[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Strahlregler für eine Sanitärarmatur sowie
eine Sanitärarmatur mit einem entsprechenden Strahlregler. Derartige Sanitärarmaturen
dienen insbesondere der bedarfsgerechten Bereitstellung einer Flüssigkeit an einem
Spülbecken oder Waschbecken.
[0002] Sanitärarmaturen können einen Strahlregler aufweisen, durch den die Flüssigkeit als
Laminarstrahl abgebbar ist. Weiterhin können derartige Strahlregler nach Art eines
Perlators ausgebildet sein, durch den der Flüssigkeit Luft zumischbar ist. Die Abgabe
der Flüssigkeit als Laminarstrahl kann jedoch zu einem hohen Flüssigkeitsverbrauch
führen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten
Probleme zumindest teilweise zu lösen und insbesondere einen Strahlregler für eine
Sanitärarmatur anzugeben, durch den der Flüssigkeitsverbrauch der Flüssigkeit reduzierbar
ist. Weiterhin soll eine Sanitärarmatur mit einem Strahlregler angegeben werden, durch
den der Flüssigkeitsverbrauch der Flüssigkeit reduzierbar ist.
[0004] Diese Aufgaben werden gelöst mit einem Strahlregler und einer Sanitärarmatur gemäß
den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben. Es ist darauf hinzuweisen,
dass die in den abhängigen Patentansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger
technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen
der Erfindung definieren. Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen
Merkmale in der Beschreibung näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte
Ausgestaltungen der Erfindung dargestellt werden.
[0005] Hierzu trägt ein Strahlregler für eine Sanitärarmatur bei, die zumindest Folgendes
aufweist:
- einen ersten Strahlbildner zur Abgabe der Flüssigkeit als Laminarstrahl; und
- einen zweiten Strahlbildner zur Abgabe der Flüssigkeit als Nebelstrahl.
[0006] Der Strahlregler ist insbesondere für eine Sanitärarmatur verwendbar bzw. einsetzbar,
die der Bereitstellung einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser bzw. Mischwasser, beispielsweise
an einer Zapfstelle, einem Spülbecken und/oder einem Waschbecken dient. Das Mischwasser
ist durch die Sanitärarmatur bzw. durch ein Mischventil der Sanitärarmatur insbesondere
aus Kaltwasser mit einer Kaltwassertemperatur und Warmwasser mit einer Warmwassertemperatur
mischbar. Die Kaltwassertemperatur beträgt insbesondere maximal 25 °C (Celsius), bevorzugt
1 °C bis 25 °C, besonders bevorzugt 5 °C bis 20 °C und/oder die Warmwassertemperatur
insbesondere maximal 90 °C, bevorzugt 25 °C bis 90 °C, besonders bevorzugt 55 °C bis
65 °C. Das Mischventil kann zumindest teilweise in einem Armaturengehäuse der Sanitärarmatur
angeordnet sein. Weiterhin kann das Mischventil, insbesondere zur Einstellung einer
Mischwassertemperatur des Mischwassers und/oder eine Abgabe des Mischwassers, über
ein Betätigungselement betätigbar sein. Das Betätigungselement kann beispielsweise
nach Art eines Hebels oder Drehelements ausgebildet sein.
[0007] Der Strahlregler kann beispielsweise nach Art eines Mousseurs, eines Luftsprudlers
oder eines Perlators ausgebildet und/oder der Abgabe der Flüssigkeit an eine Umgebung
derSanitärarmatur dienen. Der Strahlregler kann (im Wesentlichen) zylinderförmig ausgebildet
sein und/oder sich entlang einer Längsachse erstrecken. Insbesondere kann der Strahlregler
parallel zu der Längsachse eine Länge von 5 mm bis 50 mm und/oder einen Durchmesser
(insbesondere orthogonal zu der Längsachse) von 5 mm bis 50 mm aufweisen. Weiterhin
kann der Strahlregler zumindest teilweise aus Metall und/oder Kunststoff bestehen.
Beispielsweise kann der Strahlregler nach Art eines Kunststoffspritzgussteils ausgebildet
sein. Zudem kann der Strahlregler insbesondere an der Sanitärarmatur, einem Armaturengehäuse
der Sanitärarmatur, einem Auslauf der Sanitärarmatur oder einer Brause der Sanitärarmatur
anordenbar sein. Insbesondere ist der Strahlregler an und/oder zumindest teilweise
in einer Auslauföffnung der Sanitärarmatur anordenbar.
