[0001] Diese Anmeldung betrifft drei Erfindungskomplexe: einen ersten Erfindungskomplex,
betreffend ein Lebensmittelgargerät mit einem Strahlungsofen sowie einen Strahlungsofen
für ein Lebensmittelgargerät, einen zweiten Erfindungskomplex, betreffend ein Lebensmittelgargerät
und einen dritten Erfindungskomplex, betreffend einen Gasbrenner für eine Kochstelle.
[0002] Der erste Erfindungskomplex betrifft ein Lebensmittelgargerät mit einer Wärmequelle
und mit einem abnehmbaren, mittels der Wärmequelle erwärmbaren Strahlungsofen, wobei
der Strahlungsofen über einen von außen zugänglichen, verschließbaren Innenraum, in
dem Lebensmittel erwärmbar sind, verfügt, welcher Innenraum zumindest abschnittsweise
von einer zu dem Innenraum weisenden Innenwand eingefasst ist und wobei zumindest
abschnittsweise eine von dieser Innenwand zumindest abschnittsweise beabstandete Außenwand,
die beiden Wände eine einen Zwischenraum einfassende Doppelwand bildend, vorgesehen
ist, wobei der Zwischenraum über zumindest eine Lufteintrittsöffnung und zumindest
eine Luftaustrittsöffnung verfügt, sodass durch die zumindest eine Lufteintrittsöffnung,
den Zwischenraum und die zumindest eine Luftaustrittsöffnung eine Heißluftwegsamkeit
bereitgestellt ist und sodass die heiße Luft nicht in den Innenraum eintritt und wobei
durch die Heißluft die Innenwand der Doppelwand erwärmt wird, deren Wärmestrahlung
wiederum den Innenraum des Strahlungsofens erwärmt. Der Erfindungskomplex betrifft
ferner einen entsprechenden Strahlungsofen.
[0003] Lebensmittelgargeräte dienen dem Erwärmen und Grillen von Lebensmitteln. Hierfür
verfügen Lebensmittelgargeräte über eine Wärmequelle, typischerweise mit festem, flüssigem
oder gasförmigem Brennstoff, wie Holzkohle oder Brenngas, betrieben. Auch Lebensmittelgargeräte
mit einer elektrischen Wärmequelle sind bekannt. Typische Lebensmittelgargeräte sind
Grillgeräte und Kocher.
[0004] Lebensmittelgargeräte zeichnen sich dadurch aus, dass die zu erwärmenden Lebensmittel
- beispielsweise das Grillgut typischerweise auf einem Rost oder eine zu erwärmende
Flüssigkeit in einem Topf - oberhalb der Wärmequelle angeordnet sind und auf diese
Weise durch die von der Wärmequelle bereitgestellte heiße Luft sowie die Strahlung
der Wärmequelle erhitzt werden.
[0005] Ist etwa Grillgut auf einem Grillgerät ausreichend gegart bzw. gegrillt und somit
zum Verzehr geeignet, ist es für ein gehobenes Geschmackserlebnis notwendig, dieses
möglichst unmittelbar zu verzehren. Wird es länger als notwendig auf der Wärmequelle
gehalten, um den Verzehrzeitpunkt hinauszögerbar zu machen, besteht die Gefahr des
Austrocknens; wird es auf einem separaten Behältnis, etwa einem Geschirr, zu lange
gelagert, kühlt es aus. Beides ist dem Verzehrgenuss nicht zuträglich.
[0006] Es sind ferner Grillgeräte bekannt, die über eine Grillfläche sowie über einen Seitenkocher
verfügen. Auf der Grillfläche werden Lebensmittel typischerweise auf einem Rost gegrillt,
während auf einem Seitenkocher Flüssigkeiten, etwa eine Beilagensauce, erhitzt werden
können.
[0007] Insbesondere weisen Grillgeräte typischerweise eine hohe, aber mehr oder minder punktuelle
Heizleistung auf, um die zu erwärmenden Lebensmittel in adäquater Zeit ausreichend
zu erwärmen. Aufgrund einer solchen kleinflächigen Erwärmung können Lebensmittel,
die eine umfängliche Erwärmung benötigen, nicht auf einem Grillgerät zubereitet werden.
[0008] Im Stand der Technik sind zur Steigerung der Anzahl der möglichen zu erwärmenden
Lebensmittel auf Grillgeräte aufsetzbare Öfen bekannt. Beispielhaft sei
EP 2 872 832 B1 genannt. Der hier offenbarte Ofen wird auf den Grillrost eines Grillgerätes aufgesetzt.
Zum Erreichen von adäquaten Temperaturen innerhalb des Ofens verfügt der Ofen über
eine unterseitige Lufteintrittsöffnung, in die von der Wärmequelle bereitgestellte
heiße Luft in den Innenraum des Ofens eindringen kann und so die dort befindlichen
Lebensmittel erwärmt. Die heiße Luft wird in einem weiteren Abschnitt des Ofens durch
Luftaustrittsöffnungen aufgelassen.
[0009] Nachteil bei dieser Ausgestaltung ist, dass die von der Wärmequelle bereitgestellte
heiße Luft durch Konvektion die in dem Innenraum des Ofens zu erwärmenden Lebensmittel
austrocknet. Zudem können, je nach Wärmequellenart, Schadstoffe in der heißen Luft
transportiert werden, deren Vermengung mit den Lebensmitteln unerwünscht ist.
[0010] DE 692 02 914 T2 offenbart einen Ofen mit einem durch eine Innenwand und eine Tür eingefassten Garraum.
Unterhalb des Ofens ist eine auf die Innenwand gerichtete Wärmequelle vorgesehen.
An den Seiten verfügt der Ofen zusätzlich über von der Innenwand beabstandete Außenwände,
sodass in diesem Bereich Doppelseitenwände, jeweils einen Zwischenraum einschließend,
bereitgestellt sind. An den Stirnseiten der Doppelseitenwände wird die heiße Luft,
bereitgestellt durch die Wärmequelle geleitet. Diese heiße Luft kann durch eine oberseitige
Luftaustrittsöffnung aus dem Zwischenraum entweichen. Die Lufteintrittsöffnungen,
die Doppelseitenwände und die Luftaustrittsöffnungen bilden daher eine Heißluftwegsamkeit.
Der offenbarte Ofen ist auf einem Herd aufgesetzt.
[0011] Vor diesem Hintergrund stellt sich der erste Erfindungskomplex die Aufgabe, die Variabilität
der Zubereitungsart mit einem Lebensmittelgargerät zu erhöhen, das Geschmackserlebnis
beim Verzehr von Grillgut zu verbessern und die weiteren Nachteile des Standes der
Technik zu überwinden.
[0012] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Lebensmittelgargerät mit einem eingangs genannten,
gattungsgemäßen Lebensmittelgargerät mit einer Wärmequelle und mit einem abnehmbaren,
mittels der Wärmequelle erwärmbaren Strahlungsofen mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie einem Strahlungsofen mit den Merkmalen des Anspruchs 13.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung.
[0014] Kern des Erfindungskomplexes ist es, einen abnehmbaren und somit von dem Lebensmittelgargerät
trennbaren Strahlungsofen bereitzustellen, durch den bei einem Betrieb der Wärmequelle
einerseits von der Wärmequelle des Lebensmittelgargeräts bereitgestellte heiße Luft
hindurchgeleitet wird, andererseits die heiße Luft jedoch nicht in den Innenraum des
Ofens, in dem sich die Lebensmittel befinden, gelangt. Die Lebensmittel werden mittels
Wärmestrahlung erwärmt und kommen daher nicht in Kontakt mit der von der Wärmequelle
bereitgestellten heißen Luft, die etwaige Schadstoffe beinhalten könnte und deren
relative Luftfeuchtigkeit durch die Erwärmung herabgesetzt ist. Zudem ist durch die
indirekte Erwärmung mittels Strahlungswärme eine gleichmäßige Erwärmung des Innenraums
ermöglicht. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Strahlungsofen eine bestimmte
Höhe, etwa mindestens 30 cm aufweist. Durch die Modularität des Strahlungsofens in
Bezug auf das Lebensmittelgargerät kann die dem Lebensmittelgargerät zugehörige Wärmequelle
bei abgenommenem Ofen auch zum herkömmlichen Grillen oder Kochen genutzt werden. Ein
vielfältiger Einsatz der dem Lebensmittelgargerät zugehörigen Wärmequelle ist hierdurch
ermöglicht.
[0015] Zum Bereitstellen der Strahlungswärme ist der Strahlungsofen zumindest abschnittsweise
doppelwandig ausgeführt. Die Doppelwand wird gebildet durch eine zu dem Innenraum
weisende Innenwand und eine von der Innenwand zumindest abschnittsweise beabstandete
Außenwand. Durch die Innenwand ist der Innenraum des Strahlungsofens, in dem sich
die Lebensmittel befinden, von der Heißluft der Wärmequelle getrennt. Es ist vorgesehen,
dass der Innenraum gegenüber der Heißluft im Wesentlichen abgedichtet ist, sodass
keine bzw. keine nennenswerten Anteile der Heißluft der Wärmequelle in den Innenraum
gelangen können.
[0016] Die Doppelwand stellt eine für die heiße Luft der Wärmequelle bestimmte Heißluftwegsamkeit
bereit. Durch die Heißluftwegsamkeit wird von der Wärmequelle abgegebene heiße Luft,
typischerweise zumindest der Großteil der von der Wärmequelle abgegebenen heißen Luft,
geleitet. Hierfür verfügt die Doppelwand über eine Lufteintrittsöffnung sowie über
eine von der Lufteintrittsöffnung - bevorzugt jedenfalls in vertikaler Richtung -
beabstandete Luftaustrittsöffnung, durch die die heiße Luft in den Zwischenraum eintritt
bzw. austritt. Die durch die Heißluftwegsamkeit geleitete heiße Luft erwärmt die Innenwand,
welche die in dem Strahlungsofen befindlichen Lebensmittel mittels Wärmestrahlung
erwärmt.
[0017] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zwischen der Wärmequelle und der den Innenraum
begrenzenden Innenwand ein von der Innenwand beabstandetes Prallblech vorgesehen ist,
durch das die heiße Luft der Wärmequelle nicht, bzw. nicht wesentlich hindurchgelangt.
Die Heißluftwegsamkeit ist um das Prallblech herumgeführt. Der Raum zwischen Prallblech
und Innenwand dient als Trennvolumen, um die Innenwand nicht unmittelbar mit der unter
Umständen extrem heißen Luft und der Wärmestrahlung der Wärmequelle zu beaufschlagen.
Vielmehr wird durch das Prallblech erreicht, dass die heiße Luft flächig verteilt
wird. Auf diese Weise wird die Temperatur in dem Innenraum kontrollierbar auf etwa
80°C, obwohl etwa betrieben mit einer punktuellen relativ starken Wärmequelle, etwa
einem Gaskocher.
[0018] Durch das Trennvolumen wird eine Pufferzone bereitgestellt. Diese Pufferzone ist
nicht Teil der Heißluftwegsamkeit. Stattdessen ist ein Luftpolster vorgesehen, in
dem die Luft quasi steht bzw. eine wesentlich kleinere Fließgeschwindigkeit hat als
in der Heißluftwegsamkeit. Hierdurch ist der Wärmeübergang zu dem Innenraum des Strahlungsofens
in diesem Bereich wesentlich kleiner, als wenn die hochenergetische, heiße Luft entlang
einer Heißluftwegsamkeit an dem Innenraum vorbeizieht.
[0019] Auf diese Weise werden die Lebensmittel besonders schonend erwärmt, warm gehalten
oder gegart. Je nach Einstellung der Temperatur, etwa 80°C, können Lebensmittel auch
nach dem Grillen lediglich warmgehalten werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass
diese weiter austrocknen. Fertiges Grillgut kann in einem solchen Strahlungsofen problemlos
über längere Zeit zwischengelagert werden, ohne dass das Geschmackserlebnis hierunter
leidet. Auch ein Niedrigtemperaturgaren ist möglich.
[0020] Bevorzug ist vorgesehen, dass sich das Prallblech über einen Großteil der zu der
Wärmequelle weisenden Fläche des Strahlungsofens erstreckt, sodass das Prallblech
die heiße Luft in die Randbereiche der zu der Wärmequelle weisenden Innenwand, bzw.
in den Bereich der sich von der Wärmequelle wegweisenden Wänden des Strahlungsofens
geleitet wird.
[0021] Üblicherweise ist das Prallblech entsprechend der Wärmequelle symmetrisch ausgebildet,
also bei einer quasi punktförmigen Wärmequelle punktsymmetrisch und bei einer länglichen
Wärmequelle achsensymmetrisch.
[0022] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Prallblech zu seinen Rändern hin in Richtung
Innenwand angestellt ist. Zu den Rändern hin verringert sich dann der Abstand zwischen
Prallblech und Innenwand, sodass das Trennvolumen in diesen Bereichen abnimmt. Im
Bereich der Wärmequelle ist dann der größte Abstand zwischen Prallblech und Innenwand
vorgesehen.
[0023] Für eine weitere Temperatureinstellung kann ferner vorgesehen sein, dass das Prallblech
über eine verschließbare Durchbrechung verfügt. Ist die Durchbrechung geschlossen,
fließt die Heißluft um die außenseitigen Ränder des Prallbleches herum. Ist die Durchbrechung
geöffnet, ist die Funktion des Prallbleches, eine Pufferzone zwischen Innenwand und
Wärmequelle aufzubauen, reduziert, sodass die Innentemperatur im Innenraum bei gleicher
Leistungszufuhr höher wird. Durch das Öffnen der Durchbrechung wird das Konzept des
Luftpolsters zwischen Prallblech und Innenwand zumindest bereichsweise durchbrochen,
sodass die hochenergetische fließende Heißluft eine größere Einwirkung auf die Temperatur
des Innenraums hat. Das Öffnen und Verschließen der Durchbrechung wirkt nach Art einer
Weiche, die den Weg der Heißluft beeinflusst. Durch das Öffnen der Durchbrechung kann
der Weg der Heißluft so geleitet sein, dass diese über einen größeren Weg in der Nähe
des Innenraums an demselben vorbeifließt als sie dies tun würde, wenn die Durchbrechung
geschlossen ist. Auch kann vorgesehen sein, dass der Weg durch das Schließen der Durchbrechung
insgesamt verlängert wird bis das die heiße Luft in einen Bereich gelangt in dem der
Innenraum durch dieselbe erwärmt wird.
[0024] Bevorzug ist vorgesehen, dass die verschließbare Durchbrechung unmittelbar im Bereich,
etwa über der Wärmequelle angeordnet ist.
[0025] Die Durchbrechung ist bevorzugt durch einen Nutzer verschließbar, etwa mit einem
Schieberblech. Die Verschließbarkeit ist bevorzug manuell mechanisch ausgelegt. Dies
bietet eine einfache und sicher gangbare Mechanik.
[0026] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Doppelwand sich über die gesamte Höhe des Innenraums
des Strahlungsofens erstreckt. Auch kann vorgesehen sein, dass der Innenraum von zumindest
zwei, weiter bevorzugt zumindest drei Seiten von einer Doppelwand, die als Doppelseitenwand
ausgestaltet sein kann, eingefasst ist. Die Heißluftwegsamkeit erstreckt sich typischerweise
in Wärmeabgaberichtung der Wärmequelle. Durch die vorstehend genannten bevorzugten
Ausgestaltungen wird die Effizienz des Strahlungsofens erhöht.
[0027] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die durch einen Nutzer von außen erreichbare Außenwand
der Doppelwand aus einem weniger Wärme gut leitenden Material ist als die Innenwand
der Doppelwand. Hierdurch wird die durch die Heißluft bereitgestellte Wärme auf den
Innenraum fokussiert. Zudem wird der Gefahr von Verletzungen, wenn die Außenwand der
Doppelwand berührt werden sollte, entgegengewirkt. Typischerweise ist jedenfalls die
Innenwand aus einem Stahlblech gefertigt. Dies gilt auch typischerweise für die Teile
des Strahlungsofens, die in der Nähe der Wärmequelle angeordnet sind.
[0028] Zum ganzheitlichen Montieren des Strahlungsofens auf bzw. an dem Lebensmittelgargerät
ist der Strahlungsofen als Einheit ausgelegt. Das bedeutet beispielsweise, dass die
die Doppelwand bildende Innenwand und Außenwand miteinander zumindest abschnittsweise
verbunden sind, um sich gegenseitig abzustützen.
[0029] Der Strahlungsofen ist von außen zugänglich. Dies bedeutet, dass der Innenraum während
des Betriebs des Strahlungsofens öffenbar ist, sodass Lebensmittel in den Innenraum
hineingelegt bzw. aus dem Innenraum herausgenommen werden können. Die Heißluftwegsamkeit
wird hierdurch nicht bzw. nicht nennenswert beeinflusst.
[0030] Vorgesehen kann sein, dass zum Bereitstellen einer Öffenbarkeit des Innenraums dieser
mit einer Tür versehen ist. Diese Tür stellt eine den Innenraum begrenzende Wand bereit.
Die Tür kann beispielsweise aus einem Glasmaterial gefertigt sein, um eine Wärmeisolation
zu gewährleisten und gleichzeitig die in dem Strahlungsofen befindlichen Lebensmittel
beobachtbar zu machen. In einer anderen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die
Tür als Doppelwand ausgeführt ist. Der durch diese Doppelwand bereitgestellte Zwischenraum
kann weiter bevorzugt ebenfalls als Heißluftwegsamkeit ausgelegt sein. Jedenfalls
wird durch die Doppelwandigkeit eine Wärmeisolierung geschaffen.
[0031] Grundsätzlich kann die Wärmequelle benachbart zu dem Innenraum, typischerweise unter
der Ebene des Bodens des Innenraums des Strahlungsofens angeordnet sein. Eine Leitvorrichtung
kann dazu dienen, die die von der Wärmequelle abgegebene Heißluft in die Lufteintrittsöffnung
der Doppelwand leiten, die auch Teil der Doppelwand sein kann.
[0032] Diese Leitvorrichtung kann auch durch das Prallblech realisiert sein.
[0033] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Wärmequelle unterhalb des Innenraums, etwa im
Wesentlichen zentrisch gegenüber dem Boden des Innenraums angeordnet ist.
[0034] Zwischen Prallblech und Innenwand kann ein Wärmeverteilungselement vorgesehen sein.
Das Wärmeverteilungselement kann etwa aus einem wärmespeichernden Material bereitgestellt
sein.
[0035] Das Wärmeverteilungselement kann als Doppelwand ausgebildet sein, sodass zu der Innenwand
eine Außenwand vorgesehen ist. Das Prallblech ist in diesem Fall zwischen der Doppelwand
und der Wärmequelle, beabstandet von der Doppelwand, angeordnet. In dem durch Innenwand
und Außenwand bereitgestellten Zwischenraum fließt Heißluft nur verlangsamt oder quasi
nicht. Hierfür ist die vorgesehene Heißluftwegsamkeit - üblicherweise vornehmlich
in den von der Wärmequelle wegweisenden Wänden vorgesehen - kaminartig ausgebildet,
sodass in der als Wärmeverteilungselement dienenden Doppelwand ein weiteres Luftpolster
vorgesehen ist. Üblicherweise ist der der Abstand zwischen Innenwand und Außenwand
kleiner als derjenige zwischen Außenwand und Prallblech. Durch die Doppelwand wird
die eingebrachte Wärme vergleichmäßigt und der punktuelle Temperatureintrag durch
die Wärmequelle weiter herabgesetzt und beherrschbar gemacht.
[0036] Weiter ist bevorzugt vorgesehen, dass die zu der Wärmequelle weisende Doppelwand
einen geringeren inneren Abstand aufweist als die sich von der Wärmequelle wegerstreckenden
Doppelwände, die die Heißluftwegsamkeit bereitstellen. Auf diese Weise wird der Staudruck
in den als Heißluftwegsamkeit vorgesehenen Doppelwänden gegenüber der Doppelwand,
die als Wärmeverteilungselement dienen soll, verringert.
[0037] Zum Einleiten der Heißluft in die Heißluftwegsamkeit kann vorgesehen sein, dass eine
Durchbrechung in die Außenwand einer Doppelwand als zumindest eine Lufteintrittsöffnung
vorgesehen ist. Dann prallt die heiße Luft zunächst an die Innenwand, sodass in diesem
Bereich ein besonders guter Wärmeübergang vorgesehen ist. Es versteht sich vor diesem
Hintergrund, dass bevorzugt vorgesehen ist, wenn die Durchbrechung in der Außenwand
in einem Randbereich ist, der entfernt von der Wärmequelle ist, um diesen Randbereich
mit mehr heißer Luft zu beaufschlagen, da dieser aufgrund der Entfernung zur Wärmequelle
üblicherweise kühler ist.
[0038] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Außenwand, die die Durchbrechung als zumindest
eine Lufteintrittsöffnung aufweist, diejenige ist, die in Richtung der Wärmequelle
weist, sein. Die Durchbrechungen sind dann bevorzugt so angeordnet, dass sie mit dem
Randbereich des Innenraums des Strahlungsofens fluchten. Auf diese Weise prallt die
heiße Luft zunächst im Randbereich des Innenraums an die Innenwand der Doppelwand
und wird dann in die sich von der Wärmequelle wegerstreckenden Wände des Strahlungsofens
umgeleitet.
[0039] Für das Bereitstellen von niedrigen Temperaturen, die gleichmäßig innerhalb eines
solchen Ofens herrschen sollen, kann vorgesehen sein, dass die Wärmequelle etwa 500
W - 1 kW als Heizleistung aufweist und unterhalb des Strahlungsofens angeordnet ist.
Der Ofen ist in etwa 30 - 40 cm hoch.
[0040] Zur Steigerung der Effektivität kann vorgesehen sein, dass der Strahlungsofen zumindest
abschnittsweise die Wärmequelle in radialer Richtung, typischerweise durch einen Fortsatz,
einfasst und die Lufteinlassöffnungen in diesen eingefassten Bereich münden. So kann
auch vorgesehen sein, dass dieser Fortsatz in den Brennraum, in dem die Wärmequelle
angeordnet ist, hineinragt. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Strahlungsofen auf
diesem Fortsatz - dann als Stützfortsatz - steht. Durch das Einfassen der Wärmequelle
durch den Strahlungsofen wird die bereitgestellte Wärme vollständig bzw. nahezu vollständig
in den Zwischenraum der Doppelwand eingeleitet.
[0041] Weiter kann vorgesehen sein, dass, wenn die Wärmequelle unterhalb des Strahlungsofens
angeordnet ist, die zu dem Innenraum weisende Wand den Fortsatz aufweist, mit dem
die Wärmequelle zumindest abschnittsweise in radialer Richtung eingefasst ist, und
zum Bereitstellen einer Lufteintrittsöffnung in den Zwischenraum zwischen Außenwand
und Innenwand der Fortsatz eine zu der Wärmequelle weisende Durchbrechung aufweist.
So kann auch vorgesehen sein, dass der Strahlungsofen auf dem Fortsatz der Innenwand
steht. Durch das Einfassen der Wärmequelle durch die zu dem Innenraum weisende Wand
wird diese durch die Strahlung der Wärmequelle zusätzlich erwärmt. Diese Wärme kann
dann mittels Wärmeleitung an den Innenraum übertragen werden. Um die Heißluftwegsamkeit
in den Zwischenraum zwischen Außen- und Innenwand bereitzustellen, ist in den Fortsatz
eine zu der Wärmequelle weisende Durchbrechung als Lufteintrittsöffnung vorgesehen.
[0042] Es kann vorgesehen sein, dass die Luftaustrittsöffnung in der Außenwand vorgesehen
ist.
[0043] Typischerweise ist vorgesehen, dass die Lufteintrittsöffnung im unteren Bereich und
die Luftaustrittsöffnung im oberen Bereich des Strahlungsofens angeordnet ist. Dies
bewirkt einen Kamineffekt, der sicherstellt, dass die heiße Luft durch den Zwischenraum
hindurchgeleitet wird. Zum Drosseln der Fließgeschwindigkeit der Heißluft - und somit
zum Einstellen der Temperatur im Innenraum - kann vorgesehen sein, dass die Luftaustrittsöffnung
verschließbar bzw. in ihrer Größe veränderbar ist. Dies ist beispielsweise mittels
eines ggf. manuell betätigbaren Schiebers möglich. Auch kann vorgesehen sein, dass
eine Vielzahl von Luftaustrittsöffnungen, durch Stege getrennt, vorgesehen sind und
die Luftaustrittsfläche einer einzelnen Luftaustrittsöffnung kleiner ist als die Lufteintrittsöffnung.
