[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erkennung eines Kurzschlusses zumindest
einer LED eines LED-Stranges eines Lichtmoduls, wobei der LED-Strang eine Anzahl von
zumindest zwei an miteinander in Serie geschalteten LEDs umfasst.
[0002] Viele technische Anwendungen von Lichtmodulen setzen eine hohe technische Zuverlässigkeit
derselben voraus. Hierzu ist es in der Industrie üblich, durch Auswahl hochwertiger
Komponenten und durch Vornahme eines geeigneten Lichtmoduldesigns möglichst hohe Zuverlässigkeit
zu garantieren. Dennoch kann das Auftreten von Fehlern in der Regel nicht gänzlich
ausgeschlossen werden.
[0003] Ein weiteres technisches Aufgabengebiet beschäftigt sich daher mit der Frage des
optimalen Umgangs mit Fehlern. Um auf das Vorliegen eines Fehlers reagieren zu können,
muss dieser zuerst erkannt werden. Bei Lichtmodulen mit einem LED-Strang ist aus dem
Stand der Technik eine Überwachung bekannt geworden, bei der jede einzelnen LED-Vorwärtsspannung
jeder LED des LED-Stranges gemessen und mit einem Sollwert verglichen wird. Tritt
ein Kurzschluss in einer LED auf, so bricht die Vorwärtsspannung an dieser LED ein,
wodurch der Kurzschlussfehler messtechnisch erfasst werden kann. Eine solche Überwachung
ist aber mit einem hohen Aufwand verbunden.
[0004] Eine weitere Fehlererkennungsmethode liegt in einer Messung der LED-Vorwärtsspannungen
des gesamten LED-Strangs und der Verwendung eines zusätzlichen Temperatursensor, der
zur temperaturabhängigen Anpassung eines Erwartungswertes der LED-Vorwärtsspannung
eingesetzt wird. Der Vergleich der gemessenen LED-Vorwärtsspannung des gesamten Strangs
kann dann mit dem Referenzwert erfolgen. Diese Methode erschwert aber einen Ersatzteiltausch,
da sie sehr von sensibel auf die einzelnen LED-Vorwärtsspannungen reagiert, die z.B.
je nach Produktionscharge stark variieren kann. Außerdem lässt sich der Temperatureinfluss
nur bedingt voraussagen, weshalb diese Methode nur für die Überwachung einer geringen
Anzahl an LEDs in einem LED-Strang geeignet ist.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung besteht daher darin ein Verfahren zu schaffen, welches
eine kostengünstige und zuverlässige Detektion von Kurzschlussfehlern einer LED in
einem LED-Strang erkennt, wobei die Anzahl der LEDs in dem LED-Strang frei gewählt
werden kann, ohne dass das Verfahren dabei versagt. Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren
der eingangs genannt Art gelöst, welches erfindungsgemäß die folgenden Schritte umfasst:
- a) Bereitstellen eines Referenzwertes, welcher mit einem differentiellen Betriebswechselstrom-Soll-Widerstands
des LED-Stranges korreliert und Hinterlegen des Referenzwertes auf einem Datenspeicher,
- b) Inbetriebnahme des LED-Stranges mit einer Betriebsgleichspannung, sodass der LED-Strang
Licht abstrahlt,
- c) Einprägen eines zu der Betriebsgleichspannung überlagerten Wechselstromes in den
LED-Strang, wobei die Frequenz des Wechselstromes zumindest 60 Hz beträgt,
- d) Messen des durch den Wechselstrom gemäß Schritt c) verursachten Wechselspannungsabfalles
an dem LED-Strang,
- e) Ableiten eines mit einem differentiellen Betriebs-Wechselstrom-Ist-Widerstandswert
korrelierenden Vergleichs-Ist-Wertes des LED-Strangs unter Zuhilfenahme des gemäß
Schritt d) gemessenen Wechselspannungsabfalles,
- f) Abrufen des auf dem Datenspeicher gemäß Schritt a) zur Verfügung gestellten Referenzwertes
und Vergleich mit dem Vergleichs-Ist-Wert, wobei ergebnisabhängig von dem Vergleich
auf das Vorliegen eines LED-Kurzschlusses rückgeschlossen wird.
[0006] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine kostengünstige und gleichzeitig zuverlässige
Lösung geschaffen, mit der Kurzschlüsse von LEDs in einem LED-Strang erkannt werden
können. Wird dieses Verfahren beispielsweise bei handelsüblichen Kraftfahrzeugscheinwerfern
eingesetzt, so wird keine zusätzliche Hardware bei der Implementierung vorausgesetzt,
da moderne LED-Steuergeräte bereits ohnehin über geeignete Hardware zur Ausführung
des Verfahrens verfügen. Wenn bereits eine Spannungsmessung der gesamten LED-Kette
in einem Lichtmodul ohnehin vorhanden ist, kann eine Anpassung für die Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens darin erfolgen, indem durch Softwareanpassung der
LED Betriebsgleichstrom mit einem LED-Wechselstrom beaufschlagt wird und so entsprechend
dem erfindungsgemäßen Verfahren die Anzahl der funktionierenden LEDs ermittelbar ist.
Die Anzahl der LEDs in einem Strang ist grundsätzlich frei wählbar und kann beispielsweise
zumindest vier, zumindest zehn, zwischen vier und vierzig oder auch eine beliebige
andere Anzahl betragen. Die Vorteile der Erfindung kommen besonders bei einer hohen
Anzahl an LEDs in einem Strang zu tragen. Durch Verwendung einer Frequenz von über
60 Hz im Zusammenhang mit dem eingesetzten Wechselstrom wird vermieden, dass etwaige
geringe Schwankungen in der Lichtintensität als unangenehmes Flackern sichtbar werden.
Insbesondere kann die Frequenz hierzu mindestens 100 Hz betragen.
[0007] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der gemäß Schritt c) eingeprägte Wechselstrom
frei von einem Gleichanteil ist. Dadurch wird eine zeitliche Änderung der abgestrahlten
Lichtleistung der LEDs weitgehend minimiert und der zusätzliche Energieverbrauch gering
gehalten.
[0008] Weiters kann vorgesehen sein, dass der eingeprägte Wechselstrom den zeitlichen Verlauf
eines Rechtecksignals, eines Dreiecksignals oder eines Sinussignals aufweist.
[0009] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der gemäß Schritt c) eingeprägte Wechselstrom
so gewählt ist, dass seine Amplitude mindestens 20%, vorzugsweise zwischen 20% und
60% des Absolutbetrages des Nennwertes eines durch die Betriebsgleichspannung veranlassten
Betriebsgleichstromes des LED-Stranges beträgt. Durch diese geeignet groß gewählte
Stromamplitude wird die Messung vereinfacht, da die zu messende Spannungsamplitude
somit auch entsprechend groß ausfällt. Etwaige Messungenauigkeiten wirken sich dann
also weniger stark auf das Vergleichsergebnis gemäß Schritt f) aus, da der zu berechnende
mit dem differentiellen Betriebs-Wechselstrom-Ist-Widerstandswert korrelierenden Vergleichs-Ist-Wertes
weniger stark schwankt.
[0010] Weiters kann vorgesehen sein, dass der gemäß Schritt a) zur Verfügung gestellte Referenzwert
der differentielle Betriebswechselstrom-Soll-Widerstand ist, und wobei der gemäß Schritt
e) abgeleitete Vergleichs-Ist-Wert ein differentieller Betriebswechselstrom-Widerstands-Ist-Wert
ist, der erhalten wird, indem ein Quotient aus dem gemessenen Wechselspannungsabfall
gemäß Schritt d) und dem eingeprägten Wechselstroms gemäß Schritt c) gebildet wird.
Dieser differentielle Betriebswechselstrom-Widerstands-Ist-Wert entspricht daher der
Steigung einer Strom-Spannungs-Kurve des LED-Stranges im jeweiligen Betriebspunkt.
[0011] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass es sich bei dem Vergleich gemäß Schritt f)
um einen Grenzwertvergleich handelt, wobei bei Überschreiten eines vorgebbaren maximalen
Differenzbetrags, gebildet durch die Differenz aus Referenzwert und dem Vergleichs-Ist-Wert,
auf das Vorliegen eines LED-Kurzschlusses rückgeschlossen wird, wobei der maximale
Differenzbetrag maximal 10% des Referenzwertes beträgt.
[0012] Weiters kann vorgesehen sein, dass bei Feststellen eines LED-Kurzschlusses eine Fehlerroutine
ausgelöst wird. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Fehlerroutine die Ausgabe
eines Fehlersignals und/oder die Veränderung des Betriebszustandes des LED-Stranges
umfasst. Die Veränderung des Betriebszustandes kann z.B. Senkung der Betriebsspannung
des LED-Stranges, Ausschaltung des LED-Stranges, Erhöhen der Sendeleistung der verbleibenden
funktionierenden LEDs des LED-Stranges (z.B. durch Erhöhung der Einschaltzeitdauer
bzw. des Tastgrades im Falle eines getakteten Betriebs) und/oder Einschaltung eines
Ersatzstranges erfolgen.
[0013] Weiters kann vorgesehen sein, dass bei Nichtvorliegen eines LED-Kurzschlusses ein
Signal zur Bestätigung der Fehlerfreiheit ausgegeben wird.
[0014] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass im Falle des Feststellens von Kurzschlussfehlerfreiheit
in Schritt e) der erfasste Vergleichs-Ist-Wert den vorliegenden Referenzwert ersetzt
und auf dem Datenspeicher abgespeichert wird, um in einer nachfolgenden Iteration
der Schritte a) bis f) als aktualisierter Referenzwert zu dienen. Damit können Alterungseffekte
ausgeglichen werden. Das Verfahren wird dadurch selbstkalibrierend und selbstlernend.
[0015] Weiters betrifft die Erfindung ein kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem zur Durchführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei das kurzschlussfehlererkennende Lichtsystem
hierzu Folgendes umfasst: Ein Lichtmodul mit zumindest einem LED-Strang, wobei der
zumindest eine LED-Strang eine Anzahl von zumindest zwei an miteinander in Serie geschalteten
LEDs aufweist, sowie ein Kurzschlusserkennungssystem, wobei das Kurzschlusserkennungssystem
zumindest zur elektrischen Versorgung des zumindest einen LED-Stranges eingerichtet
ist, wobei das Kurzschlusserkennungssystem dazu eingerichtet ist, die Schritte a)
bis f) des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen.
[0016] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Kurzschlusserkennungssystem dazu eingerichtet
ist, dass die Amplitude des überlagerten Wechselstromes unabhängig vom Absolutbetrag
des Nennwertes des Betriebsgleichstromes des LED-Stranges ist. Wenn der überlagerte
Wechselstrom unabhängig vom Arbeitspunkt ist, dann sollte die Auswertung der Spannungsmessung
laufend angepasst werden (z.B. wegen der nichtlinearen Strom-Spannungs-Kennlinie der
LEDs oder Temperatureinflüsse), um eine korrekte Kurzschlusserkennung bei verschiedenen
Betriebsgleichströmen zu erreichen. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass
der Aufwand für eine korrekte Kurzschlusserkennung von der Treiberseite zur Messseite
verschoben werden kann.
[0017] Weiters kann vorgesehen sein, dass das Kurzschlusserkennungssystem dazu eingerichtet
ist, dass die Amplitude des überlagerten Wechselstromes abhängig vom Absolutbetrag
des Nennwertes des Betriebsgleichstromes des LED-Stranges ist. Im Gegensatz zu der
zuvor genannten Variante führt ein abhängiger Wechselstrom dazu, dass die Anpassung
an o.g. Einflüsse auf die Treiberseite verschoben werden. Als besonders vorteilhaft
wird diese Ausgestaltung zum Beispiel im Falle von temperaturabhängigen Derating der
LEDs oder bei Übergangseffekten von einer Lichtfunktion in eine andere angesehen.
Es kann vorgesehen sein, dass die Amplitude des eingeprägten Wechselstroms einen Prozentsatz,
zum Beispiel zwischen 20% und 50%, insbesondere genau 30% des Absolutbetrages des
Nennwerts des Betriebsgleichstromes des LED-Stranges in Abhängigkeit vom jeweiligen
Betriebszustand beträgt.
[0018] Weiters betrifft die Erfindung einen Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend ein erfindungsgemäßes
kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem.
[0019] Zudem betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug, umfassend ein erfindungsgemäßes kurzschlussfehlererkennendes
Lichtsystem und/oder einen erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugscheinwerfer.
[0020] Anders ausgedrückt können die Überlegungen zur Erfindung wie folgt beschrieben werden:
Der dynamische Widerstand einer LED (Halbleiter) verändert sich über die Temperatur
nur sehr wenig und kann daher zur Erkennung von Kurzschlüssen in einer Kette von LEDs
verwendet werden. Durch die Überlagerung eines Wechselstroms auf den LED-(Gleich-)-Strom
(d.h. den Betriebsstrom) kann durch den dynamischen Widerstand die Wechselspannung
an der LED-Kette ermittelt bzw. umgekehrt durch Erfassung von Strom und Spannung der
dynamische Widerstand ermittelt werden. Dem LED-Treiber oder LED-Steuergerät ist bei
der erstmaligen Inbetriebnahme die Anzahl der LEDs und der dynamische Widerstand in
einem definierten Betriebszustand bekannt (z.B. indem der eines Referenzwertes R
ref gemäß Schritt a) bereitgestellt wird) um im regulären Betrieb die mit Wechselstrom
generierten Daten zu vergleichen.
[0021] Dadurch ist ein Kurzschluss einer oder mehrere LEDs aus einer LED-Kette unbestimmter
Anzahl größer 1 ermittelbar. Der Wechselstrom Anteil kann so gewählt werden, dass
sich dies weder auf die Intensität noch auf die thermische Belastung merklich auswirkt.
[0022] Die Erfindung ist im Folgenden anhand einer beispielhaften und nicht einschränkenden
Ausführungsform näher erläutert, die in den Figuren veranschaulicht ist. Darin zeigt
Figur 1 eine schematische Darstellung eines kurzschlussfehlererkennenden Lichtsystems
zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
Figur 2 einen beispielhaften LED-Strang eines Lichtsystems,
Figur 3 drei beispielhafte Betriebsgleichspannungen für unterschiedliche Temperaturen
sowie einen zugehörigen Stromverlauf durch den LED-Strang,
Figur 4 eine beispielhafte Kennlinie einer LED 31 eines LED-Stranges 3 bei einer Temperatur
von 25°C, und
Figur 5 eine beispielhafte Ausführung einer Treiberschaltung.
[0023] In den folgenden Figuren bezeichnen - sofern nicht anders angegeben - gleiche Bezugszeichen
gleiche Merkmale.
[0024] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines kurzschlussfehlererkennenden Lichtsystems
7 zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Dieses Verfahren zur Erkennung
eines Kurzschlusses zumindest einer LED 31 eines LED-Stranges 3 (siehe Fig. 2) eines
Lichtmoduls 8, wobei der LED-Strang 3 eine Anzahl von zumindest zwei an miteinander
in Serie geschalteten LEDs 31 umfasst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte
umfasst:
- a) Bereitstellen eines Referenzwertes Rref, welcher mit einem differentiellen Betriebswechselstrom-Soll-Widerstands des LED-Stranges
korreliert und Hinterlegen des Referenzwertes Rref auf einem Datenspeicher 6,
- b) Inbetriebnahme des LED-Stranges 3 mit einer Betriebsgleichspannung (diese kann
z.B. in Abhängigkeit von der Temperatur des Stranges variieren bzw. angepasst werden,
um einen gewissen Betriebsstrom zu erreichen; Fig. 3 zeigt drei beispielhafte Betriebsgleichspannungen
für unterschiedliche Temperaturen, nämlich UBT1 für eine Temperatur von -40°C, UBT2 für eine Temperatur von -25°C und UBT3 für eine Temperatur von -105°C), sodass der LED-Strang 3 Licht abstrahlt,
- c) Einprägen eines zu der Betriebsgleichspannung UBT1, UBT2 bzw. UBT3 überlagerten Wechselstromes IW1 bzw. IW2 in den LED-Strang 3, wobei die Frequenz des Wechselstromes IW1 bzw. IW2 zumindest 60 Hz beträgt (bei IW1 handelt es sich um einen rechteckförmigen zeitlichen Verlauf des Wechselstromes und
IW2 betrifft einen sinusförmigen Verlauf eines Wechselstromes - die Wechselstromkomponente
wird dabei der Gleichstromkomponente überlagert; es können grundsätzlich beliebige
(vorteilhafterweise periodische) Wechselsignalverläufe verwendet werden),
- d) Messen des durch den Wechselstrom IW1 bzw. IW2 gemäß Schritt c) verursachten Wechselspannungsabfalles UW1, UW2 an dem LED-Strang 3,
- e) Ableiten eines mit einem differentiellen Betriebs-Wechselstrom-Ist-Widerstandswert
korrelierenden Vergleichs-Ist-Wertes Rist des LED-Strangs 3 unter Zuhilfenahme des gemäß Schritt d) gemessenen Wechselspannungsabfalles
UW1 bzw. UW2 (je nachdem, ob eben z.B. der Strom Iw1 oder IW2 vorlag),
- f) Abrufen des auf dem Datenspeicher 6 gemäß Schritt a) zur Verfügung gestellten Referenzwertes
Rref und Vergleich mit dem Vergleichs-Ist-Wert Rist, wobei ergebnisabhängig von dem Vergleich auf das Vorliegen eines LED-Kurzschlusses
rückgeschlossen wird.
[0025] Das kurzschlussfehlererkennende Lichtsystem 7 zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens umfasst ein Lichtmodul 8 mit zumindest einem LED-Strang 3, wobei der zumindest
eine LED-Strang 3 eine Anzahl von zumindest zwei an miteinander in Serie geschalteten
LEDs 31 aufweist, sowie ein Kurzschlusserkennungssystem 9, wobei das Kurzschlusserkennungssystem
9 zumindest zur elektrischen Versorgung des zumindest einen LED-Stranges 3 eingerichtet
ist, wobei das Kurzschlusserkennungssystem 9 dazu eingerichtet ist, die Schritte a)
bis f) des Verfahrens durchzuführen.
[0026] Wie anhand Fig. 3 erkennbar ist, die einen zeitlichen Verlauf des Strangstromes I(t)
sowie der Strangspannung U(t) zeigt, kann vorgesehen sein, dass der gemäß Schritt
c) eingeprägte Wechselstrom I
W1 bzw. I
W2 frei von einem Gleichanteil ist. Wie in Fig. 3 gut erkennbar ist, verändert sich
die LED-Vorwärtsspannung bzw. die Betriebsgleichspannung der gesamten Kette mit der
Temperatur viel stärker als die, aus dem überlagerten Wechselstrom, resultierende
Wechselspannung in Verbindung mit dem beinahe konstanten dynamischen Widerstand bzw.
dem differentiellen Betriebswechselstrom-Widerstand. Die entstehende Wechselspannung
ist nahezu temperaturunabhängig.
[0027] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der gemäß Schritt a) zur Verfügung gestellte
Referenzwert R
ref der differentielle Betriebswechselstrom-Soll-Widerstand ist, und wobei der gemäß
Schritt e) abgeleitete Vergleichs-Ist-Wert R
ist ein differentieller Betriebswechselstrom-Widerstands-Ist-Wert ist, der erhalten wird,
indem ein Quotient aus dem gemessenen Wechselspannungsabfall U
W1, U
W2 gemäß Schritt d) und dem eingeprägten Wechselstrom I
W1, I
W2 gemäß Schritt c) gebildet wird. Dieser Wert korreliert mit der Steigung der Kennlinie
des jeweiligen LED-Stranges 3 im Betriebspunkt. Figur 4 zeigt eine beispielhafte Strom-Spannungs-Kennlinie
einer LED 31 eines LED-Stranges 3 bei einer Temperatur von 25°C. Beispielhaft ist
darin auch der differentielle Wechselstromwiderstand in einem Betriebsbereich dargestellt,
wobei dieser Widerstand dem Kehrwert der Steigung k entspricht. Der eingeprägte Wechselstrom
I
W2 verursacht in diesem Betriebsbereich den entsprechend korrelierenden Spannungsabfall
U
w2. Bei einem LED-Strang umfassend beispielsweise vier LEDs ergäbe das bei diesen LEDs
eine Betriebsvorwärtsspannung zwischen ca. 12V und 13V.
[0028] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass es sich bei dem Vergleich gemäß Schritt f)
um einen Grenzwertvergleich handelt, wobei bei Überschreiten eines vorgebbaren maximalen
Differenzbetrags gebildet durch die Differenz aus Referenzwert R
ref und dem Vergleichs-Ist-Wert R
ist auf das Vorliegen eines LED-Kurzschlusses rückgeschlossen wird, wobei der maximale
Differenzbetrag maximal 10% des Referenzwertes R
ref beträgt.
[0029] Weiters kann z.B. vorgesehen sein, dass bei Feststellen eines LED-Kurzschlusses eine
Fehlerroutine ausgelöst wird. Die Fehlerroutine kann beispielsweise die Ausgabe eines
Fehlersignals s1 (siehe Fig. 1) und/oder die Veränderung des Betriebszustandes des
LED-Stranges 3 umfassen. Bei Nichtvorliegen eines LED-Kurzschlusses kann hingegen
ein Signal s2 zur Bestätigung der Fehlerfreiheit ausgegeben werden.
[0030] Im Falle des Feststellens von Kurzschlussfehlerfreiheit kann der erfasste Vergleichs-Ist-Wert
R
ist den vorliegenden Referenzwert R
ref ersetzen und auf dem Datenspeicher 6 abgespeichert werden, um in einer nachfolgenden
Iteration der Schritte a bis f als aktualisierter Referenzwert zu dienen.
[0031] Mit Blick auf Fig. 1 sei erwähnt, dass das Kurzschlusserkennungssystem 9 dazu eingerichtet
sein kann, dass die Amplitude des überlagerten Wechselstromes I
W1, I
W2 unabhängig vom Absolutbetrag des Nennwertes des Betriebsgleichstromes I
B des LED-Stranges 3 ist.
[0032] Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass das Kurzschlusserkennungssystem dazu eingerichtet
ist, dass die Amplitude des überlagerten Wechselstromes I
W1, I
W2 abhängig vom Absolutbetrag des Nennwertes des Betriebsgleichstromes I
B des LED-Stranges 3 ist.
[0033] Weiters betrifft die Erfindung einen Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend ein erfindungsgemäßes
kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem 7. Weiters betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug,
umfassend ein erfindungsgemäßes kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem 7 und/oder
einen erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugscheinwerfer.
[0034] Fig. 1 zeigt noch einige weitere Merkmale, die erwähnenswert sind: Die Versorgung
des LED-Strangs 3 bzw. des Lichtsystems 7 kann von einer Batterie 1 bzw. einem Energiespeicher
bereitgestellt werden. Der Betriebsgleichstrom I
B kann von einem Treiber 2 geliefert werden.
[0035] Dieser Treiber 2 kann beispielsweise als Schaltwandler oder als Linearregler ausgeführt
sein. Ist der Treiber 2 als Schaltwandler ausgeführt, so weist dieser, bekanntermaßen,
einen elektronischen Schalter (nicht gezeigt) auf, um eine geforderte Ausgangsgröße
zu steuern. Je nach Anforderungen kann der Treiber 2 als eine Kombination aus mehreren
Schaltwandlern ausgeführt sein. Beispielsweise kann eine Kombination aus Hochsetzstellern
21 und Tiefsetzstellern 22, 22a eingesetzt werden (siehe Fig. 5). Sind mehrere LED-Stränge
zu versorgen, so kann für jeden LED-Strang ein Tiefsetzsteller 22, 22a vorgesehen
sein. Bevorzugt wird die Ausgangsgröße des Schaltwandlers geregelt. Die Ausgangsgröße
kann dabei dem geforderten Betriebsgleichstrom I
B entsprechen. Die Regelung des Betriebsgleichstromes I
B kann über eine Modulation der Einschaltdauer des elektronischen Schalters realisiert
werden. Alternativ dazu sind auch Schaltwandler bekannt geworden, welche über Modulation
einer Schaltfrequenz des elektronischen Schalters die Ausgangsgröße, im vorliegenden
Fall, den Betriebsgleichstrom I
B, regeln. Bei beiden Regelungsarten sind Schaltfrequenzen im oberen kHz-Bereich bis
hin zu wenigen MHz üblich.
