[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein System, das eine Werkzeugmaschine und eine
Energieversorgungsvorrichtung umfasst, wobei die Werkzeugmaschine über eine Schnittstelle
lösbar mit der Energieversorgungsvorrichtung verbunden werden kann und wobei die Energieversorgungsvorrichtung
und die Werkzeugmaschine Verbindungspartner der Schnittstelle sind. Einer der Verbindungspartner
kann ein Verriegelungselement aufweisen, während der jeweils andere Verbindungspartner
eine Gegenkontur als Anschlag für das Verriegelungselement aufweist, wobei das Verriegelungselement
und die Gegenkontur ein Grundmaterial mit einer ersten Dichte aufweisen. Das Verriegelungselement
und die Gegenkontur weisen je einen Kontaktbereich mit Kontaktmaterialien auf, wobei
mindestens eines der Kontaktmaterialien eine zweite Dichte aufweist, die höher sein
kann als die erste Dichte des Grundmaterials. In einem weiteren Aspekt betrifft die
Erfindung eine Energieversorgungsvorrichtung, wobei im Kontext der Erfindung auch
Werkzeugmaschinen und Verriegelungselemente offenbart werden.
Hintergrund der Erfindung:
[0002] Die Erfindung ist auf dem Gebiet der Schnittstellen für wiederaufladbaren Energieversorgungsvorrichtungen
angesiedelt. Insbesondere Energieversorgungsvorrichtungen für Werkzeugmaschinen sind
in der Regel so gestaltet, dass die Energieversorgungsvorrichtungen zum Aufladen in
einer Ladestation gelagert werden kann. Während des Aufladens der Energieversorgungsvorrichtung
kann der Nutzer mit einer weiteren Energieversorgungsvorrichtung die Werkzeugmaschine
weiter betreiben und so einen Arbeitsfortschritt erzielen.
[0003] Die Energieversorgungsvorrichtung kann über eine Schnittstelle mit der Werkzeugmaschine
verbunden vorliegen, wenn die Energieversorgungsvorrichtung die Werkzeugmaschine während
ihres Betriebs mit elektrischer Energie versorgen soll. In diesem Arbeitsmodus soll
die Energieversorgungsvorrichtung sicher und stabil in der Werkzeugmaschine gehalten
und befestigt werden. Für die Befestigung der Energieversorgungsvorrichtung in der
Werkzeugmaschine sind im Stand der Technik verschiedene Verriegelungsmechanismen bekannt.
Wenn die Energieversorgungsvorrichtung aufgeladen werden soll, muss die Energieversorgungsvorrichtung
von der Werkzeugmaschine entfernt werden. Dafür können Mittel an der Energieversorgungsvorrichtung
oder an der Werkzeugmaschine vorgesehen sein, die die Verriegelung der Energieversorgungsvorrichtung
lösen können, um die Energieversorgungsvorrichtung freizugeben ("Entriegelung") und
aus der Werkzeugmaschine entnehmen zu können.
[0004] Einige der im Stand der Technik bekannten Verriegelungsmechanismen benötigen einen
großen Bauraum. Andere Verriegelungsmechanismen geben bei Betätigung eine große Öffnung
frei, durch die beispielsweise Staub, Dreck oder Feuchtigkeit in das Innere der Energieversorgungsvorrichtung
eindringen kann. Wieder andere Verriegelungsmechanismen, die aus dem Stand der Technik
bekannt sind, weisen Einzelelemente auf, die beim Verriegeln und Entriegeln nicht
gut zusammenwirken oder aus einem verschleißanfälligen Material gefertigt sind. Dadurch
kann es zu unnötigem Verschleiß und Abrieb kommen, wobei der Verschleiß und der Abrieb
nachteiligerweise die Lebensdauer der Schnittstelle verkürzen können. Insbesondere
sind im Stand der Technik Schnittstellen und Verriegelungsmechanismen bekannt, die
aus Kunststoff hergestellt sind oder Biegestanzteile, Gußteile oder Druckgußteile
darstellen. Solche Schnittstellen und Verriegelungsmechanismen sind einfach zu fertigen
und günstig in großen Stückzahlen herzustellen.
[0005] Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, die Mängel
und Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine Schnittstelle zur Verbindung
einer Energieversorgungsvorrichtung mit einer Werkzeugmaschine bereitzustellen, die
besonders robust gegenüber Verschleiß ist und langlebig ist. Darüber hinaus soll die
Schnittstelle dazu beitragen, dass die Energieversorgungsvorrichtung funktionssicher,
stabil und robust in der Werkzeugmaschine befestigt werden kann. Weitere Anliegen
der Erfindung bestehen darin, eine Werkzeugmaschine, eine Energieversorgungsvorrichtung
und ein Verriegelungselement anzugeben, mit denen eine robuste und langlebige Verbindung
zwischen Energieversorgungsvorrichtung und Werkzeugmaschine ermöglicht werden kann.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausführungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den
abhängigen Ansprüchen.
Beschreibung der Erfindung:
[0007] Erfindungsgemäß ist ein System, das eine Werkzeugmaschine und eine Energieversorgungsvorrichtung
umfasst, wobei die Werkzeugmaschine über eine Schnittstelle lösbar mit der Energieversorgungsvorrichtung
verbindbar ist und wobei die Energieversorgungsvorrichtung und die Werkzeugmaschine
Verbindungspartner der Schnittstelle sind. Einer der Verbindungspartner der Schnittstelle
weist ein Element zur Verriegelung der Energieversorgungsvorrichtung in der Werkzeugmaschine
auf («Verriegelungselement»), während der andere Verbindungspartner eine Gegenkontur
als Anschlag für das Verriegelungselement aufweist. Das Verriegelungselement und die
Gegenkontur weisen ein Grundmaterial mit einer ersten Dichte auf, wobei das Verriegelungselement
einen ersten Kontaktbereich mit einem ersten Kontaktmaterial aufweist und wobei der
erste Kontaktbereich in einer Verriegelungsposition in Kontakt mit einem zweiten Kontaktbereich
der Gegenkontur des anderen Verbindungspartners vorliegt, wobei der zweite Kontaktbereich
ein zweites Kontaktmaterial aufweist, wobei das erste Kontaktmaterial und/oder das
zweite Kontaktmaterial eine zweite Dichte aufweist. Das bedeutet im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass mindestens eines der Kontaktmaterialien eine zweite Dichte aufweist,
wobei die zweite Dichte vorzugsweise von der ersten Dichte abweicht und insbesondere
höher ist als die erste Dichte.
[0008] Die Erfindung betriff insbesondere ein Verriegelungselement, das entweder an der
Energieversorgungsvorrichtung oder an der Werkzeugmaschine angeordnet vorliegen kann.
Das Verriegelungselement weist ein Grundmaterial mit einer ersten Dichte auf, wobei
das Verriegelungselement darüber hinaus einen ersten Kontaktbereich aufweist, der
in einer Verriegelungsposition in Kontakt mit einem zweiten Kontaktbereich des anderen
Verbindungspartners vorliegt. Beispielsweise kann das Verriegelungselement an der
Energieversorgungsvorrichtung angeordnet vorliegen. In diesem Fall ist auch der erste
Kontaktbereich Bestandteil der Energieversorgungsvorrichtung, während der zweite Kontaktbereich
Bestandteil des anderen Verbindungspartners der Schnittstelle - hier der Werkzeugmaschine
- ist. Der jeweils andere Verbindungspartner der Schnittstelle - hier die Werkzeugmaschine
- weist eine Gegenkontur als Anschlag für das Verriegelungselement auf, wobei die
Gegenkontur einen zweiten Kontaktbereich aufweist. In einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung kann das Verriegelungselement an der Werkzeugmaschine angeordnet vorliegen.
In diesem Fall ist auch der erste Kontaktbereich Bestandteil der Werkzeugmaschine,
während der zweite Kontaktbereich, der an der Gegenkontur angeordnet vorliegt, Bestandteil
des anderen Verbindungspartners der Schnittstelle - hier der Energieversorgungsvorrichtung
- ist.
[0009] Das Verriegelungselement kann zwei unterschiedliche Materialien umfassen, wobei die
Materialien des Verriegelungselements im Sinne der Erfindung bevorzugt als «Grundmaterial»
und als «Kontaktmaterial» bezeichnet werden. Aufgrund seines Aufbaus aus den mindestens
zwei genannten Materialien kann das Verriegelungselement im Sinne der Erfindung bevorzugt
auch als «Hybridklinke» oder als «Verriegelungselement in Hybridbauweise» bezeichnet
werden. Es hat sich gezeigt, dass durch die Verwendung der zwei Materialien mit unterschiedlichen
Dichten eine besonders robuste, verschleißfeste und langlebige Schnittstelle zur Verbindung
einer Energieversorgungsvorrichtung mit einer Werkzeugmaschine bereitgestellt werden
kann. In dieser Ausgestaltung der Erfindung ist es bevorzugt, dass die Schnittstelle
mindestens ein Verriegelungselement aufweist, wobei das Verriegelungselement an einem
der Verbindungspartner der Schnittstelle - Energieversorgungsvorrichtung oder Werkzeugmaschine
- angeordnet vorliegt. Das Verriegelungselement kann ein Grundmaterial mit einer ersten
Dichte aufweisen, wobei das Verriegelungselement einen ersten Kontaktbereich aufweist,
der in einer Verriegelungsposition in Kontakt mit einem zweiten Kontaktbereich des
anderen Verbindungspartners vorliegt, wobei das erste Kontaktmaterial oder das zweite
Kontaktmaterial eine zweite Dichte aufweist, die vorzugsweise von der ersten Dichte
des Grundmaterials des Verriegelungselements abweicht. Der jeweils andere Verbindungspartner
der Schnittstelle weist eine Gegenkontur als Anschlag für das Verriegelungselement
auf, wobei die Gegenkontur einen zweiten Kontaktbereich aufweisen kann. Es ist im
Sinne der Erfindung bevorzugt, dass je ein Verbindungspartner ein Verriegelungselement
aufweist und der jeweils andere Verbindungspartner die Gegenkontur als Anschlag für
das Verriegelungselement. Sowohl das Verriegelungselement, als auch die Gegenkontur
weisen je ein Kontaktmaterial auf, wobei mindestens eines der Kontaktmaterialien eine
zweite Dichte aufweist, die vorzugsweise höher ist als eine erste Dichte des Grundmaterials
des Verriegelungselements oder Gegenkontur. Das Kontaktmaterial mit der zweiten Dichte
weist eine besonders gute Verschleißfestigkeit auf, so dass durch Verwendung einer
Schnittstelle, bei dem mindestens ein Kontaktpartner - Verriegelungselements oder
Gegenkontur - einen Kontaktbereich mit einer hohen Dichte bzw. einer verbesserten
Verschleißfestigkeit aufweist, kann eine besonders robuste und langlebige Schnittstelle
bereitgestellt werden. Die Schnittstelle, mit der die Werkzeugmaschine und die Energieversorgungsvorrichtung
verbunden werden können und bei der mindestens eines der Kontaktmaterialien der Verbindungspartner
eine zweite Dichte aufweist, wird im Sinne der Erfindung als «verstärkte Schnittstelle»
bezeichnet.
[0010] Die Schnittstelle erfüllt insbesondere erhöhte Verschleißanforderungen, die zukünftig
- beispielsweise bedingt durch neue Batterietechnologien - an die Verbindung von Energieversorgungsvorrichtung
und Werkzeugmaschine gestellt werden könnten. Denn es ist zu erwarten, dass neue Batterietechnologien
Energieversorgungsvorrichtung mit längeren Lebenszeiten hervorbringen werden. Für
diesen Fall ist es vorteilhaft, wenn auch die Schnittstellen zur Verbindung einer
Energieversorgungsvorrichtung mit einer Werkzeugmaschine mit diesen längeren Lebenszeiten
mithalten können, ohne vor Ablauf der Lebenszeit der Energieversorgungsvorrichtung
ausgetauscht werden zu müssen. Vorteilhafterweise kann mit der Erfindung eine technisehe
Lösung zur Verbindung einer Energieversorgungsvorrichtung mit einer Werkzeugmaschine
bereitgestellt werden, die sowohl eine hohe Verschleißfestigkeit aufweist, als auch
in der Lage ist, eine hohe Sicherheit gegenüber einem unerwünschten Lösen der Schnittstelle
zu gewährleisten. Tests haben gezeigt, dass die vorgeschlagene Schnittstelle mit dem
Verriegelungselement aus mindestens zwei unterschiedlichen Materialien diese Ziele
vorteilhafterweise erfüllt, ohne die Betätigungskräfte, die der Nutzer zum Entriegeln
der Energieversorgungsvorrichtung aufbringen muss, zu erhöhen. Mit anderen Worten
bleibt eine Energieversorgungsvorrichtung mit einer vorgeschlagenen Schnittstelle
leicht zu bedienen und ein optionales Betätigungselement, das vom Nutzer zur Entriegelung
der Energieversorgungsvorrichtung betätigt werden kann, ist ohne großen Kraftaufwand
zu bedienen.
[0011] Es kann im Sinne der Erfindung aber auch bevorzugt sein, dass das Verriegelungselement
aus lediglich einem Material, beispielsweise dem Grundmaterial, besteht, so dass das
Verriegelungselement durchgehend eine gleichmäßige Dichte aufweist. In diesem Fall
ist es bevorzugt, dass der Kontaktbereich des Verriegelungselements ein Kontaktmaterial
aufweist, das keine vom Grundmaterial abweichende Dichte aufweist. Mit anderen Worten
kann in dieser Ausgestaltung der Erfindung das Verriegelungselement durchgehend aus
einem Material mit einer ersten Dichte bestehen. In diesem Fall weist das Verriegelungselement
vorzugsweise keine Metall-Einleger oder Metall-Einlegeteile auf. Allerdings ist es
in diesem Fall bevorzugt, dass der Verbindungspartner der Schnittstelle, mit dem das
Verriegelungselement zur Herstellung der Verbindung zusammenwirkt, eine Gegenkontur
mit einem Kontaktbereich mit einem Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte aufweist,
wobei die zweite Dichte vorzugsweise größer ist als die erste Dichte des Verriegelungselements.
[0012] Es kann im Sinne der Erfindung aber auch bevorzugt sein, dass sowohl das Verriegelungselement,
als auch die Gegenkontur, mit der das Verriegelungselement zur Herstellung der Verbindung
zusammenwirkt, Kontaktmaterialien mit einer zweiten Dichte aufweisen. Wenn das Kontaktmaterial
mit der zweiten Dichte beispielsweise Metall oder eine Metalllegierung ist, wird die
Verbindung zwischen der Werkzeugmaschine und der Energieversorgungsvorrichtung von
einer Metall-Metall-Schnittstelle gebildet, die vorteilhafterweise besonders langlebig
und verschleißfest ist.
[0013] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass mindestens ein Kontaktbereich der Schnittstelle
ein Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte aufweist, wobei der Kontaktbereich mit
der zweiten, vorzugsweise von der ersten Dichte abweichenden Dichte an der Werkzeugmaschine
und/oder an der Energieversorgungsvorrichtung angeordnet vorliegen kann. Der Kontaktbereich
mit der zweiten Dichte kann beispielsweise von Metall-Einlegern oder Metall-Einlegeteilen
gebildet werden, wobei es im Sinne der Erfindung bevorzugt ist, dass mindestens ein
Verbindungspartner der Schnittstelle - Werkzeugmaschine und/oder Energieversorgungsvorrichtung
- einen Kontaktbereich mit einem Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte aufweist.
[0014] Wenn das Verriegelungselement einen Kontaktbereich mit einem Kontaktmaterial mit
einer zweiten Dichte aufweist, ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Verriegelungselement
überwiegend aus dem Grundmaterial gefertigt ist und zu einem geringeren Anteil aus
dem Kontaktmaterial. Vorzugsweise kann das Kontaktmaterial innerhalb des Verriegelungselements
ein Volumen aufweisen oder einnehmen, wobei ein Anteil des Volumens des Kontaktmaterials
an einem Gesamtvolumen des Verriegelungselement in einem Bereich kleiner als 20 %,
bevorzugt kleiner als 10 % liegt. Es hat sich gezeigt, dass bei einer solchen Ausgestaltung
des Verriegelungselements ein besonders leichtes und handliches Verriegelungselement
bereitgestellt werden kann, wobei das Verriegelungselement dennoch ausgesprochen robust
und verschleißfest ist.
[0015] Das Verriegelungselement kann an einem der beiden Verbindungspartner der Schnittstelle
angeordnet vorliegen. Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass
das Verriegelungselement an der Energieversorgungsvorrichtung angeordnet vorliegt.
Die Energieversorgungsvorrichtung kann auf ihrer Oberseite eine bevorzugt plattenförmige
Struktur aufweisen, die beispielsweise in einer vorderen Raumrichtung eine Leistungs-
und/oder Datenschnittstelle aufweist, sowie in einem hinteren Raumbereich die Schnittstelle
zur Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung mit der Werkzeugmaschine. Die Raumrichtungen
werden in Fig. 1 dargestellt. Es kann aber auch bevorzugt sein, dass das Verriegelungselement
an der Werkzeugmaschine angeordnet vorliegt. Um zwischen den Verbindungspartnern sprachlich
zu unterscheiden, kann derjenige Verbindungspartner, an dem das Verriegelungselement
angeordnet vorliegt, vorzugsweise als «erster Verbindungspartner» bezeichnet werden,
während der Verbindungspartner, an dem das Verriegelungselement nicht angeordnet wird,
als «zweiter Verbindungspartner». Das Verriegelungselement liegt vorzugsweise an dem
ersten Verbindungspartner angeordnet vor, wobei das Verriegelungselement einen ersten
Kontaktbereich aufweist, der in einer Verriegelungsposition in Kontakt einer Gegenkontur
mit einem zweiten Kontaktbereich des zweiten Verbindungspartners vorliegt, wobei der
erste Kontaktbereich ein erstes Kontaktmaterial aufweist und der zweite Kontaktbereich
ein zweites Kontaktmaterial aufweist, wobei das erste Kontaktmaterial oder das zweite
Kontaktmaterial eine zweite Dichte aufweist. Vorzugsweise kann das Verriegelungselement
an der Energieversorgungsvorrichtung oder an der Werkzeugmaschine angeordnet vorliegen,
wobei an mindestens einem der Verbindungspartner der Schnittstelle ein Kontaktbereich
mit einem Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte vorliegt. Entsprechend kann die
Gegenkontur an der Werkzeugmaschine oder an der Energieversorgungsvorrichtung angeordnet
vorliegen, wobei mindestens eines der Kontaktmaterialien eine zweite Dichte aufweist.
[0016] Wenn das Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte an dem Verriegelungselement vorliegt,
kann das Kontaktmaterial vorzugsweise an Kontaktflächen des Verriegelungselements
vorliegen, wobei die Kontaktflächen des Verriegelungselements in Richtung des Verbindungspartners
orientiert sind, an dem das Verriegelungselement nicht angeordnet vorliegt. Mit anderen
Worten sind die Kontaktflächen des Verriegelungselements in Richtung des zweiten Verbindungspartners
bzw. seiner Gegenkontur orientiert. Wenn das Verriegelungselement beispielsweise an
der Energieversorgungsvorrichtung angeordnet vorliegt, sind seine Kontaktflächen vorzugsweise
in Richtung der Werkzeugmaschine orientiert, während die Kontaktflächen vorzugsweise
in Richtung der Energieversorgungsvorrichtung orientiert sind, wenn das Verriegelungselement
an der Werkzeugmaschine angeordnet vorliegt. Die Formulierung «in einer Richtung orientiert
sein» bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass beispielsweise die Kontaktflächen
dem anderen Verbindungspartner zugewandt ausgerichtet sind. Beispielsweise können
die Kontaktflächen an einem vorstehenden Bereich des Verriegelungselements angeordnet
vorliegen, wobei dieser vorstehende Bereich des Verriegelungselements im Verriegelungsfall
in Eingriff gelangt mit einer bevorzugt korrespondierenden Ausbuchtung des zweiten
Verbindungspartners. Wenn das Verriegelungselement beispielsweise Bestandteil der
Energieversorgungsvorrichtung ist, kann das Verriegelungselement im Verriegelungsfall
in Eingriff gelangen mit einer bevorzugt korrespondierenden Ausbuchtung des zweiten
Verbindungspartners, hier der Werkzeugmaschine. Die Ausbuchtung kann ein Beispiel
für die Gegenkontur des zweiten Verbindungspartners sein. Es kann aber im Sinne der
Erfindung auch bevorzugt sein, dass das Verriegelungselement beispielsweise Bestandteil
der Werkzeugmaschine ist und das Verriegelungselement im Verriegelungsfall in Eingriff
gelangt mit einer bevorzugt korrespondierenden Ausbuchtung oder Gegenkontur der Energieversorgungsvorrichtung.
[0017] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Kontaktflächen einen Kontaktbereich
des Verriegelungselements bilden, wobei insbesondere dieser Kontaktbereich des Verriegelungselements
ein Kontaktmaterial mit zweiter Dichte aufweist. Vorzugsweise kann das Verriegelungselement
in seinem Grundmaterial Vertiefungen aufweisen, die dazu eingerichtet sind, Einleger
oder Einlegeteile aus einem zweiten Material, dem Kontaktmaterial, aufzunehmen. Es
ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass diejenigen Bereiche des
Verriegelungselements, die bei Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung mit der
Werkzeugmaschine in Kontakt mit dem zweiten Verbindungspartner gelangen, aus dem Kontaktmaterial
gebildet sind bzw. dieses Kontaktmaterial umfassen. Denn das Kontaktmaterial kann
vorzugsweise eine höhere Dichte und dadurch vorteilhafterweise auch eine bessere Verschleißfestigkeit
aufweisen wie das Grundmaterial, das im Sinne der Erfindung bevorzugt auch als erstes
Material bezeichnet wird. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die zweite
Dichte, d.h. die Dichte des Kontaktmaterials, größer ist als die erste Dichte, d.h.
die Dichte des Grundmaterials des Verriegelungselements. Vorzugsweise umfassen insbesondere
diejenigen Bereiche des Verriegelungselements, die bei Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung
mit der Werkzeugmaschine Kontakt mit dem zweiten Verbindungspartner haben, das Kontaktmaterial
mit der zweiten Dichte, das eine vom Grundmaterial abweichende Dichte und vorteilhafterweise
eine höhe Verschleißfestigkeit aufweist. Dadurch kann die Verschleißfestigkeit und
Robustheit des gesamten Verriegelungselements wesentlich erhöht werden, da insbesondere
an den mechanisch besonders belasteten Kontaktbereichen ein verschleißfestes Material
zum Einsatz kommt. Vorteilhafterweise kann dadurch eine besonders robuste, langlebige
und verschleißarme Schnittstelle zur Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung
mit der Werkzeugmaschine bereitgestellt werden.
[0018] Es kann im Sinne der Erfindung auch bevorzugt sein, dass die Kontaktflächen an dem
Verbindungspartner der Schnittstelle vorliegen, an dem das Verriegelungselement nicht
angeordnet vorliegt. Mit anderen Worten kann die Kontaktfläche an dem Verbindungspartner
der Schnittstelle vorliegen, der die Gegenkontur als Anschlag des Verriegelungselements
umfasst. Dieser Verbindungspartner der Schnittstelle kann im Sinne der Erfindung bevorzugt
auch als «gegenüberliegender Verbindungspartner» bezeichnet werden. Es ist in dieser
Ausgestaltung der Erfindung bevorzugt, dass die Kontaktflächen an dem gegenüberliegenden
Verbindungspartner vorliegen und einen Kontaktbereich bilden, wobei dieser Kontaktbereich
ein Kontaktmaterial mit zweiter Dichte aufweist. Vorzugsweise kann der gegenüberliegende
Verbindungspartner Vertiefungen aufweisen, die dazu eingerichtet sind, Einleger oder
Einlegeteile aus einem zweiten Material, dem Kontaktmaterial, aufzunehmen. Es ist
im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass diejenigen Bereiche des gegenüberliegenden
Verbindungspartners, die bei Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung mit der
Werkzeugmaschine in Kontakt mit dem Verbindungspartner, der das Verriegelungselement
aufweist, gelangen, aus dem Kontaktmaterial gebildet sind bzw. dieses Kontaktmaterial
umfassen. Denn das Kontaktmaterial kann vorzugsweise eine höhere Dichte und dadurch
vorteilhafterweise auch eine bessere Verschleißfestigkeit aufweisen wie ein Grundmaterial
des gegenüberliegenden Verbindungspartners. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass die zweite Dichte, d.h. die Dichte des Kontaktmaterials, größer ist als die erste
Dichte. Vorzugsweise umfassen in dieser Ausgestaltung der Erfindung insbesondere die
Kontaktflächen das Kontaktmaterial mit der zweiten Dichte, wobei die Kontaktflächen
des gegenüberliegenden Verbindungspartners bzw. sein Kontaktbereich dadurch vorteilhafterweise
eine höhe Verschleißfestigkeit aufweisen. Dadurch kann die Verschleißfestigkeit und
Robustheit der gesamten Schnittstelle wesentlich erhöht werden, da insbesondere an
den mechanisch besonders belasteten Kontaktbereichen ein verschleißfestes Material
zum Einsatz kommt. Vorteilhafterweise kann dadurch eine besonders robuste, langlebige
und verschleißarme Schnittstelle zur Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung
mit der Werkzeugmaschine bereitgestellt werden.
[0019] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die zweite Dichte, d.h. die Dichte
des Kontaktmaterials, in einem Bereich von größer als 3,0 g/cm
3, bevorzugt größer als 4 g/cm
3 liegt. Bei den Materialien, die für die Ausgestaltung des Kontaktbereichs in Frage
kommen, kann es sich beispielsweise um Metalle oder Metall-Legierungen handeln. Es
kann im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt sein, dass das Kontaktmaterial,
das eine zweite Dichte aufweist, ein Metall, eine Metalllegierung und/oder eine Metallbeschichtung
als Kontaktmaterial aufweist.
[0020] Beispielsweise können Einleger oder Einlegeteile aus Metall oder einer Metall-Legierung
als Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte verwendet und in Vertiefungen innerhalb
des Grundmaterials des Verriegelungselements eingesetzt werden. Die Einleger oder
Einlegeteile aus Metall oder eine Metall-Legierung können beispielsweise aus einem
Blech gefertigt werden oder Blech umfassen, wobei der Begriff «Blech» im Sinne der
Erfindung bevorzugt als «Walzwerkerzeugnis umfassend Metall oder eine Metall-Legierung»
verstanden wird. Die hohe Dichte des Kontaktmaterials führt vorzugsweise zu der hohen
Verschleißfestigkeit im Kontaktbereich des Verriegelungselements und damit vorteilhafterweise
zu einer längeren Lebensdauer der Schnittstelle, die ein solches Verriegelungselement
umfasst. Als Metall kann beispielsweise Nickel (Ni) verwendet werden. Es ist im Sinne
der Erfindung bevorzugt, dass die Kontaktmaterialien mit einer zweiten Dichte einen
PREN-Wert von größer als 10 aufweisen, wobei der PREN-Wert bevorzugt größer als 13
und am meisten bevorzugt größer als 15 sein kann. Die Abkürzung PREN steht vorzugsweise
für die Pitting Resistance Equivalent Number ist stellt ein Maß für Korrosionsfestigkeit
eines Materials dar.
[0021] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die erste Dichte, d.h. die Dichte des
Grundmaterials, in einem Bereich von kleiner als 3,0 g/cm
3, bevorzugt kleiner als 2 g/cm
3 liegt. Bei den Materialien, die für das Grundmaterial in Frage kommen, kann es sich
beispielsweise um Kunststoffe handeln. Die geringe Dichte des Grundmaterials führt
vorteilhafterweise dazu, dass eine besonders leichte Schnittstelle zur Verbindung
der Energieversorgungsvorrichtung mit der Werkzeugmaschine bereitgestellt werden kann.
Darüber hinaus stellen Materialien mit einer Dichte von kleiner als 2 g/cm
3 besonders kostengünstige Lösungen für die Herstellung der Schnittstelle oder des
Verriegelungselements dar.
[0022] Es kann im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass zur Herstellung der Einleger
oder der Einlege-Teile Blechteile in ein Spritzgusswerkzeug eingelegt und von einem
Material geringerer Dichte umspritzt werden. Bei dem Material der geringeren Dichte
kann es sich vorzugsweise um das Grundmaterial der Schnittstelle handeln, d.h. vorzugsweise
einen Kunststoff. Es kann im Sinne der Erfindung auch bevorzugt sein, dass sowohl
die Werkzeugmaschine, als auch die Energieversorgungsvorrichtung ein Grundmaterial
umfassen, wobei die Grundmaterialien der Werkzeugmaschine und/oder der Energieversorgungsvorrichtung
leicht voneinander abweichen können. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass
kleinere Abweichungen bei den Grundmaterialien der Verbindungspartner der Schnittstelle
nicht als Materialien mit unterschiedlicher Dichte bewertet werden. Auch kleinere
Abweichungen, beispielsweise bei der Zusammensetzung des Grundmaterials, wenn es sich
zum Beispiel um einen Kunststoff handelt, werden im Sinne der Erfindung als Grundmaterialien
mit einer ersten Dichte betrachtet, die vorzugsweise kleiner ist als eine zweite Dichte
des ersten oder des zweiten Kontaktmaterials. Vorzugsweise kann die erste Dichte,
d.h. die Dichte des Grundmaterials, in einem Bereich von kleiner als 3,0 g/cm
3, bevorzugt kleiner als 2 g/cm
3 liegen, während die zweite Dichte in einem Bereich von größer als 3,0 g/cm
3, bevorzugt größer als 4 g/cm
3 liegt.
[0023] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass eine Oberflächenhärte des Kontaktmaterials,
das eine zweite Dichte aufweist, in einem Bereich von größer als 90 HV liegt, bevorzugt
in einem Bereich größer als 100 HV, wobei die Einheit «HV» vorzugsweise für eine Härteprüfung
des Kontaktmaterials nach Vickers steht. Tests haben gezeigt, dass vor allem Kontaktmaterialien
mit einer Vickers-Härte von größer als 100 HV zu besonders verschleißfesten und robusten
Schnittstellen und Verriegelungselementen führen können.
