[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sortieren von Wäschestücken, vorzugsweise
zu reinigenden Wäschestücken, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Das Sortieren von vor allem zu waschenden und in sonstiger Weise zu reinigenden Wäschestücken
erfolgt anhand von meist mehreren Sortierkriterien. Beispielsweise sind die Gestalt,
die Größe, die Art, die Farbe, das Gewebe und/oder das Gewicht der Wäschestücke Sortierkriterien.
Die Sortierung kann in Bezug auf einzelne oder auch mehrere Sortierkriterien erfolgen,
beispielsweise nach Waschprogrammen.
[0003] Bisher werden zu waschende oder in sonstiger Weise zu reinigende Wäschestücke, also
benutzte und/oder verschmutzte Wäschestücke (Schmutzwäsche), manuell sortiert. Das
ist personalaufwendig und fehlerbehaftet, aber auch körperlich anstrengend und unhygienisch.
[0004] Es ist auch schon bekannt, die Wäschestücke automatisch zu sortieren. Das kann anhand
von den einzelnen Wäschestücken zugeordneten Datenträgern, beispielsweise RFID-Chips,
geschehen. Es sind aber nicht immer Wäschestücke mit Datenträgern zu sortieren. Deshalb
erfolgt in der Regel ein Mixbetrieb. Es kommt auch vor, dass Datenträger, weil sie
beispielsweise beschädigt sind, nicht ausgelesen werden können. Solche Wäschestücke
müssen dann manuell sortiert werden.
[0005] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum mindestens größtenteils
automatisierten Sortieren von Wäschestücken, bzw. zum Sortieren von Wäschestücken
im Mixbetrieb, insbesondere zu waschende oder sonst wie zu reinigende Wäschestücke,
zu schaffen.
[0006] Eine Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des
Anspruchs 1 auf. Bei dieser Vorrichtung ist es vorgesehen, der Identifikationsstation
wenigstens eine bildgebende Einrichtung zuzuordnen. Durch die wenigstens eine bildgebende
Einrichtung ist mindestens ein Großteil der Sortierkriterien zum Sortieren der Wäschestücke
direkt oder indirekt automatisch ermittelbar.
[0007] Vorzugsweise ist wenigstens eine Zusatzstation vorgesehen, womit mindestens eine
Zusatzinformation erfassbar ist, so dass mit dieser in Verbindung mit der von der
bildgebenden Einrichtung erzeugten Aufnahme oder eines Bildes und/oder mindestens
ein daraus abgeleitetes Kriterium alle Sortierkriterien vorliegen, womit die Sortierung
automatisch erfolgen kann.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Vorrichtung ist mindestens eine Neben-
und/ oder Speicherstrecke vorgesehen, die bevorzugt Teil des Transportsystems ist.
Der wenigstens einen Neben- und/oder Speicherstrecke ist mindestens eine Erfassungsstation
zugeordnet. Bei der jeweiligen Erfassungsstation kann es sich um eine Wiegeeinrichtung
sowie alternativ oder zusätzlich um eine Erfassungsstation, vorzugsweise eine Eingabestation
bzw. Identifikationsstation, handeln, in der von einer Bedienungsperson manuell die
von ihr vorzugsweise visuell erfasste Zusatzinformation eingegeben werden kann. Die
mindestens eine Neben- und/oder Speicherstrecke führt zu einer Entzerrung des Sortiervorgangs,
indem praktisch mehrgleisig die Wäschestücke von der Identifikationsstation zur Sortierstation
transportierbar sind. Beispielsweise können in der Speicherstrecke, an der sich die
Erfassungsstation zur manuellen Eingabe von Zusatzinformationen befindet, die Wäschestücke
geparkt werden, ohne dass der Transport anderer Wäschestücke, die zum Sortieren keine
manuell einzugebende Zusatzinformation erfordern, zur und durch die Sortierstation
behindert wird. Dadurch wird die Sortierleistung erhöht.
[0009] Weiter ist es denkbar, eine Datenbank für die Aufnahmen bzw. Bilder und/oder daraus
abgeleitete Kriterien der mindestens einen bildgebenden Einrichtung vorzusehen. Vorzugsweise
enthält die Datenbank auch die mindestens eine an der wenigstens einen Erfassungsstation
einzugebende bzw. zu ermittelnde Zusatzinformation. Bevorzugt wird die jeweilige Zusatzinformation
eines Wäschestücks zusammen mit der Aufnahme bzw. dem Bild und/oder dem mindestens
einen davon stammenden Kriterium des gleichen Wäschestücks in der Datenbank abgespeichert.
Dadurch enthält die Datenbank alle zum jeweiligen Wäschestück gehörenden Informationen,
womit aus der Datenbank alle Sortierkriterien des jeweiligen Wäschestücks abrufbar
sind, um dieses automatisch in der Sortierstation sortieren zu können.
[0010] Sofern in einer Wäscherei eine Kundendatenbank gepflegt wird, aus der sich ergibt,
welche Wäschestücke sich derzeit beim Kunden befinden, können die aktuellen Daten
der Kundendatenbank herangezogen werden, um angelieferte benutzte Wäschestücke des
betreffenden Kunden kundenspezifische Informationen zuzuordnen, beispielsweise eine
bestimmte Farbe und/oder eine bestimmte Art. Wenn beispielsweise ein Kunde nur gelbe
Tischdecken in der Wäscherei reinigen lässt, sind die Kriterien Farbe und Wäscheart
aus der Kundendatenbank übernehmbar, ohne dass diese noch von den angelieferten Wäschestücken
abgeleitet werden müssen. Die Daten in der Kundedatenbank können auch zu einer Plausibilitätskontrolle
herangezogen werden. So kann beispielsweise ein Fehler beim Datenauslesen oder beim
Ermitteln von Kriterien, beispielsweise wenn das Wäschestücke stark verschmutzt ist
und mindestens bereichsweise die Farbe verändert hat, automatisch korrigiert werden.
Das trägt zur raschen und verbesserten Ermittlung der zum exakten Sortieren der erforderlichen
Kriterien bei.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeit der Vorrichtung sieht eine Auswerteinrichtung
vor, mit der eine von der bildgebenden Einrichtung momentan erzeugte Aufnahme eines
bestimmten Wäschestücks und/oder das der Aufnahme entnommene mindestens eine Kriterium
mit einer im Speicher bzw. einer Datenbank hinterlegten, früheren Aufnahme und/oder
mindestens einem Kriterium vergleichbar ist. Wird eine Übereinstimmung mit einer in
der Auswerteinrichtung hinterlegten Aufnahme, einem Bild bzw. Kriterium festgestellt,
kann die mindestens eine dazugehörende Zusatzinformation dem noch zu sortierenden
Wäschestücks zugeordnet werden, ohne dass die jeweilige Zusatzinformation erneut erfasst
werden muss.
[0012] Es ist auch denkbar, dass aus der Datenbank nicht alle Zusatzinformationen eines
in der Datenbank vorhandenen Wäschestücks hervorgehen, also keine vollständige Zuordnung
der Wäschestücke 10 möglich ist. Dann können gleichwohl die erkannten Kriterien und/oder
Zusatzinformationen dazu dienen, der Bedienungsperson, die die manuell fehlende Zusatzinformation
ermitteln muss, eine Vorauswahl zu geben, die es der Bedienungsperson erleichtert,
die fehlende Zusatzinformation festzustellen.
[0013] Eine Vorrichtung zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 5 auf.
Demnach ist mindestens eine bildgebende Einrichtung vorgesehen, die mindestens von
einigen Wäschestücken jeweils eine vorzugsweise dreidimensionale Aufnahme erzeugt.
Bevorzugt handelt es sich bei der Aufnahme um ein Bild. Vorzugsweise wird der Aufnahme
wenigstens eine Zusatzinformation hinzugefügt, die die Information der von der mindestens
einen bildgebenden Einrichtung erzeugten Aufnahme oder des Bildes ergänzt, um alle
zum automatischen Sortieren erforderlichen Sortierkriterien zu erhalten.
[0014] Vorzugsweise handelt es sich bei der Zusatzinformation um eine solche, die aus der
von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung erzeugten Aufnahme bzw. dem Bild
nicht hervorgeht, aber charakteristisch für das die Aufnahme bzw. das Bild betreffende
Wäschestück ist.
[0015] Aus der von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung stammenden, vorzugsweise
dreidimensionalen und/oder farbigen Aufnahme oder dem Bild zusammen mit der mindestens
einen Zusatzinformation sind die maßgeblichen Sortierkriterien bekannt, so dass anhand
derer im Bereich der Sortierstation die Sortierung automatisch stattfinden kann.
[0016] Eine vorteilhafte Weiterbildungsmöglichkeit der Vorrichtung sieht es vor, dass die
jeweilige Aufnahme mit der mindestens einen dazugehörenden Zusatzinformation in einer
Datenbank abgespeichert wird. Aus dieser Datenbank können zu späteren Aufnahmen gehörende
Zusatzinformationen abgerufen werden, ohne dass diese erneut ermittelt werden müssen.
Das Verfahren ermöglicht so einen Selbstlerneffekt, der nach einer gewissen Lernzeit
ein vollautomatisches Sortieren aller oder zumindest eines Großteils nachfolgender
Wäschestücke ermöglicht.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung werden nicht nur die Aufnahmen
in der Datenbank abgelegt, sondern gegebenenfalls auch zusätzlich auch den Aufnahmen
entnommene Kriterien. Beispielsweise können die Aufnahmen in die Kriterien zerlegt
werden. Bei den Kriterien kann es sich unter anderem um die Farbe, das Volumen, die
Gewebeart und/oder das Gewicht von Wäschestücken handeln. Es ist denkbar, die Kriterien
zusammen mit der jeweiligen Aufnahme der Datenbank abzulegen. Es kann auch ausreichen,
nur die aus den Aufnahmen wie beispielsweise durch Zerlegen derselben abgeleiteten
Kriterien in der Datenbank abzuspeichern. In der Datenbank werden vorzugsweise auch
andere Kriterien abgelegt, beispielsweise solche, in den sich nachträgliches Wiegen,
Scannen der Datenträger, oder manuell von Bedienungspersonen beispielsweise beim Nachsortieren
der Wäschestücke erhalten worden ist.
[0018] Vorzugsweise ist es vorgesehen, eine jeweilige spätere Aufnahme und/oder die daraus
abgeleiteten Kriterien von nachfolgenden Wäschestücken mit in der Datenbank abgespeicherten
Aufnahmen, Kriterien oder dergleichen früherer Wäschestücke zu vergleichen. Wenn bei
diesem Vergleich eine prinzipielle Übereinstimmung oder Annäherung mit einer in der
Datenbank abgelegten älteren Aufnahme und/oder in der Datenbank abgespeicherten Kriterien
festgestellt wird, kann das mindestens eine der älteren Aufnahme und/oder den älteren
Kriterien zugeordnete und auch in der Datenbank dazu abgespeicherte Zusatzkriterium
automatisch, dem betreffenden Wäschestück zugeordnet werden, ohne dass das mindestens
eine Zusatzkriterium ermittelt und in der Datenbank erneut abgespeichert werden muss.
[0019] Eine andere Möglichkeit der Weiterbildung der Vorrichtung sieht es vor, dass von
solchen Wäschestücken, die mit mindestens einem Datenträger versehen sind, vorzugsweise
in der Identifikationsstation die Daten aus dem Datenträger des jeweiligen Wäschestücks
ausgelesen werden. Von solchen Wäschestücken braucht dann keine Aufnahme bzw. kein
Bild erzeugt zu werden und es ist auch keine Zusatzinformation erforderlich bzw. aus
der Datenbank abzurufen. Datenträger aufweisende Wäschestücke können dann direkt und
vorzugsweise ohne einen Umweg an der mindestens einen bildgebenden Einrichtung vorbei
direkt und nur anhand der aus dem mindestens einen Datenträger, wie zum Beispiel einem
Chip, abgelesenen Sortierkriterien sortiert werden.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, von solchen Wäschestücken, zu denen in der Identifikationsstation
festgestellt wird, dass sie keinen oder keinen lesbaren Datenträger aufweisen, mit
der mindestens einen bildgebenden Einrichtung eine Aufnahme bzw. ein Bild zu erzeugen,
dem erforderlichenfalls mindestens eine Zusatzinformation hinzugefügt wird. Es brauchen
dann nur solche Wäschestücke an der mindestens einen bildgebenden Einrichtung vorbei
transportiert zu werden, die keinen Datenträger aufweisen oder deren Datenträger nicht
auslesbar ist. Dadurch ist eine vollautomatische Sortierung der Wäschestücke mit minimalem
Aufwand, insbesondere minimalem Zeitaufwand, möglich.
[0021] Es ist des Weiteren bevorzugt möglich, nur solche Wäschestücke, die keinen Datenträger
aufweisen oder deren Datenträger nicht auslesbar ist, in der Identifikationsstation
und/oder vor der Sortierstation umzuleiten. Das geschieht bevorzugt auf einem anderen
Abschnitt des Transportsystems, in dem Wäschestücke ohne Datenträger oder unlesbaren
Datenträgern gezielt ausgeschleust und durch den anderen Abschnitt des Transportsystems
transportiert werden.
[0022] Eine alternative Möglichkeit der automatisierten Sortierung von Wäschestücken ohne
einen Datenträger oder mit einem nicht lesbaren Datenträger sieht es vor, diese Wäschestücke
in zum Beispiel eine Speicherstrecke des Transportsystems zu überführen. Das gilt
besonders dann, wenn mindestens eine Zusatzinformation zum von wenigstens einer bildgebenden
Einrichtung aufgenommenen Bild oder einer sonstigen Aufnahme bzw. dem mindestens einen
daraus abgeleiteten Kriterium erforderlich ist. Das kann bevorzugt im Bereich der
einen Bypass des Transportsystems darstellenden Speicherstrecke oder einer sonstigen
Speicherstation geschehen. Vorzugsweise wird im Bereich der Speicherstation oder der
Speicherstrecke des Transportsystems der Aufnahme, dem Bild bzw. dem mindestens einen
automatisch ermittelten Kriterium des betreffenden Wäschestücks manuell das mindestens
eine Zusatzkriterium zugeordnet.
[0023] Es ist aber auch denkbar, eine Nebenstrecke des Transportsystems vorzusehen, an der
von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung ein Bild oder eine sonstige Aufnahme
erzeugt wird.
[0024] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, und
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Draufsicht analog
zur Fig. 1.
[0025] Die schematisch gezeigten Vorrichtungen dienen zum Sortieren von zu waschender oder
in sonstiger Weise zu reinigender Wäsche, sogenannter Schmutzwäsche, in gewerblichen
Wäschereien. In den Zeichnungen sind aus Gründen der vereinfachten Darstellung nur
einige Wäschestücke 10 symbolisch dargestellt, und zwar jeweils nur ein Wäschestück
10 in den einzelnen Stationen.
[0026] Die Vorrichtung der Fig. 1 verfügt über ein Transportsystem 11, von dem die Fig.
1 nur eine Förderstrecke 12 zeigt. Die Förderstrecke 12 des Transportsystems 11 verfügt
über eine Schiene mit daran bzw. darin durch einen umlaufenden Förderstrang verfahrbare
Laufwagen. Eine Vielzahl gleicher Laufwagen folgt mit vorzugsweise gleichem, geringem
Abstand aufeinander. Die Abstände sind so gewählt, dass Wäschestücke 10 unter benachbarten
Laufwagen geringfügig voneinander beabstandet sind, so dass sie sich nicht gegenseitig
berühren bzw. überlappen. An jedem Laufwagen kann ein Transportbügel lösbar angehängt
sein. Der jeweilige Transportbügel trägt ein darauf aufgebügeltes Wäschestück 10.
Es ist aber auch denkbar, die Laufwagen mit mindestens einer Klammer zu versehen,
in die jeweils ein Wäschestück 10 in vorzugsweise ausgebreitetem Zustand eingeklammert
ist.
[0027] Der jeweilige Transportbügel kann einen Transponder, beispielsweise einem RFID-Transponder,
aufweisen. Die aus dem Datenträger des Wäschestücks 10 ausgelesenen Daten werden dann
elektronisch dem Transponder des Transportbügels hinzugefügt, also hiermit sozusagen
verheiratet. Im weiteren Verlauf der Sortierung oder Ermittlung noch fehlender Kriterien
und/oder Zusatzinformationen brauchen dann nur die Daten vom Transponder des Transportbügels
gelesen zu werden, was einfacher ist als das Lesen der Daten auf dem Datenträger des
jeweiligen Wäschestücks, die im weiteren Verlauf des Transportsystems verdeckt sein
können.
[0028] Die Fig. 1 zeigt exemplarisch einen möglichen Verlauf der Förderstrecke 12. Diese
verfügt demnach über eine durchgehende Hauptstrecke 13, eine davon abzweigende Nebenstrecke
14 und eine längere Speicherstrecke 15. Die Nebenstrecke 14 zweigt im Bereich einer
Weiche 16 von der Hauptstrecke 13 ab und ist im Bereich einer zweiten Weiche 17 wieder
zur Hauptstrecke 13 zurückgeführt. Die Speicherstrecke 15 zweigt an einer dritten
Weiche 18 von der Nebenstrecke 14 ab und ist am Ende an einer vierten Weiche 19 wieder
auf die Hauptstrecke 13 zurückgeführt. Die Speicherstrecke 15 weist im Vergleich zur
Nebenstrecke 14 eine deutliche größere Länge auf. Insbesondere kann die Speicherstrecke
15 auch länger sein als in der Fig. 1 dargestellt, beispielsweise durch einen geschlängelten
Verlauf. Dadurch dient die Speicherstrecke 15 als Pufferspeicher, in dem sich Wäschestücke
10 ansammeln können, bevor sie wieder in die Hauptstrecke 13 eingeschleust werden.
[0029] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene Ausbildung der Förderstrecke
12 und/oder ihren Verlauf beschränkt. Die Förderstrecke 12 kann vielmehr beliebige
andere Gestaltungen aufweisen, insbesondere an die Bedürfnisse in der jeweiligen Wäscherei
angepasst sein. Denkbar ist es auch, dass die Förderstrecke 12 nur eine Hauptstrecke
13, nur eine Hauptstrecke 13 und eine Nebenstrecke 14 oder nur eine Hauptstrecke 13
und eine Speicherstrecke 15 aufweist. Darüber hinaus können auch mehrere Nebenstrecken
14 und/oder Speicherstrecken 15 vorgesehen sein.
[0030] Die Wäschestücke 10 werden in Transportrichtung 20 vom Transportsystem 11 weitertransportiert.
Die Transportrichtung 20 kann daher auch als Sortierrichtung bezeichnet werden. Bezogen
auf die Fig. 1 werden auf der linken Seite die zu sortierenden Wäschestücke 10 zugeführt
und auf der rechten Seite endet der Sortiervorgang mit einem gezielten Abwerfen bzw.
Ablegen der Wäschestücke 10 gemäß ihren Sortierkriterien in einer Sortierstation 21.
Alternativ oder zusätzlich können die Wäschestücke 10 auch sortiert in Speicherbahnen
sortenrein gepuffert und/oder zwischengespeichert werden.
[0031] Die Sortierstation 21 ist in der Fig. 1 nur schematisch angedeutet durch auf einer
Seite neben dem Ende der Hauptstrecke 13 angeordnete Fächer 22. Rein exemplarisch
sind in der Fig. 1 sechs etwa gleich große Fächer 22 dargestellt. Diese Sortierstation
21 kann aber eine größere oder kleinere Anzahl von Fächern 22 aufweisen. Auch können
die Fächer 22 auf beiden Seiten des Endes der Hauptstrecke 13 angeordnet sein. Bei
den Fächern 22 kann es sich beispielsweise um Wäschewagen, Wäschesäcke oder andere
Behältnisse zur Aufnahme einer größeren Anzahl von gleiche Sortierkriterien erfüllenden
Wäschestücken 10 ausgebildet sein.
[0032] Vor der Sortierstation 21 befinden sich bei der gezeigten Vorrichtung der Fig. 1
mehrere Identifikationsstationen bzw. eine Identifikationsstation 23 mit verschiedenen
Identifikationseinrichtungen.
[0033] Am Anfang der Förderstrecke 12, nämlich der Hauptstrecke 13 derselben, weist die
Identifikationsstation 23 mindestens einen vorzugsweise berührungslos arbeitenden
Datenleser 24 auf. Der Datenleser 24 dient dazu, die für die automatische Sortierung
der Wäschestücke 10 benötigten Daten aus einem Datenträger solcher Wäschestücke 10
auszulesen, die einen Datenträger aufweisen. Alternativ können auch zwei Datenleser
24 vorgesehen sein, um Daten aus Datenträgern der Wäschestücke 10 und/oder der Wäschestücke
10 tragenden Transportbügel auszulesen.
[0034] Bei Wäschestücken 10, die über keinen Datenträger verfügen oder deren Datenträger
vom Datenleser 24 nicht auslesbar ist, weist die Identifikationsstation 23 weitere
Identifikationseinrichtungen auf, die der in der Fig. 1 dargestellten Nebenstrecke
14 und der Speicherstrecke 15 zugeordnet sind.
[0035] Der Nebenstrecke 14 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Identifikationseinrichtungen
zugeordnet, und zwar eine Waage 25 und eine bevorzugt als 3D-Kamera 26 ausgebildete
bildgebende Einrichtung. Die 3D-Kamera 26 ist zur Erzeugung einer dreidimensionalen
Abbildung bzw. dreidimensionalen Bildes des jeweiligen an ihr vorbeitransportierten
Wäschestücks 10 ausgebildet. Vorzugsweise handelt es sich jeweils um ein farbiges
dreidimensionales Bild bzw. Abbildung. Die Waage 25 trägt einen kurzen Streckenabschnitt
27 der Nebenstrecke 14. Dieser Streckenabschnitt 27 ist von der Förderschiene der
Nebenstrecke 14 getrennt, so dass von der Waage 25 das Gewicht des sich jeweils im
Streckenabschnitt 27 befindenden Wäschestücks 10 mit dem Gewicht des Streckenabschnitts
27 ermittelbar ist. Die Trennung des Streckenabschnitts 27 von der Nebenstrecke 14
ist so erfolgt, dass die an der Förderschiene verfahrbaren Laufwagen im Wesentlichen
übergangslos auf den Streckenabschnitt 27 gelangen und von diesem wieder auf die Nebenstrecke
14 transportierbar sind.
[0036] Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist die 3D-Kamera 26 in Transportrichtung
20 gesehen hinter der Waage 25 angeordnet. Die 3D-Kamera 26 kann aber auch vor der
Waage 25 vorgesehen sein. Denkbar ist es auch, nur eine 3D-Kamera 26 vorzusehen, also
keine Waage 25 oder nur eine Waage 25.
[0037] Der Speicherstrecke 15 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei aufeinanderfolgende,
vorzugsweise gleich ausgebildete manuelle Identifikationsstationen für zum Sortieren
der Wäschestücke 10 benötigte Zusatzinformationen vorgesehen. Es handelt sich bei
den Zusatzinformationen bevorzugt um Sortierkriterien, die von der jeweiligen Aufnahme
der 3D-Kamera 26 stammenden Kriterien und/oder dem von der Waage 25 ermittelten Gewicht
nicht ermittelbar oder ableitbar sind.
[0038] Jede manuelle Identifikationsstation verfügt über ein Eingabepaneel 28, beispielsweise
eine Tastatur, der eine Bedienungsperson 19 zugeordnet ist. Bei der in der Fig. 1
dargestellten Vorrichtung sind die manuellen Identifikationsstationen hintereinander
am Ende der Speicherstrecke 15 platziert. Die manuellen Identifikationsstationen können
sich aber auch an anderen Stellen der Speicherstrecke 15 befinden. Auch ist es denkbar,
nur eine oder mehr als zwei manuelle Identifikationsstationen an der Speicherstrecke
15 vorzusehen. Die jeweilige Identifikationsstation kann auch dezentral an einem anderen
Ort vorgesehen sein. Es werden dann Bilder der Wäschestücke 10 an die mindestens eine
dezentrale Identifikationsstation übertragen.
[0039] Die Länge der Speicherstrecke 15 ist so gewählt, dass auf dieser eine Vielzahl von
an Laufwagen hängenden Bekleidungsstücken gleichzeitig Aufnahme findet, wodurch die
Speicherstrecke 15 als Puffer dient. Dieser Puffer ist erforderlich, weil die manuelle
Eingabe der mindestens einen Zusatzinformation pro Wäschestück 10 mehr Zeit erfordert
als die automatische Erfassung der Sortierkriterien durch den Datenleser 24, die Waage
25 und/oder die 3D-Kamera 26. Zur Vermeidung eines Staus vor der jeweiligen Identifikationsstation
können auch aufgesplittete und/oder mehrbahnige Speicherstrecken 15 oder Umlaufspeicher
vorgesehen sein.
[0040] Falls nur solche Wäschestücke 10 zu sortieren sind, deren Sortierkriterien entweder
vom Datenleser 24 auslesbar oder - bei fehlenden oder nicht auslesbaren Datenträgern
an den Wäschestücken 10 - allein von der 3D-Kamera 26 und/oder der Waage 25 ermittelbar
sind, braucht die Vorrichtung keine manuelle Eingabestation, also kein Eingabepaneel
28 und im Regelfall dann auch keine Speicherstrecke 15 aufzuweisen. Dann ist zum Sortieren
auch keine Bedienungsperson 29 erforderlich, so dass eine solche Vorrichtung ein vollautomatisches
Sortieren der Wäschestücke 10 ermöglicht, und zwar auch Wäschestücke 10, die über
keinen Datenträger verfügen oder deren Datenträger nicht auslesbar ist.
[0041] Im Folgenden wird ein Verfahren anhand der zuvor beschriebenen Vorrichtung gemäß
der Fig. 1 beschrieben:
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass im Bereich der Identifikationsstation
23 von der 3D-Kamera 26 bzw. einer sonstigen bildgebenden Einrichtung eine Aufnahme
bzw. ein Bild vom jeweiligen unter dem Transportsystem 11 hängenden Wäschestück 10
erzeugt und daraus Kriterien zum Sortieren abgeleitet werden. Sofern von der Aufnahme
bzw. dem Bild und/oder den davon stammenden Kriterien noch nicht alle zum Sortieren
benötigten Sortierkriterien des Wäschestücks 10 ableitbar sind, wird vorzugsweise
in der Identifikationsstation 23 den sich aus der Aufnahme bzw. dem Bild abgeleiteten
Informationen, insbesondere Sortierkriterien, mindestens eine Zusatzinformation mit
dem mindestens einen fehlenden Sortierkriterium hinzugefügt und/oder fehlende Informationen
aus einer Datenbank mit Daten von Wäschestücken 10 eines Kundenbestands abgeglichen
und/oder ergänzt. Bei der Zusatzinformation kann es sich um das von der Waage 25 aufgenommene
Gewicht des betreffenden Wäschestücks 10 handeln. Falls das Gewicht allein ausreicht,
kann das jeweilige Wäschestücks anhand der automatisch aufgenommenen Sortierkriterien
sortiert werden durch Trennung vom Transportsystem 11, nämlich der Hauptstrecke 13,
am entsprechenden Fach 22 der Sortierstation 21.
[0042] Falls die Wäschestücke 10 mit einem Datenträger versehen sind, der in der Regel alle
zum automatischen Sortieren erforderlichen Sortierkriterien enthält, werden diese
von mindestens einem Datenleser 24 am Anfang der Hauptstrecke 13 des Transportsystems
11 berührungslos vom Datenträger am Wäschestück 10 und/oder einem Datenträger des
das Wäschestücke 10 tragenden Transportbügels gelesen. Die Daten gelangen dann in
eine Steuerung des Transportsystems 11, welche das Transportsystem 11 so steuert,
dass das betreffende Wäschestück 10 am den vom Datenleser 24 ermittelten Sortierkriterien
entsprechenden Fach 22 der Sortierstation 21 positioniert. Es erfolgt so eine vollautomatische
Sortierung von Wäschestücken 10 mit einem Datenträger, dessen Daten vom Datenleser
24 auslesbar sind.
[0043] Bei Wäschestücken 10, die keinen Datenträger oder keinen auslesbaren Datenträger
aufweisen, wird das vom Datenleser 24 am Anfang der Hauptstrecke 13 festgestellt.
Dann wird von der Steuerung der Vorrichtung die Weiche 16 am Anfang der Nebenstrecke
14 so betätigt, dass der Laufwagen mit dem betreffenden, daran hängenden Wäschestück
10 auf die Nebenstrecke 14 des Transportsystems 11 geleitet wird. Beim Weitertransport
dieses Wäschestücks 10 entlang der Nebenstrecke 14 wird das Wäschestück 10 zunächst
von der Waage 25 gewogen und anschließend von der 3D-Kamera 26 eine dreidimensionale
und vorzugsweise farbige Aufnahme bzw. ein Bild des ausgebreiteten und am Transportsystem
11 hängenden Wäschestück 10 erstellt. Die Aufnahme bzw. das Bild, vorzugsweise ihre
Daten, werden von der 3D-Kamera 26 genauso wie das zuvor von der Waage 25 ermittelte
Gewicht des Wäschestücks 10 an die Steuerung der Vorrichtung übermittelt.
[0044] Die Aufnahmen bzw. die Aufnahmedaten oder Bilddaten der 3D-Kamera 26 enthalten zumindest
die Umrisse bzw. die Kontur, also die Form, des Wäschestücks 10, vorzugsweise aber
auch die Farbe, die Oberflächenstruktur, die Oberflächenkrümmung und/oder die Topografie
des Wäschestücks 10. Dabei kann das von der Waage 25 aufgenommene Gewicht des Wäschestücks
eine Zusatzinformation darstellen.
[0045] Wenn sich aus den Daten bzw. Kriterien der von der 3D-Kamera 26 erzeugten Aufnahme
bzw. des Bildes des Wäschestücks 10 gegebenenfalls zusammen mit der Zusatzinformation
des von der Waage 25 aufgenommenen Gewichts des Wäschestücks 10 alle zum automatischen
Sortieren des Wäschestücks 10 dienenden Sortierkriterien ergeben bzw. hieraus ermittelbar
sind, beispielsweise durch einen der Steuerung der Vorrichtung zugeordneten Rechner,
wird das betreffende Wäschestück 10 direkt aus der Nebenstrecke 14 im Bereich der
Weiche 17 ausgeschleust und dadurch an die Hauptstrecke 13 überführt, von wo aus das
Wäschestück 10 zur Sortierstation 21 transportiert und dort durch Abgabe an das für
die Sortierkriterien des betreffenden Wäschestücks 10 vorgesehene Fach 22 automatisch
sortiert wird. Vor der Abgabe werden gegebenenfalls alle Sortierkriterien einer Plausibilitätsprüfung
und/oder -abfrage unterzogen.
[0046] Falls der Nebenstrecke 14 nur die 3D-Kamera 26 zugeordnet ist, aber keine Waage 25,
werden die Wäschestücke 10 nur dann nach Erzeugung einer Aufnahme, insbesondere einer
dreidimensionalen Aufnahme, sofort von der Nebenstrecke 14 auf die Hauptstrecke 13
zurücktransportiert, wenn die aus der Aufnahme ableitbaren Daten, insbesondere dreidimensionale
Daten, des jeweiligen Wäschestücks 10 alle benötigten Sortierkriterien enthalten bzw.
sich hieraus gegebenenfalls rechnerisch ableiten lassen.
[0047] Falls zu einem Wäschestück 10 ohne einen Datenspeicher oder einen nicht auslesbaren
Datenspeicher aus der Aufnahme der 3D-Kamera 26 und gegebenenfalls auch dem von der
Waage 25 ermittelten Gewicht des Wäschestücks 10 nicht alle zum einwandfreien Sortieren
erforderlichen Sortierkriterien ableitbar sind, wird mindestens eine Zusatzinformation
manuell der von der 3D-Kamera 26 erzeugten Aufnahme und gegebenenfalls dem von der
Waage 25 ermittelten Gewicht hinzugefügt, um so alle zum Sortieren erforderlichen
Sortierkriterien zu erhalten. Auch die mindestens eine manuell erzeugte Zusatzinformation
gelangt zur Steuerung der Vorrichtung und wird hier genauso wie die Bilddaten der
Aufnahme des jeweiligen Wäschestücks 10 und gegebenenfalls des Gewichts des Wäschestücks
10 in der Datenbank abgespeichert.
[0048] Das mindestens eine Zusatzkriterium wird manuell von im gezeigten Ausführungsbeispiel
zwei Bedienungspersonen 29 in das jeweils ihr zugeordnete Eingabepaneel 28 eingegeben.
Dieses erfolgt entlang der Speicherstrecke 15. Weil die manuelle Eingabe jeweils mindestens
einer Zusatzinformation mehr Zeit beansprucht als die automatische Erfassung der Sortierkriterien
von der 3D-Kamera 26 und/oder der Waage 25, ist die Speicherstrecke 15 länger ausgebildet
als beispielsweise die Nebenstrecke 14. Dadurch dient die Speicherstrecke 14 als Puffer.
[0049] Nachdem die mindestens eine Zusatzinformation manuell von den Bedienungspersonen
29 in die Eingabepaneele 28 eingegeben worden ist, werden sie in der Steuerung bzw.
der Datenbank der Vorrichtung dem zuvor aufgenommenen Bild oder der Aufnahme sowie
gegebenenfalls dem Gewicht des gleichen Wäschestücks 10 zugeordnet und gemeinsam hiermit
in der Datenbank abgespeichert. Es sind dann alle Sortierkriterien für die Wäschestücke
auf der Speicherstrecke 15 in der Steuerung, insbesondere im Datenspeicher derselben,
abgelegt, so dass anschließend die Wäschestücke von der Speicherstrecke 15 auf die
Hauptstrecke 13 zurücktransportiert und entlang der Hauptstrecke 13 durch die Sortierstation
21 gefahren werden, wo das jeweilige Wäschestück 10 entsprechend des Sortierkriteriums
oder Sortierkriterien der mindestens einen manuell eingegebenen Zusatzinformation
sortiert wird durch Abgeben in ein solches Fach 22 der Sortierstation 21, das den
Sortierkriterien des jeweiligen Wäschestücks 10 entspricht.
[0050] Die Steuerung der Vorrichtung enthält ein Programm zum Vergleichen der in der Datenbank
abgespeicherten Kriterien, die von den aufgenommenen Abbildungen bzw. Bildern, die
von früher sortierten Wäschestücken 10 aufgenommen worden sind und abgeleitet werden
gegebenenfalls auch dem dazu abgespeicherten Gewicht des Wäschestücks 10. Bei diesem
Vergleich mit dem in der Datenbank abgelegten Kriterien der Aufnahmen wird ermittelt,
ob mindestens einige abgespeicherte Kriterien früherer Aufnahmen bzw. Bilder mit Kriterien
der aktuell erzeugten Aufnahme des nachfolgenden Wäschestücks 10 übereinstimmen. Diese
Übereinstimmung muss nicht zwingend exakt sein, sie kann innerhalb gewisser vorgegebener
Toleranzbereiche liegen. Das gilt auch für das Gewicht, falls die Ermittlung desselben
vorgesehen ist. Vorzugsweise werden auch die an der jeweiligen Identifikationsstation
manuell ermittelten Kriterien in der Datenbank zum Datensatz des betreffenden Wäschestücks
10 hinzugefügt bzw. abgespeichert und daraufhin dann die Sortierung vorgenommen.
[0051] Wird beim Vergleich einer früheren, in der Datenbank abgelegten Aufnahme mit einer
aktuellen Aufnahme eine Übereinstimmung festgestellt, wird die mindestens eine Zusatzinformation,
insbesondere manuell erfasste Zusatzinformation, die zu der übereinstimmenden Aufnahme
im Datenspeicher abgelegt, insbesondere ihr zugeordnet, ist, der aktuellen Aufnahme
des noch zu sortierenden Wäschestücks 10 zugeordnet. Die mindestens eine Zusatzinformation
braucht dann zum aktuell zu sortierenden Wäschestück 10 nicht mehr ermittelt zu werden.
Dieses Wäschestück 10 braucht dann nicht mehr die Speicherstrecke 14 zu durchlaufen.
Es kann vielmehr direkt von der Nebenstrecke 14 wieder in die Hauptstrecke 13 eingeschleust
werden und dadurch dieses Wäschestück 10 automatisch in der Sortierstation 21 sortiert
werden.
[0052] Wird bei dem zuvor beschriebenen Vergleich festgestellt, dass im Datenspeicher keine
Aufnahme abgespeichert ist, die der aktuell neu aufgenommenen Aufnahme eines noch
zu sortierenden Wäschestücks 10 entspricht, wird dieses der Speicherstrecke 15 zugeführt,
wo manuell mindestens eine Zusatzinformation dieses Wäschestücks 10 ermittelt und
als neuer Datensatz im Datenspeicher zusammen mit der Abbildung dieses Wäschestücks
10 abgespeichert wird.
[0053] Die zuvor beschriebene Verfahrensweise des Vergleichs vorhandener Abbildungen in
der Datenbank mit aktuell aufgenommenen Abbildungen noch zu sortierender Wäschestücke
10 führt zu einer Art "Selbstlernprozess". Die Folge ist, dass mit zunehmender Anzahl
von in der Datenbank abgespeicherten Abbildungen mit der mindestens einen dazugehörenden
Zusatzinformation auch nachfolgende Wäschestücke automatisch sortierbar sind, deren
Aufnahmen noch nicht alle Sortierkriterien entnehmbar sind.
[0054] Das Verfahren und die Vorrichtung wurden vorstehend im Zusammenhang mit der 3D-Kamera
26 zur Erzeugung dreidimensionaler Aufnahmen bzw. Bilder beschrieben. Bei der 3D-Kamera
26 handelt es sich vorzugsweise um eine solche, die dreidimensionale farbige Aufnahme
oder ein dreidimensionales farbiges Bild erzeugt, wodurch die 3D-Kamera 26 auch die
Farbe des betreffenden Wäschestücks als Sortierkriterium liefert. Anstatt einer 3D-Kamera
können auch mehrere 2D-Kameras eingesetzt werden, die nur zweidimensionale Aufnahmen
erzeugen, wobei durch eine entsprechende Auswertelektronik aus den zweidimensionalen
Aufnahmen mehrerer zweidimensionaler Kameras eine dreidimensionale Aufnahme bzw. ein
dreidimensionales Bild erzeugt wird. Diese Aufnahme bzw. dieses Bild ist vorzugsweise
ein Farbbild, indem mindestens eine der 2D-Kameras als Farbkamera (RGB) ausgebildet
ist.
[0055] Dem jeweiligen Laufwagen bzw. seinem Haken, seiner Klammer oder auch dem daran hängenden
Transportbügel wird bzw. ist ein Identifikationsmerkmal, beispielsweise eine Adresse
oder eine individuelle Nummer, zugeordnet. An dieser orientiert sich die Steuerung
des Transportsystems 11 beim Hindurchtransportieren der Wäschestücke 10 durch das
Transportsystem 11 und das Positionieren an bestimmten Stellen des Transportsystems
11, insbesondere beim Hindurchtransportieren durch die Identifikationsstation 23 und
die Sortierstation 21. Vorzugsweise wird die Adresse oder Nummerierung jedes ein Wäschestück
10 tragenden Laufwagens oder einer sonstigen Komponente von der Steuerung die ermittelten
Sortierkriterien, insbesondere die Abbildung des jeweiligen Wäschestücks 10, das dazugehörende
Gewicht und/oder die mindestens eine dazugehörende Zusatzinformation, zugeordnet,
so dass stets bekannt ist, an welcher Stelle der Förderstrecke 12 sich ein Wäschestück
10 mit bestimmten Sortierkriterien befindet. Danach kann dann die automatische Sortierung
des jeweiligen Wäschestücks 10 erfolgen durch Abgabe an das betreffende Fach 22.
[0056] Alternativ ist es denkbar, die von der Aufnahme jedes Wäschestücks 10 abgeleiteten
Sortierkriterien desselben und die mindestens eine Zusatzinformation und gegebenenfalls
das Gewicht dieses Wäschestücks 10 am bzw. im dieses tragenden Laufwagen oder einer
sonstigen Komponente des Transportsystems 11 abzuspeichern und in der Sortierstation
21 auszulesen. Wenn bei diesem Auslesen festgestellt wird, dass ein betreffendes Wäschestück
10 Sortierkriterien aufweist, die mit den einem bestimmten Fach 22 zugeordneten Sortierkriterien
übereinstimmen, wird das Wäschestück 10 automatisch diesem Fach 22 der Sortierstation
21 zugeführt.
[0057] Die Fig. 2 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die vorzugsweise auch zur Durchführung des Verfahrens dient. Diese Vorrichtung verfügt
über ein Transportsystem 30, das wie das Transportsystem 11 der Vorrichtung der Fig.
1 ausgebildet ist. Der Verlauf der Förderstrecke 31 des Transportsystems 30 unterscheidet
sich von der Förderstrecke 12 des Ausführungsbeispiels der Fig. 1. Die Förderstrecke
31 der Fig. 2 verfügt über eine durchgehende Hauptstrecke 32 und drei teilweise parallel
nebeneinander verlaufende Nebenstrecken 33, 34 und 35. Die Anzahl der Nebenstrecken
33 bis 35 kann auch größer oder kleiner sein. Die erste Nebenstrecke 33 zweigt im
Bereich einer Weiche 36 von der Hauptstrecke 32 ab. Ein Ende der Nebenstrecke 33 ist
an einer zweiten Weiche 37 zur Hauptstrecke 32 zurückgeführt. Die zweite Nebenstrecke
34 zweigt an einer Weiche 38 von der ersten Nebenstrecke 33 ab. An einer Weiche 39
ist die Nebenstrecke 34 zur Hauptstrecke 32 zurückgeführt. Schließlich zweigt an einer
Weiche 40 die dritte Nebenstrecke 35 von der Nebenstrecke 34 ab. Die Nebenstrecke
35 ist an einer Weiche 41 wieder auf die Hauptstrecke 32 zurückgeführt. Die Nebenstrecken
33 bis 35 verfügen über eine größere Länge als nötig. Dadurch können die Nebenstrecken
33 bis 35, insbesondere die längeren Nebenstrecken 32 und 33, als Speicher für eine
größere Anzahl noch zu sortierender Wäschestücke 10 dienen.
[0058] Die Wäschestücke 10 werden auch entlang der Förderstrecke 31 des Transportsystems
30 in Transportrichtung 20 weitertransportiert. Die Transportrichtung 20 entspricht
dabei der Sortierrichtung der Wäschestücke 10.
[0059] Eine Sortierstation 42 am Ende der Hauptstrecke 32 des Transportsystems 30 ist auch
in der Fig. 2 nur schematisch dargestellt. Symbolisch sind zehn etwa gleiche Fächer
43 der Sortierstation 42 in der Fig. 10 dargestellt. Diese sind auf beide Seiten des
Endes der Hauptstrecke 32 verteilt. Die Sortierstation 42 kann aber auch eine größere
oder kleinere Anzahl von Fächern 43 aufweisen oder anders ausgebildet sein.
[0060] In Transportrichtung 20 gesehen befinden sich auch bei der Vorrichtung der Fig. 2
mehrere Identifikationsstationen vor der Sortierstation 42.
[0061] Am Anfang der Förderstrecke 31, nämlich der Hauptstecke 32 derselben befindet sich
eine Identifikationsstation, die als berührungslos arbeitender Datenleser 44 ausgebildet
ist. Der Datenleser 44 hat die gleiche Funktion und arbeitet genauso wie der zuvor
im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 beschriebene Datenleser 24.
[0062] Für Wäschestücke 10, die über keinen Datenträger verfügen oder die Datenträger vom
Datenleser 44 nicht auslesbar ist, sind weitere Identifikationsstationen mit unterschiedlichen
Identifikationseinrichtungen vorgesehen, die bei der Vorrichtung der Fig. 2 der Nebenstrecken
33, 34 und 35 zugeordnet sind.
[0063] Es handelt sich beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 um als eine 3D-Kamera 45 und
eine Waage 36 ausgebildete Identifikationsstationen bzw. Identifikationseinrichtungen,
die der Nebenstrecke 33 zugeordnet sind. Die 3D-Kamera 45 ist bevorzugt als eine dreidimensionale
Farbkamera ausgebildet. In Transportrichtung 20 gesehen folgt auf die 3D-Kamera 45
mit geringem Abstand die Waage 46.
[0064] Die 3D-Kamera 45 und die Waage 46 sind beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 genauso
ausgebildet wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1. Es wird deshalb auf die im Zusammenhang
mit der Fig. 1 erfolgte Beschreibung der 3D-Kamera 26 und der Waage 25 Bezug genommen.
[0065] Hinter der 3D-Kamera 45 und der Waage 46 befindet sich die Weiche 38, die Wäschestücke
10 von der ersten Nebenstrecke 33 auf die zweite Nebenstrecke 34 leiten kann. Dadurch,
dass die Waage 46 und die 3D-Kamera 45 vor dieser Weiche 38 angeordnet sind, laufen
an beiden alle Wäschestücke 10 entlang, die entlang der Nebenstrecken 33, 34 bzw.
35 weiter abtransportiert werden sollen.
[0066] Der zweiten Nebenstrecke 34 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei weitere aufeinanderfolgende
Identifikationsstationen zugeordnet, bei denen es sich um manuelle Identifikationsstationen
47 und 48 handelt. Jede manuelle Identifikationsstation 47 und 48 ist als Arbeitsplatz
für eine Bedienungsperson 49 gestaltet. Die Identifikationsstation 47 und 48 verfügen
jeweils über ein Eingabepaneel, beispielsweise eine Tastatur, gegebenenfalls einen
Bildschirm. Am Eingabepaneel kann die jeweilige Bedienungsperson 49 jede von ihr manuell
erfasste Zusatzinformation, wobei es sich vorzugsweise um mindestens ein manuell ermitteltes
Sortierkriterium handeln kann, von Hand eingeben. Es ist denkbar, an den manuellen
Identifikationsstationen 47 und 48 eine Kamera vorzusehen, die ein Bild von dem jeweiligen
Wäschestück 10 an der Identifikationsstation 47 bzw. 48 erzeugt und dieses an einen
Bildschirm an einem anderen Ort überträgt, beispielsweise in einem Büroraum. Die jeweilige
Bedienungsperson 49 kann dann dezentral jedes anhand des auf dem Monitor gezeigten
Bildes manuell ermittelte Sortierkriterium in die Tastatur des Eingabepaneels eingeben.
Dadurch brauchen sich die Bedienungspersonen 49 nicht direkt am Transportsystem 30
zu befinden; sie können fernab vom Transportsystem 30 in einer beispielsweise schallgeschützten
Umgebung bzw. einem schallgeschützten Raum die jeweilige Zusatzinformationen als zusätzliches
Sortierkriterium ermitteln und in ihr Eingabepaneel eingeben.
[0067] Die Wäschestücke 10, die an den manuellen Identifikationsstationen 47 und 48 vorbeigelaufen
sind, laufen, wenn alle Zusatzinformationen an den manuellen Identifikationsstationen
47 und 48 eingegeben werden konnten, durch die zweite Nebenstrecke 34 hindurch und
werden am Ende derselben von der Weiche 39 auf die Hauptstrecke 32 geführt, und zwar
vor der Sortierstation 42.
[0068] Solche Wäschestücke 10, von denen an den manuellen Identifikationsstationen 47 und
48 noch nicht alle Zusatzinformationen bzw. Sortierkriterien ermittelt werden konnten,
werden an der Weiche 40 auf die dritte Nebenstrecke 35 geleitet. An der dritten Nebenstrecke
35 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine weitere manuelle Identifikationsstation
50 mit einer Bedienungsperson 49 vorgesehen. Die manuelle Identifikationsstation 50
verfügt über ein Eingabepaneel 51. Die von der Bedienungsperson 49 manuell ermittelten
Zusatzinformationen vom sich momentan an der manuellen Identifikationsstation 50 befindenden
Wäschestück 10 werden von der Bedienungsperson anschließend in das Eingabepaneel 51
eingegeben. Die Bedienungsperson 49 an der manuellen Identifikationsstation 50 ermittelt
Zusatzinformationen, die von der Bedienungsperson 49 an den manuellen Identifikationsstationen
47 und 48 nicht ermittelt werden konnten, beispielsweise weil sie komplexer sind und
daher eine Bedienungsperson 49 mit mehr Erfahrung erfordern. Daher kann die letzte
manuelle Identifikationsstation 50 auch als Expertenstation 50 bezeichnet werden.
[0069] Alle von den Bedienungspersonen 49 an den manuellen Identifikationsstationen 47,
48 und 50 ermittelten Zusatzinformationen sind insbesondere zusätzliche Sortierkriterien,
die auch in der Datenbank abgespeichert werden, und zwar zusammen mit solchen Informationen
und/ oder Kriterien, die zuvor vom Datenleser 44, der 3D-Kamera 45 und/oder der Waage
46 automatisch ermittelt und auch in der Datenbank zum betreffenden Wäschestück 10
abgespeichert worden sind.
[0070] Das Verfahren läuft mit der in der Fig. 2 dargestellten und zuvor beschriebenen Vorrichtung
prinzipiell genauso ab wie bei der in der Fig. 1 dargestellten Vorrichtung. Demzufolge
wird auf die Beschreibung des Verfahrens im Zusammenhang mit der Vorrichtung der Fig.
1 in vollem Umfange Bezug genommen.
[0071] Das vorstehend beschriebene Verfahren und die Vorrichtung sehen es vor, dass alle
oder zumindest einige Wäschestücke 10 Datenträger mit Sortierkriterien aufweisen.
Die Erfindung eignet sich aber auch zum automatischen Sortieren von Wäschestücken
10 ohne Datenträger. Dann wird für alle Wäschestücke 10 eine vorzugsweise dreidimensionale
und insbesondere auch farbige Abbildung erzeugt, woraus Kriterien gewonnen werden,
die mindestens einen Großteil der Sortierkriterien darstellen und eventuell fehlende
Sortierkriterien durch beispielsweise manuelle Eingabe mindestens einer Zusatzinformation,
woraus das oder die fehlenden Sortierkriterien ableitbar sind, zusammen mit der dazugehörenden
Abbildung in der Datenbank abgelegt.
[0072] Nachdem die Datenbank eine ausreichende Anzahl von Datensätzen mit von Aufnahmen
bzw. Bildern stammenden Kriterien und Zusatzinformationen enthält, kann es gegebenenfalls
ausreichen, zum automatischen Sortieren nachfolgender Wäschestücke 10 mit oder auch
ohne Datenträger nur durch eine bildgebende Einrichtung Aufnahmen der Wäschestücke
10 zu erzeugen und daraus Kriterien zum Sortieren der Wäschestücke herzuleiten, um
die zum jeweiligen Wäschestücke gehörenden Zusatzinformationen der Datenbank zu entnehmen,
ohne sie noch zum Beispiel manuell wieder ermitteln zu müssen.
[0073] Die von den Aufnahmen bzw. Bildern der 3D-Kameras 26, 45 abgeleiteten Kriterien des
jeweils aktuell aufgenommenen Wäschestücks werden verglichen mit in der Datenbank
abgespeicherten Kriterien früherer Wäschestücke 10. Wenn aufgenommene Kriterien eines
Wäschestücks 10 mit den in der Datenbank schon abgespeicherten Kriterien eines Wäschestücks
übereinstimmen, zumindest annähernd übereinstimmen, indem die Kriterien die neu aufgenommenen
Kriterien innerhalb eines bestimmbaren Toleranzbereichs der zu einem Wäschestück 10
abgespeicherten Kriterien sind, deutet das auf ein gleiches oder gleichartiges Wäschestück
10 hin. Dann können die zu diesem Wäschestück 10 abgespeicherten weiteren Sortierkriterien
bzw. Zusatzkriterien die zum in der Datenbank gefundenen vergleichbaren Wäschestück
10 gehören, aus der Datenbank übernommen werden. Dadurch brauchen zum Sortieren der
Wäschestücke 10 die Zusatzkriterien bzw. zusätzlichen Sortierkriterien nicht anderweitig,
insbesondere nicht mehr an den manuellen Identifikationsstationen 47, 48 und/oder
50 ermittelt zu werden. Je größer die in der Datenbank vorhandene Datenmenge ist,
so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Übereinstimmung mit einem in der Datenbank
schon abgespeicherten Wäschestück 10 festgestellt wird. Mit zunehmender Datenmenge
brauchen also immer weniger Zusatzkriterien und zusätzliche Sortierkriterien ermittelt
zu werden, insbesondere nimmt die manuelle Ermittlung nicht automatisch erfassbarer
Kriterien mit der Zeit infolge der ständig wachsenden Datenmenge in der Datenbank
ab.
Bezugszeichenliste:
10 |
Wäschestück |
36 |
Weiche |
11 |
Transportsystem |
37 |
Weiche |
12 |
Förderstrecke |
38 |
Weiche |
13 |
Hauptstrecke |
39 |
Weiche |
14 |
Nebenstrecke |
40 |
Weiche |
15 |
Speicherstrecke |
41 |
Weiche |
16 |
Weiche |
42 |
Sortierstation |
17 |
Weiche |
43 |
Fach |
18 |
Weiche |
44 |
Datenleser |
19 |
Weiche |
45 |
3D-Kamera |
20 |
Transportrichtung |
46 |
Waage |
21 |
Sortierstation |
47 |
manuelle Identifikationsstation |
22 |
Fach |
48 |
manuelle Identifikationsstation |
23 |
Identifikationsstation |
49 |
Bedienungsperson |
24 |
Datenleser |
50 |
manuelle Identifikationsstation |
25 |
Waage |
51 |
Eingabepaneel |
26 |
3D-Kamera |
|
|
27 |
Streckenabschnitt |
|
|
28 |
Eingabepaneel |
|
|
29 |
Bedienungsperson |
|
|
30 |
Transportsystem |
|
|
31 |
Förderstrecke |
|
|
32 |
Hauptstrecke |
|
|
33 |
Nebenstrecke |
|
|
34 |
Nebenstrecke |
|
|
35 |
Nebenstrecke |
|
|
1. Vorrichtung zum Sortieren von Wäschestücken (10), vorzugsweise zu reinigenden Wäschestücken
(10), mit einer Identifikationsstation (23), einer Sortierstation (21) sowie einem
Transportsystem (11) zum Hindurchtransportieren der am Transportsystem (11) hängenden
Wäschestücke (10) durch die Identifikationsstation (23) und die Sortierstation (21),
dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikationsstation (23) wenigstens eine bildgebende Einrichtung zugeordnet
ist und mindestens eine Zusatzstation zur Erfassung mindestens einer Zusatzinformation
zur von der bildgebenden Einrichtung erzeugten Aufnahme des jeweiligen Wäschestücks
(10) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens eine Speicherstrecke (15), die vorzugsweise Bestandteil des Transportsystems
(11) ist, wobei der oder jeder Speicherstrecke (15) wenigstens eine Erfassungsstation
zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Datenbank für die von der mindestens einen bildgebenden Einrichtung erzeugten
Aufnahmen oder Bilder stammenden Kriterien und die an der mindestens einen Erfassungsstation
erhaltenen Zusatzinformationen, wobei vorzugsweise in der Datenbank die zur jeweiligen
Aufnahme gehörende mindestens eine Zusatzinformation zusammen mit der jeweiligen Aufnahme
abgelegt sind, beispielsweise in einem gemeinsamen Datensatz.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Auswerteinrichtung, vorzugsweise eine mit der Datenbank verknüpfte Auswerteinrichtung,
zum Vergleichen einer von der bildgebenden Einrichtung momentan erzeugten Aufnahme
und/oder mindestens einem daraus abgeleitete Kriterium mit Aufnahmen und/oder Kriterien
in der Datenbank.
5. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahren zum Sortieren von Wäschestücken (10),
vorzugsweise zu reinigenden Wäschestücken (10), wobei die Wäschestücke (10) von mindestens
einem Transportsystem (11) an wenigstens einer Identifikationsstation (23) entlang
transportierbar und anschließend einer Sortierstation (21) zugeführt und in derselben
sortiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der oder jeder Identifikationsstation (23) von wenigstens einer bildgebenden
Einrichtung von mindestens einigen Wäschestücken (10) jeweils eine Aufnahme erzeugt
wird, der Aufnahme wenigstens eine Zusatzinformation hinzugefügt wird und von der
Aufnahme mit der wenigstens einen Zusatzinformation die Sortierkriterien zum Sortieren
des betreffenden Wäschestücks (10) in der Sortierstation (21) abgeleitet werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zusatzinformation manuell und/oder durch Wiegen des jeweiligen
Wäschestücks (10) erhalten wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Aufnahme eine dreidimensionale Aufnahme und/oder eine farbige Aufnahme
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Aufnahme mit der ihr zugeordneten mindestens einen Zusatzinformation
in einer Datenbank abgespeichert wird und/oder die von der mindestens einen bildgebenden
Einrichtung später aufgenommenen Aufnahmen von nachfolgenden Wäschestücken (10) mit
Aufnahmen in der Datenbank verglichen werden und bei mindestens prinzipieller Übereinstimmung
einer später aufgenommenen Aufnahme mit einer der in der Datenbank vorhandenen Aufnahmen
das wenigstens eine zusammen mit dieser vorhandenen Aufnahme in der Datenbank abgespeicherte
Zusatzkriterium der jeweiligen späteren Aufnahme zugeordnet wird.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass von mit wenigstens einem Datenträger versehenen Wäschestücken (10) in der Identifikationsstation
(23) die Daten des jeweiligen Datenträgers ausgelesen werden.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass von solchen Wäschestücken (10), von denen in der Identifikationsstation (23) festgestellt
wird, dass sie keinen Datenträger oder keinen lesbaren Datenträger aufweisen, von
der wenigstens einen bildgebenden Einrichtung eine Aufnahme gemacht wird und vorzugsweise
dieser Aufnahme mindestens eine Zusatzinformation hinzugefügt wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass solche Wäschestücke (10), die keinen Datenträger oder keinen lesbaren Datenträger
aufweisen, in der Identifikationsstation (23) und/oder vor der Sortierstation (21)
in mindestens einen anderen Abschnitt des Transportsystems (11) geleitet und/oder
ausgeschleust werden.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass solche Wäschestücke (10), die keinen Datenträger oder keinen lesbaren Datenträger
aufweisen, in eine Pufferstation, insbesondere mindestens eine Speicherstrecke (15),
und/ oder Nebenstrecke (14) des Transportsystems (11) überführt werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in der mindestens einen Speicherstrecke (15) und/oder der Nebenstrecke (14) wenigstens
ein Zusatzkriterium des Wäschestücks (10) manuell und/oder automatisch ermittelt wird
und das so erhaltene mindestens eine Zusatzkriterium der Aufnahme des betreffenden
Wäschestücks zugeordnet wird.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass von der Aufnahme des jeweiligen Wäschestücks (10) Kriterien für das Sortieren des
Wäschestücks (10) abgeleitet werden, vorzugsweise durch automatisches Zerlegen der
Aufnahme durch beispielsweise eine Bildauswertung und/oder die Kriterien in einer
Datenbank abgespeichert werden.