[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Dämpfer für einen Beschlag zur bewegbaren
Lagerung eines Schwenkelementes oder eines Auszugselementes, insbesondere zur bewegbaren
Lagerung eines Möbelteiles, eines Fensters oder einer Tür, relativ zu einem stationären
Träger, umfassend:
- ein Dämpfergehäuse,
- zumindest eine im Dämpfergehäuse angeordnete Fluidkammer,
- ein in der Fluidkammer angeordnetes Dämpfungsfluid,
- zumindest einen in der Fluidkammer verschiebbar gelagerten Kolben,
- wenigstens ein, vorzugsweise ringförmiges, Dichtelement, welches zumindest mit einem
ersten Abschnitt an einer Innenwandung der Fluidkammer anliegt oder anlegbar ist.
[0002] Im Weiteren betrifft die Erfindung einen Beschlag mit wenigstens einem Dämpfer der
zu beschreibenden Art, wobei der Beschlag insbesondere als Scharnier, als Möbelantrieb
oder als Schubladenausziehführung zum Bewegen eines bewegbaren Möbelteiles ausgebildet
ist.
[0003] Solche Dämpfer werden beispielsweise zur Dämpfung einer Bewegung von Schwenkelementen
oder Auszugselementen (beispielsweise Schubladen, Türen, Klappen oder Fenstern) oder
von bewegbar gelagerten Möbelbeschlagteilen eingesetzt, sodass ein lautstarkes Zuschlagen
und Beschädigungen der Schwenkelemente oder Auszugselemente verhindert wird.
[0004] Die Dämpfwirkung eines Dämpfers wird durch den Strömungswiderstand eines in einem
Dämpfergehäuse befindlichen Dämpfungsfluides generiert. Bei einer Druckbeaufschlagung
wird der Kolben innerhalb der Fluidkammer verschoben, wobei das Dämpfungsfluid durch
Kolbenöffnungen und/oder durch einen zwischen dem Kolben und einer Innenwandung der
Fluidkammer gebildeten Spalt und/oder durch zumindest eine an einer Innenwandung der
Fluidkammer angeordnete Nut von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite strömt.
[0005] Bei einer zu hohen Druckbeaufschlagung des Kolbens, beispielsweise bei einer missbräuchlichen
Verwendung, kann es zu einem so genannten Dämpferprellen kommen. In einem solchen
Überlastfall kann das Dämpfungsfluid nicht mehr in einem ausreichenden Maße durch
den Kolben hindurch oder am Kolben vorbei strömen. Der erhöhte Druck kann dann nicht
mehr durch den Dämpfer abgebaut werden, sodass der Kolben und die daran befestigte
Kolbenstange abrupt stehen bleibt oder zurückfedert. Im Extremfall kann das Dämpfergehäuse
durch den erhöhten Druck aufplatzen und das hydraulische Dämpfungsfluid aus dem Dämpfergehäuse
austreten.
[0006] In der
AT 10 342 U1 ist ein Möbeldämpfer mit einem Zylinder und mit einem im Zylinder verschiebbaren
Kolben gezeigt, wobei der Kolben zumindest eine Überlastöffnung zum Durchtritt eines
Dämpfungsfluides aufweist. Darüber hinaus ist ein relativ zum Kolben verschiebbares
Verschlusselement vorgesehen, durch welches die Überlastöffnung des Kolbens am Beginn
des Dämpfungshubes verschließbar ist. Im Normalbetrieb kann das Dämpfungsfluid ausschließlich
durch einen zwischen dem Kolben und einer Innenwand des Zylinders gebildeten Ringspalt
strömen. Bei zunehmender Druckbeaufschlagung wird das Verschlusselement radial gedehnt,
sodass der Ringspalt verkleinert und so der Strömungswiderstand für den Kolben vergrößert
wird. Im Überlastfall ist das Verschlusselement so weit in radialer Richtung dehnbar,
bis die Überlastöffnung des Kolbens freigegeben wird und ein rascher Druckabbau im
Zylinder herbeigeführt wird.
[0007] Nachteilig an der
AT 10 342 U1 ist, dass das ringförmige Verschlusselement einen Materialquerschnitt aufweist, welcher
sowohl die Ausdehnungseigenschaften als auch die Steifigkeit des Verschlusselementes
definiert. Wird das Material des Verschlusselementes zu weich ausgebildet, so kann
sich das Verschlusselement zwar ausreichend an der Innenwand des Zylinders anlegen,
allerdings wird dann auch die Überlastöffnung des Kolbens zu rasch geöffnet. Wird
das Material des Verschlusselementes zu hart ausgebildet, so legt sich das Verschlusselement
nur in einem unzureichenden Maße an der Innenwand des Zylinders an, wobei die Überlastöffnung
des Kolbens zu spät geöffnet wird. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass
auftretende Fertigungstoleranzen an der Innenwand des Zylinders und im Bereich der
Überlastöffnung durch das ringförmige Verschlusselement nur unzureichend ausgeglichen
werden können. Insgesamt ist das Anwendungsspektrum des Dämpfers eingeschränkt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Dämpfer der eingangs erwähnten
Gattung unter Vermeidung der oben diskutierten Nachteile anzugeben.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausführungen der vorliegenden Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0010] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Dichtelement wenigstens
einen, vorzugsweise im Wesentlichen ringförmigen, zweiten Abschnitt aufweist, welcher
von der Innenwandung der Fluidkammer beabstandet ist und welcher bei einer Ausführung
eines Dämpfungshubes oberhalb eines vorgegebenen Schwellwertes einer Druckbeaufschlagung
auf den Kolben relativ zu dem an der Innenwandung der Fluidkammer anliegenden oder
anlegbaren ersten Abschnitt bewegbar, vorzugsweise verschwenkbar, verkippbar und/oder
radial dehnbar, ist.
[0011] Mit anderen Worten weist das wenigstens eine Dichtelement einen ersten Abschnitt
auf, wobei der erste Abschnitt zur Abdichtung der Fluidkammer an einer Innenwandung
der Fluidkammer anliegt oder bei einer Ausführung eines Dämpfungshubes an einer Innenwandung
der Fluidkammer anlegbar ist.
[0012] Das Dichtelement weist ferner einen zweiten Abschnitt auf, welcher oberhalb eines
vorgegebenen Schwellwertes einer Druckbeaufschlagung auf den Kolben relativ zum ersten
Abschnitt bewegbar, verschwenkbar, verkippbar und/oder radial dehnbar, ist.
[0013] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der zweite Abschnitt des
wenigstens einen Dichtelementes oberhalb des vorgegebenen Schwellwertes der Druckbeaufschlagung
auf den Kolben in Richtung zur Innenwandung der Fluidkammer verschwenkbar, verkippbar
und/oder radial dehnbar ist, wobei wenigstens ein, vorzugsweise im Kolben angeordneter,
Überlastkanal öffenbar ist.
[0014] Der wenigstens eine Überlastkanal, welcher vorzugsweise im zumindest einen Kolben
angeordnet ist, kann bei der Ausführung eines Dämpfungshubes unterhalb des vorgegebenen
Schwellwertes der Druckbeaufschlagung auf den Kolben vom zweiten Abschnitt des wenigstens
einen Dichtelementes abgedeckt und oberhalb des vorgegebenen Schwellwertes der Druckbeaufschlagung
auf den Kolben vom zweiten Abschnitt des wenigstens einen Dichtelementes zumindest
teilweise freigegeben sein.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Figurenbeschreibung.
- Fig. 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Möbels mit einem Schwenkelement und Beschlägen
zur bewegbaren Lagerung des Schwenkelementes,
- Fig. 2a, 2b
- zeigen perspektivische Ansichten eines Beschlages mit einem Dämpfer in einem getrennten
Zustand und in einem verbundenen Zustand miteinander,
- Fig. 3a-3c
- zeigen den Dämpfer in verschiedenen Ansichten und in zwei verschiedenen Betriebsstellungen
des Dichtelementes,
- Fig. 4a-4d
- zeigen den Dämpfer in einer Explosionsansicht sowie die Kolbenanordnung in verschiedenen
Ansichten,
- Fig. 5a-5c
- zeigen den Dämpfer in einem Querschnitt sowie vergrößerte Detailansichten mit dem
Dichtelement in einem Normalzustand und in einem Überlastzustand,
- Fig. 6a-6c
- zeigen verschiedene Ausführungsformen von Beschlägen mit einem Dämpfer.
[0016] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Möbels 1 mit einem stationären Träger
2 (beispielsweise in Form eines Möbelkorpus 2a), einem bewegbaren Schwenkelement 3
oder Auszugselement (beispielsweise in Form eines bewegbaren Möbelteiles 3a) und wenigstens
einem Beschlag 4 (beispielsweise in Form von Scharnieren 4a) zur bewegbaren Lagerung
des Schwenkelementes 3 oder Auszugselementes relativ zum stationären Träger 2.
[0017] Die Beschläge 4 weisen im gezeigten Ausführungsbeispiel ein erstes Beschlagteil 5
zur Befestigung am stationären Träger 2 und ein zweites Beschlagteil 6 zur Befestigung
am Schwenkelement 3 oder Auszugselement auf, wobei das erste Beschlagteil 5 und das
zweite Beschlagteil 6 gelenkig miteinander verbunden sind.
[0018] Der Beschlag 4 weist zumindest einen (hier nicht ersichtlichen) Dämpfer 9 auf, durch
welchen eine Relativbewegung der beiden Beschlagteile 5, 6 zueinander dämpfbar ist.
Durch den Dämpfer 9 ist eine Schließbewegung und/oder eine Öffnungsbewegung des Schwenkelementes
3 oder Auszugselementes bis hin zur vollständig geschlossenen Endlage und/oder vollständig
geöffneten Endlage in Bezug zum stationären Träger 2 dämpfbar.
[0019] Fig. 2a zeigt den Beschlag 4 in Form eines Scharniers 4a zur bewegbaren Lagerung
des Schwenkelementes 3 relativ zum stationären Träger 2. Der Beschlag 4 umfasst ein
erstes Beschlagteil 5 zur Befestigung am stationären Träger 2 und ein zweites Beschlagteil
6 zur Befestigung am Schwenkelement 3, wobei die beiden Beschlagteile 5, 6 über wenigstens
einen Gelenkhebel 7, vorzugsweise wenigstens zwei Gelenkhebel 7, schwenkbar miteinander
verbunden sind.
[0020] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das erste Beschlagteil
5 einen Scharnierarm und/oder dass das zweite Beschlagteil 6 einen Scharniertopf aufweist.
[0021] Der Beschlag 4 weist wenigstens einen Dämpfer 9 auf, durch welchen eine Relativbewegung
der beiden Beschlagteile 5, 6 zueinander dämpfbar ist. Der wenigstens eine Dämpfer
9 umfasst ein, beispielsweise zylindrisches, Dämpfergehäuse 10, wobei eine Kolbenstange
12 relativ zum Dämpfergehäuse 10 verschiebbar gelagert ist.
[0022] Das zweite Beschlagteil 6 weist ein Loch 14 auf, wobei die Kolbenstange 12 des Dämpfers
9 in einem montierten Zustand durch das Loch 14 hindurchgeführt ist.
[0023] Der Dämpfer 9 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel über wenigstens eine Befestigungsstelle
13 an einer Außenseite des zweiten Beschlagteiles 6 anordenbar. In einem montierten
Zustand ist der Dämpfer 9 unterhalb eines Befestigungsflansches 15 des zweiten Beschlagteiles
6 angeordnet, wobei das zweite Beschlagteil 6 zusammen mit dem Dämpfer 9 bereichsweise
innerhalb einer einzigen zylindrischen Bohrung des Schwenkelementes 3 anordenbar ist.
[0024] Fig. 2b zeigt den Beschlag 4 in Form des Scharniers 4a gemäß Fig. 2a mit dem Dämpfer
9 in einem montierten Zustand.
[0025] Fig. 3a zeigt den Dämpfer 9 in einem perspektivischen Querschnitt. Der Dämpfer 9
umfasst ein Dämpfergehäuse 10, zumindest eine im Dämpfergehäuse 10 angeordnete Fluidkammer
25, ein in der Fluidkammer 25 angeordnetes Dämpfungsfluid, zumindest einen in der
Fluidkammer 25 verschiebbar gelagerten Kolben 17 und wenigstens ein, vorzugsweise
ringförmiges, Dichtelement 18, welches zumindest mit einem ersten Abschnitt 18a an
einer Innenwandung 10a der Fluidkammer 25 anliegt oder anlegbar ist.
[0026] Das Dämpfungsfluid kann ein hydraulisches Dämpfungsfluid (beispielsweise Silikonöl)
und gegebenenfalls Festkörperteilchen enthalten.
[0027] Ferner weist das Dichtelement 18 wenigstens einen, vorzugsweise im Wesentlichen ringförmigen,
zweiten Abschnitt 18b auf, welcher in einem Normalbetrieb des Dämpfers 9 (d.h. unterhalb
eines vorgegebenen Schwellwertes einer Druckbeaufschlagung auf den Kolben 17) von
der Innenwandung 10a der Fluidkammer 25, vorzugsweise unter Bildung eines Spaltes
22 (Fig. 3b), beabstandet ist.
[0028] Der Kolben 17 weist wenigstens einen Überlastkanal 23 auf, welcher in einem Normalbetrieb
des Dämpfers 9 (d.h. unterhalb eines vorgegebenen Schwellwertes einer Druckbeaufschlagung
auf den Kolben 17) durch den zweiten Abschnitt 18b des Dichtelementes 18 verschlossen
ist. Der Überlastkanal 23 kann zumindest einen im Kolben 17 angeordneten Durchlass
23a, vorzugsweise mehrere Durchlässe 23a, aufweisen.
[0029] Der Dämpfer 9 weist wenigstens einen Rückstellkanal 24 auf, welcher bei einer Bewegung
des Kolbens 17 in eine Richtung entgegen des Dämpfungshubes öffenbar ist. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass
- das wenigstens eine Dichtelement 18 relativ zum wenigstens einen Kolben 17 bewegbar
ist, wobei das wenigstens eine Dichtelement 18 in einer ersten Relativstellung zum
Kolben 17 den Rückstellkanal 24 verschließt und in einer zweiten Relativstellung zum
Kolben 17 den Rückstellkanal 24 öffnet, und/oder
- der Rückstellkanal 24 wenigstens eine im Kolben 17 angeordnete Ausnehmung 24a, vorzugsweise
mehrere Ausnehmungen 24a, umfasst, besonders bevorzugt wobei die wenigstens eine Ausnehmung
24a an einem umfangsseitigen Rand des Kolbens 17 angeordnet ist, und/oder
- der Rückstellkanal 24 einen axialen Spalt 34 (Fig. 5b) zwischen dem wenigstens einen
Kolben 17 und dem wenigstens einen Dichtelement 18 umfasst, vorzugsweise wobei eine
Größe des axialen Spaltes (34) bei einer Bewegung des Kolbens (17) in eine Richtung
entgegen des Dämpfungshubes veränderbar ist.
[0030] Der Dämpfer 9 weist ferner eine Rückstellfeder 19 (beispielsweise eine als Schraubenfeder
ausgebildete Druckfeder) auf, durch welche der Kolben 17 nach einem erfolgten Dämpfungshub
zumindest teilweise in eine Ausgangsstellung rückstellbar ist. Die Rückstellfeder
19 ist an einer Endfläche 21 der Fluidkammer 25 abstützbar und drückt den Kolben 17
in eine Richtung entgegen des Dämpfungshubes.
[0031] Ferner weist der Dämpfer 9 wenigstens eine Volumenausgleichsvorrichtung 20 auf, durch
welche ein von der Kolbenstange 12 beim Eintauchen in die Fluidkammer 25 verdrängbares
Volumen des Dämpfungsfluides ausgleichbar ist.
[0032] Durch ein Verschlusselement 16 ist die Fluidkammer 25 verschließbar.
[0033] Fig. 3b zeigt den Dämpfer 9 gemäß Fig. 3a in einem Querschnitt, wobei sich das Dichtelement
18 in einem Ruhezustand befindet. Das Dichtelement 18 weist einen ersten Abschnitt
18a auf, welcher an der Innenwandung 10a der Fluidkammer 25 anliegt oder anlegbar
ist. Ein zweiter Abschnitt 18b des Dichtelementes 18 ist unter Bildung eines Spaltes
22 von der Innenwandung 10a der Fluidkammer 25 beabstandet.
[0034] Der erste Abschnitt 18a und der wenigstens eine zweite Abschnitt 18b des Dichtelementes
18 sind in einer Längsrichtung (L) des Dämpfergehäuses 10 voneinander beabstandet.
[0035] Der erste Abschnitt 18a und der wenigstens eine zweite Abschnitt 18b des Dichtelementes
18 bilden in einem Längsschnitt und zumindest in einem Ruhezustand des Dämpfers 9
im Wesentlichen eine Z-Form aus.
[0036] Das Dichtelement 18 kann beispielsweise aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE)
gebildet sein.
[0037] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind der erste Abschnitt 18a und der zweite Abschnitt
18b des Dichtelementes 18 zusammen einstückig ausgebildet und beweglich miteinander
verbunden, beispielsweise über ein Filmscharnier.
[0038] Grundsätzlich wäre es aber auch denkbar, dass die beiden Abschnitte 18a, 18b des
Dichtelementes 18 als voneinander gesonderte Bauteile, insbesondere auch aus verschiedenen
Materialien, ausgebildet sind.
[0039] Der Dämpfer 9 weist wenigstens einen Strömungskanal 27 auf, welcher vorzugsweise
an der Innenwandung 10a der Fluidkammer 25 angeordnet ist, wobei das Dämpfungsfluid
bei einer Ausführung eines Dämpfungshubes durch den Strömungskanal 27 strömt.
[0040] Gemäß bevorzugten Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass die wenigstens
eine Volumenausgleichsvorrichtung 20
- wenigstens eine Dichtung 20a aufweist, durch welche die Fluidkammer 25 gegenüber der
Kolbenstange 12 und/oder gegenüber einer Innenwandung 10a des Dämpfergehäuses 10 abdichtbar
ist,
- wenigstens ein Stützelement 20b aufweist, durch welches die wenigstens eine Dichtung
20a im Dämpfergehäuse 10 führbar ist,
- wenigstens ein Federelement 20c aufweist, durch welches die wenigstens eine Dichtung
20a nach einem erfolgten Dämpfungshub zumindest teilweise in eine Ausgangsstellung
rückstellbar ist.
[0041] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das wenigstens
eine Federelement 20c einstückig mit der wenigstens einen Dichtung 20a und/oder einstückig
mit dem wenigstens einen Stützelement 20b zu einem gemeinsamen Kompensationsteil 33
zusammenfasst ist.
[0042] Fig. 3c zeigt den Dämpfer 9 in einem Überlastfall, wobei also ein Dämpfungshub mit
einer Druckbeaufschlagung auf den Kolben 17 oberhalb eines vorgegebenen Schwellwertes
stattfindet. In einem solchen Überlastfall ist der zweite Abschnitt 18b relativ zum
ersten Abschnitt 18a des Dichtelementes 18 in eine Richtung zur Innenwandung 10a der
Fluidkammer 25 verbiegbar, verkippbar und/oder radial dehnbar. Auf diese Weise ist
der zwischen dem Dichtelement 18 und der Innenwandung 10a gebildete Spalt 22 verkleinerbar
und der Überlastkanal 23 des Kolbens 17 zumindest teilweise öffenbar. Dadurch kann
eine größere Menge des Dämpfungsfluides von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite
des Dämpfers 9 strömen, sodass der erhöhte Druck des Dämpfungsfluides im Überlastfall
abgebaut wird.
[0043] Fig. 4a zeigt den Dämpfer 9 in einer Explosionsansicht. Das Dämpfergehäuse 10 weist
zumindest eine Fluidkammer 25 zur verschiebbaren Lagerung des Kolbens 17 auf. Der
Kolben 17 ist nach einem erfolgten Dämpfungshub durch eine Kraft der Rückstellfeder
19 zumindest teilweise in eine Ausgangsstellung rückstellbar.
[0044] Am Kolben 17 ist ein Begrenzungselement 26 zu befestigen, wobei das Dichtelement
18 in einem montierten Zustand zwischen dem Begrenzungselement 26 und dem Kolben 17
begrenzt verschiebbar gelagert ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass das Dichtelement
18 bei der Rückstellung durch die Rückstellfeder 19 mit einem größeren Abstand von
den Ausnehmungen 24a des Kolbens 17 distanziert werden kann. Damit kann bei der Rückstellung
der Kolbenstange 12 eine größere Menge an Dämpfungsfluid von der Hochdruckseite zur
Niederdruckseite strömen und eine rasche Rückstellung der Kolbenstange 12 in eine
Ausgangsstellung herbeigeführt werden.
[0045] Das Dichtelement 18 kann rotationssymmetrisch ausgebildet sein, wobei der erste Abschnitt
18a einen größeren Durchmesser als der zweite Abschnitt 18b aufweist.
[0046] Fig. 4b zeigt den Dämpfer 9, wobei das Dämpfergehäuse 10 zum Zweck des verbesserten
Überblicks nicht dargestellt ist. Das Dichtelement 18 mit dem ersten Abschnitt 18a
und dem zweiten Abschnitt 18b ist zwischen dem Kolben 17 und dem Begrenzungselement
26 in axialer Richtung begrenzt verschiebbar.
[0047] Der Kolben 17 weist wenigstens einen Rückstellkanal 24 mit wenigstens einer Ausnehmung
24a, vorzugsweise mit mehreren Ausnehmungen 24a, auf. Gemäß einem Ausführungsbeispiel
kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Ausnehmung 24 an einem umfangseitigen
Rand des Kolbens 17 angeordnet ist.
[0048] Fig. 4c zeigt den Dämpfer 9 gemäß Fig. 4b, wobei das Dichtelement 18 zum Zweck des
verbesserten Überblicks nicht dargestellt ist. In dieser Figur sind die Überlastkanäle
23 des Kolbens 17 gut erkennbar, wobei die Überlastkanäle 23 wenigstens einen im Kolben
17 angeordneten Durchlass 23a, vorzugsweise mehrere Durchlässe 23a, umfasst. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Durchlass 23a an einem umfangseitigen
Rand des Kolbens 17 angeordnet ist.
[0049] Fig. 4d zeigt einen Teilbereich des Kolbens 17 in einer perspektivischen Ansicht.
Der Kolben 17 weist zumindest einen Axialkanal 36, vorzugsweise mehrere Axialkanäle
36, zum Durchtritt des Dämpfungsfluides auf. Die Axialkanäle 36 bilden einen Teil
des Rückstellkanals 24 aus, durch welchen beim Rückstellhub eine größere Menge von
Dämpfungsfluid von einer ersten Seite des Kolbens 17 zu einer zweiten Seite gelangen
kann.
[0050] Der zumindest eine Axialkanal 36 kann parallel, konisch oder radial zur Längsrichtung
(L) des Dämpfergehäuses 10 verlaufen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der
Kolben 17 mehrere Axialkanäle 36 aufweist, welche an einem Umfangsrand des Kolbens
17, vorzugsweise symmetrisch, angeordnet sind.
[0051] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Kolben 17 mehrere Durchlässe 23a auf,
welche an einem Umfangsrand des Kolbens 17 symmetrisch angeordnet werden können. Die
Durchlässe 23a sind bei einer Ausführung eines Dämpfungshubes unterhalb eines vorgegebenen
Schwellwertes einer Druckbeaufschlagung auf den Kolben 17 durch den zweiten Abschnitt
18b des Dichtelementes 18 abdeckbar und oberhalb des vorgegebenen Schwellwertes der
Druckbeaufschlagung auf den Kolben 17 durch den zweiten Abschnitt 18b des Dichtelementes
18 freigebbar.
[0052] Besonders bevorzugt sind genau drei Durchlässe 23a vorgesehen, welche um 120° versetzt
am Umfangsrand des Kolbens 17 angeordnet sind.
[0053] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Kolben 17 wenigstens ein Scheibenelement
35 auf, an welchem das wenigstens eine Dichtelement 18 zumindest bei einer Ausführung
des Dämpfungshubes abstützbar ist.
[0054] Fig. 5a zeigt den Dämpfer 9 in einem Querschnitt, wobei das Dichtelement 18 mit den
beiden Abschnitten 18a, 18b erkennbar ist. Der erste Abschnitt 18a des Dichtelementes
18 liegt an der Innenwandung 10a der Fluidkammer 25 an oder ist an der Innenwandung
10a der Fluidkammer bei der Ausführung eines Dämpfungshubes anlegbar. Der zweite Abschnitt
18b des Dichtelementes 18 ist im Normalbetrieb unter Bildung eines Spaltes 22 von
den Innenwandung 10a beabstandet.
[0055] Der Dämpfer 9 weist wenigstens einen Strömungskanal 27 auf, welcher vorzugsweise
an der Innenwandung 10a der Fluidkammer 25 angeordnet ist, wobei das Dämpfungsfluid
bei einer Ausführung eines Dämpfungshubes durch den Strömungskanal 27 strömt. Es können
auch zwei oder mehrere an der Innenwandung 10a angeordnete Strömungskanäle 27 vorgesehen
werden.
[0056] Der wenigstens eine Strömungskanal 27 kann als längliche Nut ausbildet sein. Gemäß
einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass sich ein Querschnitt des wenigstens
einen Strömungskanales 27 in Richtung des Dämpfungshubes verändert, vorzugsweise kontinuierlich
verkleinert.
[0057] Fig. 5b zeigt den in Fig. 5a eingekreisten Bereich in einer vergrößerten Ansicht.
Wenn der Kolben 17 unterhalb eines vorgegebenen Schwellwertes bewegt wird, so ist
der Überlastkanal 23 mit dem Durchlass 23a durch den zweiten Abschnitt 18b des Dichtelementes
18 verschlossen. In einem solchen Normalbetrieb strömt das Dämpfungsfluid, vorzugsweise
ausschließlich, durch den wenigstens einen Strömungskanal 27.
[0058] Zu erkennen ist ein zwischen dem Kolben 17 und dem Begrenzungselement 26a angeordneter
axialer Spalt 34, durch welchen das Dichtelement 18 relativ zum Kolben 17 bewegbar
gelagert ist. Bei einer Bewegung des Kolbens 17 in eine Richtung entgegen des Dämpfungshubes
ist das Dichtelement 18 am Begrenzungselement 26 anlegbar, wobei eine Größe des Spaltes
34 veränderbar und so bei der Rückstellung der Kolbenstange 12 eine größere Menge
an Dämpfungsfluid von einer Seite des Kolbens 17 zur anderen Seite strömen kann.
[0059] Fig. 5c zeigt die Überlastsituation, wobei also der Kolben 17 mit einer Druckbeaufschlagung
oberhalb eines vorgegebenen Schwellwertes bewegt wird. Durch eine Verbiegung oder
Verkippung des zweiten Abschnitts 18b relativ zum ersten Abschnitt 18a ist der zwischen
dem Kolben 17 und der Innenwandung 10a gebildete radiale Spalt 22 verkleinerbar, wobei
der Überlastkanal 23 mit dem Durchlass 23a durch den zweiten Abschnitt 18b des Dichtelementes
18 freigegeben wird. Das Dämpfungsfluid kann also im Überlastfall entlang des eingezeichneten
Pfeils von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite strömen.
[0060] Fig. 6a-6c zeigen verschiedene Beschläge 4 zur bewegbaren Lagerung eines bewegbaren
Möbelteiles 3a.
[0061] Fig. 6a zeigt einen Beschlag 4 in Form eines Scharniers 4a, welches ein erstes Beschlagteil
5 zur Befestigung am stationären Träger 2 und eine zweites Beschlagteil 6 zur Befestigung
am bewegbaren Möbelteil 3a aufweist. Das erste Beschlagteil 5 und das zweite Beschlagteil
6 sind durch wenigstens einen Gelenkhebel 7, vorzugsweise wenigstens zwei Gelenkhebel
7, schwenkbar miteinander verbunden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Dämpfer
9 mit dem Dämpfergehäuse 10 auf das erste Beschlagteil 5 aufgesetzt, wobei das Dämpfergehäuse
10 gegen Ende der Schließbewegung des Scharniers 4a vom zweiten Beschlagteil 6 relativ
zur feststehenden Kolbenstange 12 eingedrückt und so die Schließbewegung des Scharniers
4a dämpfbar ist.
[0062] Fig. 6b zeigt einen Beschlag 4 in Form eines Möbelantriebes 4b zum Bewegen eines
bewegbaren Möbelteiles 3a. Der Möbelantrieb 4b umfasst einen Grundkörper 28 zur Befestigung
am stationären Träger 2 (beispielsweise am Möbelkorpus 2a), eine am Grundkörper 28
angeordnete und mit dem bewegbaren Möbelteil 3a verbindbare Stellarmanordnung 29 zum
Bewegen des bewegbaren Möbelteiles 3a und einen Kraftspeicher 30 zur Kraftbeaufschlagung
der Stellarmanordnung 29. Das Dämpfergehäuse 10 des Dämpfers 9 ist gegen Ende der
Schließbewegung von einem schwenkbaren Stellarm 29a der Stellarmanordnung 29 relativ
zur feststehenden Kolbenstange 12 eindrückbar, wobei die Schließbewegung der Stellarmanordnung
29 dämpfbar ist.
[0063] Fig. 6c zeigt einen Beschlag 4 in Form einer Schubladenausziehführung 4c zum Bewegen
einer Schublade relativ zum Möbelkorpus 2. Die Schubladenausziehführung 4c umfasst
wenigstens zwei relativ zueinander verschiebbare Führungsschienen 31, 32, wobei eine
Bewegung einer Führungsschiene 31, 32 gegen Ende der Schließbewegung durch den Dämpfer
9 mit dem Dämpfergehäuse 10 dämpfbar ist.
1. Dämpfer (9) für einen Beschlag (4) zur bewegbaren Lagerung eines Schwenkelementes
(3) oder eines Auszugselementes, insbesondere zur bewegbaren Lagerung eines Möbelteiles
(3a), eines Fensters oder einer Tür, relativ zu einem stationären Träger (2), umfassend:
- ein Dämpfergehäuse (10),
- zumindest eine im Dämpfergehäuse (10) angeordnete Fluidkammer (25),
- ein in der Fluidkammer (25) angeordnetes Dämpfungsfluid,
- zumindest einen in der Fluidkammer (25) verschiebbar gelagerten Kolben (17),
- wenigstens ein, vorzugsweise ringförmiges, Dichtelement (18), welches zumindest
mit einem ersten Abschnitt (18a) an einer Innenwandung (10a) der Fluidkammer (25)
anliegt oder anlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Dichtelement (18) wenigstens einen, vorzugsweise im Wesentlichen
ringförmigen, zweiten Abschnitt (18b) aufweist, welcher von der Innenwandung (10a)
der Fluidkammer (25) beabstandet ist und welcher bei einer Ausführung eines Dämpfungshubes
oberhalb eines vorgegebenen Schwellwertes einer Druckbeaufschlagung auf den Kolben
(17) relativ zu dem an der Innenwandung (10a) der Fluidkammer (25) anliegenden oder
anlegbaren ersten Abschnitt (18a) bewegbar, vorzugsweise verschwenkbar, verkippbar
und/oder radial dehnbar, ist.
2. Dämpfer (9) nach Anspruch 1, wobei wenigstens ein Überlastkanal (23), welcher vorzugsweise
im zumindest einen Kolben (17) angeordnet ist, vorgesehen ist, wobei der wenigstens
eine Überlastkanal (23) bei einer Ausführung eines Dämpfungshubes unterhalb des vorgegebenen
Schwellwertes der Druckbeaufschlagung auf den Kolben (17) vom zweiten Abschnitt (18b)
des wenigstens einen Dichtelementes (18) abgedeckt und oberhalb des vorgegebenen Schwellwertes
der Druckbeaufschlagung auf den Kolben (17) zumindest teilweise geöffnet ist.
3. Dämpfer (9) nach Anspruch 2, wobei der Überlastkanal (23) wenigstens einen im Kolben
(17) angeordneten Durchlass (23a), vorzugsweise mehrere Durchlässe (23a) umfasst,
vorzugsweise wobei der wenigstens eine Durchlass (23a) an einem umfangseitigen Rand
des Kolbens (17) angeordnet ist.
4. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der erste Abschnitt (18a) und
der wenigstens eine zweite Abschnitt (18b) des Dichtelementes (18) in einer Längsrichtung
(L) des Dämpfergehäuses (10) voneinander beabstandet sind und/oder dass der erste
Abschnitt (18a) und der wenigstens eine zweite Abschnitt (18b) des Dichtelementes
(18) zusammen einstückig ausgeführt sind.
5. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei wenigstens ein Strömungskanal
(27) vorgesehen ist, welcher vorzugsweise an der Innenwandung (10a) der Fluidkammer
(25) angeordnet ist, wobei das Dämpfungsfluid bei einer Ausführung eines Dämpfungshubes
durch den Strömungskanal (27) strömt.
6. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das wenigstens eine Dichtelement
(18), vorzugsweise begrenzt, axial verschiebbar auf dem wenigstens einen Kolben (17)
gelagert ist.
7. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei wenigstens ein Rückstellkanal
(24) vorgesehen ist, welcher bei einer Bewegung des Kolbens (17) in eine Richtung
entgegen des Dämpfungshubes öffenbar ist.
8. Dämpfer (9) nach Anspruch 7, wobei
- das wenigstens eine Dichtelement (18) relativ zum wenigstens einen Kolben (17) bewegbar
ist, wobei das wenigstens eine Dichtelement (18) in einer ersten Relativstellung zum
Kolben (17) den Rückstellkanal (24) verschließt und in einer zweiten Relativstellung
zum Kolben (17) den Rückstellkanal (24) öffnet, und/oder
- der Rückstellkanal (24) wenigstens eine im Kolben (17) angeordnete Ausnehmung (24a),
vorzugsweise mehrere Ausnehmungen (24a), umfasst, besonders bevorzugt wobei die wenigstens
eine Ausnehmung (24a) an einem umfangsseitigen Rand des Kolbens (17) angeordnet ist,
und/oder
- der Rückstellkanal (24) einen axialen Spalt (34) zwischen dem wenigstens einen Kolben
(17) und dem wenigstens einen Dichtelement (18) umfasst, vorzugsweise wobei eine Größe
des axialen Spaltes (34) bei einer Bewegung des Kolbens (17) in eine Richtung entgegen
des Dämpfungshubes veränderbar ist.
9. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der wenigstens eine Kolben (17)
zumindest einen Axialkanal (36), vorzugsweise mehrere Axialkanäle (36), zum Durchtritt
des Dämpfungsfluides aufweist.
10. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der wenigstens eine Kolben (17)
wenigstens ein Scheibenelement (35) aufweist, an welchem das wenigstens eine Dichtelement
(18) zumindest bei einer Ausführung des Dämpfungshubes abstützbar ist.
11. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der erste Abschnitt (18a) und
der wenigstens eine zweite Abschnitt (18b) des Dichtelementes (18) in einem Längsschnitt
und zumindest in einem Ruhezustand des Dämpfers (9) im Wesentlichen eine Z-Form ausbilden.
12. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Dämpfer eine Volumenausgleichsvorrichtung
(20) aufweist, durch welche ein von der Kolbenstange (12) beim Eintauchen in die Fluidkammer
(25) verdrängbares Volumen des Dämpfungsfluides ausgleichbar ist, vorzugsweise wobei
die Volumenausgleichsvorrichtung (20)
- wenigstens eine Dichtung (20a) aufweist, durch welche die Fluidkammer (25) gegenüber
der Kolbenstange (12) und/oder gegenüber einer Innenwandung (10a) des Dämpfergehäuses
(10) abdichtbar ist,
- wenigstens ein Stützelement (20b) aufweist, durch welches die wenigstens eine Dichtung
(20a) im Dämpfergehäuse (10) führbar ist,
- wenigstens ein Federelement (20c) aufweist, durch welches die wenigstens eine Dichtung
(20a) nach einem erfolgten Dämpfungshub zumindest teilweise in eine Ausgangsstellung
rückstellbar ist.
13. Dämpfer (9) nach Anspruch 12, wobei das wenigstens eine Federelement (20c) einstückig
mit der wenigstens einen Dichtung (20a) und/oder einstückig mit dem wenigstens einen
Stützelement (20b) zu einem gemeinsamen Kompensationsteil (33) zusammenfasst ist,
vorzugsweise wobei das Dichtelement (18), der Kolben (17) und das Kompensationsteil
(33) in einer axialen Richtung einer mit dem Kolben (17) verbundenen Kolbenstange
(12) angeordnet sind.
14. Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Dämpfer eine Rückstellfeder
(19) zum Rückstellen des wenigstens einen Kolbens (17) aufweist, vorzugsweise wobei
die Rückstellfeder (19) an einer Endfläche (21) der Fluidkammer (25) abstützbar ist.
15. Beschlag (4) zur bewegbaren Lagerung eines Schwenkelementes (3) oder eines Auszugselementes,
insbesondere zur bewegbaren Lagerung eines Möbelteiles (3a), eines Fensters oder einer
Tür, relativ zu einem stationären Träger (2), wobei der Beschlag (4) wenigstens einen
Dämpfer (9) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 aufweist, vorzugsweise wobei der Beschlag
(4) als Scharnier (4a), als Möbelantrieb (4b) oder als Schubladenausziehführung (4c)
zum Bewegen eines bewegbaren Möbelteiles (3a) ausgebildet ist.