Durch die zusätzlichen Stege in der Luftaustrittsöffnung wird die Strömungsgeschwindigkeit
verlangsamt, sodass die heiße Luft in der Doppelwand - eine gewisse Zeit - gehalten
wird, um die Effektivität des Strahlungsofens zu steigern. Die Lufteintrittsöffnungsfläche
ist entsprechend angepasst. Die Summe der Flächen der Lufteintrittsflächen ist dabei
typischerweise gleich oder größer als die Summe der Flächen der Luftaustrittsflächen.
[0044] Zum Festlegen des Strahlungsofens an dem Lebensmittelgargerät kann dieses zumindest
abschnittsweise durch den Brennraum eingefasst sein. Auch Bajonettverbindungen oder
Spannverschlüsse zum Anschließen des Strahlungsofens an dem Lebensmittelgargerät sind
denkbar. Durch das Gewicht des Strahlungsofens in Verbindung mit seiner Aufstehfläche
reichen einfache Befestigungsmittel typischerweise aus.
[0045] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Lebensmittelgargerät über mehrere Abschnitte verfügt,
die von einer oder von mehreren Wärmequellen erwärmbar sind. Dann ist der Strahlungsofen
in einem Bereich angeordnet, in dem eine entsprechende Heizleistung zur Verfügung
steht.
[0046] So kann auch vorgesehen sein, dass das Lebensmittelgargerät über eine Hauptgrillfeld
sowie über einen nebengeordneten Seitenarm, als Ablage ausgelegt, verfügt. Ferner
kann vorgesehen sein, dass der Seitenarm ebenfalls mit einer eigenständigen Wärmequelle
ausgestattet ist. Diese Ausgestaltung ist insbesondere mittels eines Gasgrillgerätes
einfach bereitzustellen. Der Strahlungsofen kann dann auf dem Seitenarm separat von
dem Hauptgrillfeld angeordnet sein, wobei das auf dem Hauptgrillfeld gegrillte Grillgut
nach Fertigstellung in dem Strahlungsofen zwischengelagert werden kann.
[0047] Zweiter Erfindungskomplex:
Der zweite Erfindungskomplex betrifft ein Lebensmittelgargerät mit einer ersten Wärmequelle
und einer zweiten Wärmequelle, die auf eine gemeinsame Erwärmungszone gerichtet sind
und die mit einem abnehmbaren, zu erwärmenden Zusatzmodul, das zu seiner Verwendung
zumindest abschnittsweise in der Erwärmungszone angeordnet ist.
[0048] Lebensmittelgargeräte können beispielsweise als Grillgeräte oder Kocher ausgebildet
sein und dienen dem Garen von Lebensmitteln. In vielen Fällen wird zum Bereitstellen
der gewünschten Wärme Brenngas verbrannt; auch elektrische Wärmequellen sind bekannt.
Lebensmittelgargeräte umfassen eine Wärmequelle unterhalb einer Erwärmungszone, in
welcher Erwärmungszone - etwa eine Grillfläche bzw. ein Rost oder eine Kochfläche
- Lebensmittel gegart, etwa gegrillt oder gekocht werden.
[0049] Um die Heizleistung zu erhöhen und/oder um unterschiedliche Heizleistungen in der
Erwärmungszone zur Verfügung zu stellen, kann ein Lebensmittelgargerät mehrere, beispielsweise
zwei Wärmequellen aufweisen. Beide Wärmequellen sind dann auf eine gemeinsame Erwärmungszone
ausgerichtet. Sind die Wärmequellen als Gasbrenner ausgebildet, können sie als Brennrohre
oder als Ringbrenner, durchaus auch konzentrisch zueinander angeordnet, vorgesehen
sein.
[0050] Neben dem Erwärmen von Lebensmitteln auf einem Rost oder einer Kochfläche besteht
die Möglichkeit, in der Erwärmungszone Zusatzmodule anzuordnen, mit oder in denen
Lebensmittel erwärmbar sind oder mit oder in denen Lebensmittel warmgehalten werden
können. Diese Zusatzmodule sind typischerweise separat erhältlich und können als Nachrüstmodul
ausgelegt sein. Ein solches Zusatzmodul ist abnehmbar, sodass es von dem Nutzer des
Lebensmittelgargeräts beliebig je nach Wunsch auf dem Lebensmittelgargerät montiert
oder demontiert werden kann.
[0051] Problematisch für den Betrieb solcher Zusatzmodule ist bisweilen, dass diese aufgrund
der zur Verfügung stehenden Wärmequellenleistung von zwei Wärmequellen in der Erwärmungszone
beschädigt werden können. Zudem ist für die Funktionalität einiger Zusatzmodule nur
eine geringe Heizleistung notwendig.
[0052] Der zweite Erfindungskomplex stellt sich somit die Aufgabe, den Anwendungsbereich
eines vorstehend beschriebenen Lebensmittelgargerätes dahingehend zu erweitern, dass
eine Vielzahl von verschiedenen Zusatzmodulen mit dem Lebensmittelgargerät kombinierbar
ist, ohne dass die Gefahr einer Überhitzung derselben in Kauf genommen werden muss.
[0053] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein vorstehend beschriebenes genanntes, gattungsgemäßes
Lebensmittelgargerät, bei dem das Zusatzmodul allein mit der ersten Wärmequelle erwärmbar
ist und über ein Sperrelement verfügt, durch das ein Betrieb der zweiten Wärmequelle
verhindert ist, sodass bei einem Betrieb des Lebensmittelgargerätes mit dem Zusatzmodul
dieses nicht durch die zweite Wärmequelle erwärmt ist.
[0054] Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung.
[0055] Kern des zweiten Erfindungskomplexes ist es, dass Teil des Zusatzmoduls ein Sperrelement
ist, welches den Betrieb der zweiten Wärmequelle einschränkt. Vorgesehen ist, dass
auf diese Weise die erste Wärmequelle dem Nutzer weiterhin vollständig zur Verfügung
steht, sodass mit diesem das Zusatzmodul betrieben werden kann; lediglich die zweite
Wärmequelle ist bei installiertem Zusatzmodul nicht mehr für den Betrieb bestimmt.
Zu verstehen ist hierunter ein ordnungsgemäßer Betrieb.
[0056] Mithilfe des Sperrelementes kann je Zusatzmodul die maximal zuzulassende Leistung
so eingestellt werden, dass eine Gefahr der Beschädigung des Zusatzmoduls nicht mehr
besteht.
[0057] Von weiterem Vorteil ist, dass auf diese Weise eine energieeffiziente Nutzung des
Zusatzmoduls ermöglicht wird: Ist das Zusatzmodul lediglich in der Lage, eine bestimmte
Wärmeleistung aufnehmen zu können, kann entsprechend eine Wärmequelle deaktiviert
werden. Einem unnötigen Energieverbrauch ist entgegengewirkt.
[0058] Eine Möglichkeit der Deaktivierung der zweiten Wärmequelle besteht darin, seine Energiezufuhr,
etwa, wenn es sich um ein gasbetriebenes Lebensmittelgargerät handelt, die Gaszufuhr
zu dem zweiten Brenner zu unterbrechen. Hierfür verfügt zumindest die zweite, zu deaktivierende
Wärmequelle über einen aktivierbaren bzw. deaktivierbaren Energiezufuhrschalter, etwa
ein Gasventil. Der Energiezufuhrschalter kann ein Schalter sein, welcher zur manuellen
Einstellung des Energieflusses zum Einstellen der Leistung der jeweiligen Wärmequelle
zur Verfügung gestellt ist. Ist die Wärmequelle elektrisch, handelt es sich bei dem
Energiezufuhrschalter typischerweise um einen Leistungsschalter.
[0059] Handelt es sich bei dem Lebensmittelgargerät um ein gasbetriebenes Lebensmittelgargerät
wird landläufig ein manuell einstellbarer Energiezufuhrschalter auch als Gashahn bezeichnet.
Denkbar ist jedoch auch das Bereitstellen eines von einem solchen Drosselventil separaten
Sicherheitsventils, welches lediglich einen Gasfluss bzw. nicht einen Gasfluss zulässt.
[0060] Vorgesehen ist, dass das dem Zusatzmodul zugehörige Sperrelement auf einen Sensor
des Energiezufuhrschalters einwirkt, sodass die Energiezufuhr im Betrieb unterbrochen
ist. Für diese Ausgestaltung ist es notwendig, dass die beiden Wärmequellen unabhängig
voneinander mit Energie versorgt sind. Vorteil dieser Ausgestaltung ist die aus diesem
Konzept resultierende Sicherheit: Ist die Energiezufuhr der zweiten Wärmequelle unterbrochen,
kann auch eine ungewollte Selbstentzündung der zweiten Wärmequelle nicht erfolgen.
Damit ist insbesondere, wenn es sich bei dem Lebensmittelgargerät um ein gasbetriebenes
Lebensmittelgargerät handelt, der Gefahr von Verpuffungen entgegengewirkt.
[0061] Ist das Lebensmittelgargerät ein gasbetriebenes Lebensmittelgargerät wird vorteilhafterweise
auf eine dem zweiten Brenner zugeordnete Zündsicherung Einfluss genommen, deren Teil
ein Gasventil ist. Diese ist typischerweise thermoelektrisch ausgelegt und bereits
in vielen gasbetriebenen Lebensmittelgargeräten vorhanden. Mittels der thermoelektrischen
Zündsicherung wird mittels eines Gasventils ein Ausströmen von Gas verhindert, sollte
ein neben dem Brenner angeordnetes, der Zündsicherung zugeordnetes, als Sensor zu
dem als Gasventil ausgebildeten Energiezufuhrschalter fungierendes Thermoelement unterhalb
einer bestimmten Aktivierungstemperatur (etwa 600° C) bleiben. Zur Inbetriebnahme
des Brenners wird in einer Zündphase das - nicht vorhandene - Aktiviersignal des Thermoelements
manuell überbrückt, sodass Gas aus dem Brenner austreten kann.
[0062] Dieses wird anschließend manuell oder piezoelektrisch entzündet. Durch die daraus
entstehende Erwärmung des in oder im Bereich der Flamme angeordneten Thermoelementes
wird durch das Thermoelement ein Aktiviersignal erzeugt, sodass das der Zündsicherung
zugeordnete Gasventil einen weiteren Gasfluss zulässt und die manuelle Überbrückung
beendet werden kann.
[0063] Um einen Betrieb des zweiten Brenners, ausgestattet mit einer Zündsicherung, zu verhindern,
ist gemäß einem Ausführungsbeispiel das Sperrelement des Zusatzmoduls ausgestaltet,
eine Erwärmung des Thermoelementes über die kritische Temperatur hinaus zu unterbinden,
etwa durch ein Abschatten. Auf diese Weise wird auf das Thermoelement als Sensor des
Gasventils durch das Sperrelement Einfluss genommen. Hierzu kann das Sperrelement
beispielsweise als Hülse ausgebildet sein, welches das Thermoelement bei montiertem
Zusatzmodul umgibt. Insbesondere durch eine bevorzugt vorgesehene Luftisolation zwischen
Innenwand der als Sperrelement wirkenden Hülse und der Außenwand des Sensors - des
Thermoelements - wird die kritische Temperatur in dem Thermoelement nicht erreicht.
Auch ist das Thermoelement der Zündsicherung vor einer Erwärmung des ersten Brenners
oder ggf. weiteren Brennern geschützt. Dies ist normalerweise ohnehin der Fall, da
ansonsten ein ordnungsgemäßer Betrieb der Zündsicherung nicht gewährleistet wäre.
Die Hülse kann beispielsweise aus einem Metall oder einem anderen hitzebeständigen
Werkstoff (etwa Keramik) gefertigt sein.
[0064] Vorteilhafterweise ist durch diese Konstruktion der zusätzliche Aufwand zur Umsetzung
des Erfindungsgedankens auf ein Mindestmaß reduziert, sodass sich eine äußerst kostengünstige
Lösung ergibt. Auch ist die Montage des Zusatzmoduls einfach: Das Sperrelement als
Teil des Zusatzmoduls wird mit der Montage desselben auf das Thermoelement der Zündsicherung
aufgesetzt und ist dort durch die Gewichtskraft des Zusatzmoduls gehalten; ein zusätzliches
Verriegeln - etwa um einen erforderlichen Druck über die Gewichtskraft des Zusatzmoduls
hinaus auszuüben - ist nicht zwingend notwendig.
