[0001] Die Erfindung betrifft ein Rahmenteil, insbesondere zum Isolieren und/oder Abdichten
wenigstens einer Umfangsseite eines an einer Öffnung in einer Außenwand eines Gebäudes
angeschlagenen Fensterrahmens oder dergleichen.
[0002] Fenster- und Türrahmen von vorgehängten Fenster- beziehungsweise Türelementen werden
üblicherweise mit Folienband, das ein- oder zweiseitig selbstklebend ausgebildet ist,
an ihrem Umfang innen und/oder außen abgedichtet. Diese Art der Abdichtung ist problematisch,
wenn zwischen dem Rahmen und der Außenwand eines Gebäudes beträchtliche Spalte vorhanden
sind, in welchen Rahmenbefestigungsteile zur Verbindung des Rahmens mit dem Mauerwerk
angeordnet werden müssen. Es ist mühsam und oft nicht möglich, zwischen solchen Rahmenbefestigungsteilen
einerseits und dem Fenster- oder Türrahmen sowie dem Mauerwerk andererseits einen
luft- und feuchtigkeitsundurchlässigen Abschluss herzustellen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, hier Abhilfe zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird ausgehend von einem Rahmenteil der eingangs genannten Art erfi n-dungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Rahmenteil ein Profilteil aus einem Membranmaterial ist und
wenigstens eine mit dem Profilteil verklebte Abdeckfolie aufweist, wobei die Abdeckfolie
so bemessen und auf wenigstens einer ersten Längsseite des Profilteils so angebracht
ist, dass sie wenigstens über Längsseiten des Profilteils übersteht, die benachbart
zu der ersten Längsseite angeordnet sind.
[0005] Das Rahmenteil, das erfindungsgemäß ein Profilteil mit überstehender Abdeckfolie
aufweist, lässt sich leicht an einem Fenster- oder Türrahmen montieren, in dem es
an den Tür- oder Fensterrahmen angesetzt wird. Das Profilteil und die Abdeckfolie
sind zuvor in zu dem Fenster- oderTürrahmen passender Größe ausgewählt oder entsprechend
zugeschnitten worden, um sie der Größe des jeweiligen Fenster- oder Türrahmens anzupassen.
Nach dem Ansetzen des Profilteils an den Fenster- oderTürrahmen wird die mit dem Profilteil
verklebte Abdeckfolie fest mit der dem Profilteil benachbarten Außenseite des Rahmens
verklebt. Darüber hinaus wird diese Abdeckfolie oder eine weitere Abdeckfolie auf
der gegengesetzten Seite mit der Außenseite einer Außenwand eines Gebäudes verklebt.
Die gleiche Prozedur wird für die drei übrigen Seiten des Fen ster- oder Türrahmens
durchgeführt und so ein vollkommenes Abdichtsystem um den Fenster- oder Türrahmen
hergestellt. Einanderüberiappende Teile der Abdeckfolie, die an den Enden jedes Profilteils
über das Profilteil übersteht, werden auch miteinander und mit der Außenseite der
Außenwand des Gebäudes verklebt. An den Enden der Profilteile könnten auch vorgefertigte
Ecken eingesetzt werden, um benachbarte Profilteile miteinander zu verbinden. Die
vorgefertigten Ecken würden mit den Profilteilen ebenfalls verklebt werden. Das Rahmenteil
erfüllt die Aufgabe eines Platzhalters. Außerdem erfüllt das Rahmenteil die Aufgabe
einer Wärmedämmung und/oder eines Schallschutzes.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden die Gegenstände der abhängigen
Ansprüche.
[0007] In einer Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung besteht das Profilteil
aus einem der Kontur eines Rahmenbefestigungsteils anpassungsfähigen Membranmaterial
oder ist entsprechend ausgeschnitten. Dadurch wird gewährleistet, dass auch im Bereich
von Rahmenbefestigungsteilen die erwünschte Abdichtung erzielt wird.
[0008] In einerweiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung überdeckt das Rahmenteil
das Rahmenbefestigungsteil eng angepasst an dessen Kontur oder nimmt es in einem Ausschnitt
auf und schließt mit einer Anschlussebene zum Anschluss an der Außenwand einer Mauer
und/oder einer Außenisolation ab. Vorzugsweise wird der Ausschnitt nach Aufnahme des
Rahmenbefestigungsteils noch mit Füllstoff aufgefüllt. Das erbringt den zusätzlichen
Vorteil, dass sich auch im Bereich von Rahmenbefestigungsteilen auf einfache Weise
die erwünschte Abdichtung erzielen lässt.
