[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugsanlage mit einem im Verlauf der Bauphase des Gebäudes
mit zunehmender Gebäudehöhe höher werdenden Aufzugsschacht. Diese Aufzugsanlage kann
dabei insbesondere auf Baustellen von Hochhäusern zu Einsatz kommen.
[0002] Beim Bau des Gebäudes können die zuerst erstellten unteren Stockwerke bereits soweit
fertiggestellt sein, dass sie schon bewohnbar oder anderweitig nutzbar sind. Hierzu
umfasst die Aufzugsanlage eine Bauphase-Aufzugskabine, mit der während der Bauphase
des Gebäudes die bereits als Wohn- oder Geschäftsräume genutzten Stockwerke anfahrbar
sind. Der Bauphase-Aufzug mit dieser Bauphase-Aufzugskabine wächst dabei gewissermassen
mit dem Gebäude mit, d.h. die nutzbare Hubhöhe des Bauaufzugs wächst mit zunehmender
Höhe des Gebäudes bzw. des Aufzugsschachts. Dies ermöglicht es, dass während der Bauzeit
des Gebäudes Bauarbeiter und Baumaterial oder gegebenenfalls Benutzer von bereits
vor Gebäudefertigstellung bezogenen Wohnungen oder Geschäftsräumen mit der Bauphase-Aufzugskabine
befördert werden können.
[0003] Um die zunehmende nutzbare Hubhöhe des Bauphase-Aufzugs auf einfache Weise realisieren
zu können, werden seit jüngerer Zeit zunehmend Bauphase-Aufzugskabinen eingesetzt,
die als selbstfahrende Aufzugskabinen ausgestaltet sind. Eine derartige selbstfahrende
Aufzugskabine, die in einer Aufzugsanlage für ein sich im Bau befindendes Gebäude
mit einem im Verlauf der Bauphase des Gebäudes mit zunehmender Gebäudehöhe höher werdenden
Aufzugsschacht zum Einsatz kommt, ist beispielsweise aus der
WO2019/238530 A1 bekannt geworden.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten zu überwinden
und insbesondere eine Aufzugsanlage der eingangs genannten Art zu schaffen, welche
sicher betrieben werden kann. Weiter soll die Aufzugsanlage auf einfache und effiziente
Weise an die zunehmende Höhe des Gebäudes angepasst werden können.
[0005] Erfindungsgemäss werden diese und andere Aufgaben mit der Aufzugsanlage mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Die Aufzugsanlage umfasst eine selbstfahrende, an wenigstens
einem Führungsschienenstrang geführte Bauphase-Aufzugskabine zur Personen- oder Warenbeförderung
für die Dauer der Bauphase des Gebäudes. Weiter umfasst die Aufzugsanlage eine oberhalb
der Bauphase-Aufzugskabine angeordnete Montageplattform, von der aus in einer Schienenmontagephase
der wenigstens eine Führungsschienenstrang nach oben verlängert werden kann. Weiter
umfasst die Aufzugsanlage einerseits eine obere, vorzugsweise als Tragstruktur ausgebildete
Schutzplattform, die temporär im Aufzugsschacht fixiert oder fixierbar ist und an
der die Montageplattform über eine vorzugsweise seilbasierte Hebevorrichtung aufhängbar
oder in der Schienenmontagephase aufgehängt ist, und andererseits eine untere Schutzplattform,
wobei die Montageplattform in der Schienenmontagephase zwischen der oberen Schutzplattform
und der unteren Schutzplattform mittels der Hebevorrichtung in vertikaler Richtung
verfahrbar ist.
[0006] Obere Schutzplattform bedeutet, dass die Schutzplattform wenigstens temporär oberhalb
der Montageplattform im oder über dem Aufzugsschacht positioniert ist. Untere Schutzplattform
bedeutet, dass die Schutzplattform wenigstens temporär unterhalb der Montageplattform
im Aufzugsschacht positioniert ist.
[0007] Die Aufzugsanlage umfasst eine der Hebevorrichtung zugeordnete Andockeinrichtung
zum temporären Anhängen der Bauphase-Aufzugskabine an die untere Schutzplattform für
Evakuationen, wobei die Bauphase-Aufzugskabine über die Andockeinrichtung mit der
Hebevorrichtung verbindbar ist. Sobald die Bauphase-Aufzugskabine über die Andockeinrichtung
mit der Hebevorrichtung verbunden ist, kann mittels der Hebevorrichtung eine Evakuierungsfahrt
durchgeführt werden. Unter Evakuationsphase wird nachfolgend diejenige Phase verstanden,
bei der eine unvorhergesehen stillgelegte, beispielsweise nach Auslösen einer Fangvorrichtung,
Bauphase-Aufzugskabine eine Evakuierungsfahrt durchgeführt werden muss.
[0008] Dank der selbstfahrenden Bauphase-Aufzugskabine wird auf vorteilhafte Art und Weise
erreicht, dass während beinahe der gesamten Bauzeit des Gebäudes mit der Bauphase-Aufzugskabine
Bauarbeiter und Baumaterial befördert werden können. Andererseits können Benutzer
von bereits vor Fertigstellung des Gebäudes bezogenen Wohnungen oder Geschäftsräumen
zwischen mindestens den diesen Räumen zugeordneten Stockwerken vorschriftenkonform
befördert werden, ohne dass bei Anpassungen der Hubhöhe der Bauphase- Aufzugskabine
tagelange Betriebsunterbrechungen erforderlich sind.
[0009] Im Vergleich zu sogenannten Kletterliften konventioneller Bauart, bei denen insbesondere
sehr schwere Maschinenplattformen zum Mitwachsen mit steigender Gebäudehöhe gehoben
werden müssen, können bei der vorliegenden Aufzugsanlage vergleichsweise leichte Plattformen
eingesetzt werden, die einfach handhabbar sind und die insbesondere zum effizienten
Mitwachsen einfach gehoben werden können.
[0010] Unter dem Begriff "Aufzugsschacht" soll im vorliegenden Dokument ein Raum in einem
sich in seiner Bauphase befindenden Gebäude verstanden werden, dessen Höhe entsprechend
dem Baufortschritt zunimmt, wobei der Raum so dimensioniert und ausgestaltet ist,
dass sich in dem Raum wenigstens eine Aufzugskabine eines Aufzugs, in der Regel eine
Aufzugskabine und ein Gegengewicht von jeweils einem Aufzug entlang von vertikalen
Fahrbahnen aufwärts und abwärts bewegen können. Ein solcher Aufzugsschacht kann ein
von Schachtwänden umschlossener Einzelschacht sein. Der Aufzugsschacht kann aber auch
Teil eines zusammenhängenden Raums sein, in welchem Teil jeweils die Fahrbahnen der
Aufzugskabine und gegebenenfalls des Gegengewichts von jeweils einem der mindestens
zwei parallel zueinander angeordneten Aufzügen angeordnet sind, wobei zwischen den
Fahrbahnen von benachbarten Aufzügen keine Schachtwand, jedoch üblicherweise Stahlträger
für die Befestigung von Aufzugskomponenten vorhanden sind.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Hebevorrichtung wenigstens einen Verbindungshaken
oder ein anderes Verbindungselement aufweisen. Wenn die Hebevorrichtung eine seilbasierte
Hebevorrichtung ist, dient dieses Verbindungselement zum Verbinden des Seils beispielsweise
an eine Last. Alternativ kann das Seil mittels des Verbindungselements auch an eine
Verankerung zum Vorgeben eines ortsfesten Fixpunktes festgemacht werden. Das Gegenstück
zum Verbindungselement kann eine der Last zugeordnete Schlaufe oder Öse sein. Die
Verbindungsmittel könnten selbstverständlich auch auf umgekehrte Weise ausgeführt
sein; d.h. die Schlaufe oder Öse wäre dann dem Seil und der Verbindungshaken der Last
zugeordnet.
[0012] Die Hebevorrichtung ist über das genannte Verbindungselement wahlweise für die Schienenmontagephase
mit der Montageplattform, für einen Hubvorgang während einer Wachstumsphase mit der
unteren Schutzplattform oder für die Evakuationsphase mit einem ortsfesten, vorzugsweise
in der oberen Schutzplattform angeordneten Fixpunkt verbindbar. Das Verbindungselement
ist dabei vorzugsweise an einem freien Ende eines Seils der Hebevorrichtung angebracht.
Als Verbindungselement kommt beispielsweise ein mit einem Sicherheitsverschluss ausgerüsteter
Verbindungshaken in Frage. Ein unbeabsichtigtes Lösen der Verbindung mit dem jeweiligen
Gegenstück an der Montageplattform, der unteren Schutzplattform oder des Fixpunkts
kann dank des Sicherheitsverschlusses ausgeschlossen werden. Anstelle solcher Sicherheitslasthaken
sind auch gewöhnliche Einfachhaken vorstellbar. Ein Vorteil dieser Ausführungsform
besteht darin, dass die Aufzugsanlage für die jeweils notwendigen Betriebsphasen schnell
und einfach eingerichtet werden kann. Wie schon oben erwähnt wurde, sind auch alternative
Lösungen zur seilbasierten Hebevorrichtung vorstellbar. So könnte die Hebevorrichtung
anstelle von Seilen auch Riemen oder Ketten zum Heben und Senken der Montageplattform,
zum Heben der unteren Schutzplattform oder zum Heben und Senken der Bauphase-Aufzugskabine
aufweisen.
[0013] Bevorzugt kann die Hebevorrichtung einen Antrieb zum Betreiben der Hebevorrichtung
aufweisen, wobei der Antrieb vorzugsweise an der unteren Schutzplattform befestigt
ist. Mit diesem Antrieb lässt sich das Seil der seilbasierten Hebevorrichtung oder
der Riemen oder die Kette der Hebevorrichtung bewegen.
[0014] Besonders bevorzugt kann der Antrieb als Seilzugeinrichtung und insbesondere als
Seildurchlaufwinde ausgeführt sein. Mit Seilzugeinrichtungen lässt sich das Seil der
Hebevorrichtung zuverlässig und mit einer ausreichend hohen Geschwindigkeit bewegen.
Weiter zeichnen sich insbesondere Seildurchlaufwinden durch ein geringes Eigengewicht
und niedrige Anschaffungskosten aus. Als Seildurchlaufwinde kann beispielsweise ein
sogenannter «Tirak» eingesetzt werden. Anstelle von Seildurchlaufwinden sind zum Beispiel
auch Seilzugeinrichtungen mit Klemmen vorstellbar (z.B. Typ «Habegger).
[0015] Der Aufzugsschacht kann Schachtöffnungen aufweisen, wobei je Stockwerk wenigstens
eine Schachtöffnung vorgesehen sein kann. In die Schachtöffnungen des Aufzugsschachts
sind Schachttüren einbaubar oder gegebenenfalls schon eingebaut, über welche die Bauphasen-Aufzugskabine
und über welche die später installierte finale Aufzugskabine vom Stockwerk zugänglich
ist.
[0016] Der Antrieb der Hebevorrichtung kann randseitig auf bzw. an der unteren Schutzplattform
angeordnet sein. Die randseitige Anordnung des Antriebs der Hebevorrichtung kann vorzugsweise
im Bereich einer Vorderseite der unteren Schutzplattform sein. Diese Vorderseite ist
dabei die den Schachtöffnungen des Aufzugsschachts zugewandte Seite. Insbesondere
wenn der Antrieb im Bereich des Randes an der Vorderseite der unteren Schutzplattform
angeordnet ist, ergeben sich Vorteile hinsichtlich Handhabung. Der Antrieb ist vom
Stockwerk über die jeweilige Schachtöffnung einfach erreichbar und kann bei Bedarf
vom Montagepersonal ohne Begehen der unteren Schutzplattform bedient werden.
[0017] Die untere Schutzplattform kann wenigstens eine Umlenkrolle zum Umlenken eines vom
Antrieb kommenden bzw. zum Antrieb führenden Seils der Hebevorrichtung aufweisen.
Die untere Schutzplattform kann eine oder mehrere Umlenkrollen aufweisen, die vorzugsweise
an einer Unterseite der unteren Schutzplattform angeordnet sind.
[0018] An der oberen Schutzplattform kann wenigstens eine Umlenkrolle für das Seil der Hebevorrichtung
angeordnet sein. Die wenigstens eine Umlenkrolle kann dabei vorzugsweise an einer
Unterseite der oberen Schutzplattform angeordnet sein. Mit dieser wenigstens einen
Umlenkrolle kann - je nachdem welche der vorgenannten Betriebsphasen (Wachstumsphase,
Schienenmontagephase, Evakuationsphase) durchgeführt werden soll - das von der unteren
Schutzplattform kommende Seil für einen Hubvorgang während einer Wachstumsphase wieder
zurück zur unteren Schutzplattform, für die Schienenmontagephase zur Montageplattform
oder für die Evakuationsphase zum ortsfesten, vorzugsweise an der oberen Schutzplattform
angeordneten Fixpunkt gelenkt werden.
[0019] Besonders bevorzugt sind an der oberen Schutzplattform zwei Umlenkrollen für das
Seil der Hebevorrichtung angeordnet. Die eine der beiden Umlenkrollen kann randseitig
an der oberen Schutzplattform angeordnet sein, so dass das von der unteren Schutzplattform
kommende Seil entlang einer Schachtwand in vertikaler Richtung zur oberen Schutzplattform
verlaufen kann. Die andere der beiden Umlenkrollen kann vorzugsweise etwa mittig an
der oberen Schutzplattform angeordnet sein, so dass in der Schienenmontagephase das
Seil von der oberen Schutzplattform in vertikaler Richtung zur vorzugsweise zentral
aufgehängten Montageplattform verlaufen kann. Die mittige Positionierung muss allerdings
nicht geometrisch verstanden werden. Mit mittig ist eine Position gemeint, die sich
in einem mittleren Bereich bzw. einem Bereich zwischen den Randbereichen befindet.
[0020] Die Hebevorrichtung der Aufzugsanlage kann einen Seilverlauf haben, der wie folgt
ausgebildet sein kann: Das Seil kann vom Antrieb aus abwärts zu einer ersten, der
unteren Schutzplattform zugeordneten Umlenkrolle, anschliessend horizontal zu einer
zweiten, der unteren Schutzplattform zugeordneten Umlenkrolle, dann vertikal aufwärts
zu einer dritten Umlenkrolle der oberen Schutzplattform, dann horizontal zu einer
vierten Umlenkrolle der oberen Schutzplattform und vorzugsweise schliesslich zum Verbindungshaken
oder einem anderen Verbindungselement zum Verbinden des Seils mit der Montageplattform,
der unteren Schutzplattform oder dem ortsfesten, , vorzugsweise in der oberen Schutzplattform
angeordneten Fixpunkt verlaufen, wobei der Verbindungshaken das Seilende bilden kann.
Der Verbindungshaken kann somit am dem Antrieb abgewandten Seilende des Seils angebracht
sein.
[0021] Je nach Betriebsphase kann das vom Antrieb kommende Seil von der vierten Umlenkrolle
vertikal abwärts zur Montageplattform (während der Schienenmontagephase) oder vertikal
abwärts zurück zur unteren Schutzplattform (während der Wachstumsphase) geführt werden.
Anstatt dass das Seil vertikal abwärts geführt wird, kann das Seil gegebenenfalls
von der vierten Umlenkrolle auch weiter seitwärts zu einem Fixpunkt an der oberen
Schutzplattform geführt werden (z.B. während der Evakuationsphase).
[0022] Für eine sichere Evakuation kann es vorteilhaft sein, wenn die Andockeinrichtung
eine freie Rollenflasche mit einem Haken oder einem anderen Mittel zum Erstellen der
Verbindung mit der Bauphase-Aufzugskabine umfasst. Dabei kann die Rollenflasche am
Seil der Hebevorrichtung im Seilabschnitt zwischen der ersten und der zweiten Umlenkrolle
unterhalb der unteren Schutzplattform permanent eingehängt oder wenigsten temporär
für die Evakuierung in diesem im Seilabschnitt eingehängt oder einhängbar sein. Das
Verbindungsmittel kann zum Beispiel ein mit einem Sicherheitsverschluss ausgerüsteter
Haken sein. Insbesondere kann so eine schnelle Evakuierung von Personen aus der Bauphase-Aufzugskabine
sichergestellt werden.
[0023] An der Unterseite der unteren Schutzplattform 7 kann ein Sicherheitsnetz angebracht
sein, das verhindert soll, dass gefährliche Gegenstände in den Schacht fallen können.
[0024] Weitere Vorteile und Einzelmerkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Aufzugsanlage während einer
Schienenmontagephase,
- Fig. 2
- die Aufzugsanlage beim Hubvorgang während einer Wachstumsphase,
- Fig. 3
- die Aufzugsanlage während einer Evakuationsphase,
- Fig. 4
- eine vereinfachte und perspektivische Darstellung einer unteren Schutzplattform und
eine Hebevorrichtung für eine erfindungsgemässe Aufzugsanlage,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung eines Aufzugsschachtes im Rohbau,
- Figur 6
- eine im Aufzugsschacht aus Fig. 5 temporär fixierte untere Schutzplattform mit einer
Hebevorrichtung für eine erfindungsgemässe Aufzugsanlage,
- Figur 7
- eine Seitenansicht auf ein Ende eines Querträgers einer untere Schutzplattform, wobei
der Querträger zur temporären Fixierung der unteren Schutzplattform im Aufzugsschacht
gemäss einem alternativen Ausführungsbeispiel zur in Fig. 6 gezeigten Version dient,
und
- Figur 8
- eine perspektivische Darstellung des Querträgers gemäss Fig. 7.
[0025] Die Figuren 1 bis 3 zeigen schematisch eine Aufzugsanlage 1 für ein sich im Bau befindendes
Gebäude 10. Das Gebäude 10 umfasst einen Aufzugsschacht 2, der im Verlauf der Bauphase
des Gebäudes mit zunehmender Gebäudehöhe höher wird. Im Aufzugsschacht 2 ist eine
Bauphase-Aufzugskabine 4 installiert. Die selbstfahrend ausgestalte Bauphase-Aufzugskabine
4 ist beim vertikalen Verfahren an wenigstens einem Führungsschienenstrang 3 geführt.
Die Aufzugsanlage 1 verfügt oberhalb der Bauphase-Aufzugskabine 4 über eine Anordnung
zum Ausrüsten des nach oben wachsenden Aufzugsschachts 2 insbesondere mit Führungsschienen
für den Führungsschienenstrang 3. Diese Anordnung umfasst eine obere Schutzplattform
5, eine untere Schutzplattform 7 und eine zwischen den beiden Schutzplattform 5, 7
angeordnete Montageplattform 6. Die Montageplattform 6 ist dabei diejenige Plattform,
von der aus der Führungsschienenstrang 3 nach oben verlängert wird.
[0026] Die Montageplattform 6 dient als Arbeitsbühne für Montagepersonen. Weiter kann die
Montageplattform 6 - neben den Führungsschienen - auch als Transportmittel für andere
zu montierende Aufzugskomponenten eingesetzt werden. Die Plattformen 5,6,7 sind über
ein Seil 11 zum Schaffen einer vorteilhaften Wirkverbindung miteinander verbunden.
Das Seil 11 ist Bestandteil einer nachfolgend noch im Detail erläuterten Hebevorrichtung
8.
[0027] In den Figuren 1 bis 3 ist der Einfachheit halber lediglich ein Führungsschienenstrang
3 dargestellt. Zur Führung der Aufzugskabine werden bevorzugt zwei, einander gegenüberliegende
Führungsschienenstränge verwendet. Der mit 3 bezeichnete Führungsschienenstrang dient
im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Linearführung der Bauphase-Aufzugskabine 4
sowie später, nachdem die Bauphase-Aufzugskabine deinstalliert worden ist, als Linearführung
für die (nicht dargestellte) finale Aufzugskabine des Aufzugs für das fertige Gebäude
2. Der zuletzt erwähnte Aufzug umfasst in der Regel neben der (finalen) Aufzugskabine
auch ein Gegengewicht. Für die optimale Linearführung der Aufzugskabine und des Gegengewichts
sind mehrere Führungsschienenstränge notwendig, wobei jeder Führungsschienenstrang
aus aneinander gereihten Führungsschienen-Profilteilen besteht.
[0028] Bis auf die mit 15 bezeichneten, andeutungsweise dargestellten Stockwerke sind weitere
Gebäudeteile ausserhalb des Aufzugsschachtes 2 in den Figuren nicht gezeigt. Speziell
am Aufzugsschacht 2 ist die vertikale Erstreckung, welche bei gewissen Aufzugsschächten
praktisch über die gesamte Gebäudehöhe gehen kann. Das Gebäude 10 kann dabei einen
oder mehrere derartige Aufzugsschächte 2 umfassen. Der Aufzugsschacht 2 kann für einen
Aufzug mit Aufzugskabine und Gegengewicht konzipiert sein. Der Aufzugsschacht 2 kann
aber auch für mehrere Aufzüge konzipiert sein.
[0029] Der Aufzugsschacht 2 ist in vertikaler Richtung gesehen gewissermassen in zwei Abschnitte
aufgeteilt. Als erster Abschnitt des Aufzugsschachts 2 kann der den oberen Stockwerken
15', 15", 15‴ zugeordnete Abschnitt angesehen werden, in welchem Abschnitt die obere
Schutzplattform 5, die Montageplattform 6 und die untere Schutzplattform 7 angeordnet
sind. In einem zweiten, den unteren Stockwerken 15 zugeordneten Abschnitt des Aufzugsschachts
2 ist der Aufzugsschacht 2 bereits mit den erforderlichen Führungsschienen für die
Linearführung der Aufzugskabine und des Gegengewichts des Aufzugs für das fertige
Gebäude verbaut. Die Aufzugsanlage 1 für das sich im Bau befindende Gebäude 2 weist
in diesem Abschnitt - anstatt der vorerwähnten, an sich konventionellen Aufzugskabine
- die selbstfahrende Bauphase-Aufzugskabine 4 auf. Die Bauphase-Aufzugskabine 4 ermöglicht
bereits während der Bauphase des Gebäudes den Transport von Personen und Gütern von
und zu den unteren Stockwerken. In die Schachtöffnungen 19 des Aufzugsschachts 2 der
unteren Stockwerke 15 können bereits Schachttüren 29 eingebaut sein. Diese unteren
Stockwerken entsprechen den Stockwerken 15 des vorgenannten zweiten Abschnitts des
Aufzugsschachts 2. Mit unteren Stockwerken sind dabei diejenigen Stockwerke gemeint,
welche sich unterhalb der obersten, sich noch im Rohbau befindenden Stockwerke 15',
15", 15‴ befinden.
[0030] Mit der selbstfahrenden Bauphase-Aufzugskabine 4 können Bauarbeiter und Baumaterial
befördert werden. Es können aber auch Benutzer von bereits vor Fertigstellung des
Gebäudes bezogenen Wohnungen oder Geschäftsräumen zwischen mindestens den diesen Räumen
zugeordneten Stockwerken vorschriftenkonform befördert werden. Um den vorstehend bereits
erwähnten Aufzugsbetrieb für Bauarbeiter und Stockwerksbenutzer zu ermöglichen, ist
die Bauphase-Aufzugskabine 4 mit einem von einer Aufzugssteuerung gesteuerten Kabinentürsystem
ausgerüstet, welches mit Schachttüren 29 zusammenwirkt, die jeweils vor einer Anpassung
der nutzbaren Hubhöhe der Bauphase-Aufzugskabine 4 entlang des zusätzlichen Fahrbereichs
im Aufzugsschacht 2 installiert werden.
[0031] Die selbstfahrende Bauphase-Aufzugskabine 4 zur Personen- oder Warenbeförderung für
die Dauer der Bauphase des Gebäudes 10 kann beispielsweise mehrere angetriebene Reibräder
26 umfassen, die den Führungsschienenstrang 3 zum Hochklettern reibend beaufschlagen.
Betreffend Details zur konstruktiven Ausgestaltung eines solchen Reibradantriebs einer
selbstfahrenden Aufzugskabine und zu dessen Funktionsweise wird auf die
WO2019/238530 A1 verwiesen. Solche selbstfahrende Bauphase-Aufzugskabinen 3 können vergleichsweise
schnell auf und ab bewegt werden, wodurch sie insbesondere für sehr hohe Gebäude mit
Aufzugsschachthöhen von über 100 m besonders geeignet sind. Alternativ zum Reibradantrieb
können auch andere Antriebslösungen zum vertikalen Verfahren der Bauphase-Aufzugskabine
4 eingesetzt werden. In Frage kommen etwa auch Linearantriebe oder Zahnritzel-Zahnstange
basierende Antriebssysteme, auf die ebenfalls schon im vorgenannten Dokument hingewiesen
wurde.
[0032] Die selbstfahrende Bauphase-Aufzugskabine 4 kann eine (nicht dargestellte) Fangbremse
oder andere Fangvorrichtung aufweisen, mittels der die Bauphase-Aufzugskabine 4 gegen
ein Abstürzen gesichert ist. Die Fangbremse ist an der Bauphase-Aufzugskabine angeordnet
und wirkt auf eine Führungsschiene der Bauphase-Aufzugskabine, um die Bauphase-Aufzugskabine
zum Stillstand zu bringen. Die Fangbremse ist von eine Geschwindigkeitsüberwachung,
beispielsweise einem sogenannten Geschwindigkeitsbegrenzer, angesteuert. Die Fangbremse
kann aber auch von einer anderen Steuereinheit der Aufzugsanlage ausgelöst werden.
Die Fangbremse kann aufgrund einer unzulässigen Geschwindigkeit, einer unbeabsichtigten
Bewegung der Aufzugskabine, eines Überfahrens eines Endschalters, einer unzulässigen
Beschleunigung, eines unzulässigen offenen Zustands der Schachttüre oder eines unzulässigen
offenen Zustands der Kabinentüren ausgelöst werden. Nachdem die Fangbremse ausgelöst
worden ist, wird die Bauphase-Aufzugskabine gestoppt, wobei die Fangbremse unter Umständen
derart fest an der Führungsschiene festsitzen kann, dass die Fangbremse durch Anheben
der Bauphase-Aufzugskabine von der Führungsschiene gelöst und danach die Fangbremse
leichter in ihre Ruhestellung überführt werden kann. Schliesslich kann eine Evakuationsfahrt
durchgeführt werden. Die Evakuationsfahrt besteht darin, dass die Bauphase-Aufzugskabine
4 mit einer verlangsamten Geschwindigkeit zu einem Evakuierungsstockwerk, welches
in der Regel das nächstobere oder nächstuntere Stockwerk ist, verfahren wird. Das
Anheben der Bauphase-Aufzugskabine 4 zum Lösen der Fangbremse und die Evakuationsfahrt
kann mit der seilbasierten Hebevorrichtung 8 durchgeführt werden. Die Evakuationsfahrt
und das allfällige vorherige Lösen der Fangbremse durch Anheben der Bauphase-Aufzugskabine
sind Bestandteil der vorgängig schon erwähnten Evakuationsphase.
[0033] Oberhalb der Bauphase-Aufzugskabine 4 ist die Montageplattform 6 angeordnet, von
der aus in einer Schienenmontagephase der wenigstens eine Führungsschienenstrang 3
nach oben verlängert werden kann. Diese Schienenmontagephase ist in Fig. 1 dargestellt.
Neben der Schienenmontage können von der Montageplattform 6 weitere Arbeiten zur Montage
der Schachtausrüstung oder aber auch andere Arbeitsschritte durchgeführt werden. In
der vereinfacht als Schienenmontagephase bezeichneten Phase kann die Montageplattform
6 mittels der seilbasierten Hebevorrichtung 8 in vertikaler Richtung auf die gewünschte
Position nach oben oder nach unten gefahren werden, wobei der Verfahrweg durch die
obere Schutzplattform 5 und die untere Schutzplattform 7 begrenzt ist. Die Montageplattform
6 ist über die seilbasierte Hebevorrichtung 8 an der oberen Schutzplattform 5 aufgehängt.
Das Aufhängen der Montageplattform 6 erfolgt dabei über einen am Seilende des Seil
11 angeordneten Verbindungshaken 13. Die obere Schutzplattform 5 ist im Aufzugsschacht
2 fixiert. Die untere Schutzplattform 7 ist in der Schienenmontagephase ebenfalls
im Aufzugsschacht 2 fixiert. Die untere Schutzplattform 7 weist hierzu ein- und ausfahrbare
Stützmittel 34, 35 auf. Wie aus Figur 1 erkennbar ist, greift das ausgefahrene Stützmittel
35 in eine Aussparung 36 in der Schachtwand ein und ermöglicht so eine ortsfeste Positionierung
der unteren Schutzplattform 7. Auf der gegenüberliegenden Seite im Bereich der Schachtöffnung
19' liegt das ausgefahrene Stützmittel 34 auf dem Stockwerksboden des Stockwerks 15'
auf und ist beispielsweise mittels Schraubverbindungen bevorzugt am Stockwerksboden
fest angebracht.
[0034] Die untere Schutzplattform 7 weist zum Bewegen des Seils 11 und damit zum vertikalen
Verfahren der Montageplattform 6 einen Antrieb 12 auf. Das Seil 11 wird ausgehend
vom als Seilzugeinrichtung ausgeführten Antrieb 12 über Umlenkrollen 21, 22 der unteren
Schutzplattform 7 nach oben zu Umlenkrollen 23, 24 der oberen Schutzplattform 5 geführt.
Von der oberen Schutzplattform 5 wird das Seil 11 über die Umlenkrollen 23, 24 der
oberen Schutzplattform 5 wieder nach unten bis zur Montageplattform 6 geführt, mit
der das Seil 11 der Hebevorrichtung 8 verbunden ist. Dem Antrieb 12 kann einen Seilspeicher
18 in Form beispielsweise einer Trommel zugeordnet sein, auf welche Trommel das Seil
11 aufgewickelt und wieder abgewickelt werden kann. Der Seilspeicher 18 kann im Antrieb
12 integriert sein oder eine vom Antrieb 12 separate Komponente der Hebevorrichtung
8 sein.
[0035] Die mit 5 bezeichnete Schutzplattform ist im obersten Bereich des aktuell vorhandenen
Aufzugsschachts 2 temporär fixiert. Die obere Schutzplattform 5 ist als Tragstruktur
ausgebildet. Die Tragstruktur dient unter anderem zum Tragen der Hebevorrichtung 8,
mit der in der Schienenmontagephase die Montageplattform 6 nach oben und unten bewegt
werden kann. Die obere Schutzplattform 5 hat aber auch die Aufgabe, Personen und Einrichtungen
im Aufzugsschacht 2 - insbesondere in der genannten Montageplattform 6 - vor Gegenständen
zu schützen, die bei den am Gebäude 2 stattfindenden Bauarbeiten herunterfallen können.
Die untere Schutzplattform 7 dient unter anderem dazu, Personen und Einrichtungen
im Aufzugsschacht 2 sowie insbesondere auch die Bauphase-Aufzugskabine 4 vor Gegenständen
zu schützen, die von der Montageplattform 6 herunterfallen. Konstruktive Details für
eine mögliche Ausgestaltung der unteren Schutzplattform 7 werden nachfolgend noch
gezeigt und erläutert (Fig. 6).
[0036] An die Schienenmontagephase kann eine Wachstumsphase anschliessen. Nach Beendigung
der Schienenmontagephase und nachdem der Aufzugsschacht 2 mit fortschreitendem Bau
des Gebäudes 2 ausreichend höher geworden ist, muss die obere Schutzplattform 5 auf
eine nächsthöhere Ebene positioniert werden. Die obere Schutzplattform 5 wird beispielsweise
mit einem Baukran auf eine nächsthöhere Ebene angehoben, sodass mit zunehmender Gebäudehöhe
ein Mitwachsen mit dem höher gewordenen Aufzugsschacht 2 ermöglicht wird. Es ist unter
Umständen aber auch möglich, die obere Schutzplattform 5 mit anderen Mitteln und ohne
Einsatz eines Krans auf eine nächsthöhere Ebene zu bringen. Nach Erreichen der nächsthöheren
Ebene wird die obere Schutzplattform 5 wieder temporär im Aufzugsschacht 2 fixiert.
Danach kann die untere Schutzplattform 7 auf eine nächsthöhere Ebene angehoben werden.
Hierzu wird das Seil 11 der Hebevorrichtung 8 mit der unteren Schutzplattform 7 verbunden.
Für diese Verbindung weist die untere Schutzplattform 7 einen Verbindungspunkt beispielhaft
in Form einer Öse auf, in die der Haken 13 eingreift. Nun kann sich die untere Schutzplattform
7 selbst dank dem auf der unteren Schutzplattform 7 angeordneten Antrieb 12 zum Bewegen
des Seils in einem Hubvorgang hochziehen. Dieser Vorgang ist in Figur 2 dargestellt.
Sobald die untere Schutzplattform 7 die nächsthöhere Ebene erreicht hat, wird die
untere Schutzplattform 7 wieder temporär im Aufzugsschacht 2 fixiert. Die Wachstumsphase
ist abgeschlossen, nun kann mit der nächsten Schienenmontagephase begonnen werden.
Die nutzbare Hubhöhe der Bauphase-Aufzugskabine 4 wird so schrittweise an die aktuell
vorhandene Aufzugsschachthöhe angepasst.
[0037] Die Montageplattform 6 kann für die Evakuationsphase und/oder für die Wachstumsphase
demontiert und aus dem Aufzugsschacht 2 entfernt werden und danach im Aufzugsschacht
wieder montiert werden. Die Montageplattform 6 kann aber wie in den Figuren 2 und
3 mittels strichlierten Linien angedeutet wird, auch im Aufzugsschacht 2 drin bleiben.
Hierzu wird die Montageplattform 6 mit der Hebevorrichtung 8 nach oben zur oberen
Schutzplattform 5 bewegt und dann an der oberen Schutzplattform 5 festgemacht. Entsprechende
Mittel zum Aufhängen der Montageplattform 6 sind ebenfalls strichliert dargestellt
und mit 44 bezeichnet. Die Mittel zum Aufhängen der Montageplattform umfassen vorliegend
beispielhaft Ketten. Auf diese Weise ist die Montageplattform 6 für die Evakuationsphase
und die Wachstumsphase sicher parkiert. Die Montageplattform 6 weist eine Öffnung
45 auf, durch die der Haken 13 und das Seil 11 durchführbar ist.
[0038] Es kann vorkommen, dass die Bauphase-Aufzugskabine 4 steckenbleibt und Personen aus
der Bauphase-Aufzugskabine 4 deshalb oder aus anderen Gründen evakuiert werden müssen.
Für solche Situationen könnte es auch sicherheitstechnisch sinnvoll, die Bauphase-Aufzugskabine
4 zusätzlich zur vorzugsweise ohnehin schon vorhandenen Fangvorrichtung vor einem
Absturz zu sichern. Zum Durchführen von Evakuierungsfahrten der Bauphase-Aufzugskabine
4 weist die Aufzugsanlage 1 eine der Hebevorrichtung 8 zugeordnete Andockeinrichtung
9 zum temporären Anhängen der Bauphase-Aufzugskabine 4 an die untere Schutzplattform
7 auf. Die Evakuationsphase kann wie folgt erfolgen: Das Seil 11 wird mit einem ortsfesten
Fixpunkt 14 verbunden. Dieser Fixpunkt 14 kann, wie in Figur 3 gezeigt ist, auf der
oberen Schutzplattform 5 angeordnet sein. Der Fixpunkt 14 kann zum Beispiel eine Öse
umfassen, in die der Haken aufgenommen ist. Danach kann mittels des Antriebs 12 das
Seil 11 nach unten bis zur Bauphase-Aufzugskabine 4 bewegt werden. Die Andockeinrichtung
9 liegt dabei im Scheitelpunkt einer nach unten hängenden Seilbucht des Seils 11 und
kann so zur Bauphase-Aufzugskabine 4 gebracht werden. Die Bauphase-Aufzugskabine 4
wird dann über die Andockeinrichtung 9 mit der Hebevorrichtung 8 verbunden. Die Bauphase-Aufzugskabine
4 ist nun auch zusätzlich durch die Hebevorrichtung 8 gesichert. Die Bauphase-Aufzugskabine
4 kann nun, falls zum Lösen der Fangbremse erforderlich, mittels der seilbasierten
Hebevorrichtung 8 gehoben werden. Mit der seilbasierten Hebevorrichtung 8 kann die
Evakuationsfahrt zum Evakuierungsstockwerk durchgeführt werden. Sobald die Bauphase-Aufzugskabine
4 das Evakuierungsstockwerk erreicht ist, ist die Evakuationsphase im Wesentlichen
abgeschlossen.
[0039] Wie aus den Figuren 1 bis 3 hervorgeht, kann die Andockeinrichtung 9 durch eine freie
Rollenflasche 20 mit einem Verbindungshaken 25 gebildet sein. Die Rollenflasche 20
ist in einem Seilabschnitt zwischen der ersten Umlenkrolle 21 und der zweiten Umlenkrolle
22 unterhalb der unteren Schutzplattform 7 eingehängt. Die Rollenflasche 20 ist somit
ersichtlicherweise permanent im Seil 11 eingehängt. Es wäre auch vorstellbar, dass
die Rollenflasche 20 erst bei Bedarf in diesen Seilabschnitt des Seils 11 eingehängt
wird. Die Rollenflasche 20 könnte also auch nur temporär für Evakuationen gemäss Fig.
3 im Seil 11 eingehängt sein (vgl. Fig. 4). Das kabinenseitige Gegenstück zum Verbindungshaken
25 kann eine an der Bauphase-Aufzugskabine 4 angeordnete Öse 30 sein.
[0040] Figur 4 zeigt die untere Schutzplattform 7 und den Seilverlauf der Hebevorrichtung
8 während der Wachstumsphase. Die untere Schutzplattform 7 ist mit zwei Umlenkrollen
21, 22 an ihrer Unterseite versehen. Weiterhin sind in Fig. 2 zwei Umlenkrollen 23,
24 dargestellt. Diese Umlenkrollen 23, 24 sind diejenigen Umlenkrollen, die der (hier
nicht dargestellten) oberen Schutzplattform 5 zugeordnet sind (vgl. Fig. 1 - 3). Auf
der der Unterseite gegenüberliegenden Oberseite der unteren Schutzplattform 7 ist
der Antrieb 12 angeordnet. Der Antrieb 12 ist ersichtlicherweise randseitig, vorzugsweise
im Bereich einer den (hier nicht dargestellten; vgl. aber Fig. 1 - 3) Schachtöffnungen
(15) zugewandten Vorderseite, an der unteren Schutzplattform 7 angeordnet.
[0041] Das Seil 11 der Hebevorrichtung 8 verläuft vom Antrieb 12 aus abwärts zur ersten,
der unteren Schutzplattform 7 zugeordneten Umlenkrolle 21, anschliessend horizontal
zur zweiten, der unteren Schutzplattform 7 zugeordneten Umlenkrolle 22, dann vertikal
aufwärts zur dritten Umlenkrolle 23 der oberen Schutzplattform 5, dann horizontal
zur vierten, der oberen Schutzplattform 5 zugeordneten Umlenkrolle 24 und schliesslich
vertikal abwärts zum Verbindungselement 13, das wiederum mit der unteren Schutzplattform
7 verbunden ist. Mit einem Pfeil e ist angedeutet, dass die Rollenflasche 20 im Hinblick
auf die Evakuierung nach unten zur (hier nicht dargestellten) Bauphase-Aufzugskabine
bewegt wird.
[0042] Gemäss Ausführungsbeispiel von Figur 4 ist die untere Schutzplattform 7 über eine
Aufhängekonstruktion mit dem Verbindungselement 13 der Hebevorrichtung 8 verbunden.
Diese Aufhängekonstruktion umfasst vier an Eckpunkten angebrachte Einzelketten 27,
die zu einem Verbindungspunkt 28 zusammengeführt sind. Anstelle einer solchen Aufhängekonstruktion
kann der Verbindungspunkt 28 auch direkt auf der im Wesentlichen als Platte ausgestalteten
unteren Schutzplattform 7 angeordnet sein. Diese Variante wurde in den Figuren 1 bis
3 gezeigt. Auf der Oberseite der unteren Schutzplattform 7 ist beispielsweise eine
Öse 28 zum Schaffen des Verbindungspunktes befestigt.
[0043] Der als Seilzugeinrichtung ausgeführte Antrieb 12 kann insbesondere eine Seildurchlaufwinde
sein.
[0044] Die Seildurchlaufwinde, die einen Motor mit einem Getriebe oder einen getriebelosen
Motor umfassen kann, zeichnet sich durch eine einfache Ansteuerung aus. Als Seildurchlaufwinde
kann beispielsweise ein sogenannter «Tirak» eingesetzt werden. Solche Durchlaufseilwinden
haben weiterhin den Vorteil, dass sie sehr einfach und robust aufgebaut sind und wenig
fehleranfällig sind. Sowohl die Herstellungskosten als auch die Wartungskosten können
so minimiert werden.
[0045] Figur 5 zeigt eine mögliche Ausgestaltung eines Aufzugsschachtes 2. Zum Erstellen
des Aufzugsschachtes 2 können Schalungen zum Betonieren verwendet werden. Mit Hilfe
solcher Schalungen können Aussparungen 36, 37 für die ortsfeste Positionierung der
Schutzplattformen einfach geschaffen werden. Weiterhin sind in Figur 5 mit 38 bezeichnete
Auflageflächen für die Positionierung der Schutzplattformen im Bereich der Schachtöffnung
erkennbar.
[0046] Figur 6 betrifft ein Ausführungsbeispiel, wie eine untere Schutzplattform 7 in diesem
Aufzugsschacht 2 temporär fixiert werden kann. Die untere Schutzplattform 7 weist
zwei Längsträger 32 auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kastenprofile
ausgestaltet sind. Die untere Schutzplattform 7 ist vorderseitig über ausgefahrene
Stützmittel 34 ortsfest im Aufzugsschacht positioniert. Die Ein- und Ausfahrbewegung
des im jeweiligen Kastenprofil aufgenommenen Stützmittels 34 ist mit einem Doppelpfeil
angedeutet. Zum Fixieren dieser Position im Bereich der Vorderseite können die Stützmittel
34 unter Verwendung von Schrauben 40 fest mit dem Stockwerksboden verbunden sein.
Im Bereich der Aussparungen 36 an der rückseitigen Schachtwand können beispielsweise
Keile verwendet werden, um das ausgefahrene Stützmittel 34 sicher in der Aussparung
36 zu verankern.
[0047] Alternativ zur in Figur 6 gezeigten Verbindung könnte die untere Schutzplattform
7 auch über (nicht dargestellte) Querträger im Aufzugsschacht ortsfest positioniert
werden. Die untere Schutzplattform 7 kann - anstelle der Längsträgern 32 - quer zu
den Längsträgern 32 verlaufende Querträger mit bewegbaren Stützmitteln aufweisen,
wobei diese Stützmittel in die in Figur 6 gezeigten Aussparungen 37 zur weiteren Sicherung
der ortsfesten Position einführbar sind. Die letztgenannten Stützmittel können schwenkbar
an den Querträgern befestigt sein. Eine solche Anordnung ist in den Figuren 7 und
8 gezeigt. Ein Querträger der unteren Schutzplattform 7 ist dabei mit 41 bezeichnet.
Das schwenkbare Stützmittel ist mit 42 bezeichnet. Das um die Schwenkachse 43 schwenkbar
am Querträger 41 befestigte Stützmittel 42 kann in die in Figur 7 oder Figur 8 gezeigte
horizontale Lage geschwenkt und mittels Sicherungsstift in dieser Lage fixiert werden.
Mit 42' ist eine Zwischenposition des teilweise ausgeschwenkten Stützmittels angedeutet.
Die Stützmittel können beispielsweise mittels Federn vorgespannt sein, sodass die
Stützmittel 42 in die horizontale Stellung unter Federwirkung ausgeschwenkt werden.
[0048] Figur 6 zeigt weitere konstruktive Details der unteren Schutzplattform 7. Als Seildurchlaufwinde
12 wird hier der schon erwähnte «Tirak» verwendet. Weiter ist erkennbar, dass die
Oberseite der unteren Schutzplattform 7 durch eine Platte 39 gebildet werden kann.
An der horizontalen Platte 39 können Flankenwände anschliessen, welche gegenüber einer
Horizontalen geneigt und nach außen abragend angeordnet sind. Derartige Flankenwände
können sicherstellen, dass möglichst kein Spalt oder allenfalls ein sehr schmaler
Spalt zwischen der unteren Schutzplattform und Wänden des Aufzugschachts verbleibt,
durch den herabfallende Gegenstände gelangen könnten. Es könnten anstelle einer einzigen
Platte zum Beispiel auch vier horizontale Einzelplatten verwendet. Diese Einzelplatten
können verschoben und so an unterschiedliche Schachtquerschnitte angepasst werden.
In der Platte 39 ist eine Luke 46 vorgesehen. Über die geöffnete Luke 46 kann beispielsweise
die Rollenflasche 20 mit dem Verbindungshaken 25 erreicht werden. So lässt sich einfach
von oben her der Verbindungshaken 25 mit der Öse 30 an der Bauphase-Aufzugskabine
4 verbinden.
[0049] An der Unterseite der unteren Schutzplattform 7 ist sodann ein Sicherheitsnetz angebracht,
das verhindern soll, dass gefährliche Gegenstände in den Schacht fallen können.
1. Aufzugsanlage (1) für ein sich im Bau befindendes Gebäude (10) mit einem im Verlauf
der Bauphase des Gebäudes mit zunehmender Gebäudehöhe höher werdenden Aufzugsschacht
(2), die Aufzugsanlage (1) umfassend:
- eine selbstfahrende, an wenigstens einem Führungsschienenstrang (3) geführte Bauphase-Aufzugskabine
(4) zur Personen- oder Warenbeförderung für die Dauer der Bauphase des Gebäudes,
- eine oberhalb der Bauphase-Aufzugskabine (4) angeordnete Montageplattform (6), von
der aus in einer Schienenmontagephase der wenigstens eine Führungsschienenstrang (3)
nach oben verlängert werden kann,
- eine obere Schutzplattform (5), die temporär im Aufzugsschacht (2) fixiert oder
fixierbar ist und an der die Montageplattform (6) über eine Hebevorrichtung (8) aufhängbar
oder in der Schienenmontagephase aufgehängt ist,
- eine untere Schutzplattform (7), wobei die Montageplattform (6) in der Schienenmontagephase
zwischen der oberen Schutzplattform (5) und der unteren Schutzplattform (7) mittels
der Hebevorrichtung (8) in vertikaler Richtung verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugsanlage (1) weiter
- eine Andockeinrichtung (9) zum temporären Anhängen der Bauphase-Aufzugskabine (4)
an die untere Schutzplattform (7) zum Sichern der Bauphase-Aufzugskabine (4) für Evakuationen,
wobei die Bauphase-Aufzugskabine (4) über die Andockeinrichtung (9) mit der Hebevorrichtung
(8) verbindbar ist,
umfasst.
2. Aufzugsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (8) wenigstens ein Verbindungselement (13), insbesondere einen
Verbindungshaken, aufweist, und dass die Hebevorrichtung (8) über das Verbindungselement
(13) wahlweise für die Schienenmontagephase mit der Montageplattform (6), für einen
Hubvorgang während einer Wachstumsphase mit der unteren Schutzplattform (7) oder für
die Evakuationsphase mit einem ortsfesten Fixpunkt (14) verbindbar ist.
3. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (8) einen Antrieb (12) aufweist, wobei der Antrieb (12) an der
unteren Schutzplattform (7) befestigt ist.
4. Aufzugsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (12) als Seilzugeinrichtung, insbesondere als Seildurchlaufwinde ausgeführt
ist.
5. Aufzugsanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (12) der Hebevorrichtung (8) randseitig an der unteren Schutzplattform
(7) angeordnet ist.
6. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Schutzplattform (7) wenigstens eine Umlenkrolle (21) zum Umlenken eines
vom Antrieb (12) kommenden bzw. zum Antrieb führenden Seils (11) der Hebevorrichtung
(8) aufweist.
7. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der oberen Schutzplattform (5) wenigstens eine Umlenkrolle (23,24) für ein Seil
(11) der Hebevorrichtung (8) angeordnet ist.
8. Aufzugsanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (8) ein Seil (11) umfasst, das vom Antrieb (12) aus abwärts zu
einer ersten Umlenkrolle (21), anschliessend horizontal zu einer zweiten Umlenkrolle
(22), dann vertikal aufwärts zu einer dritten Umlenkrolle (23) der oberen Schutzplattform
(5), dann horizontal zu einer vierten Umlenkrolle (24) verläuft und schliesslich zum
Verbindungselement (13).
9. Aufzugsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Andockeinrichtung (9) eine freie Rollenflasche (20) mit einem Verbindungshaken
(25) oder einem anderen Verbindungsmittel zum Erstellen der Verbindung mit der Bauphase-Aufzugskabine
(4) umfasst, wobei die Rollenflasche (20) am Seil (11) der Hebevorrichtung (8) in
einem Seilabschnitt zwischen der ersten und der zweiten Umlenkrolle unterhalb der
unteren Schutzplattform (7) permanent oder wenigstens temporär für die Evakuierung
eingehängt oder einhängbar ist.
1. An elevator system (1) for a building (10) under construction, comprising an elevator
shaft (2) which becomes taller as the building height increases over the course of
the construction phase of the building, the elevator system (1) comprising:
- a self-moving construction-phase elevator cab (4) which is guided on at least one
guide rail section (3) for conveying persons or goods for the duration of the construction
phase of the building,
- an assembly platform (6) which is arranged above the construction-phase elevator
cab (4) and from which the at least one guide rail section (3) can be elongated upwards
in a rail assembly phase,
- an upper protection platform (5) which is temporarily fixed or can be temporarily
fixed in the elevator shaft (2) and on which the assembly platform (6) can be suspended
via a lifting device (8) or is suspended in the rail assembly phase,
- a lower protection platform (7), wherein the assembly platform (6) can be moved
between the upper protection platform (5) and the lower protection platform (7) in
a vertical direction by means of the lifting device (8) during the rail assembly phase,
characterized in that the elevator system (1) further comprises
- a docking device (9) for temporarily suspending the construction-phase elevator
cab (4) on the lower protection platform (7) in order to secure the construction-phase
elevator cab (4) for evacuations, said construction-phase elevator cab (4) being connectable
to the lifting device (8) via the docking device (9).
2. The elevator system according to claim 1, characterized in that the lifting device (8) comprises at least one connecting element (13), in particular
a connecting hook, and in that the lifting device (8) can be connected via the connecting element (13) either to
the assembly platform (6) for the rail assembly phase, to the lower protection platform
(7) for a lifting process during a growth phase, or to a stationary fixed point (14)
for the evacuation phase.
3. The elevator system according to any of claims 1 to 2, characterized in that the lifting device (8) comprises a drive (12), wherein the drive (12) is attached
to the lower protection platform (7).
4. The elevator system according to claim 3, characterized in that the drive (12) is designed as a cable pull means, in particular as an endless winch.
5. The elevator system according to claim 3 or 4, characterized in that the drive (12) of the lifting device (8) is arranged at the edge on the lower protection
platform (7).
6. The elevator system according to any of claims 3 to 5, characterized in that the lower protection platform (7) comprises at least one deflection pulley (21) for
deflecting a cable (11) of the lifting device (8) coming from the drive (12) or leading
to the drive.
7. The elevator system according to any of claims 1 to 6, characterized in that at least one deflection pulley (23, 24) for a cable (11) of the lifting device (8)
is arranged on the upper protection platform (5).
8. The elevator system according to any of claims 3 to 7, characterized in that the lifting device (8) comprises a cable (11) which runs from the drive (12) downwards
to a first deflection pulley (21), then horizontally to a second deflection pulley
(22), then vertically upwards to a third deflection pulley (23) of the upper protection
platform (5), then horizontally to a fourth deflection pulley (24), and finally to
the connecting element (13).
9. The elevator system according to claim 8, characterized in that the docking device (9) comprises a free pulley block (20) having a connecting hook
(25) or another connecting means to establish the connection with the construction-phase
elevator cab (4), wherein the pulley block (20) is or can be permanently or at least
temporarily suspended on the cable (11) of the lifting device (8) in a cable portion
between the first and the second deflection pulley below the lower protection platform
(7) for the purpose of evacuation.
1. Système d'ascenseur (1) pour un bâtiment (10) en cours de construction, comportant
une cage d'ascenseur (2) dont la hauteur augmente au fur et à mesure de la construction
du bâtiment, l'installation d'ascenseur (1) comprenant :
- une cabine d'ascenseur de phase de construction (4) automotrice, guidée sur au moins
un tronçon de rail de guidage (3), pour le transport de personnes ou de marchandises
pendant la durée de la phase de construction du bâtiment,
- une plate-forme de montage (6) disposée au-dessus de la cabine d'ascenseur de phase
de construction (4), à partir de laquelle, dans une phase de montage de rail, le au
moins un tronçon de rail de guidage (3) peut être prolongé vers le haut,
- une plate-forme de protection supérieure (5) qui est fixée ou peut être fixée temporairement
dans la cage d'ascenseur (2) et à laquelle la plate-forme de montage (6) peut être
suspendue par l'intermédiaire d'un dispositif de levage (8) ou est suspendue dans
la phase de montage de rail,
- une plate-forme de protection inférieure (7), la plate-forme de montage (6) pouvant
être déplacée dans la direction verticale entre la plate-forme de protection supérieure
(5) et la plate-forme de protection inférieure (7) au moyen du dispositif de levage
(8) dans la phase de montage de rail,
caractérisé en ce que l'installation d'ascenseur (1) comprend en outre
- un dispositif d'amarrage (9) pour l'accrochage temporaire de la cabine d'ascenseur
de phase de construction (4) à la plate-forme de protection inférieure (7) pour sécuriser
la cabine d'ascenseur de phase de construction (4) en cas d'évacuation, la cabine
d'ascenseur de phase de construction (4) pouvant être reliée au dispositif de levage
(8) par l'intermédiaire du dispositif d'amarrage (9).
2. Système d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de levage (8) présente au moins un élément de liaison (13), en particulier
un crochet de liaison, et en ce que le dispositif de levage (8) peut être relié par l'intermédiaire de l'élément de liaison
(13), au choix, pour la phase de montage de rail à la plate-forme de montage (6),
pour une opération de levage pendant une phase de croissance à la plate-forme de protection
inférieure (7) ou pour la phase d'évacuation à un point fixe (14).
3. Système d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le dispositif de levage (8) présente un entraînement (12), l'entraînement (12) étant
fixé à la plate-forme de protection inférieure (7).
4. Système d'ascenseur selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'entraînement (12) est réalisé sous la forme d'un dispositif de traction de câble,
en particulier d'un treuil à passage de câble.
5. Système d'ascenseur selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'entraînement (12) du dispositif de levage (8) est disposé sur le bord de la plate-forme
de protection inférieure (7).
6. Système d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que la plate-forme de protection inférieure (7) présente au moins une poulie de renvoi
(21) pour le renvoi d'un câble (11) du dispositif de levage (8) venant de l'entraînement
(12) ou menant à l'entraînement.
7. Système d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins une poulie de renvoi (23, 24) pour un câble (11) du dispositif de levage
(8) est disposée sur la plate-forme de protection supérieure (5).
8. Système d'ascenseur selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de levage (8) comprend un câble (11) qui s'étend depuis l'entraînement
(12) vers le bas jusqu'à une première poulie de renvoi (21), puis horizontalement
jusqu'à une deuxième poulie de renvoi (22), puis verticalement vers le haut jusqu'à
une troisième poulie de renvoi (23) de la plate-forme de protection supérieure (5),
puis horizontalement jusqu'à une quatrième poulie de renvoi (24) et enfin jusqu'à
l'élément de liaison (13).
9. Système d'ascenseur selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif d'amarrage (9) comprend une moufle (20) libre comportant un crochet
de liaison (25) ou un autre moyen de liaison pour établir la liaison avec la cabine
d'ascenseur de phase de construction (4), la moufle (20) étant suspendue ou pouvant
être suspendue de manière permanente ou au moins temporairement pour l'évacuation
sur le câble (11) du dispositif de levage (8) dans une section de câble entre la première
et la deuxième poulie de renvoi en dessous de la plate-forme de protection inférieure
(7).