[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Siebeinrichtung für ein Gargerät umfassend
wenigstens einen Siebkörper mit wenigstens zwei Durchlässen zum Ableiten von Flüssigkeit,
wobei wenigstens ein Durchlass als Loch ausgebildet ist. Des Weiteren betrifft die
vorliegende Erfindung eine Verwendung einer solchen Siebeinrichtung in einem Gargerät
und ein Gargerät, insbesondere Dampfgargerät, umfassend wenigstens einen Garraum mit
wenigstens einer Öffnung zum Befüllen des Garraums und wenigstens eine Tür zum Verschließen
der Öffnung des Garraums. Dabei wird der Garraum wenigstens von einer Bodenwandung
begrenzt und ist mittels wenigstens einer Dampfquelle beheizbar, wobei die Bodenwandung
wenigstens eine Flüssigkeitsauslassöffnung aufweist, mittels welcher wenigstens eine
Flüssigkeit aus dem Garraum in eine Flüssigkeitsauslasseinrichtung auslassbar ist.
[0002] Im Stand der Technik ist eine Vielzahl an Siebeinrichtungen bekannt geworden, welche
insbesondere Feststoffe aus einem Flüssigkeits-Feststoffgemisch abtrennen und zurückhalten.
Diese bekannten Siebeinrichtungen funktionieren weitgehend zuverlässig.
[0003] Siebeinrichtungen werden auch in Gargeräte eingebaut bzw. in diesen verwendet. Solche
Siebeinrichtungen für Gargeräte müssen oft besonderen Ansprüchen genügen. So muss
eine Siebeinrichtung für ein Gargerät typischerweise nicht nur Feststoffe aus einem
Flüssigkeits-Feststoffgemisch abtrennen, sondern vorzugsweise auch ein optisch ansprechendes
Design bereitstellen, besonders schnell und zuverlässig Flüssigkeit ableiten und einfach
zu reinigen sein.
[0004] Zum Beispiel weisen typischerweise Dampfgargeräte, bei welchen insbesondere zur Nahrungsmittelzubereitung
Dampf bzw. Wasserdampf mittels einer Dampfquelle in einen Garraum eingeleitet wird,
oder auch Gargeräte mit Dampffunktion eine Siebeinrichtung auf, um insbesondere eine
bei der Kondensation des Dampfes entstehende Flüssigkeit, wie z. B. Wasser, aus dem
Garraum zu leiten und gleichzeitig Feststoffe, wie Nahrungsmittelreste, Ablagerungen
und/oder Partikel im Garraum zurückzuhalten.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Siebeinrichtung für ein Gargerät
bereitzustellen, welche den Stand der Technik vorteilhaft weiterbildet und insbesondere
ein schnelles und zuverlässiges Ableiten von Flüssigkeit ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gargerät mit einer Siebeinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0007] Die erfindungsgemäße Siebeinrichtung für ein Gargerät umfasst wenigstens ein Siebkörper
mit wenigstens zwei Durchlässen zum Ableiten von Flüssigkeit, wobei wenigstens ein
Durchlass als Loch ausgewählt ist. Dabei wird wenigstens ein Durchlass durch wenigstens
eine Verprägung bereitgestellt.
[0008] In zweckmäßigen Weiterbildungen weist der Siebkörper mehr als zwei Durchlässe auf,
wobei insbesondere mehrere Durchlässe als Loch ausgebildet sind.
[0009] Dabei ist ein Loch insbesondere eine Ausprägung, eine Durchbrechung, eine Durchbohrung,
eine Aussparung und/oder Ähnliches.
[0010] Vorzugsweise ist wenigstens ein Durchlass dazu geeignet und ausgebildet, aus einem
Feststoff-Flüssigkeitsgemisch die Feststoffe weitgehend abzutrennen und zurückzuhalten.
[0011] In vorteilhaften Weiterbildungen sind alle Durchlässe dazu geeignet und ausgebildet,
aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch die Feststoffe weitgehend abzutrennen und
zurückzuhalten.
[0012] Dabei ist unter Abtrennen insbesondere auch sieben und/oder filtern zu verstehen.
[0013] Unter Feststoffen sind insbesondere Feststoffpartikel, Lebensmittel, Lebensmittelreste,
Lebensmittelrückstände, Schmutzablagerungen, insbesondere folienartig abgelöste Feststoffablagerung
und/oder andere Partikel zu verstehen.
[0014] Vorzugsweise ist der Siebkörper aus Blech, Kunststoff und/oder einem ähnlich geeigneten
Material gebildet.
[0015] Vorzugsweise trennt die Siebeinrichtung, insbesondere das wenigstens eine Loch und/oder
die wenigstens eine Verprägung, Feststoffpartikel mit Abmessungen größer als 7 mm,
vorzugsweise größer als 5 mm, bevorzugt größer als 3 mm, besonders bevorzugt größer
als 1 mm, ganz besonders bevorzugt größer als 0,5 mm oder noch kleiner aus dem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
weitgehend ab und hält diese zurück.
[0016] In zweckmäßigen Weiterbildungen weist die wenigstens eine Verprägung eine Breite
von 3 mm bis 5 mm, insbesondere von 5 mm bis 7,5 mm, bevorzugt von 7,5 mm bis 10 mm,
besonders bevorzugt von 10 mm bis 15 mm und ganz besonders bevorzugt von 15 mm bis
20 mm oder noch mehr auf.
[0017] In bevorzugten Weiterbildungen weist die wenigstens eine Verprägung eine Höhe von
1 mm bis 2 mm, insbesondere von 2 mm bis 3 mm, bevorzugt von 3 mm bis 4 mm, besonders
bevorzugt von 4 mm 5 mm oder noch mehr auf.
[0018] Dabei ist ein Querschnitt der Verprägung insbesondere eine Fläche, welche durch das
Produkt der Breite und der Höhe der Verprägung gegeben ist.
[0019] Vorzugsweise sind die wenigstens zwei Durchlässe dazu geeignet und ausgebildet, Flüssigkeit
durch die Siebeinrichtung hindurch, insbesondere von einem Bereich oberhalb der Oberseite
des Siebkörpers zu einem Bereich unterhalb der Unterseite des Siebkörpers, abzuleiten.
[0020] Die erfindungsgemäße Siebeinrichtung hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil
ist, dass wenigstens ein Durchlass durch wenigstens eine Verprägung bereitgestellt
wird.
[0021] Dadurch dass wenigstens ein Durchlass von wenigstens einer Verprägung bereitgestellt
wird, können Feststoffe aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch besonders zuverlässig
abgetrennt und zurückgehalten werden. So sind z. B. Feststoffpartikel, Nahrungsmittelreste
und/oder abgelöste Ablagerungen verschiedenster Form und Größe von einer Siebeinrichtung,
bei welcher wenigstens ein Durchlass als eine Verprägung ausgestalteten ist, aus einem
Feststoff-Flüssigkeitsgemisch abtrennbar und zurückhaltbar.
[0022] Des Weiteren kann ein als Verprägung ausgebildeter Durchlass in Kombination mit einem
Abschnitt, insbesondere einem Abschnitt einer Bodenwandung einen Kanal bilden und/oder
bereitstellen, welcher ein besonders zuverlässiges und schnelles Ableiten von Flüssigkeit
insbesondere aus einem Garraum eines Gargerätes ermöglicht.
[0023] Insbesondere ermöglicht ein als Verprägung ausgestalteter Durchlass auch dann ein
zuverlässiges und schnelles ableiten von Flüssigkeit, wenn bereits eine größere Menge
Feststoff und/oder größere Feststoffablagerungen, insbesondere größere flächige bzw.
filmartige Feststoffablagerungen, von der Siebeinrichtung aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
abgetrennt und von der Siebeinrichtung zurückgehalten werden. Denn ein als Verprägung
ausgebildeter Durchlass verstopft weniger schnell bzw. verringert die Wahrscheinlichkeit
einer Verstopfung der Siebeinrichtung.
[0024] Auch kann ein von einer Verprägung bereitgestellter Durchlass besonders einfach und
kostengünstig hergestellt werden und verleiht einer Siebeinrichtung ein optisch ansprechendes
und wertig erscheinendes Design.
[0025] Bevorzugt umfasst der Siebkörper entlang seines Umfanges mehrere Verprägungen, welche
jeweils wenigstens einen Durchlass bereitstellen.
[0026] Vorzugsweise umfasst die Siebeinrichtung entlang ihres Umfanges mehrere, insbesondere
2 bis 4, bevorzugt 4 bis 6, besonders bevorzugt 6 bis 8 oder noch mehr Verprägungen,
welche insbesondere jeweils wenigstens einen Durchlass bereitstellen.
[0027] In vorteilhaften Weiterbildungen ist die wenigstens eine Verprägung und insbesondere
sind alle Verprägungen am äußeren Rand des Siebkörpers angeordnet.
[0028] In zweckmäßigen Weiterbildungen ist die wenigstens eine Verprägung hutzenartig und/oder
stufenförmig ausgestaltet. Insbesondere ragt bzw. steht die wenigstens eine Verprägung
nach außen bzw. aus der Oberseite des Siebkörpers heraus.
[0029] Vorzugsweise ist eine Umformung der Verprägung in Richtung der Oberseite des Körpers
ausgerichtet.
[0030] Dabei ist die Oberseite des Körpers insbesondere dem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
zugewandt und die Unterseite des Körpers einer abgeleiteten Flüssigkeit.
[0031] Insbesondere werden Feststoffe von der Siebeinrichtung und/oder dem Siebkörper an
der Oberseite des Siebkörpers zurückgehalten.
[0032] Vorzugsweise sind mehrere Verprägung symmetrisch am Siebkörper angeordnet.
[0033] Besonders bevorzugt ist der Siebkörper weitgehend kreisförmig ausgestaltet.
[0034] Dabei ist unter weitgehend kreisförmig insbesondere kreisrund, oval, und/oder Ähnliches
zu verstehen.
[0035] In zweckmäßigen Weiterbildungen ist die wenigstens eine Verprägung radial ausgerichtet.
[0036] In bevorzugten Weiterbildungen weist der Siebkörper wenigstens abschnittsweise eine
konvex ausgestaltete Oberseite auf.
[0037] Vorzugsweise weist der Siebkörper eine wenigstens abschnittsweise eine nach außen
bombierte Oberseite auf.
[0038] In zweckmäßigen Weiterbildungen werden Feststoffe von der Siebeinrichtung und/oder
dem Siebkörper an der Oberseite des Siebkörpers zurückgehalten.
[0039] In vorteilhaften Ausgestaltungen ist der Siebkörper konvex und/oder bombardiert ausgestaltet.
[0040] In besonders bevorzugten Weiterbildung umfasst die Siebeinrichtung wenigstens eine
Arretiereinrichtung, mittels welcher wenigstens der Siebkörper in einem installierten
Zustand in einem Gargerät wenigstens an einem Abschnitt des Gargeräts arretierbar
ist.
[0041] Dabei ist unter arretierbar insbesondere reversibel montierbar, befestigbar, aufnehmbar
und/oder Ähnliches zu verstehen.
[0042] Vorzugsweise ist der Siebkörper mittels der Arretiereinrichtung in einem installierten
Zustand in einem Gargerät an einem Abschnitt der Flüssigkeitsauslasseinrichtung und/oder
der Flüssigkeitsauslassöffnung des Gargeräts arretierbar.
[0043] Vorzugsweise arretiert und/oder hält die Arretiereinrichtung die Siebeinrichtung
an wenigstens einem Abschnitt des Gargeräts, sodass sich die Siebeinrichtung nicht
unbeabsichtigt zum Beispiel durch Erschütterungen, Vibrationen und/oder einen Strömungsdruck
einer die Siebeinrichtung teilweise durch- und/oder umströmenden Flüssigkeit und/oder
Feststoff-Flüssigkeitsgemisch von den Gargerät löst und/oder die Siebeinrichtung aus
ihr vorbestimmten Position verrutscht.
[0044] In vorteilhaften Weiterbildungen ist die Arretiereinrichtung dazu geeignet und ausgebildet,
die Siebeinrichtung lösbar an wenigstens einem Abschnitt des Gargeräts, insbesondere
über bzw. oberhalb einer Flüssigkeitsauslasseinrichtung des Gargerätes zu orientieren.
[0045] Vorzugsweise ist die Arretiereinrichtung an dem Siebkörper aufgenommen. In zweckmäßigen
Weiterbildungen wird die Arretiereinrichtung von zum Beispiel einem U-förmigen Körper,
einer übermaßten Klammer oder Ähnlichem bereitgestellt.
[0046] Insbesondere bei einer vorgesehenen und/oder vorteilhaften Arretierung der Siebeinrichtung
an wenigstens einem Abschnitt des Gargerätes, mittels der Arretiereinrichtung, ist
dies für einen Benutzer haptisch und/oder akustisch wahrnehmbar.
[0047] Vorzugsweise ist die Siebeinrichtung, insbesondere die Arretiereinrichtung derart
ausgebildet, dass die Siebeinrichtung nur so in wenigstens einen Abschnitt eines Gargerätes
aufgenommen werden kann, dass die Oberseite des Siebkörpers dem Garraum zugewandt
ist.
[0048] In besonders bevorzugten Weiterbildungen umfasst die Siebeinrichtung wenigstens eine
Orientierungseinrichtung, welche eine Positionierung des in einem Gargerät installierten
Siebkörpers in wenigstens einer vorbestimmten Orientierung an wenigstens einem Abschnitt
des Gargeräts ermöglicht.
[0049] Vorzugsweise wird die Orientierungseinrichtung wenigstens abschnittsweise von der
Arretiereinrichtung bereitgestellt.
[0050] In vorteilhaften Weiterbildungen ermöglicht die Orientierungseinrichtung eine Arretierung
der Siebeinrichtung ausschließlich in wenigstens einer, bevorzugt in mehreren vorbestimmten
Orientierungen.
[0051] In zweckmäßigen Weiterbildungen ist die Anzahl der vorbestimmten Orientierungen gleich
der Anzahl der Verprägungen, insbesondere gleich der Anzahl der Verprägungen, welche
einen Durchlass bereitstellen.
[0052] Dabei ist eine vorbestimmte Orientierung insbesondere eine vorbestimmte Rotation
der Siebeinrichtung und/oder des Siebkörpers um eine Normale durch den Mittelpunkt
der Oberfläche des Siebkörpers.
[0053] Das erfindungsgemäße Gargerät ist insbesondere als Dampfgargerät oder Backofen mit
Dampfzufuhr oder Mikrowellenofen mit Dampfzufuhr ausgebildet und umfasst wenigstens
einen Garraum mit wenigstens einer Öffnung zum Befüllen des Garraumes und wenigstens
eine Tür zum Verschließen der Öffnung des Garraums, wobei der Garraum wenigstens von
einer Bodenwandung begrenzt wird und mittels wenigstens einer Dampfquelle beheizbar
ist. Dabei weist die Bodenwandung wenigstens eine Flüssigkeitsauslassöffnung auf,
mittels welcher wenigstens eine Flüssigkeit aus dem Garraum in eine Flüssigkeitsauslasseinrichtung
auslassbar ist. Dabei ist wenigstens eine Siebeinrichtung, wie sie zuvor beschrieben
ist, wenigstens abschnittsweise oberhalb der Flüssigkeitsauslassöffnung angeordnet.
[0054] Vorzugsweise wird das Gargerät von einem Dampfgarer bzw. von einem Gargerät mit Dampffunktion,
beispielsweise Backofen oder Mikrowellenofen, bereitgestellt.
[0055] In zweckmäßigen Weiterbildungen umfasst das Gargerät wenigstens eine Steuereinrichtung
und/oder wenigstens eine Anzeigeeinrichtung und/oder wenigstens eine Bedieneinrichtung.
[0056] In vorteilhaften Weiterbildungen wird der Garraum von einer Gehäuseeinrichtung begrenzt,
welche zusätzlich zu der Bodenwandung, insbesondere zwei Seitenwandungen, eine Rückwandlung
und eine Deckenwandung umfasst.
[0057] Bevorzugt ist der Garraum mittels wenigstens einer Dampfquelle beheizbar. Insbesondere
ermöglicht die Dampfquelle, Dampf bzw. Wasserdampf in den Garraum ein zuleiteten,
sodass Nahrungsmittel in dem Garraum gegart und insbesondere gedünstet werden können.
Insbesondere durch das Kondensieren von Wasserdampf an Abschnitten des Garraums mit
einer geringen Temperatur und/oder durch das Einleiten von Wasser entsteht vorzugsweise
eine Flüssigkeit und/oder ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch im Garraum, welches vorzugsweise
aus dem Garraum abzuleiten ist und insbesondere zur Wiederverwendung oder Entsorgung
der Flüssigkeit von Feststoffen weitgehend zu befreien ist.
[0058] Vorzugsweise stellt die Flüssigkeitsauslasseinrichtung wenigstens einen Abfluss bereit,
mittels welchem wenigstens eine Flüssigkeit ableitbar ist. Dabei ist die Flüssigkeitsauslasseinrichtung
vorzugsweise wenigstens abschnittsweise von dem Gargerät umfasst. Je nach Aufgabe
und Ausgestaltung kann die Flüssigkeitsauslasseinrichtung aber auch von einer externen
Einrichtung und/oder Anschluss bereitgestellt werden.
[0059] In zweckmäßigen Weiterbildungen ist die Siebeinrichtung abnehmbar und vorzugsweise,
insbesondere zur Reinigung aus dem Gargerät entfernbar.
[0060] Das erfindungsgemäße Gargerät hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist, dass
wenigstens eine Siebeinrichtung, wie sie zuvor beschrieben ist, wenigstens abschnittsweise
oberhalb der Flüssigkeitsauslassöffnung angeordnet ist.
[0061] Dadurch dass das Gargerät wenigstens eine Siebeinrichtung umfasst, wie sie zuvor
beschrieben ist und welche wenigstens abschnittsweise oberhalb der Flüssigkeitsauslassöffnung
angeordnet ist, können Feststoffe aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch besonders
zuverlässig abgetrennt und im Garraum zurückgehalten werden. So können z. B. Feststoffpartikel,
Nahrungsmittelreste und/oder abgelöste Ablagerungen, welche typischerweise im Garraum
eines Gargerätes, insbesondere Dampfgargerätes vorkommen, aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
abgetrennt und im Garraum zurückgehalten werden.
[0062] Dies ermöglicht, dass eine durch die Flüssigkeitsauslassöffnung abgeleitete Flüssigkeit
nach einer weiteren Aufbereitung oder sogar direkt zur Erzeugung von Dampf mittels
der Dampfquelle wiederverwendet werden kann. Hierdurch wird ein besonders Energie-
und/oder Ressourcen sparender Betrieb des Gargerätes ermöglicht.
[0063] Auch kann so weitgehend verhindert werden, dass die Flüssigkeitsauslassöffnung und/oder
die Flüssigkeitsauslasseinrichtung verstopft und/oder dass sich nach kurzer Betriebszeit
des Gargerätes Feststoffablagerungen in der Flüssigkeitsauslassöffnung und/oder in
der Flüssigkeitsauslasseinrichtung ablagern bzw. bilden, welche typischerweise nur
durch eine oft aufwendige und komplizierte bzw. benutzerunfreundliche Reinigung der
jeweiligen Komponenten entfernbar sind.
[0064] Des Weiteren können Feststoffe aus dem Garraum einfach entfernt und der Garraum benutzerfreundlich
gesäubert werden.
[0065] Ein weiterer erheblicher Vorteil des Gargerätes ist, dass die Siebeinrichtung, wie
sie zuvor beschrieben wurde, in Kombination mit einem Abschnitt der Bodenwandung einen
Kanal bilden und/oder bereitstellen kann, welcher ein besonders zuverlässiges und
schnelles Ableiten von Flüssigkeit insbesondere aus einem Garraum eines Gargerätes
ermöglicht.
[0066] Somit kann weitgehend verhindert werden, dass bei einem zweckmäßigen Betrieb des
Gargerätes sich eine größere Menge an Feststoff-Flüssigkeitsgemisch und/der einer
Flüssigkeit auf der Bodenwandung ansammelt, und so die Zubereitung von Nahrungsmitteln
in dem Gargerät stört oder gar gänzlich verhindert. Auch kann hierdurch weitgehend
verhindert werden, dass sich ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch und/der eine Flüssigkeit
auf der Bodenwandung aufstaut und dann aus der Öffnung des Garraums austritt.
[0067] Besonders bevorzugt umfasst die wenigstens eine Bodenwandung wenigstens eine Leiteinrichtung,
mittels welcher wenigstens eine Flüssigkeit und/oder ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
in Richtung der Flüssigkeitsauslassöffnung leitbar ist. Hierdurch ist besonders zuverlässig
und schnell eine Flüssigkeit und/oder ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch in Richtung
der Flüssigkeitsauslassöffnung leitbar.
[0068] In zweckmäßigen Weiterbildungen stellt die wenigstens eine Bodenwandung die wenigstens
eine Leiteinrichtung wenigstens abschnittsweise bereit. Vorzugsweise wird die wenigstens
eine Leiteinrichtung von einer Vertiefung und oder Sicke der Bodenwandung bereitgestellt.
[0069] In vorteilhaften Weiterbildungen weist die wenigstens eine Leiteinrichtung eine Breite
von 3 mm bis 5 mm, insbesondere von 5 mm bis 7,5 mm bevorzugt von 7,5 mm 10 mm, besonders
bevorzugt von 10 mm 15 mm und ganz besonders bevorzugt 15 mm bis 20 mm oder noch mehr
auf. Vorzugsweise entspricht die Breite wenigstens eine Leiteinrichtung weitgehend
der Breite der wenigstens einen Verprägung der Siebeinrichtung.
[0070] Vorzugsweise entspricht die Breite wenigstens einer Leiteinrichtung im Wesentlichen
wenigstens einer Breite der wenigsten einen Verprägung der Siebeinrichtung.
[0071] In vorteilhaften Weiterbildungen weist die wenigstens eine Leiteinrichtung eine konstante
Breite auf. Je nach Aufgabe und Ausführung kann die Breite der wenigstens einen Leiteinrichtung
aber auch insbesondere über eine Längserstreckung der Leiteinrichtung variieren. Insbesondere
nimmt die Breite der wenigstens eine Leiteinrichtung in Richtung der Flüssigkeitsauslassöffnung
ab und/oder zu.
[0072] Bevorzugt weist die wenigstens eine Leiteinrichtung eine Tiefe von 0,5 mm oder 1
mm bis 2 mm, insbesondere von 2 mm bis 3 mm, bevorzugt von 3 mm bis 4 mm und besonders
bevorzugt von 4 mm bis 5 mm oder noch mehr auf. Vorzugsweise entspricht die Tiefe
wenigstens einer Leiteinrichtung weitgehend der Höhe der wenigstens einen Verprägung
der Siebeinrichtung.
[0073] Vorzugsweise weist die wenigstens eine Leiteinrichtung eine konstante Tiefe auf.
Je nach Aufgabe und Ausführung kann die Tiefe der wenigstens einen Leiteinrichtung
aber auch variieren. Insbesondre nimmt die Tiefe der wenigstens eine Leiteinrichtung
in Richtung der Flüssigkeitsauslassöffnung ab und/oder zu.
[0074] Ein Querschnitt der wenigstens einen Leiteinrichtung ist insbesondere eine Fläche,
welche durch das Produkt der Breite und der Tiefe der Leiteinrichtung gegeben ist.
[0075] Insbesondere ist bei verwendungsgemäß im Gargerät positionierter Siebeinrichtung
die wenigstens eine Verprägung der Siebeinrichtung derart zu der Leiteinrichtung ausgerichtet,
dass die wenigstens eine Leiteinrichtung und die wenigstens eine Verprägung wenigstens
einen gemeinsamen Kanal zum Ableiten von Flüssigkeit bilden und/oder dass die Verprägung
in einem Endabschnitt der Leiteinrichtung so angeordnet ist, um ein Ableiten von Flüssigkeit
in die Flüssigkeitsauslassöffnung zu ermöglichen.
[0076] In vorteilhaften Weiterbildungen ist die wenigstens eine Leiteinrichtung wenigstens
abschnittsweise zu der Flüssigkeitsauslassöffnung in abfallend ausgerichtet.
[0077] Insbesondere weist die wenigstens eine Leiteinrichtung wenigstens abschnittsweise
ein Gefälle zu der Flüssigkeitsauslassöffnung im Bereich von 1° oder 2° bis 5°, vorzugsweise
im Bereich von 5° bis 7°, bevorzugt im Bereich von 7° bis 10° oder noch mehr auf.
[0078] Bevorzugt ist die wenigstens eine Bodenwandung wenigstens abschnittsweise zu der
Flüssigkeitsauslassöffnung und/oder der wenigstens einen Leiteinrichtung hin abfallend
ausgerichtet.
[0079] Insbesondere weist die wenigstens eine Bodenwandung wenigstens abschnittsweise ein
Gefälle zu der Flüssigkeitsauslassöffnung und/oder der Leiteinrichtung im Bereich
von 2° bis 5°, vorzugsweise im Bereich von 5° bis 7°, bevorzugt im Bereich von 7°
bis 10° oder noch mehr auf.
[0080] Besonders bevorzugt umfasst die wenigstens eine Bodenwandung mehrere, insbesondere
acht Leiteinrichtung.
[0081] Vorzugsweise umfasst die Bodenwandung zwei oder drei oder vier oder fünf oder sechs
oder sieben oder acht oder noch mehr Leiteinrichtung.
[0082] In zweckmäßigen Weiterbildungen ist die Siebeinrichtung mittels der Arretiereinrichtung
an der Flüssigkeitsausblaseinrichtung arretierbar.
[0083] Vorzugsweise ist die Siebeinrichtung, mittels der Arretiereinrichtung in einem Übergangsabschnitt,
wie zum Beispiel in einem Abschnitt eine Schweißnaht zwischen Bodenwandung und Flüssigkeitsauslasseinrichtung,
arretierbar.
[0084] Vorzugsweise ist die Siebeinrichtung mittels der Arretiereinrichtung an der Flüssigkeitsauslassöffnung
arretierbar.
[0085] Bevorzugt umfasst das Gargerät und insbesondere die Bodenwandung und/oder die Flüssigkeitsauslasseinrichtung
wenigstens eine Positioniereinrichtung, welche eine reproduzierbare Positionierung
der Siebeinrichtung in und/oder über der Flüssigkeitsauslassöffnung ermöglicht.
[0086] Insbesondere ermöglicht die Positioniereinrichtung eine flächenbündige und/oder formschlüssige
Positionierung der Siebeinrichtung in wenigstens einem Abschnitt der Bodenwandung,
insbesondere in und/oder an der Flüssigkeitsauslassöffnung.
[0087] Vorzugsweise ermöglicht bzw. unterstützt die Positioniereinrichtung eine Positionierung
der Siebeinrichtung in der wenigstens einen vorbestimmten Orientierung, insbesondere
durch Interaktion mit der Orientierungseinrichtung.
[0088] Besonders bevorzugt ist die Siebeinrichtung ausschließlich in der wenigstens einer
vorbestimmten Orientierung mittels der Arretiereinrichtung über der Flüssigkeitsauslassöffnung
arretierbar.
[0089] Dabei ist die wenigstens eine vorbestimmte Orientierung insbesondere eine vorbestimmte
Rotation der Siebeinrichtung und/oder des Siebkörpers um eine Normale durch den Mittelpunkt
der Oberfläche des Siebkörpers und/oder um eine Normale der Bodenwandung.
[0090] In vorteilhaften Weiterbildungen sind in der wenigstens einen vorbestimmten Orientierung
wenigstens der Querschnitt der wenigstens einen Verprägung der Siebeinrichtung und
der Querschnitt der wenigstens einen Leiteinrichtung weitgehend in Deckung zueinander
angeordnet, sodass wenigstens eine Flüssigkeit aus dem Garraum über die wenigstens
eine Leiteinrichtung und durch die wenigstens eine Verprägung zu der Flüssigkeitsauslassöffnung
leitbar ist und/oder geleitet wird.
[0091] Insbesondere ist in der wenigstens einen vorbestimmten Orientierung wenigstens eine
Flüssigkeit optimal zu Flüssigkeitsauslassöffnung leitbar.
[0092] Vorzugsweise sind in der wenigstens einen vorbestimmten Orientierung die Breite der
wenigstens einen Verprägung und die Breite der wenigstens einen Leiteinrichtung weitgehen
in Deckung zueinander angeordnet, sodass wenigstens eine Flüssigkeit aus dem Garraum
über die wenigstens eine Leiteinrichtung und durch die wenigstens eine Verprägung
zu der Flüssigkeitsauslassöffnung leitbar ist.
[0093] Erfindungsgemäß wird eine Siebeinrichtung, wie sie zuvor beschrieben wurde, in einem
Gargerät verwendet.
[0094] Auch die erfindungsgemäße Verwendung einer Siebeinrichtung, wie sie zuvor beschrieben
wurde, stellt die Siebeinrichtung die zuvor beschriebenen Vorteile der Siebeinrichtung
bereit.
[0095] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0096] In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts mit einer erfindungsgemäßen Siebeinrichtung in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 2
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung für ein Gargerät in einem installierten Zustand in einem Gargerät
in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 3
- eine rein schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung für ein Gargerät in einem installierten Zustand in einem Gargerät
in einer Schnittansicht von der Seite; und
- Figur 4
- eine rein schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung für ein Gargerät in einem installierten Zustand in einem Gargerät
in einer Ansicht von oben.
[0097] In Figur 1 ist rein schematisch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargeräts
100 mit einer erfindungsgemäßen Siebeinrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht
dargestellt.
[0098] Das Gargerät 100, welches hier als Dampfgargerät 200 ausgeführt ist, umfasst hier
einen Garraum 101 mit einer Öffnung 102 zum Befüllen des Garraumes 101 und wenigstens
eine Tür 103 zum Verschließen der Öffnung 102 des Garraums 101. Des Weiteren umfasst
das Gargerät 100 in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel eine Steuereinrichtung
111 zur Steuerung des Gargeräts 100 eine Anzeigeeinrichtung 112 zur Anzeige von Funktionen
und Betriebseinstellung des Gargerätes 100 und eine Bedieneinrichtung 113 zur Bedienung
des Gargeräts 100.
[0099] Der Garraum 101 ist hier von einer Bodenwandung 104, zwei Seitenwandungen 114, einer
Rückwandung 115 und einer nicht näher dargestellten Deckenwandung begrenzt.
[0100] Der Garraum 101 des Gargerätes 100 ist hier mittels einer Dampfquelle 105 beheizbar.
Somit kann hier z. B. Wasserdampf während des Betriebes des Gargerätes 100 in den
Garraum 101 geleitet werden, welcher hier teilweise an der Bodenwandung 104, den Seitenwandungen
114, der Rückwandung 115 und der Deckenwandung kondensiert. Hierdurch kann hier eine
Flüssigkeit und/oder ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch im Garraum entstehen.
[0101] Die Bodenwandung 104 weist hier eine Flüssigkeitsauslassöffnung 106 auf, mittels
welcher eine Flüssigkeit aus dem Garraum 101 in eine hier nicht näher dargestellte
Flüssigkeitsauslasseinrichtung 107 auslassbar ist. Die Flüssigkeitsauslassöffnung
106 ist hier rund ausgeführt und hier in einem mittigen Abschnitt der Bodenwandung
104 angeordnet. Je nach Aufgabe und Ausführung ist es auch möglich, dass die Flüssigkeitsauslassöffnung
106 in einem anderen, z. B. in einem äußeren Abschnitt der Bodenwandung 104 angeordnet
ist.
[0102] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Bodenwandung 104 in Richtung
der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 abfallend ausgeführt. Somit ist hier die Flüssigkeitsauslassöffnung
106 an der tiefsten Stelle der Bodenwandung 104 angeordnet, sodass hier ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
und/oder eine Flüssigkeit in Richtung der Flüssigkeitsausflussöffnung fließen kann.
Die Bodenwandung 104 weist dabei hier ein Gefälle zu der Flüssigkeitsauslassöffnung
106 von etwa 5° auf. Die Neigung kann aber je nach Ausführung auch größer oder kleiner
sein.
[0103] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Bodenwandung 104 vier Leiteinrichtungen
108, mittels welcher eine Flüssigkeit und/oder ein Flüssigkeits-Feststoffgemisch in
Richtung der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 leitbar ist. Die vier Leiteinrichtungen
108 werden hier jeweils von einer Umformung in Form einer Vertiefung in der Bodenwandung
104 bereitgestellt.
[0104] Jede der vier Leiteinrichtungen 108 ist hier in Richtung der Flüssigkeitsauslassöffnung
106 abfallend ausgeführt. Dabei beträgt hier das Gefälle jeder der vier Leiteinrichtungen
108 zu der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 etwa 5°.
[0105] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine erfindungsgemäße Siebeinrichtung
1 oberhalb der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 angeordnet. Die Siebeinrichtung 1 kann
hier Feststoffe, wie Lebensmittelrückstände und Ablagerungen, aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
abtrennen und in dem Garraum 101 zurückhalten. Somit verhindert die Siebeinrichtung
1 hier weitgehend, dass Feststoffe durch die Flüssigkeitsauslassöffnung 106 in die
Flüssigkeitsauslasseinrichtung 107 gelangen. Gleichzeitig ermöglicht die Siebeinrichtung
1 in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ein schnelles Ableiten von Flüssigkeit
aus dem Garraum 101 durch die Flüssigkeitsauslassöffnung 106 in Flüssigkeitsauslasseinrichtung
107. Hierdurch wird hier ein besonders vorteilhafter Betrieb des hier als Dampfgareinrichtung
200 ausgeführten Gargerätes 100 ermöglicht.
[0106] In Figur 2 ist rein schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Siebeinrichtung
1 für ein Gargerät 100 in einem installierten Zustand in einem Gargerät 100 in einer
perspektivischen Ansicht dargestellt.
[0107] Wie in Figur 1 umfasst hier das Gargerät 100 einen hier nicht näher dargestellten
Garraum 101 mit einer Bodenwandung 104. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst die Bodenwandung 104 eine Flüssigkeitsauslassöffnung 106, durch welche hier
eine Flüssigkeit aus dem Garraum 101 in eine hier nicht näher dargestellte Flüssigkeitsauslasseinrichtung
107 ableitbar ist.
[0108] Die Bodenwandung 104 ist auch hier in Richtung der Flüssigkeitsauslassöffnung 106
abfallend ausgeführt und weist hier acht Leiteinrichtungen 108 auf.
[0109] Die Bodenwandung 104 und die hier acht sternförmig um die Flüssigkeitsauslassöffnung
106 herum angeordneten Leiteinrichtungen 108, sind hier in Richtung der Flüssigkeitsauslassöffnung
106 abfallend ausgeführt. Somit sind hier die acht Leiteinrichtungen 106 radial zur
Flüssigkeitsauslassöffnung 106 ausgerichtet und ermöglichen hier eine Flüssigkeit
und/oder ein Flüssigkeits-Feststoffgemisch in Richtung der hier an der tiefsten Stelle
der Bodenwandung 104 angeordneten Flüssigkeitsauslassöffnung 106 abzuleiten. Somit
kann hier ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch und/oder eine Flüssigkeit in Richtung
der Flüssigkeitsausflussöffnung fließen.
[0110] Die acht Leiteinrichtungen 108 werden hier von jeweils einer Vertiefung in der Bodenwandung
104 bereitgestellt. Dabei beträgt hier das Gefälle jeder der vier Leiteinrichtungen
108 zu der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 etwa 5°.
[0111] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist jede der Leiteinrichtungen 108
in einem Abschnitt in der Nähe zu der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 eine Breite 116
von 10 mm und eine Tiefe 117 von 2 mm auf. Je nach Aufgabe und Ausführung kann jede
der Leiteinrichtungen 108 auch jeweils eine unterschiedliche Breite 116 und/oder Tiefe
117 aufweisen. Auch kann die Breite 117 und/oder Tiefe 117 über die Längserstreckung
einer Leiteinrichtung 108 variieren.
[0112] Wie in Figur 1 ist hier eine Siebeinrichtung 1 oberhalb der Flüssigkeitsauslassöffnung
106 angeordnet. Dabei ist hier die Siebeinrichtung 1 hier weitgehend formschlüssig
zur Bodenwandung 104 über der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 angeordnet.
[0113] Die Siebeinrichtung 1 umfasst hier einen weitgehend kreisförmigen Siebkörper 2 mit
einer hier konvex ausgeführten Oberseite 6, welche hier dem Garraum 101 zugewandt
ist. Je nach Aufgabe und Ausführung kann der Siebkörper 2 auch bombardiert sein, sodass
die Oberseite 6 in den Garraum 101 hinein ausgewölbt ist.
[0114] Der Siebkörper 1 weist hier mehrere Durchlässe 3 zum Ableiten von Flüssigkeit auf.
Dabei sind hier in einem inneren Abschnitt des Siebkörpers 2 mehrere Durchlässe 3
als Löcher 4 ausgeführt. Entlang des Umfangs des Siebkörpers 1 weist die Siebeinrichtung
1 hier acht Durchlässe 3 auf, welche hier jeweils als Verprägung 5 ausgeführt sind.
[0115] Die acht Verprägungen 5 sind hier stufenförmig bzw. hutzenförmig ausgeführt und radial
entlang des Umfanges des Siebkörpers 2 ausgerichtet.
[0116] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist jede der Verprägungen 5 eine
Breite 10 von ca. 10 mm und eine Höhe 11 von ca. 2 mm auf. Je nach Aufgabe und Ausführung
kann jede der Verprägungen 5 auch jeweils eine unterschiedliche Breite 10 und/oder
Höhe 11 aufweisen.
[0117] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ermöglicht jeder Durchlass 3, also
jedes Loch 4 und jede Verprägung 5, Flüssigkeit aus dem Garraum 101 durch die Siebeinrichtung
hindurch zu der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 abzuleiten. Feststoffe, wie Lebensmittelrückstände
und Ablagerungen, mit Abmessungen größer oder gleich den Abmessungen der Löcher und
Verprägungen können hier nicht durch die Durchlässe 3 hindurch gelangen und werden
somit vier von der Siebeinrichtung 1 aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch abtrennen
und in dem Garraum 101 zurückhalten. Somit verhindert die Siebeinrichtung 1 hier weitgehend,
dass Feststoffe durch die Flüssigkeitsauslassöffnung 106 in die Flüssigkeitsauslasseinrichtung
107 gelangen.
[0118] In dem hier dargestellten installierten Zustand der Siebeinrichtung 1 in dem Gargerät
100 ist die Siebeinrichtung 1 so orientiert, dass hier der Querschnitte 12 jeder der
acht Verprägungen 5 und der Querschnitt 110 jeder der acht Leiteinrichtungen 108 in
weitgehender Deckung zueinander angeordnet sind.
[0119] Somit ist die Siebeinrichtung 1 hier so um eine Normale durch den Mittelpunkt des
Siebkörpers 2 rotiert, dass in einer solchen vorbestimmten Orientierung 9 hier jede
der Verprägungen 5 zusammen mit jeweils einer der Leiteinrichtungen 108 einen gemeinsamen
kontinuierlichen Kanal bilden, durch welchen eine Flüssigkeit besonders gut und schnell
aus dem Garraum 101 durch die Flüssigkeitsauslassöffnung 106 leitbar ist.
[0120] Somit ermöglicht hier die Siebeinrichtung 1 sowohl Feststoffe aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch
abzutrennen und im Garraum 101 zurückzuhalten, als auch Flüssigkeit aus dem Garraum
101 zu der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 zuleiten.
[0121] In Figur 3 ist rein schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung 1 für ein Gargerät 100 in einem installierten Zustand in einem Gargerät
100 in einer Schnittansicht von der Seite dargestellt.
[0122] Das Gargerät 100 umfasst hier einen nicht näher dargestellten Garraum 101 mit einer
Bodenwandung 104. Dabei weist hier die Bodenwandung 104 eine Flüssigkeitsauslassöffnung
106 auf, durch welche hier eine Flüssigkeit aus dem Garraum 101 in eine Flüssigkeitsauslasseinrichtung
107 ableitbar ist. Des Weiteren weist die Bodenwandung 104 hier mehrere zu der Flüssigkeitsauslassöffnung
106 hin abfallende Leiteinrichtungen 108 auf.
[0123] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Siebeinrichtung 1 weitgehend
formschlüssig mit der Bodenwandung 104 über der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 angeordnet.
[0124] Dabei ermöglicht hier eine Positioniereinrichtung 109, welche hier von einer Vertiefung
der Bodenwandung 104 um die Flüssigkeitsauslassöffnung 106 mit weitgehend den gleichen
lateralen Abmessungen wie die der Siebeinrichtung 1 bereitgestellt wird, eine reproduzierbare
und zweckmäßige Positionierung der Siebeinrichtung 1 über der Flüssigkeitsauslassöffnung
106.
[0125] Wie in Figur 2 weist die Siebeinrichtung 1 hier einen weitgehend kreisförmigen, bombardierten
Siebkörper 2 mit einer in den Garraum hinein gewölbten Oberseite 6 und mit mehreren
Durchlässen 3 zum Ableiten von Flüssigkeit auf. Dabei sind hier in einem inneren Abschnitt
des Siebkörpers 2 mehrere Durchlässe 3 als Löcher 4 und entlang des Umfangs des Siebkörpers
2 mehrere Durchlässe 3 als Verprägung 5 ausgeführt. Somit ermöglicht die Siebeinrichtung
1 hier Feststoffe aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch abzutrennen und zurückzuhalten.
[0126] Die Siebeinrichtung 1 weist hier eine Arretiereinrichtung 7 auf, mittels welcher
hier die Siebeinrichtung 1 an einem Abschnitt der Flüssigkeitsauslasseinrichtung 107
in der Nähe zu der der Flüssigkeitsauslassöffnung 106 arretiert ist, sodass die Siebeinrichtung
1 nicht aus der vorbestimmten Position und der vorbestimmten Orientierung 9 verrutschen
kann. Die Arretiereinrichtung ist hier als eine U-förmige Klammer ausgeführt, welche
bei zweckmäßiger Arretierung der Siebeinrichtung 1 durch einen Benutzer ein wahrnehmbares
Geräusch verursacht.
[0127] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel stellt die Arretiereinrichtung 7 eine
Orientierungseinrichtung 8 bereit, sodass die Siebeinrichtung 1 hier ausschließlich
in einer vorbestimmten Orientierung 9 mittels der Arretiereinrichtung 7 über der Flüssigkeit
Auslassöffnung arretierbar ist.
[0128] In der hier dargestellte einen möglichen vorbestimmten Orientierung 9 sind die Verprägungen
5 so orientiert, dass jeweils eine der Verprägungen 5 zusammen mit jeweils einer der
Leiteinrichtungen 108 einen gemeinsamen kontinuierlichen Kanal bilden, durch welchen
eine Flüssigkeit besonders gut und schnell aus dem Garraum 101 durch die Flüssigkeitsauslassöffnung
106 leitbar ist.
[0129] In Figur 4 ist rein schematisch ein anderes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung 1 für ein Gargerät 100 in einem installierten Zustand in einem Gargerät
100 in einer Ansicht von oben dargestellt.
[0130] Wie in Figur 4 umfasst das Gargerät 100 hier einen nicht näher dargestellten Garraum
101 mit einer Bodenwandung 104. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist
die Bodenwandung 104 eine Flüssigkeitsauslassöffnung 106 und acht zu der Flüssigkeitsauslassöffnung
106 hin abfallende Leiteinrichtungen 108 auf.
[0131] Über der Flüssigkeitsauslassöffnung ist hier eine Siebeinrichtung 1 mit mehreren
Durchlässen 3 zum Ableiten von Flüssigkeit angeordnet, welche hier als Löcher 4 und
als Verprägung 5 ausgeführt sind. Somit ermöglicht die Siebeinrichtung 1 hier Feststoffe
aus einem Feststoff-Flüssigkeitsgemisch abzutrennen und zurückzuhalten.
[0132] Auch in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Siebeinrichtung 1 ausschließlich
in der hier dargestellten vorbestimmten Orientierung 9 über der Flüssigkeitsauslassöffnung
106 arretierbar.
[0133] Auch in der hier dargestellten vorbestimmten Orientierung 9 sind die Verprägungen
5 so orientiert, dass jeweils eine der Verprägungen 5 zusammen mit jeweils einer der
Leiteinrichtungen 108 einen gemeinsamen kontinuierlichen Kanal bilden, durch welchen
eine Flüssigkeit besonders gut und schnell aus dem Garraum 101 durch die Flüssigkeitsauslassöffnung
106 leitbar ist.
Bezugszeichenliste
[0134]
- 1
- Siebeinrichtung
- 2
- Siebkörper
- 3
- Durchlass
- 4
- Loch
- 5
- Verprägung
- 6
- Oberseite
- 7
- Arretiereinrichtung
- 8
- Orientierungseinrichtung
- 9
- vorbestimmte Orientierung
- 10
- Breite
- 11
- Höhe
- 12
- Querschnitt
- 100
- Gargerät
- 101
- Garraum
- 102
- Öffnung
- 103
- Tür
- 104
- Bodenwandung
- 105
- Dampfquelle
- 106
- Flüssigkeitsauslassöffnung
- 107
- Flüssigkeitsauslasseinrichtung
- 108
- Leiteinrichtung
- 109
- Positionierungseinrichtung
- 110
- Querschnitt
- 111
- Steuereinrichtung
- 112
- Anzeigeeinrichtung
- 113
- Bedieneinrichtung
- 114
- Seitenwandung
- 115
- Rückwandung
- 116
- Breite
- 117
- Tiefe
- 118
- Gehäuseeinrichtung
- 200
- Dampfgareinrichtung
1. Gargerät (100) umfassend
wenigstens einen Garraum (101) mit wenigstens einer Öffnung (102) zum Befüllen des
Garraums (101) und
wenigstens eine Tür (103) zum Verschließen der Öffnung (102) des Garraums (101), wenigstens
eine Dampfquelle (105) zum Erzeugen von Dampf, wobei der Dampf von der wenigstens
einen Dampfquelle (105) in dem Garraum (101) erzeugt wird und/oder von der wenigstens
einen Dampfquelle (105) in den Garraum (101) eingeleitet wird,
wobei der Garraum (101) wenigstens von einer Bodenwandung (104) begrenzt wird, wobei
die Bodenwandung (104) wenigstens eine Flüssigkeitsauslassöffnung (106) aufweist,
mittels welcher wenigstens eine Flüssigkeit aus dem Garraum (101) in eine Flüssigkeitsauslasseinrichtung
(107) auslassbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gargerät (100) wenigstens eine Siebeinrichtung (1) aufweist, welche wenigstens
abschnittsweise oberhalb der Flüssigkeitsauslassöffnung (106) angeordnet ist,
wobei die Siebeinrichtung (1) wenigstens einen Siebkörper (2) mit wenigstens zwei
Durchlässen (3) zum Ableiten von Flüssigkeit umfasst,
wobei wenigstens ein Durchlass (3) als Loch (4) ausgebildet ist und
wobei wenigstens ein Durchlass (3) durch wenigstens eine Verprägung (5) bereitgestellt
wird.
2. Gargerät (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die wenigstens eine Bodenwandung
(104) wenigstens eine Leiteinrichtung (108) umfasst, mittels welcher wenigstens eine
Flüssigkeit und/oder wenigstens ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch in Richtung der
Flüssigkeitsauslassöffnung (106) leitbar ist.
3. Gargerät (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die wenigstens eine Leiteinrichtung
(108) wenigstens abschnittsweise zu der Flüssigkeitsauslassöffnung (106) hin abfallend
ausgestaltet ist.
4. Gargerät (100) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die wenigstens
eine Bodenwandung (104) wenigstens abschnittsweise zu der Flüssigkeitsauslassöffnung
(106) und/oder wenigstens einen Leiteinrichtung (108) hin abfallend ausgestaltet ist.
5. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine
Bodenwandung (104) mehrere, insbesondere acht Leiteinrichtungen (108) umfasst.
6. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Siebeinrichtung
(1), mittels der Arretiereinrichtung (7) an der Flüssigkeitsauslasseinrichtung (107)
arretierbar ist.
7. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gargerät (100),
insbesondere die Bodenwandung (104) und/oder die Flüssigkeitsauslasseinrichtung (107)
wenigstens eine Positioniereinrichtung (109) umfasst, welche eine reproduzierbare
Positionierung der Siebeinrichtung (1) in und/oder über der Flüssigkeitsauslassöffnung
(106) ermöglicht.
8. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Siebeinrichtung
(1) ausschließlich in der wenigstens einen vorbestimmten Orientierung (9) mittels
der Arretiereinrichtung (7) über der Flüssigkeitsauslassöffnung (106) arretierbar
ist.
9. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der wenigstens einen
vorbestimmten Orientierung (10) wenigstens der Querschnitte (12) der wenigstens einen
Verprägung (5) und der Querschnitt (110) der wenigstens einen Leiteinrichtung (108)
in weitgehender Deckung zueinander angeordnet sind, sodass wenigstens eine Flüssigkeit
aus dem Garraum (101) über die wenigstens eine Leiteinrichtung (108) und durch die
wenigstens eine Verprägung (5) zur Flüssigkeitsauslassöffnung (106) leitbar ist.
10. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Siebkörper (2) entlang
seines Umfanges mehrere Verprägung (5) umfasst.
11. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Siebkörper (2) weitgehend
kreisförmig ausgestaltet ist.
12. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Siebkörper (2) eine
wenigstens abschnittsweise konvex ausgestaltete Oberseite (6) aufweist.
13. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Siebeinrichtung
(1) wenigstens eine Arretiereinrichtung (7) umfasst, mittels welcher wenigstens der
Siebkörper (2) in einem installierten Zustand in einem Gargerät (100) an wenigstens
einem Abschnitt des Gargeräts (100) arretierbar ist.
14. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Siebeinrichtung
(1) wenigstens eine Orientierungseinrichtung (8) umfasst, welche eine Positionierung
des in einem Gargerät (100) installierten Siebkörpers (2) in wenigstens einer vorbestimmten
Orientierung (9) an wenigstens einem Abschnitt des Gargeräts (100) ermöglicht
15. Gargerät (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gargerät (100) als
ein Dampfgarofen oder als ein Backofen oder als ein Mikrowellenofen oder als eine
Kombination aus Dampfgarofen und/oder Backofen und/oder Mikrowellenofen ausgeführt
ist.