[0009] In einerweiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung besteht das Membranmaterial
aus Schaumstoff oder einem anderen Dicht- und/oder Dämmstoff. Solche Stoffe gewährleisten
die für eine vollkommene Abdichtung erwünschte Anpassungsfähigkeit des Membranmaterials.
[0010] In einerweiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung wird die Abdeckfolie
an dem Profilteil mit einem Klebstoff angebracht, was ein Ausrichten der Abdeckfolie
in Bezug auf das Profilteil bei der Anbringung an dem Profilteil erleichtert.
[0011] In einerweiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung wird die Anbringung
dadurch vereinfacht, dass die Abdeckfolie zur Anbringung an dem Profilteil eine wenigstens
einseitige Klebefolie ist.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung kann die Abdeckfolie
so bemessen und auf wenigstens der ersten Längsseite des Profilteils so angebracht
sein, dass sie wenigstens über zwei in Längsrichtung der ersten Längsseite entgegengesetzte
Enden des Profilteils übersteht. Mit einer so gestalteten Abdeckfolie lässt sich an
den Enden von benachbarten Rahmenteilen die erwünschte Abdichtung erzielen.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung
umfasst die Abdeckfolie wenigstens eine Außenfolie, die sich bei an einem Fensterrahmen
montiertem Rahmenteil von einer Außenseite des Fensterrahmens und über das Profilteil
bis zu einer Außenseite einer Außenwand eines Gebäudes erstreckt. Die Außenfolie ist
dabei zweckmäßig so gewählt, dass sie schlagregen- und winddicht sowie schallhemmend
ist und für die erwünschte Abdichtung sorgt.
[0014] In einer weiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung sind/ist bei an
einem Fenster- oder Türrahmen montiertem Rahmenteil zwischen der äußeren Umfangseite
des Fenster- oder Türrahmens und einer Innenseite der Öffnung oder einer Laibung ein
Füllstoff und/oder eine Innenfolie angebracht. Durch diese Ausgestaltung wird auch
auf der Innenseite des Fenster- oder Türrahmens die erwünschte Abdichtung erzielt.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung ist das Rahmenteil
wind-, wasser- und/oder schallhemmend. Diese Ausgestaltung gewährleistet nicht nur
ein vollkommenes Abdichtungssystem, sondern auch, dass dieses System für Wind, Wasser
und/oder Schall hemmend wirkt.
[0016] In dieser Ausgestaltung wird in Verbindung mit der weiter oben erwähnten weiteren
Ausgestaltung, dass das Profilteil aus einem der Kontur eines Rahmenbefestigungsteils
anpassungsfähigen Membranmaterial besteht oder entsprechend ausgeschnitten ist, auch
im Bereich eines Rahmenbefestigungsteils die erwünschte Abdichtung erzielt.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung des Rahmenteils nach der Erfindung ist das Rahmenteil
außen schlagregendicht und innen diffusionsdichter als außen. Dabei darf Feuchtigkeit
nicht über die Fenster- oder Türrahmenanschlussfugen gehen. Wenn in die Fugen feuchtigkeitsbelastete
Luft eindringt, beschädigt Tauwasser den Anschlussbereich und reduziert die Wärmedämmung.
Deshalb wird bei der Abdichtung von Fenster- oder Türrahmenanschlussfugen nach dem
Prinzip "innen dichter als außen" gearbeitet.
[0018] Schließlich schafft die Erfindung zur Lösung der gestellten Aufgabe einen Membranrahmen,
der entweder einstückig aus einem Rahmenteil nach der Erfindung oder aber aus mehreren
mit ihren Enden direkt an einander angeordneten Profilteilen von Rahmenteilen nach
der Erfindung hergestellt ist.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigt:
FIG. 1 eine Ansicht eines Fensterrahmens von außen (Dämmung nicht gezeigt),
FIG. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A in FIG. 1,
FIG 3 einen Schnitt nach der Linie A-A in FIG. 1, aber zusammen mit einer anderen
Art der Befestigung des Fensterrahmens an einem Mauerwerk,
FIG. 4 einen Schnitt nach der Linie B-B in FIG. 1,
FIG. 5 einen Schnitt nach der Linie B-B in FIG. 1, aber zusammen mit einer anderen
Art der Befestigung des Fensterrahmens an einem Mauerwerk,
FIG. 6 einen Schnitt nach der Linie C-C in FIG. 1,
FIG. 7 in perspektivischer Darstellung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Rahmenteils
nach der Erfindung,
FIG. 8 in perspektivischer Darstellung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Membranrahmens
nach der Erfindung und
FIG. 9 in perspektivischer Darstellung ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des Membranrahmens nach der Erfindung.
