[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haustechniksystem, insbesondere eine Wohnungsstation.
[0002] DE 10 2016 010 386 A1 zeigt ein Warmwasserversorgungssystem zum zentralen Versorgen eines Verbrauchernetzes.
Dazu wird ein Übergangsanschluss (Wohnungsstation) zum Anschließen des Warmwasserversorgungssystems
an ein Wassernetz, insbesondere an eine Wohnungsstation, vorgesehen. Mittels der Wohnungsstation
wird vorerwärmtes Wasser beispielsweise in eine Wohnung geleitet, wo das vorerwärmte
Wasser als Warmwasser verwendet werden kann. Zur Nacherwärmung kann ein Durchlauferhitzer
vorgesehen sein. Parallel zum Durchlauferhitzer kann ein Bypass vorgesehen sein.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Haustechniksystem vorzusehen,
welches eine effizientere Bereitstellung von Warmwasser basierend auf einem zentralen
Warmwasserversorgungssystem ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Haustechniksystem nach Anspruch 1 gelöst.
[0005] Somit wird ein Haustechniksystem, insbesondere eine Wohnungsstation, vorgesehen.
Die Wohnungsstation weist einen Warmwasservorlauf, einen Warmwasserrücklauf und einen
Durchlauferhitzer zum Nacherwärmen des durch den Vorlauf fließenden warmen Wassers
auf.
[0006] Somit wird ein Haustechniksystem, insbesondere eine Wohnungsstation mit einem Primäranschluss,
vorgesehen. Der Primäranschluss weist einen Vorlaufanschluss und einen Rücklaufanschluss
auf. An dem Vorlaufanschluss ist eine Abzweigung vor einem ersten Ventil vorgesehen.
Ein Heizungsvorlauf ist mit dem ersten Ventil gekoppelt. Ferner ist ein Wärmeübertrager
vorgesehen, welcher über die Abzweigung mit dem Vorlaufanschluss gekoppelt ist. Ein
Durchlauferhitzer dient zum Nacherwärmen von Wasser aus dem Vorlaufanschluss. Optional
ist ein Mischpunkt vorgesehen, welcher mit dem Ausgang des Durchlauferhitzers gekoppelt
ist. Des Weiteren ist eine Warmwasserleitung als Ausgangsanschluss der Wohnungsstation
vorgesehen. Die Warmwasserleitung kann sich an den Mischpunkt anschließen. Ferner
ist ein Temperatursensor in oder an der Warmwasserleitung (optional hinter dem Mischpunkt)
zum Erfassen einer Temperatur des Wassers in der Warmwasserleitung vorgesehen. Optional
kann die erfasste Temperatur zum Steuern des Durchlauferhitzers verwendet werden.
[0007] Gemäß einem Aspekt fließt das Wasser komplett durch den Durchlauferhitzer, wenn kein
Bypass vorgesehen ist.Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Haustechniksystem
einen Bypass mit einem Ventil parallel zu dem Durchlauferhitzer auf. Der Mischpunkt
ist mit dem Bypass und dem Durchlauferhitzer gekoppelt.
[0008] In einem vorteilhaften Haustechniksystem kann das Wasser durch den Durchlauferhitzer
und/oder den Bypass ließen, insbesondere durch das Bypassventil oder ein Motorventil
des Durchlauferhitzers gesteuert.Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist
eine Ventileinheit mit mindestens einem ersten Eingangsanschluss vorgesehen, welcher
an die Warmwasserleitung gekoppelt ist. Die Ventileinheit weist ferner mindestens
einen Ausgangsanschluss auf, welcher jeweils über eine einzige Leitung mit einer Zapfstelle
zur Bereitstellung von Warm- und/oder Kaltwasser gekoppelt ist.
[0009] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Ventileinheit einen weiteren
Eingangsanschluss für Kaltwasser auf. Das Warmwasser aus der Warmwasserleitung und
das Kaltwasser werden in der Ventileinheit vermischt, um an einem der Ausgangsanschlüsse
der Ventileinheit Wasser mit einer Solltemperatur bereitzustellen.
[0010] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Ventil zwischen dem Mischpunkt
und einem Kaltwasseranschluss zur Bereitstellung von Kaltwasser an dem Mischpunkt
vorgesehen, um am Mischpunkt Wasser mit einer Solltemperatur in der Warmwasserleitung
bereitzustellen.
[0011] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Ventileinheit mindestens
ein Motorventil an einem der Ausgangsanschlüsse zum Öffnen oder Schließen der Ausgangsanschlüsse
auf.
[0012] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Motorventil in der Warmwasserleitung
und ein Motorventil in dem Durchlauferhitzer vorgesehen.
[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Motorventil in dem
Durchlauferhitzer vorgesehen. Das Ventil in dem Bypass ist als Motorventil ausgestaltet.
[0014] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Vorteile und Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 7
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 8
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 9
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem achten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 10
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem neunten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 11
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem zehnten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 12
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem elften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 13
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem zwölften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 14
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem dreizehnten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 15
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem vierzehnten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 16
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem fünfzehnten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 17
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem sechzehnten
Ausführungsbeispiel, und
- Fig. 18
- zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem siebzehnten
Ausführungsbeispiel.
[0016] Das Haustechniksystem gemäß der Erfindung ist als Wohnungsübergabestation ausgestaltet
und mit einer zentralen Warmwasserbereitung gekoppelt.
