" dieses Kantenbereiches beim Bremsen vermieden
bzw. weitgehend vermeiden. Andernfalls wäre es in diese Hinsicht günstig, an dieser
Kante eine Fase (Schrägfläche) auszubilden. Die Funktion der Fase wird somit von der
Ausnehmung übernommen, sodass die Nettokontaktfläche des Reifens nicht durch zusätzlich
Fasen reduziert ist.
[0021] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung,
die schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt, näher beschrieben. Dabei
zeigen
Fig. 1 eine vereinfachte Draufsicht auf einen in die Ebene abgewickelten Umfangsabschnitt
eines Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens mit einer Ausführungsvariante der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte Draufsicht auf das Detail Z2 der Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 2 und
Fig. 5 eine weiter vergrößerte Ansicht des Details Z5 der Fig. 4.
[0022] Gemäß der Erfindung ausgeführte Fahrzeugluftreifen sind Reifen für Kraftfahrzeuge,
insbesondere für mehrspurige Kraftfahrzeuge, sowie vorzugsweise Reifen in Radialbauart
für Personenkraftwagen, Vans oder Light-Trucks (Kleintransporter mit zGM ≤ 3,5 t,
Leichte LKWs mit zGM ≤ 7,5 t), wobei die Fahrzeugluftreifen zum Fahren unter winterlichen
Fahrbedingungen besonders gut geeignet sind.
[0023] Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Umfangsabschnitt eines Laufstreifens eines
Fahrzeugluftreifens. Der Laufstreifen weist beim gezeigten Ausführungsbeispiel eine
laufrichtungsgebunden ausgeführte Profilierung auf, wobei der Fahrzeugluftreifen derart
auf einer Achse eines Fahrzeuges zu montieren ist, dass er die durch den Pfeil R symbolisierte
Abrollrichtung bei Vorwärtsfahrt aufweist. Die Reifenäquatorialebene ist durch eine
Linie A-A und die seitlichen Ränder des bodenberührenden Teiles des Laufstreifens
(entspricht dem statisch ermittelten Footprint gemäß E.T.R.T.O.-Standards: Last bei
70 % der maximalen Tragfähigkeit bei einem Innendruck von 85 % nach E.T.R.T.O.-Norm)
sind durch Linien L angedeutet.
[0024] Der Laufstreifen ist bezüglich der Reifenäquatorialebene (Linie A-A) symmetrisch
ausgeführt und weist in jeder Laufstreifenhälfte eine mittlere Profilrippe 1 und eine
schulterseitige Profilrippe 2 auf. Die mittleren Profilrippen 1 sind voneinander durch
eine beim Ausführungsbeispiel in Draufsicht gerade verlaufende zentrale Umfangsrille
3 sowie zur jeweils benachbarten schulterseitigen Profilrippe 2 durch eine beim Ausführungsbeispiel
in Draufsicht gerade verlaufende schulterseitige Umfangsrille 4 getrennt. Die Umfangsrillen
3, 4 sind auf die jeweils vorgesehenen Profiltiefe T
UR (Fig. 3, gezeigt für die zentrale Umfangsrille 3) ausgeführt, welche für den bevorzugten
Reifentyp üblicherweise 6,5 mm bis 13,0 mm beträgt. Sind die Umfangsrillen 3, 4 verschieden
tief ausgeführt, wird unter der Profiltiefe T
UR die Tiefe der tiefsten Umfangsrille 3, 4 verstanden.
[0025] Die mittleren Profilrippen 1 sind jeweils mit einer Vielzahl von in Draufsicht parallel
zueinander verlaufenden, mittleren Querrillen 5 versehen, welche die jeweilige Profilrippe
1 durchqueren und in mittlere Profilblöcke 7 gliedern. Die schulterseitigen Profilrippen
2 sind jeweils mit einer Vielzahl von in Draufsicht parallel zueinander verlaufenden,
schulterseitigen Querrillen 6 versehen, welche in die jeweilige schulterseitige Umfangsrille
4 einmünden und schulterseitige Profilblöcke 8 voneinander trennen. Die Profilrippen
1, 2 weisen jeweils eine an der Laufstreifenperipherie in axialer Richtung ermittelte
maximale Breite b
1 (Profilrippe 1), b
2 (Profilrippe 2) auf, wobei die maximale Breite b
2 innerhalb der Bodenaufstandsfläche, also bis zum jeweiligen seitlichen Rand der Bodenaufstandsfläche
(Linie L), ermittelt ist. Bei in Draufsicht nicht gerade verlaufenden Umfangsrillen
3, 4, welche den Profilrippen 1, 2 eine über ihre Umfangserstreckung variierende Breite
verleihen, ist die maximale Breite b
1, b
2 an einer breitesten Stellen der Profilrippe 1, 2 ermittelt. Beispielsweise können
die oder einzelne der Umfangsrillen 3, 4 in Draufsicht wellen- oder zickzack-förmig
verlaufen.
