[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung für einen Flügel eines Fensters oder
einer Klappe, mit mindestens einem Antrieb zum Bewegen des Flügels gegenüber einem
feststehenden Blendrahmen mittels eines flexiblen Zug- und Schubelements, wobei der
Antrieb zu seiner Stromversorgung und/oder Ansteuerung eine mit dem Antrieb verbundene
Anschlussleitung umfasst, und mit einer Befestigungsstruktur, insbesondere einer Konsole,
zur Befestigung des Antriebs an dem Flügel oder dem Blendrahmen.
[0002] Eine derartige Antriebsanordnung ist grundsätzlich bekannt. Bei bisherigen Antriebsanordnungen
ist bislang vorgesehen, dass eine vergleichsweise lange Anschlussleitung mit dem Antrieb
verbunden ist, beispielsweise indem die Anschlussleitung an dem Antrieb festgelötet
oder angeschraubt ist. Die Anschlussleitung dient zur Stromversorgung und/oder Ansteuerung
des Antriebs und ist üblicherweise bis zu 2 m lang.
[0003] Für Wartungszwecke hat es sich als problematisch herausgestellt, dass zum Ausbau
des Antriebs entweder die gesamte Anschlussleitung mit ausgetauscht werden muss, was
sich insbesondere dann als schwierig erweist, wenn die Anschlussleitung in dem Flügel
oder dem Blendrahmen verbaut ist, oder es muss zum Lösen der Anschlussleitung erst
ein den Antrieb aufnehmendes Gehäuse geöffnet werden, um zur Anschlussstelle der Anschlussleitung
an dem Antrieb zu gelangen. Beide Vorgehensweisen sind überaus aufwendig.
[0004] Eine Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Antriebsanordnung zu schaffen,
welche sich leichter warten lässt und insbesondere bei welcher sich ein Antrieb leichter
austauschen lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Antriebsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst, und insbesondere dadurch, dass an der Befestigungsstruktur ein zu dem Antrieb
separates elektrisches Verbindungsmittel angeordnet ist, welches einen Versorgungsanschluss
zur elektrischen Verbindung des Verbindungsmittels mit einer Stromquelle und/oder
einer Steuereinheit umfasst und welches einen mit dem Versorgungsanschluss elektrisch
verbundenen Antriebsanschluss aufweist, über welchen der Antrieb über dessen Anschlussleitung
mit dem Verbindungsmittel elektrisch verbunden ist.
[0006] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einen Antrieb über dessen Anschlussleitung
nicht direkt mit einer Stromquelle und/oder Steuereinheit zu verbinden, sondern mit
einem zwischen den Anschluss und die Stromquelle und/oder Steuereinheit zwischengeschalteten
separaten elektrischen Verbindungsmittel, welches seinerseits mit der Stromquelle
und/oder der Steuereinheit elektrisch verbunden ist.
[0007] Das elektrische Verbindungsmittel ist an einer zur Befestigung des Antriebs vorgesehenen
Befestigungsstruktur angeordnet und befindet sich somit in der Nähe des Antriebs.
Da der Antrieb nicht direkt mit der Stromquelle und/oder Steuereinheit, sondern lediglich
mit dem Verbindungsmittel elektrisch verbunden ist, kann im Vergleich zu einer den
Antrieb mit der Stromquelle und/oder der Steuereinheit direkt verbindenden Anschlussleitung
eine kürzere Anschlussleitung verwendet werden, um den kurzen Abstand zwischen dem
elektrischen Verbindungsmittel und dem Antrieb zu überbrücken. Zum Ausbau des Antriebs
muss somit nicht mehr eine den Antrieb mit der Stromquelle und/oder der Steuereinheit
verbindende Anschlussleitung vollständig mitausgebaut werden. Es ist vielmehr nur
noch erforderlich, die den Antrieb und das Verbindungsmittel verbindende Anschlussleitung
von dem Verbindungsmittel zu lösen, wodurch sich der Austausch und/oder die Wartung
des Antriebs insgesamt erleichtert. Die den Antrieb und das Verbindungsmittel verbindende
Anschlussleitung kann beispielsweise eine Länge zwischen 2 und 10 cm und vorzugsweise
zwischen 3 und 7 cm aufweisen. Besonders bevorzugt beträgt die Länge der Anschlussleitung
5 cm.
[0008] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der Beschreibung
und den beigefügten Zeichnungen zu entnehmen.
