(19)
(11) EP 4 190 988 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.06.2023  Patentblatt  2023/23

(21) Anmeldenummer: 22207290.2

(22) Anmeldetag:  14.11.2022
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04F 15/06(2006.01)
E01C 5/22(2006.01)
E01C 5/16(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E01C 5/22; E01C 5/16; E04F 15/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 06.12.2021 DE 202021106638 U

(71) Anmelder: BTE Stelcon GmbH
76726 Germersheim (DE)

(72) Erfinder:
  • SPENGLER, Dirk-Uwe
    67354 Römerberg (DE)

(74) Vertreter: Andrejewski - Honke Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB 
An der Reichsbank 8
45127 Essen
45127 Essen (DE)

   


(54) BODENPLATTE


(57) Die Erfindung betrifft eine Bodenplatte mit einem Plattenhauptkörper und mit aus dem Plattenhauptkörper herausgetrennten Ankern, die zu einer Unterseite des Plattenhauptkörpers abgebogen sind, so dass sie aus der Unterseite herauskragen. An Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers sind Randleisten angeordnet, die mit dem Plattenhauptkörper verbunden sind und sich quer zur flächigen Erstreckung des Plattenhauptkörpers in Richtung der Unterseite des Plattenhauptkörpers erstrecken. Der Plattenhauptkörper weist an zumindest zwei gegenüberliegenden Umfangsseiten jeweils zumindest einen randleistenfreien Abschnitt auf, so dass sich zumindest ein Plattentrennbereich zwischen den randleistenfreien Abschnitten der gegenüberliegenden Umfangsseiten ergibt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Bodenplatte mit einem, vorzugsweise in der Draufsicht rechteckigen, bevorzugt quadratischen, Plattenhauptkörper und mit aus dem Plattenhauptkörper herausgetrennten Ankern, die zu einer Unterseite des Plattenhauptkörpers abgebogen sind, so dass sie aus der Unterseite herauskragen, wobei an Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers Randleisten angeordnet sind, die mit dem Plattenhauptkörper verbunden sind, insbesondere von dem Plattenhauptkörper abgekantet sind und sich quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zur flächigen Erstreckung des Plattenhauptkörpers in Richtung der Unterseite des Plattenhauptkörpers erstrecken. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Anker aus dem Plattenhauptkörper herausgestanzt und/oder herausgeschnitten sind. Zweckmäßigerweise sind die Anker einstückig mit dem Plattenhauptkörper ausgebildet.

[0002] Bodenplatten der vorstehend beschriebenen Art sind aus der Praxis in unterschiedlichen Ausführungsformen grundsätzlich bekannt. Die Bodenplatten werden auch als Ankerplatten bezeichnet und werden insbesondere für stark beanspruchte Böden, beispielsweise in Lagerhallen, Werkstätten, Maschinenhallen und dergleichen, verwendet. Die Bodenplatten werden in der Regel aneinander angrenzend verlegt, indem sie mit ihren Ankern und ihren Randleisten in ein noch nicht vollständig ausgehärtetes Betonbett eingelassen werden. Nach dem Aushärten des Betonbettes sind die Ankerplatten fest in dem Untergrund verankert und bilden mit den Oberseiten ihrer Plattenhauptkörper eine ebene, befahrbare und sehr belastbare Fläche. Die aus der Praxis bekannten Bodenplatten bzw. Ankerplatten haben sich insoweit grundsätzlich bewährt. Bei den bekannten Bodenplatten hat sich allerdings gezeigt, dass diese beim Verlegen aufgrund ihrer dem Standardmaß entsprechenden, identischen Größe nur wenig flexibel einsetzbar sind. Dies kann beispielsweise in Randbereichen der Verlegefläche zu Problemen führen, wenn etwa zur Vervollständigung der Fläche eine Bodenplatte mit vom üblichen Maß abweichender Größe benötigt wird. Die gesonderte Anfertigung von Bodenplatten mit von dem Standardmaß abweichender Größe ist aufwendig und insbesondere kostenaufwendig. Insoweit besteht Verbesserungsbedarf.

[0003] Der Erfindung liegt demgegenüber das technische Problem zugrunde, eine Bodenplatte der eingangs genannten Art anzugeben, mit der die vorstehend beschriebenen Nachteile einfach und funktionssicher vermieden werden können und die insbesondere im Hinblick auf den Verlegevorgang flexibel einsetzbar ist.

[0004] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung eine Bodenplatte mit einem, vorzugsweise in der Draufsicht rechteckigen, bevorzugt quadratischen, Plattenhauptkörper und mit aus dem Plattenhauptkörper herausgetrennten Ankern, die zu einer Unterseite des Plattenhauptkörpers abgebogen sind, so dass sie aus der Unterseite herauskragen, wobei an Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers Randleisten angeordnet sind, die mit dem Plattenhauptkörper verbunden sind, insbesondere von dem Plattenhauptkörper abgekantet sind, und sich quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zur flächigen Erstreckung des Plattenhauptkörpers in Richtung der Unterseite des Plattenhauptkörpers erstrecken. Die erfindungsgemäße Bodenplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass der Plattenhauptkörper an zumindest zwei gegenüberliegenden Umfangsseiten jeweils zumindest einen, insbesondere von den Enden der jeweiligen Umfangsseite beabstandet angeordneten, randleistenfreien Abschnitt aufweist, so dass sich zumindest ein Plattentrennbereich zwischen den randleistenfreien Abschnitten der gegenüberliegenden Umfangsseiten ergibt.

[0005] Plattenhauptkörper meint im Rahmen der Erfindung insbesondere einen plattenförmigen Hauptkörper der Bodenplatte. Die Begriffe Unterseite und Oberseite des Plattenhauptkörpers beziehen sich insbesondere auf den verlegten Zustand der Bodenplatte, in dem die Oberseite des Plattenhauptkörpers die befahrbare Fläche bildet, wobei die Unterseite des Plattenhauptkörpers insbesondere dem Betonuntergrund zugewandt ist. Der Plattenhauptkörper ist vorzugsweise in der Draufsicht rechteckig, bevorzugt quadratisch ausgebildet und weist dann vier Umfangsseiten auf. Zweckmäßigerweise ist an allen Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers jeweils zumindest eine Randleiste angeordnet. Bevorzugt sind an allen Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers jeweils zumindest zwei, insbesondere zwei Randleisten angeordnet und besonders bevorzugt nebeneinander angeordnet.

[0006] Der Begriff randleistenfreier Abschnitt meint im Rahmen der Erfindung insbesondere einen Abschnitt des Plattenhauptkörpers bzw. der Umfangsseite des Plattenhauptkörpers, an dem keine Randleiste angeordnet ist bzw. dem keine Randleiste zugeordnet ist, so dass sich in diesem Abschnitt an der entsprechenden Umfangsseite keine Randleiste befindet. In dem randleistenfreien Abschnitt des Plattenhauptkörpers weist die Bodenplatte also lediglich den Plattenhauptkörper und keine Randleiste auf. Mit dem Begriff Enden der Umfangsseite sind im Rahmen der Erfindung insbesondere die den Ecken des Plattenhauptkörpers zugeordneten Enden der Umfangsseite gemeint. Dass ein randleistenfreier Abschnitt beabstandet von den Enden der jeweiligen Umfangsseite angeordnet ist, meint im Rahmen der Erfindung insbesondere, dass sich der randleistenfreie Abschnitt nicht bis zu einem Ende der Umfangsseite erstreckt und somit insbesondere das Ende der Umfangsseite nicht mit umfasst.

[0007] Erfindungsgemäß ergibt sich zwischen den randleistenfreien Abschnitten der gegenüberliegenden Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers zumindest ein Plattentrennbereich. Mit gegenüberliegenden Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers sind im Rahmen der Erfindung insbesondere direkt gegenüberliegende Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers gemeint. Der Plattentrennbereich ergibt sich aus den an gegenüberliegenden Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers angeordneten randleistenfreien Abschnitten und verläuft somit auf dem Plattenhauptkörper bzw. entlang des Plattenhauptkörpers. Die randleistenfreien Abschnitte spannen den Plattentrennbereich demnach bevorzugt zwischen sich auf. In diesem Plattentrennbereich bzw. entlang dieses Plattentrennbereiches ist es möglich, die Bodenplatte einfach und funktionssicher zu zertrennen bzw. zu zerteilen, da aufgrund der Randleistenfreiheit in den randleistenfreien Abschnitten beim Trennvorgang in dem Plattentrennbereich lediglich der Plattenhauptkörper durchtrennt werden muss. Der Erfindung liegt insoweit die Erkenntnis zugrunde, dass aufgrund der erfindungsgemäßen randleistenfreien Abschnitte eine sehr einfache Trennung bzw. Teilung der Platte in dem zumindest einen Plattentrennbereich bzw. entlang des zumindest einen Plattentrennbereiches erfolgen kann, wenn die Verlegesituation dies erfordert.

[0008] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Plattenhauptkörper an zumindest vier bzw. an allen Umfangsseiten jeweils zumindest einen, insbesondere von den Enden des Plattenhauptkörpers beabstandet angeordneten, randleistenfreien Abschnitt auf, so dass sich jeweils zumindest ein Plattentrennbereich zwischen den randleistenfreien Abschnitten gegenüberliegender Umfangsseiten ergibt. Im Rahmen dieser bevorzugten Ausführungsform weist der Plattenhauptkörper zweckmäßigerweise zumindest vier randleistenfreie Abschnitte auf, wobei sich insbesondere an jeder Umfangsseite des Plattenhauptkörpers zumindest ein randleistenfreier Abschnitt befindet. Aus den randleistenfreien Abschnitten der paarweise gegenüberliegenden Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers resultieren dann zweckmäßigerweise zumindest zwei Plattentrennbereiche auf dem Plattenhauptkörper bzw. entlang des Plattenhauptkörpers. Dieser Ausführungsform liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei einem rechteckigen, insbesondere bei einem quadratischen, Plattenhauptkörper eine Trennung der Platte einfach und funktionssicher im Zuge des Verlegevorganges durchgeführt werden kann, ohne dass die Platte vorher für die Trennung ausgerichtet werden muss, da sich an jeder Umfangsseite zumindest ein randleistenfreier Abschnitt befindet, dem ein gegenüberliegender randleistenfreier Abschnitt zugeordnet ist, so dass der Trennvorgang an jeder Umfangsseite des Plattenhauptkörpers beginnend vorgenommen werden kann.

[0009] Es ist bevorzugt, dass die den zumindest einen Plattentrennbereich aufspannenden randleistenfreien Abschnitte von den Enden der jeweiligen Umfangsseite beabstandet angeordnet sind. Es hat sich in diesem Zusammenhang besonders bewährt, dass die den zumindest einen Plattentrennbereich aufspannenden randleistenfreien Abschnitte jeweils in einem Bereich zwischen 20 % und 80 %, insbesondere zwischen 30 % und 70 %, vorzugsweise zwischen 40 % und 60 % der Länge L der jeweiligen Umfangsseite angeordnet sind. Dies meint insbesondere, dass die randleistenfreien Abschnitte vollständig innerhalb dieses Bereiches angeordnet sind. Länge L der jeweiligen Umfangsseite meint im Rahmen der Erfindung insbesondere die größte Erstreckung der Umfangsseite zwischen ihren Enden. Gemäß ganz besonders bevorzugter Ausführungsform sind die den zumindest einen Plattentrennbereich aufspannenden randleistenfreien Abschnitte jeweils umfangsseitenmittig bzw. im Wesentlichen umfangsseitenmittig angeordnet. Diese Ausführungsform hat sich im Rahmen der Erfindung besonders bewährt.

