[0001] Die Erfindung betrifft eine Brandschutzdichteinrichtung und ein Brandschutzverfahren
für eine Bewegungsfuge eines Gebäudes mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch
1 bzw. 13 sowie eine Bewegungsfuge eines Gebäudes mit einer Brandschutzdichteinrichtung.
[0002] Üblicherweise umfasst eine derartige Brandschutzdichteinrichtung ein Brandschutzmaterial,
um im Fall eines Brandfalls einen Fugenhohlraum zwischen zwei gegenüberliegenden Bauteilen
abzudichten, wie zum Beispiel zwischen zwei Wand-, Boden oder Deckensegmenten eines
Gebäudes. Bei dem Brandschutzmaterial kann es sich um eine intumeszierende Matte handeln,
die sich im Brandfall aufbläht und dadurch die Bewegungsfuge abdichtet. Weiter umfasst
die Brandschutzdichteinrichtung wenigstens ein Abdeckblech zur Befestigung an den
zwei gegenüberliegenden Bauteilen der Bewegungsfuge. Dadurch wird das Brandschutzmaterial
und der Fugenhohlraum abgedeckt und geschützt. Um dennoch eine gewisse Bewegung zwischen
den zwei gegenüberliegenden Bauteilen der Bewegungsfuge zu ermöglichen, ist das Abdeckblech
mit einer Bewegungsreserve ausgebildet, die beispielsweise mittels einer Durchbiegung
des Abdeckblechs oder sich überlappender Teile gebildet wird.
[0003] Die
EP 1 589 157 A1 offenbart eine Bewegungsfuge zwischen gegenüberliegenden Begrenzungsflächen eines
ersten und eines zweiten Bauteils mit einer Dichteinrichtung zum Abdichten eines Fugenhohlraums
und mit einem Abdeckblech, das mit einer Bewegungsreserve ausgebildet ist und an den
Bauteilen befestigt ist, um den Fugenhohlraum abzudecken. Das Abdeckblech ist wenigstens
im Fugenhohlraum mit dem Brandschutzmaterial hinterlegt.
[0004] Nachteilig bei der bekannten Brandschutzdichteinrichtung ist, dass sie bei einem
vorhandenen Platz oftmals nur unflexibel einzusetzen ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Brandschutzdichteinrichtung
und ein Brandschutzverfahren für eine Bewegungsfuge eines Gebäudes sowie eine Bewegungsfuge
eines Gebäudes mit einer Brandschutzdichteinrichtung bereitzustellen, die beim vorhandenen
Platz flexibler einsetzbar sind.
[0006] Zur Lösung der Aufgabenstellung stellt die Erfindung eine Brandschutzdichteinrichtung
für eine Bewegungsfuge eines Gebäudes mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bereit. Vorteilhafte
Ausführungsformen der Erfindung sind den Unteransprüchen genannt.
[0007] Bei umfangreichen Untersuchungen der Anmelderin hat sich gezeigt, dass das Abdeckblech
aus dem Blech mit der Kalottenprägung einen geringeren Anteil der Strahlungswärme
an das dahinterliegende Brandschutzmaterial sowie die zwei gegenüberliegenden Bauteile
der Bewegungsfuge weiterleitet. Folglich kann das Abdeckblech in einem dichteren Verbund
mit dem Brandschutzmaterial verlegt werden. Des Weiteren kann das Blech mit der Kalottenprägung
besonders dünn ausgeführt werden, sodass es einfacher an eine vorhandene Bewegungsfuge
anpassbar ist. Durch die Kalottenprägung erhält es einerseits die erforderliche strukturelle
Steifigkeit, andererseits kann es besonders einfach gebogen werden. Folglich ist also
die erfindungsgemäß Brandschutzdichteinrichtung besonders flexibel bei dem vorhandenen
Platz einsetzbar.
[0008] Bei den beiden gegenüberliegenden Bauteilen der Bewegungsfuge kann es sich um zwei
Segmente eines Gebäudes handeln, die sich aufgrund von Umgebungsbedingungen gegeneinander
bewegen, insbesondere mit einer Dehnungs- und/oder Stauchungsbewegung von bis zu 100
mm. Die beiden gegenüberliegenden Bauteile können mit einer Fugenbreite von bis zu
300 mm zueinander angeordnet sein. Mit Umgebungsbedingungen können insbesondere witterungsbedingte
Änderungen der Temperatur, des Drucks und/oder der Feuchtigkeit gemeint sein. Denkbar
ist, dass sich die zwei gegenüberliegenden Bauteile aufgrund der Umgebungsbedingungen
in wenigstens einer von allen drei Raumachsen gegeneinander bewegen. Bei den beiden
gegenüberliegenden Bauteilen kann es sich beispielsweise um Segmente einer Wand, Decke
und/oder eines Bodens handeln. Dabei ist es auch denkbar, dass eines der beiden gegenüberliegenden
Bauteile ein Segment der Wand und das andere der beiden gegenüberliegenden Bauteile
ein Segment der Decke oder des Bodens sind. Ebenso kann eines der beiden gegenüberliegenden
Bauteile ein Segment einer ersten Wand und das andere der beiden gegenüberliegenden
Bauteile ein Segment einer anderen Wand sein, wobei die beiden Wände in einer gemeinsamen
Ebene liegen oder senkrecht aufeinander stehen. Insbesondere können die beiden gegenüberliegenden
Bauteile einen Winkel von 90° oder 180° zueinander einnehmen. Die zwei gegenüberliegenden
Bauteile können eine Dicke von wenigstens 100 mm aufweisen.
[0009] Das Blech kann als Edelstahlblech, verzinktes Blech, Aluminiumblech oder Kupferblech
ausgebildet sein. Mit dem Edelstahlblech kann hier ein nichtrostendes Stahlblech gemeint
sein. Bei der Kalottenprägung kann es sich um regelmäßige oder unregelmäßige Erhebungen
und Absenkungen handeln, die abwechselnd in das Blech eingeprägt sind und die insbesondere
waben-, rauten- oder schachbrettartig angeordnet sind. Die Erhebungen und Absenkungen
können jeweils sphärisch oder teilkugelförmig ausgebildet sein. Das Blech kann folienartig
ausgebildet sein und/oder eine Dicke bis zu 2 mm, insbesondere bis zu 1 mm, weiterhin
insbesondere bis zu 0,5 mm aufweisen.
[0010] Das wenigstens eine Abdeckblech kann ein erstes, S-förmig gefaltetes Teilbereich
und ein zweites, gerades Teilblech umfassen, wobei das zweite Teilblech in eine Falte
des ersten Teilblechs eingeschoben ist, um die Bewegungsreserve zu bilden. Dadurch
kann das Abdeckblech besonders einfach hergestellt werden und dennoch kann mit der
Falte eine besonders große Bewegungsreserve lateral im Abdeckblech gebildet werden.
Mit "S-förmig gefaltet" kann hier gemeint sein, dass das erste Teilblech zweifach
gefaltet ist, insbesondere entlang zweier parallel verlaufender Längsfalze, so dass
die Falte zum zweiten Teilblech hin gebildet wird. Mit "Längsfalz" kann hier ein 180°-Falz
gemeint sein. Einer der beiden Längsfalze kann entgegengesetzt zum anderen der beiden
Längsfalze gefalzt sein.
[0011] Die Kalottenprägung des ersten Teilblechs und/oder des zweiten Teilblechs kann in
einem Überlappungsbereich der beiden Teilbleche wenigstens teilweise zusammengedrückt
ausgebildet sein, um eine Gleiteigenschaft der Bewegungsreserve zu homogenisieren.
Durch das Zusammendrücken werden die Erhebungen und Absenkungen der Kalottenprägung
eingeebnet, so dass das zweite, gerade Teilblech in der Falte des ersten Teilblechs
freigängig bewegbar ist, wodurch das Abdeckblech insgesamt eine besonders homogene
Bewegung der Bewegungsfuge zulässt. Der Überlappungsbereich kann ganz oder teilweise
einen S-förmig gefalteten Bereich des ersten Teilblechs und/oder ganz oder teilweise
einen eingeschobenen Bereich des ersten Teilblechs umfassen. Dadurch, dass in diesem
Bereich mehrere Lagen der beiden Teilbleche gebildet werden, wird trotz des Zusammendrückens
die erforderliche Stabilität des Abdeckblechs erreicht.
[0012] Das wenigstens eine Abdeckblech kann mit einer Wölbung ausgebildet sein, um die Bewegungsreserve
zu bilden. Dadurch kann die Bewegungsreserve besonders einfach hergestellt werden.
Die Wölbung kann im Querschnitt ein bogen-, U- oder V-förmiges Profil umfassen. In
diesem Fall kann das wenigstens eine Abdeckblech genau ein einteiliges Abdeckblech
sein.
[0013] Das Brandschutzmaterial kann wenigstens eine intumeszierende Matte umfassen, die
im Brandfall aufschäumt. Dadurch werden im Brandfall die Hohlräume besonders gut abgedichtet,
so dass ein Sauerstoffaustausch und/oder das Ausbreiten von Rauch gehemmt wird. Die
intumeszierende Matte kann einen Dämmschichtbildner umfassen, der sich unter Hitzeeinwirkungen
aufbläht und/oder aufschäumt. Beispielsweise kann die intumeszierende Matte einen
mattenartigen Träger, insbesondere ein Glasfasergewebe oder Glasfaservlies umfassen,
das ein- oder beidseitig mit dem Dämmschichtbildner beschichtet ist. Der Dämmschichtbildner
kann beispielsweise Graphit enthalten, der ab einer bestimmten Temperatur aufschäumt.
Das Brandschutzmaterial kann mehrere Lagen intumeszierender Matten umfassen, die im
Brandfall aufschäumen.
[0014] Die wenigstens eine intumeszierende Matte kann zur Unterstützung der Bewegungsreserve
einfach, zweifach oder noch öfter gefaltet und/oder gewölbt ausgebildet sein. Dadurch
wird ein Reißen der intumeszierende Matte aufgrund einer Bewegung der Bewegungsfuge
vermieden.
[0015] Denkbar ist, dass die intumeszierende Matte an ihren Rändern mit dem wenigstens einen
Abdeckblech direkt verbunden ist. Dadurch kann die intumeszierende Matte besonders
einfach mit dem Abdeckblech sowie den zwei gegenüberliegenden Bauteilen der Bewegungsfuge
verbunden werden. Zudem wird so sichergestellt, dass der gesamte Fugenhohlraum abgedichtet
wird.
[0016] Die Brandschutzdichteinrichtung kann weiter zur Wärmedämmung ein Dämmmaterial umfassen,
insbesondere mit keramischer Wolle und/oder Mineralwolle. Dadurch kann sich die Hitze
im Brandfall schlechter ausbreiten und es wird insgesamt eine bessere Wärmedämmung
des Gebäudes erzielt.
[0017] Denkbar ist auch, dass im Inneren der Bewegungsfuge brennbare Materialien vorhanden
sind, wie beispielsweise Styropor zur Wärmedämmung. Beispielsweise wird das brennbare
Material durch das Brandschutzmaterial und das wenigstens eine Abdeckblech abgedeckt.
Dadurch kann gleichermaßen eine gute Wärmedämmung als auch ein guter Brandschutz gewährleistet
werden. Zudem können auch sanierungsbedürftige Bestandsgebäude mit den brennbaren
Materialien in der Bewegungsfuge im Nachhinein mit einem guten Brandschutz ertüchtigt
werden.
[0018] Denkbar ist, dass das wenigstens eine Abdeckblech mit Langlöchern als Bewegungsreserve
ausgebildet ist. Dadurch können besonders einfach geringere Bewegungen aufgenommen
werden. In diesem Fall kann das Abdeckblech als genau ein einteiliges, insbesondere
ebenes Abdeckblech ausgebildet sein. Beispielsweise kann das einteilige Abdeckblech
entlang einer ersten Längsseite mit wenigstens zwei Langlöchern parallel zur ersten
Längsseite und entlang einer zweiten Längsseite mit wenigstens zwei Langlöchern quer
zur zweiten Längsseite ausgebildet sein. Die erste Längsseite und die zweite Längsseite
des einteiligen Abdeckblechs können zueinander parallel verlaufen, insbesondere in
Längsrichtung der Bewegungsfuge.
[0019] Die Brandschutzdichteinrichtung kann weiter Befestigungselemente umfassen, um das
Abdeckblech mit den beiden gegenüberliegenden Bauteilen der Bewegungsfuge zu verbinden.
Dadurch wird sichergestellt, dass das Abdeckblech sicher mit den beiden gegenüberliegenden
Bauteilen verbunden ist. Die Befestigungselemente können eine Klemmleiste mit mehreren
Bohrungen und Schrauben umfassen, wobei die Schrauben durch die Bohrungen der Klemmleiste
durchführbar und an den beiden gegenüberliegenden Bauteilen der Bewegungsfuge anbringbar
sind. Denkbar ist auch, dass die Befestigungselemente Beilegscheiben, Muttern und/oder
Schrauben umfassen.
[0020] Darüber hinaus stellt die Erfindung eine Bewegungsfuge eines Gebäudes mit einer Brandschutzdichteinrichtung
nach einem der Ansprüche 1 - 11 bereit. Die Bewegungsfuge kann die zuvor in Bezug
auf die Brandschutzdichteinrichtung beschriebenen Merkmale einzeln oder in beliebigen
Kombinationen umfassen.
[0021] Des Weiteren stellt die Erfindung ein Brandschutzverfahren für eine Bewegungsfuge
eines Gebäudes mit den Merkmalen des Anspruchs 13 bereit. Vorteilhafte Merkmale des
Brandschutzverfahrens sind in den Unteransprüchen genannt. Das Brandschutzverfahren
kann die zuvor in Bezug auf die Brandschutzdichteinrichtung beschriebenen Merkmale,
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 - 11, einzeln oder in beliebigen Kombinationen
sinngemäß umfassen.
[0022] Dadurch, dass das Blech mit der Kalottenprägung versehen und daraus das wenigstens
eine Abdeckblech gebildet wird, wird nur ein möglichst geringer Anteil der Strahlungswärme
an das dahinterliegende Brandschutzmaterial sowie die zwei gegenüberliegenden Bauteile
der Bewegungsfuge weiterleitet. Folglich kann das Abdeckblech in einem dichteren Verbund
mit dem Brandschutzmaterial verlegt werden. Des Weiteren kann das Blech mit der Kalottenprägung
besonders dünn ausgeführt werden, sodass es einfacher an eine vorhandene Bewegungsfuge
anpassbar ist. Durch die Kalottenprägung erhält es einerseits die erforderliche strukturelle
Steifigkeit, andererseits kann es besonders einfach gebogen werden. Folglich ist also
die erfindungsgemäß Brandschutzdichteinrichtung besonders flexibel bei dem vorhandenen
Platz einsetzbar.
[0023] Denkbar ist, dass ein erstes Teilblech des wenigstens einen Abdeckblechs S-förmig
gefaltet wird und ein zweites, gerades Teilblech des wenigstens einen Abdeckblechs
in eine Falte des ersten Teilblechs eingeschoben wird, um die Bewegungsreserve zu
bilden. Dadurch kann die Bewegung der Bewegungsfuge besonders groß sein, ohne dass
es zu einer Verformung oder einem verziehen des Abdeckblechs kommt.
[0024] Die Kalottenprägung des ersten Teilblechs und/oder des zweiten Teilblechs kann in
einem Überlappungsbereich zusammengepresst werden, um eine Gleiteigenschaft der Bewegungsreserve
zu homogenisieren. Dadurch sind die beiden Teilbleche besonders einfach gegeneinander
verschiebbar, sodass sich bei der Bewegung der Bewegungsreserve keine Spannungen bilden.
[0025] Das wenigstens eine Abdeckblech kann gewölbt werden, um die Bewegungsreserve zu bilden.
Dadurch kann die Bewegungsreserve besonders einfach ausgeführt werden.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt:
- Figuren 1A - 1
- B ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Brandschutzdichteinrichtung für
eine Bewegungsfuge eines Gebäudes in einer perspektivischen Darstellung und in einer
Schnittansicht;
- Figuren 2A - 2B
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Brandschutzdichteinrichtung
für eine Bewegungsfuge eines Gebäudes in einer perspektivischen Darstellung und in
einer Schnittansicht;
- Figuren 3A - 3B
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Brandschutzdichteinrichtung
für eine Bewegungsfuge eines Gebäudes in einer perspektivischen Darstellung und in
einer Schnittansicht;
- Figuren 4A - 4B
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Brandschutzdichteinrichtung
für eine Bewegungsfuge eines Gebäudes in einer perspektivischen Darstellung und in
einer Schnittansicht; und
- Figuren 5A - 5B
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Brandschutzdichteinrichtung
für eine Bewegungsfuge eines Gebäudes in einer perspektivischen Darstellung und in
einer Schnittansicht.
[0027] In den Figuren 1A - 1B ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Brandschutzdichteinrichtung
1 für eine Bewegungsfuge F eines Gebäudes in einer perspektivischen Darstellung und
in einer Schnittansicht gezeigt. Zu sehen sind die beiden gegenüberliegenden Bauteile
2, 3 der Bewegungsfuge F, die in einem Abstand von üblicherweise bis zu 300 mm angeordnet
sind. Bei den Bauteilen 2, 3 handelt es sich beispielsweise um zwei Segmente einer
Wand, einer Decke oder eines Bodens. Sie können aus Beton oder jedem anderen geeigneten
Baustoff gefertigt sein.
[0028] Um die Ausbreitung von Rauch und Hitze im Brandfall zu verhindern, ist die Brandschutzdichteinrichtung
1 mit dem Brandschutzmaterial 10.1 zum Abdichten des Fugenhohlraums H und mit dem
Abdeckblech 20 zum Abdecken des Brandschutzmaterials 10.1 und des Fugenhohlraums H
vorgesehen. Das Abdeckblech 20 ist an den beiden gegenüberliegenden Bauteilen 2, 3
befestigt.
[0029] Allerdings kann es durch Änderungen der Temperatur, des Drucks und/oder der Feuchtigkeit
zu einer Dehnungs- und/oder Stauchungsbewegung des Fugenhohlraums H von bis zu 100
mm kommen. Folglich muss die Brandschutzdichteinrichtung 1 mittels einer Bewegungsreserve
R in der Lage sein, die Dehnungs- und/oder Stauchungsbewegung mitzugehen. Dazu ist
das Abdeckblech 20 mit der Bewegungsreserve R ausgebildet ist, sodass die Dehnungs-
und/oder Stauchungsbewegung nicht zu übermäßigen Spannungen im Abdeckblech 20 führt.
[0030] Bei dem Brandschutzmaterial 10.1 handelt es sich um eine intumeszierende Matte, beispielsweise
eine Glasfasermatte oder -vlies, die ein- oder beidseitig mit einem Dämmschichtbildner
ausgebildet ist. Bei Hitzeeinwirkungen bläht sich der Dämmschichtbildner auf und dichtet
so den Fugenhohlraum H ab.
[0031] Des Weiteren ist in der Figur 1A zu sehen, dass das Abdeckblech 20 ein Blech mit
einer Kalottenprägung umfasst, insbesondere ein Edelstahlblech. Denkbar sind auch
andere Materialien, wie ein verzinktes Blech, ein Aluminium- oder Kupferblech. Dadurch
wird ein geringerer Anteil der Strahlungswärme an das dahinterliegende Brandschutzmaterial
10.1 sowie die zwei gegenüberliegenden Bauteile 2, 3 weitergeleitet. Zudem kann das
Blech durch die Kalottenprägung besonders dünn ausgeführt werden, sodass es einerseits
die erforderliche strukturelle Steifigkeit aufweist, andererseits besonders einfach
an eine vorhandene Bewegungsfuge F anpassbar ist. Folglich ist die Brandschutzdichteinrichtung
1 besonders flexibel an einem vorhandenen Platz einsetzbar.
[0032] Des Weiteren ist zu sehen, dass das Abdeckblech 20 ein erstes, S-förmig gefaltetes
Teilblech 20.1 und ein zweites, gerades Teilblech 20.2 umfasst, wobei das zweite Teilblech
20.2 in eine Falte des ersten Teilblechs 20.1 eingeschoben ist, um die Bewegungsreserve
R zu bilden. Zu sehen ist in der Figur 1B, dass das erste, S-förmig gefaltete Teilblech
20.1 zwei Längsfalze aufweist, an denen es jeweils um 180° umgebogen ist. Dadurch
werden zwei Falten gebildet, wobei das zweite Teilblech 20.2 in die zu ihr hin offene
Falte eingeschoben ist, um die Bewegungsreserve R zu bilden.
[0033] Des Weiteren ist die Kalottenprägung in einem Überlappungsbereich der beiden Teilbleche
20.1, 20.2 wenigstens teilweise zusammengedrückt ausgebildet, um eine Gleiteigenschaft
der Bewegungsreserve R zu homogenisieren. Wie besonders gut in der Figur 1B zu sehen
ist, wird der Überlappungsbereich durch mehrere Lagen des ersten Teilblechs 20.1 und
eine Lage des zweiten Teilblechs 20.2 gebildet, so dass die erforderliche strukturelle
Stabilität im Überlappungsbereich auch ohne die Kalottenprägung gewährleistet ist.
Durch das Zusammendrücken werden die Erhebungen und Absenkung der Kalottenprägung
eingeebnet, sodass das zweite Teilblech 20.2 in der Falte des ersten Teilblechs 20.1
besonders gut lateral gleiten kann. Folglich ist es auch bei einem Blech mit der Kalottenprägung
möglich, eine besonders homogene Bewegungsreserve R zu bilden.
[0034] Des Weiteren ist zu sehen, dass die intumeszierende Matte des Brandschutzmaterials
10.1 zweifach gefaltet ist, um die Bewegungsreserve R zu unterstützen. Dadurch wird
verhindert, dass bei einer Bewegung des Gebäudes die intumeszierende Matte gespannt
wird oder gar einreißt. An den Rändern ist die intumeszierende Matte mit dem Abdeckblech
20 verbunden, sodass der gesamte Fugenhohlraum H damit abgedeckt ist.
[0035] Des Weiteren ist als Wärmedämmung das Dämmmaterial 11 vorgesehen, das beispielsweise
mehrere komprimierten Lagen Mineralwolle umfasst (beispielsweise vom Typ SONOROCK,
Stärke 60 mm). Dadurch wird eine besonders gute Wärmedämmung erzielt.
[0036] Die Brandschutzdichteinrichtung 1 umfasst weiter die Befestigungselemente 30, mit
zwei Klemmleisten 30.1 und mit Schrauben 30.2. Damit wird das Abdeckblech 20 sowie
das Brandschutzmaterial 10.1 längs an den beiden gegenüberliegenden Bauteilen 2, 3
der Bewegungsfuge F befestigt. Die Klemmleisten 30.1 sind mit Durchgangsbohrungen
und die Bauteile 2, 3 mit dazu korrespondierenden Befestigungslöchern für die Schrauben
30.2 versehen. Dadurch kann die Brandschutzdichteinrichtung zuverlässig an den beiden
Gebäudeteilen an den beiden gegenüberliegenden Bauteilen 2, 3 befestigt werden.
[0037] In den Figuren 2A - 2B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Brandschutzdichteinrichtung 1 für eine Bewegungsfuge F eines Gebäudes in einer perspektivischen
Darstellung und in einer Schnittansicht gezeigt. Die Brandschutzdichteinrichtung 1
unterscheidet sich von dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel in den Figuren 1A -
1B dadurch, dass an beiden Außenseiten A, B der beiden Bauteile 2, 3 jeweils ein Abdeckblech
20 und dahinterliegend mehrere Lagen Brandschutzmaterial 10.1-10.3 angebracht sind,
um den Fugenhohlraum H im Brandfall von beiden Außenseiten A, B her abzudichten.
[0038] Wie in dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel bereits ausgeführt, werden die Abdeckbleche
20 aus Blech, insbesondere Edelstahlblech mit einer Kalottenprägung gebildet. Denkbar
sind auch hier andere Materialien, wie ein verzinktes Blech, ein Aluminium- oder Kupferblech.
[0039] Die Abdeckbleche 20 werden jeweils, wie beim vorangegangenen Ausführungsbeispiel,
aus einem ersten, S-förmig gefalteten Teilblech 20.1 und einem zweiten, geraden Teilblech
20.2 gebildet, wobei das zweite Teilblech 20.2 in eine Falte des ersten Teilblechs
20.1 eingeschoben ist, um die Bewegungsreserve R zu bilden. Denkbar ist, dass die
Kalottenprägung in einem Überlappungsbereich der beiden Teilbleche 20.1, 20.2 wenigstens
teilweise zusammengedrückt ausgebildet ist, um eine Gleiteigenschaft der Bewegungsreserve
R zu homogenisieren.
[0040] Im Unterschied zum vorangegangenen Ausführungsbeispiel in den Figuren 1A - 2B sind
hier mehrere Lagen des Brandschutzmaterials 10.1 - 10.3 angeordnet, um eine größere
Menge an blähfähigem Material zu bilden. Dadurch wird der Fugenhohlraum auch ohne
ein Dämmmaterial H im Brandfall ausgefüllt.
[0041] Dadurch, dass auf beiden Seiten A, B der beiden Bauteile 2, 3 jeweils das Brandschutzmaterial
10.1-10.3 und ein Abdeckblech 20 vorhanden ist, kann der Fugenhohlraum H hermetisch
abgeriegelt werden. Zudem wird durch das mehrlagige Brandschutzmaterial 10.1 - 10.3
besonders viel Dämmschichtbildner im Brandfall aufgebläht. Des Weiteren ist es so
möglich, Bewegungsfugen F abzudichten, die beidseitig einen Sichtbereich aufweisen,
der dann jeweils mit dem Abdeckblech 20 geschützt ist.
[0042] Die übrigen Merkmale entsprechen denjenigen des Ausführungsbeispiels in den Figuren
1A - 1B.
[0043] In den Figuren 3A - 3B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Brandschutzdichteinrichtung 1 für eine Bewegungsfuge F eines Gebäudes in einer perspektivischen
Darstellung und in einer Schnittansicht gezeigt. Es unterscheidet sich von dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel in den Figuren 2A - 2B dadurch, dass die beiden Abdeckbleche 20
jeweils einteilig mit einer Wölbung ausgebildet sind, um die Bewegungsreserve R zu
bilden. Dadurch können Bewegungsfugen F mit einer geringeren Dehnungs- und/oder Stauchungsbewegung
besonders einfach abgedichtet werden.
[0044] Die einteiligen Abdeckbleche 20 werden hier jeweils aus einem Blech, insbesondere
Edelstahlblech mit einer Kalottenprägung gebildet. Denkbar sind auch hier andere Materialien,
wie ein verzinktes Blech, ein Aluminium- oder Kupferblech.
[0045] Des Weiteren ist zu sehen, dass die erste Lage 10.1 des Brandschutzmaterials gewölbt
und die nachfolgende, zweite Lage des Brandschutzmaterial 10.2 mit einer Falte ausgebildet
ist, um die Bewegungsreserve R zu unterstützen. Dadurch kann die Brandschutzdichteinrichtung
1 besonders einfach hergestellt werden.
[0046] Die übrigen Merkmale entsprechen denjenigen des Ausführungsbeispiels in den Figuren
2A - 2B.
[0047] In den Figuren 4A - 4B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Brandschutzdichteinrichtung 1 für eine Bewegungsfuge F eines Gebäudes in einer perspektivischen
Darstellung und in einer Schnittansicht gezeigt. Es unterscheidet sich von dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel in den Figuren 3A - 3B dadurch, dass das Abdeckblech 20 eine stärkere,
V-förmige Wölbung aufweist, um eine größere Bewegungsreserve R zu bilden. Des Weiteren
unterscheidet es sich dadurch, dass sich zwischen den beiden Lagen des Brandschutzmaterials
10.1, 10.2 eine Zwischenlage aus dem Dämmmaterial 12 befindet, beispielsweise eine
Schicht aus keramischer Wolle, vorzugsweise mit einer Stärke von 6 mm. Dadurch wird
eine besonders einfache und wirksame Wärmedämmung erzielt. Zudem sind die beiden Lagen
aus Brandschutzmaterial 10.1, 10.2 mit der Zwischenlage aus dem Dämmmaterial 12 sandwichartig
verbunden, wodurch das Brandschutzmaterial 10.1, 10.2 mechanisch stabilisiert wird.
[0048] Auch hier wird das einteilige Abdeckblech 20 aus einem Blech, insbesondere Edelstahlblech
mit einer Kalottenprägung gebildet. Denkbar sind auch hier andere Materialien, wie
ein verzinktes Blech, ein Aluminium- oder Kupferblech.
[0049] Die übrigen Merkmale entsprechen denjenigen des Ausführungsbeispiels in den Figuren
3A - 3B.
[0050] In den Figuren 5A - 5B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Brandschutzdichteinrichtung 1 für eine Bewegungsfuge F eines Gebäudes in einer perspektivischen
Darstellung und in einer Schnittansicht gezeigt. Es unterscheidet sich von dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel in den Figuren 4A - 4B dadurch, dass die Brandschutzdichteinrichtung
1 mit dem Brandschutzmaterial 10.1, 10.2 und mit dem Abdeckblech 20 lediglich auf
einer Außenseite der beiden gegenüberliegenden Bauteile 2, 3 des Gebäudes vorgesehen
ist.
[0051] Die Bewegungsreserve R wird durch eine U-förmige Wölbung des Abdeckblechs 20 gebildet.
Damit verbunden ist eine erste Lage des Brandschutzmaterials 10.1. Durch einen abgeschlossenen
Lufthohlraum L getrennt folgt das U-förmig verlegte Dämmmaterial 12 mit der damit
verbundenen, zweiten Lage des Brandschutzmaterials 10.2.
[0052] Das Dämmmaterial 12 kann hier ebenfalls eine Zwischenlage aus keramischer Wolle umfassen,
beispielsweise mit einer Stärke von 25 mm. Da die Bewegungsfuge F nur einseitig abgedichtet
ist, ist das Dämmmaterial 12 entsprechend dicker ausgeführt als bei dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel.
[0053] Das Abdeckblech 20 wird wiederum aus dem Blech, insbesondere Edelstahlblech gebildet,
das mit der Kalottenprägung versehen ist. Denkbar sind auch hier andere Materialien,
wie ein verzinktes Blech, ein Aluminium- oder Kupferblech.
[0054] Die übrigen Merkmale entsprechen denjenigen des Ausführungsbeispiels in den Figuren
4A - 4B.
[0055] Dadurch, dass in den Ausführungsbeispielen der Figuren 1A - 5B das Abdeckblech 20
aus dem Blech mit der Kalottenprägung gebildet wird, wird ein möglichst geringer Anteil
der Strahlungswärme an das dahinterliegende Brandschutzmaterial 10.1 - 10.3 sowie
die zwei gegenüberliegenden Bauteile 2, 3 der Bewegungsfuge F weiterleitet. Folglich
kann das Abdeckblech 20 in einem dichteren Verbund mit dem Brandschutzmaterial 10.1
- 10.2 verlegt werden. Des Weiteren kann das Blech mit der Kalottenprägung besonders
dünn ausgeführt werden, sodass es einfacher an eine vorhandene Bewegungsfuge F anpassbar
ist. Durch die Kalottenprägung erhält es einerseits die erforderliche strukturelle
Steifigkeit, andererseits kann es besonders einfach gebogen werden. Folglich ist also
die Brandschutzdichteinrichtung 1 besonders flexibel bei dem vorhandenen Platz einsetzbar.
[0056] Es versteht sich, dass in den vorangegangenen Ausführungsbeispielen beschriebene
Merkmale nicht auf diese Merkmalskombinationen beschränkt sind, sondern auch einzelne
oder in beliebigen anderen Merkmalskombinationen möglich sind.
1. Brandschutzdichteinrichtung (1) für eine Bewegungsfuge (F) eines Gebäudes, umfassend
- ein Brandschutzmaterial (10.1 - 10.3) zum Abdichten eines Fugenhohlraums (H) zwischen
zwei gegenüberliegenden Bauteilen (2, 3) der Bewegungsfuge (F) in einem Brandfall,
und
- wenigstens ein Abdeckblech (20) zur Befestigung an den zwei gegenüberliegenden Bauteilen
(2, 3) der Bewegungsfuge (F), um das Brandschutzmaterial (10.1 - 10.3) und den Fugenhohlraum
(H) abzudecken, wobei das Abdeckblech (20) mit einer Bewegungsreserve (R) ausgebildet
ist, um eine Bewegung der Bewegungsfuge (F) zu ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Abdeckblech (20) ein Blech mit einer Kalottenprägung umfasst.
2. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei das wenigstens eine Abdeckblech
(20) ein erstes, S-förmig gefaltetes Teilblech (20.1) und ein zweites, gerades Teilblech
(20.2) umfasst, wobei das zweite Teilblech (20.2) in eine Falte des ersten Teilblechs
(20.1) eingeschoben ist, um die Bewegungsreserve (R) zu bilden.
3. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei die Kalottenprägung des ersten
Teilblechs (20.1) und/oder des zweiten Teilblechs (20.2) in einem Überlappungsbereich
der beiden Teilbleche (20.1, 20.2) wenigstens teilweise zusammengedrückt ausgebildet
ist, um eine Gleiteigenschaft der Bewegungsreserve (R) zu homogenisieren.
4. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das
wenigstens eine Abdeckblech (20) mit einer Wölbung ausgebildet ist, um die Bewegungsreserve
(R) zu bilden.
5. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei die Wölbung im Querschnitt
ein bogenförmiges, ein U- oder V-förmiges Profil umfasst.
6. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei das
Brandschutzmaterial (10.1 - 10.3) wenigstens eine intumeszierende Matte umfasst, die
im Brandfall aufschäumt.
7. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach Anspruch 6, wobei die wenigstens eine intumeszierende
Matte zur Unterstützung der Bewegungsreserve (R) wenigstens einfach gefaltet und/oder
gewölbt ausgebildet ist.
8. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, wobei die intumeszierende
Matte an ihren Rändern mit dem wenigstens einen Abdeckblech (20) direkt verbunden
ist.
9. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
Brandschutzdichteinrichtung (1) weiter zur Wärmedämmung ein Dämmmaterial (11, 12)
umfasst, insbesondere mit keramischer Wolle und/oder Mineralwolle.
10. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei das
wenigstens eine Abdeckblech (20) mit Langlöchern als Bewegungsreserve (R) ausgebildet
ist.
11. Brandschutzdichteinrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die
Brandschutzdichteinrichtung (1) weiter Befestigungselemente (30) umfasst, um das Abdeckblech
(20) mit den beiden gegenüberliegenden Bauteilen (2, 3) der Bewegungsfuge (F) zu verbinden.
12. Bewegungsfuge (F) eines Gebäudes mit einer Brandschutzdichteinrichtung (1) nach einem
der Ansprüche 1 - 11.
13. Brandschutzverfahren für eine Bewegungsfuge (F) eines Gebäudes, wobei die Bewegungsfuge
(F) mit einem Brandschutzmaterial (10.1 - 10.3) versehen wird, um in einem Brandfall
einen Fugenhohlraum (H) zwischen zwei gegenüberliegenden Bauteilen (2, 3) der Bewegungsfuge
(F) abzudichten, wobei wenigstens ein Abdeckblech (20) an den zwei gegenüberliegenden
Bauteilen (2, 3) der Bewegungsfuge (F) befestigt wird, um das Brandschutzmaterial
(10.1 - 10.3) und den Fugenhohlraum (H) abzudecken, wobei eine Bewegung der Bewegungsfuge
(F) mit einer Bewegungsreserve (R) des Abdeckblechs (20) ermöglicht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Abdeckblech (20) aus einem Blech gebildet wird, das mit einer
Kalottenprägung versehen wird.
14. Brandschutzverfahren nach Anspruch 13, dass ein erstes Teilblech (20.1) des wenigstens
einen Abdeckblechs (20) S-förmig gefaltet wird und ein zweites, gerades Teilblech
(20.2) des wenigstens einen Abdeckblechs (20) in eine Falte des ersten Teilblechs
(20.1) eingeschoben wird, um die Bewegungsreserve (R) zu bilden.
15. Brandschutzverfahren nach Anspruch 14, wobei die Kalottenprägung des ersten Teilblechs
(20.1) und/oder des zweiten Teilblechs (20.2) in einem Überlappungsbereich zusammengepresst
wird, um eine Gleiteigenschaft der Bewegungsreserve (R) zu homogenisieren.
16. Brandschutzverfahren nach einem der Ansprüche 13 - 15, wobei das wenigstens eine Abdeckblech
(20) gewölbt wird, um die Bewegungsreserve (R) zu bilden.