[0024] Wenn der Kontaktbereich mit dem Kontaktmaterial mit der zweiten Dichte an dem Verriegelungselement
angeordnet vorliegt, kann es im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass das Verriegelungselement
einen vorstehenden Bereich aufweist, wobei dieser vorstehende Bereich ganz oder teilweise
im Verriegelungsfall in Kontakt mit dem zweiten Verbindungspartner der Schnittstelle
gelangt. Der vorstehenden Bereich kann beispielsweise aus dem Kontaktbereich und anderen
Bereichen zusammengesetzt sein, wobei die anderen Bereich beispielsweise zurückgesetzte
Bereich sein können, die im Verriegelungsfall nicht in direkten Kontakt mit dem zweiten
Kontaktpartner der Schnittstelle gelangen. Der vorstehende Bereich kann vorzugsweise
einen Gesamtkontaktbereich bilden, wobei es im Sinne der Erfindung bevorzugt ist,
dass der Kontaktbereich einen Anteil in einem Bereich von größer als 60 %, bevorzugt
größer als 70 %, an dem Gesamtkontaktbereich ausmacht. Vorzugsweise liegt der Anteil
des Kontaktbereichs am Gesamtkontaktbereich in einem Bereich von größer als 60 %,
bevorzugt größer als 70 %. Das bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die
anderen Bereiche des vorstehenden Bereichs weniger als 40 %, bevorzugt weniger als
30 Prozent an dem vorstehenden Bereich ausmachen. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass der Kontaktbereich in Richtung des anderen Verbindungspartners orientiert angeordnet
vorliegt. Indem das Kontaktmaterial bevorzugt mehr als 70 % an dem Gesamtkontaktbereich
des Verriegelungselements ausmacht, findet der überwiegende Kontakt zwischen dem Verriegelungselement
und dem zweiten Verbindungspartner zu einem überwiegenden Teil zwischen dem Kontaktmaterial
mit der zweiten Dichte und dem anderen Verbindungspartner statt. Da das Kontaktmaterial
mit der zweiten Dichte besonders verschleifest ist, kann auf diese Weise eine besonders
langlebige Schnittstelle bereitgestellt werden, um die Energieversorgungsvorrichtung
mit der Werkzeugmaschine zu verbinden. Insbesondere wenn der Anteil des Kontaktbereichs
an dieser Gesamtkontaktfläche des Verriegelungselements in einem Bereich von größer
als 70 % liegt, stellen sich die Vorteile der Erfindung, wie erhöhte Verschleißfestigkeit
und längere Schnittstellenlebensdauer ein. Wenn beispielsweise ein Verriegelungselement
vier Einzelkontaktbereiche aufweist und jede Kontaktfläche eine Grundfläche von 2,5
cm
2 umfasst, so liegt die Fläche des Kontaktbereichs insgesamt bei 10 cm
2. Wenn der vorstehende Bereich eine Gesamtfläche, d.h. einen Gesamtkontaktbereich,
von 12 cm
2 aufweist, würde der Kontaktbereich in diesem Beispiel einen Anteil von 10/12 = 83
% der Gesamtfläche bzw. des Gesamtkontaktbereichs ausmachen. Wenn der vorstehende
Bereich eine Gesamtfläche, d.h. einen Gesamtkontaktbereich, von 18 cm
2 aufweist, wäre die obige Bedingung, dass der Kontaktbereich einen Anteil von größer
als 70 %, an dem Gesamtkontaktbereich ausmacht, nicht erfüllt, denn 10/18 = 55,55
% < 70 %. Die Kontaktflächen können beispielsweise eine Gesamtkontaktfläche in einem
Bereich von 50 bis 100 mm
2 aufweisen,
[0025] Wenn der Kontaktbereich mit dem Kontaktmaterial mit der zweiten Dichte an dem Verriegelungselement
angeordnet vorliegt, kann es im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass das Kontaktmaterial
ein Volumen aufweist oder einnimmt, wobei ein Anteil des Volumens des Kontaktmaterials
an einem Gesamtvolumen des Verriegelungselements in einem Bereich kleiner als 20 %,
bevorzugt kleiner als 10 % liegt. Dadurch kann ein besonders leichtes Verriegelungselement
bereitgestellt werden, wobei eine Schnittstelle mit einem solchen Verriegelungselement
aber aufgrund des Kontaktmaterials mit der zweiten Dichte überraschend robust und
langlebig ist.
[0026] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Schnittstelle zusätzlich zu dem
Verriegelungselement ein Element zur Betätigung durch einen Nutzer aufweist, wobei
das Verriegelungselement und das Betätigungselement einen Verriegelungsmechanismus
bilden. Das Verriegelungselement und/oder das Betätigungselement können drehbar um
mindestens eine Raumachse gelagert sein, wobei die Raum- oder Drehachsen durch Drehpunkte
des Verriegelungselements und/oder des Betätigungselements verlaufen. Es ist im Sinne
der Erfindung bevorzugt, dass der Drehpunkt bzw. die Drehachse des mindestens einen
Verriegelungselements der Schnittstelle in einer Einschubrichtung einem Ort der Verriegelung
vorauseilt.
[0027] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das System mehr als eine Werkzeugmaschine
und mehr als eine Energieversorgungsvorrichtung, wobei die Werkzeugmaschinen und die
Energieversorgungsvorrichtung unterschiedliche Kombinationen der Anordnungen von Verriegelungselement
und Gegenkontur oder der Kontaktmaterialien aufweisen können. Es ist im Sinne der
Erfindung bevorzugt, dass zwei im Rahmen der Erfindung miteinander verbundene Systembeteiligte
in dem Sinne zueinander korrespondierend ausgebildet sind, dass je ein Verbindungspartner
ein Verriegelungselement und der andere Verbindungspartner die Gegenkontur zur Anlage
des Verriegelungselements aufweist. Sowohl die Verriegelungselemente, als auch die
Gegenkonturen können sowohl an der Werkzeugmaschine, als auch an der Energieversorgungsvorrichtung
angeordnet vorliegen. Darüber hinaus kann auch das mindestens eine Kontaktmaterial
mit der zweiten Dichte an einem der Verbindungspartner der Schnittstelle angeordnet
vorliegen, wobei das mindestens eine Kontaktmaterial mit der zweiten Dichte sowohl
im Bereich des Verriegelungselements, als auch im Bereich der Gegenkontur angeordnet
vorliegen kann. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass insbesondere die Kombinationen
Kunststoff/Metall, Metall/Kunststoff, Metall/Metall als Kontaktmaterialien der Kontaktbereiche
der Werkzeugmaschine und der Energieversorgungsvorrichtung vorkommen.
[0028] Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass das System eine zweite
Werkzeugmaschine und/oder eine zweite Energieversorgungsvorrichtung aufweist, wobei
die zweite Werkzeugmaschine und die zweite Energieversorgungsvorrichtung in Bezug
auf ein Vorhandensein von Gegenkontur und Verriegelungselement entsprechende der ersten
Werkzeugmaschine und der ersten Energieversorgungsvorrichtung ausgebildet sind, wobei
die zweite Werkzeugmaschine ein Kontaktmaterial aufweist und die zweite Energieversorgungsvorrichtung
ein Kontaktmaterialien aufweist, wobei die Kontaktmaterialien der zweiten Werkzeugmaschine
und der zweite Energieversorgungsvorrichtung jeweils die andere der beiden Dichten
im Vergleich zu der ersten Werkzeugmaschine und der ersten Energieversorgungsvorrichtung
aufweisen. Vorzugsweise kann das System entweder eine Kombination aus zwei Werkzeugmaschinen
und einer Energieversorgungsvorrichtung aufweisen oder eine Kombination aus zwei Energieversorgungsvorrichtungen
und einer Werkzeugmaschine oder eine Kombination aus zwei Energieversorgungsvorrichtung
und zwei Werkzeugmaschinen. Dabei weisen die erste Werkzeugmaschine und die erste
Energieversorgungsvorrichtung Kontaktmaterialien auf, von denen mindestens ein Kontaktmaterial
eine zweite Dichte aufweist. Einer der beiden ersten Verbindungspartner, d.h. entweder
die erste Werkzeugmaschine oder die erste Energieversorgungsvorrichtung, weist ein
Verriegelungselement auf, wobei der jeweils andere erste Verbindungspartner des Systems
eine Gegenkontur aufweist. Wenn die erste Werkzeugmaschine eine Gegenkontur aufweist,
ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die zweite Werkzeugmaschine auch eine
Gegenkontur aufweist. Dieser Zusammenhang kann im Sinne der Erfindung bevorzugt durch
die Formulierung, dass die zweite Werkzeugmaschine in Bezug auf ein Vorhandensein
von Gegenkontur und Verriegelungselement entsprechende der ersten Werkzeugmaschine
ausgebildet ist, beschrieben werden. Wenn die erste Werkzeugmaschine ein Verriegelungselement
aufweist, ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die zweite Werkzeugmaschine
auch ein Verriegelungselement aufweist. Dieser Zusammenhang kann im Sinne der Erfindung
bevorzugt durch die Formulierung, dass die zweite Werkzeugmaschine in Bezug auf ein
Vorhandensein von Gegenkontur und Verriegelungselement entsprechende der ersten Werkzeugmaschine
ausgebildet ist, beschrieben werden. Wenn die erste Energieversorgungsvorrichtung
ein Verriegelungselement aufweist, ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass auch
die zweite Energieversorgungsvorrichtung auch ein Verriegelungselement aufweist. Dieser
Zusammenhang kann im Sinne der Erfindung bevorzugt durch die Formulierung, dass die
zweite Energieversorgungsvorrichtung in Bezug auf ein Vorhandensein von Gegenkontur
und Verriegelungselement entsprechende der ersten Energieversorgungsvorrichtung ausgebildet
ist, beschrieben werden. Wenn die erste Energieversorgungsvorrichtung eine Gegenkontur
aufweist, ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass auch die zweite Energieversorgungsvorrichtung
auch eine Gegenkontur aufweist.
[0029] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die die zweite Werkzeugmaschine und
die zweite Energieversorgungsvorrichtung je ein Kontaktmaterial aufweisen, wobei die
Kontaktmaterialien der zweiten Werkzeugmaschine und der zweite Energieversorgungsvorrichtung
jeweils die andere der beiden Dichten aufweisen. Das bedeutet im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass die zweite Werkzeugmaschine oder die zweite Energieversorgungsvorrichtung
ein Kontaktmaterial mit der zweiten Dichte aufweist, wenn ein Kontaktmaterial der
ersten Werkzeugmaschine oder der erste Energieversorgungsvorrichtung eine erste Dichte
aufweist. Entsprechend kann die zweite Werkzeugmaschine oder die zweite Energieversorgungsvorrichtung
ein Kontaktmaterial mit der ersten Dichte aufweisen, wenn ein Kontaktmaterial der
ersten Werkzeugmaschine oder der erste Energieversorgungsvorrichtung eine zweite Dichte
aufweist. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Werkzeugmaschinen und die Energieversorgungsvorrichtungen
des Systems mechanisch in dem Sinne korrespondierend ausgebildet sind, dass die zu
verbindenden Verbindungspartner jeweils zueinander passen. Das wird dadurch sichergestellt,
dass die Werkzeugmaschinen entweder alle ein Verriegelungselement aufweisen oder alle
eine Gegenkontur aufweisen. Darüber hinaus weisen die Energieversorgungsvorrichtungen
entweder alle ein Verriegelungselement auf oder alle eine Gegenkontur, wobei je eine
Gruppe von Verbindungspartnern, beispielsweise die Werkzeugmaschinen, die Gegenkonturen
aufweisen, während die andere Gruppe von Verbindungspartnern, beispielsweise die Energieversorgungsvorrichtungen,
die Verriegelungselemente aufweisen. Der Begriff «die beiden Dichten» wird im Kontext
der Erfindung für die erste Dichte und die zweite Dichte der Kontaktmaterialien verwendet,
wie sie an den Verbindungspartnern des vorgeschlagenen Systems vorgesehen sein können.
Die Formulierung «die andere der beiden Dichten» steht somit für die zweite Dichte,
wenn das Kontaktmaterial in dem Vergleichsfall eine erste Dichte aufweist. Die Formulierung
«die andere der beiden Dichten» steht vorzugsweise für die erste Dichte, wenn das
Kontaktmaterial in dem Vergleichsfall eine zweite Dichte aufweist.
[0030] Darüber hinaus wird durch die Zuordnung der Dichten der Kontaktmaterialien erreicht,
dass je eine Werkzeugmaschine mit einem Kontaktmaterial mit einer ersten Dichte und
mit einem Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte in dem System vorhanden ist. Darüber
hinaus kann ein System bereitgestellt werden, in dem je eine Energieversorgungsvorrichtung
mit einem Kontaktmaterial mit einer ersten Dichte und mit einem Kontaktmaterial mit
einer zweiten Dichte vorhanden ist. Dadurch kann eine besonders flexible Energieversorgungsplattform
für Werkzeugmaschinen bereitgestellt werden, bei dem eine Auswahl der Energieversorgungsvorrichtungen
optimal in Bezug auf die elektrischen und/oder mechanischen Bedürfnisse und Anforderungen
der Werkzeugmaschine getroffen werden kann.
[0031] Als Energieversorgungsvorrichtungen können im Rahmen des vorgeschlagenen Systems
insbesondere Energieversorgungsvorrichtungen mit hohen Konstant-Strömen zur Energieversorgung
der Werkzeugmaschine verwendet werden. Diese Energieversorgungsvorrichtungen können
über eine erfindungsgemäße Schnittstelle mit einer bevorzugt leistungsstarken Werkzeugmaschine
verbunden werden, wobei die Schnittstelle durch einen mindestens einen Kontaktbereich
mit einem Kontaktmaterial mit einer zweiten Dichte gekennzeichnet ist. Dadurch kann
ein besonders flexibles System bzw. eine Plattform zur Energieversorgung einer Werkzeugmaschine
bereitgestellt werden. Die Vorteile, technischen Wirkungen und Definitionen, die für
das System beschrieben wurden, gelten vorzugsweise Energieversorgungsvorrichtung,
die im Folgenden beschrieben wird. Somit ist das vorgeschlagene System besonders gut
für den Übergang zu neuen und verbesserten Batterietechnologien geeignet.
[0032] Mit dem vorgeschlagenen System kann durch die Verwendung der verstärkten Schnittstelle
eine besonders leistungsstarke Schnittstelle zur Verbindung für eine Werkzeugmaschine
und eine Energieversorgungsvorrichtung bereitgestellt werden, wobei es sich bei der
Werkzeugmaschine vorzugsweise um eine besonders leistungsstarke Werkzeugmaschine,
wie ein Abbruchgerät, ein Schlagbohrhammer, ein Meißelgerät oder ein Kernbohrgerät
handeln kann, während es sich bei der Energieversorgungsvorrichtung vorzugsweise um
eine Energieversorgungsvorrichtung handelt, die dazu eingerichtet ist, Konstant-Ströme
in einem Bereich von größer als 50 Ampère (A), bevorzugt größer als 70 A am meisten
bevorzugt größer als 100 A an die Werkzeugmaschine abzugeben. Mithin kann mit der
verstärkten Schnittstelle ein zukunftstaugliches Werkzeugmaschinen-System bereitgestellt
werden, da die die Schnittstelle zur Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung
mit der Werkzeugmaschine besonders robust und langlebig ist, so dass den hohen Lebensdaueranforderungen
der neuen Batterietechnologien besonders gut gerecht werden kann. Insbesondere kann
mit der Erfindung ein System bereitgestellt werden, dass die Übertragung der hohen
Konstant-Ströme optimal unterstützt, so dass die technischen Vorteile der zukünftigen
Batterietechnologien besonders effizient ausgenutzt werden können, ohne dass es zu
Beschädigungen an den Geräten kommt. Insbesondere können auf diese Weise die Möglichkeiten,
die die zukünftigen Zell- und/oder Batterietechnologien mit sich bringen, besonders
gut ausgenutzt und für das System fruchtbar gemacht werden.
[0033] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Energieversorgungsvorrichtung
zur Verwendung in dem vorgeschlagenen System, wobei die Energieversorgungsvorrichtung
zur Übertragung von elektrischer Energie über eine Schnittstelle mit einer Werkzeugmaschine
verbunden werden kann. Die Energieversorgungsvorrichtung weist einen Energieversorgungsvorrichtung-Kontaktbereich
mit einem Energieversorgungsvorrichtung-Kontaktmaterial auf, wobei der Energieversorgungsvorrichtung-Kontaktbereich
an einem Verriegelungselement oder an einer Gegenkontur vorliegt, wobei das Verriegelungselement
und die Gegenkontur ein Grundmaterial mit einer ersten Dichte aufweisen, wobei das
Energieversorgungsvorrichtung-Kontaktmaterial eine zweite Dichte aufweist.
[0034] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Energieversorgungsvorrichtung ein
Verriegelungselement mit einem ersten Kontaktbereich umfassen kann, wobei der erste
Kontaktbereich ein erstes Kontaktmaterial umfasst, wobei das erste Kontaktmaterial
eine zweite Dichte aufweist. Das Verriegelungselement weist ein Grundmaterial mit
einer ersten Dichte auf, wobei die erste Dichte vorzugsweise kleiner ist als die zweite
Dichte. Vorzugsweise kann das Verriegelungselement Einleger oder Einlegeteile aus
Metall oder einer Metall-Legierung umfassen, wobei diese Einlegeteile oder Einleger
vorzugsweise eine höhere Dichte als das Grundmaterial der ersten Dichte aufweisen,
welches vorzugsweise ein Kunststoff sein kann. Es kann im Sinne der Erfindung auch
vorgesehen sein, dass die Energieversorgungsvorrichtung eine Gegenkontur als Anschlag
für das Verriegelungselement mit einem zweiten Kontaktbereich aufweist, wobei der
zweite Kontaktbereich der Gegenkontur ein zweites Kontaktmaterial aufweist, wobei
das zweite Kontaktmaterial eine zweite Dichte aufweist. Auch die Gegenkontur weist
ein Grundmaterial mit einer ersten Dichte auf, wobei die erste Dichte vorzugsweise
kleiner ist als die zweite Dichte. Die Gegenkontur kann Einleger oder Einlegeteile
aus Metall oder einer Metall-Legierung umfassen, wobei diese Einlegeteile oder Einleger
vorzugsweise eine höhere Dichte als das Material der ersten Dichte aufweisen, welches
vorzugsweise ein Kunststoff sein kann. Tests haben gezeigt, dass mit der und der Vorsehung
eines Kontaktmaterials mit einer zweiten Dichte eine robuste, und langlebige Energieversorgungsvorrichtung
bereitgestellt werden kann. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Energieversorgungsvorrichtung
in dem vorgeschlagenen System verwendet werden kann. Die Energieversorgungsvorrichtung
ist vorzugsweise dazu eingerichtet, Konstant-Ströme in einem Bereich von größer als
50 Ampère (A), bevorzugt größer als 70 A am meisten bevorzugt größer als 100 A an
die Werkzeugmaschine abzugeben
[0035] Die vorgeschlagene Energieversorgungsvorrichtung kann beispielsweise auf den neuen
und verbesserten Batterietechnologien beruhen und eine Lebensdauer von mindestens
600 Ladezyklen aufweisen. Dies entspricht bevorzugt einem Kapazitätsdurchsatz von
mindestens 100 Ah/cm
3 (Kapazität/Zellvolumen) bei gleichzeitigem Kapazitätsverlust nach 600 Lade-/Entladezyklen
von weniger als 30%. Wenn eine solche Energieversorgungsvorrichtung zur Versorgung
einer Werkzeugmaschine mit elektrischer Energie verwendet wird, können mit der vorgeschlagenen
Schnittstelle mehr als die bisher üblichen 2.500 Steck- oder Verbindungszyklen zwischen
Energieversorgungsvorrichtung und Werkzeugmaschine durchgeführt werden, ohne dass
es zu nennenswertem Verschleiß an der Schnittstelle kommt. Somit wird die Erfindung
den zukünftigen Anforderungen an Schnittstellen, die sich aus den neuen und verbesserten
Batterietechnologien ergeben, besonders gut gerecht und es können vorteilhafterweise
besonders robuste, leistungsfähige und verschleißfeste Schnittstellen zur Verbindung
einer Energieversorgungsvorrichtung mit einer Werkzeugmaschine bereitgestellt werden.
[0036] Mithin ist die Erfindung in der Lage, sowohl eine hohe Verschleißfestigkeit, als
auch eine hohe Sicherheit gegen Lösen durch Beschleunigungskräfte zu gewährleisten,
ohne die Betätigungskraft bei manuellem Lösen der Schnittstelle zu erhöhen. Solche
Energieversorgungsvorrichtungen können vorzugsweise einen Kapazitätsdurchsatz von
mindestens 100 Ah/cm
3 (Kapazität/Zellvolumen) bei gleichzeitigem Kapazitätsverlust nach 600 Lade-/Entladezyklen
von weniger als 30% aufweisen. Das vorgeschlagene Plattformkonzept erlaubt darüber
hinaus eine gemeinsame Verwendung von Schnittstellen mit verschiedenen Kontaktmaterialien,
sowie die Verwendung von Hybrid-Linearführungen. Somit ist es möglich, vorteilhafterweise
ohne Änderung der Schnittstelle des anderen Verbindungspartners, die kostenintensiveren
Hybrid-Linearführungen insbesondere bei den Energieversorgungsvorrichtungen einzusetzen,
die eine hohe Lebensdauerkapazitätsdichte aufweisen. Bei Energieversorgungsvorrichtungen,
die eine geringere Lebensdauerkapazitätsdicht aufweisen, können vorteilhafterweise
weniger kostenintensive Schnittstellen mit Kontaktmaterialien mit einer ersten Dichte
verwendet werden. Vorteilhafterweise können die kostenintensiveren Hybrid-Klinken
insbesondere bei den Werkzeugmaschinen eingesetzt werden, die eine hohe Lebensdaueranforderung
aufweisen, dies vorzugsweise ohne eine wesentliche Änderung der Schnittstelle des
anderen Verbindungspartners. Darüber hinaus können Werkzeugmaschinen, die eine geringere
Lebensdaueranforderung aufweisen, vorteilhafterweise mit einer weniger kostenintensiven
Schnittstellen mit Kontaktmaterialien einer ersten Dichte ausgestattet sein.
[0037] Die Verbesserungen in Bezug auf Robustheit und Lebensdauer sind besonders vorteilhaft,
weil sich abzeichnet, dass sich die Lebensdauern von wiederaufladbaren Batterien und
Akkumulatoren ("Akkus") aufgrund der verbesserten Batterietechnologien verlängern
könnte. Es wird daher von der Fachwelt begrüßt werden, wenn mit der vorliegenden Erfindung
Schnittstellenlösung für eine Energieversorgungsvorrichtung, insbesondere zur Verbindung
mit einer Werkzeugmaschine, bereitgestellt werden kann, die der längeren Lebenszeit
der zukünftigen Energieversorgungsvorrichtung gerecht wird.
[0038] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Energieversorgungsvorrichtung mindestens
einer Energiespeicherzelle umfasst, die im Sinne der Erfindung als «Zelle» bezeichnet
wird. Die mindestens eine Zelle weist einen Innenwiderstand DCR_I von kleiner als
10 Milliohm (mOhm) auf. In bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung kann der Innenwiderstand
DCR_I der mindestens einen Zelle kleiner als 8 Milliohm und bevorzugt kleiner 6 Milliohm
sein. Dabei wird der Innenwiderstand DCR_I vorzugsweise nach der Norm IEC61960 gemessen.
Der Innenwiderstand DCR_I stellt insbesondere den Widerstand einer Zelle der Energieversorgungsvorrichtung
dar, wobei etwaige Komponenten oder Zubehörteile der Zelle keinen Beitrag zum Innenwiderstand
DCR_I leisten. Ein geringer Innenwiderstand DCR_I ist von Vorteil, da dadurch unerwünschte
Wärme, die abgeführt werden muss, überhaupt nicht entsteht. Der Innenwiderstand DCR_I
ist insbesondere ein Gleichstrom-Widerstand, der im Inneren einer Zelle der vorgeschlagenen
Energieversorgungsvorrichtung gemessen werden kann. Selbstverständlich kann der Innenwiderstand
DCR_I auch Zwischenwerte, wie 6,02 Milliohm; 7,49 Milliohm; 8,33 Milliohm; 8,65 Milliohm
oder 9,5 Milliohm, annehmen.
[0039] Es hat sich gezeigt, dass mit dem Innenwiderstand DCR_I der mindestens einen Zelle
von kleiner als 10 Milliohm eine Energieversorgungsvorrichtung bereitgestellt werden
kann, die besonders gute thermische Eigenschaften in dem Sinne aufweist, dass sie
besonders gut bei niedrigen Temperaturen betrieben werden kann, wobei der Kühlaufwand
überraschend gering gehalten werden kann. Insbesondere ist eine Energieversorgungsvorrichtung
mit einem Zell-Innenwiderstand DCR_I von kleiner als 10 Milliohm besonders gut geeignet,
um besonders leistungsstarke Werkzeugmaschinen mit elektrischer Energie zu versorgen.
Solche Energieversorgungsvorrichtungen können somit einen wertvollen Beitrag dazu
leisten, einen Einsatz von akkubetriebenen Werkzeugmaschinen auch in solchen Anwendungsgebieten
zu ermöglichen, von denen die Fachwelt bisher davon ausgegangen war, dass diese Anwendungsgebiete
akkubetriebenen Werkzeugmaschinen nicht zugänglich sind.
[0040] Vorteilhafterweise kann mit eine solchen Energieversorgungsvorrichtung eine Möglichkeit
dafür geschaffen werden, eine batterie- oder akkubetriebene Werkzeugmaschine mit einer
erfindungsgemäßen Energieversorgungsvorrichtung über einen langen Zeitraum mit einer
hohen Abgabeleistung zu versorgen, ohne die umliegenden Kunststoffbauteile oder die
Zellchemie innerhalb der Zellen der Energieversorgungsvorrichtung zu schädigen.
[0041] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass ein Verhältnis eines Widerstands der
mindestens einen Zelle zu einer Oberfläche A der mindestens einen Zelle kleiner als
0,2 Milliohm/cm
2 ist, bevorzugt kleiner als 0,1 Milliohm/cm
2 und am meisten bevorzugt kleiner als 0,05 Milliohm/cm
2. Bei einer zylindrischen Zelle kann die Oberfläche der Zelle beispielsweise von der
Außenfläche des Zylinders, sowie der Oberseite und der Unterseite der Zelle gebildet
werden. Es kann darüber hinaus im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass ein Verhältnis
eines Widerstands der mindestens einen Zelle zu einem Volumen V der mindestens einen
Zelle kleiner als 0,4 Milliohm/cm
3 ist, bevorzugt kleiner als 0,3 Milliohm/cm
3 und am meisten bevorzugt kleiner als 0,2 Milliohm/cm
3. Der Fachmann kennt für übliche geometrische Formen, wie Quader, Würfel, Kugel oder
dergleichen, die Formeln zur Berechnung der Oberfläche oder des Volumens eines solchen
geometrischen Körpers. Der Begriff «Widerstand» bezeichnet im Sinne der Erfindung
bevorzugt den Innenwiderstand DCR_I, der vorzugsweise nach der Norm IEC61960 gemessen
werden kann. Vorzugsweise handelt es sich dabei um einen Gleichstrom-Widerstand.
[0042] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens eine Zelle einen Erwärmungskoeffizienten
von kleiner als 1,0 W/(Ah·A) aufweist, bevorzugt kleiner als 0,75 W/(Ah·A) und besonders
bevorzugt von kleiner als 0,5 W/(Ah·A). Darüber hinaus kann die mindestens eine Zelle
dazu ausgebildet sein, im Wesentlichen konstant einen Strom von größer als 1.000 Ampère/Liter
abzugeben. Die Angabe des Entladestroms erfolgt in Bezug auf das Volumen der mindestens
einen Zelle, wobei als Einheit für das Volumen die Raum-Maßeinheit «Liter» (I) verwendet
wird. Die erfindungsgemäßen Zellen sind somit in der Lage, pro Liter Zellvolumen einen
Entladestrom von im Wesentlichen konstant größer als 1.000 A abzugeben. Mit anderen
Worten ist eine Zelle mit einem Volumen von 1 Liter in der Lage, einen im Wesentlichen
konstanten Entladestrom von größer als 1.000 A abzugeben, wobei die mindestens eine
Zelle darüber hinaus einen Erwärmungskoeffizienten von kleiner als 1,0 W/(Ah·A) aufweist.
In bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung kann die mindestens eine Zelle der vorgeschlagenen
Energieversorgungsvorrichtung einen Erwärmungskoeffizienten von kleiner als 0,75 W/(Ah·A),
bevorzugt kleiner als 0,5 W/ (Ah·A) aufweisen. Die Einheit des Erwärmungskoeffizienten
lautet Watt / (Ampèrestunden · Ampère). Selbstverständlich kann der Erwärmungskoeffizient
auch Zwischenwerte, wie 0,56 W/(Ah.A); 0,723 W/(Ah.A) oder 0,925 W/(Ah.A) aufweisen.
[0043] Die Erfindung ermöglicht vorteilhafterweise die Bereitstellung einer Energieversorgungsvorrichtung
mit mindestens einer Zelle, die eine verringerte Erwärmung aufweist und somit besonders
gut für die Versorgung von Werkzeugmaschine geeignet ist, bei denen hohe Leistungen
und hohe Ströme, vorzugsweise Konstant-Ströme, für den Betrieb erwünscht sind. Insbesondere
kann mit der Erfindung eine Energieversorgungsvorrichtung für eine Werkzeugmaschine
bereitgestellt werden, bei der die Wärme, die gegebenenfalls bei Betrieb der Werkzeugmaschine
und bei Abgabe von elektrischer Energie an die Werkzeugmaschine entsteht, besonders
einfach und unkompliziert abgeführt werden kann. Tests haben gezeigt, dass mit der
Erfindung nicht nur vorhandene Wärme besser abgeführt werden kann. Vielmehr wird mit
der Erfindung verhindert, dass Wärme entsteht bzw. die bei Betrieb der Werkzeugmaschine
erzeugte Wärmemenge kann mit der Erfindung erheblich reduziert werden. Vorteilhafterweise
kann mit der Erfindung eine Energieversorgungsvorrichtung bereitgestellt werden, die
vor allem auch solche Werkzeugmaschine optimal mit elektrischer Energie versorgen
kann, die hohe Anforderungen an Leistung und Entladestrom stellen. Mit anderen Worten
kann mit der Erfindung eine Energieversorgungsvorrichtung für besonders leistungsstarke
Werkzeugmaschine bereitgestellt werden, mit denen beispielsweise auf Baustellen schwere
Bohr- oder Abbrucharbeiten verrichtet werden.
[0044] Der Begriff «Werkzeugmaschine» ist im Sinne der Erfindung als typisches Gerät zu
verstehen, dass auf einer Baustelle, beispielsweise einer Hochbau-Baustelle und/oder
einer Tiefbau-Baustelle, verwendet werden kann. Es kann sich um Bohrhämmer, Meißelgeräte,
Kernbohrgerät, Winkel- oder Trennschleifer, Trenngeräte oder dergleichen handeln,
ohne darauf beschränkt zu sein. Darüber hinaus können Hilfsgeräte, wie sie gelegentlich
auf Baustellen verwendet werden, wie Lampen, Radios, Staubsauger, Meßgeräte, Bau-Roboter,
Schubkarren, Transportgeräte, Vorschubvorrichtungen oder andere Hilfsgeräte «Werkzeugmaschine»
im Sinne der Erfindung sein. Die Werkzeugmaschine kann insbesondere eine mobile Werkzeugmaschine
sein, wobei die vorgeschlagene Energieversorgungsvorrichtung insbesondere auch in
stationären Werkzeugmaschinen, wie ständergeführten Bohrgeräten oder Kreissägen, zum
Einsatz kommen kann. Bevorzugt sind aber handgeführte Werkzeugmaschinen, die insbesondere
akku- oder batteriebetrieben sind.
[0045] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens eine Zelle eine Temperatur-Abkühl-Halbwertzeit
kleiner als 12 Minuten aufweist, bevorzugt kleiner 10 Minuten, besonders bevorzugt
kleiner 8 Minuten. Das bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass sich bei freier
Konvektion eine Temperatur der mindestens einen Zelle in weniger als 12, 10 oder 8
min halbiert. Die Temperatur-Abkühl-Halbwertzeit wird vorzugsweise in einem Ruhezustand
der Energieversorgungsvorrichtung ermittelt, d.h. wenn die Energieversorgungsvorrichtung
nicht in Betrieb, d.h. mit einer Werkzeugmaschine verbunden vorliegt. Vor allem Energieversorgungsvorrichtungen
mit Temperatur-Abkühl-Halbwertzeiten von kleiner als 8 min haben sich als besonders
geeignet für den Einsatz bei leistungsstarken Werkzeugmaschinen gezeigt. Selbstverständlich
kann die Temperatur-Abkühl-Halbwertzeit auch einen Wert von 8,5 Minuten, 9 Minuten
20 Sekunden oder von 11 Minuten 47 Sekunden aufweisen.
[0046] Durch die überraschend geringe Temperatur-Abkühl-Halbwertzeit der vorgeschlagenen
Energieversorgungsvorrichtung verweilt die im Betrieb der Werkzeugmaschine oder bei
ihrem Laden erzeugte Wärme nur für kurze Zeit innerhalb der mindestens einen Zelle.
Auf diese Weise kann die Zelle besonders schnell wieder aufgeladen werden und steht
zügig für einen erneuten Einsatz in der Werkzeugmaschine zur Verfügung. Vielmehr kann
die thermische Belastung der Komponente der Energieversorgungsvorrichtung oder der
Werkzeugmaschine mit der vorgeschlagenen Energieversorgungsvorrichtung erheblich reduziert
werden. Dadurch kann die Energieversorgungsvorrichtung geschont und ihre Lebenszeit
verlängert werden.
[0047] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens eine Zelle in einem
Batteriepack der Energieversorgungsvorrichtung angeordnet ist. In dem Batteriepack
können vorzugsweise eine Reihe von Einzelzellen zusammengefasst werden und auf diese
Weise optimal in die Energieversorgungsvorrichtung eingefügt werden. Beispielsweise
können 5, 6 oder 10 Zellen einen Batteriepack bilden, wobei auch ganzzahlige Vielfache
dieser Zahlen möglich sind. Beispielsweise kann die Energieversorgungsvorrichtung
einzelne Zellstränge aufweisen, die beispielsweise 5, 6 oder 10 Zellen umfassen können.
Eine Energieversorgungsvorrichtung mit beispielsweise drei Strängen ä fünf Zellen
kann beispielsweise 15 Einzelzellen umfassen.
[0048] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Energieversorgungsvorrichtung eine
Kapazität von wenigstens 2,2 Ah, bevorzugt wenigstens 2,5 Ah aufweist. Tests haben
gezeigt, dass die genannten Kapazitätswerte besonders gut für den Einsatz von leistungsstarken
Werkzeugmaschinen im Baugewerbe geeignet sind und den dortigen Anforderungen an Verfügbarkeit
von elektrischer Energie und möglicher Nutzungsdauer der Werkzeugmaschine besonders
gut entsprechen.
[0049] Vorzugsweise ist die mindestens eine Zelle der Energieversorgungsvorrichtung dazu
eingerichtet, einen Entladestrom über wenigstens 10 s von wenigstens 20 A abzugeben.
Beispielsweise kann eine Zelle der Energieversorgungsvorrichtung dazu ausgebildet
sein, einen Entladestrom über wenigstens 10 s von wenigstens 20 A, insbesondere wenigstens
25 A, bereitzustellen. Mit anderen Worten kann die mindestens eine Zelle einer Energieversorgungsvorrichtung
dazu eingerichtet sein, einen Dauerstrom von wenigstens 20 A, insbesondere von wenigstens
25 A, bereitzustellen.
[0050] Gleichfalls ist es denkbar, dass Spitzenströme, insbesondere kurzzeitige Spitzenströme,
zu einer starken Erwärmung der Energieversorgungsvorrichtung führen können. Daher
ist eine Energieversorgungsvorrichtung mit einer leistungsstarken Kühlung, wie sie
durch die vorliegend beschriebenen Maßnahmen erzielt werden kann, besonders vorteilhaft.
Denkbar ist beispielsweise, dass die mindestens eine Zelle der Energieversorgungsvorrichtung
über 1 Sekunde hinweg wenigstens 50 A bereitstellen kann. Mit anderen Worten ist es
im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens eine Zelle der Energieversorgungsvorrichtung
dazu eingerichtet ist, einen Entladestrom über wenigstens 1 s von wenigstens 50 A
bereitzustellen. Werkzeugmaschinen können oftmals kurzzeitig hohe Leistungen benötigen.
Eine Energieversorgungsvorrichtung, deren Zellen dazu in der Lage sind, einen derartigen
Spitzenstrom und/oder einen derartigen Dauerstrom abzugeben, kann daher besonders
geeignet für leistungsstarke Werkzeugmaschinen sein, wie sie auf Baustellen eingesetzt
werden.
[0051] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens eine Zelle einen Elektrolyten
umfasst, wobei der Elektrolyt bei Raumtemperatur vorzugsweise in einem flüssigen Aggregatzustand
vorliegt. Der Elektrolyt kann Lithium, Natrium und/oder Magnesium umfassen, ohne darauf
beschränkt zu sein. Insbesondere kann der Elektrolyt Lithium-basiert sein. Alternativ
oder ergänzend kann er auch Natrium-basiert sein. Denkbar ist auch, dass der Akkumulator
Magnesium-basiert ist. Die elektrolyt-basierte Energieversorgungsvorrichtung kann
eine Nennspannung von wenigstens 10 V, bevorzugt wenigstens 18 V, insbesondere von
wenigstens 28 V, beispielsweise 36 V, aufweisen. Ganz besonders bevorzugt ist eine
Nennspannung in einem Bereich von 18 bis 22 V, insbesondere in einem Bereich von 21
bis 22 V. Die mindestens eine Zelle der Energieversorgungsvorrichtung kann beispielsweise
eine Spannung von 3,6 V aufweisen, ohne darauf beschränkt zu sein.
[0052] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Energieversorgungsvorrichtung beispielsweise
mit einer Laderate von 1,5 C, bevorzugt 2 C und am meisten bevorzugt von 3 C geladen
wird. Unter einer Laderate xC kann dabei die Stromstärke verstanden werden, die benötigt
wird, um eine entladene Energieversorgungsvorrichtung in einem dem Zahlwert x der
Laderate x C entsprechenden Bruchteil einer Stunde vollständig aufzuladen. Eine Laderate
von 3 C ermöglicht beispielsweise ein vollständiges Aufladen des Akkumulators binnen
20 Minuten.
[0053] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens Zelle der Energieversorgungsvorrichtung
eine Oberfläche A und ein Volumen V aufweist, wobei ein Verhältnis A/V von Oberfläche
zu Volumen größer ist als das Sechsfache, bevorzugt das Achtfache und besonders bevorzugt
das Zehnfache des Kehrwerts der dritten Wurzel des Volumens.
[0054] Die Formulierung, dass die Oberfläche A der mindestens einen Zelle ist größer ist
als beispielsweise das Achtfache der dritten Wurzel des Quadrats des Volumens V kann
vorzugsweise auch durch die Formel
A>8*
V^(
2/
3) zum Ausdruck gebracht werden. In einer anderen Schreibweise kann dieser Zusammenhang
dadurch beschrieben werden, dass das Verhältnis A/V von Oberfläche zu Volumen größer
ist als das Achtfache des Kehrwerts der dritten Wurzel des Volumens.
[0055] Dabei sind zur Prüfung, ob die obige Relation erfüllt ist, stets Werte in der gleichen
Grundeinheit einzusetzen. Wenn beispielsweise ein Wert für die Oberfläche in m
2 in die obige Formel eingesetzt wird, so wird für das Volumen vorzugsweise ein Wert
in der Einheit m
3 eingesetzt. Wenn beispielsweise ein Wert für die Oberfläche in der Einheit cm
2 in die obige Formel eingesetzt wird, so wird für das Volumen vorzugsweise ein Wert
in der Einheit cm
3 eingesetzt. Wenn beispielsweise ein Wert für die Oberfläche in der Einheit mm
2 in die obige Formel eingesetzt wird, so wird für das Volumen vorzugsweise ein Wert
in der Einheit mm
3 eingesetzt.
[0056] Zellgeometrien, die beispielsweise die Relation von
A>8*
V^(
2/
3) erfüllen, weisen vorteilhafterweise ein besonders günstiges Verhältnis zwischen
der für die Kühlwirkung maßgeblichen Außenfläche der Zelle zum Zellvolumen auf. Dabei
haben die Erfinder erkannt, dass das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen der mindestens
einen Zelle der Energieversorgungsvorrichtung einen wichtigen Einfluss auf die Entwärmung
der Energieversorgungsvorrichtung hat. Die verbesserte Kühlfähigkeit der vorgeschlagenen
Energieversorgungsvorrichtung kann vorteilhafterweise durch eine Erhöhung der Zelloberfläche
bei gleichbleibendem Volumen und geringem Innenwiderstand der mindestens einen Zelle
erreicht werden. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass eine geringe Zelltemperatur
bei gleichzeitig hoher Leistungsabgabe vorzugsweise dann ermöglicht werden kann, wenn
der Innenwiderstand der Zelle reduziert wird. Die Reduzierung des Innenwiderstands
der mindestens einen Zelle kann zu einer geringeren Wärmeentstehung führen. Darüber
hinaus kann eine geringe Zelltemperatur durch die Verwendung von Zellen, bei denen
die Oberfläche A von mindestens einer Zelle innerhalb der Energieversorgungsvorrichtung
größer ist als das Sechsfache, bevorzugt das Achtfache und besonders bevorzugt das
Zehnfache der dritten Wurzel des Quadrats des Volumens V der mindestens einen Zelle.
Dadurch kann insbesondere die Wärmeabgabe an die Umgebung verbessert werden.
[0057] Es hat sich gezeigt, dass Energieversorgungsvorrichtungen, deren Zellen die genannte
Relation erfüllen, deutlich besser gekühlt werden können als bisher bekannte Energieversorgungsvorrichtungen
mit beispielsweise zylinderförmigen Zellen. Die obige Relation kann beispielsweise
dadurch erfüllt werden, dass die Zellen der vorgeschlagenen Energieversorgungsvorrichtung
zwar eine zylinderförmige Grundform aufweisen, aber zusätzliche Oberflächen vergrößernde
Elemente auf ihrer Oberfläche angeordnet sind. Dabei kann es sich beispielsweise um
Rippen, Zähne oder dergleichen handeln. Es können im Rahmen der Erfindung auch Zellen
verwendet werden, die keine zylinderförmige oder zylindrische Grundform aufweisen,
sondern vollkommen anders geformt sind. Beispielsweise können die Zellen der vorgeschlagenen
Energieversorgungsvorrichtung eine im Wesentlichen quader- oder würfelförmige Grundform
aufweisen. Der Begriff "im Wesentlichen" ist dabei für den Fachmann nicht unklar,
weil der Fachmann weiß, dass im Kontext der vorliegenden Erfindung beispielsweise
auch ein Quader mit Einbuchtungen oder abgerundeten Ecken und/oder Kanten unter den
Begriff "im Wesentlichen quaderförmig" fallen soll.
[0058] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens eine Zelle einen Zellkern
aufweist, wobei kein Punkt innerhalb des Zellkerns mehr als 5 mm von einer Oberfläche
der Energieversorgungsvorrichtung entfernt ist. Wenn die Energieversorgungsvorrichtung
entladen wird, beispielsweise wenn sie mit einer Werkzeugmaschine verbunden ist und
mit der Werkzeugmaschine gearbeitet wird, kann im Zellkern Wärme entstehen. Diese
Wärme kann in dieser konkreten Ausgestaltung der Erfindung auf verhältnismäßig kurzem
Wege bis zur Oberfläche der Zelle der Energieversorgungsvorrichtung transportiert
werden. Von der Oberfläche kann die Wärme optimal abgeführt werden. Somit kann eine
solche Energieversorgungsvorrichtung eine gute Kühlung, insbesondere eine vergleichsweise
gute Selbstkühlung, aufweisen. Die Zeitdauer bis zum Erreichen der Grenztemperatur
kann verlängert und/oder das Erreichen der Grenztemperatur vorteilhafterweise gänzlich
vermieden werden. Als weiterer Vorteil der Erfindung kann Innerhalb des Zellkerns
eine verhältnismäßig homogene Temperaturverteilung erreicht werden. Hierdurch kann
sich eine gleichmäßige Alterung des Akkumulators ergeben. Dies wiederum kann die Lebensdauer
der Energieversorgungsvorrichtung erhöhen.
[0059] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die mindestens eine Zelle eine maximale
Konstant-Strom-Abgabe von größer als 20 Ampère, bevorzugt größer als 30 Ampère, am
meisten bevorzugt größer 40 Ampère aufweist. Die maximale Konstant-Strom-Abgabe ist
die Menge an Strom einer Zelle oder einer Energieversorgungsvorrichtung, die entnommen
werden kann, ohne dass die Zelle oder die Energieversorgungsvorrichtung an eine Temperatur-Obergrenze
gelangt. Mögliche Temperatur-Obergrenze können in einem Bereich von 60 °C oder 70
°C liegen, ohne darauf beschränkt zu sein. Die Einheit der maximalen Konstant-Strom-Abgabe
ist Ampère.
