[0001] Die Erfindung betrifft ein Entriegelungselement für elektrische Steckverbindungen,
gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie einen elektrischen Steckverbinder, insbesondere
eine Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung mit einem
komplementären Steckverbinder, gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
[0002] Elektrischer Steckverbinder, insbesondere Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer
elektrischen Steckverbindung mit einem komplementären Steckverbinder, sind oftmals
mit Verriegelungsanordnungen versehen, mit welchen der komplementäre Steckverbinder
gegen ungewolltes Lösen der Steckverbindung gesichert werden kann. Derartige Steckverbinder
sind seit langer Zeit bekannt und beispielsweise in der
EP 2783427 B1 beschrieben. Sie weisen ein Gehäuse auf, in welchem zumindest eine erste Einstecköffnung
ausgebildet ist, in welche ein komplementärer Steckverbinder in Richtung einer Einsteckachse
eingesteckt werden kann. Im Gehäuse, vorzugsweise in zumindest einem im Gehäuse gehaltenen
oder davon ausgebildeten Kontaktträger, ist zumindest ein elektrisches Kontaktelement
fixiert, vorzugsweise im Kontaktträger gehalten. Oftmals ist auch die Verriegelungsanordnung
für den komplementären Steckverbinder im Kontaktträger aufgenommen.
[0003] Typischerweise umfassen derartige Verriegelungsanordnungen in Einbausteckerbuchsen
zumindest einen elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm mit je
zumindest einer ersten Verriegelungsstruktur, insbesondere einem Verriegelungsvorsprung,
welche in einem vollständig eingesteckten Zustand des komplementären Steckverbinders
in eine zweite, komplementäre Verriegelungsstruktur dieses komplementären Steckverbinders
einkoppelt. Dazu kann am Stecker beispielsweise eine Öffnung, Hinterschneidung od.
ähnlich Rast vorgesehen sein. Zum Lösen der Verriegelung, um damit das Abziehen des
Steckers aus der Einbausteckerbuchse zu ermöglichen, betätigt der Benutzer zumindest
ein Entriegelungselement und verschiebt dieses ausgehend von einer Passivstellung
vorzugsweise parallel zu der Einsteckachse manuell in eine Aktivstellung. In dieser
Aktivstellung greift zumindest ein Betätigungsabschnitt am Entriegelungselement, vorzugsweise
einen Betätigungsvorsprung, und hält dessen Verriegelungsstruktur ausser Eingriff
mit der komplementären Verriegelungsstruktur am komplementären Stecker.
[0004] Das Entriegelungselement für diese Verriegelungsanordnungen für elektrische Steckverbindungen,
das zur Einwirkung auf einen elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm
der Verriegelungsanordnung bestimmt ist, ist vorzugsweise starr ausgeführt. Das heisst,
dass bei bestimmungsgemässer Verwendung keine Formänderung wie beispielsweise Biegung,
Stauchung od.dgl. des Entriegelungselementes stattfindet.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit welcher eine engere
Einbaudichte der elektrischen Steckverbinder zu erzielen ist, und mit welcher sowohl
die elektrischen und elektronischen Einrichtungen der Einbausteckerbuchse und nachgeschalteter
Bauteile bzw. Baugruppen als auch der Benutzer, der den Stecker und das Entriegelungselement
berühren muss, gegen Schaden geschützt sind.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0007] Das erfindungsgemäße Entriegelungselement ist dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest
eine für die Berührung durch einen Benutzer ausgelegte Betätigungslasche aufweist,
die mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus hergestellt ist.
[0008] Dadurch kann eine schnelle Entladung durch einen elektrostatisch aufgeladenen Menschen
oder Gegenstand, welcher das Entriegelungselement betätigt bzw. nur berührt, vermieden
werden. Schäden durch elektrostatische Entladungen, insbesondere in mikroelektronischen
Bauteilen und/oder integrierten Schaltkreisen, können so verhindert werden.
[0009] Eine vorteilhafte Ausführungsform ist weiters dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselemente
zur Gänze mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder zur Gänze daraus hergestellt
ist. Dadurch ist kann die höchstmögliche Sicherheit gegenüber elektrostatischen Entladungen
erzielt werden.
[0010] Bevorzugt ist eine asymmetrische Ausführungsform des Entriegelungselementes, bei
welchem sich ausgehend von der Betätigungslasche ein Verbindungsabschnitt in Richtung
Betätigungsabschnitt im Wesentlichen parallel zum Betätigungsweg erstreckt, wobei
das Zentrum der Betätigungslasche und eine Längsmittelachse des Verbindungsabschnittes
radial zur Längsmittelachse gegeneinander versetzt sind. Typischerweise sind die Verriegelungsanordnungen
in der Längsmittelebene der Einbausteckerbuchsen oben zentral angeordnet. Durch den
seitlichen Versatz von Längsmittelachse des Entriegelungselementes und Zentrum der
Betätigungslasche gelangt die Betätigungslasche ausser der Längsmitte und in vertikaler
Richtung gesehen in etwas geringere Höhe, so dass die Einbausteckerbuchse in ihrer
Gesamtheit eine geringere vertikale Bauhöhe aufweist und mehrere Einbausteckerbuchsen
dichter gepackt übereinander verbaut werden können. Dennoch bleibt auch bei dieser
in Bezug auf die Längsmittelachse des Entriegelungselementes asymmetrischen Form der
Betätigungslasche die gute Bedienbarkeit des Entriegelungselementes erhalten.
[0011] Eine vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Entriegelungselementes
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsabschnitt am äussersten hinteren Ende
des Entriegelungselementes angeordnet ist und von keinem Abschnitt des Entriegelungselementes
nach hinten hin überragt wird und damit eine hintere Stirnendseite des Entriegelungselementes
bildet. Damit wird bei optimalem Schutz von Benutzer und Gerät gegenüber elektrostatischen
Entladungen gleichzeitig eine sehr kurze Bauweise ermöglicht.
[0012] Um eine optimale Kraftübertragung bei Betätigung des Entriegelungselementes zu gewährleisten,
ist die Betätigungslasche vorzugsweise senkrecht zum Verbindungsabschnitt und/oder
zum Betätigungsweg ausgerichtet.
[0013] Hingegen sind auch Ausführungsformen möglich, bei welchen das Entriegelungselement
in Form eines Schiebers entlang der Oberfläche eines Gehäuses bewegbar ist, wobei
dann die Betätigungslasche parallel zum Verbindungsabschnitt und/oder zum Betätigungsweg
ausgerichtet ist.
[0014] Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe ist bei einem elektrischen Steckverbinder,
insbesondere einer Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung
mit einem komplementären Steckverbinder, insbesondere einem Kabelstecker, das Entriegelungselement
der vorgesehenen Verriegelungsanordnung gemäss einem der vorhergehenden Absätze ausgeführt.
[0015] Bevorzugt ist dabei das Zentrum der Betätigungslasche gegenüber der in Einbauposition
vertikalen Mittelachse um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen
45°, versetzt angeordnet. Dies ergibt eine asymmetrische Anordnung der Betätigungslasche,
durch welche bei gleicher Grösse der Fläche die Gesamtbauhöhe der Einbausteckerbuchse
verringert und somit eine platzsparende Anordnung mehrere Buchsen möglich ist. Ebenfalls
erleichtert es die Entriegelung bei übereinanderliegenden Steckerbuchsen.
[0016] Auch hier kann natürlich eine oben bereits erläuterte asymmetrische Ausführungsform
des Entriegelungselementes vorgesehen sein, bei welcher das Zentrum der Betätigungslasche
und eine Längsmittelachse des Verbindungsabschnittes des Entriegelungselementes radial
zur Längsmittelachse gegeneinander versetzt sind.
[0017] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dann weiter dadurch gekennzeichnet,
dass eine Längsmittelachse des Verbindungsabschnittes im Wesentlichen fluchtend mit
dem Zentrum der Betätigungslasche und gegenüber der in Einbauposition vertikalen Mittelachse
um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen 45°, versetzt angeordnet
ist.
[0018] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass eine Längsmittelachse
des Verbindungsabschnittes im Wesentlichen im Bereich der vertikalen Mittelachse angeordnet
ist. Damit kann die neue Konstruktion auch bei bereits bestehenden Einbausteckerbuchsen
im Tausch gegen die bisherigen Anordnungen zum Einsatz kommen und die oben erläuterten
Vorteile mit sich bringen.
[0019] Um die Sicherheit betreffend die Vermeidung elektrostatischer Entladungen möglichst
zu optimieren, kann eine weitere erfindungsgemässe Ausführungsform dadurch gekennzeichnet
sein, dass die Entriegelungsfläche des Verriegelungsarms zumindest zum Teil mit elektrisch
isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist oder der gesamte Verriegelungsarm
mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist.
[0020] Bevorzugt ist für eine kompakte Bauweise der Einbausteckerbuchse die Verriegelungsanordnung
für den komplementären Steckverbinder in einer Ausnehmung im Gehäuse und/oder im Kontaktträger
aufgenommen.
[0021] Dabei ist es besonders von Vorteil, wenn das Entriegelungselement in einer Ausnehmung
des Kontaktträgers parallel zur Einsteckachse verschiebbar gelagert ist.
[0022] Eine weitere Ausführungsform eines Steckverbinders gemäss der Erfindung sieht vor,
dass an der der ersten Einstecköffnung gegenüberliegenden Seite eine zweite, entgegengesetzt
orientierte Einstecköffnung für einen weiteren Steckverbinder angeordnet und vorzugsweise
ebenfalls mit einer Verriegelungsanordnung, insbesondere einer Verriegelungsanordnung
wie bislang oben beschrieben ausgestattet ist. Damit können auch bei den entsprechenden
Kupplungen für Kabelverlängerungen die oben erläuterten Vorteile erzielt werden.
[0023] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0024] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Buchse mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement;
- Fig. 2
- einen Explosionsdarstellung der Einbausteckerbuchse der Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt entlang der vertikalen Mittelebene der Buchse der Fig. 1;
- Fig. 4
- eine bevorzugte Ausführungsform des Kontaktträgers sowie des Entriegelungselements
der Verriegelungseinrichtung der Steckerbuchse der Fig. 1 in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 5
- den Kontaktträger sowie das Entriegelungselement der Verriegelungseinrichtung der
Steckerbuchse der Fig. 1 in einer Ansicht in radialer Richtung von oben auf das Entriegelungselement;
- Fig. 6
- das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis. 5 in perspektivischer
Ansicht von vorne;
- Fig. 7
- das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis. 5 in perspektivischer
Ansicht von hinten;
- Fig. 8
- das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis. 5 in Seitenansicht;
- Fig. 9
- das Entriegelungselement der Ausführungsform der Fig. 1 bis 5 in Ansicht von hinten;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Einbausteckerbuchse
mit einem Leuchtring und dem erfindungsgemässen Entriegelungselement;
- Fig. 11
- die Buchse der Fig. 11 in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 12
- eine Seitenansicht der Buchse der Fig. 11;
- Fig. 13
- einen Längsschnitt entlang der vertikalen Mittelebene der Buchse der Fig. 1;
- Fig. 14
- ein Entriegelungselement und ein Verriegelungsarm gemäss einer anderen erfindungsgemässen
Ausführungsform in einer Ansicht von vorne;
- Fig. 15
- die Anordnung Entriegelungselement und Verriegelungsarm der Fig. 15 in einer Seitenansicht;
- Fig. 16
- die Anordnung Entriegelungselement und Verriegelungsarm der Fig. 15 in einer Ansicht
von hinten;
- Fig. 17
- das Entriegelungselement der Fig. 15 in einer Ansicht von oben;
- Fig. 18
- eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Einbausteckerbuchse in einer Ansicht
von vorne;
- Fig. 19
- eine Ansicht der Buchse der Fig. 19 von der Seite;
- Fig. 20
- einen Längsschnitt entlang der vertikalen Mittelebene der Buchse der Fig. 19;
- Fig. 21
- eine perspektivische Ansicht der Buchse der Fig. 19;
- Fig. 22
- eine Seitenansicht eines Kopplers als weiteres Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemässen
Steckverbinder mit dem erfindungsgemässen Entriegelungselement;
- Fig. 23
- eine Ansicht von oben auf den Koppler der Fig. 22;
- Fig. 24
- eine Ansicht auf den Koppler der Fig. 22 aus einer der beiden Einsteckrichtungen;
- Fig. 25
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem
erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
- Fig. 26
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem
erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
- Fig. 27
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem
erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
- Fig. 28
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem
erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
- Fig. 29
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem
erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen;
- Fig. 30
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders mit dem
erfindungsgemässen Entriegelungselement in mehreren Ansichten aus verschiedenen Richtungen.
[0025] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0026] In den Zeichnungsfiguren sind für sich eigenständige Ausführungsbeispiele gezeigt,
wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen verwendet
werden. Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei die Erfindung
nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten eingeschränkt ist, sondern
vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander
möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln
durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen
Fachmannes liegt. Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum
besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert
und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0027] In der Fig. 1 ist beispielhaft eine erste Ausführungsform eines Einbausteckverbinders,
auch Chassisbuchse genannt, dargestellt, die zusammen mit einem komplementären Steckverbinder,
insbesondere einem Kabelstecker, eine elektrische Steckverbindung bilden kann. Der
in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemässe Einbausteckverbinder ist zur Kopplung mit
einem Datenstecker, insbesondere einem RJ45-Datenstecker, ausgelegt und in perspektivischer
Ansicht dargestellt. Selbstverständlich ist der erfindungsgemässe Aufbau auch auf
andere Arten von Einbausteckverbindern oder Kupplern übertragbar. So kann die erfindungsgemässe
Lösung auch für Steckverbinder nach dem XLR-Standard eingesetzt werden, für Klinkenstecker,
für faseroptische Stecker, für Kombinationen derartiger Systeme od.dgl.
[0028] Der elektrische Einbausteckverbinder der Fig. 1, in einer Explosionsdarstellung in
Fig. 2 im Detail mit allen wesentlichen Bauteilen bzw. Baugruppen dargestellt, umfasst
ein Gehäuse 1 mit einer Einstecköffnung 2 für den komplementären Steckverbinder (nicht
dargestellt). Das Gehäuse 1 kann - wie in den Zeichnungsfiguren dargestellt, zwei
konzentrisch angeordnete Gehäuseteile umfassen oder auf andere Weise einen Ringspalt
als eine zusätzliche ringförmige Einstecköffnung für einen buchsenförmigen Steckerfortsatz
eines komplementären Kabelsteckverbinders ausbilden. Der Ringspalt wird im Gehäuseinneren
durch einen ringförmigen Boden 8 verbunden.
[0029] Am einsteckseitigen Ende, an der Vorderseite des Gehäuses 1, ist ein auskragender
Verbindungsflansch 3 vorgesehen, der vorzugsweise rechtwinkelig vom Gehäuse 1 und
vorzugsweise über dessen gesamten Umfang absteht. Der Verbindungsflansch 3 weist auch
Durchgangsöffnungen oder teilweise offene Ausnehmungen 4 auf, durch welche Befestigungsmittel,
typischerweise Befestigungsschrauben, Niete od. dgl., für den Einbausteckverbinder
hindurchgeführt werden können, um diesen in einer Gerätewandung G, einer Schalttafel
oder in ähnlichen Elementen zu fixieren. Die Mittelachse der Einstecköffnung 2 stellt
vorzugsweise auch die Mittel- und Längsachse des Gehäuses bzw. des gesamten Steckverbinders
dar. Selbstverständlich sind auch andere Umrissformen des Verbindungsflansches 3 möglich,
beispielsweise ein kreisrunder Umriss, ein Polygonzug, od. dgl. Auch können in allen
Ecken des Verbindungsflansches 3 Durchgangsöffnungen 4 vorhanden sein.
[0030] Der Vorderseite des Verbindungsflansches 3 des Gehäuses 1 liegt im zusammengebauten
Zustand des Einbausteckverbinders eine einsteckseitige Flanschplatte 5 gegenüber.
Diese weist eine Einstecköffnung 6 für den komplementären Steckverbinder in koaxialer
Anordnung zur Einstecköffnung 2 des Gehäuses 1 auf. Weiters sind in der Flanschplatte
5 Montagebohrungen 7 ausgearbeitet, koaxial zu den Ausnehmungen 4 im Verbindungsflansch
3 positioniert und zur Durchführung der Befestigungsmittel für den Einbausteckverbinder
zur Verbindung mit einer Gerätewand, einer Schalttafel od. dgl. ausgelegt.
[0031] Unmittelbar zwischen der Flanschplatte 5 und dem Verbindungsflansch 3 des Gehäuses
1 eingesetzt und zwischen diesen Bauteilen geklemmt gehalten kann allenfalls eine
vorzugsweise plattenförmige Dichtung (nicht dargestellt) vorgesehen sein.
[0032] Das Gehäuse 1 bildet vorzugsweise einstückig einen inneren, konzentrisch zur Mittelachse
M angeordneten Kontaktträger 8 aus und ist dann aus elektrisch isolierendem Material
angefertigt. Allenfalls kann der Kontaktträger 8 auch durch einen separaten und im
Gehäuse 1 durch beliebige Halteanordnungen fixierten Einschubteil aus elektrisch isolierendem
Material, vorzugsweise Kunststoff, gebildet sein und kann vorzugsweise auch Erdungskontakte
9 aufweisen. In diesem Fall sind auch Gehäuse 1 aus Metall oder anderen elektrisch
leitenden Materialien möglich. Bei der dargestellten Ausführungsform ist eine hintere
Abdeckung 10 vorhanden, um eine weitere Einstecköffnung 11 zu definieren. Das Gehäuse
1 kann aber auch hinten komplett geschlossen sein.
[0033] Der Kontaktträger 8 nimmt aber auch die elektrischen Kontaktelemente 12 auf, die
zur Herstellung der elektrisch leitenden Verbindung mit dem eingesteckten komplementären
Steckverbinder dienen. Diese Kontaktelemente 12 sind beispielsweise Teil eines Kontaktsatzes
13, der noch zumindest einen Isolierkörper 14 aus elektrisch isolierendem Material
in seinem zentralen Abschnitt aufweist, der die Kontaktelemente 12 und deren entgegengesetzte
Enden fixiert. In der dargestellten Ausführungsform der Chassisbuchse sind die Kontaktelemente
12 durch einen Gehäusedeckel 15 am hinteren Ende des Gehäuses 1 hindurch wieder nach
aussen geführt. Die Kontaktelemente 12 könnten aber auch durch den Gehäusedeckel 15
hindurch zu einer Platine geführt werden, an oder in welcher sie verlötet sind.
[0034] Im oder am Gehäuse 1 ist weiters eine Verriegelungsanordnung 16, 17 positioniert,
deren zumindest ein Verriegelungsarm 16 mittels eines Entriegelungselementes 17 auch
wieder entriegelt werden kann. Dieses Entriegelungselement 17, üblicherweise ein Stanz-Biege-Teil,
mit vorzugsweise einem flachen oder leicht gewölbten Mittelstück als Verbindungsabschnitt
18 zwischen dem Ende mit einem Betätigungsabschnitt 19, ragt über das einsteckseitige
Ende des Gehäuses 1 nach vorne hinaus, damit es vom Benutzer gut erreicht und betätigt
werden kann. An der Stelle, an welcher das Entriegelungselement 17 angeordnet ist,
erstreckt sich vorzugsweise von der Einstecköffnung 2 des Gehäuses 1 und auch von
der Einstecköffnung 6 der Flanschplatte 5 eine radial nach aussen hin orientierte
Ausnehmung 20, durch welche das Entriegelungselement 17 auf die Vorderseite der Flanschplatte
5 hindurchragen kann.
[0035] Am vorderen Ende des Entriegelungselementes 17, dem Betätigungsabschnitt entgegengesetzt,
ist vorzugsweise eine manuell leicht handhabbaren Betätigungslasche 21 vorhanden,
die im gezeigten Ausführungsbeispiel rechtwinklig zur Mittelachse M des Gehäuses 1
und auch der Längsmittelachse L des Entriegelungselementes 17 steht und um eine quer
zur Mittelachse M des Gehäuses 1 und auch der Längsmittelachse L des Entriegelungselementes
17 orientierte Achse gebogen ist (siehe dazu die Fig. 4 bis 9). Zumindest diese Betätigungslasche
21 des Entriegelungselementes 17, die beim bestimmungsgemässen Gebrauch durch den
Benutzer berührt wird und dazu in Grösse und Form ausgelegt ist, ist mit elektrisch
isolierendem Kunststoff oder einem gleichartig wirkenden Material überzogen oder ist
aus diesem isolierenden Material hergestellt. Allenfalls kann das Entriegelungselement
17 auch zu einem grösseren Teil, beispielsweise Betätigungslasche 21 und Mittelteil
bzw. Verbindungsabschnitt 18, oder vorzugsweise auch zur Gänze mit dem elektrisch
isolierenden Kunststoff überzogen oder daraus hergestellt sein. Die Anfertigung oder
Abdeckung zumindest der Betätigungslasche 21 durch das elektrische Isoliermaterial
verhindert eine schnelle Entladung durch einen elektrostatisch aufgeladenen Menschen
oder Gegenstand, welcher das Entriegelungselement 17 betätigt bzw. berührt, und verhindert
dadurch Schäden in mikroelektronischen Bauteilen oder integrierten Schaltkreisen des
Steckverbinders bzw. nachgeordneter Systeme.