[0008] Der Strahlregler weist einen ersten Strahlbildner zur Abgabe der Flüssigkeit als
Laminarstrahl auf. Der erste Strahlbildner kann beispielsweise dem Vereinheitlichen,
Verbreitern und/oder Verlangsamen der aus dem ersten Strahlbildner austretenden Flüssigkeit
dienen. Bei dem Laminarstrahl handelt es sich insbesondere um einen Flüssigkeitsstrahl
mit einer (im Wesentlichen) laminaren Strömung. Hierzu kann der Strahlbildner eine
Vielzahl von Strömungskanälen aufweisen, die zueinander und/oder zu der Längsachse
des Strahlreglers parallel verlaufen. Die Strömungskanäle können beispielsweise nach
Art eines Strömungsgleichrichters ausgebildet sein. Weiterhin kann es sich bei dem
Laminarstrahl um einen Vollstrahl und/oder Normalstrahl handeln. Der Laminarstrahl
besteht insbesondere aus einem einzigen Flüssigkeitsstrahl. Insbesondere handelt es
sich bei dem Laminarstrahl nicht um einen Regenstrahl, der aus einer Vielzahl von
Einzelstrahlen gebildet ist. Weiterhin kann der Laminarstrahl einen, insbesondere
orthogonal zu der Längsachse, ringförmigen Querschnitt aufweisen. Hierzu kann der
erste Strahlbildner eine ringförmige erste Flüssigkeitsabgabeöffnung aufweisen. Diese
kann beispielsweise einen Innendurchmesser von 1 mm (Millimeter) bis 15 mm und/oder
einen Außendurchmesser von 5 mm bis 40 mm aufweisen. Der erste Strahlbildner ist insbesondere
derart ausgebildet, dass die Flüssigkeit bei einem Flüssigkeitsdruck von 3 bar den
ersten Strahlbildner mit einem ersten Flüssigkeitsvolumen von 7 l/min (Liter pro Minute)
bis 11 l/min, bevorzugt 8,5 l/min bis 9,5 l/min, besonders bevorzugt (im Wesentlichen)
9 l/min, verlässt.
[0009] Weiterhin weist der Strahlregler einen zweiten Strahlbildner zur Abgabe der Flüssigkeit
als Nebelstrahl auf. Hierzu kann der zweite Strahlbildner die Flüssigkeit bei ihrer
Abgabe insbesondere zerstäuben und/oder in einer Vielzahl von Tröpfchen abgeben, die
beispielsweise einen durchschnittlichen Tröpfchendurchmesser von 10 µm (Mikrometer)
bis 500 um aufweisen können. Insbesondere ist die gesamte über den zweiten Strahlbildner
abgegebene Flüssigkeit als Nebelstrahl abgebbar. Der zweite Strahlbildner ist insbesondere
derart ausgebildet, dass die Flüssigkeit bei einem Flüssigkeitsdruck von 3 bar den
zweiten Strahlbildner mit einem zweiten Flüssigkeitsvolumen von 0,1 l/min bis 0,6
l/min (Liter pro Minute) verlässt. Wenn ein (voller) Laminarstrahl nicht erforderlich
ist, ist durch die Abgabe der Flüssigkeit als Nebelstrahl der Flüssigkeitsverbrauch
der Flüssigkeit reduzierbar.
[0010] Der erste Strahlbildner kann den zweiten Strahlbildner zumindest teilweise ringförmig
umgeben. Beispielsweise kann der zweite Strahlbildner zumindest teilweise in dem ersten
Strahlbildner angeordnet sein. Hierzu kann der erste Strahlbildner beispielsweise
eine Aufnahme für den zweiten Strahlbildner aufweisen. Der erste Strahlbildner und
der zweite Strahlbildner sind insbesondere koaxial zueinander angeordnet.
