[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Flachleiters mit einer
nicht geradlinigen Kurvenform aus einem metallischen Draht mit einem im Wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt, wobei der Draht durch Biegen zu einer kurvenförmigen Zwischenform
vorgeformt wird und anschließend die Zwischenform zu einem Flachleiter flachgepresst
wird, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin einen Flachleiter, welcher aus einem metallischen
Drahtstück mit einem im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt spanlos hergestellt
ist, wobei der Draht durch Biegen zu einer kurvenförmigen Zwischenform vorgeformt
und durch Flachpressen der Zwischenform zu dem Flachleiter endgeformt ist, gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 13.
[0003] Flachleiter sind aus einem elektrisch leitenden Metall oder einer Metall-Legierung
gebildete Bauteile, welche einen massiven Flachquerschnitt aufweisen. Derartige Flachleiter
werden beispielsweise in elektrischen Antriebssystemen, beispielsweise bei Kraftfahrzeugen,
als elektrische Verbindungselemente zur Übertragung von elektrischen Strömen eingesetzt,
insbesondere im zwei- oder dreistelligen Amperebereich. Derartige Flachleiter werden
auch als Stromschienen bezeichnet. Im Gegensatz zu Kabeln, welche üblicherweise flexibel
sind, sind Flachleiter formstabil ausgebildet und weisen eine dem jeweiligen Verwendungszweck
angepasste ebene oder räumliche Form oder Struktur auf.
[0004] Aus der
EP 3639945 A1 geht ein gattungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines derartigen Flachleiters aus
einem Drahtstück hervor. Bei diesen Bekannten wird ein Drahtstück zunächst durch Biegen
zweidimensional vorgeformt. Anschließend wird das Drahtstück mit einem im Wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt zu dem Flachleiter mit einem im Wesentlichen rechteckigen
Querschnitt endgeformt. Dabei kann der Flachleiter eine räumliche Struktur annehmen.
[0005] Zur Herstellung der Flachleiters wird ein plastisch verformbares Material, insbesondere
ein Metall, eingesetzt, bei welchem der kreisförmige Ausgangsquerschnitt unter Verringerung
des Ausgangsdurchmessers flachgedrückt wird, wobei das in Querrichtung verdrängte
Material zu dem gewünschten Flachquerschnitt geformt wird.
[0006] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, einen Flachleiter und ein Verfahren zu dessen Herstellung anzugeben, mit
welchen in effizienter Weise eine besonders große Formenvielfalt bei Flachleitern
zur Verfügung gestellt werden.
[0007] Die Aufgabe wird zum einen durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und zum anderen mit einem Flachleiter mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass beim Flachpressen
der Flachleiter mit mindestens zwei ersten Abschnitten mit einer ersten flachen Querschnittsform
und mindestens einem dazwischenliegenden zweiten Abschnitt mit einer zweiten Querschnittsform
geformt wird, welcher von der ersten flachen Querschnittsform abweicht.
[0009] Eine Grundidee der Erfindung liegt darin, von einem einfachen Vorgang des Flachdrückens
eines im Querschnitt kreisförmigen Radstücks abzugehen und einen Flachleiter durch
Biegen und anschließendes Flachpressen eines Drahtstücks zu bilden, wobei eine sich
über die axiale Länge verändernde Querschnittsform erreicht wird.
[0010] Die Erfindung beruht dabei auf der Erkenntnis, dass insbesondere bei der spanlosen
Metallumformung bei einer entsprechenden Gestaltung der Pressenwerkzeuge auch ein
gezielter Materialfluss in unterschiedlichen Richtungen eingestellt werden kann, so
dass auch unterschiedliche Querschnittsformen bei einem Flachleiter beim Flachpressen
gebildet werden können.
[0011] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die zweite
Querschnittsform als eine im Wesentlichen kreisrunde Querschnittsform vorgesehen wird.
Es kann also ein Flachleiter erzeugt werden, welcher nicht nur Abschnitte mit einer
flachen Querschnittsform, sondern auch mindestens einen Abschnitt mit einer kreisförmigen
Querschnittsform aufweist. Der mindestens eine Abschnitt mit dem kreisförmigen Querschnitt
liegt dabei zwischen zwei angrenzenden Abschnitten mit einem flachen, vorzugsweisen
rechteckigen, Querschnitt. Vorzugsweise sind zwischen den Abschnitte Übergangsbereiche
ausgebildet. An dem zweiten Abschnitt kann auch eine Aufnahmenut für einen Dichtungsring
ausgeformt werden.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht weiter darin, dass die kreisrunde
Querschnittsform dem kreisförmigen Querschnitt des Drahtes entspricht oder mit einem
kleineren Durchmesser hierzu ausgebildet wird. Bei dem Formen des zweiten Abschnitts
mit der kreisrunden Querschnittsform kann auch eine gewünschte besonders glatte Oberfläche
eingestellt werden, was für Dichtungszwecke vorteilhaft sein kann. Grundsätzlich ist
der Durchmesser des zylindrischen zweiten Abschnitts größer als eine Höhe der angrenzenden
ersten Abschnitte mit einem flachen, rechteckigen Querschnitt. Bei einer derartigen
Rechteckform kann die längere Seite des Rechtecks größer als der Durchmesser des zylindrischen
Abschnitts sein. Für eine durchmesserkleinere Ausgestaltung kann eine axiale Streckung
im zweiten Abschnitt vorgesehen werden. Grundsätzlich kann durch eine entsprechende
Materialverschiebung in Längsrichtung auch der zweite Abschnitt mit der kreisrunden
Querschnittsform durch eine Materialstauchung in Längsrichtung so vergrößert ausgebildet
sein, dass der Durchmesser sowohl größer als eine Höhe und eine Breite eines angrenzenden
flachgepressten Abschnitts ist.
[0013] Grundsätzlich kann die flache Querschnittsform etwa oval oder polygonal ausgebildet
sein. Auch eine quadratische Form ist möglich. Besonders bevorzugt ist es nach einer
Weiterbildung der Erfindung, dass die erste flache Querschnittsform als ein erster
Rechteckquerschnitt mit einer ersten Breite und einer ersten Höhe ausgebildet wird.
Ein derartiger Rechteckquerschnitt ist insbesondere zum Anschluss von weiteren elektrischen
Komponenten vorteilhaft.
[0014] Eine Weiterbildung der Erfindung hierzu besteht darin, dass die zweite Querschnittsform
mit einem zweiten Reckteckquerschnitt mit einer zweiten Breite und einer zweiten Höhe
ausgebildet wird, wobei sich die zweite Querschnittsform von der ersten Querschnittsform
in der Breite und/oder der Höhe unterscheidet. Somit können mehrere oder alle Abschnitte
des Flachleiters mit einer Reckteckform ausgebildet sein, wobei sich jedoch die erste
Querschnittsform von der zweiten Querschnittsform unterscheidet. Vorzugsweise können
die beiden Querschnittsformen einen gleichen Flächeninhalt aufweisen. Alternativ kann
es auch vorgesehen sein, dass die Querschnittsflächen der unterschiedlichen Querschnittsformen
eine unterschiedliche Größe aufweisen. Dies kann durch eine gezielte Materialverschiebung
in Längsrichtung, etwa durch Stauchen oder Strecken, beim Flachpressen erfolgen.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass der zweite
Abschnitt mit einer definierten Länge ausgebildet wird und dass sich die zweite Querschnittsform
über die definierte Länge des zweiten Abschnitts ändert. Insbesondere kann ein konischer
Verlauf oder eine Verjüngung im zweiten Abschnitt entlang der Längsrichtung vorgesehen
werden.
[0016] Insbesondere zur Ausgestaltung von Bereichen mit größerer oder kleinerer Querschnittsfläche
gegenüber dem Ausgangsdraht ist es nach einer bevorzugten Verfahrensvariante vorteilhaft,
dass beim Flachpressen eine Materialverschiebung nicht nur in einer Querrichtung des
Drahts, sondern auch eine gezielte Materialverschiebung in einer Längsrichtung bewirkt
wird. Hierzu sind beim Flachpressen die Pressenwerkzeuge mit einem entsprechend ausgebildeten
Aufnahmeraum mit einem definierten Aufnahmevolumen und einer Konturierung zum Bilden
des Flachleiters vorzusehen. Eine Längsverschiebung und Verteilung des Materials kann
bereits auch bei dem vorausgehenden Biegeschritt erfolgen, wobei durch eine abschnittsweise
Streckung oder Stauchung des Ausgangsdrahtes eine gewünschte Materialverteilung an
den Stellen bewirkt wird, an welchen dann in dem fertigen Flachleiter eine entsprechende
Querschnittsänderung vorgesehen ist.
[0017] Nach dem Formen des Flachleiters kann dieser gegebenenfalls weiterbearbeitet werden,
etwa durch Einbringen von Befestigungslöchern oder durch eine besondere Gestaltung
der freien Endabschnitte. Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung der
Erfindung, dass an einem Endabschnitt des Flachleiters mindestens ein, vorzugsweise
zwei oder mehr Anschlussdorne ausgebildet werden. Die Anschlussdorne können als zylindrische
oder als eckige Dorne ausgebildet sein.
[0018] Grundsätzlich können die Anschlussdorne durch Stanzen oder spanabhebend ausgeformt
werden. Besonders materialschonend ist es nach einer Ausführungsvariante der Erfindung,
dass der mindestens eine Anschlussdorn spanlos ausgeformt wird. Der Anschlussdorn,
welcher mit einer deutlich kleineren Querschnittsfläche als der angrenzende Flachleiterabschnitt
ausgebildet ist, kann durch eine Materiallängsverschiebung spanlos beim Vorgang des
Flachpressens ausgebildet werden. Hierdurch kann Materialabfall vermieden werden,
was insbesondere bei der Verwendung von teuren Metallen und Metalllegierungen einen
erheblichen Vorteil bedeutet.
[0019] Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung des Flachleiters wird dadurch erreicht, dass
der zweite Abschnitt zur Aufnahme eines Dichtungsrings, insbesondere eines O-Dichtrings,
ausgebildet wird. Dieser zweite Abschnitt, welcher insbesondere Zylindrich geformt
ist, kann für den Dichtungsring insbesondere dort vorgesehen werden, wo der Flachleiter
durch ein Gehäuse oder ein sonstiges Bauteil hindurchgeführt wird. Durch das Vorsehen
eines relativ kostengünstigen O-Dichtrings kann bei einem solchen Durchgang zum einen
eine Beabstandung des Flachleiters von dem angrenzenden Bauteil und zum anderen ein
flüssigkeits- und/oder gasdichter Abschluss zwischen dem Flachleiter und dem umgebenden
Bauteil erreicht werden. In dem Abschnitt kann zur sicheren Positionierung und Aufnahme
des O-Dichtrings eine Ringnut ausgebildet werden.
[0020] Besonders zweckmäßig ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass zwei zweite
Abschnitte ausgebildet werden, auf welchen Dichtungsringe, insbesondere O- Dichtringe,
aufgebracht werden. Die flexiblen Dichtringe können ohne Weiteres auch über einen
partiell größeren Abschnitt mit flacher Querschnittsform auf den vorzugsweise zylindrischen
zweiten Abschnitt zur Aufnahme des Dichtungsrings aufgeschoben werden. Durch das Vorsehen
von entsprechend zwei zueinander beabstandeten Dichtungsabschnitten kann so der Flachleiter
in einem geschlossenen Gehäuse dicht angeordnet werden, wobei der Flachleiter dann
an zwei Stellen aus dem Gehäuse austreten kann. Das Gehäuse kann insbesondere ein
Gehäuse zum Anschluss verschiedener Elektrokomponenten sein, welche in dem Gehäuse
geschützt von der äußeren Umgebung mit dem Flachleiter elektrisch verbunden sind.
Hierdurch können Kurzschlüsse an den elektrischen Verbindungen durch Spritzwasser
oder Verschmutzungen vermieden werden.
[0021] Hinsichtlich des Flachleiters ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der
Flachleiter mit mindestens zwei ersten Abschnitten mit einer ersten flachen Querschnittsform
und mindestens einem dazwischenliegenden zweiten Abschnitt mit einer zweiten Querschnittsform
geformt ist, welche von der ersten flachen Querschnittsform abweicht.
