[0001] Die Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung zum Heben und/oder Bewegen / Transportieren
eines Objekts sowie ein Hubsystem mit mindestens zwei solcher Hubvorrichtungen.
[0002] Aus dem Dokument
US 3,022,428 A ist eine Hubvorrichtung und ein Hubsystem bekannt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Hubvorrichtung strukturell
und/oder funktionell zu verbessern. Außerdem liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein eingangs genanntes Hubsystem strukturell und/oder funktionell zu verbessern.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst mit einer Hubvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Außerdem wird die Aufgabe gelöst mit einem Hubsystem mit den Merkmalen des Anspruchs
8. Vorteilhafte Ausführungen und/oder Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Die Aufgabe lässt sich auch dadurch lösen, dass die Merkmale, beispielsweise der
Oberbegriff oder der kennzeichnende Teil, des Anspruchs 1 um mindestens eines der
nachfolgenden Merkmale ergänzt wird.
[0006] Hubvorrichtung kann zum Heben und/oder Senken eines Objekts ausgebildet sein. Zusätzlich
kann die Hubvorrichtung zum Bewegen bzw. Transportieren des Objekts, insbesondere
von einem Ort zu einem anderen Ort, ausgebildet sein. Die Hubvorrichtung ist roll-
und/oder tragbar ausgebildet. Die Hubvorrichtung kann einen Hauptkörper aufweisen.
Die Hubvorrichtung kann Rollen aufweisen. Die Rollen können am Hauptkörper angebracht
sein. Dabei können die Rollen fest oder zerstörungsfrei austauschbar am Hauptkörper
angebracht sein. Die Rollen können für einen bestimmten Untergrund ausgelegt sein,
beispielsweise in Abhängigkeit von Oberflächenbeschaffenheit und Härtegrad des Untergrunds.
Außerdem können die Rollen an die aufgrund des Objekts zu hebende Last angepasst sein.
Die Rollen können zwei oder mehr sein, z.B. drei, vier, fünf, sechs usw. Bei nur zwei
Rollen können diese koaxial oder kollinear angeordnet sein. Die Rollen können antreibbar
sein, beispielsweise mittels eines Motors oder mehrerer Motoren, der/die dafür an
der Hubvorrichtung vorgesehen ist/sind. Zumindest einige der Rollen können darüber
hinaus auch lenkbar sein, beispielsweise motorbetrieben oder manuell, beispielsweise
durch Ausübung von lateralem Druck auf den Hauptkörper. Der Antrieb und/oder die Lenkung
können mittels einer Fernsteuerung steuerbar sein. Die Rollen können in die Hubvorrichtung
ein- und aus dieser ausfahrbar sein. Die Rollen können, insbesondere in dem Hauptkörper
und/oder Boden / Bodenelement, versenkbar sein. Für eine genaue Ortung und Platzierung
der Hubvorrichtung kann diese über ein Ortungssystem, beispielsweise GPS, verfügen.
[0007] Die Hubvorrichtung kann derart gestaltet und/oder dimensioniert sein, d.h. eine Größe
und/oder ein Gewicht aufweisen, dass sie vorzugsweise von einem Benutzer, angehoben
und/oder getragen werden kann. Die Hubvorrichtung kann als tragbare Hubvorrichtung,
insbesondere durch den Benutzer per Hand tragbar bzw. anhebbar, ausgebildet sein.
Die Hubvorrichtung kann mobil ausgebildet sein und/oder eine mobile Hubvorrichtung
sein. Das Gewicht der Hubvorrichtung kann etwa 3 bis 13 kg, beispielsweise etwa 7
kg betragen. Die Größe der Hubvorrichtung kann in etwa der Größe eines Handgepäckstücks,
eines Schulranzens, eines Rucksacks oder ein paar DIN A4-Ordnern, z.B. zwei, drei,
vier oder mehr DIN A4-Ordnern, entsprechen. Die Hubvorrichtung kann ausgebildet sein,
mittels eines Rucksacks, beispielsweise in einem Rucksack, von dem Benutzer getragen
zu werden. Die Hubvorrichtung kann über mindestens einen Griff verfügen, der am Hauptkörper
angeordnet ist. Dabei können zwei Griffe an entgegengesetzten lateralen Seiten des
Hauptkörpers und/oder ein Griff an einer oberen Seite des Hauptkörpers vorgesehen
sein. Die Griffe können klappbar ausgebildet sein. Die Griffe können versenkbar, beispielsweise
im Hauptkörper versenkbar, ausgebildet sein. Die Griffe können Aussparungen oder Vertiefungen
im Hauptkörper sein. Die Hubvorrichtung kann kompakt ausgestaltet sein. Die Hebevorrichtung
kann derart ausgebildet sein, dass sie von Hand auf das zu hebende Objekt aufgesetzt
oder an dieses angesetzt werden kann.
[0008] Der Hauptkörper kann als hohler Kasten ausgebildet sein. Der Hauptkörper kann monolithisch
sein. Der Hauptkörper kann einen Boden, wie Bodenelement, und eine dazu parallele
Decke, wie Deckenelement, sowie dazwischen senkrecht verlaufende Wände, wie Wandelemente,
umfassen, die miteinander verbunden sind. Bei den Wänden kann es sich um zwei parallele
Seitenwände und optional eine Rückwand handeln. Die Seitenwände können identisch sein.
[0009] Der Boden bzw. das Bodenelement kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein.
Der Boden bzw. das Bodenelement kann zur Veränderung seiner Länge und/oder Breite
ausgebildet sein. Der Boden bzw. das Bodenelement kann teleskopierbar ausgebildet
sein. Der Boden bzw. das Bodenelement kann zumindest zwei gegeneinander verschiebbare
Teile, wie Teleskopteile, aufweisen. Die zumindest zwei gegeneinander verschiebbaren
Teile können im Wesentlichen senkrecht zur Hub- / Senkrichtung und/oder im Wesentlichen
horizontal verschiebbar ausgebildet sein. Das Verschieben der Teile kann mittels des
Motors und/oder handbetrieben erfolgen. Beispielsweise kann das Verschieben durch
entsprechendes Drehantreiben der Rollen, beispielsweise mit entgegengesetztem Drehsinn,
erfolgen. Die Hubvorrichtung und/oder die gegeneinander verschiebbaren Teile des Bodens
bzw. Bodenelements können ausgebildet sein, dass die gegeneinander verschiebbaren
Teile des Bodens bzw. Bodenelements in Abhängigkeit des Hubs / Hubzunahme und/oder
Senkens / Hubabnahme verschoben bzw. ein- oder ausgefahren werden. Beispielsweise
können die gegeneinander verschiebbaren Teile des Bodens bzw. Bodenelements, insbesondere
relativ zueinander, weiter auseinandergeschoben und/oder weiter voneinander weggeschoben
bzw. ausgefahren werden, je höher der Hub / Hubzunahme ist. D.h., der Boden bzw. das
Bodenelements kann sich, insbesondere in horizontaler Richtung, vergrößern und/oder
verkleinern, insbesondere in Abhängigkeit vom Hub / Hubzunahme und/oder Senken / Hubabnahme.
Beispielsweise wird der Boden bzw. das Bodenelement, insbesondere in horizontaler
Richtung, vergrößert, wenn der Hub / Hubzunahme größer wird. Anders herum kann der
Boden bzw. das Bodenelement, insbesondere in horizontaler Richtung, verkleinert werden,
wenn der Hub / Hubzunahme kleiner wird.
[0010] Die Hubvorrichtung kann zumindest eine Linearführung aufweisen. Beispielsweise kann
die Hubvorrichtung zwei, drei, vier oder mehr Linearführungen aufweisen. Die zumindest
eine Linearführung kann als Hubsäule ausgebildet sein oder zumindest eine Hubsäule
aufweisen. Die zumindest eine Linearführung oder die mehreren Linearführung kann/können
sich im Wesentlichen parallel zueinander und/oder parallel zu den Wänden bzw. Seitenwänden,
insbesondere zwischen dem Boden / Bodenelement und der Decke / Deckenelement erstrecken.
Die zumindest eine Linearführung kann an dem Boden / Bodenelement und/oder an der
Decke / Deckenelement fixiert und/oder befestigt sein. Die zumindest eine Linearführung
kann zusätzlich oder alternativ an der Rückwand fixiert und/oder befestigt sein. Die
zumindest eine Linearführung kann zusätzlich oder alternativ an den Wänden bzw. Seitenwänden
fixiert und/oder befestigt sein oder in den Seitenwänden integriert sein, z.B. auf
den zugewandten Seiten der Seitenwände und/oder auf den abgewandten Seiten der Seitenwände.
Die zumindest eine Linearführung kann schienenförmig ausgebildet sein. Die zumindest
eine Linearführung kann in einem Abstand vom Boden und/oder der Decke enden. Die zumindest
eine Linearführung kann zumindest ein Linearlager aufweisen. Das zumindest eine Linearlager
kann als Linearlagerblock ausgebildet sein. Das zumindest eine Linearlager kann an
der Hubsäule linear beweglich gelagert sein. Das zumindest eine Linearlager kann mit
der Halterung, beispielsweise mit einem Haltemittel der Halterung, fest verbunden
sein. Das Haltemittel kann als Plattform ausgebildet sein.
[0011] Die Hubvorrichtung kann über eine Selbsthemmung verfügen, um eine Bewegung der Halterung
relativ zum Hauptkörper zu blockieren, wenn die Getriebeanordnung nicht angetrieben
wird.
[0012] Die Selbsthemmung kann Teil der Getriebeanordnung sein und/oder mittels einer bekannten
Zahnrad-Feder-Anordnung bereitgestellt sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Selbsthemmung
an einer der Führungen der Halterung zum Hauptkörper bereitgestellt sein.
[0013] Die Hubvorrichtung kann ein längliches Zugelement zum Bewegen der Halterung relativ
zum Hauptkörper aufweisen. Das Zugelement kann, beispielsweise mit seinem einem Ende,
mit einem relativ zum Hauptkörper beweglichen Teil und/oder mit der Getriebeanordnung
koppelbar / gekoppelt und/oder verbunden sein. Das Zugelement kann, beispielsweise
mit seinem anderen Ende mit der Halterung koppelbar / gekoppelt und/oder verbunden
sein..
[0014] Das Zugelement kann an seinem einen Ende mit einem relativ zum Hauptkörper beweglichen
Teil der Getriebeanordnung und an seinem anderen Ende mit der Halterung koppelbar
/ gekoppelt und/oder verbunden sein. Das Zugelement kann beispielsweise eines von
folgenden sein: Gurt, Riemen, Kette, Seil, Band, Zugband, etc. Das Zugelement kann
fest oder zerstörungsfrei austauschbar mit der Getriebeanordnung und/oder mit der
Halterung gekoppelt und/oder verbunden sein. So kann das eine längsseitige Ende des
Zugelements über ein Lager, beispielsweise über ein nachfolgend verwendetes, aber
gegen eine andere Art von Lager austauschbares Nadellager, mit der Getriebeanordnung
gekoppelt und/oder verbunden sein. Alternativ oder zusätzlich kann das andere längsseitige
Ende des Zugelements über ein Nadellager mit der Halterung gekoppelt und/oder verbunden
sein. Das Nadellager kann dabei fest mit der Getriebeanordnung oder der Halterung
gekoppelt und/oder verbunden sein. Alternativ kann das Nadellager das Zugelement an
einer Achse lagern, die wiederum mit der Getriebeanordnung oder der Halterung zerstörungsfrei
austauschbar gekoppelt und/oder verbunden ist. Dies kann über eine entsprechende Aufnahme,
beispielsweise über einen entsprechenden Hinterschnitt, an der Getriebeanordnung oder
der Halterung erfolgen. Das eine Ende des Zugelements kann auf eine der genannten
Weisen mit einer Achse oder einem Zahnrad der Getriebeanordnung gekoppelt und/oder
verbunden sein. Das andere Ende des Zugelements kann, insbesondere am oder nahe des
Schwerpunkts der Halterung, mit der Halterung gekoppelt und/oder verbunden sein. Alternativ
oder zusätzlich kann die Getriebeanordnung eine Aufnahme für das andere Ende des Zugelements
aufweisen, während die Halterung eine Führung für das Zugelement aufweist. Dadurch
kann das Zugelement an seinen beiden Enden mit der Getriebeanordnung gekoppelt und/oder
verbunden und dazwischen um oder durch die Halterung, gegebenenfalls auch um ein Objekt
an der Halterung, geführt sein/werden. Weist die Halterung ein als Plattform ausgebildetes
Haltemittel auf, so kann sich der Schwerpunkt seitlich der Plattform in der Halterung
befinden. Zur Kopplung des Zugelements mit der Getriebeanordnung und der Halterung
kann das Nadellager durch eine andere Art von Lager ersetzt werden. Alternativ kann
auch auf die Verwendung eines Lagers verzichtet werden. Eine mit dem Zugelement verbundenes
Verbindungsstück, beispielsweise eine als Stange ausgebildete Querachse oder Verbindungsachse,
kann zur Kopplung ausreichend sein. Das eine Ende des Zugelements kann mit einem Befestigungselement
und/oder Halteelement, beispielsweise Zapfen oder Stange, der Getriebeanordnung gekoppelt
und/oder verbunden sein. ausgebildete Querachse oder Verbindungsachse, kann zur Kopplung
ausreichend sein. Das andere Ende des Zugelements kann mit einem Befestigungselement
und/oder Halteelement, beispielsweise Zapfen oder Stange, der Halterung gekoppelt
und/oder verbunden sein. Das Zugelement kann zwei identische Enden aufweisen, beispielsweise
mit jeweils einer Öse.
[0015] Die Halterung kann über Haltemittel für ein Objekt verfügen. Als Haltemittel kann
eine Plattform bereitgestellt sein, auf der ein Objekt platziert werden und aufgrund
des Reibwiderstands nicht von der Plattform abrutschen kann, wodurch es an der Halterung
gehalten wird. Die Plattform kann über eine die Haltekraft zu einem Objekt erhöhende
Oberfläche verfügen. Die Oberfläche kann beispielsweise eine Gummischicht sein. Die
Haltemittel können alternativ oder zusätzlich eine Vorrichtung zum Fixieren eines
Objekts aufweisen; beispielsweise ein Nagelbrett, eine Klemmvorrichtung, eine Schraubvorrichtung
etc.
[0016] Die Hubvorrichtung kann zumindest eine Getriebeanordnung aufweisen. Die Getriebeanordnung
kann zumindest ein Planetengetriebe mit einem Sonnenrad, Planetenrädern und einem
Ringradaufweisen. Das Planetengetriebe kann ein Umlaufrädergetriebe sein. Das Planetengetriebe
kann ein sog. "compound planetary gear" bzw. "compound planetary gear box" sein. Das
Planetengetriebe kann selbsthemmend ausgebildet sein. Das Ringrad kann ein Hohlrad
sein. Das Ringrad kann ein Innengewinde und/oder eine Innenverzahnung aufweisen. Die
Innenverzahnung des Ringrads kann eine Steckverzahnung sein. Das Ringrad kann einteilig
und/oder einstückig, d.h., aus einem Teil, hergestellt sein. Das Ringrad kann mehrteilig,
beispielsweise zweiteilig, ausgebildet sein. Das Ringrad kann einen Außenring und
einen Innenring aufweisen. Der Außenring kann mit dem Zugelement gekoppelt und/oder
verbunden sein. Der Außenring kann das Befestigungselement und/oder Halteelement,
beispielsweise Zapfen oder Stange, zum Befestigen des Zugelements an dem Außenring
aufweisen. Der Innenring kann ein Übertragungsring, beispielsweise ein Kraftübertragungsring
und/oder Drehmomentübertragungsring, sein. Der Innenring kann das Innengewinde und/oder
die Innenverzahnung aufweisen. Der Innenring kann mit dem Außenring drehfest gekoppelt
und/oder verbunden sein. Der Innenring und der Außenring können mittels einer Verbindung,
wie Nut-Feder-Verbindung, miteinander gekoppelt und/oder verbunden sein. Der Innenring
und der Außenring können miteinander verklemmt und/oder verpresst sein. Die Planetenräder
können mit dem Ringrad und/oder Innenring des Ringrads, insbesondere mit dem Innengewinde
und/oder Innenverzahnung des Ringrads bzw. Innenrings, gekoppelt und/oder wirksam
verbunden sein.
[0017] Die Planetenräder können einen axial innenliegenden Abschnitt aufweisen. Die Planetenräder
können zwei axial außenliegende Abschnitte aufweisen. Der axial innenliegende Abschnitt
der Planetenräder kann axial zwischen den beiden axial außenliegenden Abschnitten
der Planetenräder angeordnet sein. Jeder Abschnitt der Planetenräder kann ein Außengewinde
und/oder eine Außenverzahnung aufweisen. Beispielsweise kann nur einer der oder beide
axial außenliegenden Abschnitte des Planetenrads oder der Planetenräder ein Außengewinde
und/oder eine Außenverzahnung aufweisen. Die Außenverzahnung der Planetenräder kann
eine Steckverzahnung sein. Die axial innenliegenden Abschnitte der Planetenräder können
mit dem Ringrad gekoppelt und/oder verbunden sein bzw. in Eingriff stehen. Beispielsweise
können die Außengewinde und/oder die Außenverzahnungen der axial innenliegenden Abschnitte
der Planetenräder in Eingriff mit dem Innengewinde und/oder Innenverzahnung des Ringrads
stehen und/oder mit diesem/r gekoppelt sein.
[0018] Das Sonnenrand kann einen axial innenliegenden Abschnitt aufweisen. Das Sonnenrand
kann zwei axial außenliegende Abschnitte aufweisen. Der axial innenliegende Abschnitt
des Sonnenrads kann axial zwischen den beiden axial außenliegenden Abschnitten des
Sonnenrads angeordnet sein. Der axial innenliegende Abschnitt des Sonnenrads kann
eine glatte Oberfläche und/oder Außenfläche aufweisen. Die axial außenliegenden Abschnitte
des Sonnenrands können ein Außengewinde und/oder eine Außenverzahnung aufweisen. Beispielsweise
kann nur einer der oder beide axial außenliegenden Abschnitte des Sonnenrads ein Außengewinde
und/oder eine Außenverzahnung aufweisen. Die Außenverzahnung des Sonnenrads kann eine
Steckverzahnung sein. Der axial innenliegende Abschnitt des Sonnenrads ist weder mit
den Planetenrädern noch mit dem Ringrad direkt gekoppelt. Die axial außenliegenden
Abschnitte des Sonnenrands können mit den Planetenrädern, insbesondere mit den axial
außenliegenden Abschnitten der Planetenräder, gekoppelt und/oder wirksam in Eingriff
sein. Beispielsweise können die Außengewinde und/oder die Außenverzahnungen der axial
außenliegenden Abschnitte des Sonnenrads in Eingriff mit den Außengewinden und/oder
den Außenverzahnungen der axial außenliegenden Abschnitte der Planetenräder stehen
und/oder mit diesem/r gekoppelt sein.
[0019] Die Planetenräder können zwei, drei, vier oder mehr sein. Die Planetenräder können
an einem Planetenträger drehbar gelagert sein. Der Planetenträger kann drehbar am
Hauptkörper gelagert sein oder mit dem Hauptkörper fest und/oder starr verbunden sein.
Die Achsen der Planetenräder oder der Planetenträger können am Hauptkörper befestigt
sein.
[0020] Die Getriebeanordnung kann zumindest eine Planetenhalterung aufweisen. Die Getriebeanordnung
kann beispielsweise zwei Planetenhalterungen aufweisen. Die zumindest eine Planetenhalterung
kann mit dem Hauptkörper fest verbunden sein. Die Planetenhalterungen können gegenüberliegend
angeordnet sein. Die zumindest eine Planetenhalterung kann einen, beispielsweise innenliegenden,
Ringabschnitt aufweisen. De Ringabschnitt kann eine ringförmige Ausnehmung sein. Der
Ringabschnitt kann ein Innengewinde und/oder eine Innenverzahnung aufweisen. Die Innenverzahnung
des Ringabschnitts kann eine Steckverzahnung sein. Die zumindest eine Planetenhalterung
kann einteilig und/oder einstückig, d.h., aus einem Teil, hergestellt sein. Die zumindest
eine Planetenhalterung kann mehrteilig, beispielsweise zweiteilig, ausgebildet sein.
Die zumindest eine Planetenhalterung kann einen Außenelement und einen Innenring aufweisen.
Das Außenelement kann mit dem Hauptkörper fest verbunden sein. Der Innenring kann
das Innengewinde und/oder die Innenverzahnung aufweisen. Der Innenring kann mit dem
Außenelement drehfest gekoppelt und/oder verbunden sein. Der Innenring und das Außenelement
können mittels einer Verbindung, wie Nut-Feder-Verbindung, miteinander gekoppelt und/oder
verbunden sein. Der Innenring und das Außenelement können miteinander verklemmt und/oder
verpresst sein. Die Planetenräder können mit der zumindest einen Planetenhalterung
und/oder Innenring der Planetenhalterung, insbesondere mit dem Ringabschnitt und/oder
Innengewinde und/oder Innenverzahnung des Ringabschnitts bzw. Innenrings, gekoppelt
und/oder wirksam verbunden sein. Die axial außenliegenden Abschnitte der Planetenräder
können mit der zumindest einen Planetenhalterung und/oder Innenring der Planetenhalterung
gekoppelt und/oder wirksam verbunden sein bzw. in Eingriff stehen. Beispielsweise
können die Außengewinde und/oder die Außenverzahnungen der axial außenliegenden Abschnitte
der Planetenräder in Eingriff mit dem Ringabschnitt bzw. Innenring und/oder Innengewinde
und/oder Innenverzahnung der zumindest einen Planetenhalterung bzw. Innenring stehen
und/oder mit dieser gekoppelt sein.
[0021] Das Ringrad kann neben einer Planetenhalterung oder zwischen zwei Planentenhalterung
angeordnet sein. Die Planetenräder und/oder das Sonnenrad können sich axial durch
das Ringrad und/oder die zumindest eine Planentenhalterung erstrecken und/oder zumindest
abschnittsweise darin angeordnet sein. Die Übersetzung vom Sonnenrad zu den Planetenrädern
kann kleiner gleich 1:1 sein. Die Übersetzung vom Planetenrädern zu dem Ringrad kann
kleiner gleich 1:1 sein. Eine Selbsthemmungsvorrichtung kann innerhalb oder außerhalb
des Planetengetriebes mit dem Ringrad in Eingriff stehen. Alternativ oder zusätzlich
kann zumindest eines oder jedes der Planetenräder mehrteilig als eine Selbsthemmungsvorrichtung
ausgebildet sein. Gleiches gilt für das Sonnenrad, das mehrteilig als Selbsthemmungsvorrichtung
ausgebildet sein kann. Das Zugelement kann mit dem Ringrad und/oder dessen Außenring
in einer der vorhergehend beschriebenen Weisen koppelbar / gekoppelt und/oder verbunden
sein. Das Ringrad und/oder dessen Außenring kann das Befestigungselement und/oder
Halteelement, beispielsweise Zapfen oder Stange, zum Befestigen des einen Endes des
Zugelements an dem Ringrad bzw. Außenring aufweisen.
[0022] Das Sonnenrad kann drehfest mit z.B. einer Anschlusswelle gekoppelt und/oder koppelbar
sein Das Sonnenrad kann zumindest einen Anschlusswelle aufweisen. Die zumindest eine
Anschlusswelle kann stirnseitig am Sonnenrand angeordnet und/oder vorgesehen sein.
Beispielsweise kann jede Stirnseite des Sonnenrads eine Anschlusswelle aufweisen.
Die Anschlusswelle kann dimensioniert und/oder ausgebildet sein, um mit einem Bit,
d.h. einer Dreherklinge, koppelbar zu sein. Dadurch kann die Anschlusswelle mit einem
Schraubendreher oder einer Bohrmaschine oder einer Kurbel, wie Handkurbel, verbunden
werden. Die Anschlusswelle kann alternativ zum Anschluss an eine Motorwelle eingerichtet
sein. Die Anschlusswelle kann einen geringeren Durchmesser als ein Fußkreisdurchmesser
des Sonnenrads aufweisen. Die Anschlusswelle kann sich seitlich aus dem Planetengetriebe
heraus erstrecken. Die Anschlusswelle kann axial innerhalb des Sonnenrads angeordnet
sein, beispielsweise vollständig oder teilweise. Alternativ kann das Sonnenrad zumindest
eine Anschlussausnehmung aufweisen. Die zumindest eine Anschlussausnehmung kann stirnseitig
am Sonnenrand angeordnet und/oder vorgesehen sein. Beispielsweise kann jede Stirnseite
des Sonnenrads eine Anschlussausnehmung aufweisen. Die zumindest eine Anschlussausnehmung
kann ausgebildet sein, um mit einem Bit, d.h. einer Dreherklinge, koppelbar zu sein.
Beispielsweise kann die zumindest eine Anschlussausnehmung einen zu einem Bit und/oder
Motorwelle komplementäre Geometrie und/oder Struktur aufweisen. Die zumindest eine
Anschlussausnehmung kann ausgebildet sein, dass der Bit und/oder die Motorwelle in
die zumindest eine Anschlussausnehmung eingeführt werden kann.
[0023] Die Hubvorrichtung kann über einen mit der Getriebeanordnung verbundenen Motor und
eine Motorsteuereinheit verfügen und/oder über einen mit der Motorsteuereinheit verbundenen
Kraftsensor, um einen Kraftanstieg einer auf die Halterung wirkenden Kraft zu erkennen,
verfügen.
[0024] Der Motor kann ein Elektromotor sein. Der Motor kann in der Hubvorrichtung integriert
sein. Dabei kann der Motor mit dem Hauptkörper fest verbunden, an diesem angebracht
und/oder in diesem integriert sein. Der Motor kann direkt oder indirekt mit der Getriebeanordnung
wirkverbunden sein. Der Motor kann dazu eingerichtet sein, das Sonnenrad anzutreiben.
Beispielsweise kann der Motor über die Anschlusswelle und/oder Anschlussausnehmung
mit dem Sonnenrad verbunden sein. Der Motor kann über die Motorsteuereinheit zum Heben
und/oder Senken der Halterung bedienbar sein. Die Motorsteuereinheit kann über eine
drahtgebundene oder über eine drahtlose Verbindung mit dem Motor verbunden sein. Die
Motorsteuereinheit kann auch Teil des Motors sein. Die Motorsteuereinheit kann selbst
über eine drahtgebundene und/oder über eine drahtlose Verbindung steuerbar sein. Die
Hubvorrichtung kann zum Heben und/oder Senken der Halterung mittels des Motors und/oder
mittels Handbetätigung, wie Schraubendreher oder Kurbel, ausgebildet sein. Wenn der
Motor vorhanden ist, kann das Sonnenrad immer noch mit einem Schraubendreher angetrieben,
wie angekurbelt, werden. Zusätzlich oder alternativ kann die Hubvorrichtung ausgebildet
sein, dass das Heben und/oder Senken der Halterung mittels einer Handbetätigungseinrichtung
erfolgen kann. Es kann eine Handbetätigungseinrichtung vorgesehen sein. Die Handbetätigungseinrichtung
kann ein Schraubendreher oder eine Kurbel sein oder umfassen. Die Handbetätigungseinrichtung
kann direkt oder indirekt mit der Getriebeanordnung wirkverbunden sein oder werden.
Zusätzlich oder alternativ kann die Hubvorrichtung ausgebildet sein, dass das Heben
und/oder Senken der Halterung mittels einer Bohrmaschine erfolgen kann. Die Bohrmaschine
kann direkt oder indirekt mit der Getriebeanordnung wirkverbunden sein oder werden.
[0025] Der Kraftsensor kann ein Kraftaufnehmer sein. Dabei kann mindestens ein Kraftsensor
am Hauptkörper, an der Halterung, am Zugelement, an der Getriebeanordnung und/oder
am Motor bereitgestellt sein. Der Kraftsensor kann ein Dehnungsmessstreifen sein.
Der Kraftsensor kann über eine drahtgebundene und/oder über eine drahtlose Verbindung
mit der Motorsteuereinheit verbunden sein.
[0026] Ein Wegsensor kann ebenso Teil der Hubvorrichtung sein. Dabei kann der Wegsensor
dazu eingerichtet sein, eine Bewegung der Halterung relativ zum Hauptkörper zu bemessen
und/oder zu erfassen.
[0027] Die Motorsteuereinheit kann dazu eingerichtet sein, die Halterung bis zu einem sprunghaften
Anstieg der von dem Kraftsensor erkannten Kraft anzuheben und die Hubbewegung daraufhin
anzuhalten. Die Motorsteuereinheit kann außerdem dazu eingerichtet sein, eine Meldung
über den erkannten sprunghaften Anstieg der von dem Kraftsensor erkannten Kraft auszugeben.
Die Motorsteuereinheit kann zudem dazu eingerichtet sein, die Hubbewegung fortzuführen,
sobald sie eine entsprechende Antwort auf die Meldung erhalten hat. Diese Antwort
kann von einem Bediener oder von mindestens einer verbundenen Motorsteuereinheit,
insbesondere von mindestens einer verbundenen Motorsteuereinheit einer anderen Hubvorrichtung,
stammen. Die Antwort kann dabei eine Mehrzahl gleichlautender Antworten von einer
Mehrzahl von verbundenen Motorsteuereinheiten anderer Hubvorrichtungen sein. Mit "verbunden"
kann hier eine drahtgebundene und/oder drahtlose Verbindung bezeichnet sein.
[0028] Die Hubvorrichtung kann einen Stromanschluss und/oder eine integrierte Batterie /
Akku zum Betreiben elektrischer Verbraucher der Hubvorrichtung aufweisen.
[0029] Ein Hubsystem kann mindestens zwei Hubvorrichtungen aufweisen. Beispielsweise kann
das Hubsystem drei, vier, fünf, sechs oder mehr Hubvorrichtungen aufweisen. Die mindestens
zwei Hubvorrichtungen können drahtlos steuerbar sein. Dies kann über eine Fernsteuerungseinheit,
beispielsweise eine Fernbedienung erfolgen. Dabei können mehrere oder alle Hubvorrichtungen
über eine einzige Fernsteuerungseinheit steuerbar sein. Die Fernsteuerungseinheit
kann die jeweiligen Motoren der jeweiligen Hubvorrichtungen steuern.
[0030] Die mindestens zwei Hubvorrichtungen können drahtlos synchronisierbar sein. Dabei
können die jeweiligen Motorsteuereinheiten drahtlos miteinander synchronisierbar sein.
Die Fernsteuerungseinheit kann ausgebildet und/oder eingerichtet sein, die mindestens
zwei Hubvorrichtungen und/oder die jeweiligen Motorsteuereinheiten bzw. Motoren zu
synchronisieren, Dadurch können die jeweiligen Hubvorrichtungen derart gesteuert werden,
dass die jeweiligen Motoren die jeweiligen Getriebeanordnungen synchron antreiben.
Dadurch kann eine synchrone Bewegung der jeweiligen Halterungen erreicht werden. Dabei
kann das Hubsystem derart eingerichtet sein, dass ein synchroner Antrieb erst vorgesehen
ist, nachdem jede wirkverbundene Hubvorrichtung einen erkannten sprunghaften Anstieg
der auf ihrer jeweiligen Halterung wirkenden Kraft erkannt hat. Alternativ oder zusätzlich
kann der synchrone Antrieb durch eine synchrone Ausgabe der jeweiligen Wegsensoren
aller wirkverbundenen Hubvorrichtungen definiert sein. Somit lassen sich die jeweiligen
Halterungen mit der gleichen Geschwindigkeit anheben. Dadurch kann ein Objekt, dass
von Hubvorrichtungen eines solchen Systems angehoben wird, waagerecht, d.h. unter
Beibehaltung seiner ursprünglichen Orientierung vor dem Anheben, angehoben werden.
Die zumindest zwei Hubvorrichtungen können an dem zu tragenden Objekt angeordnet werden.
Es können beliebig viele Hubvorrichtungen gleichzeitig an dem zu tragenden Element
angebracht sein oder werden. Beispielsweise können zwei, drei oder mehr Hubvorrichtungen
an dem zu tragenden Objekt angeordnet sein oder werden. Das Hubsystem kann derart
eingerichtet sein, dass ein Hubabbruch einer Hubvorrichtung zum Hubabbruch aller anderen
Hubvorrichtungen des Hubsystems führt, um auch in diesem Fall ein Kippen des Objekts
zu verhindern.
[0031] Zusammenfassend und mit anderen Worten dargestellt ergibt sich somit durch die Erfindung
unter anderem eine Vorrichtung zum Heben und/oder Senken und/oder Bewegen / Transportieren
eines Objekts sowie ein System aus solchen Vorrichtungen.
[0032] Mit der Erfindung wird die Möglichkeit geschaffen, Objekte unkompliziert und schnell
mittels einer oder mehrerer der hier beschriebenen vielseitig einsetzbaren Hubvorrichtungen
anzuheben und/oder abzusenken. Dadurch kann ein schweres Objekt angehoben werden,
um beispielsweise auf den Raum darunter zugreifen zu können und/oder das Objekt dann
leichter, beispielsweise rollbar, bewegen bzw. an einen anderen Ort transportieren
zu können. Das zu hebende und/oder transportierende Objekt kann ein kleineres Objekt,
beispielsweise eines von folgenden sein: Bühne, Plattform, Möbel, wie Regale oder
Kommoden, Planke, Maschine, Palette, Podest, Instrument, wie Klavier, etc.
[0033] Folgende weitere Vorteile können erreicht werden: ein sicheres und zuverlässiges
Heben kleiner aber schwerer Bühnen, Plattformen oder anderer Objekte auf engstem Raum;
ein kompaktes und leichtes Design für einen einfachen Transport; ein minimales Eingangsdrehmoment
für ein maximales Ausgangsdrehmoment und damit eine maximale Hubkraft, insbesondere
bei der Verwendung eines Planetengetriebes; der anfängliche Abstand zwischen Boden
und Objekt kann sehr niedrig sein, was insbesondere dem kompakten Designs der Erfindung
geschuldet ist; eine große Auswahl unterschiedlich hoher Objekte kann angehoben werden;
eine Stromquelle ist nicht unbedingt erforderlich, da zum Heben eine Kurbel, ein Schraubenschlüssel
oder eine Bohrmaschine ausreichen kann; geringe Kosten aufgrund eines schlanken Designs,
insbesondere aufgrund der Verwendung einer Mechanik; Zusammenwirken als eine einzige
Einheit, insbesondere bei der Verwendung eines Planetengetriebes in Kombination mit
dem Zugelement; Erhöhung der Sicherheit und Zuverlässigkeit; je nach Einsatzzweck,
austauschbare Add-Ons, insbesondere durch unterschiedliche Zugelemente und unterschiedliche
Verläufe solcher Zugelemente, beispielsweise um zumindest einen Teil des Objekts von
dem Zugelement zu umfassen, indem das Zugelement unter dem Objekt verläuft, was zusätzliche
Hebemöglichkeiten und - konfigurationen bietet; werden Räder / Rollen verwendet, so
lassen sich diese gegen Räder / Rollen für verschiedene Gelände und/oder Anwendungen
austauschen; die Hubhöhe lässt sich variieren, beispielsweise durch ein höheres Design,
was das Bewegen schwerer Objekte auf einer höheren Stufe und/oder Bühne ermöglicht.
[0034] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf Figuren
näher beschrieben, dabei zeigen schematisch und beispielhaft:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht von oben auf eine Hubvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Vorderansicht der Hubvorrichtung aus Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Rückansicht der Hubvorrichtung aus Fig. 1,
- Fig. 4
- eine rechte Seitenansicht der Hubvorrichtung aus Fig. 1,
- Fig. 5
- eine linke Seitenansicht der Hubvorrichtung aus Fig. 1,
- Fig. 6
- eine Aufsicht der Hubvorrichtung aus Fig. 1,
- Fig. 7
- eine Untersicht der Hubvorrichtung aus Fig. 1,
- Fig. 8
- eine Schnittansicht der Getriebeanordnung.
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht der Planetenräder und des Sonnenrads, und
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht der Planetenräder und des Sonnenrads gekoppelt mit einem
Innenring der Planetenhalterung.
[0035] Fig. 1 zeigt eine Hubvorrichtung 100 zum Heben und Transportieren eines Objekts.
Die Hubvorrichtung 100 ist ferner ausgebildet das Objekt nach dem Anheben wieder abzusenken.
Die Hubvorrichtung 100 umfasst einen Hauptkörper 102, eine Halterung 104 für ein Objekt,
die am Hauptkörper 102 angebracht sowie relativ zum Hauptkörper 102 bewegbar ist,
und eine Getriebeanordnung 106, die dazu eingerichtet ist, angetrieben zu werden,
um die Halterung 104 relativ zum Hauptkörper 102 zu bewegen. Dabei ist die hier gezeigte
Hubvorrichtung 100 roll- und tragbar.
[0036] Der Hauptkörper 102 ist als hohler Kasten ausgebildet. Hier weist der Hauptkörper
102 einen Boden 108, zwei sich senkrecht dazu nach oben erstreckende und parallele
Seitenwände, wobei diese als eine linke Seitenwand 110 und eine rechte Seitenwand
112 ausgebildet sind, eine sich senkrecht zum Boden 108 und zu den Seitenwänden 110,
112 ersteckende Rückwand 114, und schließlich eine zum Boden 108 parallele Decke 116.
Dabei kann der Hauptkörper 102 monolithisch sein oder, wie in der Fig. 1 gezeigt,
so ausgebildet sein, dass er aus mehreren fest miteinander verbundenen Bauteilen aufgebaut
ist. Diese Verbindungen können zerstörungsfrei trennbar, beispielsweise mittels Schrauben,
oder untrennbar, beispielsweise mittels Schweißnähten, sein. Der Boden 108 kann teleskopierbar
ausgebildet sein. Hier stellen der Boden 108, die Seitenwände 110, 112, die Rückwand
114 und die Decke 116 eine einseitig, d. h. nach vorne hin, offene Kastenform dar.
Der Boden 108, die Seitenwände 110, 112, die Rückwand 114 und die Decke 116 können
allesamt, wie hier gezeigt, plattenförmig ausgebildet sein. Auf die Rückwand 114 kann
verzichtet werden. Die Seitenwände 110, 112 können identische Bauteile sein.
[0037] Eine als Hubsäule ausgebildete linke Linearführung 118 und eine als Hubsäule ausgebildete
rechte Linearführung 120 erstrecken sich parallel zueinander sowie parallel zu den
Seitenwänden 110, 112 zwischen dem Boden 108 und der Decke 116. Die Linearführungen
118, 120 können an der Rückwand 114 fixiert bzw. befestigt sein. Die Linearführungen
118, 120 können alternativ in den Seitenwänden 110, 112 integriert sein, d. h. auf
den zugewandten Seiten der Seitenwände 110, 112 und/oder auf den abgewandten Seiten
der Seitenwände 110, 112. Außerdem müssen sich diese schienenförmigen Linearführungen
nicht vom Boden 108 bis zur Decke 116 erstrecken, sondern können auch in einem Abstand
vom Boden 108 und/oder der Decke 116 enden.
[0038] Die Halterung 104 weist ein als Plattform ausgebildetes Haltemittel 122 auf, das
fest an ein als Linearlagerblock ausgebildetes linkes Linearlager 124 und ein als
Linearlagerblock ausgebildetes rechtes Linearlager 126 befestigt ist. Die Linearlager
124, 126 sind an den jeweiligen als Hubsäulen ausgebildete Linearführungen 118, 120
linear beweglich gelagert. Dabei kann das Haltemittel 122, wie hier, in einer Bodenaussparung
128 vollständig oder alternativ auch nur teilweise versenkbar sein. Selbstverständlich
kann das Haltemittel 122 alternativ oder zusätzlich eine Vorrichtung zum Fixieren
eines Objekts aufweisen; beispielsweise ein Nagelbrett, eine Klemmvorrichtung, eine
Schraubvorrichtung etc.
[0039] Die Getriebeanordnung 106 weist zwei gegenüberliegend angeordnete Planetenhalterungen
130 auf, die fest mit der Decke 116 verbunden sind. Die Planetenhalterungen 130 und
die Decke 116 können monolithisch sein, oder, wie hier, separate Bauteile darstellen.
Deren Verbindung kann zerstörungsfrei trennbar, beispielsweise mittels Schrauben,
oder untrennbar, beispielsweise mittels Schweißnähte, sein. Die Getriebeanordnung
106 weist ferner ein Planetengetriebe 132 mit einem Sonnenrad 134, vier Planetenräder
136 und ein als Hohlrad ausgebildetes Ringrad 138 auf. Das Sonnenrad 134 ist hier
monolithisch mit einer Anschlusswelle 140 gekoppelt. Eine andere Form der Kopplung,
d. h. Verbindung, ist aber auch möglich. Beispielsweise können das Sonnenrad 134 und
die Anschlusswelle 140 als separate Bauteile miteinander verbunden sein. Auch hier
kann deren Verbindung zerstörungsfrei trennbar, beispielsweise mittels Schrauben,
oder untrennbar, beispielsweise mittels Schweißnähte, sein. Die Anschlusswelle 140
ist hier von außen zugänglich, kann aber auch im Sonnenrad 134 vollständig oder teilweise
versenkt sein. Das Ringrad 138 ist zwischen den beiden Planetenhalterungen 130 angeordnet
und weist einen Innenverzahnung auf, die mit einer Außenverzahnung der Planetenräder
136 gekoppelt ist. Das Ringrad 138 weist ferner ein Befestigungselement 143 und/oder
Halteelement 143, beispielsweise Zapfen oder Stange, zum Befestigen des Zugelements
142 am Ringrad 138 auf. Alternativ kann ein mit dem Zugelement 142 verbundenes Verbindungsstück,
beispielsweise eine als Stange ausgebildete Querachse oder Verbindungsachse, zur Kopplung
ausreichend sein. Das Zugelement 142 kann zwei identische Enden aufweisen, beispielsweise
mit jeweils einer Öse. Hierzu wird bei der Beschreibung der Fig. 6 und Fig. 7 noch
näher eingegangen.
[0040] Die Planetenräder 136 und das Sonnenrad 134 sind ebenfalls über eine Außenverzahnung
miteinander gekoppelt. Die Planetenräder 136 und das Sonnenrad 134 erstrecken sich
in axialer Richtung durch ringförmige Ausnehmungen 144 der Planetenhalterungen 130
und durch das Ringrad 138. Die Planetenhalterungen 130 sind zweiteilig ausgebildet
und weisen jeweils ein Außenelement und einen Innenring auf, der mit dem Außenelement
fest verbunden ist. Das Außenelement ist mit der Decke 116 fest verbunden. Die Innenringe
der Planetenhalterungen 130 weisen eine Innenverzahnung auf, die mit einer Außenverzahnung
der Planetenräder 136 gekoppelt sind.
[0041] Möglich ist auch, dass sich das Ringrad 138 vollständig innerhalb eines Getriebegehäuses
befindet. Dazu kann das Getriebegehäuse eine Öffnung aufweisen, durch welche das Zugelement
142 von außerhalb des Getriebegehäuses zur Verbindung mit dem Ringrad 138 verläuft.
[0042] Die Hubvorrichtung 100 kann über eine Selbsthemmung verfügen, um eine Bewegung der
Halterung 104 relativ zum Hauptkörper 102 zu blockieren, wenn die Getriebeanordnung
106 nicht angetrieben wird. Die Selbsthemmung kann durch die Getriebeanordnung 106
und/oder dessen Planetengetriebe 132 realisiert sein.
[0043] Alternativ kann eine Selbsthemmungsvorrichtung innerhalb oder außerhalb des Planetengetriebes
132 mit dem Ringrad 138 in Eingriff stehen. Alternativ oder zusätzlich kann zumindest
eines oder jedes der Planetenräder 136 mehrteilig als eine Selbsthemmungsvorrichtung
ausgebildet sein. Gleiches gilt für das Sonnenrad 134, das mehrteilig als Selbsthemmungsvorrichtung
ausgebildet sein kann. Alternativ oder zusätzlich kann die Selbsthemmung an einer
der Führungen der Halterung 104 zum Hauptkörper 102, beispielsweise zwischen den Linearführungen
118, 120 und den Linearlagern 124, 126, bereitgestellt sein.
[0044] Ein längliches Zugelement 142 ist hier mit dem Ringrad 138 und in einem Abstand zu
diesem mit der Halterung 104 gekoppelt. Dabei ist das Zugelement 142 in dem gezeigten
Fall an einem längsseitigen Ende mit dem Ringrad 138 und an dem anderen längsseitigen
Ende mit dem Haltemittel 122 verbunden. Diese beiden Verbindungen sind in Fig. 6 und
in Fig. 7 näher gezeigt. Eine Führungsöffnung 145 in der Decke 116 dient der Führung
des Zugelements 142.
[0045] Das Zugelement 142 kann beispielsweise eines von folgenden sein: Gurt, Riemen, Kette,
Seil, Band, Zugband, etc. Das Zugelement 142 kann fest oder zerstörungsfrei austauschbar
mit dem einen relativ zum Hauptkörper 102 beweglichen Teil, hier mit dem Ringrad 138,
der Getriebeanordnung 106 und/oder mit der Halterung 104, beispielsweise mit dem Haltemittel
122, gekoppelt sein. Das andere Ende des Zugelements 142 kann am oder nahe des Schwerpunkts
der Halterung 104 mit der Halterung 104 gekoppelt sein, was in Fig. 7 gezeigt ist.
Alternativ oder zusätzlich kann die Getriebeanordnung 106 eine Aufnahme für das andere
Ende des Zugelements 142 aufweisen, während die Halterung 104 eine Führung für das
Zugelement 142 aufweist. Dadurch kann das Zugelement 142 an seinen beiden Enden mit
der Getriebeanordnung 106 bzw. dem Ringrad 138 gekoppelt und dazwischen um oder durch
die Halterung 104, gegebenenfalls auch um ein Objekt an der Halterung 104, geführt
sein/werden. Weist die Halterung 104 ein als Plattform ausgebildetes Haltemittel 122
auf, so kann sich der Schwerpunkt seitlich der Plattform in der Halterung 104 befinden.
[0046] Rollen 146 an der der Decke 116 abgewandten Seite des Bodens 108 sorgen dafür, dass
die Hubvorrichtung 100 rollbar ist. Tragbar ist die Hubvorrichtung 100 aufgrund dessen,
dass ihre Größe und/oder Gewicht es erlauben, dass sie von einem Benutzer angehoben
und in diesem Zustand an einen anderen Ort gebracht werden kann.
[0047] Dabei können die Rollen 146 fest oder zerstörungsfrei austauschbar am Hauptkörper
102 angebracht sein. Die Rollen 146 können für einen bestimmten Untergrund ausgelegt
sein, beispielsweise in Abhängigkeit von Oberflächenbeschaffenheit und Härtegrad des
Untergrunds. Außerdem können die Rollen 146 an die aufgrund des Objekts zu hebende
Last angepasst sein. Die Rollen 146 können zwei oder mehr sein, z.B. drei, vier, fünf,
sechs usw. Bei nur zwei Rollen 146 können diese koaxial oder kollinear angeordnet
sein. Die Rollen 146 können antreibbar sein, beispielsweise mittels eines Motors oder
mehrerer Motoren, der/die dafür an der Hubvorrichtung 100 vorgesehen ist/sind. Zumindest
einige der Rollen 146 können darüber hinaus auch lenkbar sein, beispielsweise motorbetrieben
oder manuell, beispielsweise durch Ausübung von lateralem Druck auf den Hauptkörper
102. Der Antrieb und/oder die Lenkung können mittels einer Fernsteuerung steuerbar
sein. Die Rollen 146 können in die Hubvorrichtung 100 und/oder dessen Boden 108 ein-
und aus dieser/m ausfahrbar sein.
[0048] Die Größe und/oder das Gewicht der Hubvorrichtung 100 kann derart gewählt sein, dass
die Hubvorrichtung 100 mobil ist, von einem Benutzer angehoben und transportiert werden
kann. Die Hubvorrichtung 100 kann über mindestens einen Griff verfügen, der am Hauptkörper
102 angeordnet ist. Dabei können zwei Griffe an entgegengesetzten lateralen Seiten
des Hauptkörpers 102, beispielsweise den Seitenwänden 110, 112, und/oder ein Griff
an einer oberen Seite des Hauptkörpers 102, beispielsweise der Decke 116, vorgesehen
sein. Die Griffe können Aussparungen oder Vertiefungen im Hauptkörper 102 sein. Derartige
Aussparungen sind hier beispielhaft an der Außenseite der beiden Seitenwände 110,
112 zu erkennen.
[0049] Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der Hubvorrichtung 100 aus Fig. 1. Der einzige Unterschied
dieser und aller weiteren Figuren zu der Darstellung der Hubvorrichtung 100 in Fig.
1 besteht darin, dass anstelle der Rollen 142 als Füße ausgebildete Bodenabstandsstrukturen
152 vorhanden sind.
[0050] Die Bodenabstandsstrukturen 152 können als Gleitfüße oder, wie hier gezeigt, als
Kugelrollen ausgebildet sein, die ein Verschieben der Hubvorrichtung 100 auf einem
Untergrund ermöglichen. Die Hubvorrichtung 100 kann, wie hier gezeigt, nur mittels
Bodenabstandsstrukturen 152 auf einem Untergrund abgestützt und von diesem beabstandet
sein. Die Bodenabstandsstrukturen 152 können austauschbar an dem Boden 108 angebracht
sein.
[0051] Fig. 3 zeigt eine Rückansicht der Hubvorrichtung 100 aus Fig. 1. Dabei ist zu erkennen,
dass die Planetenhalterungen 130 nicht nur an der Decke 116 sondern auch an der Rückwand
114 angeschraubt ist.
[0052] Fig. 4 zeigt eine rechte Seitenansicht der Hubvorrichtung 100 aus Fig. 1. Das Planetengetriebe
132 ist hierbei gut zu erkennen. Während das Sonnenrad 134 mit einem "S" bezeichnet
ist, sind die Planetenräder 136 mit "P1" bis "P4" durchnummeriert. Planetengetriebe
132 kann mit beliebig vielen Planetenrädern 136 ausgestattet werden.
[0053] Fig. 5 zeigt eine linke Seitenansicht der Hubvorrichtung 100 aus Fig. 1. Diese Seite
entspricht im Wesentlichen einer Spiegelung der zuvor in Fig. 4 gezeigten Seite der
Hubvorrichtung 100.
[0054] Fig. 6 zeigt eine Aufsicht der Hubvorrichtung 100 aus Fig. 1. Zu erkennen ist, dass
die Decke 116 mittels zweier Schraubverbindungen mit der Rückwand 114 und mittels
jeweils einer Schraubverbindung mit der linken Seitenwand 110 und der rechten Seitenwand
112 verbunden ist. Auch die Schraubverbindung der Planetenhalterungen 130 mit der
Decke 116 ist jeweils anhand zweier konzentrischer Kreise dargestellt. Schließlich
ist die Verbindung des oberen Endes des Zugelements 142 mit dem Ringrad 138 zu erkennen.
Dazu hat das Zugelement 142 an seinem oberen Ende eine Öse. Durch diese hier zylinderförmige
Öse verläuft eine obere Verbindungsachse 154, wie Zapfen oder Stange, welche fest
mit dem Ringrad 138 verbunden ist. Zwischen der Öse und der oberen Verbindungsachse
154 kann ein Nadellager vorgesehen sein, das fest mit der Verbindungsachse 154 gekoppelt
ist.
[0055] Fig. 7 zeigt eine Untersicht der Hubvorrichtung 100 aus Fig. 1. Zu erkennen ist,
dass der Boden 108 mittels zweier Schraubverbindungen mit der Rückwand 114 und mittels
jeweils einer Schraubverbindung mit der linken Seitenwand 110 und der rechten Seitenwand
112 verbunden ist. Jede Schraubverbindung ist anhand zweier konzentrischer Kreise
dargestellt. Schließlich ist die Verbindung des unteren Endes des Zugelements 142
mit dem Haltemittel 122 zu erkennen. Dazu hat das Zugelement 142 an seinem unteren
Ende eine Öse. Durch diese hier zylinderförmige Öse verläuft eine untere Verbindungsachse
156, welche fest mit dem Haltemittel 122 verbunden ist. Zwischen der Öse und der unteren
Verbindungsachse 156 kann ein Nadellager vorgesehen sein, das fest mit der Verbindungsachse
156 gekoppelt ist.
[0056] Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht der Getriebeanordnung 106 durch das Ringrad 138.
Das Ringrad 138 weist das Befestigungselement / Halteelement 143 zum Befestigen des
Zugelements 142 auf. Ferner ist das Ringrad 138 zweiteilig ausgebildet und weist einen
Außenring 158 und einen mit dem Außenring 158 drehfest, beispielsweise über eine Nut-Feder-Verbindung,
gekoppelten Innenring 160 auf. Der Innenring 160 des Ringrads 138 weist eine Innenverzahnung
162 auf, die mit den Außenverzahnungen der Planetenräder 136 gekoppelt ist. Das Sonnenrand
ist im Bereich innerhalb des Ringrads 138 glatt, also ohne Verzahnung, ausgebildet.
[0057] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht der Baugruppe aus Planetenräder 136 und
Sonnenrad 134. Die Planetenräder 136 weisen jeweils einen axial innenliegenden Abschnitt
164 mit einer Außenverzahnung sowie zwei axial außenliegende Abschnitte 166 mit einer
Außenverzahnung auf. Die axial innenliegenden Abschnitte 164 der Planetenräder 136
sind jeweils axial zwischen den jeweiligen beiden axial außenliegenden Abschnitten
166 der Planetenräder 136 angeordnet. Die Außenverzahnungen der axial innenliegenden
Abschnitte 164 der Planetenräder 136 sind mit der Innenverzahnung des Ringrads 138
bzw. dessen Innenrings 160 gekoppelt bzw. in Eingriff. Das Sonnenrad 134 weist einen
axial innenliegenden Abschnitt 168 mit einer glatten Außenfläche / Oberfläche sowie
zwei axial außenliegende Abschnitte 170 mit einer Außenverzahnung auf. Der axial innenliegenden
Abschnitt 168 des Sonnenrads 134 ist axial zwischen den beiden axial außenliegenden
Abschnitten 170 des Sonnenrads 134 angeordnet. Die Außenverzahnung der axial außenliegenden
Abschnitte 170 des Sonnenrads 134 sind mit der Außenverzahnung der axial außenliegenden
Abschnitte 166 der Planetenräder 136 gekoppelt bzw. in Eingriff.
[0058] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht der Baugruppe aus Planetenräder 136, Sonnenrad
134 und die als Innenring 172 ausgebildete ringförmige Ausnehmung 144 der Planetenhalterungen
130. Die Anordnung der Planetenräder 136 und des Sonnenrads 134 entspricht der in
Fig. 9 gezeigten Baugruppe. Der Innenring 172 der Planetenhalterungen 130 ist so ausgebildet,
dass er mit einem Außenelement (vgl. Fig. 1) der Planetenhalterungen 130 drehfest,
beispielsweise über eine Nut-Feder-Verbindung, verbunden werden kann bzw. ist. Der
Innenring 172 weist ferner eine Innenverzahnung 174 auf. Die axial außenliegenden
Abschnitte 166 der Planetenräder 136 und der axial außenliegende Abschnitt 170 des
Sonnenrads 134 ragen in den Innenring 172 der Planetenhalterung 130 hinein. Die Außenverzahnungen
der axial außenliegenden Abschnitte 166 der Planetenräder 136 sind mit der Innenverzahnung
174 des Innenrings 172 der Planetenhalterung 130 gekoppelt bzw. in Eingriff.
[0059] Wird die beschrieben Hubvorrichtung 100 von einem Bediener benutzt, so ist das Vorgehen
wie folgt:
Zunächst rollt und/oder trägt der Benutzer die Hubvorrichtung 100 an den gewünschten
Einsatzort und platziert die Hubvorrichtung 100 so, dass die Halterung 104 in der
Lage ist, das zu hebende Objekt zu halten. In diesem Fall wird das als Plattform ausgebildete
Haltemittel 122 unter das zu hebende Objekt geschoben.
[0060] Als nächstes verbindet der Benutzer die Anschlusswelle 140 mit einem Schraubendreher
oder einer Bohrmaschine, um das Sonnenrad 134 drehen zu können. Alternativ kann die
Anschlusswelle 140 mit einem Motor verbunden sein. Das Sonnenrad 134 kann in eine
Hubdrehrichtung 148 oder in eine Absenkdrehrichtung 150 gedreht werden. In Fig. 1
befindet sich die Hubvorrichtung 100 in ihrem Grundzustand, in dem das Haltemittel
122 nicht weiter abgesenkt werden kann. Daher wird das Sonnenrad 134 in die Hubdrehrichtung
148 gedreht. Dies führt zu einer Drehung des Ringrads 138. Das am Ringrad 138 befestigte
Zugelement 142 wird auf dem Ringrad 138 aufgewickelt und hebt dadurch die Halterung
104 in Richtung Decke 116. Sobald die Halterung 104 das Objekt erreicht hat, erhöht
sich die erforderliche Hubdrehkraft.
[0061] Der Benutzer kann nun weiter das Sonnenrad 134 in die Hubdrehrichtung 148 drehen,
um das Objekt anzuheben. Ist das Objekt vollständig angehoben, kann der Benutzer das
Objekt dank der Rollen 146 sehr leicht räumlich verschieben.
[0062] Will der Benutzer das Objekt wieder absenken, so muss er das Sonnenrad 134 in die
Absenkdrehrichtung 150 drehen. Dadurch wird das Zugelement 142 von dem Ringrad 138
abgewickelt und die Halterung 104 abgesenkt. Schließlich kann die Hubvorrichtung 100
von dem Objekt entfernt werden.
[0063] Die hier gelehrte Hubvorrichtung 100 kann zusätzlich über einen mit der Getriebeanordnung
106 verbundenen Motor und eine Motorsteuereinheit sowie über einen mit der Motorsteuereinheit
verbundenen Kraftsensor, um einen Kraftanstieg einer auf die Halterung 104 wirkenden
Kraft zu erkennen, verfügen.
[0064] Der Motor kann ein Elektromotor sein. Der Motor kann in der Hubvorrichtung 100 integriert
sein. Dabei kann der Motor mit dem Hauptkörper 102 fest verbunden, an diesem angebracht
und/oder in diesem integriert sein, beispielsweise oberhalb oder unterhalb der Decke
116. Der Motor kann direkt oder indirekt mit der Getriebeanordnung 106 wirkverbunden
sein. Der Motor kann dazu eingerichtet sein, das Sonnenrad 134 anzutreiben. Beispielsweise
kann der Motor über die Anschlusswelle 140 mit dem Sonnenrad 134 verbunden sein. Der
Motor kann über die Motorsteuereinheit zum Heben oder Senken der Halterung 104 bedienbar
sein. Die Motorsteuereinheit kann über eine drahtgebundene oder über eine drahtlose
Verbindung mit dem Motor verbunden sein. Die Motorsteuereinheit kann auch Teil des
Motors sein. Die Motorsteuereinheit kann selbst über eine drahtgebundene oder über
eine drahtlose Verbindung steuerbar sein.
[0065] Der Kraftsensor kann ein Kraftaufnehmer sein. Dabei kann mindestens ein Kraftsensor
am Hauptkörper 102, an der Halterung 104, am Zugelement 142, an der Getriebeanordnung
106 und/oder am Motor bereitgestellt sein. Der Kraftsensor kann ein Dehnungsmessstreifen
sein. Der Kraftsensor kann über eine drahtgebundene oder über eine drahtlose Verbindung
mit der Motorsteuereinheit verbunden sein.
[0066] Ein Wegsensor kann ebenso Teil der Hubvorrichtung 100 sein. Dabei kann der Wegsensor
dazu eingerichtet sein, eine Bewegung der Halterung 104 relativ zum Hauptkörper 102
zu bemessen.
[0067] Die Motorsteuereinheit kann dazu eingerichtet sein, die Halterung 104 bis zu einem
sprunghaften Anstieg der von einem Kraftsensor erkannten Kraft anzuheben und die Hubbewegung
daraufhin anzuhalten. Die Motorsteuereinheit kann außerdem dazu eingerichtet sein,
eine Meldung über den erkannten sprunghaften Anstieg der von einem Kraftsensor erkannten
Kraft auszugeben. Die Motorsteuereinheit kann zudem dazu eingerichtet sein, die Hubbewegung
fortzuführen, sobald sie eine entsprechende Antwort auf die Meldung erhalten hat.
Diese Antwort kann von einem Bediener oder von mindestens einer verbundenen Motorsteuereinheit,
insbesondere von mindestens einer verbundenen Motorsteuereinheit einer anderen Hubvorrichtung
100, stammen. Die Antwort kann dabei eine Mehrzahl gleichlautender Antworten von einer
Mehrzahl von verbundenen Motorsteuereinheiten anderer Hubvorrichtungen 100 sein. Mit
"verbunden" ist auch hier eine drahtgebundene oder drahtlose Verbindung bezeichnet.
[0068] Die Hubvorrichtung 100 kann einen Stromanschluss und/oder eine integrierte Batterie
zum Betreiben elektrischer Verbraucher, wie den Motor, der Hubvorrichtung 100 aufweisen.
[0069] Werden mehrere Hubvorrichtungen 100 gleichzeitig zum Anheben eines einzigen Objekts
verwendet, so bilden diese Hubvorrichtungen 100 ein Hubsystem.
[0070] Die mindestens zwei Hubvorrichtungen 100 eines solchen Hubsystems können drahtlos
steuerbar sein.
[0071] Dies kann über eine Fernsteuerungseinheit, beispielsweise eine Fernbedienung und/oder
ein Mobilgerät, wie Mobiltelefon, Handy, Tablet oder dergleichen, erfolgen. Die Fernsteuerungseinheit
kann eine entsprechende Steuerung mit einem Prozessor und/oder Speichermedium und/oder
ein entsprechendes Computerprogrammprodukt, beispielsweise eine App, aufweisen. Dabei
können mehrere oder alle Hubvorrichtungen 100 über eine einzige Fernsteuerungseinheit
steuerbar sein. Die Steuerung kann die jeweiligen Motoren der jeweiligen Hubvorrichtungen
100 steuern.
[0072] Die mindestens zwei Hubvorrichtungen 100 können drahtlos synchronisierbar sein. Dabei
können die jeweiligen Motorsteuereinheiten drahtlos miteinander synchronisierbar sein.
Dadurch können die jeweiligen Hubvorrichtungen 100 derart gesteuert werden, dass die
jeweiligen Motoren die jeweiligen Getriebeanordnungen 106 synchron antreiben. Dadurch
kann eine synchrone Bewegung der jeweiligen Halterungen 104 erreicht werden. Dabei
kann das Hubsystem derart eingerichtet sein, dass ein synchroner Antrieb erst vorgesehen
ist, nachdem jede wirkverbundene Hubvorrichtung 100 einen erkannten sprunghaften Anstieg
der auf ihrer jeweiligen Halterung 104 wirkenden Kraft erkannt hat. Alternativ oder
zusätzlich kann der synchrone Antrieb durch eine synchrone Ausgabe der jeweiligen
Wegsensoren aller wirkverbundenen Hubvorrichtungen 100 definiert sein. Somit lassen
sich die jeweiligen Halterungen 104 mit der gleichen Geschwindigkeit anheben oder
absenken. Dadurch kann ein Objekt, dass von den Hubvorrichtungen 100 eines solchen
Systems angehoben oder abgesenkt wird, waagerecht, d.h. unter Beibehaltung seiner
ursprünglichen Orientierung vor dem Anheben, angehoben werden. Das Hubsystem kann
derart eingerichtet sein, dass ein Hubabbruch einer Hubvorrichtung 100 zum Hubabbruch
aller anderen Hubvorrichtungen 100 des Hubsystems führt, um auch in diesem Fall ein
Kippen des Objekts zu verhindern.
[0073] Mit "kann" sind insbesondere optionale Merkmale der Erfindung bezeichnet. Demzufolge
gibt es auch Weiterbildungen und/oder Ausführungsbeispiele der Erfindung, die zusätzlich
oder alternativ das jeweilige Merkmal oder die jeweiligen Merkmale aufweisen.
[0074] Aus den vorliegend offenbarten Merkmalskombinationen können bedarfsweise auch isolierte
Merkmale herausgegriffen und unter Auflösung eines zwischen den Merkmalen gegebenenfalls
bestehenden strukturellen und/oder funktionellen Zusammenhangs in Kombination mit
anderen Merkmalen zur Abgrenzung des Anspruchsgegenstands verwendet werden. Die Reihenfolge
und/oder Anzahl der Schritte des Verfahrens kann variiert werden.
Bezugszeichen
[0075]
- 100
- Hubvorrichtung
- 102
- Hauptkörper
- 104
- Halterung
- 106
- Getriebeanordnung
- 108
- Boden
- 110
- linke Seitenwand
- 112
- rechte Seitenwand
- 114
- Rückwand
- 116
- Decke
- 118
- linke Linearführung
- 120
- rechte Linearführung
- 122
- Haltemittel
- 124
- linkes Linearlager
- 126
- rechtes Linearlager
- 128
- Bodenaussparung
- 130
- Planetenhalterungen
- 132
- Planetengetriebe
- 134
- Sonnenrad
- 136
- Planetenräder
- 138
- Ringrad
- 140
- Anschlusswelle
- 142
- Zugelement
- 143
- Befestigungselement / Halteelement
- 144
- ringförmige Ausnehmungen
- 145
- Führungsöffnung
- 146
- Rollen
- 148
- Hubdrehrichtung
- 150
- Absenkdrehrichtung
- 152
- Bodenabstandsstrukturen
- 154
- obere Verbindungsachse
- 156
- untere Verbindungsachse
- 158
- Außenring des Ringrads
- 160
- Innenring des Ringrads
- 162
- Innenverzahnung Ringrad
- 164
- axial innenliegende Abschnitte der Planetenräder
- 166
- axial außenliegende Abschnitte der Planetenräder
- 168
- axial innenliegender Abschnitt des Sonnenrads
- 170
- axial außenliegende Abschnitte des Sonnenrads
- 172
- Innenring der Planetenhalterung
- 174
- Innenverzahnung des Innenrings der Planetenhalterung
1. Hubvorrichtung (100) zum Heben und/oder Transportieren eines Objekts, aufweisend:
- einen Hauptkörper (102),
- eine Halterung (104) für ein Objekt, die am Hauptkörper (102) angebracht sowie relativ
zum Hauptkörper (102) bewegbar ist, und
- eine Getriebeanordnung (106), die dazu eingerichtet ist, angetrieben zu werden,
um die Halterung (104) relativ zum Hauptkörper (102) zu bewegen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubvorrichtung (100) roll- und/oder tragbar ist.
2. Hubvorrichtung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubvorrichtung (100) über eine Selbsthemmung verfügt, um eine Bewegung der Halterung
(104) relativ zum Hauptkörper (102) zu blockieren, wenn die Getriebeanordnung (106)
nicht angetrieben wird.
3. Hubvorrichtung (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubvorrichtung (100) ein längliches Zugelement (142) zum Bewegen der Halterung
(104) relativ zum Hauptkörper (102) aufweist, wobei das Zugelement (142) mit einem
relativ zum Hauptkörper (102) beweglichen Teil, wie Ringrad (138), der Getriebeanordnung
(106) und in einem Abstand zu diesem mit der Halterung (104) koppelbar ist.
4. Hubvorrichtung (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Halterung (104) über Haltemittel (122) für ein Objekt verfügt.
5. Hubvorrichtung (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Getriebeanordnung (106) ein Planetengetriebe (132) mit einem Sonnenrad (134),
Planetenrädern (136) und einem Ringrad (138) aufweist.
6. Hubvorrichtung (100) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sonnenrad (134) drehfest mit einer Anschlusswelle (140) gekoppelt ist.
7. Hubvorrichtung (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubvorrichtung (100) einen mit der Getriebeanordnung (106) verbundenen Motor und
eine Motorsteuereinheit aufweist.
8. Hubvorrichtung (100) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubvorrichtung (100) über einen mit der Motorsteuereinheit verbundenen Kraftsensor,
um einen Kraftanstieg einer auf die Halterung (104) wirkenden Kraft zu erkennen, verfügt.
9. Hubsystem, dadurch gekennzeichnet, dass
das Hubsystem mindestens zwei Hubvorrichtungen (100) nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche umfasst.
10. Hubsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens zwei Hubvorrichtungen (100) drahtlos steuerbar sind.
11. Hubsystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens zwei Hubvorrichtungen (100) drahtlos synchronisierbar sind.