[0026] Jeder Profilblock 7, 8 weist - an der Laufstreifenperipherie - einen an der einen
angrenzenden Querrille 5 (Profilblock 7), 6 (Profilblock 8) ausgebildeten, einlaufenden
Kantenbereich 9a und eine an der anderen angrenzenden Querrille 5 (Profilblock 7),
6 (Profilblock 8) ausgebildeten, auslaufenden Kantenbereich 9b auf, wobei beim Abrollen
des Reifens bei Vorwärtsfahrt (Pfeil R) der einlaufende Kantenbereich 9a vor dem auslaufenden
Kantenbereich 9b in den Untergrund eintritt.
[0027] Der einlaufende Kantenbereich 9a ist von einer einzigen, an der Laufstreifenperipherie
verlaufenden Blockkante 10 gebildet (Fig. 2: gezeigt für mittlere Profilblöcke 7).
Am auslaufenden Kantenbereich 9b befindet sich eine in Draufsicht langgestreckte,
oberflächliche, nutähnliche Ausnehmung 11 (siehe insbesondere Fig. 2: gezeigt für
einen mittleren Profilblock 7), welche - wie Fig. 2 iVm mit Fig. 4 für einen mittleren
Profilblock 7 zeigt - eine an der Laufstreifenperipherie liegende, radial äußere Begrenzungskante
11a und eine an der Querrille 5, 6 (Fig. 2 und 4: gezeigt für Querrille 5) liegende,
radial innere Begrenzungskante 11b aufweist. Auf die weitere Ausgestaltung der nutähnlichen
Ausnehmung 11 wird später noch genauer eingegangen.
[0028] Wie Fig. 1 ferner zeigt, erstrecken sich die Querrillen 5, 6 V-förmig über die Laufstreifenbreite,
wobei die mittleren Querrillen 5 in die zentrale Umfangsrille 3 sowie die jeweilige
schulterseitige Umfangsrille 4 einmünden und die schulterseitigen Querrillen 6 in
die entsprechende schulterseitige Umfangsrille 4 einmünden, im Wesentlichen in Fortsetzung
zu den mittleren Querrillen 5 verlaufen und außerhalb der Bodenaufstandsfläche auslaufen.
Die Querrillen 5, 6 weisen jeweils eine in Draufsicht dem Rillenverlauf folgende Rillenmittlinie
m
QR auf, welche mittig zwischen der an der jeweiligen Querrille 5, 6 befindlichen Blockkante
10 und einer nicht gegenständlichen, projizierten Bezugskante 11b* (Fig. 4) ermittelt
ist. In Fig. 1 ist im Bereich von je einer Querrille 5, 6 eine Rillenmittellinie m
QR eingezeichnet, wobei diese Querrillen 5, 6 aus Übersichtsgründen vereinfacht dargestellt
sind. Die Bezugskante 11b* (Fig. 4) ergibt sich durch Projektion der radial inneren
Begrenzungskante 11b der an der jeweiligen Querrille 5, 6 befindlichen Ausnehmung
11 in die Laufstreifenperipherie, wobei die Projektion in radialer Richtung erfolgt
(Fig. 4, vergl. in Fig. 4 angedeutete Lage der Rillenmittlinie m
QR). Die Querrillen 5, 6 verlaufen, in Draufsicht betrachtet und jeweils bezogen auf
ihre Rillenmittellinie m
QR, bogenförmig sowie zur axialen Richtung unter einem Winkel α (Querrillen 5) von 30°
bis 55°, insbesondere von zumindest 35°, bzw. einem Winkel β (Querrillen 6) von 5°
bis 20°. Die Winkel α und β sind jeweils bezüglich einer lokal an die gebogen verlaufende
Rillenmittellinie m
QR angelegten Tangente ermittelt. Innerhalb einer Profilrippe 1, 2 aufeinanderfolgende
Querrillen 5, 6 weisen auf die Rillenmittellinien m
QR bezogene, kleinstmögliche in Umfangsrichtung ermittelte gegenseitige Abstände a
1 von vorzugsweise 20,0 mm bis 35,0 mm auf.
[0029] Die weitere Ausgestaltung der mittleren Querrillen 5 und der nutähnlichen Ausnehmungen
11 wird nachfolgend anhand einer einzelnen mittleren Querrille 5 und der an diese
angrenzenden, nutähnlichen Ausnehmung 11 erläutert. Im Anschluss wird kurz auf die
Ausgestaltung der schulterseitigen Querrillen 6 und den an diesen ausgebildeten Ausnehmungen
11 eingegangen.
[0030] Wie Fig. 2 in Kombination mit Fig. 4 zeigt, weist die Querrille 5 eine in Draufsicht
senkrecht zur Rillenmittlinie m
QR (Fig. 2) am Niveau der Laufstreifenperipherie ermittelte Breite b
QR (Fig. 4) von 2,75 mm bis 12,00 mm, insbesondere von 4,00 mm bis 7,00 mm, auf, wobei
sich die Breite b
QR auf die erwähnte Bezugskante 11b* (Fig. 4) bezieht und daher zwischen der Bezugskante
11b* und der Blockkante 10 ermittelt ist. Der Ausdruck "senkrecht zur Rillenmittellinie
m
QR" bezieht sich auf eine lokal an die bogenförmig verlaufende Rillenmittelinie m
QR angelegte Tangente. Gemäß Fig. 2 nimmt die Breite b
QR (Fig. 4) beim gezeigten Ausführungsbeispiel in Richtung zur Laufstreifenaußenseite
kontinuierlich um insbesondere bis zu 2,5 mm zu, sodass die Querrille 5 an ihrem laufstreifenaußenseitigen
Ende eine maximale Breite b
QR, MAX aufweist. Alternativ ist die Breite b
QR konstant ausgeführt. Ferner weist die Querrille 5 in radialer Richtung eine maximale
Tiefe t
QR (Tiefe an der tiefsten Stelle, Fig. 4) von 70% bis 100% der Profiltiefe T
UR (Fig. 3, Fig. 4) auf, wobei die maximale Tiefe t
QR insbesondere höchstens der um 1,00 mm verringerten Profiltiefe T
UR beträgt.
[0031] Gemäß Fig. 2 und Fig. 4 ist die Querrille 5 durch einen Rillengrund 12, eine Rillenflanke
13, welche von der den einlaufenden Kantenbereich 9a (Fig. 2) bildenden Blockkante
10 ausgeht, und eine Rillenflanke 14, welche zu der zum auslaufenden Kantenbereich
9b gehörenden, radial inneren Begrenzungskante 11b der Ausnehmung 11 verläuft, begrenzt.
Gemäß Fig. 4 verlaufen die Rillenflanken 13, 14, im in Draufsicht senkrecht zur Rillenmittellinie
m
QR ausgerichteten Querschnitt betrachtet (vergl. Lage der Schnittlinie IV-IV in Fig.
2), zur radialen Richtung jeweils unter einem Winkel γ von 0° bis 9°, wobei der Winkel
γ der Rillenflanke 14 vorzugsweise höchstens 4° beträgt. Der Rillengrund 12 begrenzt
eine schmäler als die sonstige Querrille 5 ausgeführte Rillengrundrille 15 und ist,
im erwähnten Querschnitt betrachtet, U-förmig ausgeführt. Zwischen jeder Rillenflanke
13, 14 und dem Rillengrund 12 verläuft eine Übergangsflanke 16, welche im erwähnten
Querschnitt betrachtet, eine schräge oder gerundet zum Rillengrund 12 abfallende Fläche
ist.
[0032] Gemäß Fig. 2 erstreckt sich die Ausnehmung 11 beim gezeigten Ausführungsbeispiel
über die gesamte Querrille 5, sodass auch die radial äußere Begrenzungskante 11a und
die radial innere Begrenzungskante 11b über die gesamte Querrille 5 verlaufen und
die Ausnehmung 11 eine auf ihre radial äußere Begrenzungskante 11a bezogene, in die
axiale Richtung projizierte Länge c
A von 100% der maximalen Breite b
1 der Profilrippe 1 aufweist. Die radial äußere Begrenzungskante 11a verläuft - mit
Ausnahme von einem beim Ausführungsbeispiel vorgesehenen, zur zentralen Umfangsrille
3 verlaufenden Kantenendabschnitt 11a' - in Draufsicht durchgehend gebogen (bogenförmig).
Der Kantenendabschnitt 11a' verläuft in Draufsicht ebenfalls durchgehend gebogen,
ist jedoch zur sonstigen Begrenzungskante 11a entgegengesetzt gekrümmt und weist an
der Laufstreifenperipherie eine in die axiale Richtung projizierte Länge c
a' von bis zu 2,0 mm auf.
[0033] Wie Fig. 5 zeigt, ist in der Ausnehmung 11 angrenzend an die Querrille 5, eine über
die gesamte Ausnehmung 11 verlaufende (vergl. Fig. 2), flache rippenförmige Erhebung
17, an welcher sich die bereits erwähnte, radial innere Begrenzungskante 11b befindet,
ausgebildet. An der der Querrille 5 abgewandten Seite der Erhebung 17 grenzt eine
die gesamte Erhebung 17 entlangverlaufende, zur Ausnehmung 11 gehörende, seichte Einbuchtung
18 an.
[0034] Die Einbuchtung 18 weist einen abschnittsweise an die Erhebung 17 angrenzenden Boden
20 auf. Die Erhebung 17 ist zur Einbuchtung 18 durch den entsprechenden Abschnitt
des Bodens 20, in radialer Richtung durch eine parallel zur Laufstreifenperipherie
verlaufende Deckfläche 21 und an der Querrille 5 durch einen radial äußeren Endabschnitt
der Rillenflanke 14 begrenzt. Die Ausnehmung 11 weist eine von der radial äußeren
Begrenzungskante 11a ausgehende, bis in den Bereich der Einbuchtung 18 reichende Seitenfläche
19 auf.
[0035] Die Ausnehmung 11 ist somit, im in Drauffischt senkrecht zur Rillenmittellinie m
QR verlaufenden Querschnitt betrachtet (vergl. Lage der Schnittlinie IV-IV in Fig. 2),
durch die Seitenfläche 19, den Boden 20 der Einbuchtung 18 und die Deckfläche 21 der
Erhebung 17 begrenzt. Die weitere Beschreibung der Seitenfläche 19, des Bodens 20
und der Deckfläche 21 bezieht sich jeweils auf den erwähnten Querschnitt.
[0036] Die Seitenfläche 19 verläuft halb U-förmig und setzt sich aus einem radial äußeren
Flächenabschnitt 19a und einem radial inneren Flächenabschnitt 19b zusammen. Der radial
äußere Flächenabschnitt 19a verläuft gerade sowie zur radialen Richtung unter einem
Winkel δ von 0° bis 3°, insbesondere von höchstens 2°, und reicht in radialer Richtung
bis in eine Tiefe t
a von 0,30 mm bis 0,70 mm, insbesondere von 0,40 mm bis 0,60 mm. Der radial innere
Flächenabschnitt 19b schließt in der Tiefe t
a stetig ("knickfrei", "kantenfrei") an den radial äußeren Flächenabschnitt 19a an
und verläuft bogenförmig sowie zumindest über den Großteil seiner Erstreckung entlang
eines Radius r
1 von 1,3 mm bis 1,7 mm und endet am Boden 20 der Einbuchtung 18. Der Boden 20 schließt
stetig an das radial innere Ende des radial inneren Flächenabschnittes 19b an, verläuft
entlang eines Radius r
2 von 0,1 mm bis 0,5 mm, insbesondere von 0,2 mm bis 0,4 mm, schließt ferner an der
Deckfläche 21 über eine scharfe Kante 22 an und durchläuft die in radialer Richtung
tiefste Stelle der Ausnehmung 11.
[0037] Die Ausnehmung 11 weist in radialer Richtung eine maximale Tiefe t
A (Tiefe an der erwähnten tiefsten Stelle im Bereich des Bodens 20) von 15% bis 30%,
insbesondere von zumindest 20%, der Profiltiefe T
UR (Fig. 4) auf. Ferner weist die Ausnehmung 11 eine zwischen der radial äußeren Begrenzungskante
11a und der bereits erwähnten Bezugskante 11b* an der Laufstreifenperipherie ermittelte
Breite b
A von 1,0 mm bis 1,8 mm, insbesondere von 1,2 mm bis 1,6 mm, auf, wobei die Breite
b
A vorzugsweise 20% bis 40%, insbesondere 25% bis 35%, besonders bevorzugt 27% bis 33%,
der maximalen Breite b
QR, MAX (Fig. 2) der Querrille 5 beträgt.
[0038] Die Einbuchtung 18 weist in radialer Richtung eine gegenüber dem Niveau der scharfen
Kante 22 in radialer Richtung ermittelte maximale Tiefe t
E (Tiefe an der erwähnten tiefsten Stelle im Bereich des Bodens 20) von 0,10 mm bis
0,30 mm, insbesondere von 0,15 mm bis 0,25 mm, sowie eine am Niveau der scharfen Kante
22 parallel zur Laufstreifenperipherie ermittelte konstante Breite b
E von 35% bis 45% der Breite b
A der Ausnehmung 11 auf.
[0039] Die Erhebung 17 weist eine gegenüber dem Niveau der maximalen Tiefe t
E der Einbuchtung 18 in radialer Richtung ermittelte maximale Höhe h
ER (Höhe an der höchsten Stelle) auf, deren Größe - entsprechend der parallel zur Laufstreifenperipherie
verlaufenden Deckfläche 21 - mit der Größe der maximalen Tiefe t
E der Einbuchtung 18 übereinstimmt und daher 0,10 mm bis 0,30 mm, insbesondere von
0,15 mm bis 0,25 mm, beträgt. Ferner weist die Erhebung 17 eine an der Deckfläche
21 ermittelte Breite b
ER von 20% bis 30% der Breite b
A der Ausnehmung 11 auf.
[0040] Gemäß Fig. 1 verläuft die bereits erwähnte an je einer schulterseitigen Querrille
6 ausgebildete Ausnehmung 11 über die Bodenaufstandsfläche (Linie L) hinaus, weist
innerhalb der Bodenaufstandsfläche eine auf die radial äußere Begrenzungskante 11a
bezogene, in die axiale Richtung projizierte Länge c
A2 von 100% der Breite b
2 der Profilrippe 2 auf. Ansonsten ist die in je einer schulterseitigen Querrille 6
ausgebildete Ausnehmung 11 übereinstimmend zu der an einer mittleren Querrille 5 ausgebildeten
Ausnehmung 11 ausgeführt.
[0041] Die Erfindung ist auf das beschriebene Ausführungsbeispiel nicht beschränkt.
[0042] Es ist zumindest eine Profilrippe mit Querrillen, welche in Draufsicht zur axialen
Richtung unter einem Winkel von 0° bis 55°, insbesondere von 5° bis 50°, verlaufen,
und an welchen die Ausnehmungen 11 bzw. 12 ausgebildet sind, vorgesehen. Die in den
Querrillen vorhandenen Rillengrundrillen sind optional, sodass die Rillenflanken auch
bis zum Rillengrund reichen können. Die auf die radial äußere Begrenzungskante bezogene
Länge c
A, c
A2 der Ausnehmung 11, 12 beträgt 25% bis 100%, insbesondere zumindest 50%, bevorzugt
zumindest 70%, der maximalen Breite b
1, b
2 der Profilrippe 1, 2, wobei die Ausnehmung 11 bei einer Länge c
A, welche von 100% der maximalen Breite b
1, b
2 abweicht, an einer der jeweiligen Umfangsrillen 3, 4 angrenzen oder zu diesen beanstandet
ausgebildet sein kann. Die Querrillen, an welchen die Ausnehmungen 11 bzw. 12 ausgebildet
sind, können einseitig innerhalb der Profilrippe enden und daher als Sackrillen ausgeführt
sein, sodass die Profilrippe blockartige Profilelemente aufweist. Da sich die Ausnehmungen
11, 12 an einem an einer Querrille liegenden Kantenbereich der blockartigen Profilelemente
befinden, reichen die Ausnehmungen nicht über den Bereich der Querrille hinaus. Bei
durchquerenden Querrillen sind die blockartigen Profilelemente Profilblöcke, wie im
Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel beschrieben. Die Gestalt der Erhebung 17
kann von der beschriebenen Gestalt abweichen. Der Laufstreifen muss nicht laufrichtungsgebunden
ausgeführt sein.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- mittlere Profilrippe
- 2
- schulterseitige Profilrippe
- 3
- zentrale Umfangsrille
- 4
- schulterseitige Umfangsrille
- 5
- mittlere Querrille
- 6
- schulterseitige Querrille
- 7
- mittlerer Profilblock
- 8
- schulterseitiger Profilblock
- 9a
- einlaufender Kantenbereich
- 9b
- auslaufender Kantenbereich
- 10
- Blockkante
- 11
- Ausnehmung
- 11a
- radial äußere Begrenzungskante
- 11a'
- Kantenendabschnitt
- 11b
- radial innere Begrenzungskante
- 11b*
- Bezugskante
- 12
- Rillengrund
- 13
- Rillenflanke
- 14
- Rillenflanke
- 15
- Rillengrundrille
- 16
- Übergangsflanke
- 17
- Erhebung
- 18
- Einbuchtung
- 19
- Seitenfläche
- 19a
- radial äußerer Flächenabschnitt
- 19b
- radial innerer Flächenabschnitt
- 20
- Boden
- 21
- Deckfläche
- 22
- scharfe Kante
- a1
- Abstand
- A-A
- Linie (Reifenäquatorialebene)
- b1, b2
- maximale Breite
- bA, bE, bER, bQR
- Breite
- bQR,MAX
- maximale Breite
- CA, CA2, ca'
- Länge
- hER
- maximale Höhe
- L
- Linie (seitlicher Rand der Bodenaufstandsfläche)
- mQR
- Rillenmittellinie
- r1, r2
- Radius
- R
- Pfeil (Abrollrichtung)
- ta
- Tiefe
- tA, tE
- maximale Tiefe
- tQR
- maximale Tiefe
- TUR
- Profiltiefe
- Z2, Z5
- Detail
- α, β, γ, δ
- Winket
1. Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifen mit zumindest einer an zumindest einer Seite
von einer Umfangsrille (3, 4) begrenzten Profilrippe (1, 2), welche mit in die Umfangsrille
(3, 4) einmündenden, zur axialen Richtung unter Winkel (a, β) von 0° bis 55° verlaufenden
Querrillen (5, 6) mit jeweils einer an der Laufstreifenperipherie ermittelten Breite
(bQR) von 2,75 mm bis 12,00 mm und einer maximalen Tiefe (tQR) von 70% bis 100% der Profiltiefe (TUR) versehen ist, wobei die Querrillen (5, 6) die Profilrippe (1, 2) in blockartige
Profilelemente (7, 8) mit Kantenbereichen (9a, 9b) an den Querrillen (5, 6) gliedern,
wobei an zumindest jeweils einem Kantenbereich (9b) eine in Draufsicht langgestreckte
Ausnehmung (11) mit einer an der Laufstreifenperipherie liegenden radial äußeren Begrenzungskante
(11a) und einer an der Querrille (5, 6) liegenden radial inneren Begrenzungskante
(11b) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (11) nutförmig ist und in der Ausnehmung (11) eine an die Querrille
(5) angrenzende, über die Länge der Ausnehmung (11) verlaufende und die radial innere
Begrenzungskante (11b) aufweisende Erhebung (17) ausgebildet ist, wobei die Ausnehmung
(11) an der der Querrille (5) abgewandten Seite der Erhebung (17) mit einer die Erhebung
(17) entlangverlaufenden Einbuchtung (18) versehen ist, welche durch einen im Querschnitt
bogenförmig sowie durch die tiefste Stelle der Ausnehmung (11) verlaufenden Boden
(20) begrenzt ist, an welchen eine von der radial äußeren Begrenzungskante (11a) ausgehende,
zumindest abschnittsweise bogenförmig verlaufende Seitenfläche (19b) der Ausnehmung
(11) stetig anschließt.
2. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (11) an ihrer tiefsten Stelle in radialer Richtung eine maximale Tiefe
(tA) von 15% bis 30%, insbesondere von zumindest 20%, der Profiltiefe (TUR) aufweist.
3. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (11), im Querschnitt betrachtet, zwischen der radial äußeren Begrenzungskante
(11a) und einer in die Laufstreifenperipherie projizierten Bezugskante (11b*), welche
sich durch in radialer Richtung erfolgte Projektion der radial inneren Begrenzungskante
(11b) ergibt, eine Breite (bA) von 1,0 mm bis 1,8 mm, insbesondere von 1,2 mm bis 1,6 mm, aufweist.
4. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (11, 12) eine auf ihre radial äußere Begrenzungskante (11a) bezogene,
in die axiale Richtung projizierte Länge (cA, cA2) von 25% bis 100%, insbesondere von zumindest 50%, bevorzugt von zumindest 70%, der
an der Laufstreifenperipherie in axialer Richtung ermittelten maximalen Breite (b1, b2) der Profilrippe (1, 2) aufweist, wobei die maximale Breite (b1, b2) bei schulterseitigen Profilrippen (1, 2) innerhalb der Bodenaufstandsfläche ermittelt
ist.
5. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (20) der Einbuchtung (18), im Querschnitt betrachtet, entlang eines Kreisbogens
mit einem Radius (r2) von 0,1 mm bis 0,5 mm, insbesondere von 0,2 mm bis 0,4 mm, verläuft.
6. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (20) der Einbuchtung (18) an einer an der Erhebung (17) ausgebildeten scharfen
Kante (22) endet.
7. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung (18) eine ausgehend von der scharfen Kante (22) parallel zur Laufstreifenperipherie
gemessene, konstante Breite (bE) von 35% bis 45% der Breite (bA) der Ausnehmung (11) aufweist.
8. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung (18) in radialer Richtung eine gegenüber dem Niveau der scharfen
Kante (22) in radialer Richtung ermittelte maximale Tiefe (tE) von 0,10 mm bis 0,30 mm, insbesondere von 0,15 mm bis 0,25 mm, aufweist.
9. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (17) eine gegenüber der tiefsten Stelle der Einbuchtung (18) in radialer
Richtung ermittelte maximale Höhe (hER) von 0,10 mm bis 0,30 mm, insbesondere von 0,15 mm bis 0,25 mm, aufweist.
10. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (17) eine parallel zur Laufstreifenperipherie verlaufende Deckfläche
(21) aufweist.
11. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebung (17), im Querschnitt betrachtet, eine an der Deckfläche (21) ermittelte
Breite (bER) von 20% bis 30% der Breite (bA) der Ausnehmung (11) aufweist.
12. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Seitenfläche (19) der Ausnehmung (11) aus einem radial äußeren Flächenabschnitt
(19a) und einem radial inneren Flächenabschnitt (19b) zusammensetzt, wobei der radial
äußere Flächenabschnitt (19a) gerade sowie zur radialen Richtung unter einem Winkel
(δ) von 0° bis 3°, insbesondere von höchstens 2°, verläuft und in radialer Richtung
bis in eine Tiefe (ta) von 0,30 mm bis 0,70 mm, insbesondere 0,40 mm bis 0,60 mm, reicht, wobei der radial
innere Flächenabschnitt (19b) stetig an den radial äußeren Flächenabschnitt (19a)
anschließt und bogenförmig sowie zumindest über den Großteil seiner Erstreckung entlang
eines Kreisbogens mit einem Radius r1 von 1,3 mm bis 1,7 mm verläuft.
13. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an den Querrillen (5, 6) jeweils ausschließlich an einem Kantenbereich (9a) eine
Ausnehmung (11) ausgebildet ist und der andere Kantenbereich (9b) von einer Blockkante
(10) gebildet ist.
14. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufstreifen laufrichtungsgebunden ausgeführt ist, sodass von den Kantenbereichen
(9a, 9b) der blockartigen Profilelemente (7, 8) der eine ein beim Abrollen des Reifens
bei Vorwärtsfahrt zuerst in den Untergrund eintretender, einlaufender Kantenbereich
(9a) und der andere ein auslaufender Kantenbereich (9b) ist, wobei die Ausnehmungen
(11) zumindest, insbesondere ausschließlich, an den auslaufenden Kantenbereichen (9b)
ausgebildet sind.