[0017] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß dem Stand
der Technik. Die Wohnungsstation 100 weist einen Primäranschluss PA mit einem Vorlaufanschluss
VL und einem Rücklaufanschluss RL auf, über welche die Wohnungsstation mit einem zentralen
Warmwasserversorgungssystem 150 z. B. in Form einer Wärmepumpe gekoppelt ist. Der
Vorlaufanschluss VL ist an ein erstes Ventil 121 gekoppelt, welches als Dreiwegeventil
ausgestaltet ist. Das Dreiwegeventil 121 ist mit dem Vorlauf VL, über eine Leitung
11 mit dem Heizungsvorlauf HVL sowie über eine Leitung 12 mit einem Wärmeübertrager
130 gekoppelt. Der Wärmeübertrager 130 empfängt somit bei entsprechender Einstellung
des Dreiwegeventils 121 das vorerwärmte Wasser aus dem Vorlauf VL. Der Wärmeübertrager
130 empfängt ebenfalls einen Kaltwasserzulauf über die Leitung 14. Das Kaltwasser
fließt über eine Leitung 15 zusammen mit dem Heizungsrücklauf über die Leitung 10
aus dem Rücklauf RL heraus. In dem Wärmeübertrager 130 wird die in dem Kaltwasserrücklauf
vorhandene Wärme an das Warmwasser aus dem Vorlauf übertragen, wo das Warmwasser aus
dem Vorlauf somit weiter erwärmt wird. Anschließend fließt das Warmwasser zu einer
Kombination aus einem Durchlauferhitzer 140 und einem Bypass, in welchem ein Ventil
123 vorgesehen ist. An einem Mischpunkt MP fließt das Wasser aus dem Bypass 20 mit
dem Wasser aus dem Durchlauferhitzer 140 zusammen und dann durch die Leitung 16. Der
Durchlauferhitzer 140 dient zum Nacherwärmen des Warmwassers. Der Ausgang des Durchlauferhitzers
sowie der Ausgang des Ventils 123 stellt den Warmwasseranschluss WW dar.
[0018] Der Wärmeübertrager 130 weist einen ersten und zweiten Temperatursensor 131, 132
auf. Die Ventile 121, 122 werden entsprechend der durch den ersten oder zweiten Temperatursensor
131, 132 erfassten Temperatur gesteuert.
[0019] Somit wird das Wasser aus dem Vorlauf VL beispielsweise einer zentralen Wärmepumpe
150 in dem Wärmeübertrager 130 vorerwärmt und ggf. durch den Durchlauferhitzer 140
nacherwärmt, um auf die gewünschte Solltemperatur des Warmwassers am Warmwasserausgang
WW zu kommen. Die Solltemperatur des Warmwassers kann durch einen Benutzer eingestellt
werden. Das Ventil 123 in dem Bypass 20 kann dazu dienen, das durch den Wärmeübertrager
130 vorerwärmte Warmwasser an dem Durchlauferhitzer vorbeizuleiten, wenn die gewünschte
Warmwassertemperatur bereits vorhanden ist.
[0020] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
kann auf der Wohnungsstation gemäß Fig. 1 beruhen. Die Wohnungsstation 100 weist somit
ein erstes Ventil 121 auf, welches mit dem Vorlauf VL und dem Heizungsvorlauf HVL
über die Leitung 11 gekoppelt ist. Die Wohnungsstation 100 weist einen Primäranschluss
PA mit dem Vorlauf VL und dem Rücklauf RL auf. Ferner weist die Wohnungsstation einen
Wärmeübertrager 130 und einen Durchlauferhitzer 140 auf. Optional kann ein Bypass
20 (optional mit einem Ventil 123) parallel zum Durchlauferhitzer 140 vorgesehen sein.
Falls kein Bypass 20 vorgesehen ist, entfällt der Mischpunkt. Das Wasser aus dem Bypass
20 und das Wasser von dem Durchlauferhitzer 140 kann in dem Mischpunkt MP zusammenfließen.
Das vorerwärmte Wasser aus dem Vorlauf VL fließt sowohl zu dem ersten Ventil 121 als
auch über eine Abzweigung 12 zu dem Wärmeübertrager 130. Wenn das Ventil 121 geöffnet
ist, dann fließt das Warmwasser aus dem Vorlauf VL zu dem Heizungsvorlauf HVL. Der
Heizungsrücklauf HL fließt dann über die Leitung 10 zu dem Rücklauf RL der Wohnungsstation
100. Ein Kaltwasserzulauf KWZ fließt zu dem Wärmeübertrager 130, von dort durch ein
zweites Ventil 122 über die Leitung 15 zu dem Rücklauf RL.
[0021] Am Warmwasserausgang des Wärmeübertragers 130, d. h. in oder an der Leitung 13, ist
ein erster Temperatursensor 111 vorgesehen. Ein zweiter Temperatursensor 112 ist in
oder an dem Wärmeübertrager 130 vorgesehen. Ein dritter Temperatursensor 113 kann
in oder an der Leitung 16, d. h. an der Warmwasserleitung WW vorgesehen sein. Der
Durchlauferhitzer 140 weist einen Eingangstemperatursensor 141 und einen Ausgangstemperatursensor
142 auf.
[0022] Das erste Ventil 121 wird in Abhängigkeit der durch den ersten Temperatursensor 111
ermittelten Temperatur gesteuert. Das zweite Ventil 122 wird gemäß der durch den zweiten
Temperatursensor 112 ermittelten Temperatur gesteuert.
[0023] Beispielsweise ist die Ausgangstemperatur des Wärmeübertragers 130 ca. 38°C. In dem
ersten Ausführungsbeispiel von Fig. 1 weist der Durchlauferhitzer 140 einen Eingangstemperatursensor
141 und einen Ausgangstemperatursensor 142 auf. Zur Erfassung der tatsächlichen Austrittstemperatur
wird der dritte Temperatursensor 113 in der Warmwasserleitung WW vorgesehen. Dieser
dritte Temperatursensor 113 kann mit dem Durchlauferhitzer 140 verbunden sein. Der
Durchlauferhitzer 140 kann somit einen Anschluss für den dritten Temperatursensor
113 aufweisen. Der dritte Temperatursensor 113 ist somit sowohl (hydraulisch gesehen)
hinter dem Durchlauferhitzer 140 als auch hinter dem Bypass mit dem Ventil 123 vorgesehen,
so dass sichergestellt ist, dass immer die Ausgangstemperatur des Wassers in der Warmwasserleitung
WW erfasst werden kann. Damit kann immer die Temperatur des Mischwassers erfasst werden.
Somit kann eine exakte Einstellung der Solltemperatur gewährleistet werden am Mischpunkt.
[0024] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
kann auf der Wohnungsstation gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel beruhen. Daher kann
die Ausgestaltung der Wohnungsstation gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel mit dem
ersten Ventil 121, dem zweiten Ventil 122, dem dritten Ventil 123, dem Wärmeübertrager
130 und dem Durchlauferhitzer 140 der Ausgestaltung der Wohnungsstation gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel entsprechen. Zusätzlich zu der Ausgestaltung der Wohnungsstation
100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ist dann gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
ein viertes Ventil 124, insbesondere ein Motorventil, in der Leitung 16, d. h. der
Warmwasserleitung vorgesehen.
[0025] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß dem ersten oder zweiten Ausführungsbeispiel beruhen.
Insbesondere beruht die Wohnungsstation 100 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
auf einer Wohnungsstation gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel. Im Unterschied zu
der Wohnungsstation gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ist das dritte Ventil 123
als ein Motorventil ausgestaltet.
[0026] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel.
[0027] Die Wohnungsstation 100 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel kann insbesondere auf
der Wohnungsstation gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel beruhen. Somit ist ein dritter
Temperatursensor 113 in der Warmwasserleitung vorgesehen. Der Durchlauferhitzer 140
kann dann entsprechend der durch den Temperatursensor 113 erfassten Temperatur geregelt
bzw. gesteuert werden.
[0028] Zusätzlich dazu kann ein fünftes Ventil 125, insbesondere ein Motorventil, in dem
Durchlauferhitzer 140, insbesondere in seinem Gehäuse, vorgesehen sein. Somit kann
der Durchfluss des Durchlauferhitzers 140 mit dem fünften Ventil 125 geregelt bzw.
gesteuert werden.
[0029] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß dem ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausführungsbeispiel
beruhen. Insbesondere beruht die Wohnungsstation 100 gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel
auf einer Wohnungsstation gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel. Hierbei ist insbesondere
das dritte Ventil 123 als ein Motorventil ausgestaltet.
[0030] Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem sechsten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß einem der vorherigen Ausführungsbeispiele eins
bis sechs beruhen. Insbesondere kann die Wohnungsstation 100 gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel
auf einer Wohnungsstation gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel von Fig. 2 beruhen.
Im Gegensatz zu der Wohnungsstation gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel weist der
Durchlauferhitzer 140 einen Eingangstemperatursensor, aber keinen Ausgangstemperatursensor
auf. Der dritte Temperatursensor 113 in oder an der Warmwasserleitung bzw. der Leitung
16 wird dann dazu verwendet, den Durchlauferhitzer 140 zu steuern, um die gewünschte
Solltemperatur am Ausgang des Durchlauferhitzers 140 bzw. an dem Mischpunkt zu erreichen.
Dies ist vorteilhaft, weil damit ein Temperatursensor innerhalb des Durchlauferhitzers
eingespart werden kann.
[0031] Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem siebten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß dem ersten bis sechsten Ausführungsbeispiel beruhen.
Insbesondere beruht die Wohnungsstation 100 gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel
auf einer Wohnungsstation gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel. Hierbei weist der
Durchlauferhitzer 140 jedoch lediglich einen Eingangstemperatursensor 141, nicht jedoch
einen Ausgangstemperatursensor auf. Zur Steuerung des Durchlauferhitzers wird der
dritte Temperatursensor 113 in der Warmwasserleitung verwendet.
[0032] Ferner kann ein viertes Ventil (z. B. ein Motorventil) in der Leitung 16 hinter dem
Mischpult MP vorgesehen sein.
[0033] Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem achten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem achten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß einem der Ausführungsbeispiele eins bis sieben
beruhen. Insbesondere beruht die Wohnungsstation 100 gemäß dem achten Ausführungsbeispiel
auf einer Wohnungsstation gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel. Hierbei weist der
Durchlauferhitzer 140 lediglich einen Eingangstemperatursensor 141, nicht jedoch einen
Ausgangstemperatursensor auf. Der dritte Temperatursensor 113 in oder an der Warmwasserleitung
WW wird dann zur Steuerung oder Regelung des Durchlauferhitzers 140 verwendet. Das
dritte Ventil 123 in dem Bypass 20 kann als Motorventil ausgestaltet sein.
[0034] Fig. 10 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem neunten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem neunten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß dem ersten bis achten Ausführungsbeispiel beruhen.
Insbesondere beruht die Wohnungsstation gemäß dem neunten Ausführungsbeispiel auf
einer Wohnungsstation gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel. Hierbei weist der Durchlauferhitzer
140 jedoch lediglich einen Eingangstemperatursensor 141, nicht jedoch einen Ausgangstemperatursensor
142 auf. Die Ausgangssignale des dritten Temperatursensors 113, welcher in oder an
der Warmwasserleitung WW angeschlossen ist, wird zur Steuerung oder Regelung des Durchlauferhitzers
140 verwendet. Ein fünftes Ventil (z. B. ein Motorventil) 125 ist in dem Durchlauferhitzer
140 vorgesehen. Der Sensor 113 erfasst die Wassertemperatur an dem Mischpunkt MP.
[0035] Fig. 11 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem zehnten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem zehnten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß dem ersten bis neunten Ausführungsbeispiel beruhen.
Insbesondere beruht die Wohnungsstation gemäß dem zehnten Ausführungsbeispiel auf
einer Wohnungsstation gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel von Fig. 6. Hierbei weist
der Durchlauferhitzer 140 lediglich einen Eingangstemperatursensor 141, nicht jedoch
einen Ausgangstemperatursensor auf. Der dritte Temperatursensor 113 in oder an der
Warmwasserleitung WW wird dann zur Regelung oder Steuerung des Durchlauferhitzers
140 verwendet. Das dritte Ventil 123 in dem Bypass 20 und das fünfte Ventil 125 ist
als Motorventil ausgestaltet.
[0036] Fig. 12 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem elften
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem elften Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß einem der Ausführungsbeispiele eins bis zehn
beruhen. Die Wohnungsstation 100 weist ferner eine Ventileinheit 160 auf. Die Ventileinheit
160 ist an der Warmwasserausgangsleitung bzw. der Leitung 16 des Durchlauferhitzers
140 angeschlossen. Die Ventileinheit 160 weist einen Eingang 161 und einen ersten
und zweiten Ausgang 162, 163 sowie einen dritten Ausgang 164 auf.
[0037] In einer Wohnung können verschiedene Verbrauchseinheiten 200 vorgesehen sein. Die
Verbrauchseinheiten können beispielsweise eine Badewanne 210, eine Dusche 220 oder
ein Waschbecken 230 darstellen. Der erste Ausgang 162 kann über eine Leitung 17 mit
einer Badewanne 210, der zweite Ausgang 163 kann über eine Leitung 18 mit einer Dusche
220 und der dritte Ausgang 164 kann über eine Leitung 19 mit einem Waschbecken 230
gekoppelt sein. Des Weiteren kann die Wohnungsstation ein sechstes und siebtes Ventil
126, 127 aufweisen, welche jeweils als Motorventile ausgestaltet sein können. Das
sechste Motorventil 126 kann mit einem Kaltwasseranschluss sowie mit dem ersten Ausgangsanschluss
162 gekoppelt sein. Das siebte Ventil 127 kann mit dem Kaltwasseranschluss sowie mit
dem zweiten Ausgangsanschluss 163 der Ventileinheit 160 gekoppelt sein. Entsprechend
den Einstellungen der Motorventile 126, 127 kann Kaltwasser aus dem Kaltwasseranschluss
KWA in die Leitungen am ersten und zweiten Anschluss 162, 163 der Ventileinheit fließen.
[0038] In dem elften Ausführungsbeispiel von Fig. 12 ist vorzugweise in jeder der ausgehenden
Leitungen ein weiterer Temperatursensor vorgesehen, um eine möglichst gradgenaue Bereitstellung
der gewünschten Temperatur zu ermöglichen. Ferner müssen zwei weitere beispielsweise
Motorventile 126, 127 vorgesehen sein, um die gewünschte Solltemperatur einzustellen,
wenn die gewünschte Solltemperatur unterhalb der an dem Mischpunkt vorhandenen Temperatur
liegt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel von Fig. 12 können die Temperatursensoren sowie
die Magnetventile 126, 127 in die Ventileinheit 160 bzw. in das Gehäuse der Ventileinheit
160 integriert werden.
[0039] Fig. 13 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem zwölften
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem zwölften Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß einem der Ausführungsbeispiele eins bis elf beruhen.
Die Wohnungsstation 100 gemäß dem zwölften Ausführungsbeispiel weist eine Ventileinheit
160 mit einem Eingang 161, welcher mit der Warmwasserleitung WW gekoppelt ist, auf.
Die Ventileinheit 160 weist einen ersten und zweiten Ausgangsanschluss 162, 163 auf.
Gemäß dem zwölften Ausführungsbeispiel kann der erste und zweite Ausgangsanschluss
162, 163 jeweils mit einer Dusche 220 gekoppelt sein. Ein dritter Anschluss 164 kann
mit einem Waschbecken 230 gekoppelt sein. Die Ventileinheit 160 kann ferner mit einem
achten Ventil 128 gekoppelt sein. Das achte Ventil 128 (z. B. ein Motoventil) kann
mit einem Kaltwasseranschluss KWA gekoppelt sein.
[0040] In dem zwölften Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 ist ein Ventil (Motorventil) 128
zwischen einem Kaltwasseranschluss KWA und der Ventileinheit 160 vorgesehen. Ferner
ist ein Temperatursensor 117 in oder an der Ventileinheit 160 vorgesehen. In dem zwölften
Ausführungsbeispiel von Fig. 13 kann auf ein Magnetventil sowie auf einen Temperatursensor
verzichtet werden. Der Vorteil des zwölften Ausführungsbeispiels von Fig. 13 gegenüber
dem elften Ausführungsbeispiel von Fig. 12 besteht darin, dass an den Ausgängen 162,
163, 164 der Ventileinheit 160 kein weiterer Mischpunkt sowie kein Temperatursensor
vorhanden ist. Zwischen der Ventileinheit 160 und den jeweiligen Zapfstellen 210,
220, 230 sind somit lediglich die jeweiligen Leitungen vorgesehen.
[0041] Gemäß dem zwölften Ausführungsbeispiel von Fig. 13 können die Leitungen 162, 163
mit einer Duschzapfstelle 220 gekoppelt sein. Diese beiden Leitungen können beispielsweise
für eine Kopfbrause und ein Handbrause in der Dusche verwendet werden.
[0042] Optional kann das Waschbecken 230 sowie die Badewanne 210 sowohl über eine Warmwasserleitung
als auch über eine Kaltwasserleitung verfügen, so dass optional eine handelsübliche
Armatur mit einem Kaltwasseranschluss und einem Warmwasseranschluss verwendet werden
kann.
[0043] Fig. 14 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem dreizehnten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem dreizehnten Ausführungsbeispiel
kann auf der Wohnungsstation gemäß dem zwölften Ausführungsbeispiel beruhen. Dazu
kann ein neuntes Ventil 129 zwischen dem Mischpunkt MP und einem Kaltwasseranschluss
vorgesehen sein.
[0044] In dem dreizehnten Ausführungsbeispiel von Fig. 14 ist das Ventil 129 nicht zwischen
dem Kaltwasseranschluss KWA und der Ventileinheit 160, sondern zwischen dem Kaltwasseranschluss
KWA und dem Mischpunkt MP vorgesehen. Damit kann an dem Mischpunkt MP Kaltwasser aus
dem Kaltwasseranschluss KWA zugeführt werden. An der Ventileinheit 160 kann dann weiterhin
ein Temperatursensor 117 vorgesehen sein. Dieser Temperatursensor 117 kann in oder
an der Ventileinheit 160 vorgesehen sein.
[0045] Gemäß dem dreizehnten Ausführungsbeispiel von Fig. 14 kann somit die Ventileinheit
129 in die Wohnungsstation hinein verlegt werden und mit dem Mischpunkt M gekoppelt
sein. Mit der Ausgestaltung des Mischpunktes M gemäß dem dreizehnten Ausführungsbeispiel
von Fig. 14 kann an dem Mischpunkt M mittels einer Zugabe von Kaltwasser aus dem Kaltwasseranschluss
auch eine Wassertemperatur eingestellt werden, welche niedriger ist als die Ausgangstemperatur
des Wärmeübertragers 130.
[0046] Fig. 15 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem vierzehnten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem vierzehnten Ausführungsbeispiel
kann auf der Wohnungsstation gemäß dem dreizehnten Ausführungsbeispiel beruhen. Zusätzlich
dazu kann ein viertes Ventil 124 am Ausgang des Durchlauferhitzers 140 bzw. an der
Warmwasserleitung WW und ein fünftes Ventil (Motorventil) 125 in dem Durchlauferhitzer
140 vorgesehen sein.
[0047] In dem vierzehnten Ausführungsbeispiel von Fig. 15 ist zusätzlich ein Ventil, insbesondere
ein Motorventil 124, zwischen dem Mischpunkt MP und der Ventileinheit 160 vorgesehen.
[0048] Fig. 16 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem fünfzehnten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem fünfzehnten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Wohnungsstation gemäß dem ersten bis vierzehnten Ausführungsbeispiel
beruhen. Insbesondere kann die Wohnungsstation gemäß dem fünfzehnten Ausführungsbeispiel
auf der Wohnungsstation gemäß dem dreizehnten Ausführungsbeispiel beruhen. Zusätzlich
dazu kann die Ventileinheit 160 zwei Motorventile aufweisen.
[0049] In dem fünfzehnten Ausführungsbeispiel von Fig. 16 ist kein Ventil zwischen dem Mischpunkt
MP und der Ventileinheit 160 vorgesehen. Dafür können jedoch Motorventile an den Ausgängen
der Ventileinheit 160 vorgesehen sein.
[0050] Fig. 17 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem sechzehnten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem sechzehnten Ausführungsbeispiel
kann auf der Wohnungsstation gemäß dem fünfzehnten Ausführungsbeispiel beruhen. Zusätzlich
dazu kann ein fünftes Ventil 125 in dem Durchlauferhitzer vorgesehen sein, ein viertes
Ventil 124 kann am Ausgang des Durchlauferhitzers vorgesehen sein und ein neuntes
Ventil 129 kann zwischen dem Kaltwasseranschluss und dem Ausgang des Durchlauferhitzers
vorgesehen sein.
[0051] In dem sechzehnten Ausführungsbeispiel von Fig. 17 ist eine Ventileinheit 124 zwischen
dem Mischpunkt und der Ventileinheit vorgesehen. Ferner ist ein Motorventil 145 in
dem Durchlauferhitzer 140 vorgesehen.
[0052] Fig. 18 zeigt eine schematische Darstellung einer Wohnungsstation gemäß einem siebzehnten
Ausführungsbeispiel. Die Wohnungsstation 100 gemäß dem siebzehnten Ausführungsbeispiel
kann auf der Wohnungsstation gemäß dem sechzehnten Ausführungsbeispiel beruhen. Hierbei
kann dann das vierte Ventil 124 zwischen dem Ausgang des Durchlauferhitzers 140 und
den Ventileinheit 160 entfallen. Das dritte Ventil 123 in dem Bypass kann dann als
Motorventil ausgestaltet sein.
[0053] Die Wohnungsstation 100 gemäß der Erfindung weist einen Kaltwasserzulauf KWZ sowie
einen Vorlaufanschluss VL und einen Rücklaufanschluss RL auf. Der Vorlaufanschluss
VL und der Rücklaufanschluss RL sind mit einer zentralen Warmwasserbereitung wie beispielsweise
einer Wärmepumpe (150) gekoppelt. Somit kann beispielsweise eine zentrale Wärmeaufbereitung
für mehrere Wohnungen in einem Gebäude vorgesehen sein. In jeder Wohneinheit ist dann
eine Wohnungsstation als Schnittstelle zwischen der zentralen Warmwasserbereitung
und den Warmwasserzapfstellen in der Wohneinheit und einer Heizanlage in der Wohneinheit
vorgesehen.
[0054] Die Wohnungsstation 100 weist ferner einen Heizungsvorlauf-Anschluss HVL, einen Heizungsrücklauf-Anschluss
HRL, einen Kaltwasseranschluss KWA und eine Warmwasserleitung WW auf. Das vorerwärmte
Wasser aus der Vorlaufleitung VL kann sowohl für den Heizungsvorlauf HVL als auch
für die Warmwasserleitung WW verwendet werden. Der Wärmeübertrager 130 kann einen
Temperatursensor 112 aufweisen, welcher die Temperatur des Kaltwassers KW erfasst.
Anhand dieser Temperatur kann ein Zweiwegeventil zwischen dem Wärmeübertrager und
dem Rücklauf RL vorgesehen sein. Die Temperatur des Wassers in dem Vorlauf VL kann
beispielsweise 38°C betragen. Somit kann das Wasser am Eingang des Durchlauferhitzers
ebenfalls 38°C betragen. Entsprechend der gewünschten Solltemperatur kann der Durchlauferhitzer
140 dann eine Nacherwärmung des Wassers vornehmen. Der Durchlauferhitzer 140 kann
einen Eingangstemperatursensor 141 und optional einen Ausgangstemperatursensor 142
aufweisen. Parallel zu dem Durchlauferhitzer kann ein Bypass 20 vorgesehen sein. Entsprechend
der gewünschten Solltemperatur kann der Durchlauferhitzer 140 aktiviert werden und/oder
der Bypass 20 kann Wasser durchlassen, um Warmwasser an dem Warmwasseranschluss WW
bzw. der Leitung 16 bereitstellen zu können.
[0055] Die erfindungsgemäße Wohnungsstation 100 ist vorteilhaft, weil damit sehr energieeffizient
das durch den Vorlauf VL zur Verfügung gestellte Warmwasser (welches beispielsweise
durch eine Wärmepumpe erzeugt wird) nur im Bedarfsfall mittels des Durchlauferhitzers
weiter nacherwärmt werden kann. Mittels der erfindungsgemäßen Wohnungsstation kann
das energieeffizient erwärmte Warmwasser aus dem Vorlauf VL beispielsweise zum Duschen
verwendet werden. Je weniger der Durchlauferhitzer 140 nacherwärmen muss, desto energieeffizienter
ist die Wohnungsstation. Durch den Durchlauferhitzer 140 wird jedoch auch dem Anwender
die Möglichkeit gegeben, Warmwasser mit einer höheren Temperatur zu zapfen. Dies kann
beispielsweise an einem Waschbecken 230 in der Küche notwendig sein, um beispielsweise
Geschirr zu spülen. Für diesen relativ seltenen Fall kann dann auf eine Nacherwärmung
durch den Durchlauferhitzer zurückgegriffen werden, ohne dabei die allgemeine Energieeffizienz
der Wohnungsstation (im Zusammenhang mit der zentralen Warmwasserbereitung) aufzugeben.
[0056] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist die Wohnungsstation eine Anzeigeneinheit
und ein Bedienelement auf. Mittels der Anzeigeneinheit und dem Bedienelement kann
ein Anwender die gewünschte Solltemperatur einstellen. Die Anzeigeneinheit und das
Bedienelement können als Fernbedienung und/oder als eingebautes Anzeigenelement ausgestaltet
sein.
[0057] Mit der erfindungsgemäßen Wohnungsstation kann somit eine gradgenaue Einstellung
der Warmwassertemperatur erfolgen.
[0058] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Ventil 123 in dem Bypass beispielsweise
ab einem Volumen von 7 I pro Minute geöffnet werden.
[0059] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann die maximale Wassertemperatur
am Ausgang des Durchlauferhitzers 45°C oder eine andere eigestellte zulässigeTemperatur
betragen. Dies dient beispielsweise als Schutz beim Duschen, damit der Anwender sich
nicht verbrüht.
[0060] Der Durchlauferhitzer 140 gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann so ausgestaltet
sein, dass er bis zu der maximal möglichen Temperatur (beispielsweise 60°C) gradgenau
die gewünschte Warmwassertemperatur liefert.
[0061] In dem ersten bis siebzehnten Ausführungsbeispiel kann auf ein Dreiwegeventil wie
in Fig. 1 verzichtet werden. Das Dreiwegeventil von Fig. 1 wird durch ein einfaches
Ventil ersetzt, welches dazu dient, einen Wasserfluss von der Vorlaufleitung VL zu
dem Heizungsvorlauf HVL zu unterbrechen. Vor diesem Ventil kann gemäß einem Aspekt
der vorliegenden Erfindung eine Abzweigung 12 für das Wasser aus dem Vorlauf VL vorgesehen
sein. Diese Abzweigung ist dann mit dem Wärmeübertrager 130 gekoppelt. Hinter dem
Wärmeübertrager 130 kann ein erster Temperatursensor in der Leitung für Warmwasser
vorgesehen sein. Die durch den ersten Temperatursensor erfasste Temperatur dient der
Steuerung des ersten Ventils 121. Mit dem Ventil 121 kann ein Volumenstrom in Richtung
des Heizungsvorlaufs HVL gestoppt werden.
[0062] Optional kann gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel zwischen der Warmwasserleitung
WW und beispielsweise einer Dusche eine handelsübliche Armatur vorgesehen sein, welche
zum einen die Warmwasserleitung WW als auch einen Kaltwasseranschluss KWA aufweist,
um ein Duschen auch mit einer niedrigeren Temperatur als dem Warmwasser in der Warmwasserleitung
WW zu ermöglichen.
[0063] Das erste bis fünfte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Wohnungsstation mit
einem Durchlauferhitzer 140 mit einem Eingangstemperatursensor 141 und einem Ausgangstemperatursensor
142 sowie einem Temperatursensor 113 hinter dem Mischpunkt (Durchlauferhitzer und
Bypass) in der Warmwasserleitung WW. Das sechste bis zehnte Ausführungsbeispiel zeigt
einen Durchlauferhitzer 140 lediglich mit einem Eingangstemperatursensor 141. Der
Ausgangstemperatursensor 142 kann entfernt werden. Hierbei können die Temperaturwerte
des Temperatursensors 113 hinter dem Mischpunkt in der Warmwasserleitung WW zur Steuerung
oder Regelung des Durchlauferhitzers 140 verwendet werden.
[0064] In dem elften bis siebzehnten Ausführungsbeispiel weist die Wohnungsstation ferner
eine Ventileinheit 160 auf. Die Ventileinheit 160 ist hinter einem Mischpunkt M der
Wohnungsstation und den Warmwasserzapfstellen 210, 220, 230 vorgesehen.
[0065] In dem elften Ausführungsbeispiel von Fig. 12 sind zwei Motorventile 126, 127 hinter
der Ventileinheit 160 vorgesehen und dienen dazu, bei Bedarf Kaltwasser zu dem Warmwasser
von der Wohnungsstation hinzuzumischen, wenn dies an den Zapfstellen 210, 220, 230
benötigt wird.
[0066] In dem zwölften Ausführungsbeispiel von Fig. 13 ist ein Motorventil 128 eingangsseitig
der Ventileinheit 160 vorgesehen, so dass Kaltwasser bei Bedarf in der Ventileinheit
160 zu dem Warmwasser aus der Warmwasserleitung WW hinzugemischt werden kann.
[0067] In dem dreizehnten bis siebzehnten Ausführungsbeispiel ist ein Motorventil 129 in
oder an dem Mischpunkt MP vorgesehen, um bei Bedarf Kaltwasser aus dem Kaltwasseranschluss
KWA in die Warmwasserleitung WW beispielsweise am Mischpunkt M bei Bedarf hinzuzufügen.
[0068] Das dreizehnte bis achtzehnte Ausführungsbeispiel ist hierbei vorteilhaft, weil beispielsweise
zwischen der jeweiligen Zapfstelle und der Ventileinheit lediglich eine Leitung vorgesehen
wird, welche Wasser mit der gewünschten Temperatur liefert. Damit kann auf eine handelsübliche
Armatur mit einem Warmwasseranschluss und einem Kaltwasseranschluss verzichtet werden.
Vielmehr kann beispielsweise eine mittels der Anzeigeneinheit und den Bedienelementen
eingegebene Solltemperatur gradgenau abgegeben werden. Erfindungsgemäß ist somit eine
einzige Wasserleitung zwischen der Ventileinheit und einer Zapfstelle vorgesehen.
[0069] In dem siebzehnten Ausführungsbeispiel, welches auf dem sechzehnten Ausführungsbeispiel
beruht, ist kein Ventil zwischen dem Mischpunkt MP und der Ventileinheit vorgesehen.
Dafür ist die Ventileinheit 123 in dem Bypass B als Motorventil ausgestaltet.
[0070] In dem fünfzehnten Ausführungsbeispiel von Fig. 16 können die Ausgänge 162, 163 eine
steuerbare Volumenbegrenzung beispielsweise mittels eines Motorventils aufweisen.
Damit kann der Durchfluss für die Duschzapfstelle 220 in der Ventileinheit gesteuert
bzw. geregelt werden.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 10
- Leitung
- 11
- Leitung
- 12
- Leitung
- 13
- Leitung
- 14
- Leitung
- 15
- Leitung
- 16
- Leitung
- 100
- Wohnungsstation
- 111
- erster Temperatursensor
- 112
- zweiter Temperatursensor
- 113
- dritter Temperatursensor
- 117
- Temperatursensor
- 121
- erstes Ventil
- 122
- zweites Ventil
- 123
- drittes Ventil
- 124
- viertes Ventil
- 125
- fünftes Ventil
- 126
- sechstes Ventil
- 127
- siebtes Ventil
- 128
- achtes Ventil
- 129
- neuntes Ventil
- 130
- Wärmeübertrager
- 131
- erster Temperatursensor
- 132
- zweiter Temperatursensor
- 140
- Durchlauferhitzer
- 141
- Eingangstemperatursensor
- 142
- Ausgangstemperatursensor
- 145
- Motorventil
- 150
- Wärmepumpe
- 160
- Ventileinheit
- 161
- Eingang
- 162
- erster Ausgang
- 163
- zweiter Ausgang
- 164
- dritter Ausgang
- 200
- Verbrauchseinheiten
- 210
- Badewanne
- 220
- Dusche
- 230
- Waschbecken
- B
- Bypass
- HL
- Heizungsrücklauf
- HRL
- Heizungsrücklauf-Anschluss
- HVL
- Heizungsvorlauf
- KW
- Kaltwasser
- KWA
- Kaltwasseranschluss
- KWZ
- Kaltwasserzulauf
- MP
- Mischpunkt
- PA
- Primäranschluss
- RL
- Rücklauf
- VL
- Vorlaufanschluss
- WW
- Warmwasseranschluss
1. Haustechniksystem, insbesondere Wohnungsstation (100), mit
einem Primäranschluss (PA) mit einem Vorlaufanschluss (VL), wobei an dem Vorlaufanschluss
(VL) eine Abzweigung (12) vor einem ersten Ventil (121) vorgesehen ist, wobei ein
Heizungsvorlauf (HVL) mit dem ersten Ventil (121) gekoppelt ist, und einem Rücklaufanschluss
(RL),
einem Wärmeübertrager (130), welcher über die Abzweigung (12) mit dem Vorlaufschluss
(VL) gekoppelt ist,
einem Durchlauferhitzer (140) zum Nacherwärmen von Wasser aus dem Vorlaufanschluss
(VL),
, und
einer Warmwasserleitung (WW, 16) als Ausgangsanschluss der Wohnungsstation (100),
wobei die Warmwasserleitung (WW, 16)mit dem Durchlauferhitzer (140) gekoppelt ist,
und
einem Temperatursensor (113) in oder an der Warmwasserleitung (16) zum Erfassen der
Temperatur des Wassers in der Warmwasserleitung .
2. Haustechniksystem (100) nach Anspruch 1, ferner mit
einem Mischpunkt (MP), welcher mit einem Ausgang des Durchlauferhitzers (140) gekoppelt
ist und der Temperatursensor (113) in oder an der Warmwasserleitung (16) hinter dem
Mischpunkt (MP) zum Erfassen der Temperatur des Wassers vorgesehen ist.
3. Haustechniksystem (100) nach Anspruch 2, mit
einem Bypass (20) parallel zu dem Durchlauferhitzer (140),
wobei der Mischpunkt (MP) mit einem Bypass (20) und dem Durchlauferhitzer (140) gekoppelt
ist.
4. Haustechniksystem (100) nach Anspruch 3, mit einem Bypassventil (123) in dem Bypass
(20).
5. Haustechniksystem (100) nach Anspruch 1 bis 4, wobei
eine Ventileinheit (160) einen ersten Eingangsanschluss (161) an der Warmwasserleitung
(WW, 16) und mindestens einem Ausgangsanschluss (162, 163, 164) aufweist, welcher
jeweils über eine einzige Leitung (17, 18, 19) mit einer Zapfstelle (210, 220, 230)
zur Bereitstellung von Warm- und/oder Kaltwasser gekoppelt ist.
6. Haustechniksystem (100) nach Anspruch 5, wobei
die Ventileinheit (160) einen weiteren Eingangsanschluss für Kaltwasser aufweist,
wobei das Warmwasser aus der Warmwasserleitung (WW) und das Kaltwasser in der Ventileinheit
(160) vermischt werden, um an einem der Ausganganschlüsse (162, 163) Wasser mit einer
Soll-Temperatur bereitzustellen.
7. Haustechniksystem (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, ferner mit
einem Ventil (129) zwischen dem Mischpunkt (MP) und einem Kaltwasseranschluss (KWZ)
zum Bereitstellen von Kaltwasser an dem Mischpunkt (MP), um am Mischpunkt (MP) Wasser
mit einer Soll-Temperatur in der Warmwasserleitung (WW, 16) bereitzustellen.
8. Haustechniksystem (100) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei
die Ventileinheit (160) mindestens ein Motorventil an einem der Ausgangsanschlüsse
(162, 163, 164) zum Öffnen oder Schließen der Ausgangsanschlüsse (162, 163, 164) aufweist.
9. Haustechniksystem (100) nach einem der Ansprüche 5-8, ferner mit
einem Motorventil (124) in der Warmwasserleitung (WW, 16) und einem Motorventil (145)
in dem Durchlauferhitzer (140).
10. Haustechniksystem (100) einem der Ansprüche 5-9, ferner mit
einem Motorventil (145) in dem Durchlauferhitzer (140),
wobei das Ventil (123) in dem Bypass (20) als Motorventil ausgestaltet ist.