(19)
(11) EP 4 191 803 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.06.2023  Patentblatt  2023/23

(21) Anmeldenummer: 22207807.3

(22) Anmeldetag:  16.11.2022
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/633(2006.01)
H01R 24/64(2011.01)
H01R 13/627(2006.01)
H01R 107/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
H01R 13/6275; H01R 24/64; H01R 2107/00; H01R 13/6335
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 03.12.2021 AT 509712021

(71) Anmelder: Neutrik AG
9494 Schaan (LI)

(72) Erfinder:
  • FRITSCH, Stefan
    A-6834 Übersaxen (AT)

(74) Vertreter: Kaminski Harmann 
Patentanwälte AG Landstrasse 124
9490 Vaduz
9490 Vaduz (LI)

   


(54) ENTRIEGELUNGSELEMENT UND DAMIT VERSEHENER ELEKTRISCHER STECKVERBINDER


(57) Die Erfindung betrifft ein Entriegelungselement (17) für elektrische Steckverbindungen, zur Einwirkung auf einen elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm (16) einer Verriegelungsanordnung (16, 17). Das Entriegelungselement (17) weist zumindest eine für die Berührung durch einen Benutzer ausgelegte Betätigungslasche (21) auf, die mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus hergestellt ist. Das Zentrum (Z) der Betätigungslasche (21) und eine Längsmittelachse (L) des Verbindungsabschnittes (18) des Entriegelungselementes (17) sind radial in Bezug auf diese Längsmittelachse (L) gegeneinander versetzt.
Ein elektrischer Steckverbinder, insbesondere eine Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung mit einem komplementären Steckverbinder, insbesondere einem Kabelstecker, ist mit einer Verriegelungsanordnung (16, 17) für den komplementären Steckverbinder versehen, deren Entriegelungselement (17) zumindest eine für die Berührung durch einen Benutzer ausgelegte Betätigungslasche (21) aufweist, die mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus hergestellt ist und/oder deren Zentrum (Z) der Betätigungslasche (21) und eine Längsmittelachse (L) des Verbindungsabschnittes (18) des Entriegelungselementes (17) radial in Bezug auf diese Längsmittelachse (L) gegeneinander versetzt sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Entriegelungselement für elektrische Steckverbindungen, gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie einen elektrischen Steckverbinder, insbesondere eine Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung mit einem komplementären Steckverbinder, gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 7.

[0002] Elektrischer Steckverbinder, insbesondere Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung mit einem komplementären Steckverbinder, sind oftmals mit Verriegelungsanordnungen versehen, mit welchen der komplementäre Steckverbinder gegen ungewolltes Lösen der Steckverbindung gesichert werden kann. Derartige Steckverbinder sind seit langer Zeit bekannt und beispielsweise in der EP 2783427 B1 beschrieben. Sie weisen ein Gehäuse auf, in welchem zumindest eine erste Einstecköffnung ausgebildet ist, in welche ein komplementärer Steckverbinder in Richtung einer Einsteckachse eingesteckt werden kann. Im Gehäuse, vorzugsweise in zumindest einem im Gehäuse gehaltenen oder davon ausgebildeten Kontaktträger, ist zumindest ein elektrisches Kontaktelement fixiert, vorzugsweise im Kontaktträger gehalten. Oftmals ist auch die Verriegelungsanordnung für den komplementären Steckverbinder im Kontaktträger aufgenommen.

[0003] Typischerweise umfassen derartige Verriegelungsanordnungen in Einbausteckerbuchsen zumindest einen elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm mit je zumindest einer ersten Verriegelungsstruktur, insbesondere einem Verriegelungsvorsprung, welche in einem vollständig eingesteckten Zustand des komplementären Steckverbinders in eine zweite, komplementäre Verriegelungsstruktur dieses komplementären Steckverbinders einkoppelt. Dazu kann am Stecker beispielsweise eine Öffnung, Hinterschneidung od. ähnlich Rast vorgesehen sein. Zum Lösen der Verriegelung, um damit das Abziehen des Steckers aus der Einbausteckerbuchse zu ermöglichen, betätigt der Benutzer zumindest ein Entriegelungselement und verschiebt dieses ausgehend von einer Passivstellung vorzugsweise parallel zu der Einsteckachse manuell in eine Aktivstellung. In dieser Aktivstellung greift zumindest ein Betätigungsabschnitt am Entriegelungselement, vorzugsweise einen Betätigungsvorsprung, und hält dessen Verriegelungsstruktur ausser Eingriff mit der komplementären Verriegelungsstruktur am komplementären Stecker.

[0004] Das Entriegelungselement für diese Verriegelungsanordnungen für elektrische Steckverbindungen, das zur Einwirkung auf einen elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm der Verriegelungsanordnung bestimmt ist, ist vorzugsweise starr ausgeführt. Das heisst, dass bei bestimmungsgemässer Verwendung keine Formänderung wie beispielsweise Biegung, Stauchung od.dgl. des Entriegelungselementes stattfindet.

[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit welcher eine engere Einbaudichte der elektrischen Steckverbinder zu erzielen ist, und mit welcher sowohl die elektrischen und elektronischen Einrichtungen der Einbausteckerbuchse und nachgeschalteter Bauteile bzw. Baugruppen als auch der Benutzer, der den Stecker und das Entriegelungselement berühren muss, gegen Schaden geschützt sind.

[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß den Ansprüchen gelöst.

[0007] Das erfindungsgemäße Entriegelungselement ist dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest eine für die Berührung durch einen Benutzer ausgelegte Betätigungslasche aufweist, die mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus hergestellt ist.

[0008] Dadurch kann eine schnelle Entladung durch einen elektrostatisch aufgeladenen Menschen oder Gegenstand, welcher das Entriegelungselement betätigt bzw. nur berührt, vermieden werden. Schäden durch elektrostatische Entladungen, insbesondere in mikroelektronischen Bauteilen und/oder integrierten Schaltkreisen, können so verhindert werden.

[0009] Eine vorteilhafte Ausführungsform ist weiters dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselemente zur Gänze mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder zur Gänze daraus hergestellt ist. Dadurch ist kann die höchstmögliche Sicherheit gegenüber elektrostatischen Entladungen erzielt werden.

[0010] Bevorzugt ist eine asymmetrische Ausführungsform des Entriegelungselementes, bei welchem sich ausgehend von der Betätigungslasche ein Verbindungsabschnitt in Richtung Betätigungsabschnitt im Wesentlichen parallel zum Betätigungsweg erstreckt, wobei das Zentrum der Betätigungslasche und eine Längsmittelachse des Verbindungsabschnittes radial zur Längsmittelachse gegeneinander versetzt sind. Typischerweise sind die Verriegelungsanordnungen in der Längsmittelebene der Einbausteckerbuchsen oben zentral angeordnet. Durch den seitlichen Versatz von Längsmittelachse des Entriegelungselementes und Zentrum der Betätigungslasche gelangt die Betätigungslasche ausser der Längsmitte und in vertikaler Richtung gesehen in etwas geringere Höhe, so dass die Einbausteckerbuchse in ihrer Gesamtheit eine geringere vertikale Bauhöhe aufweist und mehrere Einbausteckerbuchsen dichter gepackt übereinander verbaut werden können. Dennoch bleibt auch bei dieser in Bezug auf die Längsmittelachse des Entriegelungselementes asymmetrischen Form der Betätigungslasche die gute Bedienbarkeit des Entriegelungselementes erhalten.