[0060] Bei allen Wertebereichen, die im Kontext der vorliegenden Erfindung genannt werden,
sollen stets auch alle Zwischenwerte als offenbart gelten. Als Beispiel sollen bei
der maximalen Konstant-Strom-Abgabe auch Werte zwischen 20 und 30 A als offenbart
gelten, also zum Beispiel 21; 22,3; 24, 25,55 oder 27,06 Ampère usw. Darüber hinaus
sollen auch Werte zwischen 30 und 40 A als offenbart gelten, also zum Beispiel 32;
33,3; 36, 38,55 oder 39,07 Ampère usw.
[0061] Es ist im Sinne der Erfinung bevorzugt, dass die Energieversorgungsvorrichtung eine
Entlade-C-Rate von größer als 80 · t^(-0,45) aufweist, wobei der Buchstabe "t" für
die Zeit in der Einheit Sekunden steht. Die C-Rate ermöglicht vorteilhafterweise eine
Quantifizierung der Lade- und Entladeströme für Energieversorgungsvorrichtungen, wobei
die hier verwendete Enlade-C-Rate insbesondere die Quantifizierung der Entladeströme
von Energieversorgungsvorrichtungen ermöglicht. Mit der C-Rate können beispielsweise
die maximal zulässigen Lade- und Entladeströme angegeben werden. Diese Lade- und Entladeströme
hängen vorzugsweise von der Nennkapazität der Energieversorgungsvorrichtung ab. Die
ungewöhnlich hohe Entlade-C-Rate von 80 . t^(-0,45) bedeutet vorteilhafterweise, dass
mit der vorgeschlagenen Energieversorgungsvorrichtung besonders hohe Entladeströme
erreicht werden können, die für den Betrieb von leistungsstarken Werkzeugmaschinen
im Baugewerbe erforderlich sind. Beispielsweise können die Entladeströme in einem
Bereich von größer als 40 Ampère, bevorzugt größer als 60 Ampère oder noch mehr bevorzugt
größer als 80 Ampère liegen.
[0062] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Zelle einen Zelltemperaturgradienten
von kleiner 10 Kelvin aufweist. Der Zelltemperaturgradient ist vorzugsweise ein Maß
für Temperaturunterschiede innerhalb der mindestens einen Zelle der vorgeschlagenen
Energieversorgungsvorrichtung, wobei es im Sinne der Erfindung bevorzugt ist, dass
die Zelle eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung aufweist, d.h. dass eine
Temperatur in einem inneren Bereich der Zelle möglichst wenig abweicht von einer Temperatur,
die im Bereich einer Mantel- oder Außenfläche der Zelle gemessen wird.
[0063] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass eine Energieversorgungsvorrichtung
mit den genannten Eigenschaften eine leistungsstarke Energieversorgungsvorrichtung
darstellt, wie sie im Kontext der vorliegenden Erfindung beispielsweise als Energieversorgungsvorrichtung
des ersten Typs bezeichnet wird. Solche Energieversorgungsvorrichtungen sind vorzugsweise
dazu eingerichtet, besonders leistungsstarke Werkzeugmaschine mit elektrischer Energie
zu versorgen. Vorzugsweise stellen die Energieversorgungsvorrichtungen mit den genannten
Merkmalen Energieversorgungsvorrichtungen dar, die als Repräsentanten der zukünftigen
Zelltechnologien betrachtet werden können.
[0064] Es kann im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass das Verriegelungselement Bestandteil
der Energieversorgungsvorrichtung ist. In dieser Ausgestaltung der Erfindung kann
die Energieversorgungsvorrichtung mindestens ein Element zur Verriegelung («Verriegelungselement»)
der Energieversorgungsvorrichtung in der Werkzeugmaschine umfassen, wobei das mindestens
eine Verriegelungselement drehbar um mindestens eine Raumachse gelagert ist, wobei
die Raumachse durch einen Drehpunkt des mindestens einen Verriegelungselements verläuft,
wobei der Drehpunkt des mindestens einen Verriegelungselements in einer Einschubrichtung
einem Ort der Verriegelung vorauseilt. Das bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass der Drehpunkt des Verriegelungselements in einer Einschubrichtung vor einem Ort
der Verriegelung angeordnet ist. Mit anderen Worten kann ein Ort der Verriegelung
definiert werden, an dem die Verriegelung der Energieversorgungsvorrichtung innerhalb
der Werkzeugmaschine erfolgt, wobei dieser Ort beispielsweise durch eine Hinterschneidung
oder eine Einbuchtung festgelegt werden kann. Die Hinterschneidung oder die Einbuchtung
können das Verriegelungselement aufnehmen, wenn das Verriegelungselement zum Verriegeln
der Energieversorgungsvorrichtung gedreht wird und daher seine Position verändert.
Es kann im Sinne der Erfindung bevorzugt sein, dass ein Abstand A definiert wird,
der den Abstand zwischen dem Ort der Verriegelung und dem Drehpunkt des Verriegelungselements
angibt. Der Abstand A wird in den Figuren dargestellt. Vorteilhafterweise basiert
der vorgeschlagene Verriegelungsmechanismus auf einer Drehlagerung der beteiligen
Elemente, so dass vorteilhafterweise auf eine ergonomisch ungünstige Linearbewegung
der beteiligten Elemente verzichtet werden kann.
[0065] Durch die Vorsehung des Drehpunkts des mindestens einen Verriegelungselements in
einer Einschubrichtung vor einem Ort der Verriegelung kann ein besonders raumsparender
Verriegelungsmechanismus für eine Energieversorgungsvorrichtung bereitgestellt werden.
Bei dem vorgeschlagenen Verriegelungsmechanismus entsteht beim Entriegeln oder beim
Verriegeln vorteilhafterweise keine Öffnung an einer Außenwand, durch die Staub, Dreck
oder Feuchtigkeit in einen Innenraum der Energieversorgungsvorrichtung eindringen
kann. Dadurch wird die Energieversorgungsvorrichtung wirksam vor äußeren Einflüssen
geschützt. Insbesondere ist die vorgeschlagene Energieversorgungsvorrichtung dazu
in der Lage, hohe Verriegelungskräfte durch hohe Beschleunigungen aufzunehmen. Darüber
hinaus kann mit der Erfindung eine auch unter Baustellenbedingungen gute Handhabung
der Energieversorgungsvorrichtung sichergestellt werden. Insbesondere ist die vorgeschlagene
Energieversorgungsvorrichtung robust, langlebig und kompakt ausgebildet.
[0066] Der vorauseilende Drehpunkt des Verriegelungselements weist den weiteren Vorteil
auf, dass drehgelagerte Komponenten unter Baustellenbedingungen robuster, staubunempfindlicher,
spielfreier und leichter zu bewegen sind. Für eine idealen Kraftfluss ist der Drehpunkt
des drehbar gelagerten Verriegelungselements in Einschubrichtung vor dem Ort der Verriegelung
angeordnet, da das Verriegelungselement und die Abstützung des Verriegelungselements
auf Druck belastet wird. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Einschubrichtung
einer Relativbewegung von Energieversorgungsvorrichtung und Werkzeugmaschine beim
Einfügen und Entnehmen der Energieversorgungsvorrichtung entspricht.
[0067] Wenn die Energieversorgungsvorrichtung mit der Werkzeugmaschine verbunden werden
soll, um die Werkzeugmaschine mit elektrischer Energie zu versorgen, kann die Energieversorgungsvorrichtung
beispielsweise in einen Hohlraum der Werkzeugmaschine eingeführt werden. Es kann im
Sinne der Erfindung auch bevorzugt sein, dass die Energieversorgungsvorrichtung an
einer Unterseite oder einer Seitenwand der Werkzeugmaschine befestigt wird. Wenn die
Werkzeugmaschine einen Hohlraum zur Aufnahme der Energieversorgungsvorrichtung aufweist,
ist dieser Hohlraum vorzugsweise quaderförmig ausgebildet, wobei eine Seite des Hohlraums
in der Regel offen ist. Diese offene Seite des Hohlraums kann vorzugsweise als «Rückseite
des Hohlraums» bezeichnet werden. Neben der offenen Seite kann der bevorzugt schachtartige
Hohlraum eine Oberseite, eine Unterseite, eine Vorderseite und zwei Seitenwände aufweisen.
Dabei liegen vorzugsweise die Ober- und die Unterseite, die zwei Seitenwände und die
Vorderseite und die offene Seite des Hohlraums auf gegenüberliegenden Seiten des Hohlraums
vor, d.h. die genannten Seiten liegen sich jeweils gegenüber.
[0068] Die offene Seite des Hohlraums stellt vorzugsweise die Einschuböffnung für die Energieversorgungsvorrichtung
dar. Das bedeutet, dass die Energieversorgungsvorrichtung durch diese Einschuböffnung
in die Werkzeugmaschine bzw. den dafür vorgesehen Hohlraum eingeführt werden kann.
Es kann im Kontext der vorliegenden Erfindung eine Einschubrichtung definiert werden,
die derjenigen Richtung entspricht, in der die Energieversorgungsvorrichtung in die
Werkzeugmaschine eingeführt wird. Das bedeutet, dass sich die Einschubrichtung ausgehend
von der Einschuböffnung in Richtung der Vorderseite des bevorzugt schachtartigen Hohlraums
der Werkzeugmaschine erstreckt. Diese Einschubrichtung fällt vorzugsweise zusammen
mit einer ersten Achse eines virtuellen Koordinatensystems, das zur Beschreibung der
Erfindung verwendet wird (vgl. Figuren). Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass sich eine zweite Achse des virtuellen Koordinatensystems zwischen einer Unterseite
und einer Oberseite des Hohlraums zur Aufnahme der Energieversorgungsvorrichtung erstreckt,
während sich eine dritte Achse des virtuellen Koordinatensystems zwischen den Seitenflächen
des Aufnahmeschachts für die Energieversorgungsvorrichtung erstreckt. Die Achsen des
virtuellen Koordinatensystems stehen vorzugsweise senkrecht aufeinander, wobei die
erste Achse der x-Achse eines bekannten Koordinatensystems entspricht (vor und zurück),
die zweite Achse der y-Achse (hoch und runter) und die dritte Achse der z-Achse (aus
der Bildebene heraus und wieder herein). In der Denkweise des virtuellen Koordinatensystems
stellt die Vorderseite des Hohlraums der Werkzeugmaschine in Einschubrichtung einen
vorderen Bereich der Energieversorgungsvorrichtung dar, weil die Vorderseite des Hohlraums
quasi das Ziel der Einschubbewegung ist. Die offene Seite des Hohlraums stellt dahingegen
eine Rückseite des Hohlraums dar.
[0069] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Seitenwände und Seitenflächen der
Energieversorgungsvorrichtung korrespondierend zu den Wänden des Hohlraums der Werkzeugmaschine
ausgebildet sind. Die korrespondierende Ausbildung der Seitenwände und Seitenflächen
der Energieversorgungsvorrichtung auf der einen Seite und der Wände des Hohlraums
der Werkzeugmaschine auf der anderen Seite bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass die Wänden jeweils im Wesentlich plane Oberflächen aufweisen, so dass die Energieversorgungsvorrichtung
besonders einfach und sicher in den Hohlraum der Werkzeugmaschine eingeführt werden
kann. Insbesondere weisen die Seitenwände und Seitenflächen der Energieversorgungsvorrichtung
und die Wände des Hohlraums der Werkzeugmaschine keine vorstehenden Bereiche oder
Elemente auf, die beim Einschieben der Energieversorgungsvorrichtung in die Werkzeugmaschine
eine Behinderung darstellen könnten.
[0070] Vorzugsweise weist die Energieversorgungsvorrichtung eine quaderförmige Grundform
auf, wobei die Energieversorgungsvorrichtung insbesondere eine Oberseite und eine
Unterseite, ein Vorder- und eine Rückseite, sowie zwei Seitenflächen aufweist. Während
die Seitenflächen der Energieversorgungsvorrichtung im Wesentlichen gleich oder ähnlich
ausgebildet sein können, weist die Oberfläche der Energieversorgungsvorrichtung eine
Schnittstelle zur Befestigung der Energieversorgungsvorrichtung an der Werkzeugmaschine
auf, wodurch sie sich von der im Wesentlichen planen Unterseite der Energieversorgungsvorrichtung
unterscheidet. Eine solche Schnittstelle ist an der Unterseite der Energieversorgungsvorrichtung
nicht vorhanden, so dass die Ober- und die Unterseite der Energieversorgungsvorrichtung
im Wesentlichen nicht gleich oder ähnlich ausgebildet sind. Die Seite, mit der voran
die Energieversorgungsvorrichtung in den Hohlraum der Werkzeugmaschine eingeführt
wird, stellt im Sinne der Erfindung bevorzugt die Vorderseite der Energieversorgungsvorrichtung
dar, während die Rückseite der Energieversorgungsvorrichtung im eingeführten Zustand
im Bereich der offenen Seite des Hohlraums vorliegt. In einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung kann diese Rückseite der Energieversorgungsvorrichtung im verbundenen
Zustand ganz oder teilweise die Rückseite oder Rückwand der Werkzeugmaschine bilden.
In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Rückseite der Energieversorgungsvorrichtung
auch eine Rückwand eines Hauptkörpers einer Werkzeugmaschine bilden.
[0071] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, den Zustand, in dem die Energieversorgungsvorrichtung
an der Werkzeugmaschine befestigt vorliegt und in dem die Energieversorgungsvorrichtung
die Werkzeugmaschine mit elektrischer Energie versorgt, als «eingeführten» oder «eingeschobenen»
Zustand zu bezeichnen. Der eingeführte oder eingeschobene Zustand kann darüber hinaus
als «Arbeitsmodus» oder «Betriebszustand" des Systems aus Energieversorgungsvorrichtung
und Werkzeugmaschine bezeichnet werden, da die Werkzeugmaschine durch die Versorgung
mit elektrischer Energie in die Lage versetzt wird, Arbeit zu verrichten bzw. betrieben
zu werden. Der Zustand, in dem die Energieversorgungsvorrichtung und die Werkzeugmaschine
getrennt voneinander vorliegen, wird im Sinne der Erfindung als «getrennter» oder
«separater» Zustand bezeichnet. In diesem getrennten oder separaten Zustand kann die
Energieversorgungsvorrichtung beispielsweise mit einem Ladegerät verbunden werden,
um aufgeladen zu werden.
[0072] Die Energieversorgungsvorrichtung kann auf ihrer Oberseite im vorderen Bereich diejenigen
Elemente und Komponenten aufweisen, die eine Übertragung von elektrischer Energie
von der Energieversorgungsvorrichtung an die Werkzeugmaschine ermöglichen. Darüber
hinaus können Mittel zum Datenaustausch zwischen der Energieversorgungsvorrichtung
und der Werkzeugmaschine vorgesehen sein. Dabei kann es sich vorzugsweise um Leistungs-
und/oder Datenkontakte handeln, die beispielsweise angefedert ausgebildet sein können.
Dabei kann die Anfederung beispielsweise im Bereich der Energieversorgungsvorrichtung
und/oder im Bereich der Werkzeugmaschine angeordnet sein. Die Leistungs- und/oder
Datenkontakte gelangen nach abgeschlossenem Einschieben der Energieversorgungsvorrichtung
in Wirkverbindung mit entsprechenden Kontakten der Werkzeugmaschine, so dass ein Stromfluss
und/oder Datenaustausch gewährleistet werden kann.
[0073] In ihrem hinteren Bereich weist die Energieversorgungsvorrichtung auf ihrer Oberfläche
die Schnittstelle mit dem vorgeschlagenen Verriegelungsmechanismus mit dem mindestens
einen Kontaktbereich mit dem Kontaktmaterial mit der zweiten Dichte auf. Der Ort,
an dem die Verriegelung, d.h. die Befestigung, der Energieversorgungsvorrichtung an
der Werkzeugmaschine erfolgt, liegt vorzugsweise in diesem hinteren Bereich der Energieversorgungsvorrichtung.
Um die Verriegelung zu bewirken, weist der Verriegelungsmechanismus mindestens ein
Verriegelungselement auf, das drehbar um eine Dreh- oder Rotationsachse gelagert ist.
Die Drehachse verläuft vorzugsweise in der dritten Raumrichtung bzw. im Wesentlichen
parallel zu der dritten Achse des virtuellen Koordinatensystems, das zur Beschreibung
der Erfindung verwendet wird. Der Drehpunkt ist vorzugsweise derjenige Punkt innerhalb
der Schnittstelle der Energieversorgungsvorrichtung, durch den die Rotationsachse
des Verriegelungselements hindurch verläuft.
[0074] Der Drehpunkt des Verriegelungselements ist in einer Einschubrichtung vorauseilend
in Bezug auf einem Ort der Verriegelung angeordnet. Die Formulierung, wonach der Drehpunkt
des mindestens einen Verriegelungselements in einer Einschubrichtung vor einem Ort
der Verriegelung angeordnet ist, bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der
Drehpunkt des Verriegelungselements innerhalb der Schnittstelle der Energieversorgungsvorrichtung
beispielsweise nicht unterhalb des Verriegelungsmechanismus angeordnet ist, sondern
um einen Abstand A in der Raumrichtung «nach vorne» versetzt. Mit anderen Worten ist
der Abstand zwischen der Leistungs- und/oder Datenschnittstelle im vorderen Bereich
der Energieversorgungsvorrichtung und dem Drehpunkt kleiner als der Abstand zwischen
der Leistungs- und/oder Datenschnittstelle im vorderen Bereich der Energieversorgungsvorrichtung
und dem Verriegelungsmechanismus im hinteren Bereich der Energieversorgungsvorrichtung.
Mit noch anderen Worten ist der Drehpunkt des mindestens einen Verriegelungselements
näher an der Leistungs- und/oder Datenschnittstelle im vorderen Bereich der Energieversorgungsvorrichtung
als der Verriegelungsmechanismus der Energieversorgungsvorrichtung. Mit noch anderen
Worten ist der Drehpunkt des Verriegelungselements der Energieversorgungsvorrichtung
in Richtung einer Mitte bzw. eines zentralen Bereichs der Energieversorgungsvorrichtung
versetzt, wobei der Verriegelungsmechanismus als Ganzes einen geringeren Abstand zur
Rückseite der Energieversorgungsvorrichtung aufweist als der Drehpunkt des Verriegelungselements
der Energieversorgungsvorrichtung.
[0075] Der zweite Verbindungspartner der vorgeschlagenen Schnittstelle, der das Verriegelungselement
nicht aufweist, kann einen Hinterschnitt aufweisen. Der Hinterschnitt stellt eine
Einbuchtung dar, wobei die Einbuchtung dazu eingerichtet ist, das Verriegelungselement
der Schnittstelle aufzunehmen. Die Hinterschnitte und Einbuchtungen können vorzugsweise
als «Gegenkontur des gegenüberliegenden Verbindungspartners» bezeichnet werden. Die
Schnittstelle kann darüber hinaus ein Vorspannelement aufweisen, wobei die Einbuchtung
einen Aufnahmeraum für das Verriegelungselement darstellt, wenn das Verriegelungselement
durch eine Vorspannung des Vorspannelements in die Einbuchtung gedrückt wird. Mit
anderen Worten ist es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Vorspannelement dazu
eingerichtet ist, das Verriegelungselement in der Verriegelungsposition zu halten.
Beim Einschnappen des vorstehenden Bereiches des Verriegelungselements in die Einbuchtung
des zweiten Verbindungspartners kann das Vorspannelement das Verriegelungselement
in die Einbuchtung drücken. Beim Entriegeln, d.h. bei gewünschter Trennung der Energieversorgungsvorrichtung
von der Werkzeugmaschine, wird das Vorspannelement durch die Betätigung des Betätigungselements
entspannt, so dass das Verriegelungselement bzw. sein vorstehender Bereich aus der
Einbuchtung hinausgleiten kann. Dieses Herausgleiten erfolgt durch die Drehbewegung
des Verriegelungselements, zu der das Verriegelungselement in der Lage ist. Der andere
oder zweite Verbindungspartner kann dabei vorzugsweise die Werkzeugmaschine sein,
wobei das Verriegelungselement Bestandteil der Energieversorgungsvorrichtung ist.
[0076] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Verriegelungselement auf einer
dem Drehpunkt gegenüberliegenden Seite einen vorstehenden Bereich aufweist, der mit
der Einbuchtung des zweiten Verbindungspartners in Eingriff gelangen kann bzw. von
ihr aufgenommen werden kann. Die Aufnahme des vorstehenden Bereichs des Verriegelungselements
in der Einbuchtung erfolgt vorzugsweise in der Verriegelungsposition, wobei der erste
Verbindungspartner, an dem das Verriegelungselement angeordnet vorliegt, durch das
Ineingriffgelangen des Verriegelungselements mit der Einbuchtung des zweiten Verbindungspartners
fixiert bzw. dort verriegelt wird. Wenn das Betätigungselement von einem Nutzer betätigt
wird, gelangt ein vorstehender Bereich des Betätigungselements in eine Einbuchtung
des Verriegelungselements, so dass das Verriegelungselement in eine Raumrichtung «nach
unten» bewegt wird. Dadurch liegt der vorstehende Bereich des Verriegelungselements
nicht mehr in der Einbuchtung des zweiten Verbindungspartners vor und die Energieversorgungsvorrichtung
wird gegenüber der Werkzeugmaschine entriegelt. In diesem entriegelten Zustand kann
die Energieversorgungsvorrichtung aus der Werkzeugmaschine entnommen werden.
[0077] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Energieversorgungsvorrichtung einen
Schwerpunkt aufweist, der vorzugsweise im Wesentlichen zentral bzw. mittig innerhalb
der Energieversorgungsvorrichtung angeordnet vorliegt. In guter Näherung kann der
Schwerpunkt der Energieversorgungsvorrichtung durch eine Ermittlung des Schnittpunkts
der Diagonalen der Energieversorgungsvorrichtung bestimmt werden.
[0078] Ein weiterer Vorteil Ausgestaltung der Erfindung, wonach die Schnittstelle eine Verriegelungselement
und ein Betätigungselement aufweist, wobei das mindestens eine Verriegelungselement
drehbar um mindestens eine Raumachse gelagert ist, wobei die Raumachse durch einen
Drehpunkt des mindestens einen Verriegelungselements verläuft, wobei der Drehpunkt
des mindestens einen Verriegelungselements in einer Einschubrichtung einem Ort der
Verriegelung vorauseilt, ergibt sich dadurch, dass durch die Position des Drehpunkts
des Verriegelungselements ein selbstverstärkender Effekt erreicht wird, der die Verriegelungswirkung
des Verriegelungselements vorteilhafterweise verstärken kann. Dieser Vorteil kann
insbesondere erreicht werden, wenn die Energieversorgungsvorrichtung neben dem Verriegelungselement
auch ein Betätigungselement umfasst, wobei das mindestens eine Betätigungselement
drehbar um mindestens eine Raumachse gelagert ist, wobei die Raumachse durch einen
Drehpunkt des Betätigungselements verläuft. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt,
dass die Energieversorgungsvorrichtung bzw. ihre Schnittstelle mindestens ein Element
zur Betätigung («Betätigungselement») durch einen Nutzer aufweist, wobei das mindestens
eine Betätigungselement drehbar um mindestens eine Raumachse gelagert ist und die
Raumachse durch einen Drehpunkt des Betätigungselements verläuft. Bei der Raumachse,
um die herum die Drehachse des Betätigungselements drehbar gelagert sein kann, handelt
es sich vorzugsweise um dieselben Raumachse, um die herum auch das Verriegelungselement
des Verriegelungsmechanismus drehbar gelagert ist. Vorzugsweise sind die Drehachse
der Verriegelungselements und die Drehachse des Betätigungselements im Wesentlichen
parallel zu der dritten Achse des virtuellen Koordinatensystems, mit dessen Hilfe
die Erfindung beschrieben wird. Es kann sich aber auch um eine andere Raumrichtung
handeln, wie zum Beispiel die erste oder die zweite Achse des virtuellen Koordinatensystems.
Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Raumachsen, um die das mindestens
eine Verriegelungselement und das mindestens eine Betätigungselement drehbar gelagert
sind, im Wesentlichen identisch sind. Vorteilhafterweise basiert der vorgeschlagene
Verriegelungsmechanismus auf einer Drehlagerung des Verriegelungselements und des
Betätigungselements, so dass vorteilhafterweise auf eine ergonomisch ungünstige Linearbewegung
der Elemente verzichtet werden kann.
[0079] Die Erfinder haben erkannt, dass eine zweiteilig ausgebildete Schnittstellenverriegelung
mit einem drehbar gelagerten Betätigungselement und einem drehbar gelagerten Verriegelungselement,
sowie geeignet platzierten Drehpunkten die Bereitstellung eines besonders robusten,
baustellentauglichen Verriegelungsmechanismus ermöglicht. Dieser Vorteil wird insbesondere
durch das selbstverstärkende Zusammenwirken des Betätigungselements und des Verriegelungselements
bewirkt.
[0080] Insbesondere kann mit der Erfindung die Energieversorgungsvorrichtung in einem Arbeitsmodus
funktionssicher, besonders spielfrei und robust mit der Werkzeugmaschine verbunden
werden. Der vorgeschlagene Verriegelungsmechanismus ist vorzugsweise so gestaltet,
dass er zwischen einer Verriegelungsposition und einer Entriegelungsposition bewegbar
bzw. verstellbar ist. Mit anderen Worten können das Betätigungselement und das Verriegelungselement
eine Verriegelungsposition oder eine Entriegelungsposition einnehmen, wobei bei der
Verriegelungsposition ein Hinterschnitt bzw. eine Hinterschneidung einen letzten verbliebenen
Bewegungs-Freiheitsgrad der Energieversorgungsvorrichtung sperrt.
[0081] Tests haben gezeigt, dass die vorgeschlagene Schnittstelle überraschend große Kräfte
aufnehmen kann, ohne dass es zu Beschädigungen an dem Verriegelungsmechanismus kommt.
Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Energieversorgungsvorrichtung bei Werkzeugmaschine,
bei deren Betrieb starke Vibrationen auftreten, eingesetzt wird. Darüber hinaus können
große Kräfte bei Stürzen oder beim Herunterfallen der Energieversorgungsvorrichtung
auftreten. Außerdem hat sich gezeigt, dass das Betätigungselement besonders gut zugänglich
ist und von einem Nutzer in ergonomisch günstiger Weise mit seinem Daumen heruntergedrückt
werden kann. Ferner können die Bedienkräfte des vorgeschlagenen Verriegelungsmechanismus
überraschend gering gehalten werden.
[0082] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das mindestens eine Verriegelungselement
eine Ausbuchtung aufweist und das mindestens eine Betätigungselement einen vorstehenden
Bereich aufweist, wobei das mindestens eine Verriegelungselement dazu eingerichtet
ist, das mindestens eine Betätigungselement zumindest teilweise in einer Entriegelungssposition
aufzunehmen (vgl. Fig. 3). In dieser Entriegelungssposition kann die Energieversorgungsvorrichtung
aus der Werkzeugmaschine entnommen werden.
[0083] Vorzugsweise kann die Schnittstelle ein Vorspannelement aufweisen, wobei das Vorspannelement
dazu eingerichtet ist, eine Vorspannung zu erzeugen, mit der das Verriegelungslement
beim Verriegeln der Energieversorgungsvorrichtung in eine Einbuchtung oder einen Hinterschnitt
des zweiten Verbindungspartners eingerastet werden kann (vgl. Fig. 2: Verriegelungsposition).
[0084] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0085] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert.
[0086] Es zeigen:
- Fig. 1
- Ansicht einer bevorzugten Ausgestaltung des Verriegelungsmechanismus
- Fig. 2
- Detailansicht des Verriegelungselements und des Betätigungselements (Verriegelungsposition)
- Fig. 3
- Detailansicht des Verriegelungselements und des Betätigungselements (Entriegelungsposition)
- Fig. 4
- Ansicht einer bevorzugten Ausgestaltung einer Werkzeugmaschine
- Fig. 5
- Ansicht einer bevorzugten Ausgestaltung des Verriegelungselements
- Fig. 6
- schematische Seitenansicht einer bevorzugten Ausgestaltung der Energieversorgungsvorrichtung
Ausführungsbeispiele und Figurenbeschreibung:
[0087] Figur 1 zeigt eine Ansicht einer bevorzugten Ausgestaltung des Verriegelungsmechanismus
einer Energieversorgungsvorrichtung 1. In den in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen
der Erfindung liegt das Verriegelungselement 3 jeweils an der Energieversorgungsvorrichtung
1 angeordnet vor. Es kann allerdings auch an der Werkzeugmaschine 2 angeordnet vorliegen.
Dargestellt ist in Fig. 1 insbesondere ein Verriegelungselement 3, ein Betätigungselement
8 und ein Vorspannelement 13. Das Verriegelungselement 3 weist einen Drehpunkt 5 auf,
wobei das Verriegelungselement 3 um den Drehpunkt 5 drehbar gelagert ist. Durch den
Drehpunkt 5 des Verriegelungselements 3 verläuft eine Rotationsachse 4, die das Zentrum
der Drehbarkeit des Verriegelungselements 3 bildet. Das Betätigungselement 8 weist
einen Drehpunkt 10 auf, wobei das Betätigungselement 8 um den Drehpunkt 10 drehbar
gelagert ist. Durch den Drehpunkt 10 des Betätigungselements 8 verläuft eine Rotationsachse
9, die das Zentrum der Drehbarkeit des Betätigungselements 8 bildet. Der Ort 7, an
dem das Verriegelungselement 3 und das Betätigungselement 8 ineinandergreifen, um
eine Verriegelung zu bilden, wird im Sinne der Erfindung als "Ort der Verriegelung
7" bezeichnet.
[0088] Die Energieversorgungsvorrichtung 1 ist dazu eingerichtet, eine Werkzeugmaschine
2 (siehe Fig. 4) mit elektrischer Energie zu versorgen. Zu diesem Zweck kann die Energieversorgungsvorrichtung
1 in einen Hohlraum der Werkzeugmaschine 2 eingeführt werden. Das Einführen der Energieversorgungsvorrichtung
1 in die Werkzeugmaschine 2 erfolgt entlang einer Einschubrichtung 6, die vorzugsweise
mit einer ersten Achse I eines virtuellen Koordinatensystems, das zur Beschreibung
der Erfindung verwendet wird, zusammenfällt. Das virtuelle Koordinatensystem umfasst
darüber hinaus eine zweite Achse II und eine dritte Achse III. In dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel der Erfindung verlaufen die Rotationsachse 4 des Verriegelungselements
3 und die Rotationsachse 9 des Betätigungselements 8 im Wesentlichen parallel zu der
dritten Achse III des virtuellen Koordinatensystems.
[0089] Wie aus Fig. 1 hervorgeht, eilt der Drehpunkt 5 der Raumachse 4 des Verriegelungselements
3 in Einschubrichtung 6 dem Ort 7 der Verriegelung voraus. Das bedeutet im Sinne der
Erfindung bevorzugt, dass ein Abstand A definiert werden kann zwischen dem Ort 7 der
Verriegelung und dem Drehpunkt 5 der Raumachse 4 des Verriegelungselements 3. Dieser
Abstand A ist in Fig. 1 durch einen Pfeil mit zwei Pfeilspitzen gekennzeichnet.
[0090] Zur Verbindung der Energieversorgungsvorrichtung 1 mit der Werkzeugmaschine 2 weist
die Energieversorgungsvorrichtung 1 eine Schnittstelle 14 auf, die vorzugsweise eine
mechanische Schnittstelle darstellt. Die in Fig. 1 dargestellte Schnittstelle 14 liegt
auf einer Oberseite der Energieversorgungsvorrichtung 1 vor. In einem vorderen Bereich
18 der Energieversorgungsvorrichtung 1 weist die Energieversorgungsvorrichtung 1 eine
Daten- und/oder Leistungsschnittstelle 16 auf, die dafür genutzt werden kann, im verbundenen
Zustand Daten zwischen der Energieversorgungsvorrichtung 1 und der Werkzeugmaschine
2 auszutauschen oder um elektrische Energie von der Energieversorgungsvorrichtung
1 in Richtung der Werkzeugmaschine 2 zu übertragen. In einem hinteren Bereich 17 weist
die Energieversorgungsvorrichtung 1 den Verriegelungsmechanismus mit Verriegelungselement
3 und Betätigungselement 8 auf. Die Energieversorgungsvorrichtung 1 kann einen Batteriepack
21 umfassen, der den unteren Bereich der Energieversorgungsvorrichtung 1 bildet.
[0091] Wenn das Verriegelungselement 3 an der Energieversorgungsvorrichtung 1 angeordnet
vorliegt, kann das Verriegelungselement 3 ein Grundmaterial 15 mit einer ersten Dichte
aufweisen, wobei das Verriegelungselement 3 einen ersten Kontaktbereich 20 aufweist,
der in einer Verriegelungsposition in Kontakt mit einem zweiten Kontaktbereich 19
des anderen Verbindungspartner 2 oder 1 vorliegt, wobei der erste Kontaktbereich 20
ein erstes Kontaktmaterial 23 und der zweite Kontaktbereich 19 ein zweites Kontaktmaterial
25 aufweist, wobei mindestens eines der Kontaktmaterialien 23, 25 eine zweite Dichte
aufweist.
[0092] Figur 2 zeigt eine Detailansicht des Verriegelungselements 3 und des Betätigungselements
8. Insbesondere wird in Fig. 2 ein Verriegelungsposition des Verriegelungsmechanismus
gezeigt, bei dem das Verriegelungselement 3 bzw. ein vorstehender Bereich des Verriegelungselements
3 in einer Einbuchtung 26 des zweiten Verbindungspartners aufgenommen vorliegt. Dadurch
kann die Energieversorgungsvorrichtung 1 in der Werkzeugmaschine 2 verriegelt werden.
Insbesondere drückt das Vorspannelement 13 das Verriegelungselement 3 in die Einbuchtung
26 des zweiten Verbindungspartners hinein, so dass das Verriegelungselement 3 sicher
und stabil in der Einbuchtung 26 gehalten wird. Das in Fig. 2 dargestellte Verriegelungselement
3 weist einen ersten Kontaktbereich 20 auf, wobei der erste Kontaktbereich 20 ein
erstes Kontaktmaterial 23 umfasst. Das Kontaktmaterial 23 kann eine andere, bevorzugt
eine größere Dichte aufweisen als ein Grundmaterial 15 des Verriegelungselements 3.
Durch die bevorzugte Ausgestaltung des Verriegelungselements 3 mit mindestens zwei
Materialien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften, die insbesondere die
Verschleißfestigkeit betreffen, kann eine besonders langlebige und robuste Schnittstelle
14 zur Verbindung einer Energieversorgungsvorrichtung 1 und einer Werkzeugmaschine
2 bereitgestellt werden. Ein Kontaktbereich mit einem Kontaktmaterial mit einer zweiten
Dichte kann allerdings auch an einem gegenüberliegenden Verbindungspartner der Schnittstelle
14 aufweisen, der das Verriegelungselement 3 nicht aufweist.
[0093] Das Verriegelungselement 3 kann eine Ausbuchtung 11 aufweisen, die im Entriegelungsfall
(Fig. 3) mit einem vorstehenden Bereich 12 des Betätigungselements 8 zusammenwirken
bzw. in Eingriff miteinander gelangen kann. Die Elemente 3, 8 greifen am Ort 7 der
Verriegelung ineinander. Zwischen diesem Ort 7 der Verriegelung und dem Drehpunkt
5 des Verriegelungselements 3 besteht ein Abstand A, um den der Drehpunkt 5 des Verriegelungselements
3 dem Ort 7 der Verriegelung in Einschubrichtung 6 vorauseilt. In dem in Fig. 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel der Erfindung liegt das Verriegelungselement 3 an der Energieversorgungsvorrichtung
1 vor, wobei das Verriegelungselement 3 einen ersten Kontaktbereich 20 mit einem ersten
Kontaktmaterial 23 aufweist. An der Werkzeugmaschine 2 liegt ein zweiter Kontaktbereich
19 angeordnet vor, der ein zweites Kontaktmaterial 25 aufweist, wobei mindestens eines
der Kontaktmaterialien 23, 25 eine zweite Dichte aufweist, die vorzugsweise größer
ist als eine erste Dichte des Grundmaterials 15. Vorzugsweise kann sowohl die Energieversorgungsvorrichtung
1, als auch die Werkzeugmaschine 2 ein Grundmaterial 15 umfassen, das beispielsweise
ein Kunststoff sein kann.
[0094] Fig. 4 zeigt eine Ansicht einer bevorzugten Ausgestaltung einer Werkzeugmaschine
2. Die Werkzeugmaschine 2 kann in üblicher weise ein Werkzeug, Bedienelemente und/oder
Griffe umfassen. Die Werkzeugmaschine 2 kann insbesondere auch einen Motor (nicht
dargestellt) aufweisen. Die Werkzeugmaschine 2 kann mit einer Energieversorgungsvorrichtung
1 verbunden werden («verbundenen Zustand»), um zu ermöglichen, dass die Energieversorgungsvorrichtung
1 die Werkzeugmaschine 2 mit elektrischer Energie versorgt. Die Energieversorgungsvorrichtung
1 kann eine Schnittstelle 14 aufweisen, die mit einer Werkzeugmaschine 2 zusammenwirken
kann. Die Energieversorgungsvorrichtung 1 weist auf ihrer Oberseite eine Daten- und/oder
Leistungsschnittstelle 16 auf. Die Daten- und/oder Leistungsschnittstelle 16 kann
in einem vorderen Bereich 18 der Energieversorgungsvorrichtung 1 angeordnet vorliegen,
während der Verriegelungsmechanismus in einem hinteren Bereich 17 der Energieversorgungsvorrichtung
1 angeordnet vorliegt.
[0095] Wenn das Verriegelungselement 3 Bestandteil der Energieversorgungsvorrichtung 1 ist,
kann die Werkzeugmaschine 2 einen Hinterschnitt 26 aufweisen, wobei das Verriegelungselement
3 der Energieversorgungsvorrichtung 1 in einer Verriegelungsposition von dem Hinterschnitt
26 der Werkzeugmaschine 2 aufgenommen werden kann. Das Verriegelungselement 3 der
Energieversorgungsvorrichtung 1 kann sich um seinen Drehpunkt 5 drehen und so zwischen
einer Verriegelungsposition und einer Entriegelungsposition wechseln. Der Verriegelungsmechanismus
kann ein Vorspannelement 13 umfassen, wobei das Vorspannelement 13 dazu eingerichtet
ist, das Verriegelungselement 3 der Energieversorgungsvorrichtung 1 in den Hinterschnitt
26 der Werkzeugmaschine 2 zu drücken. Durch Betätigung eines Betätigungselements 8
des Verriegelungsmechanismus (vgl. Fig. 2 und 3) kann die Vorspannung des Vorspannelementes
13 gelöst und das Verriegelungselement 3 aus dem Hinterschnitt 26 herausbewegt werden.
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass sich eine Spitze des Verriegelungselements
3 aus dem Hinterschnitt 26 der Werkzeugmaschine 2 in eine Raumrichtung U nach unten
herausbewegt. Die Spitze des Verriegelungselements 3 ist vorzugsweise derjenige Bereich
des Verriegelungselements 3, welcher dem Drehpunkt 5 des Verriegelungselements 3 gegenüberliegt.
Mit anderen Worten weist das Verriegelungselement 3 der Energieversorgungsvorrichtung
1 eine Spitze und einen Drehpunkt 5 auf, wobei die Spitze und der Drehpunkt 5 auf
entgegensetzten Seiten des Verriegelungselements 3 angeordnet vorliegen. Wie aus Fig.
4 hervorgeht, eilt der Drehpunkt 5 des Verriegelungselements 3 dem Verriegelungsort
7 in Einschubrichtung 6 voraus.
[0096] Fig. 5 zeigt eine mögliche Ausgestaltung des vorgeschlagenen Verriegelungselements
3, das beispielsweise als sog. «Hybridklinke» ausgebildet sein kann. Das in Fig. 5
abgebildete Verriegelungselement 3 kann beispielsweise an der Energieversorgungsvorrichtung
1 angeordnet vorliegen. Die Formulierung «Hybrid» bezieht sich vorzugsweise darauf,
dass das Verriegelungselements 3 mindestens zwei Materialien 15, 23 umfassen kann,
wobei ein größerer Anteil des Verriegelungselements 3 von einem Grundmaterial 15 gebildet
wird und ein kleinerer Anteil des Verriegelungselements 3 von einem ersten Kontaktmaterial
23. Das erste Kontaktmaterial 23 kann beispielsweise in Form von Einlegern oder Einlegeteilen
in Vertiefungen des Grundmaterials 15 des Verriegelungselements 3 aufgenommen werden.
Das erste Kontaktmaterial 23 des Verriegelungselements 3 liegt vorzugsweise in dessen
Kontaktbereich 20 vor, wobei der Kontaktbereich 20 des Verriegelungselements 3 in
einer Verriegelungsposition (vgl. Fig. 2) in Kontakt mit einem zweiten Kontaktbereich
19 des anderen Verbindungspartner der Schnittstelle 14 vorliegen kann. Der zweite
Kontaktbereich 19 des anderen Verbindungspartner kann ein zweites Kontaktmaterial
25 aufweisen, wobei mindestens eines des Kontaktmaterialien 23, 25 eine zweite Dichte
aufweist. In den beispielhaften Ausgestaltungen der Erfindung, die in den Figuren
gezeigt werden, ist das Verriegelungselements 3 üblicherweise Bestandteil der Energieversorgungsvorrichtung
1 («erster Verbindungspartner der Schnittstelle 14»), während die Werkzeugmaschine
2 den zweiten Verbindungspartner der Schnittstelle 14 bildet.
[0097] Das Verriegelungselement 3, das in Fig. 5 gezeigt wird, weist zwei einzelne Kontaktbereiche
20 auf, die jeweils von einem Einleger oder Einlegeteil gebildet werden. Die Einleger
oder Einlegeteil können das erste Kontaktmaterial 23 umfassen. Der vorstehende Bereich
des Verriegelungselements 3 bildet einen Gesamtkontaktbereich 24, der ganz oder teilweise
von den Kontaktbereichen 20 gebildet wird. In dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung füllen die zwei Kontaktbereiche 20 den Gesamtkontaktbereich 24 nicht
vollständig aus, sondern es verbleiben kleinere Bereiche im Randbereich des Gesamtkontaktbereichs
24 oder zwischen den Kontaktbereichen 20, die nicht mit Kontaktmaterial 23 bedeckt
sind. Der Kontaktbereich 20 macht insbesondere einen Anteil von größer als 60 %, bevorzugt
größer als 70 % des Gesamtkontaktbereichs 24 des Verriegelungselements 3 aus. Der
Gesamtkontaktbereich 24 ist in Fig. 5 mit einer grauen Linie umschlossen bzw. seine
Lage wird durch die graue Linie angedeutet.
[0098] Das Verriegelungselement 3 kann um einen Drehpunkt 5 gelagert sein. Mit anderen Worten
kann sich das Verriegelungselement 3 um seinen Drehpunkt 5 drehen und so von einer
Verriegelungsposition in eine Entriegelungsposition gelangen, oder umgekehrt.
[0099] Figur 6 zeigt eine schematische Seitenansicht einer bevorzugten Ausgestaltung der
Energieversorgungsvorrichtung 1. Die in Fig. 6 dargestellte Energieversorgungsvorrichtung
1 weist achtzehn Zellen 33 auf, wobei die achtzehn Zellen 33 in drei Strängen innerhalb
der Energieversorgungsvorrichtung 1 angeordnet vorliegen. Die Zellen 33 werden insbesondere
durch die Kreise symbolisiert, während die Stränge durch die länglichen Rechtecke
symbolisiert werden, die die Kreise («Zellen 33») umgeben.
Bezugszeichenliste
[0100]
- 1
- Energieversorgungsvorrichtung
- 2
- Werkzeugmaschine
- 3
- Verriegelungselement
- 4
- Raumachse des Verriegelungselements
- 5
- Drehpunkt der Raumachse des Verriegelungselements
- 6
- Einschubrichtung
- 7
- Ort der Verriegelung
- 8
- Betätigungselement
- 9
- Raumachse des Betätigungselements
- 10
- Drehpunkt der Raumachse des Betätigungselements
- 11
- Ausbuchtung des Verriegelungselements
- 12
- vorstehender Bereich des Betätigungselements
- 13
- Vorspannelement
- 14
- Schnittstelle der Energieversorgungsvorrichtung
- 15
- Grundmaterial
- 16
- Daten- und Leistungsschnittstelle
- 17
- hinterer Bereich der Energieversorgungsvorrichtung
- 18
- vorderer Bereich der Energieversorgungsvorrichtung
- 19
- zweiter Kontaktbereich
- 20
- erster Kontaktbereich
- 21
- Batteriepack
- 23
- erstes Kontaktmaterial
- 24
- Gesamtkontaktbereich
- 25
- zweites Kontaktmaterial
- 26
- Hinterschnitt, Einbuchtung
- 30
- Gegenkontur
- 31
- zweite Energieversorgungsvorrichtung
- 33
- Energiespeicherzelle
- 101
- zweite Energieversorgungsvorrichtung
- 102
- zweite Werkzeugmaschine
- 123
- Kontaktmaterial der zweiten Energieversorgungsvorrichtung
- 125
- Kontaktmaterial der zweiten Werkzeugmaschine
- A
- Abstand zwischen Verriegelungsort und Drehpunkt des Verriegelungselements
- O
- Raumrichtung «nach oben»
- U
- Raumrichtung «nach unten»
- V
- Raumrichtung «nach vorne»
- H
- Raumrichtung «nach hinten»
- I
- Achse 1
- II
- Achse 2
- III
- Achse 3