[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung einer Kontaktierungsvorrichtung
in einem Tragprofil und eine Kontaktierungsvorrichtung zum Einsatz in einem Tragprofil,
wobei die Kontaktierungsvorrichtung eine Haltevorrichtung mit einer Anzahl von Halteklammern
aufweist, die einen Hinterschnitt des Tragprofils hintergreifen.
[0002] Derartige System betreffen in der Regel lineare Stromverteileranordnungen, die insbesondere
für Beleuchtungssysteme in Gebäuden eingesetzt werden, um Leitungen zur Versorgung
von Geräten mit Energie und/oder Signalen kostengünstig und optisch ansprechend zu
verlegen. Unter Signalen wird dabei sowohl die Übertragung von allgemeinen Signalen,
wie beispielsweise Steuersignalen, als auch die Übertragung von Daten, wie beispielsweise
Mess- oder Informationsdaten, verstanden. Der Einbauort der Geräte kann flexibel entlang
eines Gehäusekörpers der Stromverteileranordnung gewählt und leicht variiert werden.
Die Geräte können damit auf einfache Weise mit einem Kontaktierungselement elektrisch
leitend mit den Leitern einer linearen Versorgungseinheit an einem variabel festlegbaren
Einbauort kontaktiert werden. Solche Stromverteileranordnungen haben den Vorteil,
dass die Geräte sowohl elektrisch kontaktierend und auch zu gleich mechanisch an dem
Gehäusekörper getragen werden.
[0003] Die Kontaktierungsvorrichtungen im Sinne dieser Anmeldungen umfassen dabei sowohl
Einspeiser, also Baugruppen, die entsprechende Signale und/oder Energie in die zu
kontaktierenden Leiter einspeisen, aber ebenso Abgriffe, die die entsprechenden Signale
und/oder Energie aus den kontaktierenden Leitern abgreifen und externen Endgeräten
zuführen.
[0004] Zur Verteilung bzw. Weiterleitung der Energie oder Signale werden in den linearen
Stromverteileranordnungen meist lineare Versorgungseinheiten verwendet, die in einem
Gehäusekörper gelagert werden. Diese Versorgungseinheiten können dabei beispielsweise
als Stromführungsprofile aber auch als Flachbandkabel ausgebildet sein. Die Stromführungsprofile
sind aus einem sich in Längsrichtung erstreckenden Grundkörper ausgebildet, der eine
Anzahl von Kammern aufweist, in denen einzelne Leiter angeordnet sind. Diese Stromführungsprofile
sind in der Regel starr ausgebildet und weisen herstellungsbedingt eine begrenzte
Länge auf. Für längere Stromverteileranordnungen, wie sie beispielsweise in größeren
Werks- oder Lagerhallen eingesetzt werden, sind daher üblicherweise mehrere Stromführungsprofile
nötig, die dann über ein Verbindungselement sowohl mechanisch als auch elektrisch
miteinander verbunden werden. Auch bei der Verwendung von Flachbandkabeln können je
nach Länge des Flachbandkabels Verbindungselemente eingesetzt werden.
[0005] Als Leiter werden üblicherweise starre Rundleiter verwendet, die in die Kammern eingesetzt
oder eingelegt werden. Eine Kontaktierungsvorrichtung mit einer Anzahl von Kontaktelementen,
die als Abgriff fungiert, greift dann in diese Kammern ein und kontaktiert die Kontaktelemente
mit den entsprechenden Leitern, wodurch die Signale oder die Energie von den Leitern
über die Abgriffe an die Endgeräte geleitet werden können. Umgekehrt ist dies auch
für entsprechende Einspeiser gültig.
[0006] Für eine zuverlässige, dauerhafte und ausreichende Kontaktierung der Leiter durch
die Kontaktelemente ist eine feste Halterung der Kontaktierungsvorrichtung in den
Tragprofilen wichtig. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Kontaktierungsvorrichtungen
teilweise erst direkt vor Ort, also beim Endkunden in die Tragprofile eingesetzt werden
und gegebenenfalls nachträglich umgesetzt oder ausgetauscht werden müssen.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher eine besonders sichere Halterung für Kontaktierungsvorrichtungen
anzugeben, damit diese einfach montiert und im Bedarfsfall auch wieder demontiert
werden können.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen
Ansprüche gelöst.
[0010] Die Aufgabe geht von der Überlegung aus, dass gängige Haltevorrichtung, die lediglich
in einen Hinterschnitt eines Tragprofils eingreifen keinen ausreichenden Halt gewährleisten,
da durch Zugkräfte an den angeschlossenen Leitern oder durch das Eigengewicht der
Komponenten, die Halteklammern sich gegebenenfalls eigenständig aus den Hinterschnitten
lösen können, was zu einer Unterbrechung des elektrischen Kontaktes führen würde.
Um dies zu verhindern, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Halteelemente
in der Position derart gesperrt werden, dass sie nicht mehr eigenständig aus den Hinterschnitten
herausgedrückt oder -geschoben werden können. Dazu ist ein Sperrelement vorgesehen,
dass die Halteklammern hintergreift bzw. hinterfasst, damit eine Bewegung der Halteklammern
in Querrichtung, also aus den Hinterschnitten heraus, unterbunden wird. Um eine einfache
Montage und Demontage zu ermöglichen ist das Sperrelement darüber hinaus dazu ausgebildet
zwischen einer Offen- und einer Sperrstellung in Kontaktierungsrichtung verschoben
werden zu können, wobei nur in der Sperrstellung die Bewegung der Halteklammern in
Querrichtung im Bereich des Hinterschnitts gesperrt ist.
[0011] Um zusätzlich eine ungewollte bzw. eigenständige Bewegung des Sperrelements von der
Sperrstellung in die Offenstellung zu verhindern, verrastet das Sperrelement nach
der Verschiebung in die Sperrstellung in vorteilhafter Weise hinter einem Vorsprung
des Tragprofils.
[0012] Für eine symmetrische Anordnung und Verteilung der Haltekräfte umfasst die Haltevorrichtung
in bevorzugter Ausgestaltung jeweils zwei Halteelemente an zwei gegenüberliegenden
Seiten der Kontaktierungsvorrichtung, wobei auf jeder Seite jeweils ein Sperrelement
zwischen beiden Halteelementen angeordnet ist. Um die Halteelemente besonders leicht
zu hintergreifen und trotzdem eine Verschiebung zu ermöglichen, ist das Sperrelement
in vorteilhafter Ausgestaltung mit einer Anzahl von Sperrflügeln ausgestaltet, die
seitlich vom Sperrelement abstehen und die Halteklammern hintergreifen. Beim Verschieben
des Sperrelements werden diese Sperrflügel somit hinter den Halteklammern entlanggeführt
und liegen in der Sperrstellung im Bereich des Hinterschnittes hinter den Halteklammern.
[0013] Für die Demontage ist es notwendig, dass das Sperrelement wieder in die Offenstellung
gebracht werden kann. Dazu muss aber die Verrastung des Sperrelements hinter dem zweiten
Vorsprung des Tragprofils gelöst werden. Um dies besonders leicht zu gestalten, weist
das Sperrelement eine Lösevorrichtung auf, die diese Verrastung löst und das Sperrelement
anschließend in die Offenstellung verschiebt.
[0014] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
das Sperrelement eine doppelte Sicherung der Kontaktierungsvorrichtung in einem Tragprofil
erreicht wird. Einerseits sichert das Tragprofil in seiner Sperrstellung ein Herausfallen
der Halteklammern aus den Hinterschnitten und andererseits wird das Sperrelement in
der Sperrstellung selbst im Tragprofil fixiert, sodass ein unerwünschtes Verschieben
des Sperrelements in die Offenstellung vermieden wird.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Kontaktierungsvorrichtung im demontierten Zustand in isometrischer Ansicht,
- Fig. 2
- eine Kontaktierungsvorrichtung im demontierten Zustand in Frontansicht,
- Fig. 3
- ein Halteelement,
- Fig. 4
- ein Sperrelement,
- Fig. 5
- eine Kontaktierungsvorrichtung in einem ersten Schritt beim Einsetzen in ein Tragprofil,
- Fig. 6
- eine Kontaktierungsvorrichtung in einem zweiten Schritt beim Einsetzen in ein Tragprofil,
- Fig. 7
- eine Kontaktierungsvorrichtung in einem dritten Schritt beim Einsetzen in ein Tragprofil,
- Fig. 8
- eine Kontaktierungsvorrichtung in der Sperrstellung in isometrischer Ansicht,
- Fig. 9
- eine fixierte Kontaktierungsvorrichtung in einem Tragprofil.
[0016] Gleiche Merkmale sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel einer Kontaktierungsvorrichtung 1 ist in Figur 1 und in Frontansicht
in Figur 2 dargestellt. Die Kontaktierungsvorrichtung 1 umfasst ein Kontaktierungsgehäuse
2, in das eine Anzahl von Kontaktbaugruppen 4 angeordnet sind. Die Kontaktbaugruppen
4 sind dabei in Querrichtung Q hintereinander angeordnet und können sowohl einzeln
als auch im Verbund im Kontaktgehäuse 2 gelagert sein. Die Kontaktbaugruppen 4 umfassen
Kontaktelemente 6, die in Kontaktierungsrichtung K aus dem Kontaktierungsgehäuse 2
der Kontaktierungsvorrichtung 1 hervorstehen, und mit Leitern 8, beispielsweise einer
linearen Stromversorgungseinrichtung kontaktiert werden können. Weiterhin umfassen
die Kontaktbaugruppen 4 über beidseitig vorgesehene Anschlussvorrichtungen für externe
Leiter, die mit den Leitern 8 der linearen Stromversorgungseinrichtung elektrisch
über die Kontaktbaugruppen 4 verbunden werden können. Dazu umfassen die Anschlussvorrichtungen
in Längsrichtung ausgebildete Einführöffnungen 10, zur Aufnahme der externen Leiter.
[0018] Die Kontaktierungsvorrichtung 1 umfasst neben dem Kontaktierungsgehäuse 2 auch eine
Haltevorrichtung 12, die im hier dargestellten Ausführungsbeispiel seitlich, in Querrichtung
Q also vor und hinter den Kontaktbaugruppen 4 angeordnet sind und eine Fixierung der
Kontaktierungsvorrichtung 1 in einer entsprechenden Aufnahme, beispielsweise in einem
Tragprofil 14, ermöglicht. Die Haltevorrichtung 12 nach dem Ausführungsbeispiel der
Figur 1 umfasst dabei auf jeder Seite zwei beabstandet zueinander angeordnete Halteklammern
16. Jede der Halteklammern 16 umfasst dabei einen Bodenabschnitt 18, der unter die
Kontaktierungsvorrichtung 1 greift und somit die Kontaktierungsvorrichtung 1 trägt,
einen Mittelabschnitt 20, der entlang der seitlichen Fläche des Kontaktierungsgehäuses
1 von der Unterseite bis zur Oberseite des Kontaktierungsgehäuses 2 verläuft und zusammen
mit der gegenüberliegenden Halteklammer 16 auf der anderen gegenüberliegenden seitlichen
Fläche die Kontaktierungsvorrichtung 1 in Querrichtung Q fixiert und einen Fixierungsabschnitt
22, der sich von dem Mittelabschnitt aus erstreckt und sich oberhalb des Kontaktierungsgehäuses
im Wesentlichen in Kontaktierungsrichtung K erstreckt.
[0019] Dieser Fixierungsabschnitt 22 ist dazu ausgebildet in einen Hinterschnitt 24 der
Aufnahmevorrichtung, insbesondere eines Tragprofils 14, einzugreifen und darin zu
verrasten. Dazu weist er eine Halteplattform 26 auf, die sich in Querrichtung Q erstreckt
und somit in etwa senkrecht von der Verlängerung des Mittelabschnittes 20 abknickt.
Zur besseren und leichteren Montage der Kontaktierungsvorrichtung 1 weist der Fixierungsabschnitt
22 darüber hinaus eine Einführschräge 28 auf, die im Winkel von unter 90°, bevorzugt
im Bereich von etwa 45°, von der Halteplattform 26 absteht. Durch diese Einführschräge
28 kann die Halteplattform 26 beim Einsetzen der Kontaktierungsvorrichtung 1 an einem
entsprechenden Vorsprung 30 des Tragprofils 14 vorbeigeführt werden und anschließend
hinter dem Vorsprung 30 in den Hinterschnitt 24 des Tragprofils 14 einrasten. Die
Halteklammer 16 ist einzeln in Figur 3 nochmal vergrößert dargestellt.
[0020] Die Haltevorrichtung 12 nach dem Ausführungsbeispiel nach der Figur 1 und Figur 2
weist darüber hinaus ebenfalls auf jeder Seite ein Sperrelement 32 auf, welches in
der dort dargestellten Ausführung in Längsrichtung L zwischen den beiden Halteklammern
16 angeordnet ist. Das Sperrelement 32 ist so ausgebildet, dass es in Kontaktierungsrichtung
K zwischen einer ersten Offenstellung und einer zweiten Sperrstellung verschoben werden
kann. Im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 und Figur 2 ist das Sperrelement 32 in Offenstellung
gezeigt. Das Sperrelement 32 umfasst einen Grundkörper 34, der in im Wesentlichen
in Kontaktierungsrichtung K verläuft, in Querrichtung Q aber in Kontaktierungsrichtung
K leicht verjüngend ausgebildet ist. Die Dicke des Grundkörpers 34 in Querrichtung
Q ist somit am oberen Ende, das heißt dem Ende, welches im eingebauten Zustand den
zu kontaktierenden Leitern 12 zugewandt ist, dünner ausgebildet als am unteren Ende.
Dies führt dazu, dass am unteren Ende des Grundkörpers eine Abstützkante 36 ausgebildet
ist. Ebenfalls am unteren Ende des Grundkörpers 34 erstreckt sich in Querrichtung
Q eine Lösevorrichtung 38, die so orientiert ist, dass sie unter das Kontaktierungsgehäuse
2 verläuft. Im oberen Bereich des Grundkörpers 34 umfasst der Grundkörper 34 zwei
Sperrflügel 40, die seitlich zu beiden Seiten in Längsrichtung L von dem Grundkörper
34 abstehen. Diese Sperrflügel 40 hintergreifen je nach Stellung den Fixierungsabschnitt
22 der Halteklammern 16.
[0021] Das Sperrelement 32 ist in einer Einzeldarstellung in Figur 4 nochmal dargestellt.
Dabei ist deutlich eine Wölbung des Grundkörpers 34 im unteren Bereich zu erkennen,
die die oben beschriebene Änderung der Dicke des Grundkörpers 34 liefert. Der Grundkörper
34 ist in diesem Bereich innen hohl ausgebildet, was dazu führt, dass der Grundkörper
34 im unteren Bereich wie eine Blattfeder wirkt, die beim Verschieben von der Offen-
in die Sperrstellung zusammengedrückt wird, wie dies weiter unten näher beschrieben
wird. Ebenfalls in Figur 4 ersichtlich ist der Führungsschlitz 42 des Sperrelements
32 der eine geführte Verschiebung des Sperrelements 32 innerhalb der durch den Führungsschlitz
42 gesetzten Grenzen, also von der Offen- in die Sperrstellung, ermöglicht.
[0022] Eine beispielhafte Aufnahme einer Kontaktierungsvorrichtung in einem Tragprofil 14
ist in Figur 5 in Frontansicht dargestellt. Das Tragprofil 14 umfasst dabei eine lineare
Stromführung, die aus einem kammartigen Stromführungsprofil 44 besteht, wobei in jeder
Kammer ein Leiter 8 eingelegt ist. Die Kontaktbaugruppen 4 in der Kontaktierungsvorrichtung
1 sind dabei derart beabstandet nebeneinander angeordnet, dass jeder Kontaktbaugruppe
4 ein Leiter 8 zugeordnet ist und somit jede Kontaktbaugruppe 4 einen Leiter 8 kontaktieren
kann. Die Kontaktierungsvorrichtung 1 nach Figur 5 ist dabei noch nicht im Tragprofil
14 fixiert, sondern befindet sich gerade dabei in das Tragprofil 14 eingeschoben zu
werden. Die Halteplattform 26 des Fixierungsabschnittes 22 der Halteklammern 16 ist
aufgrund der Einführschräge 28 an den Vorsprüngen 30 vorbei geführt worden und dadurch
in Querrichtung Q zur Mitte der Kontaktierungsvorrichtung 1 ausgelenkt.
[0023] In der Darstellung der Figur 6, ist der Fixierungsabschnitt 22 nun vollständig an
dem Vorsprung 30 vorbei geführt worden und die Halteplattform 26 schnappt in den Hinterschnitt
24 des Tragprofils 14 ein. Bereits hier wird die Kontaktierungsvorrichtung 1 vollständig
von der Haltevorrichtung 12 gehalten, da die Halteplattform 26 auf dem Vorsprung 30
aufliegt. Das Sperrelement 32 befindet sich weiter in der Offenstellung.
[0024] Um ein unabsichtliches Lösen der Kontaktierungsvorrichtung 1 zu verhindern, insbesondere
zu verhindern, dass die Halteplattform 26 durch Krafteinwirkung aus dem Hinterschnitt
24 des Tragprofils 14 herausgezogen wird, wird das Sperrelement von der Offenstellung
in die Sperrstellung geschoben, wie dies in Figur 7 dargestellt ist. Dies geschieht,
indem das Sperrelement 32 in Kontaktierungsrichtung K in Richtung der Leiter 8 nach
oben geschoben wird. Die Sperrwirkung entsteht dabei auf doppelte Weise. Zunächst
werden die Sperrflügel 40 im Fixierungsabschnitt 22 in den Bereich der Halteplattform
26 geschoben, sodass sich die Halteplattform 26 auch unter Krafteinwirkung nicht mehr
in Querrichtung Q verschieben kann, da die Sperrflügel 40 diesen Weg blockieren. Weiterhin
schnappt das leicht gewölbt ausgeführte Sperrelement 32 hinter einen zweiten Vorsprung
48 des Tragprofils 14, sodass die Abstützkante 36 des Sperrelements 32 hinter diesem
Vorsprung 48 liegt und sich auf diesem abstützt. Dabei hat der Bereich des unteren
Grundkörpers 34 die Form und Funktion einer Blattfeder, die beim Vorbeiführen des
Sperrelements 32 an dem zweiten Vorsprung 48 des Tragprofils 14 gestaucht wird und
anschließend wieder in die gewölbte Ausbildung zurückkehrt, um eine Abstützkante 36
für das Sperrelement 32 zu bilden. Die für das Schnappen notwendige Flexibilität wird
anteilig durch das Tragprofil 14 und das Sperrelement 32 selbst gewährleistet. Das
Kontaktierungselement 1 ist somit nunmehr doppelt, nämlich oben und unten im Tragprofil
14 fixiert.
[0025] Ein Kontaktierungselement 1 mit einem Sperrelement 32 in Sperrstellung ist im Ausführungsbeispiel
nach der Figur 8 noch einmal ohne das Tragprofil 14 gezeigt. Deutlich zu erkennen
sind die Sperrflügel 40, die im Bereich der Halteplattform 26 die Halteklammern 16
hintergreifen und eine Querbewegung in Richtung der Mitte der Kontaktierungsvorrichtung
1 verhindern.
[0026] Im Ausführungsbeispiel nach der Figur 9, ist das Kontaktierungselement 1 mit einem
Sperrelement 32 in Sperrstellung von unten gezeigt, um die Lösevorrichtung 38 zu verdeutlichen.
Die Lösevorrichtung 38 umfasst dabei eine Löseöse 50 und ermöglicht mit einem externen
Werkzeug, welches in die Löseöse 50 eingreift, dass die Lösevorrichtung 38 in Querrichtung
Q in Richtung der Mitte der Kontaktierungsvorrichtung 1 geschoben werden kann. Die
Lösevorrichtung 38 ist dabei in Längsrichtung L mittig angeordnet, sodass sie direkt
auf den unteren Bereich des Grundkörpers 34, der als Blattfeder ausgebildet ist eingreift
und die Blattfeder und damit den gesamten Grundkörper 34 an dem zweiten Vorsprung
48 des Tragprofils vorbeiführen kann. Dadurch wird das Sperrelement 32 im Bereich
der Abstützkante 36 aus dem Vorsprung 48 des Tragprofils 14 hervorgezogen und befreit,
sodass im nächsten Schritt das Sperrelement 32 aus der Sperrstellung in die Offenstellung
überführt werden kann. Dadurch werden auch die Halteplattformen 26 wieder freigegeben.
Dies ermöglicht ein Lösen der Kontaktierungsvorrichtung 1 aus dem Tragprofil 14.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Kontaktierungsvorrichtung
- 2
- Kontaktierungsgehäuse
- 4
- Kontaktbaugruppen
- 6
- Kontaktelement
- 8
- Leiter
- 10
- Einführöffnung
- 12
- Haltevorrichtung
- 14
- Tragprofil
- 16
- Halteklammer
- 18
- Bodenabschnitt
- 20
- Mittelabschnitt
- 22
- Fixierungsabschnitt
- 24
- Hinterschnitt
- 26
- Halteplattform
- 28
- Einführschräge
- 30
- erster Vorsprung
- 32
- Sperrelement
- 34
- Grundkörper
- 36
- Abstützkante
- 38
- Lösevorrichtung
- 40
- Sperrflügel
- 42
- Führungsschlitz
- 44
- Stromführungsprofil
- 48
- zweiter Vorsprung
- 50
- Löseöse
- Q
- Querrichtung
- L
- Längsrichtung
- K
- Kontaktierungsrichtung
1. Verfahren zur Befestigung einer Kontaktierungsvorrichtung (1) in einem Tragprofil
(14), wobei die Kontaktierungsvorrichtung (1) eine Haltevorrichtung (12) umfasst,
die eine Anzahl von Halteklammern (16) aufweist, wobei die Halteklammern (16) beim
Einsetzen der Kontaktierungsvorrichtung (1) an vorgesehenen Hinterschnitten (24) des
Tragprofils (14) vorbeigeführt werden und diese anschließend hintergreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (12) zumindest ein Sperrelement (32) aufweist, welches zwischen
einer Offen- und einer Sperrstellung verschoben werden kann, und wobei das Sperrelement
(32) beim Einsetzen der Kontaktierungsvorrichtung (1) in der Offenstellung liegt und
nach dem Einsetzen in die Sperrstellung geschoben wird, um ein lösen der Halteklammern
(16) aus dem Hinterschnitt (24) zu verhindern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (32) beim Verschieben in die Sperrstellung hinter einem Vorsprung
des Tragprofils (14) verrastet, sodass es in der Sperrstellung fixiert ist.
3. Kontaktierungsvorrichtung (1) zum Einsatz in einem Tragprofil (14), wobei die Kontaktierungsvorrichtung
(1) eine Haltevorrichtung (12) mit einer Anzahl von Halteklammern (16) aufweist, die
einen Hinterschnitt (24) des Tragprofils (14) hintergreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (12) ein Sperrelement (32) umfasst, welches zwischen einer Offen-
und einer Sperrstellung verschiebbar angeordnet ist und wobei das Sperrelement (32)
in der Sperrstellung die Halteklammern (16) im Bereich des Hinterschnitts (24) hinterfasst.
4. Kontaktierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (12) an zwei gegenüberliegenden Seiten der Kontaktierungsvorrichtung
(1) angeordnet ist und pro Seite jeweils zwei Halteklammern (16) mit einem zwischen
diesem angeordneten Sperrelement (32) aufweist.
5. Kontaktierungsvorrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch kennzeichnet, dass das Sperrelement (32) eine Anzahl von Sperrflügeln (40) umfasst, die seitlich vom
Sperrelement (32) abstehen und die Halteklammern (32) in der Sperrstellung hinterfassen.
6. Kontaktierungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrelement (32) eine Lösevorrichtung (38) aufweist, durch die das Sperrelement
(32) in Zusammenwirkung mit einem externen Werkzeug aus der Sperrstellung in die Offenstellung
verschoben werden kann.