[0010] Eine ganz besonders empfohlene Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass die den zumindest einen Plattentrennbereich aufspannenden randleistenfreien Abschnitte direkt gegenüberliegend zueinander angeordnet sind und insbesondere gegenüberliegend miteinander fluchten. Dass zwei randleistenfreie Abschnitte gegenüberliegend miteinander fluchten, meint im Rahmen der Erfindung insbesondere, dass diese randleistenfreien Abschnitte direkt gegenüberliegend zueinander angeordnet sind und die gleiche Breite b bzw. im Wesentlichen die gleiche Breite b aufweisen. Dabei meint die Breite b eines randleistenfreien Abschnittes insbesondere seine größte Erstreckung entlang der entsprechenden Umfangsseite des Plattenhauptkörpers.

[0011] Es ist bevorzugt, dass die den zumindest einen Plattentrennbereich aufspannenden randleistenfreien Abschnitte jeweils umfangsseitenmittig bzw. im Wesentlichen umfangsseitenmittig angeordnet sind und außerdem direkt gegenüberliegend zueinander angeordnet sind, wobei sie vorzugsweise gegenüberliegend miteinander fluchten. Der sich ergebende Plattentrennbereich erstreckt sich dann zweckmäßigerweise parallel zu den beiden übrigen Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers. Wenn gemäß bevorzugter Ausführungsform an vier Umfangsseiten bzw. an allen Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers randleistenfreie Abschnitte vorhanden sind, sind diese randleistenfreien Abschnitte vorzugsweise jeweils umfangsseitenmittig bzw. im Wesentlichen umfangseitenmittig angeordnet und außerdem bevorzugt jeweils paarweise direkt gegenüberliegend zueinander angeordnet, wobei sie insbesondere paarweise gegenüberliegend miteinander fluchten. Dann ergeben sich vorzugsweise zwei Plattentrennbereiche, die sich jeweils parallel bzw. im Wesentlichen parallel zu den beiden übrigen Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers erstrecken. Auf diese Weise ergibt sich bevorzugt ein Trennkreuz für die Bodenplatte bzw. für den Plattenhauptkörper aus den zwei Plattentrennbereichen.

[0012] Es ist durch die vorzugsweise vorgesehene umfangsseitenmittige bzw. im Wesentlichen umfangseitenmittige Anordnung der randleistenfreien Abschnitte im Übrigen möglich, dass die Bodenplatte derart in den zumindest einen Plattentrennbereich bzw. entlang des zumindest einen Plattentrennbereiches trennbar ist, dass nach der Trennung zwei identische Plattenteile resultieren. Bei einem quadratischen Plattenhauptkörper resultieren im Rahmen einer solchen Ausführungsform nach der Trennung der Bodenplatte zwei identische, in der Draufsicht rechteckige Plattenteile. Die Plattentrennung erfolgt im Übrigen empfohlenermaßen auf bzw. entlang einer Trennlinie, die innerhalb des Plattentrennbereiches verläuft.

[0013] Erfindungsgemäß weist die Bodenplatte aus dem Plattenhauptkörper herausgetrennte, insbesondere herausgeschnittene und/oder herausgestanzte, Anker auf, die zu der Unterseite des Plattenhauptkörpers abgebogen sind, so dass sie aus der Unterseite herauskragen. Dabei ergeben sich zweckmäßigerweise den Ankern zugeordnete Ankerlöcher in dem Plattenhauptkörper. Es hat sich bewährt, dass die Anker gleichmäßig verteilt an dem Plattenhauptkörper angeordnet sind. Es empfiehlt sich, dass die Anker derart verteilt an dem Plattenhauptkörper angeordnet sind, dass sich bei einer Trennung der Bodenplatte zwei, insbesondere identische, Plattenteile mit identisch verteilter Anordnung der Anker ergeben. Insoweit sind die Anker zweckmäßigerweise in Bezug auf den zumindest einen Plattentrennbereich bzw. auf eine in dem zumindest einen Plattentrennbereich verlaufende Trennlinie spiegelsymmetrisch an dem Plattenhauptkörper verteilt angeordnet.

[0014] Es ist im Rahmen der Erfindung besonders bevorzugt, dass einseitig und/oder beidseitig parallel neben dem zumindest einen Plattentrennbereich eine Ankerreihe aus Ankern angeordnet ist. Innerhalb des Plattentrennbereiches sind vorzugsweise keine Anker angeordnet. Dass die Ankerreihe bzw. die Ankerreihen parallel neben dem zumindest einen Plattentrennbereich angeordnet sind, meint insbesondere, dass die Ankerreihe bzw. die Ankerreihen parallel zu dem zumindest einen Plattentrennbereich und neben, insbesondere direkt neben, dem zumindest einen Plattentrennbereich verlaufen. Dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenplatte liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die einseitig und/oder beidseitig parallel neben dem zumindest einen Plattentrennbereich angeordnete Ankerreihe nach der Trennung der Bodenplatte gleichsam als Ersatzrandleiste wirkt. Bei der Trennung der Bodenplatte entlang bzw. innerhalb des zumindest einen Plattentrennbereiches resultieren zwei Plattenteile, die an ihren sich im Zuge des Trennvorganges bildenden Umfangsseiten keine Randleisten aufweisen. Die empfohlenermaßen einseitig und/oder beidseitig parallel neben dem Plattentrennbereich angeordnete Ankerreihe bzw. die Ankerreihen dienen dann bei den resultierenden Plattenteilen als Ersatz für diese nicht vorhandenen Randleisten. Der bevorzugten Ausführungsform, bei der innerhalb des Plattentrennbereiches keine Anker angeordnet sind, liegt die Erkenntnis zugrunde, dass der Trennvorgang innerhalb bzw. entlang des Plattentrennbereiches dann sehr einfach vorgenommen werden kann, weil dort weder Randleisten, noch Anker und/oder Ankerlöcher vorhanden sind.

[0015] Wenn gemäß bevorzugter Ausführungsform der Erfindung einseitig und/oder beidseitig parallel neben dem zumindest einen Plattentrennbereich eine Ankerreihe aus Ankern angeordnet ist, liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die Anker der Ankerreihe bzw. der Ankerreihen mit ihrer aus der Unterseite des Plattenhauptkörpers herausgetrennten Ankerrückseite in Richtung des Plattentrennbereiches orientiert sind. Mit der Ankerrückseite ist dabei insbesondere diejenige Seite der Anker gemeint, die zur Bildung der Anker aus der Unterseite des Plattenhauptkörpers herausgetrennt ist. Dass eine Ankerrückseite in Richtung des Plattentrennbereiches orientiert ist, meint im Rahmen der Erfindung insbesondere, dass die Ankerrückseite dem der jeweiligen Ankerreihe zugeordneten Plattentrennbereich zugewandt ist. Dieser Ausführungsform liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die einseitig und/oder beidseitig parallel neben dem zumindest einen Plattentrennbereich angeordnete Ankerreihe bzw. die Ankerreihen dann besonders effektiv und funktionssicher eine Ersatzrandleiste bilden können.

[0016] Es hat sich im Rahmen der Erfindung besonders bewährt, dass die Anker in einer Seitenansicht flach bzw. schwach S-förmig ausgebildet sind. Dieser Ausführungsform liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch die flache bzw. schwache S-Form der Anker eine besonders funktionssichere Verankerung der Bodenplatte in dem Untergrund erfolgen kann.

[0017] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass die Randleisten Verbindungsstege aufweisen, wobei die Randleisten über die Verbindungsstege mit dem Plattenhauptkörper verbunden sind. Zweckmäßigerweise ist in zumindest einer Randleiste, bevorzugt in allen Randleisten, jeweils zwischen zwei Verbindungsstegen eine Randleistenausnehmung angeordnet. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Verbindungsstege einstückig mit dem Plattenhauptkörper verbunden sind. Der bevorzugten Ausgestaltung der Randleisten mit Verbindungsstegen und zwischen den Verbindungsstegen angeordneten Randleistenausnehmungen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die derart ausgestaltete Bodenplatte besonders einfach und funktionssicher in ein noch nicht ausgehärtetes Betonbett eingedrückt werden kann, da der Beton beim Eindrücken durch die Randleistenausnehmungen hindurchtreten kann. Die Verbindungsstege der Randleisten stellen nichtsdestoweniger eine sehr funktionssichere Verbindung zwischen der Randleiste und dem Plattenhauptkörper sicher. Es ist besonders bevorzugt, dass die zumindest eine Randleistenausnehmung als Langloch ausgebildet ist, so dass vorzugsweise schmale Verbindungsstege resultieren.

[0018] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass Außenseiten der Randleisten mit ihnen zugeordneten Außenkanten des Plattenhauptkörpers fluchten. Außenseite einer Randleiste meint dabei insbesondere die in Richtung der Bodenplattenaußenseite gewandte Seite der Randleiste. Außenkante des Plattenhauptkörpers meint im Rahmen der Erfindung insbesondere die in Richtung der Bodenplattenaußenseite gewandte Außenkante des Plattenhauptkörpers. Vorzugsweise fluchten die Außenseiten aller Randleisten mit den ihnen zugeordneten Außenkanten des Plattenhauptkörpers. Der bevorzugten Ausführungsform, bei der die Außenseiten der Randleisten mit den ihnen zugeordneten Außenkanten des Plattenhauptkörpers fluchten, liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Bodenplatten dann fugenlos bzw. im Wesentlichen fugenlos und insbesondere Außenseite einer Randleiste an Außenseite einer Randleiste und Außenkante eines Plattenhauptkörpers an Außenkante eines Plattenhauptkörpers verlegt werden können. Es liegt im Übrigen im Rahmen der Erfindung, dass die Randleisten nicht über die Oberseite des Plattenhauptkörpers hinausragen.

[0019] Es ist bevorzugt, dass die Höhe h der Randleisten 8 mm bis 30 mm, vorzugsweise 10 mm bis 25 mm, bevorzugt 12 mm bis 23 mm, besonders bevorzugt 14 mm bis 21 mm beträgt. Gemäß einer Ausführungsform beträgt die Höhe h der Randleisten 14 mm bis 19 mm. Empfohlenermaßen weisen alle Randleisten der Bodenplatte die gleiche Höhe h bzw. im Wesentlichen die gleiche Höhe h auf. Höhe h einer Randleiste meint dabei insbesondere die größte Erstreckung der Randleiste quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zur flächigen Erstreckung des Plattenhauptkörpers von dem der Unterseite des Plattenhauptkörpers abgewandten Ende der Randleiste bis zu der Unterseite des Plattenhauptkörpers. Dieser Ausführungsform liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die Höhe h der Randleisten in diesem Bereich für eine ausreichende Stabilität der Bodenplatte und eine ausreichende Verankerung in dem Untergrund sorgt, wobei die Bodenplatte nichtsdestoweniger relativ flach ausgebildet ist.

[0020] Es hat sich bewährt, dass die Dicke d des Plattenhauptkörpers 1 mm bis 5 mm, vorzugsweise 2 mm bis 4 mm, bevorzugt 2,5 mm bis 3,5 mm beträgt. Dicke d des Plattenhauptkörpers meint dabei die größte Erstreckung des Plattenhauptkörpers quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zu seiner flächigen Erstreckung. Es ist bevorzugt, dass die Randleisten die gleiche Dicke bzw. im Wesentlichen die gleiche Dicke wie der Plattenhauptkörper besitzen.

