(19)
(11) EP 4 218 960 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.08.2023  Patentblatt  2023/31

(21) Anmeldenummer: 23154430.5

(22) Anmeldetag:  01.02.2023
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63B 21/062(2006.01)
A63B 69/00(2006.01)
A63B 21/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A63B 21/0628; A63B 21/154; A63B 21/156; A63B 21/4029; A63B 69/0062; A63B 2225/093
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 01.02.2022 DE 102022102262

(71) Anmelder: IFS GmbH
41849 Wassenberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Jelitte, Martin
    41836 Hückelhoven (DE)

(74) Vertreter: Schneiders & Behrendt Bochum 
Huestraße 23
44787 Bochum
44787 Bochum (DE)

   


(54) TRAININGSGERÄT


(57) Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät (1) mit mindestens einer Seilzuganordnung (2) zur Betätigung durch Muskelkraft eines trainierenden Benutzers (3), wenigstens einem an der Seilzuganordnung (2) befestigbaren Griff (4) zur Handhabung durch den Benutzer (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2), wenigstens einem über die Betätigung der Seilzuganordnung (2) anhebbaren Gewicht (5), wenigstens einer Bank (6) mit einer Auflagefläche (7) zum Sitzen und/oder Liegen des Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2), und wenigstens einer Stütze (8) zur Abstützung von Gliedmaßen (9, 10) des auf der Auflagefläche (7) sitzenden oder liegenden Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2), wobei die Auflagefläche (7) der Bank (6) in mindestens zwei Höheneinstellungen (11, 12) verlagerbar ist, wobei die Stütze (8) in mindestens zwei Ausrichtungspositionen (13, 14, 15) gegenüber der Auflagefläche (7) ausrichtbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät mit mindestens einer Seilzuganordnung zur Betätigung durch Muskelkraft eines trainierenden Benutzers, wenigstens einem an der Seilzuganordnung befestigbaren Griff zur Handhabung durch den Benutzer bei Betätigung der Seilzuganordnung, wenigstens einem über die Betätigung der Seilzuganordnung anhebbaren Gewicht, wenigstens einer Bank mit einer Auflagefläche zum Sitzen und/oder Liegen des Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung, und wenigstens einer Stütze zur Abstützung von Gliedmaßen des auf der Auflagefläche sitzenden oder liegenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung.

[0002] Aus DE 20 2018 100 743 U1 ist beispielsweise ein Trainingsgerät mit einer Seilzuganordnung zur Betätigung durch Muskelkraft eines trainierenden Benutzers bekannt. Dieses Trainingsgerät verfügt über einen an der Seilzuganordnung befestigbaren Griff zur Handhabung durch den Benutzer bei Betätigung der Seilzuganordnung. Es ist auch ein über die Betätigung der Seilzuganordnung anhebbares Gewicht vorgesehen, sowie ein Sitz zum Sitzen des Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung. Weiterhin sind Stützen zur Abstützung von Gliedmaßen des Benutzers bei Betätigung einer Seilzuganordnung an Trainingsgeräten allgemein bekannt.

[0003] Nachteilig an bekannten Trainingsgeräten ist, dass sich die Auflageflächen und Sitzflächen, als auch die Stützen nicht einfach an unterschiedliche Trainingsübungen, Positionen und/oder unterschiedliche Körpergrößen von trainierenden Benutzern anpassen lassen.

[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Trainingsgerät anzugeben, das eine einfache Anpassung der Auflagefläche und der Stütze an unterschiedliche Trainingsübungen und/oder unterschiedliche Körpergrößen von trainierenden Benutzern ermöglicht.

[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Trainingsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

[0006] Dadurch, dass die Auflagefläche der Bank in mindestens zwei Höheneinstellungen verlagerbar ist, wobei die Stütze in mindestens zwei Ausrichtungspositionen gegenüber der Auflagefläche ausrichtbar ist, kann eine einfache Anpassung der Auflagefläche und der Stütze an unterschiedliche Trainingsübungen und/oder unterschiedliche Körpergrößen von trainierenden Benutzern erreicht werden. Über die Verlagerung der Auflagefläche der Bank in verschiedene Höheneinstellungen kann sehr einfach die Höhe der Auflagefläche gegenüber einem Untergrund, auf dem das Trainingsgerät aufgestellt wird, verändert werden. Außerdem kann durch Verlagerung der Auflagefläche der Bank in verschiedene Höheneinstellungen sehr einfach die Position der Auflagefläche gegenüber der Seilzuganordnung und gegenüber dem Untergrund verändert werden, was eine optimale Einstellungsmöglichkeit des Trainingsgeräts auch für unterschiedliche Trainingsübungen bietet. Auch für unterschiedliche Körpergrößen von trainierenden Benutzern bietet die Verlagerung der Auflagefläche der Bank in verschiedene Höheneinstellungen gute Anpassungsmöglichkeiten des Trainingsgeräts. Da auch die Stütze zur Abstützung von Gliedmaßen des auf der Auflagefläche sitzenden oder liegenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung in mehreren Ausrichtungspositionen gegenüber der Auflagefläche ausrichtbar ist, lassen sich Gliedmaßen des Benutzers bei unterschiedlichen Trainingsübungen, Positionen und auch bei unterschiedlichen Körpergrößen optimal zur Ausführung des Trainings am Trainingsgerät abstützen.

[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Ansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale auch in beliebiger und technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und somit weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen.

[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stütze in mindestens drei Ausrichtungspositionen gegenüber der Auflagefläche ausrichtbar ist. Mit der Ausrichtung der Stütze in mindestens drei Ausrichtungspositionen gegenüber der Auflagefläche bietet das Trainingsgerät eine besonders gute Anpassungsmöglichkeit an unterschiedliche Trainingsübungen, die der trainierende Benutzer bei Betätigung der Seilzuganordnung mittels eigener Muskelkraft ausführen kann. Hierdurch kann das über die Betätigung der Seilzuganordnung vom trainierenden Benutzer angehobene Gewicht einfach in unterschiedlichen Trainingsübungen mittels Muskelkraft bewegt werden. Diese Anpassungsmöglichkeit bietet ein vielseitiges Training an dem Trainingsgerät, sodass zahlreiche Muskeln angesprochen werden.

[0009] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, die vorsieht, dass die Stütze in mindestens einer ersten Ausrichtungsposition zur Abstützung von Knien des auf der Auflagefläche sitzenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung eingerichtet ist, wobei die Stütze in mindestens einer zweiten Ausrichtungsposition zur Abstützung von Füßen des auf der Auflagefläche sitzenden oder liegenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung eingerichtet ist. Mit der Abstützung von Knien des auf der Auflagefläche sitzenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung kann an dem Trainingsgerät unter Anderem das klassische Lat-Ziehen als Trainingsübung vom Benutzer durchgeführt werden. Die Abstützung der Füße des auf der Auflagefläche sitzenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung ermöglicht als Trainingsübung das klassische Rudern am Trainingsgerät auszuführen. Mit der Abstützung der Füße des auf der Auflagefläche liegenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung, kann auch eine Trainingsübung am Trainingsgerät ausgeführt werden, bei welcher der Benutzer den an der Seilzuganordnung befestigten Griff in einem etwa 45° Winkel zur Wirbelsäule in Richtung der eigenen Brust zieht. Hierbei werden noch einmal andere Muskeln beansprucht als beim klassischen Lat-Ziehen oder dem klassischen Rudern bzw. die beim klassischen Lat-Ziehen und klassischen Rudern ebenfalls beanspruchten Muskeln werden bei dem Ziehen im 45° Winkel zur Wirbelsäule in Richtung der Brust anders beansprucht.

[0010] Eine besonders vorteilhafte Ausführung der Erfindung bezieht sich darauf, dass die Stütze eine konvex gewölbte Abstützfläche für die Knie des Benutzers aufweist, wobei die Stütze auf einer der konvex gewölbten Abstützfläche gegenüberliegenden Seite eine flachere Trittfläche für die Füße des Benutzers aufweist. Die Wölbung der Abstützfläche bietet eine bequeme Auflage auf der Stütze für die Knie des Benutzers. Gleichzeitig kann die der konvex gewölbten Abstützfläche gegenüberliegende Seite zur Abstützung der Füße genutzt werden, da die gegenüber der Wölbung flachere Trittfläche einen stabilen Stand für die Füße des Benutzers bietet, beispielsweise bei der Ausführung von klassischem Rudern am Trainingsgerät. Die Abstützfläche und die Trittfläche bestehen bevorzugt aus ein - und demselben Material, welches einerseits eine dämpfende/polsternde Eigenschaft hat, aber zugleich auch genügend Oberflächenhärte, um als festere Trittfläche zu dienen. Dieses Material hat bevorzugt eine Härte nach Shore A für Weich-Elastomeren von 60.

[0011] Eine besonders vorteilhafte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die konvex gewölbte Abstützfläche in mindestens einer ersten Ausrichtungsposition dem Knie des auf der Auflagefläche sitzenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung zugewandt ist, wobei die Trittfläche in mindestens einer zweiten Ausrichtungsposition den Füßen des auf der Auflagefläche sitzenden oder liegenden Benutzers bei Betätigung der Seilzuganordnung zugewandt ist. Über die Ausrichtung der Stütze in verschiedene Ausrichtungspositionen kann sowohl die konvex gewölbte Abstützfläche als auch die flachere Trittfläche für verschiedene Trainingsübungen zur Abstützung der Füße oder Knie des Benutzer in Position gebracht werden. So kann der Benutzer die Knie in der ersten Ausrichtungsposition beispielsweise zum klassischen Lat-Ziehen an der konvex gewölbten Abstützfläche abstützen. Sitzend zum klassischen Rudern oder zum liegenden Ziehen im 45° Winkel zur Wirbelsäule in Richtung der Brust kann der Benutzer die in anderen Ausrichtungspositionen ausgerichtete Trittfläche bequem zum Abstützen der Füße beim Training benutzen.

[0012] Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die Auflagefläche der Bank in mindestens einer ersten Höheneinstellung zum Sitzen des Benutzers auf der Auflagefläche bei Betätigung der Seilzuganordnung eingerichtet ist, wobei die Auflagefläche der Bank in mindestens einer zweiten Höheneinstellung zum Liegen des Benutzers auf der Auflagefläche bei Betätigung der Seilzuganordnung eingerichtet ist. Hierdurch kann die Auflagefläche zum Sitzen beim klassischen Lat-Ziehen, aber auch zum Sitzen beim klassischen Rudern am Trainingsgerät verwendet werden. Die Auflagefläche wird hierzu vorteilhafterweise über die Veränderung der Höhe gegenüber dem Untergrund in die für die Trainingsübung optimale Höheneinstellung gebracht. Außerdem lässt sich die Auflagefläche optimal zur Seilzuganordnung ausrichten, sodass auch liegendes Ziehen im 45° Winkel zur Wirbelsäule in Richtung der Brust am Trainingsgerät möglich ist.

[0013] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, die vorsieht, dass die Bank eine Parallelogrammführung aufweist, an welcher die Auflagefläche in die verschiedenen Höheneinstellungen verlagerbar ist. Über die Hebel einer solchen Parallelogrammführung lässt sich die Auflagefläche besonders einfach in verschiedene Höhen zum Untergrund, auf dem das Trainingsgerät aufgestellt ist, aber auch zur Seilzuganordnung anordnen, sodass eine einfache Anpassung des Trainingsgeräts an unterschiedliche Trainingsübungen und Körpergrößen möglich ist.

[0014] Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Bank einen Ständer aufweist, wobei der Ständer die mittels der Parallelogrammführung verlagerbare Auflagefläche in zwei Höheneinstellungen abstützt, wobei diese zwei Höheneinstellungen jeweils Endanschläge der Parallelogrammführung bilden. Mit dem Ständer, welcher die Bank an Endanschlägen der Parallelogrammführung abstützt, kann auf sehr einfache Weise eine Veränderung der Höhe der Auflagefläche zum Untergrund, auf dem das Trainingsgerät aufgestellt ist, und zu der Seilzuganordnung erreicht werden, bei der die Bank das Körpergewicht des auf der Auflagefläche sitzenden oder liegenden Benutzers sicher aufnimmt.

[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stütze mittels Verschwenken in mehrere Ausrichtungspositionen gegenüber der Auflagefläche ausrichtbar ist. Die Verschwenkbewegung der Stütze kann einfach über eine Drehachse realisiert werden, sodass die Stütze durch Verschwenken um diese Drehachse in mehrere Ausrichtungspositionen verlagert werden kann. Diese Verlagerung durch Verschwenken der Stütze bietet eine einfache Anpassungsmöglichkeit des Trainingsgeräts an unterschiedliche Trainingsübungen oder unterschiedliche Körpergrößen der Benutzer.

[0016] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, die vorsieht, dass die Stütze in mindestens drei beabstandeten Verstellbereichen mit jeweils mehreren Ausrichtungspositionen stufenweise gegenüber der Auflagefläche ausrichtbar ist. Mit der stufenweisen Verstellung innerhalb der mindestens drei beabstandeten Verstellbereiche kann eine optimale Anspassung des Trainingsgeräts an unterschiedliche Körpergrößen der Benutzer erfolgen, wobei durch den Wechsel in die beabstandenten Verstellbereiche eine Anpassung des Trainingsgeräts an unterschiedliche Trainingsübungen möglich ist. Somit lässt sich die Stütze zur Abstützung der Gliedmaßen optimal zum Training am Trainingsgerät ausrichten.

[0017] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen:
Figur 1
erfindungsgemäßes Trainingsgerät mit Stütze in erster Ausrichtungsposition und Auflagefläche in erster Höheneinstellung,
Figur 2
Trainingsgerät nach Verlagerung der Seilaufhängung,
Figur 3
Seitenansicht auf Benutzer an Trainingsgerät mit Stütze in erster Ausrichtungsposition und Auflagefläche in erster Höheneinstellung,
Figur 4
Trainingsgerät mit Stütze in zweiter Ausrichtungsposition und Auflagefläche in zweiter Höheneinstellung,
Figur 5
Seitenansicht auf Benutzer an Trainingsgerät mit Stütze in zweiter Ausrichtungsposition und Auflagefläche in zweiter Höheneinstellung,
Figur 6
Trainingsgerät mit Stütze in dritter Ausrichtungsposition und Auflagefläche in zweiter Höheneinstellung, und
Figur 7
Seitenansicht auf Benutzer an Trainingsgerät mit Stütze in dritter Ausrichtungsposition und Auflagefläche in zweiter Höheneinstellung.


[0018] In der Figur 1 mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist ein erfindungsgemäßes Trainingsgerät dargestellt. Das Trainingsgerät 1 verfügt über eine Seilzuganordnung 2 zur Betätigung durch Muskelkraft eines trainierenden Benutzers 3 (Fig. 3). Damit eignet sich das Trainingsgerät 1 beispielsweise zur Durchführung von Trainingsübungen wie Lat-Ziehen, Rudern oder weitere Bewegungen, bei denen ein Zugseil 28, 28 mittels Muskelkraft gezogen wird, um ein Gewicht 5 über die erzeugte Zugkraft anzuheben. Zur Handhabung durch den Benutzer 3 (Fig. 5) ist an der Seilzuganordnung 2 ein Griff 4 befestigt über den die Seilzuganordnung 2 zum Anheben eines Gewichts 5 betätigt wird. Der Griff 4 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als breite Latzugstange ausgebildet. Es kann aber zum Training an Trainingsgerät 1 auch eine Trizeps- /Bizeps-Curlstange, ein enger Parallelgriff oder auch zwei Griffstücke als Griff 4 an der Seilzuganordnung 2 befestigt werden. Das anhebbare Gewicht 5 setzt sich im Ausführungsbeispiel vorteilhafterweise aus mehreren miteinander kombinierbaren Einzelgewichten 42 zusammen. Hierdurch kann die Masse des anhebbaren Gewichts 5 durch Kombination der Einzelgewichte 42 auf die Bedürfnisse des Benutzers 3 (Fig. 7) abgestimmt werden. Damit lässt sich das Trainingsgerät 1 leicht an unterschiedliche Trainingsübungen und/oder unterschiedliche Körpergrößen von trainierenden Benutzern 3 (Fig. 3) anpassen. Das Trainingsgerät 1 zeichnet sich herzu außerdem dadurch aus, dass die Seilzuganordnung 2 einen arretierbaren Seilspeicher 23 aufweist.

[0019] Dieser Seilspeicher 23 wird durch eine in mehrere Arretierungspositionen 24, 25 (Fig. 2) gegenüber einer Umlenkrolle 26 verlagerbare Seilaufhängung 27 gebildet. Mit der Verlagerung der Seilaufhängung 27 gegenüber der Umlenkrolle 26 zwischen mindestens zwei Arretierungspositionen 24, 25 (Fig. 2) kann von dem Seilspeicher 23 einfach Zugseil 29 aufgenommen oder entnommen werden. Hierdurch kann die Seilzuganordnung 2 einfach an unterschiedliche Trainingsübungen und/oder unterschiedliche Körpergrößen von trainierenden Benutzern 3 (Fig. 3) angepasst werden.

[0020] Gegenüber Figur 1 ist in Figur 2 die Seilaufhängung 27 in Richtung der Umlenkrolle 26 verlagert und in einer neuen Arretierungsposition 25 arretiert. In den Arretierungspositionen 24 (Fig. 1), 25 ist die Seilaufhängung 27 jeweils gegenüber der Umlenkrolle 26 des Seilspeichers 23 arretiert, also festgelegt. Die Veränderung des Abstandes zwischen der Seilaufhängung 27 und der Umlenkrolle 26 des Seilspeichers 23 gibt, wie in Figur 2 zu sehen ist, Zugseil 29 aus dem Seilspeicher 23 frei. Durch die Verringerung des Abstandes von Seilaufhängung 27 und Umlenkrolle 26 wird aus dem Seilspeicher 23 Zugseil 29 entnommen. Wird der Abstand von Seilaufhängung 27 gegenüber der Umlenkrolle 26 des Seilspeichers 23 andererseits wieder verringert, so nimmt der Seilspeicher 23 entsprechend auch wieder Zugseil 29 auf und das Trainingsgerät 1 kann wieder in den in Figur 1 gezeigten Zustand überführt werden. Die Verlagerung der Seilaufhängung 27 bietet daher eine einfache Anpassungsmöglichkeit, um das zur Betätigung zur Verfügung stehende Zugseil 28, 29 zu verlängern oder zu verkürzen. Hierdurch kann beispielsweise die Höhe des Griffs 4 verändert werden, wie aus der Zusammenschau von Figur 1 und Figur 2 ersichtlich wird. Das Trainingsgerät 1 kann so optimal auf unterschiedliche Trainingsübungen und/oder unterschiedliche Körpergrößen von trainierenden Benutzern 3 (Fig. 3) eingestellt werden. Die Seilaufhängung 27 des Seilspeichers 23 ist hierzu vorteilhafterweise dazu eingerichtet zur Freigabe des Zugseils 29 entlang einer Führung 30 auf die Umlenkrolle 26 des Seilspeichers 23 zu bewegt zu werden. Zur Aufnahme des Zugseils 29 kann die Seilaufhängung 27 des Seilspeichers 23 einfach wieder entlang der Führung 30 von der Umlenkrolle 26 des Seilspeichers 23 weg bewegt werden. Die Länge des zur Betätigung zur Verfügung stehenden Zugseils 28, 29 wird also durch Verschieben der Seilaufhängung 27 auf der Führung 30 verändert. Wie anhand der Figuren 1 und 2 zu sehen ist, weist die Führung 30 mehrere Rastlöcher 31 auf, in denen die Seilaufhängung 27 an mehreren Arretierungspositionen 24, 25 verrastet werden kann. Die entlang der Führung 30 hintereinander angeordneten Rastlöcher 31 ermöglichen so, die zur Betätigung zur Verfügung stehende Länge des Zugseils 28, 29 durch die Verrastung festzulegen. Das Zugseil 29 wird zwischen der Seilaufhängung 27 und der Umlenkrolle 26 in einem Rahmen 41 des Trainingsgeräts 1 geführt und ist so in dem Seilspeicher 23 geschützt. Im Ausführungsbeispiel ist die Seilzuganordnung 2 unter anderem durch zwei Zugseile 28, 29 gebildet, die in einer gemeinsamen Doppelrolle 32 geführt sind. Das erste Zugseil 28 ist an einem ersten Ende 33 mit dem Gewicht 5 verbunden und an dem zweiten Ende 35 mit einem Befestigungsmittel 37 zur Befestigung des Griffes 4 verbunden. An dem zweiten Ende 35 des ersten Zugseils 28 ist außerdem ein Stopper 38 vorgesehen, der das erste Zugseil 28 in einer eingezogenen Position an einer oberen Stopperaufnahme 39 sichert, wie beispielsweise in Figur 5 zu sehen ist. Das erste Zugseil 28 wird von der Stopperaufnahme 39 über eine erste Zugrolle 43 (Fig. 3) und eine zweite Zugrolle 44 (Fig. 3) zu der Doppelrolle 32 geführt und von dort über eine dritte Zugrolle 45 (Fig. 3) und eine vierte Zugrolle 46 (Fig. 3) zum Gewicht 5 umgelenkt. Das zweite Zugseil 29 ist an einem ersten Ende 34 mit der Seilaufhängung 27 verbunden. Im unteren Bereich des Rahmen 41 ist das zweite Zugseil 29 an zwei weiteren Zugrollen 49, 50 geführt. An dem zweiten Ende 36 des zweiten Zugseils 29 ist ebenfalls ein Stopper 38 (Fig. 7) vorgesehen, der das zweite Zugseil 29 in einer eingezogenen Position an einer unteren Stopperaufnahme 39 (Fig. 8) sichert, wie beispielsweise in Figur 5 zu sehen ist. Auch an dem zweiten Ende 36 (Fig. 4) des zweiten Zugseils 29 ist ein Befestigungsmittel 37 (Fig. 5) zur Befestigung eines Griffes 4 vorgesehen. Hier kann der Griff 4 befestigt werden, um beispielsweise Rudern an dem Trainingsgerät 1 als Übung auszuführen. Die zwei Zugseile 28, 29 der Seilzuganordnung 2 liegen vorteilhafterweise in Schlaufen um die Rollen der Doppelrolle 32. Hierdurch wirken beide Zugseile 28, 29 auf die Doppelrolle 32 ein, welche daher die Zugkräfte, die bei der Betätigung der Seilzuganordnung 2 entstehen, überträgt. Bei der Betätigung des ersten Zugseils 28 durch den Benutzer 3 (Fig. 4) hebt das über die Doppelrolle 32 geführte, erste Zugseil 28 das Gewicht 5 an. Das zwischen der unteren Stopperaufnahme 39 (Fig. 5) und der Seilaufhängung 27 festgelegte, zweite Zugseil 29 hält hierbei die Doppelrolle 32 in Position. Bei Betätigung des zweiten Zugseils 29 durch den Benutzer 3 wird die Doppelrolle 32 hingegen so verlagert, dass das zwischen Stopperaufnahme 39 und Gewicht 5 angeordnete erste Zugseil 28 das Gewicht 5 anhebt. Wie anhand der Figur 2 zu sehen ist, gibt der arretierbare Seilspeicher 23 bei Freigabe von Zugseil 29 das erste Zugseil 28 zwischen Stopperaufnahme 39 und Stopper 38 frei. Das Befestigungsmittel 37 mit dem daran befestigten Griff 4 wird so in eine unterhalb der eingezogenen Position angeordnete Griffposition verlagert, welche in Figur 2 dargestellt ist. Mit der Freigabe von Zugseil 28 zwischen Stopperaufnahme 39 und Stopper 38 lässt ich der am ersten Zugseil 28 befestigte Griff 4 absenken, sodass auch Benutzer 3 mit einer kleineren Körpergröße problemlos an den Griff 4 herankommen, um die Seilzuganordnung 2 zu betätigen. Hierzu wird einfach der Seilabschnitt zwischen Stopperaufnahme 39 und Stopper 38 durch die Freigabe von Zugseil 29 aus dem Seilspeicher 23 verlängert. Andererseits kann das erste Zugseil 28 auch durch Aufnahme von Zugseil 29 in den Seilspeicher 23 verkürzt werden, bis die obere Stopperaufnahme 39, wie in Figur 1 gezeigt, das erste Zugseil 28 am Stopper 38 in der eingezogene Position sichert. Wie aus der Zusammenschau der Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, wird die Doppelrolle 32 zwischen dem ersten Zugseil 28 und dem zweiten Zugseil 29 parallel zu einer Anhebeachse 40 geführt, in welcher das anhebbare Gewicht 5 bei Betätigung der Seilzuganordnung 2 durch Muskelkraft des trainierenden Benutzers 3 entgegen der Schwerkraft angehoben wird. Das Trainingsgerät 1 verfügt außerdem über eine Bank 6 mit einer Auflagefläche 7 zum Sitzen und/oder Liegen des Benutzers 3 bei Betätigung der Seilzuganordnung 2. Außerdem ist an dem Trainingsgerät eine Stütze 8 vorgesehen zur Abstützung von Gliedmaßen 9 (Fig. 4), 10 (Fig. 6) des auf der Auflagefläche 7 sitzenden oder liegenden Benutzers 3 (Fig. 8) bei Betätigung der Seilzuganordnung 2.

[0021] In den Figuren 1 und 2 ist das Trainingsgerät 1 mit der Stütze 8 in einer ersten Ausrichtungsposition 13 und die Auflagefläche 7 in einer ersten Höheneinstellung 11 gezeigt. Die Auflagefläche 7 der Bank 6 kann vorteilhafterweise in zwei Höheneinstellungen 11, 12 (Fig. 4) verlagert werden. Außerdem lässt sich die Stütze 8 in mindestens drei Ausrichtungspositionen 13, 14 (Fig. 5), 15 (Fig. 7) gegenüber der Auflagefläche 7 ausrichten. Hierdurch kann die Auflagefläche 7 und die Stütze 8 an unterschiedliche Trainingsübungen und/oder unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden. Die Verlagerung der Auflagefläche 7 der Bank 6 in verschiedene Höheneinstellungen 11, 12 (Fig. 4) ermöglicht die Höhe der Auflagefläche 7 gegenüber einem Untergrund 47 (Fig. 3), auf dem das Trainingsgerät 1 aufgestellt wird, zu verändern. Außerdem lässt sich durch die Verlagerung der Auflagefläche 7 sehr einfach die Position der Auflagefläche 7 gegenüber der Seilzuganordnung 2 verändern, um eine optimale Anpassung des Trainingsgeräts 1 für unterschiedliche Trainingsübungen zu erreichen. Die Gliedmaßen 9, 10 (Fig. 3, 5, 7) des Benutzers 3, 9, 10 (Fig. 3, 5, 7) lassen sich bei unterschiedlichen Trainingsübungen und auch bei unterschiedlichen Körpergrößen der Benutzer 3 optimal abstützen, da die Stütze 8 zudem in mehreren Ausrichtungspositionen 13, 14 (Fig. 5), 15 (Fig. 7) gegenüber der Auflagefläche 7 ausrichtbar ist.

[0022] Die Figur 3 zeigt das Trainingsgerät 1 mit der Stütze 8 in der ersten Ausrichtungsposition 13 und der Auflagefläche 7 in der ersten Höheneinstellung 11. Die Stütze 8 dient in dieser ersten Ausrichtungsposition 13 zur Abstützung von Knien 9 des auf der Auflagefläche 7 sitzenden Benutzers 3 bei Betätigung der Seilzuganordnung 2. Die Stütze 8 verfügt hierzu über eine konvex gewölbte Abstützfläche 16 für die Knie 9 des Benutzers 3. Die konvex gewölbte Abstützfläche 16 ist in der in Figur 3 gezeigten ersten Ausrichtungsposition 13 dem Knie 9 des auf der Auflagefläche 7 sitzenden Benutzers 3 bei Betätigung der Seilzuganordnung 2 zugewandt. Die Auflagefläche 7 der Bank 6 ist hier in der ersten Höheneinstellung 11 positioniert, sodass der Benutzer 3 bequem auf der Auflagefläche 7 sitzen kann, wie hier in Figur 3 dargestellt ist. Die gewählte erste Ausrichtungsposition 13 der Stütze 8 und die ersten Höheneinstellung 11 machen das Trainingsgerät 1 besonders geeignet, um Trainingsübungen wie das Lat-Ziehen durchzuführen. Hierzu wird das erste Zugseil 28 an dem befestigen Griff 4 (Fig. 1) vom Benutzer nach unten in Richtung der Brust gezogen. Hierbei werden insbesondere der breite Rückenmuskel (musculus latissimus dorsi), die unteren Fasern des Kapuzenmuskel (musculus trapezius pars ascendens), der große und der kleine Rautenmuskel (musculus rhomboideus minor et major) und der große Rundmuskel (musculus teres major) am Trainingsgerät 1 durch den Benutzer 3 trainiert. Das erste Zugseil 28, welches an seinem ersten Ende 33 mit dem Gewicht 5 und an seinem zweiten Ende 35 mit Befestigungsmitteln 37 zur Befestigung eines Griffes 4 (Fig. 2) verbunden ist, überträgt die vom Benutzer 3 am Griff 4 (Fig. 2) bei der Trainingsübung ausgeübte Kraft auf das Gewicht 5, sodass ein Ziehen des ersten Zugseils 28 unmittelbar zu einem Anheben des Gewichts 5 führt. Hierbei wird die Zugkraft am ersten Zugseil 28 an der Doppelrolle 32 umgelenkt. Das zweite Zugseil 29 hält hierbei die Doppelrolle 32 in Position.

[0023] In Figur 4 ist das Trainingsgerät 1 mit der Stütze 8 in der zweiten Ausrichtungsposition 14 und der Auflagefläche 7 in einer zweiten Höheneinstellung 12 gezeigt. Die Bank 6 weist eine Parallelogrammführung 18 auf, an welcher die Auflagefläche 7 zwischen der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten ersten Höheneinstellungen 11 (Fig. 2) in die in Figur 4 gezeigte zweite Höheneinstellung 12 verlagerbar ist. Die Parallelogrammführung 18 ist klassisch durch zwei Hebelpaare zwischen dem Rahmen 41 und der Auflagefläche 7 gebildet. An der Bank 6 ist vorteilhafterweise ein Ständer 19 vorgesehen, wobei der Ständer 19 die mittels der Parallelogrammführung 18 verlagerbare Auflagefläche 7 in den beiden Höheneinstellungen 11 (Fig. 2), 12 abstützt. Die zwei Höheneinstellungen 11 (Fig. 2), 12 bilden jeweils Endanschläge der Parallelogrammführung 18. So stützt sich der Ständer 19 in der ersten, oberen Höheneinstellung 11 (Fig. 2) an dem Rahmen 41 ab, während sich der Ständer 19 in der zweiten, unteren Höheneinstellung 12 am Untergrund 47 (Fig. 5) abstützt.

[0024] Die Figur 5 zeigt eine Seitenansicht auf das Trainingsgerät 1 gemäß Figur 4. Die Stütze 8 dient in der zweiten Ausrichtungsposition 14 zur Abstützung der Füße 10 des auf der Auflagefläche 7 sitzenden Benutzers 3 bei Betätigung der Seilzuganordnung 2. Hierzu weist die Stütze 8 auf einer der konvex gewölbten Abstützfläche 16 (Fig. 3) gegenüberliegenden Seite eine flachere Trittfläche 17 (Fig. 4) für die Füße 10 des Benutzers 3 auf. Diese Trittfläche 17 (Fig. 4) ist in der zweiten Ausrichtungsposition 14 den Füßen 10 des auf der Auflagefläche 7 sitzenden Benutzers 3 bei Betätigung der Seilzuganordnung 2 zugewandt. Die hier gewählte zweite Ausrichtungsposition 14 der Stütze 8 und die zweite Höheneinstellung 12 machen das Trainingsgerät 1 besonders geeignet, um Trainingsübungen wie das klassische Rudern durchzuführen. Hierzu wird das zweite Zugseil 29 an einem befestigten Griff 4 (Fig. 1) vom Benutzer 3 zurück in Richtung der Brust gezogen. Hierbei werden insbesondere der breite Rückenmuskel (musculus latissimus dorsi), der hintere Teil des Deltamuskels (musculus deltoideus pars clavicularis), der Kapuzenmuskel (musculus trapezius), der große und der kleine Rautenmuskel (musculus rhomboideus minor et major) und der Untergrätenmuskel (musculus infraspinatus) trainiert. Das zweite Zugseil 29 ist hierzu an seinem ersten Ende 34 (Fig. 4) mit der Seilaufhängung 27 verbunden und an seinem zweiten Ende 36 (Fig. 4) mit Befestigungsmitteln 37 zur Befestigung des Griffes 4 (Fig. 1). Der hier befestigte Griff 4 (Fig. 2) kann also zur Ausübung einer Kraft durch einen Benutzer 3 des Trainingsgeräts 1 beim klassischen Rudern genutzt werden.

[0025] In Figur 6 ist das Trainingsgerät 1 mit der Stütze 8 in der dritten Ausrichtungsposition 15 und der Auflagefläche 7 in der zweiten Höheneinstellung 12 gezeigt. Die Stütze 8 dient in der dritten Ausrichtungsposition 15 zur Abstützung der Füße 10 (Fig. 7) des auf der Auflagefläche 7 liegenden Benutzers 3 (Fig. 7) bei Betätigung der Seilzuganordnung 2. Hierzu ist die flachere Trittfläche 17 (Fig. 4) für die Füße 10 des Benutzers 3 (Fig. 7) in der dritten Ausrichtungsposition 15 den Füßen 10 (Fig. 7) des auf der Auflagefläche 7 liegenden Benutzers 3 bei Betätigung der Seilzuganordnung 2 zugewandt.

[0026] Die Figur 7 zeigt eine Seitenansicht auf das Trainingsgerät 1 gemäß Figur 6. Die hier gewählte dritte Ausrichtungsposition 15 der Stütze 8 und die zweite Höheneinstellung 12 machen das Trainingsgerät 1 besonders geeignet, um bei Trainingsübungen beispielsweise den Griff 4 (Fig. 2) liegend in einem etwa 45° Winkel zur Wirbelsäule in Richtung der eigenen Brust zu ziehen. Hier wird das erste Zugseil 28 an einem befestigten Griff 4 (Fig. 2) vom Benutzer 3 zurück in Richtung der Brust gezogen. Hierbei werden zahlreiche weitere Muskeln trainiert und beim klassischen Lat-Ziehen (Fig. 3) oder beim klassischen Rudern (Fig. 5) ebenfalls trainierte Muskeln werden anders beansprucht, um ein vielseitiges Training am Trainingsgerät 1 zu bieten. Auch bei der in Figur 7 dargestellten Übung wird die vom Benutzer 3 an dem Griff 4 (Fig. 1) ausgeübte Kraft auf das zweite Zugseil 29 übertragen, welches die Kraft auf die Doppelrolle 32 überträgt, wodurch die Doppelrolle 32 an dem ersten Zugseil 28 zieht, was zu einem indirekten Anheben des Gewichts 5 durch den Benutzer 3 führt. Die Stopper 38 an den zweiten Enden 35, 36 der Zugseile 28, 29 sorgen dafür, dass das

[0027] Zugseil 28, 29, welches nicht durch den Benutzer 3 am befestigten Griff 4 (Fig. 1) unmittelbar betätigt wird, in einer eingezogenen Position an jeweils einer Stopperaufnahme 39 festgelegt wird. Besonders in Figur 7 ist gut erkennbar, dass die Stütze 8 durch Verschwenken in die Ausrichtungspositionen 13 (Fig. 3), 14 (Fig. 5), 15 gegenüber der Auflagefläche 7 ausrichtbar ist. Die Stütze 8 kann hierzu an einer Rastscheibe 48 gegenüber dem Rahmen 41 verschwenkt werden. An der Rastscheibe 48 sind mehrere Verstellbereiche 20 (Fig. 3), 21 (Fig. 7), 22 (Fig. 5) gebildet. Diese Verstellbereiche 20, 21, 22 weisen jeweils mehrere Ausrichtungspositionen 13, 14, 15, um die Stütze 8 stufenweise gegenüber der Auflagefläche 7 auszurichten.

Bezuaszeichenliste



[0028] 
  1. 1 Trainingsgerät
  2. 2 Seilzuganordnung
  3. 3 Benutzer
  4. 4 Griff
  5. 5 Gewicht
  6. 6 Bank
  7. 7 Auflagefläche
  8. 8 Stütze
  9. 9 Knie (Gliedmaßen des Benutzers)
  10. 10 Fuß (Gliedmaßen des Benutzers)
  11. 11 erste Höheneinstellung
  12. 12 zweite Höheneinstellung
  13. 13 erste Ausrichtposition
  14. 14 zweite Ausrichtposition
  15. 15 dritte Ausrichtposition
  16. 16 Abstützfläche
  17. 17 Trittfläche
  18. 18 Parallelogrammführung
  19. 19 Ständer
  20. 20 erster Verstellbereich
  21. 21 zweiter Verstellbereich
  22. 22 dritter Verstellbereich
  23. 23 Seilspeicher
  24. 24 erste Arretierungsposition
  25. 25 zweite Arretierungsposition
  26. 26 Umlenkrolle (Seilspeicher)
  27. 27 Seilaufhängung
  28. 28 erstes Zugseil
  29. 29 zweites Zugseil
  30. 30 Führung
  31. 31 Rastlöcher
  32. 32 Doppelrolle
  33. 33 erstes Ende des ersten Zugseils
  34. 34 erstes Ende des zweiten Zugseils
  35. 35 zweites Ende des ersten Zugseils
  36. 36 zweites Ende des zweiten Zugseils
  37. 37 Befestigungsmittel
  38. 38 Stopper
  39. 39 Stopperaufnahme
  40. 40 Anhebeachse
  41. 41 Rahmen
  42. 42 Einzelgewichte
  43. 43 erste Zugrolle
  44. 44 zweite Zugrolle
  45. 45 dritte Zugrolle
  46. 46 vierte Zugrolle
  47. 47 Untergrund
  48. 48 Rastscheibe
  49. 49 vierte Zugrolle
  50. 50 fünfte Zugrolle



Ansprüche

1. Trainingsgerät (1) mit

- mindestens einer Seilzuganordnung (2) zur Betätigung durch Muskelkraft eines trainierenden Benutzers (3),

- wenigstens einem an der Seilzuganordnung (2) befestigbaren Griff (4) zur Handhabung durch den Benutzer (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2),

- wenigstens einem über die Betätigung der Seilzuganordnung (2) anhebbaren Gewicht (5),

- wenigstens einer Bank (6) mit einer Auflagefläche (7) zum Sitzen und/oder Liegen des Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2), und

- wenigstens einer Stütze (8) zur Abstützung von Gliedmaßen (9, 10) des auf der Auflagefläche (7) sitzenden oder liegenden Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2),

dadurch gekennzeichnet,
dass die Auflagefläche (7) der Bank (6) in mindestens zwei Höheneinstellungen (11, 12) verlagerbar ist, wobei die Stütze (8) in mindestens zwei Ausrichtungspositionen (13, 14, 15) gegenüber der Auflagefläche (7) ausrichtbar ist.
 
2. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (8) in mindestens drei Ausrichtungspositionen (13, 14, 15) gegenüber der Auflagefläche (7) ausrichtbar ist.
 
3. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (8) in mindestens einer ersten Ausrichtungsposition (13) zur Abstützung von Knien (9) des auf der Auflagefläche (7) sitzenden Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2) eingerichtet ist, wobei die Stütze (8) in mindestens einer zweiten Ausrichtungsposition (14, 15) zur Abstützung von Füßen (10) des auf der Auflagefläche (7) sitzenden oder liegenden Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2) eingerichtet ist.
 
4. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (8) eine konvex gewölbte Abstützfläche (16) für die Knie (9) des Benutzers (3) aufweist, wobei die Stütze (8) auf einer der konvex gewölbten Abstützfläche (16) gegenüberliegenden Seite eine flachere Trittfläche (17) für die Füße (10) des Benutzers (3) aufweist.
 
5. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die konvex gewölbte Abstützfläche (16) in mindestens einer ersten Ausrichtungsposition (13) dem Knie (9) des auf der Auflagefläche (7) sitzenden Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2) zugewandt ist, wobei die Trittfläche (17) in mindestens einer zweiten Ausrichtungsposition (14, 15) den Füßen (10) des auf der Auflagefläche (7) sitzenden oder liegenden Benutzers (3) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2) zugewandt ist.
 
6. Trainingsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (7) der Bank (6) in mindestens einer ersten Höheneinstellung (11) zum Sitzen des Benutzers (3) auf der Auflagefläche (7) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2) eingerichtet ist, wobei die Auflagefläche (7) der Bank (6) in mindestens einer zweiten Höheneinstellung (12) zum Liegen des Benutzers (3) auf der Auflagefläche (7) bei Betätigung der Seilzuganordnung (2) eingerichtet ist.
 
7. Trainingsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bank (6) eine Parallelogrammführung (18) aufweist, an welcher die Auflagefläche (7) in die verschiedenen Höheneinstellungen (11, 12) verlagerbar ist.
 
8. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bank (6) einen Ständer (19) aufweist, wobei der Ständer (19) die mittels der Parallelogrammführung (18) verlagerbare Auflagefläche (7) in zwei Höheneinstellungen (11, 12) abstützt, wobei diese zwei Höheneinstellungen (11, 12) jeweils Endanschläge der Parallelogrammführung (18) bilden.
 
9. Trainingsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (8) mittels Verschwenken in mehrere Ausrichtungspositionen (13, 14, 15) gegenüber der Auflagefläche (7) ausrichtbar ist.
 
10. Trainingsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (8) in mindestens drei beabstandeten Verstellbereichen (20, 21, 22) mit jeweils mehreren Ausrichtungspositionen (13, 14, 15) stufenweise gegenüber der Auflagefläche (7) ausrichtbar ist.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente