[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dichtrahmen zur dichtenden Einlage zwischen
eine Leuchtenoptik und ein Leuchtengehäuse einer Leuchte, ein entsprechendes Optiksystem
für eine Leuchte aufweisend die Leuchtenoptik sowie den Dichtrahmen, eine Leuchte
aufweisend ein Leuchtengehäuse sowie das Optiksystem, ein Kit zur Bereitstellung eines
wahlweise abdichtenden Optiksystems mit einer Vielzahl von Leuchtenoptiken und Dichtrahmen,
und ein Kit zur Bereitstellung einer wahlweise abgedichteten Leuchte.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind grundsätzlich Leuchten bekannt, welche in einem Leuchtengehäuse
Leuchtmittel aufnehmen, welche über eine an dem Leuchtengehäuse angeordnete und der
Licht-Beeinflussung dienenden Leuchtenoptik Licht abgeben. Ein Bereich zwischen Leuchtenoptik
und Leuchtengehäuse kann zwar strukturell derart ausgebildet sein, dass eine möglichst
flächige Anlage besteht. Jedoch ist dieser Bereich oft anfällig für das Eindringen
von Staub und/oder Wasser, sodass derartige Leuchten, auch wenn deren Leuchtengehäuse
und Leuchtenoptik einen im Wesentlichen geschlossenen Leuchtenraum zur Aufnahme der
Leuchtmittel begrenzen, nur eine geringe Schutzart von beispielsweise IP40 oder gar
nur IP20 aufweisen.
[0003] Um die Schutzart zu erhöhen, ist es grundsätzlich bekannt, zwischen der Leuchtenoptik
und dem Leuchtengehäuse eine Dichtung vorzusehen, um so den Leuchtenraum nach außen
abzudichten. So kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass an dem Gehäuse entsprechende
Schaumraupen vorgesehen werden, gegen die die Leuchtenoptik drückt, um so eine entsprechend
höhere Schutzart zu erreichen. Dies führt jedoch durch aufwändiges Auftragen der Schaumraupen
in der Regel zu höheren Prozesskosten bei geringer Prozesssicherheit insbesondere
in verketteten Systemen. Zudem kann eine entsprechende Schaumraupe die Leuchte auch
optisch negativ beeinflussen, da diese teils voluminös aufgetragen ist und somit durch
die Leuchtenoptik sichtbar sein kann. Des Weiteren lässt sich eine so aufgetragene
Schaumraupe bei Bedarf nicht oder nur schwerlich austauschen; bspw. wenn diese altersbedingt
spröde geworden ist.
[0004] Auch ist es bekannt, an der Leuchtenoptik selbst eine Dichtung direkt vorzusehen.
Dies führt jedoch zu einer aufwändigen Montage und birgt die Gefahr eines Fehleinbaus,
welcher die Schutzart beeinträchtigen kann. Auch ist es denkbar, eine Dichtung direkt
an die Leuchtenoptik anzuspritzen. Dies führt jedoch in der Regel zu einer hohen Komplexität
in den Werkzeugen zur Herstellung der Leuchtenoptik einerseits sowie eine hohe Komplexität
in der Artikelanzahl.
[0005] Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Leuchtenoptik bzw. eine
damit ausgestattete Leuchte bereitzustellen, welche in einfacher Weise in ihrer Schutzart
erhöht werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen
Ansprüche bilden den zentralen Gedanken der vorliegenden Erfindung in besonders vorteilhafter
Weise weiter.
[0007] Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung einen Dichtrahmen zur
dichtenden Einlage zwischen eine Leuchtenoptik und ein Leuchtengehäuse einer Leuchte.
Der Dichtrahmen weist einen Tragrahmen mit einem sich umlaufend erstreckenden Hauptrahmen
auf. Der Hauptrahmen umgibt dabei einen Innenbereich. Der Tragrahmen oder wenigstens
dessen Hauptrahmen ist aus einem Licht-transparenten Material hergestellt. Der Dichtrahmen
weist des Weiteren ein Dichtelement auf, welches mit dem Hauptrahmen derart verbunden
ist, sodass sich das Dichtelement umlaufend geschlossen entlang des Hauptrahmens und
von diesem weg vorstehend erstreckt.
[0008] Mittels eines so ausgebildeten Dichtrahmens kann ein entsprechendes Dichtelement
als einfaches und durch den Tragrahmen bevorzugt formstabiles oder formstabileres
Einlegeteil für Leuchtenoptiken bereitgestellt werden. Somit kann eine entsprechende
Leuchtenoptik wahlweise mit dem Dichtelement versehen werden, um somit bei Bedarf
die IP-Schutzart entsprechend zu erhöhen. Denkbar ist hier beispielsweise eine Schutzart
von IP 64 oder höher. Da der Tragrahmen bzw. dessen Hauptrahmen aus einem Licht-transparenten
Material hergestellt ist, kann die Dichtung äußerst effektiv und gleichzeitig optisch
unauffällig bereitgestellt werden. Der Tragrahmen wiederum ermöglicht ein besonders
einfaches Handling des Dichtelements und sorgt für eine sichere und definierte Platzierung
desselben an einer Leuchtenoptik, was wiederum zu einer hohen Funktionsintegration
und Prozesssicherheit führt. Der Dichtrahmen ermöglicht somit in besonders einfacher,
effektiver und sicherer Weise das wahlweise Anheben einer IP-Schutzart einer Leuchte,
ohne diese unnötig optisch und ästhetisch zu beeinflussen.
[0009] Der Hauptrahmen kann sich bevorzugt umlaufend geschlossen erstrecken. Somit wird
ein besonders stabiler Tragrahmen bereitgestellt, welcher zudem eine höchst effektive
Platzierung bzw. Ausrichtung des Dichtelements ermöglicht. Grundsätzlich ist es auch
denkbar, dass der Hauptrahmen mehrteilig und/oder geschlitzt bereitgestellt ist. Letzteres
ermöglichst es, den Hauptrahmen beispielsweise, wo erforderlich, zum Einbau leicht
elastisch zusammenzubiegen, um diesen beispielsweise entsprechend in eine Leuchtenoptik
einzusetzen, und dort sich zur exakten Positionierung des Dichtelements wieder entspannen
und in seine Ursprungsform zurückführen zu lassen. Die umlaufend geschlossen erstreckende
Variante ist besonders bevorzugt für einen Dichtrahmen mit in hohem Maße gegebener
Formstabilität.
[0010] Die Erstreckungsrichtung des Hauptrahmens (also entlang seiner umlaufenden Erstreckung)
kann im Wesentlichen in einer Ebene verlaufen. Somit kann der Tragrahmen und somit
der Dichtrahmen insgesamt möglichst platzsparend ausgebildet werden. Grundsätzlich
ist der Verlauf bzw. die Erstreckung des Hauptrahmens durch die vorliegende Erfindung
nicht beschränkt, sondern richtet sich meist bevorzugt an der entsprechenden Ausgestaltung
der damit zu versehenden Leuchtenoptik aus.
[0011] Der Hauptrahmen kann bevorzugt in dessen Erstreckungsrichtung gesehen einen länglichen
Querschnitt mit zwischen zwei gegenüberliegenden Stirnseiten sich erstreckender Innenseite
und Außenseite aufweisen, wobei die Innenseite dem Innenbereich zugewandt ist. Durch
die längliche Form kann ein besonders stabiler Hauptrahmen und somit ein insgesamt
stabiler Dichtrahmen bereitgestellt werden. Durch die vorbeschriebene längliche Erstreckung
kann der Hauptrahmen zudem derart ausgebildet sein, dass er sich in einfacher Weise
quer bzw. senkrecht zu dessen Erstreckungsebene in eine Leuchtenoptik einführen lässt.
Somit kann ein insgesamt stabiler Hauptrahmen bereitgestellt werden, welcher sich
durch geeignete Bereitstellung des Dichtelements bei stabiler Ausgestaltung möglichst
vollständig in der Leuchtenoptik versenken lässt. Da der Hauptrahmen aus dem Licht-transparenten
Material hergestellt ist, bleibt er dennoch optisch unauffällig.
[0012] Das Dichtelement kann sich vorzugsweise von einer der Stirnseiten (vorzugsweise die
der Aufsetz- bzw. Einsetzrichtung des Dichtelements auf/in eine Leuchtenoptik abgewandte
Stirnseite) aus erstrecken; dies bevorzugt in Richtung der länglichen Querschnittserstreckung
des Hauptrahmens und/oder bezüglich des Innenbereichs seitlich nach außen weg. Das
Dichtelement ist somit bevorzugt an einem Randabschnitt des Hauptrahmens vorgesehen,
und kann so besonders effektiv bereitgestellt werden, während der Hauptrahmen, wie
beschrieben, bevorzugt in der Leuchtenoptik versenkt werden kann. Auch kann so der
Hauptrahmen weitere Funktionsabschnitte bereitstellen, und sich beispielsweise über
seine Außenseite an der Leuchtenoptik - bevorzugt an einem optisch nicht-wirksamen
Bereich derselben - abstützen, um so eine sichere Ausrichtung und Positionierung des
Dichtelements zu bewirken.
[0013] Vorzugsweise verjüngt sich die längliche Querschnittsfläche des Hauptrahmens von
einer der Stirnseiten - vorzugsweise der das Dichtelement aufweisenden Stirnseite,
wie bspw. der der Aufsetz- bzw. Einsetzrichtung des Dichtelements auf/in eine Leuchtenoptik
abgewandten Stirnseite - zu der gegenüberliegenden Stirnseite hin. Auf diese Weise
kann ein Einführen des Hauptrahmens in eine Leuchtenoptik erleichtert werden. Der
bspw. keilförmig gebildete Hauptrahmen kann so durch seine schräg bzgl. der Aufsetz-
bzw. Einsetzrichtung verlaufenden Seiten (vorzugsweise wenigstens dessen Außenseite)
als Einführschräge dienen. Grundsätzlich ist es hierzu ausreichend, wenn wenigstens
die Außenseite bzgl. der Aufsetz- bzw. Einsetzrichtung und in Aufsetz- bzw. Einsetzrichtung
gesehen nach innen zum Innenbereich hin geneigt ist, um die Wirkung einer Einführschräge
zu erzielen.
[0014] Der Tragrahmen kann ferner eine den Hauptrahmen versteifende Trägerstruktur aufweisen,
welche an den Hauptrahmen, vorzugsweise dessen Innenseite, angebunden ist. Somit kann
der Hauptrahmen insbesondere bei großen Leuchten besonders formstabil ausgebildet
werden, was auch unter diesen Bedingungen eine exakte Ausrichtung und Positionierung
des Dichtelements ermöglicht.
[0015] Die Trägerstruktur kann sich bevorzugt wenigstens teilweise oder vollständig im Innenbereich
erstrecken. Somit beeinträchtigt die Trägerstruktur die Gesamtdimension des Dichtrahmens
nicht, sodass dieser möglichst kompakt ausgebildet sein kann.
[0016] Die Trägerstruktur kann bevorzugt gitterartig oder matrixartig ausgebildet sein.
Somit kann einerseits eine besonders stabile Trägerstruktur bereitgestellt werden.
Durch diese Ausgestaltung werden zudem definierter Bereiche (Freiräume) zwischen der
Trägerstruktur freigelassen, in die beispielsweise Teile der Leuchtenoptik, wie Linsen,
hinein oder hindurchragen können. Mithin kann der Dichtrahmen so - bspw. mit der Trägerstruktur
an die Leuchtenoptik angepasst - in der Leuchtenoptik versenkt werden, dass eine mit
dem Dichtrahmen ausgestattete Leuchte insgesamt besonders kompakt ausgebildet werden
kann; jedenfalls in ihren Dimensionen nicht vergrößert ist. Somit können auch bestehende
Leuchten ohne Beeinträchtigung der optischen Eigenschaft oder deren Dimensionen mit
dem Dichtrahmen nachgerüstet werden.
[0017] Die Trägerstruktur ist bevorzugt integral mit dem Hauptrahmen ausgebildet, was deren
Herstellung vereinfacht, die Stabilität erhöht und die Herstellungskosten insgesamt
senkt.
[0018] Die Trägerstruktur ist bevorzugt aus einem Licht-transparenten Material hergestellt.
Dabei handelt es sich besonders bevorzugt um dasselbe Licht-transparente Material
wie der
[0019] Hauptrahmen; dies insbesondere bei deren integraler Ausgestaltung. Insofern kann
auch bei Bereitstellung einer Trägerstruktur diese ebenso optisch unauffällig bereitgestellt
werden, sodass auch ein höchst stabiler Tragrahmen mit entsprechender Trägerstruktur
quasi unsichtbar bereitgestellt werden kann.
[0020] Das Dichtelement kann bezüglich des Innenbereichs quer und/oder seitlich nach außen
von dem Hauptrahmen aus weg vorstehen. Somit kann das Dichtelement entsprechend einer
gewünschten Positionierung ausgerichtet und ausgeformt sein.
[0021] Das Dichtelement kann bevorzugt in dessen Erstreckungsrichtung (also eine Richtung
entlang seiner umlaufenden Erstreckung) gesehen einen (wenigstens teilweise) länglichen
und/oder gebogenen Querschnitt aufweisen. Ein zumindest teilweise länglicher Querschnitt
ermöglicht eine definierte Bereitstellung an gegebenen, vom Hauptrahmen beabstandeten
Bereichen zur Abdichtung. Die Bereitstellung von einem wenigstens teilweise gebogenen
Querschnitt ermöglicht eine definierte Ausformung des Dichtelements entsprechend der
abzudichtenden Struktur, um somit eine möglichst effektive Dichtwirkung zu erzielen.
Vorzugsweise weist der gebogene Querschnitt bzw. Querschnittsabschnitt vorzugsweise
einen U-förmigen Querschnitt bzw. Querschnittsabschnitt auf, welcher somit beispielsweise
um einen abzudichtenden Abschnitt beispielsweise einer Leuchtenoptik dichten angelegt
werden kann, und somit eine besonders hohe Dichtwirkung erzielt. Der U-förmige Querschnitt(sabschnitt)
kann bevorzugt entlang einer dem Innenbereich abgewandten Seite (bevorzugt die Außenseite)
des Hauptrahmens und vorzugsweise entlang dessen Außenseite hin geöffnet sein. Somit
kann bei einfachem Aufsetzen des Dichtrahmens auf/in eine Leuchtenoptik die so in
Aufsetz- bzw. Einsetzrichtung hin geöffnete U-Form einfach auf einen entsprechenden,
abzudichtenden Abschnitt beispielsweise einer Leuchtenoptik hin aufgesetzt werden,
und somit eine besonders effektive Dichtwirkung bei einfacher Montage erzielen.
[0022] Der Tragrahmen kann mit dem Dichtelement integral ausgebildet sein. Somit sind diese
sicher miteinander verbunden, lassen sich einfacher handhaben und mit erhöhter Prozesssicherheit
montieren. In einer bevorzugten Ausgestaltungsform können der Tragrahmen und das Dichtelement
in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren einstückig hergestellt sein. Somit lässt
sich der Dichtrahmen in besonders einfacher Weise mit herkömmlichen Herstellungsverfahren
herstellen, wobei dessen funktionale Abschnitte sicher miteinander verbunden sind
und deren Eigenschaften durch geeignete Materialwahl individuell angepasst und eingestellt
werden können, um bevorzugt einen stabilen Dichtrahmen mit hoher Dichtewirkung zu
erzielen.
[0023] Der Tragrahmen, vorzugsweise dessen Hauptrahmen und/oder dessen Trägerstruktur, wenn
vorhanden, ist/sind aus einem klaren oder opalen Material bzw. aus einem optischen
Kunststoffmaterial, wie PMMA (Polymethylmethacrylat), hergestellt. Durch die Verwendung
eines entsprechenden Materials kann der Tragrahmen bzw. dessen Komponenten insgesamt
bei Einbau in eine Leuchtenoptik möglichst unscheinbar und bevorzugt im Wesentlichen
unsichtbar bereitgestellt werden, um so das optische und ästhetische Erscheinungsbild
einer damit ausgestatteten Leuchte nicht oder möglichst wenig zu beeinflussen.
[0024] Das Dichtelement kann thermoplastische Elastomere (TPE) aufweisen oder aus diesen
hergestellt sein. Mit diesen Materialen lassen sich hoch wirkungsvolle Dichtelemente
in einfacher Weise bereitstellen; beispielsweise in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren.