[0036] Bevorzugt ist eine Ausführungsform eines Entriegelungselementes 17, bei welchem das
Zentrum Z der Betätigungslasche 21 und eine Längsmittelachse L des Verbindungsabschnittes
18 radial in Bezug auf diese Längsmittelachse L gegeneinander versetzt sind. In den
vorliegenden Zeichnungsfiguren ist eine - von vorne gesehen - nach rechts abgewinkelte
Betätigungslasche 21 abgebildet. Gleichwohl kann natürlich auch eine Abwinkelung zur
anderen Seite bezüglich der vertikalen Längsmittelebenen vorgesehen sein. Das Zentrum
Z kann beispielsweise als Flächenschwerpunkt bestimmt werden. Diese asymmetrische
Form des vorderen Endes des Entriegelungselementes 17, wobei verschiedene Umrissformen
- abgerundet, kreisförmig, ellipsenförmig, nierenförmig, mit Polygonzug-Rand, usw.
- und Grössen möglich sind, trägt dazu bei, bei der allgemein üblichen Positionierung
im obersten Bereich des Gehäuses 1, vorzugsweise genau in der Längsmittelebene des
Gehäuses 1 bzw. des Kontaktträgers 8, die Gesamtbauhöhe des Steckverbinders zu verringern
und damit eine platzsparende Bauweise zu erzielen. Einbausteckerbuchsen in dieser
Ausführung können sehr eng neben- oder übereinander verbaut werden, bei dennoch sehr
erleichterter Entriegelung, insbesondere bei übereinanderliegenden Steckerbuchsen.
[0037] Vorzugsweise am oder im Kontaktträger 8 ist, vorzugsweise in einer länglichen Ausnehmung
22 an der Oberseite fixiert, der elastische Verriegelungsarm 16 gelagert, der auf
seiner von der zentralen Längsachse M des Gehäuses 1 abgewandten Seite zumindest eine
Verriegelungsstruktur, hier in Form von zwei am äusseren Rand des vorwiegend flachen
Verriegelungsarmes 16 hochgebogenen, in der Seitenansicht nasenförmigen Verriegelungsvorsprüngen
23 aufweist. Mit diesen Verriegelungsvorsprüngen 23 greift der vorzugsweise ebenfalls
in der Längsmittelebene des Kontaktträgers 8 positionierte Verriegelungsarm 16 im
eingesteckten Zustand eines in die Einstecköffnung 2 eingesteckten komplementären
Steckverbinders in korrespondierende komplementäre Verriegelungsstrukturen dieses
Steckverbinders ein.
[0038] Um den Verriegelungsarm 16 außer Eingriff mit der Verriegelungsstruktur des eingesteckten
Steckverbinders zu bringen und diese für ein Herausziehen aus der Einstecköffnung
2 freizugeben, ist das Entriegelungselement 17 ausgehend von einer beispielsweise
in den Zeichnungsfiguren 1 oder 3 dargestellten Passivstellung, in welcher es maximal
über das Gehäuse 1 nach vorne hin hinausragt, parallel zur Längsmittelachse M des
Gehäuses 1 und des Kontaktträgers 8 nach hinten hin in eine Aktivstellung verschiebbar.
Das Entriegelungselement 17 ist dazu am Kontaktträger 8 oder dem Gehäuse 1 verschiebbar
gelagert, vorzugsweise oberhalb des Verriegelungsarmes 16 und vorzugsweise ebenfalls
in der Ausnehmung 22 des Kontaktträgers 8, um damit die optimale Führung von Verriegelungsarm
16 und Entriegelungselement 17 relativ zueinander sicherzustellen.
[0039] Bei der Verschiebung des Entriegelungselementes 17 von der Passivstellung in die
Aktivstellung wirkt ein Betätigungsabschnitt 24 am Entriegelungselement 17 auf vorzugsweise
eine Schrägfläche 25 als Entriegelungsfläche des Verriegelungsarms 16 ein und biegt
diesen in Richtung zur zentralen Mittelachse M des Gehäuses 1 und des Kontaktträgers
8 hin, wodurch die Verriegelungsvorsprünge 23 außer Eingriff mit der Verriegelungsstruktur
des eingesteckten Steckverbinders gelangt und diesen dadurch zum Herausziehen aus
der Einstecköffnung 2 freigibt. Die Schrägfläche 25 liegt vorzugsweise bei jeder Form
des Verriegelungsarmes 16 an dessen der Einstecköffnung 2 entgegengesetztem Ende.
Wird das Entriegelungselement 17 vom Benutzer wieder freigegeben, so bewegt sich der
federelastische oder federbeaufschlagte Verriegelungsarm 16 wieder zurück in seine
Ausgangsstellung, wobei er auch das Entriegelungselement 17 wieder zurück in ihre
Passivstellung verschiebt.
[0040] Der im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 über einen grossen Teil seiner Länge im Wesentlichen
gerade verlaufende Verriegelungsarm 16 kann vorzugsweise aus Metall bestehen. Bevorzugt
ist der Verriegelungsarm 16 auch zum Teil mit einem elektrisch isolierenden Material
überzogen, besteht zum Teil oder auch zur Gänze aus derartigem Material. Vorzugsweise
wird hier isolierender Kunststoff gewählt, der auch die erforderliche Elastizität
für den Verriegelungsarm 16 sicherstellt. Wenn eine teilweise Beschichtung oder Herstellung
vorgesehen ist, werden vorzugsweise die mit dem Entriegelungselement 17 in Kontakt
kommenden oder stehenden Abschnitte entsprechend gestaltet, insbesondere die Schrägfläche
25 und allenfalls auch noch die daran angrenzenden Abschnitte.
[0041] Der Verriegelungsarm 16 erstreckt sich im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 bis 5 ausgehend
von seiner Befestigungsstelle im vorderen Bereich des Kontaktträgers 8, näher der
Einstecköffnung 2, in Richtung zum hinteren Ende des Gehäuses 1. Möglich wäre auch
eine umgekehrte Einbaurichtung, bei der sich das auslenkbare Ende des Verriegelungsarmes
16 in Richtung zur Einstecköffnung 2 hin erstreckt. Auch sind andere Formen für den
Verriegelungsarm 16 möglich, beispielsweise die in den Fig. 14 bis 17 gezeigte U-förmig
gebogene Form, bei der ein gerader Schenkel 26 des U-förmigen Verriegelungsarmes 16
auf dem Kontaktträger 8 aufliegt und sich dort abstützt. Der sich an den vorne liegenden
gebogenen Abschnitt 27 des Verriegelungsarmes 16 anschliessende gebogene Schenkel
28 mit den Verriegelungsvorsprüngen 23 und der Schrägfläche 25 ist um 180 Grad nach
hinten gebogen.
[0042] Um eine besonders kurze Bauweise des elektrisch isolierend ausgeführten Entriegelungselementes
17 und damit der gesamten Steckerbuchse zu erreichen, ist der Betätigungsabschnitt
19 am äussersten hinteren Ende des Entriegelungselementes 17 angeordnet. Wie in den
Fig. 6 bis 8 gut zu erkennen ist, wird der Betätigungsabschnitt 19 von keinem anderen
Abschnitt des Entriegelungselementes 17 nach hinten hin, d.h. in Richtung seiner Längsmittelachse
L, in Richtung der Längsmittelachse M des Gehäuses 1 als auch in Richtung der Verschiebung
von der Passivstellung in die Aktivstellung, überragt. Der hintere Rand des Betätigungsabschnittes
19 bildet dabei, vorzugsweise zusammen mit seinem Basisabschnitt am Entriegelungselement
17 die hintere Stirnendseite bzw. Stirnfläche des Entriegelungselementes 17.
[0043] Wie in den Fig. 6 bis 9 zu erkennen ist, weist das Entriegelungselement 17 vorzugsweise
zwei seitlich vom im Wesentlichen flachen oder geringfügig gebogenen Mittelteil 18
wegstehende Laschen 29 auf. Es könnte auch nur auf einer Seite eine derartige Querschnittsvergrösserung
oder eine andere Art der Querschnittsvergrösserung vorgesehen sein. Diese vorzugsweise
im vorderen Abschnitt, näher der Einstecköffnung 2, gelegenen Laschen 29 oder anders
gearteten Querschnittsvergrösserungen wirken mit zumindest einem korrespondierenden
Anschlag 30 oder einer anders gearteten Querschnittsverringerung am Gehäuse 1 im Verschiebeweg
des Entriegelungselementes 17 von seiner Passivstellung P in die Aktivstellung A zusammen,
die allenfalls einstückig mit dem Gehäuse 1 ausgearbeitet oder als separates Element
damit mechanisch verbunden sein kann. Durch dieses System von Laschen 29 und Anschlägen
30 ist der Arbeitsweg des Entriegelungselementes 17 von der Passivstellung P bis hin
in die Aktivstellung A begrenzt, da die weitere Bewegung im gleichen Bewegungssinn
durch das Anliegen der Lasche 29 am Anschlag 30 unterbunden ist. Dadurch wird somit
auch verhindert, dass der Betätigungsabschnitt 19 von seiner Position bei Passivstellung
P des Entriegelungselementes 17 noch weiter in Richtung auf die Aktivstellung A hin
verschoben werden kann und dann das hintere Ende des Verriegelungsarmes 16, insbesondere
die hintere Begrenzung der Schrägfläche 25, überfährt. So kann sicher verhindert werden,
dass aus der Aktivstellung des Entriegelungselementes 17 der Betätigungsabschnitt
19 noch weiter hinter das Ende des Verriegelungsarmes 16 gelangt und so unlösbar verhakt
in dieser Stellung fixiert bleibt.
[0044] Der Weg zwischen Passivstellung und Aktivstellung könnte auch dadurch begrenzt sein,
dass die Betätigungslasche 21 mit ihrer Hinterseite an der vorderen Stirnwand des
Gehäuses 1 zum Anliegen kommt.
[0045] Entsprechend der in den Zeichnungsfiguren 2 bis 9 dargestellten Ausführungsform der
Erfindung ist der Betätigungsabschnitt 19, der ebenso wie die Betätigungslasche 21
mit einem elektrisch isolierenden Material, vorzugsweise einem Kunststoff, überzogen
oder daraus gefertigt sein kann, durch zumindest eine Zunge gebildet ist, die um eine
parallel zur Längsmittelachse L des Entriegelungselementes 17 bzw. der Längsmittelachse
M des Gehäuses 1 orientierte Biegeachse umgebogen ist. Vorzugsweise liegt diese Biegeachse
in der Ebene des Entriegelungselementes 17, koaxial zur Längsachse L durch den flachen
bzw. leicht gewölbten Verbindungsabschnitt 18 des Entriegelungselementes 17. Bevorzugt
weist der Betätigungsabschnitt 19 an seiner Hinterseite eine Abschrägung auf. Das
hintere Ende des Entriegelungselementes 17 ist durch seine offene Form auch einfach
in der Herstellung, da maschineller oder manueller Aufwand für Trennen von im Schüttgutbehälter
der Fertigungsanlage miteinander verhakte Teile vermieden werden kann. Weiters wirken
sich Abweichungen des Biegewinkels beim Biegen des Betätigungsabschnittes 19 um die
Längsachse des Entriegelungselementes 17, d.h. parallel zur Richtung der Relativverschiebung
von Entriegelungselement 17 und Verriegelungsarm 16, nur geringfügig auf die radiale
Abmessung des Betätigungsabschnittes 19 aus. Gleiches gilt bei Herstellung des gesamten
Entriegelungselementes 17 aus vorzugsweise elektrisch isolierendem Kunststoff beim
Giessen oder Spritzen. Damit ist auch bei grösserer Streuung der Biegewinkel in der
Fertigung dennoch eine immer für die Entriegelung der Steckverbindung ausreichende
Auslenkung des Verriegelungsarmes 16 gewährleistet, was zu reproduzierbarer Funktionssicherheit
und Bedienungsqualität führt.
[0046] Die Schrägfläche 25 am Verriegelungsarm 16 ist vorzugsweise in dessen hinterem Abschnitt
angeordnet, um auch diesen Bauteil kurz halten zu können, bei dennoch ausreichender
Hebelwirkung, um keine zu grosse Kraft für die Verschiebung des Entriegelungselementes
17 von der Passivstellung in die Aktivstellung aufwenden zu müssen. Auch für den Verriegelungsarm
16 gilt daher vorteilhafterweise, dass die Entriegelungsfläche von keinem Abschnitt
des Verriegelungsarmes 16 nach hinten hin überragt wird. Besonders vorteilhaft für
eine kurze Bauweise des Steckverbindergehäuses 1 in Einsteckrichtung ist es dabei
auch, wenn die für die wirksame Schrägfläche 25 auch von keinem Abschnitt des Entriegelungselementes
17 überragt wird, selbst wenn dieses maximal in die Aktivstellung verschoben ist.
[0047] Anstelle von zusammenwirkenden Schrägflächen an Entriegelungselement 17 und Verriegelungsarm
16 könnte auch nur einer dieser Bauteile eine solche Schrägfläche aufweisen und der
andere dieser beiden Teile einen mit der Schrägfläche zusammenwirkenden Vorsprung
aufweisen. Es könnte auch ein separates federelastisches Element vorhanden sein, welches
den Verriegelungsarm 16 in die verriegelte Stellung hin beaufschlagt und/oder ein
weiteres federelastisches Element vorgesehen sein, um das Entriegelungselement 17,
wenn es vom Benutzer freigegeben wird, in die Passivstellung zurückzuschieben. Anstelle
einer federelastischen Ausbildung des Verriegelungsarms 16 könnte dieser auch verschwenkbar
am Kontaktträger 8 gelagert sein und von einem separaten Federelement in die Stellung
beaufschlagt werden, in der er in die Verriegelungsstruktur des in das Gehäuse 1 eingesteckten
komplementären Steckverbinders eingreift.
[0048] Wie in Fig. 3 deutlich zu erkennen ist, weist das Gehäuse 1 eines Steckverbinders
in Form einer Stecker- oder Chassisbuchse eine innere Länge bis zum hinteren Deckel
15 auf, welche mit dem hinteren Ende des Verriegelungsarmes 16 zusammenfällt bzw.
mit dem hinteren Ende des Entriegelungselements 17 in seiner maximalen Aktivstellung,
in welcher es zur Gänze nach hinten hin verschoben ist. Damit sind wesentlich kürzere
Gehäuse 1 und somit Steckerbuchsen mit in Einsteckrichtung sehr geringer Bautiefe
realisierbar. Dies gilt insbesondere für die in den Zeichnungsfiguren 1 bis 3 beispielhaft
dargestellten Ausführungsform, bei welcher an der Hinterseite des Gehäuses 1 eine
weitere Steckerbuchse mit einer Einstecköffnung 11 angeordnet ist, deren Einsteckachse
N quer zur Längsmittelachse M des Gehäuses 1 bzw. quer zur Einsteckachse der ersten
Einstecköffnung 2 orientiert ist.
[0049] Das sich in der Passivstellung befindende Entriegelungselement 17 ist bevorzugt durch
ein mit dem Kontaktträger 8 und/oder dem Gehäuse 1 zusammenwirkendes Anschlagelement
31 gegen eine weitere Verschiebung nach vorne hin in Richtung der Einstecköffnung
2 gesichert. Bevorzugt ist dieses Anschlagelement 31 eine ausgestanzte, sich in Längsrichtung
des Entriegelungselementes 17 erstreckende und vorne, d.h. näher der Einstecköffnung
2 liegend, nach oben aus der Ebene des mittleren Abschnitts des Entriegelungselementes
17 hochgebogene Zunge. Zwischen dem Anschlagelement 31 und dem flachen oder leicht
gewölbten mittleren Verbindungsabschnitt 18 des Entriegelungselementes 17 ist eine
Freischneidung 32 vorgesehen.
[0050] In gleicher Weise kann gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform des Entriegelungselementes
17 auch eine weitere Freischneidung 33 zwischen dem flachen oder leicht gewölbten
mittleren Verbindungsabschnitt 18 des Entriegelungselementes 17 und dem Betätigungsabschnitt
19 vorgesehen sein. Sowohl der Betätigungsabschnitt 19 als auch das Anschlagelement
31 können aber auch ohne Freischneidungen, etwa durch Stanzschneiden aus dem Entriegelungselement
17 herausgearbeitet sein. Sowohl der Betätigungsabschnitt 19 als auch das Anschlagelement
31 kann, wie in dies im Ausführungsbeispiel der Fig. 13 bis 17 gezeigt ist, als angeformte
Erhebung am Ende bzw. auf der Oberseite des Verbindungsabschnittes 18 ausgebildet
sein. Weiters könnten diese Strukturen 19 bzw. 31 auch separate gefertigte Bauteile
sein, die in beliebiger, den Anforderungen angepasster Art und Weise mit dem Entriegelungselemente
17 verbunden sind.
[0051] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Einbausteckverbinders
ist in den Fig. 10 bis 13 dargestellt.
[0052] In einem Gehäuse 1 mit einer Einstecköffnung 2 für einen komplementären Kabelsteckverbinder
ist ein elektrisch isolierender Kontaktträger 8 eingesetzt. Die im Kontaktträger 8
fixierten Kontakteelemente 17 ragen in die Einstecköffnung und sind auf der Hinterseite
des Gehäuses 1 herausgeführt. Der Kontaktträger 8 kann dabei wieder ein integraler
Teil bzw. Abschnitt des dann ebenfalls aus elektrisch isolierendem Material bestehenden
Gehäuses 1 sein, er kann aber auch als separater Teil ausgeführt und in eine korrespondierende
Aufnahme im Gehäuse 1 eingesetzt und darin fixiert sein. Bei dieser letzteren Konstruktionsart
ist typischerweise das Gehäuse 1 aus Metall angefertigt und nur der Kontaktträger
8 besteht aus isolierendem Werkstoff, vorzugsweise Kunststoff.
[0053] An der Vorderseite des Gehäuses 1, in den Fig. 10 und 11 durch einen Ausschnitt der
Wand W eines Gerätes, einer Schalttafel od. dgl. verdeckt, ist eine Frontplatte 34
angeordnet und umgibt den vorderen Abschnitt des Kontaktträgers 8. Die Frontplatte
34, besser zu sehen in den Fig. 12 und 13, weist vorzugsweise einen umlaufenden und
sich nach vorne erhebenden Steg 35 auf, der entlang zumindest eines Teils, vorzugsweise
des grössten Teils, des Umfanges der Einstecköffnung 2 verläuft und dabei das vordere
Ende und die äussere Begrenzung der Einstecköffnung 2 bildet. In den Fig. 10, 12 und
13 ist schliesslich noch eine Leiterplatte bzw. Platine 36 dargestellt, hier horizontal
angeordnet, als Beispiel, dass ein erfindungsgemässer Einbausteckverbinder auch in
Leiterplatten-Ausführung vorliegen kann.
[0054] Die Frontplatte 34 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 10 bis 13
aus einem lichtstreuenden oder lichtleitenden Material angefertigt, in das über zumindest
eine Einkoppelfläche Licht aus einer externen Lichtquelle eingekoppelt werden kann.
Da diese Ausführungsform zum Einbau in Geräte oder Schaltschränke, Schalttafeln od.dgl.
von der Hinterseite her vorgesehen sind, weist zumindest das Gehäuse 1 entlang des
Umfanges Montageabschnitte 37 auf, in welchen vorzugsweise Montagebohrungen ausgearbeitet
sind, um die Anordnung an der Wand W des Gerätes oder der Schalttafel od. dgl. zu
befestigen. Bevorzugt sind auch an der Frontplatte 34 an korrespondierenden Stellen
zu den Montageabschnitten 37 koaxiale Montagebohrungen, ebenso wie in der Wand W Montagebohrungen
38 vorhanden sind.
[0055] Die Lichtquelle für das in die Frontplatte 34 über die Einkoppelflächen einzukoppelnde
Licht ist bevorzugt auf der Leiterplatte oder Platine 36 montiert. Das eigentliche
Leuchtmittel, vorzugsweise LEDs oder OLEDs, ist dabei vorzugsweise unmittelbar benachbart
der Einkoppelfläche angeordnet. Auch die Steuerung und Energieversorgung der Lichtquelle,
beides über Kabel oder auch Leiterbahnen auf der Platine 36 realisiert, bleiben damit
potentialmässig getrennt von den Kontakten 17. Für Einbausteckverbinder ohne Platine
36 sind auch andere Arten der Anordnung von Lichtquellen möglich, beispielsweise die
"fliegende" Anordnung von drahtgebundenen Lichtquellen, vorzugsweise LEDs oder OLEDs.
Vorzugsweise ist die Lichtquelle zur Emission von Licht zumindest zweier unterschiedlicher
Farben ausgestaltet bzw. ansteuerbar, wozu beispielsweise mehrere Leuchtmittel in
unterschiedlichen Farben verwendet werden können. Die Steuerung der Lichtquelle kann
allenfalls mit einer Schaltung zur Feststellung unterschiedlicher Zustände der Einbausteckverbinder-Anordnung
gekoppelt und derart ausgelegt sein, dass unterschiedliche Zustände durch die Emission
von Licht unterschiedlicher Farbe angezeigt werden, beispielsweise für eine visuelle
Identifikation bzw. einer optischen Anzeige des Verbindungsstatus, bzw. der Charakterisierung
verschiedener Diagnosemeldungen.
[0056] In gleicher Weise wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 9 erläutert, kann auch die
mit der licht-emittierenden Frontplatte 34 versehene Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Einbausteckverbinders mit einer Verriegelungseinrichtung 16, 17 für den komplementären
Steckverbinder, vorzugsweise Kabelstecker, ausgestattet sein, um auch hier dessen
ungewolltes Abziehen und damit ein Lösen der Steckverbindung zu verhindern. Das Entriegelungselement
17 ragt dabei durch die Frontplatte 34 und die Wand W des Gerätes, der Schalttafel
od. dgl. hindurch und ist damit für den Benutzer zugänglich. Betreffend die Funktion
und die Anbringung der Verriegelungsanordnung wird auf die entsprechenden Ausführungen
zu den Fig. 1 bis 9 verwiesen.
[0057] Bevorzugt ist jedenfalls wieder eine Ausführungsform des Entriegelungselementes 17,
bei welchem das Zentrum Z der Betätigungslasche 21 und eine Längsmittelachse L des
Verbindungsabschnittes 18 radial in Bezug auf diese Längsmittelachse L gegeneinander
versetzt sind, wie in den Fig. 4 bis 7 und 9 genau dargestellt ist. Damit kann auch
für die Ausführungsform des Einbausteckverbinders gemäss den Fig. 10 bis 13, bei der
allgemein üblichen Positionierung der Verriegelungsanordnung 16, 17 im obersten Bereich
des Gehäuses 1, die Gesamtbauhöhe des Steckverbinders verringert und damit eine platzsparende
Bauweise erzielt werden.
[0058] Eine weitere Ausführungsform eines Einbausteckverbinders mit erfindungsgemäss gestalteter
Verriegelungsanordnung 16, 17 und asymmetrisch ausgeführter Betätigungslasche 21 des
Entriegelungselementes 17 ist in den Fig. 18 bis 21 dargestellt. Hier handelt es sich
um eine XLR-Chassisbuchse mit einem Gehäuse 1 und darin ausgebildeten bzw. eingesetzten
Kontaktträger 8 mit fünf Kontaktelementen 17. Das hier als Beispiel in einer wieder
anderen Ausführungsform als bislang gezeigt vorliegende Gehäuse 1 weist zur Befestigung
des Einbausteckverbinders in Geräten, Schalttafeln, od.dgl. zumindest zwei diametral
gegenüberliegende Befestigungslaschen 39 mit Montagebohrungen 40 darin auf.
[0059] In gleicher Weise wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 9 erläutert, ist auch der
Einbausteckverbinder der Fig. 18 bis 21 mit einer vorzugsweise im hier für das XLR-System
gestalteten Kontaktträger 8 aufgenommenen Verriegelungseinrichtung 16, 17 für den
komplementären Steckverbinder ausgestattet. Dessen Entriegelungselement 17 ragt dabei
wieder über die vordere Stirnseite von Gehäuse 1 und Kontaktträger 8 hinaus, um somit
leicht für den Benutzer zugänglich zu sein, wenn dieser die Verriegelung der Steckverbindung
lösen will. Betreffend die Funktion und die Anbringung der Verriegelungsanordnung
wird auf die entsprechenden Ausführungen zu den Fig. 1 bis 9 verwiesen. Für auch bei
dieser Ausführungsform geringe vertikale Bauhöhe ist das Entriegelungselement 17 mit
einer Betätigungslasche 21 ausgestattet, bei welcher das Zentrum Z der Betätigungslasche
21 und eine Längsmittelachse L des Verbindungsabschnittes 18 radial in Bezug auf diese
Längsmittelachse L gegeneinander versetzt sind.
[0060] Um zu zeigen, dass die Erfindung nicht auf Einbausteckverbinder beschränkt ist, ist
in den Fig. 22 bis 24 als weiteres Ausführungsbeispiel für einen Steckverbinder eine
Kupplung für zwei gleichartige Steckverbinder, vorzugsweise für Kabelstecker, dargestellt.
Dessen quaderförmiges, allenfalls auch zylindrisches Gehäuse 1 weist zwei Einstecköffnungen
2 für vorzugsweise Kabelstecker auf, die an den gegenüberliegenden Stirnseiten des
Gehäuses 1 ausgebildet sind. Zumindest eine dieser Steckerbuchsen an den Stirnseiten
des Gehäuses 1, vorzugsweise alle beide Steckerbuchsen, sind mit einer Verriegelungsanordnung
versehen, wie im Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 9 anfangs erläutert wurde.
[0061] Wie in Fig. 24 zu sehen ist, werden die Stirnplatten 41, welche die Kontaktträger
8, hier für RJ45-Kontakte 17, mittels der Montageschrauben 42 fixiert und fixieren
damit auch die Kontaktträger 8 im Gehäuse 1. Da aufgrund der neuen, gegenüber der
Längsmittelebene versetzten Positionierung der Betätigungslasche 21 dieser Bauteil
nicht mehr über den Querschnitt des Gehäuses 1 hinausragt, ist die Gefahr wesentlich
vermindert, dass Kabel oder der Benutzer daran hängenbleiben und die Kupplung mitreissen,
beschädigen oder sonst Schaden verursachen können.
[0062] Bei Ausführung des Entriegelungselementes 17, bevorzugt auch des Verriegelungsarmes
16, wie anfangs erläutert in kurzer Bauweise, kann auch die Gesamtlänge der Kupplung
entsprechend verringert und insgesamt eine wesentliche Verkleinerung der Baugrösse
in allen Dimensionen erzielt werden.
[0063] Die weiteren Fig. 25 bis 30 zeigen weitere Ausführungsformen für erfindungsgemässe
Einbausteckverbinder, mit unterschiedlichen Ausführungen der Gehäuse 1, mit verschiedenen
Kontaktträgern 8 für unterschiedliche Steckerformen, und mit einem erfindungsgemäss
gestalteten Entriegelungselement 17 mit asymmetrisch geformter und ausgerichteter
Betätigungslasche 21.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Gehäuse |
31 |
Anschlagelement |
| 2 |
Einstecköffnung |
32 |
Freischneidung |
| 3 |
Verbindungsflansch |
33 |
Freischneidung |
| 4 |
Ausnehmung |
34 |
Frontplatte |
| 5 |
Flanschplatte |
35 |
Steg |
| 6 |
Einstecköffnung |
36 |
Leiterplatte |
| 7 |
Montagebohrung |
37 |
Montageabschnitt |
| 8 |
Kontaktträger |
38 |
Montagebohrung |
| 9 |
Erdungskontakt |
39 |
Befestigungslasche |
| 10 |
Hintere Abdeckung |
40 |
Montagebohrung |
| 11 |
Einstecköffnung |
41 |
Stirnplatte |
| 12 |
Kontaktelement |
42 |
Montageschraube |
| 13 |
Kontaktsatz |
|
|
| 14 |
Isolierkörper |
L |
Längsmittelachse |
| 15 |
Gehäusedeckel |
M |
Mittelachse |
| 16 |
Verriegelungsarm |
P |
Biegeachse |
| 17 |
Entriegelungselement |
Z |
Zentrum |
| 18 |
Verbindungsabschnitt |
|
|
| 19 |
Betätigungsabschnitt |
|
|
| 20 |
Ausnehmung |
|
|
| 21 |
Betätigungslasche |
|
|
| 22 |
Ausnehmung |
|
|
| 23 |
Verriegelungsvorsprung |
|
|
| 24 |
Betätigungsabschnitt |
|
|
| 25 |
Schrägfläche |
|
|
| 26 |
Gerader Schenkel |
|
|
| 27 |
Gebogener Abschnitt |
|
|
| 28 |
Gebogener Schenkel |
|
|
| 29 |
Lasche |
|
|
| 30 |
Anschlag |
|
|
1. Entriegelungselement (17) für elektrische Steckverbindungen, zur Einwirkung auf einen
elastisch auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm (16) einer Verriegelungsanordnung
(16, 17), wobei das Entriegelungselement (17) starr ausgeführt und ausgehend von einer
Passivstellung (P), insbesondere entlang eines geraden Betätigungsweges, manuell in
eine Aktivstellung (A) verschiebbar ist, zumindest einen Betätigungsabschnitt (19)
aufweist, insbesondere einen Betätigungsvorsprung, der in der Aktivstellung (A) am
Verriegelungsarm (16) angreift und ausser Eingriff mit einer komplementären Verriegelungsstruktur
bringt, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (17) zumindest eine für die Berührung durch einen Benutzer
ausgelegte Betätigungslasche (21) aufweist, die mit elektrisch isolierendem Kunststoff
überzogen oder daraus hergestellt ist.
2. Entriegelungselement (17) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Gänze mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder zur Gänze daraus
hergestellt ist.
3. Entriegelungselement (17) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich ausgehend von der Betätigungslasche (21) ein Verbindungsabschnitt (18) in Richtung
Betätigungsabschnitt (19) im Wesentlichen parallel zum Betätigungsweg des Entriegelungselementes
(17) erstreckt, wobei das Zentrum (Z) der Betätigungslasche (21) und eine Längsmittelachse
(L) des Verbindungsabschnittes (18) radial in Bezug auf diese Längsmittelachse (L)
gegeneinander versetzt sind.
4. Entriegelungselement (17) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsabschnitt (19) am äussersten hinteren Ende des Entriegelungselementes
(17) angeordnet ist und von keinem Abschnitt des Entriegelungselementes (17) nach
hinten hin überragt wird und damit eine hintere Stirnendseite des Entriegelungselementes
(17) bildet.
5. Entriegelungselement (17) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungslasche (21) senkrecht zum Verbindungsabschnitt (18) und/oder zum Betätigungsweg
ausgerichtet ist.
6. Entriegelungselement (17) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungslasche (21) parallel zum Verbindungsabschnitt (18) und/oder zum Betätigungsweg
ausgerichtet ist.
7. Elektrischer Steckverbinder, insbesondere Einbausteckerbuchse, zur Herstellung einer
elektrischen Steckverbindung mit einem komplementären Steckverbinder, insbesondere
einem Kabelstecker, mit einem Gehäuse (1), in welchem eine erste Einstecköffnung (2)
ausgebildet ist, in welche ein komplementärer Steckverbinder in Richtung einer Einsteckachse
einsteckbar ist, mit zumindest einem Kontaktträger (8), mit zumindest einem elektrischen
Kontaktelement (12), das im Kontaktträger (8) gehalten ist, mit einer Verriegelungsanordnung
(16, 17) für den komplementären Steckverbinder, umfassend zumindest einen elastisch
auslenkbaren oder verschiebbaren Verriegelungsarm (16) mit je zumindest einer ersten
Verriegelungsstruktur (23), insbesondere einem Verriegelungsvorsprung, welche in einem
vollständig eingesteckten Zustand des komplementären Steckverbinders in eine zweite,
komplementäre Verriegelungsstruktur dieses komplementären Steckverbinders einkoppelt,
zumindest ein Entriegelungselement (17), das ausgehend von einer Passivstellung, insbesondere
parallel zu der Einsteckachse, manuell in eine Aktivstellung verschiebbar ist, zumindest
einen Betätigungsabschnitt (19) am Entriegelungselement (17), insbesondere einen Betätigungsvorsprung,
der in der Aktivstellung am Verriegelungsarm (16) angreift und dessen Verriegelungsstruktur
(23) ausser Eingriff mit der komplementären Verriegelungsstruktur hält, und zumindest
eine Entriegelungsfläche (25), insbesondere eine Schrägfläche, am Verriegelungsarm
(16), an welcher der Betätigungsabschnitt (19) in der Aktivstellung angreift, dadurch gekennzeichnet dass das Entriegelungselement (17) mit einer Betätigungslasche (21) nach einem der Ansprüche
1 bis 6 ausgebildet ist.
8. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7, in einer Ausführung als Einbausteckerbuchse,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrum (Z) der Betätigungslasche (21) gegenüber der in Einbauposition vertikalen
Mittelebene um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen 45°,
zur Seite hin versetzt angeordnet ist.
9. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsmittelachse (L) eines Verbindungsabschnittes (18) im Wesentlichen fluchtend
mit dem Zentrum der Betätigungslasche (21) und gegenüber der in Einbauposition vertikalen
Mittelebene um einen Winkel zwischen 30° und 60°, vorzugsweise im Wesentlichen 45°,
versetzt angeordnet ist.
10. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsmittelachse (L) des Verbindungsabschnittes (18) im Wesentlichen im Bereich
der vertikalen Mittelebene angeordnet ist.
11. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Entriegelungsfläche (25) des Verriegelungsarms (16) zumindest zum Teil mit elektrisch
isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist oder der gesamte Verriegelungsarm
(16) mit elektrisch isolierendem Kunststoff überzogen oder daraus herstellt ist.
12. Elektrischer Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsanordnung (16, 17) für den komplementären Steckverbinder in einer
Ausnehmung im Gehäuse (1) und/oder im Kontaktträger (8) aufgenommen ist.
13. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (17) in einer Ausnehmung (22) des Kontaktträgers (8) parallel
zur Einsteckachse verschiebbar gelagert ist.
14. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der der ersten Einstecköffnung (2) gegenüberliegenden Seite eine zweite Einstecköffnung
(11) für einen weiteren Steckverbinder angeordnet und vorzugsweise ebenfalls mit einer
Verriegelungsanordnung (16, 17) entsprechend den Ansprüchen 7 bis 13, insbesondere
mit einem Entriegelungselement (17) entsprechend den Ansprüchen 1 bis 6 und ausgestattet
ist.