[0020] FIG. 1 zeigt eine Ansicht eines Fensterrahmens 1 von außen, wobei eine den Fensterrahmen
1 üblicherweise umschließende Außenisolation oder Dämmung eines Gebäudes nicht gezeigt
ist. Eine solche Außenisolation 14 ist in FIG. 3 gezeigt. Der Fensterrahmen 1, der
eine Fensterscheibe 8 aufweist, ist von einem rechteckigen, rahmenförmigen Rahmenteil
4' umgeben, das als eine Einzelheit in FIG. 8 gezeigt ist und mit Bezug auf FIG. 8
näher beschrieben wird. Der Fensterrahmen 1 kann statt von einem Rahmenteil 4' von
mehreren einzelnen Rahmenteilen 4 oder 4" gemäß der Darstellung in FIG. 7 oder 9 umgeben
sein. In FIG. 8 bildet das Rahmenteil 4' einen Membranrahmen 10`. In FIG. 9 bilden
die Rahmenteile 4" einen Membranrahmen 10".
[0021] Das Rahmenteil 4 nach FIG. 7 umfasst ein stabförmiges Profilteil 9 aus einem Membranmaterial,
zum Beispiel Schaumstoff, und weist eine mit dem Profilteil 9 verklebte Abdeckfolie
3 auf, die als ein Abdeckband ausgebildet sein kann. Die Abdeckfolie 3 ist so bemessen
und gemäß der Darstellung in FIG. 2 auf einer ersten Längsseite 17 des Profilteils
9 so angebracht, dass sie wenigstens über Längsseiten 18, 19 des Profilteils 9 übersteht,
die benachbart zu der ersten Längsseite 17 angeordnet sind. Zweckmäßig steht die Abdeckfolie
3 auch über Enden 22, 23 des Profilteils 9 über, wie es in FIG. 7 gezeigt ist. Der
Fensterrahmen 1 ist an einer Öffnung in einer Außenwand 12 eines Gebäudes angeschlagen.
Mit dem oben und in den Ansprüchen verwendeten Begriff "Fensterrahmen oder dergleichen"
ist gemeint, dass es sich statt des Fensterrahmens zum Beispiel auch um einen Türrahmen
(nicht dargestellt) handeln könnte.
[0022] FIG. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-A in FIG. 1. Aus FIG. 2 ist deutlich
zu erkennen, wie das Rahmenteil 4' eine äußere Umfangsseite 15 des an einer Öffnung
in einer Außenwand 12 eines Gebäudes angeschlagenen Fensterrahmens 1 isoliert und/oder
abdichtet. Der in FIG. 2 nach oben überstehende Teil der Abdeckfolie 3 ist mit einer
Außenseite 20 des Fensterrahmens 1 verklebt. Der über die benachbarte Längsseite 18
nach unten überstehende Teil der Abdeckfolie 3 ist mit einer Außenseite 13 eines Mauerwerks
5 der Außenwand 12 verklebt. Darüber hinaus ist in FIG. 2 die Abdeckfolie 3 mit der
ersten Längsseite 17 und mit der benachbarten Längsseite 18 verklebt. Auf einer Innenseite
16 des Mauerwerks 5 oder einer Laibung ist ein Rahmenbefestigungsteil 2 befestigt.