[0011] Der zweite Strahlbildner kann nach Art einer Düse ausgebildet sein. Der zweite Strahlbildner
weist insbesondere eine einzige Düse auf. Die Düse kann zumindest teilweise trichterförmig
ausgebildet sein und/oder sich in Richtung einer Düsenöffnung bzw. einer zweiten Flüssigkeitsabgabeöffnung
des zweiten Strahlbildners verjüngen. Die Düsenöffnung bzw. zweite Flüssigkeitsabgabeöffnung
kann (insbesondere orthogonal zu der Längsachse des Strahlreglers oder zweiten Strahlbildners)
einen kreisförmigen Querschnitt und/oder einen (insbesondere orthogonal zu der Längsachse
des Strahlreglers oder zweiten Strahlbildners) einen Durchmesser von 10 µm (Mikrometer)
bis 500 µm aufweisen.
[0012] Der zweite Strahlbildner kann ein Düsenelement und ein Zuführelement umfassen. Dies
kann beispielsweise bedeuten, dass der Strahlbildner (nur) aus zwei Teilen gebildet
ist. In dem Düsenelement ist insbesondere die Düse ausgebildet. Das Zuführelement
kann zumindest teilweise eine Zulaufkammer des zweiten Strahlbildners bilden und/oder
begrenzen. Über die Zulaufkammer ist dem zweiten Strahlbildner insbesondere die Flüssigkeit
zuführbar.
[0013] Das Düsenelement und das Zuführelement können aus entgegengesetzten Richtungen in
den ersten Strahlbildner gesteckt sein. Insbesondere können das Düsenelement und das
Zuführelement parallel zu der Längsachse des Strahlreglers in den ersten Strahlbildner
gesteckt sein.
[0014] Einem weiteren Aspekt folgend wird auch eine Sanitärarmatur vorgeschlagen, die zumindest
Folgendes aufweist:
- ein Armaturengehäuse; und
- einen erfindungsgemäßen Strahlregler.
[0015] Das Armaturengehäuse kann zumindest teilweise aus Kunststoff und/oder Metall, wie
zum Beispiel Messing oder einer Zinklegierung, bestehen. Weiterhin kann das Armaturengehäuse
an einem Träger, beispielsweise einer Arbeitsplatte, dem Spülbecken oder dem Waschbecken
befestigbar sein. Zudem kann das Armaturengehäuse einen (hervorstehenden bzw. abzweigenden)
Auslauf aufweisen, der starr oder bewegbar mit dem Armaturengehäuse verbunden ist.
Der Auslauf kann zumindest teilweise rohrförmig ausgebildet sein. Zudem kann der Auslauf
zumindest teilweise durch eine Schraubenfeder ausgebildet sein. Weiterhin kann das
Armaturengehäuse und/oder der Auslauf eine dekorative äußere Oberfläche aufweisen.
Weiterhin kann der Auslauf eine Öffnung aufweisen, die insbesondere einen Innenraum
des Auslaufs mit einer Umgebung der Sanitärarmatur verbindet. Durch den Auslauf kann
sich ein Schlauch erstrecken, über den die Flüssigkeit dem Strahlregler zuführbar
ist.
[0016] Die Flüssigkeit kann einem zweiten Strahlbildner des Strahlreglers über einen Zulaufkanal
zuführbar sein, der schräg zu einer Längsachse des zweiten Strahlbildners in eine
Zulaufkammer des zweiten Strahlbildners mündet. Hierdurch ist die Flüssigkeit dem
zweiten Strahlbildner bzw. der Düse insbesondere als Wirbelstrom bzw. verwirbelte
zuführbar.
[0017] Die Sanitärarmatur kann ein Ventil aufweisen, mit dem die Flüssigkeit entweder einem
ersten Strahlbildner des Strahlreglers oder einem zweiten Strahlbildner des Strahlreglers
zuführbar ist. Das Ventil kann hierzu insbesondere nach Art eines Zweiwegeventils
ausgebildet sein.
[0018] Die Sanitärarmatur kann ein Umstellelement zur Betätigung des Ventils aufweisen.
Das Umstellelement kann insbesondere nach Art eines Druckknopfs oder Kippelements
ausgebildet sein.
[0019] Das Umstellelement kann an dem Armaturengehäuse oder einer Brause der Sanitärarmatur
angeordnet sein. Die Brause kann insbesondere nach Art einer Handbrause ausgebildet
sein. Weiterhin kann das Umstellelement zumindest teilweise an einer äußeren Oberfläche
der Sanitärarmatur, des Armaturengehäuses, des Auslaufs oder der Brause der Sanitärarmatur
angeordnet sein. Hierdurch ist das Umstellelement durch einen Benutzer der Sanitärarmatur
betätigbar bzw. kontaktierbar.
[0020] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren besonders bevorzugte Ausführungsvarianten
der Erfindung zeigen, diese jedoch nicht darauf beschränkt ist. Dabei sind gleiche
Bauteile in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Es zeigen beispielhaft
und schematisch:
- Fig. 1:
- eine Sanitärarmatur in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2:
- eine Brause der Sanitärarmatur;
- Fig. 3:
- die Brause in einem Längsschnitt mit einer ersten Ausführungsvariante eines Strahlreglers
in einem Längsschnitt;
- Fig. 4:
- die erste Ausführungsvariante des Strahlreglers in einem Längsschnitt;
- Fig. 5:
- ein zweiter Strahlbildner der ersten Ausführungsvariante des Strahlreglers in einer
perspektivischen Darstellung;
- Fig. 6:
- eine zweite Ausführungsvariante des Strahlreglers in einem Längsschnitt;
- Fig. 7:
- ein zweiter Strahlbildner der zweiten Ausführungsvariante des Strahlreglers in einer
perspektivischen Darstellung;
- Fig. 8:
- eine dritte Ausführungsvariante des Strahlreglers in einem Längsschnitt;
- Fig. 9:
- ein zweiter Strahlbildner der dritten Ausführungsvariante des Strahlreglers in einer
perspektivischen Darstellung;
- Fig. 10:
- eine vierte Ausführungsvariante des Strahlreglers in einem Längsschnitt; und
- Fig. 11:
- ein zweiter Strahlbildner der vierten Ausführungsvariante des Strahlreglers in einer
perspektivischen Darstellung.
[0021] Die Fig. 1 zeigt eine Sanitärarmatur 2 in einer perspektivischen Darstellung. Die
Sanitärarmatur 2 weist ein Armaturengehäuse 13 mit einem flexibel ausgebildeten Auslauf
14 auf. Das Armaturengehäuse 13 ist an einem hier nicht gezeigten Träger, wie beispielsweise
einem Spülbecken, befestigbar. Durch den Auslauf 14 erstreckt sich ein flexibler Schlauch
15, der mit einer Brause 12 verbunden ist. Über den Schlauch 15 ist der Brause 12
eine Flüssigkeit bzw. Mischwasser zuführbar. Die Abgabe der Flüssigkeit bzw. des Mischwassers
ist über ein Betätigungselement 16 der Sanitärarmatur 2 steuerbar, wobei das Betätigungselement
16 nach Art eines Hebels ausgebildet ist. Die Brause 12 ist lösbar an einem Befestigungsarm
17 des Armaturengehäuses 13 befestigt.
[0022] Die Fig. 2 zeigt die Brause 12 der in der Fig. 1 gezeigten Sanitärarmatur 2 in einer
perspektivischen Darstellung. Die Brause 12 weist einen Zulauf 19 für die Flüssigkeit
mit einem Gewinde 18 auf, über das der in der Fig. 1 gezeigte flexible Schlauch 15
an der Brause 12 befestigbar ist. Zudem weist die Brause 12 ein Umstellelement 11
auf, über das ein Benutzer der Brause 12 zwischen einer Abgabe der Flüssigkeit über
einen ersten Strahlbildner 3 oder zweiten Strahlbildner 4 wählen kann.
[0023] Die Fig. 3 zeigt die Brause 12 in einem Längsschnitt. Die Flüssigkeit ist innerhalb
eines Brausegehäuses 21 der Brause 12 von dem Zulauf 19 über einen Flüssigkeitskanal
20 zu einem Ventil 10 der Brause 12 führbar. Das Ventil 10 umfasst einen Ventilkörper
22, der durch das Umstellelement 11 zwischen einem ersten Ventilsitz 23 und einem
zweiten Ventilsitz 24 verstellbar ist. Befindet sich der Ventilkörper 22 auf dem ersten
Ventilsitz 23, ist der Flüssigkeitskanal 20 flüssigkeitsleitend mit dem ersten Strahlbildner
3 eines Strahlreglers 1 verbunden, sodass die Flüssigkeit über den ersten Strahlbildner
3 als Laminarstrahl abgebbar ist. Eine erste Flüssigkeitsabgabeöffnung 25 des ersten
Strahlbildners 3 weist einen ringförmigen Querschnitt mit einem Innendurchmesser 26
und einem Außendurchmesser 27 auf, sodass der Laminarstrahl zumindest unmittelbar
nach seiner Abgabe durch den ersten Strahlbildner 3 einen ringförmigen Querschnitt
aufweist. Befindet sich der Ventilkörper 22 auf dem zweiten Ventilsitz 24, ist der
Flüssigkeitskanal 20 flüssigkeitsleitend mit dem zweiten Strahlbildner 4 verbunden,
sodass die Flüssigkeit über den zweiten Strahlbildner 4 als Nebelstrahl abgebbar ist.
