[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Gebäudeverschlusselements,
wobei das Gebäudeverschlusselement ein erstes Rahmenelement und ein um eine Drehachse
drehbeweglich bezüglich des ersten Rahmenelements gelagertes zweites Rahmenelement
aufweist, wobei eine Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements bezüglich des
ersten Rahmenelement durch eine Drehbewegung des zweiten Rahmenelements um die Drehachse
zwischen einer ersten Rahmenelementstellung und einer zweiten Rahmenelementstellung
einstellbar ist, und wobei das zweite Rahmenelement über eine Federvorrichtung an
das erste Rahmenelement angebunden ist, die zumindest zeitweise das zweite Rahmenelement
mit einer von der Federvorrichtung bewirkten Federkraft aus Richtung der ersten Rahmenelementstellung
in Richtung der zweiten Rahmenelementstellung drängt. Die Erfindung betrifft weiterhin
ein Gebäudeverschlusselement.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift
EP 0 679 774 Al bekannt. Diese betrifft ein Klapp-Schwing-Fenster, bei dem der Fensterflügel drehbar
von zwei am oberen Ende des Futterkastens schwenkbar angeordneten Armen getragen ist.
Der Fensterflügel wird in der Schwingstellung zusätzlich durch Achszapfen gehalten,
die in Nuten an den Seitenholmen des Futterkastens verschiebbar geführt sind. In der
Klappstellung ist der Fensterflügel mit den Armen fest verbunden. Zur Erhöhung des
Komforts und zur Verbesserung der Bedienbarkeit ist vorgesehen, dass die Nuten an
ihren oberen Enden keine Begrenzung aufweisen und dass die Achszapfen durch Betätigung
eines Handgriffs entlang der Seitenholme derart längsverschiebbar sind, dass sie sich
in der Schwingstellung in und in der Klappstellung außerhalb der Nuten befinden. Dabei
werden durch den Handgriff gleichzeitig Kupplungselemente betätigt, die in der Klappstellung
den Fensterflügel mit den Armen fest verbinden und diese Verbindung in der Schwingstellung
aufheben.
[0003] Weiterhin zeigt die Druckschrift
EP 2 752 549 A1 ein oben aufgehängtes Dachfenster, das einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen umfasst.
Der Flügelrahmen ist drehbar mit dem Blendrahmen mittels eines Gelenks verbunden.
Das Dachfenster umfasst ein langgestrecktes Element, das dazu ausgebildet ist, in
Längsrichtung verschoben zu werden, wenn sich der Flügelrahmen relativ zu dem Blendrahmen
dreht. Das langgestreckte Element ist elastisch vorgespannt, um den Flügelrahmen in
jeder Offenstellung des Dachfensters auszubalancieren. Das Dachfenster ist mit einem
Linearaktuator versehen, der einen geradlinig beweglichen Teil mit einem Endpunkt
umfasst. Der Endpunkt ist zur permanenten Verbindung oder zur lösbaren Verbindung
mit einem Endpunkt des lang gestreckten Elements verbunden.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines Gebäudeverschlusselements
vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Verfahren Vorteile aufweist, insbesondere
dafür sorgt, dass das Gebäudeverschlusselement stets komfortabel durch einen Benutzer
manuell verstellt werden kann und/oder zuverlässig eine einmal eingestellte Rahmenelementstellung
hält.
[0005] Dies wird mit einem Verfahren zum Betreiben eines Gebäudeverschlusselements mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass die als Federkraft
vorliegende Federkraft der Federvorrichtung in Abhängigkeit von der Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelements maschinell eingestellt
wird, und/oder dass das zweite Rahmenelement zumindest zeitweise mittels einer elektrischen
Antriebsvorrichtung bezüglich des ersten Rahmenelements um die Drehachse verlagert
oder in seiner Rahmenelementstellung gehalten wird und die Federkraft in Abhängigkeit
von einer mit einer Stromstärke des der elektrischen Antriebsvorrichtung zugeführten
elektrischen Stroms korrelierenden Größe maschinell eingestellt wird.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Das Gebäudeverschlusselement kann Bestandteil eines Gebäudes sein, jedoch selbstverständlich
auch separat von diesem vorliegen, insbesondere bis zu seiner Montage an dem Gebäude.
Das Gebäude weist eine Gebäudehülle auf, zur Anordnung an beziehungsweise in welcher
das Gebäudeverschlusselement vorgesehen und ausgestaltet ist. Die Gebäudehülle liegt
zwischen einer Außenumgebung des Gebäudes und einem Innenraum des Gebäudes vor, separiert
diese also voneinander. Die Gebäudehülle ist vorzugsweise als Wand des Gebäudes oder
als Dach des Gebäudes ausgestaltet. Das Gebäudeverschlusselement dient dem zumindest
zeitweisen Verschließen des Gebäudes, insbesondere dem zumindest zeitweisen Verschließen
einer in der Gebäudehülle ausgebildeten Ausnehmung. Die Ausnehmung, welche mithilfe
des Gebäudeverschlusselements zumindest zeitweise verschlossen ist, liegt insoweit
entweder als Wandöffnung oder als Dachöffnung vor.
[0008] Die Wand ist insbesondere als Außenwand beziehungsweise Außenmauer des Gebäudes ausgestaltet.
Die Außenwand setzt sich beispielsweise aus der Außenmauer, einer Wärmeisolierung
und/oder wenigstens einer Putzschicht, insbesondere einer Außenputzschicht und/oder
einer Innenputzschicht, zusammen. Die Wärmeisolierung ist hierbei bevorzugt auf einer
Außenseite der Außenmauer angeordnet, also auf einer der Außenumgebung zugewandten
Seite der Außenmauer. Die Außenputzschicht liegt ebenfalls auf der der Außenumgebung
zugewandten Seite der Außenmauer vor. Vorzugsweise ist die Wärmeisolierung zwischen
der Außenmauer und der Außenputzschicht aufgenommen und grenzt jeweils unmittelbar
an diese an. Die Innenputzschicht ist hingegen auf der dem Innenraum zugewandten Seite
der Außenmauer angeordnet, insbesondere grenzt sie unmittelbar an diese an. Unter
der Außenmauer ist nicht notwendigerweise eine Mauer im eigentlichen Wortsinn zu verstehen;
sie kann vielmehr als beliebige Wand, insbesondere Massivwand, vorliegen.
[0009] Das Dach setzt sich hingegen im Wesentlichen aus einer Dachkonstruktion und einer
Dachhaut zusammen. Die Dachkonstruktion weist beispielsweise einen oder mehrere Dachsparren
sowie eine oder mehrere Dachlatten auf. Die Dachlatten können hierbei in Konterlatten
und Traglatten unterteilt werden, wobei das Vorliegen der Konterlatten rein optional
ist. Die Traglatten sind üblicherweise angewinkelt, insbesondere senkrecht, zu den
Dachsparren angeordnet und an diesen befestigt. Die Konterlatten verlaufen hingegen
bevorzugt bezüglich der Traglatten angewinkelt, insbesondere senkrecht zu ihnen, und/oder
parallel oder zumindest im Wesentlichen parallel zu den Dachsparren.
[0010] Die Dachhaut ist außenseitig an der Dachkonstruktion angeordnet beziehungsweise befestigt,
begrenzt die Dachkonstruktion also in Richtung der Außenumgebung. Unter der Dachhaut
ist insbesondere eine Dachdeckung oder eine Dachabdichtung zu verstehen. Die Dachdeckung
weist beispielsweise eine Mehrzahl von Dachziegeln, Dachsteinen, Dachschindeln oder
dergleichen auf. Nach innen, also in Richtung des Innenraums, wird die Dachkonstruktion
bevorzugt von einer Innenwand begrenzt. Die Innenwand ist hierzu an der Dachkonstruktion
auf ihrer dem Innenraum zugewandten Seite angeordnet und/oder befestigt. Beispielsweise
ist das Gebäudeverschlusselement über ein Innenfutter an die Innenwand angebunden.
[0011] Das Gebäudeverschlusselement ist bevorzugt als Tür oder als Fenster ausgestaltet.
Das Fenster kann hierbei als Fassadenfenster oder als Dachfenster beziehungsweise
Dachflächenfenster, insbesondere als Wohndachfenster beziehungsweise Wohndachflächenfenster
oder Oberlicht, ausgestaltet sein. Das Gebäudeverschlusselement kann zum lichtdurchlässigen
oder lichtundurchlässigen Verschließen der Ausnehmung ausgebildet sein. Ist das Gebäudeverschlusselement
lichtdurchlässig, so verfügt es insbesondere über eine Verglasung, welche beispielsweise
als Einfachverglasung oder als Mehrfachverglasung, insbesondere als Doppelverglasung
oder als Dreifachverglasung, vorliegt.
[0012] Das Gebäudeverschlusselement weist mehrere Rahmenelemente, nämlich das erste Rahmenelement
und das zweite Rahmenelement, auf. Jedes der Rahmenelemente verfügt über mehrere Rahmenholme.
Die Rahmenholme sind aneinander befestigt, npämlich derart, dass sie einen Bereich
des Gebäudeverschlusselements zwischen sich aufnehmen. Die Rahmenholme bilden insoweit
jeweils einen geschlossenen Rahmen beziehungsweise ein geschlossenes Rahmenelement.
Die Rahmenelemente beziehungsweise die mehreren Rahmenholme sind insbesondere derart
ausgestaltet, dass sie die Ausnehmung der Gebäudehülle übergreifen und/oder abdecken.
Vorzugsweise sind die Rahmenholme derart angeordnet und ausgestaltet, dass sie, insbesondere
gemeinsam mit der Verglasung, die Ausnehmung zumindest zeitweise vollständig verschließen.
Hierzu wird die Verglasung bevorzugt von einem der Rahmenelemente, insbesondere dem
zweiten Rahmenelement, getragen. Beispielsweise ist sie hierbei von den mehreren Rahmenholmen
des jeweiligen Rahmenelements eingefasst.
[0013] Das Gebäudeverschlusselement ist öffenbar und schließbar, kann also geöffnet und
geschlossen werden und ist entsprechend ausgestaltet. Folglich kann das Gebäudeverschlusselement
in unterschiedlichen Öffnungszuständen vorliegen, in welchen die beiden Rahmenelemente
des Gebäudeverschlusselement unterschiedlich zueinander angeordnet sind. Beispielsweise
ist das Gebäudeverschlusselement in einem ersten Öffnungszustand geschlossen und in
einem zweiten Öffnungszustand zumindest teilweise oder sogar vollständig geöffnet.
Der erste Öffnungszustand kann auch als Geschlossenzustand und der zweite Öffnungszustand
als Offenzustand bezeichnet werden. In dem Geschlossenzustand des Gebäudeverschlusselements
wird eine von dem ersten Rahmenelement begrenzte Öffnung von dem zweiten Rahmenelement
weiter verschlossen als in dem Offenzustand, insbesondere ist die Öffnung des ersten
Rahmenelements in dem Geschlossenzustand vollständig von dem zweiten Rahmenelement
verschlossen, bevorzugt zusammen mit der Verglasung.
[0014] Das zweite Rahmenelement ist bezüglich des ersten Rahmenelements verlagerbar, insbesondere
verschwenkbar. Liegt die Verglasung vor, so ist sie bevorzugt an dem zweiten Rahmenelement
angeordnet beziehungsweise befestigt und wird lediglich mittelbar über das zweite
Rahmenelement von dem ersten Rahmenelement getragen. Entsprechend ist die Verglasung
gemeinsam mit dem zweiten Rahmenelement bezüglich des ersten Rahmenelements verlagerbar
beziehungsweise verschwenkbar. Hierzu ist das zweite Rahmenelement um die Drehachse
bezüglich des ersten Rahmenelements gelagert, insbesondere an dem ersten Rahmenelement.
Das erste Rahmenelement kann allgemein auch als Blendrahmen und das zweite Rahmenelement
als Flügelrahmen bezeichnet werden.
[0015] Beispielsweise ist das zweite Rahmenelement bezüglich des ersten Rahmenelement um
genau eine erste Drehachse, nämlich die bereits erwähnte Drehachse, verschwenkbar.
Diese erste Drehachse liegt - in Einbausituation des Gebäudeverschlusselements - auf
einer Oberseite des zweiten Rahmenelements oder zumindest in einem oberen Drittel
des zweiten Rahmenelements. Ein solches Gebäudeverschlusselement kann bei einer Ausgestaltung
als Fenster auch als Klapp-Fenster bezeichnet werden. Zusätzlich oder alternativ kann
es vorgesehen sein, dass das zweite Rahmenelement bezüglich des ersten Rahmenelements
um eine zweite Drehachse verschwenkbar ist, nämlich um eine von der ersten Drehachse
verschiedene zweite Drehachse. Die zweite Drehachse liegt beispielsweise in einem
mittleren Drittel des zweiten Rahmenelements. Liegt ein solches Gebäudeverschlusselement
als Fenster vor, so kann es auch als Schwing-Fenster bezeichnet werden. Ist das zweite
Rahmenelement sowohl um die erste Drehachse als auch um die zweite Drehachse bezüglich
des ersten Rahmenelement verschwenkbar, so ist das Gebäudeverschlusselement - wiederum
bei einer Realisierung als Fenster - als Klapp-Schwing-Fenster ausgestaltet.
[0016] Aufgrund der drehbeweglichen Lagerung des zweiten Rahmenelements kann das zweite
Rahmenelement bezüglich des ersten Rahmenelement in unterschiedliche Rahmenelementstellungen
verlagert werden, nämlich zwischen der ersten Rahmenelementstellung und der zweiten
Rahmenelementstellung beziehungsweise umgekehrt. In anderen Worten ist die Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelement und entsprechend der
Öffnungszustand des Gebäudeverschlusselements durch Verlagerung des zweiten Rahmenelements
einstellbar. Hierbei kann die Rahmenelementstellung insbesondere auf die erste Rahmenelementstellung,
die zweite Rahmenelementstellung oder auf eine zwischen der ersten Rahmenelementstellung
und der zweiten Rahmenelementstellung liegende Rahmenelementstellung eingestellt werden.
[0017] Beispielsweise um einem Benutzer des Gebäudeverschlusselements das manuelle Einstellen
der Rahmenelementstellung zu erleichtern und/oder zum Halten des zweiten Rahmenelements
in der eingestellten Rahmenelementstellung, verfügt das Gebäudeverschlusselement über
die Federvorrichtung. Über diese ist das zweite Rahmenelement an das erste Rahmenelement
angebunden, nämlich derart, dass die Federvorrichtung zumindest zeitweise eine Federkraft
bewirkt, welche auf eine Verlagerung des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten
Rahmenelements aus Richtung der ersten Rahmenelementstellung in Richtung der zweiten
Rahmenelementstellung gerichtet ist. In anderen Worten drängt die Federkraft das zweite
Rahmenelement in Richtung der zweiten Rahmenelementstellung beziehungsweise der Offenstellung.
In der ersten Rahmenelementstellung liegt das Gebäudeverschlusselement bevorzugt in
dem ersten Öffnungszustand und in der zweiten Rahmenelementstellung in dem zweiten
Öffnungszustand vor, sodass das Gebäudeverschlusselement bei Vorliegen des zweiten
Rahmenelements in der ersten Rahmenelementstellung bevorzugt geschlossen und bei Vorliegen
in der zweiten Rahmenelementstellung bevorzugt zumindest teilweise, insbesondere vollständig,
geöffnet ist.
[0018] Die zur Öffnungsunterstützung und/oder zum Halten des zweiten Rahmenelements in seiner
momentanen Rahmenelementstellung notwendige Federkraft hängt von unterschiedlichen
Faktoren ab, insbesondere von einem Neigungswinkel des Gebäudeverschlusselements beziehungsweise
- im Falle des Dachfensters - einem Dachneigungswinkel. Auch beeinflusst eine Alterung
der Federvorrichtung die Federkraft maßgeblich, sodass sich über die Lebensdauer des
Gebäudeverschlusselements hinweg Veränderungen der Federkraft ergeben können. Vor
allem ist die Federkraft jedoch von der Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements
abhängig, da diese insbesondere den Einfluss der Schwerkraft auf das zweite Rahmenelement
beschreibt.
[0019] Aus diesem Grund soll die Federkraft der Federvorrichtung in Abhängigkeit von der
Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelement
eingestellt werden, nämlich maschinell, also mithilfe eines Aktors beziehungsweise
einer Antriebseinrichtung, insbesondere einer elektrischen Antriebseinrichtung. Das
Einstellen wird derart vorgenommen, dass die Federkraft der Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelement angepasst wird, sodass sich ein bestimmter Verlauf der Federkraft
über der Rahmenelementstellung ergibt. Beispielsweise wird anhand eines vorgegebenen
Verlaufs der Federkraft über der Rahmenelementstellung die für die momentan vorliegende
Rahmenelementstellung hinterlegte Federkraft ermittelt und maschinell eingestellt.
Das Einstellen der Federkraft erfolgt dabei derart, dass sich die Federkraft nicht
nur aufgrund der Veränderung der Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements
verändert, sondern dass eine über diese Veränderung hinausgehende Anpassung der Federkraft
durch das maschinelle Einstellen bewirkt wird.
[0020] Beispielsweise erfolgt das maschinelle Einstellen der Federkraft derart, dass die
Federkraft für unterschiedliche Rahmenelementstellungen des zweiten Rahmenelements
identisch ist, also für zumindest zwei verschiedene Rahmenelementstellungen des zweiten
Rahmenelement die gleiche Federkraft von der Federvorrichtung ausgeübt wird. Hierdurch
kann das Verlagern des zweiten Rahmenelements, beispielsweise während eines Öffnen
des Gebäudeverschlusselements, besonders gezielt unterstützt werden. Bei einer solchen
Vorgehensweise ist das Verhalten des Gebäudeverschlusselements für den Benutzer während
des manuellen Verlagern des zweiten Rahmenelements besonders gut nachvollziehbar,
da zum Beispiel eine zu Beginn eines Öffnens zu starke Federkraft ebenso vermieden
werden kann wie eine gegen Ende des Öffnens zu schwache Federkraft. Ebenso ist es
mit der beschriebenen Vorgehensweise möglich, das zweite Rahmenelement in der einmal
eingestellten Rahmenelementstellung zuverlässig zu halten, also eine Veränderung der
Rahmenelementstellung zu unterbinden, nämlich indem die Federkraft derart eingestellt
wird, dass dies der Fall ist.
[0021] Optional ist das Gebäudeverschlusselement mit der elektrischen Antriebsvorrichtung
versehen, mittels welcher das zweite Rahmenelement bezüglich des ersten Rahmenelements
um die (erste) Drehachse verlagerbar beziehungsweise drehbar ist. Die elektrische
Antriebsvorrichtung ist hierbei von der bereits erwähnten elektrischen Antriebseinrichtung
zu unterscheiden. Während mithilfe der elektrischen Antriebseinrichtung das maschinelle
Einstellen der Federkraft erfolgt, dient die elektrische Antriebsvorrichtung dem maschinellen
Verlagern des zweiten Rahmenelements. Zum Verlagern des zweiten Rahmenelement mittels
der elektrischen Antriebsvorrichtung wird letzterer elektrischer Strom zugeführt,
nämlich mit einer bestimmten Stromstärke. Die Stromstärke beschreibt hierbei die Kraft
beziehungsweise das Drehmoment, welche/welches die elektrische Antriebsvorrichtung
zum Verlagern des zweiten Rahmenelements oder zum ortsfesten Halten desselben aufwenden
muss.
[0022] Um das Verlagern des zweiten Rahmenelements oder das Halten des zweiten Rahmenelements
in der momentanen Rahmenelementstellung, jeweils mittels der elektrischen Antriebsvorrichtung,
zu erleichtern, erfolgt auch hier das maschinelle Einstellen der Federkraft, insbesondere
mittels der elektrischen Antriebseinrichtung. Das Einstellen der Federkraft erfolgt
in Abhängigkeit von der Größe, welche mit der Stromstärke des der elektrischen Antriebsvorrichtung
zugeführten elektrischen Stroms korreliert. Die Größe kann hierbei die Stromstärke
selbst sein oder aber eine beliebige andere Größe, welche mit ihr korreliert. Auch
die Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements kann als Größe verwendet werden,
da die Stromstärke in Abhängigkeit von ihr steht.
[0023] Beispielsweise ist es während des Verlagerns des zweiten Rahmenelements mittels der
elektrischen Antriebseinrichtung vorgesehen, die Federkraft derart einzustellen, dass
die Stromstärke möglichst gering ist oder sich zumindest ausgehend von einer momentanen
Stromstärke verringert. Zusätzlich oder alternativ ist es vorgesehen, während des
Haltens des zweiten Rahmenelements in der Rahmenelementstellung mittels der elektrischen
Antriebsvorrichtung die Federkraft derart maschinell einzustellen, dass die Stromstärke
möglichst gering oder idealerweise sogar gleich null ist. In letzterem Fall erfolgt
das Halten der Rahmenelementstellung allein mithilfe der Federvorrichtung, ohne dass
die elektrische Antriebsvorrichtung weiter betrieben werden muss. Das Halten der Rahmenelementstellung
wird bevorzugt nach dem Verlagern des zweiten Rahmenelements vorgenommen, insbesondere
unabhängig davon, ob das Verlagern mittels der elektrischen Antriebsvorrichtung oder
durch den Benutzer manuell erfolgt.
[0024] Die beschrieben Vorgehensweise ermöglicht einen besonders hohen Bedienkomfort des
Gebäudeverschlusselements für den Benutzer, da dieser stets ein reproduzierbares Verhalten
des Gebäudeverschlusselements vorfindet. Auch das Verlagern des zweiten Rahmenelements
mittels der Antriebsvorrichtung kann verbessert werden, insbesondere indem der Stromverbrauch
verringert und auch hier das Verhalten des Gebäudeverschlusselements reproduzierbar
gestaltet wird. Insbesondere wird die Federkraft hierbei so eingestellt, dass die
Stellgeschwindigkeit des zweiten Rahmenelements über die Lebensdauer des Gebäudeverschlusselements
hinweg gleich oder zumindest nahezu gleich bleibt.
[0025] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das zweite Rahmenelement mittels
eines Ausstellarms bezüglich des ersten Rahmenelements um die (erste) Drehachse drehbeweglich
gelagert ist und ein Stützarm einerseits an dem Ausstellarm angreift und andererseits
an dem ersten Rahmenelement gelagert ist, wobei der Stützarm an einem an dem Ausstellarm
oder dem ersten Rahmenelement linear geführten Koppelschlitten angelenkt ist, der
von der Federvorrichtung mit der Federkraft beaufschlagt wird. Zur verschwenkbaren
Lagerung des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelement dient der wenigstens
eine Ausstellarm. Vorzugsweise verfügt das Gebäudeverschlusselement über mehrere Ausstellarme,
insbesondere über zwei Ausstellarme, welche auf gegenüberliegenden Seiten an dem ersten
Rahmenelement angeordnet sind und dieses insoweit zwischen sich aufnehmen.
[0026] Zum Verschwenken des zweiten Rahmenelements um die erste Drehachse ist der Ausstellarm
bezüglich des ersten Rahmenelements, bevorzugt an dem ersten Rahmenelement, drehbar
gelagert, nämlich um die erste Drehachse. Das bedeutet, dass das zweite Rahmenelement
zum Verschwenken um die erste Drehachse gemeinsam mit dem wenigstens einen Ausstellarm
verschwenkt wird. Ist zusätzlich zu dem Verschwenken um die erste Drehachse das Verschwenken
um die zweite Drehachse vorgesehen, so ist das zweite Rahmenelement hierzu drehbar
an dem wenigstens einen Ausstellarm gelagert, nämlich um die zweite Drehachse. Hierunter
ist zu verstehen, dass das zweite Rahmenelement unabhängig von dem wenigstens einen
Ausstellarm um die zweite Drehachse bezüglich des ersten Rahmenelement verschwenkbar
ist.
[0027] Nachfolgend wird lediglich auf das Klappöffnen des Gebäudeverschlusselements eingegangen,
also auf das Verschwenken des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelements
um die erste Drehachse. Das Gebäudeverschlusselement kann jedoch optional für das
Schwingöffnen vorgesehen und ausgestaltet sein, also für das Verschwenken des zweiten
Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelements um die zweite Drehachse. Die beschriebene
Vorgehensweise ist selbstverständlich auch für diesen Fall anwendbar.
[0028] Um das Klappöffnen zu unterstützen und/oder das zweite Rahmenelement in seiner momentanen
Rahmenelementstellung zu halten, weist das Gebäudeverschlusselement den wenigstens
einen Stützarm auf. Dieser greift einerseits an dem Ausstellarm an und ist andererseits
an dem ersten Rahmenelement gelagert. Insbesondere ist er drehbar an dem ersten Rahmenelement
gelagert. Liegen mehrere Ausstellarme vor, so können selbstverständlich mehrere Stützarme
vorgesehen sein. Beispielsweise greift an jedem der mehreren Ausstellarmen ein solcher
Stützarm an, der andererseits drehbar an dem ersten Rahmenelement gelagert ist. Bevorzugt
sind die mehreren Stützarme hierbei an verschiedenen Holmen des ersten Rahmenelements
gelagert, insbesondere an verschiedenen Vertikalholmen. Unter den Vertikalholmen sind
Holme des jeweiligen Rahmenelements zu verstehen, die sich im Wesentlichen in vertikaler
Richtung erstrecken. Hiervon zu unterscheiden sind Horizontalholme, die einen im wesentlichen
horizontalen Verlauf aufweisen. Beispielweise verfügt jedes der Rahmenelemente über
mehrere Vertikalholme, welche über mehrere Horizontalholme miteinander verbunden sind.
[0029] Um ein automatisches beziehungsweise maschinelles Verlagern des zweiten Rahmenelements
zu ermöglichen, ist der Stützarm an dem Koppelschlitten angelenkt, welcher an dem
Ausstellarm oder dem ersten Rahmenelement linear geführt ist. Der Koppelschlitten
ist mithilfe der elektrischen Antriebsvorrichtung linear verlagerbar. Das Gebäudeverschlusselement
ist derart ausgestaltet, dass durch das lineare Verlagern des Koppelschlittens das
zweite Rahmenelement verlagert beziehungsweise verschwenkt wird. Es kann vorgesehen
sein, dass im Falle der mehreren Stützarme lediglich einem der Stützarme ein solcher
Koppelschlitten und die elektrische Antriebsvorrichtung zugeordnet sind. Es kann jedoch
auch vorgesehen sein, dass für jeden der Stützarme jeweils ein solcher Koppelschlitten
und eine solche Antriebsvorrichtung vorliegen. In diesem Fall sind die Koppelschlitten
und die Antriebsvorrichtungen bevorzugt an unterschiedlichen Holmen des zweiten Rahmenelements
oder des ersten Rahmenelements, insbesondere an unterschiedlichen Vertikalholmen,
angeordnet.
[0030] Der Stützarm ist an dem Koppelschlitten um eine Drehachse drehbar angelenkt. Zum
Öffnen des Gebäudeverschlusselements mittels der Antriebsvorrichtung wird diese derart
betrieben, dass die Drehachse des Stützarms an dem Koppelschlitten von der ersten
Drehachse fortverlagert wird, sodass also die Entfernung zwischen der Drehachse des
Stützarms und der ersten Drehachse zunimmt. Zum Schließen des Gebäudeverschlusselements
wird hingegen die Antriebsvorrichtung zum Verlagern der Drehachse des Stützarms in
Richtung der ersten Drehachse betrieben, sodass der Abstand zwischen der Drehachse
und der ersten Drehachse abnimmt. Besonders bevorzugt ist das Gebäudeverschlusselement
derart ausgestaltet, dass es trotz der elektrischen Antriebsvorrichtung manuell geöffnet
werden kann, nämlich ohne die Antriebsvorrichtung zu betreiben.
[0031] Der Koppelschlitten wird zumindest zeitweise von der Federvorrichtung mit der Federkraft
beaufschlagt. Beispielsweise greift hierzu die Federvorrichtung einerseits an dem
Koppelschlitten und andererseits an dem Ausstellarm und/oder dem zweiten Rahmenelement
oder an dem ersten Rahmenelement an. Hierdurch wird eine Kraft beziehungsweise ein
Drehmoment auf das zweite Rahmenelement bewirkt, sodass dieses aus Richtung der ersten
Rahmenelementstellung in Richtung der zweiten Rahmenelementstellung gedrängt wird.
Besonders bevorzugt ist die bereits erwähnte Antriebseinrichtung ebenfalls an dem
Ausstellarm und/oder dem zweiten Rahmenelement oder an dem ersten Rahmenelement angeordnet.
Vorzugsweise greift die Federvorrichtung über die Antriebseinrichtung an dem Ausstellarm
beziehungsweise dem zweiten Rahmenelement an, insbesondere ausschließlich. Hierdurch
werden die eingangs skizzierten Vorteile auf besonders einfache Art und Weise erzielt.
[0032] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Federkraft mittels einer Antriebseinrichtung
des Gebäudeverschlusselements eingestellt wird, wobei die Antriebseinrichtung einen
Stellschlitten verlagert, der über die Federvorrichtung mit dem Koppelschlitten gekoppelt
ist. Der Stellschlitten ist analog zu dem bereits erwähnten Koppelschlitten linear
an dem Ausstellarm und/oder dem zweiten Rahmenelement geführt. Insbesondere sind der
Koppelschlitten und der Stellschlitten in dieselbe Richtung verlagerbar gelagert,
sodass eine Verlagerungsachse des Koppelschlittens mit einer Verlagerungsachse des
Stellschlittens zusammenfällt beziehungsweise identisch zu dieser ist. Der Stellschlitten
ist mithilfe der Antriebseinrichtung verlagerbar, wobei durch das Verlagern des Stellschlittens
die Federkraft einstellbar ist. Der Stellschlitten ist hierzu über die Federvorrichtung
mit dem Koppelschlitten gekoppelt, bevorzugt ausschließlich über die Federvorrichtung.
Der beschriebene Aufbau des Gebäudeverschlusselements und die beschriebene Vorgehensweise
ermöglicht ein besonders einfaches Einstellen der Federkraft der Federvorrichtung.
[0033] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Federkraft durch Einstellen
einer Federvorspannung der Federvorrichtung, insbesondere durch Verlagern des Stellschlittens,
eingestellt wird. Die Federvorrichtung greift einerseits an dem zweiten Rahmenelement
an, beispielsweise über den Koppelschlitten. Andererseits ist die Federvorrichtung
an einer Angriffsstelle angelenkt, insbesondere an dem Ausstellarm. Unter der Federvorspannung
ist diejenige Federkraft beziehungsweise eine aus dieser resultierende Spannung zu
verstehen, die in einer Rahmenelementstellung vorliegt, für welche bei einem bestimmungsgemäßen
Betrieb des Gebäudeverschlusselements die Federkraft minimal ist. Die Federvorspannung
ist also die über alle bestimmungsgemäß einstellbaren Rahmenelementstellungen hinweg
kleinste auftretende Federkraft. Das Einstellen der Federvorspannung erfolgt durch
Verlagern der Angriffsstelle; diese kann also unterschiedlichen Stellungen einnehmen.
Die Angriffsstelle liegt beispielsweise an dem Stellschlitten vor, sodass die Federvorspannung
durch das Verlagern des Stellschlittens eingestellt werden kann beziehungsweise eingestellt
wird. Eine solche Vorgehensweise ermöglicht das Einstellen der Federkraft auf besonders
einfache Art und Weise.
[0034] Vorzugsweise ist insoweit jeder Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements
eine Stellung der Angriffsstelle beziehungsweise des Stellschlittens zugeordnet. Insbesondere
wird die Stellung der Angriffsstelle beziehungsweise des Stellschlittens aus der Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelements ermittelt, vorzugsweise anhand einer mathematischen Beziehung,
eines Kennfelds und/oder einer Tabelle, und mittels der Antriebseinrichtung maschinell
eingestellt. Zusätzlich oder alternativ fließt die mit der Stromstärke korrelierende
Größe in die Stellung der Angriffsstelle beziehungsweise des Stellschlittens ein.
Unterschiedlichen Rahmenelementstellungen des zweiten Rahmenelements sind hierbei
zum Beispiel unterschiedlichen Stellungen der Angriffsstelle beziehungsweise des Stellschlittens
zugeordnet.
[0035] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Federvorspannung, insbesondere
eine die Federvorspannung beeinflussende Sollstellung des Stellschlittens, in Abhängigkeit
von der Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements ermittelt wird, insbesondere
mittels einer mathematischen Beziehung, eines Kennfelds und/oder einer Tabelle. Die
Federvorspannung liegt insoweit als Ausgangsgröße einer von der Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelements abhängigen Funktionen vor. Dies gilt im Besonderen für
die Sollstellung des Stellschlittens, sodass also beispielsweise die Sollstellung
unmittelbar aus der Rahmenelementstellung bestimmt wird. Das Bestimmen der Federvorspannung
beziehungsweise der Sollstellung kann grundsätzlich auf beliebige Art und Weise erfolgen.
Besonders bevorzugt kommt die mathematische Beziehung, dass Kennfeld und/oder die
Tabelle zum Einsatz. Diese haben insoweit die Rahmenelementstellung als Eingangsgröße
und die Federvorspannung beziehungsweise die Sollstellung als Ausgangsgröße.
[0036] Zusätzlich zu der Rahmenelementstellung kann selbstverständlich wenigstens eine weitere
Größe zum Ermitteln der Federvorspannung beziehungsweise der Sollstellung des Stellschlittens
herangezogen werden, insoweit als Eingangsgröße für die mathematische Beziehung, das
Kennfeld beziehungsweise die Tabelle. Die weitere Größe ist beispielsweise eine Umgebungstemperatur,
ein Alter des Gebäudeverschlusselements beziehungsweise der Federvorrichtung, eine
Neigung des Gebäudeverschlusselements, welche insbesondere von einer Dachneigung abhängig
ist oder dieser entspricht, eine in der ersten Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements
vorliegende Federkraft oder dergleichen. Somit kann das beschriebene Ziel, nämlich
das Erzielen der Öffnungsunterstützung und/oder des nachvollziehbaren Verhaltens des
zweiten Rahmenelement, besonders effektiv erreicht werden.
[0037] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass aus der Rahmenelementstellung eine
Drehgeschwindigkeit des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelements
ermittelt wird und bei einer außerhalb eines Solldrehgeschwindigkeitsbereichs liegenden
Drehgeschwindigkeit die Federkraft derart eingestellt wird, dass sich die Drehgeschwindigkeit
in Richtung des Solldrehgeschwindigkeitsbereichs, insbesondere bis in den Solldrehgeschwindigkeitsbereich
hinein, und/oder bis auf eine Drehgeschwindigkeit von null verändert. Der Solldrehgeschwindigkeitsbereich
ist wenigstens einseitig, bevorzugt beidseitig, von einem von null verschiedenen Wert
begrenzt. Der soll Drehgeschwindigkeitsbereich ist derart gewählt, dass er während
eines bestimmungsgemäßen Betriebs des Gebäudeverschlusselements auftretende Drehgeschwindigkeiten
umfasst.
[0038] Liegt also die Drehgeschwindigkeit außerhalb des Solldrehgeschwindigkeitsbereichs,
so erfolgt das Verstellen der Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements zu
schnell und/oder zu langsam. In beiden Fällen kann davon ausgegangen werden, dass
das Verlagern des zweiten Rahmenelement nicht absichtlich erfolgt, sondern vielmehr
unkontrolliert abläuft. Im Falle der zu geringen Drehgeschwindigkeit liegt beispielsweise
ein ungewolltes Öffnen oder Schließen des Gebäudeverschlusselements vor, insbesondere
aufgrund einer zu hohen oder zu niedrigen Federkraft.
[0039] Ist die Drehgeschwindigkeit zu hoch, so kann angenommen werden, dass das Gebäudeverschlusselement
durch äußere Einflüsse, beispielsweise durch Windeinfluss, ungewollt verstellt wird.
In jedem Fall ist es vorgesehen, der Verlagerung des zweiten Rahmenelement durch das
Verändern der Federkraft entgegenzuwirken.
[0040] Das Verändern der Federkraft erfolgt derart, dass sich die Drehgeschwindigkeit des
zweiten Rahmenelements in Richtung des Solldrehgeschwindigkeitsbereichs verändert
und/oder bis auf die Drehgeschwindigkeit von null. Bevorzugt ist es vorgesehen, die
Drehgeschwindigkeit in Richtung des Solldrehgeschwindigkeitsbereichs beziehungsweise
in diesen hinein zu verändern, sofern die Drehgeschwindigkeit oberhalb des Solldrehgeschwindigkeitsbereichs
liegt. Liegt die Drehgeschwindigkeit unterhalb des Solldrehgeschwindigkeitsbereichs,
so ist das Verändern der Drehgeschwindigkeit bis auf null vorzuziehen. In jedem Fall
wird auf die beschriebene Art und Weise ein sicherer und zuverlässiger Betrieb des
Gebäudeverschlusselements erzielt.
[0041] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Antriebseinrichtung als Antriebsvorrichtung
verwendet wird, insbesondere durch zumindest zeitweises Koppeln des Koppelschlittens
mit der Antriebseinrichtung unter Umgehung der Federvorrichtung. Die Antriebseinrichtung
dient insoweit sowohl zum zeitweisen Einstellen der Federkraft als auch zum zeitweisen
Verlagern des zweiten Rahmenelements um die Drehachse. Dient die Antriebseinrichtung
dem Einstellen der Federkraft, so wird mittels ihr insbesondere die Verlagerung des
Stellschlittens bewirkt, der Stellschlitten also auf eine Sollposition eingestellt.
Dient hingegen die Antriebseinrichtung als Antriebsvorrichtung, so wird der Koppelschlitten
unmittelbar mit ihr gekoppelt, insbesondere starr, sodass die Federvorrichtung umgangen
wird. Es liegt in diesem Fall also keine lediglich mittelbare Verlagerung des Koppelschlittens
über eine aufgrund der Federvorrichtung federnde Wirkverbindung durch Verlagern des
Stellschlittens und somit Verändern der Vorspannung der Federvorrichtung vor, sondern
es wird direkt der Koppelschlitten zum Verändern der Rahmenelementstellung des zweiten
Rahmenelements verlagert. Eine solche Vorgehensweise ist besonders vorteilhaft, da
die Antriebseinrichtung so unterschiedliche Einsatzzwecke abdeckt.
[0042] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Federkraft bei einer Drehgeschwindigkeit
von null so eingestellt wird, dass sich die Stromstärke verringert, insbesondere bis
auf null. Eine solche Vorgehensweise findet insbesondere bei dem Halten des zweiten
Rahmenelements in seiner momentanen Rahmenelementstellung mittels der elektronischen
Antriebsvorrichtung Anwendung. Die Federkraft wird insoweit zum Unterstützen des Haltens
angepasst, nämlich derart, dass die Stromstärke sich verringert, um den Stromverbrauch
der Antriebsvorrichtung zu verringern.
[0043] Besonders bevorzugt wird die Federkraft angepasst, bis die Stromstärke gleich null
ist, sodass die Antriebsvorrichtung deaktiviert werden kann und nachfolgend nicht
mehr zum Halten des zweiten Rahmenelements verwendet beziehungsweise benötigt wird,
da dies allein mittels der Federvorrichtung erfolgt. Hierdurch wird ein besonders
effektives Festsetzen des zweiten Rahmenelements in seiner Rahmenelementstellung bewirkt.
[0044] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass sich die Stromstärke in Richtung
einer in Abhängigkeit von der Drehgeschwindigkeit und/oder der Rahmenelementstellung
ermittelten Vergleichsstromstärke verändert, insbesondere bis auf die Vergleichsstromstärke.
Die Vergleichsstromstärke beschreibt die bei der momentanen Drehgeschwindigkeit und/oder
der momentanen Rahmenelementstellung normalerweise auftretende Stromstärke, insbesondere
bei einem fabrikneuen Gebäudeverschlusselement. Weicht die Stromstärke von der Vergleichsstromstärke
ab, so kann darauf geschlossen werden, dass sich die Charakteristik der Federvorrichtung
verändert hat und/oder dass äußere Einflüsse die Federvorrichtung beeinflussen. In
jedem Fall soll jedoch die Federkraft angepasst werden, nämlich derart, dass sich
die Stromstärke in Richtung der Vergleichsstromstärke verändert beziehungsweise der
Vergleichsstromstärke entspricht. Hierdurch kann beispielsweise die Alterung der Federvorrichtung
und/oder das Auftreten der äußeren Einflüsse kompensiert werden.
[0045] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass als Gebäudeverschlusselement ein
Dachfenster verwendet wird, wobei das erste Rahmenelement ein Blendrahmen und das
zweite Rahmenelement ein Flügelrahmen des Dachfensters ist. Auf eine solche Verwendung
des Gebäudeverschlusselements wurde bereits hingewiesen. Für das Dachfenster ist das
beschriebene Verfahren besonders sinnvoll einsetzbar, da bei diesem die Schwerkraft
einen deutlichen Einfluss auf das Verlagern des zweiten Rahmenelements hat, insbesondere
dieses in Richtung der Geschlossenstellung drängt. Aus diesem Grund ist bei dem Dachfenster
häufig die Federvorrichtung zur Öffnungsunterstützung vorgesehen. Mithilfe der beschriebenen
Vorgehensweise wird nun die Federvorrichtung maschinell eingestellt, um die beschriebenen
Vorteile zu erzielen.
[0046] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Gebäudeverschlusselement, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens gemäß den Ausführungen im Rahmen dieser Beschreibung, wobei das Gebäudeverschlusselement
ein erstes Rahmenelement und ein um eine Drehachse drehbeweglich bezüglich des ersten
Rahmenelements gelagertes zweites Rahmenelement aufweist, wobei eine Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelements durch eine Drehbewegung
des zweiten Rahmenelements um die Drehachse zwischen einer ersten Rahmenelementstellung
und einer zweiten Rahmenelementstellung einstellbar ist, und wobei das zweite Rahmenelement
über eine Federvorrichtung an das erste Rahmenelement angebunden ist, die zumindest
zeitweise das zweite Rahmenelement mit einer von der Federvorrichtung bewirkten Federkraft
aus Richtung der ersten Rahmenelementstellung in Richtung der zweiten Rahmenelementstellung
drängt.
[0047] Dabei ist vorgesehen, dass das Gebäudeverschlusselement dazu vorgesehen und ausgestaltet
ist, die als Federkraft vorliegende Federkraft der Federvorrichtung in Abhängigkeit
von der Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements bezüglich des ersten Rahmenelements
maschinell einzustellen, und/oder das zweite Rahmenelement zumindest zeitweise mittels
einer elektrischen Antriebsvorrichtung bezüglich des ersten Rahmenelements um die
Drehachse zu verlagern oder in seiner Rahmenelementstellung zu halten und die Federkraft
in Abhängigkeit von einer mit der Stromstärke des der elektrischen Antriebsrichtung
zugeführten elektrischen Stroms korrelierenden Größe maschinell einzustellen.
[0048] Auf die Vorteile einer derartigen Ausgestaltung des Gebäudeverschlusselements sowie
einer derartigen Vorgehensweise wurde wurde bereits hingewiesen. Sowohl das Gebäudeverschlusselement
als auch das Verfahren zu seinem Betreiben können gemäß den Ausführungen im Rahmen
dieser Beschreibung weitergebildet sein, sodass insoweit auf diese verwiesen wird.
[0049] Die in der Beschreibung beschriebenen Merkmale und Merkmalskombinationen, insbesondere
die in der nachfolgenden Figurenbeschreibung beschriebenen und/oder in den Figuren
gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen, sind nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungsformen als
von der Erfindung umfasst anzusehen, die in der Beschreibung und/oder den Figuren
nicht explizit gezeigt oder erläutert sind, jedoch aus den erläuterten Ausführungsformen
hervorgehen oder aus ihnen ableitbar sind.
[0050] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines als Dachfenster vorliegenden Gebäudeverschlusselements,
sowie
- Figur 2
- eine schematische Schnittdarstellung eines Bereichs des Gebäudeverschlusselements.
[0051] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Gebäudeverschlusselements 1,
welches hier als Dachfenster, insbesondere als Wohndachfenster, ausgestaltet ist.
Das Gebäudeverschlusselement 1 weist ein erstes Rahmenelement 2 und ein zweites Rahmenelement
3 auf, wobei das zweite Rahmenelement 3 bezüglich des ersten Rahmenelements 2 um eine
lediglich angedeutete erste Drehachse 4 drehbar gelagert ist. Dies wird durch die
drehbare Lagerung zweier Ausstellarme 5 bezüglich des ersten Rahmenelements 2, insbesondere
an dem ersten Rahmenelement 2, erzielt. Die Ausstellarme 5 tragen das zweite Rahmenelement
3, insbesondere nehmen sie es hierzu zwischen sich auf. Besonders bevorzugt ist das
zweite Rahmenelement 3 um eine zweite Drehachse 6 drehbar an den Ausstellarmen 5 gelagert.
In diesem Fall ist das zweite Rahmenelement 3 unabhängig entweder um die erste Drehachse
4, die zweite Drehachse 6 oder beide Drehachsen 4 und 6 verlagerbar. In dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist das erste Rahmenelement 2 als Blendrahmen und das zweite Rahmenelement
3 als Flügelrahmen des Dachfensters ausgestaltet.
[0052] Die Figur 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung durch einen Bereich des Gebäudeverschlusselements
1, insbesondere durch einen der Ausstellarme 5. Der Ausstellarm 5 weist einen Lagerausleger
7 auf, über welchen er um die erste Drehachse 4 drehbar bezüglich dem ersten Rahmenelement
2, bevorzugt an dem ersten Rahmenelement 2, gelagert ist. An dem Ausstellarm 5 ist
ein Koppelschlitten 8 linear verlagerbar gelagert. An dem Koppelschlitten 8 ist ein
Stützarm 9 drehbar gelagert, welcher auf seiner dem Koppelschlitten 8 abgewandten
Seite bezüglich des ersten Rahmenelements 2, insbesondere an dem ersten Rahmenelement
2, drehbar gelagert ist, nämlich um eine Drehachse 10.
[0053] An dem Koppelschlitten 8 greift eine Federvorrichtung 11 an, welche auf ihrer dem
Koppelschlitten 8 abgewandten Seite an einem Stellschlitten 12 angreift. Auch der
Stellschlittens 12 ist bezüglich des Ausstellarms 5 linear verlagerbar gelagert, insbesondere
in derselben Richtung wie der Koppelschlitten 8. Bei gegebener Stellung des Stellschlittens
12 wird die Federvorrichtung 11 bei einem Verlagern des zweiten Rahmenelements 3 bezüglich
des ersten Rahmenelements 2 gespannt oder entspannt, da bei einer solchen Verlagerung
der Koppelschlitten 8 mittels des Stützarm 9 verlagert wird. Umgekehrt bewirkt die
Federvorrichtung 11 eine Federkraft, welche auf den Koppelschlitten 8 wirkt und somit
die Verlagerung des zweiten Rahmenelements 3 bezüglich des ersten Rahmenelements 2
beeinflusst.
[0054] Bevorzugt ist die Federkraft derart gewählt, dass sie ein Öffnen des Gebäudeverschlusselements
1 unterstützt, also ein Verlagern des zweiten Rahmenelements 3 aus einer ersten Rahmenelementstellung
in Richtung einer zweiten Rahmenelementstellung. Die erste Rahmenstellung entspricht
hierbei einer Rahmenstellung bei vollständig geschlossenem Gebäudeverschlusselement
1 und die zweite Rahmenstellung einer Rahmenstellung bei zumindest teilweise, vorzugsweise
vollständig, geöffnetem Gebäudeverschlusselement 1.
[0055] Der Stellschlitten 12 ist mithilfe einer elektrischen Antriebseinrichtung 13 verstellbar,
sodass eine Vorspannung der Federvorrichtung 11 einstellbar ist. Durch die Verlagerung
des Stellschlittens 12 mithilfe der Antriebseinrichtung 13 kann insoweit die Verlagerung
des zweiten Rahmenelements 3 beeinflusst werden, nämlich durch eine Veränderung der
Federkraft. Es ist nun vorgesehen, die Federkraft in Abhängigkeit von der Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelements 3 bezüglich des ersten Rahmenelements 2 mithilfe der Antriebseinrichtung
13 maschinell einzustellen. Jeder Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelements
3 ist insoweit eine Federkraft beziehungsweise eine Stellung des Stellschlittens 12
bezüglich des zweiten Rahmenelements 3 beziehungsweise des Ausstellarms 5 zugeordnet,
welche für die jeweils vorliegende Rahmenelementstellung eingestellt wird. Hierdurch
wird das Verlagern des zweiten Rahmenelement 3 und/oder ein Halten des zweiten Rahmenelements
3 in seiner momentanen Rahmenelementstellung vereinfacht beziehungsweise verbessert.
[0056] In der hier dargestellten Ausführungsform des Gebäudeverschlusselements 1 dient die
Antriebseinrichtung 13 zusätzlich als Antriebsvorrichtung 14, mittels welcher der
Koppelschlitten 8 unmittelbar, also nicht lediglich mittelbar über die Federvorrichtung
11, verlagerbar ist. Hierzu wird die Antriebseinrichtung 13 zumindest zeitweise starr
mit dem Koppelschlitten 8 antriebstechnisch verbunden. Durch ein solches Verlagern
des Koppelschlittens 8 wird das zweite Rahmenelement 3 ebenfalls verlagert, sodass
das Gebäudeverschlusselement 1 geöffnet oder geschlossen wird. Für die gleichzeitige
Verwendung der Antriebseinrichtung 13 als Antriebsrichtung 14 ist beispielsweise ein
schaltbares Getriebe vorgesehen, welches einen Motor der Antriebseinrichtung 13 wahlweise
mit dem Koppelschlitten 8 oder dem Stellschlitten 12 antriebstechnisch verbindet.
Bevorzugt sind der Koppelschlitten 8 und der Stellschlitten 12 mittels des Getriebes
selbsthemmend antriebstechnisch an die Antriebseinrichtung 12 angeschlossen, sodass
sie ausschließlich mittels dieser verstellbar sind.
[0057] Die beschriebene Ausgestaltung des Gebäudeverschlusselements 1 sowie die erläuterte
Vorgehensweise haben den Vorteil, dass zum einen eine Bedienung des Gebäudeverschlusselements
1 durch einen Benutzer erleichtert wird, indem das Öffnen des Gebäudeverschlusselements
1 unterstützt wird, und zum anderen wird ein zuverlässiges Halten des zweiten Rahmenelements
3 in seiner Rahmenelementstellung ermöglicht beziehungsweise umgesetzt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0058]
- 1
- Gebäudeverschlusselement
- 2
- erstes Rahmenelement
- 3
- zweites Rahmenelement
- 4
- erste Drehachse
- 5
- Ausstellarm
- 6
- zweite Drehachse
- 7
- Lagerausleger
- 8
- Koppelschlitten
- 9
- Stützarm
- 10
- Drehachse
- 11
- Federvorrichtung
- 12
- Stellschlitten
- 13
- Antriebseinrichtung
- 14
- Antriebsvorrichtung
1. Verfahren zum Betreiben eines Gebäudeverschlusselements (1), wobei das Gebäudeverschlusselement
(1) ein erstes Rahmenelement (2) und ein um eine Drehachse (4) drehbeweglich bezüglich
des ersten Rahmenelements (2) gelagertes zweites Rahmenelement (3) aufweist, wobei
eine Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelement (3) bezüglich des ersten Rahmenelements
(2) durch eine Drehbewegung des zweiten Rahmenelements (3) um die Drehachse (4) zwischen
einer ersten Rahmenelementstellung und einer zweiten Rahmenelementstellung einstellbar
ist, und wobei das zweite Rahmenelement (3) über eine Federvorrichtung (11) an das
erste Rahmenelement (2) angebunden ist, die zumindest zeitweise das zweite Rahmenelement
(3) mit einer von der Federvorrichtung (11) bewirkten Federkraft aus Richtung der
ersten Rahmenelementstellung in Richtung der zweiten Rahmenelementstellung drängt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Federkraft der Federvorrichtung (11) in Abhängigkeit von der Rahmenelementstellung
des zweiten Rahmenelements (3) bezüglich des ersten Rahmenelements (2) maschinell
eingestellt wird, und/oder dass
- das zweite Rahmenelement (3) zumindest zeitweise mittels einer elektrischen Antriebsvorrichtung
(14) bezüglich des ersten Rahmenelements (2) um die Drehachse (4) verlagert oder in
seiner Rahmenelementstellung gehalten wird und die Federkraft in Abhängigkeit von
einer mit einer Stromstärke des der elektrischen Antriebsvorrichtung (14) zugeführten
elektrischen Stroms korrelierenden Größe maschinell eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rahmenelement (3) mittels eines Ausstellarms (5) bezüglich des ersten
Rahmenelements (2) um die Drehachse (4) drehbeweglich gelagert ist und ein Stützarm
(9) einerseits an dem Ausstellarm (5) angreift und andererseits an dem ersten Rahmenelement
(2) gelagert ist, wobei der Stützarm (9) an einem an dem Ausstellarm (5) oder dem
ersten Rahmenelement (2) linear geführten Koppelschlitten (8) angelenkt ist, der von
der Federvorrichtung (11) mit der Federkraft beaufschlagt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft mittels einer Antriebseinrichtung (13) des Gebäudeverschlusselements
(1) eingestellt wird, wobei die Antriebseinrichtung (13) einen Stellschlitten (12)
verlagert, der über die Federvorrichtung (11) mit dem Koppelschlitten (8) gekoppelt
ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft durch Einstellen einer Federvorspannung der Federvorrichtung (11)
eingestellt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federvorspannung in Abhängigkeit von der Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelement
(3) ermittelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Rahmenelementstellung eine Drehgeschwindigkeit des zweiten Rahmenelement
(3) bezüglich des ersten Rahmenelements (2) ermittelt wird und bei außerhalb eines
Solldrehgeschwindigkeitsbereichs liegender Drehgeschwindigkeit die Federkraft derart
eingestellt wird, dass sich die Drehgeschwindigkeit in Richtung des Solldrehgeschwindigkeitsbereichs
und/oder bis auf eine Drehgeschwindigkeit von null verändert.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (13) als Antriebsvorrichtung (14) verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft bei einer Drehgeschwindigkeit von null so eingestellt wird, dass sich
die Stromstärke verringert.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft so eingestellt wird, dass sich die Stromstärke in Richtung einer in
Abhängigkeit von der Drehgeschwindigkeit und/oder der Rahmenelementstellung ermittelten
Vergleichsstromstärke verändert.
10. Gebäudeverschlusselement (1), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gebäudeverschlusselement (1)
ein erstes Rahmenelement (2) und ein um eine Drehachse (4) drehbeweglich bezüglich
des ersten Rahmenelements (2) gelagertes zweites Rahmenelement (3) aufweist, wobei
eine Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelement (3) bezüglich des ersten Rahmenelements
(2) durch eine Drehbewegung des zweiten Rahmenelements (3) um die Drehachse (4) zwischen
einer ersten Rahmenelementstellung und einer zweiten Rahmenelementstellung einstellbar
ist, und wobei das zweite Rahmenelement (3) über eine Federvorrichtung (11) an das
erste Rahmenelement (2) angebunden ist, die zumindest zeitweise das zweite Rahmenelement
(3) mit einer von der Federvorrichtung (11) bewirkten Federkraft aus Richtung der
ersten Rahmenelementstellung in Richtung der zweiten Rahmenelementstellung drängt,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gebäudeverschlusselement (1) dazu vorgesehen und ausgestaltet ist,
- die als Federkraft vorliegende Federkraft der Federvorrichtung (11) in Abhängigkeit
von der Rahmenelementstellung des zweiten Rahmenelement (3) bezüglich des ersten Rahmenelements
(2) maschinell einzustellen, und/oder
- das zweite Rahmenelement (3) zumindest zeitweise mittels einer elektrischen Antriebsvorrichtung
(14) bezüglich des ersten Rahmenelements (2) um die Drehachse (4) zu verlagern oder
in seiner Rahmenelementstellung zu halten und die Federkraft in Abhängigkeit von einer
mit einer Stromstärke des der elektrischen Antriebsvorrichtung (14) zugeführten elektrischen
Stroms korrelierenden Größe maschinell einzustellen.