[0036] Es kann vorgesehen sein, dass der Betriebsgleichstrom I
B des LED-Stranges 3 von einem stromgeregelten Tiefsetzsteller 22, 22a bereitgestellt
wird. Dieser Tiefsetzsteller weist einen elektronischen Schalter (nicht gezeigt) auf,
dessen Schaltzyklen vom geforderten Betriebsgleichstrom I
B abhängen. Die Schaltzyklen entsprechen somit einer Stellgröße welche durch die Einschaltdauer
und/oder durch die Schaltfrequenz änderbar ist. Wird nun der LED-Strang 3 mittels
einer Betriebsgleichspannung, beispielsweise über die Verbindung zu einer Strom- bzw.
Spannungsquell, beispielsweise einer Batterie 1, in Betrieb genommen, so kann ein
Wechselstrom I
W1 oder I
W2 durch eine Änderung der Schaltzyklen des elektronischen Schalters überlagert werden.
Die Frequenz f
w des überlagerten Wechselstromes beträgt dabei bevorzugt weniger als ein Tausendstel
der Schaltfrequenz des elektronischen Schalters im stromgeregelten Tiefsetzsteller,
wobei die Frequenz f
w des überlagerten Wechselstromes zumindest 60Hz beträgt.
[0037] Alternativ oder zusätzlich kann der Betriebsgleichstrom I
B linear geregelt bzw. begrenzt werden. Dazu kann ein elektronischer Schalter (nicht
gezeigt) in Serie mit den LEDs 31 des LED-Stranges 3 geschaltet sein. Dieser elektronische
Schalter wirkt dabei wie ein gesteuerter Widerstand und erlaubt es so, den Betriebsgleichstrom
I
B des LED-Stranges 3 zu ändern. Die Stellgröße, die in dieser Variante den Betriebsstrom
I
B bestimmt ist somit jene Größe, die den Wert des gesteuerten Widerstandes beeinflusst.
Dadurch kann wie beim Schaltwandler der LED-Strang 3, mit einem dem Betriebsgleichstrom
I
B überlagerten Wechselstrom I
W1 bzw. I
W2, versorgt werden.
[0038] Sowohl in der Variante, in der der Betriebsgleichstrom I
B über einen Schaltwandler bereitgestellt wird, als auch in der Variante, in welcher
der Betriebsgleichstrom I
B linear geregelt wird, kann die Stellgröße für den Treiber 2 und somit die Frequenz
f
w des überlagerten Wechselstromes I
W1 bzw. I
W2 von einem Microcontroller 4 vorgegeben werden.
[0039] Der überlagerte Wechselstrom I
W1 bzw. I
W2 führt zu einer entsprechenden Änderung der LED-Strangspannung U(t) des LED-Stranges
3 um den Betriebsgleichspannungspunkt. Betrachtet man nun lediglich das Kleinsignalverhalten
der LEDs 31 im LED-Strang 3, so kann man von einem, durch den überlagerten Wechselstrom
I
W1 bzw. I
W2 resultierenden, Wechselspannungsabfall U
W1 bzw. U
W2 am LED-Strang 31 sprechen. Dieser kann nun herangezogen werden, um auf einen Kurzschluss
rückzuschließen.
[0040] Dazu kann der durch den Wechselstrom I
W1 bzw. I
W2 verursachte Wechselspannungsabfall U
W1 bzw. U
W2 am LED-Strang 3 gemessen werden. Durch eine Filterung der LED-Strangspannung U(t),
beispielsweise durch einen elektronischen Hochpass, kann der resultierende Wechselspannungsabfall
U
W1 bzw. U
W2 von der Betriebsgleichspannung U
B(T1,T2,T3) getrennt gemessen werden. Die Messung des Wechselspannungsabfalles U
W1 bzw. U
W2 kann durch eine Messung des Amplitudenwertes oder eine Peak to Peak Wertmessung der
resultierenden Wechselspannung U
W1 bzw. U
W2 am LED-Strang 31 realisiert werden. Weiters kann durch den gemessenen Wechselspannungsabfall
U
W1 bzw. U
W2 ein Effektivwert der resultierenden Wechselspannung am LED-Strang 31 berechnet werden.
[0041] Insbesondere kann eine kontinuierliche Messung des Wechselspannungsabfalls U
W1 bzw. U
W2 am LED-Strang 31 vorgesehen sein, welche die LED-Strangspannung U(t) bzw. den Wechselspannungsabfall
U
W1 bzw. U
W2 laufend misst. In der Praxis wird eine derartige laufende Messung bevorzugter Weise
in diskreten Zeitabständen von mindestens 1/(2*f
w), besonders bevorzugt von mindestens 1/(5*f
w), durchgeführt.