Der zweite Strahlbildner 4 ist aus einem Düsenelement 5 und einem Zuführelement 6
gebildet, die aus entgegengesetzten Richtungen in eine zylinderförmige bzw. rohrförmige
Aufnahme 28 des ersten Strahlbildners 3 gesteckt sind. Die Brause 12 umfasst einen
Zulaufkanal 7, über den die Flüssigkeit von dem Ventil 10 in eine Zulaufkammern 9
des zweiten Strahlbildners 4 führbar ist. Der Zulaufkanal 7 mündet schräg zu einer
Längsachse 8 des zweiten Strahlbildners 4 in die Zulaufkammern 9, sodass die Flüssigkeit
durch die Zulaufkammern 9 als Wirbelstrom zu einer Düse 29 des Düsenelements 5 strömen
kann. Die Düse 29 verjüngt sich parallel zu der Längsachse 8 in Richtung einer Düsenspitze
bzw. zweiten Flüssigkeitsabgabeöffnung 30 des zweiten Strahlbildners 4. Die zweite
Flüssigkeitsabgabeöffnung 30 weist einen Durchmesser 31 auf.
[0024] Die Fig. 4 zeigt die erste Ausführungsvariante des Strahlreglers 1 in einem perspektivischen
Längsschnitt. Der erste Strahlbildner 3 weist eine Vielzahl von Strömungskanälen 32,
die sich parallel zu der Längsachse 8 des zweiten Strahlbildners 4 bzw. des Strahlreglers
1 erstrecken. Die Strömungskanäle 32 sind dabei so dicht nebeneinander angeordnet,
dass die Flüssigkeit aus der ersten Flüssigkeitsabgabeöffnung 25 des ersten Strahlbildners
3 als Laminarstrahl austritt.
[0025] Die Fig. 5 zeigt den zweiten Strahlbildner 4 mit dem Düsenelement 5 und dem Zuführelement
6 der in den Fig. 3 und 4 gezeigten ersten Ausführungsvariante des Strahlreglers 1.
Die Flüssigkeit strömt als Wirbelstrom durch die in der Fig. 3 und 4 gezeigte Zulaufkammer
9 entlang des Zuführelements 6 und tritt über eine Öffnung 33 des Zuführelements 6
als Wirbelstrom in die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Düse 29 des Düsenelements 5 ein,
sodass die Flüssigkeit durch den zweiten Strahlbildner 4 als Nebelstrahl abgebbar
ist.
[0026] Die Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsvariante des Strahlreglers 1 in einem perspektivischen
Längsschnitt, die Fig. 8 eine dritte Ausführungsvariante des Strahlreglers 1 in einem
perspektivischen Längsschnitt und die Fig. 10 eine vierte Ausführungsvariante des
Strahlreglers 1 in einem perspektivischen Längsschnitt. Die ersten Strahlbildner 3
der zweiten, dritten und vierten Ausführungsvariante des Strahlreglers 1 sind identisch
zu dem in den Fig. 3 und 4 gezeigten ersten Strahlbildner 3 der ersten Ausführungsvariante
des Strahlreglers 1 ausgebildet.
[0027] Die Fig. 7 zeigt den zweiten Strahlbildner 4 der in der Fig. 6 gezeigten zweiten
Ausführungsvariante des Strahlreglers 1 in einer perspektivischen Darstellung, die
Fig. 9 den zweiten Strahlbildner 4 der in der Fig. 8 gezeigten dritten Ausführungsvariante
des Strahlreglers 1 in einer perspektivischen Darstellung und die Fig. 11 den zweiten
Strahlbildner 4 der in der Fig. 10 gezeigten vierten Ausführungsvariante des Strahlreglers
1 in einer perspektivischen Darstellung. Der zweite Strahlbildner 4 der zweiten, dritten
und vierten Ausführungsvariante des Strahlreglers 1 unterscheiden sich von dem in
den Fig. 3 bis 5 gezeigten zweiten Strahlbildner 4 der ersten Ausführungsvariante
des Strahlreglers 1 lediglich geringfügig. Auch bei der zweiten, dritten und vierten
Ausführungsvariante des Strahlreglers 1 strömt die Flüssigkeit als Wirbelstrom durch
die Zulaufkammern 9 entlang des Zuführelements 6 und tritt über zumindest eine Öffnung
33 des Zuführelements 6 oder des Düsenelements 5 als Wirbelstrom in die in den Fig.
6, 8 und 10 gezeigte Düse 29 des Düsenelements 5 ein, sodass die Flüssigkeit durch
den zweiten Strahlbildner 4 als Nebelstrahl abgebbar ist.
[0028] Durch die vorliegende Erfindung ist der Flüssigkeitsverbrauch der Flüssigkeit reduzierbar.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Strahlregler
- 2
- Sanitärarmatur
- 3
- erster Strahlbildner
- 4
- zweiter Strahlbildner
- 5
- Düsenelement
- 6
- Zuführelement
- 7
- Zulaufkanal
- 8
- Längsachse
- 9
- Zulaufkammer
- 10
- Ventil
- 11
- Umstellelement
- 12
- Brause
- 13
- Armaturengehäuse
- 14
- Auslauf
- 15
- Schlauch
- 16
- Betätigungselement
- 17
- Befestigungsarm
- 18
- Gewinde
- 19
- Zulauf
- 20
- Flüssigkeitskanal
- 21
- Brausegehäuse
- 22
- Ventilkörper
- 23
- erster Ventilsitz
- 24
- zweiter Ventilsitz
- 25
- erste Flüssigkeitsabgabeöffnung
- 26
- Innendurchmesser
- 27
- Außendurchmesser
- 28
- Aufnahme
- 29
- Düse
- 30
- zweite Flüssigkeitsabgabeöffnung
- 31
- Durchmesser
- 32
- Strömungskanal
- 33
- Öffnung
1. Strahlregler (1) für eine Sanitärarmatur (2), zumindest aufweisend:
- einen ersten Strahlbildner (3) zur Abgabe der Flüssigkeit als Laminarstrahl; und
- einen zweiten Strahlbildner (4) zur Abgabe der Flüssigkeit als Nebelstrahl.
2. Strahlregler (1) nach Patentanspruch 1, wobei der erste Strahlbildner (3) den zweiten
Strahlbildner (4) zumindest teilweise ringförmig umgibt.
3. Strahlregler (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der zweite Strahlbildner
(4) nach Art einer Düse (29) ausgebildet ist.
4. Strahlregler (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei der zweite Strahlbildner
(4) ein Düsenelement (5) und ein Zuführelement (6) umfasst.
5. Strahlregler (1) nach Patentanspruch 4, wobei das Düsenelement (5) und das Zuführelement
(6) aus entgegengesetzten Richtungen in den ersten Strahlbildner (3) gesteckt sind.
6. Sanitärarmatur (2), zumindest aufweisend:
- ein Armaturengehäuse (13); und
- einen Strahlregler (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche.
7. Sanitärarmatur (2) nach Patentanspruch 6, wobei eine Flüssigkeit einem zweiten Strahlbildner
(4) des Strahlreglers (1) über einen Zulaufkanal (7) zuführbar ist, der schräg zu
einer Längsachse (8) des zweiten Strahlbildners (4) in eine Zulaufkammer (9) des zweiten
Strahlbildners (4) mündet.
8. Sanitärarmatur (2) nach Patentanspruch 6 oder 7, aufweisend ein Ventil (10), mit dem
die Flüssigkeit entweder einem ersten Strahlbildner (3) des Strahlreglers (1) oder
einem zweiten Strahlbildner (4) des Strahlreglers (3) zuführbar ist.
9. Sanitärarmatur (2) nach einem der Patentansprüche 6 bis 8, aufweisend ein Umstellelement
(11) zur Betätigung des Ventils (10).
10. Sanitärarmatur (2) nach Patentanspruch 9, wobei das Umstellelement (11) an dem Armaturengehäuse
(13) oder einer Brause (12) der Sanitärarmatur (2) angeordnet ist.