[0021] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Länge L einer Umfangsseite des Plattenhauptkörpers 150 mm bis 450 mm, vorzugsweise 200 mm bis 400 mm, bevorzugt 250 mm bis 350 mm, besonders bevorzugt 280 mm bis 320 mm beträgt. Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bodenplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass der Plattenhauptkörper in der Draufsicht quadratisch ausgebildet ist und dass die Länge L der Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers 250 mm bis 350 mm, bevorzugt 280 mm bis 320 mm beträgt. Es liegt im Übrigen im Rahmen der Erfindung, dass das Verhältnis der Breite b eines randleistenfreien Abschnittes zur Länge L der ihm zugeordneten Umfangsseite des Plattenhauptkörpers b/L 1:42 bis 1:6, vorzugsweise 1:36 bis 1:12, bevorzugt 1:30 bis 1:18, besonders bevorzugt 1:26 bis 1:22 beträgt.

[0022] Zweckmäßigerweise beträgt die Breite b zumindest eines randleistenfreien Abschnittes, vorzugsweise aller randleistenfreier Abschnitte des Plattenhauptkörpers 5 mm bis 20 mm, bevorzugt 7 mm bis 18 mm, besonders bevorzugt 9 mm bis 16 mm und ganz besonders bevorzugt 10 mm bis 14 mm.

[0023] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Plattenhauptkörper an seiner Oberseite Aufwölbungen aufweist. Die Aufwölbungen ragen zweckmäßigerweise konvex aus der Oberseite des Plattenhauptkörpers heraus. Zweckmäßigerweise sind die Aufwölbungen als Prägungen in der Unterseite des Plattenhauptkörpers ausgebildet, so dass die Unterseite des Plattenhauptkörpers zu den Aufwölbungen komplementäre konkave Einbuchtungen aufweist. Im Rahmen der Erfindung dienen die Aufwölbungen an der Oberseite des Plattenhauptkörpers insbesondere dazu, die Trittsicherheit bzw. Rutschsicherheit der Bodenplatte zu gewährleisten. Es hat sich bewährt, dass jedem Anker der Bodenplatte zumindest eine Aufwölbung zugeordnet ist. Zweckmäßigerweise sind dazu die Ankerlöcher des Plattenhauptkörpers innerhalb der Aufwölbungen vorgesehen.

[0024] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Bodenplatte zumindest 15, vorzugsweise zumindest 20, bevorzugt zumindest 25, besonders bevorzugt zumindest 30 Anker auf. Die Bodenplatte ist im Rahmen der Erfindung auf Basis von zumindest einem aus der Gruppe: "Stahl, Edelstahl, verzinkter Stahl" ausgewählten Material ausgebildet. Es ist möglich, dass die Bodenplatte aus zumindest einem aus der Gruppe: "Stahl, Edelstahl, verzinkter Stahl" ausgewählten Material besteht bzw. im Wesentlichen besteht.

[0025] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer Umfangsseite des Plattenhauptkörpers, vorzugsweise an allen Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers, zumindest zwei, insbesondere zwei, Randleisten angeordnet sind, wobei bevorzugt zwischen den zumindest zwei Randleisten einer Umfangsseite ein randleistenfreier Abschnitt angeordnet ist. Die zumindest zwei Randleisten einer Umfangsseite des Plattenhauptkörpers sind im Rahmen dieser Ausführungsform insbesondere nebeneinander angeordnet. Dann ist der randleistenfreie Abschnitt zweckmäßigerweise als Lücke zwischen den beiden Randleisten der Umfangsseite des Plattenhauptkörpers vorgesehen.

[0026] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die erfindungsgemäße Bodenplatte hinsichtlich ihrer Stabilität und im Hinblick auf die Möglichkeit der Verankerung in einem Untergrund allen Anforderungen genügt. Nichtsdestoweniger ist die erfindungsgemäße Bodenplatte im Hinblick auf ihre Verlegung sehr flexibel einsetzbar. Die erfindungsgemäße Bodenplatte kann insbesondere innerhalb bzw. entlang des zumindest einen Plattentrennbereiches einfach und funktionssicher getrennt bzw. geteilt werden, so dass sich zwei Plattenteile ergeben. Diese Trennung ist durch die randleistenfreien Abschnitte an zumindest zwei gegenüberliegenden Umfangsseiten des Plattenhauptkörpers der Bodenplatte sehr einfach und funktionssicher möglich. Wenn gemäß bevorzugter Ausführungsform einseitig und/oder beidseitig parallel neben dem zumindest einen Plattentrennbereich eine Ankerreihe aus Ankern angeordnet ist, dann kann diese Ankerreihe nach der Plattentrennung innerhalb bzw. entlang des Plattentrennbereiches als Ersatzrandleiste wirken, so dass sowohl die Stabilität der Bodenplattenteile nach der Trennung als auch eine sichere Verankerung im Untergrund gewährleistet bleibt. Es ist weiterhin zu betonen, dass die erfindungsgemäßen Maßnahmen wenig aufwendig und insbesondere wenig kostenaufwendig sind, so dass die Bodenplatte trotz der beachtlichen Vorteile gegenüber den aus der Praxis bekannten Bodenplatten sehr wirtschaftlich herstellbar ist.

[0027] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig.1
eine perspektivische Oberansicht einer erfindungsgemäßen Bodenplatte,
Fig. 2
eine perspektivische Unteransicht einer erfindungsgemäßen Bodenplatte und
Fig. 3
eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Bodenplatte.


[0028] Die Figuren zeigen eine erfindungsgemäße Bodenplatte 1 mit einem vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel in der Draufsicht quadratischen Plattenhauptkörper 2 und mit aus dem Plattenhauptkörper 2 herausgetrennten Ankern 3, die zu der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 abgebogen sind, so dass sie aus der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 herauskragen. Die Bodenplatte 1 besteht zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel aus Stahl. An den Umfangsseiten 5, bevorzugt und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren an allen vier Umfangsseiten 5 des Plattenhauptkörpers 2 sind Randleisten 6 angeordnet, die mit dem Plattenhauptkörper 2 verbunden und bevorzugt und im Ausführungsbeispiel von dem Plattenhauptkörper 2 abgekantet sind. Die Randleisten 6 erstrecken sich quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zur flächigen Erstreckung des Plattenhauptkörpers 2 in Richtung der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren sind an allen vier Umfangsseiten 5 des Plattenhauptkörpers 2 jeweils zwei Randleisten 6 nebeneinander angeordnet.

[0029] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel weist der Plattenhauptkörper 2 an seinen vier Umfangsseiten 5 bzw. an allen Umfangsseiten 5 jeweils einen randleistenfreien Abschnitt 8 auf, so dass sich jeweils zumindest ein Plattentrennbereich 9 zwischen den randleistenfreien Abschnitten 8 gegenüberliegender Umfangsseiten 5 ergibt. Die randleistenfeien Abschnitte 8 spannen bevorzugt und im Ausführungsbeispiel jeweils paarweise gegenüberliegend einen Plattentrennbereich 9 zwischen sich auf. Dies ist insbesondere in der Fig. 2 zu erkennen. Randleistenfreier Abschnitt 8 meint dabei insbesondere einen Abschnitt des Plattenhauptkörpers 2 bzw. der Umfangsseite 5 des Plattenhauptkörpers 2, an dem keine Randleiste 6 angeordnet ist bzw. dem keine Randleiste 6 zugeordnet ist.

[0030] Die randleistenfreien Abschnitte 8 sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel von den Enden 7 der jeweiligen Umfangsseite 5 beabstandet angeordnet. Ende 7 einer Umfangsseite 5 meint dabei insbesondere die den Ecken des Plattenhauptkörpers 2 zugeordneten Enden 7 der Umfangsseite 5. Es ist besonders bevorzugt, dass die die beiden Plattentrennbereiche 9 aufspannenden randleistenfreien Abschnitte 8 jeweils vollständig in einem Bereich zwischen 40 % und 60 % der Länge L der jeweiligen Umfangsseite 5 angeordnet sind. Länge L der Umfangsseite 5 meint dabei insbesondere die größte Erstreckung der Umfangsseite 5 zwischen ihren Enden 7. Ganz besonders bevorzugt und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren sind die randleistenfreien Abschnitte 8 der Bodenplatte 1 jeweils umfangsseitenmittig bzw. im Wesentlichen umfangsseitenmittig angeordnet.

[0031] In den Plattentrennbereichen 9 bzw. entlang der Plattentrennbereiche 9 ist es möglich, die Bodenplatte 1 einfach und funktionssicher zu zertrennen bzw. zu zerteilen, da aufgrund der Randleistenfreiheit in den randleistenfreien Abschnitten 8 beim Trennvorgang innerhalb bzw. entlang des Plattentrennbereiches 9 lediglich der Plattenhauptkörper 2 durchtrennt werden muss. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel sind die die Plattentrennbereiche 9 aufspannenden randleistenfreien Abschnitte 8 paarweise direkt gegenüberliegend zueinander angeordnet und fluchten ganz besonders bevorzugt und im Ausführungsbeispiel gegenüberliegend miteinander. Dazu weisen die randleistenfreien Abschnitte 8 empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel jeweils die gleiche Breite b bzw. im Wesentlichen die gleiche Breite b auf. Breite b eines randleistenfreien Abschnittes 8 meint dabei insbesondere die größte Erstreckung des randleistenfreien Abschnittes 8 entlang der zugeordneten Umfangsseite 5 des Plattenhauptkörpers 2. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren erstrecken sich die Plattentrennbereiche 9 jeweils parallel bzw. im Wesentlichen parallel zu den beiden übrigen Umfangsseiten 5 des Plattenhauptkörpers 2. Auf diese Weise bildet sich ein Trennkreuz für die Bodenplatte 1 bzw. für den Plattenhauptkörper 2 aus den beiden Plattentrennbereichen 9. Die Trennung der Bodenplatte 1 kann im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel derart erfolgen, dass nach der Trennung innerhalb bzw. entlang eines der beiden Plattentrennbereiche 9 zwei identische Plattenteile resultieren. Zweckmäßigerweise erfolgt die Trennung der Bodenplatte 1 entlang einer innerhalb des Plattentrennbereiches 9 verlaufenden Trennlinie.

[0032] Die Anker 3 sind vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel derart verteilt an dem Plattenhauptkörper 2 angeordnet, dass sich bei der Trennung der Bodenplatte 1 insbesondere zwei identische Plattenteile mit identisch verteilter Anordnung der Anker 3 ergeben. Insoweit sind die Anker 3 bevorzugt und im Ausführungsbeispiel in Bezug auf zumindest einen Plattentrennbereich 9 bzw. auf eine innerhalb eines Plattentrennbereiches 9 verlaufende Trennlinie spiegelsymmetrisch auf dem Plattenhauptkörper 2 verteilt angeordnet. Es liegt im Übrigen im Rahmen der Erfindung, dass die Bodenplatte 1 zumindest 25, besonders bevorzugt zumindest 30 Anker 3 aufweist. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren weist die Bodenplatte 1 32 Anker 3 auf. Die Anker 3 der Bodenplatte 1 sind aus dem Plattenhauptkörper 2 herausgetrennt und zur Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 abgebogen. Dadurch ergeben sich zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel den Ankern 3 zugeordnete Ankerlöcher 18 in dem Plattenhauptkörper 2.

[0033] Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren ist beidseitig parallel neben zumindest einem Plattentrennbereich 9, vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel neben beiden Plattentrennbereichen 9, jeweils eine Ankerreihe 10 aus Ankern 3 angeordnet. Dabei sind zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel die Anker 3 der Ankerreihe 10 mit ihrer aus der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 herausgetrennten Ankerrückseite 11 in Richtung des der jeweiligen Ankerreihe 10 zugeordneten Plattentrennbereiches 9 orientiert. Dies ist insbesondere in der Fig. 2 zu erkennen. Ankerrückseite 11 meint dabei insbesondere diejenige Seite der Anker 3, die zur Bildung der Anker 3 aus der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 herausgetrennt ist. Dass eine Ankerrückseite 11 in Richtung eines Plattentrennbereiches 9 orientiert ist, meint im Rahmen der Erfindung insbesondere, dass die Ankerrückseite 11 dem Plattentrennbereich 9 zugewandt ist. Im Rahmen dieser Ausführungsform bilden die Ankerreihen 10 nach der Trennung der Bodenplatte 1 innerhalb bzw. entlang eines Plattentrennbereiches 9 gleichsam eine Ersatzrandleiste.

[0034] Bevorzugt und im Ausführungsbeispiel sind die Anker 3 in einer Seitenansicht flach bzw. schwach S-förmig ausgebildet.

[0035] Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel weisen die Randleisten 6 Verbindungsstege 12 auf, wobei die Randleisten 6 über die Verbindungsstege 12 mit dem Plattenhauptkörper 2 verbunden sind. Bevorzugt und im Ausführungsbeispiel sind die Verbindungsstege 12 einstückig mit dem Plattenhauptkörper 2 verbunden. Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren ist in allen Randleisten 6 jeweils zwischen zwei Verbindungsstegen 12 eine Randleistenausnehmung 13 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind die resultierenden Randleistenausnehmungen 13 als Langloch ausgestaltet, so dass schmale Verbindungsstege 12 resultieren. Weiter bevorzugt und im Ausführungsbeispiel fluchten die Außenseiten 14 der Randleisten 6 mit den ihnen zugeordneten Außenkanten 15 des Plattenhauptkörpers 2. Außenseite 14 einer Randleiste 6 meint dabei insbesondere die in Richtung der Bodenplattenaußenseite gewandte Seite einer Randleiste 6. Außenkante 15 des Plattenhauptkörpers 2 meint in diesem Zusammenhang insbesondere eine in Richtung der Bodenplattenaußenseite gewandte Außenkante des Plattenhauptkörpers 2.

[0036] Es ist bevorzugt, dass die Höhe h zumindest einer Randleiste 6 10 mm bis 25 mm, bevorzugt 12 mm bis 23 mm beträgt. Zweckmäßigerweise beträgt die Höhe h aller Randleisten 6 des Plattenhauptkörpers 2 10 mm bis 25 mm, bevorzugt 12 mm bis 23 mm. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren mag die Höhe h aller Randleisten 6 etwa 15 mm betragen. Höhe h einer Randleiste 6 meint dabei insbesondere die größte Erstreckung der Randleiste 6 quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zur flächigen Erstreckung des Plattenhauptkörpers 2 von dem der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 abgewandten Ende der Randleiste 6 bis zu der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2. Dies ist insbesondere in der Fig. 3 zu erkennen. Vorzugsweise beträgt die Dicke d des Plattenhauptkörpers 2 2 mm bis 4 mm. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren mag die Dicke d des Plattenhauptkörpers 2 etwa 3 mm betragen. Dicke d des Plattenhauptkörpers 2 meint dabei die größte Erstreckung des Plattenhauptkörpers quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zu seiner flächigen Erstreckung. Die Länge L einer Umfangsseite 5 des Plattenhauptkörpers 2 beträgt vorzugsweise 200 mm bis 400 mm. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren mögen die vier Umfangsseiten 5 des in der Draufsicht quadratisch ausgebildeten Plattenhauptkörpers 2 jeweils etwa eine Länge L von 300 mm aufweisen. Es liegt in diesem Zusammenhang im Rahmen der Erfindung, dass das Verhältnis der Breite b eines randleistenfreien Abschnittes 8 zur Länge L der ihm zugeordneten Umfangsseite 5 des Plattenhauptkörpers 2 b/L 1:30 bis 1:18, besonders bevorzugt 1:26 bis 1:22 beträgt. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren mag das Verhältnis b/L etwa 1:24 betragen. Die Breite b eines randleistenfreien Abschnittes 8 beträgt empfohlenermaßen 7 mm bis 18 mm, bevorzugt 9 mm bis 16 mm. Ganz besonders bevorzugt und im Ausführungsbeispiel beträgt die Breite b aller randleistenfreien Abschnitte 8 des Plattenhauptkörpers 2 etwa 12 mm.

[0037] Weiter bevorzugt und im Ausführungsbeispiel weist der Plattenhauptkörper 2 an seiner Oberseite 16 Aufwölbungen 17 auf. Die Aufwölbungen 17 ragen zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel konvex aus der Oberseite 16 des Plattenhauptkörpers 2 heraus. Die Aufwölbungen 17 sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel als Prägungen in der Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 ausgebildet, so dass die Unterseite 4 des Plattenhauptkörpers 2 zu den Aufwölbungen 17 komplementäre, konkave Einbuchtungen aufweist. Dies verdeutlicht insbesondere eine vergleichende Betrachtung der Figuren 1 und 2. Durch die Aufwölbungen 17 kann insbesondere die Rutschsicherheit bzw. Trittsicherheit der Bodenplatte 1 gewährleistet werden. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist jedem Anker 3 der Bodenplatte 1 zumindest eine Aufwölbung 17 zugeordnet. Weiter bevorzugt und im Ausführungsbeispiel sind dazu die Ankerlöcher 18 des Plattenhauptkörpers 2 innerhalb der Aufwölbungen 17 vorgesehen.


