[0001] Dieses Bohrsystem betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entnahme von Bohrkernen
aus insbesondere lockerem aber auch aus festem Untergrund, wobei die Bohrkern-Proben
nahezu ungestört geborgen und abgelegt werden können.
[0002] Damit ist gemeint, dass aus dem Boden ein zylindrischer Bohrkern in einer hohlzylindrischen
Hülse, dem sogenannten Bohrkern-Fänger oder Bohrprobenfänger entnommen wird und an
die Oberfläche gebracht wird. Solche Bohrkerne messen zum Beispiel etwa einen Meter
in der Länge und 10 cm bis 20 cm im Durchmesser. Indessen können sie auch erheblich
grösser oder erheblich kleiner gewählt werden, je nach Wunsch und entsprechender Dimensionierung
der Bohreinrichtung. An der Oberfläche wird dieser Bohrkern aus der hohlzylindrischen
Hülse ausgestossen und liegt dann horizontal frei zugänglich zum Beispiel auf der
Innenschale eines Halbzylinders oder auf einer ebenen Unterlage. Insofern eine solche
Bodenprobe aufgrund der Materialkonsistenz teilweise zerfällt, wenn sie aus der Hülse
ausgestossen wird, ist sie nicht mehr 100% ungestört. Allerdings kann die Hülse innen
auch mit einem satt an ihre Innenwand anschliessenden Liner aus zum Beispiel Hart-PVC
oder einem anderen geeigneten Material ausgestattet sein, sodass mit der Hülse auch
dieser Liner mit dem Bohrvortrieb über das Bodenmaterial geschoben wird. In diesem
Fall wird nach Bergung der Hülse der Liner aus derselben ausgestossen, mit unverändertem
Bohrkern darin, genauso wie dieser im Untergrund lag, und er kann später zum Beispiel
mit diametralen Schnitten tranchenweise geöffnet werden, sodass die Probe dann völlig
ungestört vorliegt. Beim Einsatz eines Liners besteht ein Vorteil darin, dass nach
Bergung aus der Hülse allfällige im Bohrkern vorhandene leichtflüchtige Schadstoffe
darin gefangen sind und im Bohrkern konserviert bleiben. Der Einsatz von Linern ist
allerdings aufwändiger und auch teurer als Bohrungen ohne solche Liner.
[0003] Solchermassen geborgene Bodenproben geben Aufschluss über die Bodenbeschaffenheit
und insbesondere über allfällige Schadstoffe, die im Verlauf der Zeit in den Boden
eindrangen. Es lassen sich dadurch zuverlässige Schadenskataster erstellen und es
können geeignete Massnahmen für die Sanierung solcher Böden in die Wege geleitet werden.
Besonders für die Landwirtschaft ist es interessant, mit solchen Katastern Kenntnis
über die Bodenqualitäten zu erlangen, über die mineralische Zusammensetzung der Humusböden
und ihren Nährstoff-Reichtum, oder Kenntnis von allfälligen Mängeln der Böden zu erhalten.
Es können dann Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Böden sich für welche
Feldfrüchte eignen und wie gedüngt werden soll, was letztlich eine ökologische und
ertragreiche Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen befördert. Solche Kernbohrungen
eignen sich ausserdem für die Entnahme von Bodenproben in alten Deponien, in altlastenverdächtigen
Böden und in Lockergesteinsformationen, das heisst auch in feinen Sandschichten, in
Torfschichten und in der Seekreide. Das Bohrverfahren funktioniert auch in Bodenschichten,
die sich im Grundwasser befinden.
[0004] Bekannt und oft angewendet wird die Entnahme von Bodenproben für geotechnische Auswertungen
aus festem Untergrund. Hierbei gibt es einen international etablierten
Standard Penetration Test (SPT), wie in der Norm D1586 der
American Society for Testing and Materials (ASTM) definiert. Für den Test wird ein dickwandiges Probenrohr mit einem Aussendurchmesser
von 50,8 mm und einem Innendurchmesser von 35 mm und einer Länge von etwa 650 mm verwendet.
Dieses wird am Boden eines Bohrlochs durch Schläge eines Gleithammers mit einer Masse
von 63,5 kg, der über eine Distanz von 760 mm fällt, in den Boden getrieben. Das Probenrohr
wird 150 mm in den Boden getrieben, und dann wird die Anzahl der Schläge aufgezeichnet,
die erforderlich sind, damit das Rohr jeweils 150 mm bis zu einer Tiefe von 450 mm
eindringt. Die Summe der Anzahl der Schläge, die für die zweite und dritte 6-Zoll-Eindringung
erforderlich sind, wird als "Standard-Eindringwiderstand" oder "N-Wert" bezeichnet,
der in Schlägen pro Fuss (
beats per foot -
bpf) angegeben wird. Dieser Wert ist für viele der verschiedenen Arten von geotechnischen
Berechnungen, wie z.B. Tragfähigkeits- und Setzungsschätzungen von grundlegender Bedeutung.
In Fällen, in denen 50 Schläge nicht ausreichen, um die Penetration durch ein Intervall
von 150 mm voranzutreiben, wird die Penetration nach 50 Schlägen aufgezeichnet. Die
Schlagzahl gibt einen Hinweis auf die Dichte des Bodens und wird in vielen empirischen
Formeln der Geotechnik verwendet.
[0005] Während also das Bohren in festem Untergrund im Stand der Technik gut etabliert ist,
erweist sich das Bohren und vor allem das Bergen von Bohrkernen
aus lockerem Untergrund als besonders anspruchsvoll, weil hierzu für das Bohren zusätzlich zur rotierenden
Bohrkrone ein Rammen nötig ist, also ein hartes Schlagen auf den Bohrkopf, welcher
diese Kraftstösse dann auf das ganze Bohrgestänge, das heisst auf die Bohrrohre, das
Kernrohr und die daran befestigte Bohrkrone übertragen muss. Entsprechend werden alle
Teile mechanisch und auch thermisch enorm beansprucht und ihre Standzeit lässt deshalb
oft sehr zu wünschen übrig. Aus diesem Grund gibt es bis heute kein wirklich überzeugendes
Bohrsystem, welches einigermassen akzeptable Bohrkernqualitäten liefert und vorallem
auch annehmbare Standzeiten des eingesetzten Bohrsystems bietet.
[0006] Die Entnahme von zylindrischen Bodenproben aus lockerem Untergrund erfolgt bisher
mit schon sehr spezifisch konstruierten Bohrgeräten, die ein Bohrrohr mit am unteren
Ende einem Anfangsrohr mit Bohrkrone einschliessen, wobei durch Drehen des Bohrrohrs
und damit des Anfangsrohrs und der Bohrkrone und gleichzeitigem Schlagen und daher
Rammen in den Grund gebohrt wird. Im Innern des Anfangsrohrs ist mit wenig Spiel eine
Hülse als Bohrkernfänger eingeführt. Diese Hülse steht unten an der Bohrkrone an einer
an derselben radial nach innen ragenden Auskragung an.
[0007] Ein solches Bohrverfahren ist in
EP 2 050 923 beschrieben. Dort wird als wesentlich beschrieben, dass der Bohrkernfänger bzw. die
Hülse im Innern des Anfangsrohrs festgehalten werden müsse, um ihre Rotation zu vermeiden
und dazu wird eine spezielle Fixierstange vorgeschlagen, die durchwegs von oben bis
unten drehfest - also ohne Rotation - im Bohrgestänge verläuft und somit die Hülse
drehfest sichern soll. Die Praxis zeigt indessen, dass keinesfalls
eine Fixierstange nötig ist, welche die Hülse am Bohrgerät festhält, sodass sie nicht etwa drehen könnte, denn
die Hülse wird ohnehin vom Bohrkern selbst, welcher beim Niederbringen bzw. Abteufen
der Hülse über den Bohrkern in diese Hülse einfährt, festgeklemmt und das verhindert
zuverlässig eine Rotation der Hülse. Die Hülse rotiert also beim Bohren im Grundsatz
nicht, sondern sie wird in axialer Richtung ohne Rotation zusammen mit der um sie
rotierenden Bewegung des Anfangsrohrs nach unten über den ausgebohrten Bohrkern gepresst
und über diesen abgeteuft. Die Praxis zeigt deshalb, dass die Aufgabe, welche die
EP 2 050 923 zu lösen vorgab, eine uneigentliche war, also gar nicht existierte. Der in die abteufende
Hülse hineinwachsende Bohrkern wird allein aufgrund seiner Verbindung mit dem Untergrund
kaum oder allenfalls bloss ganz wenig rotieren. Eine Fixierstange zum Festhalten der
Hülse und Verhindern ihrer Rotation ist daher überflüssig. Sie kann sich sogar nachteilig
auswirken, nämlich dann, wenn sich die Hülse bei gewissen Beschaffenheiten des Untergrundes
trotz drehfester Fixierstange um ein paar Winkelgrade in Drehrichtung der Bohrkrone
verdreht. Das beeinflusst zwar nicht die Qualität des Bohrkerns, führt aber beim Einsatz
einer solchen Fixierstange dazu, dass diese die entstehende Torsion nicht absorbieren
kann und abschert. Dann kommt es zu ungeplanten und langen Bohrunterbrüchen und zu
aufwändigen Improvisationsarbeiten, um die Hülse irgendwie zu bergen.
[0008] Im Normalfall aber wird nach Erreichen eines Bohrabschnittes angehalten und die Hülse
wird aus dem Anfangsrohr mitsamt dem Bohrkern nach oben herausgezogen und der Bohrkern
wird in horizontaler Lage aus der Hülse herausgestossen und die leere Hülse kann wieder
in das Anfangsrohr eingesetzt werden. Für tiefere Bohrungen kann das Anfangsrohr mit
der Bohrkrone mit abschnittsweisen Verlängerungen des Bohrrohrs in tiefere Lagen gebracht
werden. Soweit wird das in
EP 2 050 923 vorgetragen. Zusätzlich zu diesem bekannten EP-Dokument wird davon ausgegangen, dass
das
US-Patent 9,551,188 den Oberbegriff von Anspruch 1 offenbart. Es versucht auch, eine ungestörte Kernprobe
durch die Verwendung eines stationären Innenrohrs (Liner) zu entnehmen.
