[0001] Die Erfindung betrifft eine Schwingvorrichtung, sowie ein Verfahren zum Betreiben
der Schwingvorrichtung.
[0002] Gattungsgemäße Schwingvorrichtungen können beispielsweise als Entkernmaschine zum
Entkernen von Gusswerkstücken ausgebildet sein. Weiters ist es auch denkbar, dass
eine gattungsgemäße Schwingvorrichtung zum Durchführen des Gleitspanens ausgebildet
ist. In wieder einer anderen Ausgestaltung ist es auch denkbar, dass die Schwingvorrichtung
zum Fördern von Stückgut ausgebildet ist.
[0003] Beispielsweise offenbart die
AT 517133 A1 eine Entkernmaschine. Die Entkernmaschine umfasst einen ersten Maschinenrahmen, einen
gegenüber dem ersten Maschinenrahmen beweglich gelagerten Maschinentisch zum Aufspannen
eines Werkstücks, zwei gegenläufig angetriebene und auf dem Maschinentisch gelagerte
Exzentermassen sowie zumindest einen auf dem ersten Maschinenrahmen angeordneten Antriebsmotor.
Ein Kraft- beziehungsweise Drehmomentfluss vom zumindest einen Antriebsmotor zu den
beiden Exzentermassen ist dabei so geführt, dass eine Verzweigung und/oder eine Zusammenführung
im Kraftfluss/Drehmomentfluss respektive Mittel zur Synchronisierung der beiden Exzentermassen
am ersten Maschinenrahmen angeordnet sind. Zudem wird der Kraftfluss/Drehmomentfluss
zwischen dem ersten Maschinenrahmen und dem Maschinentisch jeweils über zumindest
einen zu einer Exzentermasse führenden Riemen geführt.
[0004] Nachteilig ist an dieser Anordnung, dass das Getriebe zur Synchronisierung der beiden
Unwuchtwellen respektive Exzentermassen starken Vibrationen ausgesetzt ist und die
Entkernmaschine/Schwingmaschine daher nur eine vergleichsweise geringe Lebensdauer
aufweist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und eine Schwingvorrichtung mit verbesserter Lebensdauer anzugeben.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß den Ansprüchen
gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß ist eine Schwingvorrichtung nach Anspruch 1 ausgebildet. Die Schwingvorrichtung
umfasst:
- einen ersten Maschinenrahmen;
- einen Maschinentisch, welcher derart mit dem ersten Maschinenrahmen gekoppelt ist,
dass er zumindest in einer Hauptbewegungsrichtung relativ zum ersten Maschinenrahmen
verschiebbar ist;
- eine erste Exzentermasse, welche auf dem Maschinentisch drehbar gelagert ist, wobei
die erste Exzentermasse mit einem ersten Antriebsmotor gekoppelt ist;
- eine zweite Exzentermasse, welche auf dem Maschinentisch drehbar gelagert ist, wobei
die zweite Exzentermasse mit einem zweiten Antriebsmotor gekoppelt ist.
[0010] Die erste Exzentermasse und die zweite Exzentermasse sind in Schwingrichtung relativ
zum Maschinentisch verschiebbar an diesem angeordnet.
[0011] Die erfindungsgemäße Schwingvorrichtung bringt den Vorteil mit sich, dass durch die
in Hauptbewegungsrichtung verschiebbare Anordnung der ersten Exzentermasse und der
zweiten Exzentermasse, sich die beiden Exzentermassen bei einem Betrieb in gegensinniger
Drehrichtung mittels des ersten Antriebsmotors und des zweiten Antriebsmotors gegenläufig
synchronisieren. Erst durch eine gegenläufige Synchronisierung der ersten Exzentermasse
und der zweiten Exzentermasse kann eine ausreichende Unwuchterzeugung zum Betrieb
des Maschinentisches bei gleichzeitiger Laufruhe des Maschinentisches in Querrichtung
zur Hauptbewegungsrichtung erreicht werden.
[0012] Weiters ist vorgesehen, dass die erste Exzentermasse und die zweite Exzentermasse
mittels einer Koppelvorrichtung derart miteinander gekoppelt sind, dass eine Verschiebung
der ersten Exzentermasse bezüglich der Hauptbewegungsrichtung zu einer Verschiebung
der zweiten Exzentermasse in gegengleicher Richtung führt. Durch den Einsatz der Koppelvorrichtung
kann die gegenläufige Synchronisierung der ersten Exzentermasse und der zweiten Exzentermasse
verbessert werden, sodass bereits nach einer kurzen Zeit der Inbetriebnahme der Schwingvorrichtung
die gegenseitige Synchronisierung erreicht werden kann bzw. sodass die gegenläufige
Synchronisierung über den gesamten Zeitraum des Betriebs der Schwingvorrichtung aufrecht
erhalten werden kann.
[0013] Ferner kann vorgesehen sein, dass eine Pendelaufnahme ausgebildet ist, welche bezüglich
einer Pendelachse schwenkbar am Maschinentisch aufgenommen ist, wobei die erste Exzentermasse
an einer ersten Seite der Pendelachse mit der Pendelaufnahme gekoppelt ist und wobei
die zweite Exzentermasse an einer zweiten Seite der Pendelachse mit der Pendelaufnahme
gekoppelt ist. Überraschenderweise kann besonders durch diese Maßnahme eine äußerst
gute gegenläufige Synchronisierung der ersten Exzentermasse und der zweiten Exzentermasse
erreicht werden.
[0014] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass eine Pendelaufnahme ausgebildet ist, welche
bezüglich einer Pendelachse schwenkbar am Maschinentisch aufgenommen ist, wobei die
erste Exzentermasse an einer ersten Seite der Pendelachse mit der Pendelaufnahme gekoppelt
ist und wobei die zweite Exzentermasse an einer zweiten Seite der Pendelachse mit
der Pendelaufnahme gekoppelt ist. Durch die Begrenzung des Pendelwinkels kann ein
übermäßiges Pendel der Pendelaufnahme unterbunden werden, wodurch die Zeit zur gegenläufigen
Synchronisierung vermindert werden kann.
[0015] Der erste Endanschlag und der zweite Endanschlag können derart positioniert sein,
dass der maximale Pendelwinkel zwischen 30° und 5°, insbesondere zwischen 25° und
7°, bevorzugt zwischen 15° und 10° bezüglich einer symmetrischen Lage beträgt.
[0016] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass der
erste Endanschlag und der zweite Endanschlag 23als Dämpfungselement, insbesondere
als Gummipuffer, ausgebildet sind. Besonders die Verwendung von Dämpfungselementen
bringt eine verbesserte gegenläufige Synchronisierung der ersten Exzentermasse und
der zweiten Exzentermasse mit sich.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass der erste Antriebsmotor und die erste
Exzentermasse koaxial zueinander angeordnet sind, wobei der erste Antriebsmotor starr
mit der ersten Exzentermasse gekoppelt ist und dass der zweite Antriebsmotor und die
zweite Exzentermasse koaxial zueinander angeordnet sind, wobei der zweite Antriebsmotor
starr mit der zweiten Exzentermasse gekoppelt ist. Dies bringt den Vorteil mit sich,
dass die erste Exzentermasse einfach durch den ersten Antriebsmotor angetrieben werden
kann und die zweite Exzentermasse einfach durch den zweiten Antriebsmotor angetrieben
werden kann. Durch den vereinfachten Aufbau und die Verwendung von möglichst wenigen
Bauteilen kann die Langlebigkeit der Schwingvorrichtung verbessert werden.
[0018] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn der Maschinentisch mittels Federelementen mit
dem ersten Maschinenrahmen gekoppelt ist, wobei die Pendelachse parallel zu einer
Hocherstreckung der Federelementen ausgerichtet ist. Dies bringt den Vorteil mit sich,
dass der Maschinentisch in der Hauptbewegungsrichtung relativ zum ersten Maschinenrahmen
schwingbar ist.
[0019] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass der erste Antriebsmotor und der zweite
Antriebsmotor jeweils als Asynchronmotor ausgebildet sind. Besonders bei der Verwendung
von Asynchronmotoren tritt der Effekt der gegenläufigen Synchronisierung der ersten
Exzentermasse und der zweiten Exzentermasse auf.
[0020] Weiters kann vorgesehen sein, dass am Maschinentisch eine Werkstückaufnahmevorrichtung
zur Aufnahme eines Gusswerkstückes ausgebildet ist, wobei die Schwingvorrichtung zum
Entkernen des Gusswerkstückes ausgebildet ist oder dass die Werkstückaufnahmevorrichtung
zur Aufnahme eines Behältnisses mit Schüttgut ausgebildet ist wobei die Schwingvorrichtung
zum Gleitspanen ausgebildet ist.
[0021] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Behältnis derart ausgebildet ist, dass
als Werkstück eine Autofelge, insbesondere eine Alufelge darin aufgenommen werden
kann, wobei zum Gleitspanten ein Strahlgut, wie etwa Stahlkugeln verwendet wird.
[0022] Weiters kann vorgesehen sein, dass das Behältnis einen abgeschlossenen Hohlraum mit
einem abnehmbaren Deckel zum Einlegen bzw. Entfernen des Werkstückes aufweist. Der
Hohlraum kann an einer der Seitenwände bzw. der Bodenfläche und/oder der Deckfläche
bzw. dem Deckel eine siebartige Struktur aufweisen, sodass Schmutz aus dem Hohlraum
ausgetragen werden kann und das Strahlgut im Hohlraum verbleiben kann.
[0023] Weiters kann vorgesehen sein, dass das Werkstück selbst einen Hohlraum aufweist,
beispielsweise ein Zylinderblock, wobei das Werkstück so am Behältnis angeordnet ist,
dass das Behältnis zusammen mit dem Werkstück den abgeschlossenen Hohlraum zur Aufnahme
des Strahlgutes bildet. Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein, dass das Behältnis
eine Vertiefung aufweist, in welcher das Strahlgut beim Wechseln des Werkstückes durch
Wirkung der Schwerkraft aufgenommen wird. Zum Wechselvorgang des Werkstückes kann
der Werkstücktisch in eine Stellung gedreht werden, in welcher das Strahlgut durch
Wirkung der Schwerkraft in der Vertiefung aufgenommen wird. Nach dem Wechselvorgang
kann der Werkstücktisch wieder so gedreht werden, dass das Strahlgut im Hohlraum des
Werkstückes aufgenommen wird und dort seine Strahlwirkung entfalten kann.
[0024] In wieder einer Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass die Werkstückaufnahmevorrichtung
zur Aufnahme einer Förderrinne ausgebildet ist, wobei die Schwingvorrichtung zum Fördern
von Stückgut dient.
[0025] Erfindungsgemäß ist auch ein Verfahren zum Betreiben einer Schwingvorrichtung nach
Anspruch 9.
[0026] Das erfindungsgemäße Verfahren bringt den Vorteil mit sich, dass durch die in Hauptbewegungsrichtung
verschiebbare Anordnung der ersten Exzentermasse und der zweiten Exzentermasse, sich
die beiden Exzentermassen bei einem Betrieb in gegensinniger Drehrichtung mittels
des ersten Antriebsmotors und des zweiten Antriebsmotors gegenläufig synchronisieren.
Erst durch eine gegenläufige Synchronisierung der ersten Exzentermasse und der zweiten
Exzentermasse kann eine ausreichende Unwuchterzeugung zum Betrieb des Maschinentisches
bei gleichzeitiger Laufruhe des Maschinentisches in Querrichtung zur Hauptbewegungsrichtung
erreicht werden.
[0027] Eine gegenläufige Synchronisierung der ersten Exzentermasse und der zweiten Exzentermasse
bedeutet, dass die beiden Exzentermassen zum gleichen Zeitpunkt eine Winkelstellung
von 0° bezüglich der Hauptbewegungsrichtung einnehmen bzw. zum gleichen Zeitpunkt
eine Winkelstellung von 180° bezüglich der Hauptbewegungsrichtung einnehmen, jedoch
in gegensinniger Drehrichtung betrieben werden. Somit weist zu einem weiteren Zeitpunkt
die erste Exzentermasse eine Winkelstellung von 90° bezüglich der Hauptbewegungsrichtung
und die zweite Exzentermasse eine Winkelstellung von 270° bezüglich der Hauptbewegungsrichtung
auf. Mit anderen Worten ausgedrückt, heben sich die Fliehkräfte der beiden Exzentermassen
bei einer gegenläufigen Synchronisierung in Querrichtung bezüglich der Hauptbewegungsrichtung
auf und verstärken sich in Hauptbewegungsrichtung.
[0028] Das Verfahren des Gleitspanens ist in der DIN 8589 definiert.
[0029] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0030] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Schwingvorrichtung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels der Schwingvorrichtung
mit einem Werkstücktisch in einer ersten Winkelstellung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels der Schwingvorrichtung
mit einem Werkstücktisch in einer zweiten Winkelstellung;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels der Schwingvorrichtung
mit einem Werkstücktisch in einer dritten Winkelstellung;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf das erste Ausführungsbeispiel der Schwingvorrichtung;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine Pendelaufnahme der Schwingvorrichtung in einer ersten Winkelstellung;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die Pendelaufnahme der Schwingvorrichtung in einer zweiten Winkelstellung;
- Fig. 8
- eine Schnittansicht der Pendelaufnahme der Schwingvorrichtung;
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel der Koppelvorrichtung der Schwingvorrichtung;
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel der Koppelvorrichtung der Schwingvorrichtung.
[0031] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0032] Fig. 1 zeigt ein erstes Beispiel einer Schwingvorrichtung 1 in einer perspektivischen
Ansicht. Die Schwingvorrichtung 1 umfasst einen ersten Maschinenrahmen 2. Weiters
umfasst die Schwingvorrichtung 1 einen gegenüber dem ersten Maschinenrahmen 2 in einer
Hauptbewegungsrichtung 3 beweglich gelagerten Maschinentisch 4 zum Aufspannen eines
Werkstücks.
[0033] Außerdem umfasst die Schwingvorrichtung 1 eine erste Exzentermasse 5, welche auf
dem Maschinentisch 4 drehbar gelagert ist, wobei die erste Exzentermasse 5 mit einem
ersten Antriebsmotor 6 gekoppelt ist.
[0034] Darüber hinaus umfasst die Schwingvorrichtung 1 eine zweite Exzentermasse 7, welche
auf dem Maschinentisch 4 drehbar gelagert ist, wobei die zweite Exzentermasse 7 mit
einem zweiten Antriebsmotor 8 gekoppelt ist.
[0035] Die zweite Exzentermasse 7 ist zur ersten Exzentermasse 5 gegenläufig angetrieben.
Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass der erste Antriebsmotor 6 und
der zweite Antriebsmotor 8 eine gegensinnige Drehrichtung aufweisen. Alternativ dazu
können die beiden Antriebsmotoren 6, 8 dieselbe Drehrichtung aufweisen und der gegenläufige
Antrieb der ersten Exzentermasse 5 und der zweiten Exzentermasse 7 dadurch erreicht
wird, dass einer der beiden Antriebsmotoren 6, 8 mit einem Getriebe zur Drehrichtungsumwandlung
gekoppelt ist.
[0036] Weiters kann vorgesehen sein, dass der Maschinentisch 4 mittels Federelementen 9
mit dem ersten Maschinenrahmen 2 gekoppelt ist. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass die Federelemente 9 in Form von Blattfedern ausgeführt sind.
[0037] Weitere Mittel zur Verbindung des Maschinentischs 4 mit dem ersten Maschinenrahmen
2 sind möglich, notwendig sind diese aber nicht. Das heißt, der Maschinentisch 4 kann
- wie in der Fig. 1 dargestellt - nur mit den Federelementen 9 mit dem ersten Maschinenrahmen
2 verbunden sein.
[0038] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Federelemente 9 eine Längserstreckung
aufweisen, welche sich in einer Querrichtung quer zur Hauptbewegungsrichtung 3 erstreckt.
Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein, dass an einem ersten Längsende und an einem
zweiten Längsende der Federelemente 9 jeweils ein Drehaufhängung 21 zum Verbinden
der Federelemente 9 mit dem ersten Maschinenrahmen 2 ausgebildet ist und dass der
Maschinentisch 4 jeweils zwischen den beiden Längsenden der Federelemente 9 mit diesen
gekoppelt ist.
[0039] Weiters kann vorgesehen sein, dass die Federelemente 9 eine Hocherstreckung 10 aufweisen.
Die Hocherstreckung 10 ist orthogonal zur Hauptbewegungsrichtung 3 und orthogonal
zur Querrichtung ausgerichtet.
[0040] Auf dem Maschinentisch 3 kann eine Werkstückaufnahmevorrichtung 11 zur Aufnahme eines
nicht dargestellten Werkstücks bzw. eines Werkstückträgers angeordnet sein.
[0041] Vorteilhaft ist es auch, wenn der erste Maschinenrahmen 2 um eine horizontale Drehachse
12 drehbar in einem zweiten Maschinenrahmen 13 gelagert ist, so wie dies in der Fig.
1 dargestellt ist. Zur Drehung des ersten Maschinenrahmens 2, und somit des Maschinentisches
4, gegenüber dem zweiten Maschinenrahmen 13 ist ein Drehmotor 14 vorgesehen, welcher
seine Drehbewegung, optional unter Zwischenschaltung eines Getriebes, auf den ersten
Maschinenrahmen 2 überträgt.
[0042] In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann auch vorgesehen sein,
dass der Maschinentisch 4 zusätzlich um eine zweite Drehachse drehbar gelagert ist,
welche orthogonal zur horizontalen Drehachse ausgebildet ist. Dies bringt den Vorteil
mit sich, dass das Werkstück so gedreht werden kann, dass beispielsweise Strahlgut
an alle Flächen des Werkstückes gelangen kann.
[0043] Der zweite Maschinenrahmen 13 kann über Dämpfungselemente, wie etwa luftgefüllte
Gummibälge, mit einem Maschinenfundament verbunden sein. Alternativ dazu kann vorgesehen
sein, dass kein zweiter Maschinenrahmen 13 ausgebildet ist und der erste Maschinenrahmen
2 direkt an einem Maschinenfundament gelagert ist.
[0044] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, ist eine Koppelvorrichtung 15 ausgebildet, mittels
welcher die erste Exzentermasse 5 und die zweite Exzentermasse 7 miteinander gekoppelt
sind. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Koppelvorrichtung 15 eine Pendelaufnahme
16 umfasst, an welcher die erste Exzentermasse 5 und die zweite Exzentermasse 7 und
optional auch der erste Antriebsmotor 6 und der zweite Antriebsmotor 8 angeordnet
ist. Die Pendelaufnahme 16 ist um eine Pendelachse 17 schwenkbar gelagert.
[0045] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass die erste Exzentermasse
5 an einer ersten Seite 18 der Pendelachse 17 angeordnet ist und die zweite Exzentermasse
7 an einer zweiten Seite 19 der Pendelachse 17 angeordnet ist.
[0046] Die Funktion einer Schwingvorrichtung 1 in Form einer Entkernmaschine ist wie folgt:
Mit Hilfe der Werkstückaufnahmevorrichtung 11 wird ein Werkstück, beispielweise ein
gegossenes Werkstück mit einem Gusskern, auf dem Maschinentisch 4 aufgespannt. Mittels
des ersten Antriebsmotors 6 wird die erste Exzentermasse 5 in eine erste Drehrichtung
in Drehung versetzt. Mittels des zweiten Antriebsmotors 8 wird die zweite Exzentermasse
7 in eine zweite, zur ersten Drehrichtung gegenläufige, Drehrichtung in Drehung versetzt.
Dadurch wird der federnd gelagerte Maschinentisch 4 zu Schwingungen in der Hauptbewegungsrichtung
3 angeregt und bewegt sich in dieser alternierend zwischen einer ersten Endposition
und einer zweiten Endposition.
[0047] Am Beginn der Drehbewegung können die erste Exzentermasse 5 und die zweite Exzentermasse
7 in einer beliebigen Winkelposition relativ zueinander stehen. Durch die Koppelvorrichtung
15 können sich die erste Exzentermasse 5 und die zweite Exzentermasse 7 in der Hauptbewegungsrichtung
3 relativ zueinander und relativ zum Maschinentisch 4 verschieben. Dadurch tritt ein
Effekt der gegenläufigen Synchronisierung der ersten Exzentermasse 5 und der zweiten
Exzentermasse 7 auf.
[0048] Durch die Schwingbewegung wird der Gusskern im Werkstück zerstört beziehungsweise
ausgetragen. Durch die Aufhängung des Maschinentisches 4 mittels der Federelemente
9 in Form von Blattfedern am ersten Maschinenrahmen 2 schwingt der Maschinentisch
4 dabei auch ohne das Vorsehen zusätzlicher Führungsmittel im Wesentlichen nur in
der Hauptbewegungsrichtung 3.
[0049] Um das Herausrieseln des Gusssands aus dem Werkstück zu begünstigen, kann der Maschinentisch
4 um 180° um die horizontale Drehachse 12 gedreht werden und das Rütteln über Kopf
erfolgen. Denkbar ist aber auch, dass der Maschinentisch 4 erst nach dem Rütteln gedreht
wird, wodurch der durch das Rütteln gelöste Sand herabfällt. Insbesondere ist vorgesehen,
dass der Maschinentisch 4 mitsamt dem ersten Maschinenrahmen 2 gedreht wird.
[0050] Denkbar ist weiterhin, dass der Maschinentisch 4 und/oder der erste Maschinenrahmen
2 Ausnehmungen aufweisen, durch welche der aus dem Werkstück entfernte Gusssand hindurch
fallen kann.
[0051] In den Figuren 2 bis 4 ist die Schwingvorrichtung 1 ebenfalls in einer perspektivischen
Ansicht dargestellt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen
wie in der vorangegangenen Figur 1 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu
vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 hingewiesen
bzw. Bezug genommen. Der Übersichtlichkeit halber sind in den Figuren 2 bis 4 einige
Bauteile der Schwingvorrichtung 1 ausgeblendet.
[0052] In den Figuren 2 bis 4 ist eine Drehung des ersten Maschinenrahmens 2 um die horizontale
Drehachse 12 ersichtlich. In Fig. 2 ist der erste Maschinenrahmen 2 in einer horizontalen
Ausgangslage dargestellt. In der Fig. 3 ist der erste Maschinenrahmen 2 in einer geringfügigen
Winkelstellung verdreht dargestellt. In der Fig. 4 ist der erste Maschinenrahmen 2
in einer Winkelstellung von 90° verdreht dargestellt.
[0053] Wie aus Fig. 2 weiters ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass die Federelemente
9 in Form von stehend verbauten Blattfedern ausgebildet sind. Hierbei ist der Maschinentisch
4 mittig der Federelemente 9 mittels eines Befestigungselementes 20 mit dem Federelement
9 gekoppelt. Das Federelement 9 ist an beiden Längsenden mittels einer Drehaufhängung
21 mit dem ersten Maschinenrahmen 2 gekoppelt. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass mehrere von derartig aufgebauten Federelementen 9 mit dem ersten Maschinenrahmen
2 bzw. mit dem Maschinentisch 4 gekoppelt sind. Dadurch kann der Maschinentisch 4
in Hauptbewegungsrichtung 3 relativ zum ersten Maschinenrahmen 2 beweglich gekoppelt
sein.
[0054] Fig. 5 zeigt die Schwingvorrichtung 1 in einer Draufsicht, wobei wiederum für gleiche
Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren
1 bis 4 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte
Beschreibung in den vorangegangenen Figuren 1 bis 4 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0055] In den Figuren 6 und 7 sind die beiden Exzentermassen 5, 7, sowie die Pendelaufnahme
16 ebenfalls in einer Draufsicht dargestellt, wobei in den Figuren 6 und 7 die Pendelaufnahme
16 in unterschiedlichen Pendelwinkeln 24 dargestellt ist.
[0056] Wie aus den Figuren 5 bis 7 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass ein erster Endanschlag
22 und ein zweiter Endanschlag 23 ausgebildet sind, mittels welchen ein Pendelwinkel
24 begrenzbar ist.
[0057] Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 5 bis 7 sind die Endanschläge 22, 23 in Form
von Gummipuffern ausgebildet.
[0058] Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht der Pendelaufnahme 16, wobei wiederum für gleiche
Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren
1 bis 7 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte
Beschreibung in den vorangegangenen Figuren 1 bis 7 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
Die Schnittführung in Fig. 8 ist entlang der Pendelachse 17 gewählt.
[0059] Wie aus Fig. 8 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass die Koppelvorrichtung 15 eine
erste Lagerung 25 und eine zweite Lagerung 26 umfasst, mittels welcher die Pendelaufnahme
16 um die Pendelachse 17 schwenkbar gelagert ist. Die erste Lagerung 25 und die zweite
Lagerung 26 sind in Axialerstreckung der Pendelachse 17 relativ zueinander beabstandet
angeordnet.
[0060] Fig. 9 zeigt eine Draufsicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Koppelvorrichtung
15 zum Koppeln der Verschiebebewegung der ersten Exzentermasse 5 und der zweiten Exzentermasse
7 relativ zueinander, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw.
Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 1 bis 8 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Figuren 1 bis 8 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0061] Wie aus Fig. 9 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass die Koppelvorrichtung 15 eine
erste Linearführung 27 umfasst, mittels welcher die erste Exzentermasse 5 in der Hauptbewegungsrichtung
3 verschiebbar am Maschinentisch 4 gelagert ist. Weiters kann vorgesehen sein, dass
die Koppelvorrichtung 15 eine zweite Linearführung 28 umfasst, mittels welcher die
zweite Exzentermasse 7 in der Hauptbewegungsrichtung 3 verschiebbar am Maschinentisch
4 gelagert ist.
[0062] Weiters kann die Koppelvorrichtung 15 ein Zugmittel 29 umfassen, welches um eine
erste Umlenkrolle 30 bzw. eine zweite Umlenkrolle 30 umgelenkt sein kann, wobei die
erste Exzentermasse 5 und die zweite Exzentermasse 7 mittels des Zugmittels 29 derart
miteinander gekoppelt sein können, dass eine Verschiebung der ersten Exzentermasse
5 in eine erste Seite der Hauptbewegungsrichtung 3 zu einer Verschiebung der zweiten
Exzentermasse 7 um den gleichen Betrag in die entgegengesetzte Seite der Hauptbewegungsrichtung
3 führt. Das Zugmittel 29 kann beispielsweise in Form eines Seiles ausgebildet sein.
Alternativ dazu ist es auch denkbar, dass das Zugmittel 29 in Form einer Kette ausgebildet
ist. In wieder einer anderen Alternative ist es auch denkbar, dass das Zugmittel 29
in Form eines Keilriemens oder eines Zahnriemens ausgebildet ist.
[0063] Das Zugmittel 29 kann ein endlos umlaufendes Zugmittel sein, welches um die erste
Umlenkrolle 30 und die zweite Umlenkrolle 30 gespannt ist, wobei ein Schlitten der
ersten Linearführung 27 und ein Schlitten der zweiten Linearführung 28 an einem ersten
Trum bzw. an einem gegenüberliegenden zweiten Trum des Zugmittels 29 befestigt sein
können.
[0064] Fig. 10 zeigt eine Draufsicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Koppelvorrichtung
15 zum Koppeln der Verschiebebewegung der ersten Exzentermasse 5 und der zweiten Exzentermasse
7 relativ zueinander, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw.
Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 1 bis 9 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Figuren 1 bis 9 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0065] Wie aus Fig. 10 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass die Koppelvorrichtung 15
eine erste Linearführung 27 umfasst, mittels welcher die erste Exzentermasse 5 in
der Hauptbewegungsrichtung 3 verschiebbar am Maschinentisch 4 gelagert ist. Weiters
kann vorgesehen sein, dass die Koppelvorrichtung 15 eine zweite Linearführung 28 umfasst,
mittels welcher die zweite Exzentermasse 7 in der Hauptbewegungsrichtung 3 verschiebbar
am Maschinentisch 4 gelagert ist.
[0066] Weiters kann die Koppelvorrichtung 15 eine Zahnrad 32 umfassen, welche mit einer
ersten Zahnstange 33 und einer zweiten Zahnstange 34 gekoppelt sein ein kann. Die
erste Exzentermasse 5 kann mit der ersten Zahnstange 33 gekoppelt sein und die zweite
Exzentermasse 7 kann mit der zweiten Zahnstange 34 gekoppelt sein. Das Zahnrad 32
kann hierbei derart mittig zwischen der ersten Zahnstange 33 und der zweiten Zahnstange
34 angeordnet sein, dass eine Verschiebung der ersten Exzentermasse 5 in eine erste
Seite der Hauptbewegungsrichtung 3 zu einer Verschiebung der zweiten Exzentermasse
7 um den gleichen Betrag in die entgegengesetzte Seite der Hauptbewegungsrichtung
3 führt.
[0067] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle
bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf
diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0068] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen
aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können
für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen
Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0069] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0070] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0071]
| |
|
30 |
erste Umlenkrolle |
| 1 |
Schwingvorrichtung |
31 |
zweite Umlenkrolle |
| 2 |
erster Maschinenrahmen |
32 |
Zahnrad |
| 3 |
Hauptbewegungsrichtung |
33 |
erste Zahnstange |
| 4 |
Maschinentisch |
34 |
zweite Zahnstange |
| 5 |
erste Exzentermasse |
|
|
| 6 |
erster Antriebsmotor |
|
|
| 7 |
zweite Exzentermasse |
|
|
| 8 |
zweiter Antriebsmotor |
|
|
| 9 |
Federelement |
|
|
| 10 |
Hocherstreckung |
|
|
| 11 |
Werkstückaufnahmevorrichtung |
|
|
| 12 |
horizontale Drehachse |
|
|
| 13 |
zweiter Maschinenrahmen |
|
|
| 14 |
Drehmotor |
|
|
| 15 |
Koppelvorrichtung |
|
|
| 16 |
Pendelaufnahme |
|
|
| 17 |
Pendelachse |
|
|
| 18 |
erste Seite |
|
|
| 19 |
zweite Seite |
|
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| 20 |
Befestigungselement |
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Drehaufhängung |
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erster Endanschlag |
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zweiter Endanschlag |
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Pendelwinkel |
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erste Lagerung |
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zweite Lagerung |
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erste Linearführung |
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zweite Linearführung |
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Zugmittel |
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1. Schwingvorrichtung (1), umfassend:
- einen ersten Maschinenrahmen (2);
- einen Maschinentisch (4), welcher derart mit dem ersten Maschinenrahmen (2) gekoppelt
ist, dass er zumindest in einer Hauptbewegungsrichtung (3) relativ zum ersten Maschinenrahmen
(2) verschiebbar ist;
- eine erste Exzentermasse (5), welche auf dem Maschinentisch (4) drehbar gelagert
ist, wobei die erste Exzentermasse (5) mit einem ersten Antriebsmotor (6) gekoppelt
ist;
- eine zweite Exzentermasse (7), welche auf dem Maschinentisch (4) drehbar gelagert
ist, wobei die zweite Exzentermasse (7) mit einem zweiten Antriebsmotor (8) gekoppelt
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Exzentermasse (5) und die zweite Exzentermasse (7) in Hauptbewegungsrichtung
(3) relativ zum Maschinentisch (4) verschiebbar an diesem angeordnet sind, wobei die
erste Exzentermasse (5) und die zweite Exzentermasse (7) mittels einer Koppelvorrichtung
(15) derart miteinander gekoppelt sind, dass eine Verschiebung der ersten Exzentermasse
(5) bezüglich der Hauptbewegungsrichtung (3) zu einer Verschiebung der zweiten Exzentermasse
(7) in gegengleicher Richtung führt.
2. Schwingvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pendelaufnahme (16) ausgebildet ist, welche bezüglich einer Pendelachse (17)
schwenkbar am Maschinentisch (4) aufgenommen ist, wobei die erste Exzentermasse (5)
an einer ersten Seite (18) der Pendelachse (17) mit der Pendelaufnahme (16) gekoppelt
ist und wobei die zweite Exzentermasse (7) an einer zweiten Seite (19) der Pendelachse
(17) mit der Pendelaufnahme (16) gekoppelt ist.
3. Schwingvorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Endanschlag (22) und ein zweiter Endanschlag (23) ausgebildet sind, mittels
welcher ein Pendelwinkel (24) der Pendelaufnahme (16) um die Pendelachse (17) begrenzt
ist.
4. Schwingvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endanschlag (22) und der zweite Endanschlag (23) als Dämpfungselement,
insbesondere als Gummipuffer, ausgebildet sind.
5. Schwingvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Antriebsmotor (6) und die erste Exzentermasse (5) koaxial zueinander angeordnet
sind, wobei der erste Antriebsmotor (6) starr mit der ersten Exzentermasse (5) gekoppelt
ist und dass der zweite Antriebsmotor (8) und die zweite Exzentermasse (7) koaxial
zueinander angeordnet sind, wobei der zweite Antriebsmotor (8) starr mit der zweiten
Exzentermasse (7) gekoppelt ist.
6. Schwingvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinentisch (4) mittels Federelementen (9) mit dem ersten Maschinenrahmen
(2) gekoppelt ist, wobei die Pendelachse (17) parallel zu einer Hocherstreckung (10)
der Federelementen (9) ausgerichtet ist.
7. Schwingvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Antriebsmotor (6) und der zweite Antriebsmotor (8) jeweils als Asynchronmotor
ausgebildet sind.
8. Schwingvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Maschinentisch (4) eine Werkstückaufnahmevorrichtung (11) zur Aufnahme eines Gusswerkstückes
ausgebildet ist, wobei die Schwingvorrichtung (1) zum Entkernen des Gusswerkstückes
ausgebildet ist oder dass die Werkstückaufnahmevorrichtung (11) zur Aufnahme eines
Behältnisses mit Schüttgut ausgebildet ist wobei die Schwingvorrichtung (1) zum Gleitspanen
ausgebildet ist.
9. Verfahren zum Betreiben einer Schwingvorrichtung (1), mit einem ersten Maschinenrahmen
(2), einen Maschinentisch (4), welcher derart mit dem ersten Maschinenrahmen (2) gekoppelt
ist, dass er zumindest in einer Hauptbewegungsrichtung (3) relativ zum ersten Maschinenrahmen
(2) verschiebbar ist, eine erste Exzentermasse (5), welche auf dem Maschinentisch
(4) drehbar gelagert ist, wobei die erste Exzentermasse (5) mit einem ersten Antriebsmotor
(6) gekoppelt ist, eine zweite Exzentermasse (7), welche auf dem Maschinentisch (4)
drehbar gelagert ist, wobei die zweite Exzentermasse (7) mit einem zweiten Antriebsmotor
(8) gekoppelt ist, wobei die erste Exzentermasse (5) und die zweite Exzentermasse
(7) in der Hauptbewegungsrichtung (3) relativ zum Maschinentisch (4) verschiebbar
an diesem angeordnet sind, wobei die erste Exzentermasse (5) und die zweite Exzentermasse
(7) mittels einer Koppelvorrichtung (15) derart miteinander gekoppelt sind, dass eine
Verschiebung der ersten Exzentermasse (5) bezüglich der Hauptbewegungsrichtung (3)
zu einer Verschiebung der zweiten Exzentermasse (7) in gegengleicher Richtung führt,
wobei das Verfahren folgende Verfahrensschritte umfasst:
- Beaufschlagen des ersten Antriebsmotors (6) und des zweiten Antriebsmotors (8) mit
Strom zum Antreiben der ersten Exzentermasse (5) und der zweiten Exzentermasse (7),
wobei die erste Exzentermasse (5) und die zweite Exzentermasse (7) in einer gegensinnigen
Drehrichtung angetrieben werden;
- Bearbeiten oder fördern eines Werkstückes, welches auf dem Maschinentisch (4) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Phase nach dem Start des Beaufschlagens des ersten Antriebsmotors
(6) und des zweiten Antriebsmotors (8) mit Strom, sich die erste Exzentermasse (5)
und die zweite Exzentermasse (7) in Schwingrichtung relativ zum Maschinentisch (4)
verschieben, bis eine gegenläufige Synchronisierung der ersten Exzentermasse (5) und
der zweiten Exzentermasse (7) eintritt.
1. A vibration device (1), comprising:
- a first machine frame (2);
- a machine table (4) coupled to the first machine frame (2) in such a way that it
is displaceable relative to the first machine frame (2) at least in a main direction
of movement (3);
- a first eccentric mass (5) which is rotatably mounted on the machine table (4),
wherein the first eccentric mass (5) is coupled to a first drive motor (6);
- a second eccentric mass (7) which is rotatably mounted on the machine table (4),
wherein the second eccentric mass (7) is coupled to a second drive motor (8),
characterized in that the first eccentric mass (5) and the second eccentric mass (7) are arranged on the
machine table (4) such that they are displaceable relative to the machine table (4)
in the main direction of movement (3), wherein the first eccentric mass (5) and the
second eccentric mass (7) are coupled to one another by means of a coupling device
(15) in such a way that a displacement of the first eccentric mass (5) with respect
to the main direction of movement (3) leads to a displacement of the second eccentric
mass (7) in the opposite direction.
2. The vibration device (1) according to claim 1, characterized in that a pendulum receiver (16) is formed which is held on the machine table (4) such that
it is pivotable about a pendulum axis (17), wherein the first eccentric mass (5) is
coupled to the pendulum receiver (16) on a first side (18) of the pendulum axis (17),
and wherein the second eccentric mass (7) is coupled to the pendulum receiver (16)
on a second side (19) of the pendulum axis (17).
3. The vibration device (1) according to claim 2, characterized in that a first end stop (22) and a second end stop (23) are formed, by means of which a
pendulum angle (24) of the pendulum receiver (16) about the pendulum axis (17) is
limited.
4. The vibration device (1) according to claim 3, characterized in that the first end stop (22) and the second end stop (23) are configured as a damping
element, in particular as a rubber buffer.
5. The vibration device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the first drive motor (6) and the first eccentric mass (5) are arranged coaxially
with respect to one another, wherein the first drive motor (6) is coupled rigidly
to the first eccentric mass (5), and that the second drive motor (8) and the second
eccentric mass (7) are arranged coaxially with respect to one another, wherein the
second drive motor (8) is coupled rigidly to the second eccentric mass (7).
6. The vibration device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the machine table (4) is coupled to the first machine frame (2) by means of spring
elements (9), wherein the pendulum axis (17) is aligned parallel to a high extension
(10) of the spring elements (9).
7. The vibration device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the first drive motor (6) and the second drive motor (8) are each configured as an
asynchronous motor.
8. The vibration device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a workpiece receiving device (11) for receiving a cast workpiece is formed on the
machine table (4), wherein the vibration device (1) is configured to remove the core
from the cast workpiece, or that the workpiece receiving device (11) is configured
to receive a container with bulk material, wherein the vibration device (1) is configured
for sliding machining.
9. A method of operating a vibration device (1) having a first machine frame (2), a machine
table (4) coupled to the first machine frame (2) in such a way that it is displaceable
relative to the first machine frame (2) at least in a main direction of movement (3),
a first eccentric mass (5) which is rotatably mounted on the machine table (4), wherein
the first eccentric mass (5) is coupled to a first drive motor (6), a second eccentric
mass (7) which is rotatably mounted on the machine table (4), wherein the second eccentric
mass (7) is coupled to a second drive motor (8), wherein the first eccentric mass
(5) and the second eccentric mass (7) are arranged on the machine table (4) such that
they are displaceable relative to the machine table (4) in the main direction of movement
(3), wherein the first eccentric mass (5) and the second eccentric mass (7) are coupled
to one another by means of a coupling device (15) in such a way that a displacement
of the first eccentric mass (5) with respect to the main direction of movement (3)
leads to a displacement of the second eccentric mass (7) in the opposite direction,
wherein the method comprises the following method steps:
- applying current to the first drive motor (6) and the second drive motor (8) to
drive the first eccentric mass (5) and the second eccentric mass (7), wherein the
first eccentric mass (5) and the second eccentric mass (7) are driven in opposite
directions of rotation;
- processing or conveying a workpiece that is arranged on the machine table (4),
characterized in that, in a first phase after the start of the application of current to the first drive
motor (6) and the second drive motor (8), the first eccentric mass (5) and the second
eccentric mass (7) are displaced in the direction of vibration relative to the machine
table (4) until a synchronization of the first eccentric mass (5) and the second eccentric
masses (7) in opposite directions occurs.
1. Dispositif d'oscillation (1) comprenant :
- un premier châssis de machine (2) ;
- une table de machine (4) qui est couplé avec le premier châssis de machine (2) de
façon à pouvoir coulisser au moins dans une direction de déplacement principale (3)
par rapport au premier châssis de machine (2) ;
- une première masse excentrique (5) qui est logée de manière rotative sur la table
de machine (4), dans lequel la première masse excentrique (5) est couplée avec un
premier moteur d'entraînement (6) ;
- une deuxième masse excentrique (7) qui est logée de manière rotative sur la table
de machine (4), dans lequel la deuxième masse excentrique (7) est couplée avec un
deuxième moteur d'entraînement (8),
caractérisé en ce que la première masse excentrique (5) et la deuxième masse excentrique (7) sont disposées
sur celui-ci de manière coulissante dans la direction de mouvement principale (3)
par rapport à la table de machine (4), dans lequel la première masse excentrique (5)
et la deuxième masse excentrique (7) sont couplées entre elles par l'intermédiaire
d'un dispositif de couplage (15) de sorte qu'un déplacement de la première masse excentrique
(5) dans la direction de déplacement principale (3) provoque un déplacement de la
deuxième masse excentrique (7) dans la direction opposée.
2. Dispositif d'oscillation (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un logement pendulaire (16) est prévu, qui est logé de manière pivotante par rapport
à un axe pendulaire (17) sur la table de machine (4), dans lequel la première masse
excentrique (5) est couplée sur un premier côté (18) de l'axe pendulaire (17) avec
le logement pendulaire (16) et dans lequel la deuxième masse excentrique (7) est couplée
sur un deuxième côté (19) de l'axe pendulaire (17) avec le logement pendulaire (16).
3. Dispositif d'oscillation (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une première butée finale (22) et une deuxième butée finale (23) sont prévues, au
moyen desquelles un angle d'oscillation (24) du logement pendulaire (16) autour de
l'axe pendulaire (17) est limité.
4. Dispositif d'oscillation (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la première butée finale (22) et la deuxième butée finale (23) sont conçus comme
des éléments d'amortissement, plus particulièrement comme des tampons en caoutchouc.
5. Dispositif d'oscillation (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier moteur d'entraînement (6) et la première masse excentrique (5) sont disposés
de manière coaxiale entre eux, dans lequel le premier moteur d'entraînement (6) est
couplé de manière rigide avec la première masse excentrique (5) et en ce que le deuxième moteur d'entraînement (8) et la deuxième masse excentrique (7) sont disposés
de manière coaxiale entre eux, dans lequel le deuxième moteur d'entraînement (8) est
couplé de manière rigide avec la deuxième masse excentrique (7).
6. Dispositif d'oscillation (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la table de machine (4) est couplée avec le premier châssis de machine (2) au moyen
d'éléments à ressorts (9), dans lequel l'axe pendulaire (17) est orienté parallèlement
à une extension verticale (10) des éléments à ressorts (9).
7. Dispositif d'oscillation (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier moteur d'entraînement (6) et le deuxième moteur d'entraînement (8) sont
conçus comme des moteurs asynchrones.
8. Dispositif d'oscillation (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, sur la table de machine (4), est prévu un dispositif porte-pièce (11) pour le logement
d'une pièce en fonte, dans lequel le dispositif d'oscillation (1) est conçu pour le
dénoyautage d'une pièce en fonte ou en ce que le dispositif porte-pièce (11) est conçu pour le logement d'un récipient avec un
produit en vrac et dans lequel le dispositif d'oscillation (1) est conçu pour l'enlèvement
de copeaux.
9. Procédé de fonctionnement d'un dispositif d'oscillation (1), avec un premier châssis
de machine (2), une table de machine (4), qui est couplée avec le premier châssis
de machine (2) de façon à pouvoir coulisser au moins dans une direction de déplacement
principale (3) par rapport au premier châssis de machine (2), une première masse excentrique
(5), qui est logée de manière rotative sur la table de machine (4), dans lequel la
première masse excentrique (5) est couplée avec un premier moteur d'entraînement (6),
une deuxième masse excentrique (7), qui est logée de manière rotative sur la table
de machine (4), dans lequel la deuxième masse excentrique (7) est couplée avec un
deuxième moteur d'entraînement (8), dans lequel la première masse excentrique (5)
et la deuxième masse excentrique (7) sont disposées sur celui-ci de manière coulissante
dans la direction de mouvement principale (3) par rapport à la table de machine (4),
dans lequel la première masse excentrique (5) et la deuxième masse excentrique (7)
sont couplées entre elles par l'intermédiaire d'un dispositif de couplage (15) de
sorte qu'un déplacement de la première masse excentrique (5) dans la direction de
déplacement principale (3) provoque un déplacement de la deuxième masse excentrique
(7) dans la direction opposée,
dans lequel le procédé comprend les étapes suivantes :
- alimentation du premier moteur d'entraînement (6) et du deuxième moteur d'entraînement
(8) en électricité pour l'entraînement de la première masse excentrique (5) et de
la deuxième masse excentrique (7), dans lequel la première masse excentrique (5) et
la deuxième masse excentrique (7) sont entraînées dans des directions de rotation
opposées ;
- usinage ou transport d'une pièce qui est disposée sur la table de machine (4),
caractérisé en ce que, dans une première phase après le démarrage d'alimentation du premier moteur d'entraînement
(6) et du deuxième moteur d'entraînement (8) en électricité, la première masse excentrique
(5) et la deuxième masse excentrique (7) se déplacent par rapport à la table de machine
(4) jusqu'à ce qu'une synchronisation inverse de la première masse excentrique (5)
et de la deuxième masse excentrique (7) apparaisse.