[0001] Die Erfindung betrifft eine Umhausungsanordnung für eine Wärmepumpe und eine Wärmepumpe.
[0002] Für die Wärme- und Warmwasserversorgung von Gebäuden werden Wärmepumpen immer wichtiger.
Diese entziehen der Umgebung (Luft, Boden, Grundwasser) Wärme und stellen diese zur
Versorgung eines Gebäudes bereit. Dabei sind verschiedene Ausgestaltungen von Wärmepumpen
bekannt, beispielsweise Split-Wärmepumpen, die teilweise im Inneren und teilweise
in der Außenumgebung eines Gebäudes positioniert werden. Sie umfassen einen Außenteil
und einen Innenteil, wobei der Außenteil in der Regel einen Verdampfer und einen Verdichter
aufweist und ein Innenteil einen Kondensator (auch als Verflüssiger bezeichnet). Zudem
sind auch Wärmepumpen in Monoblock-Bauweise bekannt, bei denen alle genannten Einheiten
der Wärmepumpe in einem, in der Regel als Außenteil ausgeführten, Gehäuse integriert
sind.
[0003] Insbesondere bei Wärmepumpen, die der Umgebungsluft Wärme entziehen, ist ein Außenteil
in der Regel sehr groß und voluminös ausgeführt, um einen geräuscharmen und energieeffizienten
Wärmeaustausch zu ermöglichen. Um die notwendige Grundfläche für die Installation
eines Außenteils zu minimieren, werden diese zudem häufig sehr hoch ausgeführt. Diese
Ausgestaltung der Wärmepumpen führt zu erheblichen Anforderungen an die Bodenverankerung
der Wärmepumpe, insbesondere im Hinblick auf auftretende Windlasten in Verbindung
mit der durch die Gerätehöhe bedingte Hebelwirkung.
[0004] Nach dem Stand der Technik kommen zumeist klassische Verfahren im Einsatz, die die
Errichtung eines herkömmlichen Fundaments, beispielsweise eines Betonstreifenfundaments
erfordern. Hierbei sind eine Vielzahl aufwendiger Arbeitsschritte notwendig, wie Erdarbeiten,
Installation einer Betonschalung, Ortbetonvergießung etc., welche mit erheblichem
Zeit- und Kostenaufwand verbunden sind.
[0005] In der
JP 2009 008 320 A vorgeschlagen, mehrere Tragpfosten in den Boden einzubringen, um darauf eine Wärmepumpe
zu installieren. Nachteilig ist insbesondere, dass das Einbringen der Pfosten aufwendig
ist.
[0006] Die
WO 2016 / 148 579 A1 schlägt eine Abdeckung für eine Außeneinheit einer Wärmepumpe vor. Die Abdeckung
ist einteilig und schallisolierend ausgeführt. Die Montage der einteiligen Außeneinheit
ist relativ schwierig und diese kann keine mechanische Stabilisierung der Wärmepumpe
erreichen.
[0007] Auch bei einer Montage einer Wärmepumpe bzw. eines Außenteils auf einem befestigten
Untergrund, beispielsweise auf einem Flachdach, werden oft Zusatzgewichte zur Absicherung
gegen Windlasten mit hohem Aufwand an den Aufstellort verbracht und positioniert.
Für die sichere Montage einer Wärmepumpe auf einem befestigten Untergrund sind regelmäßig
Gewichte zwischen 200 kg und 400 kg notwendig. Das Verbringen der Gewichte und deren
Positionieren ist mit hohen Kosten und Anforderungen verbunden.
[0008] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Umhausungsanordnung für eine
Wärmepumpe sowie eine Wärmepumpe vorzuschlagen, die die geschilderten Probleme des
Standes der Technik zumindest teilweise überwinden. Insbesondere soll die Umhausungsanordnung
die Montage einer Wärmepumpe vereinfachen und/oder die Wartungsintervalle für die
Wärmepumpe verlängern.
[0009] Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind in den unabhängigen
Patentansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in den abhängigen
Patentansprüchen aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller, Weise
miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren.
Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung
näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
dargestellt werden.
[0010] Hierzu trägt eine Umhausungsanordnung für eine bodenverankerte Wärmepumpe bei, umfassend
mindestens ein schalenförmiges Mantelteil eingerichtet zur schwingungsentkoppelten
Anordnung an einem Gehäuse der Wärmepumpe.
[0011] Die Bezeichnung Wärmepumpe kann eine Wärmepumpe, beispielsweise in Monoblock-Bauweise
oder auch einen Teil derselben sein, insbesondere ein Außenteil einer Split-Wärmepumpe.
Eine Wärmepumpe kann Umgebungswärme, beispielsweise aus Luft, Erde oder Grundwasser
aufnehmen und zur Wärmeversorgung bzw. Warmwasserbereitstellung eines Gebäudes bereitstellen.
Hierfür können ein Außenteil und ein Innenteil einer Wärmepumpe über einen Kältemittelkreis
verbunden sein, wobei ein Kältemittel im Kältemittelkreis umgewälzt werden kann, das
durch Phasenwechsel in einem Verdampfer bzw. Kondensator (Verflüssiger) Wärme transportiert.
Die Wärmepumpe kann auch in Monoblock- Bauweise ausgestaltet sein und Außenteil und
Innenteil in einem (außen aufzustellenden) Monoblock vereinen.
[0012] Die Erfindung dient insbesondere einer einfachen und schnellen Montage einer Wärmepumpe,
insbesondere eines Außenteils einer Luftwärmepumpe. Ein Außenteil einer Luftwärmepumpe
weist in der Regel eine großflächige Durchströmungsöffnung auf, wodurch die Wärmepumpe
bzw. das Außenteil zumeist eine große Breiten- und Höhenausdehnung bei geringer Tiefe
aufweist. Aufgrund dieser Abmessungen können erhebliche Windlasten, insbesondere in
Durchströmungsrichtung des Außenteils, auftreten, die bei einer Montage (des Außenteils)
der Wärmepumpe zu berücksichtigen sind. Die Wärmepumpe ist in dem Boden, auf dem sie
aufgestellt ist, verankert. Hierzu können z.B. mechanische Ankermittel (einschließlich
Verschraubungen, Anker, etc.) vorgesehen sein, die die Wärmepumpe sicher in der gewünschten
Boden-Position halten, auch während des Betriebes.
[0013] Das mindestens eine Mantelteil kann die Wärmepumpe zumindest teilweise umfänglich
einhausen. Mit der Umhausungsanordnung kann insbesondere eine Minderung der Windlasten
der Wärmepumpe durch eine geminderten Strömungswiderstand der Umhausungsanordnung
gegenüber der Wärmepumpe erreicht werde. Das mindestens eine schalenförmige Mantelteil
der Umhausung kann somit insbesondere zu einer vertikalen Anordnung an einer installierten
Wärmepumpe eingerichtet sein. Insbesondere kann die Wärmepumpe vollumfänglich von
dem mindestens einem Mantelteil umschlossen werden. Die äußere Gestaltung der Mantelteile
kann insbesondere hinsichtlich einer verbesserten Aerodynamik, also einer Minimierung
des Strömungswiderstandes der Umhausung gegenüber Luftströmungen (Wind) erfolgen.
Hierfür kann insbesondere eine gebogene (eckenlose) Schalenform des Mantelteils vorgesehen
sein.
[0014] Hierzu kann das mindestens eine Mantelteil der vorgeschlagenen Umhausungsanordnung
kann eine zumindest teilweise zylindrische Form aufweisen und zur vertikalen Anordnung
an einer Wärmepumpe ausgestaltet sein. Die Form der Mantelfläche kann einem Zylinder
entsprechen. Die Zylinderform kann dabei eine Grundfläche aufweisen, die einen geringen
Strömungswiderstand gegenüber einer horizontalen (Luft-)Anströmung insbesondere von
Wind hat.
[0015] Die Grundfläche des bzw. der umfänglich geschlossenen Mantelteil(e) kann eine beliebige,
insbesondere aerodynamisch vorteilhafte sein, beispielsweise kreisrund, oval- oder
ellipsenförmig. Das die Form "zumindest teilweise" vorliegt kann bedeuten, dass diese
über einen Teil oder die gesamte Höhe (im installierten Zustand) der Umhausungsanordnung
und/ oder über einen Teil oder die Gesamtheit des Umfangs ausgebildet ist. Weitere
Beispiele für eine Formgestaltung des mindestens einen Mantelteils können eine zumindest
teilweise kegelförmige, kegelstumpfförmige und/ oder konusförmige Gestaltung sein.
[0016] Die konkrete äußere Gestalt des mindestens einen Mantelteils kann dabei die Anforderungen
der zu umhausenden Wärmepumpe sowie äußere Gegebenheiten, insbesondere an dem Installationsort,
einbeziehen. So kann beispielsweise bei einer Installation nahe einer festen Einrichtung
- wie einer (Haus-)Wand - die der festen Einrichtung zugewandte Seite der Umhausungsanordnung
auch eine rechteckige oder anderweitige (möglicherweise weniger aerodynamische) Form
aufweisen.
[0017] Das mindestens eine Mantelteil kann ein vollständiger Mantel mit zylindrischer Grundfläche
sein, mit anderen Worten ein rohrförmiges Gebilde mit einer Querschnittsform die der
Grundfläche der Zylinderform entspricht. In vorteilhafter und besonders einfacher
Weise kann ein vollständiges Mantelteil auf die Wärmepumpe von oben aufgesetzt werden.
[0018] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung kann das mindestens eine Mantelteil (nur)
einen Abschnitt der Mantelfläche ausbilden, die einen Teilbereich des Umfanges der
Wärmepumpe umhausen kann, beispielsweise mit einem Winkel von 90° [Grad], 180° oder
270°. Eine vollständige Umhausung des Umfanges der Wärmepumpe kann durch eine Verbindung
mehrerer Mantelteile (z. B. über den Umfang) erreicht werden, beispielsweise von zwei
Mantelteilen mit einem Winkel von 180° oder vier Mantelteilen mit einem Winkel von
90°.
[0019] Die Zylinderform des Mantelteils kann dabei eine gerade Zylinderform sein oder auch
ein Kegelausschnitt. Die konkrete Form kann von der Gestalt der zu umhausenden Wärmepumpe
und/oder deren Umgebungsbedingungen abhängig sein und dementsprechend auf diese abgestimmt
sein.
[0020] In vorteilhafter Weise kann das mindestens eine Mantelteil variabel bzw. verschieden
auf die zu umhausende Wärmepumpe positioniert werden. Zudem kann eine Unterteilung
der Umhausungsanordnung in Mantel- und Deckelteil(e) den Transport und/oder die Montage
derselben vereinfachen, insbesondere wenn die Umhausungsanordnung ein erhöhtes Eigengewicht
zur Stabilisierung der Wärmepumpe aufweist.
[0021] Gemäß einer Ausgestaltung können mehrere Mantelteile beweglich miteinander verbunden
werden, beispielsweise mittels mindestens einem Scharnier und/oder Gelenk. Dies kann
eine einfache Zugänglichkeit des Innenraums der Umhausungsanordnung ermöglichen und/oder
eine Nutzung desselben als Kühlraum.
[0022] Zudem ist ein Deckelteil zur Verbindung mit dem mindestens einen Mantelteil vorgesehen.
Das Deckelteil kann einen oberen Abschluss des mindestens einen Mantelteils bzw. der
Umhausungsanordnung bilden und hierzu eben und/oder eine nach oben bzw. unten gewölbte
Form aufweisen, wie einem Kugelausschnitt.
[0023] Eine Befestigung des Deckelteils kann an dem mindestens einen Mantelteil erfolgen.
Hierzu kann das mindestens eine Mantelteil und/oder das Deckelteil Befestigungsmittel
aufweisen, die beispielsweise eine formschlüssige Verbindung miteinander ermöglichen.
Insbesondere können bei der Befestigung zwischen Deckelteil und dem mindestens einen
Mantelteil vibrationsdämpfende Materialien zwischen Deckelteil und Mantelteil angeordnet
werden und so eine Übertragung von Vibrationen verhindern.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Umhausungsanordnung auch zur Befestigung
an einer (Außen-)Wand und/oder einem anderen vertikal ausgerichteten Befestigungselement
eingerichtet sein. Häufig werden Außenteile von Wärmepumpen in unmittelbarer Nähe
zu einer Außenwand des Gebäudes positioniert. Eine Umhausungsanordnung für eine derart
angeordnete Wärmepumpe kann beispielsweise ein an der Außenwand befestigtes Mantelteil
und gegebenenfalls ein Deckelteil umfassen. Zudem können auch Abstandsteile vorgesehen
sein, die einen vorgegebenen Abstand zwischen Mantelteil und Außenwand überbrücken,
so dass die Wärmepumpe vollumfänglich umhaust ist.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann das mindestens eine Mantelteil, mindestens
ein Deckelteil und/oder mindestens ein Abstandsteil der Umhausungsanordnung an mindestens
einem Befestigungspunkt (zu einem anderen Teil der Umhausungsanordnung und/oder einer
Außenwand) drehbar gelagert sein. Insbesondere kann dadurch dieses Mantelteil, Deckelteil
und/oder Abstandsteil der Umhausungsanordnung wie eine Klappe oder Tür öffenbar ist.
Die Drehachse des Befestigungspunktes kann hierzu vertikal ausgerichtet sein. Vorteilhaft
wird so eine einfache Möglichkeit zum Öffnen der Umhausungsanordnung geschaffen, beispielsweise
für eine Reinigung oder Wartung der Wärmepumpe. Gemäß einer alternativen Ausgestaltung
kann auch mindestens ein erstes Mantelteil einer Umhausungsanordnung fest mit einem
Bodenteil einer Wärmepumpe verbunden sein und ein weiteres Mantelteil an dem ersten
Mantelteil drehbar befestigt sein und als Tür oder Klappe der Umhausungsanordnung
dienen.
[0026] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Umhausungsanordnung dazu
eingerichtet sein, an einer Bodenbefestigung der Wärmepumpe verankert zu werden. Wie
bereits beschrieben wird eine Wärmepumpe in der Regel an einem festen Bodenteil befestigt,
wobei das Bodenteil ein hohes Gewicht aufweisen kann, um die Wärmepumpe gegenüber
auftretenden Windlasten zu sichern. Hierzu ist das Bodenteil häufig als Betonteil
ausgeführt, wobei zwischen Bodenteil und Wärmpumpe zudem Vibrationsdämpfer angeordnet
sein können, um eine Übertragung von Betriebsvibrationen der Wärmepumpe auf den Boden
zu verhindern. Es wird vorgeschlagen, die Umhausungsanordnung bzw. mindestens ein
Mantelteil der Umhausungsanordnung an der Bodenbefestigung der Wärmepumpe zu verankern.
Hierbei kann die mechanische Verbindung insbesondere mit dem Bodenteil erfolgen, so
dass auch die Umhausungsanordnung durch den Vibrationsdämpfer zwischen Bodenteil und
Wärmepumpe von Betriebsvibrationen der Wärmepumpe entkoppelt ist. Eine derartige Anordnung
mit Vibrationsdämpfer kann (auch) bei einer (oben beschriebenen) Befestigung der Umhausungsanordnung
an einer (Außen-)Wand und/oder einem anderen vertikal ausgerichteten Befestigungselement
umgesetzt werden, um eine Übertragung von Betriebsvibrationen zu reduzieren oder sogar
zu vermeiden.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Umhausungsanordnung mit den Befestigungselementen
der Wärmepumpe befestigt werden. Mit anderen Worten können Wärmepumpe und Umhausungsanordnung
mit denselben Befestigungselementen (in der Regel Verschraubungen) fixiert werden.
Vorteilhaft müssen keine zusätzlichen Befestigungselemente oder Befestigungspunkte
im Bodenteil vorgesehen werden.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Umhausungsanordnung Lüftungsöffnungen
aufweisen, die die für den Wärmeaustausch notwendige Luftdurchströmung der Wärmepumpe
gewährleisten. Die Lüftungsöffnungen können dabei in einem Mantelteil und/oder in
einem Deckelteil der Umhausungsanordnung eingebracht sein.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung können die Lüftungsöffnungen mit einem Mindestbodenabstand
eingebracht sein, beispielsweise mit einem Abstand zum Boden von mindestens 15 cm
[Zentimeter], 20 cm, 30 cm oder 40 cm. Durch einen Mindestbodenabstand kann ein Eindringen
von Laub, Schnee und anderen Körpern, die bodennah durch Wind beweglich sind, gemindert
werden.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Umhausungsanordnung ein
Mindestgewicht aufweisen. Das Mindestgewicht ist bevorzugt in Abhängigkeit der Größe
der Wärmepumpe und/oder damit am Aufstellort verbundener Windlasten auszuwählen. Das
Mindestgewicht kann dabei im Hinblick auf eine Reduktion des Gewichtes des Bodenteils
der Wärmepumpe vorbestimmt sein, als auch auf den Umstand, dass die Umhausungsanordnung
bzw. deren Teile ein Gewicht aufweisen, das ein Transport mit einfachem Mitteln möglich
ist. Das Mindestgewicht eines Mantel- oder Deckelteils kann dabei in einem Bereich
zwischen 30 kg [Kilogramm] und 80 kg liegen, insbesondere in einem Bereich zwischen
40 kg und 60 kg.
[0031] Die Umhausungsanordnung kann hierfür insbesondere aus Materialien mit einer hohen
Dichte gefertigt sein, beispielsweise mit einem mineralischen und/oder metallischen
Material und/oder mit Kunststoff. Weitere vorteilhafte Materialien können Polymerbeton
und/ oder ultrahochfester Beton (auch bezeichnet als UHPC (ultra high performance
concrete)) sein.
[0032] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung kann die Umhausungsanordnung außenseitig
Befestigungsbereiche für Anschlusselemente umfassen. Die Anschlusselemente können
beispielsweise Fragmente aus Holz und/oder Stein sein. Die Anschlusselemente können
teilweise eine Außenverkleidung und/oder Funktionsteile für eine Geräuschminimierung
bilden. In vorteilhafter Weise kann mittels der außenseiteigen Befestigungsbereiche
und/oder den Anschlusselementen eine individuelle Gestaltung der Umhausungsanordnung
ermöglicht und somit eine Anpassung an die optischen Gegebenheiten des Aufstellungsortes.
Alternativ kann die Oberfläche der Umhausungsanordnung auch zu einer individuellen
Gestaltung, beispielsweise durch folieren, eingerichtet sein.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Umhausungsanordnung innenseitig
zumindest teilweise eine schallabsorbierende Oberflächenbeschaffenheit aufweisen,
beispielsweise durch Anordnung von Matten eines schallabsorbierenden Materials. Das
schallabsorbierender Material könnte ein geschlossenporiger Schaumstoff sein. In vorteilhafter
Weise können die Schallemissionen der Wärmepumpe reduziert werden.
[0034] Nach einem weiteren Aspekt wird auch eine Wärmepumpe oder ein Teil einer Wärmepumpe
vorgeschlagen, aufweisend eine hier beschriebene Umhausungsanordnung.
[0035] Die im Zusammenhang mit dem der Umhausungsanordnung erörterten Details, Merkmale
und vorteilhaften Ausgestaltungen können entsprechend auch bei der hier vorgestellten
Wärmepumpe auftreten und umgekehrt. Insoweit wird auf die dortigen Ausführungen zur
näheren Charakterisierung der Merkmale vollumfänglich Bezug genommen.
[0036] Hier werden somit eine Umhausungsanordnung und eine Wärmepumpe angegeben, welche
die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise
lösen. Insbesondere tragen die Umhausungsanordnung und die Wärmepumpe zumindest dazu
bei, die Montage einer Wärmepumpe oder eines Anlagenteils derselben zu vereinfachen
und die notwendige Arbeitszeit zu verkürzen. Darüber hinaus kann die Erfindung weiterhin
vorteilhaft auch bei bestehenden Anlagen mit geringem Aufwand umgesetzt werden. Hierbei
kann als besonderer Vorteil eine Reduktion der Zusatzgewichte zur Beschwerung der
Wärmpumpe zur Stabilisierung gegenüber Windlasten gesehen werden. Dies ist insbesondere
bedingt durch eine Reduktion der Windlasten aufgrund eines optimierten Strömungswiderstandes
der Umhausungsanordnung in Verbindung mit dem Eigengewicht der Umhausungsanordnung
das seinerseits als Beschwerung wirkt und somit eine weitere Reduktion der Zusatzgewichte
rechtfertigen kann.
[0037] Zudem kann die Umhausungsanordnung die Geräuschemissionen der Wärmepumpe durch eine
zusätzliche Entkopplung von der Umgebung erheblich reduzieren. Insbesondere können
akustisch wahrnehmbare Schwingungen des Gehäuses der Wärmepumpe durch die zusätzliche
Umhausungsanordnung absorbiert werden.
[0038] Nicht zuletzt bietet die Erfindung auch die Möglichkeit, auf einfache Art und Weise
eine optische Anpassung der Umhausungsanordnung und damit der Wärmepumpe an die Umgebung
bzw. die Wünsche des Nutzers vorzunehmen. Hierzu können beispielsweise Holz- oder
Steinelemente in dafür vorgesehenen Befestigungsbereichen angeordnet werden.
[0039] Zudem ermöglicht die Erfindung auf bestimmte Anlagengrößen und deren abzusichernde
Windlasten abgestimmte Umhausungsanordnungen anzubieten. Das Angebot kann dabei auch
verschiedene Materialien, Designs und Farbgestaltungen umfassen.
[0040] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der beiliegenden
Figuren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die angeführten
Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht
explizit anders dargestellt, auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten
Sachverhalte zu extrahieren und mit anderen Bestandteilen und Erkenntnissen aus der
vorliegenden Beschreibung zu kombinieren. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass
die Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch
sind. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Wärmepumpe mit einer hier vorgestellten Umhausungsanordnung, und
- Fig. 2:
- eine an einer Außenwand eines Gebäudes angeordnete Wärmepumpe.
[0041] Fig. 1 zeigt beispielhaft und schematisch eine hier vorgestellte Umhausungsanordnung
2 für eine Wärmepumpe 1, hier einen Außenteil einer Split-Wärmepumpe. Gemäß einer
alternativen Ausgestaltung kann die Wärmepumpe 1 auch eine Monoblock-Wärmepumpe sein.
[0042] Die Umhausungsanordnung 2 umfasst ein erstes Mantelteil 4 und ein zweites Mantelteil
5, die im zusammengesetzten Zustand die Wärmepumpe 1 vollumfänglich umschließen, so
dass nur noch die Oberseite der Wärmepumpe 1 zugänglich ist. Die Oberseite der Wärmepumpe
1 kann mit einem Deckelteil 6 überdeckt werden, das mit dem ersten und/ oder dem zweiten
Mantelteil 4, 5 verbunden sein kann. Insbesondere kann die Verbindung von Deckelteil
6 mit den Mantelteilen 4,5 oder von den Mantelteilen 4,5 untereinander derart erfolgen,
dass Vibrationsdämpfer zwischen Mantelteil 4,5 und Deckelteil angeordnet sein können.
[0043] Die Umhausungsanordnung 2 kann insbesondere an einer Bodenbefestigung 3 der Wärmepumpe
1 verankert bzw. befestigt sein. In der Regel umfasst eine Bodenbefestigung 3 ein
festes Bodenteil, beispielsweise bestehend aus Beton, auf dem die Wärmepumpe 1 befestigt
wird. Hierzu kann ein Vibrationsdämpfer zwischen Bodenteil und Wärmepumpe angeordnet
werden, um ein Entkoppeln von Wärmepumpe und Boden zu bewirken, so dass eine Übertragung
von betriebsbedingten Vibrationen der Wärmepumpe 1 in den Boden verhindert werden
kann. In vorteilhafter Weise kann die Umhausungsanordnung 2 im oder am Bodenteil verankert
werden, so dass durch den Vibrationsdämpfer zwischen Bodenteil und Wärmepumpe 1 auch
die Umhausungsanordnung 2 von den betriebsbedingten Vibrationen der Wärmepumpe 1 entkoppelt
ist.
[0044] Fig. 2 zeigt, gleichfalls beispielhaft und schematisch, eine an einer Außenwand 8
eines Gebäudes angeordnete Wärmepumpe 1. Diese Ausgestaltung der Umhausungsanordnung
2 kann ein Mantelteil 4 umfassen, das über Abstandsteile 9 an der Außenwand 8 befestigt
sein kann. Die Verbindung zwischen einem Abstandsteil 9 und dem Mantelteil 4 kann
mit einer vertikalen Drehachse drehbar ausgestaltet sein, so dass das Mantelteil 4
als Tür der Umhausungsanordnung 2 dienen kann und die Wärmepumpe 1 so auf einfache
Weise zugänglich ist.
[0045] Die Umhausungsanordnung 2 kann zudem Lüftungsöffnungen 7 aufweisen, die einen Luftaustausch
mit der Umgebung und damit auch einen Wärmeaustausch ermöglichen. In vorteilhafter
Weise können die Lüftungsöffnungen in einem zum Boden beabstandeten Bereich angeordnet
sein, um ein Eindringen von Laub oder Schnee zu verhindern.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Wärmepumpe
- 2
- Umhausungsanordnung
- 3
- Bodenbefestigung
- 4
- erstes Mantelteil
- 5
- zweites Mantelteil
- 6
- Deckelteil
- 7
- Lüftungsöffnung
- 8
- Außenwand
- 9
- Abstandsteil
1. Umhausungsanordnung (2) für eine bodenverankerte Wärmepumpe (1), umfassend mindestens
ein schalenförmiges Mantelteil (4,5) und mindestens ein Deckelteil (6), eingerichtet
zur schwingungsentkoppelten Anordnung an einem Gehäuse der Wärmepumpe (1).
2. Umhausungsanordnung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein hohlzylinderförmiges
Mantelteil (4,5) dazu eingerichtet ist, die Wärmepumpe (1) vollumfänglich zu umhausen.
3. Umhausungsanordnung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das mindestens
eine Deckelteil (6) zur Befestigung an mindestens einem Mantelteil (4,5) eingerichtet
ist.
4. Umhausungsanordnung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Umhausungsanordnung
(2) das Gehäuse der Wärmepumpe (1) weitestgehend vollständig umschließt.
5. Umhausungsanordnung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Umhausungsanordnung
(2) Lüftungsöffnungen (7) aufweist.
6. Umhausungsanordnung (2) nach Anspruch 5, wobei die Lüftungsöffnungen einen Bodenabstand
von mindestens 30 cm aufweisen.
7. Umhausungsanordnung (2) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Umhausungsanordnung
(2) ein Gewicht von 30 bis 80 Kilogramm aufweist.
8. Wärmepumpe (1), aufweisend eine Umhausungsanordnung (2) nach einem der vorangehenden
Ansprüche.
9. Wärmepumpe (1) nach Anspruch 8, wobei die Umhausungsanordnung (2) dazu eingerichtet
ist, in einer Bodenbefestigung (3) der Wärmepumpe (1) verankert zu werden.