[0065] In einer anderen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Zusatzmodul mit seinem
Sperrelement auf einen Sensor einwirkt, der das Aktiviersignal - mithin die elektrische
Verbindung - zwischen Thermoelement und Gashahn unterbricht. Ist der Sensor aktiviert,
kann das Aktiviersignal von dem Thermoelement nicht zum Gashahn gelangen. Ein geeigneter
Sensor ist etwa ein Druckschalter.
[0066] In einer anderen Ausgestaltung kann der Energiezufuhrschalter über einen Druck- und/oder
Magnetsensor ausgelöst werden, getriggert durch das Sperrelement. Durch das auf den
Energiezufuhrschalter bzw. einen Sensor des Energiezufuhrschalters einwirkende Sperrelement
kann die Zufuhr zu der zweiten Wärmequelle auch vollständig unterbrochen werden, sodass
selbst eine Überbrückung - beispielsweise im Rahmen einer versuchten Inbetriebnahme
- nicht möglich ist. Dies bietet sich für Zusatzmodule an, die besonders hitzeempfindlich
sind und die selbst bei einer kurzen Betätigung der zweiten Wärmequelle (z. B. im
Rahmen der Inbetriebnahme) beschädigt werden würden.
[0067] Als Sperrelement kann jedes Teil an dem Zusatzmodul, was darauf rückschließen lässt,
dass es sich um ein Zusatzmodul mit begrenzter Erwärmbarkeit handelt, sein. Dies kann
auch etwa ein Rand oder ein Teil eines mit dem Lebensmittelgargerät zu verbindenden
Einsatzes sein.
[0068] Typischerweise sind die beiden Wärmequellen in einem Brennraum angeordnet. Der Brennraum
fasst die Wärmequellen ein und überragt diese. Oberhalb des Brennraumes ist, sollte
kein Zusatzmodul installiert sein, typischerweise eine Grillfläche, etwa ein Rost,
oder eine Kochfläche in der Erwärmungszone angeordnet. Bevorzugt ist vorgesehen, dass
neben den beiden Wärmequellen in dem Brennraum auch der mit dem Sperrelement interagierende
Sensor des Energiezufuhrschalters angeordnet ist. Das Sperrelement ragt dann in den
Brennraum hinein. Dies ist vorteilhaft, da der Brennraum seitens eines Nutzers als
typischerweise nicht zugänglich angesehen wird, sodass er abgehalten ist, hier Manipulationen
vorzunehmen.
[0069] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Zusatzmodul über das Sperrelement hinaus auch
mit weiteren Teilen in den Brennraum hineinragt. Das Zusatzmodul kann in dem Brennraum
gehalten sein, etwa durch entsprechende Vorsprünge oder eine den Brennraum begrenzende,
zumindest abschnittsweise umlaufende Wand. Durch das Einsetzen des Zusatzmoduls oder
eines Teils desselben in den Brennraum ist eine einfache Montage des Zusatzmoduls
an dem Lebensmittelgargerät möglich, wobei gleichzeitig durch das Eingreifen des Zusatzmoduls
in den Brennraum die erforderliche Stand- bzw. Montagestabilität gewährleistet ist.
So kann das Zusatzmodul in fünf Richtungen (vollständig in der Horizontalen - vier
Richtungen - sowie entgegen der Gewichtskraftrichtung - fünfte Richtung -) gesichert
sein. Ergänzend oder alternativ sind Bajonettverriegelungen zum Absichern gegen die
sechste Richtung (in Gewichtskraftrichtung) zur Erhöhung der Sicherheit denkbar.
[0070] Typischerweise ist vorgesehen, dass die zweite Wärmequelle eine höhere Heizleistung
aufweist als die erste Wärmequelle. Die erste Wärmequelle kann etwa eine Leistung
zwischen 500 W und 1 kW aufweisen, während die zweite Wärmequelle eine Heizleistung
von 3 - 4 kW aufweisen kann. Mit einer solchen Wärmequellenkonfiguration ist ein weiter
Leistungsbereich abgedeckt; gleichzeitig ist durch die Möglichkeit des Deaktivierens
der zweiten, leistungsstärkeren Wärmequelle, eine Leistungsdrosselung ermöglicht.
So kann die zweite Wärmequelle eine zwei- bis viermal so starke Leistung aufweisen
als die erste Wärmequelle, ohne dass die Gefahr besteht, dass das Zusatzmodul beschädigt
wird.
[0071] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Zusatzmodul als Ofen
ausgebildet ist, etwa als Strahlungsofen. Ein direkter Flammeneintritt oder das Einleiten
von heißer Luft/Rauchgase in das Innere des Strahlungsofens ist dabei nicht vorgesehen.
Stattdessen ist der Ofen doppelwandig ausgeführt, wobei die Doppelwand das Innere
des Ofens einfasst. In dem Inneren des Ofens können Lebensmittel warmgehalten werden.
Die durch die Wärmequelle bereitgestellte heiße Luft wird durch die Doppelwandung
des Ofens hindurchgeführt, sodass die Lebensmittel durch Strahlungswärme erwärmt werden.
Sind in dem Ofen etwa 80 °C Lufttemperatur gefordert, kann mit einer relativ kleinen
Wärmequelle dieses erreicht werden. Würde eine zusätzliche, etwa leistungsstärkere
zweite Wärmequelle ebenfalls aktiviert werden, könnte der Ofen beschädigt werden.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Ofens, nämlich ein Sperrelement aufweisend,
ist ein Betrieb eines solchen Ofens auf einem Lebensmittelgargerät, auch wenn dieses
eine zweite leistungsstärkere Wärmequelle aufweist, ermöglicht.
[0072] Die vorstehenden Aspekte des zweiten Erfindungskomplexes können auch wie folgt ausgedrückt
werden (die Bezugszeichen beziehen sich auf die beiliegenden Figuren):
- 1. Lebensmittelgargerät (201) mit einer ersten Wärmequelle und einer zweiten Wärmequelle
, die auf eine gemeinsame Erwärmungszone gerichtet sind und die mit einem abnehmbaren,
zu erwärmenden Zusatzmodul (211), das zu seiner Verwendung zumindest abschnittsweise
in der Erwärmungszone angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmodul (211) allein mit der ersten Wärmequelle erwärmbar ist und über
ein Sperrelement (213) verfügt, durch das ein Betrieb der zweiten Wärmequelle verhindert
ist, sodass bei einem Betrieb des Lebensmittelgargerätes (201) mit dem Zusatzmodul
(211) dieses nicht durch die zweite Wärmequelle erwärmt ist.
- 2. Lebensmittelgargerät nach Aspekt 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Wärmequelle über einen Energiezufuhrschalter verfügt, mit dem seine
Energiezufuhr unabhängig von der ersten Wärmequelle einstellbar ist und wobei das
Sperrelement (213) dergestalt auf den Energiezufuhrschalter einwirkt, dass der Betrieb
der zweiten Wärmequelle verhindert ist.
- 3. Lebensmittelgargerät nach Aspekt 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiezufuhrschalter über einen Sensor (209) zur Betätigung der Schaltmimik
verfügt und das Sperrelement (213) des Zusatzmoduls (211) auf den Sensor (209) einwirkt,
um bei einem Betrieb des Lebensmittelgargerätes (201) mit dem Zusatzmodul (211) dieses
nicht durch die zweite Wärmequelle zu erwärmen.
- 4. Lebensmittelgargerät nach Aspekt 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wärmequellen zusammen mit dem Sensor (209) zur Betätigung des Energiezufuhrschalters
in einem gemeinsamen Brennraum (212) angeordnet sind, und das Sperrelement (213) des
Zusatzmoduls (211) in den Brennraum (212) hineinragt.
- 5. Lebensmittelgargerät nach Aspekt 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmodul (211) zum Betrieb zumindest abschnittsweise in den Brennraum
(212) eingesetzt und dort gehalten ist.
- 6. Lebensmittelgargerät nach einem der Aspekte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Lebensmittelgargerät (201) um ein gasbetriebenes Lebensmittelgargerät
(201) und bei der ersten und zweiten Wärmequelle um Gasbrenner (202, 203) handelt.
- 7. Lebensmittelgargerät nach Aspekt 6 in seinem Rückbezug auf einen der Aspekte 2 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gasventil (207) eine thermoelektrische Zündsicherung zugeordnet ist und
durch das Sperrelement (213) ein der thermoelektrischen Zündsicherung zugeordnetes
Thermoelement als Sensor (209) gegenüber einer Erwärmung durch den ersten Brenner
(202) und den zweiten Brenner (203) abgeschattet ist, damit das Gasventil (207) des
zweiten Brenners (203) nicht in seinen Betriebsmodus schaltet.
- 8. Lebensmittelgargerät nach Aspekt 7 in seinem Rückbezug auf Aspekt 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (213) eine Hülse ist, die bei aufgesetztem Zusatzmodul (211)
den als Thermoelement ausgebildeten Sensor (209) dergestalt einfasst, dass ein Luftspalt
zwischen dem Sensor (209) und der Hülse verbleibt.
- 9. Lebensmittelgargerät nach einem der Aspekte 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Wärmequelle eine höhere Heizleistung aufweist als die erste Wärmequelle.
- 10. Lebensmittelgargerät nach einem der Aspekte 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmodul (211) als Ofen ausgebildet ist.
[0073] Dritter Erfindungskomplex:
Der dritte Erfindungskomplex betrifft einen Gasbrenner für eine Kochstelle umfassend
ein Brennerteil mit einer nach oben weisenden Deckfläche, mit einer Zentralkammer,
die mit einer Brenngasversorgung in Fluidverbindung steht und mit einer Vielzahl von
von der Zentralkammer ausgehenden, als Gaswegsamkeiten fungierenden, in der Deckfläche
mündenden Kanälen, wobei jeder Kanal einen Ausrichteabschnitt aufweist, der die Strömungsrichtung
des aus diesem Kanal austretenden Brenngases beeinflusst.
[0074] Gasbrenner für Kochstellen dienen dem Erwärmen, Grillen oder Garen von Lebensmitteln,
indem über einem Gasbrenner Lebensmittel angeordnet sind, etwa auf einem Rost oder
in einem Topf. Zur Bereitstellung der Wärme umfasst der Gasbrenner ein Brennerteil,
welches dazu ausgelegt ist, das zur Verfügung stehende Brenngas dergestalt zu leiten,
dass sich ein das Lebensmittel erwärmendes Flammenbild ergibt. Gasbrenner für Kochstellen
sind bezüglich ihrer Heizleistung einstellbar. Typischerweise wird die zur Verfügung
gestellte Gasmenge variiert, um eine größere bzw. kleinere Heizleistung bereitzustellen.
[0075] Ein Brennerteil weist in seinem inneren eine Zentralkammer auf, die mit einer Brenngasversorgung
in Fluidverbindung steht. Ausgehend von der Zentralkammer sind in einem Brennerteil,
typischerweise radial ausgerichtete Kanäle vorgesehen, die als Gaswegsamkeiten dienen.
Diese Kanäle münden mit Austrittsöffnungen auf der Mantelfläche des Brennerteils in
der Umgebung des Brennerteils.
[0076] Häufig handelt es sich bei Brennerteilen um solche Brennerteile, die ein ringförmiges
Flammenbild bereitstellen; typischerweise ist das Flammenbild kreisrund. Die Kanäle
sind dann typischerweise divergierend ausgerichtet, bedeutend, dass zwei Kanäle winklig
zueinander ausgerichtet sind.
[0077] Wird ein Brennerteil in Betrieb genommen, so dass ein Flammenbild entsteht, wird
das aus dem Brennerteil austretende Gas typischerweise an einem Kanal, etwa piezoelektrisch
entzündet. Ausgehend von diesem der Zündstelle benachbarten Kanals wird das Gas, welches
aus Kanälen, die benachbart zu diesem Zündkanal angeordnet sind, austritt, entzündet.
Dies erfolgt durch Hitzeübertragung und wird auch Flammenübersprung genannt. Damit
ein solcher Flammenübersprung möglich ist, müssen die Kanäle, respektive deren Austrittsöffnungen
entsprechend zueinander angeordnet sein, bedeutend, dass diese nicht einen zu großen
Abstand zueinander aufweisen. Auf diese Weise können alle dem Flammenbild zugehörigen
Kanäle gegenseitig ausgehend von einer initialen Zündung entzündet werden.
[0078] Im Stand der Technik sind Gasbrenner bekannt, deren Kanäle dergestalt angeordnet
sind, dass diese in radialer Richtung münden. Die Öffnungsfläche der Mündung weist
dann in horizontale (radiale) Richtung. Ein Beispiel hierfür ist in
JP 2000 346 312 A gezeigt. In dieser Offenbarung wird das in eine Zentralkammer geleitete Gas in nach
außen weisende Kanäle nach außen geleitet. Ziel dieser Ausgestaltung ist es, ein möglichst
großflächiges Flammenbild bereitzustellen, wobei das Brennerteil materialsparend ausgelegt
ist.
[0079] EP 2 773 905 B1 zeigt eine Ausgestaltung, bei der Gaskanäle in axialer Richtung ausgerichtet sind.
Die Öffnungsfläche der Mündung als auch die Kanäle weisen hier senkrecht nach oben.
Die Oberseite des Brennerteils - nachfolgend als Deckfläche bezeichnet - umfasst die
Mündungen, mit anderen Worten: Die Aussparungen sind in die Deckfläche eingebracht.
[0080] GB 1 162 496 A zeigt eine Ausgestaltung, bei der Gaswegsamkeiten und dazugehörige Mündungen schräg
nach oben ausgerichtet ist.
[0081] Die in dem Brennerteil vorhandenen Kanäle ausgehend von der Zentralkammer dienen
dem Zweck des Leitens des Brenngases. Zumindest abschnittsweise - in ihrem Ausrichteabschnitt
- beeinflussen sie auch die Strömungsrichtung des aus dem Kanal austretenden Brenngases.
[0082] Ausgehend von einem Gasbrenner, bei dem die Kanäle in der Deckfläche des Brennerteils
münden, stellt sich der zweite Erfindungskomplex die Aufgabe, einen Gasbrenner bereitzustellen,
der bei kompakten Abmaßen in einem weiten Leistungsbereich, insbesondere auch bei
kleinen Leistungen, funktionsfähig und effektiv betrieben werden kann.
[0083] Gelöst wird der zweite Erfindungskomplex durch einen vorstehend beschriebenen, gattungsgemäßen
Gasbrenner, bei dem jeweils zwei in Umfangsrichtung des Brennerteils benachbarte Kanäle
divergierend ausgerichtet sind und einen solchen Abstand zueinander aufweisen, dass
die Flammen beim Betrieb des Brennerteils zwischen benachbarten Kanälen überspringen
und der Ausrichteabschnitt ausgelegt ist, dass der aus der Kanalmündung austretende
Brenngasstrom eine radiale Richtungskomponente aufweist und die Kanäle jeweils einen
sich an den Ausrichteabschnitt anschließenden, nach oben geöffneten Schaufelabschnitt
aufweisen, dessen Öffnungsflächennormale mit der Lotrichtung einen kleineren Winkel
einschließt als die jeweilige Strömungsrichtung in dem Ausrichteabschnitt mit der
Lotrichtung.
[0084] Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung.
[0085] Der Schaufelabschnitt bei der Lösung gemäß der ersten Ausgestaltungsmöglichkeit ist
eine Verlängerung der Führungswirkung des Richtungskanals und zwar in seitlicher Richtung.
Das aus dem Kanal ausströmende Gas wird durch den Schaufelabschnitt nicht, jedenfalls
nicht nennenswert in nicht in Umfangsrichtung weisende Richtungen begrenzt. Insbesondere
ist der Schaufelabschnitt nach oben hin offen, sodass das Brenngas - leichter als
Luft - nach oben austreten kann.
[0086] Durch die erweiterte seitliche Führung des Brenngases können zwei Kanäle enger beieinander
in der Deckfläche des Brennerteils - die Fläche des Brennerteils, die nach oben weist
- angeordnet werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass im Betrieb die Flammen sich
vereinigen und so eine Gefahr darstellen können. Vielmehr wird in geschickter Weise
die Abhängigkeit der Beschleunigung in radialer Richtung des nach außen strömenden
Brenngases von der zur Verfügung gestellten Gasmenge - und damit der Größe der einzelnen
Flamme - ausgenutzt: Wird nur eine geringe Gasmenge - mithin nur eine kleine Brennleistung
und damit nur eine kleine Flamme - zur Verfügung gestellt, wird diese aufgrund der
nach oben weisenden Offenheit der Kanalmündung näher am Mittelpunkt des Brennerteils
senkrecht ausgebildet sein als eine Flamme, die aufgrund einer größeren zur Verfügung
gestellten Gasmenge größer ist, da durch die größere Gasmenge diese eine höhere Geschwindigkeit
in radialer Richtung aufweist. Gleichzeitig besteht bei wenig zur Verfügung gestellten
Gas kaum die Gefahr einer Flammenvereinigung; vielmehr ist es notwendig, den Abstand
der Flammen gering einzustellen, um einen notwendigen Flammenübersprung sicherzustellen.
Die Gefahr der Flammenvereinigung besteht jedoch bei größeren Flammen. Durch die Schaufelabschnitte
der Kanäle werden diese seitlich weiter geleitet, um eine Flammenvereinigung zu unterbinden.
Je weiter die Flamme in radialer Richtung weist (und in dem Kanal geführt ist), desto
größer wird aufgrund der divergierenden Ausrichtung der Kanäle ihr Abstand zu der
ihr benachbarten Flamme, sodass hierdurch eine Flammenvereinigung verhindert ist.
Insgesamt ergibt sich hierdurch die Möglichkeit, das Brennerteil unter Beibehaltung
der Leistung in seinem Durchmesser kompakter und kleiner auszugestalten, als es im
Stand der Technik möglich war. So sind Brennerdurchmesser von 3 bis 5 cm möglich.
[0087] Zur Ausbildung des Schaufelabschnittes ist die den Kanal nach unten begrenzende Fläche
verlängert, sodass die sich ergebende Öffnungsfläche nicht dem Durchmesser des Kanals
entspricht, sondern gegenüber seinem Durchmesser vergrößert ist. Die Öffnungsfläche
ist gegenüber der Strömungsrichtung des Gases in dem Ausrichteabschnitt geneigt, und
zwar dergestalt, dass die Flächenlotrechte mit der Lotrichtung einen kleineren Winkel
einschließt als die Strömungsrichtung des Gases in dem Ausrichteabschnitt mit der
Lotrichtung. Insbesondere kann die Flächenlotrechte in axialer Richtung des Brennerteils
weisen, welche typischerweise die Lotrichtung ist. Durch diese Ausrichtung wird eine
Öffnung des Kanals nach oben sichergestellt. In einer Ausgestaltung kann dieser Kanal
daher in einer Schnittansicht schräg abgeschnitten sein. Dies ist insbesondere dann
der Fall, wenn der Ausrichteabschnitt als gerader Kanal ausgeführt ist.
[0088] Oberhalb des Schaufelabschnittes sind die Lebensmittel angeordnet, typischerweise
gehalten auf einem Rost oder Blech oder in einem Topf oder ähnlichem befindlich. Die
im Betrieb erzeugten Flammen können ausgehend von der Kanalöffnung senkrecht auf die
Erwärmungsfläche treffen und werden typischerweise nicht durch Brennerpilze oder dergleichen
zusätzlich umgeleitet.
[0089] Der Ausrichteabschnitt beeinflusst die Strömungsrichtung des Brenngases, wenn es
aus dem Kanal austritt. Hierfür weist der Ausrichteabschnitt eine bestimmte Ausrichtung
auf. Tritt das Gas in den Schaufelabschnitt ein, krümmt sich der Gasfluss in die Lotrichtung,
da eine obere Begrenzung nicht mehr gegeben ist. Trotzdem ist der Gasfluss seitlich
durch den Schaufelabschnitt begrenzt ist.
[0090] Bevorzugt ist vorgesehen, dass jeweils der Kanalgrund des Schaufelabschnittes mit
dem Kanalgrund des Ausrichteabschnittes fluchtet. Zwischen Ausrichteabschnitt und
Schaufelabschnitt ist dann bezüglich des Kanalgrundes keine Richtungsänderung vorgesehen.
[0091] Die oben genannte Aufgabe wird auch durch einen eingangs genannten, gattungsgemäßen
Gasbrenner gelöst, bei dem eine erste Kanalmündung neben einer zweiten Kanalmündung
angeordnet ist und die Öffnungsfläche des zweiten Kanals kleiner ist als diejenige
des ersten, wobei der Ausrichteabschnitt dergestalt ausgelegt ist, dass die Strömungsrichtung
des aus dem Kanal austretenden Gases einen radialen Anteil aufweist und wobei die
Kanäle dergestalt angeordnet sind, dass eine umfängliche Entzündung des Flammenbildes
mittels Flammenübersprüngen möglich ist.
[0092] Auch bezüglich dieser Ausgestaltung ergeben sich Weiterbildungen aus der nachstehenden
Beschreibung. Insbesondere ist diese Ausgestaltung bevorzugt mit der zuvor beschrieben
Ausgestaltung kombiniert.
[0093] Bei dieser Ausgestaltung macht man sich zunutze, dass durch eine kleinere Kanalöffnung
bei gleichzeitigem Vorhandensein einer parallelen, größeren Kanalöffnung durch die
kleinere Kanalöffnung nur wenig Gas austreten kann, sodass nur eine kleine Flamme
ermöglicht wird. Ist nur eine geringe Leistung des Brennerteils gefordert, ist auch
- aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Gasmenge - eine kleine Flamme
in dem ersten Kanal mit einer großen Kanalöffnung zu verzeichnen. Bei einer größeren
Gasmenge wird die Flamme, die der größeren Kanalöffnung zuzuordnen ist, wesentlich
größer, da das Mehr an Brenngas primär durch die Kanäle strömt, die eine größere Öffnung
aufweisen, da hier der sich einstellende Staudruck geringer ist.
[0094] Die kleine Flamme der kleinen Kanalöffnung wird sich mit der über der großen Kanalöffnung
bildenden großen Flamme nicht vereinigen, sodass hier nicht die Gefahr einer Flammenvereinigung
besteht, obwohl zwei Kanalmündungen eng beieinander angeordnet sind. Ist die zur Verfügung
stehende Brenngasmenge jedoch gering, ermöglicht die Flamme, die der kleinen Kanalöffnung
zuzuordnen ist, einen Flammenübersprung auch zu einer Kanalöffnung, die zu der anderen
Seite der kleinen Kanalöffnung zu dieser benachbart ist. Durch diese Anordnung können
Kanalmündungen trotz dem Bereitstellen großer Kanalöffnungen mit entsprechenden Heizleistungen
enger zueinander gebracht werden, als dies im Stand der Technik möglich war, mit der
Folge, dass bei gleicher Heizleistung der Brenner kleiner ausgebildet werden kann.
[0095] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die in die Deckfläche eingebrachten Kanäle in einer
gerundeten Form, typischerweise in einer kreisrunden Form angeordnet sind. Entsprechend
ergibt sich ein gerundetes, bevorzugt kreisrundes Flammenbild. Hierdurch ist eine
einfache Herstellung der Kanäle - mündend in der Zentralkammer - innerhalb des Brennerteils
möglich.
[0096] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Kanalöffnungen auf einer Höhe sind. Hierdurch
wird ein in seiner axialen Höhe gleichmäßiges Flammenbild erreicht, sodass beim Betrieb
der Kochstelle eine gleichmäßige Erwärmung der über dem Gasbrenner befindlichen Fläche
erfolgt.
[0097] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Kanäle in ihrer axialen Erstreckung gegenüber
der Deckfläche und/oder des Brennerteils geneigt sind. Der Winkel kann etwa 20° bis
70° gegenüber der Deckfläche bzw. der Oberfläche des Brennerteils, bevorzugt zwischen
30° und 50°, betragen. Auf diese Weise erhält das ausströmende Gas einen ausreichend
großen Richtungsvektor in radialer Richtung, wobei gleichzeitig das Herstellen eines
solchen Kanals einfach ist.
[0098] Bevorzugt ist der Kanalgrund gerundet; bevorzugt entspricht dieser einem Ellipsen-
oder Kreisabschnitt. Hierdurch wird die Reinigung vereinfacht und die Strömung wird
innerhalb des Kanals vergleichmäßigt, sodass eine ruhigere Flamme entsteht.
[0099] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Kanäle rund sind und bevorzugt gebohrt
sind. Die Kanäle, insbesondere die Ausrichteabschnitte sind dann kreisrund. Um Kanäle
bereitzustellen, können diese ausgehend von der Deckelfläche durch eine Bohrung bereitgestellt
werden, die in der Zentralkammer bevorzugt mündet. Aufwendige Gussformen oder dergleichen
werden dann nicht benötigt, sodass die Herstellkosten reduziert werden.
[0100] Auch kann vorgesehen sein, dass die einzelnen Kanäle getrennt voneinander in die
Zentralkammer ausgehend von der Deckfläche des Brennerteils münden. Auf diese Weise
ist eine genaue Einstellung der Strömungsrichtung des aus der Kanalöffnung austretenden
Gases möglich.
[0101] Teil des Brennerteils kann ein Brennerdeckel sein, der die Kanäle und/oder die Zentralkammer
oberseitig begrenzt. Das Brennerteil umfasst dann ein Grundteil sowie den Brennerdeckel.
Hierdurch wird nicht nur die Reinigung der Kanäle sowie der Zentralkammer vereinfacht,
sondern auch die Herstellung. Begrenzt der Brennerdeckel die Kanäle oberseitig, kann
auch vorgesehen sein, dass verschiedene Brennerteiltypen, die für verschiedene Leistungen
ausgelegt sein sollen, modulartig bereitgestellt werden können, indem unterschiedliche
Brennerdeckel auf ein immer gleiches Grundteil aufgesetzt werden. Die Brennerdeckel
unterscheiden sich dann in ihrem Durchmesser und begrenzen mit ihrem äußeren Rand
die Kanalöffnungen. Wird ein kleinerer Brennerdeckel eingesetzt, vergrößern sich die
Kanalöffnungen entsprechend, sodass eine größere Leistung bereitgestellt werden kann.
[0102] Auch kann vorgesehen sein, dass die Deckfläche des Brennerteils eben ist. In einem
solchen Fall kann auch vorgesehen sein, dass der Brennerdeckel in die Deckfläche des
Brennerteils eingepasst ist. Durch die ebene Deckfläche wird an die Brennflamme herangeführte
Luft nicht zusätzlich abgelenkt, so dass das Flammenbild insgesamt ruhig ist.
[0103] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Gasbrenner über zwei Brennerteile verfügt, sodass
ein Doppelbrenner bereitgestellt ist. Bei diesem Doppelbrenner ist vorgesehen, dass
das vorstehend beschriebene Brennerteil innerhalb eines zweiten, ringförmigen Brennerteils
angeordnet ist. Das erste Brennerteil wird somit von dem zweiten Brenner eingefasst.
Durch die kompakte Ausgestaltung des ersten Brennerteils kann der Doppelbrenner insgesamt
kompakt ausgestaltet sein.
[0104] Das innere Brennerteil ist von dem äußeren Brennerteil bevorzugt zumindest abschnittsweise
beabstandet, sodass zumindest eine Durchzugsöffnung bereitgestellt ist. Diese Durchzugsöffnung
unterstützt einen Kamineffekt und bewirkt durch die nachziehende Luft eine Luftisolation
zwischen den Flammen des ersten Brennerteils sowie der zu dem ersten Brennerteil weisenden
Wand des zweiten Brenners.
[0105] Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch einen Gasbrenner gelöst, bei dem ein
erstes Brennerteil gegenüber dem zweiten Brennerteil dergestalt angeordnet ist, dass
die Kanalöffnungen des inneren Brennerteils unterhalb der durch die Kanalöffnungen
des zweiten Brenners gebildeten Ebene ist. Durch das zweite Brennerteil kann auf diese
Weise eine große Fläche erwärmt werden, während durch das erste Brennerteil axial
ausgerichtet Wärme abgegeben wird. Durch den Höhenunterschied der Flammenebenen können
auf diese Weise auf einer Höhe befindliche Flammenenden bereitgestellt werden.
[0106] Außerdem wird durch die Innenwand des zweiten, äußeren Brenners der vorstehend benannte
Kamineffekt weiter verstärkt. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann sinnvoll,
wenn das erste Brennerteil nach einer vorstehend beschriebenen Ausgestaltung ausgebildet
ist und das zweite, äußere Brennerteil radial ausgerichtete Kanalöffnungen, die zur
Seite weisen, aufweist.
[0107] In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das erste Brennerteil eine geringere
Leistung aufweist als das äußere Brennerteil. Das innere Brennerteil kann etwa eine
Leistung von 500 W - 1,1 kW aufweisen, das äußere Brennerteil etwa eine Leistung von
2 - 4,5 kW. Durch die Kombination unterschiedlich starker Brenner kann insgesamt die
abgegebene Leistung über einen weiten Bereich eingestellt werden. Der Abstand zweiter
Kanalöffnungen kann bei dieser Konfiguration auf 1 mm bis 2,2 mm herabgesetzt werden.
[0108] So kann auch vorgesehen sein, dass die beiden Brennerteile unabhängig voneinander
mit einem Gasvolumenstrom versorgbar sind. Die Unabhängigkeit kann beispielsweise
durch unabhängige, manuell bedienbare Regler bereitgestellt werden.
[0109] Die vorbeschriebenen Lösungen können ganz oder teilweise selbstverständlich miteinander
kombiniert werden.
[0110] Die vorstehenden Aspekte des zweiten Erfindungskomplexes können auch wie folgt ausgedrückt
werden (die Bezugszeichen beziehen sich auf die beiliegenden Figuren):
- 1. Gasbrenner (301) für eine Kochstelle umfassend ein Brennerteil (302) mit einer nach
oben weisenden Deckfläche (304), mit einer Zentralkammer (311), die mit einer Brenngasversorgung
in Fluidverbindung steht und mit einer Vielzahl von von der Zentralkammer (311) ausgehenden,
als Gaswegsamkeiten fungierenden, in der Deckfläche (304) mündenden Kanälen (312,
312.1), wobei jeder Kanal (312, 312.1) einen Ausrichteabschnitt (316) aufweist, der
die Strömungsrichtung (318) des aus diesem Kanal (312, 312.1) austretenden Brenngases
beeinflusst, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei in Umfangsrichtung des Brennerteils (302) benachbarte Kanäle (312,
312.1) divergierend ausgerichtet sind und einen solchen Abstand zueinander aufweisen,
dass die Flammen beim Betrieb des Brennerteils (302) zwischen benachbarten Kanälen
(312, 312.1) überspringen und der Ausrichteabschnitt (316) ausgelegt ist, dass der
aus der Kanalmündung austretende Brenngasstrom eine radiale Richtungskomponente aufweist
und die Kanäle (312, 312.1) jeweils einen sich an den Ausrichteabschnitt (316) anschließenden,
nach oben geöffneten Schaufelabschnitt (317) aufweisen, dessen Öffnungsflächennormale
(319) mit der Lotrichtung einen kleineren Winkel einschließt als die jeweilige Strömungsrichtung
(318) in dem Ausrichteabschnitt (316) mit der Lotrichtung.
- 2. Gasbrenner nach Aspekt 1 oder dem Oberbegriff des Aspekts 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Kanalmündung (305, 305.2) neben einer zweiten Kanalmündung (305.1,
305.3) angeordnet ist und die Öffnungsfläche (320) des zweiten Kanals kleiner ist
als diejenige des ersten, wobei der Ausrichteabschnitt (316) dergestalt ausgelegt
ist, dass die Strömungsrichtung (318) des aus dem Kanal austretenden Gases einen radialen
Anteil aufweist und wobei die Kanäle dergestalt angeordnet sind, dass eine umfängliche
Entzündung des Flammenbildes mittels Flammenübersprüngen möglich ist.
- 3. Gasbrenner nach einem der Aspekte 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass abwechselnd ein Kanal mit einer größeren Kanalöffnung (305, 305.2) und ein
Kanal mit einer kleineren Kanalöffnung (305.1, 305.3) vorgesehen sind.
- 4. Gasbrenner nach einem der Aspekte 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennerteil (302) rund, bevorzugt kreisrund ist.
- 5. Gasbrenner nach einem der Aspekte 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalöffnungen (305, 305.1, 305.2, 305.3, 305.4) in einer Ebene liegen.
- 6. Gasbrenner nach einem der Aspekte 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (312, 312.1) in ihrer axialen Erstreckung gegenüber der Deckfläche
(304) geneigt sind.
- 7. Gasbrenner nach Aspekt 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung zw. 20° und 70°, bevorzugt 30° bis 50° gegenüber der Deckfläche
(304) beträgt.
- 8. Gasbrenner nach einem der Aspekte 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanalgrund gerundet ist.
- 9. Gasbrenner nach einem der Aspekte 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Begrenzung der Gaswegsamkeit ein mittig angeordneter, abnehmbarer Brennerdeckel
(313) vorgesehen ist.
- 10. Gasbrenner nach einem der Aspekte 4 bis 9 in seinem Rückbezug auf Aspekt 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die größere Kanalöffnung (305, 305.2) in radialer Richtung 2 bis 4 mm,
bevorzugt 2,5 bis 3,5 mm erstreckt und sich die kleinere Kanalöffnung 5.1, 5.3 in
radialer Richtung 0,7 bis 1,2 mm, bevorzugt 0,9 bis 1,1 mm erstreckt und die innere
Begrenzung der Kanalöffnung (305, 305.1, 305.2, 305.3) in radialer Richtung zum Mittelpunkt
des Brennerteils (302) bei etwa 9 bis 13 mm liegt.
- 11. Gasbrenner nach einem der Aspekte 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennerteil (302) ein erstes Brennerteil (302) eines Doppelbrenners ist,
welches erste Brennerteil (302) innerhalb eines zweiten, ringförmigen Brennerteils
(303) angeordnet ist.
- 12. Gasbrenner nach Aspekt 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen erstem Brennerteil (302) und äußerem Brennerteil (303) zumindest eine
Durchzugsöffnung (309, 309.1, 309.2, 309.3) angeordnet ist.
- 13. Gasbrenner nach einem der Aspekte 11 oder 12 oder nach dem Oberbegriff des Aspekts
1 dadurch gekennzeichnet, dass das erste Brennerteil (302) gegenüber dem zweiten Brennerteil (303) dergestalt
angeordnet ist, dass die Kanalöffnungen (305, 305.1, 305.2, 305.3, 305.4) des inneren
Brennerteils (302) unterhalb der durch die Kanalöffnungen (306, 306.1, 306.2) des
zweiten Brennerteils (303) gebildeten Ebene befindlich sind.
[0111] Die einzelnen Erfindungskomplexe werden anhand der beiliegenden Figuren beispielhaft
näher erläutert. Es zeigen:
Erster Erfindungskomplex:
- Fig. 1:
- Einen Strahlungsofen in einer perspektivischen Ansicht und
- Fig. 2:
- ein auf einem Lebensmittelgargerät montierter Strahlungsofen in einer geschnittenen
Ansicht.
Zweiter Erfindungskomplex:
- Fig. 3:
- Eine dreidimensionale Rückansicht auf ein gasbetriebenes Lebensmittelgargerät mit
einem als Ofen ausgeführten Zusatzmodul und
- Fig. 4:
- eine Seitenansicht zu Figur 3, um eine schematische Darstellung der Gaszufuhr ergänzt.
Dritter Erfindungskomplex:
- Fig. 5:
- Einen Gasbrenner in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 6:
- den Gasbrenner aus Figur 5 in einer Draufsicht,
- Fig. 7:
- eine Schnittansicht durch den in Figur 5 gezeigten Gasbrenner und
- Fig. 8:
- eine Detailansicht eines Kanals des ersten Brennerteils des Gasbrenners der Figur
5.
[0112] Erster Erfindungskomplex:
Der in Figur 1 gezeigte Strahlungsofen 101 weist einen Innenraum 102 auf, in den auf
einem Trägerblech 103, eingeführt in Schienen 104, 104.1 (beispielhaft gekennzeichnet)
Lebensmittel eingebracht werden können. Der Innenraum 102 wird zu drei Seiten begrenzt
durch Doppelseitenwände 105, 105.1, 105.2, nach oben durch ein die Doppelseitenwände
105, 105.1, 105.2 verbindendes Deckelelement 106, einem Bodenelement 107 sowie eine
- in der Figur durchsichtig dargestellten - Tür 108, hier als Glastür ausgeführt.
Die Tür 108 verfügt über einen Griff 109, mit dem die Tür 108 öffenbar ist und Zugang
zu dem Innenraum 102 gewährt wird, auch wenn der Strahlungsofen 101 im Betrieb ist.
Auf dem Deckelelement 106 ist ein weiteres Trägerblech 103.1 abgestellt. Dieses kann
auch mit dem Deckelelement 106 verbunden sein, sodass es als von unten durch den Strahlungsofen
101 erwärmter Zwischenlagerplatz nutzbar ist.
[0113] Der Strahlungsofen 101, respektive die in Figur 1 nicht erkennbare Innenwand verfügt
in seinem unteren Bereich über einen über den Innenraum 102 hinausgehenden Fortsatz
110. Mit diesem Fortsatz 110 wird der Strahlungsofen 101 in den Brennraum eines in
Figur 1 nicht gezeigten Lebensmittelgargerätes eingesetzt, sodass der Fortsatz 110
die Wärmequelle des Lebensmittelgargerätes radial einfasst.
[0114] Figur 2 zeigt einen designerisch leicht anders, von der Funktionalität jedoch mit
Blick auf den ersten Erfindungskomplex gleich ausgestalteten Strahlungsofen 101 wie
in Figur 1 in einer geschnittenen Ansicht. Vor diesem Hintergrund werden für gleiche
Teile gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0115] Der Strahlungsofen 101 ist auf einen als Lebensmittelgargerät 111 ausgebildeten Kocher
als Teil eines nicht näher dargestellten Grillgerätes aufgesetzt. Das Lebensmittelgargerät
111 weist eine Wärmequelle 112, hier in Form eines Gasbrenners, auf. Die Wärmequelle
112 ist unterhalb des Innenraums 102 des Strahlungsofens 101 angeordnet.
[0116] Teil des Strahlungsofens 101 ist ein Prallblech P. Das Prallblech P ist relativ großräumig
beabstandet von dem Bodenelement 107, sodass zwischen Prallblech P und Bodenelement
107 ein Trennvolumen vorgesehen ist. Die heiße Luft ausgehend von der Wärmequelle
112 wird entlang des Prallblechs P zu seinen Rändern R geleitet und dort in Richtung
Bodenelement 107 umgelenkt.
[0117] Das Prallblech P verfügt über eine Durchbrechung D, die hier unmittelbar oberhalb
der Wärmequelle 112 angeordnet ist. Die Durchbrechung D ist durch einen nicht näher
dargestellten Schieber verschließbar. Auf diese Weise ist eine Weichenstellung für
die Heißluftwegsamkeit bereitgestellt: Verschließt der Schieber die Durchbrechung
D (erster Modus), fließt die Heißluft wie zuvor beschrieben um das Prallblech P herum.
Ist die Durchbrechung D geöffnet (zweiter Modus), kann die heiße Luft durch das Prallblech
P hindurch unmittelbar auf das Bodenelement 107 wirken. Es versteht sich, dass in
diesem zweiten Modus der Innenraum 102 des Strahlungsofens 101 stärker erwärmt wird
als in dem ersten.
[0118] Der vorstehend beschriebene Weg der Heißluft durch den Strahlungsofen 1 ist in Figur
2 durch gestrichelte Pfeile eingezeichnet, wobei im unteren Bereich der Weg der Heißluft
im ersten Modus durchgehend gestrichelt eingezeichnet ist und der Weg im zweiten Modus
in Strich-Punkt.
[0119] Das Prallblech P ist an seinen Rändern R in Richtung Bodenelement 107 angestellt.
Der Raum zwischen Prallblech P und Bodenelement 107 wird auf diese Weise in diesen
Bereichen verkleinert, sodass in diesen Randbereichen ein geringerer Abstand zwischen
Prallblech P und Bodenelement 107 vorgesehen ist. Hierdurch wird eine Vergleichmäßigung
der auf den Innenraum 102 einwirkenden Wärme, ausgehend von der Wärmequelle 112, erzielt.
[0120] Der Innenraum 102 ist in Richtung der Wärmequelle 112 von derselben ferner durch
das Bodenelement 107 getrennt. Das Bodenelement 107 ist als Doppelwand ausgebildet,
umfassend eine Innenwand 113 sowie eine Außenwand 114, zwischen denen ein Zwischenraum
115 angeordnet ist. Die Innenwand 113 sowie die Außenwand 114 der Doppelwand sind
aus Stahlblechteilen gefertigt. Die in dem Zwischenraum 115 befindliche Luft wird
erwärmt. Durch die erwärmte Luft als auch die Strahlung der Außenwand 114 wird die
Innenwand 113 erwärmt, welche Wärme sie in den Innenraum 102 als Strahlungswärme abgibt.
[0121] Der Innenraum 102 ist ferner an drei senkrechten Seiten umgeben von Doppelseitenwänden
105, 105.1, 105.2. Jede Doppelseitenwand 105, 105.1, 105.2 umfasst eine zu dem Innenraum
102 weisende Innenwand 116, 116.1 und eine nach außen weisende Außenwand 117, 117.1.
Zwischen der Innenwand 116, 116.1 und der Außenwand 117, 117.1 ist jeweils ein Zwischenraum
118, 118.1 vorgesehen.
[0122] In die Außenwand 114 des Bodenelementes 107 sind Lufteintrittsöffnungen 119, 119.1
eingebracht. Die heiße Luft fließt durch die Lufteintrittsöffnung 119, 119.1 in den
Randbereich des Zwischenraums 115 des als Doppelwand ausgebildeten Bodenelementes
107 und anschließend in die Zwischenräume 118, 118.1 der sich von der Wärmequelle
112 wegerstreckenden Doppelseitenwände 105, 105.1, 105.2. Die Lufteintrittsöffnungen
119, 119.1 fluchten etwa mit dem Randbereich des Innenraums 102. Die Heißluft tritt
in die Heißluftwegsamkeit durch die Lufteintrittsöffnungen 119, 119.1 auch dann ein,
wenn die Durchbrechung D des Prallbleches P geöffnet ist.
[0123] Im oberen Bereich des Strahlungsofens 101 sind in die gegenüberliegenden Doppelseitenwände
105, 105.2 eine Vielzahl an Luftaustrittsöffnungen 121, 121.1 eingebracht und zwar
in die Außenwand 117, 117.1. Durch diese Luftaustrittsöffnungen 121, 121.1 kann die
in den Zwischenraum 118, 118.1 eingeleitete Heißluft austreten.
[0124] Der untere Fortsatz 110 des Strahlungsofens 101 ragt in den Brennraum 120 hinein.
Der Fortsatz 110 ist ein Fortsatz der Innenwand 116, 116.1. Hiermit steht der Strahlungsofen
101 auf einem Blech 122 des Lebensmittelgargerätes 111 auf, welches in dieser Ausgestaltung
den Brennraum 120 nach unten hin begrenzt. Zudem ist der Fortsatz 110 in den Brennraum
120 eingepasst, sodass der Fortsatz 110 die den Brennraum 120 begrenzenden Wände zumindest
abschnittsweise kontaktiert. So ist ein Verrutschen des Strahlungsofens 101 vermieden
und der Strahlungsofen 101 ist sicher auf dem Lebensmittelgargerät 111 montiert. Die
von der Wärmequelle 112 ausgehende Wärmestrahlung wird auch von dem Fortsatz 110 aufgenommen.
Über Wärmeleitung wird die aufgenommene Wärme in den Bereich der Innenwand 116, 116.1,
der den Innenraum 102 begrenzt, geleitet und dort abgestrahlt, sodass der Innenraum
102 zusätzlich effizient erwärmt wird.
[0125] Das Deckelelement 106 ist ebenfalls als Doppelwand ausgebildet und verfügt über eine
Innenwand 123, eine Außenwand 124 sowie einen Zwischenraum 125. Es kann vorgesehen
sein, dass der Zwischenraum 125 lediglich in Abschnitten mit den Zwischenräumen 118,
118.1 der seitlichen Doppelseitenwände 105, 105.2 verbunden ist. Hierdurch kann heiße
Luft in dem Zwischenraum 125 gestaut werden, welche heiße Luft die Innenwand 123 erwärmt,
sodass die in dem Innenraum 102 des Strahlungsofens 101 befindlichen Lebensmittel
auch von oben erwärmt werden.
[0126] Ist der Strahlungsofen 101 von dem Lebensmittelgargerät 111 demontiert (in den Figuren
nicht gezeigt), kann über der Wärmequelle 112 ein den Brennraum 120 begrenzendes Grillrost
gelegt, sodass Lebensmittel auch unmittelbar auf der Wärmequelle 112 gegrillt werden
können. Ferner besteht die Möglichkeit, einen Kocheraufsatz einzusetzen, um in einem
Topf befindliche Flüssigkeit zu erwärmen.
[0127] Zweiter Erfindungskomplex:
In beiden Figuren 3 und 4 sind einige Teile des Lebensmittelgargerätes ausgeblendet,
um eine Einsicht zu ermöglichen.
[0128] Figuren 3 und 4 zeigen einen Abschnitt eines gasbetriebenen Lebensmittelgargerätes
201. Das Lebensmittelgargerät 201 umfasst zwei konzentrisch angeordnete Wärmequellen,
hier ausgestaltet als Brenner 202, 203 (innerer Brenner 202 in Figur 4 gestrichelt
dargestellt). Jeder der beiden Brenner 202, 203 verfügt über eine eigene Brenngasversorgung
204, 205 (in Figur 4 schematisch dargestellt). Die Brenngasversorgungen 204, 205 sind
unabhängig voneinander durch einen Nutzer mittels Gasventilen 206, 207, hier mit stufenlosen
Drosselventilen, einstellbar. Die beiden Gasventile 206, 207 werden über eine gemeinsame
Brenngasversorgung 208 mit Gas versorgt.
[0129] Die beiden Brenner 202, 203 sind auf eine gemeinsame, oberhalb der beiden Brenner
202, 203 angeordneten Erwärmungszone gerichtet. In dieser Erwärmungszone können mit
den Brennern 202, 203 einzeln oder gemeinsam Lebensmittel erwärmt und gegrillt werden.
Auch ist es möglich einen Behälter, etwa einen Topf, zu erwärmen.
[0130] Der innere, erste Brenner 202 weist eine maximale Leistung von 1 kW und eine minimale
Leistung von 500 W auf. Der äußere, zweite Brenner 203 weist einen Leistungsbereich
von 3 - 4 kW auf.
[0131] Zudem weist der zweite Brenner 203 eine thermoelektrische Zündsicherung auf. Teil
der thermoelektrischen Zündsicherung ist ein als Thermoelement ausgebildeter Sensor
209, welcher mittels einer Signalleitung 210 mit dem dem zweiten Brenner 203 zugehörigen
Gasventil 207 (dem Energiezufuhrschalter) verbunden ist. Bei einer Erwärmung des Sensors
209 erlaubt die thermoelektrische Zündsicherung einen dauerhaften Gasfluss durch das
Gasventil 207 hin zu dem zweiten Brenner 203, sodass dieser betrieben werden kann;
es erlaubt somit eine Energiezufuhr. Weist der Sensor 209 eine Temperatur auf, die
unterhalb einer Aktivierungstemperatur, die etwa 600° C beträgt, liegt, ist ein durchgängiger
Gasfluss ohne eine - im Rahmen der Inbetriebnahme des zweiten Brenners 203 gegebene
- Überbrückung der Zündsicherung nicht gegeben.
[0132] In diesem Ausführungsbeispiel ist in der Erwärmungszone ein Zusatzmodul 211, hier
ausgeführt als Ofen, angeordnet. Das Zusatzmodul 211 greift in den Brennraum 212 dergestalt
ein, dass es an diesem außenseitig gelagert und gehalten ist.
[0133] Das Zusatzmodul 211 ist dazu ausgelegt, über einem Brenner mit etwa 1 kW betrieben
zu werden. Darüber hinaus würde es beschädigt werden.
[0134] Um einen Betrieb des zweiten Brenners 203 bei montiertem Zusatzmodul 211 zu unterbinden,
weist das Zusatzmodul 211 ein als Hülse ausgebildetes Sperrelement 213 auf, welches
bei montiertem Zusatzmodul 211 den Sensor 209 einfasst. Das als Hülse ausgebildete
Sperrelement 213 ist im Innendurchmesser weiter als der als Thermoelement ausgelegte
Sensor 209 in seinem Außendurchmesser, sodass ein Luftspalt gebildet ist. Dieser Luftspalt
isoliert den Sensor 209, sodass dieser durch den Versuch einer Inbetriebnahme des
zweiten Brenners 203 nicht oberhalb seiner Aktivierungstemperatur erwärmt wird, als
dass ein dauerhafter Gasfluss zum Betreiben des zweiten Brenners 203 möglich wird:
Ohne eine Überbrückung der Zündsicherung bleibt das Gasventil 207 gesperrt. Das Sperrelement
213 ist in dieser Ausgestaltung an einem in den Brennraum 212 hineinragenden Bügel
214 des Zusatzmoduls 211 angeschlossen.
[0135] Dritter Erfindungskomplex:
Figur 5 zeigt einen als Doppelbrenner ausgebildeten Gasbrenner 301 in einer dreidimensionalen
Schräg-von-oben-Ansicht. Der Gasbrenner 301 umfasst ein erstes, hier kreisrund ausgestaltetes
Brennerteil 302 sowie ein zweites Brennerteil 303. Das erste Brennerteil 302 ist konzentrisch
zu dem ringförmigen zweiten Brennerteil 303 angeordnet.
[0136] Das erste Brennerteil 302 weist auf seiner Deckfläche 304 Kanalöffnungen 305, 305.1,
305.2, 305.3 (beispielhaft in Figur 5 gekennzeichnet), welche ringförmig angeordnet
sind, auf. Das erste Brennerteil 302 ist dergestalt gegenüber dem zweiten Brennerteil
303 angeordnet, dass die Kanalöffnungen 305, 305.1, 305.2, 305.3 als Flammenaustritte
unterhalb der durch die nach außen weisenden, ringförmig angeordneten Kanalöffnungen
306, 306.1, 306.2 (in Figur 5 beispielhaft gekennzeichnet) des zweiten Brennerteils
303 gebildeten Ebene angeordnet sind. Hier ist ein einzelner Ring an Kanalöffnungen
305, 305.1, 305.2, 305.3 vorgesehen, um eine kompakte Ausführung zu gewährleisten.
[0137] In Figur 6 ist der in Figur 5 gezeigte Gasbrenner 301 in einer Draufsicht gezeigt.
Zu erkennen ist hier die konzentrische Anordnung des ersten Brennerteils 302 gegenüber
dem zweiten Brennerteil 303.
[0138] Die Kanalöffnungen 305, 305.1, 305.2, 305.3 des ersten Brennerteils 302 sind unterschiedlich
groß und lassen sich in erste Kanalöffnungen 305, 305.2 - mit einer ersten Kanalöffnungsfläche
- und zweite Kanalöffnungen 305.1, 305.3 - mit einer zweiten, gegenüber der ersten
kleineren Öffnungsfläche - unterteilen. Die unterschiedlich großen Kanalöffnungen
305, 305.1, 305.2, 305.3 sind bezüglich ihrer Größe kreisförmig abwechselnd angeordnet,
so dass sich ein kreisrundes Flammenbild ergibt.
[0139] Die Kammeröffnungen 305, 305.1, 305.2, 305.3 sind einerseits begrenzt durch das Brennerteil
302, anderseits radial innenseitig durch einen eingesetzten Brennerdeckel 313. Der
Brennerdeckel 313 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen Radius von 8 mm bis 14
mm, bevorzugt 11 mm auf. Die ersten Kanalöffnungen 305, 305.2 reichen nach außen weitere
2 bis 4 mm, bevorzugt 3 mm. Die zweiten, kleineren Kanalöffnungen 305.1, 305.3 weisen
nach außen weisend 0,7 bis 1,5 mm, bevorzugt 1 mm als Kanalöffnung auf. Die Kanalöffnungen
sind typischerweise 0,7 bis 1,5 mm, typischerweise 0,9 bis 1,2 mm in Umfangsrichtung
breit. Hiermit ist eine Wärmeleistung zwischen 400 Watt und 1,3 kW, bevorzugt zwischen
500 Watt und 1 kW ermöglicht. An diesen Parametern kann erkannt werden, dass trotz
des kompakten Aufbaus des Brenners eine relativ große Heizleistung sowie eine große
Spreizung möglich ist, ohne dass sich die Flammen bei großer Heizleistung vereinigen
und gleichzeitig bei kleiner Leistung gegenseitig durch Flammenübersprung entzünden.
[0140] Die den Kanalöffnung 305, 305.1, 305.2, 305.3 zugehörigen Kanäle münden in diesem
Ausführungsbeispiel getrennt voneinander in die Zentralkammer 311.
[0141] Vorgesehen sind ferner ein piezoelektrischer Zünder 307 sowie ein Thermoelement 308
einer thermoelektrischen Zündsicherung. Zudem sind vier Durchzugsöffnungen 309, 309.1,
309.2, 309.3 zu erkennen, die dergestalt ausgerichtet sind, dass von unten angesogene
Luft zwischen dem sich im Betrieb des ersten Brennerteils einstellenden Flammenbildes
und der zu diesem Flammenbild weisenden Innenwand 310 des zweiten Brennerteils strömt.
[0142] Figur 7 zeigt eine Schnittdarstellung des in Figur 5 gezeigten Gasbrenners 301. Der
Gasbrenner 301 umfasst eine Zentralkammer 311, die dem ersten Brennerteil 302 zugeordnet
ist. Ausgehend von der Zentralkammer 311 sind Kanäle 312, 312.1 vorgesehen, die in
die Deckfläche 304 des ersten Brennerteils 302 eingebracht sind und in dieser münden.
[0143] Oberseitig sind die Zentralkammer 311 und die Kanäle 312, 312.1 mittels eines Brennerdeckels
313 begrenzt. Zusätzlich begrenzt der äußere Rand des Brennerdeckels 313 auch aus
radialer Sicht nach innen die Kanalöffnungen 305, 305.4. Die Größe der Kanalöffnungen
305, 305.4 ist daher durch eine Variation des Außendurchmessers des Brennerdeckels
313 einstellbar. Der Brennerdeckel 313 ist von dem restlichen Grundteil 314 des Brennerteils
302 abnehmbar. Der Brennerdeckel 313 ist - wie auch in den Figuren 5 und 6 erkennbar
- kreisrund. Auch ist der Brennerdeckel 313 in das Grundteil 314 des Brennerteils
302 dergestalt eingepasst, dass eine ebene Deckfläche 304 bereitgestellt ist. Gleichwohl
ist denkbar, dass der Brennerdeckel 313 gegenüber der übrigen Deckfläche des Grundteils
314 erhöht ist.
[0144] In die Zentralkammer 311 mündet des Weiteren eine Gasdüse 315, welche an eine nicht
näher dargestellte, mittels eines Gashahns regelbare Gasversorgung angeschlossen ist.
[0145] Oberhalb der Kanalöffnungen 305, 305.4 sind keine weiteren Teile vorgesehen, bis
oberhalb des Gasbrenners 301 die Erwärmungsebene vorgesehen ist, in der Lebensmittel
erwärmt werden können. Hierfür sind die Lebensmittel typischerweise auf einem Rost
angeordnet oder in einem Topf gehalten. Andere Aufhängungen, die dem Fachmann bekannt
sind, sind möglich.
[0146] Eine Detailansicht des Kanals 312 zeigt Figur 8. Unterhalb des dargestellten Ausschnittes
ist die Zentralkammer 311 angeordnet, oberhalb die Umgebung U, zu der Erwärmungszone
weisend.
[0147] Der Kanal 312 umfasst einen Ausrichteabschnitt 316 sowie einen Schaufelabschnitt
317. Der Schaufelabschnitt 317 schließt sich an den Ausrichteabschnitt 316 an; in
dieser Ausgestaltung fluchtet er mit dem Ausrichteabschnitt 316. In dem Ausrichteabschnitt
316 wird die Richtung des ausströmenden Gases aus der Kanalöffnung 305 des Kanals
312 maßgeblich beeinflusst, nämlich mit einem Anteil nach oben und einem Anteil nach
radial außen weisend. Die Strömungsrichtung innerhalb des Ausrichteabschnittes 316
ist durch eine gestrichelte Linie (Bezugszeichen 318) eingezeichnet.
[0148] Diese Ausrichtung wird durch den Schaufelabschnitt 317 in radialer Richtung nicht
bzw. nicht nennenswert behindert. Lediglich in Umfangsrichtung leitet der Schaufelabschnitt
317 das austretende Brenngas. Hierdurch wird verhindert, dass eine zu der Kanalöffnung
305 zugehörige Flamme sich mit einer Flamme, die einer benachbarten Kanalöffnung zugeordnet
ist, vereint.
[0149] Zu der Strömungslinie 318 winklig angeordnet ist die als gestrichelte Linie eingezeichnete
Normale 319 der Öffnungsfläche 320 des Schaufelabschnittes 317. Diese schließt mit
der Lotrichtung einen kleineren Winkel - nämlich hier 0° - ein als die Strömungslinie
318 mit der Lotrichtung, da sie hier senkrecht auf der Deckfläche 304 aufsteht. Die
Öffnungsfläche 320 liegt in der gleichen Ebene wie die Deckfläche 304 des Brennerteils
301.
[0150] Der Kanal 312 ist in diesem Ausführungsbeispiel gebohrt, ausgehend von der Deckfläche
304. Hierdurch ist das Brennerteil 302 einfach herstellbar. Die Querschnittsfläche
des Kanals 312 ist kreisrund. Bezüglich des Schaufelabschnittes 317 läuft der Kanal
312 auf der Deckfläche 304 aus; der Kanal 312 ist in dieser Seitenansicht abgeschnitten.
[0151] Wird eine geringe Gasmenge durch den Kanal 312 geleitet, biegt die Flamme bereits
kurz nach dem Ausrichteabschnitt 316 in die Lotrichtung, somit senkrecht nach oben
weisend. Wird ein größerer Gasstrom durch den Kanal 312 geleitet, fließt das Brenngas
aufgrund des größeren radialen Anteils des Geschwindigkeitsvektors weiter in radiale
Richtung, bevor es in der Lotrichtung ist. Insbesondere für diesen Fall leitet der
Schaufelabschnitt 317 das Gas in Umfangsrichtung.
Bezugszeichenliste
[0152]
- 101
- Strahlungsofen
- 102
- Innenraum
- 103
- Trägerblech
- 104, 104.1
- Schiene
- 105, 105.1, 105.2
- Doppelseitenwand
- 106
- Deckelelement
- 107
- Bodenelement
- 108
- Tür
- 109
- Griff
- 110
- Fortsatz
- 111
- Lebensmittelgargerät
- 112
- Wärmequelle
- 113
- Innenwand des Bodenelements
- 114
- Außenwand des Bodenelements
- 115
- Zwischenraum des Bodenelements
- 116, 116.1
- Innenwand einer Doppelseitenwand
- 117, 117.1
- Außenwand einer Doppelseitenwand
- 118, 118.1
- Zwischenraum einer Doppelseitenwand
- 119, 119.1
- Lufteintrittsöffnung
- 120
- Brennraum
- 121, 121.1
- Luftaustrittsöffnung
- 122
- Blech
- 123
- Innenwand des Deckelteils
- 124
- Außenwand des Deckelteils
- 125
- Zwischenraum des Deckelteils
- P
- Prallblech
- D
- Durchbrechung
- R
- Rand des Prallblechs
- 201
- Lebensmittelgargerät
- 202
- erster Brenner
- 203
- zweiter Brenner
- 204, 205, 208
- Brenngasversorgung
- 206, 207
- Gasventil
- 209
- Sensor
- 210
- Signalleitung
- 211
- Zusatzmodul
- 212
- Brennraum
- 213
- Sperrelement
- 214
- Bügel
- 301
- Gasbrenner
- 302
- erstes Brennerteil
- 303
- zweites Brennerteil
- 304
- Deckfläche
- 305, 305.1, 305.2, 305.3,
- Kanalöffnung, des ersten Brennerteils
- 305.4 306, 306.1, 306.2
- Kanalöffnung des zweiten Brennerteils
- 307
- Zünder
- 308
- Thermoelement, der thermoelektrischen Sicherung
- 309, 309.1, 309.2, 309.3
- Durchzugsöffnung
- 310
- Innenwand, des zweiten Brennerteils
- 311
- Zentralkammer
- 312, 312.1
- Kanal
- 313
- Brennerdeckel
- 314
- Grundteil
- 315
- Gasdüse
- 316
- Ausrichteabschnitt
- 317
- Schaufelabschnitt
- 318
- Strömungsrichtung
- 319
- Öffnungsflächennormale
- 320
- Öffnungsfläche
- U
- Umgebung