Ansprüche

1. Bodenplatte (1) mit einem, vorzugsweise in der Draufsicht rechteckigen, bevorzugt quadratischen, Plattenhauptkörper (2) und mit aus dem Plattenhauptkörper (2) herausgetrennten Ankern (3), die zu einer Unterseite (4) des Plattenhauptkörpers (2) abgebogen sind, so dass sie aus der Unterseite (4) herauskragen,

wobei an Umfangsseiten (5) des Plattenhauptkörpers (2) Randleisten (6) angeordnet sind, die mit dem Plattenhauptkörper (2) verbunden sind, insbesondere von dem Plattenhauptkörper (2) abgekantet sind, und sich quer, insbesondere senkrecht bzw. im Wesentlichen senkrecht zur flächigen Erstreckung des Plattenhauptkörpers (2) in Richtung der Unterseite (4) des Plattenhauptkörpers (2) erstrecken,

dadurch gekennzeichnet, dass der Plattenhauptkörper (2) an zumindest zwei gegenüberliegenden Umfangsseiten (5) jeweils zumindest einen, insbesondere von den Enden (7) der jeweiligen Umfangsseite (5) beabstandet angeordneten, randleistenfreien Abschnitt (8) aufweist, so dass sich zumindest ein Plattentrennbereich (9) zwischen den randleistenfreien Abschnitten (8) der gegenüberliegenden Umfangsseiten (5) ergibt.


 
2. Bodenplatte nach Anspruch 1, wobei der Plattenhauptkörper (2) an zumindest vier bzw. an allen Umfangsseiten (5) jeweils zumindest einen, insbesondere von den Enden (7) der jeweiligen Umfangsseite (5) beabstandet angeordneten, randleistenfreien Abschnitt (8) aufweist, so dass sich jeweils zumindest ein Plattentrennbereich (9) zwischen den randleistenfreien Abschnitten (8) gegenüberliegender Umfangsseiten (5) ergibt.
 
3. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die den zumindest einen Plattentrennbereich (9) aufspannenden randleistenfreien Abschnitte (8) jeweils in einem Bereich zwischen 20 % und 80 %, insbesondere zwischen 30 % und 70 %, vorzugsweise zwischen 40 % und 60 % der Länge L der jeweiligen Umfangsseite (5) angeordnet sind.
 
4. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die den zumindest einen Plattentrennbereich (9) aufspannenden randleistenfreien Abschnitte (8) direkt gegenüberliegend zueinander angeordnet sind und insbesondere gegenüberliegend miteinander fluchten.
 
5. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei einseitig und/oder beidseitig parallel neben dem zumindest einen Plattentrennbereich (9) eine Ankerreihe (10) aus Ankern (3) angeordnet ist und wobei innerhalb des Plattentrennbereiches (9) vorzugsweise keine Anker (3) angeordnet sind.
 
6. Bodenplatte nach Anspruch 5, wobei die Anker (3) der Ankerreihe (10) bzw. der Ankerreihen (10) mit ihrer aus der Unterseite (4) des Plattenhauptkörpers (2) herausgetrennten Ankerrückseite (11) in Richtung des Plattentrennbereiches (9) orientiert sind.
 
7. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Anker (3) in einer Seitenansicht flach bzw. schwach S-förmig ausgebildet sind.
 
8. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Randleisten (6) Verbindungsstege (12) aufweisen, wobei die Randleisten (6) über die Verbindungsstege (12) mit dem Plattenhauptkörper (2) verbunden sind und wobei vorzugsweise in zumindest einer Randleiste (6), bevorzugt in allen Randleisten (6), jeweils zwischen zwei Verbindungsstegen (12) eine Randleistenausnehmung (13) angeordnet ist.
 
9. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei Außenseiten (14) der Randleisten (6) mit ihnen zugeordneten Außenkanten (15) des Plattenhauptkörpers (2) fluchten.
 
10. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Höhe (h) der Randleisten (6) 8 mm bis 30 mm, vorzugsweise 10 mm bis 25 mm, bevorzugt 12 mm bis 23 mm, besonders bevorzugt 14 mm bis 21 mm beträgt.
 
11. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Dicke (d) des Plattenhauptkörpers (2) 1 mm bis 5 mm, vorzugsweise 2 mm bis 4 mm, bevorzugt 2,5 mm bis 3,5 mm beträgt.
 
12. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Plattenhauptkörper (2) an einer Oberseite (16) Aufwölbungen (17) aufweist, wobei vorzugsweise jedem Anker (3) der Bodenplatte (1) zumindest eine Aufwölbung (17) zugeordnet ist.
 
13. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Bodenplatte (1) zumindest 15, vorzugsweise zumindest 20, bevorzugt zumindest 25, besonders bevorzugt zumindest 30 Anker (3) aufweist.
 
14. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Bodenplatte (1) auf Basis von zumindest einem aus der Gruppe: "Stahl, Edelstahl, verzinkter Stahl" ausgewählten Material ausgebildet ist.
 
15. Bodenplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei an zumindest einer Umfangsseite (5) des Plattenhauptkörpers (2), vorzugsweise an allen Umfangsseiten (5) des Plattenhauptkörpers (2), zumindest zwei, insbesondere zwei, Randleisten (6) angeordnet sind, wobei bevorzugt zwischen den zumindest zwei Randleisten (6) einer Umfangsseite (5) ein randleistenfreier Abschnitt (8) angeordnet ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht