[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine hier auch nur als Pumpe bezeichnete Vakuumpumpe,
insbesondere eine Turbomolekularpumpe, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit zumindest
einer Holweck-Pumpstufe, die einen Holweck-Rotor und einen Holweck-Stator umfasst,
wobei der Holweck-Rotor eine Rotorwelle mit einer daran vorgesehenen Nabe sowie zumindest
eine an der Nabe vorgesehene Holweck-Rotorhülse umfasst, welche die Rotorwelle konzentrisch
umgibt, und wobei der Holweck-Stator eine konzentrisch zu der Holweck-Rotorhülse angeordnete
Holweck-Statorhülse umfasst, welche ein an einem stationären Gehäuseabschnitt der
Vakuumpumpe angebrachtes festes Ende, ein dem festen Ende in axialer Richtung gegenüberliegendes
freies Ende sowie eine Innenoberfläche mit einem daran ausgebildeten Innengewinde
und eine Außenoberfläche mit einem daran ausgebildeten Außengewinde aufweist.
[0002] Vakuumpumpen werden in verschiedenen Gebieten der Technik eingesetzt. Je nach Anforderung
weisen die Vakuumpumpen eine oder mehrere Pumpstufen auf. Allgemein gehören Holweck-Pumpstufen
zur Gattung der Molekularvakuumpumpen und erzeugen durch Drehung eines Holweck-Rotors
relativ zu einem feststehenden Holweck-Stator eine molekulare Strömung, die während
des Betriebs der Vakuumpumpe zu einer Erwärmung derselben führt. Grundsätzlich kann
eine Vakuumpumpe eine oder mehrere Holweck-Stufen umfassen, wobei mehrere Holweckstufen
sowohl seriell als auch parallel zueinander betrieben werden können. Typischerweise
werden Holweckstufen in Turbomolekularvakuumpumpen eingesetzt und einer oder mehreren
Turbomolekularpumpstufen in Strömungsrichtung nachgeschaltet.
[0003] Eine Holweck-Stufe umfasst einen Holweck-Rotor und einen Holweck-Stator, wobei der
Holweck-Rotor eine Rotorwelle aufweist, an welcher mittels einer zum Beispiel scheibenförmigen
Holweck-Nabe eine oder mehrere Holweck-Rotorhülsen konzentrisch angebracht sind. Der
Holweck-Stator ist mit einem ein- oder mehrgängigen Holweck-Gewinde versehen. Die
zu fördernden Gasmoleküle werden durch die rotierende Bewegung des Holweck-Rotors
relativ zu dem Holweck-Stator entlang der Gewindegänge von einem Einlass zu einem
Auslass der jeweiligen Holweck-Pumpstufe gefördert. Ein Gewindegang umfasst einen
durch die Wände eines Stegs begrenzten spiralförmig umlaufenden Holweck-Kanal, in
welchem die Gasmoleküle gefördert werden, wenn sich die Rotorhülse relativ zur Statorhülse
dreht. Um Rückströmungsverluste zu minimieren, sollte die Weite des radialen Holweck-Spalts
zwischen den Steg- bzw. Gewindespitzen und der Rotorhülse möglichst klein gehalten
werden.
[0004] Ferner sind sogenannte "gefaltete" Holweck-Anordnungen bekannt, bei denen mehrere
Holweck-Stufen konzentrisch ineinander geschachtelt sind, so dass die Pumprichtungen
von radial unmittelbar aufeinanderfolgenden Holweck-Stufen einander entgegengesetzt
sind. Zwei in Strömungsrichtung aufeinanderfolgende Holweck-Stufen, eine (radial)
äußere Holweck-Stufe und eine (radial) innere Holweck-Stufe, können somit einen gemeinsamen,
beidseitig mit jeweils einem Holweck-Gewinde versehenen Holweck-Stator umfassen, der
sich zwischen zwei Rotorhülsen befindet.
[0005] Der Holweck-Stator umfasst dabei ein an einem stationären Gehäuseabschnitt der Vakuumpumpe
beispielsweise durch Presspassung angebrachtes festes Ende, ein dem festen Ende in
axialer Richtung gegenüberliegendes freies Ende nahe der Rotornabe sowie eine Innenoberfläche
mit einem daran ausgebildeten Innengewinde und eine Außenoberfläche mit einem daran
ausgebildeten Außengewinde. Auf Grund der geringen Querschnittsfläche des Holweck-Stators
wird eine vergleichsweise hohe Temperaturdifferenz innerhalb des Holweck-Stators benötigt,
um die eingebrachte Wärmemenge abzuführen. Dadurch entsteht ein Temperaturprofil,
mit der höchsten Temperatur am freien Ende.
[0006] Die Erwärmung der Holweck-Statorhülse hat zur Folge, dass sich die Holweck-Statorhülse
in Richtung ihres freien Endes zunehmend in radialer Richtung aufweitet, so dass der
Holweck-Spalt ausgehend vom festen Ende in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse
zunehmend von seiner Soll- bzw. Nennweite abweicht. Dies hat wiederum zur Folge, dass
das Saugvermögen und damit die Pumpleistung der Vakuumpumpe in unerwünschter Weise
während des Pumpbetriebs abnimmt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung für die zuvor beschriebene
Problematik anzugeben, derzufolge die Pumpleistung einer Vakuumpumpe mit einer Holweck-Pumpstufe
aufgrund temperaturbedingter Verformungen des Holweck-Stators bzw. der Holweck-Statorhülse
abnimmt. Mit anderen Worten soll mit der Erfindung dafür gesorgt werden, dass das
Saugvermögen einer Vakuumpumpe, für das diese ausgelegt ist, auch unter Betriebsbedingungen
mit erhöhten Temperaturen erreicht wird.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Vakuumpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und insbesondere
dadurch gelöst, dass im kalten Zustand der Vakuumpumpe bei Raumtemperatur das Innengewinde
am freien Ende der Holweck-Statorhülse einen kleineren Nenninnendurchmesser als am
freien Ende der Holweck-Statorhülse aufweist und dass in entsprechender Weise auch
das Außengewinde im kalten Zustand der Vakuumpumpe bei Raumtemperatur am freien Ende
der Holweck-Statorhülse einen kleineren Nennaußendurchmesser als am festen Ende der
Holweck-Statorhülse aufweist.
[0009] Sofern im Kontext der vorliegenden Erfindung von einem kalten Zustand der Vakuumpumpe
die Rede ist, so ist hierunter die Temperatur der Vakuumpumpe zu verstehen, die diese
im dauerhaft ausgeschalteten Betriebszustand bei einer Raumtemperatur in der Größenordnung
von etwa 20°C aufweist. Anders ausgedrückt, weist also die Vakuumpumpe und insbesondere
die Holweck-Statorhülse im kalten Zustand eine Temperatur in der Größenordnung von
etwa 20°C auf. Wenn demgegenüber im Kontext der vorliegenden Erfindung von einem betriebswarmen
stationären Zustand bzw. von einem thermisch eingeschwungenen Zustand der Vakuumpumpe
die Rede ist, so bezieht sich dieser Zustand auf eine Temperatur der Vakuumpumpe,
die diese erlangt, wenn sie dauerhaft mit ihrer Nenndrehzahl betrieben wird.
[0010] Aufgrund der Tatsache, dass die Holweck-Statorhülse in der erfindungsgemäßen Art
und Weise an ihrem freien Ende Nenninnen- bzw. Nennaußendurchmesser - jeweils gemessen
zwischen den Steg- bzw. Gewindespitzen des Innengewindes bzw. des Außengewindes -
aufweist und somit die Holweck-Statorhülse an ihrem freien Ende geringere Innen- und
Außenumfänge als an ihrem festen Ende aufweist, kann sich die Holweck-Statorhülse
somit während des Betriebs am freien Ende temperaturbedingt in radialer Richtung ausdehnen,
bis der innere und/oder äußere Holweck-Spalt die gewünschte Gestalt aufweist.
[0011] Erfindungsgemäß weist die Holweck-Statorhülse somit im kalten Zustand eine Gestalt
auf, die von der Sollgestalt der Holweck-Statorhülse zur Erzielung eines gewünschten
Holweck-Spalts abweicht. Während des Betriebs kann sich somit die Holweck-Statorhülse
temperaturbedingt derart verformen, dass sich im betriebswarmen stationären Zustand
der Vakuumpumpe der gewünschte Holweck-Spalt einstellt.
[0012] Im Folgenden wird nun auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung eingegangen.
Weitere Ausführungsformen können sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Figurenbeschreibung
sowie den Zeichnungen selbst ergeben.
[0013] So kann es gemäß einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Nabe an der Rotorwelle
befestigt ist und die Holweck-Rotorhülse an der Nabe befestigt ist. Bei der Nabe und
der Rotorwelle handelt es sich somit um separat handhabbare Teile, welche während
des Zusammenbaus der Vakuumpumpe miteinander lösbar oder unlösbar miteinander verbunden
werden. Gleichmaßen handelt es sich bei dieser Ausführungsform bei der Nabe und der
Holweck-Rotorhülse um separat handhabbare Teile, welche erst während des Zusammenbaus
der Vakuumpumpe miteinander lösbar oder unlösbar miteinander verbunden werden.
[0014] Alternativ kann es zu der zuvor beschriebenen Ausführungsform vorgesehen sein, dass
die Nabe integral mit der Rotorwelle ausgebildet ist, wohingegen die Holweck-Rotorhülse
an der Nabe befestigt ist, oder dass die Holweck-Rotorhülse integral mit der Nabe
ausgebildet ist und die Nabe an der Rotorwelle befestigt ist.
[0015] Da der Holweck-Stator als doppelseitiger Holweck-Stator mit einer Holweck-Statorhülse
mit Innen- und Außengewinde ausgebildet ist, weist der Holweck-Rotor konsequenterweise
eine innere und eine äußere Holweck-Rotorhülse auf, die beide die Rotorwelle konzentrisch
umgeben, wobei die äußere Holweck-Rotorhülse die Holweck-Statorhülse konzentrisch
umgibt und die Holweck-Statorhülse die innere Holweck-Rotorhülse konzentrisch umgibt.
Die innere Holweck-Rotorhülse bildet somit zusammen mit dem Innengewinde der Holweck-Statorhülse
eine innere Holweck-Pumpstufe, wohingegen die äußere Holweck-Rotorhülse zusammen mit
dem Außengewinde der Holweck-Statorhülse eine äußere Holweck-Pumpstufe bildet. Gemäß
einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann es dabei nun vorgesehen sein, dass im
kalten Zustand die Gestalt des Holweck-Spalts sowohl der inneren Holweck-Pumpstufe
als auch der äußeren Holweck-Pumpstufe von der gewünschten Gestalt des jeweiligen
Holweck-Spalts abweicht. Allerdings kann sich die Holweck-Statorhülse aufgrund der
Tatsache, dass sie am freien Ende geringere Nenninnen- und -außendurchmesser als an
ihrem festen Ende aufweist, während des Betriebs der Vakuumpumpe an ihrem freien Ende
temperaturbedingt in radialer Richtung aufweiten, so dass sowohl die innere als auch
die äußere Holweck-Pumpstufe im thermisch eingeschwungenen Zustand einen Holweck-Spalt
aufweist, der der gewünschten Gestalt zumindest nahekommt.
[0016] Zwar kann der Innendurchmesser des Innengewindes der Holweck-Statorhülse in Richtung
ihres freien Endes stufenweise abnehmen; gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann
es jedoch vorgesehen sein, dass im kalten Zustand der Vakuumpumpe der Nenninnendurchmesser
des Innengewindes der Holweck-Statorhülse in Richtung ihres freien Endes kontinuierlich
bzw. stetig abnimmt. Beispielsweise kann der Nenninnendurchmesser des Innengewindes
mit zunehmender Annäherung an das freie Ende der Holweck-Statorhülse linear oder gemäß
einer Funktion mit konkaver Krümmung abnehmen.
[0017] In entsprechender Weise kann im kalten Zustand der Vakuumpumpe der Nennaußendurchmesser
des Außengewindes der Holweck-Statorhülse in Richtung ihres freien Endes stufenweise
oder stetig abnehmen, wobei im letzteren Falle der Nennaußendurchmesser mit zunehmender
Annäherung an das freie Ende der Holweck-Statorhülse linear oder gemäß einer Funktion
mit konvexer Krümmung abnehmen kann. In jedem Falle nehmen der Nenninnen- bzw. der
Nennaußendurchmesser in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse zunehmend
bzw. monoton ab, was bedeutet, dass die Holweck-Statorhülse an ihrem freien Ende den
kleinsten Nenninnen- und Nennaußendurchmesser aufweist. Dies ist der Tatsache geschuldet,
dass der Holweck-Stator an seinem freien Ende betriebsbedingt die höchste Temperatur
aufweist, weshalb dort die größte thermisch bedingte Aufweitung vorliegt. Dementsprechend
weist die Holweck-Statorhülse an ihrem freien Ende sowohl den kleinsten Nenninnen-
als auch den kleinsten Nennaußendurchmesser auf, wodurch gewissermaßen die temperaturbedingte
Verformung des Holweck-Stators kompensiert werden kann.
[0018] Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass im kalten
Zustand der Vakuumpumpe der Nennaußendurchmesser des Außengewindes der Holweck-Statorhülse
derart in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse abnimmt, dass sich im
betriebswarmen stationären Zustand der Vakuumpumpe ein radialer Holweck-Spalt zwischen
der Holweck-Rotorhülse und dem Außengewinde und insbesondere den Gewindespitzen des
Außengewindes einstellt, der zwischen dem festen Ende und dem freien Ende der Holweck-Statorhülse
eine im Wesentlichen konstante Weite aufweist. Zusätzlich oder alternativ hierzu kann
es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen sein, dass im kalten Zustand der
Vakuumpumpe der Nenninnendurchmesser des Innengewindes der Holweck-Statorhülse derart
in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse abnimmt, dass sich im betriebswarmen
stationären Zustand bzw. im thermisch eingeschwungenen Zustand der Vakuumpumpe ein
radialer Holweck-Spalt zwischen der Holweck-Rotorhülse und dem Innengewinde, insbesondere
den Gewindespitzen des Innengewindes einstellt, der zwischen dem festen Ende und dem
freien Ende der Holweck-Statorhülse eine im Wesentlichen konstante Weite aufweist.
[0019] Damit sich im thermisch eingeschwungener Zustand ein Holweck-Spalt konstanter Größe
einstellen kann, erweist es sich als vorteilhaft, wenn im kalten Zustand der Vakuumpumpe
sowohl der Nenninnen- als auch der Nennaußendurchmesser des Innen- bzw. des Außengewindes
der Holweck-Statorhülse in der bereits zuvor beschriebenen Art und Weise in Richtung
des freien Endes der Holweck-Statorhülse stetig abnehmen. So nimmt nämlich die Temperatur
der Holweck-Statorhülse während des Betriebs in Richtung ihres freien Endes ebenfalls
stetig zu, wobei sie an ihrem freien Ende die höchste Temperatur aufweist. Die Abnahme
der Nenninnen- und Nennaußendurchmesser in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse
folgt somit gewissermaßen dem Temperaturverlauf der Holweck-Statorhülse in Richtung
ihres freien Endes, wodurch die temperaturbedingte Aufweitung der Holweck-Statorhülse
gezielt derart ausgeglichen werden kann, dass der Holweck-Spalt sowohl der inneren
als auch der äußeren Holweck-Pumpstufe im betriebswarmen stationären Zustand eine
im Wesentlichen konstante Größe aufweist.
[0020] Gemäß nochmals einer weiteren Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass das Innengewinde
der Holweck-Statorhülse im kalten Zustand der Vakuumpumpe zwischen ihrem festen Ende
und ihrem freien Ende eine konstante Gewindetiefe aufweist und dass die Innenoberfläche
der Holweck-Statorhülse, die den Nutgrund des Innengewindes bildet, einen Kerninnendurchmesser
des Innengewindes definiert, der im kalten Zustand der Vakuumpumpe in Richtung des
freien Endes der Holweck-Statorhülse abnimmt. Zusätzlich oder alternativ hierzu kann
es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen sein, dass das Außengewinde der
Holweck-Statorhülse im kalten Zustand der Vakuumpumpe zwischen ihrem festen Ende und
ihrem freien Ende eine konstante Gewindetiefe aufweist und dass die Außenoberfläche
der Holweck-Statorhülse, die den Gewindegrund des Außengewindes bildet, einen Kernaußendurchmesser
des Außengewindes definiert, der im kalten Zustand der Vakuumpumpe in Richtung des
freien Endes der Holweck-Statorhülse abnimmt.
[0021] Im Falle konstanter Gewindetiefen sowohl des Innen- als auch des Außengewindes sowie
in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse geringer werdender Kerninnen-
und Kernaußendurchmesser des Innen- bzw. Außengewindes kann es gemäß einer weiteren
Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Holweck-Statorhülse eine Wandungsdicke aufweist,
die zwischen dem festen Ende und dem freien Ende der Holweck-Statorhülse konstant
ist, sofern im kalten Zustand der Vakuumpumpe der Kerninnen- und der Kernaußendurchmesser
des Innen- bzw. Außengewindes gleich stark bzw. mit derselben Rate in Richtung des
freien Endes der Holweck-Statorhülse abnehmen.
[0022] Entgegen der zuvor beschriebenen Ausführungsform ist es jedoch nicht zwangsweise
erforderlich, dass der Kerninnen- als auch der Kernaußendurchmesser des Innen- bzw.
Außengewindes in gleichem Maße in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse
abnehmen; vielmehr kann die Holweck-Statorhülse gemäß einer weiteren Ausführungsform
eine Wandungsdicke aufweisen, die in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse
abnimmt, beispielsweise stetig oder stufenweise, wobei in diesem Falle entweder der
Kernaußendurchmesser stärker als der Kerninnendurchmesser in Richtung des freien Endes
der Holweck-Statorhülse abnimmt oder der Kernaußendurchmesser stärker als der Kerninnendurchmesser
in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse abnimmt.
[0023] Alternativ zu den zuvor beschriebenen Ausführungsformen mit konstant tiefem Innen-
und/oder Außengewinde kann es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen sein,
dass die Innenoberfläche der Holweck-Statorhülse einen Kerninnendurchmesser des Innengewindes
definiert, der im kalten Zustand der Vakuumpumpe zwischen dem festen Ende und dem
freien Ende der Holweck-Statorhülse konstant ist, wobei in diesem Falle das Innengewinde
eine Gewindetiefe aufweist, die in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse
zunimmt, was bedeutet, dass der Innendurchmesser des Innengewindes in Richtung des
freien Endes der Holweck-Statorhülse in der gewünschten Weise abnimmt. Zusätzlich
oder alternativ hierzu kann es gemäß einer weiteren Ausführungsform vorgesehen sein,
dass die Außenoberfläche der Holweck-Statorhülse einen Kernaußendurchmesser des Außengewindes
definiert, der im kalten Zustand der Vakuumpumpe zwischen dem festen Ende und dem
freien Ende der Holweck-Statorhülse konstant ist, wobei in diesem Falle das Außengewinde
eine Gewindetiefe aufweist, die in Richtung des freien Endes der Holweck-Statorhülse
abnimmt, so dass der Außendurchmesser des Außengewindes in Richtung des freien Endes
der Holweck-Statorhülse in der gewünschten Weise abnimmt.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer nicht erfindungsgemäßen Turbomolekularpumpe,
- Fig. 2
- eine Ansicht der Unterseite der Turbomolekularpumpe von Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Querschnitt der Turbomolekularpumpe längs der in Fig. 2 gezeigten Schnittlinie
A-A,
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht der Turbomolekularpumpe längs der in Fig. 2 gezeigten Schnittlinie
B-B,
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht der Turbomolekularpumpe längs der in Fig. 2 gezeigten Schnittlinie
C-C,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung durch eine schematisierte Holweck-Pumpstufe mit einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Holweck-Statorhülse im kalten Zustand bei einer Raumtemperatur in der
Größenordnung von etwa 20°C,
- Fig. 7
- eine schematische Schnittdarstellung einer anderen Holweck-Statorhülse im kalten Zustand
bei einer Raumtemperatur in der Größenordnung von etwa 20°C, wobei die Holweck-Statorhülse
zylindrische Innenund Außenoberflächen aufweist,
- Fig. 8
- eine schematische Schnittdarstellung einer noch anderen HolweckStatorhülse im kalten
Zustand bei einer Raumtemperatur in der Größenordnung von etwa 20°C, wobei Innen-
und Außenoberflächen der Holweck-Statorhülse stufenweise verjüngen,
- Fig. 9
- eine schematische Schnittdarstellung einer Ausführungsform eines Holweck-Rotors, der
bei der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe zum Einsatz kommen kann;
- Fig. 10
- eine schematische Schnittdarstellung einer anderen Ausführungsform eines Holweck-Rotors,
der bei der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe zum Einsatz kommen kann, und
- Fig. 11
- eine schematische Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform eines Holweck-Rotors,
der bei der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe zum Einsatz kommen kann.
[0025] Die in Fig. 1 gezeigte Turbomolekularpumpe 111 umfasst einen von einem Einlassflansch
113 umgebenen Pumpeneinlass 115, an welchen in an sich bekannter Weise ein nicht dargestellter
Rezipient angeschlossen werden kann. Das Gas aus dem Rezipienten kann über den Pumpeneinlass
115 aus dem Rezipienten gesaugt und durch die Pumpe hindurch zu einem Pumpenauslass
117 gefördert werden, an den eine Vorvakuumpumpe, wie etwa eine Drehschieberpumpe,
angeschlossen sein kann.
[0026] Der Einlassflansch 113 bildet bei der Ausrichtung der Vakuumpumpe gemäß Fig. 1 das
obere Ende des Gehäuses 119 der Vakuumpumpe 111. Das Gehäuse 119 umfasst ein Unterteil
121, an welchem seitlich ein Elektronikgehäuse 123 angeordnet ist. In dem Elektronikgehäuse
123 sind elektrische und/oder elektronische Komponenten der Vakuumpumpe 111 untergebracht,
z.B. zum Betreiben eines in der Vakuumpumpe angeordneten Elektromotors 125 (vgl. auch
Fig. 3). Am Elektronikgehäuse 123 sind mehrere Anschlüsse 127 für Zubehör vorgesehen.
Außerdem sind eine Datenschnittstelle 129, z.B. gemäß dem RS485-Standard, und ein
Stromversorgungsanschluss 131 am Elektronikgehäuse 123 angeordnet.
[0027] Es existieren auch Turbomolekularpumpen, die kein derartiges angebrachtes Elektronikgehäuse
aufweisen, sondern an eine externe Antriebselektronik angeschlossen werden.
[0028] Am Gehäuse 119 der Turbomolekularpumpe 111 ist ein Fluteinlass 133, insbesondere
in Form eines Flutventils, vorgesehen, über den die Vakuumpumpe 111 geflutet werden
kann. Im Bereich des Unterteils 121 ist ferner noch ein Sperrgasanschluss 135, der
auch als Spülgasanschluss bezeichnet wird, angeordnet, über welchen Spülgas zum Schutz
des Elektromotors 125 (siehe z.B. Fig. 3) vor dem von der Pumpe geförderten Gas in
den Motorraum 137, in welchem der Elektromotor 125 in der Vakuumpumpe 111 untergebracht
ist, eingelassen werden kann. Im Unterteil 121 sind ferner noch zwei Kühlmittelanschlüsse
139 angeordnet, wobei einer der Kühlmittelanschlüsse als Einlass und der andere Kühlmittelanschluss
als Auslass für Kühlmittel vorgesehen ist, das zu Kühlzwecken in die Vakuumpumpe geleitet
werden kann. Andere existierende Turbomolekularvakuumpumpen (nicht dargestellt) werden
ausschließlich mit Luftkühlung betrieben.
[0029] Die untere Seite 141 der Vakuumpumpe kann als Standfläche dienen, sodass die Vakuumpumpe
111 auf der Unterseite 141 stehend betrieben werden kann. Die Vakuumpumpe 111 kann
aber auch über den Einlassflansch 113 an einem Rezipienten befestigt werden und somit
gewissermaßen hängend betrieben werden. Außerdem kann die Vakuumpumpe 111 so gestaltet
sein, dass sie auch in Betrieb genommen werden kann, wenn sie auf andere Weise ausgerichtet
ist als in Fig. 1 gezeigt ist. Es lassen sich auch Ausführungsformen der Vakuumpumpe
realisieren, bei der die Unterseite 141 nicht nach unten, sondern zur Seite gewandt
oder nach oben gerichtet angeordnet werden kann. Grundsätzlich sind dabei beliebige
Winkel möglich.
[0030] Andere existierende Turbomolekularvakuumpumpen (nicht dargestellt), die insbesondere
größer sind als die hier dargestellte Pumpe, können nicht stehend betrieben werden.
[0031] An der Unterseite 141, die in Fig. 2 dargestellt ist, sind noch diverse Schrauben
143 angeordnet, mittels denen hier nicht weiter spezifizierte Bauteile der Vakuumpumpe
aneinander befestigt sind. Beispielsweise ist ein Lagerdeckel 145 an der Unterseite
141 befestigt.
[0032] An der Unterseite 141 sind außerdem Befestigungsbohrungen 147 angeordnet, über welche
die Pumpe 111 beispielsweise an einer Auflagefläche befestigt werden kann. Dies ist
bei anderen existierenden Turbomolekularvakuumpumpen (nicht dargestellt), die insbesondere
größer sind als die hier dargestellte Pumpe, nicht möglich.
[0033] In den Figuren 2 bis 5 ist eine Kühlmittelleitung 148 dargestellt, in welcher das
über die Kühlmittelanschlüsse 139 ein- und ausgeleitete Kühlmittel zirkulieren kann.
[0034] Wie die Schnittdarstellungen der Figuren 3 bis 5 zeigen, umfasst die Vakuumpumpe
mehrere Prozessgaspumpstufen zur Förderung des an dem Pumpeneinlass 115 anstehenden
Prozessgases zu dem Pumpenauslass 117.
[0035] In dem Gehäuse 119 ist ein Rotor 149 angeordnet, der eine um eine Rotationsachse
151 drehbare Rotorwelle 153 aufweist.
[0036] Die Turbomolekularpumpe 111 umfasst mehrere pumpwirksam miteinander in Serie geschaltete
turbomolekulare Pumpstufen mit mehreren an der Rotorwelle 153 befestigten radialen
Rotorscheiben 155 und zwischen den Rotorscheiben 155 angeordneten und in dem Gehäuse
119 festgelegten Statorscheiben 157. Dabei bilden eine Rotorscheibe 155 und eine benachbarte
Statorscheibe 157 jeweils eine turbomolekulare Pumpstufe. Die Statorscheiben 157 sind
durch Abstandsringe 159 in einem gewünschten axialen Abstand zueinander gehalten.
[0037] Die Vakuumpumpe umfasst außerdem in radialer Richtung ineinander angeordnete und
pumpwirksam miteinander in Serie geschaltete Holweck-Pumpstufen. Es existieren andere
Turbomolekularvakuumpumpen (nicht dargestellt), die keine Holweck-Pumpstufen aufweisen.
[0038] Der Rotor der Holweck-Pumpstufen umfasst eine an der Rotorwelle 153 angeordnete Rotornabe
161 und zwei an der Rotornabe 161 befestigte und von dieser getragene zylindermantelförmige
Holweck-Rotorhülsen 163, 165, die koaxial zur Rotationsachse 151 orientiert und in
radialer Richtung ineinander geschachtelt sind. Ferner sind zwei zylindermantelförmige
Holweck-Statorhülsen 167, 169 vorgesehen, die ebenfalls koaxial zu der Rotationsachse
151 orientiert und in radialer Richtung gesehen ineinander geschachtelt sind.
[0039] Die pumpaktiven Oberflächen der Holweck-Pumpstufen sind durch die Mantelflächen,
also durch die radialen Innen- und/oder Außenflächen, der Holweck-Rotorhülsen 163,
165 und der Holweck-Statorhülsen 167, 169 gebildet. Die radiale Innenfläche der äußeren
Holweck-Statorhülse 167 liegt der radialen Außenfläche der äußeren Holweck-Rotorhülse
163 unter Ausbildung eines radialen Holweck-Spalts 171 gegenüber und bildet mit dieser
die der Turbomolekularpumpen nachfolgende erste Holweck-Pumpstufe. Die radiale Innenfläche
der äußeren Holweck-Rotorhülse 163 steht der radialen Außenfläche der inneren Holweck-Statorhülse
169 unter Ausbildung eines radialen Holweck-Spalts 173 gegenüber und bildet mit dieser
eine zweite Holweck-Pumpstufe. Die radiale Innenfläche der inneren Holweck-Statorhülse
169 liegt der radialen Außenfläche der inneren Holweck-Rotorhülse 165 unter Ausbildung
eines radialen Holweck-Spalts 175 gegenüber und bildet mit dieser die dritte Holweck-Pumpstufe.
[0040] Am unteren Ende der Holweck-Rotorhülse 163 kann ein radial verlaufender Kanal vorgesehen
sein, über den der radial außenliegende Holweck-Spalt 171 mit dem mittleren Holweck-Spalt
173 verbunden ist. Außerdem kann am oberen Ende der inneren Holweck-Statorhülse 169
ein radial verlaufender Kanal vorgesehen sein, über den der mittlere Holweck-Spalt
173 mit dem radial innenliegenden Holweck-Spalt 175 verbunden ist. Dadurch werden
die ineinander geschachtelten Holweck-Pumpstufen in Serie miteinander geschaltet.
Am unteren Ende der radial innenliegenden Holweck-Rotorhülse 165 kann ferner ein Verbindungskanal
179 zum Auslass 117 vorgesehen sein.
[0041] Die vorstehend genannten pumpaktiven Oberflächen der Holweck-Statorhülsen 167, 169
weisen jeweils mehrere spiralförmig um die Rotationsachse 151 herum in axialer Richtung
verlaufende Holweck-Nuten auf, während die gegenüberliegenden Mantelflächen der Holweck-Rotorhülsen
163, 165 glatt ausgebildet sind und das Gas zum Betrieb der Vakuumpumpe 111 in den
Holweck-Nuten vorantreiben.
[0042] Zur drehbaren Lagerung der Rotorwelle 153 sind ein Wälzlager 181 im Bereich des Pumpenauslasses
117 und ein Permanentmagnetlager 183 im Bereich des Pumpeneinlasses 115 vorgesehen.
[0043] Im Bereich des Wälzlagers 181 ist an der Rotorwelle 153 eine konische Spritzmutter
185 mit einem zu dem Wälzlager 181 hin zunehmenden Außendurchmesser vorgesehen. Die
Spritzmutter 185 steht mit mindestens einem Abstreifer eines Betriebsmittelspeichers
in gleitendem Kontakt. Bei anderen existierenden Turbomolekularvakuumpumpen (nicht
dargestellt) kann anstelle einer Spritzmutter eine Spritzschraube vorgesehen sein.
Da somit unterschiedliche Ausführungen möglich sind, wird in diesem Zusammenhang auch
der Begriff "Spritzspitze" verwendet.
[0044] Der Betriebsmittelspeicher umfasst mehrere aufeinander gestapelte saugfähige Scheiben
187, die mit einem Betriebsmittel für das Wälzlager 181, z.B. mit einem Schmiermittel,
getränkt sind.
[0045] Im Betrieb der Vakuumpumpe 111 wird das Betriebsmittel durch kapillare Wirkung von
dem Betriebsmittelspeicher über den Abstreifer auf die rotierende Spritzmutter 185
übertragen und in Folge der Zentrifugalkraft entlang der Spritzmutter 185 in Richtung
des größer werdenden Außendurchmessers der Spritzmutter 185 zu dem Wälzlager 181 hin
gefördert, wo es z.B. eine schmierende Funktion erfüllt. Das Wälzlager 181 und der
Betriebsmittelspeicher sind durch einen wannenförmigen Einsatz 189 und den Lagerdeckel
145 in der Vakuumpumpe eingefasst.
[0046] Das Permanentmagnetlager 183 umfasst eine rotorseitige Lagerhälfte 191 und eine statorseitige
Lagerhälfte 193, welche jeweils einen Ringstapel aus mehreren in axialer Richtung
aufeinander gestapelten permanentmagnetischen Ringen 195, 197 umfassen. Die Ringmagnete
195, 197 liegen einander unter Ausbildung eines radialen Lagerspalts 199 gegenüber,
wobei die rotorseitigen Ringmagnete 195 radial außen und die statorseitigen Ringmagnete
197 radial innen angeordnet sind. Das in dem Lagerspalt 199 vorhandene magnetische
Feld ruft magnetische Absto-ßungskräfte zwischen den Ringmagneten 195, 197 hervor,
welche eine radiale Lagerung der Rotorwelle 153 bewirken. Die rotorseitigen Ringmagnete
195 sind von einem Trägerabschnitt 201 der Rotorwelle 153 getragen, welcher die Ringmagnete
195 radial außenseitig umgibt. Die statorseitigen Ringmagnete 197 sind von einem statorseitigen
Trägerabschnitt 203 getragen, welcher sich durch die Ringmagnete 197 hindurch erstreckt
und an radialen Streben 205 des Gehäuses 119 aufgehängt ist. Parallel zu der Rotationsachse
151 sind die rotorseitigen Ringmagnete 195 durch ein mit dem Trägerabschnitt 201 gekoppeltes
Deckelelement 207 festgelegt. Die statorseitigen Ringmagnete 197 sind parallel zu
der Rotationsachse 151 in der einen Richtung durch einen mit dem Trägerabschnitt 203
verbundenen Befestigungsring 209 sowie einen mit dem Trägerabschnitt 203 verbundenen
Befestigungsring 211 festgelegt. Zwischen dem Befestigungsring 211 und den Ringmagneten
197 kann außerdem eine Tellerfeder 213 vorgesehen sein.
[0047] Innerhalb des Magnetlagers ist ein Not- bzw. Fanglager 215 vorgesehen, welches im
normalen Betrieb der Vakuumpumpe 111 ohne Berührung leer läuft und erst bei einer
übermäßigen radialen Auslenkung des Rotors 149 relativ zu dem Stator in Eingriff gelangt,
um einen radialen Anschlag für den Rotor 149 zu bilden, damit eine Kollision der rotorseitigen
Strukturen mit den statorseitigen Strukturen verhindert wird. Das Fanglager 215 ist
als ungeschmiertes Wälzlager ausgebildet und bildet mit dem Rotor 149 und/oder dem
Stator einen radialen Spalt, welcher bewirkt, dass das Fanglager 215 im normalen Pumpbetrieb
außer Eingriff ist. Die radiale Auslenkung, bei der das Fanglager 215 in Eingriff
gelangt, ist groß genug bemessen, sodass das Fanglager 215 im normalen Betrieb der
Vakuumpumpe nicht in Eingriff gelangt, und gleichzeitig klein genug, sodass eine Kollision
der rotorseitigen Strukturen mit den statorseitigen Strukturen unter allen Umständen
verhindert wird.
[0048] Die Vakuumpumpe 111 umfasst den Elektromotor 125 zum drehenden Antreiben des Rotors
149. Der Anker des Elektromotors 125 ist durch den Rotor 149 gebildet, dessen Rotorwelle
153 sich durch den Motorstator 217 hindurch erstreckt. Auf den sich durch den Motorstator
217 hindurch erstreckenden Abschnitt der Rotorwelle 153 kann radial außenseitig oder
eingebettet eine Permanentmagnetanordnung angeordnet sein. Zwischen dem Motorstator
217 und dem sich durch den Motorstator 217 hindurch erstreckenden Abschnitt des Rotors
149 ist ein Zwischenraum 219 angeordnet, welcher einen radialen Motorspalt umfasst,
über den sich der Motorstator 217 und die Permanentmagnetanordnung zur Übertragung
des Antriebsmoments magnetisch beeinflussen können.
[0049] Der Motorstator 217 ist in dem Gehäuse innerhalb des für den Elektromotor 125 vorgesehenen
Motorraums 137 festgelegt. Über den Sperrgasanschluss 135 kann ein Sperrgas, das auch
als Spülgas bezeichnet wird, und bei dem es sich beispielsweise um Luft oder um Stickstoff
handeln kann, in den Motorraum 137 gelangen. Über das Sperrgas kann der Elektromotor
125 vor Prozessgas, z.B. vor korrosiv wirkenden Anteilen des Prozessgases, geschützt
werden. Der Motorraum 137 kann auch über den Pumpenauslass 117 evakuiert werden, d.h.
im Motorraum 137 herrscht zumindest annäherungsweise der von der am Pumpenauslass
117 angeschlossenen Vorvakuumpumpe bewirkte Vakuumdruck.
[0050] Zwischen der Rotornabe 161 und einer den Motorraum 137 begrenzenden Wandung 221 kann
außerdem eine sog. und an sich bekannte Labyrinthdichtung 223 vorgesehen sein, insbesondere
um eine bessere Abdichtung des Motorraums 217 gegenüber den radial außerhalb liegenden
Holweck-Pumpstufen zu erreichen.
[0051] Im Folgenden werden nun unter Bezugnahme auf die Fig. 6 bis 8 verschiedene Ausführungsformen
erfindungsgemäß ausgebildeter Holweck-Pumpstufen 10 beschrieben, welche bei der Turbomolekularvakuumpumpe
111 anstelle der zuvor beschriebenen Holweck-Pumpstufe eingebaut werden können, wobei
jedoch der sonstige Aufbau der Turbomolekularvakuumpumpe 111 sowie auch der grundsätzliche
Aufbau der Holweck-Pumpstufe mit drei ineinander geschachtelten Pumpstufen, die nachfolgend
auch generisch als eine einzige "Holweck-Pumpstufe" bezeichnet werden, beibehalten
werden kann.
[0052] Wie der Fig. 6 entnommen werden kann, weist die dort dargestellte Holweck-Pumpstufe
10 im Wesentlichen denselben Aufbau wie die Holweck-Pumpstufe der unter Bezugnahme
auf die Fig. 1 bis 5 beschriebenen Vakuumpumpe 111 auf. Insbesondere verfügt die Holweck-Pumpstufe
10 ebenfalls über eine an der Rotorwelle 153 angeordnete Rotornabe 161 und zwei an
der Rotornabe 161 befestigte und von dieser getragene zylindermantelförmige Rotorhülsen
163, 165, welche koaxial zu der Rotationsachse 151 orientiert und in radialer Richtung
ineinander geschachtelt sind. Ferner sind zwei zylindermantelförmige Holweck-Statorhülsen
167, 169 vorgesehen, welche ebenfalls koaxial zu der Rotationsachse 151 orientiert
und in radialer Richtung gesehen ineinander geschachtelt sind.
[0053] Entsprechend den voranstehenden Erläuterungen bildet somit die äußere Holweck-Statorhülse
167 zusammen mit der äußeren Holweck-Rotorhülse 163 eine erste bzw. äußere Holweck-Pumpstufe.
Die äußere Holweck-Rotorhülse 163 bildet zusammen mit der inneren Holweck-Statorhülse
169 eine zweite bzw. mittlere Holweck-Pumpstufe und gleichermaßen bildet die innere
Holweck-Statorhülse 169 zusammen mit der inneren Holweck-Rotorhülse 165 eine dritte
bzw. innere Holweck-Pumpstufe. Insofern stimmt der dargestellte Aufbau also mit jenem
überein, wie er zuvor unter Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 5 beschrieben wurde.
[0054] Ebenfalls weisen die Holweck-Statorhülsen 167, 169 der Fig. 6 mehrere spiralförmig
um die Rotationsachse 151 herum in axialer Richtung verlaufende Holweck-Nuten auf.
Bei der dargestellten inneren Holweck-Statorhülse 169 werden diese Nuten durch sowohl
an der Innenoberfläche 12 als auch an der Außenoberfläche 14 der Statorhülse 169 ausgebildete
Stege 16 gebildet, welche spiralförmig um die Rotationsachse 151 verlaufen und hier
nur äußerst schematisch angedeutet sind. Durch die Spitzen der Stege 16 wird somit
der jeweilige Nenninnen- bzw. Nennaußendurchmesser des jeweiligen Gewindes gebildet,
wohingegen die Innen- bzw. Außenoberflächen 12, 14 dem Kerninnen- bzw. Kernaußendurchmesser
dki, dka des jeweiligen Gewindes 18, 20 entsprechen. Da sich der jeweilige Holweck-Spalt
auf den Abstand zwischen den Spitzen der Stege 16 und die pumpwirksame Oberfläche
der Rotorhülsen 163, 165 bezieht, ist hier die Umhüllende, die die Steg- bzw. Gewindespitzen
umgibt, eingezeichnet, der das Bezugszeichen "26" zugeordnet ist.
[0055] Wie der Fig. 6 des Weiteren entnommen werden kann, ist es bei der dargestellten Holweck-Pumpstufe
10 nun erfindungsgemäß vorgesehen, dass im kalten Zustand der Vakuumpumpe bei ca.
20°C Raumtemperatur das Innengewinde 18 am freien Ende 22 der Holweck-Statorhülse
169 einen kleineren Nenninnendurchmesser dni als am festen Ende 24 der Holweck-Statorhülse
169 aufweist. Gleicherma-ßen weist auch das Außengewinde 20 im kalten Zustand am freien
Ende 22 einen kleineren Nennaußendurchmesser dna als am festen Ende 24 der Holweck-Statorhülse
169 auf, an dem diese an einem stationären Gehäuseabschnitt der Vakuumpumpe 111 befestigt
ist.
[0056] Bei der unter Bezugnahme auf die Fig. 6 dargestellten Ausführungsform ist es insbesondere
vorgesehen, dass die Innen- und Außenoberflächen 12, 14 der Statorhülse 169, an denen
die Innen- und Außengewinde 18, 20 ausgebildet sind, eine konische Gestalt aufweisen
und sich insbesondere in Richtung des freien Endes 22 der Holweck-Statorhülse 169
stetig verjüngen. Demgegenüber ist die Gewindetiefe der Innen- bzw. Außengewinde 18,
20 bzw. die Radialabmessung der Stege 16 zwischen dem festen Ende 24 und dem freien
Ende 22 der Statorhülse 169 konstant. Gleichermaßen weist bei dieser Ausführungsform
die Holweck-Statorhülse 169 eine Wandungsdicke auf, welche zwischen dem festen Ende
24 und dem freien Ende 22 der Holweck-Statorhülse 169 konstant ist.
[0057] Alternativ hierzu kann es jedoch vorgesehen sein, dass die Holweck-Statorhülse 169
eine Wandungsdicke aufweist, welche in Richtung des freien Endes 22 der Holweck-Statorhülse
169 abnimmt, wobei es in diesem Falle jedoch zusätzlich vorgesehen sein kann, dass
die Gewindehöhe des Innengewindes 18 in Richtung des freien Endes 22 zunimmt und/oder
die Gewindehöhe des Außengewindes 20 in Richtung des freien Endes 22 abnimmt, um sicherstellen
zu können, dass am freien Ende 22 der Holweck-Statorhülse 169 die Innen- und Außengewinde
einen kleineren Nenninnen- bzw. Nennaußendurchmesser dni, dna als am festen Ende 24
der Holweck-Statorhülse 169 aufweisen.
[0058] Aufgrund der sich innen- und außenseitig verjüngenden Gestalt der Holweck-Statorhülse
169 bzw. deren Umhüllenden 26 kann sich die Holweck-Statorhülse 169 somit während
des Betriebs der Vakuumpumpe 111 temperaturbedingt radial ausdehnen, wie dies in der
Fig. 5 mit gestrichelter Linie angedeutet ist. Im betriebswarmen stationären Zustand
der Vakuumpumpe 111 kann sich somit ein innenliegender Holweck-Spalt 175 zwischen
der inneren Holweck-Rotorhülse 165 und der doppelseitigen Holweck-Statorhülse 169
ausbilden, welcher zwischen dem festen Ende 24 und dem freien Ende 22 eine im Wesentlichen
konstante Größe bzw. Weite aufweist. Gleichermaßen kann sich aufgrund der sich in
Richtung des freien Endes 22 verjüngenden Gestalt der Holweck-Statorhülse 169 im betriebswarmen
Zustand der Vakuumpumpe 111 ein außenliegender Holweck-Spalt 173 zwischen der Holweck-Statorhülse
169 und der äußeren Rotorhülse 163 einstellen, welcher zwischen dem festen Ende 24
und dem freien Ende 22 eine im Wesentlichen konstante Größe bzw. Weite aufweist.
[0059] Im Unterschied zu der zuvor unter Bezugnahme auf die Fig. 6 beschriebenen Ausführungsform
ist es bei der Ausführungsform der Fig. 7 vorgesehen, dass sich die Holweck-Statorhülse
169 nicht in Richtung ihres freien Endes 22 innen- und außenseitig konisch verjüngt;
vielmehr ist es bei der Ausführungsform der Fig. 7 vorgesehen, dass die Holweck-Statorhülse
169 und insbesondere deren Innen- und Außenoberflächen 12, 14 eine im Wesentlichen
zylindrische Gestalt aufweisen. Um dennoch sicherstellen zu können, dass am freien
Ende 22 der Statorhülse 169 die Innen- und Außengewinde 18, 22 einen geringeren Nenninnen-
bzw. Nennaußendurchmesser dni, dna als am festen Ende 24 aufweisen, ist es bei der
Ausführungsform der Fig. 7 vorgesehen, dass das Innengewinde 18 eine Gewindetiefe
aufweist, die in Richtung des freien Endes 22 der Holweck-Statorhülse 169 zunimmt,
wohingegen das Außengewinde 20 eine Gewindetiefe aufweist, die in Richtung des freien
Endes 22 der Holweck-Statorhülse 169 abnimmt. Hierdurch kann wie bei der zuvor unter
Bezugnahme auf die Fig. 6 beschriebenen Ausführungsform sichergestellt werden, dass
sich die Umhüllende 26 der Holweck-Statorhülse 169 sowohl innenseitig als auch außenseitig
in Richtung des freien Endes 22 verjüngt. Die Statorhülse 169 kann sich somit während
des Betriebs der Vakuumpumpe 111 temperaturbedingt ausdehnen, so dass sich im thermisch
eingeschwungenen Zustand innen- und außenliegende Holweck-Spalte 173, 175 einstellen
können, welche zwischen dem festen Ende 24 und dem freien Ende 22 der Holweck-Statorhülse
169 eine im Wesentlichen konstante Größe aufweisen.
[0060] Bei der in der Fig. 8 dargestellten Ausführungsform ist die Wandungsdicke der Holweck-Statorhülse
169 konstant, allerdings verjüngt sich diese stufenweise in Richtung des freien Endes
22 der Statorhülse 169. Damit die Umhüllende 26 im kalten Zustand am freien Ende 22
Nenninnen- bzw. Nennaußendurchmesser dni, dna aufweist, welche kleiner sind als die
entsprechenden Durchmesser am festen Ende 24, ist es bei dieser Ausführungsform vorgesehen,
dass die Gewindetiefe des Innengewindes 18 in Richtung des freien Endes 22 über die
einzelnen Stufen hinweg jeweils zunimmt, bevor sie am Übergang zur nächsten Stufe
sprunghaft abnimmt. Demgegenüber nimmt die Gewindetiefe des Außengewindes im Bereich
der jeweiligen Stufe in Richtung des freien Endes 22 ab, bevor sie am Übergang zur
nächsten Stufe sprunghaft zumimmt, so dass in Summe der Nennaußendurchmesser dna in
Richtung des freien Endes 22 in der gewünschten Weise abnimmt.
[0061] Auch wenn hierauf nicht genauer eingegangen werden soll, können die Ausführungsformen
gemäß den Fig. 6, 7 und 8 auch miteinander kombiniert werden, wobei es zusätzlich
vorgesehen sein kann, dass die Wandungsdicke der Holweck-Statorhülse 169 nicht konstant
ist, ohne dass von dem erfindungsgemäßen Konzept abgewichen wird, demzufolge die Nenninnen-
und Nennaußendurchmesser des Innen- und Außengewindes am freien Ende 22 der Statorhülse
169 geringer als am festen Ende 24 derselben sind, wozu die Gewindetiefe des Innen-
und Außengewindes 18, 20 in axialer Richtung der Statorhülse 169 variieren kann, um
dafür zu sorgen, dass die Umhüllende 26 ungeachtet der Gestalt der Innen- und Außenoberflächen
12, 14 sowohl innen- als auch außenseitig zum freien Ende 22 sich konisch verjüngt.
[0062] Bei der zuvor unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 5 beschriebenen Turbomolekularvakuumpumpe
111 handelt es sich bei der Nabe 161 und der Rotorwelle 153 um separat handhabbare
Teile, welche erst während des Zusammenbaus der Vakuumpumpe 111 miteinander lösbar
oder unlösbar miteinander verbunden werden. Gleichmaßen handelt es sich bei dieser
Ausführungsform bei der Nabe 161 und den Holweck-Rotorhülsen 163, 165 um separat handhabbare
Teile, welche erst während des Zusammenbaus der Vakuumpumpe miteinander lösbar oder
unlösbar miteinander verbunden werden. Dieses Design eignet sich insbesondere für
den Einsatz bei mittleren und großen Turbomolekularvakuumpumpen.
[0063] Alternativ hierzu kann es gemäß der in der Fig. 9 schematisch dargestellten Ausführungsform
vorgesehen sein, dass die Nabe 161 integral mit der Rotorwelle 153 ausgebildet ist
und dass auch die Holweck-Rotorhülsen 163, 165 integral mit der Nabe 161 ausgebildet
sind. Bei dem Holweck-Rotor handelt es sich somit also um ein einziges bzw. einstückiges
Teil.
[0064] Alternativ hierzu kann es gemäß der in der Fig. 10 schematisch dargestellten Ausführungsform
vorgesehen sein, dass nur die beiden Holweck-Rotorhülsen 163, 165 integral mit der
Nabe 161 ausgebildet sind, wohingegen es sich bei der Nabe 161 und der Rotorwelle
153 um separat handhabbare Teile handelt, welche erst während des Zusammenbaus der
Vakuumpumpe miteinander lösbar oder unlösbar miteinander verbunden werden.
[0065] Letztendlich kann es gemäß der in der Fig. 11 schematisch dargestellten Ausführungsform
vorgesehen sein, dass nur die Rotorwelle 153 integral mit der Nabe 161 ausgebildet
ist, wohingegen es sich bei der Nabe 161 und bei den Holweck-Rotorhülsen 163, 165
um separat handhabbare Teile handelt, welche erst während des Zusammenbaus der Vakuumpumpe
miteinander lösbar oder unlösbar miteinander verbunden werden. Diese Ausführungsform
eignet sich insbesondere für den Einsatz bei kleineren Turbomolekularvakuumpumpen.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 10
- Holweck-Pumpstufe
- 12
- Innenoberfläche
- 14
- Außenoberfläche
- 16
- Stege
- 18
- Innengewinde
- 20
- Außengewinde
- 22
- freies Ende
- 24
- festes Ende
- 26
- Umhüllende
- 111
- Turbomolekularpumpe
- 113
- Einlassflansch
- 115
- Pumpeneinlass
- 117
- Pumpenauslass
- 119
- Gehäuse
- 121
- Unterteil
- 123
- Elektronikgehäuse
- 125
- Elektromotor
- 127
- Zubehöranschluss
- 129
- Datenschnittstelle
- 131
- Stromversorgungsanschluss
- 133
- Fluteinlass
- 135
- Sperrgasanschluss
- 137
- Motorraum
- 139
- Kühlmittelanschluss
- 141
- Unterseite
- 143
- Schraube
- 145
- Lagerdeckel
- 147
- Befestigungsbohrung
- 148
- Kühlmittelleitung
- 149
- Rotor
- 151
- Rotationsachse
- 153
- Rotorwelle
- 155
- Rotorscheibe
- 157
- Statorscheibe
- 159
- Abstandsring
- 161
- Rotornabe
- 163
- Holweck-Rotorhülse
- 165
- Holweck-Rotorhülse
- 167
- Holweck-Statorhülse
- 169
- Holweck-Statorhülse
- 171
- Holweck-Spalt
- 173
- Holweck-Spalt
- 175
- Holweck-Spalt
- 179
- Verbindungskanal
- 181
- Wälzlager
- 183
- Permanentmagnetlager
- 185
- Spritzmutter
- 187
- Scheibe
- 189
- Einsatz
- 191
- rotorseitige Lagerhälfte
- 193
- statorseitige Lagerhälfte
- 195
- Ringmagnet
- 197
- Ringmagnet
- 199
- Lagerspalt
- 201
- Trägerabschnitt
- 203
- Trägerabschnitt
- 205
- radiale Strebe
- 207
- Deckelelement
- 209
- Stützring
- 211
- Befestigungsring
- 213
- Tellerfeder
- 215
- Not- bzw. Fanglager
- 217
- Motorstator
- 219
- Zwischenraum
- 221
- Wandung
- 223
- Labyrinthdichtung
- dni
- Nenninnendurchmesser
- dna
- Nennaußendurchmesser
- dki
- Kerninnendurchmesser
- dka
- Kernaußendurchmesser
1. Vakuumpumpe (111), insbesondere Turbomolekularvakuumpumpe (111), mit zumindest einer
Holweck-Pumpstufe (10), die einen Holweck-Rotor und einen Holweck-Stator umfasst;
wobei der Holweck-Rotor eine Rotorwelle (153) mit einer daran vorgesehenen Nabe (161)
sowie zumindest eine an der Nabe (161) vorgesehene Holweck-Rotorhülse (163, 165) umfasst,
welche die Rotorwelle konzentrisch umgibt; und
wobei der Holweck-Stator eine konzentrisch zu der Holweck-Rotorhülse (163, 165) angeordnete
Holweck-Statorhülse (169) umfasst, welche ein an einem stationären Gehäuseabschnitt
der Vakuumpumpe (111) angebrachtes festes Ende (24), ein dem festen Ende (24) in axialer
Richtung gegenüberliegendes freies Ende (24) sowie eine Innenoberfläche (12) mit einem
daran ausgebildeten Innengewinde (18) und eine Außenoberfläche (14) mit einem daran
ausgebildeten Außengewinde (20) aufweist;
dadurch gekennzeichnet , dass
im kalten Zustand der Vakuumpumpe (111) das Innengewinde (18) am freien Ende (22)
der Holweck-Statorhülse (169) einen kleineren Nenninnendurchmesser (dni) als am festen
Ende (24) der Holweck-Statorhülse (169) aufweist und dass auch das Außengewinde (20)
im kalten Zustand der Vakuumpumpe (111) am freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse
(169) einen kleineren Nennaußendurchmesser (dna) als am festen Ende (24) der Holweck-Statorhülse
(169) aufweist.
2. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nenninnendurchmesser (dni) des Innengewindes (18) der Holweck-Statorhülse (169)
in Richtung des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse (169) stetig oder stufenweise
abnimmt.
3. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nenninnendurchmesser (dni) des Innengewindes (18) der Holweck-Statorhülse (169)
derart in Richtung des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse (169) abnimmt, dass
sich im betriebswarmen stationären Zustand der Vakuumpumpe (111) ein radialer Holweck-Spalt
(175) zwischen der Holweck-Rotorhülse (165) und dem Innengewinde (18) einstellt, der
zwischen dem festen Ende (24) und dem freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse (169)
eine im Wesentlichen konstante Größe aufweist, insbesondere eine konstante Größe.
4. Vakuumpumpe (111) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Innengewinde (18) zwischen dem festen Ende (24) und dem freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse
(169) eine konstante Gewindetiefe aufweist und die Innenoberfläche (12) der Holweck-Statorhülse
(169) einen Kerninnendurchmesser (dki) des Innengewindes (18) definiert, der im kalten
Zustand der Vakuumpumpe (111) in Richtung des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse
(169) abnimmt.
5. Vakuumpumpe (111) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Innenoberfläche (12) der Holweck-Statorhülse (169) einen Kerninnendurchmesser
(dki) des Innengewindes (18) definiert, der im kalten Zustand der Vakuumpumpe (111)
zwischen dem festen Ende (24) und dem freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse (169)
konstant ist und das Innengewinde (18) eine Gewindetiefe aufweist, die in Richtung
des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse (169) zunimmt.
6. Vakuumpumpe (111) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nennaußendurchmesser (dna) des Außengewindes (18) der Holweck-Statorhülse (169)
in Richtung des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse (169) stetig oder stufenweise
abnimmt.
7. Vakuumpumpe (111) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nennaußendurchmesser (dna) des Außengewindes (20) der Holweck-Statorhülse (169)
derart in Richtung des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse (169) abnimmt, dass
sich im betriebswarmen stationären Zustand der Vakuumpumpe (111) ein radialer Holweck-Spalt
(173) zwischen der Holweck-Rotorhülse (163) und dem Außengewinde (20) einstellt, der
zwischen dem festen Ende (24) und dem freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse (169)
eine im Wesentlichen konstante Größe aufweist, insbesondere eine konstante Größe.
8. Vakuumpumpe (111) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , dass
das Außengewinde (20) zwischen dem festen Ende (24) und dem freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse
(169) eine konstante Gewindetiefe aufweist und die Außenoberfläche (14) der Holweck-Statorhülse
(169) einen Kernaußendurchmesser (dka) des Außengewindes (20) definiert, der im kalten
Zustand der Vakuumpumpe (111) in Richtung des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse
(169) abnimmt.
9. Vakuumpumpe (111) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenoberfläche (14) der Holweck-Statorhülse (169) einen Kernaußendurchmesser
(dka) des Außengewindes (20) definiert, der im kalten Zustand der Vakuumpumpe (111)
zwischen dem festen Ende (24) und dem freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse (169)
konstant ist und das Außengewinde (20) eine Gewindetiefe aufweist, die in Richtung
des freien Endes (22) der Holweck-Statorhülse (169) abnimmt.
10. Vakuumpumpe (111) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Holweck-Statorhülse (169) eine Wandungsdicke aufweist, die zwischen dem festen
Ende (24) und dem freien Ende (22) der Holweck-Statorhülse (169) konstant ist; oder
dass
die Holweck-Statorhülse (169) eine Wandungsdicke aufweist, die in Richtung des freien
Endes (22) der Holweck-Statorhülse (169) abnimmt, und zwar entweder stetig oder stufenweise.
11. Vakuumpumpe (111) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Holweck-Rotor eine innere und eine äußere die Rotorwelle (153) konzentrisch umgebende
Holweck-Rotorhülse (163) umfasst, wobei die äußere Holweck-Rotorhülse (163) die Holweck-Statorhülse
(169) konzentrisch umgibt und die Holweck-Statorhülse die innere Holweck-Rotorhülse
(165) konzentrisch umgibt.
12. Vakuumpumpe (111) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Nabe (161) an der Rotorwelle (153) befestigt ist und die Holweck-Rotorhülse (163,
165) an der Nabe (161) befestigt ist.
13. Vakuumpumpe (111) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Nabe (161) integral mit der Rotorwelle (153) ausgebildet ist, wohingegen die Holweck-Rotorhülse
(163, 165) an der Nabe (161) befestigt ist; oder dass
die Holweck-Rotorhülse (163, 165) integral mit der Nabe (161) ausgebildet ist und
die Nabe (161) an der Rotorwelle (153) befestigt ist.