[0009] Im Stand der Technik sind sogenannte Seilkernbohrverfahren bekannt, mit denen Bohrkerne
ohne Weiteres aus festem Gestein oder festem Untergrund geborgen werden können. Diese
Verfahren arbeiten mit Einrichtungen einschliesslich eines Klinkverschlusses, was
eine komplizierte Konstruktion einschliesst, die für eine Bohrung in lockerem Untergrund
nicht geeignet ist, weil infolge der nötigen Rammschläge diese Einrichtungen zum Bergen
von Bohrkernen innert kürzester Zeit kaputt gehen würden. Ausserdem kann eine Hülse
bzw. ein Bohrkernfänger nicht mit Seilen nach unten über einen freigebohrten Bohrkern
gepresst werden.
[0010] Die Schwierigkeiten, einem lockeren Boden solche Bohrkerne zu entnehmen, sind vielfältig
und werden meist ausserordentlich stark unterschätzt. Das Bohrgerät entwickelt bis
zu 28'000 Nm Drehmoment, die Rammschläge verursachen enorme Kraftstösse, das heisst
solche mit sehr hohen Kraftspitzen mit Einzelschlag-Energien von bis zu 500 Nm, die
mit Frequenzen von z.B. 2400 min
-1 eingesetzt werden, was an die Konstruktion und deren Stabilität extreme Anforderungen
stellt, die rein rechnerisch schwer ermittelbar sind. Viele versuchsweise eingesetzte
Teile erwiesen sich nach kurzer Einsatzzeit als verschlissen und unbrauchbar. Verwiesen
wird hier zum Beispiel auf den Sonnic-Bohrhammer, oder ganz allgemein auf alle handelsüblichen
Bohrantriebe und Bohrhämmer, für die das durchwegs zutrifft.
[0011] Wenig geeignete Bohrmethoden können auch dazu führen, dass im Zuge des Bohrvorganges
Verschmutzungen aus gewissen Schichttiefen von der Bohrkrone oder dem Kernrohr nach
unten verschleppt werden. In solchen Fällen kann eine geborgene Bohrkernprobe nicht
mehr als annähernd ungestört bezeichnet werden.
[0012] Bis heute steht kein Bohrgerät zur Verfügung, von dem man behaupten kann, es sei
für die Entnahme nahezu ungestörter Bodenproben nicht nur aus festem Untergrund, sondern
insbesondere auch aus lockerem Untergrund in Form von Bohrkernen wirklich geeignet. Kein bekanntes Gerät funktioniert zuverlässig
über lange Einsatzzeiten und ermöglicht die Entnahme und Bergung der Bohrkerne insbesondere
auch aus lockerem Untergrund in effizienter und einfacher Weise, sodass viele Bohrkerne
pro Zeit möglichst unversehrt geborgen werden könnten.
[0013] Die vorliegende Erfindung stellt sich vor diesem Hintergrund zur Aufgabe, ein Bohrsystem,
das heisst ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entnahme von
annähernd ungestörten Bodenproben aus insbesondere lockerem Untergrund, aber gleichermassen auch aus festem Untergrund anzugeben, welches Bohrsystem den
herkömmlichen Verfahren in mehrerer Hinsicht deutlich überlegen ist. Das eigentliche
Bohren soll damit schneller vonstattengehen und allfällige Bohrunterbrüche sollen
damit auf minimale Zeitfenster reduziert werden. Die Vorrichtung soll eine weit längere
Standzeit als herkömmliche Bohrgestänge und ihre Komponenten bieten. Die Bohrungen
sollen annähernd ungestörte Bodenproben liefern und je nach Beschaffenheit so gesichert
werden können, dass bei einem Auseinanderfallen aufgrund der Konsistenz des Materials
die Aussagekraft der Probenuntersuchung nicht oder nur unmerklich leidet.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst von einem Verfahren nach den Merkmalen des Patentanspruches
1 und mit der Vorrichtung für dessen Durchführung nach den Merkmalen des Patentanspruches
6.
[0015] In der nachfolgenden Beschreibung wird dieses Bohrsystem, das heisst die Vorrichtung
und das damit betriebene Verfahren vorgestellt und die einzelnen Merkmale und Aspekte
des Verfahrens und der Vorrichtung werden verständlich beschrieben. Die besonderen
Merkmale und die Funktion der Vorrichtung und ihrer Komponenten wird erschöpfend erläutert.
[0016] Es zeigt:
- Figur 1 :
- Einen Bohrhammer mit Antrieb und Hammer zum schlagenden Rotieren des Bohrkopfs;
- Figur 2 :
- Den Bohrhammer in liegender Lage, in einer Ansicht von unten;
- Figur 3 :
- Den Bohrhammer mit Bohrkopf in aufrechter Einsatzlage;
- Figur 4 :
- Einen Bohrkopf gesondert dargestellt, mit seinem Aussengewinde zum Einschrauben in
ein Bohrrohr;
- Figur 5 :
- Den Bohrkopf nach Figur 4 in einem Längsschnitt, mit zentraler axialer Bohrung für
die Spülung und radialer Bohrung für die Entlüftung;
- Figur 6 :
- Das zusammengesetzte Bohrsystem aus Bohrkopf, Bohrrohr, Anfangsrohr und daran befestigter
Bohrkrone;
- Figur 7 :
- Das zusammengesetzte Bohrsystem aus Figur 6 von schräg unten gesehen;
- Figur 8 :
- Ein Bohrrohr als Verlängerungsstück von schräg unten gesehen;
- Figur 9 :
- Das Bohrrohr aus Figur 8 als Verlängerungsstück von schräg oben gesehen;
- Figur 10 :
- Die Bohrkrone in vergrösserter Darstellung von schräg unten gesehen;
- Figur 11 :
- Zusammengesetzt und von oben nach unten: Einen Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter
(DSB-Adapter), gefolgt von einem Druck-, Spül- und Bergungsrohr DSB, und unten am
Druck-, Spül- und Bergungsrohr DSB eine Hülse bzw. ein Bohrkernfänger;
- Figur 12 :
- Den DSB-Adapter zum Aufsetzen oben auf das Druck-, Spül- und Bergungsrohr DSB;
- Figur 13 :
- Ein Druck-, Spül- und Bergungsrohr DSB als Verlängerungsstück von schräg unten gesehen;
- Figur 14 :
- Einen Hülsenadapter für den schlagdruckfesten Anschluss der Hülse bzw. des Bohrkernfängers
an das Druck-, Spül- und Bergungsrohr von schräg oben nach schräg unten gesehen;
- Figur 15 :
- Den Hülsenadapter aus Figur 14 für den schlagdruckfesten Anschluss der Hülse bzw.
des Bohrkernfängers an das Druck-, Spül- und Bergungsrohr von schräg unten nach schräg
oben gesehen;
- Figur 16 :
- Die Einzelteile des Hülsen-Adapters aus den Figuren 14 und 15 in einer linearen Explosionszeichnung;
- Figur 17 :
- Eine Hülse bzw. einen Bohrkernfänger von schräg unten gesehen;
- Figur 18 :
- Eine Hülse bzw. einen Bohrkernfänger von schräg oben gesehen;
- Figur 19 :
- Einen ausgerollten Feder-Zurückhalter in der Hülse für das Zurückhalten des Bohrkerns;
- Figur 20 :
- Oben der Bohrkopf, darunter das Druck-, Spül- und Bergungs-Rohr mit unten dem Anfangsrohr,
in welchem die Hülse steckt, vor deren Entnahme aus dem Anfangsrohr;
- Figur 21 :
- Das Druck-, Spül- und Bergungs-Rohr beim Nach-oben-Ziehen zur Entnahme der Hülse bzw.
des Bohrkernfängers aus dem Anfangsrohr;
- Figur 22 :
- Das Druck-, Spül- und Bergungs-Rohr nach dem Nach-oben-Herausziehen der Hülse bzw.
des Bohrkernfängers aus dem Anfangsrohr;
- Figur 23 :
- Den aus der Hülse herausgezogenen Hülsen-Adapter unten am Druck-, Spül- und Bergungsrohr;
- Figur 24 :
- Den Unterteil des Hülsen-Adapters vergrössert dargestellt, mit Blick in die Bohrung
für den Fixierbolzen sowie daneben den Fixierbolzen;
- Figur 25 :
- Das Druck-, Spül- und Bergungsrohr mit Hülsen-Adapter beim Anschliessen einer leeren
oder geleerten Hülse;
- Figur 26 :
- Das Druck-, Spül- und Bergungsrohr mit Hülsen-Adapter und leerer Hülse vor dem Einsetzen
in das Anfangsrohr;
- Figur 27 :
- Das Druck-, Spül- und Bergungsrohr mit Hülsen-Adapter und leerer Hülse eingesetzt
in das Anfangsrohr, beim Aufsetzen eines Bohrrohrs auf das Anfangsrohr;
- Figur 28 :
- Das Abwärtsbewegen eines Bohrrohrs über das Druck-, Spül- und Bergungsrohr auf das
Anfangsrohr;
- Figur 29 :
- Das Aufschrauben eines Bohrrohrs auf das Anfangsrohr;
- Figur 30 :
- Ein Bohrrohr fertig auf das Anfangsrohr aufgeschraubt;
- Figur 31 :
- Den DSB-Adapter oben am Druck-, Spül- und Bergungsrohr beim Aufsetzen auf das obere
Ende des Druck-, Spül- und Bergungsrohrs;
- Figur 32 :
- Den DSB-Adapter des Druck-, Spül- und Bergungsrohrs fertig aufgesetzt;
- Figur 33 :
- Den Bohrkopf oberhalb des oberen Endes des Druck-, Spül- und Bergungsrohrs und des
obersten Bohrrohrs;
- Figur 34 :
- Den unteren Gewindeabschnitt des Bohrkopfs und den DSB-Adapter mit unten anschliessendem
Druck-, Spül- und Bergungsrohr innerhalb des Bohrrohrs in vergrösserter Darstellung;
- Figur 35 :
- Den Bohrkopf mit Antriebsflansch beim Absenken über das obere Ende des Druck-, Spül-
und Bergungsrohres zum Aufschrauben auf das Bohrrohr;
- Figur 36 :
- Den Bohrkopf mit dem Antriebsflansch beim Aufschrauben auf das Bohrrohr.
[0017] Zunächst ist in
Figur 1 ein Bohrhammer mit Antrieb und Hammer zum schlagenden Rotieren des Bohrkopfs dargestellt,
wie solche Bohrhämmer handelsüblich sind. Unten ragt die Abtriebswelle 1 heraus, die
ein Gewinde 3 aufweist und von einem seitlich angeordneten hydraulischen Antrieb 2
gedreht wird. Der Bohrhammer schliesst im Innern ein Hammerwerk ein, welches die Abtriebswelle
1 von oben mit Rammschlägen beaufschlagt. Die Rotationsgeschwindigkeiten des Antriebs
variieren von ca. 50 bis 1000 Umin
-1. Je tiefer die Drehzahl, umso höher ist das aufgebrachte Drehmoment an der Abtriebswelle
1, das bei 50 Umin
-1 ca. 15 kNm erreicht. Die Rammschläge werden auf Hydraulikdrucken bis 200 bar erzeugt
und weisen Schlag-Energien bis 500 Nm auf, bei Schlag-Kadenzen bis 2400 Min
-1. In
Figur 2 ist dieser Bohrhammer in einer Ansicht von unten mit der unten herausragenden Abtriebswelle
1 gezeigt und in
Figur 3 in aufrechter Gebrauchslage, wie der Bohrhammer zum Einsatz kommt, mit unten dem
an die Abtriebswelle 1 angeschlossenen Bohrkopf 5, wozu das Gewinde 3 der Abtriebswelle
1 in den Bohrkopf eingeschraubt wurde. Die
Figur 4 zeigt einen Bohrkopf gesondert und vergrössert dargestellt, mit seinem Aussengewinde
zum Einschrauben in ein Bohrrohr, und in
Figur 5 ist dieser Bohrkopf noch in einem Längsschnitt gezeigt. Man erkennt die zentrale
axiale Bohrung 6 für die Spülung, die axiale Bohrung 37 mit Innenwand von unten und
eine radiale Bohrung 7 für die Entlüftung.
[0018] Ab
Figur 6 wird nun das erfindungsgemässe Bohrsystem vorgestellt und beschrieben. Hier sieht
man das Bohrsystem 4 zunächst in seiner Gesamtheit von aussen. Es besteht höchst einfach
aus im Prinzip bloss acht Teilen, nämlich von aussen sichtbar von oben nach unten
den folgenden:
- 1. Bohrkopf 5
- 2. Ein oder mehrere zusammengeschraubte Bohrrohre-Abschnitte bilden das Bohrrohr 9
- 3. Anfangsrohr 8
- 4. Bohrkrone 10
Im Innern des Bohrrohrs 9 bzw. der Bohrrohr-Abschnitte und des Anfangsrohrs 8, und
daher in
Figur 6 nicht sichtbar, befinden sich von oben nach unten, wie in
Figur 11 gezeigt, folgende Teile:
5. Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter (DSB-Adapter) 18
6. Ein oder mehrere zusammengeschraubte Druck-, Spül- und Bergungsrohre (DSB) 19
7. Hülsen-Adapter 21
8. Hülse 17
[0019] Zunächst zeigt die
Figur 6 das zusammengesetzte Bohrsystem 4 mit oben dem Bohrkopf 5 für den Antrieb. Er wird
in ein Innengewinde des anschliessenden Bohrrohrs 9 eingeschraubt und kann dieses
hernach im - von oben gesehen - Uhrzeigersinn antreiben und drehen. Das Bohrrohr 9
ist hier mit seinem unteren Aussengewinde in ein dazu passendes Innengewinde oben
am Anfangsrohr 8 eingeschraubt. Diese Gewinde sind verhältnismässig grobe Gewinde,
die aus dem Material der Rohre ausgefräst sind. Für jedes Zusammenschrauben, das mit
Hilfe des rotierenden Bohrkopfes 5 erfolgt, werden die Gewinde vorzugsweise neu eingefettet.
Mit einem oder mehreren Bohrrohr-Abschnitten kann das Bohrrohr 9 verlängert werden,
um entsprechend tiefer in den Grund vorzustossen. Die Bohrrohr-Abschnitte messen vorteilhaft
ca. 1 Meter in der Länge. Dann sind sie handlich und können von einer Person getragen
und für das Einsetzen als Stapel beim Bohrgerät deponiert werden. Das Anfangsrohr
8 trägt an seinem unteren Ende eine Bohrkrone 10. Die
Figur 7 zeigt dieses zusammengesetzte Bohrsystem von schräg unten gesehen, während in
Figur 8 ein einzelnes Bohrrohr 9 von schräg unten gesehen dargestellt ist. Am unteren Ende
ist an diesem ein relativ grobes Aussengewinde 11 ausgefomt, mit dem es in ein dazu
passendes Innengewinde 12 am nächstfolgenden Bohrrohr 9 eingeschraubt werden kann,
wie ein solches in
Figur 9 gezeigt ist, oder mit dem es am untersten Rohr, das heisst am Anfangsrohr 8, eingeschraubt
werden kann. Der Bohrhammer-Antrieb dreht von oben gesehen beim Bohren im Uhrzeigersinn,
also im Sinne des Festschraubens dieser Verbindungsgewinde 11, 12. Selbstverständlich
ist auch in gleicher Weise ein Bohren im Gegenuhrzeigersinn möglich, bloss müssten
dann die zum Einsatz kommenden Gewinde ebenfalls anders herum verlaufen.
[0020] Die
Figur 10 zeigt schliesslich die Bohrkrone 10 in vergrösserter Darstellung von schräg unten
gesehen. Mit Hartmetallstiften versetzte Bohrsegmente 13 sind unten auf die Bohrkorne
aufgelötet, und seitliche äussere Abräum-Elemente 15 mit Schrägflächen 14 sorgen für
einen Abraum nach oben. Das Material-Volumen, welches sich axial unter den Bohrkronen-Segmenten
13 der Bohrkrone 10 befindet, das heisst genau unter dem drehenden Ring, welchen die
Bohrkrone 10 bildet, wird teils in den Bohrkern, teils in den umliegenden Grund verpresst,
und ein Teil wird als Abraum an der Aussenseite der Bohrkrone 10 und des Anfangsrohrs
8 und des Bohrrohrs 9 nach oben gefördert. Im unteren Bereich der Bohrkrone 10 ist
innen ein Absatz 16 als radial nach innen ragende Auskragung gebildet, auf welcher
die Hülse bzw. die Bohrprobenhülse oder der Bohrkernfänger anschlägt, der hier allerdings
nicht eingezeichnet ist. Diese Hülse schliesst innen bündig mit dieser Auskragung
ab. Damit überstülpt die abteufende Hülse bzw. der Bohrkernfänger beim Bohrfortschritt
der Bohrkrone 10 den freigelegten Bohrkern und umschliesst ihn satt. Es ist möglich,
andere handelsübliche Bohrkronen einzusetzen, zum Beispiel Diamantkronen oder sonstwie
bestückte.
[0021] Die
Figur 11 zeigt von unten angefangen eine Hülse 17 bzw. einen Bohrkernfänger. Oben anschliessend
erkennt man den Hülsenadapter 21, dann das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 mit seinem
oberen Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter 18, auf den die Schläge des Rammhammers
einwirken. Dieses Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 rotiert im gezeigten Beispiel
gleichförmig mit dem Anfangsrohr 8 und allfälligen eingesetzten Bohrrohren-Abschnitten
für das Bohrrohr 9 (Figur 6).
[0022] Ein ganz besonderes und höchst wesentliches Element ist der hier gezeigte Hülsenadapter
21 zwischen dem Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 und der Hülse 17 bzw. dem Bohrkernfänger.
Während das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 nämlich rotiert und schlägt, umschliesst
die abteufende Hülse 17 den beim Bohrfortschritt in sie hineinwachsenden Bohrkern
ohne Drehung. Einzig die starken und hochfrequenten Rammschläge wirken vom Druck-,
Spül- und Bergungsrohr 19 auf die Hülse 17 und beanspruchen diesen Hülsenadapter 21
mit enormen Kraftspitzen. Dieser muss also zwischen der Rotation des Druck-, Spül-
und Bergungsrohres 19 und der nicht-rotierenden Hülse 17 vermitteln und gleichzeitig
einerseits enorme Schläge bei hoher Schlagkadenz aufnehmen und dauerhaft aushalten
können und andrerseits die Drehung des Druck-, Spül- und Bergungsrohrs 19 in eine
drehlose Abstützung auf der Hülse 17 umsetzen. Das geht nicht ohne Gleitreibung und
damit ist es klar, dass auch grosse Mengen an Reibungswärme entstehen. Diese muss
vom Hülsenadapter 21 thermisch aufgefangen werden können und gleichzeitig muss der
Hülsenadapter 21 angemessen gekühlt werden, um diese laufend anfallende Reibungswärme
zu verkraften und nach aussen abzuführen.
[0023] Die
Figur 12 zeigt den oberen Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter 18 bzw. DSB-Adapter des Druck-,
Spül- und Bergungsrohres 19 in vergrösserter Darstellung. Durch die axiale Bohrung
mit ihrer Innenwand 52 läuft Spülwasser durch das Innere des Druck-, Spül- und Bergungsrohres
19 nach unten und wird innerhalb des Hülsenadapters 21 nach aussen geführt, bis an
die Aussenseite des Anfangsrohrs 8. Am Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter 18 erkennt
man eine umlaufende Ringnut 54, in welche ein O-Ring eingelegt wird, zur Abdichtung
gegenüber der Innenwand der axialen Bohrung 37 des Bohrkopfs 5.
[0024] Die
Figur 13 zeigt einen hohlen Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Abschnitt (DSB) 53 als bedarfsweises
Verlängerungsrohr für das hohle Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19, das einfach mit
seinem unteren Aussengewinde in das obere, zugehörige Innengewinde des unten anschliessenden
Druck-, Spül- und Bergungsrohres 19 eingeschraubt wird. Das Verlängerungsrohr 53 entspricht
somit im Wesentlichen dem eigentlichen Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19, welches
im gezeigten Beispiel für das Verlängern oben ein Innengewinde aufweist.
[0025] Im Folgenden wird das sehr wesentliche und besondere Element dieses Bohrsystems vorgestellt,
nämlich der Hülsenadapter 21, der die Verbindung vom DSB 19 zur Hülse 17 sicherstellt.
Hierzu zeigt die
Figur 14 diesen Hülsenadapter 21 für den schlagdruckfesten Anschluss der Hülse 17 bzw. des
Bohrkernfängers an das Druck-, Spül- und Bergungsrohr DSB 19 in einer Ansicht von
schräg oben. Oben ragt ein Gewindestummel 35 aus dem Hülsenadapter 21, der unten in
einen Grundkörper 22 des Hülsenadapters ausläuft, welcher Grundkörper 22 oben einen
Teller oder eine Schulter 44 bildet. Dieser Grundkörper 22, auf dessen Gewindestummel
35 das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 mit seinem unteren Innengewinde aufgeschraubt
wird, dreht daher gleichförmig mit dem Bohrrohr 9 und dem rotierenden Druck-, Spül-
und Bergungsrohr 19 mit. Es folgen nach unten ein Dichtring 36, der vorzugsweise aus
Kunststoff-Hartgummi gefertigt ist und mit dem Grundkörper 22 mitdrehen kann. Zwischen
dem Grundkörper 22 und dem stationären Aufnahmering 23 wird also die Rotation des
Druck-, Spül- und Bergungsrohres 19 aufgefangen, sodass der stationäre Unterteil 24
des Adapters 21 mit der Hülse 17 druckkraftschlüssig, aber drehfest verbunden ist.
Über dem sichtbaren Teil des Unterteils 24 sieht man hier eine Schiebehülse 25, deren
Bedeutung noch klar wird. Über diesen Unterteil 24 wird die Hülse 17 bzw. der Bohrkernfänger
von unten passgenau aufgeschoben, bis die Hülse 17 mit ihrem oberen Rand unten an
der Schiebehülse 25 anschlägt Unten am Aufnahmering 23 des Adapters ist noch ein Druckring
33 aus gehärtetem Stahl angebracht. Unten am Unterteil 24 des Grundkörpers 22 erkennt
man noch eine den Unterteil 24 geringfügig radial überragende Gummischeibe 27 zum
Abdichten des Hülsenadapters 21 gegenüber der Innenwand der Hülse 17.
[0026] In der
Figur 15 ist der Hülsenadapter 21 in einer Ansicht von schräg unten gezeigt. Hier erkennt
man wieder von oben nach unten zunächst den Gewindestummel 35 zum von oben Aufschrauben
des Druck-, Spül- und Bergungsrohres 19, dann die Schulter 44 des Grundkörpers 22
des Hülsenadapters 21, gefolgt von zunächst dem Kunststoff-Hartgummi-Dichtring 36,
der auf dem Aufnahmering 23 aufliegt. Es folgt die Schiebehülse 25 und darunter erkennt
man den Druckring 33 aus gehärtetem Stahl. Die geringfügig radial überragende Gummischeibe
27 zum Abdichten des Hülsenadapters 21 gegenüber der Innenwand der Hülse 17 wird mit
einer Stahlscheibe 29 und hier vier axialen Schrauben 31 mit dem Unterteil 24 verspannt.
Man sieht auch die diametrale Bohrung 43 für den Fixierbolzen, der sich sodann durch
diese diametrale Bohrung im Unterteil 24 hindurch erstreckt, sowie eine Bohrung 38
für einen Sicherungsbolzen, wie das anhand der nächsten Figuren klar wird.
[0027] Der detaillierte Aufbau des Hülsenadapters 21 erschliesst sich aus der
Figur 16, welche diesen Hülsenadapter 21 in einer Explosionszeichnung mit Explosion der Teile
längs seiner zentralen Achse zeigt. Von oben angefangen erkennt man zunächst den zur
Rotation vorgesehenen Grundkörper 22 des Adapters 21, gefolgt vom Dichtring 36, dem
Kunststoff-Hartgummi-Ring zur Abdichtung gegenüber dem Anfangsrohr 8. Diese kommt
dann auf den darunter dargestellten Aufnahmering 23 zu liegen. Dieser Aufnahmering
23 ist im Betrieb stationär, rotiert also nicht, und er geht unten in einen verjüngten
Abschnitt über und dieser weist rundum radiale Bohrungen 41 auf, in welche Zylinderstifte
32 einpassen, die weiter unten zum Unterteil 24 dargestellt sind, und deren Funktion
sogleich klar wird. Unterhalb des Aufnahmerings 23 ist ein Seegerring 26 als Sicherungsring
dargestellt, der mit dem Zusammenbau in die Ringnut 45 am Grundkörper 22 zu liegen
kommt. Von unten wird nämlich dieser ebenfalls stationäre Unterteil 24 des Hülsenadapters
21 über diesen verjüngten Teil des Aufnahmerings 23 geschoben und hernach werden die
rundum eingezeichneten Zylinderstifte 32 von aussen in die radialen Bohrungen 42 am
Unterteil 24 wie auch in die dazu dann fluchtenden radialen Bohrungen 41 am Aufnahmering
23 gepresst, womit diese beiden Teile 23, 24 drehfest miteinander verbunden sind.
Nach dem Einsetzen dieser Zylinderstifte 32 wird die Schiebehülse 25 unter Abdeckens
und somit Sicherns dieser Zylinderstifte 32 über diesen verjüngten unteren Teil des
Aufnahmerings 23 geschoben.
[0028] Der Sicherungsring 26 wird hernach in die Ringnut 45 am unteren Ende des Grundkörpers
22 eingesetzt, sodass dieser mit dem Aufnahmering 23 in axialer Richtung gesichert
auf dem Grundkörper 22 sitzt. Der Unterteil 24 des Adapters 21 weist eine diametrale
Bohrung 43 zur Aufnahme eines nicht dargestellten Fixierbolzens auf. Im rechten Winkel
zu dieser diametralen Bohrung 43 sind zwei weitere radiale, auf einer gemeinsamen
Achse liegende Bohrungen 38 vorhanden, in welche Sicherungsbolzen 34 eingesetzt werden,
um den eingesetzten Fixierbolzen zu sichern. Diese zwei Sicherungsbolzen 34 weisen
vorne je eine druckbelastete Kugel 40 auf, die in eine Längsnut am eingesetzten Fixierbolzen
eingreifen und beispielweise auf halber Länge der Nut in eine Vertiefung 56 einrasten
und ihn damit sichern. Die Sicherungsbolzen 34 sind nach ihrem Einschieben in die
Bohrungen 38 mittels je eines Seegerrings 39 gesichert. Durch den axial mit einer
Bohrung versehenen Fixierbolzen in der Bohrung 43 strömt das von oben durch das hohle
Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 nach unten geführte Spülwasser nach aussen, wie
das noch klar wird. Dieses Spülwasser strömt zunächst durch den Hülsenadapter 21 und
hernach radial aus seinem Unterteil 24, nämlich beidseits durch den Fixierbolzen in
seiner axialen Bohrung an seine Stirnseiten und so nach aussen. Der Druckring 33 übernimmt
die anstehenden axialen Kräfte der Schiebehülse 25 und verteilt diese gleichmässig
auf den Aufnahmering 23, der aus Alubronze gefertigt ist. Die Gummischeibe 27 und
die etwas kleinere Stahlscheibe 29 werden auf vier Unterlagscheiben 28 und mittels
der vier eingezeichneten Schrauben 31 und ihren zugehörigen Federringen 30 zu ihrer
Sicherung mit dem Unterteil 24 verspannt.
[0029] Die
Figur 17 zeigt die Hülse 17 bzw. den Bohrkernfänger von schräg unten gesehen. Am unteren Rand
ist die Hülse 17 auf ihrer Innenseite mit einer Anzahl um ihren Umfang verteilt angeordneten
Federstahl-Elementen 20 ausgerüstet, die hier bogenförmig nach oben und gegen die
zentrale Achse der Hülse 17 hin ragen. Wenn die Hülse 17, die in gleicher Weise wie
das Anfangsrohr 8 und die Bohrkrone 10 Rammschläge von oben erfährt, von oben über
einen durch den Bohrfortschritt der Bohrkrone 10 und des Anfangsrohrs 8 freigelegten
Bohrkern gestülpt wird, so werden diese Federstahl-Elemente 20 vom Bohrkern an die
Innenwand der Hülse 17 gedrückt und die Hülse 17 wird ohne Drehung, mit einer rein
axialen Bewegung weiter mit den in dieser Weise an ihre Innenseite angelegten Federstahl-Elementen
20 über den stationären Bohrkern gestülpt. Beim Hochziehen der Hülse 17 mit dem Druck-,
Spül- und Bergungsrohr 19 hingegen wirken diese Federstahl-Elemente 20 als Widerhaken.
Wenn der Bohrkern beim Hochziehen der Hülse 17 mit dieser keine ausreichende Adhäsionskraft
entwickelt, so greifen diese Federstahl-Elemente 20 beim geringsten Schlupf der Hülse
17 auf dem Bohrkern in radialer Richtung in den Bohrkern ein, krümmen sich gegen die
zentrale Achse der Hülse 17 hin und bilden einen Auffangkorb für den Bohrkern, sodass
dieser sicher in der Hülse 17 gehalten ist und vor einem Herausrutschen nach unten
gesichert ist, also ein Kernverlust im Lockergestein sicher verhindert wird. Am oberen
Randbereich der Hülse 17 erkennt man eine radiale Bohrung 46 für das Spülwasser, das
aus dem Hülsenadapter 21 kommt.
[0030] Die
Figur 18 zeigt die Hülse 17 bzw. den Bohrkernfänger von schräg oben gesehen und hier erkennt
man, dass es zwei diametral fluchtende Bohrungen 46 sind, die im oberen Randbereich
in die Hülse 17 eingebracht sind. Wenn die Hülse 17 über den Unterteil 24 des Hülsenadapters
21 gestülpt wird, so kommen diese beiden Bohrungen 46 über den radialen Bohrungen
43 im Unterteil 24 zu liegen, sodass das Spülwasser, das aus den Stirnseiten des dort
eingesetzten Fixierbolzens strömt, vom Innern des Adapters 21 schliesslich nach aussen
dringt, und durch diese fluchtenden Bohrungen 46 im oberen Bereich der Hülse 17 nach
ganz aussen. Dieses Spülwasser übernimmt mehrere Funktionen. Zunächst kühlt es den
Hülsenadapter 21, der aufgrund der Gleitreibung zwischen dem rotierenden Grundkörper
22, dem Kunststoff-Hartgummi-Gleitring 36 und dem stationären Aufnahmering 23 und
Unterteil 24 sowie auch aufgrund der Rammschläge erhitzt wird. Weiter schmiert es
zwischen der Aussenseite der drehfesten Hülse 17 und der Innenseite des um die Hülse
rotierenden Anfangsrohrs 8, und schliesslich fördert es Abraum von unterhalb der Bohrkrone
10 radial nach aussen und hernach auf der Aussenseite des Anfangsrohrs 8 nach oben.
Damit wird das Bohrloch laufend gespült und auch das Anfangsrohr 8 wird aussen geschmiert
und gekühlt. Je nach den Verhältnissen ist es indessen auch möglich, trocken zu bohren.
[0031] Die
Figur 19 zeigt einen im entspannten Zustand ausgerollten Einsatz mit Federstahl-Elementen
20, die hier gewissermassen einen Kamm bilden. Dieser Kamm wird in Längsrichtung gerollt
und hernach unten in die Hülse 17 eingesetzt, wo er auf einem inneren Absatz 58 aufliegt,
wie man das in Figur 17 erkennen kann.
[0032] Damit sind die Einzelteile des Bohrsystems offenbart und beschrieben. Wie funktioniert
nun das Bohren und Bergen eines Bohrkerns aus lockerem Untergrund mit diesem Bohrsystem?
Hierzu wird das ganze Verfahren anhand einer Bildfolge beispielsweise erklärt, wie
sie sich aus den
Figuren 20 bis 36 ergibt.
[0033] Die
Figur 20 zeigt zunächst unten das blossgelegte Anfangsrohr 8 mit der darin befindlichen Hülse
17 und dem darauf mittels des Hülsenadapters 21 aufgeschraubten hohlen Druck-, Spül-
und Bergungsrohr 19. Darüber dargestellt sieht man den Bohrkopf 5, der hier über einen
Flansch 47 vom hydraulischen Bohrantrieb des Bohrhammers 2 in Rotation versetzt wird.
Zwischen diesem Bohrkopf 5 und dem untersten Abschnitt, dem Anfangsrohr 8, können
bedarfsweise Bohrrohre-Abschnitte als Verlängerungsrohre für das Bohrrohr 9 eingesetzt
werden, je nach gewünschter Bohrtiefe. Der Bohrkopf 5 wird am Anfang direkt auf das
Anfangsrohr 8 aufgeschraubt. Dann wird gebohrt, bis das Anfangsrohr 8 nahezu im Grund
eingebohrt ist. Dann wird der Bohrkopf 5 durch eine Gegendrehung vom Anfangsrohr 8
losgeschraubt. Ist das Anfangsrohr 8, wenn es im Erdreich steckt, so freigelegt wie
hier gezeigt, also der Bohrkopf 5 mit dem Antriebsflansch 47 entfernt, so kann das
Druck,- Spül- und Bergungsrohr 19 mit der unten an ihm hängenden Hülse 17 nach oben
axial aus dem Anfangsrohr 8 herausgezogen werden, wie das in
Figur 21 dargestellt ist, wo gerade der Hülsenadapter 21 zum Vorschein kommt. In
Figur 22 ist der Adapter 21 vom Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 mitsamt der daran hängenden
Hülse 17 bzw. dem Bohrkernfänger komplett aus dem Anfangsrohr 8 herausgezogen worden.
Hier sieht man eine Stirnseite des Fixierbolzens 48, welcher die Hülse 17 sicher am
Hülsenadapter 21 hält. In diesem Zustand wird die Hülse 17 mit Hilfe des Druck-, Spül-
und Bergungsrohres 19 aus dem Anfangsrohr 8 hochgezogen, bis schliesslich an die Oberfläche.
[0034] Oben an der Oberfläche angekommen wird wie in
Figur 23 gezeigt der Fixierbolzen 48 aus der Bohrung 43 im Unterteil 24 des Hülsenadapters
21 herausgeschlagen bzw. herausgezogen oder hinausgeschoben, wie das in der gezeigten
Ansicht schon erfolgte. Es ist hier nur noch die leere diametrische Bohrung 43 am
Unterteil 24 des Hülsenadapters 21 sichtbar. In zwei rechtwinklig zur Bohrung 43 eingebrachten
Bohrungen 38 sind Sicherungsbolzen 34 eingesetzt, die vorne eine mittels einer Druckfeder
druckbelastete Kugel 40 aufweisen, wie in Figur 16 ersichtlich. Der Fixierbolzen 48
wird gegen den Widerstand dieser druckbelasteten Kugeln 40 vorne an den Sicherungsbolzen
34 aus der diametralen Bohrung 43 geschlagen, wie das anhand von
Figur 24 klar wird.
[0035] Die
Figur 24 zeigt den Unterteil 24 des Hülsenadapters 21 vergrössert mit Blick in die diametrale
Bohrung 43 für den Fixierbolzen 48, der daneben gesondert dargestellt ist. Allerdings
muss dieser - um in den Unterteil 24 des Hülsenadapters 21 eingeschoben werden, zunächst
um 45° um seine Längsachse gedreht werden, wie mit einem Pfeil angedeutet. Aus diesem
Fixierbolzen 48 sind auf zwei gegenüberliegenden Seiten kännelartige Längsnuten 50
ausgenommen, deren Nutboden hier auf halbem Weg über den Fixierbolzen 48 eine gewölbte
Vertiefung 56 aufweisen. Diese federbelasteten Kugeln 40 (Figur 16) der Sicherungsbolzen
34 passen in diese Vertiefungen 56 und nur wenn der Fixierbolzen 48 einen hinreichend
starken Schlag in Längsrichtung erhält, vermag er durch Zurückdrängen der federbelasteten
Kugeln 40 deren Sicherung zu überwinden und kann dann aus der Bohrung 43 geschoben
oder gezogen werden, während seine Längsnuten 50 an den Kugeln 40 vorbei nach aussen
gleiten. Wie man hier sieht, ist in den Fixierbolzen 48 eine zentrale Querbohrung
49 eingebracht, die mit einer axialen Bohrung 55 kommuniziert. Diese Bohrungen 49,
55 dienen zur Führung des Spülwassers, das im Hülsenadapter 21 von oben durch die
axialen Bohrung 51 durch die Querbohrung 49 in den Fixierbolzen 48 gelangt und hernach
in diesem längs der Axialbohrung 55 nach aussen aus seinen Stirnseiten geführt wird.
An der Hülse 17 in Figur 25 erkennt man noch eine der Bohrungen 46, in welche der
Fixierbolzen 48 zuvor eingriff und sie festhielt, durch welche das Spülwasser austritt.
[0036] Nachdem die Hülse 17 bzw. der Bohrkernfänger an der Oberfläche in eine horizontale
Lage gebracht wurde und der inliegende Bohrkern vorsichtig mit einem Kolben mechanisch
oder hydraulisch aus der Hülse 17 auf einen kännelförmigen Bohrkernträger geschoben
wurde, liegt dieser Bohrkern nahezu ungestört vor. Die leere Hülse 17 kann für die
Entnahme eines nächsten Bohrkerns sofort wieder eingesetzt werden, oder es kann sogleich
eine bereitliegende leere Hülse 17 neu eingesetzt werden. In einer Variante kann ein
Liner in die Hülse 17 eingesetzt werden, welcher die Hülse 17 dann innen auskleidet
und in welche hinein ein Bohrkern wächst. In diesem Fall wird der geborgene Bohrkern
mitsamt dem Liner aus der Hülse 17 gestossen und liegt dann absolut unversehrt wie
eine Mettwurst vor. Es können tranchenweise einzelne Scheiben abgeschnitten werden,
um die Struktur des Bohrkerns und wie sich diese seine ganze Länge verändert, zu untersuchen.
Wird im Verfahren eine Hülse 17 mitsamt Bohrkern an die Oberfläche gebracht, so kann
nach Abtrennen der Hülse 17 vom Hülsenadapter 21 sofort und ohne jeden Zeitverzug
eine leere Hülse 17 an den Hülsenadapter 21 angeschlossen werden und diese kann sofort
wieder in das Anfangsrohr 8 im Bohrloch abgesenkt werden und damit kann weitergebohrt
werden, ohne infolge der Bohrkernentnahme aus der geborgenen Hülse 17 einen Unterbruch
der Bohrarbeiten nötig zu machen.
[0037] Die
Figur 25 zeigt, wie der Hülsenadapter 21 mit einer leeren Hülse 17 verbunden wird, indem er
in diese abgesenkt wird, und wenn die Bohrung 43 am Hülsenadapter 21 mit der Bohrung
46 an der Hülse 17 fluchtet, kann der Fixierbolzen 48 eingesetzt werden und die Hülse
17 ist bereit, mit dem Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 in das Anfangsrohr 8 abgesenkt
zu werden. Dieses Absenken ist in
Figur 26 dargestellt. Sobald die Hülse 17 ganz in das Anfangsrohr 8 eingesetzt ist, das heisst
unten an der Bohrkrone 10 ansteht, folgt der nächste Schritt wie in
Figur 27 dargestellt. Es wird ein Bohrrohr 9 als Verlängerungsrohr über das Druck-, Spül-
und Bergungsrohr 19 gestülpt und unten auf das Anfangsrohr 8 abgesenkt, wie in
Figur 28 dargestellt, und dann auf das Anfangsrohr 8 geschraubt, wie in
Figur 29 gezeigt. Nach erfolgter Verschraubung stellt sich die Situation gemäss
Figur 30 ein. Am Schluss wird wie in
Figur 31 gezeigt zunächst der Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter 18 des Druck-, Spül-
und Bergungsrohres 19 aufgesteckt oder aufgeschraubt, und dann, aus der Situation
wie in
Figur 32 gezeigt, wird der Bohrkopf 5 mit dem Antriebsflansch 47 aufgeschraubt, wie in
Figur 33 gezeigt. Die Details hierzu sind in den
Figuren 34 bis 36 gezeigt.
[0038] Wie man anhand dieser Beschreibung und der Figuren erkennt, trägt das Druck-, Spül-
und Bergungsrohr 19 seinen Namen zurecht. Zunächst rotiert es beim Bohren gleichförmig
mit dem Bohrrohr 9 oder Anfangsrohr 8, und der Hülsenadapter 21 an seinem unteren
Ende besorgt die Vermittlung zur stationären Hülse 17 bzw. zum Bohrkernfänger. Die
harten Rammschläge auf das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 werden vom Hülsenadapter
21 zuverlässig und direkt auf die Hülse 17 bzw. den Bohrkernfänger übertragen. Dieser
wird also mit demselben
Druck wie die Bohrkrone 10 nach unten gedrückt, was das laufende Abteufen der Hülse 17
über den freigelegten Bohrkern sicherstellt. Das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19
erfüllt also erstens eine
Druckfunktion. Während des Bohrens kann Spülwasser durch das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19
nach unten gepumpt werden und dieses wird durch den Hülsenadapter 21 nach aussen geleitet,
das heisst zunächst axial durch das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19, dann axial
durch den Hülsenadapter 21 und schliesslich radial, das heisst in axialer Richtung
durch den diametral eingesetzten Fixierbolzen 48 an seine beiden Stirnseiten und sodann
durch die Bohrung 46 an der Hülse 17 nach aussen. Das Druck-, Spül- und Bergungsrohr
19 hat daher zweitens auch eine
Spülfunktion. Wenn es gilt, die gefüllte Hülse 17 mit dem darin gefangenen Bohrkern zu bergen,
so wird nach Lösen des Bohrkopfs 5 mithilfe des Druck-, Spül- und Bergungsrohrs 19
die Hülse 17 mit dem darin befindlichen Bohrkern geborgen. Daher hat das Druck-, Spül-
und Bergungsrohr 19 schliesslich drittens auch eine
Bergungsfunktion. Es vereinigt integral diese drei wichtigen Funktionen.
[0039] In der bisher beschriebenen Ausführung rotiert das Druck-, Spül- und Bergungssrohr
19 mit dem Bohrkopf 5 und dem Bohrrohr 9 mit und der Hülsenadapter 21 vermittelt zur
drehfesten bzw. nicht rotierenden Hülse 17, indem er zwei axial aufeinanderfolgende
Teile aufweist, die gegeneinander verdrehbar sind. Zwischen den axial aufeinanderfolgenden
Teilen ist vorzugsweise ein Dichtring 36 aus Kunststoff-Hartgummi angeordnet. Wenn
nun ein ähnlich wie dieser Hülsenadapter konstruierter Drehscheiben-Körper - fortan
als Bohrkopf-Adapter bezeichnet - in einer alternativen Ausführung oben mit seinem
Gewindestumpf in die Bohrung im Bohrkopf 5 eingeschraubt wird, die hierzu ein Innengewinde
aufweist, so dreht der obere Teil dieses Drehscheiben-Körpers oder Bohrkopf-Adapters
mit dem Bohrkopf 5 mit, während der untere, gegenüber dem oberen Teil drehbare Teil
stationär bleibt. Er wird in gleicher Weise wie der schon vorgestellte untere Teil
des Hülsenadapters 21 mit dem nunmehr oberen Ende des Dreh-, Spül- und Bergungsrohrs
19 verbunden, mit einem Fixierbolzen, der dann aber keine axiale Bohrung benötigt,
sondern nur eine Querbohrung zum Passieren lassen des Spülwassers nach unten. Unten
wird das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 dann mit einzig einem unteren Teil eines
Hülsenadapters 21 verschraubt, wozu dieser untere Teil oben einen Gewindestumpf ausbildet
und das Dreh-, Spül- und Bergungsrohrs 19 unten ein zugehöriges Innengewinde aufweist.
Die Verbindung des unteren Teils des Hülsenadapters 21 mit der Hülse 17 erfolgt wie
schon vorgestellt über den Fixierbolzen 48 mit seiner axialen Bohrung 55. Die Spülung
erfolgt wie gehabt vom Bohrkopf 5 durch das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 und
den unteren Teil des Hülsenadapters 21 und dann durch den Fixierbolzen 48 nach aussen.
Auch in dieser alternativen Ausführung übernimmt das Druck-, Spül- und Bergungsrohr
19 die oben erwähnten drei Funktionen, nämlich erstens das Ausüben von Druck auf die
Hülse 17, zweitens das Spülen und damit Kühlen, und drittens das Bergen der Hülse
17, wenn sie gefüllt ist, das heisst, sie nach oben ans Tageslicht zu ziehen. Und
trotz der Tatsache, dass das Druck-, Spül- und Bergungsrohr 19 in dieser Ausführung
ohne Rotation bleibt, kann es sich, sollte sich die Hülse 17 im Verlauf des Abteufens
über einen Bohrkern um wenige Winkelgrade drehen, mitdrehen und der Bohrkopf-Adapter
als Drehscheiben-Körper oben mit seinen beiden axial aufeinander folgenden und zueinander
verdrehbaren Teilen vermittelt in diesem Fall zum rotierenden Bohrkopf 5.
[0040] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren zum Kernbohren in lockerem bis festem Grund
und zur Entnahme von Bohr- bzw. Bodenproben aus demselben, sowie der erfindungsgemässen
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens können annähernd ungestörte Bohr- bzw.
Bodenproben entnommen werden, was eine optimale Auswertung und Analyse deren Inhalts
ermöglicht.
Ziffernverzeichnis
[0041]
- 1
- Abtriebswelle des Bohrhammers
- 2
- hydraulischer Bohrantrieb des Bohrhammers
- 3
- Gewinde an der Abtriebswelle 1
- 4
- Bohrsystem
- 5
- Bohrkopf
- 6
- axiale Bohrung an Bohrkopf
- 7
- radiale Bohrung an Bohrkopf (Entlüftung)
- 8
- Anfangsrohr
- 9
- Bohrrohr, Verlängerung für Bohrrohr
- 10
- Bohrkrone
- 11
- Aussengewinde unten am Bohrrohr/Verlängerungsrohr 9
- 12
- Innengewinde oben am Bohrrohr/Verlängerungsrohr 9
- 13
- mit Hartmetall gespickte Bohrkronensegmente
- 14
- Schrägfläche an Abräumelementen 15
- 15
- Abraum-Elemente
- 16
- Absatz, radiale Auskragung
- 17
- Hülse, Bohrkernfänger
- 18
- Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter
- 19
- Druck-, Spül- und Bergungsrohr
- 20
- Federstahl-Elemente am unteren inneren Rand der Bohrkernfänger 17
- 21
- Hülsenadapter zwischen Druck-, Spül- und Bergungsrohr und Hülse/Bohrkernfänger 17
- 22
- Grundkörper oben zum Hülsenadapter 21
- 23
- Aufnahmering zu Hülsenadapter 21
- 24
- Unterteil zu Hülsenadapter 21
- 25
- Schiebehülse zu Hülsenadapter 21
- 26
- Sicherungsring, vorzugsweise DIN 471-65 x 2.5
- 27
- Gummischeibe unten zu Hülsenadapter 21
- 28
- Unterlagscheibe zu Hülsenadapter 21
- 29
- Stahlscheibe unten zu Hülsenadapter 21
- 30
- Federringe, vorzugsweise DIN 128 - A8
- 31
- Schraube, vorzugsweise Sechskantschraube mit Gewinde bis Kopf ISO 4017 - M8 x 20
- 32
- Zylinderstift, vorzugsweise NW 8 x 25mm mit Innengewinde M5
- 33
- Druckring zu Hülsenadapter 21
- 34
- Sicherungsbolzen mit Druckkugel 40
- 35
- Gewindestummel oben am Hülsenadapter 21
- 36
- oberer Dichtring, vorzugsweise aus Kunststoff-Hartgummi
- 37
- Axiale Bohrung im Bohrkopf 5
- 38
- Bohrung für Sicherungsbolzen 34
- 39
- Seegerring für Sicherungsbolzen 34
- 40
- druckbelastete Kugel vorne am Sicherungsbolzen 34
- 41
- radiale Bohrungen rundum am stationären Aufnahmering 23 des Hülsenadapters 21
- 42
- radiale Bohrungen rundum am stationären Unterteil 24 des Hülsenadapters 21
- 43
- Bohrung am stationären Unterteil für Fixierbolzen 48
- 44
- Schulter oben am Grundkörper 22 des Hülsenadapters 21
- 45
- Ringnut am unteren Ende des Grundkörpers 22
- 46
- diametrale Bohrung oben an der Hülse 17
- 47
- Antriebsflansch am Bohrkopf 5
- 48
- Fixierbolzen im Unterteil 24 des Hülsenadapters 21
- 49
- Querbohrung im Fixierbolzen 48
- 50
- Längsnut am Fixierbolzen 48
- 51
- Axialbohrung im Unterteil 24 des Hülsenadapters 21 für das Spülwasser
- 52
- Innenwand der Axialbohrung im Druck-, Spül- und Bergungs-Adapter 18
- 53
- Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Abschnitt als Verlängerungsrohr
- 54
- Nut für O-Ring am Druck-, Spül- und Bergungsrohr-Adapter 18
- 55
- Axialbohrung im Fixierbolzen 48
- 56
- Vertiefung auf halbem Weg der Längsnut 50
1. Verfahren zum Kernbohren in lockerem bis festem Grund und zur Entnahme von Proben aus demselben,
bei welchem mit einem Bohrsystem (4) mit Anfangsrohr (8) und unten daran befestigter
Bohrkrone (10), und mit einem allfälligen aufsetzbaren Bohrrohr (9) aus einem oder
mehreren Bohrrohr-Abschnitten, durch Rotation und überlagertem Rammen das Anfangsrohr
(8) in den Grund gebohrt wird, wobei innerhalb des Anfangsrohrs (8) eine Hülse (17)
bzw. ein Bohrkernfänger mit dem Anfangsrohr (8) axial mitfährt,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Anfangsrohr (8) mit seiner endseitig angeordneten Bohrkrone (10) sowie das
allfällige Bohrrohr (9) über einen antreibbaren und mit Rammschlägen beaufschlagbaren
Bohrkopf (5) rotierend und schlagend in den Grund gebohrt wird, während die Hülse
(17) im Anfangsrohr (8) infolge des relativ in die Hülse (17) hinwachsenden Bohrkerns
von demselben ohne Rotation festgehalten wird und von einem Druck-, Spül- und Bergungsrohr
(19) von oben niedergedrückt wird, sodass die Hülse (17) in axialer Richtung mit dem
Anfangsrohr (8) nach unten mitfährt und so ein Bohrkern in das Innere der Hülse (17)
hineinwächst, wobei das Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) entweder mit dem Anfangsrohr (8) und dem allfälligen Bohrrohr (9) mitrotiert und die Hülse (17) über einen Hülsenadapter (21) mit gegeneinander verdrehbaren Teilen
ohne Rotation mit Druck beaufschlagt, oder ein Drehscheiben-Körper als Bohrkopf-Adapter oben rotierend an den rotierenden Bohrkopf
(5) anschliesst und das Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) ohne Rotation die Hülse (17) beaufschlagt,
b) nach gefüllter Hülse (17) der Bohrkopf (5) vom Anfangsrohr (8) oder dem allfälligen
Bohrrohr (9) abgehoben wird und durch Wegschrauben eines allfällig noch über dem Grund
befindlichen Bohrrohrs (9) über dem Anfangsrohr (8) das Druck-, Spül- und Bergungsrohr
(19) freigelegt wird und mitsamt der Hülse (17) aus dem Anfangsrohr (8) herausgezogen
wird und die Hülse (17) vom Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) gelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt b)
c) eine leere Hülse (17) unten an das Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) angeschlossen
wird und am Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) hängend in das Anfangsrohr (8) abgesenkt
wird und je nach Bohrtiefe ein oder mehrere Abschnitte des Druck-, Spül- und Bergungsrohrs
(19) als Verlängerungsrohre (53) und entsprechend ein oder mehrere Bohrrohr-Abschnitte
für das Bohrrohr (9) eingesetzt und an den Bohrkopf (5) angekoppelt werden,
d) weitergebohrt wird, bis die Hülse (17) gefüllt ist, worauf Schritt b) wiederholt
wird,
und wobei parallel oder zeitversetzt zu diesen Prozessen aus den geborgenen Hülsen (17) die Bohrkerne in horizontaler
Lage der Hülsen (17) aus denselben mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch in passende
liegende Kännelrohrabschnitte ausgestossen werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
am unteren Ende der Hülse (17) anfänglich in das Innere ihres unteren Mündungsbereichs
zum Zentrum hin gerichtete Federstahl-Elemente (20) durch die beim Niederfahren der
Hülse (17) überstülpte und in die Hülse (17) hineinwachsende Bohrprobe hochgeschwenkt
werden, und welche Federstahl-Elemente (20) beim Herauszeihen der Hülse (17) den Bohrkern
in der Hülse (17) zurückhalten.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
keine Fixierstange zum Festhalten der Hülse (17) verbaut wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Verbinden bzw. ein Lösen des Anfangsrohrs (8) und des allfälligen Bohrrohrs (9),
und des Druck-, Spül- und Bergungsrohrs (19) durch ein maschinell von einem Drehantrieb
angetriebenem Ein- und Losschrauben des Bohrkopfes (5) erfolgt.
6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens gemäss Anspruch 1, mit einem Drehantrieb mit einem
rotierbaren und mit einer Ramme mit Schlägen von oben beaufschlagbaren Bohrkopf (5),
dessen Drehmoment auf ein Anfangsrohr (8) mit endseitig angeordneter Bohrkrone (10)
und an ein allfälliges, oben am Anfangsrohr (8) angeschlossenes Bohrrohr (9) aus einem
oder mehreren Bohrrohr-Abschnitten übertragbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
innerhalb des Anfangsrohrs (8) eine Hülse (17) bzw. ein Bohrkernfänger rotationsfrei
ansteht, wobei die Hülse (17) über einen Hülsenadapter (21) mit gegeneinander verdrehbaren
Teilen und einem daran angeschlossenen Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) mit dem rotierenden
Bohrkopf (5) druck- und zugkraftschlüssig verbunden ist, wobei entweder das Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) mitrotierend mit dem Bohrkopf (5) verbunden ist und die Hülse (17) vom Druck-, Spül- und Bergungsrohr
(19) über den von der Hülse (17) lösbaren Hülsenadapter (21) mit Druck beaufschlagbar
ist, oder das Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) nicht rotierend mit dem Bohrkopf (5) verbunden ist und die Hülse (17) vom Druck-, Spül- und Bergungsrohr
(19) mit Druck beaufschlagbar ist, während ein Drehscheiben-Körper als Bohrkopf-Adapter
mit gegeneinander verdrehbaren Teilen oben am Druck-, Spül- und Bergungsrohr (19) sitzt und mit dem rotierenden Bohrkopf (5) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (17) mit ihrem unteren Ende an einer radial nach innen ragenden Auskragung
(16) am oberen Ende der unten am Anfangsrohr (8) mitrotierenden Bohrkrone (10) rotationsfrei
ansteht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
keine Fixierstange zum Festhalten der Hülse (17) verbaut ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (17) in ihrem unteren Mündungsbereich in das Innere hineinragende Federstahl-Elemente
(20) für die Sicherung des aufgenommenen Bohrkerns aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die gegeneinander verdrehbaren Teile des Hülsenadapters (21) oder des Drehscheiben-Körpers
als Bohrkopf-Adapter axial aufeinanderfolgend sind, mit einem dazwischen liegenden
Dichtring (36) aus Kunststoff-Hartgummi.
1. Method for core drilling in loose to solid ground and for taking samples from the
same, in which the initial tube (8) is drilled into the ground by means of a drilling
system (4) with initial tube (8) and drill bit (10) fastened thereto at the bottom,
and with a possible attachable drill tube (9) consisting of one or more drill tube
sections, by rotation and superimposed ramming, wherein within the initial tube (8),
a sleeve (17) or a drill core catcher travels axially with the initial tube (8),
characterized in that
a) the initial pipe (8) with its drill bit (10) arranged at the end as well as the
possible drill pipe (9) is drilled into the ground in a rotating and hammering manner
by means of a drivable drill head (5) which can be subjected to hammering impacts,
while the sleeve (17) in the initial pipe (8) is held by the latter without rotation
as a result of the drill core growing relatively into the sleeve (17) and is pressed
down from above by a pressure, flushing and recovery pipe (19), so that the sleeve
(17) moves downwardly in the axial direction with the initial tube (8) and thus a
drill core grows into the interior of the sleeve (17), wherein the pressure, flushing
and recovery tube (19) either rotates along with the initial tube (8) and the possible drill tube (9) and pressurizes the
sleeve (17) without rotation via a sleeve adapter (21) with parts which can be rotated relative to one another
or a rotary disc body as drill head adapter rotates at the top and is connected to the
rotating drill head (5) and the pressure, flushing and recovery tube (19) pressurizes
the sleeve (17) without rotation,
b) after the sleeve (17) has been filled, the drill head (5) is lifted off the initial
pipe (8) or the possible drill pipe (9) and, by unscrewing any drill pipe (9) still
above the bottom above the initial pipe (8), the pressure, flushing and recovery pipe
(19) is exposed and is pulled out of the initial pipe (8) together with the sleeve
(17) and the sleeve (17) is detached from the pressure, flushing and recovery pipe
(19).
2. Method according to claim 1,
characterized in that after step b)
c) an empty sleeve (17) is connected at the bottom to the pressure, flushing and recovery
pipe (19) and, hanging on the pressure, flushing and recovery pipe (19), is lowered
into the initial pipe (8) and, depending on the drilling depth, one or more sections
of the pressure, flushing and recovery pipe (19) are inserted as extension pipes (53)
and, correspondingly, one or more drill pipe sections for the drill pipe (9) are inserted
and coupled to the drill head (5),
d) drilling is continued until the sleeve (17) is filled, whereupon step b) is repeated
and wherein, in parallel or with a time delay to these processes, the drill cores are ejected from the recovered casings (17) in
the horizontal position of the casings (17) mechanically, hydraulically or pneumatically
into suitable horizontal tubular sections.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that at the lower end of the sleeve (17), spring steel elements (20) initially directed
into the interior of its lower mouth area towards the center are swung up by the drilling
sample being turned over and growing into the sleeve (17) when the sleeve (17) is
lowered, and which spring steel elements (20) retain the drilling core in the sleeve
(17) when the sleeve (17) is pulled out.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that no fixing rod is installed to retain the sleeve (17).
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the initial pipe (8) and any drill pipe (9) and the pressure, flushing and recovery
pipe (19) are connected and disconnected by screwing and unscrewing the drill head
(5) mechanically driven by a rotary drive.
6. Device for carrying out the method according to claim 1, having a rotary drive with
a rotatable drilling head (5) which can be subjected to impacts from above by means
of a pile driver and the torque of which can be transmitted to an initial tube (8)
with a drill bit (10) arranged at the end and to a possible drill pipe (9) consisting
of one or more drill pipe sections connected to the initial tube (8) at the top, characterized in that inside the initial tube (8), a sleeve (17) or bore core catcher respectively free
of rotation flushes, whereby the sleeve (17) by means of a sleeve adapter (21) having
parts which can be rotated relative to one another, and a pressure, flushing and recovery
pipe (19) connected thereto, is connected in a pressure-locking and traction-locking
manner to the rotating drill head (5), whereby either the pressure, flushing and recovery pipe (19) is connected to the drill head (5)
in a co-rotating manner and the sleeve (17) is impactable by the pressure, flushing and recovery pipe
(19) via the sleeve adapter (21) which is detachable from the sleeve (17), or the pressure, flushing and recovery tube (19) is connected to the drill head (5)
in a non-rotating manner and the sleeve (17) is impactable by the pressure, flushing and recovery tube
(19) with pressure, while a rotary disc body is seated as a drill head adapter with mutually rotatable parts at the top of the pressure, flushing and recovery tube (19) and is connected to the rotating drill head (5).
7. Device according to claim 6, characterized in that the sleeve (17) is seated with its lower end against a radially inwardly projecting
projection (16) at the upper end of the drill bit (10) rotating along at the bottom
of the initial tube (8) in a rotation-free manner.
8. Device according to one of claims 6 to 7, characterized in that no fixing rod is installed for holding the sleeve (17).
9. Device according to one of claims 6 to 8, characterized in that the sleeve (17) has, in its lower mouth region, spring steel elements (20) projecting
into the interior for securing the received drill core.
10. Device according to one of claims 6 to 9, characterized in that the parts of the sleeve adapter (21) or of the rotary disk body which can be rotated
relative to one another are axially consecutive as a drill head adapter, with an interposed
sealing ring (36) of plastic hard rubber.
1. Procédé de carottage dans un sol meuble à solide et de prélèvement d'échantillons dans celui-ci,
dans lequel le tube initial (8) est foré dans le sol par rotation et battage superposé
à l'aide d'un système de forage (4) avec tube initial (8) et couronne de forage (10)
fixée en bas sur celui-ci, et avec un éventuel tube de forage (9) pouvant être mis
en place et constitué d'un ou de plusieurs tronçons de tube de forage, une douille
(17) ou une couronne de forage (10) étant placée de manière axiale à l'intérieur du
tube initial (8) un carottier se déplace axialement avec le tube initial (8),
caractérisé en ce que
a) le tube de départ (8) avec sa couronne de forage (10) disposée à l'extrémité ainsi
que la tube de forage (9) éventuel est foré dans le sol en rotation et en percussion
par l'intermédiaire d'une tête de forage (5) pouvant être entraînée et soumise à des
coups de bélier, tandis que la douille (17) dans le tube initial (8) est maintenue
par celui-ci sans rotation en raison de la carotte de forage qui croît relativement
dans la douille (17) et est percée par un tube de pression, de rinçage et de récupération
(19), de sorte que la douille (17) se déplace axialement vers le bas avec le tube
initial (8) et qu'une carotte de forage pousse ainsi à l'intérieur de la douille (17),
le tube de pression, de rinçage et de récupération (19) soit tourne avec le tube de départ (8) et l'éventuel tube de forage (9) et exerce une pression
sans rotation sur la douille (17) par l'intermédiaire d'un adaptateur de douille (21) comportant
des parties pouvant tourner les unes par rapport aux autres, soit un corps de disque
rotatif se raccorde en haut, en rotation, à la tête de forage rotative (5) en tant
qu'adaptateur de tête de forage et le tube de pression, de rinçage et de récupération
(19) exerce une pression sans rotation sur la douille (17),
b) après le remplissage de la douille (17), la tête de forage (5) est soulevée du
tube initial (8) ou de l'éventuel tube de forage (9) et, en dévissant un éventuel
tube de forage (9) se trouvant encore au-dessus du sol, le tube de pression, de rinçage
et de récupération (19) est dégagé au-dessus du tube initial (8) et est retiré du
tube initial (8) avec la douille (17) et la douille (17) est détachée du tube de pression,
de rinçage et de récupération (19).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que, après l'étape b)
c) une douille vide (17) est raccordée en bas au tube de pression, de rinçage et de
récupération (19) et est abaissée dans le tube initial (8) en étant suspendue au tube
de pression, de rinçage et de récupération (19) et, selon la profondeur de forage,
un ou plusieurs tronçons du tube de pression, de rinçage et de récupération (19) sont
insérés en tant que tubes de rallonge (53) et, de manière correspondante, un ou plusieurs
tronçons de tube de forage pour le tube de forage (9) et sont accouplés à la tête
de forage (5),
d) on continue à forer jusqu'à ce que la douille (17) soit remplie, après quoi on
répète l'étape b),
et dans lequel, parallèlement à ces processus ou avec un décalage dans le temps, les carottes de forage sont éjectées des douilles (17) récupérées, en position horizontale
des douilles (17), par voie mécanique, hydraulique ou pneumatique, dans des sections
de tube de caverne situées de manière appropriée.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
à l'extrémité inférieure de la douille (17), des éléments en acier à ressort (20)
dirigés initialement vers l'intérieur de sa zone d'embouchure inférieure en direction
du centre sont pivotés vers le haut par l'échantillon de forage retourné lors de l'abaissement
de la douille (17) et poussant dans la douille (17), et lesquels éléments en acier
à ressort (20) retiennent la carotte de forage dans la douille (17) lors de l'extraction
de la douille (17).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
aucune barre de fixation n'est installée pour maintenir la douille (17).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
une liaison ou un détachement du tube de départ (8) et de l'éventuel tube de forage
(9), et du tube de pression, de rinçage et de récupération (19) s'effectue par un
vissage et un dévissage de la tête de forage (5) entraîné mécaniquement par un entraînement
rotatif.
6. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, avec un entra nement
rotatif avec une tête de forage (5) rotative et pouvant être soumise à des coups par
le haut avec un bélier, dont le couple peut être transmis à un tube initial (8) avec
une couronne de forage (10) disposée à l'extrémité et à un éventuel tube de forage
(9) raccordé en haut au tube initial (8) et constitué d'un ou de plusieurs tronçons
de tube de forage,
caractérisé en ce que
à l'intérieur du tube initial (8), un manchon (17) ou une carotte saillie sans rotation,
la douille (17) étant reliée à la tête de forage rotative (5) par une force de pression
et de traction par l'intermédiaire d'un adaptateur de douille (21) comportant des parties pouvant tourner l'une par rapport à l'autre et d'un tube de pression, de rinçage
et de récupération (19) qui y est raccordé, soit le tube de pression, de rinçage et de récupération (19) étant relié à la tête de
forage (5) en tournant avec elle et la douille (17) étant mis sous pression par l'adapteuer de douille (17) qui
est détachable de la douille, soit que la tube de pression, de rinçage et de récupération
(19) n'est pas relié en rotation à la tête de forage (5) et la douille (17) peut être mis sous pression par par la
tube de pression, de rinçage et de récupération (19), tandis qu'un corps de disque
rotatif servant d'adaptateur de tête de forage avec des parties pouvant tourner les unes par rapport aux autres est placé en haut sur le tube de pression, de rinçage et de sauvetage (19) et est relié à la tête de forage rotative (5).
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la douille (17) s'appuie sans rotation par son extrémité inférieure sur une saillie
(16) dépassant radialement vers l'intérieur à l'extrémité supérieure du trépan (10)
tournant en bas sur le tube initial (8).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 7,
caractérisé en ce que
aucune barre de fixation n'est montée pour maintenir la douille (17).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que
la douille (17) présente dans sa zone d'embouchure inférieure des éléments en acier
à ressort (20) faisant saillie à l'intérieur pour la fixation de la carotte de forage
reçue.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que
les parties de l'adaptateur de douille (21) ou du corps de disque rotatif pouvant
tourner l'une par rapport à l'autre se succèdent axialement en tant qu'adaptateur
de tête de forage, avec une bague d'étanchéité (36) en caoutchouc dur en matière plastique
située entre elles.