[0011] Eine vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Entriegelungselementes ist dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsabschnitt am äussersten hinteren Ende des Entriegelungselementes angeordnet ist und von keinem Abschnitt des Entriegelungselementes nach hinten hin überragt wird und damit eine hintere Stirnendseite des Entriegelungselementes bildet. Damit wird bei optimalem Schutz von Benutzer und Gerät gegenüber elektrostatischen Entladungen gleichzeitig eine sehr kurze Bauweise ermöglicht.

[0012] Um eine optimale Kraftübertragung bei Betätigung des Entriegelungselementes zu gewährleisten, ist die Betätigungslasche vorzugsweise senkrecht zum Verbindungsabschnitt und/oder zum Betätigungsweg ausgerichtet.

[0013] Hingegen sind auch Ausführungsformen möglich, bei welchen das Entriegelungselement in Form eines Schiebers entlang der Oberfläche eines Gehäuses bewegbar ist, wobei dann die Betätigungslasche parallel zum Verbindungsabschnitt und/oder zum Betätigungsweg ausgerichtet ist.

[0014] Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe ist bei einem elektrischen Steckverbinder, insbesondere einer Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung mit einem komplementären Steckverbinder, insbesondere einem Kabelstecker, das Entriegelungselement der vorgesehenen Verriegelungsanordnung gemäss einem der vorhergehenden Absätze ausgeführt.

[0015] Bevorzugt ist dabei das Zentrum der Betätigungslasche gegenüber der in Einbauposition vertikalen Mittelachse um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen 45°, versetzt angeordnet. Dies ergibt eine asymmetrische Anordnung der Betätigungslasche, durch welche bei gleicher Grösse der Fläche die Gesamtbauhöhe der Einbausteckerbuchse verringert und somit eine platzsparende Anordnung mehrere Buchsen möglich ist. Ebenfalls erleichtert es die Entriegelung bei übereinanderliegenden Steckerbuchsen.

[0016] Auch hier kann natürlich eine oben bereits erläuterte asymmetrische Ausführungsform des Entriegelungselementes vorgesehen sein, bei welcher das Zentrum der Betätigungslasche und eine Längsmittelachse des Verbindungsabschnittes des Entriegelungselementes radial zur Längsmittelachse gegeneinander versetzt sind.

[0017] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dann weiter dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsmittelachse des Verbindungsabschnittes im Wesentlichen fluchtend mit dem Zentrum der Betätigungslasche und gegenüber der in Einbauposition vertikalen Mittelachse um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen 45°, versetzt angeordnet ist.

[0018] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass eine Längsmittelachse des Verbindungsabschnittes im Wesentlichen im Bereich der vertikalen Mittelachse angeordnet ist. Damit kann die neue Konstruktion auch bei bereits bestehenden Einbausteckerbuchsen im Tausch gegen die bisherigen Anordnungen zum Einsatz kommen und die oben erläuterten Vorteile mit sich bringen.

[0019] Um die Sicherheit betreffend die Vermeidung elektrostatischer Entladungen möglichst zu optimieren, kann eine weitere erfindungsgemässe Ausführungsform dadurch gekennzeichnet sein, dass die Entriegelungsfläche des Verriegelungsarms zumindest zum Teil mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist oder der gesamte Verriegelungsarm mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist.

[0020] Bevorzugt ist für eine kompakte Bauweise der Einbausteckerbuchse die Verriegelungsanordnung für den komplementären Steckverbinder in einer Ausnehmung im Gehäuse und/oder im Kontaktträger aufgenommen.

[0021] Dabei ist es besonders von Vorteil, wenn das Entriegelungselement in einer Ausnehmung des Kontaktträgers parallel zur Einsteckachse verschiebbar gelagert ist.

[0022] Eine weitere Ausführungsform eines Steckverbinders gemäss der Erfindung sieht vor, dass an der der ersten Einstecköffnung gegenüberliegenden Seite eine zweite, entgegengesetzt orientierte Einstecköffnung für einen weiteren Steckverbinder angeordnet und vorzugsweise ebenfalls mit einer Verriegelungsanordnung, insbesondere einer Verriegelungsanordnung wie bislang oben beschrieben ausgestattet ist. Damit können auch bei den entsprechenden Kupplungen für Kabelverlängerungen die oben erläuterten Vorteile erzielt werden.

[0023] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

[0024] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1
eine perspektivische Ansicht einer Buchse mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement;
Fig. 2
einen Explosionsdarstellung der Einbausteckerbuchse der Fig. 1;
Fig. 3
einen Längsschnitt entlang der vertikalen Mittelebene der Buchse der Fig. 1;
Fig. 4
eine bevorzugte Ausführungsform des Kontaktträgers sowie des Entriegelungselements der Verriegelungseinrichtung der Steckerbuchse der Fig. 1 in perspektivischer Ansicht;
Fig. 5
den Kontaktträger sowie das Entriegelungselement der Verriegelungseinrichtung der Steckerbuchse der Fig. 1 in einer Ansicht in radialer Richtung von oben auf das Entriegelungselement;
Fig. 6
das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis. 5 in perspektivischer Ansicht von vorne;
Fig. 7
das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis. 5 in perspektivischer Ansicht von hinten;
Fig. 8
das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis. 5 in Seitenansicht;
Fig. 9
das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis 5 in Ansicht von hinten;
Fig. 10
eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Einbausteckerbuchse mit einem Leuchtring und dem erfindungsgemässen Entriegelungselement;
Fig. 11
die Buchse der Fig. 11 in einer Ansicht von vorne;
Fig. 12
eine Seitenansicht der Buchse der Fig. 11;
Fig. 13
einen Längsschnitt entlang der vertikalen Mittelebene der Buchse der Fig. 1;
Fig. 14
ein Entriegelungselement und ein Verriegelungsarm gemäss einer anderen erfindungsgemässen Ausführungsform in einer Ansicht von vorne;
Fig. 15
die Anordnung Entriegelungselement und Verriegelungsarm der Fig. 15 in einer Seitenansicht;
Fig. 16
die Anordnung Entriegelungselement und Verriegelungsarm der Fig. 15 in einer Ansicht von hinten;
Fig. 17
das Entriegelungselement der Fig. 15 in einer Ansicht von oben;
Fig. 18
eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Einbausteckerbuchse in einer Ansicht von vorne;
Fig. 19
eine Ansicht der Buchse der Fig. 19 von der Seite;
Fig. 20
einen Längsschnitt entlang der vertikalen Mittelebene der Buchse der Fig. 19;
Fig. 21
eine perspektivische Ansicht der Buchse der Fig. 19;
Fig. 22
eine Seitenansicht eines Kopplers als weiteres Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemässen Steckverbinder mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement;
Fig. 23
eine Ansicht von oben auf den Koppler der Fig. 22;
Fig. 24
eine Ansicht auf den Koppler der Fig. 22 aus einer der beiden Einsteckrichtungen;
Fig. 25
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
Fig. 26
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
Fig. 27
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
Fig. 28
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
Fig. 29
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
Fig. 30
eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen.


[0025] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

[0026] In den Zeichnungsfiguren sind für sich eigenständige Ausführungsbeispiele gezeigt, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen verwendet werden. Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.

[0027] In der Fig. 1 ist beispielhaft eine erste Ausführungsform eines Einbausteckverbinders, auch Chassisbuchse genannt, dargestellt, die zusammen mit einem komplementären Steckverbinder, insbesondere einem Kabelstecker, eine elektrische Steckverbindung bilden kann. Der in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemässe Einbausteckverbinder ist zur Kopplung mit einem Datenstecker, insbesondere einem RJ45-Datenstecker, ausgelegt und in perspektivischer Ansicht dargestellt. Selbstverständlich ist der erfindungsgemässe Aufbau auch auf andere Arten von Einbausteckverbindern oder Kupplern übertragbar. So kann die erfindungsgemässe Lösung auch für Steckverbinder nach dem XLR-Standard eingesetzt werden, für Klinkenstecker, für faseroptische Stecker, für Kombinationen derartiger Systeme od.dgl.

[0028] Der elektrische Einbausteckverbinder der Fig. 1, in einer Explosionsdarstellung in Fig. 2 im Detail mit allen wesentlichen Bauteilen bzw. Baugruppen dargestellt, umfasst ein Gehäuse 1 mit einer Einstecköffnung 2 für den komplementären Steckverbinder (nicht dargestellt). Das Gehäuse 1 kann - wie in den Zeichnungsfiguren dargestellt, zwei konzentrisch angeordnete Gehäuseteile umfassen oder auf andere Weise einen Ringspalt als eine zusätzliche ringförmige Einstecköffnung für einen buchsenförmigen Steckerfortsatz eines komplementären Kabelsteckverbinders ausbilden. Der Ringspalt wird im Gehäuseinneren durch einen ringförmigen Boden 8 verbunden.

[0029] Am einsteckseitigen Ende, an der Vorderseite des Gehäuses 1, ist ein auskragender Verbindungsflansch 3 vorgesehen, der vorzugsweise rechtwinkelig vom Gehäuse 1 und vorzugsweise über dessen gesamten Umfang absteht. Der Verbindungsflansch 3 weist auch Durchgangsöffnungen oder teilweise offene Ausnehmungen 4 auf, durch welche Befestigungsmittel, typischerweise Befestigungsschrauben, Niete od. dgl., für den Einbausteckverbinder hindurchgeführt werden können, um diesen in einer Gerätewandung G, einer Schalttafel oder in ähnlichen Elementen zu fixieren. Die Mittelachse der Einstecköffnung 2 stellt vorzugsweise auch die Mittel- und Längsachse des Gehäuses bzw. des gesamten Steckverbinders dar. Selbstverständlich sind auch andere Umrissformen des Verbindungsflansches 3 möglich, beispielsweise ein kreisrunder Umriss, ein Polygonzug, od. dgl. Auch können in allen Ecken des Verbindungsflansches 3 Durchgangsöffnungen 4 vorhanden sein.

[0030] Der Vorderseite des Verbindungsflansches 3 des Gehäuses 1 liegt im zusammengebauten Zustand des Einbausteckverbinders eine einsteckseitige Flanschplatte 5 gegenüber. Diese weist eine Einstecköffnung 6 für den komplementären Steckverbinder in koaxialer Anordnung zur Einstecköffnung 2 des Gehäuses 1 auf. Weiters sind in der Flanschplatte 5 Montagebohrungen 7 ausgearbeitet, koaxial zu den Ausnehmungen 4 im Verbindungsflansch 3 positioniert und zur Durchführung der Befestigungsmittel für den Einbausteckverbinder zur Verbindung mit einer Gerätewand, einer Schalttafel od. dgl. ausgelegt.

[0031] Unmittelbar zwischen der Flanschplatte 5 und dem Verbindungsflansch 3 des Gehäuses 1 eingesetzt und zwischen diesen Bauteilen geklemmt gehalten kann allenfalls eine vorzugsweise plattenförmige Dichtung (nicht dargestellt) vorgesehen sein.

[0032] Das Gehäuse 1 bildet vorzugsweise einstückig einen inneren, konzentrisch zur Mittelachse M angeordneten Kontaktträger 8 aus und ist dann aus elektrisch isolierendem Material angefertigt. Allenfalls kann der Kontaktträger 8 auch durch einen separaten und im Gehäuse 1 durch beliebige Halteanordnungen fixierten Einschubteil aus elektrisch isolierendem Material, vorzugsweise Kunststoff, gebildet sein und kann vorzugsweise auch Erdungskontakte 9 aufweisen. In diesem Fall sind auch Gehäuse 1 aus Metall oder anderen elektrisch leitenden Materialien möglich. Bei der dargestellten Ausführungsform ist eine hintere Abdeckung 10 vorhanden, um eine weitere Einstecköffnung 11 zu definieren. Das Gehäuse 1 kann aber auch hinten komplett geschlossen sein.

[0033] Der Kontaktträger 8 nimmt aber auch die elektrischen Kontaktelemente 12 auf, die zur Herstellung der elektrisch leitenden Verbindung mit dem eingesteckten komplementären Steckverbinder dienen. Diese Kontaktelemente 12 sind beispielsweise Teil eines Kontaktsatzes 13, der noch zumindest einen Isolierkörper 14 aus elektrisch isolierendem Material in seinem zentralen Abschnitt aufweist, der die Kontaktelemente 12 und deren entgegengesetzte Enden fixiert. In der dargestellten Ausführungsform der Chassisbuchse sind die Kontaktelemente 12 durch einen Gehäusedeckel 15 am hinteren Ende des Gehäuses 1 hindurch wieder nach aussen geführt. Die Kontaktelemente 12 könnten aber auch durch den Gehäusedeckel 15 hindurch zu einer Platine geführt werden, an oder in welcher sie verlötet sind.

[0034] Im oder am Gehäuse 1 ist weiters eine Verriegelungsanordnung 16, 17 positioniert, deren zumindest ein Verriegelungsarm 16 mittels eines Entriegelungselementes 17 auch wieder entriegelt werden kann. Dieses Entriegelungselement 17, üblicherweise ein Stanz-Biege-Teil, mit vorzugsweise einem flachen oder leicht gewölbten Mittelstück als Verbindungsabschnitt 18 zwischen dem Ende mit einem Betätigungsabschnitt 19, ragt über das einsteckseitige Ende des Gehäuses 1 nach vorne hinaus, damit es vom Benutzer gut erreicht und betätigt werden kann. An der Stelle, an welcher das Entriegelungselement 17 angeordnet ist, erstreckt sich vorzugsweise von der Einstecköffnung 2 des Gehäuses 1 und auch von der Einstecköffnung 6 der Flanschplatte 5 eine radial nach aussen hin orientierte Ausnehmung 20, durch welche das Entriegelungselement 17 auf die Vorderseite der Flanschplatte 5 hindurchragen kann.

[0035] Am vorderen Ende des Entriegelungselementes 17, dem Betätigungsabschnitt entgegengesetzt, ist vorzugsweise eine manuell leicht handhabbaren Betätigungslasche 21 vorhanden, die im gezeigten Ausführungsbeispiel rechtwinklig zur Mittelachse M des Gehäuses 1 und auch der Längsmittelachse L des Entriegelungselementes 17 steht und um eine quer zur Mittelachse M des Gehäuses 1 und auch der Längsmittelachse L des Entriegelungselementes 17 orientierte Achse gebogen ist (siehe dazu die Fig. 4 bis 9). Zumindest diese Betätigungslasche 21 des Entriegelungselementes 17, die beim bestimmungsgemässen Gebrauch durch den Benutzer berührt wird und dazu in Grösse und Form ausgelegt ist, ist mit elektrisch isolierendem Kunststoff oder einem gleichartig wirkenden Material überzogen oder ist aus diesem isolierenden Material hergestellt. Allenfalls kann das Entriegelungselement 17 auch zu einem grösseren Teil, beispielsweise Betätigungslasche 21 und Mittelteil bzw. Verbindungsabschnitt 18, oder vorzugsweise auch zur Gänze mit dem elektrisch isolierenden Kunststoff überzogen oder daraus hergestellt sein. Die Anfertigung oder Abdeckung zumindest der Betätigungslasche 21 durch das elektrische Isoliermaterial verhindert eine schnelle Entladung durch einen elektrostatisch aufgeladenen Menschen oder Gegenstand, welcher das Entriegelungselement 17 betätigt bzw. berührt, und verhindert dadurch Schäden in mikroelektronischen Bauteilen oder integrierten Schaltkreisen des Steckverbinders bzw. nachgeordneter Systeme.

[0036] Bevorzugt ist eine Ausführungsform eines Entriegelungselementes 17, bei welchem das Zentrum Z der Betätigungslasche 21 und eine Längsmittelachse L des Verbindungsabschnittes 18 radial in Bezug auf diese Längsmittelachse L gegeneinander versetzt sind. In den vorliegenden Zeichnungsfiguren ist eine - von vorne gesehen - nach rechts abgewinkelte Betätigungslasche 21 abgebildet. Gleichwohl kann natürlich auch eine Abwinkelung zur anderen Seite bezüglich der vertikalen Längsmittelebenen vorgesehen sein. Das Zentrum Z kann beispielsweise als Flächenschwerpunkt bestimmt werden. Diese asymmetrische Form des vorderen Endes des Entriegelungselementes 17, wobei verschiedene Umrissformen - abgerundet, kreisförmig, ellipsenförmig, nierenförmig, mit Polygonzug-Rand, usw. - und Grössen möglich sind, trägt dazu bei, bei der allgemein üblichen Positionierung im obersten Bereich des Gehäuses 1, vorzugsweise genau in der Längsmittelebene des Gehäuses 1 bzw. des Kontaktträgers 8, die Gesamtbauhöhe des Steckverbinders zu verringern und damit eine platzsparende Bauweise zu erzielen. Einbausteckerbuchsen in dieser Ausführung können sehr eng neben- oder übereinander verbaut werden, bei dennoch sehr erleichterter Entriegelung, insbesondere bei übereinanderliegenden Steckerbuchsen.

[0037] Vorzugsweise am oder im Kontaktträger 8 ist, vorzugsweise in einer länglichen Ausnehmung 22 an der Oberseite fixiert, der elastische Verriegelungsarm 16 gelagert, der auf seiner von der zentralen Längsachse M des Gehäuses 1 abgewandten Seite zumindest eine Verriegelungsstruktur, hier in Form von zwei am äusseren Rand des vorwiegend flachen Verriegelungsarmes 16 hochgebogenen, in der Seitenansicht nasenförmigen Verriegelungsvorsprüngen 23 aufweist. Mit diesen Verriegelungsvorsprüngen 23 greift der vorzugsweise ebenfalls in der Längsmittelebene des Kontaktträgers 8 positionierte Verriegelungsarm 16 im eingesteckten Zustand eines in die Einstecköffnung 2 eingesteckten komplementären Steckverbinders in korrespondierende komplementäre Verriegelungsstrukturen dieses Steckverbinders ein.

[0038] Um den Verriegelungsarm 16 außer Eingriff mit der Verriegelungsstruktur des eingesteckten Steckverbinders zu bringen und diese für ein Herausziehen aus der Einstecköffnung 2 freizugeben, ist das Entriegelungselement 17 ausgehend von einer beispielsweise in den Zeichnungsfiguren 1 oder 3 dargestellten Passivstellung, in welcher es maximal über das Gehäuse 1 nach vorne hin hinausragt, parallel zur Längsmittelachse M des Gehäuses 1 und des Kontaktträgers 8 nach hinten hin in eine Aktivstellung verschiebbar. Das Entriegelungselement 17 ist dazu am Kontaktträger 8 oder dem Gehäuse 1 verschiebbar gelagert, vorzugsweise oberhalb des Verriegelungsarmes 16 und vorzugsweise ebenfalls in der Ausnehmung 22 des Kontaktträgers 8, um damit die optimale Führung von Verriegelungsarm 16 und Entriegelungselement 17 relativ zueinander sicherzustellen.

[0039] Bei der Verschiebung des Entriegelungselementes 17 von der Passivstellung in die Aktivstellung wirkt ein Betätigungsabschnitt 24 am Entriegelungselement 17 auf vorzugsweise eine Schrägfläche 25 als Entriegelungsfläche des Verriegelungsarms 16 ein und biegt diesen in Richtung zur zentralen Mittelachse M des Gehäuses 1 und des Kontaktträgers 8 hin, wodurch die Verriegelungsvorsprünge 23 außer Eingriff mit der Verriegelungsstruktur des eingesteckten Steckverbinders gelangt und diesen dadurch zum Herausziehen aus der Einstecköffnung 2 freigibt. Die Schrägfläche 25 liegt vorzugsweise bei jeder Form des Verriegelungsarmes 16 an dessen der Einstecköffnung 2 entgegengesetztem Ende. Wird das Entriegelungselement 17 vom Benutzer wieder freigegeben, so bewegt sich der federelastische oder federbeaufschlagte Verriegelungsarm 16 wieder zurück in seine Ausgangsstellung, wobei er auch das Entriegelungselement 17 wieder zurück in ihre Passivstellung verschiebt.

[0040] Der im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 über einen grossen Teil seiner Länge im Wesentlichen gerade verlaufende Verriegelungsarm 16 kann vorzugsweise aus Metall bestehen. Bevorzugt ist der Verriegelungsarm 16 auch zum Teil mit einem elektrisch isolierenden Material überzogen, besteht zum Teil oder auch zur Gänze aus derartigem Material. Vorzugsweise wird hier isolierender Kunststoff gewählt, der auch die erforderliche Elastizität für den Verriegelungsarm 16 sicherstellt. Wenn eine teilweise Beschichtung oder Herstellung vorgesehen ist, werden vorzugsweise die mit dem Entriegelungselement 17 in Kontakt kommenden oder stehenden Abschnitte entsprechend gestaltet, insbesondere die Schrägfläche 25 und allenfalls auch noch die daran angrenzenden Abschnitte.

[0041] Der Verriegelungsarm 16 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 bis 5 ausgehend von seiner Befestigungsstelle im vorderen Bereich des Kontaktträgers 8, näher der Einstecköffnung 2, in Richtung zum hinteren Ende des Gehäuses 1. Möglich wäre auch eine umgekehrte Einbaurichtung, bei der sich das auslenkbare Ende des Verriegelungsarmes 16 in Richtung zur Einstecköffnung 2 hin erstreckt. Auch sind andere Formen für den Verriegelungsarm 16 möglich, beispielsweise die in den Fig. 14 bis 17 gezeigte U-förmig gebogene Form, bei der ein gerader Schenkel 26 des U-förmigen Verriegelungsarmes 16 auf dem Kontaktträger 8 aufliegt und sich dort abstützt. Der sich an den vorne liegenden gebogenen Abschnitt 27 des Verriegelungsarmes 16 anschliessende gebogene Schenkel 28 mit den Verriegelungsvorsprüngen 23 und der Schrägfläche 25 ist um 180 Grad nach hinten gebogen.

[0042] Um eine besonders kurze Bauweise des elektrisch isolierend ausgeführten Entriegelungselementes 17 und damit der gesamten Steckerbuchse zu erreichen, ist der Betätigungsabschnitt 19 am äussersten hinteren Ende des Entriegelungselementes 17 angeordnet. Wie in den Fig. 6 bis 8 gut zu erkennen ist, wird der Betätigungsabschnitt 19 von keinem anderen Abschnitt des Entriegelungselementes 17 nach hinten hin, d.h. in Richtung seiner Längsmittelachse L, in Richtung der Längsmittelachse M des Gehäuses 1 als auch in Richtung der Verschiebung von der Passivstellung in die Aktivstellung, überragt. Der hintere Rand des Betätigungsabschnittes 19 bildet dabei, vorzugsweise zusammen mit seinem Basisabschnitt am Entriegelungselement 17 die hintere Stirnendseite bzw. Stirnfläche des Entriegelungselementes 17.

[0043] Wie in den Fig. 6 bis 9 zu erkennen ist, weist das Entriegelungselement 17 vorzugsweise zwei seitlich vom im Wesentlichen flachen oder geringfügig gebogenen Mittelteil 18 wegstehende Laschen 29 auf. Es könnte auch nur auf einer Seite eine derartige Querschnittsvergrösserung oder eine andere Art der Querschnittsvergrösserung vorgesehen sein. Diese vorzugsweise im vorderen Abschnitt, näher der Einstecköffnung 2, gelegenen Laschen 29 oder anders gearteten Querschnittsvergrösserungen wirken mit zumindest einem korrespondierenden Anschlag 30 oder einer anders gearteten Querschnittsverringerung am Gehäuse 1 im Verschiebeweg des Entriegelungselementes 17 von seiner Passivstellung P in die Aktivstellung A zusammen, die allenfalls einstückig mit dem Gehäuse 1 ausgearbeitet oder als separates Element damit mechanisch verbunden sein kann. Durch dieses System von Laschen 29 und Anschlägen 30 ist der Arbeitsweg des Entriegelungselementes 17 von der Passivstellung P bis hin in die Aktivstellung A begrenzt, da die weitere Bewegung im gleichen Bewegungssinn durch das Anliegen der Lasche 29 am Anschlag 30 unterbunden ist. Dadurch wird somit auch verhindert, dass der Betätigungsabschnitt 19 von seiner Position bei Passivstellung P des Entriegelungselementes 17 noch weiter in Richtung auf die Aktivstellung A hin verschoben werden kann und dann das hintere Ende des Verriegelungsarmes 16, insbesondere die hintere Begrenzung der Schrägfläche 25, überfährt. So kann sicher verhindert werden, dass aus der Aktivstellung des Entriegelungselementes 17 der Betätigungsabschnitt 19 noch weiter hinter das Ende des Verriegelungsarmes 16 gelangt und so unlösbar verhakt in dieser Stellung fixiert bleibt.

[0044] Der Weg zwischen Passivstellung und Aktivstellung könnte auch dadurch begrenzt sein, dass die Betätigungslasche 21 mit ihrer Hinterseite an der vorderen Stirnwand des Gehäuses 1 zum Anliegen kommt.

[0045] Entsprechend der in den Zeichnungsfiguren 2 bis 9 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist der Betätigungsabschnitt 19, der ebenso wie die Betätigungslasche 21 mit einem elektrisch isolierenden Material, vorzugsweise einem Kunststoff, überzogen oder daraus gefertigt sein kann, durch zumindest eine Zunge gebildet ist, die um eine parallel zur Längsmittelachse L des Entriegelungselementes 17 bzw. der Längsmittelachse M des Gehäuses 1 orientierte Biegeachse umgebogen ist. Vorzugsweise liegt diese Biegeachse in der Ebene des Entriegelungselementes 17, koaxial zur Längsachse L durch den flachen bzw. leicht gewölbten Verbindungsabschnitt 18 des Entriegelungselementes 17. Bevorzugt weist der Betätigungsabschnitt 19 an seiner Hinterseite eine Abschrägung auf. Das hintere Ende des Entriegelungselementes 17 ist durch seine offene Form auch einfach in der Herstellung, da maschineller oder manueller Aufwand für Trennen von im Schüttgutbehälter der Fertigungsanlage miteinander verhakte Teile vermieden werden kann. Weiters wirken sich Abweichungen des Biegewinkels beim Biegen des Betätigungsabschnittes 19 um die Längsachse des Entriegelungselementes 17, d.h. parallel zur Richtung der Relativverschiebung von Entriegelungselement 17 und Verriegelungsarm 16, nur geringfügig auf die radiale Abmessung des Betätigungsabschnittes 19 aus. Gleiches gilt bei Herstellung des gesamten Entriegelungselementes 17 aus vorzugsweise elektrisch isolierendem Kunststoff beim Giessen oder Spritzen. Damit ist auch bei grösserer Streuung der Biegewinkel in der Fertigung dennoch eine immer für die Entriegelung der Steckverbindung ausreichende Auslenkung des Verriegelungsarmes 16 gewährleistet, was zu reproduzierbarer Funktionssicherheit und Bedienungsqualität führt.

[0046] Die Schrägfläche 25 am Verriegelungsarm 16 ist vorzugsweise in dessen hinterem Abschnitt angeordnet, um auch diesen Bauteil kurz halten zu können, bei dennoch ausreichender Hebelwirkung, um keine zu grosse Kraft für die Verschiebung des Entriegelungselementes 17 von der Passivstellung in die Aktivstellung aufwenden zu müssen. Auch für den Verriegelungsarm 16 gilt daher vorteilhafterweise, dass die Entriegelungsfläche von keinem Abschnitt des Verriegelungsarmes 16 nach hinten hin überragt wird. Besonders vorteilhaft für eine kurze Bauweise des Steckverbindergehäuses 1 in Einsteckrichtung ist es dabei auch, wenn die für die wirksame Schrägfläche 25 auch von keinem Abschnitt des Entriegelungselementes 17 überragt wird, selbst wenn dieses maximal in die Aktivstellung verschoben ist.

