[0001] Die Erfindung betrifft einen Saugroboter zur Reinigung und Pflege von Bodenflächen
mit einem fahrbaren Gehäuse und einem in dem Gehäuse angeordneten Gebläse zur Erzeugung
eines Unterdruckes zur Aufnahme von Staub mittels eines Luftstromes, mit einem Abscheidesystem
zur Reinigung der aufgenommenen Luft vom Staub und mit einem Staubsammelbehälter zur
Aufnahme von abgeschiedenem Staub.
[0002] Im privaten Haushalt sowie im Gewerbe kommen Saugroboter zur Reinigung von Flächen
wie textilen Bodenbelägen und glatten Böden zum Einsatz. Dabei wird zur Staubaufnahme
eine Bodendüse des Saugroboters selbstständig auf einer Bodenfläche verfahren.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist sind Saugroboter bekannt, die einen aus der Oberseite
des Gehäuses herausklappbaren Tragegriff aufweisen. Beim Tragen dieser Saugroboter
mittels des Tragegriffs kann abgeschiedener Staub aus dem Saugroboter entfallen.
[0004] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen verbesserten Saugroboter anzugeben.
Insbesondere soll eine komfortable Möglichkeit geschaffen werden, um das Gehäuse des
Saugroboters bei einem Wechsel der Wohnebenen leicht und sicher die Treppe herauf
oder herunter zu tragen.
[0005] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Staubsauger mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst. Dadurch, dass der Staubsammelbehälter eine Ansaugöffnung
zur Aufnahme von abgeschiedenem Staub aufweist, wobei die Ansaugöffnung über eine
zweigeteilte Verschlussklappe verschließbar ist. Über die zweigeteilte Verschlussklappe
lässt sich die Ansaugöffnung platzsparend verschließen, sodass beim Tragen des Saugroboters
kein abgeschiedener Staub aus dem Staubsammelbehälter austritt. Die Zweiteilung der
Verschlussklappe ermöglicht kleinere Klappenteile zu verwenden, sodass der Schwenkbereich
der Klappenteile kleiner ausfallen kann, als bei einer durchgehenden Verschlussklappe.
Mit dem Verschluss der Ansaugöffnung über die Verschlussklappe fällt kein abgeschiedener
Staub beim Tragen des Saugroboters über die Bodendüse aus dem Saugroboter.
[0006] Die Bodenfläche kann durch einen textilen Bodenbelag wie einen Teppich oder Teppichboden
oder durch einen Hartboden wie z. B. ein Holzparkett, Laminat oder einen PVC-Bodenbelag
gebildet werden.
[0007] Der Saugroboter weist ein Gebläse zur Erzeugung eines Unterdruckes auf, durch den
die über eine zu reinigende Bodenfläche geführte Bodendüse Staub und Schmutz von der
Bodenfläche aufnimmt. Hierzu wird die Bodendüse in Fahrtrichtung des Saugroboters
über die Bodenfläche bewegt. Hierdurch gleitet die Bodendüse über die zu reinigende
Bodenfläche. Insbesondere bei langflorigen Teppichen gleitet die Unterseite der Bodendüse
über den Teppich, während die Unterseite bei Glattböden beabstandet über diese Bodenflächen
hinweg schwebt. Damit die Reinigung und Pflege des Bodenbelags möglichst effektiv
ausgeführt werden kann, ist der Saugmund der Bodendüse länglich ausgebildet und verläuft
im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung. Länglich ausgebildet bedeutet in diesem Zusammenhang,
dass der vorzugsweise im Wesentlichen rechteckige Saugmund eine größere Länge quer
zur Fahrtrichtung aufweist, als Breite in Fahrtrichtung. Der Saugmund ist vorzugsweise
zwischen 12 und 25 cm quer zur Fahrtrichtung lang.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
abhängigen Ansprüchen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Ansprüchen einzeln
aufgeführten Merkmale auch in beliebiger und technologisch sinnvoller Weise miteinander
kombiniert werden können und somit weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist an dem Gehäuse ein ausziehbarer Tragegriff
angeordnet. Dies schafft eine komfortable und Bauraum sparende Lösung, mittels derer
das Gehäuse des Saugroboters bei einem Wechsel der Wohnebenen in einem mehrstöckigen
Haushalt leicht und sicher über die Treppe hinweg getragen werden kann. Der aus dem
Gehäuse herausziehbare Tragegriff ermöglicht einen sicheren Griff des Saugroboters
beim Tragen durch den Benutzer oder die Benutzerin. Der Tragegriff kann platzsparend
in dem Gehäuse des Saugroboters untergebracht sein. Zum Tragen lässt sich der Tragegriff
einfach aus dem Gehäuse herausziehen, sodass er komfortabel umgriffen werden kann,
was das Tragen des Staubsaugers über Treppen zwischen mehreren Wohnebenen erleichtert.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Tragegriff
in einer eingezogenen Grundposition in einer Griffmulde des Gehäuses angeordnet ist
und in einer ausgezogenen Trageposition aus der Griffmulde des Gehäuses herausbewegt
ist. In der eingezogenen Grundposition kann der Tragegriff während des Saugbetriebs
des Saugroboters bei der Reinigung und Pflege der Bodenflächen sicher und platzsparend
in der Griffmulde aufbewahrt werden. Nach dem Herausziehen des Tragegriffs aus der
Griffmulde lässt sich der Tragegriff in der Trageposition leicht mit der Hand umgreifen,
sodass ein manuelles Bewegen des Saugroboters beispielsweise zwischen zwei Wohnebenen
deutlich erleichtert wird.
[0011] Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung ist, dass an dem Tragegriff mindestens
ein Federelement angeordnet ist, welches dazu eingerichtet ist, den gegen die Federkraft
des Federelements in Trageposition herausgezogenen Tragegriff mittels Federkraft automatisch
zurück in die Grundposition zu bewegen. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
wird der Tragegriff durch ein Federelement gebildet. Hierbei wird ein Federelement
zur verbesserten Handhabung mit einem Griffelement aus Stoff, Leder und/oder Kunststoff
ummantelt und in der Griffmulde angeordnet. Der Tragegriff kann über das Federelement
sehr leicht in die Grundposition zurückbewegt werden. Somit ist der Tragegriff automatisch
in der Griffmulde des Gehäuses geschützt aufgenommen, sofern er nicht zum Tragen des
Saugroboters benötigt wird. Der Tragegriff gleitet so nach dem Tragen einfach aus
der Trageposition mittels der vom Federelement bewirkten Federkraft zurück in die
Grundposition in der Griffmulde. Es können auch mehrere Federelemente vorgesehen sein,
die dazu eingerichtet sind, den gegen die Federkraft der Federelemente in Trageposition
herausgezogenen Tragegriff mittels Federkraft gemeinsam zurück in die Grundposition
zu bewegen.
[0012] Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass das Gehäuse des Saugroboters
auf der Bodenfläche eine größere Breite als Höhe von der Bodenfläche aufweist, wobei
der Tragegriff an einer Breitseite des Gehäuses angeordnet ist. Mit der Anordnung
des Tragegriffs an der Breitseite des Gehäuses, lässt sich der Saugroboter einfacher
von dem Benutzer oder der Benutzerin tragen, denn die größere Breite des Gehäuses
kann längs des Oberschenkels geführt werden, während die geringere Höhe des Gehäuses
verhindert, dass der Saugroboter beim manuellen Tragen gegen die Oberschenkel des
tragenden Benutzers oder der tragenden Benutzerin schlägt. Hierzu verläuft der Tragegriff
vorteilhafterweise entlang der Breitseite um das Gehäuse des Saugroboters.
[0013] Besonders vorteilhaft ist die Weiterbildung der Erfindung, dass der Tragegriff dazu
eingerichtet ist, in die Breite aus dem Gehäuse gezogen zu werden und der Saugroboter
dazu eingerichtet ist, mit der Breitseite nach oben am Tragegriff getragen zu werden.
Indem der Tragegriff translatorisch in die Breite aus dem Gehäuse gezogen wird, kann
der Saugroboter leicht an dem Tragegriff erfasst werden, um das Gehäuse des Saugroboters
in eine Tragestellung zu neigen, bei welcher die Breitseite nach oben zeigt. Hierdurch
kann die größere Breite des Gehäuses längs des Oberschenkels geführt werden, während
die geringere Höhe des Gehäuses ein nahes Tragen des Saugroboters am Körper ermöglicht,
ohne dass der Saugroboter mit der Breitseite gegen den Oberschenkel des tragenden
Benutzers oder der tragenden Benutzerin schlägt. Zudem ist der Tragegriff so am Saugroboter
angeordnet, dass wenn der Benutzer von unten unter den Tragegriff greift, die Unterseite
der Saugroboters mit dem schmutzbehafteten Saugmund vom Körper des Benutzers abgewandt
ist. Dies ist der Fall, wenn der Benutzer den Saugroboter in der der ergonomischen
Tragestellung des Armes hält, in welcher die Handinnenflächen zum Oberschenkel des
Benutzers ausgerichtet sind.
[0014] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Verschlussklappe
ein horizontal verschwenkbares Klappenoberteil an einer Oberkante der Ansaugöffnung
und ein horizontal verschwenkbares Klappenunterteil an einer Unterkante der Ansaugöffnung
aufweist. Das horizontal verschwenkbare Klappenoberteil und das horizontal verschwenkbare
Klappenunterteil verschließen gemeinsam die Ansaugöffnung des Staubsammelbehälters,
sodass kein abgeschiedener Staub beim Tragen des Saugroboters über die Bodendüse aus
dem Staubsammelbehälter fällt. Dabei klappt das Klappenoberteil an der Oberkante vor
die Ansaugöffnung, während das Klappenunterteil von der Unterkante vor die Ansaugöffnung
klappt. Damit lässt sich die Ansaugöffnung einfach und platzsparend verschließen.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Klappenoberteil
dazu eingerichtet ist, von dem Unterdruck des Gebläses in eine Öffnungsstellung, in
welcher die Ansaugöffnung geöffnet ist, verlagert zu werden, wobei das Klappenoberteil
dazu eingerichtet ist, bei einer Deaktivierung des Gebläses automatisch in eine Schließstellung
überzugehen und die Ansaugöffnung zu verschließen. Mit dem Abschalten der Saugfunktion
fällt das Klappenoberteil einfach von der Oberkante vor die Ansaugöffnung und verschließt
diese bevorzugt hälftig. Die andere Hälfte der Ansaugöffnung wird von dem Klappenunterteil
verschlossen, sobald der Saugroboter am Tragegriff angehoben wird. Hierdurch fällt
das Klappenunterteil auf das Klappenoberteil und die Ansaugöffnung wird von beiden
Klappenteilen der Verschlussklappe verschlossen. Die beiden Klappenteile sind vorteilhafterweise
dazu eingerichtet mittels Schwerkraft in die Schließstellung zu fallen, um gemeinsam
die Ansaugöffnung zu verschließen.
[0016] Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass eine Trennebene zwischen
dem Klappenoberteil und dem Klappenunterteil vorgesehen ist, welche angewinkelt zu
einer Lotrechten zwischen der Oberkante und der Unterkante der Ansaugöffnung verläuft.
Die angewinkelte Trennebene bewirkt, dass sich das Klappenunterteil an dem geschlossenen
Klappenoberteil abstützen kann. Hierdurch wird ein besonders dichter Verschluss der
Ansaugöffnung durch die beiden mittels Schwerkraft in die Schließstellung verschwenkbaren
Klappenteile erreicht. Die angewinkelte Trennebene an dem Klappenoberteil bildet eine
zum Schwenkbereich des Klappenunterteils offene Fase, sodass die sich das Klappenunterteil
beim Verschwenken in die Schließstellung an diese Fase anlegt, nachdem bereits das
Klappenoberteil durch die Deaktivierung des Gebläses vor die Ansaugöffnung verschwenkt
wurde.
[0017] Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung ist, dass die Unterkante der Ansaugöffnung
einen Vorsprung in den Staubsammelbehälter aufweist, wobei der Vorsprung dazu ausgebildet
ist, aufgenommenen Staub in dem Staubsammelbehälter zurückzuhalten, wenn der Saugroboter
aus einer Fahrstellung durch Anheben am Tragegriff in eine Tragestellung geneigt wird.
Der Vorsprung an der Unterkante der Ansaugöffnung verhindert insbesondere, dass feiner
Staub auf die Klappenteile der Verschlussklappe fällt.
[0018] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der
nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnungen. Ausführungsbeispiele der
Erfindung sind in den folgenden Zeichnungen rein schematisch dargestellt und werden
nachfolgend näher beschrieben. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind
in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigt
- Figur 1
- Erfindungsgemäßer Saugroboter in Grundstellung und Tragestellung,
- Figur 2
- Gehäuse mit Staubsammelbehälter,
- Figur 3
- Rückseite von Griffmulde,
- Figur 4
- Detailansicht auf Federelement,
- Figur 5
- weitere Detailansicht auf Federelement,
- Figur 6
- Detailansicht auf Befestigung von Tragegriff,
- Figur 7
- weitere Detailansicht auf Befestigung von Tragegriff,
- Figur 8
- Tragegriff,
- Figur 9
- Detailansicht auf Verschlussklappe,
- Figur 10
- weitere Detailansicht auf Verschlussklappe,
- Figur 11
- weitere Detailansicht auf Verschlussklappe,
- Figur 12
- Schnittansicht durch Verschlussklappe,
- Figur 13
- Schnittansicht durch Staubsammelbehälter,
- Figur 14
- weitere Schnittansicht durch Staubsammelbehälter,
- Figur 15
- Lagerbereiche der Klappenteile und
- Figur 16
- weitere Schnittansicht durch Verschlussklappe.
[0019] In den Figuren mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist ein erfindungsgemäßer Saugroboter
rein schematisch dargestellt. Die Darstellung gemäß Figur 1 zeigt zwei Saugroboter
1 zur Reinigung und Pflege von Bodenflächen 2 jeweils mit einem fahrbaren Gehäuse
3. In dem Gehäuse 3 ist ein nicht dargestelltes Gebläse zur Erzeugung eines Unterdruckes
zur Aufnahme von Staub mittels eines Luftstromes angeordnet. Außerdem ist in dem Gehäuse
3 eine Abscheidesystem 4 (Fig. 13, 14) zur Reinigung der aufgenommenen Luft vom Staub
und ein Staubsammelbehälter 5 (Fig. 13, 14) zur Aufnahme von abgeschiedenem Staub
angeordnet. Vorteilhafterweise ist an dem Gehäuse 3 ein ausziehbarer Tragegriff 6
angeordnet ist. Über diesen Tragegriff 6 ist eine komfortable und Bauraum sparende
Lösung gegeben, über die das Gehäuse 3 des Saugroboters 1 bei einem Wechsel der Wohnebenen
in einem mehrstöckigen Haushalt leicht und sicher über Treppenstufen hinweg getragen
werden kann. Während der Saugroboter 1 auf der linken Seite der Figur 1 auf der Bodenfläche
2 bei der Reinigung und Pflege in einer Grundstellung oder Fahrstellung des Saugroboters
1 gezeigt ist, befindet sich der rechte Saugroboter 1 in einer Tragestellung. In dieser
Tragestellung ist der Saugroboter 1 vom Benutzer 18 oder der Benutzerin 18 an dem
Tragegriff 6 gegriffen und von der Bodenfläche 2 aufgehoben worden. In dieser Darstellung
ist auch zu erkennen, dass der Tragegriff 6 in einer eingezogenen Grundposition des
Tragegriffs 6 in einer Griffmulde 7 (Fig. 2) des Gehäuses 3 angeordnet ist und in
einer ausgezogenen Trageposition des Tragegriffs 6 aus der Griffmulde 7 (Fig. 2) des
Gehäuses 3 herausbewegt ist. Die Griffmulde 7 (Fig. 2) dient dazu, dass der Benutzer
18 oder die Benutzerin 18 leicht unter den Tragegriff 6 greifen kann. Die Griffmulde
7 (Fig. 2) erstreckt sich hierzu bevorzugt entlang des Gehäuses 3 bis zur Bodenfläche
2. In der links gezeigten, eingezogenen Grundposition des Tragegriffs 6 stört dieser
nicht während des Saugbetriebs des Saugroboters 1 bei der Reinigung und Pflege der
Bodenflächen 2 und ist sicher und platzsparend in der Griffmulde 7 (Fig. 2) aufbewahrt.
Das Gehäuse 3 des Saugroboters 1 weist auf der Bodenfläche 2 eine größere Breite B
als Höhe H von der Bodenfläche 2 auf, wie an dem linken Saugroboter 1 angedeutet ist.
Der Tragegriff 6 ist wiederum an einer Breitseite 9 des Gehäuses 3 angeordnet. Hierdurch
kann die größere Breite B des Gehäuses 3 längs des Oberschenkels 19 geführt werden,
während die geringere Höhe H des Gehäuses 3 ein nahes Tragen des Saugroboters 1 am
Körper ermöglicht, ohne dass der Saugroboter mit der Breitseite 9 gegen den Oberschenkel
19 des tragenden Benutzers 18 oder der tragenden Benutzerin 18 schlägt. Der Tragegriff
6 verläuft vorteilhafterweise entlang der Breitseite 9 um das Gehäuse 3 des Saugroboters
1, wie auch aus Figur 2 ersichtlich. Damit kann der Saugroboter 1, wie auf der rechten
Seite der Figur 1 gezeigt, sehr einfach mit der Breitseite 9 nach oben am Tragegriff
6 getragen werden. Außerdem ist der Tragegriff 6 dazu eingerichtet, einfach in die
Breite B aus dem Gehäuse 3 gezogen zu werden.
[0020] In Figur 2 ist das Gehäuse 3 des Saugroboters 1 gemäß Figur 1 ausschnittsweise mit
einem angedeuteten Staubsammelbehälter 5 gezeigt. Zu erkennen ist, dass abgeschiedener
Staub ohne weitere Maßnahmen aus der Ansaugöffnung 10 des Staubsammelbehälters 5 austritt,
wenn der Saugroboter 1 an dem herausziehbaren Tragegriff 6 mit der Breitseite 9 des
Gehäuses 3 nach oben getragen wird. Um dieses Problem zu lösen, werden nachfolgend
noch weitere Maßnahmen näher erläutert.
[0021] Zunächst soll aber die in Figur 3 von der Rückseite gezeigte Griffmulde 7 des Gehäuses
näher erläutert werden, welche den Tragegriff 6 in der eingezogenen Grundposition
des Tragegriffs 6 aufnimmt. Wie in Figur 3 dargestellt, verfügt der Tragegriff 6 über
Langlochösen 20, die am Gehäuse 3 verschieblich gelagert sind und die ein Herausziehen
des Tragegriffs 6 aus der Grundposition in die Trageposition ermöglichen. Die Langlochösen
20 greifen hierzu durch Aussparungen 21 seitlich der Griffmulde 7 in das Gehäuse 3
ein und sind dort auf der Innenseite 22 gelagert. An der Innenseite 22 des Gehäuses
3 sind auch Auszuganschläge 23 gebildet, die lotrecht nach innen vorstehen. An diesen
Auszuganschlägen 23 sind die Langlochösen 20 des Tragegriffs 6 verschieblich eingehängt.
[0022] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine Ausführung, bei der zwei Federelemente 8 an dem Tragegriff
6 angeordnet sind, welche dazu eingerichtet sind, den gegen die Federkraft der Federelemente
8 in Trageposition herausgezogenen Tragegriff 6 mittels Federkraft gemeinsam automatisch
zurück in die Grundposition zu bewegen.
[0023] In den Figuren 6 und 7 sind Detailansichten auf die Befestigungen des Tragegriffs
6 einer weiteren Ausführung gezeigt. Hier ist das an dem Tragegriff 6 angeordnete
Federelement durch ein Federstahlblech im Tragegriff 6 selbst gebildet. Dieses Federelement
ist bevorzugt als Einlegeteil mit elastischen Kunststoff umspritzt. Das Einlegeteil
ist vorteilhafterweise dazu eingerichtet ist, den gegen die Federkraft in Trageposition
herausgezogenen Tragegriff 6 mittels Federkraft automatisch zurück in die Grundposition
zu bewegen.
[0024] Die Figur 8 zeigt den Tragegriff 8 noch einmal in einer Einzelansicht. Hier sind
die an den Enden des Tragegriffs 6 angeordneten Langlochösen 20 zu erkennen, mit denen
der Tragegriff 3 an dem Gehäuse 3 (Fig. 3) befestigt ist.
[0025] Um das Problem zu lösen, dass abgeschiedener Staub aus der Ansaugöffnung 10 des Staubsammelbehälters
5 austritt, ist vorgesehen an der Ansaugöffnung 10 eine Verschlussklappe 11 anzuordnen.
Diese Verschlussklappe 11 ist in Figur 9 in einer Detailansicht gezeigt. Die Ansaugöffnung
10 ist beim beschrieben Saugroboter 1 bevorzugt über eine zweigeteilte Verschlussklappe
11 verschließbar. Über diese zweigeteilte Verschlussklappe 11 lässt sich die Ansaugöffnung
10 platzsparend verschließen, wie im nachfolgenden noch näher erläutert wird. Mit
dem Verschluss der Ansaugöffnung 10 tritt beim Tragen des Saugroboters 1 kein abgeschiedener
Staub aus dem Staubsammelbehälter 5 aus. Die mehrteilige Verschlussklappe 11 weist
ein horizontal verschwenkbares Klappenoberteil 12 an einer Oberkante 13 der Ansaugöffnung
10 und ein horizontal verschwenkbares Klappenunterteil 14 an einer Unterkante 15 der
Ansaugöffnung 10 aufweist. In Figur 9 sind beide Klappenteile 12, 14 der Verschlussklappe
11 aufgeschwenkt dargestellt, sodass die Ansaugöffnung 10 freiliegt. Im Saugbetrieb
kann so Staub über die Ansaugöffnung 10 in dem Sammelbehälter 5 aufgenommen werden.
[0026] In Figur 10 ist das Klappenoberteil 12 der Verschlussklappe 11 geschlossen dargestellt.
In diese gezeigte Schließstellung geht das horizontal ausgerichtete Klappenoberteil
12 bei einer Deaktivierung des Gebläses automatisch über, um die Ansaugöffnung 10
teilweise zu verschließen. Von dem Unterdruck des Gebläses wird das Klappenoberteil
12 andererseits in eine Öffnungsstellung, in welcher die Ansaugöffnung 10 geöffnet
ist, ebenfalls automatisch verlagert.
[0027] Die andere Hälfte der Ansaugöffnung 10 wird, wie in Figur 11 zu sehen, von dem Klappenunterteil
14 verschlossen, sobald der Saugroboter 1 am Tragegriff 6, wie auf der rechten Seite
der Figur 1 zu sehen, angehoben wird. Dabei fällt das horizontal ausgerichtete Klappenunterteil
14 auf das Klappenoberteil 12 und die Ansaugöffnung 10 wird von beiden Klappenteilen
12, 14 der Verschlussklappe 11 gemeinsam verschlossen. Die beiden Klappenteile 12,
14 fallen vorteilhafterweise einfach mittels Schwerkraft in die gezeigte Schließstellung.
[0028] Die Figur 12 zeigt eine Schnittansicht durch die Verschlussklappe 11, wobei die Klappenteile
12, 14 wie in Figur 11 zu sehen, die Ansaugöffnung 10 gemeinsam verschließen. Die
Unterkante 15 der Ansaugöffnung 10 weist einen Vorsprung 17 in den Staubsammelbehälter
5 auf. Dieser Vorsprung 17 dient dazu den aufgenommenen Staub in dem Staubsammelbehälter
5 zurückzuhalten, wenn der Saugroboter 1 aus einer Fahrstellung bzw. Grundstellung
durch Anheben am Tragegriff 6 (Fig. 1) in eine Tragestellung geneigt wird. In der
Schnittdarstellung gemäß Figur 12 ist zu erkennen, dass zwischen dem Klappenoberteil
12 und dem Klappenunterteil 14 der Verschlussklappe 11 eine Trennebene 16 gebildet
ist. Diese Trennebene 16 verläuft angewinkelt zu einer Lotrechten L zwischen der Oberkante
13 und der Unterkante 15 der Ansaugöffnung 10. Über die angewinkelte Trennebene 16
wird erreicht, dass sich das Klappenunterteil 14 an dem geschlossenen Klappenoberteil
12 abstützen kann. So wird ein besonders dichter Verschluss der Ansaugöffnung 10 durch
die zweigeteilte Verschlussklappe 11 erreicht. An dem Klappenoberteil 12 bildet die
angewinkelte Trennebene 16 eine zum Schwenkbereich des Klappenunterteils 14 offene
Fase, sodass die sich das Klappenunterteil 14 beim Verschwenken in die Schließstellung
an diese Fase anlegen kann, nachdem bereits das Klappenoberteil 12 durch die Deaktivierung
des Gebläses vor die Ansaugöffnung 10 verschwenkt wurde, wie auch in Figur 13 zu sehen
ist.
[0029] Aus Figur 13 geht eine Schnittansicht durch den Staubsammelbehälter 5 mit Verschlussklappe
11 hervor. In der Grundstellung des Saugroboters 1 auf der Bodenfläche 2 und bei Deaktivierung
des Gebläses fällt das Klappenoberteil 12 der Verschlussklappe 11 automatisch vor
die Ansaugöffnung 10 des Staubsammelbehälters 5. Die zweigeteilte Verschlussklappe
11 ermöglicht kleinere Klappenteile 12, 14 zu verwenden, sodass der Schwenkbereich
der Klappenteile 12, 14 kleiner ausfallen kann, als bei einer durchgehenden Verschlussklappe.
In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel wird so das Abscheidesystem 4 im Saugbetrieb
nicht von der Verschlussklappe 11, insbesondere nicht von dem Klappenoberteil 12 verdeckt,
sodass der Staub wirksam abgeschieden werden kann.
[0030] Die Figur 14 zeigt den Staubsammelbehälter 5 in der Tragestellung des Saugroboters
1 (Fig. 1). Hier fällt das Klappenunterteil 14 beim Anheben des Saugroboters 1 (Fig.
1) am Tragegriff 6 mittels Schwerkraft auf das Klappenoberteil 12 und die Ansaugöffnung
10 wird von beiden Klappenteilen 12, 14 der Verschlussklappe 11 gemeinsam verschlossen.
[0031] Die Figur 15 zeigt die Lagerbereiche 24 der Klappenteile 12, 14, die bereits aus
den Figuren 9 bis 11 ersichtlich sind, in einer Seitenansicht. Die Klappenteile 12,
14 sind in dem Staubsammelbehälter 5 in Langlöchern gelagert, sodass diese auch bei
starken Verschmutzungen leichtgängig verschwenkbar bleiben.
[0032] In Figur 16 ist eine weitere Schnittansicht durch ein Klappenteil 12, 14 der Verschlussklappe
11 gezeigt. Hier ist zu erkennen, dass die Randbereiche 25 der Klappenteile 12, 14
ausgedünnt sind, um auch bei starken Verschmutzungen ein sicheres Schließen der Verschlussklappe
11 zu ermöglichen. Die Randbereiche 25 der Klappenteile 12, 14 weisen eine schräge
Außengeometrie gegenüber der Ansaugöffnung 10 auf, sodass sich bei einer Blockade
beispielsweise durch feinen Staub zwischen der Außengeometrie 25 und der Ansaugöffnung
10 des Staubsammelbehälters 5 bereits nach einem geringen Öffnungswinkel ein größeres
Spaltbild einstellt und die Verschlussklappe 11 dadurch leichtgängiger öffnet.
[0033] Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- 1
- Saugroboter
- 2
- Bodenflächen
- 3
- Gehäuse
- 4
- Abscheidesystem
- 5
- Staubsammelbehälter
- 6
- Tragegriff
- 7
- Griffmulde
- 8
- Federelement
- 9
- Breitseite
- 10
- Ansaugöffnung
- 11
- Verschlussklappe
- 12
- Klappenoberteil
- 13
- Oberkante
- 14
- Klappenunterteil
- 15
- Unterkante
- 16
- Trennebene
- 17
- Vorsprung
- 18
- Benutzer
- 19
- Oberschenkel
- 20
- Langlochösen
- 21
- Aussparungen
- 22
- Innenseite
- 23
- Auszuganschläge
- 24
- Lagerbereich
- 25
- Randbereich
- B
- Breite
- H
- Höhe
- L
- Lotrechten
1. Saugroboter (1) zur Reinigung und Pflege von Bodenflächen (2) mit einem fahrbaren
Gehäuse (3) und einem in dem Gehäuse (3) angeordneten Gebläse zur Erzeugung eines
Unterdruckes zur Aufnahme von Staub mittels eines Luftstromes, mit einem Abscheidesystem
(4) zur Reinigung der aufgenommenen Luft vom Staub und mit einem Staubsammelbehälter
(5) zur Aufnahme von abgeschiedenem Staub,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Staubsammelbehälter (5) eine Ansaugöffnung (10) zur Aufnahme von abgeschiedenem
Staub aufweist, wobei die Ansaugöffnung (10) über eine zweigeteilte Verschlussklappe
(11) verschließbar ist.
2. Saugroboter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Gehäuse (3) ein ausziehbarer Tragegriff (6) angeordnet ist.
3. Saugroboter (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragegriff (6) in einer eingezogenen Grundposition in einer Griffmulde (7) des
Gehäuses (3) angeordnet ist und in einer ausgezogenen Trageposition aus der Griffmulde
(7) des Gehäuses (3) herausbewegt ist.
4. Saugroboter (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Tragegriff (6) mindestens ein Federelement (8) angeordnet ist, welches dazu
eingerichtet ist, den gegen die Federkraft des Federelements (8) in Trageposition
herausgezogenen Tragegriff (6) mittels Federkraft automatisch zurück in die Grundposition
zu bewegen.
5. Saugroboter (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (3) des Saugroboters (1) auf der Bodenfläche (2) eine größere Breite
(B) als Höhe (H) von der Bodenfläche (2) aufweist, wobei der Tragegriff (6) an einer
Breitseite (9) des Gehäuses (3) angeordnet ist.
6. Saugroboter (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragegriff (6) dazu eingerichtet ist, in die Breite (B) aus dem Gehäuse (3) gezogen
zu werden und der Saugroboter (1) dazu eingerichtet ist, mit der Breitseite (9) nach
oben am Tragegriff (6) getragen zu werden.
7. Saugroboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussklappe (11) ein horizontal verschwenkbares Klappenoberteil (12) an
einer Oberkante (13) der Ansaugöffnung (10) und ein horizontal verschwenkbares Klappenunterteil
(14) an einer Unterkante (15) der Ansaugöffnung (10) aufweist.
8. Saugroboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappenoberteil (12) dazu eingerichtet ist, von dem Unterdruck des Gebläses in
eine Öffnungsstellung, in welcher die Ansaugöffnung (10) geöffnet ist, verlagert zu
werden, wobei das Klappenoberteil (12) dazu eingerichtet ist, bei einer Deaktivierung
des Gebläses automatisch in eine Schließstellung überzugehen und die Ansaugöffnung
(10) zu verschließen.
9. Saugroboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trennebene (16) zwischen dem Klappenoberteil (12) und dem Klappenunterteil (14)
vorgesehen ist, welche angewinkelt zu einer Lotrechten (L) zwischen der Oberkante
(13) und der Unterkante (15) der Ansaugöffnung (10) verläuft.
10. Saugroboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterkante (15) der Ansaugöffnung (10) einen Vorsprung (17) in den Staubsammelbehälter
(5) aufweist, wobei der Vorsprung (17) dazu ausgebildet ist, aufgenommenen Staub in
dem Staubsammelbehälter (5) zurückzuhalten, wenn der Saugroboter (1) aus einer Fahrposition
in eine Trageposition geneigt wird.