Das Rahmenbefestigungsteil 2 weist an seinem dem Fensterrahmen 1 benachbarten Ende
einen Gewindezapfen auf, über den sich der Fensterrahmen auf dem Rahmenbefestigungsteil
2 abstützt, das sich seinerseits auf der Innenseite 16 abstützt. Das Rahmenteil 4`
hat in der Darstellung in FIG. 2 oben in seinem Profilteil 9 einen Ausschnitt zur
Aufnahme des Rahmenbefestigungsteils 2. Der Raum innerhalb des Ausschnitts, der nicht
von dem Rahmenbefestigungsteil 2 eingenommen wird, ist mit einem isolierenden und
abdichtenden Füllstoff 6a versehen. Wenn das Profilteil 9 aus einem der Kontur des
Rahmenbefestigungsteils 2 anpassungsfähigen Membranmaterial besteht, ist der vorgenannte
Ausschnitt einfach eine Vertiefung, die durch Niederdrücken des Membranmaterials bei
der Montage durch die Aufnahme des Rahmenbefestigungsteils 2 entsteht und anschließend
mit dem Füllstoff 6a aufgefüllt wird. FIG. 2 zeigt, dass das Rahmenteil 4' das Rahmenbefestigungsteil
2 überdeckt und mit einer Anschlussebene 11 zum Anschluss an der Außenwand 12 oder
einer in FIG. 2 nicht gezeigten Außenisolation abschließt. Das Membranmaterial selbst
besteht vorzugsweise aus Schaumstoff oder einem anderen Dicht- und/oder Dämmstoff.
[0023] Die Abdeckfolie 3 könnte im Bereich der Längsseite 17 oder 18 in Längsrichtung des
Profilteils 9 geteilt sein, also zwei Außenfolien umfassen (nicht dargestellt).
[0024] Die Abdeckfolie 3 ist an dem Profilteil 9 vorzugsweise mit einem Klebstoff angebracht.
Zu diesem Zweck kann die Abdeckfolie 3 als eine einseitige Klebefolie ausgebildet
sein. Es kann aber auch eine nicht mit einer Klebstoffschicht versehene Abdeckfolie
3 eingesetzt werden. In diesem Fall müssen zur Anbringung der Abdeckfolie 3 an dem
Profilteil 9 die miteinander in Berührung kommenden Flächen zuvor mit Klebstoff beschichtet
werden. Mit einseitiger Klebefolie lässt sich diese Arbeit vereinfachen. Das bringt
aber die Schwierigkeit mit sich, dass die Abdeckfolie 3 nach seiner Anbringung an
dem Profilteil 9 nicht mehr ausgerichtet werden kann. Ein Klebstoffeinsatz ist auch
zwischen der Abdeckfolie 3 und der Außenseite 13 des Mauerwerks 5 sowie zwischen der
Abdeckfolie 3 und der Außenseite 20 des Fensterrahmens 1 erforderlich.
[0025] Auf die vorstehend insbesondere unter Bezugnahme auf FIG. 2 beschriebene Art und
Weise der Anbringung des Profilteils 9 und der Abdeckfolie 3 wird eine zwischen dem
Fensterrahmen 1 und der Längsseite 19 des Profilteils 9 vorhandene Fuge abgedichtet.
Zu der erwünschten Abdichtung trägt bei Einsatz von Rahmenbefestigungsteilen wie dem
Rahmenbefestigungsteil 2 der in deren Bereich eingesetzte Füllstoff 6a bei.
[0026] FIG. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-A in FIG. 1, aber zusammen mit einer
anderen Art der Befestigung des Fensterrahmens 1 an dem Mauerwerk 5. Das Rahmenbefestigungsteil
2 ist in dem in FIG. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel des Rahmenteils 4` nach der Erfindung
ein Winkel oder eine Winkelschiene, der bzw. die an der Außenseite 13 des Mauerwerks
5 auf übliche Weise befestigt wird, beispielsweise mittels Dübeln und Befestigern,
die jeweils nicht dargestellt sind. Wenn es sich bei dem Membranmaterial, aus dem
das Profilteil 9 besteht, um ein Membranmaterial handelt, das der Kontur des Rahmenbefestigungsteils
2 anpassungsfähig ist, also zum Beispiel um Schaumstoff oder um einen anderen Dicht-
und/oder Dämmstoff, kann wie bei dem Ausführungsbeispiel nach FIG. 2 das Membranmaterial
des Profilteils 9 bei dessen Anbringung an dem Mauerwerk 5 einfach nachgeben und das
Rahmenbefestigungsteil 2 in einer Vertiefung aufnehmen, um dann an dem Mauerwerk 5
in dichte Anlage zu kommen. Es könnte aber auch, wie mit Bezug auf FIG. 2 bereits
beschrieben, ein Ausschnitt in dem Membranmaterial das Rahmenbefestigungsteil aufnehmen.
Danach wird der Ausschnitt mit dem Füllstoff 6a aufgefüllt wird, soweit er nicht durch
das Rahmenbefestigungsteil 2 eingenommen wird. Mit der Innenseite des Fensterrahmens
1 ist eine Innenfolie 6b verklebt, die den Rahmen ein Stück weit überdeckt und sich
dann über das Rahmenbefestigungsteil 2 erstreckt und schließlich auf der Innenseite
16 des Mauerwerks 5 aufliegt. Als Innenfolie 6b kann ein einseitiges Klebeband verwendet
werden. Es kann stattdessen aber auch eine einfache Abdeckfolie verwendet werden,
die mit einem Klebstoff an der Innenseite 21 des Fensterrahmens 1, dem Rahmbefestigungsteil
2 und der Innenseite 16 des Mauerwerks 5 befestigt wird. Gleiches gilt für die Abdeckfolie
3 für deren Befestigung an der Außenseite 20 des Fensterrahmens 1 sowie an den Längsseiten
17 und 18 des Profilteils 9 und an der Außenseite 13 des Mauerwerks 5.
[0027] Nach dem Anbringen des Rahmenteils 4` um den Fensterrahmen 1 wird dieser zusätzlich
mit einer Außenisolation 14 bedeckt, bei welcher es sich um eine übliche Wärmedämmung
des betreffenden Gebäudes handelt. Eine solche Außenisolation 14 ist auch bei den
Ausführungsformen nach den FIG. 2 und 4 bis 7 vorhanden, dort aber aus Vereinfachungsgründen
nicht dargestellt.
[0028] FIG. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie B-B in FIG. 1. Zusätzlich ist aber zwischen
dem Fensterrahmen 1 und dem Rahmenteil 4 ein Zusatzprofilteil 7 angeordnet. Der Fensterrahmen
1 stützt sich also hier über das Zusatzprofilteil 7 auf dem Rahmenbefestigungsteil
2 ab. Ansonsten entspricht das Ausführungsbeispiel nach FIG. 4 im Wesentlichen dem
Ausführungsbeispiel nach FIG. 3. Unterschiedlich ist hier lediglich, dass sich die
Abdeckfolie 3 bis auf das Zusatzprofilteil 7 statt bis auf die Außenseite 20 des Fensterrahmens
1 erstreckt. Eine Fuge zwischen dem Zusatzprofilteil 7 und dem Rahmenbefestigungsteil
2 wird auch hier, obgleich nicht dargestellt, durch eine Innenfolie 6b abgedichtet,
die sich von dem Fensterrahmen 1 aus über das Zusatzprofilteil 7 oder direkt von dem
Zusatzprofilteil 7 aus über das Rahmenbefestigungsteil 2 bis auf die Oberseite 16
des Mauerwerks 5 erstreckt.
[0029] FIG. 5 zeigt einen Schnitt nach der Linie B-B in FIG. 1, aber mit einer gegenüber
FIG. 4 anderen Art der Befestigung des Fensterrahmens 1 an dem Mauerwerk 5. Bei dieser
Art Befestigung wird ein Rahmenbefestigungsteil 2 eingesetzt, wie es in FIG. 2 gezeigt
ist, auf dem sich hier eine Zusatzprofilteil 7 abstützt wie bei dem Ausführungsbeispiel
nach FIG. 4. Im Übrigen entspricht diese Art der Befestigung der nach FIG. 2 und im
Hinblick auf das auch hier eingesetzte Zusatzprofilteil 7 dem Ausführungsbeispiel
nach FIG. 4. Die obigen Darlegungen zu den Ausführungsbeispielen nach den FIG. 2 und
4 gelten somit im Wesentlichen auch für das Ausführungsbeispiel nach FIG. 5.
[0030] FIG. 6 zeigt einen Schnitt nach der Linie C-C in FIG. 1. Ein Rahmenbefestigungsteil
ist bei dem Ausführungsbeispiel nach FIG. 6 zwar auch vorhanden, dort aber nicht dargestellt.
Die Innenfolie 6b kann sich wie in FIG. 6 über die Innenseite 21 des Fensterrahmens
1 und über die Innenseite des Profilteils 9 erstrecken. Zusätzlich könnte sie sich
auch wie in FIG. 3 bis auf die Innenseite 16 des Mauerwerks 5 erstrecken.
[0031] In seiner einfachsten Ausführungsform ist das Rahmenteil 4 nach FIG. 7 ein Bauteil,
das aus dem Profilteil 9 und der mit diesem verklebten Abdeckfolie 3 vorkonfektioniert
ist. Das Profilteil 9 besteht aus Schaumstoff oder einem anderen Dicht- und/oder Dämmstoff.
Die Abdeckfolie 3 besteht aus einer Folie, die schlagregen-, winddicht sowie schallhemmend
ist. Diese Folie kann aus dem gleichen Material wie ein Band aus modifiziertem Polyamid
mit verstärkter Vlies-Folien-Kombination bestehen, das von der Hanno-Werk GmbH & Co.
KG, D-30880 Laatzen, hergestellt und laut einem technischen Merkblatt dieser Firma
unter der Bezeichnung Hanno
® Folienband DUO Easy & DUO Easy+ vertrieben wird. Es ist an seiner Unterseite selbstklebend
und ermöglicht einen einfachen und komplett verdeckten Einbau des überputz- und überstreichbaren
Folienbandes, ohne zusätzliche Verklebungen am Mauerwerk. Ebenso entwickelt diese
Band eine hohe Klebekraft auf allen Arten von Fensterrahmen. Dieses bekannte Folienband
ist als Abdeckfolie bei dem Rahmenteil nach der Erfindung einsetzbar, sofern es in
der für die Zwecke der vorliegenden Erfindung e r-forderlichen Breite hergestellt
wird. Letzteres ist wichtig für Ausführungsformen, wie sie in den FIG. 8 und 9 gezeigt
sind, die nun näher betrachtet werden.
[0032] Bei dem Ausführungsbeispiel nach FIG. 8 handelt es sich um den Membranrahmen 10',
also um ein Rahmenteil 4`, das ein Profilteil hat, welches nicht stabförmig ist wie
das Profilteil 9 nach FIG. 7, sondern rahmenförmig. Bei dem Ausführungsbeispiel nach
FIG. 8 wird das Rahmenteil 4' aus einer Platte aus Membranmaterial ausgestanzt oder
zugeschnitten und anschließend mit einer Abdeckfolie 3 passenderGröße verklebt. Statt
durch Stanzen oder Zuschneiden kann der Membranrahmen 10` auch als ein Formteil hergestellt
werden.
[0033] Statt des einstückigen Rahmens 10` nach FIG. 8 lässt sich auch der Membranrahmen
10" nach FIG. 9 einsetzen, der auf die dargestellte Art und Weise aus mehreren Profilteilen
9 zusammengesetzt ist, die jeweils mit ihrer Abdeckfolie 3 versehen sind. Die Profilteile
9 werden wie gezeigt mit ihren Enden 22, 23 (FIG. 7) direkt an einander zu dem Membranrahmen
10" angeordnet. Dabei werden die Abdeckfolien 3 der Profilteile 9 so miteinander verklebt,
dass sich das Rahmenteil 4" ergibt, das in FIG. 9 gezeigt ist. Eine andere Herstellungsmöglichkeit
bestünde darin, dass mehrere Profilteile 9 auf die gemäß der Ausbildung nach FIG.
9 geeignete Länge zugeschnitten und mit ihren Enden an einander ang e-ordnet und zusätzlich
an ihren Enden miteinander zu dem Membranrahmen 10" verklebt werden, der dann mit
der Abdeckfolie 3 verklebt wird, so dass sich das vorkonfektionierte Rahmenteil 4"
ergibt, das in FIG. 9 gezeigt ist. Das Rahmenteil 4" ist wie die übrigen hier beschriebenen
Rahmenteile 4 und 4` wind-, wasser- und schallhemmend und außerdem ebenfalls schlagregendicht
und innen diffusionsdichter als außen. An den Ecken des Membranrahmens 10" könnten
auch vorgefertigte Eckstücke eingesetzt und mit den benachbarten Profilteilen 9 und
der Abdeckfolie 3 verklebt werden.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Fensterrahmen
- 2
- Rahmenbefestigungsteil
- 3
- Abdeckfolie (Abdeckband)
- 4
- Rahmenteil (Profilteil)
- 4`
- Rahmenteil
- 5
- Mauerwerk
- 6a
- Füllstoff
- 6b
- Innenfolie
- 7
- Zusatzprofilteil
- 8
- Fensterscheibe
- 9
- Profilteil
- 10`
- Membranrahmen
- 10"
- Membranrahmen
- 11
- Anschlussebene
- 12
- Außenwand
- 13
- Außenseite
- 14
- Außenisolation
- 15
- äußere Umfangsseite
- 16
- Innenseite (Mauerwerk/Laibung)
- 17
- erste Längsseite
- 18
- benachbarte Längsseite
- 19
- benachbarte Längsseite
- 20
- Außenseite (Fensterrahmen)
- 21
- Innenseite (Fensterrahmen)
- 22
- Ende
- 23
- Ende
1. Rahmenteil (4, 4', 4") und Rahmenbefestigungsteil (2), wobei das Rahmenteil (4, 4',
4") zum Isolieren und/oder Abdichten wenigstens einer äusseren Umfangsseite (15) eines
an einer Öffnung in einer Außenwand (12) eines Gebäudes angeschlagenen Fenster- oder
Türrahmens (1) dient, wobei das Rahmenteil (4, 4', 4") ein Profilteil (9) aus einem
Membranmaterial ist und wenigstens eine mit dem Profilteil (9) verklebte Abdeckfolie
(3) aufweist;
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rahmenbefestigungsteil (2) ein Winkel oder eine Winkelschiene ist, der bzw. die
an der Aussenseite (13) des Mauerwerks (5) befestigt wird; und
das Rahmenteil (4, 4', 4") das Rahmenbefestigungsteil (2) eng angepasst an dessen
Kontur überdeckt oder in einem Ausschnitt aufnimmt und mit einer Anschlussebene (11)
zum Anschluss an der Außenwand (12) einer Mauer und/oder einer Außenisolation (14)
abschließt;
und die Abdeckfolie (3) so bemessen und auf wenigstens einer ersten Längsseite (17)
des Profilteils (9) so angebracht ist, dass sie wenigstens über Längsseiten des Profilteils
(9) übersteht, die benachbart zu der ersten Längsseite (17) angeordnet sind.
2. Rahmenteil (4, 4', 4") und Rahmenbefestigungsteil (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil (9) aus einem der Kontur eines Rahmenbefestigungsteils (2) anpassungsfähigen
Membranmaterial besteht oder entsprechend ausgeschnitten ist.
3. Rahmenteil (4, 4', 4") und Rahmenbefestigungsteil (2) nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass das Membranmaterial aus Schaumstoff odereinem anderen Dicht- und/oder Dämmstoff besteht.
4. Rahmenteil (4, 4', 4") und Rahmenbefestigungsteil (2) nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckfolie (3) zur Anbringung an dem Profilteil (9) eine wenigstens einseitige
Klebefolie ist.
5. Rahmenteil (4, 4', 4") und Rahmenbefestigungsteil (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckfolie (3) wenigstens eine Außenfolie umfasst, die sich bei an einem Fensterrahmen
(1) montiertem Rahmenteil (4) von einer Außenseite (20) des Fensterrahmens (1) und
über das Profilteil (9) bis zu einer Außenseite (13) einer Außenwand (12) eines Gebäudes
erstreckt.
6. Rahmenteil (4, 4', 4") und Rahmenbefestigungsteil (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei an einem Fensterrahmen (1) montiertem Rahmenteil (4, 4`, 4") zwischen der äußeren
Umfangsseite (15) des Fensterrahmens (1) und einer Innenseite (16) der Öffnung oder
einer Laibung ein Füllstoff (6a) und/oder eine Innenfolie (6b) angebracht sind/ist.
7. Rahmenteil (4, 4', 4") und Rahmenbefestigungsteil (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei an einem Fensterrahmen (1) montiertem Rahmenteil (4, 4', 4") ein Zusatzprofilteil
(7) zwischen dem Fensterrahmen (1) und dem Rahmenteil (4, 4', 4") angeordnet ist,
so dass der Fensterrahmen (1) sich über das Zusatzprofilteil (7) auf dem Rahmenbefestigungsteil
(2) abstützt.
8. Membranrahmen, einstückig hergestellt aus einem Rahmenteil (4`) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
9. Membranrahmen, hergestellt aus mehreren, mit ihren Enden (22, 23) direkt an einander
angeordneten Profilteilen (9) von Rahmenteilen (4, 4") nach einem der Ansprüche 1
bis 7.