[0022] Der erfindungsgemäße Flachleiter kann insbesondere durch eines der zuvor beschriebenen
Verfahren hergestellt werden. Dabei können die zuvor beschriebenen Vorteile bei dem
Flachleiter erreicht werden. Der Flachleiter ist vorzugsweise aus einem elektrisch
leitenden Metall oder einer Metalllegierung gefertigt, insbesondere aus Kupfer oder
einer Kupferlegierung.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher
erläutert, welches schematisch in den Zeichnungen dargestellt sind. In den Zeichnungen
zeigen:
- Fig. 1
- einen Stadienplan zu dem Verfahren zum Herstellen eines Flachleiters aus einem Draht;
- Figuren 2a bis 2c
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäß hergestellten Flachleiters in unterschiedlichen
perspektivischen Ansichten; und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung zu einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäß
hergestellten Flachleiters.
[0024] In Fig. 1 ist ein möglicher Verfahrensablauf zum Herstellen eines Flachleiters 20
aus einem Draht 10 in acht Arbeitsschritten dargestellt. In einem ersten Arbeitsschritt
OP1 wird ein Ende des Drahtes 10 etwa rechtwinklig durch Biegen abgewinkelt. Anschließend
erfolgt in einem zweiten Schritt OP2 ein weiteres Biegen des Drahtes 10 zu einer Zwischenform
16. Hierbei können weitere mehrere Abwinkelungen an dem Draht 10 in einer Ebene oder
im Raum vorgenommen werden.
[0025] Die Zwischenform 16 wird anschließend in den Verfahrensschritten OP3 und OP4 flachgepresst,
wobei ein kreisförmiger Querschnitt des Drahtes 10 flachgedrückt wird. Dabei werden
zwei erste Abschnitte 30 an den Endbereichen ausgeformt, welche eine flache Querschnittsform
32 aufweisen. Zwischen den beiden ersten Abschnitten 30 ist ein zweiter Abschnitt
40 mit einer allmählichen Querschnittsverjüngung ausgebildet, wobei die Querschnittsverjüngung
einen zweiten Querschnitt aufweisen kann.
[0026] In zwei weiteren Schritten OP5 und OP6 können an einem Endabschnitt des Flachleiters
20 zwei Anschlussdorne 26 ausgebildet werden. Die Anschlussdorne 26 können entweder
materialabragend etwa durch Ausklinken eines Mittenbereiches zwischen den zwei Anschlussdornen
26 oder spanlos durch eine Materialverschiebung in Längsrichtung ausgeformt werden.
[0027] In den abschließenden Verfahrensschritten OP7 und OP8 kann ein Endformen des Flachleiters
20 erfolgen, wobei ein Endabschnitt des Flachleiters 20, welcher insbesondere den
Anschlussdornen 26 gegenüberliegt, etwa rechtwinklig nach oben geklappt werden.
[0028] Das Verfahren kann insgesamt auf einer Presse mit einem sogenannten Transferwerkzeug
durchgeführt werden, wobei bei jedem Pressenhub ein Verfahrensschritt ausgeführt wird.
Während des Rückhubes kann das Werkstück jeweils von einem Werkzeug auf das Darauffolgende
mittels einer entsprechenden Übergabeeinrichtung übergeben werden., so dass der Flachleiter
20 effizient aus einem Draht 10 hergestellt werden kann. Der Draht 10 kann von einer
Drahtspule abgespult und abgelängt werden, wobei das Ablängen ebenfalls auf einer
Presse durchgeführt werden kann.
[0029] In den Figuren 2a bis 2c ist eine weitere mögliche Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen
Flachleiters 20 mit zwei ersten Abschnitte 30 mit einem rechteckigen Querschnitt 34
an den Endbereichen dargestellt. Zwischen den zwei ersten Abschnitten 30 ist ein zweiter
Abschnitt 40 mit einer zylindrischen Außenkontur oder einer kreisrunden Querschnittsform
42 ausgebildet. Unter Anpassung der entsprechenden Formgebungswerkzeuge kann der Flachleiter
20 nach den Figuren 2a bis 2c in ähnlicher Weise hergestellt werden, wie es in Fig.
1 dargestellt ist. An den etwa plattenförmigen ersten Abschnitten 30 mit einer flachen
Querschnittsform 32 mit einem ersten Rechteckquerschnitt 34 können die stabförmigen
Anschlussdorne 26 ausgebildet werden. Durch den Einsatz eines entsprechend umformbaren
und fließfähigen Materials, wie etwa Kupfer oder einer Kupferlegierung, kann der Flachleiter
20 nahezu beliebig räumlich gestaltet werden, wobei die einzelnen Abschnitte 30, 40
mit beliebigen Querschnitten versehen sein können.
[0030] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flachleiters 20
oder zumindest eines Teils eines erfindungsgemäßen Flachleiters 20 mit zwei ersten
Abschnitten 30 und einem dazwischen angeordneten zweiten Abschnitt 40.
[0031] Die ersten Abschnitte 30 sind mit einer flachen Querschnittsform 32 und insbesondere
mit einem ersten Rechteckquerschnitt 34 ausgebildet. Der Rechteckquerschnitt 34 weist
dabei eine Höhe H und eine Breite B auf. Die Rechteckform kann grundsätzlich in den
beiden ersten Abschnitten 30 gleich oder unterschiedlich sein.
[0032] Zwischen den beiden ersten Abschnitten 30 mit einer flachen Querschnittsform 32 ist
der zweite Abschnitt 40 mit einer kreisrunden Querschnittsform 42 ausgebildet. Der
Durchmesser des zylindrischen zweiten Abschnitts 40 ist dabei größer als die Höhe
H und kleiner als die Breite B des ersten Rechteckquerschnitts 34. Von dem ersten
Rechteckquerschnitt 34 verläuft die Form über einen Übergabeabschnitt 38 zu dem zweiten
Abschnitt 40 mit der kreisrunden Querschnittsform 42.
[0033] In den zylindrischen zweiten Abschnitt 40 kann eine Ringnut 48 zur Aufnahme eines
Dichtungsrings, insbesondere eines sogenannten O-Dichtrings, eingebracht sein. Das
Einbringen der Ringnut 48 kann dabei vorzugsweise ebenfalls spanlos auf der Presse
in einem der Pressenschnitte erfolgen.
1. Verfahren zum Herstellen eines Flachleiters (20) mit einer nicht gradlinigen Kurvenform
aus einem metallischen Draht (10) mit einem im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt,
wobei der Draht (10) durch Biegen zu einer kurvenförmigen Zwischenform (16) vorgeformt
wird und anschließend die Zwischenform (16) zu dem Flachleiter (20) flach gepresst
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Flachpressen der Flachleiter (20) mit mindestens zwei ersten Abschnitten (30)
mit einer ersten flachen Querschnittsform (32) und mindestens einem dazwischenliegenden
zweiten Abschnitt (40) mit einer zweiten Querschnittsform geformt wird, welcher von
der ersten flachen Querschnittsform abweicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Querschnittsform als eine im Wesentlichen kreisrunde Querschnittsform
(42) vorgesehen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die kreisrunde Querschnittsform (42) dem kreisförmigen Querschnitt des Drahtes (10)
entspricht oder mit einem kleineren Durchmesser hierzu ausgebildet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste flache Querschnittsform (32) als ein erster Rechteckquerschnitt (34) mit
einer ersten Breite und einer ersten Höhe ausgebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Querschnittsform mit einem zweiten Rechteckquerschnitt (44) mit einer
zweiten Breite und einer zweiten Höhe ausgebildet wird, wobei sich die zweite Querschnittsform
von der ersten Querschnittsform (32) in der Breite und/oder der Höhe unterscheidet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Abschnitt (40) mit einer definierten Länge ausgebildet wird und dass sich
die zweite Querschnittsform über die definierte Länge des zweiten Abschnitts (40)
ändert.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Flachpressen eine Materialverschiebung nicht nur in einer Querrichtung des Drahts
(10), sondern auch eine gezielte Materialverschiebung in der Längsrichtung bewirkt
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Endabschnitt des Flachleiters (20) mindestens ein, vorzugsweise zwei oder
mehr Anschlussdorne (26) ausgebildet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine Anschlussdorn (26) spanlos ausgeformt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Flachpressen in mehreren Pressenschritten durchgeführt wird, wobei eine Lage
des Flachleiters (20) zu einer Hubrichtung der Presse verändert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bi 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Abschnitt (40) zur Aufnahme eines Dichtungsrings, insbesondere eines O-Dichtrings,
ausgebildet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei zweite Abschnitte (40) ausgebildet werden, auf weiche Dichtungsringe, insbesondere
O-Dichtringe, aufgebracht werden.
13. Flachleiter, welcher aus einem metallischen Draht (10) mit einem im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt spanlos hergestellt ist, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
wobei der Draht (10) durch Biegen zu einer kurvenförmigen Zwischenform (16) vorgeformt
und durch Flachpressen der Zwischenform (16) zu dem Flachleiter (20) endgeformt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Flachleiter (20) mit mindestens zwei ersten Abschnitten (30) mit einer ersten
flachen Querschnittsform (32) und mindestens einem dazwischenliegenden zweiten Abschnitt
(40) mit einer zweiten Querschnittsform geformt ist, welche von der ersten flachen
Querschnittsform (32) abweicht.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Herstellen eines Flachleiters (20) mit einer nicht gradlinigen Kurvenform
aus einem metallischen Draht (10) mit einem im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt,
wobei der Draht (10) durch Biegen zu einer kurvenförmigen Zwischenform (16) vorgeformt
wird und anschließend die Zwischenform (16) zu dem Flachleiter (20) flach gepresst
wird,
wobei beim Flachpressen der Flachleiter (20) mit mindestens zwei ersten Abschnitten
(30) mit einer ersten flachen Querschnittsform (32) und mindestens einem dazwischenliegenden
zweiten Abschnitt (40) mit einer zweiten kreisförmigen Querschnittsform geformt wird,
welche von der ersten flachen Querschnittsform abweicht,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem zweiten Abschnitt (40) zur Aufnahme eines Dichtungsrings, insbesondere eines
O-Dichtrings, eine Aufnahmenut ausgeformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Querschnittsform als eine im Wesentlichen kreisrunde Querschnittsform
(42) vorgesehen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die kreisrunde Querschnittsform (42) dem kreisförmigen Querschnitt des Drahtes (10)
entspricht oder mit einem kleineren Durchmesser hierzu ausgebildet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste flache Querschnittsform (32) als ein erster Rechteckquerschnitt (34) mit
einer ersten Breite und einer ersten Höhe ausgebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Querschnittsform mit einem zweiten Rechteckquerschnitt (44) mit einer
zweiten Breite und einer zweiten Höhe ausgebildet wird, wobei sich die zweite Querschnittsform
von der ersten Querschnittsform (32) in der Breite und/oder der Höhe unterscheidet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Abschnitt (40) mit einer definierten Länge ausgebildet wird und dass sich
die zweite Querschnittsform über die definierte Länge des zweiten Abschnitts (40)
ändert.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass beim Flachpressen eine Materialverschiebung nicht nur in einer Querrichtung des Drahts
(10), sondern auch eine gezielte Materialverschiebung in der Längsrichtung bewirkt
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Endabschnitt des Flachleiters (20) mindestens ein, vorzugsweise zwei oder
mehr Anschlussdorne (26) ausgebildet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine Anschlussdorn (26) spanlos ausgeformt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Flachpressen in mehreren Pressenschritten durchgeführt wird, wobei eine Lage
des Flachleiters (20) zu einer Hubrichtung der Presse verändert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei zweite Abschnitte (40) ausgebildet werden, auf welche Dichtungsringe, insbesondere
O-Dichtringe, aufgebracht werden.
12. Flachleiter, welcher aus einem metallischen Draht (10) mit einem im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt spanlos hergestellt ist, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
wobei der Draht (10) durch Biegen zu einer kurvenförmigen Zwischenform (16) vorgeformt
und durch Flachpressen der Zwischenform (16) zu dem Flachleiter (20) endgeformt ist,
wobei der Flachleiter (20) mit mindestens zwei ersten Abschnitten (30) mit einer ersten
flachen Querschnittsform (32) und mindestens einem dazwischenliegenden zweiten Abschnitt
(40) mit einer zweiten kreisförmigen Querschnittsform geformt ist, welche von der
ersten flachen Querschnittsform (32) abweicht, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem zweiten Abschnitt (40) zur Aufnahme eines Dichtungsrings, insbesondere eines
O-Dichtrings, eine Aufnahmenut ausgeformt ist.