[0001] Die Erfindung betrifft eine Pistenraupe mit einem Fahrerhaus sowie mit einer Heckfräse,
die einen Trägerrahmen, der lösbar mit einem Heckträger der Pistenraupe verbunden
ist, und wenigstens zwei in jeweils einem Fräswellengehäuse drehbar gelagerte Fräswellen
aufweist, wobei die Fräswellengehäuse quer zur Schlepprichtung der Heckfräse zueinander
benachbart und zumindest weitgehend fluchtend zueinander ausgerichtet sowie relativ
zueinander in ihrer Ausrichtung begrenzt knickbeweglich angeordnet sind, sowie mit
einer Stellvorrichtung zur Verstellung und Fixierung der Fräswellengehäuse relativ
zueinander in unterschiedlichen Knickausrichtungen. Die Erfindung betrifft zudem eine
Heckfräse für eine derartige Pistenraupe mit einem Trägerrahmen, der wenigstens zwei
Fräswellengehäuse trägt, in denen wenigstens jeweils eine Fräswelle drehbar gelagert
ist, wobei die zwei Fräswellengehäuse quer zur Schlepprichtung der Heckfräse zueinander
benachbart und in ihrer Längserstreckung zumindest weitgehend fluchtend zueinander
ausgerichtet und relativ zueinander begrenzt knickbeweglich angeordnet sind, sowie
mit einer Stellvorrichtung zur Verstellung und Fixierung der Fräswellengehäuse relativ
zueinander in unterschiedlichen Knickausrichtungen.
[0002] Eine derartige Pistenraupe mit einer derartigen Heckfräse ist aus der
WO 98/52658 A1 bekannt. Die bekannte Heckfräse ist heckseitig an einer Pistenraupe angeordnet, die
im Fahrbetrieb die Heckfräse über einen Schneeuntergrund schleppt. Die Heckfräse weist
zwei Fräswellengehäuse auf, in denen jeweils eine Fräswelle drehbar gelagert ist.
Die beiden Fräswellengehäuse erstrecken sich quer zur Schlepprichtung der Heckfräse
jeweils etwa über eine Hälfte der in Querrichtung erstreckten Längsausrichtung der
Heckfräse. Die beiden Fräswellengehäuse sind mittig über eine Gelenkanordnung begrenzt
knickbeweglich miteinander gekoppelt, um eine exakt fluchtende Ausrichtung der beiden
Fräswellengehäuse, eine nach unten geknickte, etwa V-förmige Knickausrichtung und
eine nach oben geknickte, dachförmige Ausrichtung erzielen zu können. Den beiden Fräswellengehäusen
ist in Abstand zu der Gelenkanordnung ein Hydraulikzylinder zugeordnet, der sich zwischen
den beiden Fräswellengehäusen erstreckt und mit beiden Fräswellengehäusen verbunden
ist. Durch entsprechende Betätigung des Hydraulikzylinders sind die unterschiedlichen
Knickausrichtungen der Fräswellengehäuse relativ zueinander einstellbar einschließlich
einer exakt fluchtenden Knickausrichtung.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pistenraupe und eine Heckfräse der eingangs genannten
Art zu schaffen, die eine vereinfachte Bedienung durch einen Fahrer der Pistenraupe
ermöglichen.
[0004] Diese Aufgabe wird für die Pistenraupe dadurch gelöst, dass eine Sensorik vorgesehen
ist, um relative Knickausrichtungen zwischen den Fräswellengehäusen zu erfassen, die
an eine elektronische Steuereinheit angeschlossen ist, die Sensorsignale der Sensorik
auswertet und in einer Ausgabeeinheit im Fahrerhaus anzeigt.
[0005] Für die Heckfräse der eingangs genannten Art wird die der Erfindung zugrunde liegende
Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Sensorik vorgesehen ist, um relative Knickausrichtungen
zwischen den Fräswellengehäusen zu erfassen, die an eine elektronische Steuereinheit
angeschlossen ist, die Sensorsignale der Sensorik auswertet und mit einer Schnittstelle
zu einer Ausgabeeinheit in einem Fahrerhaus versehen ist, um in montiertem Betriebszustand
der Heckfräse an der Pistenraupe die jeweiligen relativen Knickausrichtungen an der
Ausgabeeinheit anzuzeigen.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Pistenraupe wie auch durch die erfindungsgemäße Heckfräse
ist eine Wartung oder Gestaltung von Schneegelände für eine die Pistenraupe steuernde
Person wesentlich vereinfacht. Denn die Person erhält Informationen über die Knickausrichtung
der zueinander benachbarten Fräswellengehäuse direkt im Fahrerhaus, ohne dass die
Person aussteigen muss und sich durch Besichtigung der Heckfräse über die Knickausrichtung
der Fräswellengehäuse informieren muss. Die erfindungsgemäße Lösung ist besonders
vorteilhaft für die Gestaltung von Funparks geeignet. Die Erfindung ist für zwei oder
mehr Fräswellengehäuse vorgesehen, die quer zur Schlepprichtung aneinanderschließen,
wie auch für eine entsprechende Anzahl von zwei oder mehr in den Fräswellengehäusen
gelagerten Fräswellen. Bei mehr als zwei Fräswellengehäusen sind jeweils immer zwei
unmittelbar benachbarte Fräswellengehäuse in ihrer Knickausrichtung erfassbar. Bei
drei oder mehr Fräswellengehäusen ergibt sich demzufolge eine Kette aus Fräswellengehäusen,
wobei jeweils zwei benachbarte Fräswellengehäuse vorzugsweise gelenkig miteinander
gekoppelt sind. Die Fräswellengehäuse können entweder direkt mittels einer Gelenkanordnung
jeweils stirnseitig miteinander verbunden sein oder indirekt über entsprechend schwenkbewegliche
Lagerung der Fräswellengehäuse am Trägerrahmen. In einer neutralen Knickausrichtung
sind die Fräswellengehäuse in ihrer Längserstreckung exakt fluchtend zueinander ausgerichtet.
Eine Knickbeweglichkeit ist zumindest weitgehend in einer Bewegungsebene vorgesehen,
die sich in Hochrichtung sowie quer zur Schlepprichtung der Heckfräse erstreckt. Dadurch
ergeben sich dach- oder V-förmige Knickausrichtungen. Die Ausgabeeinheit ist vorzugsweise
als visuelle Ausgabeeinheit für die die Pistenraupe steuernde Person vorgesehen. Alternativ
oder ergänzend ist es möglich, die Ausgabeeinheit als akustische Ausgabeeinheit auszuführen,
wobei Informationen über die ausgewerteten Sensorsignale je nach Ausgestaltung der
Ausgabeeinheit visuell oder akustisch ausgegeben werden.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung ist der Steuereinheit ein Datenspeicher zugeordnet,
in dem vorgegebene Grundausrichtungen der Fräswellengehäuse relativ zueinander abgespeichert
sind, und im Fahrerhaus ist eine Bedieneinheit vorgesehen, mittels der ein Fahrer
eine der Grundausrichtungen auswählen kann, und die Steuereinheit steuert die Stellvorrichtung
an abhängig von der getroffenen Auswahl der Bedieneinheit. Die im Datenspeicher abgespeicherten
Grundausrichtungen können eine Neutralstellung (neutrale Knickausrichtung), eine Dachstellung
(dachförmig nach oben geknickte Fräswellengehäuse) und eine V-Stellung (V-förmig nach
unten geknickte Fräswellengehäuse) umfassen. Die Bedieneinheit weist Informationen
für die die Pistenraupe steuernde Person auf, die es der Person ermöglichen, eine
der Grundausrichtungen auszuwählen und so die Steuereinheit anzusteuern, damit diese
die Stellvorrichtung aktiviert und die entsprechend ausgewählte Grundausrichtung für
die Fräswellengehäuse einstellt.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Ausgabeeinheit eine für einen Fahrer
in dem Fahrerhaus erfassbare optische und/oder akustische Anzeigeeinrichtung auf.
Der Fahrer ist eine die Pistenraupe steuernde Person. Es ist möglich, die Anzeigeeinrichtung
entweder optisch oder akustisch zu gestalten oder aber eine kombinierte optische und
akustische Anzeigeeinrichtung vorzusehen.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Fräswellengehäuse stirnseitig mittels
einer Gelenkanordnung beweglich aneinander gekoppelt. Die Gelenkanordnung definiert
vorzugsweise eine in Schlepprichtung der Heckfräse ausgerichtete Gelenkachse.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Stellvorrichtung wenigstens einen
Linearstellantrieb auf, der mit beiden Fräswellengehäusen in radialem Abstand zu einer
Gelenkachse der Gelenkanordnung verbunden ist. Der Linearstellantrieb kann vorteilhaft
als hydraulisch oder pneumatisch betriebener Stellzylinder oder als elektrischer Spindelantrieb
ausgeführt sein. Die Stellvorrichtung ist derart ausgeführt, dass sie eine stufenlose
Veränderung der Knickwinkel zwischen den beiden Fräswellengehäusen ermöglicht.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dem Linearstellantrieb eine Wegsensorik
zugeordnet. Die Wegsensorik ist vorzugsweise einem Kolben des hydraulischen oder pneumatischen
Stellzylinders oder einer Spindel des elektrischen Spindelantriebs zugeordnet.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Gelenkanordnung eine Winkelsensorik
zugeordnet. Die Winkelsensorik erfasst unterschiedliche Winkelausrichtungen der Fräswellengehäuse
relativ zueinander, d.h. unterschiedliche Knickwinkel.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Stellvorrichtung eine Schwimmfunktion
sowie eine Arretierfunktion auf. Unter der Schwimmfunktion der Stellvorrichtung ist
ein nicht blockierter Zustand zu verstehen, in der die Fräswellengehäuse relativ zueinander
in ihrer Knickwinkelausrichtung beweglich sind. Unter der Arretierfunktion ist eine
Blockierung der jeweiligen Knickwinkelausrichtung zu verstehen. Die Schwimmfunktion
hat den Vorteil, dass die Heckfräse durch die die Pistenraupe steuernde Person auf
einem Schneeuntergrund abgelegt werden kann und die Fräswellengehäuse sich zwangsläufig
entsprechend der Kontur der Oberfläche des Schneeuntergrunds ausrichten. Diese Ausrichtung
kann anschließend blockiert werden durch die Arretierfunktion.
[0014] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie
aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
die anhand der Zeichnungen dargestellt ist.
- Fig. 1
- zeigt in einer Frontansicht unter Weglassung der Darstellung der Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Pistenraupe eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Heckfräse
in Abstand zu einem Schneeuntergrund,
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung einen Teilbereich der Heckfräse gemäß Fig. 1 in einer
auf dem Schneeuntergrund abgelegten Knickausrichtung und
- Fig. 3 bis 5
- schematisch unterschiedliche Ausrichtungen von zwei Fräswellengehäusen der Heckfräse
nach den Fig. 1 und 2 abhängig von der Ansteuerung einer entsprechenden Stellvorrichtung.
[0015] Eine anhand der Fig. 1 bis 5 nicht dargestellte Pistenraupe ist zur Wartung und Pflege
sowie zur Gestaltung von Schneegelände vorgesehen, vorzugsweise zur Funparkgestaltung.
Die Pistenraupe weist in grundsätzlich bekannter Weise einen Fahrzeugrahmen auf, dem
ein Kettenlaufwerk zugeordnet ist. Das Kettenlaufwerk weist auf gegenüberliegenden
Längsseiten des Fahrzeugrahmens jeweils eine Laufwerkskette auf, die um ein heckseitiges
Triebrad, mehrere Laufräder sowie ein frontseitiges Spannrad umläuft. Frontseitig
ist die Pistenraupe mit einem Räumschild versehen. Auf dem Fahrzeugrahmen ist frontseitig
ein Fahrerhaus angeordnet, in dem ein Cockpit für eine die Pistenraupe steuernde Person
vorgesehen ist. Die Person kann von dem Cockpit aus sowohl Fahrfunktionen der Pistenraupe
steuern als auch front- oder heckseitige Anbaugeräte steuern.
[0016] Heckseitig weist die Pistenraupe - ebenfalls in grundsätzlich bekannter Weise - einen
Heckträger auf, an dem als heckseitiges Anbaugerät eine Heckfräse 1 lösbar montiert
ist. Die Heckfräse 1 ist anhand der Fig. 1 bis 5 näher dargestellt. Die Heckfräse
1 wird in betriebsfertig montiertem Zustand an einem Heckgeräteträger der Pistenraupe
durch die Pistenraupe geschleppt. Die Pistenraupe ist vor der Heckfräse 1 positioniert
und steht mit ihrem Kettenlaufwerk auf dem in Fig. 1 nach oben gewölbten Schneeuntergrund
SU auf. Die Heckfräse 1 ist mittels einer Geräteträgeranbindung 2 mit dem nicht dargestellten
Heckgeräteträger der Pistenraupe lösbar verbunden. Die Heckfräse 1 weist einen Trägerrahmen
3 auf, an dem auch die Geräteträgeranbindung 2 fest angeordnet ist. Der Trägerrahmen
3 trägt zwei Fräswellengehäuse 4, die nach unten offen sind und in denen jeweils eine
Fräswelle 5 drehbar gelagert ist. Die beiden Fräswellen 5 sind mittels eines nicht
dargestellten Fräswellenantriebs antreibbar.
[0017] Die Heckfräse 1 ist von vorne, d.h. von der Pistenraupe aus, dargestellt. Eine Finisheranordnung,
die hinter den Fräswellen und damit auch hinter den Fräswellengehäusen 4 vorgesehen
ist, ist anhand der Fig. 1 und 2 nicht erkennbar und auch nicht dargestellt.
[0018] Wie anhand der Fig. 1 und 2 erkennbar ist, ist jedes Fräswellengehäuse 4 kastenförmig
gestaltet und an entsprechenden Trägerarmen des Trägerrahmens 3 aufgehängt. Die Aufhängung
erfolgt begrenzt beweglich, um die nachfolgend beschriebenen Ausgleichsbewegungen
der Fräswellengehäuse zuzulassen. Die beiden Fräswellengehäuse 4 fluchten quer zur
Schlepprichtung, d.h. in der Längserstreckung der Fräswellen 5, relativ zueinander,
wie Fig. 1 gut entnommen werden kann. Dabei sind in Fig. 1 beide Fräswellengehäuse
in einer gemeinsamen Flucht exakt koaxial zueinander ausgerichtet. Die beiden Fräswellengehäuse
4 weisen jeweils stirnseitige Abschlüsse auf, wobei zwei innere stirnseitige Abschlüsse
der beiden Fräswellengehäuse 4 in einem mittigen Bereich der Heckfräse 1 in geringem
Abstand zueinander positioniert sind. Die beiden stirnseitigen Abschlüsse der Fräswellengehäuse
4 sind über eine Gelenkanordnung 6 miteinander verbunden, die eine in Schlepprichtung,
d.h. orthogonal zur Zeichenebene, erstreckte Gelenkachse definiert (siehe auch Fig.
2). Die beiden Fräswellengehäuse 4 sind demzufolge über diese Gelenkanordnung 6 um
die Gelenkachse gelenkig miteinander verbunden, wie Fig. 2 gut entnehmbar ist.
[0019] Anhand der Fig. 2 ist auch gut erkennbar, dass die beiden Fräswellengehäuse 4 im
Bereich ihrer Oberseite über eine Stellvorrichtung 7, vorliegend in Form eines hydraulischen
Stellzylinders, miteinander verbunden sind. Dabei ist ein mit dem linken Fräswellengehäuse
4 fest verbundener Anlenkpunkt 8 einerseits und ein mit dem rechten Fräswellengehäuse
4 fest verbundener Anlenkpunkt 9 andererseits vorgesehen. An dem einen Anlenkpunkt
8 greift ein Ende eines Stellkolbens des Stellzylinders an. An dem anderen Anlenkpunkt
9 greift ein Stirnende des Zylinders des Stellzylinders 7 an. Der hydraulische Stellzylinder
7 ist durch eine Steuervorrichtung St (siehe Fig. 3 bis 5) betätigbar, wobei die Steuervorrichtung
St den Stellzylinder, d.h. die Stellvorrichtung 7, auch in einer Schwimmstellung halten
kann, in der der Stellkolben des Stellzylinders relativ zu dem Zylinder linearbeweglich,
d.h. schwimmend, angeordnet ist.
[0020] Je nach Ansteuerung der Stellvorrichtung 7 kann eine Knickausrichtung der beiden
Fräswellengehäuse 4 relativ zueinander, d.h. eine Verschwenkung um die Gelenkachse
der Gelenkanordnung 6, stufenlos in vielen verschiedenen Winkelausrichtungen vorgenommen
werden. Anhand der Fig. 1 und 4 ist eine Neutralstellung der beiden Fräswellengehäuse
5 gezeigt, in der die beiden Fräswellengehäuse 4 exakt koaxial zueinander fluchten.
In Fig. 2 wie auch in Fig. 5 sind Dachstellungen gezeigt, in der die beiden Fräswellengehäuse
4 nach oben verschwenkt sind, so dass sie nach Art eines flachen Dachs ausgerichtet
sind. Anhand Fig. 3 ist eine V-Stellung gezeigt, in der die beiden Fräswellengehäuse
4 um die Gelenkachse der Gelenkanordnung 6 aus der neutralen Stellung geringfügig
nach unten verschwenkt sind, so dass sich in einer Ansicht in Schlepprichtung eine
winklige Ausrichtung nach Art eines leichten V ergibt.
[0021] Die Stellvorrichtung 7 dient nicht nur zur Verstellung der Fräswellengehäuse in ihrer
Knickausrichtung relativ zueinander, sondern auch zur Fixierung der jeweils eingestellten
Knickausrichtung.
[0022] Die unterschiedlichen Winkelstellungen und demzufolge die unterschiedlichen Knickausrichtungen
der Fräswellengehäuse 4 relativ zueinander werden durch eine Sensorik erfasst, die
bei der Darstellung nach den Fig. 3 bis 5 durch eine Wegsensorik S
1 einerseits und eine Winkelsensorik S
2 andererseits gebildet ist. Alternativ kann lediglich die Wegsensorik S
1 oder die Winkelsensorik S
2 vorgesehen sein.
[0023] Die Sensorik ist an die Steuereinheit St angeschlossen, die eine elektronische Datenverarbeitungseinheit
darstellt. Dabei ist die Wegsensorik dem Stellzylinder der Stellvorrichtung 7 zugeordnet,
um Aus- oder Einfahrwege des Stellkolbens relativ zum Zylinder zu erfassen. Die Winkelsensorik
S
2 ist der Gelenkanordnung 6 zugeordnet. Die Steuereinheit St erfasst entsprechende
Sensorsignale der Sensorik S
1, S
2, verarbeitet diese und ist über eine Schnittstelle 10 mit einer Ausgabeeinheit A
gekoppelt, die dem Cockpit der die Pistenraupe steuernden Person in dem Fahrerhaus
zugeordnet ist. Die Ausgabeeinheit A gibt der die Pistenraupe steuernden Person Informationen
aus über die relative Knickausrichtung der Fräswellengehäuse 4 relativ zueinander.
Diese Informationen können in der Ausgabeeinheit A visualisiert sein durch schematische
Darstellungen der Neutralstellung, der dachförmigen Knickausrichtung oder der V-förmigen
Knickausrichtung der Fräswellen analog der Darstellungen gemäß den Fig. 3, 4 und 5.
Alternativ oder ergänzend kann die Ausgabeeinheit auch lediglich schriftliche Informationen
ausgeben über die Winkelausrichtung relativ zu der neutralen Nulllage. Im Cockpit
ist zudem eine Bedieneinheit B vorgesehen, die durch die die Pistenraupe steuernde
Person aktivierbar und zu bedienen ist. Die Bedieneinheit B ist an die Steuereinheit
St angeschlossen. In der Steuereinheit St sind Daten über die Neutralstellung der
Fräswellengehäuse 4 relativ zueinander, wenigstens eine vorgegebene V-Stellung und
wenigstens eine vorgegebene Dachstellung der Fräswellengehäuse 4 relativ zueinander
vorgegeben. Mittels der Bedieneinheit B kann eine dieser Stellungen durch die die
Pistenraupe steuernde Person angesteuert werden, wodurch die Stellvorrichtung 7 die
Fräswellengehäuse 4 in die gewünschte Relativstellung ausrichtet.
[0024] In Fig. 1 ist die Heckfräse 1 in ihrer Transportstellung an der Pistenraupe gezeigt,
in der die Heckfräse 1 von einem Schneeuntergrund SU aus nach oben angehoben ist.
Wenn nun die Heckfräse 1 abgesenkt wird bis in die Stellung gemäß Fig. 2 und die Stellvorrichtung
7 sich in ihrer Schwimmstellung befindet, in der die beiden Fräswellengehäuse 4 relativ
zueinander schwenkbeweglich sind, dann passt sich die Knickausrichtung der Fräswellengehäuse
4 relativ zueinander zwangsläufig der Wölbung der Oberfläche des Schneeuntergrunds
SU an. In dieser Stellung kann die Stellvorrichtung 7 nun die Fräswellengehäuse 4
relativ zueinander blockieren, so dass diese Knickausrichtung in Form einer Dachstellung
bei einem anschließenden Schleppbetrieb der Heckfräse 1 beibehalten wird. Dadurch
sind gleichmäßige Pistenoberflächen für den Schneeuntergrund SU bei der Bearbeitung
durch die Pistenraupe erzielbar. Die erfindungsgemäße Pistenraupe eignet sich in besonders
guter Weise für die Erstellung von Funparks mit entsprechenden Hügel- oder Wannenoberflächen
des Schneeuntergrunds SU.
1. Pistenraupe mit einem Fahrerhaus sowie mit einer Heckfräse (1), die einen Trägerrahmen
(3), der lösbar mit einem Heckträger der Pistenraupe verbunden ist, und wenigstens
zwei in jeweils einem Fräswellengehäuse (4) drehbar gelagerte Fräswellen (5) aufweist,
wobei die Fräswellengehäuse (4) quer zur Schlepprichtung der Heckfräse (1) zueinander
benachbart und zumindest weitgehend fluchtend zueinander ausgerichtet sowie relativ
zueinander in ihrer Ausrichtung begrenzt knickbeweglich angeordnet sind, sowie mit
einer Stellvorrichtung (7) zur Verstellung und Fixierung der Fräswellengehäuse relativ
zueinander in unterschiedlichen Knickausrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensorik (S1, S2) vorgesehen ist, um relative Knickausrichtungen zwischen den Fräswellengehäusen (4)
zu erfassen, die an eine elektronische Steuereinheit (St) angeschlossen ist, die Sensorsignale
der Sensorik (S1, S2) auswertet und in einer Ausgabeeinheit (A) im Fahrerhaus anzeigt.
2. Pistenraupe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuereinheit (St) ein Datenspeicher zugeordnet ist, in dem vorgegebene Grundausrichtungen
der Fräswellengehäuse (4) relativ zueinander abgespeichert sind, und dass im Fahrerhaus
eine Bedieneinheit (B) vorgesehen ist, mittels der eine die Pistenraupe steuernde
Person eine der Grundausrichtungen auswählen kann, und dass die Steuereinheit (St)
die Stellvorrichtung (7) ansteuert abhängig von der getroffenen Auswahl an der Bedieneinheit
(B).
3. Pistenraupe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinheit (A) eine für eine Person in dem Fahrerhaus erfassbare, optische
und/oder akustische Anzeigeeinrichtung aufweist.
4. Pistenraupe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräswellengehäuse (4) stirnseitig mittels einer Gelenkanordnung (6) beweglich
miteinander gekoppelt sind.
5. Pistenraupe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung (7) wenigstens einen Linearstellantrieb aufweist, der mit beiden
Fräswellengehäusen (4) in radialem Abstand zu einer Gelenkachse der Gelenkanordnung
(6) verbunden ist.
6. Pistenraupe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Linearstellantrieb eine Wegsensorik (S1) zugeordnet ist.
7. Pistenraupe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkanordnung (6) eine Winkelsensorik (S2) zugeordnet ist.
8. Pistenraupe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung (7) eine Schwimmfunktion sowie eine Arretierfunktion aufweist.
9. Heckfräse (1) für eine Pistenraupe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder einem
der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Trägerrahmen (3), der wenigstens zwei Fräswellengehäuse
(4) trägt, in denen wenigstens jeweils eine Fräswelle (5) drehbar gelagert ist, wobei
die zwei Fräswellengehäuse (4) quer zur Schlepprichtung der Heckfräse (1) zueinander
benachbart und in ihrer Längserstreckung zumindest weitgehend fluchtend zueinander
ausgerichtet und relativ zueinander begrenzt knickbeweglich angeordnet sind, sowie
mit einer Stellvorrichtung (7) zur Verstellung und Fixierung der Fräswellengehäuse
(4) relativ zueinander in unterschiedlichen Knickausrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensorik (S1, S2) vorgesehen ist, um relative Knickausrichtungen zwischen den Fräswellengehäusen (4)
zu erfassen, die an eine elektronische Steuereinheit (St) angeschlossen ist, die Sensorsignale
der Sensorik (S1, S2) auswertet und mit einer Schnittstelle (10) zu einer Ausgabeeinheit (A) in einem
Fahrerhaus der Pistenraupe versehen ist, um in montiertem Betriebszustand der Heckfräse
an der Pistenraupe die jeweiligen relativen Knickausrichtungen an der Ausgabeeinheit
(A) anzuzeigen.
10. Heckfräse (1) nach Anspruch 9, weiter ausgestaltet durch die die Heckfräse (1) betreffenden
kennzeichnenden Merkmale von wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 8.