[0025] Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Optiksystem für
eine Leuchte, welche zum einen eine Leuchtenoptik aufweist. Die Leuchtenoptik wiederum
weist eine optische Seite zur Licht-beeinflussenden Lichtabgabe in einer Hauptabstrahlrichtung
einer das Optiksystem aufweisenden Leuchte auf. Des Weiteren weist die Leuchtenoptik
einen entgegen der Hauptabstrahlrichtung rückseitig von der optischen Seite vorstehenden
und umlaufend geschlossenen Optikrand auf, welcher zusammen mit der optischen Seite
einen Optikraum begrenzt. Das Optiksystem weist zum anderen einen Dichtrahmen gemäß
der vorliegenden Erfindung auf, welcher mit seinem Tragrahmen wenigstens teilweise
oder vollständig derart in den Optikraum vorzugsweise lösbar angeordnet ist, so dass
das Dichtelement umlaufend geschlossen auf dem Optikrand oder wenigstens auf einer
der optischen Seite abgewandten Stirnseite des Optikrandes dichtend aufliegt oder
angeordnet ist.
[0026] Die Hauptabstrahlrichtung der Leuchte gemäß der vorliegenden Erfindung beschreibt
insbesondere im Mittel eine Richtung, in der das Licht von einem Leuchtmittel vorrangig
abgestrahlt werden soll und durch die optische Seite durchtritt. Ob und wie das Licht
dann nach Austritt von der optischen Seite abgestrahlt und ggf. umgelenkt wird bzw.
ist, ist durch die Hauptabstrahlrichtung nicht spezifiziert.
[0027] Mit dem erfindungsgemäßen Optiksystem wird es ermöglicht, eine vorhandene Leuchtenoptik
wahlweise und sicher mit einer Dichtung zu versehen. Dabei sorgt der Tragrahmen dafür,
dass die Dichtung sowohl beim Handling vor der Montage als auch zur Montage und auch
nach dem Einbau formstabil bereitgestellt wird. Auf diese Weise kann das Dichtelement
sicher gehandhabt und definiert platziert werden, um so eine maximal effektive Dichtwirkung
zu erzielen. Zudem wird das Platzieren des Dichtelements vereinfacht, da dieses durch
den Tragrahmen weitestgehend in Position gehalten wird. Folglich kann bei hoher Funktionsintegration
und Prozesssicherheit durch den Dichtrahmen ein einfaches Variantenhandling unterschiedlicher
Leuchtenoptikvarianten (einerseits abgedichtet und andererseits nicht abgedichtet)
ermöglicht werden. Auch können beispielsweise Leuchtenoptiken mit unterschiedlicher
optischer Seite (also unterschiedlicher Lichtbeeinflussender Wirkung) aber gleichem
Optikrand alle mit derselben Art von Dichtrahmen wahlweise um eine Dichtfunktion erweitert
werden, so dass bei geringer Teileanzahl eine hohe Variantenvielfalt ermöglicht wird.
Nicht zuletzt ermöglicht der aus einem Licht-transparenten Material hergestellte Tragrahmen
dabei eine möglichst unauffällige bis unsichtbare Bereitstellung in bzw. in Verbindung
mit der Leuchtenoptik. Somit wird das optische und ästhetische Erscheinungsbild der
Leuchtenoptik auch durch Hinzufügen der Dichtfunktion mittels des Dichtrahmens optisch
nicht beeinflusst. Bevorzugt können bestehende Leuchtenoptiken mit dem Dichtrahmen
einfach nachgerüstet werden, um deren Schutzart zu erhöhen.
[0028] Die optische Seite kann auf der dem Optikraum zugewandten Einkoppelseite und/oder
abgewandten Auskoppelseite optische Strukturen aufweisen. Dabei kann es sich beispielsweise
um Linsen und/oder Lichtleiterabschnitte handeln. Auch andere Strukturen, wie beispielsweise
eine aufgeraute Oberfläche oder sonstige Licht-lenkende, Lichtumlenkende oder Licht-streuende
Strukturen und dergleichen sind denkbar. Beispielsweise ist es denkbar, dass auf der
dem Optikraum zugewandten Einkoppelseite die optische Seite der Leuchtenoptik Linsen
bzw. Linsenstrukturen aufweist, durch welche Licht von in dem oder zu dem Optikraum
hin vorgesehene Leuchtmittel einer mit dem Optiksystem bestückten Leuchte Licht zur
Lichtabgabe in Hauptabstrahlrichtung einkoppeln können. Das so eingekoppelte Licht
kann dann beispielsweise an der dem Optikraum abgewandten Auskoppelseite abgegeben
werden. Dabei kann das Licht bspw. einfach über eine flächige Auskoppelseite abgegeben
werden. Alternativ ist es auch denkbar, dass die Auskoppelseite ebenfalls optische
Strukturen aufweist, wie beispielsweise vorbeschriebene Lichtleiterabschnitte, um
das Licht zu einer definierten Lichtabgabe zu führen. Die Ausgestaltung der optischen
Seite hinsichtlich ihrer optischen Funktionen bzw. Licht-beeinflussenden Wirkung ist
durch die vorliegende Erfindung nicht begrenzt und beliebig ausgestaltbar.
[0029] Die optischen Strukturen, insbesondere die auf der dem Optikraum zugewandten Einkoppelseite
vorgesehenen Linsen, können bevorzugt rasterartig oder matrixartig angeordnet sein.
Somit kann eine großflächige definierte Lichteinkopplung mehrerer Lichtabgabebereiche
(bspw. mehrere LED-Chips bzw. LED-Cluster) der Leuchtmittel oder auch mehrere Leuchtmittel
zur Lichtabgabe über die Leuchtenoptik bereitgestellt werden. Dabei kann bspw. jedem
Lichtabgabebereich bzw. Leuchtmittel eine optische Struktur (wie ein Linsentopf) zugeordnet
sein.
[0030] Bevorzugt können die auf der dem Optikraum zugewandten Seite vorgesehenen optischen
Strukturen seitlich bezüglich der Hauptabstrahlrichtung von dem Tragrahmen, besonders
bevorzugt dessen Hauptrahmen und/oder dessen Trägerstruktur, - dies bevorzugt berührungslos
- wenigstens teilweise begrenzt oder umgeben sein. Somit kann ein insgesamt kompaktes
Optiksystem bereitgestellt werden, während die Funktion des Dichtrahmens vollständig
aufrechterhalten bleibt. Indem der Tragrahmen bzw. dessen Hauptrahmen und/oder Trägerstruktur
die optischen Strukturen bzw. bevorzugt die optische Seite und somit keine optisch
wirksamen Flächen berühren, entstehen hierdurch keine optischen Störungen, wie beispielsweise
eine ungewünschte Lichtauskopplung oder Lichtflecken.
[0031] Der Dichtrahmen steht bevorzugt einzig über den Optikrand mit der Leuchtenoptik in
direktem Berührungskontakt. Folglich wird der Dichtrahmen auf seine Dichtfunktion
beschränkt und eine Berührung optisch wirksamer Flächen der Leuchtenoptik kann sicher
vermieden werden, wodurch bei hoher Dichtfunktion sich nur eine minimale bis keine
optischen Störungen durch das Vorsehen des Dichtrahmens ergeben. Dabei ist es zur
Erhöhung der Stabilität der Verbindung zwischen Leuchtenoptik und Dichtrahmen beispielsweise
denkbar, dass der Dichtrahmen sich mit seinem Hauptrahmen und bevorzugt mit dessen
Außenseite an einer dem Optikraum zugewandten Seite des Optikrandes abstützt, um so
den eingesetzten Dichtrahmen beispielsweise durch einfachen Kraftschluss sicher zu
halten. Somit kann ein so zusammengesetztes Optiksystem sicher gehandhabt werden,
was beispielsweise auch eine automatisierte Montage vereinfacht. Grundsätzlich ist
es auch denkbar, dass beispielsweise zwischen Tragrahmen bzw. Hauptrahmen einerseits
und Optikrand andererseits Rast- bzw. Schnappstrukturen vorgesehen sind, um so ein
Aufschnappen des Dichtrahmens auf die Leuchtenoptik zu bewirken. Ein entsprechendes
Einschnappgeräusch kann dem Monteur bevorzugt ein Feedback zum sicheren Zusammenbauen
dieser beiden Komponenten geben. Der Optikrand kann sich - bevorzugt wenigstens auf
seiner dem Optikraum zugewandten Seite - mit zunehmendem Abstand von der optischen
Seite verjüngen bzw. nach außen geneigt sein, um so als eine Art Einführschräge für
den Dichtrahmen zu dienen. Auch der Dichtrahmen bzw. dessen Hauptrahmen und insbesondere
dessen Außenseite können entsprechend ausgerichtet sein oder schräg bzw. zulaufend
verlaufen, um entsprechend als Einführschräge zu dienen. Dies kann bspw. durch die
vorbeschriebene Verjüngung bzw. Keilform des Hauptrahmens in seinem Querschnitt erzielt
werden. Dies erleichtert den Zusammenbau der beiden Komponenten zur Bildung des Optiksystems.
[0032] Mithin kann also der Dichtrahmen mit der Leuchtenoptik einzig über das Dichtelement
einerseits und über den Optikrand andererseits in direktem Berührungskontakt stehen.
Auch ist es denkbar, dass der Dichtrahmen mit der Leuchtenoptik einzig über das Dichtelement
und ferner über den Hauptrahmen oder dessen vom Innenbereich abgewandter Außenseite
einerseits und über den Optikrand andererseits in direktem Berührungskontakt stehen.
[0033] Die Leuchtenoptik ist bevorzugt aus demselben Material wie der Tragrahmen oder wenigstens
dessen Hauptrahmen hergestellt. Durch die gleiche Materialität von Leuchtenoptik einerseits
und Tragrahmen andererseits verhalten sich diese Komponenten im Betrieb gleich. So
ergibt sich im Betrieb - beispielsweise bedingt durch Betriebswärme oder Temperaturschwankungen
am Einsatzort - eine gleiche Längenausdehnung von Leuchtenoptik und Dichtrahmen bzw.
Hauptrahmen, so dass es hier zu keiner Relativbewegung zwischen diesen Komponenten
kommt, was wiederum deren Funktionalität erhöht und zu einer sicheren und stabilen
Dichtwirkung führt. Nicht zuletzt führt die Verwendung gleicher Materialien für diese
beiden Komponenten dazu, dass der Dichtrahmen optisch und ästhetisch unauffällig bereitgestellt
werden kann.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ferner eine Leuchte
aufweisend ein Leuchtengehäuse sowie ein Optiksystem gemäß der vorliegenden Erfindung.
Das Optiksystem ist mit dem Leuchtengehäuse über das Dichtelement dichtend verbunden.
Dabei ist das Dichtelement vorzugsweise zwischen einem Dichtabschnitt des Leuchtengehäuses
und dem Optikrand (beispielsweise der der optischen Seite abgewandten Stirnseite des
Optikrandes) dichtend eingeklemmt. Auf diese Weise (also durch die dichtende Verbindung
bzw. das dichtende Einklemmen) begrenzen das Optiksystem mit dem Leuchtengehäuse einen
den Optikraum aufweisenden und nach außen abgedichteten, geschlossenen Leuchtenraum
zur Aufnahme von Leuchtmitteln zur Lichtabgabe der Leuchte über die optische Seite
(also in Hauptabstrahlrichtung der Leuchte).
[0035] Mittels des erfindungsgemäßen Optiksystems und somit des erfindungsgemäßen Dichtrahmens
kann somit eine Leuchte bestückt oder nachgerüstet werden, welche dann einen geschlossenen
Leuchtenraum hoher Schutzart bilden kann. Denkbar sind hier beispielsweise Schutzklassen
von IP 64 oder höher. Grundsätzlich ist es natürlich denkbar, dass beispielsweise
durch das Leuchtengehäuse Komponenten oder elektrische Leitungen geführt sind, welche
dann wiederum an den Durchbruchstellen eine entsprechende separate Dichtung des Leuchtengehäuses
erfordern, um eben den abgedichteten, geschlossenen Leuchtenraum aufrechtzuerhalten.
Die Ausgestaltungsmöglichkeiten sind hier vielfältig. Entscheidend ist dabei, dass
insbesondere die oft schwache Berührungsstelle zwischen Leuchtenoptik einerseits und
Leuchtengehäuse andererseits durch eben den erfindungsgemäßen Dichtrahmen in einfacher
Weise abgedichtet und folglich ein von diesen begrenzter Leuchtenraum so deutlich
in der Schutzart erhöht werden kann.
[0036] Die Leuchte weist optional des Weiteren entsprechende Leuchtmittel auf, welche in
dem Leuchtenraum zur Lichtabgabe über die optische Seite angeordnet sind. Vorzugsweise
kann es sich bei den Leuchtmitteln um LED-Leuchtmittel handeln. Diese können beispielsweise
in Form einer oder mehrerer Leiterplatten mit entsprechenden LED-Chips zur Lichtabgabe
ausgebildet sein. Auch andere oder einzelne oder eine Vielzahl von LED-Modulen sind
denkbar. Grundsätzlich ist natürlich auch die Verwendung jeglicher anderer bekannter
Leuchtmittel denkbar. Die Leuchtmittel liegen bevorzugt flächig an dem Leuchtengehäuse
an; dies ist insbesondere bei LED-Leuchtmittel vorteilhaft, um so eine direkte Ankopplung
einer Leiterplatte zur Wärmeabfuhr im Betrieb zu ermöglichen.
[0037] Gemäß einem vierten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ferner ein Kit zur
Bereitstellung eines wahlweise abdichtenden Optiksystems gemäß der vorliegenden Erfindung
für eine Leuchte, vorzugsweise eine Leuchte gemäß der vorliegenden Erfindung. Das
Kit kann einerseits eine Vielzahl von Leuchtenoptiken mit untereinander identisch
ausgebildeten Optikrand aber unterschiedlichen optischen Seiten insbesondere zur unterschiedlichen
Licht-beeinflussenden Lichtabgabe sowie andererseits identische Dichtrahmen zur wahlweisen
dichtenden Auflage mit dem Dichtelement auf dem Optikrand der jeweiligen Leuchtenoptik
zur Bildung eines Optiksystems gemäß der vorliegenden Erfindung aufweisen. Alternativ
oder ergänzend kann das Kit einerseits eine Vielzahl von Leuchtenoptiken mit untereinander
unterschiedlichem Optikrand sowie andererseits eine Vielzahl von Dichtrahmen zur wahlweisen
dichtenden Auflage mit dem jeweiligen Dichtelement auf dem entsprechenden Optikrand
der jeweiligen Leuchtenoptik zur Bildung eines Optiksystems gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweisen.
[0038] Gemäß einem vierten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ferner ein Kit zur
Bereitstellung einer wahlweise abgedichteten Leuchte. Das Kit weist ein Leuchtengehäuse
auf. Ferner weist das Kit eine Vielzahl von Leuchtenoptiken auf; diese mit untereinander
identisch ausgebildetem Optikrand aber unterschiedlichen optischen Seiten, insbesondere
zur unterschiedlichen Licht-beeinflussenden Lichtabgabe, jeweils zur Verbindung mit
dem Leuchtengehäuse zur Begrenzung eines Leuchtenraum zur Aufnahme von Leuchtmitteln
zur Lichtabgabe der Leuchte über die entsprechende optische Seite. Des Weiteren weist
das Kit einen Dichtrahmen gemäß der vorliegenden Erfindung zur wahlweisen dichtenden
Auflage mit dem Dichtelement auf den jeweiligen Optikrändern der jeweiligen Leuchtenoptiken
des Kits jeweils zur Bildung einer Leuchte gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0039] Durch die vorbeschriebenen Kits kann bei geringer Teilanzahl ein hohe Variantenvielfalt
an Optiksystemen bzw. Leuchten jeweils mit und vorzugsweise wahlweise auch ohne Dichtwirkung
durch wahlweises bereitstellen des erfindungsgemäßen Dichtrahmens bereitgestellt werden.
[0040] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der
Figuren der begleitenden Zeichnungen im Folgenden beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Dichtrahmens gemäß der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2
- eine Detailansicht (Detail II) des erfindungsgemäßen Dichtrahmens gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine stirnseitige Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Optiksystems mit dem erfindungsgemäßen
Dichtrahmen gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Detailansicht (Detail IV) des erfindungsgemäßen Optiksystems gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine perspektivische Teilansicht des erfindungsgemäßen Optiksystems gemäß Fig. 3,
- Fig. 6
- eine perspektivische Teilansicht des erfindungsgemäßen Optiksystems gemäß Fig. 3 im
Längsschnitt entlang der Schnittlinie VI-VI gemäß Fig. 3,
- Fig. 7
- eine stirnseitige Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Leuchte mit einem erfindungsgemäßen
Optiksystem gemäß Fig. 3 (hier in Form einer Balkenleuchte für ein Leuchtensystem),
- Fig. 8
- eine perspektivische Teilansicht der erfindungsgemäßen Leuchte gemäß Fig. 7, und
- Fig. 9
- ein mit der erfindungsgemäßen Leuchte gemäß Fig. 7 bestücktes Leuchtensystem.
[0041] Die Figuren zeigen ein Ausführungsbespiel eines erfindungsgemäßen Dichtrahmens 1
zur dichtenden Einlage zwischen eine Leuchtenoptik 6 und ein Leuchtengehäuse 9 einer
Leuchte 100, wie sie im Weiteren noch beschrieben werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
handelt es sich bei der Leuchte 100 um eine sogenannte Balkenleuchte. Diese kann in
einem Leuchtensystem S mit länglicher Leuchtentragschiene 202 Anwendung finden. Derartige
Balkenleuchten haben in der Regel eine längliche Erstreckung von meist 500mm Länge
und können in beliebiger Anzahl zur Bildung eines länglichen Lichtbandes in Reihe
und ggf. unterbrochen durch andere elektronische Komponenten an der Leuchtentragschiene
202 angeordnet werden. Ein solches Leuchtensystem L ist beispielhaft im Querschnitt
in der Fig. 9 gezeigt und wird im Weiteren noch näher beschrieben. Grundsätzlich ist
die Erfindung jedoch nicht auf derartige Leuchten, wie Balkenleuchten, beschränkt,
sondern lässt sich auf jegliche Art von Leuchten anwenden, welche miteinander verbundene
Leuchtenoptik und Leuchtengehäuse aufweisen, die bevorzugt zwischen sich abgedichtet
werden sollen.
[0042] Wie den Figuren zu entnehmen ist, weist der vorbeschriebene Dichtrahmen, welcher
einen selbständigen Teil der vorliegenden Erfindung bildet, zum einen einen Tragrahmen
2 auf. Der Tragrahmen 2 wiederum weist einen sich umlaufend erstreckenden Hauptrahmen
3 auf, welcher einen Innenbereich I umgibt, wie dies insbesondere der Fig. 1 zu entnehmen
ist. Wie eben dieser Fig. 1 ferner zu entnehmen ist, erstreckt sich der Hauptrahmen
3 bevorzugt umlaufend geschlossen. Der Tragrahmen 3 bildet ein weitestgehend formstabiles
Traggerüst. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass der Hauptrahmen 3 beispielsweise
geschlitzt ist, um so eine gewisse Flexibilität beispielsweise zur elastischen Deformation
zu ermöglichen, um so wiederum beispielsweise den Einbau des Dichtrahmens 1 zu vereinfachen.
Besonders bevorzugt ist jedoch der Hauptrahmen 3 umlaufend geschlossen ausgebildet,
wie in Fig. 1 gezeigt. Wie ebenso der Fig. 1 zu entnehmen ist, kann die Erstreckungsrichtung
E des Hauptrahmens 3 im Wesentlichen in einer Ebene verlaufen, um so eine möglichst
kompakte Bauform zu ermöglichen.
[0043] Insbesondere mit Verweis auf die Fig. 3 und 4 kann der Hauptrahmen 3 in dessen Erstreckungsrichtung
E gesehen einen länglichen Querschnitt Q hier mit zwischen zwei gegenüberliegenden
Stirnseiten 20, 21 sich erstreckender Innenseite 22 und Außenseite 23 aufweisen, wobei
die Innenseite 22 dann dem zuvor beschriebenen Innenbereich I zugewandt ist. Vorliegend
hat also der Hauptrahmen 3 eine strukturell sich quer zu dessen Erstreckungsebene
gestreckte Querschnittsform, so dass der Hauptrahmen 3 einerseits besonders formstabil
und andererseits kompakt ausgebildet werden kann. Wie ebenso der Fig. 4 deutlich zu
entnehmen ist, kann sich die längliche Querschnittsfläche Q des
[0044] Hauptrahmens 3 von einer der Stirnseiten (hier die obere Stirnseite 20) zu der gegenüberliegenden
Stirnseite (hier die untere Stirnseite 21) hin verjüngen. In Erstreckungsrichtung
E gesehen hat der Hauptrahmen 3 somit bevorzugt eine leicht keilförmige Form, was
dessen Einbau in eine Leuchtenoptik 6 erleichtert.
[0045] Wie insbesondere den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, kann der Tragrahmen 2 ferner
eine den Hauptrahmen 3 versteifende Trägerstruktur 4 aufweisen, welche an den Hauptrahmen
3 und vorzugsweise dessen Innenseite 22 angebunden ist.
[0046] Die Trägerstruktur 4 kann sich, wie insbesondere Fig. 1 zu entnehmen ist, wenigstens
teilweise oder hier auch vollständig im Innenbereich I erstrecken, so dass sich eine
insgesamt kompakte Bauform trotz der vorhandenen Trägerstruktur 4 ergibt.
[0047] Wie den Fig. 1 und 2 ebenso zu entnehmen ist, kann die Trägerstruktur 4 gitterartig
oder matrixartig ausgebildet sein. So ergeben sich hier durch eben diese Gitter- bzw.
Matrixstruktur gebildete Freiräume 40, 41, welche der bevorzugt berührungslosen Aufnahme
optischer oder nicht-optischer Elemente einer mit dem Dichtrahmen 1 zu verbindenden
Leuchtenoptik dienen. Dies wird im Weiteren noch näher beschrieben.
[0048] Die Trägerstruktur 4 ist bevorzugt integral mit dem Hauptrahmen 3 zur Bildung des
Tragrahmens 2 ausgebildet und vorliegend beispielsweise als ein einstückiges Spritzgussteil
hergestellt.
[0049] Der Tragrahmen 2 oder wenigstens dessen Hauptrahmen 3 sind aus einem Licht-transparenten
Material hergestellt. Ebenso kann auch die Trägerstruktur 4 aus einem Licht-transparenten
Material hergestellt sein; vorzugsweise aus demselben Licht-transparenten Material
wie der Hauptrahmen 3. Als Licht-transparentes Material kommen insbesondere klare
oder auch opale Materialien in Frage. Das Licht-transparente Material ist beispielsweise
ein optisches Kunststoffmaterial, wie PMMA.
[0050] Der Dichtrahmen 1 weist des Weiteren ein Dichtelement 5 auf, welches mit dem Hauptrahmen
3 derart verbunden ist, so dass sich das Dichtelement 5 umlaufend geschlossen entlang
des Hauptrahmens 3 und von diesem weg vorstehend erstreckt. Dies ist beispielhaft
den Fig. 1 bis 4 anschaulich zu entnehmen.
[0051] Wie insbesondere den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, kann sich das Dichtelement 5
bevorzugt von einer der Stirnseiten 20, 21 (hier die obere Stirnseite 20) aus erstrecken.
Dabei kann sich das Dichtelement 5 wenigstens teilweise in Richtung der länglichen
Querschnittserstreckung des Hauptrahmens 3 und/oder bezüglich des Innenbereichs 22
seitlich nach außen weg erstrecken.
[0052] Wie insbesondere der Fig. 4 zu entnehmen ist, steht das Dichtelement 5 - hier im
Querschnitt dargestellt - bezüglich des Innenbereichs I quer und/oder seitlich nach
außen von dem Hauptrahmen 3 aus weg vor. Das Dichtelement 3 kann dabei in dessen Erstreckungsrichtung
gesehen einen länglichen und/oder gebogenen Querschnitt aufweisen. Dies kann beispielsweise,
wie in Fig. 4 gezeigt, ein U-förmiger Querschnitt sein. Dieser kann bevorzugt entlang
einer dem Innenbereich I abgewandten Seite des Hauptrahmens 3 und vorzugsweise entlang
dessen Außenseite 23 hin geöffnet sein. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel erstreckt
sich das Dichtelement 5 hier von der oberen Stirnseite 20 aus leicht schräg nach oben
und außen weg, um dann gebogen nach unten zu verlaufen, und so die dargestellte und
nach unten hin offene U-Form zu bilden. Diese U-Form kann bevorzugt dazu dienen, einen
entsprechenden, abzudichtenden Abschnitt zu umgreifen und somit sicher mit diesem
verbunden zu werden.
[0053] Das Dichtelement 5 kann bevorzugt Dichtstrukturelemente aufweisen, wie in der Fig.
4 gezeigte Dichtlamellen 50. Diese ragen bevorzugt von dem Dichtelement 5 vor und
sind an zur Abdichtung wirksamen Abschnitten des Dichtelements 5 vorgesehen; hier
bspw. an nach oben gerichteten Abschnitten, welche in Dichtkontakt mit einem Leuchtengehäuse
9 kommen sollen, wie dies beispielhaft in Fig. 7 bis 9 gezeigt ist.
[0054] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform kann der Tragrahmen 2, wenigstens dessen
Hauptrahmen 3, mit dem Dichtelement 5 integral ausgebildet sein, wie diese beispielsweise
der Fig. 4 zu entnehmen ist. Besonders bevorzugt sind dabei der Tragrahmen 2 und das
Dichtelement 5 in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren einstückig hergestellt.
[0055] Das Dichtelement 5 ist bevorzugt aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) hergestellt
oder weist dieses auf. Auch andere, für eine Dichtung geeignete Materialien, sind
denkbar; insbesondere solche, welche in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren
verwendet werden können.
[0056] Insbesondere mit Verweis auf die Fig. 3 bis 6 wird im Folgenden das erfindungsgemäße
Optiksystem 10 für eine Leuchte 100 beschrieben.
[0057] Das Optiksystem 10 weist einerseits die bereits vorbeschriebene Leuchtenoptik 6 auf.
Die Leuchtenoptik 6 wiederum weist eine optische Seite 7 zur Licht-beeinflussenden
Lichtabgabe in einer Hauptabstrahlrichtung H einer das Optiksystem 10 aufweisenden
Leuchte 100 auf. Des Weiteren weist die Leuchtenoptik 6 einen entgegen der Hauptabstrahlrichtung
H rückseitig (in den Figuren nach oben) von der optischen Seite 7 vorstehenden und
umlaufend geschlossenen Optikrand 8, welcher zusammen mit der optischen Seite 7 einen
Optikraum 11 begrenzt.
[0058] Die optische Seite 7 weist bevorzugt auf der dem Optikraum 11 zugewandten Einkoppelseite
12 und/oder abgewandten Auskoppelseite 13 optische Strukturen 14, 15 auf. Bei diesen
optischen Strukturen 14, 15 kann es sich beispielsweise um Linsen bzw. Linsenabschnitte
14 und/oder Lichtleiterabschnitte 15 handeln. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
der Fig. 5 und 6 sind hier die dem Optikraum 11 zugewandten optischen Strukturen 14
als Linsen bzw. Linsentöpfe ausgebildet, um so in den Optikraum 11 eingekoppeltes
Licht über die optische Seite 7 optisch beeinflusst zur Lichtabgabe zu führen. Auf
der dem Optikraum 11 abgewandten Auskoppelseite 13 weisen die optischen Strukturen
15 hier Lichtleiterabschnitte auf, welche einer definierten Lichtlenkung und hier
Lichtabgabe dienen. Die Lichtleiterabschnitte 15 sind hier bevorzugt mit den entsprechenden
Linsen 14 derart optisch gekoppelt, so dass in die Linsen 14 eingekoppeltes Licht
über die Lichtleiterabschnitte 15 geführt und letztlich über die optische Seite 7
abgegeben wird.
[0059] Die optischen Strukturen 14, 15 und insbesondere die auf der dem Optikraum 11 zugewandten
Einkoppelseite 12 vorgesehenen Linsen 14 sind bevorzugt rasterartig oder matrixartig
angeordnet.
[0060] Das Optiksystem 10 weist des Weiteren den erfindungsgemäßen und zuvor bereits beschriebenen
Dichtrahmen 1 auf. Der Dichtrahmen 1 ist, wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt, mit seinem
Tragrahmen 2 wenigstens teilweise oder hier vollständig derart in dem Optikraum 11
- hier bevorzugt lösbar - angeordnet (also versenkt), so dass das Dichtelement 5 umlaufend
geschlossen auf dem Optikrand 8 oder wenigstens auf einem der optischen Seite 7 abgewandten
Stirnseite 80 des Optikrandes 8 dichtend aufliegt bzw. angeordnet ist. Der Dichtrahmen
1 kann somit bevorzugt als Einlegeteil für die Leuchtenoptik 6 dienen, um letztere
wahlweise mit einer Dichtfunktion auszustatten. Da der Tragrahmen 2 bzw. wenigstens
dessen Hauptrahmen 3 aus einem Licht-transparenten Material hergestellt ist, tritt
dieser optisch bezüglich der Leuchtenoptik 6 in den Hintergrund und kann somit unauffällig
oder gar unsichtbar bereitgestellt werden, so dass ohne optische und ästhetische Nachteile
eine hohe Funktionsintegration und Prozesssicherheit ermöglicht werden kann.
[0061] Grundsätzlich ist es denkbar, dass der Dichtrahmen 1 auch fest mit der Leuchtenoptik
6 verbunden wird bzw. ausgebildet ist; dies beispielsweise durch verkleben oder indem
beispielsweise der Dichtrahmen 1 mit der Leuchtenoptik 6 integral - beispielsweise
in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren - hergestellt wird.
[0062] Wie insbesondere den Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist, kann die auf der dem Optikraum
11 zugewandten Einkoppelseite 12 vorgesehenen optischen Strukturen 14 - hier beispielsweise
als Linsen bzw. Linsentöpfe 14 ausgebildet - seitlich bezüglich der Hauptabstrahlrichtung
H von dem Tragrahmen 2, besonders bevorzugt von dem Hauptrahmen 3 und/oder von der
Trägerstruktur 4, bevorzugt berührungslos wenigstens teilweise begrenzt oder umgeben
sein. Dies wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch erreicht, dass das
Raster der Trägerstruktur 4 an das Raster der optischen Strukturen 14 angepasst ist,
so dass hier immer ein bis zwei Linsen 14 von jeweils einer Rasterstruktur seitlich
umgeben sind. Somit kann eine insgesamt kompakte Bauform erzielt werden. Da die Trägerstruktur
4 bzw. der Hauptrahmen 3 die optischen Strukturen 14, 15 nicht berührt, können unnötige
optische Störungen vermieden werden. Neben den durch das Raster gebildeten Freiräumen
40, durch die hier die entsprechenden optischen Strukturen (Linsen 14) ragen, können
auch weitere Freiräume 41 gebildet sein. Durch diese weiteren Freiräume 41 können
beispielsweise Befestigungsstrukturen 16 und dgl. Erreichbar sein bzw. hinein- oder
hindurchragen, die beispielsweise dem Tragen bzw. Ausrichten oder dem Befestigen eines
Leuchtmittels 103 oder der Befestigung bzw. Ausrichtung der Leuchtenoptik 6 an/zu
einem Leuchtengehäuse 9 dienen.
[0063] Bevorzugt steht der Dichtrahmen 1 einzig über den Optikrand 8 mit der Leuchtenoptik
6 in direktem Berührungskontakt. Dabei kann bevorzugt der Dichtrahmen 1 mit der Leuchtenoptik
6 einzig über das Dichtelement 5 einerseits und über den Optikrand 80 bzw. dessen
hier oberer Stirnseite 80 andererseits in direktem Berührungskontakt stehen, so dass
einerseits die Platzierung der Dichtung einfach sichergestellt ist und andererseits
optische Störungen minimiert werden können. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass
der Dichtrahmen 1 mit der Leuchtenoptik 6 einzig über das Dichtelement 5 und ferner
über den Hauptrahmen 3 bzw. dessen vom Innenbereich I abgewandten Außenseite 23 einerseits
und über den Optikrand 8 in direktem Berührungskontakt stehen. Dabei kann, wie in
Fig. 4 gezeigt, das Dichtelement 5 hier oben auf der oberen Stirnseite 80 des Optikrandes
8 zur dichtenden Auflage aufliegen. Ferner kann der Hauptrahmen 3 hier über seine
Außenseite 23, wie beispielsweise in Fig. 6 zu erkennen ist, in Anlage an eine dem
Optikraum 11 zugewandte Seite 81 des Optikrandes 8 in Anlage stehen; beispielsweise
mittels Kraftschluss. Somit kann eine sichere Positionierung und Verbindung - vorzugsweise
lösbar - zwischen Dichtrahmen 1 einerseits und Leuchtenoptik 6 andererseits bereitgestellt
werden, ohne optische Störungen der Leuchtenoptik 6 insbesondere über deren optische
Seite 7 zu bewirken, da der Dichtrahmen 1 einzig mit optisch nicht wirksamen Abschnitten
der Leuchtenoptik 6 in Berührungskontakt steht.
[0064] Besonders bevorzugt ist die Leuchtenoptik 6 aus demselben Material wie der Tragrahmen
2 oder wenigstens dessen Hauptrahmen 3 hergestellt. Dies wiederum kann sich besonders
bevorzugt im Betrieb hinsichtlich gleicher charakteristischer Eigenschaften vorteilhaft
erweisen, in dem beispielsweise durch die gleiche Materialität sich deren Längenausdehnung
gleich verhält und somit Relativbewegungen zwischen diesen Elementen vermieden werden
können.
[0065] Mit Verweis auf die Fig. 7 und 8 ist die vorliegende Erfindung ferner auf eine Leuchte
100 gerichtet, welche neben dem vorbeschriebenen Optiksystem 10 ferner ein Leuchtengehäuse
9 aufweist. Das Leuchtengehäuse 9 ist hier als umgeformtes Strukturblechteil bereitgestellt,
wobei ungeachtet dessen grundsätzlich jede Art von Leuchtengehäuse 9 denkbar ist.
[0066] Das Optiksystem 10 ist mit dem Leuchtengehäuse 9 über das Dichtelement 5 dichtend
verbunden. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist dazu das Dichtelement
5 zwischen einem (umlaufend geschlossenen) Dichtabschnitt 90 des Leuchtengehäuses
9 und dem Optikrand 8 (hier der der optischen Seite 7 abgewandten Stirnseite 80) dichtend
angeordnet bzw. eingeklemmt. So wird ein umlaufend geschlossener Dichtbereich zwischen
Leuchtengehäuse 9 und Leuchtenoptik 6 hergestellt. Durch das Vorsehen des Dichtrahmens
1 mit dessen Dichtelement 5 zwischen Leuchtengehäuse 9 und Optiksystem 10 ergibt es
sich, dass das Optiksystem 10 mit dem Leuchtengehäuse 9 einen den Optikraum 11 aufweisenden
und nach außen abgedichteten, geschlossenen Leuchtenraum 102 zur Aufnahme von Leuchtmitteln
103 zur Lichtabgabe der Leuchte 100 über die optische Seite 7 begrenzen. Mithin kann
also durch das Vorsehen des Dichtrahmens 1 eine erfindungsgemäße Leuchte 100 entsprechend
in eine höhere Schutzart überführt werden; bspw. IP 64 oder höher.
[0067] Wie insbesondere den Fig. 7 und 8 zu entnehmen ist, kann die Leuchte 100 die bereits
zuvor beschriebenen Leuchtmittel 103 aufweisen. Dabei handelt es sich bevorzugt um
LED-Leuchtmittel, wie hier beispielsweise auf einer Platine 104 vorgesehene LED-Chips
105 oder andersartig ausgebildete LED-Module. Die Leuchtmittel 103 sind in dem Leuchtenraum
102 zur Lichtabgabe über die optische Seite 7 angeordnet. Dabei kann, wie in den Fig.
7 und 8 gezeigt, das Leuchtmittel 103 hier mit der Rückseite der Platine 104 flächig
an dem Leuchtengehäuse 9 anliegen, wodurch im Betrieb erzeugte Wärme sicher abgeführt
werden kann.
[0068] Wie bereits erwähnt, kann es sich bei der Leuchte 100 beispielsweise um eine Balkenleuchte
eines Leuchtensystems S handeln. In diesem Fall kann die Leuchte 100 beispielsweise
mechanische Koppelelemente (nicht gezeigt) und/oder elektrische Koppelelemente 200
aufweisen. Die elektrischen Koppelelemente 200 sind dabei elektrisch mit den Leuchtmitteln
103 verbunden bzw. verbindbar und dienen einer wahlweise elektrischen Ankopplung elektrischer
Leitungen 201 des Leuchtensystems S. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
weist das Leuchtensystem S hier eine Leuchtentragschiene 202 mit im Wesentlichen U-förmigem
Querschnitt auf. Über die durch den U-förmigen Querschnitt gebildete seitliche (hier
untere) Öffnung 203 kann das elektrische Koppelelement 200 in einen Innenraum 204
der Leuchtentragschiene 202 in diese eingeführt werden. Die Leuchtentragschiene 202
weist in ihrem Inneren 204 die bevorzugt entlang der Längsrichtung verlaufenden elektrischen
Leitungen 201 auf (hier beidseits an gegenüberliegenden Seitenwänden der Leuchtentragschiene
202). Diese sind beispielsweise in Form einer Stromschiene bereitgestellt, welche
die elektrischen Leitungen 201 in einem hier nicht dargestellten Isolationskörper
trägt, so dass die elektrischen Leitungen 201 bevorzugt über die gesamte Länge der
Stromschiene bzw. der Leuchtentragschiene 202 von dem Innenraum 204 her elektrisch
über das elektrische Koppelelement 200 und bevorzugt davon seitlich vorstehende elektrische
Kontakte (nicht gezeigt) elektrisch kontaktierbar sind. Um eine elektrische Kontaktierung
einfach wahlweise bereitzustellen und zu lösen, kann das elektrische Koppelelement
200 beispielsweise als sog. "Drehknebel" ausgebildet sein, wie dieser beispielsweise
bei dem von der Anmelderin angebotenen System "TECTON" bekannt ist. Die elektrischen
Kontakte werden dabei nach Einführen des Drehknebels 200 in die Leuchtentragschiene
202 durch Drehung des Drehknebels 200 seitlich ausgeschwenkt, um mit den seitlich
davon liegenden Leitungen 201 der Stromschiene elektrisch kontaktiert zu werden.
[0069] Mittels des erfindungsgemäßen Systems ist es somit möglich, beispielsweise durch
Bereitstellung einerseits einer Vielzahl von Leuchtenoptiken 6 mit untereinander identisch
ausgebildetem Optikrand 8 aber unterschiedlichen optischen Seiten 7 insbesondere zur
unterschiedlichen Licht-beeinflussenden Lichtabgabe sowie andererseits identischer
Dichtrahmen 1 zur wahlweisen dichtenden Auflage mit dem Dichtelement 5 auf dem Optikrand
8 der jeweiligen Leuchtenoptik 6 zur Bildung eines Optiksystems 10 ein Kit zur Bereitstellung
eines wahlweise abdichtenden Optiksystems 10 zu realisieren, welches bei geringer
Teileanzahl eine hohe Variantenvielfalt ermöglicht; nämlich jeweils immer eine Variante
einer Leuchtenoptik mit und eine ohne Dichtwirkung.
[0070] Auch ist es möglich, durch Bereitstellung einerseits einer Vielzahl von Leuchtenoptiken
6 mit untereinander unterschiedlichem Optikrand 8 sowie andererseits einer Vielzahl
von Dichtrahmen 1 zur wahlweisen dichtenden Auflage mit dem jeweiligen Dichtelement
5 auf dem entsprechenden Optikrand 8 der jeweiligen Leuchtenoptik 6 zur Bildung eines
Optiksystems 10 ein Kit zur Bereitstellung eines wahlweise abdichtenden Optiksystems
10 mit insgesamt sehr hoher Variantenvielfalt bei geringer Teilezahl zu realisieren.
[0071] Insgesamt kann mit den oben beschriebenen Komponenten ein Kit zur Bereitstellung
einer wahlweise abgedichteten Leuchte 100 realisiert werden. Dieses Kit weist dann
ein Leuchtengehäuse 9 auf. Ferner weist das Kit eine Vielzahl von Leuchtenoptiken
6 mit untereinander identisch ausgebildetem Optikrand 8 aber unterschiedlichen optischen
Seiten 7 auf, insbesondere zur unterschiedlichen Licht-beeinflussenden Lichtabgabe,
jeweils zur Verbindung mit dem Leuchtengehäuse 9 zur Begrenzung eines Leuchtenraum
102 zur Aufnahme von Leuchtmitteln 103 zur Lichtabgabe der Leuchte 100 über die entsprechende
optische Seite 7. Zudem weist das Kit einen erfindungsgemäßen Dichtrahmen zur wahlweisen
dichtenden Auflage mit dem Dichtelement 5 auf den jeweiligen Optikrändern 8 der jeweiligen
Leuchtenoptiken 6 im Sinne des erfindungsgemäßen Optiksystems 10 jeweils zur Bildung
einer erfindungsgemäßen Leuchte 100 auf.
[0072] Die vorliegende Erfindung ist durch vorbeschriebene Ausführungsbeispiele nicht begrenzt,
sofern sie vom Gegenstand der folgenden Ansprüche umfasst ist.
1. Dichtrahmen (1) zur dichtenden Einlage zwischen eine Leuchtenoptik (6) und ein Leuchtengehäuse
(9) einer Leuchte (100), aufweisend:
einen Tragrahmen (2) mit einem sich umlaufend erstreckenden Hauptrahmen (3),
welcher einen Innenbereich (I) umgibt, wobei der Tragrahmen (2) oder wenigstens dessen
Hauptrahmen (3) aus einem Licht-transparenten Material hergestellt ist, und
ein Dichtelement (5), welches mit dem Hauptrahmen (3) derart verbunden ist, so dass
sich das Dichtelement (5) umlaufend geschlossen entlang des Hauptrahmens (3) und von
diesem weg vorstehend erstreckt.
2. Dichtrahmen (1) nach Anspruch 1, wobei der Hauptrahmen (3) sich umlaufend geschlossen
erstreckt, und/oder
wobei die Erstreckungsrichtung (E) des Hauptrahmens (3) im Wesentlichen in einer Ebene
verläuft.
3. Dichtrahmen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Hauptrahmen (3)
in dessen Erstreckungsrichtung (E) gesehen einen länglichen Querschnitt (Q) mit zwischen
zwei gegenüberliegenden Stirnseiten (20, 21) sich erstreckender Innenseite (22) und
Außenseite (23) aufweist, wobei die Innenseite (22) dem Innenbereich (I) zugewandt
ist,
wobei sich das Dichtelement (5) vorzugsweise von einer der Stirnseiten (20) aus erstreckt,
vorzugsweise in Richtung der länglichen Querschnittserstreckung des Hauptrahmens (3)
und/oder bezüglich des Innenbereichs (I) seitlich nach außen weg, und/oder
wobei sich die längliche Querschnittsfläche (Q) des Hauptrahmens (3) von einer der
Stirnseiten (20, 21), vorzugsweise der das Dichtelement (5) aufweisenden Stirnseite
(20), zu der gegenüberliegenden Stirnseite (21, 20) hin verjüngt.
4. Dichtrahmen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Tragrahmen (2)
ferner eine den Hauptrahmen (3) versteifende Trägerstruktur (4) aufweist, welche an
den Hauptrahmen (3), vorzugsweise dessen Innenseite (22), angebunden ist.
5. Dichtrahmen (1) nach Anspruch 4,
wobei die Trägerstruktur (4) sich wenigstens teilweise oder vollständig im Innenbereich
(I) erstreckt, und/oder
wobei die Trägerstruktur (4) gitterartig oder matrixartig ausgebildet ist, und/oder
wobei die Trägerstruktur (4) integral mit dem Hauptrahmen (3) ausgebildet ist, und/oder
wobei die Trägerstruktur (4) aus einem Licht-transparenten Material, vorzugsweise
demselben Licht-transparenten Material wie der Hauptrahmen (3), hergestellt ist.
6. Dichtrahmen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Dichtelement (5)
bezüglich des Innenbereichs (I) quer und/oder seitlich nach außen von dem Hauptrahmen
(3) aus weg vorsteht, und/oder
wobei das Dichtelement (5) in dessen Erstreckungsrichtung (E) gesehen einen länglichen
und/oder gebogenen Querschnitt aufweist, vorzugsweise einen U-förmigen Querschnitt,
welcher ferner bevorzugt entlang einer dem Innenbereich (I) abgewandten Seite (23)
des Hauptrahmens (3), vorzugsweise entlang dessen Außenseite (23), hin geöffnet ist.
7. Dichtrahmen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Tragrahmen (2)
mit dem Dichtelement (5) integral ausgebildet ist, vorzugsweise diese in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren
einstückig hergestellt sind.
8. Dichtrahmen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Tragrahmen (2),
vorzugsweise wenigstens dessen Hauptrahmen (3) und, wenn vorhanden, vorzugsweise auch
dessen Trägerstruktur (4), aus einem klaren oder opalen Material hergestellt ist/sind,
und/oder aus einem optischen Kunststoffmaterial, wie PMMA, hergestellt ist/sind.
9. Dichtrahmen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Dichtelement (5)
thermoplastische Elastomere aufweist oder aus diesen hergestellt ist.
10. Optiksystem (10) für eine Leuchte (100), aufweisend:
eine Leuchtenoptik (6) mit einer optischen Seite (7) zur Licht-beeinflussenden Lichtabgabe
in einer Hauptabstrahlrichtung (H) einer das Optiksystem (10) aufweisenden Leuchte
(100), und einem entgegen der Hauptabstrahlrichtung (H) rückseitig von der optischen
Seite (7) vorstehenden und umlaufend geschlossenen Optikrand (8), welcher zusammen
mit der optischen Seite (7) einen Optikraum (11) begrenzt, und
einen Dichtrahmen (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, welcher mit seinem
Tragrahmen (2) wenigstens teilweise oder vollständig derart in dem Optikraum (11)
vorzugsweise lösbar angeordnet ist, so dass das Dichtelement (5) umlaufend geschlossen
auf dem Optikrand (8) oder wenigstens auf einer der optischen Seite (7) abgewandten
Stirnseite (80) des Optikrandes (8) dichtend aufliegt oder angeordnet ist.
11. Optiksystem (10) nach Anspruch 10, wobei die optische Seite (7) auf der dem Optikraum
(11) zugewandten Einkoppelseite (12) und/oder abgewandten Auskoppelseite (13) optische
Strukturen (14, 15) aufweist, vorzugsweise Linsen (14) und/oder Lichtleiterabschnitte
(15),
wobei die optischen Strukturen (14, 15), insbesondere die auf der dem Optikraum (11)
zugewandten Einkoppelseite (12) vorgesehenen Linsen (14), vorzugsweise rasterartig
oder matrixartig angeordnet sind, und/oder
wobei vorzugsweise die auf der dem Optikraum (11) zugewandten Einkoppelseite (12)
vorgesehenen optischen Strukturen (14) seitlich bzgl. der Hauptabstrahlrichtung (H)
von dem Tragrahmen (2), besonders bevorzugt von dem Hauptrahmen (3) und/oder von der
Trägerstruktur (4), bevorzugt berührungslos wenigstens teilweise begrenzt oder umgeben
sind.
12. Optiksystem (10) nach Anspruch 10 oder 11, wobei der Dichtrahmen (1) einzig über den
Optikrand (8) mit der Leuchtenoptik (6) in direktem Berührungskontakt steht, wobei
vorzugsweise der Dichtrahmen (1) mit der Leuchtenoptik (6) einzig über das Dichtelement
(5) und vorzugsweise ferner über den Hauptrahmen (3) oder dessen vom Innenbereich
(I) abgewandte Seite (23) einerseits und über den Optikrand (8) andererseits in direktem
Berührungskontakt stehen.
13. Optiksystem (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei die Leuchtenoptik (6) aus
demselben Material wie der Tragrahmen (2) oder wenigstens dessen Hauptrahmen (3) hergestellt
ist.
14. Leuchte (100) aufweisend:
ein Leuchtengehäuse (9),
ein Optiksystem (10) gemäß einem der Ansprüche 10 bis 13, welches mit dem Leuchtengehäuse
(9) über das Dichtelement (5) dichtend verbunden ist, vorzugsweise das Dichtelement
(5) zwischen einem Dichtabschnitt (90) des Leuchtengehäuses (9) und dem Optikrand
(8) dichtend eingeklemmt ist, so dass das Optiksystem (10) mit dem Leuchtengehäuse
(9) einen den Optikraum (11) aufweisenden und nach außen abgedichteten, geschlossenen
Leuchtenraum (102) zur Aufnahme von Leuchtmitteln (103) zur Lichtabgabe der Leuchte
(100) über die optische Seite (7) begrenzen, und
optional Leuchtmittel (103), vorzugsweise LED-Leuchtmittel, welche in dem Leuchtenraum
(102) zur Lichtabgabe über die optische Seite (7) angeordnet sind, vorzugsweise flächig
an dem Leuchtengehäuse (9) anliegend.
15. Kit zur Bereitstellung einer wahlweise abgedichteten Leuchte (100), aufweisend:
ein Leuchtengehäuse (9),
eine Vielzahl von Leuchtenoptiken (6) mit untereinander identisch ausgebildetem Optikrand
(8) aber unterschiedlichen optischen Seiten (7), insbesondere zur unterschiedlichen
Licht-beeinflussenden Lichtabgabe, jeweils zur Verbindung mit dem Leuchtengehäuse
(9) zur Begrenzung eines Leuchtenraum (102) zur Aufnahme von Leuchtmitteln (103) zur
Lichtabgabe der Leuchte (100) über die entsprechende optische Seite (7), und
einen Dichtrahmen (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 zur wahlweisen dichtenden
Auflage mit dem Dichtelement (5) auf den jeweiligen Optikrändern (8) der jeweiligen
Leuchtenoptiken (6) jeweils zur Bildung einer Leuchte (100) gemäß Anspruch 14.