[0047] Anstelle von zusammenwirkenden Schrägflächen an Entriegelungselement 17 und Verriegelungsarm 16 könnte auch nur einer dieser Bauteile eine solche Schrägfläche aufweisen und der andere dieser beiden Teile einen mit der Schrägfläche zusammenwirkenden Vorsprung aufweisen. Es könnte auch ein separates federelastisches Element vorhanden sein, welches den Verriegelungsarm 16 in die verriegelte Stellung hin beaufschlagt und/oder ein weiteres federelastisches Element vorgesehen sein, um das Entriegelungselement 17, wenn es vom Benutzer freigegeben wird, in die Passivstellung zurückzuschieben. Anstelle einer federelastischen Ausbildung des Verriegelungsarms 16 könnte dieser auch verschwenkbar am Kontaktträger 8 gelagert sein und von einem separaten Federelement in die Stellung beaufschlagt werden, in der er in die Verriegelungsstruktur des in das Gehäuse 1 eingesteckten komplementären Steckverbinders eingreift.

[0048] Wie in Fig. 3 deutlich zu erkennen ist, weist das Gehäuse 1 eines Steckverbinders in Form einer Stecker- oder Chassisbuchse eine innere Länge bis zum hinteren Deckel 15 auf, welche mit dem hinteren Ende des Verriegelungsarmes 16 zusammenfällt bzw. mit dem hinteren Ende des Entriegelungselements 17 in seiner maximalen Aktivstellung, in welcher es zur Gänze nach hinten hin verschoben ist. Damit sind wesentlich kürzere Gehäuse 1 und somit Steckerbuchsen mit in Einsteckrichtung sehr geringer Bautiefe realisierbar. Dies gilt insbesondere für die in den Zeichnungsfiguren 1 bis 3 beispielhaft dargestellten Ausführungsform, bei welcher an der Hinterseite des Gehäuses 1 eine weitere Steckerbuchse mit einer Einstecköffnung 11 angeordnet ist, deren Einsteckachse N quer zur Längsmittelachse M des Gehäuses 1 bzw. quer zur Einsteckachse der ersten Einstecköffnung 2 orientiert ist.

[0049] Das sich in der Passivstellung befindende Entriegelungselement 17 ist bevorzugt durch ein mit dem Kontaktträger 8 und/oder dem Gehäuse 1 zusammenwirkendes Anschlagelement 31 gegen eine weitere Verschiebung nach vorne hin in Richtung der Einstecköffnung 2 gesichert. Bevorzugt ist dieses Anschlagelement 31 eine ausgestanzte, sich in Längsrichtung des Entriegelungselementes 17 erstreckende und vorne, d.h. näher der Einstecköffnung 2 liegend, nach oben aus der Ebene des mittleren Abschnitts des Entriegelungselementes 17 hochgebogene Zunge. Zwischen dem Anschlagelement 31 und dem flachen oder leicht gewölbten mittleren Verbindungsabschnitt 18 des Entriegelungselementes 17 ist eine Freischneidung 32 vorgesehen.

[0050] In gleicher Weise kann gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform des Entriegelungselementes 17 auch eine weitere Freischneidung 33 zwischen dem flachen oder leicht gewölbten mittleren Verbindungsabschnitt 18 des Entriegelungselementes 17 und dem Betätigungsabschnitt 19 vorgesehen sein. Sowohl der Betätigungsabschnitt 19 als auch das Anschlagelement 31 können aber auch ohne Freischneidungen, etwa durch Stanzschneiden aus dem Entriegelungselement 17 herausgearbeitet sein. Sowohl der Betätigungsabschnitt 19 als auch das Anschlagelement 31 kann, wie in dies im Ausführungsbeispiel der Fig. 13 bis 17 gezeigt ist, als angeformte Erhebung am Ende bzw. auf der Oberseite des Verbindungsabschnittes 18 ausgebildet sein. Weiters könnten diese Strukturen 19 bzw. 31 auch separate gefertigte Bauteile sein, die in beliebiger, den Anforderungen angepasster Art und Weise mit dem Entriegelungselemente 17 verbunden sind.

[0051] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders ist in den Fig. 10 bis 13 dargestellt.

[0052] In einem Gehäuse 1 mit einer Einstecköffnung 2 für einen komplementären Kabelsteckverbinder ist ein elektrisch isolierender Kontaktträger 8 eingesetzt. Die im Kontaktträger 8 fixierten Kontakteelemente 17 ragen in die Einstecköffnung und sind auf der Hinterseite des Gehäuses 1 herausgeführt. Der Kontaktträger 8 kann dabei wieder ein integraler Teil bzw. Abschnitt des dann ebenfalls aus elektrisch isolierendem Material bestehenden Gehäuses 1 sein, er kann aber auch als separater Teil ausgeführt und in eine korrespondierende Aufnahme im Gehäuse 1 eingesetzt und darin fixiert sein. Bei dieser letzteren Konstruktionsart ist typischerweise das Gehäuse 1 aus Metall angefertigt und nur der Kontaktträger 8 besteht aus isolierendem Werkstoff, vorzugsweise Kunststoff.

[0053] An der Vorderseite des Gehäuses 1, in den Fig. 10 und 11 durch einen Ausschnitt der Wand W eines Gerätes, einer Schalttafel od. dgl. verdeckt, ist eine Frontplatte 34 angeordnet und umgibt den vorderen Abschnitt des Kontaktträgers 8. Die Frontplatte 34, besser zu sehen in den Fig. 12 und 13, weist vorzugsweise einen umlaufenden und sich nach vorne erhebenden Steg 35 auf, der entlang zumindest eines Teils, vorzugsweise des grössten Teils, des Umfanges der Einstecköffnung 2 verläuft und dabei das vordere Ende und die äussere Begrenzung der Einstecköffnung 2 bildet. In den Fig. 10, 12 und 13 ist schliesslich noch eine Leiterplatte bzw. Platine 36 dargestellt, hier horizontal angeordnet, als Beispiel, dass ein erfindungsgemässer Einbausteckverbinder auch in Leiterplatten-Ausführung vorliegen kann.

[0054] Die Frontplatte 34 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 10 bis 13 aus einem lichtstreuenden oder lichtleitenden Material angefertigt, in das über zumindest eine Einkoppelfläche Licht aus einer externen Lichtquelle eingekoppelt werden kann. Da diese Ausführungsform zum Einbau in Geräte oder Schaltschränke, Schalttafeln od.dgl. von der Hinterseite her vorgesehen sind, weist zumindest das Gehäuse 1 entlang des Umfanges Montageabschnitte 37 auf, in welchen vorzugsweise Montagebohrungen ausgearbeitet sind, um die Anordnung an der Wand W des Gerätes oder der Schalttafel od. dgl. zu befestigen. Bevorzugt sind auch an der Frontplatte 34 an korrespondierenden Stellen zu den Montageabschnitten 37 koaxiale Montagebohrungen, ebenso wie in der Wand W Montagebohrungen 38 vorhanden sind.

[0055] Die Lichtquelle für das in die Frontplatte 34 über die Einkoppelflächen einzukoppelnde Licht ist bevorzugt auf der Leiterplatte oder Platine 36 montiert. Das eigentliche Leuchtmittel, vorzugsweise LEDs oder OLEDs, ist dabei vorzugsweise unmittelbar benachbart der Einkoppelfläche angeordnet. Auch die Steuerung und Energieversorgung der Lichtquelle, beides über Kabel oder auch Leiterbahnen auf der Platine 36 realisiert, bleiben damit potentialmässig getrennt von den Kontakten 17. Für Einbausteckverbinder ohne Platine 36 sind auch andere Arten der Anordnung von Lichtquellen möglich, beispielsweise die "fliegende" Anordnung von drahtgebundenen Lichtquellen, vorzugsweise LEDs oder OLEDs. Vorzugsweise ist die Lichtquelle zur Emission von Licht zumindest zweier unterschiedlicher Farben ausgestaltet bzw. ansteuerbar, wozu beispielsweise mehrere Leuchtmittel in unterschiedlichen Farben verwendet werden können. Die Steuerung der Lichtquelle kann allenfalls mit einer Schaltung zur Feststellung unterschiedlicher Zustände der Einbausteckverbinder-Anordnung gekoppelt und derart ausgelegt sein, dass unterschiedliche Zustände durch die Emission von Licht unterschiedlicher Farbe angezeigt werden, beispielsweise für eine visuelle Identifikation bzw. einer optischen Anzeige des Verbindungsstatus, bzw. der Charakterisierung verschiedener Diagnosemeldungen.

[0056] In gleicher Weise wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 9 erläutert, kann auch die mit der licht-emittierenden Frontplatte 34 versehene Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit einer Verriegelungseinrichtung 16, 17 für den komplementären Steckverbinder, vorzugsweise Kabelstecker, ausgestattet sein, um auch hier dessen ungewolltes Abziehen und damit ein Lösen der Steckverbindung zu verhindern. Das Entriegelungselement 17 ragt dabei durch die Frontplatte 34 und die Wand W des Gerätes, der Schalttafel od. dgl. hindurch und ist damit für den Benutzer zugänglich. Betreffend die Funktion und die Anbringung der Verriegelungsanordnung wird auf die entsprechenden Ausführungen zu den Fig. 1 bis 9 verwiesen.

[0057] Bevorzugt ist jedenfalls wieder eine Ausführungsform des Entriegelungselementes 17, bei welchem das Zentrum Z der Betätigungslasche 21 und eine Längsmittelachse L des Verbindungsabschnittes 18 radial in Bezug auf diese Längsmittelachse L gegeneinander versetzt sind, wie in den Fig. 4 bis 7 und 9 genau dargestellt ist. Damit kann auch für die Ausführungsform des Einbausteckverbinders gemäss den Fig. 10 bis 13, bei der allgemein üblichen Positionierung der Verriegelungsanordnung 16, 17 im obersten Bereich des Gehäuses 1, die Gesamtbauhöhe des Steckverbinders verringert und damit eine platzsparende Bauweise erzielt werden.

[0058] Eine weitere Ausführungsform eines Einbausteckverbinders mit erfindungsgemäss gestalteter Verriegelungsanordnung 16, 17 und asymmetrisch ausgeführter Betätigungslasche 21 des Entriegelungselementes 17 ist in den Fig. 18 bis 21 dargestellt. Hier handelt es sich um eine XLR-Chassisbuchse mit einem Gehäuse 1 und darin ausgebildeten bzw. eingesetzten Kontaktträger 8 mit fünf Kontaktelementen 17. Das hier als Beispiel in einer wieder anderen Ausführungsform als bislang gezeigt vorliegende Gehäuse 1 weist zur Befestigung des Einbausteckverbinders in Geräten, Schalttafeln, od.dgl. zumindest zwei diametral gegenüberliegende Befestigungslaschen 39 mit Montagebohrungen 40 darin auf.

[0059] In gleicher Weise wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 9 erläutert, ist auch der Einbausteckverbinder der Fig. 18 bis 21 mit einer vorzugsweise im hier für das XLR-System gestalteten Kontaktträger 8 aufgenommenen Verriegelungseinrichtung 16, 17 für den komplementären Steckverbinder ausgestattet. Dessen Entriegelungselement 17 ragt dabei wieder über die vordere Stirnseite von Gehäuse 1 und Kontaktträger 8 hinaus, um somit leicht für den Benutzer zugänglich zu sein, wenn dieser die Verriegelung der Steckverbindung lösen will. Betreffend die Funktion und die Anbringung der Verriegelungsanordnung wird auf die entsprechenden Ausführungen zu den Fig. 1 bis 9 verwiesen. Für auch bei dieser Ausführungsform geringe vertikale Bauhöhe ist das Entriegelungselement 17 mit einer Betätigungslasche 21 ausgestattet, bei welcher das Zentrum Z der Betätigungslasche 21 und eine Längsmittelachse L des Verbindungsabschnittes 18 radial in Bezug auf diese Längsmittelachse L gegeneinander versetzt sind.

[0060] Um zu zeigen, dass die Erfindung nicht auf Einbausteckverbinder beschränkt ist, ist in den Fig. 22 bis 24 als weiteres Ausführungsbeispiel für einen Steckverbinder eine Kupplung für zwei gleichartige Steckverbinder, vorzugsweise für Kabelstecker, dargestellt. Dessen quaderförmiges, allenfalls auch zylindrisches Gehäuse 1 weist zwei Einstecköffnungen 2 für vorzugsweise Kabelstecker auf, die an den gegenüberliegenden Stirnseiten des Gehäuses 1 ausgebildet sind. Zumindest eine dieser Steckerbuchsen an den Stirnseiten des Gehäuses 1, vorzugsweise alle beide Steckerbuchsen, sind mit einer Verriegelungsanordnung versehen, wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 9 anfangs erläutert wurde.

[0061] Wie in Fig. 24 zu sehen ist, werden die Stirnplatten 41, welche die Kontaktträger 8, hier für RJ45-Kontakte 17, mittels der Montageschrauben 42 fixiert und fixieren damit auch die Kontaktträger 8 im Gehäuse 1. Da aufgrund der neuen, gegenüber der Längsmittelebene versetzten Positionierung der Betätigungslasche 21 dieser Bauteil nicht mehr über den Querschnitt des Gehäuses 1 hinausragt, ist die Gefahr wesentlich vermindert, dass Kabel oder der Benutzer daran hängenbleiben und die Kupplung mitreissen, beschädigen oder sonst Schaden verursachen können.

[0062] Bei Ausführung des Entriegelungselementes 17, bevorzugt auch des Verriegelungsarmes 16, wie anfangs erläutert in kurzer Bauweise, kann auch die Gesamtlänge der Kupplung entsprechend verringert und insgesamt eine wesentliche Verkleinerung der Baugrösse in allen Dimensionen erzielt werden.

[0063] Die weiteren Fig. 25 bis 30 zeigen weitere Ausführungsformen für erfindungsgemässe Einbausteckverbinder, mit unterschiedlichen Ausführungen der Gehäuse 1, mit verschiedenen Kontaktträgern 8 für unterschiedliche Steckerformen, und mit einem erfindungsgemäss gestalteten Entriegelungselement 17 mit asymmetrisch geformter und ausgerichteter Betätigungslasche 21.
Bezugszeichenliste
1 Gehäuse 31 Anschlagelement
2 Einstecköffnung 32 Freischneidung
3 Verbindungsflansch 33 Freischneidung
4 Ausnehmung 34 Frontplatte
5 Flanschplatte 35 Steg
6 Einstecköffnung 36 Leiterplatte
7 Montagebohrung 37 Montageabschnitt
8 Kontaktträger 38 Montagebohrung
9 Erdungskontakt 39 Befestigungslasche
10 Hintere Abdeckung 40 Montagebohrung
11 Einstecköffnung 41 Stirnplatte
12 Kontaktelement 42 Montageschraube
13 Kontaktsatz    
14 Isolierkörper L Längsmittelachse
15 Gehäusedeckel M Mittelachse
16 Verriegelungsarm P Biegeachse
17 Entriegelungselement Z Zentrum
18 Verbindungsabschnitt    
19 Betätigungsabschnitt    
20 Ausnehmung    
21 Betätigungslasche    
22 Ausnehmung    
23 Verriegelungsvorsprung    
24 Betätigungsabschnitt    
25 Schrägfläche    
26 Gerader Schenkel    
27 Gebogener Abschnitt    
28 Gebogener Schenkel    
29 Lasche    
30 Anschlag    



Ansprüche

1. Entriegelungselement (17) für elektrische Steckverbindungen, zur Einwirkung auf einen elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm (16) einer Verriegelungsanordnung (16, 17), wobei das Entriegelungselement (17) starr ausgeführt und ausgehend von einer Passivstellung (P), insbesondere entlang eines geraden Betätigungsweges, manuell in eine Aktivstellung (A) verschiebbar ist, zumindest einen Betätigungsabschnitt (19) aufweist, insbesondere einen Betätigungsvorsprung, der in der Aktivstellung (A) am Verriegelungsarm (16) angreift und ausser Eingriff mit einer komplementären Verriegelungsstruktur bringt, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (17) zumindest eine für die Berührung durch einen Benutzer ausgelegte Betätigungslasche (21) aufweist, die mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus hergestellt ist.
 
2. Entriegelungselement (17) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Gänze mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder zur Gänze daraus hergestellt ist.
 
3. Entriegelungselement (17) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich ausgehend von der Betätigungslasche (21) ein Verbindungsabschnitt (18) in Richtung Betätigungsabschnitt (19) im Wesentlichen parallel zum Betätigungsweg des Entriegelungselementes (17) erstreckt, wobei das Zentrum (Z) der Betätigungslasche (21) und eine Längsmittelachse (L) des Verbindungsabschnittes (18) radial in Bezug auf diese Längsmittelachse (L) gegeneinander versetzt sind.
 
4. Entriegelungselement (17) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsabschnitt (19) am äussersten hinteren Ende des Entriegelungselementes (17) angeordnet ist und von keinem Abschnitt des Entriegelungselementes (17) nach hinten hin überragt wird und damit eine hintere Stirnendseite des Entriegelungselementes (17) bildet.
 
5. Entriegelungselement (17) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungslasche (21) senkrecht zum Verbindungsabschnitt (18) und/oder zum Betätigungsweg ausgerichtet ist.
 
6. Entriegelungselement (17) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungslasche (21) parallel zum Verbindungsabschnitt (18) und/oder zum Betätigungsweg ausgerichtet ist.
 
7. Elektrischer Steckverbinder, insbesondere Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung mit einem komplementären Steckverbinder, insbesondere einem Kabelstecker, mit einem Gehäuse (1), in welchem eine erste Einstecköffnung (2) ausgebildet ist, in welche ein komplementärer Steckverbinder in Richtung einer Einsteckachse einsteckbar ist, mit zumindest einem Kontaktträger (8), mit zumindest einem elektrischen Kontaktelement (12), das im Kontaktträger (8) gehalten ist, mit einer Verriegelungsanordnung (16, 17) für den komplementären Steckverbinder, umfassend zumindest einen elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm (16) mit je zumindest einer ersten Verriegelungsstruktur (23), insbesondere einem Verriegelungsvorsprung, welche in einem vollständig eingesteckten Zustand des komplementären Steckverbinders in eine zweite, komplementäre Verriegelungsstruktur dieses komplementären Steckverbinders einkoppelt, zumindest ein Entriegelungselement (17), das ausgehend von einer Passivstellung, insbesondere parallel zu der Einsteckachse, manuell in eine Aktivstellung verschiebbar ist, zumindest einen Betätigungsabschnitt (19) am Entriegelungselement (17), insbesondere einen Betätigungsvorsprung, der in der Aktivstellung am Verriegelungsarm (16) angreift und dessen Verriegelungsstruktur (23) ausser Eingriff mit der komplementären Verriegelungsstruktur hält, und zumindest eine Entriegelungsfläche (25), insbesondere eine Schrägfläche, am Verriegelungsarm (16), an welcher der Betätigungsabschnitt (19) in der Aktivstellung angreift, dadurch gekennzeichnet dass das Entriegelungselement (17) mit einer Betätigungslasche (21) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet ist.
 
8. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7, in einer Ausführung als Einbausteckerbuchse, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrum (Z) der Betätigungslasche (21) gegenüber der in Einbauposition vertikalen Mittelebene um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen 45°, zur Seite hin versetzt angeordnet ist.
 
9. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsmittelachse (L) eines Verbindungsabschnittes (18) im Wesentlichen fluchtend mit dem Zentrum der Betätigungslasche (21) und gegenüber der in Einbauposition vertikalen Mittelebene um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen 45°, versetzt angeordnet ist.
 
10. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsmittelachse (L) des Verbindungsabschnittes (18) im Wesentlichen im Bereich der vertikalen Mittelebene angeordnet ist.
 
11. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Entriegelungsfläche (25) des Verriegelungsarms (16) zumindest zum Teil mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist oder der gesamte Verriegelungsarm (16) mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist.
 
12. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsanordnung (16, 17) für den komplementären Steckverbinder in einer Ausnehmung im Gehäuse (1) und/oder im Kontaktträger (8) aufgenommen ist.
 
13. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (17) in einer Ausnehmung (22) des Kontaktträgers (8) parallel zur Einsteckachse verschiebbar gelagert ist.
 
14. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der der ersten Einstecköffnung (2) gegenüberliegenden Seite eine zweite Einstecköffnung (11) für einen weiteren Steckverbinder angeordnet und vorzugsweise ebenfalls mit einer Verriegelungsanordnung (16, 17) entsprechend den Ansprüchen 7 bis 13, insbesondere mit einem Entriegelungselement (17) entsprechend den Ansprüchen 1 bis 6 und ausgestattet ist.
 




Zeichnung
































































Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente