[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bett, insbesondere ein medizinisches Bett,
- mit einem Untergestell, das untere Tragelemente und obere Tragelemente aufweist,
- mit einem Obergestell, welches Längsseitenträger und eine Liegefläche umfasst, die
an den Längsseitenträgern befestigt ist,
- wobei die Längsseitenträger über Verbinder an den oberen Tragelementen befestigt sind
und
- wobei das Untergestell wenigstens einen Mechanismus zwischen den unteren Tragelementen
und den oberen Tragelementen zum Bewegen des Obergestells in verschiedene Höhen aufweist.
[0002] Die Anmelderin, die wissner-bosserhoff GmbH stellt ein Pflegebett her, das unter
dem Namen sentida 5 vertrieben wird. Das sentida 5 hat ein Untergestell mit einem
unteren Rahmen und einem oberen Rahmen. An dem unteren Rahmen sind Rollen vorgesehen,
auf denen das Bett gefahren werden kann. An dem oberen Rahmen ist das Obergestell
mit der Liegefläche befestigt. Der untere Rahmen bildet untere Tragelemente. Der obere
Rahmen bildet obere Tragelemente.
[0003] Zwischen dem unteren Rahmen und dem oberen Rahmen ist an einem dem Kopfende des Bettes
zugewandten Ende des oberen und des unteren Rahmens und an einem dem Fußende des Bettes
zugewandten Ende des oberen und des unteren Rahmens je ein Bewegungsmechanismus vorgesehen.
Mit den Bewegungsmechanismen kann die Höhe des dem Kopfende zugewandten Endes des
oberen Rahmens und die Höhe des dem Fußende zugewandten Endes des oberen Rahmens und
damit das Kopfende bzw. das Fußende des Obergestells angehoben oder abgesenkt werden.
Bei dem sentida 5 sind Scherenmechanismen mit einem Antrieb als Bewegungsmechanismen
vorgesehen. Bei dem Antrieb handelt es sich um je einen Linearantrieb. Grundsätzlich
können auch andere Bewegungsmechanismen verwendet werden, zum Beispiel Hubsäulen.
[0004] Bei dem sentida 5 können wie auch bei den vielen anderen medizinischen Betten der
Bewegungsmechanismus zum Anheben und Absenken des Kopfendes des Obergestells und der
Bewegungsmechanismus zum Anheben und Absenken des Fußendes des Obergestells unabhängig
voneinander betrieben werden, so dass das Fußende bewegt werden kann ohne dass gleichzeitig
das Kopfende bewegt wird, dass das Kopfende bewegt werden kann ohne dass gleichzeitig
das Fußende bewegt wird und das beide Enden gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen
bewegt werden können. Es ist also möglich, das Obergestell in eine Schrägstellung
zu bringen, bei der entweder das Fußende über dem Kopfende liegt oder umgekehrt. Dazu
wird beim sentida 5 der obere Rahmen, der einerseits mit den Bewegungsmechanismen
und andererseits mit dem Obergestell verbunden ist, in Schrägstellung gebracht.
[0005] Das sentida 5 kann das Obergestell in eine Niedrigstpostion gefahren werden, in der
sich die Liegefläche so weit unten befindet, dass ein Benutzer des Bettes bei einem
Sturz keine oder zumindest keine ernsthaften Verletzungen bekommen kann. Je niedriger
eine solche Niedrigstposition der Liegefläche ist, umso geringer ist die Verletzungswahrscheinlichkeit.
Hersteller von medizinischen Betten, insbesondere von Pflegebetten haben daher das
Ziel, Betten zu konstruieren, bei denen sich die Liegeflächen möglichst weit absenken
lassen.
[0006] In der Niedrigstposition des sentida 5 tauchen die Längsholme des oberen Rahmen in
einen Raum zwischen den Längsholmen des unteren Rahmens. Da die Querholme des oberen
Rahmens auf einer Oberseite der Längsholme des oberen Rahmens aufliegen und dort angeschweißt
sind, liegen die Querholme des oberen Rahmens höher als die Längsholme des oberen
Rahmens. Die Querholme des oberen Rahmens sind in einem Stück mit den Verbindern ausgeführt,
die den oberen Rahmen mit den Längsseitenholmen verbinden. Die Querträger des oberen
Rahmens und die Verbinder sind aus einem geraden Rechteckrohr gebildet, welches in
der Niedrigstposition des Bettes den Längsträger des unteren Rahmens übergreift.
[0007] Die Liegefläche des sentida 5 weist mehrere Liegeflächenteile auf, zum Beispiel eine
Oberkörperstütze, eine Oberschenkelstütze und eine Unterschenkelstütze. Diese drei
Liegeflächenteile können aufgestellt werden, um den Benutzer des Bettes in verschiedenen
Körperhaltungen unterstützen zu können, zum Beispiel in einer Sitzposition, in einer
Position mit aufgestellten Beinen oder in einer Position mit Beinhochlage. Damit die
Liegeflächenteile in einer definierten Weise aufgestellt werden können, sind die Liegeflächenteile
und die Längsseitenholme des Obergestells drehbar mit Stangen verbunden. Die Stangen
bilden Mechanismen, die den Liegeflächenteilen Bewegungsbahnen vorgeben. Damit diese
Mechanismen funktionieren ist ein gewisser Abstand zwischen den Längsseitenholmen
und den Liegeflächenteilen notwendig. Das führt dazu, dass die Liegeflächenteile höher
liegen, als es für das Erreichen einer möglichst niedrigen Niedrigstposition hilfreich
ist.
[0008] Bei einem aus dem Dokument
DE 10 2018 126 087 B4 bekannten Bett ist die Liegefläche des Obergestells offenbar unmittelbar an dem oberen
Rahmen des Untergestells befestigt. Das Problem, dass aufstellbare Liegeflächenteile
mit einem Abstand zu Längsseitenholmen an diesen befestigt werden müssen, stellt sich
bei dem aus dem Dokument
DE 10 2018 126 087 B4 bekannten Bett daher offenbar nicht. In der schematischen Darstellung des Dokumentes
DE 10 2018 126 087 B4 ist allerdings nicht dargestellt, wie die Liegefläche oder Teile der Liegefläche
an dem oberen Rahmen befestigt sind.
[0009] An den Längsseitenträgern des aus dem Dokument
DE 10 2018 126 087 B4 bekannten Betts sind nur das Kopf- und das Fußteil und ggf. Seitenteile des Obergestells
befestigt. Die Längsseitenträger sind über Verbinder mit dem oberen Rahmen des Untergestells
verbunden. Die Verbindungsplatten haben eine zu vernachlässigende Dicke, d.h. diese
weisen eine zu vernachlässigende Dimension in Z-Richtung auf, wenn definiert wird,
dass die Höhenverstellung in Z-Richtung erfolgt. Die Verbindungsplatten sind in Höhe
der Oberseite des oberen Rahmens und gegebenenfalls sogar noch oberhalb der Oberseite
des oberen Rahmens angeordnet und übergreifen in der niedrigsten Position des Betts
die Längsholme des unteren Rahmens. Damit kann der obere Rahmen und damit die Liegefläche
in eine extrem niedrige Niedrigstposition verfahren werden.
[0010] Die Verbindungsplatten ermöglichen zwar eine niedrige Niedrigstposition der Liegefläche,
allerdings haben die Verbindungsplatten des aus dem Dokument
DE 10 2018 126 087 B4 bekannten Betts nicht die Steifigkeit der aus einem Rohr hergestellten Verbinder,
wie es von dem sentida 5 bekannt ist. Das mag auch der Grund sein, dass die Liegefläche
bei diesem Bett nicht an den Längsseitenholmen, sondern am oberen Rahmen des Untergestells
befestigt ist und an den Längsseitenholmen nur das Kopfteil und das Fußteil befestigt
sind. Das Gewicht der Liegefläche und eines sich auf der Liegefläche aufhaltenden
Benutzers muss bei dem aus dem Dokument
DE 10 2018 126 087 B4 bekannten Bett nicht über die Verbindungsplatten übertragen werden, um ins Untergestell
abgeleitet zu werden. Wie allerdings die Befestigung der Liegefläche an dem oberen
Rahmen gelöst ist, offenbart das Dokument
DE 10 2018 126 087 B4 nicht. Das Dokument
DE 10 2018 126 087 B4 konnte einem Fachmann keine Anregung geben, wie man das sentida 5 so ändern kann,
dass eine niedrigere Niedrigstposition erreicht werden kann.
[0011] Der Erfindung liegt daher das Problem zu Grunde, ein eingangs beschriebenes Bett
so zu ändern, dass eine niedrigere Niedrigstposition erreicht werden kann.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest in der Niedrigstposition
Verbindungsstellen zwischen den Verbindern und den Längsseitenholmen unter Verbindungstellen
der Verbinder und den oberen Tragelementen angeordnet sind.
[0013] Dadurch, dass die Verbindungstellen zwischen den Verbindern und den Längsseitenholmen
unter Verbindungstellen der Verbinder und den oberen Tragelementen angeordnet sind,
liegen die Längsseitenholme tiefer als die oberen Tragelemente. Die Längsseitenholme
können dabei beim Absenken der oberen Tragelemente in einer niedrigeren Niedrigstposition
gebracht werden als bei einem bekannten Bett, bei dem die Längsseitenholme in einem
gleichen Höhenbereich liegen wie die oberen Tragelemente. Dadurch gelingt es bei einem
erfindungsgemäßen Bett auch die Liegefläche in eine niedrigere Niedrigstposition zu
bringen als zum Beispiel beim sentida 5.
[0014] Bei einer Variante des erfindungsgemäßen Bettes können von dem zweiten Bereich des
Verbinders übergriffene Teile der unteren Tragelemente eine Oberseite haben, die in
der Niedrigstposition oberhalb einer Unterseite oder oberhalb dieser Unterseite und
einer Oberseite der Längsseitenholme angeordnet sein. Dann ist sichergestellt, dass
in der Niedrigstposition des Bettes die Längsseitenholme in einem Höhenbereich liegen,
der zumindest zum Teil tiefer ist als der Höhenbereich, in dem die von den Verbindern
übergriffenen Teile der unteren Tragelemente liegen.
[0015] Weitergehend können sogar bei einer Variante des erfindungsgemäßen Bettes die Unterseite
der von dem zweiten Bereich des Verbinders übergriffenen Teile der unteren Tragelemente
in der Niedrigstposition oberhalb der Unterseite oder oberhalb der Unterseite und
der Oberseite der Längsseitenholme angeordnet sein. Dann ist sichergestellt, dass
in der Niedrigstposition des Bettes die Längsseitenholme vollständig in einem Höhenbereich
liegen, der tiefer ist als der Höhenbereich, in dem die von den Verbindern übergriffenen
Teile der unteren Tragelemente liegen.
[0016] Die Erfindung kann besonders einfach realisiert werden, wenn der zweite Bereich gegenüber
dem ersten Bereich nach unten abgewinkelt ist. Die Abwinkelung kann zwischen 20° und
90° betragen.
[0017] Der Verbinder kann ein Rohr sein oder ein Rohr umfassen. Das Rohr kann insbesondere
einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt haben. Ebenso ist es möglich, dass
der Verbinder eine Platte ist oder eine Platte umfasst, die in der Niedrigstposition
des Obergestells senkrecht oder nahezu senkrecht zum Untergrund steht, auf dem das
Bett steht. Der Verbinder könnte auch ein C-Profil, ein U-Profil, ein H-Profil, ein
T-Profil oder ein Γ-Profil haben.
[0018] Bei einem erfindungsgemäßen Bett kann vorgesehen sein, dass die Längsseitenholme
an einer Innenseite Laschen aufweisen, mit denen außenliegende Enden der Verbinder
verbunden sind. Ferner ist es möglich, dass die oberen Tragelemente ein auskragendes
Element aufweisen, mit denen innenliegende Enden der Verbinder verbunden sind.
[0019] Die Verbindungen zwischen den Verbindern und dem Längsseitenholmen des Obergestells
und/oder die Verbindungen zwischen den Verbindern und den oberen Tragelementen des
Untergestells können lösbare Verbindungen sein, zum Beispiel Schraubverbindungen.
Die Verbindungen können aber auch unlösbare Verbindungen sein, zum Beispiel Schweißverbindungen.
Es ist auch möglich, dass an einem Ende des Verbinders eine lösbare Verbindung und
an dem anderen Ende des Verbinders eine unlösbare Verbindung vorgesehen ist. Sind
beide Verbindungen lösbar, kann der Verbinder austauschbar sein.
[0020] Ein oberer Rahmen aus zwei Längsträgern und zwei Querträgern, die miteinander verbunden
sind, kann die oberen Tragelemente eines erfindungsgemäßen Bettes aufweisen. Die Längsträger
können aus einem Rohr hergestellt sein oder ein C-Profil, ein U-Profil, ein H-Profil,
ein T-Profil oder ein Γ-Profil haben. Die Querträger können aus einem Rohr oder einem
flachen Material hergestellt sein oder können ein C-Profil, ein U-Profil, ein H-Profil,
ein T-Profil oder ein Γ-Profil haben. Die auskragenden Elemente, an denen die Verbinder
befestigt sein können, können Enden der Querträger sein.
[0021] Ein unterer Rahmen aus zwei Längsträgern und zwei Querträgern, die miteinander verbunden
sind, kann die unteren Tragelemente eines erfindungsgemäßen Bettes aufweisen. Die
Längsträger können aus einem Rohr hergestellt sein oder ein C-Profil, ein U-Profil,
ein H-Profil, ein T-Profil oder ein Γ-Profil haben. Die Querträger können aus einem
Rohr oder einem flachen Material hergestellt sein oder können ein C-Profil, ein U-Profil,
ein H-Profil, ein T-Profil oder ein Γ-Profil haben. Die auskragenden Elemente, an
denen die Verbinder befestigt sein können, können Enden der Querträger sein.
[0022] Es ist möglich, dass die von den zweiten Bereichen der Verbinder übergriffenen Teile
der unteren Tragelemente Längsholme sind, insbesondere Längsholme des unteren Rahmens.
[0023] Die unteren Tragelemente eines erfindungsgemäßen Bettes können Halteelemente aufweisen,
an denen Loslager oder Festlager des wenigstens einen Bewegungsmechanismus befestigt
sind, wobei diese Lager in einer Ebene unterhalb des Längsträgers und/oder des Querträgers
angeordnet sind.
[0024] Die Liegefläche eines erfindungsgemäßen Bettes kann Liegeflächenteile aufweisen,
die aufgestellt werden können, wobei die Liegeflächenteile einerseits und die Längsseitenholme
andererseits über Mechanismen verbunden sind, die den Liegeflächenteilen beim Aufstellen
Bewegungsbahnen vorgeben.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile eines Ausführungsbeispiels der Erfindung werden unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen nachfolgend beschrieben. Dabei werden für gleiche oder
ähnliche Teile und für Teile mit gleichen oder ähnlichen Funktionen dieselben Bezugszeichen
verwendet. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Bettes mit einem oberen Rahmen
eines Untergestells und einem Obergestell in einer hohen Position,
- Fig. 1a
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Bettes mit dem oberen Rahmen
und dem Obergestell in einer Niedrigstposition,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Bettes mit dem oberen Rahmen und dem Obergestell in der hohen
Position,
- Fig. 2a
- eine Seitenansicht des Bettes mit dem oberen Rahmen und dem Obergestell in der Niedrigstposition,
- Fig. 3
- eine Draufsicht des Bettes mit dem Obergestell in der hohen Position,
- Fig. 3a
- eine Draufsicht des Bettes mit dem oberen Rahmen und dem Obergestell in der Niedrigstposition,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Untergestells ohne Antriebe, von daran befestigten
Verbindern und von an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells
in einer hohen Position,
- Fig. 4a
- eine perspektivische Darstellung des Untergestells ohne Antriebe, den daran befestigten
Verbindern und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells
in einer Niedrigstposition,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Untergestells ohne Antriebe, den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells in einer
hohen Position,
- Fig. 5a
- eine Seitenansicht des Untergestells ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells in einer
Niedrigstposition,
- Fig. 6
- eine Draufsicht des Untergestells ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells in einer
hohen Position,
- Fig. 6a
- eine Draufsicht des Untergestells ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells in einer
Niedrigstposition,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch das Untergestell ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells gemäß der
Linie VII-VII in Fig. 6,
- Fig. 7a
- einen Schnitt durch das Untergestell ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells gemäß der
Linie Vlla-Vlla in Fig. 6a,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch das Untergestell ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells gemäß der
Linie VIII-VIII in Fig. 6,
- Fig. 8a
- einen Schnitt durch das Untergestell ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells gemäß der
Linie VIIIa-VIIIa in Fig. 6a,
- Fig. 9
- einen Schnitt durch das Untergestell ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells gemäß der
Linie IX-IX in Fig. 6,
- Fig. 9a
- einen Schnitt durch das Untergestell ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern des Obergestells gemäß der
Linie IXa-IXa in Fig. 6a und
- Fig. 10a
- einen Schnitt durch das Untergestell ohne Antriebe, mit den daran befestigten Verbindern
und den an den Verbindern befestigten Längsseitenträgern und der Liegefläche des Obergestells
gemäß der Linie IXa-IXa in Fig. 6a.
[0026] Es ist nicht notwendig, dass ein erfindungsgemäßes Bett alle nachfolgend beschriebenen
Merkmale des dargestellten erfindungsgemäßen Bettes aufweist. Es ist auch möglich,
dass ein erfindungsgemäßes Bett nur einzelne Merkmale des nachfolgend beschriebenen
Ausführungsbeispiels aufweist.
[0027] Das in den Figuren dargestellte Bett weist ein Untergestell und ein Obergestell auf,
die über auf später erläuterte Weise durch Verbinder 3 miteinander verbunden sind.
[0028] Das Untergestell weist einen unteren Rahmen 131, 132 und einen oberen Rahmen 151,
152 auf, die jeweils durch Längsträger 131, 151 und Querträger 132, 152 gebildet sind.
Bei dem dargestellten Beispiel sind die Längsträger 131, 151 und die Querträger 132,
152 so angeordnet, dass sie einen rechteckigen Raum einrahmen.
[0029] Die Längsträger 131 und Querträger 132 des unteren Rahmens 131, 132 könnten auch
einen Raum einrahmen, der eine andere Querschnittfläche hat. Die Querträger 132 überragen
die Längsträger 131 und an den die Längsträger 131 überragenden Enden der Querträger
132 des unteren Rahmens 131, 132 sind Rollen 10 angebracht, auf denen das Untergestell,
und damit das gesamte Bett, auf einem Untergrund abgestützt ist und gefahren werden
kann. Die Rollen 10 sind im Beispiel Lenkrollen. An einigen oder allen Rollen 10 können
Bremsen vorgesehen sein, um ein unbeabsichtigtes Wegrollen des Bettes zu verhindern.
Die Bremsen weisen einen Bremshebel 12 auf. Die Rollen 10 und Teile der Bremsen sind
unter einer Abdeckhaube 11 angeordnet. Die Längsträger 131 und Querträger 132 sind
aus Rechteckhohlprofilen hergestellt. In Eckbereichen des unteren Rahmens des dargestellten
Bettes sind Halteelemente 133 befestigt. Diese sind bei dem dargestellten Bett Winkelteile,
von denen ein erster Schenkel auf der Innenseite eines der beiden Querträger 132 und
ein zweiter Schenkel auf der Unterseite eines der beiden Längsträger 131 befestigt
ist. An einer Innenseite des ersten Schenkels ist eine Schiene 134 aus einem C-Profil
befestigt.
[0030] Die Längsträger 151 des oberen Rahmens sind aus C-Profilen hergestellt und weisen
zumindest in Abschnitten auch noch ein C förmiges Querschnittsprofil auf. Die Querträger
152 sind aus Flachmaterial hergestellt. Auch die Querträger 152 des oberen Rahmens
151, 152 überragen bei dem dargestellten Beispiel die Längsträger 151 des oberen Rahmens
152 seitlich.
[0031] Zwischen dem unteren Rahmen 131, 132 und dem oberen Rahmen 151, 152 sind zwei Scherenmechanismen
141 bis 146 vorgesehen. Ein erster der Scherenmechanismen 141 bis 146 ist in einem
dem Kopfende 21 des Bettes zugewandten Bereich zwischen dem oberen Rahmen 151, 152
und dem unteren Rahmen 131, 132 angeordnet. Ein zweiter der Scherenmechanismen 141
bis 146 ist in einem dem Fußende 22 des Bettes zugewandten Bereich zwischen dem oberen
Rahmen 152, 152 und dem unteren Rahmen 131, 132 angeordnet. Jeder der Scherenmechanismen
141 bis 146 hat zwei erste Scherenelemente 141 und zwei zweite Scherenelemente 142.
Jeder Scherenmechanismus 141 bis 146 hat auf einer rechten und einer linken Seite
des Untergestells eines der ersten Scherenelemente141 und eines der zweiten Scherenelemente
142, die in y-artig angeordnet sind.
[0032] Die ersten Scherenelemente 141 des ersten wie des zweiten Scherenmechanismus 141
bis 146 sind über je eine Traverse 143 starr miteinander verbunden. Die ersten Scherenelemente
141 des ersten Scherenmechanismus 141 bis 146 können daher nur synchron zueinander
bewegt werden. Das gleiche gilt für die ersten Scherenelemente 141 des zweiten Scherenmechanismus
141 bis 146.
[0033] Jedes erste Scherenelement 141 hat ein unteres Ende, das über ein Loslager mit dem
unteren Rahmen verbunden ist. An dem unteren Ende jedes ersten Scherenelementes 141
ist drehbar zum unteren Ende des ersten Scherenelementes ein erster Gleiter angebracht.
Dieser erste Gleiter ist in der Schiene 34 in dem Eckbereich des unteren Rahmens verschiebbar
angeordnet. Durch die Schienen 134 und die drehbar am unteren Ende der ersten Scherenelemente
141 angebrachten ersten Gleiter sind die Loslager hergestellt.
[0034] Jedes erste Scherenelement 141 hat ein oberes Ende, das über ein Loslager 151, 162
mit dem oberen Rahmen verbunden ist. An dem oberen Ende jedes ersten Scherenelementes
141 ist drehbar zum oberen Ende des ersten Scherenelementes 141 ein zweiter Gleiter
162 angebracht. Dieser zweite Gleiter 162 ist in dem Längsträger 151, der wie bereits
ausgeführt wurde, ein C-förmiges Profil hat, des oberen Rahmens 151, 152 angeordnet,
der eine Schiene bildet, in der die zweiten Gleiter 162 verschoben werden können.
Die zweiten Gleiter 162 und die Schiene 151 bilden Loslager für die oberen Enden der
ersten Scherenelemente 141.
[0035] Die zweiten Scherenelemente 142 des ersten wie des zweiten Scherenmechanismus 141
bis 146 sind ebenfalls über je eine Traverse 144 starr miteinander verbunden. Die
zweiten Scherenelemente 142 des ersten Scherenmechanismus 141 bis 146 können daher
nur synchron zueinander bewegt werden. Das gleiche gilt für die zweiten Scherenelemente
142 des zweiten Scherenmechanismus 141 bis 146.
[0036] Jedes zweite Scherenelement 142 hat ein unteres Ende, das über ein Festlager 146
drehbar mit einem mittleren Bereich des ersten Scherenelements 141 auf der gleichen
Seite des Untergestells des gleichen Scherenmechanismus 141 bis 146 verbunden ist.
[0037] Jedes zweite Scherenelement 142 hat ein oberes Ende, das über ein Festlager mit dem
oberen Rahmen verbunden ist. An dem oberen Ende jedes ersten Scherenelementes ist
drehbar zum oberen Ende des ersten Scherenelementes ein Lagerelement 161 angebracht.
Dieses Lagerelement 161 ist in dem Längsträger 151, der wie bereits ausgeführt wurde,
ein C-förmiges Profil hat, des oberen Rahmens 151, 152 fest angeordnet.
[0038] Dem ersten Scherenmechanismus ist ein erster Antrieb 41 und dem zweiten Scherenmechanismus
ist ein zweiter Antrieb 42 zugeordnet. Es handelt sich um Linearantriebe, die einerseits
mittelbar an dem oberen Rahmen 151, 152 und andererseits an dem zweiten Scherenelement
142 abgestützt sind. Dazu ist an der die zweiten Scherenelemente verbindenden Traverse
144 eine Stütze 145 angebracht. Durch Einfahren und Ausfahren des ersten Linearantriebs
41 kann die Stellung der Scherenelemente 141, 142 des ersten Scherenmechanismus 141
bis 146 verändert werden und durch Einfahren und Ausfahren des zweiten Linearantriebs
42 kann die Stellung der Scherenelemente 141, 142 des zweiten Scherenmechanismus 141
bis 146 zueinander verändert werden. Die oberen Enden der ersten Scherenelemente 141
des betätigten Scherenmechanismus 141 bis 146 werden dann in dem Längsträger 151 des
oberen Rahmens 151 entweder zu den oberen Enden der zweiten Scherenelemente 142 des
betätigten Scherenmechanismus 141 bis 146 bewegt oder in entgegen gesetzter Richtung.
Werden die oberen Enden angenähert, hebt der betätigte Scherenmechanismus 141 bis
146 das entsprechende Ende des oberen Rahmens 151, 152 an. Werden die oberen Enden
voneinander entfernt, senkt der betätigte Scherenmechanismus 141 bis 146 das entsprechende
Ende des oberen Rahmens ab 151, 152.
[0039] Der erste und der zweite Scherenmechanismus 141 bis 146 können unabhängig voneinander
betrieben werden. Dadurch ist es möglich, nur das eine Ende des oberen Rahmens 151,
152 nach unten oder nach oben zu bewegen oder beiden nach unten oder oben zu bewegen.
Ebenso ist es möglich, beide Enden des oberen Rahmens 151, 152 in unterschiedliche
Richtungen zu bewegen.
[0040] An die Querträger 152 des oberen Rahmens 151, 152 sind die Verbinder 3 angeschlossen,
über die das Obergestell des Bettes an dem Untergestell befestigt und abgestützt ist.
Die Verbinder 3 sind aus einem Rechteckhohlprofil hergestellt. Mit Schrauben ist jeder
Verbinder 3 an eines der über die Längsträger 151 überstehenden Enden der Querträger
151 und einen Bereich der Querträger 152 zwischen den Längsträgern 151 angeschraubt.
Die Verbinder 3 verlaufen zunächst vom oberen Rahmen 151, 152 ausgehend in Verlängerung
der Querträger 152 nach außen und übergreifen die Längsträger 131 des unteren Rahmens.
Dann verlaufen sie in einem Winkel von ca. 35 bis 50° nach außen und unten.
[0041] An außenliegende Enden der Verbinder 3 sind dann Längsseitenträger 20 des Obergestells
befestigt. Diese Längsseitenträger 20 sind Rechteckprofile, an deren Innenseite Laschen
201 angeschweißt sind, die mittels Schrauben mit den Verbindern 3 verbunden sind.
Die Enden der Verbinder 3 und damit auch eine Unterseite der Längsträger 20 liegt
unter der Unterseite aller Teile des oberen Rahmens 151, 152. In der Niedrigstposition
liegt die Unterseite der Längsseitenträger 20 auch unter der Unterseite der Längsträger
131 des unteren Rahmens 131, 132.
[0042] An den Längsseitenträgern 20 des Obergestells sind alle übrigen Teile des Obergestells
befestigt, unter anderen das Kopfteil 21 und das Fußteil 22 und die Teile der Liegefläche
23, nämlich eine Oberkörperstütze 231, eine Oberschenkelstütze 233, eine Unterschenkelstütze
234 und ein Gesäßteil 232.
[0043] Die Oberkörperstütze 231, die Oberschenkelstütze 233 und die Unterschenkelstütze
234 der Liegefläche 23 sind beweglich an den Längsseitenträgern 20 angebracht und
können in verschiedene Positionen geschwenkt werden. Zum Schwenken der Oberkörperstütze
231 und der Oberschenkelstütze 234 sind weitere Linearantriebe 43, 44 vorgesehen,
mit denen die Oberkörperstütze 231 und die Oberschenkelstütze 233 in eine aufgestellte
Position gebracht werden können. So kann der Benutzer des Bettes eine Sitzposition
einnehmen und/oder die Beine aufstellen oder hochlegen. Die Oberkörperstützen 231
ist dazu um eine Achse im Bereich ihres fußendeseitigen Endes schwenkbar, die Oberschenkelstütze
233 um eine Achse im Bereich ihres kopfendeseitigen Endes. Die Unterschenkelstütze
234 ist um eine Achse im Bereich des fußendeseitigen Endes des Oberschenkelstütze
233 schwenkbar. Über verlängerbare Stützen, die ein fußendeseitiges Ende der Unterschenkelstütze
234 mit den Längsseitenträgern 20 verbinden, kann das fußendeseitige Ende der Unterschenkelstütze
233 ebenfalls angehoben werden.
[0044] Die Verbindung zwischen den beweglichen Liegeflächenteilen 231, 233, 234 ist über
Stangen 24 oder Stützen hergestellt, die eine Bewegungsbahn dieser Liegeflächenteile
vorgeben.
1. Bett, insbesondere medizinisches Bett,
- mit einem Untergestell, das untere Tragelemente (131) und obere Tragelemente (152)
aufweist,
- mit einem Obergestell, welches Längsseitenträger (20) und eine Liegefläche (23)
umfasst, die an den Längsseitenträgern (20) befestigt ist,
- wobei die Längsseitenträger (20) über Verbinder (3) an den oberen Tragelementen
(152) befestigt sind,
- wobei das Untergestell wenigstens einen Mechanismus (141 bis 146) zwischen den unteren
Tragelementen (131) und den oberen Tragelementen (151, 152) zum Bewegen des Obergestells
in verschiedene Höhen aufweist, und
- wobei jeder Verbinder (3) einen ersten Bereich hat, der eines der unteren Tragelemente
(131) übergreift und einen zweiten Bereich aufweist, der zwischen dem ersten Bereich
und dem Längsseitenträger (20) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest in der Niedrigstposition Verbindungsstellen zwischen den Verbindern (3)
und den Längsseitenholmen (20) unter Verbindungstellen der Verbinder (3) und den oberen
Tragelementen (152) angeordnet sind.
2. Bett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem zweiten Bereich des Verbinders (3) übergriffene Teile der unteren Tragelemente
(131) eine Oberseite haben, die in der Niedrigstposition oberhalb einer Unterseite
oder oberhalb der Unterseite und einer Oberseite der Längsseitenholme (20) angeordnet
ist.
3. Bett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite der von dem zweiten Bereich des Verbinders (3) übergriffenen Teile
der unteren Tragelemente (131) in der Niedrigstposition oberhalb der Unterseite oder
oberhalb der Unterseite und der Oberseite der Längsseitenholme (20) angeordnet ist.
4. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich gegenüber dem ersten Bereich nach unten abgewinkelt ist.
5. Bett nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder (3) ein Rohr ist oder ein Rohr umfasst.
6. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseitenholme (20) an einer Innenseite Laschen (201) aufweisen, mit denen
außenliegende Enden der Verbinder (3) verbunden sind.
7. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Tragelemente (152) ein auskragendes Element aufweisen, mit denen innenliegende
Enden der Verbinder (3) verbunden sind.
8. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen zwischen den Verbindern (3) und den Längsseitenholmen (20) des Obergestells
(20 bis 23) und/oder die Verbindungen zwischen den Verbindern (3) und den oberen Tragelementen
(152) des Untergestells lösbare Verbindungen, zum Beispiel Schraubverbindungen, sind.
9. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer Rahmen (151, 152) des Untergestells aus zwei Längsträgern (151) und zwei
Querträgern (152), die miteinander verbunden sind, die oberen Tragelemente (152) aufweist.
10. Bett nach Anspruch 6 und nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die auskragenden Elemente Enden der Querträger (152) sind.
11. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein unterer Rahmen (131, 132) des Untergestells aus zwei Längsträgern (131) und zwei
Querträgern (132), die miteinander verbunden sind, die unteren Tragelemente (131)
aufweist.
12. Bett nach einem der Ansprüche 11, dadurch gekennzeichnet, dass die von den zweiten Bereichen der Verbinder übergriffenen Teile der unteren Tragelemente
die Längsholme (131) des unteren Rahmens (131, 132) sind.
13. Bett nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Tragelemente Halteelemente (133) aufweisen, an denen Loslager oder Festlager
des wenigstens einen Bewegungsmechanismus befestigt sind, wobei diese Lager in einer
Ebene unterhalb des Längsträgers (131) und/oder des Querträgers (132) angeordnet sind.
14. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Liegefläche (23) des Bettes Liegeflächenteile (231, 233, 234) aufweist, die aufgestellt
werden können, wobei die Liegeflächenteile (231, 233, 234) und die Längsseitenholme
(20) über Mechanismen verbunden sind, die den Liegeflächenteilen (231, 233, 234) beim
Aufstellen Bewegungsbahnen vorgeben.