[0042] Ist eine Wechselspannungsmessung in Form einer Peak-to-Peak-Wertmessung vorgesehen,
so können die einzelnen Messungen nach Maximal- und Minimalwerten gefiltert werden,
womit die Berechnung des Peak-to-Peak-Wertes über die Differenzbildung von Maximal-
und Minimalwert möglich wird. Dieser Peak-to-Peak-Wert entspricht einem, mit dem differentiellen
Betriebs-Wechselstrom-Ist-Widerstandswert korrelierenden, Vergleichs-Ist-Wert R
ist. Der Peak-to-Peak-Wert steigt entsprechend der abflachenden Kurve des repräsentativen
differenziellen Widerstandes mit zunehmender Anzahl an LEDs 31 im LED-Strang 3. Bei
einem Kurzschluss einer LED 31 sinkt der Peak-to-Peak-Wert LED-Strang 3. Analog dazu
kann der Vergleichs-Ist-Wert R
ist auch dem Amplitudenwert oder dem Effektivwert des Wechselspannungsabfalles U
W1 bzw. U
W2 des LED-Stranges 3 entsprechen.
[0043] Vorteilhaft ist es, wenn die Maximal- und Minimalwerte jeweils über mindestens drei
Messungen gemittelt werden, bevor der Peak-to-Peak-Wert berechnet wird.
[0044] In einer bevorzugten Ausführung entspricht der Vergleichs-Ist-Wert R
ist einer bestimmten zeitlichen Änderungsrate. Diese zeitliche Änderungsrate kann der
zeitlichen Änderung eines Peak-to-Peak-Wertes oder eines Amplitudenwertes oder eines
Effektivwertes innerhalb einer definierten Zeitdauer entsprechend. Damit wird die
Kurzschlusserkennung unabhängiger von langsamen Änderungen durch Umwelteinflüsse.
Vorteilhafterweise entspricht der Referenzwert in diesem Fall -x*0.1 des Vergleichs-Ist-Wertes
pro Millisekunde, wobei x der Anzahl der LEDs 31 im LED-Strang 3 entspricht.
[0045] Insbesondere kann ein Microcontroller 4 vorgesehen sein, welcher dazu eingerichtet
ist, den Vergleich des Referenzwertes R
ref mit dem Vergleichs-Ist-Wert R
ist durchzuführen. Dieser Microcontroller 4 kann eine Spannungsmesseinheit 5 aufweisen,
mit welcher die LED-Strangspannung U(t) bzw. der Wechselspannungsabfall U
W1 bzw. U
W2 gemessen wird.
[0046] Besonders bevorzugt ist der Microcontroller 4 dazu eingerichtet, sowohl den Vergleichs-Ist-Wert
R
ist zu ermitteln und diesen mit dem Referenzwert R
ref zu vergleichen, als auch die oben genannte Stellgröße für den Treiber 2 zur Verfügung
zu stellen. In einer weiteren Ausführungsform kann der eingeprägte Wechselstrom I
w1 bzw. I
W2 dergestalt gewählt sein, dass seine Amplitude unabhängig vom Absolutbetrag des Nennwertes
des Betriebsgleichstromes I
B des LED-Stranges 3 ausgestaltet ist.
[0047] Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt, sondern durch
den gesamten Schutzumfang der Ansprüche definiert. Auch können einzelne Aspekte der
Erfindung bzw. der Ausführungsformen aufgegriffen und miteinander kombiniert werden.
[0048] Etwaige Bezugszeichen in den Ansprüchen sind beispielhaft und dienen nur der einfacheren
Lesbarkeit der Ansprüche, ohne diese einzuschränken.
1. Verfahren zur Erkennung eines Kurzschlusses zumindest einer LED (31) eines LED-Stranges
(3) eines Lichtmoduls (8), wobei der LED-Strang (3) eine Anzahl von zumindest zwei
an miteinander in Serie geschalteten LEDs (31) umfasst, wobei das Verfahren die folgenden
Schritte umfasst:
a) Bereitstellen eines Referenzwertes (Rref), welcher mit einem differentiellen Betriebswechselstrom-Soll-Widerstands des LED-Stranges
(3) korreliert und Hinterlegen des Referenzwertes (Rref) auf einem Datenspeicher (6),
b) Inbetriebnahme des LED-Stranges (3) mit einer Betriebsgleichspannung (UBT1, UBT2, UBT3), sodass der LED-Strang (3) Licht abstrahlt,
c) Einprägen eines zu der Betriebsgleichspannung (UBT1, UBT2, UBT3) überlagerten Wechselstromes (IW1, IW2) in den LED-Strang (3), wobei die Frequenz des Wechselstromes (IW1, 1W2) zumindest 60 Hz beträgt,
d) Messen des durch den Wechselstrom (IW1, 1W2) gemäß Schritt c) verursachten Wechselspannungsabfalles (UW1, UW2) an dem LED-Strang,
e) Ableiten eines mit einem differentiellen Betriebs-Wechselstrom-Ist-Widerstandswert
korrelierenden Vergleichs-Ist-Wertes (Rist) des LED-Strangs unter Zuhilfenahme des gemäß Schritt d) gemessenen Wechselspannungsabfalles
(UW1, UW2),
f) Abrufen des auf dem Datenspeicher (6) gemäß Schritt a) zur Verfügung gestellten
Referenzwertes (Rref) und Vergleich mit dem Vergleichs-Ist-Wert (Rist), wobei ergebnisabhängig von dem
Vergleich auf das Vorliegen eines LED-Kurzschlusses rückgeschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der gemäß Schritt c) eingeprägte Wechselstrom (IW1, IW2) frei von einem Gleichanteil ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der eingeprägte Wechselstrom (IW1, IW2) den zeitlichen Verlauf eines Rechtecksignals, eines Dreiecksignals oder eines Sinussignals
aufweist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der gemäß Schritt c) eingeprägte
Wechselstrom (IW1, IW2) so gewählt ist, dass seine Amplitude mindestens 20%, vorzugsweise zwischen 20% und
60% des Absolutbetrages des Nennwertes eines durch die Betriebsgleichspannung (UBT1, UBT2, UBT3) veranlassten Betriebsgleichstromes (IB) des LED-Stranges (3) beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der gemäß Schritt a) zur
Verfügung gestellte Referenzwert (Rref) der differentielle Betriebswechselstrom-Soll-Widerstand ist, und wobei der gemäß
Schritt e) abgeleitete Vergleichs-Ist-Wert (Rist) ein differentieller Betriebswechselstrom-Widerstands-Ist-Wert ist, der erhalten
wird, indem ein Quotient aus dem gemessenen Wechselspannungsabfall (Uwi, UW2) gemäß Schritt d) und dem eingeprägten Wechselstroms (IW1, IW2) gemäß Schritt c) gebildet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei es sich bei dem Vergleich
gemäß Schritt f) um einen Grenzwertvergleich handelt, wobei bei Überschreiten eines
vorgebbaren maximalen Differenzbetrags gebildet durch die Differenz aus Referenzwert
(Rref) und dem Vergleichs-Ist-Wert (Rist) auf das Vorliegen eines LED-Kurzschlusses rückgeschlossen wird, wobei der maximale
Differenzbetrag maximal 10% des Referenzwertes (Rref) beträgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei Feststellen eines LED-Kurzschlusses
eine Fehlerroutine ausgelöst wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Fehlerroutine die Ausgabe eines Fehlersignal
(s1) und/oder die Veränderung des Betriebszustandes des LED-Stranges (3) umfasst.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei Nichtvorliegen eines
LED-Kurzschlusses ein Signal (s2) zur Bestätigung der Fehlerfreiheit ausgegeben wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei im Falle des Feststellens
von Kurzschlussfehlerfreiheit in Schritt e) der erfasste Vergleichs-Ist-Wert (Rist) den vorliegenden Referenzwert (Rref) ersetzt und auf dem Datenspeicher (6) abgespeichert wird, um in einer nachfolgenden
Iteration der Schritte a) bis f) als aktualisierter Referenzwert zu dienen.
11. Kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem (7) zur Durchführung eines Verfahrens nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend
- ein Lichtmodul (8) mit zumindest einem LED-Strang (3), wobei der zumindest eine
LED-Strang (3) eine Anzahl von zumindest zwei an miteinander in Serie geschalteten
LEDs (31) aufweist,
- sowie ein Kurzschlusserkennungssystem (9), wobei das Kurzschlusserkennungssystem
(9) zumindest zur elektrischen Versorgung des zumindest einen LED-Stranges (3) eingerichtet
ist, wobei das Kurzschlusserkennungssystem (9) dazu eingerichtet ist, die Schritte
a) bis f) des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.
12. Kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem (7) nach Anspruch 11, wobei das Kurzschlusserkennungssystem
(9) dazu eingerichtet ist, dass die Amplitude des überlagerten Wechselstromes (IW1, 1W2) unabhängig vom Absolutbetrag des Nennwertes des Betriebsgleichstromes (IB) des LED-Stranges
(3) ist.
13. Kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem (7) nach Anspruch 11, wobei das Kurzschlusserkennungssystem
dazu eingerichtet ist, dass die Amplitude des überlagerten Wechselstromes (IW1, 1W2) abhängig vom Absolutbetrag des Nennwertes des Betriebsgleichstromes (IB) des LED-Stranges
(3) ist.
14. Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend ein kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem
(7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Kraftfahrzeug, umfassend ein kurzschlussfehlererkennendes Lichtsystem (7) nach einem
der Ansprüche 11 bis 13 und/oder einen Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 14.