[0009] Gemäß einer besonders einfachen Ausgestaltung der Antriebsanordnung können der Versorgungsanschluss
und/oder der Antriebsanschluss des elektrischen Verbindungsmittels jeweils als Anschlussbuchse
oder Anschlussklemme ausgebildet sein, insbesondere wobei der Versorgungsanschluss
und der Antriebsanschluss mittels eines Kabels miteinander elektrisch verbunden sind.
Das elektrische Verbindungsmittel kann aber auch auf einer Leiterplatte mit einer
integrierten Leitung ausgebildet sein, wobei die integrierte Leitung den Versorgungsanschluss
und den Antriebsanschluss elektrisch verbindet.
[0010] Das Zug- und Schubelement ist vorzugsweise zug- und druckstabil und in einer Ebene
flexibel ausgebildet. Beispielsweise kann das Zug- und Schubelement in Form einer
Kette oder eines Bandes ausgebildet sein. Hierdurch kann das Zug- und Schubelement
möglichst platzsparend in einem den Antrieb aufnehmenden Gehäuse untergebracht sein,
wodurch sich insgesamt ein möglichst kompakter Aufbau der Antriebsanordnung ergibt.
Dabei kann das Zug- und Schubelement zur Bewegung des Fensters oder der Klappe aus
dem Gehäuse ausgefahren oder in das Gehäuse eingefahren werden.
[0011] Vorzugsweise ist das elektrische Verbindungsmittel nicht nur separat zu dem Antrieb,
sondern auch separat zu der Befestigungsstruktur ausgebildet. Hierdurch kann auch
das elektrische Verbindungsmittel für Wartungszwecke oder einen Austausch leicht ausgebaut
werden.
[0012] Das elektrische Verbindungsmittel, der Antrieb und die Befestigungsstruktur können
platzsparend derart zueinander angeordnet sein, dass der Antrieb auf einer Seite der
Befestigungsstruktur und das elektrische Verbindungsmittel auf der vom Antrieb abgewandten
Seite der Befestigungsstruktur angeordnet sind, so dass die Befestigungsstruktur zwischen
dem Antrieb und dem Verbindungsmittel angeordnet ist.
[0013] Für einen besonders einfachen Aufbau des Antriebs kann die Anschlussleitung des Antriebs
mit dem elektrischen Verbindungsmittel reversibel lösbar verbunden sein. Vorzugsweise
ist die Anschlussleitung mittels einer Steckverbindung, einer Klemmverbindung oder
einer Rastverbindung an dem elektrischen Verbindungsmittel angebracht. Die Verwendung
einer Steck-, Klemm- oder Rastverbindung ermöglicht eine einfache Montage.
[0014] Ebenso kann eine das Verbindungsmittel mit der Stromquelle und/oder Steuereinheit
verbindende Versorgungsleitung mit dem elektrischen Verbindungsmittel reversibel lösbar
verbunden oder verbindbar sein, z.B. mittels einer Steckverbindung, Klemmverbindung
oder Rastverbindung. Grundsätzlich kann die Versorgungsleitung mit dem elektrischen
Verbindungsmittel auch andersartig verbunden sein. Beispielsweise kann die Versorgungsleitung
an dem elektrischen Verbindungsmittel festgelötet oder angeschraubt sein.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Antriebsanordnung kann die Befestigungsstruktur
in Form einer Konsole ausgebildet sein, welche ein erstes Halteelement und ein zweites
Halteelement umfasst. Die Halteelemente dienen dazu, den Antrieb zwischen sich aufzunehmen.
Zu diesem Zweck sind die Haltelemente vorzugsweise in Längserstreckung der Antriebsanordnung
zueinander beabstandet. Bevorzugt sind die Haltelemente separat voneinander ausgestaltet,
so dass sich der Aufnahmebereich der Befestigungsstruktur an die Abmessungen des Antriebs
anpassen lässt. Vorzugsweise kann die das elektrische Verbindungsmittel tragende Leiterplatte
auch dazu dienen, die Halteelemente der Konsole zu tragen und zwar in Abhängigkeit
von den Abmessungen des Antriebs beabstandet voneinander.
[0016] Der Antriebsanschluss des Verbindungsmittels kann entweder an dem ersten Halteelement
oder an dem zweiten Halteelement angeordnet sein. Grundsätzlich kann aber auch an
jedem der Halteelemente jeweils ein Antriebsanschluss vorgesehen sein. Hierdurch besteht
die Möglichkeit, dass der Antrieb in einer ersten Ausrichtung oder einer um 180° gedrehten
zweiten Ausrichtung an der Befestigungsstruktur befestigt werden kann.
[0017] Bisweilen kann es sein, dass mehr als ein Antrieb benötigt wird, beispielsweise aufgrund
eines ungünstigen Hebelverhältnisses oder um schmale, langgestreckte oder schwere
Flügel oder Klappen zu bewegen. Zur elektrischen Verbindung mehrerer Antriebe ist
bei bisherigen Antriebsanordnungen vorgesehen, die Antriebe über ihre jeweiligen Anschlussleitungen
an einer zentralen Abzweigdose mit einer Stromquelle und/oder Steuereinheit zu verbinden.
Auch hier hat es sich als problematisch erwiesen, wenn die Anschlussleitungen mit
den jeweiligen Antrieben fest verbunden sind, da jeder Antrieb über seine Anschlussleitung
mit der zentralen Abzweigdose verbunden werden muss. Bei alternativen Lösungen ist
vorgesehen, dass die Stromweiterleitung und/oder die Signalweiterleitung zu weiteren
Antrieben innerhalb der jeweiligen Antriebe erfolgt. Hierbei sind die Leitungen innerhalb
des Antriebs verlegt, wodurch sich der bauliche Aufwand des Antriebs erhöht.
[0018] Zur Vermeidung der genannten Nachteile ist gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Antriebsanordnung vorgesehen, dass die Antriebsanordnung zur elektrischen Verbindung
mit einem weiteren Antrieb einen mit dem Versorgungsanschluss elektrisch verbundenen
Erweiterungsanschluss aufweist. Ebenso wie das elektrische Verbindungsmittel kann
der Erweiterungsanschluss separat zu dem Antrieb ausgebildet sein. Dabei kann eine
den Erweiterungsanschluss und den Versorgungsanschluss verbindende elektrische Leitung
ebenfalls separat zu dem Antrieb ausgebildet sein. Hierdurch ergibt sich der Vorteil,
dass auf eine aufwendige Durchführung der elektrischen Leitung im Inneren des Antriebs
verzichtet werden kann, wodurch der Antrieb einen kompakteren Aufbau aufweist.
[0019] Über den Erweiterungsanschluss lässt sich die Antriebsanordnung bei Bedarf modular
erweitern, wobei ein Modul einen Antrieb sowie ein wie hierin beschriebenes elektrisches
Verbindungsmittel und eine wie hierin beschriebene Befestigungsstruktur umfasst.
[0020] Vorzugsweise sind die elektrischen Verbindungsmittel zweier Antriebe über eine Erweiterungsleitung
miteinander verbunden, indem ein Ende der Erweiterungsleitung mit dem Erweiterungsanschluss
des Verbindungsmittels des einen Antriebs und das andere Ende der Erweiterungsleitung
mit dem Versorgungsanschluss des Verbindungsmittels des anderen Antriebs verbunden
ist. Überdies kann vorgesehen sein, über eine Erweiterungsleitung zwei Antriebsanordnungen
dadurch miteinander zu elektrisch zu verbinden, dass die Erweiterungsleitung den Erweiterungsanschluss
der einen Antriebsanordnung mit dem Versorgungsanschluss der anderen Antriebsanordnung
verbindet.
[0021] Die Erweiterungsleitung kann mit dem Erweiterungsanschluss und/oder dem Versorgungsanschluss
reversibel lösbar verbunden sein, z.B. mittels einer Steck-, Klemm- oder Rastverbindung.
Alternativ kann die Erweiterungsleitung an mindestens einem der Anschlüsse festgelötet
oder angeschraubt sein. Gemäß einer besonders einfachen Ausgestaltung kann die Erweiterungsleitung
als Kabel, insbesondere als Flachbandkabel, ausgebildet sein.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Antriebsanordnung ist der Versorgungsanschluss
an dem ersten Halteelement und der Erweiterungsanschluss an dem zweiten Halteelement
angeordnet. Hierdurch kann die Antriebsanordnung in einer Richtung erweitert werden.
Es ist aber auch möglich, dass an beiden Halteelementen jeweils ein Erweiterungsanschluss
vorgesehen ist, so dass die Antriebsanordnung in beide Richtungen erweitert werden
kann.
[0023] Bevorzugt sind der Versorgungsanschluss und der Erweiterungsanschluss über eine Verbindungsleitung
miteinander elektrisch verbunden. Die Verbindungsleitung kann in Form eines Kabels,
insbesondere eines Flachbandkabels, ausgebildet sein. Eine derartige Ausgestaltung
ist besonders bei langen Antrieben vorteilhaft. Bei kurzen Antrieben kann die Verbindungsleitung
dagegen als eine in eine Leiterplatte integrierte Leitung ausgebildet sein. Diese
Leiterplatte kann zusätzlich auch eine integrierte Leitung aufweisen, welche den Versorgungsanschluss
mit dem Antriebsanschluss elektrisch verbindet.
[0024] Für eine montagefreundliche Ausgestaltung der Antriebsanordnung kann die Antriebsanordnung
eine Montageplatte umfassen, welche die Befestigungsstruktur und das elektrische Verbindungsmittel
trägt. Hierdurch lassen sich die Befestigungsstruktur und das elektrische Verbindungsmittel
über die Montageplatte an dem Flügel oder Blendrahmen zunächst vormontieren. Anschließend
kann der Antrieb auf einfache Weise an der Befestigungsstruktur befestigt werden.
[0025] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Antriebsanordnung sieht vor, dass auf
einer gemeinsamen Montageplatte die Befestigungsstruktur und das elektrische Verbindungsmittel
zweier Antriebe angeordnet sind.
[0026] Die Montageplatte kann auch einen Teil eines Gehäuses der Antriebsanordnung bilden.
Insbesondere kann die Montageplatte als Abdeckung einer Verkabelung der Antriebsanordnung
dienen.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Antriebsanordnung kann an der Befestigungsstruktur,
insbesondere an einem der beiden Halteelemente der Konsole, ein Netzteil für den Antrieb
angeordnet sein. Hierdurch kann beispielsweise ein standardisierter 24 V Antrieb mit
einer Spannung von 230 V betrieben werden. Überdies kann das Netzteil auch auf der
Montageplatte angeordnet sein.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand der beigefügten schematischen
Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine perspektivische Ansicht einer Antriebsanordnung mit einem Antrieb;
- Fig. 1b
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Teils einer ersten Ausführungsform
der Antriebsanordnung von Fig. 1a;
- Fig. 1c
- eine Draufsicht auf ein Detail von Fig. 1b;
- Fig. 2a
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Teils einer zweiten Ausführungsform
der Antriebsanordnung von Fig. 1a;
- Fig. 2b
- eine Draufsicht auf ein Detail von Fig 2a;
- Fig. 3a
- eine perspektivische Ansicht einer Antriebsanordnung mit zwei Antrieben; und
- Fig. 3b
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Teils der Antriebsanordnung von Fig.
3a.
[0029] Die in den Zeichnungen dargestellten Antriebsanordnungen dienen jeweils dazu, einen
nicht gezeigten Flügel eines Fensters oder einer Klappe mittels eines Antriebs oder
zweier Antriebe gegenüber einem ebenfalls nicht gezeigten feststehenden Blendrahmen
zu bewegen. Zu diesem Zweck weist jeder der Antriebe ein nicht weiter dargestelltes
flexibles Zug- und Schubelement auf, welches in Form einer Kette oder eines Bandes
ausgestaltet sein kann.
[0030] Zur Umwandlung einer Bewegung des Antriebs in eine Bewegung des Flügels ist ein äußeres
Ende des Zug- und Schubelements mit einem Übertragungsmittel 4 verbunden, welches
wiederum bei an dem Blendrahmen montierter Antriebsanordnung an dem Flügel befestigt
ist oder welches bei an dem Flügel montierter Antriebsanordnung an dem Blendrahmen
befestigt ist.
[0031] Jede der in Fig. 1a und 3a dargestellten Antriebsanordnungen umfasst einen Antrieb
6 mit einer Abdeckblende sowie zwei Endkappen 8, welche in Längsrichtung der Antriebsanordnung
gesehen jeweils an voneinander abgewandten Enden des Antriebs 6 einen Abschluss der
Antriebsanordnung bilden. Zur besseren Veranschaulichung sind der Antrieb 6 bzw. die
Antriebe und die Abdeckblende bei den Detaildarstellungen in Fig. 1b, 1c, 2b und 3b
nicht wiedergegeben.
[0032] Nun Bezug nehmend auf Fig. 1a bis 1c wird der Aufbau der Antriebsanordnung gemäß
der ersten Ausführungsform genauer erläutert.
[0033] Zur mechanischen Befestigung an dem Flügel oder dem Fensterrahmen umfasst die Antriebsanordnung
eine Befestigungsstruktur 10. Die Befestigungsstruktur 10 dient auch zur Aufnahme
des Antriebs und ist hierfür in Form einer Konsole ausgebildet. Die Konsole 10 umfasst
ein erstes Halteelement 12a und ein zu dem ersten Halteelement 12a separates zweites
Halteelement 12b. In Fig. 1c ist das erste Halteelement 12a durch gestrichelte Linien
schematisch dargestellt.
[0034] Die Halteelemente 12a, 12b sind jeweils L-förmig ausgestaltet und weisen jeweils
zwei Schenkel 14, 16 auf. Konkret weist jedes Halteelement 12a, 12b einen Befestigungsschenkel
14 und einen Halteschenkel 16 auf. Die Befestigungsschenkel 14 dienen zur Befestigung
der Antriebsanordnung an dem Flügel oder Blendrahmen. Die Halteschenkel 16 sind in
Längserstreckung der Antriebsanordnung zueinander beabstandet und dienen zur Befestigung
des Antriebs 6. Der Abstand zwischen den Halteschenkeln 16 orientiert sich an den
Abmessungen des Antriebs 6 und ist so bemessen, dass der montierte Antrieb 6 zwischen
den Halteschenkeln 16 aufgenommen ist. Auf die Halteschenkel 16 lassen sich außerdem
die Endkappen 8 aufstecken, so dass die Antriebsanordnung im montierten Zustand ein
ansprechendes Erscheinungsbild aufweist.
[0035] Zur Befestigung der Antriebsanordnung an dem Flügel oder dem Blendrahmen ist in den
Befestigungsschenkeln 14 jeweils ein Paar von ersten Bohrungen 18 vorgesehen, welche
jeweils zur Aufnahme eines Befestigungselements, wie zum Beispiel einer Schraube,
dienen. Die Halteschenkel 16 weisen ein Paar von zweiten Bohrungen 20 auf, durch welche
ein Befestigungselement, wie zum Beispiel eine Schraube, zur Verbindung des Antriebs
6 mit den Halteelementen 12a, 12b hindurchgesteckt oder eingeschraubt werden kann.
Je nach Anwendungsfall können die Halteelemente 12a, 12b auch eine geringere Anzahl
an Bohrungen oder weitere Bohrungen zur Befestigung des Antriebs 6 oder der Antriebsanordnung
aufweisen.
[0036] An der Konsole 10 ist ein separat dazu sowie separat zu dem Antrieb 6 ausgebildetes
elektrisches Verbindungsmittel 22 angeordnet. Wie eine Zusammenschau der Fig. 1a und
1b erkennen lässt, ist das elektrische Verbindungsmittel 22 auf einer Seite der Halteelemente
12a, 12b angeordnet, die von der Seite abgewandt ist, welche zur Aufnahme des Antriebs
6 dient. Mit anderen Worten sind im montierten Zustand der Antriebsanordnung der Antrieb
6 auf einer Seite der Befestigungsstruktur 10 und das elektrische Verbindungsmittel
22 auf der vom Antrieb 6 abgewandten Seite der Befestigungsstruktur 10 angeordnet.
Konkret ist das elektrische Verbindungsmittel 22 auf einer Leiterplatte 24 ausgebildet,
welche auf einer von dem Antrieb 6 abgewandten Seite des ersten Halteelements 12a
angebracht ist.
[0037] Das elektrische Verbindungsmittel 22 weist einen Versorgungsanschluss 26 auf (Fig.
1c), an welchem eine Versorgungsleitung 28 zur elektrischen Verbindung des Verbindungsmittels
22 mit einer Stromquelle und/oder Steuereinheit angeschlossen ist. Die Versorgungsleitung
28 kann an dem Versorgungsanschluss 26 festgelötet, festgeschraubt oder über eine
Steck-, Klemm- oder Rastverbindung angebracht sein.
[0038] Das elektrische Verbindungsmittel 22 weist außerdem einen mit dem Versorgungsanschluss
26 elektrisch verbundenen Antriebsanschluss 30 auf. Dabei sind bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel der Antriebsanschluss 30 und der Versorgungsanschluss 26 mittels
einer in der Leiterplatte 24 integrierten Leitung elektrisch miteinander verbunden.
[0039] Der Antriebsanschluss 30 dient dazu, den Antrieb 6 über dessen Anschlussleitung mit
dem elektrischen Verbindungsmittel 22 zu verbinden. Die Anschlussleitung des Antriebs
ist mit dem Antriebsanschluss 30 des elektrischen Verbindungsmittels 22 reversibel
lösbar verbindbar, z.B. mittels einer Steck-, Klemm- oder Rastverbindung. Hierdurch
lässt sich die Anschlussleitung des Antriebs 6 auf einfache Weise von dem elektrischen
Verbindungsmittel 22 lösen, so dass sich der Antrieb 6 leicht ausbauen lässt.
[0040] Wie bereits erwähnt, ist das den Versorgungsanschluss 26 und den Antriebsanschluss
30 aufweisende elektrische Verbindungsmittel 22 an dem ersten Halteelement 12a angeordnet.
Neben dem am ersten Halteelement 12a angeordneten Antriebsanschluss 30 kann auch an
dem zweiten Halteelement 12b ein weiterer Antriebsanschluss 30 vorgesehen sein, um
den Einbau des Antriebs 6 in einer ersten Ausrichtung oder in einer um 180° gedrehten
zweiten Ausrichtung zu ermöglichen.
[0041] Die Antriebsanordnung weist außerdem einen Erweiterungsanschluss 32 auf. Der Erweiterungsanschluss
32 dient zur Erweiterung der Antriebsanordnung mit einem zusätzlichen Antrieb. Zu
diesem Zweck sind die Antriebe 6 über eine Erweiterungsleitung 38 miteinander verbunden,
wie nachstehend im Zusammenhang mit Fig. 3a und 3b noch genauer erläutert wird. Der
Erweiterungsanschluss 32 kann auch dazu verwendet werden, die Antriebsanordnung mit
einer weiteren Antriebsanordnung elektrisch zu verbinden. Die Erweiterungsleitung
38 verbindet dabei den Erweiterungsanschluss 32 der einen Antriebsanordnung mit dem
Versorgungsanschluss 26 der anderen Antriebsanordnung.
[0042] Der Erweiterungsanschluss 32 ist auf einer zu der Leiterplatte 24 des Verbindungsmittels
22 separaten Leiterplatte 24' vorgesehen. Die den Erweiterungsanschluss 32 aufweisende
Leiterplatte 24' ist auf einer von dem Antrieb 6 abgewandten Seite der Konsole 10
angeordnet und zwar an dem zweiten Halteelement 12b.
[0043] Der Erweiterungsanschluss 32 ist mit dem Versorgungsanschluss 26 über eine Verbindungsleitung
34 elektrisch verbunden. Bei der Antriebsanordnung gemäß der ersten Ausführungsform
ist die Verbindungsleitung 34 in Form eines Kabels 34, genauer gesagt in Form eines
Flachbandkabels 34, ausgestaltet. Das Flachbandkabel 34 verbindet die Leiterplatte
24 des Verbindungsmittels 22 mit der den Erweiterungsanschluss 32 aufweisenden Leiterplatte
24'. Dabei kann mindestens ein Ende des Kabels 34 mit einer der Leiterplatten 24,
24' reversibel lösbar verbunden sein, beispielsweise über eine Steck-, Klemm- oder
Rastverbindung. Überdies ist es möglich, dass mindestens ein Ende des Kabels 34 mit
einer der Leiterplatten 24, 24' fest verbunden, z.B. festgelötet, ist.
[0044] Mit Bezug auf Fig. 2a und 2b wird nun die Antriebsanordnung gemäß der zweiten Ausführungsform
beschrieben, welche sich von der Antriebsanordnung gemäß der ersten Ausführungsform
darin unterscheidet, dass das elektrische Verbindungsmittel 22 und der Erweiterungsanschluss
32 auf einer gemeinsamen Leiterplatte 24" angeordnet sind. Dabei ist die den Versorgungsanschluss
26 und den Erweiterungsanschluss 32 verbindende Verbindungsleitung 34 als eine in
die Leiterplatte 24" integrierte Leitung ausgestaltet. Die gemeinsame Leiterplatte
24" trägt außerdem die Halteelemente 12a, 12b der Konsole 10, welche in Fig. 2b durch
gestrichelte Linien schematisch dargestellt sind.
[0045] Die in Fig. 3a und 3b gezeigte dritte Ausführungsform der Antriebsanordnung basiert
auf der in den Fig. 1b und 1c gezeigten ersten Ausführungsform der Antriebsanordnung.
Die Antriebsanordnung gemäß der dritten Ausführungsform weist zwei Antriebe auf, wie
anhand der beiden Übertragungsmittel 4 zu erkennen ist. Die Anzahl der Antriebe 6
ist jedoch nicht auf zwei beschränkt. So kann eine Antriebsanordnung auch mehr als
zwei Antriebe aufweisen.
[0046] Zur Befestigung der Antriebe ist jeweils eine Konsole 10 vorgesehen, wie sie vorstehend
im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform der Antriebsanordnung bereits erläutert
wurde. Neben den Konsolen 10 ist für jeden Antrieb 6 ein elektrisches Verbindungsmittel
22 vorgesehen, welches jeweils mit einem Erweiterungsanschluss 32 auf solch eine Weise
verbunden ist, wie es vorstehend im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform der
Antriebsanordnung beschrieben wurde. Grundsätzlich können das elektrische Verbindungsmittel
22 und der Erweiterungsanschluss 32 auch in der Art und Weise miteinander verbunden
sein, wie es im Zusammenhang mit der zweiten Ausführungsform der Antriebsanordnung
beschrieben wurde.
[0047] Wie anhand von Fig. 3b zu erkennen ist, sind die Antriebe 6 über die bereits erwähnte
Erweiterungsleitung 38 miteinander elektrisch verbunden. Ein Ende der Erweiterungsleitung
38 ist mit dem am zweiten Halteelement 12b der ersten Konsole 10 angeordneten Erweiterungsanschluss
32 verbunden. Das andere Ende der Erweiterungsleitung 38 ist mit dem am ersten Halteelement
12a der zweiten Konsole 10 angeordneten Versorgungsanschluss 26 des zweiten elektrischen
Verbindungsmittels 22 verbunden. Mindestens ein Ende der Erweiterungsleitung 38 kann
mit einem der Anschlüsse 26, 32 reversibel lösbar verbunden sein, beispielsweise über
eine Steck-, Klemm- oder Rastverbindung. Alternativ oder zusätzlich kann mindestens
ein Ende der Erweiterungsleitung 38 mit einem der Anschlüsse 26, 32 fest verbunden
sein, z.B. festgelötet sein.
[0048] Sowohl die Konsolen 10 als auch die elektrischen Verbindungsmittel 22 werden von
einer gemeinsamen Montageplatte 36 getragen. Die Montageplatte 36 bildet zusammen
mit der Abdeckblende und den Endkappen 8 ein Gehäuse der Antriebsanordnung.
[0049] Abschließend ist anzumerken, dass die vorstehend beschriebenen Antriebsanordnungen
jeweils ein in den Zeichnungen nicht dargestelltes Netzteil aufweisen können. Das
Netzteil ist dazu vorgesehen, eine Netzspannung an eine Betriebsspannung des Antriebs
6 oder der Antriebe anzupassen. Das Netzteil ist bevorzugt an der Befestigungsstruktur
10 und insbesondere an einem der Halteelemente 12a, 12b der Konsole 10 angeordnet.
Das Netzteil kann aber auch auf der Montageplatte 36 angeordnet sein. Überdies kann
das Netzteil auch an einer Leiterplatte 24 angeordnet sein.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 4
- Übertragungsmittel
- 6
- Antrieb
- 8
- Endkappe
- 10
- Befestigungsstruktur
- 12a, 12b
- Halteelement
- 14
- Befestigungsschenkel
- 16
- Halteschenkel
- 18
- Bohrung
- 20
- Bohrung
- 22
- elektrisches Verbindungsmittel
- 24, 24', 24"
- Leiterplatte
- 26
- Versorgungsanschluss
- 28
- Versorgungsleitung
- 30
- Antriebsanschluss
- 32
- Erweiterungsanschluss
- 34
- Verbindungsleitung
- 36
- Montageplatte
- 38
- Erweiterungsleitung
1. Antriebsanordnung für einen Flügel eines Fensters oder einer Klappe, mit mindestens
einem Antrieb (6) zum Bewegen des Flügels gegenüber einem feststehenden Blendrahmen
mittels eines flexiblen Zug- und Schubelements, wobei der Antrieb (6) zu seiner Stromversorgung
und/oder Ansteuerung eine mit dem Antrieb (6) verbundene Anschlussleitung umfasst,
und mit einer Befestigungsstruktur (10), insbesondere einer Konsole (10), zur Befestigung
des Antriebs (6) an dem Flügel oder dem Blendrahmen, wobei an der Befestigungsstruktur
(10) ein zu dem Antrieb (6) separates elektrisches Verbindungsmittel (22) angeordnet
ist, welches einen Versorgungsanschluss (26) zur elektrischen Verbindung des Verbindungsmittels
(22) mit einer Stromquelle und/oder einer Steuereinheit umfasst und welches einen
mit dem Versorgungsanschluss (26) elektrisch verbundenen Antriebsanschluss (30) aufweist,
über welchen der Antrieb (6) über dessen Anschlussleitung mit dem Verbindungsmittel
(22) elektrisch verbunden ist.
2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flexible Zug- und Schubelement eine Kette oder ein Band ist.
3. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elektrische Verbindungsmittel (22) separat zur Befestigungsstruktur (10) ausgebildet
ist, insbesondere wobei der Antrieb (6) auf einer Seite der Befestigungsstruktur (10)
und das elektrisches Verbindungsmittel (22) auf der vom Antrieb (6) abgewandten Seite
der Befestigungsstruktur (10) angeordnet ist.
4. Antriebsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussleitung des Antriebs (6) mit dem elektrischen Verbindungsmittel (22)
reversibel lösbar, insbesondere über eine Steckverbindung, Klemmverbindung oder Rastverbindung,
verbunden ist, und/oder dass eine Versorgungsleitung (28) zur Verbindung des elektrischen
Verbindungsmittels (22) mit der Stromquelle und/oder der Steuereinheit mit dem elektrischen
Verbindungsmittel (22) reversibel lösbar, insbesondere über eine Steckverbindung,
Klemmverbindung oder Rastverbindung, verbindbar ist.
5. Antriebsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsstruktur (10) eine Konsole (10) mit einem ersten Haltelement (12a)
und einem zweiten Halteelement (12b) umfasst, wobei das erste Halteelement (12a) und
das zweite Halteelement (12b) in Längserstreckung der Antriebsanordnung zueinander
beabstandet sind.
6. Antriebsanordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
am ersten Halteelement (12a) und am zweiten Halteelement (12b) jeweils ein Antriebsanschluss
(30) angeordnet ist.
7. Antriebsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebsanordnung zur elektrischen Verbindung mit einem weiteren Antrieb (6) einen
Erweiterungsanschluss (32) aufweist, welcher mit dem Versorgungsanschluss (26) elektrisch
verbunden ist.
8. Antriebsanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrischen Verbindungsmittel (22) zweier Antriebe (6) über eine Erweiterungsleitung
(38) miteinander verbunden sind, indem ein Ende der Erweiterungsleitung (38) mit dem
Erweiterungsanschluss (32) des Verbindungsmittels (22) des einen Antriebs (6) und
das andere Ende der Erweiterungsleitung (38) mit dem Versorgungsanschluss (26) des
Verbindungsmittels (22) des anderen Antriebs (6) verbunden ist.
9. Antriebsanordnung nach Anspruch 5 und 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Versorgungsanschluss (26) am ersten Halteelement (12a) angeordnet ist und dass
der Erweiterungsanschluss (32) am zweiten Halteelement (12b) angeordnet ist.
10. Antriebsanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Versorgungsanschluss (26) und der Erweiterungsanschluss (32) über eine Verbindungsleitung
(34) miteinander elektrisch verbunden sind, insbesondere wobei die Verbindungsleitung
(34) in Form eines Kabels (34) oder als eine in einer Leiterplatte (24") integrierte
Leitung ausgebildet ist.
11. Antriebsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antriebsanordnung eine Montageplatte (36) umfasst, welche die Befestigungsstruktur
(10) und das elektrische Verbindungsmittel (22) trägt.
12. Antriebsanordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf einer gemeinsamen Montageplatte (36) die Befestigungsstruktur (10) und das elektrische
Verbindungsmittel (22) von zwei Antrieben (6) angeordnet sind.
13. Antriebsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Befestigungsstruktur (10), insbesondere an einem der beiden Halteelemente (12a,
12b) der Konsole (10), ein Netzteil für den Antrieb (6) angeordnet ist.