[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum formatvariablen Stanzen einer Mehrzahl
von zu stanzenden Bögen, wobei jeder Bogen eine Länge Lb aufweist, umfassend eine
Zuführeinrichtung von zu stanzenden Bögen, ein Stanzwerk mit einer Stanzlänge Ls umfassend
ein Stanzwerkzeug mit einer wirksamen Stanzwerkzeuglänge Lw, wobei die Vorrichtung
eine Beschleunigungsvorrichtung zur Erzeugung einer Lücke mit einer Länge LL zwischen
den zugeführten Bögen umfasst.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum formatvariablen Stanzen oder
Prägen von Bögen mit einer Bogenlänge Lb, wobei der Bogen mit einer Stanzvorrichtung
mit einer wirksamen Stanzlänge Ls bearbeitet wird, wobei ein jeder der Stanzvorrichtung
zugeführte Bogen mittels einer Beschleunigungsvorrichtung zur Erzeugung einer Lücke
mit einer Lückenlänge LL beschleunigt wird.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Stanzwerke oder Stanzvorrichtungen bekannt, bei denen
insbesondere aus bedruckten Bahnen oder Bögen Formen wie beispielsweise Faltschachteln
sowohl ausgestanzt als auch die zukünftigen Biegekanten, Aufreißperforationen oder
ähnlichen eingeprägt werden.
[0004] In der nachfolgenden Erfindung wird somit nicht zwischen dem Stanzen, bei welchem
das Substrat des Bogens oder der Bahn durchtrennt wird, und dem Prägen, bei welchem
das Substrat des Bogens oder der Bahn nicht durchtrennt aber verformt wird, unterschieden,
da der einzige, hinsichtlich der vorliegenden Erfindung nicht relevante Unterschied
ist, wie hoch die Muster auf der Stanz- oder Prägeform sind und wie tief diese in
das Substrat eindringen. Deshalb wird nachfolgend nur der Begriff Stanzen verwendet,
wenngleich der Begriff des Prägens eingeschlossen ist.
[0005] Die
US 2020/0298436 A1 offenbart eine Stanzvorrichtung, bei welcher eine zu stanzende Bahn quergeschnitten
und in einzelne Bogen vereinzelt wird und wobei die vereinzelten Bogen in Transportrichtung
zueinander beabstandet einer Stanzvorrichtung zugeführt werden.
[0006] Bei derartigen Stanzwerken oder Stanzvorrichtungen wird zwischen Flachbettstanzen
mit ebener Stanzform und Rotationsstanzwerken mit rotierendem Zylinder unterschieden.
Eine Flachbettstanze weist eine maximale Arbeitsbreite auf, ferner weist diese eine
maximale Stanzlänge Ls auf, was im Wesentlichen der maximalen Länge des Stanztisches
in Durchlaufrichtung entspricht. Die Stanzlänge Ls beschränkt somit die maximal zu
stanzende Bogenlänge.
[0007] Rotationsstanzwerke weisen einen rotierenden Stanzzylinder auf, der mit dem zu stanzenden
Bogen oder der zu stanzenden Bahn in Wirkverbindung steht, und umfasst ferner einen
Gegendruckzylinder, auf dem sich der zu stanzende Bogen oder die zu stanzende Bahn
und teilweise auch das Stanzwerkzeug abstützt.
[0008] Der Zylinderumfang des Stanzzylinders bestimmt somit die Stanzlänge Ls.
[0009] Auf der Mantelfläche des Stanzzylinders wird das Stanzwerkzeug ausgebildet. Dies
kann entweder in der Form erfolgen, als dass ein gehärteter Zylinder mit exakt auf
das zu stanzende Produkt abgestimmte Stanzlänge auf seiner Oberfläche ein entsprechendes
Muster eingearbeitet wird.
[0010] Die Herstellung eines derartigen Stanzzylinders mit unveränderlicher Stanzlänge ist
extrem Kosten- und Zeitaufwändig. Bei sich ändernder Länge des zu stanzenden Produktes
muss jedoch der Zylinderumfang wieder exakt auf die neue Produktlänge abgestimmt werden,
es ist folglich ein neuer Stanzzylinder mit entsprechend abgestimmtem Umfang und neu
eingearbeitetem Stanzwerkzeug erforderlich.
[0011] Eine andere Alternative ist die Verwendung sogenannter Magnetzylinder, das heißt
Stanzzylinder mit eingearbeiteten Magneten, so dass als Stanzwerkzeug ein ferromagnetisches
Blech mit eingearbeitetem oder aufgebrachtem Stanzwerkzeug verwendet werden kann.
[0012] Zwar ist die Herstellung derartiger Stanzbleche als Stanzwerkzeug wesentlich preiswerter
als die Herstellung gehärteter Stanzzylinder mit eingearbeitetem zu stanzendem Muster,
aber die Problematik ist auch hier, dass aufgrund der anhand des Zylinderdurchmessers
vorgegebenen Stanzlänge Ls bei Änderung der Produktlänge ein neuer Magnetzylinder
mit entsprechend passendem Umfang und somit mit entsprechend angepasstem Stanzzylinder
erforderlich ist, was bei unterschiedlichen zu stanzenden Produktlängen das Vorhandensein,
das heißt die Anschaffung, die Bevorratung und die Wartung einer Vielzahl unterschiedlicher
Magnetzylinder erforderlich macht, was sehr kostenintensiv ist.
[0013] Bei Flachbettstanzen sind im Wesentlichen dieselben Anforderungen wenngleich mit
ebenen Stanzwerkzeugen erforderlich.
[0014] Es ist somit die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zu schaffen, mit welchem mit einer Stanzlänge Ls, wie beispielsweise einem Stanzzylinder
mit einem definierten wirksamen Durchmesser und folglich mit einer definierten Stanzlänge
Ls, unterschiedlich lange Bogen ohne Tausch des Zylinders bearbeitet werden können.
[0015] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum formatvariablen Stanzen gemäß Anspruch
1 oder einem Verfahren zum formatvariablen Stanzen gemäß Anspruch 12 gelöst.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzlänge
Ls größer als die Bogenlänge Lb ist.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die wirksame Stanzlänge
Ls größer als die Bogenlänge Lb ist.
[0018] Eine derartige Vorrichtung und ein derartiges Verfahren haben den Vorteil, dass mit
einem Stanzbett oder mit einem Stanzzylinder einer bestimmten Stanzlänge Ls für unterschiedliche
Längen von Stanzmustern und somit für eine Mehrzahl von Produktlängen verwendet werden
können und dass die Bogenlänge Lb bis zur Stanzlänge Ls ohne Wechsel des Stanzzylinders
nach unten hin abgestuft werden können, was den Aufwand zur Anschaffung, Bevorratung
und Wartung entsprechender Stanzzylinder oder Stanzbette minimiert. Darüber hinaus
ist nicht zwingend bei einer Änderung der Produktlänge der Stanzzylinder oder das
Stanzbett zu tauschen, was die Rüstzeiten deutlich senkt.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Beschleunigungsvorrichtung zur Erzeugung einer
Lücke zwischen jedem der zugeführten Bögen in der Form ausgestaltet, dass sich eine
Lücke mit einer Lückenlänge LL gleich der Stanzlänge Ls abzüglich der Bogenlänge Lb
ergibt.
[0020] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der Stanzzylinder mit einer kontinuierlichen
Drehzahl rotieren kann und/oder sonstige Vorrichtungen zur Verzögerung oder Beschleunigung
des Stanzwerkes oder der zu stanzenden Bögen vermieden werden können.
[0021] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung.
[0022] Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu
sein, an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein aus dem Stand der Technik bekanntes Stanzwerk zur Darstellung der relevanten Stanzlänge
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des aus dem Stand der Technik unter Fig. 1 dargestelltem Stanzwerk
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Stanzvorrichtung zum Stanzen variabler Bogenlänge am Beispiel
einer ersten Bogenlänge
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Stanzvorrichtung zum Stanzen variabler Bogenlänge am Beispiel
einer zweiten Bogenlänge
[0023] Fig. 1 zeigt einen grundsätzlichen Aufbau eines Stanzwerkes 10, wie dieses aus dem
Stand der Technik bekannt ist.
[0024] Das Stanzwerk 10 umfasst einen Stanzzylinder 11 mit einem wirksamen Stanzzylinderdurchmesser
ds. Dieser Stanzzylinder 11 trägt zumindest auf einem Teil seiner Mantelfläche ein
Stanzwerkzeug 16, welches als Muster entweder in die Mantelfläche des gehärteten Stanzzylinders
11 eingearbeitet ist, oder aber das Stanzwerkzeug 16 ist eine auf einem ferromagnetischen
Blech hergestellte Stanzform, auf der das Muster angebracht ist. Im zweiten Fall ist
der Stanzzylinder 11 ein Magnetzylinder.
[0025] Das auf dem Stanzzylinder 11 aufgebrachte Stanzwerkzeug 16 ist beim Stanzen in Wirkverbindung
mit dem durch den Stanzzylinder 11 und dem Gegendruckzylinder 13 hindurchlaufenden
bahn- oder bogenförmigem Substrat. Beim manchen Stanzwerken 10 kommt noch eine zusätzliche
Antriebs- oder Stützwalze 14 zum Einsatz. Antriebsmittel zum rotativen Antreiben der
einzelnen Zylinder sind in Fig. 1 mangels Relevanz nicht dargestellt.
[0026] Wie sowohl in Fig. 1 als auch in Fig. 2 ersichtlich, welche eine schematische Seitenansicht
des in Fig. dargestellten beispielhaften Stanzwerkes 10 darstellt, weist der Stanzzylinder
11 einen wirksamen Stanzzylinderdurchmesser ds auf. Dieser kann kleiner, größer oder
gleich dem Durchmesser des Gegendruckzylinders 13 sein.
[0027] Durch den Stanzzylinderdurchmesser ds ist folglich anhand der Formel Ls = ds x π
die Stanzlänge Ls bestimmt. Nach jeder Umdrehung des Stanzzylinders 11 wiederholt
sich somit das Muster des Stanzwerkzeuges 16 erneut, so dass der Stanzzylinderdurchmesser
ds bei aus dem Stand der Technik bekannten Stanzwerken 10 exakt an die Produktlänge
beziehungsweise die Bogenlänge Lb oder aber an die Drucklänge einer Rollendruckeinheit
angepasst werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass die Stanzlänge
Ls ein ganzzahliges Vielfaches der Bogenlänge Lb oder ein ganzzahliges Vielfaches
der Drucklänge einer Rollendruckeinheit darstellt, aber eine Veränderung der Bogenlänge
Lb, also der Länge des zu stanzenden Musters erfordert in jedem Fall eine Anpassung
des Stanzzylinderdurchmessers ds.
[0028] Fig. 3 zeigt eine beispielhafte Vorrichtung 1 zum Bedrucken einer Bahn mit einem
sich wiederholendem Druckbild, zum Vereinzeln der Bahn in einzelne Bögen 3 sowie zum
Stanzen dieser Bögen 3.
[0029] Das Bedrucken der Bahn 2 ist nur eine Möglichkeit zur Herstellung bedruckter Bogen
3 durch Querschneiden der Bahn 2 und das dadurch erzielte Vereinzeln der Bahn 2 in
Bögen 3. Es wird darauf hingewiesen, dass bereits vereinzelte Bögen 3 bedruckt werden
können und der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zugeführt werden können. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung 1 kann auch offline und somit parallel beziehungsweise unabhängig zum
Druckbetrieb betrieben werden. Auch ist die Erfindung anstelle des in Fig. 1 dargestellten
Rotationsstanzwerkes mit einer Flachbettstanze möglich, da auch diese durch eine definierte
Stanzlänge Ls bestimmt ist.
[0030] Nachfolgend wird die Erfindung mittels eines Rotationsstanzwerkes erläutert, wenngleich
dies mit einer Flachbettstanze ebenso möglich ist.
[0031] Die von links nach rechts mit der Laufrichtung LR die Vorrichtung 1 durchlaufende
Substratbahn 2, welche nachfolgend abgekürzt als Bahn 2 bezeichnet wird, durchläuft
zunächst eine Druckvorrichtung 20. Hierbei wird durch den Druckzylinder 21, welcher
sich auf einem Gegendruckzylinder 22 abstützt, ein Druckbild mit einer Länge Lb1,
welche im Normalfall zur Vermeidung von unbedrucktem Verschnitt der Bogenlänge Lb1
entspricht, bedruckt. Hierbei versteht es sich von selbst, dass auf einer Bogenlänge
Lb1 in Laufrichtung LR gesehen hintereinander eine Mehrzahl von gleichen oder unterschiedlichen
Nutzen aufgedruckt werden können.
[0032] Die Bogenlänge Lb1 entspricht dem Umfang des Druckzylinders 21 und berechnet sich
nach der Formel Lb1 = dd1 x π. Die Druckbilder mit der Länge Lb1 werden hintereinander
auf die Bahn 2 aufgedruckt. Bei Verpackungsdruckmaschinen ist der Druckzylinderdurchmesser
dd im Normalfall durch Tausch des Druckzylinders 21 oder durch Tausch eines nicht
dargestellten Sleeves veränderbar, wenngleich nicht während einer Produktion. Für
den mehrfarbigen Druck können auch eine Mehrzahl von in Laufrichtung LR hintereinander
angeordneten Druckvorrichtungen 20 des gleichen oder unterschiedlicher Druckverfahren
angeordnet sein.
[0033] Für die vorliegende Erfindung ist die Art der Druckvorrichtung 20 und das Druckverfahren
irrelevant. Die Druckvorrichtung 20 kann beispielsweise als ein Offsetdruckwerk und/oder
ein Tiefdruckwerk und/oder ein Flexodruckwerk und/oder ein Digitaldruckwerk wie beispielsweise
ein Inkjetdruckwerk ausgebildet sein.
[0034] Die bedruckte Bahn 2 durchläuft unmittelbar oder mittelbar nach dem Druckwerkeine
Schneidvorrichtung 30, mit welcher die Bahn 2 in einzelne Bögen 3 mit der Bogenlänge
Lb1 aufgeteilt wird. Es versteht sich von selbst, dass die Abschnittslänge der Bogenlänge
Lb1 entspricht, um ein Durchlaufen des Schnittes über die Zeit durch das Druckbild
zu vermeiden.
[0035] Die in Fig. 3 beispielhaft dargestellte Schneidvorrichtung 30 umfasst ein Schneidzylinderpaar
31, durch welches die Bahn 2 hindurchläuft und quer in Bögen 3 geschnitten wird. Die
Funktionsweise der Schneidvorrichtung 30 ist jedoch für die vorliegende Erfindung
nicht relevant. Auch ist es für die vorliegende Erfindung möglich, eine bereits vorab
bedruckte Bahn 2 in eine dem Stanzwerk 10 vorgeschaltete Schneidvorrichtung 30 zuzuführen
und das Schneiden der Bahn 2 unabhängig vom Druckvorgang auszuführen.
[0036] Die hierbei verwendete Schneidvorrichtung 30 ist vorzugsweise zur Erzeugung unterschiedlicher
und/oder variabler Bogenlängen Lb ausgebildet. Eine unterschiedliche Bogenlänge Lb
bedeutet, dass die Schneidvorrichtung 30 nach einer Produktion auf das Trennen der
Bahn 2 in eine andere Bogenlänge Lb umgerüstet und/ oder eingestellt werden kann,
beispielsweise durch Versetzen von Messern am Umfang. Das Herstellen einer variablen
Bogenlänge Lb bedeutet, dass die Schneidvorrichtung 30 auch während einer Produktion
die Bogenlänge Lb verändern könnte, beispielsweise durch eine nicht kontinuierliche
Umfangsgeschwindigkeit der Schneidmesserzylinder. Eine derartige Ausgestaltung ist
insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Bahn 2 mittels einer gänzlich formatvariablen
Druckvorrichtung 20, wie beispielsweise einer Digitaldruckvorrichtung bedruckt wird.
[0037] Aufgrund der in Fig. 3 beispielhaft dargestellten Druckvorrichtung 20 mit einer während
der Produktion unveränderlichen Bogenlänge Lb1 trennt die in Fig. 3 dargestellte Schneidvorrichtung
30 während einer Produktion die Bahn 2 in Bögen 3 mit einer Bogenlänge Lb1 auf.
[0038] Wie aus Fig. 3 zu entnehmen ist, ist der Stanzzylinderdurchmesser ds größer als der
Druckzylinderdurchmesser dd1, woraus sich ergibt, dass die Stanzlänge Ls = ds x π
größer als die Bogenlänge Lb1 = dd1 x π ist.
[0039] Der Stanzzylinder 11 trägt somit ein Stanzwerkzeug 16 mit einer gestreckten Länge
Lw1 auf seinem Umfang, wobei die Stanzwerkzeuglänge Lw1 im Wesentlichen der Bogenlänge
Lb1 entspricht. Das Stanzwerkzeug 16 bedeckt mit seiner wirksamen Stanzwerkzeuglänge
Lw1 den Umfang des Stanzzylinders 11 zumindest partiell.
[0040] Um somit nicht bei jedem Produktionswechsel die Stanzlänge Ls und somit den Stanzzylinderdurchmesser
ds an die Bogenlänge Lb anpassen zu müssen, durchlaufen die nachfolgend zugeführten
Bögen 3 eine Beschleunigungsvorrichtung 40, welche beispielsweise eine oder mehrere
Zugwalzen 41 oder Zugwalzenpaare 41 umfasst. Diese Beschleunigungsvorrichtung 40 umfasst
zum Beschleunigen eines jeden Bogens 3 beispielsweise eine Beschleunigungswalze 42
oder eine Beschleunigungsnocke oder eine nicht dargestellte Bänderbeschleunigung.
Die Beschleunigungsvorrichtung 40 beschleunigt die beispielhaft in Fig. 3 im Wesentlichen
ohne Lücke nacheinander einlaufenden Bögen 3, um zwischen den nachfolgenden Bögen
3 eine Lücke 4 mit einer Lückenlänge LL1 zu erzeugen. Die Beschleunigungsvorrichtung
40 kann die Bögen 3 in nur einem Schritt zur Erzielung der Lücklänge LL beschleunigen,
es ist aber auch möglich, dies in mehreren einzelnen, hintereinander durchgeführten
Beschleunigungsstufen zu erreichen. Aus Sicht der Funktion der Beschleunigungsvorrichtung
40 kann diese folglich auch mehrere hintereinander angeordnete Beschleunigungsvorrichtungen
umfassen.
[0041] Zur Vermeidung zusätzlicher Eingriffe an einem jeden Bogen 3 oder an dem Stanzwerk
10 wird ein jeder Bogen 3 durch die Beschleunigungsvorrichtung 40 in der Form beschleunigt,
dass die Lücke 4 zwischen jedem der zugeführten Bögen 3 in der Form ausgestaltet ist,
dass sich eine Lücke 4 mit einer Lückenlänge LL ergibt, welche sich nach der Formel
LL = Ls - Lb berechnet, das heißt, dass die Lückenlänge LL vorzugsweise die Differenz
zwischen der Stanzlänge Ls und der Bogenlänge Lb ist.
[0042] Die so beschleunigten Bogen 3 werden nun registergenau dem Stanzwerk 10 zugeführt,
so dass die vorlaufende Kante eines jeden Bogens 3 im Wesentlichen, sofern erwünscht,
auf die vorlaufende Kante des Stanzwerkzeuges 16 trifft. Ist die Länge des zu stanzenden
oder des zu prägenden Musters kürzer als die Bogenlänge Lb, so kann die vorlaufende
Kante des Stanzwerkzeuges 16 auch an einer anderen beliebigen Stelle innerhalb eines
jeden Bogens 3 auftreffen. Aufgrund der durch die Beschleunigungsvorrichtung 40 erzeugte
Lücke 4 zwischen den Bögen 3 ist jedoch ein registerhaltiges Stanzen oder Prägen auch
ohne Anpassung der Stanzlänge Ls und somit ohne Anpassung des Stanzzylinderdurchmessers
ds möglich.
[0043] Wenngleich in Fig. 1 nicht dargestellt, so ist das Verfahren zur Erzeugung einer
Lücke 4 zwischen den zugeführten Bögen 3 mit einer definierten Lückenlänge LL auch
für Flachbettstanzen mit einer definierten Stanzlänge Ls möglich.
[0044] Wenngleich Fig. 1 eine Ausführung zeigt, bei welcher die Vorrichtung 1 eine Druckvorrichtung
20 und eine Schneidvorrichtung 30 umfasst, so ist die Vorrichtung 1 auch in der Form
möglich, dass diese nur mindestens eine Beschleunigungsvorrichtung 40, welcher die
Bögen 3 entsprechend zugeführt werden, und ein Stanzwerk 10 umfasst. Optional können
sowohl die Schneidvorrichtung 30 zum Zuführen einer Bahn 2 und/oder eine Druckvorrichtung
20 zum Bedrucken entweder von sequentiell zugeführten Bögen 3 oder einer zugeführten
Bahn 2 ergänzt werden.
[0045] Fig. 4 zeigt die aus Fig. 3 bekannte beispielhafte Vorrichtung 1, wenngleich der
Druckzylinder 21 einen Druckzylinderdurchmesser dd2 aufweist, welcher größer als der
Druckzylinderdurchmesser dd1 von Fig. 3 ist.
[0046] Aufgrund des größeren Druckzylinderdurchmessers dd2 ergibt sich somit eine größere
Bogenlänge Lb2, welche mit dem längeren Druckbild bedruckt wird.
[0047] Da der Druckzylinderdurchmesser dd2 immer noch kleiner als der Stanzzylinderdurchmesser
ds ist, ist es erforderlich, zum Sicherstellen eines registerhaltigen Stanzens oder
Prägens die Bogen 3 in der Form zu beschleunigen, dass zwischen den Bogen 3 eine Lücke
4 mit der Lückenlänge LL2 entsteht. Die Lückenlänge LL2 berechnet sich nach der Formel
LL2 = Ls - Lb2 und ist aufgrund des größeren Druckzylinderdurchmesser dd2 und der
folglich größeren Bogenlänge Lb2 kleiner als die in Fig. 3 dargestellte Lückenlänge
LL1. In dem in Fig. 4 dargestellten Beispiel entspricht die Stanzwerkzeuglänge Lw2
des Stanzwerkzeuges 16 im Wesentlichen der Bogenlänge Lb2.
[0048] Wie durch die Fig. 3 und 4 auch bildlich dargestellt, ist es mit der vorliegenden
Erfindung möglich, trotz sich ändernder Bogenlänge Lb ein Stanzwerk 10 mit einer gleichbleibenden
Stanzlänge Ls wie beispielsweise einem gleichbleibenden Stanzzylinderdurchmesser ds
im Falle eines Rotationsstanzwerkes 10 zu verwenden.
[0049] Zusätzlich zur Erzeugung einer Lücke 4 zwischen den einlaufenden Bögen 3 ist es möglich,
die Umfangsgeschwindigkeit des Stanzzylinders 11 während einer Umdrehung zu variieren,
so dass in dem Bereich, in welchem das Stanzwerkzeug 16 in Eingriff ist, die Umfangsgeschwindigkeit
des Stanzzylinders 11 der Geschwindigkeit der zu stanzenden Bogen 3 entspricht, und
dass in dem Bereich, in welchem das Stanzwerkzeug 16 nicht im Eingriff ist, die Umfangsgeschwindigkeit
des Stanzzylinders 11 erhöht wird, so dass hierdurch eine Verkleinerung der Lückenlänge
LL und folglich eine Reduzierung der Beschleunigung der Bogen 3 in der Beschleunigungsvorrichtung
40 möglich ist.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Bedruckstoffbahn / Bahn
- 3
- Bogen / Druckprodukt
- 4
- Lücke
- 10
- Stanzwerk
- 11
- Stanzzylinder
- 12
- Stützring
- 13
- Gegendruckzylinder
- 14
- Antriebswalze / Stützwalze
- 15
- Stützring
- 16
- Stanzwerkzeug
- 20
- Druckvorrichtung
- 21
- Druckzylinder
- 22
- Gegendruckzylinder
- 30
- Schneidvorrichtung
- 31
- Schneidzylinderpaar
- 40
- Beschleunigungsvorrichtung
- 41
- Zugwalzenpaar / Zugwalze
- 42
- Beschleunigungswalzenpaar / Beschleunigungswalze16
- ds
- Durchmesser Stanzzylinder
- dd
- Durchmesser Druckzylinder
- Lb
- Bogenlänge
- Ls
- Stanzlänge
- Lw
- Stanzwerkzeuglänge
- LL
- Lückenlänge
- LR
- Laufrichtung
1. Vorrichtung zum formatvariablen Stanzen einer Mehrzahl von zu stanzenden Bögen (3),
wobei jeder Bogen (3) eine Länge Lb aufweist, umfassend
eine Zuführeinrichtung von zu stanzenden Bögen,
ein Stanzwerk (10) mit einer Stanzlänge Ls umfassend ein Stanzwerkzeug (16) mit einer
wirksamen Stanzwerkzeuglänge Lw, wobei die Stanzlänge Ls der Zylinderumfang eines
Stanzzylinders oder die maximale Länge eines Stanztisches in Durchlaufrichtung ist,
wobei die Vorrichtung eine Beschleunigungsvorrichtung (40) zur Erzeugung einer Lücke
(4) mit einer Lückenlänge LL zwischen den zugeführten Bögen (3) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzlänge Ls größer als die Bogenlänge Lb ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungsvorrichtung (40) zur Erzeugung einer Lücke (4) zwischen jedem
der zugeführten Bögen (3) in der Form ausgestaltet ist, dass sich eine Lücke (4) mit
einer Lückenlänge LL = Ls - Lb ergibt.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Schneidvorrichtung (30) zum Trennen einer zugeführten Bahn
(2) in Bögen mit eine Bogenlänge Lb umfasst.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (30) zur Erzeugung unterschiedlicher und/oder variabler Bogenlängen
Lb ausgestaltet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Druckvorrichtung (20) umfasst.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckvorrichtung (20) ein Offsetdruckwerk und/oder ein Tiefdruckwerk und/oder
ein Flexodruckwerk und/oder ein Digitaldruckwerk wie beispielsweise ein Inkjetdruckwerk
umfasst.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzwerk (10) als ein Rotationsstanzwerk umfassend einen Stanzzylinder (11)
mit einem wirksamen Durchmesser ds und einer wirksamen Stanzlänge Ls = ds x π ausgeführt
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzwerkzeug (16) mit seiner wirksamen Stanzwerkzeuglänge Lw den Umfang des
Stanzzylinders (11) zumindest partiell bedeckt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzwerkzeug (16) als ein Stanzblech und der Stanzzylinder (11) als ein Magnetzylinder
ausgeführt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzwerkzeug (16) als ein einen Bereich einer Mantelfläche des Stanzzylinders
(11) eingraviertes Muster ausgeführt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stanzwerk (10) als eine Flachbettstanze mit einer wirksamen Stanzlänge Ls ausgeführt
ist.
12. Verfahren zum formatvariablen Stanzen oder Prägen von Bögen (3) mit einer Bogenlänge
Lb, wobei der Bogen (3) mit einer Stanzvorrichtung (10) mit einer wirksamen Stanzlänge
Ls bearbeitet wird, wobei die Stanzlänge Ls der Zylinderumfang eines Stanzzylinders
oder die maximale Länge eines Stanztisches in Durchlaufrichtung ist, wobei ein jeder
der Stanzvorrichtung (10) zugeführte Bogen (3) mittels einer Beschleunigungsvorrichtung
(40) zur Erzeugung einer Lücke (4) mit einer Lückenlänge LL beschleunigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Stanzlänge Ls größer als die Bogenlänge Lb ist,.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeder Bogen (3) in der Form beschleunigt wird, so dass zwischen zwei nachfolgenden
Bögen (3) eine Lücke (4) mir einer Lückenlänge LL = Ls - Lb erzeugt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zugeführten Bögen (3) durch das Aufteilen einer Bahn (2) mittels einer Schneidvorrichtung
(30) erzeugt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (2) vor dem Aufteilen in Bögen (4) mittels einer Druckvorrichtung (20) bedruckt
wird.
1. Device for the variable-format punching of a plurality of sheets (3) to be punched,
each sheet (3) having a sheet length Lb, comprising a feeding device for sheets to
be punched, a punching unit (10) with a punching length Ls comprising a punching tool
(16) with an effective punching tool length Lw, the punching length Ls being the cylinder
circumference of a die-cutting cylinder (11) or the maximum length of a punching table
in the throughfeed direction, wherein the device comprises an acceleration device
(40) for generating a gap (4) with a gap length LL between the fed sheets (3), characterized in that the punching length Ls is greater than the sheet length Lb.
2. Device according to claim 1, characterized in that the acceleration device (40) for generating a gap (4) between each of the fed sheets
(3) is designed in such a way that a gap (4) with a gap length LL = Ls - Lb results.
3. Device according to one of claims 1 to 2, characterized in that the device (1) comprises a cutting device (30) for separating a fed web (2) into
sheets with a sheet length Lb.
4. Device according to claim 3, characterized in that the cutting device (30) is designed to produce different and/or variable sheet lengths
Lb.
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterized in that the device (1) comprises a printing device (20).
6. Device according to claim 5, characterized in that the printing device (20) comprises an offset printing unit and/or a gravure printing
unit and/or a flexographic printing unit and/or a digital printing unit such as an
inkjet printing unit.
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterized in that the punching unit (10) is designed as a rotary die-cutting unit comprising a die-cutting
cylinder (11) with an effective diameter ds and an effective punching length Ls =
ds x π.
8. Device according to claim 7, characterized in that the effective punching tool length Lw of the punching tool (16) at least partially
covers the circumference of the die-cutting cylinder (11).
9. Device according to one of claims 7 or 8, characterized in that the punching tool (16) is designed as a punching plate and the die-cutting cylinder
(11) is designed as a magnetic cylinder.
10. Device according to one of claims 7 or 8, characterized in that the punching tool (16) is designed as a pattern engraved in a region of a lateral
surface of the die-cutting cylinder (11).
11. Device according to one of claims 1 to 6, characterized in that the punching unit (10) is designed as a flatbed punch with an effective punching
length Ls.
12. Method for the format-variable punching or embossing of sheets (3) with a sheet length
Lb, the sheet (3) being processed with a punching unit (10) with an effective punching
length Ls, the punching length Ls being the cylinder circumference of a die-cutting
cylinder (11) or the maximum length of a punching table in the throughfeed direction,
wherein each sheet (3) fed to the punching unit (10) is accelerated by means of an
acceleration device (40) to produce a gap (4) with a gap length LL, characterized in that the effective punching length Ls is greater than the sheet length Lb.
13. Method according to claim 12, characterized in that each sheet (3) is accelerated in such a way that a gap (4) with a gap length LL =
Ls - Lb is produced between two subsequent sheets (3).
14. Method according to one of claims 12 or 13, characterized in that the fed sheets (3) are produced by separating a web (2) by means of a cutting device
(30).
15. Method according to one of claims 12 to 14, characterized in that the web (2) is printed by means of a printing device (20) before being separated
into sheets (3).
1. Dispositif pour le poinçonnage à format variable d'une pluralité de feuilles (3) à
poinçonner, chaque feuille (3) présentant une longueur Lb, comprenant un dispositif
d'alimentation de feuilles à découper, un dispositif de poinçonnage (10) avec une
longueur de poinçonnage Ls comprenant un outil de poinçonnage (16) avec une longueur
d'outil de poinçonnage effective Lw, la longueur de poinçonnage Ls étant la circonférence
d'un cylindre de poinçonnage (11) ou la longueur maximale d'une table de poinçonnage
dans la direction de passage, le dispositif comprenant un dispositif d'accélération
(40) pour créer un espace (4) ayant une longueur d'espace LL entre les feuilles (3)
fournies, caractérisé en ce que la longueur de poinçonnage Ls est supérieure à la longueur de feuille Lb.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'accélération (40) est configuré pour créer un espace (4) entre chacune
des feuilles (3) alimentées de telle sorte qu'il en résulte un espace (4) ayant une
longueur d'espace LL = Ls - Lb.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le dispositif (1) comprend un dispositif de coupe (30) pour séparer une bande fournie
(2) en feuilles (3) ayant une longueur de feuille Lb.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif de coupe (30) est configuré pour générer des longueurs de feuilles
Lb différentes et/ou variables.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif (1) comprend un dispositif d'impression (20).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif d'impression (20) comprend un groupe d'impression offset et/ou un groupe
d'impression hélio et/ou un groupe d'impression flexographique et/ou un groupe d'impression
numérique tel qu'un groupe d'impression à jet d'encre.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de poinçonnage (10) est réalisé sous la forme d'un groupe de découpe
rotatif comprenant un cylindre de poinçonnage (11) ayant un diamètre effectif ds et
une longueur effective de poinçonnage Ls = ds x π.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'outil de poinçonnage (16) recouvre au moins partiellement la périphérie du cylindre
de poinçonnage (11) avec sa longueur d'outil de poinçonnage effective Lw.
9. Dispositif selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que l'outil de poinçonnage (16) est réalisé sous la forme d'une tôle de poinçonnage et
le cylindre de poinçonnage (11) sous la forme d'un cylindre magnétique.
10. Dispositif selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que l'outil de poinçonnage (16) est réalisé sous la forme d'un motif gravé sur une zone
d'une surface latérale du cylindre de poinçonnage (11).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le mécanisme de poinçonnage (10) est réalisé sous la forme d'un poinçon à plat avec
une longueur de poinçonnage efficace Ls.
12. Procédé de poinçonnage ou de gaufrage à format variable de feuilles (3) d'une longueur
de feuille Lb, la feuille (3) étant traitée avec un dispositif de poinçonnage (10)
d'une longueur de poinçonnage efficace Ls, la longueur de poinçonnage Ls étant la
circonférence d'un cylindre de poinçonnage (11) ou la longueur maximale d'une table
de poinçonnage dans le sens de passage, dans lequel chaque feuille (3) amenée au dispositif
de poinçonnage (10) est accélérée au moyen d'un dispositif d'accélération (40) pour
produire un espace (4) ayant une longueur d'espace LL, caractérisé en ce que la longueur de poinçonnage efficace Ls est supérieure à la longueur de feuille Lb.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que chaque feuille (3) est accélérée de manière à créer un espace (4) entre deux feuilles
(3) suivantes, avec une longueur d'espace LL = Ls - Lb.
14. Procédé selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisé en ce que les feuilles (3) amenées sont produites en divisant une bande (2) au moyen d'un dispositif
de coupe (30).
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que la bande (2) est imprimée au moyen d'un dispositif d'impression (20) avant d'être
divisée en feuilles (3).