[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Installation einer Aufzuganlage
mittels einer Steuerungseinheit zum Steuern einer elektronischen Fangvorrichtung.
[0002] Bei der Installation einer Aufzuganlage ist es ein gängiges Verfahren, das Schienensystem
aus einzelnen Schienenelementen aufzubauen. Dabei werden zunächst zwei unterste Schienenelemente
in der Schachtgrube angebracht. Um die weiter oben im Schacht anzubringenden Schienenelemente
an der richtigen Stelle zu befestigen, kann eine verfahrbare Arbeitsplattform an diesen
ersten Schienenelementen verfahrbar angebracht werden. Dadurch kann auf den Einsatz
eines Baugerüstes zur Installation des Schienensystems verzichtet werden. Diese Arbeitsplattform
wird mittels einer Winde durch den Schacht verfahren. Die Arbeitsplattform kann nach
der Installation der Schienen komplett entfernt, und durch den Fahrkörper ersetzt
werden. Es ist vorteilhafter die Arbeitsplattform auf einem Grundgerüst aufzubauen,
das später als Teil der Aufzugskabine weiterverwendet werden. Dies hat den Vorteil,
dass dadurch der Aufwand zur kompletten Demontage der Arbeitsplattform nach der Installation
des Aufzuges entfällt. Es muss nur ein Teil der Arbeitsplattform demontiert werden.
Ein anderer Teil der Aufzugsplattform, also das Grundgerüst, wird für die Aufzugskabine
der fertigen Aufzugsanlage weiterverwendet. Ein solches Grundgerüst umfasst typischerweise
eine Rahmenkonstruktion, die dazu geeignet ist, endgültige oder provisorische Führungselemente
zum Führen am Schienensystem aufzunehmen und in für ein Verfahren der Aufzugsplattform
geeigneten Position zu halten. Weiter kann das Grundgerüst eine Bodenplatte der Aufzugskabine
oder Umlenkrollen für die Tragmittel der fertigen Aufzugsanlage umfassen.
[0003] In der Anmeldung
WO 2010/061265 ein solches Installationsverfahren gezeigt. Auch die
US 2019/0055107 A1 zeigt die Benutzung einer Überwachungseinheit während der Installation des Aufzuges,
wobei die Überwachungseinheit im fertigen Aufzug weiterverwendet wird.
US 2019/0 055 107 A1 offenbart den Oberbegriff von Anspruch 1.
[0004] Das Grundgerüst der Aufzugskabine verfügt oft bereits über Fangvorrichtungen, insbesondere
handelt es sich oft um elektronisch angesteuert elektronische Fangvorrichtungen. Es
ist vorteilhaft die elektronischen Fangvorrichtungen bereits im Werk am Grundgerüst
anzubringen, da eine Montage im Werk einfacher vornehmbar ist als auf der Baustelle.
Die elektronischen Fangvorrichtungen sind aber erst einsatzbar, wenn die Aufzugsanlage
fertiggestellt ist. Zur Ansteuerung benötigen die elektronischen Fangvorrichtungen
eine Steuerelektronik. Die Steuerelektronik ist eng mit der Steuerung des Antriebes
und Sensorsystemen des Aufzugssystems verbunden. Während der Installation, also insbesondere
während dem Erstellen des Schienensystems, sind die Steuerung des Antriebes und die
Sensorsysteme des Aufzugssystems weder eingebaut noch einsatzbereit.
[0005] Das Grundgerüst der Aufzugskabine und die darauf errichtete Arbeitsplattform dienen
unter anderem auch dem Transport von Personen. Es kann daher eine Aufgabe darin gesehen
werden, das Grundgerüst der Kabine gegen ein Abstürzen in den Schacht zu sichern.
[0006] Gemäß einem Aspekt der Erfindung löst ein Verfahren zur Installation einer Aufzuganlage
die Aufgabe. Das Verfahren umfasst die Schritte:
- Benutzung eines zumindest teilweise montierten Fahrkörpers als verfahrbare Arbeitsbühne,
wobei der zumindest teilweise montierte Fahrkörper durch ein Zugmittel getragen wird
und der zumindest teilweise montierte Fahrkörper zumindest bereits eine elektronische
Fangvorrichtung aufweist,
- Erstellen eines Betriebszustandes der elektronischen Fangvorrichtung durch die Benutzung
einer Steuerungseinheit, die zum Steuern einer elektronischen Fangvorrichtung einer
Aufzugsanlage ausgelegt ist, umfassend einen Sicherheitssensor, eine Verarbeitungseinheit,
und einen Signalausgang,
- Verbinden des Signalausganges zu der elektronischen Fangvorrichtung,
- Erzeugen eines Steuersignals durch die Verarbeitungseinheit am Signalausgang, wobei
das Steuersignal die elektronische Fangvorrichtung steuern kann,
- Detektion eines unsicheren Betriebszustandes durch den Sicherheitssensor,
- Ansteuern des Signalausganges aufgrund einer Detektion eines unsicheren Betriebszustandes
durch die Verarbeitungseinheit, so dass die elektronische Fangvorrichtung ausgelöst
werden kann,
- Entfernen der Steuerungseinheit bei Abschluss der Installation der Aufzugsanlage.
[0007] Mit anderen Worten ist die Steuerungseinheit dazu ausgelegt, eine Fangvorrichtung
einer Aufzugsanlage zu steuern. Die Fangvorrichtung wird als elektronische Fangvorrichtung
bezeichnet, weil sie über elektronische Signale oder elektrische Ströme angesteuert
wird. Das heisst der Auslösevorgang der elektronischen Fangvorrichtung wird über ein
elektrisches oder elektronisches Signal ausgelöst. Das Auslösen führt zu einer Bremsung.
Optional kann die Fangvorrichtung auch durch elektrische oder elektronische Signale
in eine Bereitschaftsposition gespannt oder zurückgestellt werden.
[0008] Die Steuerungseinheit dient dazu, zeitlich begrenzt während der Installation der
Aufzugsanlage die Sicherheit des Fahrkörpers, vorzugsweise der Arbeitsplattform, die
auf dem Grundgerüst aufgebaut ist, zu überwachen, und die elektronische Fangvorrichtung
am Fahrkörper auslösen zu können. Zum Anschluss der elektronischen Fangvorrichtung
an die Steuerungseinheit weist die Steuerungseinheit einen Signalausgang auf. Der
Signalausgang verfügt über elektrische Kontakte, die an die zu steuernde elektronische
Fangvorrichtung angepasst sind. Nach dem Abschluss der Installation der Aufzugsanlage
wird die Steuerungseinheit entfernt. Die elektronische Fangvorrichtung wird dann zum
Beispiel durch die Aufzugssteuerung angesteuert. Das heisst die Steuerungseinheit
steuert während der Installationsphase die elektronische Fangvorrichtung, da die Aufzugssteuerung
oder eine andere bleibende Steuerung der elektronischen Fangvorrichtung während der
Installation des Aufzuges noch nicht einsatzbereit ist. Die Steuerungseinheit ist
also zur temporären Verwendung während der Installation der Aufzugsanlage, insbesondere
während der Installation des Schienensystems vorgesehen.
[0009] Der Sicherheitssensor erkennt einen unsicheren Betriebszustand. Zumindest der Absturz
des Fahrkörpers ist eine Ausprägung eines unsicheren Betriebszustandes, der erkannt
wird.
[0010] Die Verarbeitungseinheit kann dabei weitere Zustände, wie zum Beispiel den Zustand
von weiteren Schaltern berücksichtigen. Zudem kann sie die Auslösung der elektronischen
Fangvorrichtung zum Beispiel auch verzögern, so dass ein kurzfristiges Ansprechen
des Sicherheitssensors, zum Beispiel aufgrund eines Stoppvorganges bei einer Aufwärtsfahrt
des Fahrkörpers, nicht zu einer Aktivierung der elektronischen Fangvorrichtung führt.
[0011] Die Aufzugsanlage umfasst während des Aufbaus ein teilweise installiertes Schienensystem,
einen Fahrkörper, der dazu dient Personen oder Material entlang des Schienensystems
zu transportieren und eine elektronische Fangvorrichtung des Fahrkörpers. Die Aufzugsanlage
umfasst eine Steuerungseinheit.
[0012] Mit anderen Worten verfügt die Aufzugsanlage über ein nicht vollständiges Schienensystem,
da sich die Aufzugsanlage erst in der Phase der Installation befindet. Insbesondere
ist die Aufzugsanlage also noch nicht fertiggestellt. Sie dient dem Transport von
Monteuren, die an der Installation oder Fertigstellung der Aufzugsanlage mitarbeiten,
und dem Material, das zur Installation oder Fertigstellung der Aufzugsanlage dient.
Der Fahrkörper umfasst dabei Komponenten, die nach Fertigstellung der Aufzugsanlage
in der Aufzugsanlage verbleiben.
[0013] Vorzugsweise, umfasst der Fahrkörper ein Grundgerüst, das nach Abschluss der Installation
der Aufzugsanlage als Teil einer verbleibenden Kabine oder eines verbleibenden Gegengewichtes
weiterhin benutzt ist. Dies hat den Vorteil, dass der Wechsel von der Arbeitsplattform
zum Fahrkörper der fertigen Aufzugsanlage, also im Wesentlichen nach der Installation
der Schienen, dadurch viel schneller, einfacher und günstiger erfolgen kann, da der
Aufwand zur kompletten Demontage der Arbeitsplattform entfällt. Es muss nur ein Teil
der Arbeitsplattform demontiert werden. Die verbleibenden Teile der Arbeitsplattform,
also das Grundgerüst, wird als Teil der Aufzugskabine der fertigen Aufzugsanlage weiterverwendet.
Ein solches Grundgerüst umfasst typischerweise eine Rahmenkonstruktion, die dazu geeignet
ist, endgültige oder provisorische Führungselemente zum Führen am Schienensystem aufzunehmen
und in für ein Verfahren der Aufzugsplattform geeigneten Position zu halten. Weiter
kann das Grundgerüst eine Bodenplatte der Aufzugskabine oder zumindest eine Bodentragekonstruktion,
die zur Aufnahme einer Bodenplatte der Aufzugskabine ausgebildet ist, umfassen. Das
Grundgerüst kann dabei als Fangrahmen mit einem oberen und einem optionalen unteren
Joch ausgebildet sein, und zwei Schilde aufweisen, die vorzugsweise durch zumindest
eines der beiden Joche verbunden sind. Dabei sind an diesem Fangrahmen ein Führungsschuh,
vorzugsweise vier Führungsschuhe, angebracht. Die elektronischen Fangvorrichtungen
sind vorzugsweise am unteren Joch angebracht. Insbesondere ist also die elektronische
Fangvorrichtung am Grundgerüst befestigt. Die elektronische Fangvorrichtung ist nach
Abschluss der Installation weiterhin benutzt. Während der Installation der Aufzugsanlage
ist auf dem Grundgerüst eine Arbeitsplattform aufgebaut, die es einem Monteur erlaubt,
eine Stelle im zu erstellenden Aufzugssystem zu erreichen und dort Arbeiten wie beispielsweise
das Befestigen von Schienenelementen auszuführen. Die Arbeitsplattform besteht dabei
vorzugsweise aus Platten, typischerweise aus Holz, die auf die Bodenplatte der Aufzugskabine
oder zumindest eine Bodentragekonstruktion, die zur Aufnahme einer Bodenplatte der
Aufzugskabine ausgebildet ist, aufgelegt und befestigt sind.
[0014] Der Fahrkörper ist beim Verfahren vorzugsweise teilweise montiert. Komponenten des
Fahrkörpers, wie zum Beispiel ein Fangrahmen und eine Bodenkonstruktion bilden ein
Grundgerüst des Fahrkörpers aus. Dies weist den Vorteil auf, dass das Grundgerüst
des Fahrkörpers, schon als Teil der Arbeitsbühne verwendet werden kann. Der Fahrkörper
weist bereits zumindest eine elektronische Fangvorrichtung auf, die später im fertiggestellten
Aufzug weiterverwendet wird. Mit anderen Worten ist also die Arbeitsbühne auf Komponenten
aufgebaut die später auch Teil des Fahrkörpers der fertiggestellten Aufzugsanlage
sind. Insbesondere weist der teilweise montierte Fahrkörper eine elektronische Fangvorrichtung
auf. Diese elektronische Fangvorrichtung wird sowohl während der Installation der
Aufzuganlage als auch nach Abschluss der Installation in der Aufzugsanalage als elektronische
Fangvorrichtung verwendet.
[0015] Durch den Schritt des Entfernens der Steuerungseinheit bei Abschluss der Installation
der Aufzugsanlage kann die Steuerungseinheit für weitere Installationen von anderen
Aufzügen verwendet werden. Bei der fertiggestellten Aufzugsanlage wird die Steuerung
der elektronischen Fangvorrichtungen durch eine Kontrolleinrichtung der Aufzugsanlage
gewährleistet.
[0016] Mögliche Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem
und ohne die Erfindung einzuschränken als auf nachfolgend beschriebenen Ideen und
Erkenntnissen beruhend angesehen werden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
der Detektion eines unsicheren Betriebszustandes durch den Sicherheitssensor, der
einen Schlaffseilkontakt umfasst, der anhand des Unterschreitens eines unteren Grenzwertes
für eine Zugkraft am Zugmittel die elektronische Fangvorrichtung aktiviert.
[0018] Der Schlaffseilkontakt erkennt den Verlust der Zugspannung an einem Zugmittel. Der
Verlust der Zugspannung an einem Zugmittel ist ein Indikator dafür, dass der Fahrkörper
nicht mehr durch das Zugmittel gehalten wird, und daher im Abstürzen begriffen ist.
Dabei kann der Absturz zum Beispiel durch einen Bruch des Zugmittels, oder durch einen
Bruch der Aufhängung des Zugmittels am Gebäude oder am Fahrkörper verursacht sein.
[0019] Der Schlaffseilkontakt überwacht also eine Zugkraft, und der Schlaffseilkontakt detektiert,
dass die Zugkraft einen unteren Grenzwert für die Zugkraft unterschreitet. Ein solches
Unterschreiten des unteren Grenzwertes kann ein Indiz für das Abstürzen der Kabine
und somit einen unsicheren Betriebszustand sein.
[0020] Der Schlaffseilkontakt ist vorzugsweise mittels eines elektrischen Sicherheitssensorkabels
mit der Verarbeitungseinheit verbunden. Die Verarbeitungseinheit verarbeitet den Zustand
des Schlaffseilkontaktes und löst gegebenenfalls die elektronische Fangvorrichtung
aus.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
der Versorgung der Steuerungseinheit ausschliesslich über eine mobile Energiequelle,
insbesondere handelt es sich bei der mobilen Energiequelle um eine Batterie.
[0022] Die mobile Energiequelle ist vorzugsweise zusammen mit der Verarbeitungseinheit in
einem gemeinsamen Gehäuse, respektive in einem Gehäuse der Verarbeitungseinheit untergebracht.
Alternativ kann die mobile Energiequelle auch ein eigenes Gehäuse aufweisen. Die mobile
Energiequelle ist vorzugsweise so ausgelegt, dass sie genügend Energie speichern kann,
um die Steuerungseinheit einen Arbeitstag oder eine Arbeitsschicht lange zu betreiben.
Vorzugsweise ist die Energiequelle zudem austauschbar, so dass eine entladene Energiequelle
schnell durch eine geladene ersetzt werden kann.
[0023] Gemäß einer alternative Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
die Steuerungseinheit über einen Stromanschluss mit Energie zu versorgen. Ein solcher
Anschluss, also zum Beispiel eine Steckdose mit 240 V Wechselstrom, ist zum Beispiel
zum Betrieb der Werkzeuge, wie zum Beispiel einer Bohrmaschine, auf der Arbeitsbühne
vorhanden. Bei Stromausfall an diesem Stromanschluss, erstellt die Steuerungseinheit
in jedem Fall an der elektronischen Fangvorrichtung einen sicheren Betriebszustand.
Dabei führt das am Signalausgang der Steuereinheit anliegende Signal dazu, dass die
elektronische Fangvorrichtung ihre Bremswirkung an der Bremsschiene aufbringt. Dadurch
kann die Arbeitsplattform nicht mehr abstürzen.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des Bewirkens einer Auslösung der elektronischen Fangvorrichtung durch eine Betätigung
eines Notschalters, über den die Steuerungseinheit verfügt
[0025] Der Notschalter kann mittels der Verarbeitungseinheit die elektronische Fangvorrichtung
aktivieren. Der Notschalter ist vorzugsweise als rastender Schalter ausgestaltet.
Dies ist vorteilhaft, da der Monteur, insbesondere bei Bedarf, jederzeit den Schalter
betätigen kann. Dadurch wird die elektronische Fangvorrichtung aktiviert. Das heisst
die Fangvorrichtung hält den Fahrkörper fest am Schienensystem oder wird zumindest
in einen Zustand gebracht, in dem eine Bewegung relativ zum Schienensystem die Fangvorrichtung
blockieren lässt, und somit den Fahrkörper am Schienensystem festgehalten wird.
[0026] Der Vorteil des Notschalters liegt darin, dass der Notschalter dem Monteur erlaubt
die elektronischen Fangvorrichtungen aktiv zu schalten. Dadurch kann der Fahrkörper
auf dem Schienensystem abgesetzt werden, was eine höhere Stabilität der Arbeitsplattform
ergibt, als dies der Fall ist, solange die Arbeitsplattform nur am Zugmittelt hängt.
Der Notschalter kann aber auch betätigt werden, falls die Arbeitsplattform in einen
unsicheren Betriebszustand gerät, bei dem das Zugmittel so weit gespannt bleibt, dass
der Schlaffseilkontakt nicht auslöst.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des Bewirkens eines Spannens der elektronischen Fangvorrichtung durch das Steuersignal,
so dass die elektronische Fangvorrichtung ausgelöst werden kann, wobei die Auslösung
insbesondere durch ein Abschalten eines Stromflusses ausgelöst wird.
[0028] Elektronische Fangvorrichtungen können über Aktuatoren verfügen, die ein Spannen
der elektronischen Fangvorrichtung bewirken oder zumindest ermöglichen. Das Steuersignal
löst also die elektronische Fangvorrichtung nicht nur aus, sondern ist auch in der
Lage durch entsprechende Signale ein Spannen der Fangvorrichtung zu bewirken. Vorteilhafterweise
führt ein Unterbrechen des Steuersignals, also ein unbeabsichtigtes Abschalten des
Stromflusses, zu einem sicheren Zustand. Die Bremse wird in diesem Zustand aktiviert.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des Transportierens der Steuerungseinheit mittels eines Haltegriffes, an dem die Steuerungseinheit
getragen werden kann.
[0030] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des Aufwickelns eines Kabels der Steuerungseinheit auf eine Aufwickelhilfe, wobei
das Kabel insbesondere als ein Stromkabel zur Stromversorgung der Steuereinheit, ein
Sicherheitssensorkabel zum Verbinden zum Sicherheitssensor oder ein Signalkabel das
zur elektronischen Fangvorrichtung verbindbar ist, ausgestaltet ist.
[0031] Der Haltegriff und die Aufwickelhilfe dienen der einfachen Transportierbarkeit der
Steuereinheit. Es ist vorteilhaft für die Steuerungseinheit, dass diese einfach transportierbar
ist. Die Steuerungseinheit wird mehrmals in unterschiedlichen Aufzugsanlagen während
der Installation verwendet. Dabei trägt ein Monteur die Steuerungseinheit jeweils
von einem Transportfahrzeug zur zu installierenden Aufzugsanlage und nach der Installation
auch wieder zurück.
[0032] Ein Haltegriff ist dabei vorzugswiese ergonomisch geformt, so dass das Gewicht der
Steuerungseinheit durch den Monteur getragen werden kann.
[0033] Die Aufwickelhilfe umfasst vorzugsweise einen, typischerweise mehrere, Haken, um
die die Kabel geschlungen werden können. Dabei kann für jedes der Kabel eine eigene
Aufwickelhilfe vorgesehen sein, oder nur eine Aufwickelhilfe, um die alle Kabel der
Steuerungseinheit geschlungen werden.
[0034] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des temporären Befestigens der Steuerungseinheit auf einem Fahrkörper einer Aufzugsanlage
mittels eines Schnellbefestigungssystems, wobei das Schnellbefestigungssystem insbesondere
als Haken oder Zwinge ausgeführt ist.
[0035] Die Steuerungseinheit oder zumindest ein Teil davon wird am Fahrkörper befestigt.
Das heisst die Steuerungseinheit kann beispielsweise an einem Geländer der Arbeitsplattform,
am Boden der Arbeitsplattform oder auch am Grundgerüst des Fahrkörpers befestigt werden.
[0036] Die Steuerungseinheit ist auf der Arbeitsplattform sicher befestigbar. Die Befestigung
erfolgt über ein Schnellbefestigungssystem. Mittels eines Hakens kann die Steuerungseinheit
am Fahrkörper angebracht werden. Dabei wird die Steuerungseinheit durch ihr Gewicht
am Geländer gehalten. Alternativ kann der Haken auch elastisch federnd, mit einer
Aufnahmeöffnung, die kleiner als die Stärke des Geländers ausgeführt ist, angebracht
werden. Dadurch wird über eine Klemmkraft die Steuerungseinheit besser gehalten.
[0037] Alternativ kann eine Klemmkraft auch durch eine Zwinge erzeugt werden. Die Zwinge
verfügt typischerweise über ein Gewinde. Durch Drehen an dem Gewinde kann zwischen
zwei Klemmflächen eine Klemmkraft erzeugt werden, die dann die Steuerungseinheit an
dem Fahrkörper befestigt.
[0038] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Aufzugsanlage während ihrer Installation
ein Zugmittel, das dem Verfahren des Fahrkörpers dient, und der Schlaffseilkontakt
ist so an der Verbindung zwischen dem Zugmittel und dem Fahrkörper angebracht, dass
ein Verlust der Zugkraft am Zugmittel, insbesondere ein Bruch des Zugmittels, detektiert
werden kann.
[0039] Die Verbindung zwischen dem Zugmittel und dem Fahrkörper kann direkt, oder indirekt
über weitere Komponenten, wie zum Beispiel eine Rolle erfolgen. Typischerweise unterscheidet
sich das in der Phase der Installation verwendete Zugmittel von einem Tragmittel wie
es nach Vollendung der Installation zum Bewegen der Kabine eingesetzt ist.
[0040] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Zugmittel durch eine Winde bewegbar,
wobei die Winde elektrisch betrieben und vom Fahrkörper aus steuerbar ist, und/oder
die Winde temporär ausschliesslich vor einer Vollendung der Aufzugsanlage Teil der
Aufzugsanlage ist.
[0041] Vorzugsweise ist die Winde mit dem Fahrkörper verbunden. Der Schlaffseilkontakt kann
zwischen der Winde und dem Fahrkörper angebracht sein. Eine solche Anordnung zeigt
den Vorteil, dass der Antrieb sich beim Fahrkörper befindet. Dadurch können Stromzuleitungen
und Steuerkabel für die Winde kurz gehalten werden. Zudem kann die Winde zu Beginn
der Phase der Installation unten auf dem Fahrkörper in der Grube befestigt werden.
Das Zugmittel ist zur Schachtdecke, oder einer anderen Haltekonstruktion im Bereich
des oberen Schachtendes geführt. Dort kann das Zugmittel befestigt sein, oder über
eine Rolle wieder zum Fahrkörper zurück verbunden sein, wodurch ein Flaschenzug entsteht.
[0042] Alternativ kann die Winde auch in Bereich eines oberen Schachtendes befestigt sein.
Dies hat den Vorteil, dass auf der Arbeitsplattform mehr Raum verbleibt, der dem Monteur
zur Verfügung steht. In diesem Fall ist der Schlaffseilkontakt vorzugsweise zwischen
dem Zugmittel und dem Fahrkörper angebracht. Das Zugmittel kann von der Winde zum
Fahrkörper verlaufen, oder beim Fahrkörper um eine Rolle laufen und wieder zur Winde
oder einem anderen Punkt am oberen Schachtende geführt sein.
[0043] Die Winde kann insbesondere als Trommelwinde, Bobine oder als Spillwinde ausgeführt
sein.
[0044] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren zur Installation einer
Aufzuganlage der Erfindung weiter den Schritt, des Montierens eines untersten Schienenteilstückes
und des Einsetzens des Fahrkörpers in das Schienenteilstück.
[0045] Mit anderen Worten wird also zunächst ein unterstes Schienenteilstück montiert. Das
Schienenteilstück besteht typischerweise aus zwei Schienensträngen. Zwischen diesen
beiden Schienensträngen wird nun ein Fahrkörper montiert. Der Fahrkörper umfasst dabei
vorzugsweise das Grundgerüst einer später im vollendeten Aufzugsystem verwendete Aufzugskabine.
Auf diesem Grundgerüst wird vorzugsweise eine Arbeitsplattform aufgebaut.
[0046] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des Befestigens einer Verarbeitungseinheit am Fahrkörper mittels eines Schnellbefestigungssystems.
[0047] Mit anderen Worten wird also am Fahrkörper, insbesondere an der Arbeitsplattform
eine Verarbeitungseinheit, die ein Teil der Steuereinheit ist, befestigt. Dazu wird
ein Schnellbefestigungssystem verwendet, das vorzugsweise Teil der Steuereinheit ist.
Das Schnellbefestigungssystem kann alternativ auch an der Arbeitsplattform vormontiert
sein. Als Schnellbefestigungssystem eignen sich vorzugsweise Zwingen oder Haken.
[0048] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des Herstellens einer elektrischen Verbindung zur elektronischen Fangvorrichtung des
Fahrkörpers.
[0049] Dazu kann die Steuereinheit über Stecker verfügen, die an die zu steuernde elektronische
Fangvorrichtung angepasst sind. Zudem kann die Steuerungseinheit über die benötigten
Protokolle verfügen, um die elektronischen Fangvorrichtungen zu steuern.
[0050] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter den Schritt
des Hebens des Fahrkörpers entlang des Schienenteilstückes mittels einer Winde.
[0051] Die Winde kann dabei das Zugmittel aufwickeln oder abwickeln. Dadurch wird bewirkt,
dass sich der Fahrkörper entlang der bereits montierten Schienenteilstücke bewegen
kann. Dadurch kann der Monteur insbesondere eine Stelle im Schacht erreichen, von
welcher aus er das nächste Schienenteilstück befestigen kann.
[0052] Die Lokalisierung der einzelnen Funktionen kann alternativ ausgestaltet sein. Insbesondere
kann die Verarbeitungseinheit auch in den Sicherheitssensor integriert sein. Insbesondere
kann auch die Verarbeitungseinheit und der Sicherheitssensor in einen Windensupport
integriert sein.
[0053] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen,
in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen
sind. Die Zeichnungen sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu.
[0054] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Steuerungseinheit,
- Fig. 2
- einen Schlaffseilkontakt,
- Fig. 3
- eine Aufzugsanlage in ihrer Installationsphase mit einer Steuerungseinheit, und
- Fig. 4
- eine Arbeitsplattform mit einer Steuerungseinheit
[0055] Fig. 1 zeigt eine Steuerungseinheit 1. Die Steuerungseinheit 1 ist so ausgelegt,
dass sie leicht transportiert und schnell installiert werden kann. Sie verfügt über
einen Haltegriff 17, der es dem Monteur erlaubt die Steuerungseinheit 1 einfach zu
transportieren. Während des Transportes und während der Lagerung zwischen den Einsätzen
der Steuerungseinheit 1 können die Kabel der beiden Signalausgänge 13 und das Sicherheitssensorkabel
14, das zum Sicherheitssensor 11 verläuft, an einer Aufwickelhilfe 18 aufgewickelt
werden. Die Aufwickelhilfe 18 umfasst zwei halbkreisförmige Elemente, die dazu geeignet
sind, die Kabel aufzuwickeln.
[0056] Der Sicherheitssensor 11 ist als Schlaffseilkontakt 20 ausgeführt. Er umfasst zwei
Haken 22. Einer der beiden Haken 22 wird am Fahrkörper eingehängt, der zweite der
beiden Haken 22 wird zum Zugmittel oder der Winde verbunden.
[0057] Um die Steuerungseinheit 1 befestigen zu können, verfügt sie über ein Schnellbefestigungssystem
19. Dieses kann an einem Geländer eines Fahrkörpers eingehängt werden. Das Schnellbefestigungssystem
ist leicht federnd ausgestaltet, so dass es in eingehängtem Zustand das Geländer des
Fahrkörpers klemmt, und dadurch festgehalten wird.
[0058] Die Energieversorgung kann über eine externe Stromversorgung über zum Beispiel 240V
Wechselstrom erfolgen (nicht dargestellt). Alternativ oder zusätzlich verfügt die
Steuerungseinheit 1 über eine mobile Energiequelle 15. Diese kann als Batterie oder
Akkumulator ausgeführt sein und kann in die Verarbeitungseinheit integriert sein.
Die Steuerungseinheit 15 ist so ausgestaltet, dass ein Ausfall der Stromversorgung
zu einem sicheren Zustand der Fangvorrichtungen und damit der Aufzugsanlage führt.
Die elektronische Fangvorrichtung ist dabei so ausgelegt, dass ein Auslösen der elektronischen
Fangvorrichtung durch eine Spannung und/oder einen Strom von der Steuerungseinheit
verhindert wird. Wird diese Spannung oder dieser Strom unterbrochen, so löst die elektronische
Fangvorrichtung aus. Die Steuereinheit ist also so ausgelegt, dass sie bei einem Ausfall
der Stromversorgung auch das Signal am Signalausgang abfallen lässt.
[0059] Der Notschalter 16 ist direkt an der Verarbeitungseinheit 12 angebracht. Dies ist
eine alternative Ausgestaltung zu der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform. Der Notschalter
16 dient dazu, dass der Monteur auf dem Fahrkörper die elektronischen Fangvorrichtungen
aktivieren kann. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, falls der Monteur den Fahrkörper
auf den Fangvorrichtungen absetzten möchte, um die Winde für eine andere Aufgabe als
das Halten des Fahrkörpers zu verwenden.
[0060] Fig. 2 zeigt einen Schlaffseilkontakt 20 als Ausgestaltung eines Sicherheitssensors
11. Durch eine Zugkraft werden die beiden Haken 22 auseinandergezogen. Die Feder 21
wird dabei komprimiert. Der Sicherheitsschalter 23 schliesst dabei einen Stromkreis.
Dieser Stromkreis verläuft über die Sicherheitssensorkabel 14 zur Verarbeitungseinheit.
[0061] Sobald die Zugkraft unter ein kritisches Niveau sinkt, expandiert die Feder 21 und
der Sicherheitsschalter 23 öffnet den Stromkreis.
[0062] Fig. 3 zeigt eine Aufzugsanlage 45. In einem Aufzugsschacht 43 wurde mit der Installation
begonnen. Vier Schienenelemente 41 des Schienensystems 40 sind bereits mittels Halteklammern
42 befestigt. Der Fahrkörper 30 verfügt über ein Grundgerüst, mit vier Führungsschuhen
33 und zwei elektronischen Fangvorrichtungen 31. Dadurch ist gewährleistet, dass der
Fahrkörper 30 entlang der bereits erstellten Schienen verschoben und auch sicher gebremst
werden kann. Die Verschiebung des Fahrkörpers 30 erfolgt mittels einer Winde 51. Das
Zugmittel 50 der Winde ist an einem Haltepunkt 44 in einem oberen Bereich des Aufzugsschachtes
43 befestigt. Die Winde 51 ist mittels des Sicherheitssensors 11 mit dem Fahrkörper
verbunden. Das Sicherheitsensorkabel 14 verbindet den Sicherheitssensor 11 mit der
Verarbeitungseinheit 12. Die Verarbeitungseinheit 12 steuert die beiden elektronischen
Fangvorrichtungen 31 über die beiden Signalausgänge 13.
[0063] Der Fahrkörper wird dazu verwendet, um weitere Schienenelemente 41 und den Monteur
im Aufzugsschacht 43 nach oben zu transportieren, um dort zunächst die weiteren Halteklammern
42 zu befestigen, und dann das Schienensystem 40 sukzessive zu verlängern. Mittels
des Notschalters 16 können die elektronischen Fangvorrichtungen 31 jederzeit aktiviert
werden. Dies kann zum Beispiel ein sofortiges Beenden der Fahrt bewirken und dadurch
eine potentiell gefährliche Situation abwenden. Es kann aber auch einfach geschehen,
um den Fahrkörper 30 auf den elektronischen Fangvorrichtungen 31 abzustellen, und
dadurch ein Bequemeres Arbeiten zu ermöglichen. Es besteht dann auch die Möglichkeit,
die Winde 51 zum Heben von zum Beispiel Schienenelementen 41 einzusetzen.
[0064] Die Steuerungseinheit 1 verbleibt temporär in der Aufzugsanlage 45. Daher ist es
Vorteilhaft, dass die Steuerungseinheit 1 dank des Haltegriffes 17 leicht zu transportieren
ist.
[0065] Die Fig. 4 zeigt eine Ansicht der Arbeitsplattform 32, die über eine Steuerungseinheit
1 verfügt, wie in der Fig. 1 gezeigt. Mit dem Schnellbefestigungssystem 19 ist die
Verarbeitungseinheit 12 der Steuerungseinheit 1 an einem Geländer 38 befestigt. Das
Geländer 38 ist nur während der Installationsphase Teil des Fahrkörpers 30. Der Haltegriff
17, der Notschalter 16, die mobile Energiequelle 15 und die Aufwickelhilfe 18 sind
analog zu der Ausführung in Fig. 1. Im Gegensatz zu Fig. 3 in der die elektronischen
Fangvorrichtungen 31 zwischen den beiden Führungsschuhen 33 angebracht sind, sind
in der Fig. 4 die elektronischen Fangvorrichtungen 31 unter den beiden Führungsschuhen
33 angebracht. Die beiden Führungsschuhe 33 sind am Schild 36 des Fangrahmens 35 befestigt.
Am oberen Joch 37, das ebenfalls Teil des Fangrahmens ist, ist der Sicherheitssensor
11 angebracht. Der Sicherheitssensor 11 ist über das Sicherheitssensorkabel 14 mit
der Verarbeitungseinheit 12 verbunden. Der Sicherheitssensor 11 ist als Schlaffseilkontakt
20 ausgestaltet. Die elektronischen Fangvorrichtungen 31 sind über die Signalausgänge
13 elektrisch mit der Verarbeitungseinheit 12 verbunden. Dabei verläuft ein Signalausgang
13 unter dem Fahrkörper 30 zur elektronischen Fangvorrichtung 31 auf der anderen Seite
des Fahrkörpers 30.
[0066] Nach Abschluss der Installationsarbeiten wird die Steuerungseinheit 1 und das Geländer
38 demontiert, und durch endgültige Kabinenwände ersetzt. Auf der Bodenfläche wird
dann der endgültige Kabinenboden aufgebracht und Seitenwände eingebaut. Die Grundkonstruktion
des Bodens mit den elektronischen Fangvorrichtungen 31 zusammen mit dem Fangrahmen
35 und mit den Führungsschuhen 33 werden dabei weiterverwendet. Sie müssen also nicht
demontiert und abtransportiert werden.
[0067] Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend",
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Verfahren zur Installation einer Aufzuganlage (45) umfassend die Schritte:
- Benutzung eines zumindest teilweise montierten Fahrkörpers (30) als verfahrbare
Arbeitsbühne, wobei der zumindest teilweise montierte Fahrkörper (30) durch ein Zugmittel
(50) getragen wird und der zumindest teilweise montierte Fahrkörper (30) zumindest
bereits eine elektronische Fangvorrichtung (31) aufweist,
- Erstellen eines Betriebszustandes der elektronischen Fangvorrichtung (31) durch
die Benutzung einer Steuerungseinheit (1), die zum Steuern einer elektronischen Fangvorrichtung
(31) einer Aufzugsanlage (45) ausgelegt ist, umfassend einen Sicherheitssensor (11),
eine Verarbeitungseinheit (12), und einen Signalausgang (13),
• Verbinden des Signalausganges (13) zu der elektronischen Fangvorrichtung (31),
• Erzeugen eines Steuersignals durch die Verarbeitungseinheit (12) am Signalausgang
(13), wobei das Steuersignal die elektronische Fangvorrichtung (31) steuern kann,
• Detektion eines unsicheren Betriebszustandes durch den Sicherheitssensor (11),
• Ansteuern des Signalausganges (13) aufgrund einer Detektion eines unsicheren Betriebszustandes
durch die Verarbeitungseinheit (12), so dass die elektronische Fangvorrichtung (31)
ausgelöst werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt aufweist:
- Entfernen der Steuerungseinheit (1) bei Abschluss der Installation der Aufzugsanlage
(45).
2. Verfahren gemäss Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt umfasst:
- Detektion eines unsicheren Betriebszustandes durch den Sicherheitssensor (11), der
einen Schlaffseilkontakt (20) umfasst, der anhand des Unterschreitens eines unteren
Grenzwertes für eine Zugkraft am Zugmittel (50) die elektronische Fangvorrichtung
(31) aktiviert.
3. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt umfasst:
- Versorgung der Steuerungseinheit (1) ausschliesslich über eine mobile Energiequelle
(15), insbesondere handelt es sich bei der mobilen Energiequelle (15) um eine Batterie.
4. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt umfasst:
- Bewirken einer Auslösung der elektronischen Fangvorrichtung (31) durch eine Betätigung
eines Notschalters, über den die Steuerungseinheit (1) verfügt.
5. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt umfasst:
- Bewirken eines Spannens der elektronischen Fangvorrichtung (31) durch das Steuersignal,
so dass die elektronische Fangvorrichtung (31) ausgelöst werden kann, wobei die Auslösung
insbesondere durch ein Abschalten eines Stromflusses ausgelöst wird.
6. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt umfasst:
- Transportieren der Steuerungseinheit (1) mittels eines Haltegriffes (17), an dem
die Steuerungseinheit getragen werden kann.
7. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt umfasst:
- Aufwickeln eines Kabels der Steuerungseinheit (1) auf eine Aufwickelhilfe (18),
wobei das Kabel insbesondere als ein Stromkabel zur Stromversorgung der Steuereinheit,
ein Sicherheitssensorkabel (14) zum Verbinden zum Sicherheitssensor (11) oder ein
Signalkabel das zur elektronischen Fangvorrichtung (31) verbindbar ist, ausgestaltet
ist.
8. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den weiteren Schritt umfasst:
- Temporäres Befestigen der Steuerungseinheit (1) auf einem Fahrkörper (30) einer
Aufzugsanlage (45) mittels eines Schnellbefestigungssystems (19), wobei das Schnellbefestigungssystem
(19) insbesondere als Haken oder Zwinge ausgeführt ist.
9. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8 umfassend die weiteren Schritte:
- Montieren eines untersten Schienenteilstückes,
- Einsetzen des Fahrkörpers (30) in das Schienenteilstück.
10. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9 weiter umfassend den Schritt:
- Heben des Fahrkörpers (30) entlang des Schienenteilstückes mittels einer Winde (51).
11. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10 weiter umfassend den Schritt:
- Befestigen der Verarbeitungseinheit (12) am Fahrkörper (30) mittels eines Schnellbefestigungssystems
(19).
12. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 11 weiter umfassend den Schritt:
- Herstellen einer elektrischen Verbindung zur elektronischen Fangvorrichtung (31)
des Fahrkörpers (30).
1. Method for installing an elevator system (45), comprising the steps of:
- using an at least partially mounted traveling body (30) as a movable working platform,
wherein the at least partially mounted traveling body (30) is supported by a traction
means (50), and the at least partially mounted traveling body (30) already has at
least one electronic safety brake (31),
- creating an operating state of the electronic safety brake (31) by using a control
unit (1) which is designed to control an electronic safety brake (31) of an elevator
system (45), comprising a safety sensor (11), a processing unit (12), and a signal
output (13),
• connecting the signal output (13) to the electronic safety brake (31),
• generating a control signal by means of the processing unit (12) at the signal output
(13), wherein the control signal is able to control the electronic safety brake (31),
• detecting an unsafe operating state by means of the safety sensor (11),
• controlling the signal output (13), on the basis of detection of an unsafe operating
state, by means of the processing unit (12) so that the electronic safety brake (31)
can be triggered,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- removing the control unit (1) when the installation of the elevator system (45)
is complete.
2. Method according to claim 1,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- detecting an unsafe operating state by means of the safety sensor (11), which comprises
a slack-cable contact (20) which activates the electronic safety brake (31) when a
tensile force on the traction means (50) falls below a lower limit value.
3. Method according to either claim 1 or 2,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- supplying the control unit (1) exclusively via a mobile energy source (15), in particular
the mobile energy source (15) is a battery.
4. Method according to any of claims 1 to 3,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- causing the electronic safety brake (31) to be triggered by actuating an emergency
switch provided by the control unit (1).
5. Method according to any of claims 1 to 4,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- bringing about tensioning of the electronic safety brake (31) by the control signal
so that the electronic safety brake (31) can be triggered, wherein the triggering
is triggered in particular by switching off a flow of current.
6. Method according to any of claims 1 to 5,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- transporting the control unit (1) by means of a handle (17) by which the control
unit can be carried.
7. Method according to any of claims 1 to 6,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- winding a cable of the control unit (1) onto a winding aid (18), wherein the cable
is configured in particular as a power cable for supplying power to the control unit,
a safety sensor cable (14) for connecting to the safety sensor (11), or a signal cable
which can be connected to the electronic safety brake (31).
8. Method according to any of claims 1 to 7,
characterized in that the method comprises the additional step of:
- temporarily fastening the control unit (1) to a traveling body (30) of an elevator
system (45) by means of a quick-fastening system (19), wherein the quick-fastening
system (19) is designed in particular as a hook or clamp.
9. Method according to any of claims 1 to 8, comprising the additional steps of:
- mounting a lowermost rail section,
- inserting the traveling body (30) into the rail section.
10. Method according to any of claims 1 to 9, additionally comprising the step of:
- lifting the traveling body (30) along the rail section by means of a winch (51).
11. Method according to any of claims 1 to 10, additionally comprising the step of:
- fastening the processing unit (12) to the traveling body (30) by means of a quick-fastening
system (19).
12. Method according to any of claims 1 to 11, additionally comprising the step of:
- establishing an electrical connection to the electronic safety brake (31) of the
traveling body (30).
1. Procédé pour la mise en place d'un système d'ascenseur (45) comprenant les étapes
consistant à :
- utiliser un corps de roulement (30) au moins partiellement monté comme plateforme
de travail mobile, dans lequel le corps de roulement (30) au moins partiellement monté
est porté par un moyen de traction (50) et le corps de roulement (30) au moins partiellement
monté présente au moins déjà un dispositif d'arrêt électronique (31),
- créer un état de fonctionnement du dispositif d'arrêt électronique (31) par l'utilisation
d'une unité de commande (1), laquelle est configurée pour commander un dispositif
d'arrêt électronique (31) d'un système d'ascenseur (45), comprenant un capteur de
sécurité (11), une unité de traitement (12), et une sortie de signal (13),
• connecter la sortie de signal (13) au dispositif d'arrêt électronique (31),
• générer un signal de commande par l'unité de traitement (12) à la sortie de signal
(13), dans lequel le signal de commande peut commander le dispositif d'arrêt électronique
(31),
• détecter un état de fonctionnement non sûr par le capteur de sécurité (11),
• commander la sortie de signal (13) sur la base d'une détection d'un état de fonctionnement
non sûr par l'unité de traitement (12), de sorte que le dispositif d'arrêt électronique
(31) peut être déclenché,
caractérisé en ce que le procédé présente l'étape supplémentaire consistant à :
- retirer l'unité de commande (1) à la fin de la mise en place du système d'ascenseur
(45).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le procédé comprend l'étape supplémentaire consistant à :
- détecter un état de fonctionnement non sûr par le capteur de sécurité (11) qui comprend
un contact de câble détendu (20) qui active le dispositif d'arrêt électronique (31)
sur la base du fait qu'une valeur limite inférieure pour une force de traction sur
le moyen de traction (50) n'est pas atteinte.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que le procédé comprend l'étape supplémentaire consistant à :
- alimenter l'unité de commande (1) exclusivement par l'intermédiaire d'une source
d'énergie mobile (15), en particulier la source d'énergie mobile (15) est une batterie.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le procédé comprend l'étape supplémentaire consistant à :
- provoquer un déclenchement du dispositif d'arrêt électronique (31) par un actionnement
d'un interrupteur d'urgence dont dispose l'unité de commande (1).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le procédé comprend l'étape supplémentaire consistant à :
- provoquer une mise sous tension du dispositif d'arrêt électronique (31) par le signal
de commande, de sorte que le dispositif d'arrêt électronique (31) peut être déclenché,
dans lequel le déclenchement est en particulier déclenché par une coupure d'un flux
de courant.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le procédé comprend l'étape supplémentaire consistant à :
- transporter l'unité de commande (1) à l'aide d'une poignée de maintien (17) par
laquelle l'unité de commande peut être portée.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le procédé comprend l'étape supplémentaire consistant à :
- enrouler un câble de l'unité de commande (1) sur un auxiliaire d'enroulement (18),
dans lequel le câble est conçu en particulier sous forme de câble de courant pour
l'alimentation en courant de l'unité de commande, un câble de capteur de sécurité
(14) pour la connexion avec le capteur de sécurité (11) ou un câble de signal qui
peut être connecté au dispositif d'arrêt électronique (31).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le procédé comprend l'étape supplémentaire consistant à :
- fixer temporairement l'unité de commande (1) sur un corps de roulement (30) d'un
système d'ascenseur (45) à l'aide d'un système de fixation rapide (19), dans lequel
le système de fixation rapide (19) est réalisé en particulier sous forme de crochet
ou de bride de fixation.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, comprenant les étapes supplémentaires
consistant à :
- monter un tronçon de rail le plus bas,
- insérer le corps de roulement (30) dans le tronçon de rail.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, comprenant en outre l'étape consistant
à :
- lever le corps de roulement (30) le long du tronçon de rail à l'aide d'un treuil
(51).
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, comprenant en outre l'étape consistant
à :
- fixer l'unité de traitement (12) au corps de roulement (30) à l'aide d'un système
de fixation rapide (19).
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, comprenant en outre l'étape consistant
à :
- établir une connexion électrique avec le dispositif d'arrêt électronique (31) du
corps de roulement (30).